| (19) |
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(11) |
EP 2 294 345 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.02.2018 Patentblatt 2018/08 |
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Anmeldetag: 02.06.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/056721 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/147124 (10.12.2009 Gazette 2009/50) |
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| (54) |
HAUSHALTSGERÄT MIT EINER EINE BREMSVORRICHTUNG AUFWEISENDEN TÜR
HOUSEHOLD APPLIANCE WITH A DOOR COMPRISING A BRAKING DEVICE
APPAREIL ÉLECTROMÉNAGER AVEC UNE PORTE ÉQUIPÉE D'UN DISPOSITIF DE FREINAGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
02.06.2008 DE 102008026383
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.03.2011 Patentblatt 2011/11 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ENGEL, Klaus
74889 Sinsheim (DE)
- RUPP, Alexander
Chuzhou
Jiangsu 239016 (CN)
- LINKE, Christine
89423 Gundelfingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U1- 20 302 524
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FR-A1- 2 866 539
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, insbesondere ein Kältegerät
wie einen Kühlschrank, mit einer Tür, die um eine Schwenkachse verschwenkbar ist,
sowie mit einer Bremsvorrichtung zum Dämpfen der Schwenkbewegung der Tür.
[0002] Bei Haushaltsgeräten wie insbesondere Kältegeräten wird zur Verbesserung der Energieeffizienz
zunehmend gewünscht, sogenannte Door-in-door-Lösungen vorzusehen, bei denen eine zusätzliche
Tür in der eigentlichen Tür des Kältegeräts wie beispielsweise eines Kühlschranks
vorgesehen ist, um einen vom Öffnen der "Haupttüre" unabhängigen Zugang zu einem Getränkefach
oder zu einem an der Innenseite der Haupttüre angebrachten Absteller für Getränke
zu ermöglichen. Da bei solchen Lösungen nicht mehr die Haupttüre geöffnet zu werden
braucht und dadurch nicht mehr viel warme Luft in den Kühlschrank strömen kann, wird
insgesamt weniger Kälteleistung und damit weniger Energie benötigt.
[0003] Um die Ästhetik bei solchen Door-in-door-Lösungen nicht durch einen weiteren Griff
zu stören, ist die in der Haupttüre angebrachte kleinere Tür im Regelfall mit einem
sogenannten Push-push-Mechanismus versehen, bei dem sowohl das öffnen der Tür als
auch deren Schließung durch einfaches Andrücken durch beispielsweise die Hand eines
Benutzers im Randbereich der Tür erfolgt. Für das Funktionieren des Push-push-Mechanismus
ist im Regelfall eine Feder erforderlich, welche die selbsttätige Öffnung der Tür
aus der Schließstellung heraus - entgegen der Richtung des Drückens durch die Hand
- bewirkt oder zumindest unterstützt. Dies kann jedoch zu Problemen führen, dass dann
die Tür, da sie nicht von einem Benutzer an einem Griff festgehalten wird, eine unkontrollierte
und zu schnelle Bewegung ausführt Dieses Problem tritt insbesondere dann auf, wenn
die Schwenkachse der Tür horizontal angeordnet ist und sich die Bewegung der Tür bei
deren Öffnung aufgrund der Schwerkraft verstärkt. Um eine derartige zu schnelle Bewegung
zu vermeiden, ist in der
US 7,059,693 B2 vorgeschlagen worden, an der Tür eine Dämpfungseinheit anzubringen, bei der ein Drehelement
in einem ölgefüllten Behälter für die Dämpfung der Bewegung der Tür sorgt. In der
Praxis erweist es sich jedoch als schwierig, angesichts der beengten Platzverhältnisse
eine solche an der Tür angreifende Dämpfungseinheit anzubringen.
[0004] Die Offenlegungsschrift
FR 2 866 539 zeigt einen Sandwichgrill, welcher aus einer oberen und einer unteren Platte besteht,
wobei die beiden Platten gelenkig miteinander verbunden sind.
[0005] Die Gebrauchsmusterschrift
DE 203 02 524 U1 zeigt eine Vorrichtung zur Dämpfung der Bewegung beweglicher Möbelteile in deren
Schließbereich.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Probleme
des Stands der Technik zu vermeiden und ein Haushaltsgerät wie insbesondere ein Kältegerät
zu schaffen, bei dem eine Dämpfungseinheit bzw. Bremsvorrichtung zum Dämpfen der Schwenkbewegung
der Tür vorgesehen ist, die nicht nur zuverlässig arbeitet, sondern auch trotz der
beengten Platzverhältnisse gut einbaubar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Haushaltsgerät gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Das erfindungsgemäße Haushaltsgerät umfasst eine um eine Schwenkachse verschwenkbare
Tür und eine Bremsvorrichtung zum Dämpfen der Schwenkbewegung der Tür. Die Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, dass eine Übertragungseinheit zum Übertragen der Rotation
der Schwenkachse während der Schwenkbewegung der Tür auf eine Bremsachse vorgesehen
ist, die bezüglich der Schwenkachse versetzt ist, und dass die Bremsvorrichtung dabei
in Wirkverbindung mit der Bremsachse steht. In anderen Worten greift die Bremsvorrichtung
nicht direkt an der Tür an, sondern an der Übertragungseinheit. Dadurch kann die Bremsvorrichtung
an einer Stelle eingebaut werden, die an die herrschenden Platzverhältnisse optimal
angepasst ist, was insbesondere in der unmittelbaren Nähe der sich bewegenden Tür
sonst schwierig realisierbar wäre. Es ist hierbei festzuhalten, dass die Begriffe
"Schwenkachse" und "Bremsachse" nicht nur so zu verstehen sind, dass sie sich auf
die tatsächliche körperliche Ausgestaltung einer derartigen Achse wie beispielsweise
in Form einer Welle beziehen, sondern dass sie auch im abstrakten Sinne des Wortes
"Achse" zu verstehen sind. Das heißt, jedwede Form der Gestaltung einer solchen Achse
soll von diesen Begriffen umfasst sein, so dass die Drehbewegung der Tür von deren
Schwenkachse auf eine als Bremsachse bezeichnete andere Achse übertragen wird und
die Bremsvorrichtung an dieser Bremsachse angreift.
[0009] Eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung ergibt sich dann, wenn die
Schwenkachse einen Bolzen umfasst oder beispielsweise aus zwei Bolzen an den Enden
der Tür gebildet ist, und die Übertragungseinheit aus mehreren Zahnrädern aufgebaut
ist, deren erstes drehfest bzw. nicht verrutschbar mit einem der Bolzen verbunden
ist und deren letztes drehfest mit der Bremsvorrichtung verbunden ist. Eine solche
Ausgestaltung ist mechanisch leicht zu realisieren und kostengünstig herzustellen,
da entsprechende Zahnräder marktgängig und somit kostengünstig sind.
[0010] Die Bremswirkung kann besonders gut dosiert werden, wenn das letzte Zahnrad bezüglich
dem ersten Zahnrad untersetzt ist; in anderen Worten weist das letzte Zahnrad einen
größeren Teilkreis auf als das erste Zahnrad.
[0011] Eine alternative Realisierungsmöglichkeit der Übertragungseinheit stellt ein Kardangelenk
dar, dessen eines Ende drehfest mit einem Bolzen als Teil der Schwenkachse verbunden
ist und dessen anderes Ende drehfest mit der Bremsvorrichtung verbunden ist.
[0012] Es ist auch möglich, die Übertragungseinheit als Riementrieb mit zwei Riemenscheiben
und einem Riemen auszubilden, bei dem eine erste Riemenscheibe drehfest mit einem
Bolzen als Teil der Schwenkachse verbunden ist und eine zweite Riemenscheibe drehfest
mit der Bremsvorrichtung verbunden ist.
[0013] Es ist besonders bevorzugt, die Schwenkachse in Form mindestens eines mit der Tür
drehfest verbundenen Bolzens auszubilden und die Tür dadurch schwenkbar an einem Rahmen
des Haushaltsgeräts zu lagern. Die an dem bzw. den Bolzen angreifende Übertragungseinheit
und die Bremsvorrichtung befinden sich dabei außerhalb der Tür.
[0014] Alternativ ist es möglich, die Übertragungseinheit und die Bremsvorrichtung mit der
Bremse innerhalb eines in der Tür befindlichen Hohlraums anzuordnen. Um die Tür dann
an einem Rahmen schwenkbar lagern zu können, ist der mindestens eine die Schwenkachse
bildende Bolzen bevorzugt drehfest mit dem Rahmen verbunden. Bei dieser Ausführungsform
ist es somit möglich, den Platz innerhalb der Tür für die Unterbringung der Übertragungseinheit
und der Bremsvorrichtung zu nutzen.
[0015] Eine besonders zweckmäßige Anwendung der Erfindung ergibt sich dann, wenn die Tür
in eine noch größere Türe - auch Haupttüre genannt - des Haushaltsgeräts eingebaut
ist, wobei die größere Türe bevorzugt um eine im Wesentlichen vertikal angeordnete
Türschwenkachse verschwenkbar ist. Diese größere Türe ist beispielsweise eine "normale"
Türe eines Gefrier- oder Kühlschranks, die seitlich angelenkt ist. Besonders vorteilhaft
ist es dabei, wenn die Schwenkachse der kleinen Tür im Wesentlichen horizontal angeordnet
ist und die Tür somit durch Herunterklappen geöffnet wird. Hierbei bedeuten "im Wesentlichen"
vertikal bzw. horizontal lediglich, dass es nicht auf die exakte Ausrichtung in einer
bestimmten Orientierung ankommt, sondern dass durchaus Toleranzen aufgrund der Fertigung
oder einer nicht ganz ebenen Aufstellung der betreffenden Geräte vorhanden sein können,
ohne dass dies die Funktionsfähigkeit der Erfindung beeinträchtigt.
[0016] Die vorliegende Erfindung lässt sich dann einfach realisieren, wenn die Übertragungseinheit
an der Schwenkachse der Tür angreift, und nicht an einer Stelle, die gegenüber der
Schwenkachse versetzt ist. Bei dieser Ausführungsform muss daher nur die Rotationsbewegung
übertragen werden und nicht eine Translationskomponente mitübertragen oder kompensiert
werden, wie es bei einem Angriff der Übertragungseinheit an einer Stelle außerhalb
der Schwenkachse der Fall wäre.
[0017] Eine besonders einfache, zuverlässig arbeitende und kostengünstige Bremsvorrichtung
ist dadurch gegeben, dass sie aus einem in einem Zylinder beweglichen, durch Reibung
gebremsten Kolben gebildet ist. Derartige Bremsvorrichtungen sind als Massenware verfügbar
und werden beispielsweise von ITW-Ateco GmbH hergestellt. Bei solchen Bremsvorrichtungen
rotiert ein Kolben aus beispielsweise Minlon® in einem beispielsweise aus Delrin®
hergestellten Gehäuse, gedämpft durch die Viskosität einer dazwischen eingebrachten
Flüssigkeit.
[0018] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer
vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
von vorn,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der vorteilhaften Ausführungsform von Fig.
1 von der Seite,
Fig. 3 eine Vorderansicht der vorteilhaften Ausführungsform von Fig. 1, und Fig. 3a
- 3k verschiedene Bestandteile der Ausführungsform von Fig. 3.
[0019] Nachfolgend wird als Beispiel für die Erfindung ein Kühlschrank mit einer seitlich
angeschlagenen Türe beschrieben, in die eine kleinere, zusätzliche Tür eingebaut ist,
die um eine horizontal angeordnete Schwenkachse verschwenkbar bzw. auf- und zuklappbar
ist.
[0020] In Fig. 1 und 2 ist eine (kleine) Tür 12 eines erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts
bzw. Kühlschranks gezeigt. In der Tür 12 ist ein Bolzen 15, der als Schwenkachse 14
dient, über eine Bolzenaufnahme 16 drehfest mit der Tür 12 verbunden. Der Bolzen 15
ist in einem Rahmen 40 in einer großen, seitlich angeschlagenen Tür 50 verschwenkbar
gelagert. Durch einen nicht dargestellten Push-push-Mechanismus am oberen Ende der
Tür 12 kann diese geöffnet werden. Durch eine Schenkelfeder 60 (vgl. Fig. 3 und 3b),
welche die Tür 12 in eine Offenstellung beaufschlagt, wird die Öffnungsbewegung der
Tür 12 unterstützt. Beim Öffnen der Tür 12 dreht sich der drehfest mit ihr verbundene
Bolzen 15 sowie ein drehfest auf dem Bolzen aufgestecktes, erstes Zahnrad 34 (vgl.
auch Fig. 2). Gemäß Darstellung in Fig. 2 umfasst das erste Zahnrad 34 nur einige
Zähne 34a auf einer Seite des Umfangs. Selbstverständlich können auch mehrere Zähne
in einem Bereich des Umfangs oder auch - bei entsprechenden Platzverhältnissen - Zähne
um den ganzen Umfang herum vorhanden sein. Das erste Zahnrad 34 kämmt mit einem zweiten
Zahnrad 35, welches mit einem dritten Zahnrad 36 kämmt, das wiederum mit einem vierten,
letzten Zahnrad 37 kämmt. Die Zahnräder 34 - 37 bilden somit eine Übertragungseinheit
30 zum Übertragen einer Drehbewegung der Schwenkachse 14 der Tür 12 auf eine Bremsachse
22, die zugleich auch die Drehachse des letzten Zahnrads 37 und gegenüber der Schwenkachse
14 versetzt ist.
[0021] Aus Fig. 1 und. 2 ist ersichtlich, dass das Zahnrad 37 mehr Zähne 37a aufweist, als
das erste Zahnrad 34 (bezogen auf deren jeweiligen Umfang); in anderen Worten weist
das vierte Zahnrad 37 einen größeren Teilkreisdurchmesser auf als das erste Zahnrad
34. Dadurch ergibt sich eine Untersetzung der Drehbewegung des ersten Zahnrads 34.
Hierdurch kann die Wirkung der an dem letzten Zahnrad 37 bzw. an dessen Achse 22 angreifenden
Bremsvorrichtung 20 feiner dosiert werden, als dies beispielsweise bei einer Übersetzung
der Rotationsbewegung des ersten Zahnrads 34 der Fall wäre.
[0022] Die Bremsvorrichtung 20 besteht bei dieser Ausführungsform aus einem Kolben 28, der
sich in einem Zylinder 27 bewegen kann und durch Reibung abgebremst ist. Der Kolben
28 weist dabei Eingriffsvorsprünge 26 auf, die in Ausnehmungen 37b des letzten Zahnrads
37 (vgl. Fig. 3h) eingreifen und somit bei Drehung des vierten Zahnrads 37 mitgedreht
werden. Der Zylinder 27 dagegen wird durch eine Bremshalterung 24 ortsfest und drehfest
gehaltert. In Fig. 3 sowie den Figuren 3a - 3k sind einzelne Komponenten des erfindungsgemäßen
Kühlschranks zusammengebaut bzw. in Einzeldarstellungen abgebildet. Der Bolzen 15
der Tür 12 ist in einer Bolzenaufnahme 16, die Bestandteil der Tür ist, drehfest befestigt.
Die Zahnräder 34 - 37 sind über einen Lagerflansch 38 und eine Zahnradfixierung 39
jeweils drehbar gehaltert. Die Schenkelfeder 60 (vgl. Fig. 3b) stützt sich mit einem
ersten Schenkel 61 an dem Rahmen 40 der Türe 50 ab und greift mit einem zweiten Schenkel
62 in eine entsprechende Ausnehmung 34b des ersten Zahnrads 34 ein.
[0023] Durch die vorstehend beschriebene Anordnung wird bei Drehung des mit der Tür 12 verbundenen
Bolzens 15 diese Drehbewegung, die beim Öffnen der Tür 12 durch die Schenkelfeder
60 forciert wird, durch die Zahnräder 34 - 37 von der durch den Bolzen 15 verlaufenden
Schwenkachse 14 auf die unterhalb dieser Schwenkachse 14 verlaufende Bremsachse 22,
die das letzte Zahnrad 37 mittig durchsetzt, übertragen. Die Bremsvorrichtung 20 mit
dem in dem Zylinder 27 sich drehenden Kolben 28 liegt dabei genau auf der Bremsachse
22 und wirkt somit auf die Drehbewegung des vierten Zahnrads 37 bzw. die Bremsachse
22. Die Anordnung kann dabei durch entsprechende Wahl der Vorspannung der Schenkelfeder
60 und der Dämpfungseigenschaften der Bremsvorrichtung 20 so getroffen werden, dass
- nachdem die Schenkelfeder 60 nach schon fortgeschrittener Öffnungsbewegung der Tür
12 nicht mehr wirkt und die Schwerkraft bei der sich immer weiter öffnenden Tür immer
stärker angreift - ein unkontrolliertes, zu schnelles Herabbewegen der Tür 12 vermieden
werden kann. Da die Bremsvorrichtung 20 nicht unmittelbar an der Schwenkachse 14 des
Bolzens 15 bzw. der Tür 12 angreift bzw. angreifen muss, sondern ihre Funktion auch
an einer gegenüber der Schwenkachse 14 versetzten Position entfalten kann, wo die
Platzverhältnisse entsprechend besser gestaltet sind, kann der insgesamt zur Verfügung
stehende Platz besser genutzt und die Anordnung optimiert werden. Eine typisches Beispiel
des Zylinders 27 der Bremsvorrichtung 20 ist etwa 50 mm lang und weist einen Durchmesser
von 20 mm auf.
[0024] Wie insbesondere aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, sind bei der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform die Bremsvorrichtung 20, die Übertragungseinheit 30 in Form der Zahnräder
34 - 37 und die Schenkelfeder 60 sowie der Lagerflansch 38 und die Zahnradfixierung
39 außerhalb der Tür 12 angebracht. Es ist jedoch auch möglich, in der Tür einen mit
gestrichelten Linien angedeuteten Hohlraum 19 vorzusehen und diese Bauteile innerhalb
des Hohlraums 19 anzuordnen. Das heißt, diese Bauelemente werden bei einer entsprechenden
Bewegung mit der Tür mitbewegt bzw. verschwenkt. Dadurch kann der Platz innerhalb
der Tür 12 genutzt werden, falls dies gewünscht wird. In diesem Fall muss dann allerdings
der Bolzen 15 mit dem mit der großen Türe 50 fest verbundenen Rahmen 40 drehfest verbunden
sein, so dass sich die Übertragungseinheit 30 relativ zu dem Bolzen 15 dreht. Die
Funktionalität der über die Zahnräder 34 - 37 verbundenen Bremsvorrichtung 20 wird
dadurch jedoch nicht beeinträchtigt.
[0025] Der Rahmen 40 kann so ausgestaltet werden, dass er ein Gehäuse 42 (vgl. Fig. 2) bildet,
welches über einen nicht gezeigten Deckel verschlossen werden kann. Dieses Gehäuse
42 kann dann im Verlauf des Produktionsprozesses des Haushaltsgeräts mit Schaumstoff
umgossen werden, um die Isolierwirkung der Türe 50, in der sich das Gehäuse 42 befindet,
zu verbessern.
[0026] Statt die vorstehend beschriebene Übertragungseinheit 30 in Form von Zahnrädern 34
- 37 auszubilden, kann auch ein Kardangelenk oder ein Riementrieb mit zwei oder mehr
Riemenscheiben sowie entsprechenden Riemen vorgesehen werden, womit in entsprechender
Weise die Dreh- bzw. Schwenkbewegung der Tür 12 von deren Schwenkachse 14 auf eine
hiervon beabstandete Bremsachse 22 übertragen werden kann.
[0027] Als für praktische Zwecke besonders geeignetes Material für das erste Zahnrad 34
ist Zinkdruckguss zu nennen, während die übrigen Zahnräder sowie auch die anderen
Komponenten vorzugsweise aus POM (Polyoxymethylen) hergestellt sind. Selbstverständlich
können diese Komponenten auch aus gefrästen Stahlteilen oder entsprechenden, gegebenenfalls
durch Glasfasern verstärkten, Kunststoffen hergestellt sein.
[0028] Vorstehend wurde ein Kühlschrank mit links angeschlagener großer Türe und unten angeschlagener
kleiner Tür als Beispiel für ein Haushaltsgerät gemäß der Erfindung angegeben. Selbstverständlich
ist die Erfindung auch bei anderen Arten von Haushaltsgeräten einsetzbar, bei denen
eine solche oder ähnliche Door-in-door-Anordnung gewünscht ist.
[0029] Es ist festzuhalten, dass die unter Bezug auf die dargestellte Ausführungsform beschriebenen
Merkmale der Erfindung, wie beispielsweise Ausführung, Gestalt und Material der Übertragungseinheit
und der Bremsvorrichtung sowie deren Anbringung auch bei anderen Ausführungsformen
vorhanden sein können, außer wenn es anders angegeben ist oder sich aus technischen
Gründen von selbst verbietet.
Bezugszeichenliste
[0030]
12 = (kleine) Tür
14 = Schwenkachse
15 = Bolzen
16 = Bolzenaufnahme
19 = Hohlraum
20 = Bremsvorrichtung
22 = Bremsachse
24 = Bremshalterung
26 = Rastvorsprung
27 = Zylinder
28 = Kolben
30 = Übertragungseinheit
34 = erstes Zahnrad
34a = Zahn
34b = Ausnehmung
35 = zweites Zahnrad
36 = drittes Zahnrad
37 = viertes Zahnrad
37a = Zahn
37b = Ausnehmung
38 = Lagerflansch
39 = Zahnradfixierung
40 = Rahmen
42 = Gehäuse
50 = (große) Türe
60 = Schenkelfeder
61 = erster Schenkel
62 = zweiter Schenkel
1. Haushaltsgerät, insbesondere Kältegerät, mit
einer Tür (12), die um eine Schwenkachse (14) verschwenkbar ist, und
einer Bremsvorrichtung (20) zum Dämpfen der Schwenkbewegung der Tür (12),
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Übertragungseinheit (30) zum Übertragen der Rotation der Schwenkachse (14) während
der Schwenkbewegung der Tür (12) auf eine Bremsachse (22) vorgesehen ist, die bezüglich
der Schwenkachse (14) versetzt ist, und
die Bremsvorrichtung (20) in Wirkverbindung mit der Bremsachse (22) steht.
2. Haushaltsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwenkachse (14) einen Bolzen (15) umfasst und
die Übertragungseinheit (30) mehrere Zahnräder (34-37) umfasst, deren erstes Zahnrad
(34) drehfest mit dem Bolzen (15) verbunden ist und deren letztes Zahnrad (37) drehfest
mit der Bremsvorrichtung (20) verbunden ist.
3. Haushaltsgerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das letzte Zahnrad (37) bezüglich des ersten Zahnrads (34) untersetzt ist.
4. Haushaltsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwenkachse (14) einen Bolzen umfasst (15) und
die Übertragungseinheit (30) ein Kardangelenk umfasst, dessen eines Ende drehfest
mit dem Bolzen (15) verbunden ist und dessen anderes Ende drehfest mit der Bremsvorrichtung
(20) verbunden ist.
5. Haushaltsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwenkachse (14) einen Bolzen (15) umfasst und
die Übertragungseinheit (30) einen Riementrieb mit zwei Riemenscheiben und einem Riemen
umfasst, wobei eine erste Riemenscheibe drehfest mit dem Bolzen (15) verbunden ist
und eine zweite Riemenscheibe drehfest mit der Bremsvorrichtung (20) verbunden ist.
6. Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tür (12) schwenkbar an einem Rahmen (40) gelagert ist und
der Bolzen (15) drehfest mit der Tür (12) verbunden ist.
7. Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tür (12) an einem Rahmen schwenkbar gelagert ist und einen Hohlraum (19) umschließt,
der Bolzen drehfest mit dem Rahmen verbunden ist, und
die Übertragungseinheit (30), die Bremsvorrichtung (20) sowie die Bremsachse (22)
innerhalb des Hohlraums (19) angeordnet sind.
8. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tür (12) in eine größere Türe (50) des Haushaltsgeräts, die um eine im Wesentlichen
vertikal angeordnete Türschwenkachse (54) verschwenkbar ist, eingebaut ist.
9. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwenkachse (14) im Wesentlichen horizontal angeordnet ist.
10. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Übertragungseinheit (30) an der Schwenkachse (14) angreift.
11. Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bremsvorrichtung (20) aus einem in einem Zylinder (27) beweglichen, durch Reibung
gebremsten Kolben (28) gebildet ist.
1. Household appliance, in particular refrigerator, with
a door (12), which can tilt about a tilt axis (14), and
a braking device (20) for damping the tilt motion of the door (12),
characterised in that
a transferring unit (30) is provided, for transferring the rotation of the tilt axis
(14) to a braking axis (22) during the tilt motion of the door (12), which is offset
relative to the tilt axis (14), and the braking device (20) is in functional cooperation
with the braking axis (22).
2. Household appliance according to claim 1,
characterised in that
the tilt axis (14) comprises a pin (15) and
the transferring unit (30) comprises a multiplicity of toothed wheels (34-37), the
first toothed wheel (34) of which is connected to the pin (15) in a torque-free manner
and the last toothed wheel (37) of which is connected to the braking device (20) in
a torque-free manner.
3. Household appliance according to claim 2,
characterised in that
the last toothed wheel (37) is stepped down relative to the first toothed wheel (34).
4. Household appliance according to claim 1,
characterised in that
the tilt axis (14) comprises a pin (15) and
the transferring unit (30) comprises a universal joint, one end of which is connected
to the pin (15) in a torque-free manner and whose other end is connected to the braking
device (20) in a torque-free manner.
5. Household appliance according to claim 1,
characterised in that
the tilt axis (14) comprises a pin (15) and
the transferring unit (30) comprises a belt drive with two belt pulleys and a belt,
wherein a first belt pulley is connected to the pin (15) in a torque-free manner and
a second belt pulley is connected to the braking device (20) in a torque-free manner.
6. Household appliance according to one of the claims 2 to 5,
characterised in that
the door (12) is mounted on a frame (40) in a pivotable manner and
the pin (15) is connected to the door (12) in a torque-free manner.
7. Household appliance according to one of the claims 2 to 5,
characterised in that
the door (12) is mounted on a frame in a pivotable manner, and encloses a cavity (19),
the pin is connected to the frame in a torque-free manner, and
the transferring unit (30), the braking device (20) and the braking axis (22) are
arranged within the cavity (19).
8. Household appliance according to one of the preceding claims,
characterised in that
the door (12) is built into a larger door (50) of the household appliance, which can
tilt about an essentially vertically arranged door tilt axis (54).
9. Household appliance according to one of the preceding claims,
characterised in that
the tilt axis (14) is essentially horizontally arranged.
10. Household appliance according to one of the preceding claims,
characterised in that
the transferring unit (30) acts on the tilt axis (14).
11. Household appliance according to one of the preceding claims,
characterised in that
the braking device (20) is formed by a friction-braked piston (28) which can move
within a cylinder (27).
1. Appareil électroménager, en particulier appareil frigorifique, avec une porte (12)
qui peut pivoter autour d'un axe de pivotement (14), et
un dispositif de freinage (20) pour amortir le mouvement de pivotement de la porte
(12),
caractérisé en ce que
une unité de transmission (30) est prévue pour transmettre la rotation de l'axe de
pivotement (14), pendant le mouvement de pivotement de la porte (12), à un axe de
freinage (22) qui est décalé par rapport à l'axe de pivotement (14), et
le dispositif de freinage (20) est en liaison fonctionnelle avec l'axe de freinage
(22).
2. Appareil électroménager selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'axe de pivotement (14) comprend un boulon (15) et
l'unité de transmission (30) comprend plusieurs roues dentées (34-37), dont la première
roue dentée (34) est solidaire en rotation avec le boulon (15) et dont la dernière
roue dentée (37) est solidaire en rotation avec le dispositif de freinage (20).
3. Appareil électroménager selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la dernière roue dentée (37) est démultipliée par rapport à la première roue dentée
(34).
4. Appareil électroménager selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'axe de pivotement (14) comprend un boulon (15) et
l'unité de transmission (30) comprend un joint de cardan, dont l'une des extrémités
est solidaire en rotation avec le boulon (15) et dont l'autre extrémité est solidaire
en rotation avec le dispositif de freinage (20).
5. Appareil électroménager selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'axe de pivotement (14) comprend un boulon (15) et
l'unité de transmission (30) comprend un entraînement par courroie avec deux poulies
et une courroie, une première poulie étant solidaire en rotation avec le boulon (15)
et une seconde poulie étant solidaire en rotation avec le dispositif de freinage (20).
6. Appareil électroménager selon l'une des revendications 2 à 5,
caractérisé en ce que
la porte (12) est montée à pivotement sur un châssis (40) et
le boulon (15) est solidaire en rotation avec la porte (12).
7. Appareil électroménager selon l'une des revendications 2 à 5,
caractérisé en ce que
la porte (12) est montée à pivotement sur un châssis et enferme une cavité (19), le
boulon (15) est solidaire en rotation avec le châssis, et
l'unité de transmission (30), le dispositif de freinage (20) ainsi que l'axe de freinage
(22) sont agencés à l'intérieur de la cavité (19).
8. Appareil électroménager selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la porte (12) est montée dans une plus grande porte (50) de l'appareil électroménager,
qui peut pivoter autour d'un axe de pivotement (54) de la porte disposé sensiblement
verticalement.
9. Appareil électroménager selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'axe de pivotement (14) est disposé sensiblement horizontalement.
10. Appareil électroménager selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'unité de transmission (30) est montée sur l'axe de pivotement (14).
11. Appareil électroménager selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le dispositif de freinage (20) est formé d'un piston (28) mobile dans un cylindre
et freiné par friction.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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