[0001] Die Erfindung betrifft eine Rollenoffsetdruckmaschine sowie ein Verfahren zum Betrieb
der Rollenoffsetdruckmaschine gemäß den Ansprüchen 1 bzw. 21.
[0002] Die
DE 10 2004 043 681 A1 offenbart eine Akzidenzdruckmaschine mit Rollenabwicklung, Einzugwerk, mehreren 1-Druckeinheiten,
ggf. einem Lackierwerk, einem Trockner, einer Kühleinheit, einem Überbau und einem
Falzapparat. Es sind, hier Aggregate einer Breite vorgesehen, welche das Verarbeiten
von Bahnen einer maximalen Breite von z.B. bis zu 1000 mm erlaubt. Eine Abschnittslänge
auf der Bahn ist beispielsweise standardgemäß mit vier nebeneinander angeordneten
Druckseiten im DIN A4 belegt.
[0003] Die
WO 2005/108262 A1 offenbart eine Druckanlage mit zwei parallel angeordneten Akzidenz-Druckmaschinenlinien,
wobei eine Bahn mittels Druckeinheiten durch auswechselbare Module mit Druckwerkszylindern
unterschiedlicher Zylinderumfänge zwischen 1.100 mm und 1.500 mm mit variabler Abschnittslänge
bedruckbar, und durch einen Falzapparat mit variierbarer Abschnittslänge verarbeitbar
ist. Ein Umfang des Formzylinders beträgt dort mindestens sechs, vorzugsweise acht
DIN A4-Seiten. Der Druckanlage kann in unterschiedlichen Ausführungen ein asymmetrisches,
ein symmetrisches oder ein in der Art eines Trichterüberbaus mit klein- und großformatigen
Falzapparaten ausgebildetes Überbausystem zugeordnet sein. Es kann durch Kombination
von Trichtern und Wendestangen in den Überbausystemen sowie den Falzapparaten mit
unterschiedlicher Variabilität und Produktion bei vier, sechs oder acht Seiten im
Umfang eine große Produktvielfalt realisiert werden.
[0004] Durch die
WO 2005/105447 A ist eine Zeitungsdruckmaschine offenbart, wobei auf einem sechs Zeitungsseiten breiten
Formzylinder nebeneinander zwei dreiseitenbreite Druckformen vorgesehen sind. Z. B.
zur Erzeugung spezieller Tabloidprodukte können die Druckformen nebeneinander Formate
unterschiedlicher Druckseitenbreite aufweisen.
[0005] Die
WO 2006111521 A offenbart eine Zeitungsdruckmaschine mit Drucktürmen. Hierbei werden Bahnen über
bahnbreite Wendestangen um 90° auf einen mehrere Falztrichter nebeneinander aufweisenden
Trichteraufbau abgelenkt. Die von den Falztrichtern kommenden Stränge werden einem
gemeinsamen nachgeordneten Falzapparat zu deren Weiterverarbeitung zugeführt.
[0006] Durch die
WO 2007/020288 A ist eine Druckmaschinenanlage mit einer Zeitungsdruckmaschine und einer zweiten Druckmaschine
offenbart, wobei Bahnen der einen und der anderen Druckmaschine zusammen auf einen
Trichteraufbau führbar sind. In einer von mehreren Ausführungsmöglichkeiten kann die
zweite Druckmaschine auch als Akzidenzdruckmaschine ausgebildet sein. Das Falzwerk
der Zeitungsdruckmaschine kann hierbei ein oder zwei Falzapparate aufweisen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rollenoffsetdruckmaschine für hohe
Seitenzahlen mit hoher Variabilität und Wirtschaftlichkeit bei Erhalt der Druckqualität
sowie ein Verfahren zu deren Betrieb zu schaffen.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 bzw. 21 gelöst.
[0009] Akzidenzdruckmaschinen zeichnen sich - z. B. gegenüber herkömmlichen Zeitungsdruckmaschinen
- durch vergleichsweise höhere Qualitätsstandards im erzeugten Druckprodukt aus. Dies
wird durch eine Reihe von technischen Unterschieden gewährleistet. Diese hohen Qualitätsstandards
stehen jedoch einer Vergrößerung der Maschine entgegen, so dass eine Herstellung von
Produkten hoher Seitenzahlen üblicher Weise auf mehreren Maschinenlinien statt findet.
Durch die nachfolgend beschriebene Akzidenzdruckmaschine gelingt es, den Output erheblich
zu erhöhen und die Qualitätsstandards dennoch einzuhalten.
[0010] Es ist eine Akzidenz-Rollenrotationsdruckmaschine im übergroßen Format mit variabler
Erzeugung von Druckzwischen- bzw. Druckendprodukten geschaffen, welche dennoch für
kleinere Produktstärken wirtschaftlich betreibbar ist.
[0011] Die Erfindung betrifft eine Akzidenz-Rollenrotationsdruckmaschine bzw. Rollenrotationsdruckanlage
mit z. B. 1 bis i (i vorzugsweise 2, ggf. auch 3 bis 5) Rollenabspuleinrichtungen
mit Einzugwerken (separat stehend, bevorzugt aber in der Rollenabspuleinrichtung integriert)
die 1 bis i Papierbahnen mit großer Bahnbreite bzw. maximaler Bahnbreite (größer 2.000
mm, bevorzugt mindestens 2.500 mm, bzw. mindestens entsprechend der Breite von 8 liegenden
oder 12 stehenden DIN A4-Seiten) in z. B. 1 bis m Druckwerkstraßen (für eine Rollenrotationsdruckanlage
m bevorzugt 2) bedruckt. Eine Druckwerkstraße weist jeweils 1 bis p (p meistens 4
bevorzugt 2 < p < 6) Druckeinheiten m, z. B. I-Druckeinheiten aus je zwei übereinander
liegenden Druckwerken auf, zwischen denen die Papierbahn durchgeführt und bedruckt
wird, je Papierbahn und/oder Druckwerkstraße eine Bahnfang und -kappvorrichtung zur
Vermeidung von Wicklern bei Bahnrissen, je Papierbahn und/oder Druckwerkstraße z.
B. eine Trocknungsmöglichkeit, i.d. Regel 1 Trockner pro Bahn, aber auch 2 bis 4 Bahnen
in einem Trockner durchführbar und trockenbar mit z. B. anschließender Kühlung durch
eine Kühlwalzengruppe je Bahn und ggf. der Möglichkeit der Wiederbefeuchtung mit oder
ohne Silikonisierung. Ein multifunktionaler Überbau, in dem die 1- i Bahnen der Länge
nach in 2 bis r (r >= 8 bevorzugt 10 oder 12, weniger als 30), bevorzugt geradzahlige
Stränge bzw. Teilbahnen geschnitten werden, einzelne und/oder mehrere dieser Stränge
bzw. Teilbahnen je nach Produktanforderung gewendet und auf oder zwischen andere Stränge
bzw. Teilbahnen geführt bzw. gemischt werden, optional ggf. in der Längs- bzw. Querrichtung
mit unterschiedlichen Zwischenabständen Perforationen eingebracht, ggf. in der Längsrichtung
getaktet oder kontinuierlich Leimspuren aufgebracht werden.
[0012] Die zusammengeführten und vorbereiteten Stränge bzw. Teilbahnen der mindestens einen
Druckwerkstraße werden in einer Ausführung über 1 bis q Falztrichter (q bevorzugt
1, meistens 2 aber auch 3 oder 4 bis zu 8) und/oder über 1 bis v (v vorzugsweise mindestens
r) Wendestangen mit entsprechenden Registereinheiten entweder in ein Falzapparatsystem
einspeist. Das Falzapparatsystem besteht z. B. aus 1 bis m formatfesten und/oder formatvariablen
Punktur-/Klappen-/Bänder-/Räder-Falzapparaten, die separat nebeneinander oder in einem
Apparat mit 1 bis 4 Querschneid- und Falzeinrichtungen, z. B. mit der Möglichkeit
die abgeschnittenen Einheiten nicht zu sammeln bis mehrfach zu sammeln (bevorzugt
2x), quer zu falzen, auf 1 bis 2 oder auch 3 bis 4 Auslagen zu splitten, danach in
vorteilhafter Ausführung nochmals zu falzen und an die Weiterverarbeitung zu übergeben.
[0013] In anderer Ausführung werden die zusammengeführten und vorbereiteten Stränge bzw.
Teilbahnen der mindestens einen Druckwerkstraße in einen Querschneider bzw. Cutter
einspeist, der dann quer zur Bahnrichtung die einzelnen Produkte schneidet und an
die Weiterverarbeitung zu übergibt, wodurch Druckzwischen- bzw. Druckendprodukten
mit Seitenzahlen zwischen 2 (z. B. für Poster- Reklamedrucke) und 392 (kleinformatige
Bücher, Zeitschriften, Magazine) ermöglicht werden
[0014] Innerhalb der Bahnführungen sind weitere Veredelungsmöglichkeiten einsetzbar wie
z. B. UV-Druck und Lackierwerk mit Trockner und/oder Längs-/Bahnkantenbeschnitt und/oder
Altar bzw. Pflugfalzeinrichtung(en).
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher beschreiben.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Druckmaschine mit einer Druckwerkslinie;
- Fig. 2.
- eine Druckmaschinenanlage mit zwei Druckwerkslinien übereinander;
- Fig. 3
- eine Druckmaschinenanlage mit zwei Druckwerkslinien nebeneinander;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Rollenwechslers;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer Rollenwechslerbremse;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Rollenwechsler-Konus;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer Materialzuführung mittels zweier Rollenwechsler;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer Materialzuführung mittels zweier Rollenwechsler;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung einer Materialzuführung mittels zweier Rollenwechsler
mit unterschiedlichen Bahnbreiten;
- Fig. 10
- eine Darstellung einer Zugwalze;
- Fig. 11
- eine Ausführung einer Druckeinheit;
- Fig. 12
- Ausführungen a), b) und c) einer Druckeinheit mit Linearlagerungen;
- Fig. 13
- eine Ausführung einer Druckeinheit;
- Fig. 14
- eine Zylinderbelegung mit Druckbildern;
- Fig. 15
- eine Zylinderbelegung mit Druckbildern;
- Fig. 16
- vier vorteilhafte Belegungen a), b), c) und d) eines Formzylinders mit Druckformen;
- Fig. 17
- vier vorteilhafte Belegungen a), b), c) und d) eines Übertragungszylinders mit Drucktüchern;
- Fig. 18
- tabellarische Darstellungen von Ausführungen eines Formzylinderballens i.m. Druckseitenbelegungen;
- Fig. 19
- eine schematische Darstellung einer Kühleinrichtung mit Absaugung;
- Fig. 20
- eine Ausführung eines Überbaus mit Schneideinrichtung, Wendewerk und Registereinrichtungen;
- Fig. 21
- eine Ausführung eines Überbaus mit Falzapparat;
- Fig. 22
- eine weitere Ausführung eines Überbaus mit Falzapparaten;
- Fig. 23
- eine Ausführung mit zwei Falzapparaten unterschiedlicher Abschnittslänge;
- Fig. 24
- eine weitere Ausführung eines Überbaus mit Falzapparaten;
- Fig. 25
- eine weitere Ausführung eines Überbaus mit Falzapparaten;
- Fig. 26
- eine Ausführung einer Bahnführung mit Überbau;
- Fig. 27
- eine weitere Ausführung einer Bahnführung mit Überbau und Falzapparat;
- Fig. 28
- eine weitere Ausführung einer Bahnführung mit Überbau und Falzapparaten;
- Fig. 29
- eine weitere Ausführung einer Bahnführung mit Überbau und Falzapparaten;
- Fig. 30
- eine weitere Ausführung einer Bahnführung mit Überbau und Falzapparaten;
- Fig. 31
- eine weitere Ausführung einer Bahnführung mit Überbau und Falzapparaten;
- Fig. 32
- eine Vorderansicht mit Überbau und Falzapparat;
- Fig. 33
- eine weitere Vorderansicht mit Überbau und Falzapparat;
- Fig. 34
- eine weitere Vorderansicht mit Überbau und Falzapparaten;
- Fig. 35
- eine weitere Vorderansicht mit Überbau und Falzapparaten;
- Fig. 36
- eine schematische Darstellung eines Falzapparates für variable Abschnittstänge;
- Fig. 37
- eine Darstellung für die Produktionen einer Doppelumfangmaschine mit zwei Falzapparaten
bzw. zwei Falzzylindergruppen;
- Fig. 38
- Beispiele für die heterogene Druckbildbelegung am Formzylinder bzw. ein heterogenes
Druckbild einer Zylinderumdrehung auf einer noch ungeschnittenen Bahn;
- Fig. 39
- eine Darstellung für die Produktionen einer Doppelumfangmaschine mit heterogener Druckbildbelegung
auf zwei Falzapparate bzw. zwei Falzzylindergruppen;
- Fig. 40
- eine Darstellung für die Produktionen einer Dreifachumfangmaschine mit zwei Falzapparaten
bzw. zwei Falzzylindergruppen;
[0017] Eine bahnbe- und/oder -verarbeitende Maschine, z. B. Druckmaschine, insbesondere
eine als Rollenoffsetdruckmaschine ausgebildete Rollenrotationsdruckmaschine zum Bedrucken
einer oder mehrerer Bahnen B, weist mehrere Aggregate 100; 200; 300; 400; 500; 600;
700; 800 zur Versorgung, zum Bedrucken und zur Weiterverarbeitung auf (Fig. 1). Von
z. B. einer Rollenabwicklung 100, insbesondere einen Rollenwechsler 100 wird die zu
beduckende Bahn B, insbesondere Papierbahn B, abgewickelt, bevor sie über ein Einzugwerk
200 einer oder mehreren Druckeinheiten 300 zugeführt wird. Zu den standardmäßig für
den Mehrfarbendruck vorgesehenen Druckeinheiten 300 (z. B. vier Stück für Vierfarbendruck)
können zusätzliche Druckeinheiten 300 vorgesehen sein, welche dann beispielsweise
auch abwechselnd zu einem oder mehreren der übrigen Druckeinheiten 300 für den fliegenden
Druckformwechsel einsetzbar sind.
[0018] In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann im Bahnweg ein Lackierwerk 400 vorgesehen
sein.
[0019] Die Bahn B besteht in einer Betriebsweise vorzugsweise aus einem gegenüber Zeitungspapier
stärkeren und höher gestrichenem Papier. Es weist z. B. eine Grammatur von mindestens
60 g/m
2, insbesondere mindestens 70 g/m
2, und/oder ein Strichgewicht von mindestens 5 g/m
2, insbesondere mindestens 10 g/m
2, auf. In anderer vorteilhaften Betriebsweise, z. B. einer Telefonbuchproduktion,
besteht die Bahn B aus einem (z. B. gegenüber Zeitungspapier dünnerem) und vorzugsweise
ungestrichenen Papier. Es weist z. B. eine Grammatur von 25 g/m
2 bis 35 g/m
2 auf. Die Bahn B verläuft durch die Druckeinheiten 300 im Wesentlichen in horizontaler
Richtung.
[0020] Nach dem Bedrucken und ggf. Lackieren durchläuft die Bahn B einen Trockner 500 und
wird ggf. in einer Kühleinheit 600 wieder abgekühlt, falls die Trocknung auf thermische
Weise erfolgt. Nach dem Trockner 500, in oder nach der Kühleinheit 600 kann mindestens
eine weitere, in Fig. 1 nicht dargestellte Konditioniereinrichtung, wie z. B. eine
Beschichtungseinrichtung und/oder eine Wiederbefeuchtung vorgesehen sein. Nach der
Kühlung und/oder Konditionierung kann die Bahn B über einen Überbau 700 einem Falzapparat
800 zugeführt werden. Der Überbaubau 700 weist z. B. zumindest ein nicht in Fig. 1
dargestelltes Silikonwerk, wenigstens eine Längsschneideeinrichtung und in einer Ausführung
wenigstens ein oder mehrere Wendedecks 711, mit paarweise zu umlaufenden Wendestangen
712 zum Versetzen einer Anzahl von Teilbahnen, und eine Trichtereinheit 703 mit einem
oder mehreren Falztrichtern 708, oder in anderer Ausführung ein mindestens der Anzahl
der zu erzeugenden Teilbahnen entsprechende Gruppe von einzelnen Wendestangen 712
auf. Das genannte Silikonwerk kann auch vor dem Überbau 700, z. B. im Bereich der
Kühleinheit 600 angeordnet sein. Der Überbaubau 700 kann weiter ein in Fig. 1 nicht
dargestelltes Perforierwerk, ein Leimwerk, ein Nummerierwerk und/oder einen Pflugfalz
aufweisen. Nach Durchlaufen des Überbaus 700 wird die Bahn B bzw. werden Teilbahnen
in einen Falzapparat 800 geführt.
[0021] In einer Ausführung weist die Druckmaschine zusätzlich einen gesonderten Querschneider,
z. B. einen sog. Planoausleger, auf, in welchem eine beispielsweise nicht durch den
Falzapparat 800 geführte Bahn B in Formatbogen geschnitten und ggf. gestapelt oder
ausgelegt wird.
[0022] Fig. 2 und 3 zeigen vorteilhafte Ausführungen einer Druckmaschine bzw. Druckmaschinenanlage
mit zwei Druckwerkslinien M bzw. Maschinenflucht M, welche jeweils von einem Rollenwechsler
100 eine Bahn B erhalten. Die bedruckten Bahnen B sind in einem Überbau 700 und einem
nachgeordneten Falzapparat 800 getrennt in Produkte, oder aber - zumindest z.T. zu
einem gemeinsamen Produkt weiterverarbeitbar. In Fig. 2 sind die beiden Druckwerkslinien
M in zwei vertikal übereinander liegenden Ebenen, insbesondere direkt übereinander,
angeordnet, während die beiden Druckwerkslinien M in Fig. 3 im Wesentlichen in einer
selben horizontalen Ebene nebeneinander angeordnet sind. Für diese Fälle sind vorzugsweise
zwei Falzapparate 800 sowie Leitelemente, welche das Überführen von Bahnsträngen von
einer der Druckwerkslinien M zu wahlweise dem einen oder anderen der Falzapparate
800 vorgesehen sind.
[0023] Die mit der noch ungeschnittenen Bahn B zusammen wirkenden Aggregate 100; 200; 300;
400; 500; 600 der Druckmaschine weisen eine wirksame Breite quer zur Transportrichtung
der Bahn B auf, welche das Verarbeiten von Bahnen B einer maximalen Breite bB von
z. B. mindestens 2.000 mm, insbesondere mindestens 2.500 mm und/oder einer maximalen
Breite bB entsprechend der Breite von nebeneinander mindestens 8 liegenden oder 12
stehenden DIN A4-Seiten erlaubt. Unter wirksamer Breite ist hier die jeweilige Breite
bzw. lichte Weite der mit der Bahn B direkt oder indirekt zusammen wirkenden Bauteile
(z. B. Walze, Zylinder, Durchführung, Sensorik, Stellwege etc.) der Aggregate 100;
200; 300; 400; 500; 600 zu verstehen, so dass die Bahn B in ihrer vollen Breite bB
bearbeitet, konditioniert und gefördert werden kann. Ferner sind die Aggregate 100;
200; 300; 400; 500; 600 in ihrer Funktionalität (Materialzufuhr, Bahntransport, Sensorik,
Weiterverarbeitung) derart ausgeführt, dass auch lediglich teilbreite Bahnen B' in
der Druckmaschine bis hinunter zu einer Breite bB' von lediglich 450 mm verarbeitbar
sind.
[0024] Die einen Druckabschnitt mit einer Breite und einer Drucklänge a definierenden bzw.
verarbeitenden Aggregate 100; 200; 300; 400; 500; 600; 700; 800 sind derart ausgeführt,
dass sie beispielsweise eine zwischen 1.100 mm und 1.900 mm, vorteilhaft zwischen
1.200 mm und 1.900 mm liegende, insbesondere in schlankerer Ausführung in etwa 1.240
±5 mm oder 1.340 ±5 mm und in einer stärkeren Ausführung 1.780 ±5 mm oder 1.860 ±5
mm Drucklänge a (je Umdrehung des die Druckvorlage tragenden Zylinder 304, z. B. Druckwerkszylinders
304 auf der Bahn B definieren. Vorteilhafter Weise liegt die Drucklänge a in einer
ersten Ausführung zwischen 1.100 mm (ggf. zwischen 1.200 mm) und 1.400 mm und in der
zweiten zwischen 1.700 mm und 1.900 mm. Die Drucklänge a ist in der ersten Ausführung
in Längsrichtung der Bahn B (bzw. Umfangsrichtung des Druckwerkszylinders 304) beispielsweise
standardgemäß als mit vier stehenden oder sechs liegenden Druckseiten, z. B. DIN A4-Format,
und/oder in Querrichtung der Bahn B nebeneinander mit 12 stehenden bzw. 8 liegenden
Druckseiten (DIN A4-Format) bedruckt bzw. belegt. In der stärkeren zweiten Ausführung
in Längsrichtung der Bahn B (bzw. Umfangsrichtung des Druckwerkszylinders 304) beispielsweise
standardgemäß mit 8 liegenden oder 6 stehenden Druckseiten (beispielsweise einer Länge
s), z. B. DIN A4-Format, und in Querrichtung der Bahn B in der ersten Variante mit
6 (96 Seiten) oder 9 (144 Seiten) liegenden Druckseiten nebeneinander und in der zweiten
Variante mit 8 (96 Seiten) oder 12 (144 Seiten) stehenden Druckseiten (DIN A4-Format)
bedruckt bzw. belegt. Bei entsprechend um Vielfache des liegenden oder stehenden DIN
A4-Formates gegenüber der maximalen Breite bB schmalerer Bahn B sind entsprechend
der Teiligkeit (z. B. ¾-Bahn) kleinere Anzahlen von Seiten auf einem Druckabschnitt
aufgedruckt. Das genannte stellt die Verhältnisse in einer ersten Betriebssituation
dar, in welcher eine in Bezug auf das Format homogene Belegung des Druckwerkszylinders
304 bzw. der durch das Druckwerk bedruckten Bahn B vorliegt, d. h. mit Druckseiten
des selben Formates (z. B. Format A, z. B. DIN A4) und der selben Orientierung (liegend
oder stehend). Die mit einer Abschnittslänge a bzw. einem Umfang u304 von vier DIN
A4-Seiten, stehend oder liegend, ausgebildeten Zylinder, Druckwerke bzw. Maschinen
werden z. B. auch als Zylinder, Druckwerke bzw. Maschinen doppelten Umfangs bzw. Doppelumfangmaschine
bezeichnet. Entsprechend werden die mit einer Abschnittslänge a bzw. einem Umfang
u304 von 6 DIN A4-Seiten, stehend oder liegend, ausgebildeten Zylinder, Druckwerke
bzw. Maschinen z. B. auch als Zylinder, Druckwerke bzw. Maschinen dreifachen Umfangs
bzw. Dreifachumfangmaschine bezeichnet.
[0025] Je nach Druckbild und nachfolgender Weiterverarbeitung im Überbau 700 und Falzapparat
800 sind jedoch auch andere Seitenzahlen und/oder Formate oder gleichzeitig unterschiedliche
Formate und/oder Orientierungen je Drucklänge a auf dem als Formzylinder 304 ausgebildeten
Druckwerkszylinder 304 möglich.
[0026] Aufgrund der hohen Rollengewichte (bei Rollendurchmesser 60" bis zu 7,5 t) ist ein
(teil-)automatisches Transport- und/oder Handhabungssystem 900 der Rollen für Transport
und Ausrichtung vorgesehen. Dies ist beispielhaft in Fig. 3 dargestellt, wobei ein
Transportpfad 901, z. B. ein Schienenweg 901 (bzw. Schienensystem 901) für ein Transportmittel
902, z. B. einen Transportwagen 902, von einer Aufnahmestation 906 zum Rollenwechsler
100, ggf. über einen oder mehrere Drehtische 903, vorgesehen ist.
[0027] Für die Aufachsung ist aufgrund der großen Rollenbreite z. B. eine Zentrierung vorgesehen.
Hierzu ist z. B. eine Möglichkeit des Anhebens über Tragwalzen und/oder eine zusätzliche
Messung mit Achs-Korrektur der Rollenhülse 116, z. B. Hülse 116 auf einem in Fig.
3 lediglich angedeuteten Transfertisch 904. Vorteilhaft kann es vorgesehen sein, dass
ein die Rolle 104; 106 vor der Aufachsung tragender Transportwagen 902 oder Transfertisch
904 um eine vertikale Achse verschwenkbar ausgebildet ist (siehe gekrümmter Doppelpfeil
in Fig. 4). In einer Weiterbildung ist dieser gar um 180° um eine vertikale Achse
verschwenkbar um eine Korrektur der Wickelrichtung, z. B. einer mit falschem Wickelsinn
angelieferten Rolle 104; 106, auf dem Transfertisch 904 im Rollenwechsler 100 durchführen
zu können.
[0028] Zusätzlich können im Bereich der Rollenzuführung (z. B. Schienensystem 901 mit Transportwagen
902) neben dem vom Lager kommenden Schienenweg 901 zusätzliche, sternförmig am Transfertisch
904 angeordneter Stichschienen als Rollenpufferpositionen direkt am Rollenwechsler
100 vorgesehen sein.
[0029] Die Rollenabwicklung 100 kann als Stillstandsrollenwechsler mit Bahnspeicher oder
aber vorteilhaft, wie in Fig. 4 dargestellt, als Rollenwechsler 100 für den fliegenden
Rollenwechsel ausgeführt sein.
[0030] In einer im Hinblick auf die Aufachsung vorteilhaften Ausführung kann vorgesehen
sein, dass die neue Rolle 104; 106 auf einem diese tragenden Transportwagen 902 rotierbar,
z. B. fliegend, gelagert ist, und dieser Transportwagen 902 gleichzeitig als Träger
während der Abrollung dient, indem die Rolle 104; 106 bzw. der oder die Zapfen des
Transportwagens 902 an einen Antrieb der Rollenabwicklung 100 angekoppelt, und nach
Abrollung wieder abgekoppelt wird.
[0031] Die als Rollenwechsler 100 für den fliegenden Wechsel ausgebildete Rollenabwicklung
100 weist mehrere, hier zwei, Paare von Tragarmen 101; 102 auf, welche auf einem Träger
103 jeweils paarweise in einer Flucht parallel zur Rotationsachse R104; R106 einer
abzuwickelnden Rolle 104; 106 z. B. einzeln bewegbar gelagert sind (Fig. 4). Die geteilten,
einzeln bewegbaren Tragarme 101; 102 ermöglichen die gleichzeitige Aufnahme von Rollen
104; 106 unterschiedlicher Breite bB; bB' durch die Tragarme 101 bzw. 102. Die axiale
Bewegung erfolgt beispielsweise über nicht dargestellte Antriebsmotoren und/oder über
nicht dargestellte Spindeltriebe. Der Träger 103, der insgesamt wie z. B. mehrteilig
ausgeführt ist, ist um eine zu den Rotationsachsen R104; R106 parallelen Mittelachse
R103 motorisch in einem nicht dargestellten Gestell bzw. in beidseitigen Gestellwänden
verschwenkbar gelagert, wobei die beiden Paare von Tragarmen 101; 102 vorzugsweise
um 180° um die Mittelachse R103 zueinander versetzt angeordnet sind. Einen Rollenkern
aufnehmende Konen 111 sind rotatorisch beispielsweise über einen Riementrieb von einem
nicht dargestellten Antriebsmotor entweder an einem Konus 111 je Paar von Tragarmen
101; 102, oder in einer vorteilhaften Ausführung an beiden Konen 111 je Paar antreibbar.
In letzterem Fall sind in vorteilhafter Ausführung die beiden einem Paar von Konen
111 zugeordneten Antriebsmotoren elektronisch synchronisiert angetrieben. Sie sind
zumindest bezüglich ihrer Drehzahl, vorteilhaft bzgl. ihrer Winkellage regelbar ausgebildet
und erhalten ihre Drehzahl- und/oder Winkellagevorgabe aus einer gemeinsamen Antriebssteuerung,
z. B. von einem selben Frequenzumrichter.
[0032] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist im Bereich des Rollenwechsels 100 oder zwischen
dem Rollenwechsler 100 und einer nachfolgenden ersten Druckeinheit 300 eine nicht
dargestellte Bahnkantenerfassung für die ablaufende Bahn B; B' vorgesehen. Das Ergebnis
wird mit einem Sollwert verglichen und bei Abweichung wird eine Regulierung der Bahnkante
durch axiale Bewegung der Rolle 104; 106 über das entsprechende Paar von Tragarmen
101; 102 vorgenommen.
[0033] In Fig. 4 ist eine vorteilhafte Ausführung des Schwenkantriebes für den Träger 103
dargestellt, wobei der Träger 103 beidseitig der Rollen 104; 106 durch Antriebsmotoren
112 verschwenkbar ist. In vorteilhafter Ausführung sind die beiden dem Träger 103
beidseitig zugeordneten Antriebsmotoren 112 elektronisch synchronisiert angetrieben.
Sie sind zumindest bezüglich ihrer Drehzahl, vorteilhaft bzgl. ihrer Winkellage regelbar
ausgebildet und erhalten ihre Drehzahl- und/oder Winkellagevorgabe aus einer gemeinsamen
Antriebssteuerung, z. B. von einem selben Frequenzumrichter.
[0034] In vorteilhafter Ausführung eines Schwenkantriebs kann dieser über ein Getriebe,
z. B. ein drehfest mit der Achse des Trägers 103 verbundenes Zahnrad 109 und ein Ritzel
108 (eines Antriebsmotors 112 oder eines Ausganges eines zwischengeschalteten Getriebes)
erfolgen. In nicht dargestellter Ausführung kann das Ritzel 108 (Motorritzel) auch
mit zwei Zwischenrädern kämmen, welche ihrerseits an zwei Umfangspunkten mit dem Zahnrad
109 kämmen.
[0035] In einer im Hinblick auf die Rollengewichte ebenfalls vorteilhaften Ausführungsform
können die Konen 111 neben den üblichen Spannmechanismen von radial wirkenden, z.
B. federgespannten, Spannelementen 113 zusätzlich axial bewegbare Mitnehmer 114, z.
B. in der Art von Dornen 114, aufweisen, welche bei Aktivierung stirnseitig in die
das Papier tragende Hülse 116 eingreifen und einen in Umfangsrichtung wirkenden Formschluss
herstellen (Fig. 6).
[0036] Ebenfalls vorteilhaft kann es einzeln oder in Verbindung mit einer oder mehreren
der genannten Maßnahmen sein, wenn eine Bremse 107 vorgesehen ist, welche bei Bedarfz.
B. im Fall eines Notstopps - an die Stirnseite der Rolle 104; 106 anstellbar ist.
Diese kann in als drehwiederstandsbehaftet rotierbare Walze, z. B. ein Reibrad, ausgebildet
sein. Die Walze kann hierbei an einem Rotor eines in der Art eines generatorisch betriebenen
Motors ausgebildeten Widerstandes angeordnet sein. Die Bremse 107 kann auf beiden
Stirnseiten der Rolle 104; 106 vorgesehen sein (Fig. 5).
[0037] Vorzugsweise sind nicht dargestellte, die Bahnspannung und Abwicklung voreinstellende
Tänzerwalze und/oder andere Leitwalzen des Rollenwechslers 100 und/oder eine Klebewalze
bzw. der Träger einer Klebebürste aus Kunststoff, vorteilhaft als Kunststoffrohr,
insbesondere aus CFK ausgebildet.
[0038] In Fig. 7, 8 und 9 dargestellten, im Hinblick auf die bewährte und vorhandene Technik
bzw. auf die Anfälligkeit von Rollenbruch vorteilhaften Varianten kann die Druckwerkslinie
M, ohne oder insbesondere in Verbindung mit einer oder mehreren der übrigen genanten
Maßnahmen, anstelle einer einzigen breiten Bahn B auch parallel bzw. nebeneinander
mit zwei teilbreiten Bahnen B1; B2 aus zwei Rollenwechslern 100.1; 100.2 beschickt
sein. Für derartige Teilbreiten liegen bereits - bis ggf. auf weitere Maßnahmen -
entsprechende Rollenwechsler 100.1; 100.2 und auch die Mittel zur Rollenlogistik (Transportwagen
902 etc.) vor.
[0039] Hierfür sind in Fig. 7 zwei Rollenwechsler 100.1; 100.2 in Richtung Druckwerkslinie
betrachtet versetzt und quer zur Bahn B1; B2 betrachtet nebeneinander angeordnet.
Der Abstand, in Richtung Druckwerkslinie betrachtet, kann hierbei so bemessen sein,
dass eine Rollenbeschickung über einen Transportpfad 901 (strichliert dargestellt)
- z. B. mittels schienengebundener Transportwagen 902 oder AGV - in einer Flucht zwischen
den beiden versetzt angeordneten Rollenwechslern 100.1, 100.2 erfolgen kann.
[0040] In einer vorteilhaften Ausführung der Fig. 8 sind die Rollenwechsler 100.1; 100.2
mit ihren Rotationsachsen parallel zur Richtung der Druckwerkslinie M bzw. der Maschinenflucht
M angeordnet und stehen beidseitig der Maschinenflucht M. Die abzuwickelnde Bahn B1;
B2 wird jeweils einmal über eine Wendestange 117 um 90° in Richtung der Maschinenflucht
M umgelenkt. In der Ausführung nach Fig. 8 können hierbei zwei mit der selben maximalen
Nennweite ausgebildete Rollenwechsler 100.1; 100.2 vorgesehen sein.
[0041] In Fig. 9 ist eine Ausführung dargelegt, wobei entweder zwei die selbe (maximale)
Nennweite aufweisende Rollenwechsler 100.1; 100.2 oder, vorteilhaft, zwei von Haus
aus unterschiedliche Nennweite aufweisende Rollenwechsler 100.1; 100.2 unterschiedlich
breite Rollen 104; 106 tragen. Sind in den die Wendestangen 117 aufweisenden Ausführungen
in vorteilhafter Weiterbildung dieser diese in einer Richtung z. B. quer oder längs,
insbesondere quer zur Maschineflucht M - zumindest in einem signifikanten Stellbereich
- bewegbar ausgebildet, so ist es auch möglich, Bahnen B1; B2 mit variabler Bahnbreite
in eine erwünschte Maschinenflucht M zu verbringen, indem die Wendestange(n) 117 entsprechend
positioniert wird (werden).
[0042] Im folgenden wird nicht ausdrücklich auf die Ausführungen mit einer als "zwei Bahnen"
B1; B2 ausführten Bahn B Bezug genommen, sondern stellvertretend die Bahn B bzw. B'
zitiert.
[0043] So könnte beispielsweise die Druckwerkslinie M für Bahnbreiten bis zu einer bestimmten
ersten Bahnbreite (z. B. bis 2.000 mm) mit lediglich einer Bahn B2, und für darüber
hinausgehende Bahnbreiten nebeneinander mit zwei Bahnen B1 und B2 beschickt werden.
[0044] Vorzugsweise ist ein Einziehsystem für das Einziehen der Bahn B; B' in die Maschine
vorgesehen, welches beidseitig ein Seil- oder Kettensystem aufweist, das vorzugsweise
mit Zugkraftausgleich ausgerüstet ist (Einziehweg nicht deckungsgleich mit Bahnweg).
Dies kann beispielsweise ein Federsystem in der Einzugspitze sein. Zur Synchronisierung
können die beiden Seiten des Systems (Kette oder Seil) über z. B. eine Stange miteinander
verbunden sein.
[0045] Das Einzugwerk 200 kann zumindest über eine Vorrichtung zur Einstellung der Bahnspannung
sowie ggf. über eine Vorrichtung zur seitlichen Ausrichtung verfügen. In hinsichtlich
kurzer Wege und Stabilität vorteilhafter Ausführung ist das Einzugwerk 200 in das
Gestell des Rollenwechslers 100 mit integriert.
[0046] Für den Transport und die Einstellung der Bahnspannung weist das Einzugwerk 200 eine
durch einen nicht dargestellten Antriebsmotor getriebene Zugwalze 202 auf (Fig. 10).
Der Antriebsmotor kann in einer Variante bzgl. seines Momentes geregelt und in anderer
Variante bzgl. seiner Drehzahl geregelt ausgeführt sein.
[0047] Schlupf wird einerseits durch große Umschlingung der Zugwalze 202 von 90 bis 180°
(durch S-förmigen Verlauf der Bahn B im Einzugwerk 200 und zum zweiten durch an die
Zugwalze 202 z. B. pneumatisch anstellbare Rollen 203 (Breite in axialer Richtung
von jeweils weniger als 100 mm) und/oder eine Anpresswalze 201 (Breite in axialer
Richtung von mindestens der halben Zugwalzenlänge), z. B. einen Presseur 201, vermieden/verringert.
In der dargestellten vorteilhaften Ausführung ist über einen mittleren Bereich der
Zugwalze 202 ein Zusammenwirken mit einem Presseur 201 (Streckeffekt), und in beiden
Randbereichen mit jeweils einer einzelnen oder mehreren einzelnen Rollen 203 (Vermeidung
von Falten) vorgesehen. In einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der Presseur
201 und oder die beidseitigen Rollen 203 auf den unterschiedlichen Hälften der Zugwalze
202 mit unterschiedlichen Drucken an die Zugwalze 202 anstellbar sind. Hiermit kann
- in Gewissen Grenzen - eine axiale Lage der Seitenkanten der Bahn B beeinflusst,
und, z. B. i.V.m. entsprechender Sensorik und Regeleinrichtung, geregelt werden.
[0048] Die Druckeinheiten 300 sind als sog. 1-Druckeinheiten 300, in der Art eines Doppeldruckwerkes
300 stehend, d. h. mit überwiegend vertikal übereinander angeordneten Zylindern 303;
304, z. B. Druckwerkszylindern 303; 304, insbesondere Übertragungs- und Formzylinder
303; 304, und/oder einem zwischen den Druckeinheiten 300 im wesentlichen horizontalem
Bahnlauf, ausgebildet.
[0049] In einer bevorzugten Ausführung sind die Rotationsachsen der Druckwerkszylinder 303;
304 eines Doppeldruckwerks 300, bzw. die vier Druckwerkszylinder 303; 304 der beiden
zusammen wirkenden Druckwerke 301 in Druck-An im wesentlichen in einer gemeinsamen
Ebene E liegend ausgeführt. Die Ebene E nimmt z. B. einen Winkel zwischen 76° und
87°, insbesondere zwischen 80° und 85° zur Ebene der Einlaufenden Bahn B und/oder
zur Horizontalen ein (Fig. 11).
[0050] Das Farbwerk 305 weist neben einer in Fig. 11 nicht dargestellten Farbzuführung z.
B. einem Farbkasten mit einer Stellvorrichtung zur Regulierung des Farbflusses oder
einem Zuführbalken mit einer Vielzahl von Dosieröffnungen einer Anzahl von Farbpumpen,
eine Vielzahl von Walzen 313 bis 325 auf. Die Farbzuführung kann auch als Rakelbalken
ausgeführt sein. Die Farbe gelangt bei aneinander angestellten Walzen 313 bis 325
vom Farbkasten über die Duktorwalze 313, die Filmwalze 314 und über eine oder mehrere
seriell angeordnete erste Farbwalzen 315 und erste Reibzylinder 316 je nach Betriebsweise
des Farbwerks 305 über mindestens eine Farbwalze 317 bis 320 auf mindestens einen
weiteren Reibzylinder 321; 324 und von dort über mindestens eine Auftragwalze 322;
323; 325 auf die Oberfläche des Formzylinders 304. In einer vorteilhaften Ausführung
gelangt die Farbe vom ersten Reibzylinder 316 über verschiedene mögliche Wege - je
nach Stellung der Walzen 317 und 318 - wahlweise oder gleichzeitig (in Serie oder
parallel) über zwei weitere Reibzylinder 321; 324 zu den Auftragswalzen 322; 323;
325.
[0051] Eine Walze 324, z. B. Auftragswalze 328 des Feuchtwerks 306 ist in einer Ausführung
wahlweise in Kontakt mit dem Reibzylinder 324 ("des Farbwerks" 305) verbringbar, wo
eine Farb-Feuchtmittelemulsion gebildet wird. In beiden Positionen wirkt sie jedoch
mit dem Formzylinder 304 auf der einen, und mit einer weiteren Walze 329 des Feuchtwerkes
306, z. B. einer Reibwalze 329, insbesondere einer changierenden Chromwalze 329 zusammen.
Die Chromwalze 329 erhält das Feuchtmittel von einer Befeuchtungseinrichtung, z. B.
einer Walze 330, insbesondere einer Tauchwalze 330, welche in ein Feuchtmittelvorrat
332, z. B. einen Wasserkasten, taucht. Die Befeuchtungseinrichtung kann jedoch auch
eine rotierende Bürste oder auch ein Sprühbalken eines Sprühfeuchtwerkes sein.
[0052] Die in Fig. 11 innerhalb der die Walzen 313 bis 325 und 328 bis 330 des Farb- und
Feuchtwerkes 305; 306 darstellenden Kreise angeführten Zahlen stellen beispielhafte
Durchmesserangaben in mm für eine vorteilhafte Ausführung der betreffenden Walzen
313 bis 325 und 328 bis 330 dar. Die Angabe in den Druckwerkszylindern 303; 304 stellt
die beispielhafte Durchmesserangabe für eine Variante der stärkeren Ausführung (ca.
1.860 ±5 mm Drucklänge) dar.
[0053] Die bzgl. der An-/Abstellens bewegbaren Druckwerkszylinder 303; 304 können vorteilhafter
Weise wie in anhand Fig. 12a), b) bzw. c) dargelegt entlang eines linearen Stellweges
L, in Lagereinheiten 307, insbesondere in Linearlagereinheiten 307, gelagert sein.
Vorzugsweise sind die Lagereinheiten 307 derart angeordnet oder gar auf der Gestellinnenseite
montiert, dass die die Zylinderzapfen aufnehmenden zylindernahen Aufpunkte der Radiallager
auf der Gestellinnenseite, d. h. in einem aus der Gestellflucht nach innen herausragenden
Bereich, angeordnet sind.
[0054] In Fig. 12 sind Varianten der Druckeinheit 300 dargelegt, wobei die bewegbaren Zylinder
303; 304 in Lagern mit linearem Stellweg L angeordnet sind. Exemplarisch sind hier
die Farbwerke 305 in einer zu Fig. 11 verschiedenen Variante mit lediglich drei Reibzylindern
321; 324; 316 dargestellt. In der Ausführung nach Fig. 12a) sind der untere Form-
und Übertragungszylinder 304; 303 sowie der obere Formzylinder 304 - in Lagereinheiten
307 - entlang eines linearen Stellweges L bewegbar (An-/Abstellbewegung) gelagert.
Der obere Übertragungszylinder 303 ist hierbei gestellfest (ggf. lediglich justierbar)
gelagert. In Fig. 12b) sind alle vier Druckwerkszylinder 303; 304 entlang eines linearen
Stellweges L bewegbar gelagert.
[0055] Die Richtung der linearen Stellweges L verläuft vorzugsweise derart, dass die - z.
B. aus Gründen einer kraftdefinierten Druck-An-Einstellung (s.u.) - mit der Ebene
E maximal einen Winkel von 15° einschließt, z.B. maximal einen spitzen Winkel β von
ca. 10°, vorzugsweise ca. 0° miteinander bilden.
[0056] Die Lagereinheit 307 weist z. B. neben einem den Zapfen des betreffenden Zylinders
303; 304 aufnehmenden Radiallager Lagermittel für eine radiale Bewegung des Zylinders
303; 304 auf. Hierzu weist die Lagereinheit 307 z. B. gestellfeste Lagerelemente als
auch die gegen diese bewegbaren Lagerelemente auf. Die Lagerelemente nehmen paarweise
einen das Radiallager aufnehmenden Lagerblock auf. Die gestell- bzw. trägerfesten
Lagerelemente sind an einem Träger angeordnet, welcher insgesamt mit dem Seitengestell
verbunden wird bzw. ist. Weiter sind vorzugsweise kraftsteuerbare Aktoren 308 (als
auf hydraulischen, magnetischen oder piezoelektrischen Kräften beruhend) vorgesehen,
welche den Lagerblock in Richtung zur Druckstelle stellend angeordnet sind. Vorzugsweise
ist in der Lagereinheit 307 mindestens einer der bewegbaren Zylinder 303; 304 ein
einstellbarer, den Weg zur Druckstelle hin begrenzender Anschlag vorgesehen, welcher
zunächst beim Einstellen der Druck-An-Position justierbar ist, indem der Zylinder
303; 304 mit dem gewünschten (Einstell-)Druck angestellt, der Anschlag in die resultierende
Lage verbracht wird, und bei Druckbetrieb nun der Zylinder 303; 304 mit einem gegenüber
dem Einstelldruck höheren Druck gegen den eingestellten Anschlag verspannt wird.
[0057] Für die in den Beispielen an-/abstellbaren oberen Zylinder 303; 304 sind auf der
druckstellennahen Seite der Lagereinheit 307 z. B. zweite Aktoren 309 vorgesehen,
welche beispielsweise bei entsprechendem Druckniveau die Gewichtskraft kompensieren
kann und zum Abstellen aktivierbar ist. Die unteren Zylinder 303; 304 weisen hier
keine zweiten Aktoren 309 auf. Bei Druck-An müssen diese jedoch mit einem um einen
der Gewichtskraft entsprechenden Betrag höheren Druckniveau gestellt werden als die
oberen Zylinder 303; 304.
[0058] In der Ausführung nach Fig. 12c) ist der obere Übertragungszylinder 303 - was die
Bewegung in Stellrichtung entlang des Stellweges L zum An-/Abstellen betrifft - gestellfest
angeordnet. Jedoch ist wie in Fig. 12c) schematisch dargestellt, auf zumindest einer
Stirnseite in Lagern, z. B. ebenfalls in Linearlagern, in einer Bewegungsrichtung
C bewegbar gelagert, welche senkrecht zur Zylinderrotationsachse steht und zumindest
eine Komponente senkrecht zur Stellrichtung entlang des Stellweges L aufweist. Vorzugsweise
ist die Bewegungsrichtung C senkrecht zur Stellrichtung entlang des Stellweges L gewählt
und bewirkt bei einseitiger Betätigung eine Schrägstellung (sog. "cooking") des betreffenden
Zylinders 303. Die Verstellung des Zylinders 303 kann über ein manuelles oder motorisches
Stellmittel, vorzugsweise über eine motorisch betriebene Stellspindel oder einen druckmittelbetätigbaren
Aktor erfolgen. Eine derartige Lagerung ermöglicht eine Schrägstellung des derart
gelagerten Zylinders 303.
[0059] Das kraftgesteuerte Einstellen (bzw. die Vornahme einer rein kraftbasierten Voreinstellung
eines justierbaren Anschlages) sorgt - im Gegensatz zur weggesteuerten Anstellung
- bereits für sich für einen Ausgleich unterschiedlicher Bedruckstoffstärken oder
anderer geometrischer Effekte.
[0060] Fig. 13 zeigt eine weitere Ausführung einer vorteilhaften Farbwerks-/Feuchtwerks-Ausprägung,
wobei eine Farbauftragswalze vorgesehen ist, welche einen im wesentlichen dem Formzylinder
304 entsprechenden, bzw. in etwa selben, oder geringfügig kleineren (0,3 - 3% kleiner)
Durchmesser aufweist. Diese Auftragswalze 323' liegt mit ihrer Rotationsachse bei
Druck-An ebenfalls in der Ebene E. Die Auftragswalze 328' kann ebenfalls im wesentlichen
einen dem Formzylinder 304 entsprechenden, bzw. in etwa selben, oder geringfügig kleineren
(0,3 - 3% kleiner) Durchmesser aufweisen. Wie oben kann sie ebenfalls neben der Reibwalze
329 des Feuchtwerks 306 mit dem Reibzylinder 324 des Farbwerks 305 zusammen wirkend
angeordnet bzw. wahlweise anordenbar sein.
[0061] In einer vorteilhaften Ausführung sind die Form- und/oder Übertragungszylinder 304;
303 mit einer Kühleinrichtung ausgebildet.
[0062] In Ergänzung zu den in Fig. 1 bis 3 dargestellten Druckwerkslinien kann eine Linie
fünf Druckeinheiten 300 aufweisen, von welchen dann z. B. zwei im Wechsel für den
fliegenden Druckplattenwechsel (Imprintbetrieb) betreibbar sind.
[0063] Ebenfalls vorteilhaft- besonders in Anbetracht der Dimensionen - ist die Ausstattung
mit Einrichtungen am Druckwerk 301 zum teil- oder vollautomatischen Plattenwechsel.
Hierbei wäre beispielsweise auch beim Imprintbetrieb ein automatischer Plattenwechsel
am gerade abgestellten Druckwerk 301 bei laufender übriger Maschine möglich. Hierzu
ist es von Vorteil, wenn die beiden Zylinder 303; 304 eines jeden Druckwerks 301 durch
zumindest einen Antriebsmotor (einzeln oder paarweise) mechanisch unabhängig von anderen
Druckwerken 301 angetrieben sind.
[0064] Fig. 14 zeigt eine Belegung eines Formzylinders 304 in Umfangsrichtung mit sechs
liegenden Druckseiten und in Längsrichtung mit bis zu acht liegenden Druckseiten in
einem Format F1, insbesondere in DIN-A4-Format A4, wobei die Zahlenangaben in Fig.
14 beispielhaft für die Seiten längen des betrachteten Formates und Schneidränder
in mm darstellen. Das Format F1 stellt beispielsweise ein Standardformat für die Druckmaschine
dar, in welcher dann z. B. auch die Nennweite und/oder Nennseitenzahl angegeben wird.
Der Formzylinder 304 weist hierbei in Längsrichtung z. B. eine wirksame Ballenlänge
1304 von mindestens ca. 2.415 mm (ggf. zuzüglich Zugaben für Beschnitt) und einen
Umfang u304 von ca. 1.335 mm (1.340 ±5 mm, siehe schlanke Ausführung oben) auf. Diese
Ausführung ist als eine vorteilhafte Ausführung in der Tabelle 2 der Fig. 18 unter
der Spalte "3" x Umfang für eine Gesamtseitenzahl von 96 Seiten (Vorder-und Rückseite
der Bahn je Druckwerksumdrehung) zu entnehmen. 1 x Umfang meint in der hier verwendeten
sprachlichen Bedeutung zwei Seiten in Umfangsrichtung, entsprechend für 2x bzw. 3x
etc. anzuwenden.
[0065] In Fig. 15 ist eine Variante für die Belegung eines Formzylinders 304 in Umfangsrichtung
mit vier stehenden Druckseiten und in Längsrichtung mit bis zu 12 stehenden Druckseiten
in einem Format F1, insbesondere in DIN-A4-Format A4 dargestellt, wobei die Zahlenangaben
in Fig. 14 beispielhaft für die Seitenlängen des betrachteten Formates und Schneidränder
in mm darstellen. Der Formzylinder 304 weist hierbei in Längsrichtung z. B. eine wirksame
Ballenlänge 1304 von mindestens ca. 2.575 mm (ggf. zuzüglich Zugaben für Beschnitt)
und einen Umfang u304 von ca. 1.240 mm (1.240 ±5 mm, siehe schlanke Ausführung oben)
auf. Diese Ausführung ist als eine vorteilhafte Ausführung in der Tabelle 1 der Fig.
18 unter der Spalte "2" x Umfang für eine Gesamtseitenzahl von 96 Seiten (Vorder-
und Rückseite der Bahn je Druckwerksumdrehung) zu entnehmen.
[0066] Fig. 16 zeigt vorteilhafte Ausführungen a), b) c) und d) für die Belegung des Formzylinders
304 mit einer oder mehreren die Druckseiten tragenden Druckformen:
[0067] In Fig. 16a) ist eine einzige Druckform 333 (Platte) z. B. über die gesamte wirksame
Länge des Formzylinders 304 und im wesentlichen den gesamten Umfang u304angeordnet.
Diese Druckform 333 weist z. B. eine Breite b333 von 3.040 mm auf. Sie ist mit ihren
Enden in einem in Längsrichtung der Mantelfläche durchgehenden Kanal 331 gehalten.
Diese Ausführung bietet ein Höchstmaß an Variabilität in den zu druckenden Formaten.
[0068] Eine in Bezug auf die Handhabung vorteilhafte Ausführung zeigt Fig. 16b), wobei in
Längsrichtung nebeneinander zwei im Wesentlichen um den gesamten Umfang u304 reichende
Platten (Druckformen 333, z. B. je ca. 1.520 mm breit) angeordnet sind. Diese können
in einem selben durchgehenden Kanal 331 mit ihren Enden fluchtend, oder aber wie in
Fig. 16d - Schwingungsanfälligkeit reduzierend - mit ihren Enden um 180° zueinander
versetzt in zwei zueinander um 180° versetzten Kanälen 331 (oder Kanalabschnitten)
angeordnet sein. In einer ebenfalls vorteilhaften Ausbildung können zwei über die
gesamte Länge reichenden, jedoch lediglich um den halben Umfang reichende Druckformen
333 in zwei um 180° zueinander versetzten Kanälen 331 angeordnet sein (Fig. 16c)).
Letztere ist von Vorteil, wenn bei einfacher Handhabung eine Anordnung von Druckbildern
in Längsrichtung ohne Einschränkung durch eine Stoßlinie gewährleistet sein soll.
Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn neben einer geradzahligen Anzahl,
eine ungeradzahlige, über die gesamte Länge verteilte Anzahl von Druckbildern anzuordnen
sein sollen.
[0069] Fig. 17 zeigt vorteilhafte Ausführungen a), b), c) und d) für die Belegung des Übertragungszylinders
303 mit einer oder mehreren Drucktüchern 334:
[0070] In Fig. 17a) ist ein einziges Drucktuch 334 über die gesamte Länge 1303 und im wesentlichen
den gesamten Umfang angeordnet. Dieses Drucktuch 334 weist z. B. eine Breite b334
von 3.040 mm auf Dieses ist mit seinen Enden in einem in Längsrichtung der Mantelfläche
durchgehenden Kanal 336 gehalten. Diese Ausführung bietet ein Höchstmaß an Variabilität
in den zu übertragenden Formaten.
[0071] Eine in Bezug auf die Handhabung vorteilhafte Ausführung zeigt Fig. 17b), wobei in
Längsrichtung nebeneinander zwei im wesentlichen um den gesamten Umfang u303 reichende
Drucktücher 334, z. B. einer Breite b334 von ca. 1.520 mm, angeordnet sind. Diese
können in einem selben durchgehenden Kanal 336 mit ihren Enden fluchtend, oder aber
wie in Fig. 17d) - Schwingungsanfälligkeit reduzierend - mit ihren Enden um 180° zueinander
versetzt in zwei zueinander um 180° versetzten Kanälen 336 (oder Kanalabschnitten)
angeordnet sein ("gestackert"). Dies ist von Vorteil, wenn bei einfacher Handhabung
eine Anordnung von Druckbildern in Umfangsrichtung ohne Einschränkung durch eine Stoßlinie
gewährleistet sein soll. In einer ebenfalls vorteilhaften Ausbildung können zwei über
die gesamte Länge reichenden, jedoch lediglich um den halben Umfang reichende Drucktücher
334 in zwei um 180° zueinander versetzten Kanälen 336 angeordnet sein (Fig. 17c)).
Letztere ist von Vorteil, wenn bei einfacher Handhabung eine Anordnung von Druckbildern
in Längsrichtung ohne Einschränkung durch eine Stoßlinie gewährleistet sein soll.
Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn neben einer geradzahligen Anzahl,
eine ungeradzahlige, über die gesamte Länge verteilte Anzahl von Druckbildern anzuordnen
sein sollen.
[0072] Als Drucktücher 334 finden in einer vorteilhaften Ausführung sog. Metalldrucktücher
mit einer auf einer metallischen Trägerplatte befindlichen elastischen und/oder kompressiblen
Schicht Anwendung. Hierbei ist es von Vorteil, dass aufgrund der einsteckbaren metallischen
abgekanteten Enden diese in einen schmalen (z. B. Öffnung in Umfangsrichtung höchstens
5 mm), längs am Umfang des Übertragungszylinders 303 verlaufenden Schlitz einsteckbar
sind. Diese Variante des Drucktuches 334 ist für die o. g. Belegungen, besonders vorteilhaft
jedoch in Verbindung mit zwei in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten Drucktüchern
334, deren Enden in zwei um 180° zueinander versetzten, über die nutzbare Länge durchgehenden
Kanälen 336angeordnet sind.
[0073] In ebenfalls vorteilhafter alternativen Ausführung der Drucktücher 334 und/oder einer
Weiterbildung der Metalldrucktücher sind die Drucktücher 334 mit einer vergleichsweise
dicken elastisch/kompressibel wirksamen Schicht, z. B. mindestens 2 mm dick, und/oder
vergleichsweise kompressibleren (weicheren) Material ausgestattet. Hierdurch sind
Folgen einer schwingungsbedingten Schwankung bei der Anpressung zwischen den Zylindern
303; 304 verkleinerbar.
[0074] Grundsätzlich ist es von Vorteil, wenn für die Druckformen 333 und die Drucktücher
334 das selbe Muster für die Belegung vorgesehen wird. Mit Ausnahme der Kombinationen
aus Fig. 16b) mit Fig. 17c) oder Fig. 16c) mit Fig. 17b) können auch andere der Kombinationen
vorteilhaft angewandt sein.
[0075] Fig. 18 gibt eine Übersicht über prinzipiell denkbare Varianten in der Ausbildung
von wirksamen Längen und Umfängen der Druckwerkszylinder 303; 304, wobei hier jedoch
besonders bevorzugte Varianten durch Einkreisen gekennzeichnet sind. Die genannten
Seitenzahlen stellen die erzeugbaren Seitenzahlen bei vollständiger Belegung mit Druckseiten
des Formates F1 (z. B. DIN A4-Format A4) dar, d. h. eine Produktion in der ersten
Betriebssituation (homogene Belegung des Formzylinders 304 mit Druckbildern des selben
Formates und der selben Orientierung).
[0076] Für die o. g. Dimensionierung sind in vorteilhafter Ausführung die Ballen der Form-und/oder
Übertragungszylinder 304; 303 als zylinderförmige Körper aus mehreren Schichten Kunststoff,
z. B. CFK, oder kaskadiert aufgebaut aus mehreren einzeln gefertigten Kunststoffrohren,
z. B. CFK-Rohren, die miteinander verklebt oder vergossen werden. Hierbei kann der
Grundkörper ausschließlich aus Kunststoff ausgebildet sein, jedoch in anderer Ausführung
auch eine metallische Lage aufweisen, wobei jedoch die Kunststoffschichten zumindest
signifikant, z. B. mindestens hälftig, zur Aufnahme der Last als lasttragende Elemente
beitragen.
[0077] Wie oben genannt, sind in einer Ausführung mehrere Drucktücher 334 und/oder mehreren
Druckformen 333 nebeneinander (ggf. auch gestackert) oder am Umfang hintereinander
am entsprechenden Zylinder 303; 304 angeordnet.
[0078] Die Druckformen 333 können vorteilhaft - z. B. am vorlaufenden und/oder nachlaufenden
Ende - mit Leisten versteift sein, was Vorteile für Transport und die Befestigung
auf dem Zylinder 304 birgt.
[0079] Walzen 313 bis 325 und 328 bis 330 des Farb- und/oder Feuchtwerks 305; 306-insbesondere
z. B. eine o. g. Chromwalze 329 und oder eine oder mehrere o. g. Auftragwalzen 322;
323; 32; 328 - können in der Art von Presseurwalzen ausgebildet sein, wobei hierbei
z. B. das Mantelrohr gegen eine durchgehende zentrale Welle verspannt und/oder abgestützt
ist. Dasselbe gilt für die Form- und/oder Übertragungszylinder 304; 303 in einer speziellen
Ausbildung, z. B. zusätzlich in der Kunststoffausbildung.
[0080] Vorteile ergeben sich auch für eine Ausführung, wobei die Form- und/oder Übertragungszylinder
304; 303 der Druckwerke 301 eine Kühlung - z. B. Flüssigkeitskühlung - aufweisen.
Selbiges kann anstelle dessen oder zusätzlich auch für deren Lagerung vorgesehen sein.
Für derartige Kühlungen kann ein Kühlkreislauf mit separater Temperierung vorgesehen
sein.
[0081] In weiterer vorteilhafter Ausführung sind ein oder mehrere der Reiberzylinder 316;
321; 324 des Farb- und/oder Feuchtwerkes 305; 306 ballig ausgeführt, d. h. sie weisen
in ihrer Mitte einen (z. B. mindestens 0,5 mm) größeren Durchmesser auf als in ihren
Randbereichen auf, um die Durchbiegung zu kompensieren.
[0082] Nach dem Bedrucken und Trocknen, vorzugsweise mittels eines Trockners 500, tritt
die Bahn B; B' (bzw. zwei parallele Bahnen B1; B2) aus dem Trockner 500 aus und wird
z. B. über Leitelemente 501 der Kühleinheit 600 zugeführt. Die Leitelemente 501 können
hierbei vorzugsweise als Leitelemente 501 mit Luftaustrittsöffnungen zur Bildung eines
Luftpolsters für kontaktlose Bahnführung ausgebildet sein. Im Gegensatz zu Wendestangen
verläuft deren Längsachse senkrecht zur Richtung der auflaufenden Bahn B; B' (Fig.
19).
[0083] In vorteilhafter Ausführung ist im Bahnweg direkt hinter dem Trockner 500 eine Kondensatabsaugung
502, z. B. ein größtenteils abgeschlossener, mit zumindest geringfügigem Unterdruck
beaufschlagter Raum, durch welchen die Bahn B; B' geführt wird, vorgesehen. Der geringfügige
Unterdruck kann beispielsweise durch ein Lüfterrad 503 in einer Absaugleitung des
Raumes ausgebildet sein.
[0084] Die Kühleinheit 600 weist eine Gruppe von gekühlten Walzen 601, z. B. Kühlwalzen
601, auf, welche von der zu abkühlenden Bahn B; B' z. B. jeweils in einem Umschlingungswinkel
von mindestens 180°, vorteilhaft mindestens 240°, nacheinander umschlungen sind.
[0085] Von besonderem Vorteil ist eine Ausführung der Kühlwalzen 601 mit einem großen Durchmesser,
z. B. mindestens 300 mm, ausgebildet. Vorzugsweise weisen sie unter ihrer Mantelfläche
von Kühlfluid durchflossene Kanäle (in Längsrichtung oder spiralförmig) auf.
[0086] Hinter der letzten Kühlwalze 601 kann eine Wiederbefeuchtungseinrichtung 602 im Bahnweg
angeordnet sein.
[0087] Nach dem Bedrucken und einem sich ggf. anschließenden Lackieren, Trocknen und/oder
Kühlen in der Kühleinheit 600 läuft die Bahn B; B' zur weiteren Verarbeitung in den
Überbau 700. Im Überbau 700 wird die bedruckte Bahn B; B' bzw. werden die bedruckten
Bahnen B1; B2 zu den Formaten und der Weiterverarbeitung entsprechenden Teilbahnen
geschnitten, in die erforderlichen Fluchten und/oder die gewünschte Lage gebracht,
und auf diese Weise ausgerichtet und "sortiert" der Weiterverarbeitung in einem oder
mehreren Falzapparaten 800 zugeführt.
[0088] Bei der hier vorliegender Maschine und Verfahrensweise, ist es von besonderem Vorteil,
mehrere (Teil-)Produkte (identische, ähnliche Endprodukte oder Sektionen des gleichen
Endprodukts und/oder völlig unterschiedliche Produkte) gleichzeitig herzustellen.
[0089] In einer einfachsten Ausführung kann dies erreicht werden durch einen Falzapparat
800 (mit z. B. einem Falzwerk) mit lediglich einem Ausgang 806, jedoch einer späteren
Trennung der hintereinander liegenden Produkte. Dies ist z. B. dadurch realisierbar,
dass die die beiden (Teil-)Produkte bildenden Stränge 709 seitlich leicht versetzt
in den Falzapparat 800 geführt werden und daher später in der Auslage seitlich zueinander
versetzt zu liegen kommen. Bei Verwendung von Falztrichtern 708 im Überbau 700, sind
beispielsweise zwei Falztrichter 708 mit ihrer Trichterspitze in einer in die Horizontale
projizierten Transportrichtung der einlaufenden Bahn B; B' (Längsrichtung) relativ
zueinander bewegbar und für o. g. Betriebsweise versetzt (Fig. 24). Bei Verwendung
lediglich von Leitelementen 712, insbesondere Wendestangen 712 (z. B. Fig. 20) können
die Auftreffbereiche der Teilbahnen auf die Wendestangen für die den unterschiedlichen
Produkten zuzuordnenden Bahnstränge derart unterschiedlich gewählt sein, dass die
Flucht der in Richtung Falzapparat 800 laufenden Teilbahnen bzw. Bahnsträngen bx;
by; bz des einen zu bildenden (Teil-)Produktes und diejenigen des anderen zu bildenden
(Teil-)Produktes seitlich leicht versetzt zueinander liegen, so dass das eine Strangbündel
seitlich versetzt zum anderen Strangbündel in den Falzapparat 800 einläuft.
[0090] In anderer Ausführung kann ein Falzapparat 800 (mit z. B. einem Falzwerk, z. B. einer
Zylindergruppe aus Zylindern 801; 814, insbesondere aus Transport- und Falzklappenzylinder)
mehrere, z. B. zwei oder drei, Ausgänge 806 (z. B. Fig. 21) aufweisen, auf denen die
unterschiedlichen Produkte ausgelegt werden. Die Unterschiedlichen Produkte resultieren
hierbei z. B. von in Umfangsrichtung auf den Formzylindern 304 hintereinander angeordneten
unterschiedlichen, den verschiedenen (Teil-)Produkten zugehörigen Druckbildern.
[0091] In weiterer, etwas variablerer Ausführung kann ein Falzapparat 800 als Mehrfachfalzapparat
800 (800.1; 800.2) mit mehreren Zylindergruppen (mit z. B. zwei oder drei Falzwerken,
z. B. Zylindergruppen) mit jeweils je einem Ausgang 806 oder mit je mehreren Ausgänge
806 aufweisen, auf denen die unterschiedlichen Produkte ausgelegt werden (Fig. 22
und 24).
[0092] Zusätzlich ist in Abstimmung mit den Möglichkeiten des Falzapparates / der Falzapparate
800 der Überbaus 700 einzurichten bzw. auszustatten.
[0093] Ein einen oder mehrere Falztrichter 708 aufweisende Überbau 700 kann mit j Falztrichtern
708 (j e N > 0) ausgestattet sein, die fest oder in Längs- und/oder Querrichtung verschiebbar
sind. Bei j > = 2 Falztrichtern 708 besteht grundsätzlich die Möglichkeit die ineinander
liegenden Produkte im Schuppenstrom zu trennen (längsversetzte Falztrichter 708, siehe
oben).
[0094] Insbesondere im hier vorliegenden Fall von Druckwerken 301 mit Druckwerkszylindern
303; 304 mindestens doppelten Umfangs (d. h. mindestens vier liegende oder stehende
Standardseiten, z. B. DIN A4, in Umfangsrichtung hintereinander) sind dazu geeignet
sehr flexibel Produkte mit stehenden und/oder liegenden Seiten zu verarbeiten. In
diesem Zusammenhang ist es für die flexible Weiterverarbeitung vorteilhaft, einen
oder mehrere formatvariable Falzapparate 800 (s.u.) und/oder gleichzeitig mehrere
Falzapparate 800 (oder einen Mehrfachfalzapparat) mit unterschiedlichen Abschnittslängen
vorzusehen. Auch eine Kombination hieraus und/oder ggf. ein zusätzlicher Cutter können
besondere Flexibilität ermöglichen.
[0095] Für die unterschiedlichen Anwendungen mit den entsprechenden Falzapparaten 800 ist
vorzugsweise ein dahingehend optimierter Überbau 700 vorteilhaft. So ist beispielsweise
in einer Ausführung ein Falzapparat 800 mit im Strangweg vorgeordnetem Falztrichter
708 für die Erzeugung eines im Kreuzbruch herzustellenden Produktes mit stehenden
s (in den Fig. 37, 38, 39 und 40 z. T. mit einer Ausrichtung s gekennzeichnet) Druckseiten
(hier z. B. als Broadsheetanordnung s bezeichnet) auf dem Formzylinder 304 (in der
Art einer Zeitung mit Längs- und Querfalz) in Verbindung mit einem zweiten Falzapparat
800 für auf dem Formzylinder 304 liegende (in einer Ausrichtung I) I Seiten, vorzugsweise
mit Zugabe für Beschnitt, für Fertigprodukte in einem Tabloid-, Buch- oder Telefonbuchformat
vorteilhaft.
[0096] Auch ist eine kombinierte Produktion von Akzidenzprodukten und/oder Telefonbuchprodukten
und/oder Büchern nebeneinander und/oder nacheinander auf der selben Maschine vorteilhaft
hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit. Bei Gleichzeitigkeit muss im Fall von kleineren
Produktseitenzahlen keine Produktion mit lediglich teilbreiten Bahnen B in Kauf genommen
werden.
[0097] Mehrere oder alle Sektionen eines Endprodukts oder auch unterschiedliche (Teil-)Produkte
können in einem Maschinenlauf erzeugt werden.
[0098] Vorteilhaft im Zusammenhang mit mehreren gleichzeitig herzustellenden Sektionen oder
Produkten ist im Fall eines mit Falztrichtern 708 ausgebildeten Überbaus 700 die Anordnung
von mindestens zwei Falztrichtern 708.
[0099] Im Überbau 700 können zur Online-Produktion - einzeln oder in Kombination - weitere
Möglichkeiten der Inline-Verarbeitung wie Stanzwerkzeuge und/oder Perforiermittel
und/oder Besäumungseinrichtungen und/oder Längs- oder Gluerleimvorrichtungen und/oder
Mittel für einen Querbeschnitt und/oder mindestens ein Querhefter vorgesehen sein
[0100] Der Überbau 700 umfasst in jedem Falle eine Längsschneideinrichtung 701, durch welche
die Bahn B; B' in ein- und/oder zweidruckseitenbreite Teilbahnen bx bzw. Bahnstränge
bx geschnitten werden können. Bei einer standardmäßig auf acht nebeneinander angeordneten
DIN A4-Seiten ausgelegte Druckeinheit 300 sind vorzugsweise mindestens sieben Messereinheiten
705, in einer x (x = 6, 8, 10 oder 12) nebeneinander angeordneten DIN A4-Seiten ausgelegte
Druckeinheit 300 eine Anzahl von mindestens x-1 Messereinheiten 705 quer zur Bahnrichtung
nebeneinander vorgesehen. Zumindestens eine Anzahl der, vorteilhaft jedoch alle die
Bahn B; B' in Bahnstränge bx schneidenden Messereinheiten 705 sind vorzugsweise in
Richtung quer zur Bahn B; B' verstellbar angeordnet. Die Messereinheiten 705 sind
z. B. alle jeweils einzeln rotatorisch angetrieben und/oder einzeln an-/abstellbar.
Vorzugsweise ist die Messereinheit 705 auf einer gestellfesten Traverse axial bewegbar
ausgeführt. Die axiale Ausrichtung kann auf manuell zu verstellenden Techniken (Lösen
und Verschieben, manuell anzutreibende Spindel(n) etc.) oder aber in vorteilhafter
Ausführung durch Antriebe (z. B. motorisch über Spindeln) erfolgen. Letzteres ist
insbesondere vorteilhaft, wenn die axiale Positionierung oder zumindest Voreinstellung
von der Maschinensteuerung automatisch anhand der zum Bedrucken beabsichtigten Breite
der Bahn B; B' und der produktspezifisch vorzunehmenden Schnittlinien oder von einem
Bedienpult her oder automatisiert vorgenommen wird.
[0101] Dem Überbau 700 können funktionell und/oder baulich noch eine Bahnkanten- bzw. Bahnmittenregeleinrichtung
mit z. B. Drehrahmen und Sensorik, ein Silikonwerk mit zwei nacheinander in Kontakt
mit der Bahn B; B' bringbaren, jeweils einzeln motorisch angetriebenen Auftragwalzen,
ggf. eine Abtasteinrichtung zur Messung der Farbdichte und ggf. ein Perforierwerk
(lediglich strichliert angedeutet) zugeordnet und insbesondere der Längsschneideinrichtung
701 vorgeordnet sein. Vorteilhaft ist weiter die Anordnung von Abtastköpfen für die
Farbregisterregelung beidseitig der Bahn B; B'.
[0102] In einer nicht dargestellten Ausführung des Überbaus 700 (Trichteroberbau) werden
die entstandenen Bahnstränge bx sämtlich über die Flanken von Falztrichtern 708 geführt.
Damit die Bahnstränge bx in ihrer Flucht je nach Produkterfordernis seitlich versetzt
werden können, sind ein oder mehrere Wendedecks 711, mit paarweise zu umlaufenden
Wendestangen 712 zum Versetzen einer Anzahl von Teilbahnen bx vor der Trichtereinheit
703 mit einem oder mehreren Falztrichtern 708 vorgesehen. Die über den/die Falztrichter
708 geführten Bahnstränge bx werden dann - am Längsfalz gefalzt oder aufgeschnitten
- als Strangbündel dem Falzapparat 800 zugeführt.
[0103] In einer anderen Ausführung des Überbaus 700 ("Magazinoberbau" 700, z. B. Fig. 20)
werden die entstandenen Bahnstränge bx nicht über Falztrichter 708 geführt, sondern
als einseitenbreite Bahnstränge bx auf ein Wendewerk 702 geführt, welches - z. B.
quer zur Einlaufrichtung nebeneinander - mindestens eine Anzahl von Wendestangen 712
aufweist, die der Anzahl x von maximal auf einer maximal breiten Bahn B nebeneinander
standardmäßig zu druckenden Druckseiten (z. B. im liegenden oder stehenden DIN A4-Format)
entspricht (Fig. 20 und 21).
[0104] Nach dem Umlenken der Bahnstränge bx um - in die Horizontale projiziert - 90° durchlaufen
die Bahnstränge bx ein Registerwerk 706 mit mindestens x-1 Registerwalzen 707, bevor
die zusammenzufassenden Bahnstränge bx zu einem oder zu mehreren gemeinsamen Strängen
709 zusammen gefasst und einem oder mehreren nachgeordneten Falzapparaten 800 (800.1;
800.2) zugeführt werden.
[0105] In Fig. 20 ist ein derartiger Überbau 700 exemplarisch mit einem Wendewerk 702 für
eine mit x = 12 Druckseiten nebeneinander bedruckte Bahn B; B' dargestellt. In Fig.
21 ist exemplarisch ein Überbau 700 dargestellt, welcher für z. B. zwei Bahnen B;
B' zweier Druckwerkslinien M ein Wendewerk 702 mit insgesamt 16, bzw. zwei Wendewerke
702 mit jeweils exemplarisch x = 8 Wendestangen 712 aufweist.
[0106] Vorzugsweise sind mehrere, insbesondere sämtliche der Wendestangen 712 des Wendewerkes
702 quer zum einlaufenden Bahnstrang bx bewegbar und/oder mit einer Länge ausgebildet,
welche auf die Breite des einlaufenden Bahnstrangs bx projiziert länger ist (insbesondere
mindestens 1,5-fache) als eine Druckseite des (Standard-)Formates F1 (z. B. DIN A4-Format)
in Querrichtung. Auf diese Weise sind auch Bahnstränge bx mit zum (Standard-)Formates
F1 größeren Druckbreite umlenkbar.
[0107] Fig. 21 zeigt exemplarisch die Führung der Bahnstränge bx gemeinsam in einen Falzapparat
800.
[0108] Wie in Fig. 22 dargestellt, können die Bahnstränge bx jedoch auch parallel in zwei
Falzapparate 800.1; 800.2 geführt werden. Hierbei können bei Vorliegen mehrerer Ausgangsbahnen
B; B' Bahnstränge bx der einen Bahn B; B' dem Strang der Bahnstränge bx der anderen
Ausgangsbahn B; B' zugeordnet sein. Hierbei können unterschiedliche Produktstärken
gleichzeitig realisiert werden.
[0109] Fig. 25 zeigt eine Ausführung wobei aus einer Ausgangsbahn B; B' mittels x Wendestangen
die x Bahnstränge bx; by auf zwei Falzapparate 800.1; 800.2 aufgeteilt werden. Mit
einer derart breiten Druckmaschine bzw. Bahn B; B' lassen sich hierbei bei jeder Umdrehung
gleichzeitig zwei identische Produkte oder zwei unterschiedliche Teilprodukte in je
einem Falzapparat 800.1; 800.2 erzeugen. Dies kann vorteilhaft im Hinblick auf die
beim Falzen mit zunehmender Produktstärke auftretenden Schwierigkeiten (Beschädigung,
Genauigkeit etc.) sein. Ebenso können wie hier dargestellt gleichzeitig zwei Produkte
unterschiedlicher Seitenzahlen hergestellt werden, indem - z. B. von der Bahnmitte
der Ausgangsbahn B; B' ausgehend - Bahnstränge bx variabel dem Strang 709 für den
einen oder anderen Falzapparat 800.1; 800.2 zugeschlagen werden können.
[0110] In einer besonders vorteilhaften Ausführung können die beiden Falzapparate 800.1;
800.2 auch zueinander unterschiedlich ausgebildet sein. So kann der eine Falzapparat
800.1 ein Punkturfalzapparat 800.1 und der andere ein Falzklappenfalzapparat 800.2
und/oder der eine Falzapparat 800.1 im Hinblick auf eine festformatige Verarbeitungsmöglichkeit
für eine erste Abschnittslänge ausgebildet und der andere Falzapparat 800.2 für eine
hiervon verschiedene zweite Abschnittslänge ausgebildet sein (siehe exemplarisch die
beiden Falzapparate 800.1; 800.2 in Fig. 23 mit unterschiedlichen Abständen zwischen
Haltewerkzeugen 802 des jeweiligen Transportzylinders 801, d. h. unterschiedliche
Abschnittslängen) und/oder der eine Falzapparat 800.1 im Hinblick auf eine festformatige
Verarbeitungsmöglichkeit z. B. des Standardproduktes für eine erste Abschnittslänge
ausgebildet und der andere Falzapparat 800.2 als Falzapparat 800.2 mit variabler Abschnittslänge
(d. h. beispielsweise mit Beschleunigungsstrecke 807, siehe Fig. 36) ausgebildet sein
und/oder der eine Falzapparat 800.1 ohne und der andere Falzapparat 800.2 mit Mitteln
zur Bildung eines zweiten Längs- oder Querfalz ausgebildet sein.
[0111] In einer dritten Ausführung (Fig. 24) des Überbaus 700 kann eine aus der ersten Ausführung
("Trichterüberbau" 700, mit Falztrichtern 708) und der zweiten Ausführung ("Magazinoberbau"
700, ohne Falztrichter 708) gemischte Ausführung besonders vorteilhaft sein. Hierbei
ist zusätzlich zum Wendewerk 702 eine Trichtereinheit 703 mit mindestens einem Falztrichter
708, sowie ein Strangweg von Wendestangen 712 über einen Falztrichter 708 zu einem
Falzapparat 800.1; 800.2 und ein Strangweg von Wendestangen 712 ohne einen im Weg
befindlichen Falztrichter 708 zum selben oder
einem anderen Falzapparat 800.1; 800.2 vorgesehen. Dem Falztrichter 708 kann im Bahnweg
ein oder mehrere Wendedecks 711 vorgeordnet sein. Mit der gemischten Ausführung ist
es möglich, in einer Betriebssituation lediglich einseitenbreite Bahnstränge bx über
das Wendewerk 702 einem Falzapparat 800.1; 800.2 zuzuführen, oder in einer anderen
Betriebssituation ein und/oder zweiseitenbreite Bahnstränge bx ausschließlich über
den Falztrichter 708 zu führen und längs gefalzt einem Falzapparat zuzuführen, oder
in dritter Betriebssituation einseitenbreite Bahnstränge bx über das Wendewerk 702
und ein- und/oder zweiseitige Bahnstränge über den Falztrichter 708 zu führen. Es
können hierdurch gleichzeitig zwei unterschiedliche Produkte (z. B. ein zeitungsähnliches
längsgefalztes Produkt mit Druckseiten eines ersten Formates A in Broadsheetanordnung
s auf dem Formzylinder 304 und ein tabloid- oder buchähnliches Produkt eines zweiten
Formates A, z. B. in Tabloidanordnung I (liegend I) auf dem Formzylinder 304) in zwei
hierfür vorgesehenen nachgeordneten Falzapparaten 800.1; 800.2 hergestellt werden.
Bei letzterem können die beiden unterschiedlich zu verarbeitenden Bahnstränge bx von
zwei unterschiedlichen Bahnen B; B' unterschiedlicher Druckwerkslinien M stammen.
In spezieller und vorteilhafter Ausführung können jedoch auch die beiden unterschiedlichen
Formate A, z. B. Format A4 und Format A3; Z nebeneinander auf Längsabschnitten eines
selben Formzylinders 304 bzw. nebeneinander als Druckbilder auf einer selben Bahn
B; B' angeordnet sein. So können beispielsweise auf Längsabschnitt eines selben Formzylinders
304 Druckbilder eines stehenden Zeitungs- oder Zeitschriftenformates angeordnet sein,
während auf einem anderen Längsabschnitt Druckbilder eines anderen stehenden Zeitungs-/Zeitschriftenformates
oder liegende Druckseiten eines Tabloidformates angeordnet sind. Durch den ersten
Längsabschnitt - z. B. in stehender Anordnung - bedruckte Bahnstränge bx werden beispielsweise
- zumindest teilweise - in zweiseitenbreite Bahnstränge bx geschnitten, längs gefalzt,
in einem Falzapparat 800.1; 800.2 zu Abschnitten mit einer Länge entsprechend einer
stehenden Druckseite quer geschnitten, quer gefalzt und an die Auslage abgegeben,
während beispielsweise durch den zweiten Längsabschnitt - z. B. in liegender Anordnung
- bedruckte Bahnstränge bx beispielsweise in einseitenbreite Bahnstränge bx geschnitten,
über das Wendewerk 702 geführt, in einem Falzapparat 800.1; 800.2 zu Abschnitten mit
einer Länge entsprechend zweier liegender Druckseiten quer geschnitten und quer gefalzt
werden.
[0112] Für die Beispiele mit zwei Falzapparaten 800.1; 800.2 kann je nach Anforderung an
die Auslageerfordernisse eine Rücken-an-Rücken-Anordnung (wie in Fig. 24), eine Kopf
an Kopf-Anordnung (wie Fig. 25) oder eine Ausrichtung in derselben Richtung vorgesehen
sein. Bei letzterer kann es wiederum von Vorteil sein, die beiden Falzapparate 800.1;
800.2 in der Höhe zueinander zu versetzen oder aber ein als Doppelfalzapparat ausgebildetes
Falzapparates 800 mit zwei vertikal zueinander versetzten Falzzylindergruppen zu verwenden.
[0113] In einer besonderen Ausführung ist der Falzapparat 800 oder zumindest einer der Falzapparate
800.1; 800.2 als Falzapparat 800 mit variabler Abschnittslänge ausgebildet. Dieser
weist - wie in Fig. 36 schematisch dargestellt - eine dem Transportzylinder 801 vorgelagerte
Querschneideinrichtung 811 und eine Beschleunigungsstrecke 807 für die abgeschnittenen
Produktabschnitte 808 (Signaturen) - z. B. mittels eines Bandsystems 809 - auf. Die
äquidistanten Abstände von Haltewerkzeugen 802 auf dem Transportzylinder 801.z. B.
Greifer- oder Punkturzylinder 801, entsprechen mindestens dem in Bahnlaufrichtung
betrachtet längsten zu druckenden Druckbild. Der Transportzylinder 801 samt Bandsystem
809 ist dazu ausgelegt, dass er mit einer gegenüber dem ungeschnittenen Strang 709
höheren Förder- bzw. Umfangsgeschwindigkeit betrieben werden kann, während z. B. die
vorgeordneten Aggregate 300 im wesentlichen mit der den noch nicht quer geschnittenen
Strang 709 fördernden Geschwindigkeit/Umfangsgeschwindigkeit betrieben sind. Je nach
zum noch ungeschnittenen Strang 709 eingestellter relativer Umfangsgeschwindigkeit
der Querschneideinrichtung 811 und Zylinderumdrehung des Transportzylinders 801 werden
längere oder kürzere Produktabschnitte abgeschnitten, beschleunigt und von den Haltewerkzeugen
802 (z. B. Greifer oder Punkturleisten 802, des Transportzylinders 801 aufgenommen.
Dieser variable Falzapparat 800 ist somit dafür geeignet, in zwei voneinander verschiedenen
Betriebssituation unterschiedliche auf dem Formzylinder 304 angeordnete Druckseitenlängen
als Abschnittslängen zu verarbeiten. Dies können beispielsweise in einer Betriebssituation
liegende und in einer anderen Betriebssituation stehende Druckseitenabschnitte eines
selben Formates (z. B. DIN A4-Format) sein, oder es können in einer ersten Betriebssituation
Druckseitenabschnitte mit einer Länge eines ersten ganzzahligen Teilers (z. B. drei
oder sechs) des Formzylinderumfangs, und in einer anderen Betriebssituation Druckseitenabschnitte
mit einer Länge eines zweiten, vom ersten verschiedenen ganzzahligen Teilers (z. B.
zwei, vier oder acht) des Formzylinderumfangs sein.
[0114] Im Folgenden sind schematisch vorteilhafte Ausgestaltungen mit Bahnstrangführung
für die Ausführung des Überbaus 700 in Kombination mit dem Falzapparat 800 bzw. Falzapparaten
800 dargestellt:
[0115] Fig. 26 zeigt einen sog. Magazinüberbau 700 mit einer Anzahl x, z. B. x = 6, Bahnsträngen
bx, welche durch x-1 Messereinheiten 705 längsgeschnitten und über x Wendestangen
aufeinandergeführt und einem oder mehreren hier nicht sichtbaren Falzapparat(en) 800
zugeführt werden. Der/Die Falzapparat(e) 800 ist/sind hier z. B. derart orientiert,
dass die Rotationsachse des Transferzylinders 801 senkrecht zur Rotationsachse der
vorgeordneten Druckwerkszylinder 303; 304 bzw. die in die Horizontale projizierte
Transportrichtung im Falzapparat 800 quer zur Maschinenflucht M ("Maschinenachse")
verläuft. Die Bahnstränge bx weisen in ihrer Breite z. B. jeweils lediglich eine Druckseite
- insbesondere eine liegende Druckseite (z. B. DIN A4-Format) auf. Bei mehreren darunter
angeordneten Falzapparaten 800.1; 800.2 können die Teilbahnen bx in zwei Stränge 709
gesplittet auch gleichzeitig zwei Falzapparaten 800.1; 800.2 (oder zwei Gruppen von
Falzzylindem eines Doppelfalzapparates 800.1; 800.2) zugeführt werden. Die Wendestangen
712 können in dieser Ausführung oder den nachfolgenden Ausführungen fliegend gelagert
oder durch ein strichliert angedeutetes Gestell beidseitig gelagert sein. Ein, mehrere
oder sämtliche Wendestangen 712 können vorteilhaft über einen Stellbereich quer zur
einlaufenden Bahn B; B' bzw. Teilbahn bx bewegbar gelagert sein.
[0116] Fig. 27 zeigt einen als sog. Trichterüberbau 700 ausgebildeter Überbau 700, wobei
jedoch der/die Falztrichter 708 eine in die Horizontale projizierte Auflaufrichtung
aufweist, welche senkrecht zur Maschinenflucht M verläuft. Eine Anzahl x, z. B. x
= 6 oder bei Kreuzbruchproduktion z. B. x = 3, Bahnstränge bx, welche durch x-1 Messereinheiten
705 längsgeschnitten werden über x Wendestangen 712 aufeinandergeführt, über einen
(oder ggf. geteilt über mehrere) Falztrichter 708 geführt, und einem oder mehreren
Falzapparat(en) 800 zur Bildung eines Querfalz zugeführt. Der/Die Falzapparat(e) 800.1;
800.2 ist/sind hier z. B. derart orientiert, dass die Rotationsachse des Transportzylinders
801 parallel zur Rotationsachse der vorgeordneten Druckwerkszylinder 303; 304 bzw.
die in die Horizontale projizierte Transportrichtung im Falzapparat 800 parallel zur
Maschinenflucht M ("Maschinenachse") verläuft. Die Bahnstränge bx weisen vor den Wendestangen
712 in ihrer Breite z. B. jeweils zwei Druckseiten - z. B. zwei liegende Druckseite
(z. B. DIN A4-Format) auf. In einer Broadsheet- oder Kreuzbruchproduktion werden die
zweiseitenbreiten Bahnstränge bx über dem Falztrichter 708 längs gefalzt und für das
Querschneiden und Querfalzen dem Falzapparat 800 bzw. mehreren Falzapparaten 800 zugeführt.
In Tabloidproduktion (z. B. am Formzylinder 304 liegende Druckseiten) können die Bahnstränge
bx zwischen Wendestangen 712 und Falztrichter 708 in einseitenbreite Bahnstreifen
geschnitten und durch den Falztrichter 708 aufeinander gelegt werden. Bei mehreren
darunter angeordneten Falzapparaten ("FA") 800.1; 800.2 können die Teilbahnen bx in
zwei Stränge 709 gesplittet auch gleichzeitig zwei Falzapparaten 800.1; 800.2 (oder
zwei Gruppen von Falzzylindern eines Doppelfalzapparates 800.1; 800.2) zugeführt werden.
[0117] Fig. 28 zeigt die gleichzeitige Produktion zweier unterschiedlicher Produkte oder
Teilprodukte bzw. Produktformate mittels eines Trichterüberbaus 700 und zweier Falzapparate
800.1; 800.2 aus einer selben bedruckten Bahn B; B':
[0118] Hierbei wird die Bahn B; B' in eine Anzahl y Bahnstränge by mit einer ersten Bahnbreite
(und/oder ersten Druckseitenorientierung und/oder einem ersten Druckseitenformat)
und eine Anzahl von z Bahnstränge bz mit einer von der ersten Bahnbreite verschiedenen
zweiten Bahnbreite (und/oder zweiten Druckseitenorientierung und/oder einem zweiten
Druckseitenformat) - ggf. entsprechend der jeweiligen Druckbildbreiten - geschnitten.
Die Bahnstränge by; bz der unterschiedlichen Breite (bzw. Druckseitenformate und/oder
- orientierungen) werden nun jeweils zu Strängen 709 zusammengefasst und unterschiedlichen
Falzapparaten 800.1; 800.2 zugeführt. Dabei werden beispielsweise die breiteren Bahnstränge
by über dem Falztrichter 708.1 längsgefalzt und in einem ersten Falzapparat 800.1
zu einem Kreuzbruchprodukt (z. B. in Art einer Zeitung) weiterverarbeitet, während
z. B. einseitenbreite Bahnstränge bz über dem anderen Falztrichter 708.2 aufeinandergelegt
und im zweiten Falzapparat 800.2 zu einem Tabloidprodukt (z. B. zu einem im wesentlichen
A4-Produkt) weiterverarbeitet werden (strichliert dargestellt). Im zweiten Strangweg
kann der Falztrichter 708.1; 708.2 auch entfallen, wobei der Falzapparat 800.2 dann
ggf. um 90° gedreht zur Darstellung angeordnet ist. In Fig. 28 sind beispielhaft mögliche
Orientierungen von liegenden (Tabloid-) Druckseiten und stehenden (Broadsheet-) Druckseiten
angedeutet. In Fig. 28 sind die Auflaufrichtungen (siehe Pfeile) der beidseitig vorgesehenen
Falztrichter 708.1; 708.2 sowie die Transportrichtungen in den Falzapparaten 800.1;
800.2 parallel zueinander ausgebildet.
[0119] Fig. 29 zeigt eine Anordnung gemäß Fig. 28, wobei jedoch die Auflaufrichtungen der
beidseitig vorgesehenen Falztrichter 708.1; 708.2 sowie die Transportrichtungen in
den Falzapparaten 800.1; 800.2 antiparallel zueinander ausgebildet sind. Letzteres
ist vorteilhaft in Bezug auf eine Backup-Funktion, da ohne großen Aufwand ein selbes
Produkt mit einer selben Belegung der Zylinder 304 auf dem einen oder dem anderen
Falzapparat 800.1; 80.2 herstellbar ist.
[0120] Fig. 30 zeigt eine Ausführung o. g. Beispiele, jedoch mit zwei auf einer selben Maschinenseite
angeordneten Falzapparaten 800.1; 800.2 - insbesondere mit jeweils vorgeordnetem Falztrichter
708.1; 708.2.
[0121] Fig. 31 zeigt eine vorteilhafte Ausführung, wobei eine in die Horizontale projizierte
Auflaufrichtung auf den/die Falztrichter 708.1; 708.2 parallel zur Maschinenflucht
M und/oder senkrecht zu Rotationsachsen der Druckwerkszylinder 303; 304 verläuft.
Der/Die Falzapparat(e) 800.1; 800.2 ist/sind hier z. B. derart orientiert, dass die
Rotationsachse des Transportzylinders 801 senkrecht zur Rotationsachse der vorgeordneten
Druckwerkszylinder 303; 304 bzw. die in die Horizontale projizierte Transportrichtung
im Falzapparat 800.1; 800.2 quer zur Maschinenflucht M ("Maschinenachse") verläuft.
In diesem Beispiel ist wieder eine Betriebssituation dargestellt, in welcher beispielsweise
Druckseiten unterschiedlicher Breite/Orientierung auf die Bahn B; B' gedruckt werden/sind,
und diese in unterschiedlich breite Bahnstränge by; bz geschnitten, und gleichzeitig
zu zwei verschiedenen Produkten (Zwischenprodukten) in zwei Falzapparaten 800.1; 800.2
weiterverarbeitet werden. Die beiden Falzapparate 800.1; 800.2 können auf einer selben
Ebene, vertikal zueinander versetzt, oder als ein Falzapparat 800 mit zwei Falzzylindergruppen
und zwei Auslagen ausgebildet sein.
[0122] Fig. 32 zeigt eine schematische Vorderansicht eines Magazinüberbaus 700 (ohne Falztrichter)
mit einem nachgeordneten Falzapparat 800 - vergleichbar mit einer Ausführung gemäß
Fig. 26. bis 33 zeigt im Gegensatz hierzu einen Trichterüberbau 700 mit einem Falztrichter
708 zwischen Wendestangen 712 und dem Falzapparat 800.
[0123] Fig. 34 zeigt eine schematische Vorderansicht eines Magazinüberbaus 700 (ohne Falztrichter)
mit zwei nachgeordneten Falzapparaten 800.1; 800.2. Schematisch ist anhand lediglich
exemplarischer Anzahl von Bahnsträngen bx; by; bz eine Aufteilung auf zwei Falzapparate
800.1; 800.2 dargestellt. Dahingehend stellt Fig. 35 schematisch den Fall für einen
Trichterüberbau 700 mit zwei Falztrichtern 708 und zwei Falzapparaten 800.1; 800.2
dar, wobei zwei Strangbündel aus Bahnsträngen bx; by; bz über die Falztrichter 708
geführt, und gleichzeitig zwei Falzapparaten 800.1; 800.2 zugeführt werden. Wie durch
das "Kreuzen" angedeutet, können ein, mehrere oder alle Bahnstränge bx; bx; bz aus
dem einen Bündel zum anderen überführt werden (beispielsweise um entsprechend unterschiedliche
Sektions- bzw. Produktstärken realisieren zu können). An einzelnen Strängen kann auch
ein Heftapparat vorgesehen sein, um ein Teil der Lagen dem späteren Produkt als geheftetes
Heft entnehmen zu können. Die hier versetzt aufeinander angeordneten Falzapparate
800.1; 800.2 können auch auf einer selben Höhe nebeneinander angeordnet sein. Ebenso
können diesen hier nicht dargestellte Wendedecks 711 vorgeordnet sein.
[0124] Bei lediglich einem Falzapparat 800 weist dieser, oder bei zwei Falzapparaten 800.1;
800.2 mindestens einer der Falzapparate 800.1; 800.2 vorzugsweise zusätzlich zur ersten
Querfalzeinrichtung (z. B. als Falzmesserzylinder ausgebildeter Transportzylinder
801 mit Falzklappenzylinder 814) stromabwärts ein Mittel zur Bildung eines zweiten
Querfalzes 803 und/oder ein Mittel zur Bildung eines Längsfalzes 804 auf. Dies ist
exemplarisch in Fig. 24 dargestellt, ist jedoch jeweils auf einen von zwei Falzapparaten
800.1; 800.2 bzw. den einzigen Falzapparat 800 der übrigen Beispiele anzuwenden.
[0125] Fig. 37 zeigt vorteilhafte Produktionsmöglichkeiten mit einer Druckwerkslinie M (bzw.
einer Bahn B), deren Druckwerkszylinder 303; 304 eine Breite von 12 und einen Umfang
von vier stehenden DIN A4-Seiten aufweist (Bemassungen siehe z. B. oben) und denen
zwei Falzapparate 800.1; 800.2 bzw. ein Falzapparat 800 mit zwei Falzzylindergruppen
und zwei Auslagen nachgeordnet sind:
[0126] In der Darstellung ist oben in der Mitte ein Raster für die Belegung mit stehenden
DIN A4-Format Druckbildern, schräg schraffiert eine exemplarische Darstellung einer
Tabloidseite T, z. B. im A3-Format, und mit Kreuzschraffur eine exemplarische Darstellung
einer stehenden Druckseite in einem DIN A2-Format oder entsprechenden Zeitungsformat
Z bzw. zeitungsähnlichen Druckbildformat Z angedeutet.
[0127] Die beiden unter den mit 800.1 und 800.2 angedeuteten Falzapparaten 800 aufgezeigten
Tabellen geben vorteilhafte Produktionen an. Aus einer Bahn B; B'; B1; B2 sind jeweils
ein Produktbeispiel aus einer Zeile der ersten Tabelle durch den ersten Falzapparat
800.1 und gleichzeitig ein Produktbeispiel aus derselben Zeile der zweiten Tabelle
mit dem zweiten Falzapparat 800.2 maximal herstellbar. Vorteilhaft ist es beispielsweise,
wenn für eine Betriebsweise in Standardproduktion mit homogener Formzylinderbelegung,
d. h. mit über den Formzylindermantel Druckseiten eines einzigen selben Formates mit
einheitlicher Orientierung angeordnet, am ersten Falzapparat 800.1 ein Teilprodukt
von 48 DIN A4-eiten und am zweiten Falzapparat 800.2 ebenfalls ein Teilprodukt von
48 DIN A4-eiten ausgelegt werden. Diese beiden Teilprodukte können dann bei entsprechender,
sich hälftig auf dem Formzylinder 304 in Längsrichtung wiederholender oder spiegelsymmetrischer
Druckbildbelegung zwei identische Produkte darstellen, wobei im ersten Fall eine Anordnung
z. B. mit antiparalleler Falzapparat- und/oder Trichteranordnung (siehe oben) und
im zweiten Fall z. B. mit paralleler Falzapparat-und/oder Trichteranordnung (siehe
oben), vorgesehen sein kann. Bei unterschiedlicher Druckbildbelegung der Zylinderhälften
sind zwei Teile eines Gesamtproduktes oder zwei unterschiedliche Produkte herstellbar.
Eine weitere vorteilhafte Produktionsvariante mit drei eine selbe Seitenzahl aufweisenden
Teilprodukte ist herzustellbar, wenn beispielsweise am einen Falzapparat 800.1 zwei
ungesammelte 32 Seiten starke Teilprodukte (aus vier zweiseitenbreiten oder 8 einseitenbreiten
Strängen), und auf dem anderen Falzapparat 800.2 ein ungesammeltes 32 Seiten starkes
Teilprodukt (aus zwei zweiseitenbreiten oder 4 einseitenbreiten Strängen) erzeugt
und ausgelegt wird. Werden sämtliche Stränge des Überbaus 700 (hier sind als Stränge
zwei DIN A4 Seiten breite Bahnstränge bx; bx; bz bezeichnet) auf einen Falzapparat
800.1; 800.2 geführt, so ist in Sammelproduktion (in den Tabellen mit » gekennzeichnet)
ein Produkt mit 96 DIN A4-Seiten erzeugbar.
[0128] Besondere Vorteile ergeben sich in der Produktion mit inhomogener Zylinderbelegung,
d. h. mit einer Belegung des Formzylinders 304 nebeneinander mit unterschiedlichen
Druckbildformaten -z. B. stehendes Format A4 (z. B. DIN A4) und liegendes Tabloid
im Format A3 (z. B. DIN A3), oder stehende Druckbildformate A unterschiedlicher Größe,
z. B. stehende DIN A4-Seite (Format A4) mit stehender DIN A2-Seite (Format A2) oder
einem zeitungsähnlichem Format Z (kann vorteilhaft Format A2 entsprechen): So ist
beispielsweise eine Produktion von Vorteil, bei welcher neben einer o. g. A4-Produktion
(mit stehenden A4-Druckseiten) auf dem ersten Falzapparat 800.1 gleichzeitig eine
Produktion von Produkten im Tabloidformat T möglich ist (in Tabelle beispielhaft für
zwei Fälle mit * gekennzeichneter Zeilen). Beispielsweise kann auf dem einen Falzapparat
800.1 ein DIN A4-Produkt mit 2 x 32 Seiten (ungesammelt >) oder 64 Seiten (gesammelt
»), und gleichzeitig am anderen Falzapparat 800.2 ein Tabloidprodukt mit 16 Seiten
gesammelt (oder 2 x 8 Seiten ungesammelt) ausgelegt werden. Hierbei teilen sich die
aus einer selben Bahn B; B' erzeugten Stränge wie jeweils in Spalte 1 angegeben in
vier bzw. zwei mit jeweils entsprechender Breite - z. B. einer stehenden DIN A4- bzw.
zwei stehenden DIN A4-Seiten entsprechendes Tabloid. Die Belegung mit den unterschiedlichen
Druckbildern auf dem Formzylinder 304 erfolgt jeweils entsprechend der Rasterung in
den benötigten Strängen. In Fig. 38a) ist ein Beispiel für die o. g. inhomogene Belegung
(2 x 32 bzw. 64 A4, 2 x 8 bzw. 16 Seiten Tabloid) in der Darstellung eines abgerollten
Formzylinders 304 bzw. einer Wiederhollänge einer bedruckten Bahn B; B' exemplarisch
angegeben. Die übrigen Varianten für die inhomogene A4/Tabloidproduktion ist entsprechend
anzuwenden.
[0129] In Fig. 38b) ist ein Beispiel für die gleichzeitige Produktion eines A4 (oder alternativ
Tabloid) und - z. B. als Werbebeilage oder Kleinzeitung - eines zeitungsähnlichen
Produktes in Broadsheetanordnung s des Druckbildes in einem zeitungsähnlichen Format
Z oder A2-Format. In diesem Beispiel werden beispielsweise vier der zwei-A4-Seinenbreiten
"Stränge" in der Art von Seiten im Zeitungsformat Z bedruckt. Diese vier "Stränge"
müssen nicht in vier, sondern können in lediglich zwei zweiseitenbreite Bahnstränge
bx; bx; bz geschnitten, und die beiden jeweils zweizeitungsseitenbreiten Bahnstränge
bx; bx; bz übereinander über einen Falztrichter 708 geführt werden, bevor sie in den
Falzapparat 800.2 einlaufen.
[0130] In einer in Fig. 38c) exemplarisch angedeuteten Variante wird, z. B. neben dem standardmäßigen
A4 Produkt (Druckseite eines Formates A), mit z. B. in Umfangsrichtung einer Anzahl
eines Vielfachen von Zwei), beispielsweise ein weiteres, vom DIN A4-Format abweichendes
Format (z. B. Sonderformat S, beispielsweise mit in Umfangsrichtung einem Vielfachen
von Drei entsprechenden Anzahl von Druckseiten- hier in Umfangsrichtung drei Druckseiten
eines stehenden Sonderformates S2 oder sechs Druckseiten eines liegenden Sonderformates
S1 (siehe auch Fig. 39), gleichzeitig auf die Bahn B; B' gedruckt und in zwei Falzapparaten
800.1; 800.2 verarbeitet. In Breitenrichtung des Formzylinders 304 können, aber müssen
nicht die Druckbilder bis an das Ende des wirksamen Ballens heranreichen. Diese Produktionsvariante
ist besonders in Verbindung mit einem Falzapparat mit variabler Abschnittslänge einzusetzen.
So ist der erste Falzapparat 800.1 beispielsweise als festformatiger Punkturfalzapparat
für ein festes Standardformat, z. B. DIN A4-Format A4, und der zweite Falzapparat
800.2 beispielsweise als formatvariabler Falzapparat 800.2 ausgebildet. Letzterer
ist je nach Betriebsweise und Belegung (homogen/inhomogen) der Maschine mit der entsprechenden
Anforderung betreibbar.
[0131] Fig. 39 zeigt eine Übersicht von vorteilhaften Produktionsmöglichkeiten gemäß dem
Prinzip der Mischproduktion aus Fig. 38 c) mit sich im Format und/oder der Orientierung
unterscheidenden Druckseiten auf dem Formzylinder 304. So lassen sich gleichzeitig
aus der selben Bahn B; B' (Teil-)Produkte herstellen, die z. B. in einer selben Zeile
der beiden Tabellen angesiedelt sind. Auf dem einen Falzapparat 800.1 können dann
z. B. eine Anzahl y von Teilbahnen by zu üblichen Produkten im DIN A4-Format A4 hergestellt
werden, während über den anderen Falzapparat 800.2 aus einer Anzahl z von Teilbahnen
bz aus der selben bedruckten Bahn B; B' Produkte mit liegenden oder stehenden Druckseiten
eines Sonderformates S1; S2 oder aber auch eines vom ersten Format A4 verschiedenen
Formates, z. B. Format A3 oder gar A2, hergestellt werden. Die korrespondierende Anzahl
z der Teilbahnen bz richtet sich dann nach der Seitenbreite des Druckbildes des Sonderformates
S; S1; S2 bzw. Formates A2; A3 und/oder nach dessen Ausrichtung s; I und ggf. danach,
ob die Druckwerkszylinder 304; 303 mit einer Zugabe zu der durch die maximale Anzahl
von DIN A4-Seiten nebeneinander zu druckenden Nennweite definierten Breite b304 ausgebildet
sind. In der Tabelle ist exemplarisch das Beispiel aus Fig. 38c) markiert, wobei in
dieser Tabellenzeile y = 4 Teilbahnen by im Format a4 mit stehender Ausrichtung s
und z = 3 Teilbahnen bz in einem liegenden Sonderformat S1 oder einem stehenden Sonderformat
S2 gedruckt und verarbeitet werden. Hierbei ist der erste Falzapparat 800.1 beispielsweise
als festformatiger Falzapparat 800.1 mit einer im wesentlichen zwei stehenden Seiten
im Format A4 bzw. einem halben Umfang u304 des Formzylinders 304 entsprechenden Abschnittslänge
am Transportzylinder 801, und der andere Falzapparat 800.2 entweder als formatvariabler
Falzapparat 800.2 oder mit einer dem Sonderformat S1; S2 entsprechenden Abschnittslänge
von z. B. einem drittel des Umfangs u304 des Formzylinders 304 ausgebildet.
[0132] In einem ebenfalls markierten vorteilhaften Produktionsbeispiel werden (siehe entsprechende
Tabellenzeilen) y = 3 Teilbahnen z. B. zu zwei ungesammelten 24-Seiten-Produkten im
Format A4 oder einem gesammelten 48-Seiten-Produkt im Format A4 in stehender Ausrichtung
s oder aber zu zwei ungesammelten 12-Seiten-Produkten im Format A3 bzw. T oder einem
gesammelten 24-Seiten-Produkt im Format A3 bzw. T mit liegender Ausrichtung gedruckt
und verarbeitet währen - je nach Seitenbreite des zweiten Formates, z. B. eines Sonderformates
S; S1; S2 oder eines anderen Formates A2; A3, z = 3 oder z = 4 oder z = 5 Teilbahnen
bz in einem liegenden Sonderformat S1 oder einem stehenden Sonderformat S2 zu Produkten
mit einer entsprechenden, von der Betriebsart gesammelt bzw. ungesammelt abhängigen
Seitenzahl, gedruckt und verarbeitet werden. Dies können dann für z = 3 Teilbahnen
bz z. B. drei ungesammelte Produkte zu je 12 Seiten oder ein gesammeltes Produkt zu
36 Seiten im liegenden Sonderformat S1 sein. Für z = 4 Teilbahnen bz können dies vorteilhaft
drei ungesammelte Produkte zu je 16 Seiten oder ein gesammeltes Produkt zu 48 Seiten
im liegenden Sonderformat S1 sein. Andere alternative Produktmöglichkeiten erschließen
sich aus den Tabellen in der beispielhaft erläuterten Weise.
[0133] Von Vorteil ist eine Ausführung, wobei aus einer Bahn B mehrere Teilbahnen by mit
in Umfangsrichtung des Formzylinders 304 bzw. je Drucklänge vier stehenden Druckseiten
eines ersten Formates A; A4, insbesondere mit DIN A4-Format A4, und mehrere Teilbahnen
bz mit in Umfangsrichtung des Formzylinders 304 bzw. je Drucklänge sechs liegenden
Druckseiten eines zweiten Formates A, z. B. einem DIN A-Format A5, insbesondere z.
B. ein Sonderformat S1, tragen, wobei diese unterschiedlichen Teilbahnen jeweils als
Bündel in zwei unterschiedliche Falzapparate 800.1; 800.2 (siehe oben) geführt werden.
[0134] Eine nicht dargestellte vorteilhafte Ausführung weist eine Anzahl y von Teilbahnen
by mit z. B. Seiten im Format A4 in o. g. Weise auf, während eine Anzahl z von Teilbahnen
bz, wie in Fig. 38b) schematisch dargestellt, mit z. B. einem stehenden zeitungs-
oder zeitschriftenähnlichem Format Z in stehender Ausrichtung, z. B. drei stehende
Seiten hintereinander, aufweist. Hierbei kann es zweckmäßig sein, diese Teilbahnen
bz über einen Falztrichter 708 zu führen, bevor sie dem nachgeordneten Falzapparat
800.2 zur Bildung eines Querfalzes zugeführt werden. Eine oder mehrerer dieser zweiten
Teilbahnen bz können dann vor dem Falztrichter 708 eine Breite aufweisen, welche zwei
Druckseiten des Formates Z nebeneinander aufweist.
[0135] In Fig. 40 sind die Verhältnisse für die Produktionsmöglichkeiten entsprechend oben
zu Fig. 37 genantem, jedoch für eine Druckwerkslinie M, deren Druckwerkszylinder 303;
304 eine Breite von 12 und einen Umfang von sechs stehenden DIN A4-Seiten aufweist
(Bemassungen siehe z. B. oben) und denen zwei Falzapparate 800.1; 800.2 bzw. ein Falzapparat
800 mit zwei Falzzylindergruppen und zwei Auslagen nachgeordnet sind. Auch hier ist
in der Darstellung oben in der Mitte ein Raster für die Belegung mit stehenden DIN
A4 Druckbildern, schräg schraffiert eine exemplarische Darstellung einer Tabloidseite
T, und mit Kreuzschraffur eine exemplarische Darstellung einer stehenden Druckseite
in einem DIN A2 oder entsprechenden Zeitungsformat Z angedeutet.
[0136] Die in Fig. 38 dargelegten Prinzipien sind direkt auf diesen Fall zu übertragen,
wobei aufgrund des größeren Umfangs in Umfangsrichtung entsprechend mehr der gezeigten
Seiten in jeweiligen Format A4; T; Z; S anzuordnen sind. In einer zu Fig. 38c) vergleichbaren
Betriebssituation, können hier als Sonderformat S beispielsweise mit in Umfangsrichtung
einem Vielfachen von vier entsprechenden Anzahl von Druckseiten - hier in Umfangsrichtung
z. B. vier oder acht Druckseiten mit entsprechenden Seitenlängen in Umfangsrichtung
- vorgesehen sein, während gleichzeitig ein Standardformat, z. B. A4 mit sechs Druckseiten
am Umfang gedruckt wird.
[0137] In der speziellen, o. g. Ausführung einer Zufuhr von zwei Bahnen B1; B2 nebeneinander
durch die Druckeinheiten 300, kann in den vorgenannten Beispielen der eine Längsschnitt
zwischen zwei Bahnsträngen bx; by; bz entfallen, da hier die Stoßstelle der beiden
Bahnen B1: B2 verläuft.
Bezugszeichenliste
[0138]
- 001 - 099
- -
- 100
- Aggregat, Rollenabwicklung, Rollenwechsler
- 101
- Tragarm
- 102
- Tragarm
- 103
- Träger
- 104
- Rolle
- 105
- -
- 106
- Rolle
- 107
- Bremse
- 108
- Ritzel
- 109
- Zahnrad
- 110
- -
- 111
- Konus
- 112
- Antriebsmotor
- 113
- Spannelement
- 114
- Mitnehmer, Dom
- 115
- -
- 116
- Rollenhülse, Hülse
- 117
- Wendestange
- 118-199
- -
- 200
- Aggregat, Einzugwerk
- 201
- Anpresswalze, Pressure
- 202
- Zugwalze
- 203
- Rolle
- 204 - 299
- -
- 300
- Aggregat, Druckeinheit, Doppeldruckwerk, 1-Druckwerk
- 301
- Druckwerk
- 302
- -
- 303
- Zylinder, Druckwerkszylinder, Übertragungszylinder
- 304
- Zylinder, Druckwerkszylinder, Formzylinder
- 305
- Farbwerk
- 306
- Feuchtwerk
- 307
- Lagereinheit, Linearlagereinheit
- 308
- Aktor
- 309
- Aktor
- 310
- -
- 311
- -
- 312
- -
- 313
- Walze, Duktorwalze
- 314
- Walze, Filmwalze
- 315
- Walze, Farbwalze
- 316
- Walze, Reibzylinder
- 317
- Walze, Farbwalze
- 318
- Walze, Farbwalze
- 319
- Walze, Farbwalze
- 320
- Walze, Farbwalze
- 321
- Walze, Reibzylinder
- 322
- Walze, Auftragwalze
- 323
- Walze, Auftragwalze
- 324
- Walze, Reibzylinder
- 325
- Walze, Auftragwalze
- 326
- -
- 327
- -
- 328
- Walze, Auftragwalze
- 329
- Walze, Reibwalze, Chromwalze
- 330
- Walze, Taucherwalze
- 331
- Kanal
- 332
- Feuchtmittelvorrat
- 333
- Druckform
- 334
- Drucktuch
- 335
- -
- 336
- Kanal
- 337 - 399
- -
- 400
- Aggregat, Lackierwerk
- 401 - 499
- -
- 500
- Aggregat, Trockner
- 501
- Leitelement
- 502
- Kondensatabsaugung
- 503
- Lüfterrad
- 504 - 599
- -
- 600
- Aggregat, Kühleinheit
- 601
- Walze, Kühlwalze
- 602
- Wiederbefeuchtungseinrichtung
- 603 - 699
- -
- 700
- Aggregat, Überbau, Trichterüberbau, Magazinüberbau
- 701
- Längsschneideinrichtung
- 702
- Wendewerk
- 703
- Trichtereinheit
- 704
- -
- 705
- Messereinheit
- 706
- Registerwerk
- 707
- Registerwalze
- 708
- Falztrichter
- 709
- Strang
- 710
- -
- 711
- Wendedeck
- 712
- Leitelement, Wendestange
- 713 - 799
- -
- 800
- Aggregat, Falzapparat
- 801
- Zylinder, Transportzylinder, Greiferzylinder, Punkturzylinder
- 802
- Haltewerkzeug, Greifer, Punkturleiste
- 803
- Mittel für zweiten Querfalz
- 804
- mittel zur Bildung eines Längsfalzes, Längsfalzeinrichtung
- 805
- -
- 806
- Ausgang
- 807
- Beschleunigungsstrecke
- 808
- Produktabschnitt
- 809
- Bandsystem
- 810
- -
- 811
- Querschneideinrichtung
- 812
- -
- 813
- -
- 814
- Zylinder, Falzklappenzylinder
- 815-899
- -
- 900
- Transport- und/oder Handhabungssystem (104; 106)
- 901
- Transportpfad, Schienenweg, Schienensystem
- 902
- Transportmittel, Transportwagen
- 903
- Drehtisch
- 904
- Transfertisch
- 905
- -
- 906
- Aufnahmestation
- 100.1
- Aggregat, Rollenabwicklung, Rollenwechsler
- 100.2
- Aggregat, Rollenabwicklung, Rollenwechsler
- 708.1
- Falztrichter
- 708.2
- Falztrichter
- 800.1
- Aggregat, Falzapparat, Punkturfalzapparat
- 800.2
- Aggregat, Falzapparat, Falzklappenfalzapparat
- R103
- Mittelachse
- R104
- Rotationsachse
- R106
- Rotationsachse
- b333
- Breite
- b334
- Breite
- 1304
- Ballenlänge, Länge
- u304
- Umfang
- A
- Format, Druckbildformat
- B
- Bahn, Papierbahn, Ausgangsbahn
- C
- Bewegungsrichtung
- E
- Ebene
- M
- Maschinenflucht, Druckwerkslinie
- L
- Stellweg, linear
- S
- Format, Sonderformat
- T
- Format, Tabloidseite, Tabloidformat
- Z
- Format, Druckbildformat, Zeitungsformat, zeitungsähnlich
- a
- Drucklänge, Abschnittslänge
- s
- Broadsheetanordnung, Ausrichtung stehend
- l
- Tabloidanordnung, Ausrichtung liegend
- A2
- Format, Druckbildformat
- A3
- Format, Druckbildformat
- A4
- Format, Druckbildformat#
- B1
- Bahn, Teilbahn
- B2
- Bahn, Teilbahn
- S1
- Sonderformat, liegend
- S2
- Sonderformat, stehend
- bB
- Breite (B)
- bx
- Teilbahn, Bahnstrang
- by
- Teilbahn, Bahnstrang
- bz
- Teilbahn, Bahnstrang
- B'
- Bahn, Papierbahn, teilbreit
- bB'
- Breite (B')
- 323'
- Walze, Auftragwalze
- 328'
- Walze, Auftragwalze
1. Rollenoffsetdruckmaschine mit einer Bahn (B; B') und mit mehreren von der Bahn (B;
B') im Wesentlichen in horizontaler Richtung durchlaufenen, in der Art von Doppeldruckwerken
ausgebildeten I-Druckeinheiten (300)und mindestens einem ersten Falzapparat (800;
800.1; 800.2) zur Bildung eines Querfalzes, wobei die Druckeinheiten (300) jeweils
mindestens einen Formzylinder (304) und einen mit der Bahn (B; B') zusammen wirkenden
Übertragungszylinder (303) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass eine nutzbare Ballenbreite der Formzylinder (304) eine Breite aufweisen, welche den
Druckbildern von mindestens x = 8 stehenden oder liegenden Druckseiten in einem DIN
A4-Format (A4) entspricht, dass eine erste Anzahl x; y; z von durch Längsschneiden
aus der Bahn (B; B') erzeugten ersten Bahnsträngen (bx; by; bz) in den ersten falzapparat
(800; 800.1; 800.2) und gleichzeitig eine zweite Anzahl y; x von durch Längsschneiden
aus der selben Bahn (B; B') erzeugten zweiten Bahnsträngen (bx; by; bz) in einen zweiten
Falzapparat (800; 800.1; 800.2) zur Bildung eines Querfalzes geführt ist.
2. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (304) in einer ersten Betriebssituation auf seinem Ballen lediglich
Druckbilder eines selben ersten Formates (A; A2; A3; A4) und einer selben Ausrichtung
(l; s) trägt, und/oder dass sämtliche aus der selben Bahn (B; B') gewonnenen Bahnstränge
(bx; by; bz) in einer ersten Betriebssituation mit Druckbildern eines selben ersten
Formates (A; A2; A3; A4) und einer selben Ausrichtung (I; s) bedruckt sind.
3. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (304) in einer zweiten Betriebssituation auf seinem Ballen lediglich
Druckbilder eines vom ersten Format (A; A2; A3; A4) verschiedenen zweiten Formates
(A; A2; A3; A4; S; Z) und/oder einer zur ersten Ausrichtung (l; s) unterschiedlichen
Ausrichtung (l; s) trägt, und/oder dass sämtliche aus der selben Bahn (B; B') gewonnenen
Bahnstränge (bx; by; bz) in einer zweiten Betriebssituation mit Druckbildern eines
vom ersten Format (A, A2; A3; A4) verschiednen zweiten Formates (A; A2; A3; A4; S;
Z) und/oder einer zur ersten Ausrichtung (l; s) unterschiedlichen Ausrichtung (l;
s) bedruckt sind.
4. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (304) in einer Betriebssituation in Längsrichtung nebeneinander
sowohl Druckbilder eines ersten Formates (A; A2; A3; A4; S; Z) und/oder einer ersten
Ausrichtung (l; s) als auch von den ersten Druckbildern in Format (A; A2; A3; A4;
S; Z) und/oder Ausrichtung (l; s) verschiedene zweite Druckbilder trägt.
5. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (304) in einer Betriebssituation auf einem Längsabschnitt seiner
Mantelfläche in Umfangsrichtung hintereinander eine Anzahl von vier oder sechs Druckbildern
eines ersten Formates (A; A2; A3; A4; S; Z) und in einem anderen Längsabschnitt in
Umfangsrichtung gleichzeitig die hierzu halbe Anzahl von Druckbildern eines zweiten
Formates (A; A2; A3; A4; S; Z) hintereinander trägt, und/oder dass in einer Betriebssituation
eine Anzahl (y) von aus einer Bahn (B; B') gewonnenen Bahnsträngen (by) jeweils in
einer Drucklänge (a) hintereinander eine Anzahl von vier oder sechs Druckbildern eines
ersten Formates (A; A2; A3; A4; S; Z) und eine Anzahl (z) von aus der selben Bahn
(B; B') gewonnenen Teilbahnen (bz) in einer Drucklänge (a) die hierzu halbe Anzahl
von Druckbildern eines zweiten Formates (A; A2; A3; A4; S; Z) hintereinander trägt.
6. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formzylinder (304) auf einem Längsabschnitt eine einem n-fachen (n ∈ N) von drei
entsprechende Anzahl von Druckbildern eines ersten Formates (A; A2; A3; A4; Z; S)
sowie gleichzeitig auf einem anderen Längsabschnitt eine nicht durch drei teilbare
Anzahl von Druckbildern eines zweiten Formates (A; A2; A3; A4; Z; S), insbesondere
auf einem Längsabschnitt sechs Druckbilder eines ersten Formates (A; A2; A3; A4; Z;
S) hintereinander, sowie gleichzeitig auf einem anderen Längsabschnitt vier oder acht
Druckbilder eines zweiten Formates (A; A2; A3; A4; Z; S) in Umfangsrichtung hintereinander
trägt.
7. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (304) auf seiner Mantelfläche eine einzige Druckform (333) trägt,
auf welchem sämtliche zu druckenden Druckbilder angeordnet sind.
8. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite der ersten Bahnstränge (bx; by; bz) verschieden ist von der Breite der
zweiten Bahnsträngen (bx; by; bz).
9. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Falzapparate (800; 800.1; 800.2) als Falzapparat (800; 800.1;
800.2) mit variabel einstellbarer Abschnittlänge (a) ausgebildet ist.
10. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Falzapparate (800; 800.1; 800.2) mit voneinander verschiedener Abschnittlänge
(a) am Transportzylinder (801) ausgebildet sind.
11. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Falzapparate (800; 800.1; 800.2) als Falzapparate (800; 800.1; 800.2)
voneinander verschiedenen Typs, insbesondere als zwei unterschiedliche aus den Typen
Punkturfalzapparat, Klappanfalzapparat und Räderfalzapparat, ausgebildet sind.
12. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Bündel aus ersten Bahnsträngen (bx; by; bz) ohne Durchlaufen eines Falztrichters
(708) einem der Falzapparate (800; 800.1; 800.2) und ein Bündel aus zweiten Bahnsträngen
(bx; by; bz) nach Durchlaufen eines Falztrichters (708) dem anderen Falzapparat (800;
800.1; 800.2) zugeführt ist.
13. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Bahnstränge (bx; by; bz) in liegender Ausrichtung (l) auf dem Formzylinder
(304) bedruckte Druckseiten eines ersten Formates (A; A2; A3; A4; Z; S) die zweiten
Bahnsträngen (bx; by; bz) in stehender Ausrichtung (s) auf dem Formzylinder (304)
bedruckte Druckseiten eines zweiten Formates (A; A2; A3; A4; Z; S) aufweisen.
14. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 8 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung eines heterogenen Produktes, insbesondere eines Popup-Produktes mit
einem über die übrigen Lagen überstehenden Teil, wenigstens ein erster Bahnstrang
(bx; by; bz) und ein sich in der Breite unterscheidender zweiter Bahnstrang (bx; by;
bz) gemeinsam einem Falzapparat (800; 800.1; 800.2) zugeführt sind.
15. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinders (304) eine einer Breite von acht, insbesondere liegenden, Druckseiten
in einem DIN A4-Format (A4) entsprechende Breite und einen einer Länge von sechs,
insbesondere liegenden Druckseiten in einem DIN A4-Format (A4) entsprechenden Umfang
aufweist.
16. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinders (304) eine einer Breite von zwölf, insbesondere stehenden, Druckseiten
in einem DIN A4-Format (A4) entsprechende Breite und einen einer Länge von vier, insbesondere
stehenden, Druckseiten in einem DIN A4-Format (A4) entsprechenden Umfang aufweist.
17. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachsen der Form- und Übertragungszylinder (304; 303) einer Druckeinheit
(300) in Druck-An im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene (E) liegend ausgeführt
sind.
18. Rollenoffsefdruckmaschine nach Anspruch 1 oder einem anderen der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Formzylinder (304) mindestens einen über die nutzbare Ballenlänge (L304) durchgehenden
Kanal (331) zur Befestigung einer über die Länge durchgehenden oder mehrerer nebeneinander
angeordneter Druckplatten (333) aufweist.
19. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Druckeinheiten (300) mindestens ein Rollenwechsler (100) vorgeordnet ist, dessen
eine Rolle (104; 106) tragender Träger (103) durch beidseitig angreifende Antriebsmotoren
(112) verschwenkbar ist.
20. Rollenoffsetdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überbau (700) eine Längsschneideinrichtung (701) mit einer Mehrzahl von quer
zur Richtung der einlaufenden Bahn (B; B') bewegbaren Messereinheiten (705) aufweist.
21. Verfahren zum Betrieb einer Rollenoffsetdruckmaschine, wobei eine Bahn (B; B') von
einer Rollenabwicklung (100) über ein Einzugwerk (200) mehreren in der Art von Doppeldruckwerken
ausgebildeten I-Druckeinheiten (300) zugeführt wird, welche jeweils mindestens einen
Formzylinder (304) und einen mit der Bahn (B; B') zusammen wirkenden Übertragungszylinder
(303) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass eine nutzbare Ballenbreite der Formzylinder (304) eine Breite aufweisen, welche den
Druckbildern von mindestens x = 8 stehenden oder liegenden Druckseiten in einem DIN
A4-Format (A4) entspricht, dass die Bahn (B; B') nebeneinander mit einer Vielzahl
von Druckseiten beduckt, und eine erste Anzahl x; y; z von durch Längsschneiden aus
der Bahn (B; B') erzeugten ersten Bahnsträngen (bx; by; bz) in einen ersten Falzapparat
(800; 800.1; 800.2) zur Bildung eines Querfalzes, und eine zweite Anzahl y; x von
durch Längsschneiden aus der selben Bahn (B; B') erzeugten zweiten Bahnsträngen (bx;
by; bz) in einen zweiten Falzapparat (800; 800.1; 800.2) zur Bildung eines Querfalzes
geführt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Betriebssituation in beide Falztrichter (800; 800.1; 800.2) eine
selbe Anzahl von mit einem selben Druckseitenformat bedruckten Bahnsträngen (bx; by;
bz) geführt, und an deren Auslagen jeweils ein die gleiche Seitenzahl aufweisendes
Teilprodukt ausgelegt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass in einer zweiten Betriebssituation in die beiden Falzapparate (800; 800.1; 800.2)
je eine Anzahl von mit unterschiedlichen Druckseitenformaten (A, A2; A3; A4; S; Z)
bedruckten Bahnsträngen (bx; by; bz) geführt, und an deren Auslagen Produkte unterschiedlichen
Formates (A; A2; A3; A4; S; Z) ausgelegt werden.
24. Verfahren nach Anspruch 21, dass durch ein Druckwerk (301) auf eine Drucklänge (a)
einer selben Bahn (B) nebeneinander eine einem n-fachen (n ε N) von drei entsprechende
Anzahl von Druckbildern eines ersten Formates (A; A2; A3; A4; Z; S) sowie gleichzeitig
eine nicht durch drei teilbare Anzahl von Druckbildern eines zweiten Formates (A;
A2; A3; A4; Z; S) gedruckt wird und vorzugsweise die ersten Bahnstränge (bx; by; bz)
Druckbilder des ersten Formates (A; A2; A3; A4; Z; S) und die zweiten Bahnsträngen
(bx; by; bz) Druckbilder des zweiten Formates (A; A2; A3; A4; Z; S) tragen.
25. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass aus Bahnsträngen (bx; by; bz) einer selben Ausgangsbahn (B) an einem Falzapparat
(800.1) ein Produkt in einem DIN A4-Format (T) und am anderen Falzapparat (800.2)
ein Produkt entweder in einem Tablioid-Format, insbesondere einem DIN A3-Format (A3),
oder einem Zeitungsformat (Z), insbesondere einem DI A2-Format (A2), oder einem von
DIN-Formaten abweichenden Sonderformat (S) ausgelegt wird.
1. Web-fed offset rotary press having a web (B; B') and having a plurality of I-form
printing units (300), which are designed in the manner of double printing units and
through which the web (B; B') runs substantially in the horizontal direction, and
having at least a first folder (800; 800.1, 800.2) for forming a cross fold, wherein
the printing units (300) each have at least one forme cylinder (304) and a transfer
cylinder (303), which interacts with the web (B; B'), characterized in that a usable face width of the forme cylinders (304) is equal to a width which corresponds
to the printed images of at least x = 8 upright or horizontal printed pages in a DIN
A4 format (A4), that a first number x; y; z of first web strands (bx; by; bz), which
are produced from the web (B; B') by longitudinal cutting, is guided into the first
folder (800; 800.1; 800.2), and at the same time a second number y; x of second web
strands (bx; by; bz), which are produced from the same web (B; B') by longitudinal
cutting, is guided into a second folder (800; 800.1; 800.2), in order to form a cross
fold.
2. Web-fed offset rotary press according to Claim 1, characterized in that the forme cylinder (304), in a first operating situation, bears, over its face, only
printed images of the same first format (A; A2; A3; A4) and of the same orientation
(I; s), and/or in that all the web strands (bx; by; bz) obtained from the same web (B; B'), in a first operating
situation, are printed with printed images of the same first format (A; A2; A3; A4)
and of the same orientation (I; s).
3. Web-fed offset rotary press according to Claim 2, characterized in that the forme cylinder (304), in a second operating situation, bears, over its face,
only printed images of a second format (A; A2; A3; A4; S; Z), which differs from the
first format (A; A2; A3; A4), and/or of an orientation (I; s) which differs from the
first orientation (I; s), and/or in that all the web strands (bx; by; bz) obtained from the same web (B; B'), in a second
operating situation, are printed with printed images of a second format (A; A2; A3;
A4; S; Z), which differs from the first format (A; A2; A3; A4), and/or of an orientation
(I; s) which differs from the first orientation (I; s).
4. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or 2, characterized in that the forme cylinder (304), in an operating situation, bears, one beside the other
in a longitudinal direction, both printed images of a first format (A; A2; A3; A4;
S; Z) and/or of a first orientation (I; s) and second printed images, which differ
from the first printed images in format (A; A2; A3; A4; S; Z) and/or orientation (I;
s).
5. Web-fed offset rotary press according to Claim 4, characterized in that the forme cylinder (304), in an operating situation, bears, one behind the other
in the circumferential direction over one longitudinal portion of its lateral surface,
a number equalling four or six printed images of a first format (A; A2; A3; A4; S;
Z) and at the same time, one behind the other in the circumferential direction in
another longitudinal portion, half this number of printed images of a second format
(A; A2; A3; A4; S; Z), and/or in that, in an operating situation, a number (y) of web strands (by) obtained from a web
(B; B') bears, one behind the other in each case over a printing length (a), a number
equalling four or six printed images of a first format (A; A2; A3; A4; S; Z), and
a number (z) of sub-webs (bz) obtained from the same web (B; B') bears, one behind
the other over a printing length (a), half this number of printed images of a second
format (A; A2; A3; A4; S; Z).
6. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or 4, characterized in that a forme cylinder (304) bears, over one longitudinal portion, a number of printed
images of a first format (A; A2; A3; A4; Z; S) which corresponds to n times (n ε N)
three and at the same time, over another longitudinal portion, a number of printed
images of a second format (A; A2; A3; A4; Z; S) which is not divisible by three, in
particular it bears, one behind the other over one longitudinal portion, six printed
images of a first format (A; A2; A3; A4; Z; S) and at the same time, one after the
other in the circumferential direction over another longitudinal portion, four or
eight printed images of a second format (A; A2; A3; A4; Z; S).
7. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or any other of the preceding claims,
characterized in that the forme cylinder (304) bears, on its lateral surface, a single printing forme (333),
on which all the images which are to be printed are arranged.
8. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or 4, characterized in that a width of the first web strands (bx; by; bz) differs from the width of the second
web strands (bx; by; bz).
9. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or any other of the preceding claims,
characterized in that at least one of the folders (800; 800.1; 800.2) is designed as a folder (800; 800.1;
800.2) with a variably adjustable cut-off length (a).
10. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or any other of the preceding claims,
characterized in that the two folders (800; 800.1; 800.2) are designed with different cut-off lengths (a)
on the transporting cylinder (801).
11. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or any other of the preceding claims,
characterized in that the two folders (800; 800.1; 800.2) are designed as folders (800; 800.1; 800.2) of
different types, in particular as two different folders from the following types:
pin folder, jaw folder and flying tuck folder.
12. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or any other of the preceding claims,
characterized in that a bundle of first web strands (bx; by; bz) is fed to one of the folders (800; 800.1;
800.2) without running through a folding former (708), and a bundle of second web
strands (bx; by; bz) is fed to the other folder (800; 800.1; 800.2) after running
through a folding former (708).
13. Web-fed offset rotary press according to Claim 12, characterized in that the first web strands (bx; by; bz) have printed pages of a first format (A; A2; A3;
A4; Z; S), which are printed with horizontal orientation (I) on the forme cylinder
(304), and the second web strands (bx; by; bz) have printed pages of a second format
(A; A2; A3; A4; Z; S), which are printed with upright orientation (s) on the forme
cylinder (304).
14. Web-fed offset rotary press according to Claim 8 or any other of the preceding claims,
characterized in that, in order to produce a heterogeneous product, in particular a pop-up product with
one part projecting beyond the rest of the layers, at least one first web strand (bx;
by; bz) and one second web strand (bx; by; bz) of different widths are fed together
to a folder (800; 800.1; 800.2).
15. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or any other of the preceding claims,
characterized in that the forme cylinder (304) has a width which corresponds to a width of eight, in particular
horizontal, printed pages in a DIN A4 format (A4) and a circumference which corresponds
to a length of six, in particular horizontal, printed pages in a DIN A4 format (A4).
16. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or any other of the preceding claims,
characterized in that the forme cylinder (304) has a width which corresponds to a width of twelve, in particular
vertical, printed pages in a DIN A4 format (A4) and a circumference which corresponds
to a length of four, in particular vertical, printed pages in a DIN A4 format (A4).
17. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or any other of the preceding claims,
characterized in that the axes of rotation of the forme and the transfer cylinders (304; 303) of a printing
unit (300), in impression-on mode, are lying substantially in a common plane (E).
18. Web-fed offset rotary press according to Claim 1 or any other of the preceding claims,
characterized in that the forme cylinder (304) has at least one channel (331) which is continuous over
its usable face length (L304) and is intended for fastening a printing plate (333)
which is continuous over the length or a plurality of printing plates (333) arranged
one beside the other.
19. Web-fed offset rotary press according to Claim 1, characterized in that the printing units (300) have arranged upstream of them at least one reel changer
(100), of which the carrier (103), which bears a reel (104; 106), can be pivoted by
drive motors (112) acting on either side.
20. Web-fed offset rotary press according to Claim 1, characterized in that a superstructure (700) has a longitudinal cutting device (701) with a plurality of
blade units (705) which can be moved transversely to the direction of the incoming
web (B; B').
21. Method of operating a web-fed offset rotary press, wherein a web (B; B') is fed from
an unwinder (100), via an infeed unit (200), to a plurality of I-form printing units
(300), which are designed in the manner of double printing units and each have at
least one forme cylinder (304) and a transfer cylinder (303), which interacts with
the web (B; B'), characterized in that a usable face width of the forme cylinders (304) is equal to a width which corresponds
to the printed images of at least x = 8 upright or horizontal printed pages in a DIN
A4 format (A4), that a multiplicity of printed pages are printed one beside the other
onto the web (B; B'), and a first number x; y; z of first web strands (bx; by; bz),
which are produced from the web (B; B') by longitudinal cutting, is guided into a
first folder (800; 800.1; 800.2) in order to form a cross fold, and a second number
y; x of second web strands (bx; by; bz), which are produced from the same web (B;
B') by longitudinal cutting, is guided into a second folder (800; 800.1; 800.2) in
order to form a cross fold.
22. Method according to Claim 21, characterized in that, in a first operating situation, the two folders (800; 800.1; 800.2) have guided
into them the same numbers of web strands (bx; by; bz) printed with the same printed-page
format, and sub-products having the same number of pages are delivered at each of
the delivery means of the two folders.
23. Method according to Claim 21, characterized in that, in a second operating situation, the two folders (800; 800.1; 800.2) have guided
into them in each case a number of web strands (bx; by; bz) printed with different
printed-page formats (A; A2; A3; A4; S; Z), and products of different formats (A;
A2; A3; A4; S; Z) are delivered at the delivery means of the two folders.
24. Method according to Claim 21, characterized in that a printing unit (301) prints, one beside the other over a printing length (a) of
the same web (B), a number of printed images of a first format (A; A2; A3; A4; Z;
S) which corresponds to n times (n ε N) three and, at the same time, a number of printed
images of a second format (A; A2; A3; A4; Z; S) which is not divisible by three, and
preferably the first web strands (bx; by; bz) bear printed images of the first format
(A; A2; A3; A4; Z; S) and the second web strands (bx; by; bz) bear printed images
of the second format (A; A2; A3; A4; Z; S).
25. Method according to Claim 23, characterized in that, using web strands (bx; by; bz) from the same starting web (B), one folder (800.1)
delivers a product in a DIN A4 format (T) and the other folder (800.2) delivers a
product either in a tabloid format, in particular a DIN A3 format (A3), or in a newspaper
format (Z), in particular a DIN A2 format (A2), or in a special format (S), which
differs from DIN formats.
1. Presse rotative offset, comportant une bande (B ; B') et comportant plusieurs groupes
d'impression en I (300) du type groupe d'impression recto-verso, à travers lesquels
la bande (B ; B') défile sensiblement dans la direction horizontale, et au moins une
première plieuse (800 ; 800.1 ; 800.2) pour former un pli transversal, les groupes
d'impression (300) comportant respectivement au moins un cylindre porte-cliché (304)
et un cylindre de transfert (303) coopérant avec la bande (B ; B'), caractérisé en
ce une largeur utile du corps des cylindres porte-cliché (304) a une largeur correspondant
à une largeur d'impression d'au moins x = 8 pages imprimées avec une orientation en
hauteur ou en largeur dans un format DIN A4 (A4),un premier nombre x ; y ; z de premiers
faisceaux de bande (bx ; by ; bz) générés par des coupes longitudinales de la bande
(B ; B') est guidé vers la première plieuse (800 ; 800.1 ; 800.2) et simultanément
un deuxième nombre y ; x de deuxièmes faisceaux de bande (bx ; by ; bz) générés par
des coupes longitudinales de la même bande (B ; B') est guidé vers une deuxième plieuse
(800 ; 800.1 ; 800.2) pour former un pli transversal.
2. Presse rotative offset selon la revendication 1, caractérisée en ce que, dans un premier état de fonctionnement, le cylindre porte-cliché (304) porte sur
son corps uniquement des impressions dans un même premier format (A ; A2 ; A3 ; A4)
et avec une même orientation (I ; s), et/ou en ce que tous les faisceaux de bande (bx ; by ; bz) obtenus à partir de la même bande (B ;
B') sont imprimés, dans un premier état de fonctionnement, avec des impressions dans
un même premier format (A ; A2 ; A3 ; A4) et avec une même orientation (I ; s).
3. Presse rotative offset selon la revendication 2, caractérisée en ce que, dans un deuxième état de fonctionnement, le cylindre porte-cliché (304) porte sur
son corps uniquement des impressions dans un deuxième format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; S
; Z), différent du premier format (A ; A2 ; A3 ; A4), et/ou avec une orientation (I
; s) différente de la première orientation (I ; s), et/ou en ce que tous les faisceaux de bande (bx ; by ; bz) obtenus à partir de la même bande (B ;
B') sont imprimés, dans un deuxième état de fonctionnement, avec des impressions dans
un deuxième format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; S ; Z), différent du premier format (A ; A2
; A3 ; A4), et avec une orientation (I ; s) différente de la première orientation
(I ; s).
4. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que, dans un état de fonctionnement, le cylindre porte-cliché (304) porte de manière
juxtaposée dans la direction longitudinale, des impressions dans un premier format
(A ; A2 ; A3 ; A4 ; S ; Z) et/ou avec une première orientation (I ; s), de même que
des deuxièmes impressions différentes des premières impressions par leur format (A
; A2 ; A3 ; A4 ; S ; Z) et/ou leur orientation (I ; s).
5. Presse rotative offset selon la revendication 4, caractérisée en ce que, dans un état de fonctionnement, le cylindre porte-cliché (304) porte les unes derrière
les autres sur un tronçon longitudinal de sa surface extérieure dans la direction
circonférentielle un nombre de quatre ou six impressions dans un premier format (A
; A2 ; A3 ; A4 ; S ; Z) et en même temps sur un autre tronçon longitudinal dans la
direction circonférentielle un nombre d'impressions dans un deuxième format (A ; A2
; A3 ; A4 ; S ; Z) égal à la moitié du nombre précédent, et/ou en ce que, dans un état de fonctionnement, un nombre (y) de faisceaux de bandes (by), obtenus
à partir d'une bande (B ; B') porte sur une longueur d'impression (a), respectivement
les unes derrière les autres un nombre de quatre ou six impressions dans un premier
format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; S ; Z), et un nombre (z) de bandes partielles (bz) obtenues
à partir de la même bande (B ; B'), porte sur une longueur d'impression (a), les unes
derrière les autres, un nombre d'impressions dans un deuxième format (A ; A2 ; A3
; A4 ; S ; Z) égal à la moitié du nombre précédent.
6. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou 4, caractérisée en ce qu'un cylindre porte-cliché (304) porte sur un tronçon longitudinal un nombre d'impressions
dans un premier format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; Z ; S) correspondant à un multiple (n ε
N) de trois, et en même temps, sur un autre tronçon longitudinal, un nombre d'impressions
dans un deuxième format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; Z ; S) non divisible par trois, en particulier
six impressions dans un premier format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; Z ; S) les unes derrière
les autres dans la direction circonférentielle sur un tronçon longitudinal et, en
même temps, quatre ou huit impressions dans un deuxième format (A ; A2 ; A3 ; A4 ;
Z ; S) les unes derrière les autres dans la direction circonférentielle sur un autre
tronçon longitudinal.
7. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le cylindre porte-cliché (304) porte sur sa surface extérieure un seul cliché (333)
sur lequel sont disposées toutes les impressions à imprimer.
8. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou 4, caractérisée en ce qu'une largeur des premiers faisceaux de bande (bx ; by ; bz) est différente de la largeur
des deuxièmes faisceaux de bande (bx ; by ; bz).
9. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'au moins une des plieuses (800 ; 800.1 ; 800.2) est configurée sous forme de plieuse
(800 ; 800.1 ; 800.2) avec une longueur de coupe (a) réglable de manière variable.
10. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les deux plieuses (800 ; 800.1 ; 800.2) sont configurées avec des longueurs de coupe
(a) différentes les unes des autres sur le cylindre de transport (801).
11. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les deux plieuses (800 ; 800.1 ; 800.2) sont configurées sous forme de plieuses (800
; 800.1 ; 800.2) de types différents les uns des autres, en particulier sous forme
de deux plieuses différentes choisies dans les types : plieuse à picots, plieuse à
mâchoires et plieuse rotative.
12. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'un paquet constitué de premiers faisceaux de bande (bx ; by ; bz) est acheminé vers
une des plieuses (800 ; 800.1 ; 800.2) sans passer par un cône de pliure (708), et
un paquet constitué de deuxièmes faisceaux de bande (bx ; by ; bz) est acheminé vers
l'autre plieuse (800 ; 800.1 ; 800.2) après le défilement à travers un cône de pliure
(708).
13. Presse rotative offset selon la revendication 12, caractérisée en ce que les premiers faisceaux de bande (bx ; by ; bz) comportent des pages dans un premier
format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; Z ; S) imprimées avec une orientation en largeur (I) sur
le cylindre porte-cliché (304), les deuxièmes faisceaux de bande (bx ; by ; bz) comportent
des pages dans un deuxième format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; Z ; S) imprimées avec une orientation
en hauteur (s) sur le cylindre porte-cliché (304).
14. Presse rotative offset selon la revendication 8 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce que pour réaliser un produit hétérogène, en particulier un dépliant-surprise (pop-up),
avec une partie en saillie sur les autres couches, au moins un premier faisceau de
bande (bx ; by ; bz) et un deuxième faisceau de bande (bx ; by ; bz), différent par
sa largeur, sont acheminés conjointement vers une plieuse (800 ; 800.1 ; 800.2).
15. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le cylindre porte-cliché (304) a une largeur correspondant à une largeur de huit
pages dans un format DIN A4 (A4), en particulier avec une orientation en largeur,
et une circonférence correspondant à une longueur de six pages dans un format DIN
A4 (A4), en particulier avec une orientation en largeur.
16. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, le cylindre porte-cliché (304) a une largeur correspondant à une largeur douze pages
dans un format DIN A4 (A4), en particulier avec une orientation en hauteur, et une
circonférence correspondant à une longueur de quatre pages dans un format DIN A4 (A4),
en particulier avec une orientation en hauteur.
17. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les axes de rotation du cylindre porte-cliché (304) et du cylindre de transfert (303)
d'un groupe d'impression (300) en mode d'impression activé sont réalisés horizontalement
sensiblement dans un plan (E) commun.
18. Presse rotative offset selon la revendication 1 ou une autre des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le cylindre porte-cliché (304) comporte au moins un canal (331), continu sur toute
la longueur utile (L304) du corps du cylindre, pour la fixation d'un cliché (333)
continu sur toute la longueur ou de plusieurs clichés (333) juxtaposés.
19. Presse rotative offset selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'en amont des groupes d'impression (300) est monté au moins un changeur de bobines
(100) dont le porte-bobine (103), portant une bobine (104 ; 106), est apte à pivoter
au moyen de moteurs d'entraînement (112) agissant sur les deux côtés dudit porte-bobine.
20. Presse rotative offset selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une construction en surélévation (700) comporte une unité de coupe longitudinale (701)
avec une pluralité de massicots (705) mobiles transversalement au sens de la bande
(B ; B') entrante.
21. Procédé de fonctionnement d'une presse rotative offset, selon lequel une bande (B
; B') est acheminée depuis un dérouleur (100) via un mécanisme d'alimentation (200)
vers plusieurs groupes d'impression en I (300) du type groupe d'impression recto-verso,
lesquels comportent respectivement au moins un cylindre porte-cliché (304) et un cylindre
de transfert (303) coopérant avec la bande (B ; B'), caractérisé en ce qu'une largeur utile du corps des cylindres porte-cliché (304) a une largeur correspondant
à une largeur d'impression d'au moins x = 8 pages imprimées avec une orientation en
hauteur ou en largeur dans un format DIN A4 (A4), la bande (B ; B') est imprimée avec
une pluralité de pages juxtaposées, et un premier nombre x ; y ; z de premiers faisceaux
de bande (bx ; by ; bz) générés par des coupes longitudinales de la bande (B ; B')
est guidé vers une première plieuse (800 ; 800.1 ; 800.2) pour former un pli transversal,
et un deuxième nombre y ; x de deuxièmes faisceaux de bande (bx ; by ; bz) générés
par des coupes longitudinales de la même bande (B ; B') est guidé vers une deuxième
plieuse (800 ; 800.1 ; 800.2) pour former un pli transversal.
22. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce que, dans un premier état de fonctionnement, un même nombre de faisceaux de bande (bx
; by ; bz) imprimés selon un même format de page est guidé dans les deux cônes de
pliure (800 ; 800.1 ; 800.2), et à la sortie de ceux-ci est évacué respectivement
un produit partiel comportant le même nombre de pages.
23. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce que, dans un deuxième état de fonctionnement, respectivement un nombre de faisceaux de
bande (bx ; by ; bz) imprimés dans des formats de page (A ; A2 ; A3 ; A4 ; S ; Z)
différents, est acheminé vers les deux plieuses (800 ; 800.1 ; 800.2), et à la sortie
de celles-ci sont évacués des produits dans des formats (A ; A2 ; A3 ; A4 ; S ; Z)
différents.
24. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce que via un groupe d'impression (301) est imprimé, de manière juxtaposée sur une longueur
d'impression (a) d'une même bande (B), un nombre d'impressions dans un premier format
(A ; A2 ; A3 ; A4 ; Z ; S), correspondant à un multiple (n ε N) de trois, et en même
temps, un nombre d'impressions dans un deuxième format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; Z ; S)
non divisible par trois, et de préférence les premiers faisceaux de bande (bx ; by
; bz) portent des impressions du premier format (A ; A2 ; A3 ; A4 ; Z ; S) et les
deuxièmes faisceaux de bande (bx ; by ; bz) porte des impressions du deuxième format
(A ; A2 ; A3 ; A4 ; Z ; S).
25. Procédé selon la revendication 23, caractérisé en ce qu'à partir de faisceaux de bande (bx ; by ; bz) d'une même bande (B) initiale sortent
sur une plieuse (800.1) un produit en format DIN A4 (T) et sur l'autre plieuse (800.2)
un produit soit en format tabloïd, en particulier un format DIN A3 (A3), soit en format
journal (Z), en particulier un format DIN A2 (A2), soit en format spécial (S) différent
des formats DIN.