[0001] Die Erfindung betrifft eine Werkzeuganordnung zum Umformen eines Wannenrandes an
einem metallischen Wannenrohling gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine
dazu geeignete Werkzeuganordnung ist z.B. in der
US-A-2276052 offenbart.
[0002] Die Formgebung von Sanitärwannen annen erfolgt in mehreren Umformsc ritten. Zunächst
wird aus einer ebenen Metallplatte ein Wannenrohling gefertigt, der eine muldenförmige
Vertiefung, welche den Wannenraum einer Badewanne oder die Standfläche einer Duschwanne
bildet, aufweist. Die Vertiefung ist oberseitig von einer planen Umfangsfläche umgeben,
die in einem folgenden Umformschritt zu einem Wannenrand der Sanitärwanne umgeformt
wird. Dazu wird der Rand der ebenen Fläche rechtwinklig umgebogen und wird in die
plane Fläche eine vorgegebene Spiegelflächenneigung eingeformt.
[0003] Sanitärwannen werden häufig in kleinen Serien gefertigt, die sich hinsichtlich der
Außenabmessung des Wannenrandes und/oder hinsichtlich der äußeren Kontur des Wannenrandes
unterscheiden. Für die Umformung unterschiedlich großer sowie unterschiedlich ausgebildeter
Wannenränder müssen eine Vielzahl von Umformwerkzeugen bereitgestellt werden. Dies
ist aufwändig, und führt dazu, dass in der Praxis Sanitärwannen nur mit wenigen Variationen
und Abmessungen der Wannenränder wirtschaftlich herstellbar sind.
[0004] Die
EP 1 946 687 A2 befasst sich mit einem Tiefziehen von Kunststoffwannen und beschreibt einen für das
Tiefziehen von Kunststoffwannen geeigneten variabel vormontierbaren Formrahmen, der
aus verschiedenen und/oder aufeinander abgestimmten Rahmenteilen aufgebaut ist. Der
Formrahmen wird auf einer Ziehplatte fixiert und ersetzt eine übliche Tiefziehform.
Eine umzuformende Kunststoffplatte wird auf den Formrahmen aufgelegt und durch unterseitiges
Anlegen eines Vakuums frei geformt. Über den Formrahmen überstehende Ränder werden
am äußeren Umfang des Formrahmens umgebogen. Für die Umformung des Wannenrandes wird
ein Fensterrahmen verwendet, der die Kunststoffplatte über den Formrahmen zieht und
auf der Ziehplatte fixiert. Ebenso wie der Formrahmen kann auch der Fensterrahmen
aus Standardteilen variabel zusammengesetzt werden. Zur Umformung einer Metallplatte
ist die bekannte Werkzeuganordnung jedoch nicht geeignet. Bei der Umformung einer
Metallplatte, die eine wesentlich höhere Biegefestigkeit als eine tiefziehfähige Kunststoffplatte
aufweist, kann insbesondere nicht sichergestellt werden, dass die umzuformende Platte
während des Umformprozesses fest und definiert auf dem Umformrahmen aufliegt. Vor
allem in den kritischen Eckbereichen, in denen die umzuformende Platte einer starken
Reckung unterworfen ist, ist damit zu rechnen, dass durch Materialverwerfungen und
Materialverzug das Umformergebnis unbefriedigend ist.
[0005] Aus
US 2 276 052 ist eine zum Umformen eines Wannenrandes an einen metallischen Wannenrohling geeignete
Werkzeuganordnung bekannt mit einem Werkzeugunterteil, das eine erste Spannplatte
und einen auf der ersten Spannplatte angeordneten Hochstellrahmen aufweist, und mit
einem Werkzeugoberteil, das eine zweite Spannplatte und einen auf der zweiten Spannplatte
angeordneten Prägerahmen aufweist. Der Hochstellrahmen ist mehrteilig aus Leisten
und Winkelstücken zusammengesetzt und von einem aus Spannleisten gebildeten Spannrahmen
eingefasst. Der Prägerahmen ist mehrteilig aus Prägerahmenelementen zusammengesetzt.
[0006] Ausgehend von einer Werkzeuganordnung mit den aus
US 2 276 052 bekannten Merkmalen besteht die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe darin, die
Qualität der Umformung zu verbessern und die Entnahme des Werkstückes aus dem Werkzeug
nach der Umformung zu erleichtern. Ferner soll die Werkzeuganordnung aus standardmäßigen
Teilen variabel montierbar sein, so dass unter Verwendung der Standardteile Wannenränder
mit unterschiedlichen Abmessungen und unterschiedlichen Formen gefertigt werden können.
[0007] Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist eine Werkzeuganordnung nach
Anspruch 1.
[0008] Die erfindungsgemäße Werkzeuganordnung umfasst ein Werkzeugunterteil, das eine erste
Spannplatte, einen auf der ersten Spannplatte angeordneten Hochstellrahmen sowie eine
in den Hochstellrahmen eingelegte Auswerferplatte aufweist, sowie ein Werkzeugoberteil,
das eine zweite Spannplatte, einen auf der zweiten Spannplatte angeordneten Prägerahmen
sowie mindestens einen an der zweiten Spannplatte befestigten Niederhalter aufweist.
Der Hochstellrahmen ist erfindungsgemäß mehrteilig aus Leisten und Winkelstücken zusammengesetzt
und von einem aus Spannleisten gebildeten Spannrahmen eingefasst. Der Prägerahmen
ist mehrteilig aus Prägerahmenelementen zusammengesetzt. Der Niederhalter ist als
separates Funktionselement ausgebildet, das sich entlang eines Abschnittes des Prägerahmens
erstreckt und den Wannenrohling gegen die Stirnfläche des Hochstellrahmens drückt.
Es versteht sich, dass im Regelfall eine Mehrzahl von Niederhaltern verwendet werden,
deren Anzahl und Positionierung abhängig ist, von der Größe des Wannenrohlings sowie
der Außenform des Wannenrandes. Die Niederhalter werden dort eingesetzt, wo große
Niederhalterkräfte während des Umformprozesses erforderlich sind. Vorzugsweise wird
in jeder Wannenecke des Wannenrohlings, insbesondere in jeder 90°-Ecke, ein Niederhalter
angeordnet. Die Niederhalter sind ebenso wie die Elemente, aus denen der Hochstellrahmen
sowie der Spannrahmen gebildet werden, als Standardteile ausgebildet und bilden zusammen
mit diesen einen Montageelementensatz, dessen Teile beliebig und anwendungsorientiert
kombiniert werden können. Die Werkzeuganordnung ist modular aufgebaut und für eine
Einzelteil- und Serienproduktion gleichermaßen ausgelegt. Bei Umrüstungen sind die
Werkzeuginvestkosten gering.
[0009] Der zur erfindungsgemäßen Werkzeuganordnung gehörende Niederhalter ist so ausgebildet,
dass er eine Ecke des Prägerahmens einfasst. Er weist ein an der zweiten Spannplatte
befestigbares Fußelement, ein vertikal bewegliches Andruckelement, Vertikalführungen
für das Andruckelement sowie Kraftelemente zur Erzeugung einer auf das Andruckelement
wirkenden Niederhaltekraft auf. Die Kraftelemente können aus Druckfedern oder hydraulischen
Zylinder-/Kolbenanordnungen bestehen.
[0010] Die Prägerahmenelemente sind erfindungsgemäß als gitterförmige Elemente ausgebildet,
die eine gestufte Fußleiste, einen oberen Abschlusssteg und die Fußleiste mit dem
Abschlusssteg verbindende Querstäbe aufweist. Die Abschlussstege benachbarter Prägerahmenelemente
sind durch Steckverbindungen miteinander verbindbar. Zu diesem Zweck sind die Abschlussstege
zweckmäßig mit Zapfen und korrespondierenden Zapfenaufnahmen ausgebildet. Zwischen
den gitterförmigen Prägerahmenelementen sind auch Zwischenstücke einfügbar, die durch
Steckverbindungen an die Abschlussstege der gitterförmigen Prägerahmenelemente angeschlossen
sind.
[0011] Das Fußelement des Niederhalters überfasst die gestufte Fußleiste der Prägerahmenelemente
und verspannt die Prägerahmenelemente mit der zweiten Spannplatte verspannt. Insofern
erfüllt der Niederhalter nicht nur seine Niederhalterfunktion sondern ebenso eine
Spannfunktion für den Prägerahmen im Werkzeugoberteil.
[0012] Die den Hochstellrahmen des Werkzeugunterteils bildenden Leisten und Winkelstücke
sind zweckmäßig durch Steckverbindungen miteinander verbindbar. Sie weisen ferner
eine Stufenfläche auf, die mit den Spannleisten zusammenwirkt. Die Spannleisten übergreifen
die Stufenfläche der den Hochstellrahmen bildenden Leisten und Winkelstücke und verspannen
den Hochstellrahmen mit der ersten Spannplatte.
[0013] Sowohl die erste Spannplatte als auch die zweite Spannplatte sind vorzugsweise in
Längs- und Querrichtung mit Nuten zur Montage der den Hochstellrahmen bzw. den Prägerahmen
bildenden Teile versehen. Zumindest ein Teil der den Hochstellrahmen bzw. den Prägerahmen
bildenden Elemente sind entlang der Nuten verstellbar. Durch Stellbewegungen können
die Steckverbindungen zwischen den Teilen hergestellt werden.
[0014] Die erste Spannplatte ist vorzugsweise als Lochplatte ausgebildet. Durch die Öffnungen
der ersten Spannplatte ist die in den Hochstellrahmen eingelegte Auswerferplatte unterseitig
zugänglich und kann durch Stößel oder ähnliche Auswerferelemente aus dem Hochstellrahmen
ausgehoben werden.
[0015] Die Auswerferplatte bildet ein Widerlager für den Wannenrand. Durch eine oberseitige
Formgebung der Auswerferplatte kann die Spiegelflächenneigung des Wannenrandes geformt
werden. Zusätzlich weist die Auswerferplatte zweckmäßig Vorsprünge zur Zentrierung
des Wannenrohlings auf.
[0016] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es
zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung einer Werkzeuganordnung bestehend aus einem Werkzeugunterteil
und einem Werkzeugoberteil,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung des Werkzeugunterteils,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung des Werkzeugoberteils,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch die in Fig. 1 dargestellte Werkzeuganordnung,
- Fig. 5a bis 5e
- Montageschritte beim Aufbau des Werkzeugunterteils,
- Fig. 6
- eine Detaildarstellung des Werkzeugunterteils,
- Fig. 7a bis 7e
- Montageschritte beim Aufbau des Werkzeugoberteils,
- Fig. 8
- das Werkzeugoberteil zur Umformung eines Wannenrandes, der andere Abmessungen aufweist,
- Fig. 9
- einen Niederhalter des Werkzeugoberteils.
[0017] Die in Fig. 1 dargestellte Werkzeuganordnung dient zum Umformen eines Wannenrandes
an einem metallischen Wannenrohling 1 und umfasst ein Werkzeugunterteil 2 sowie ein
Werkzeugoberteil 3 zur Verwendung in einer nicht dargestellten Umformpresse. Das Werkzeugunterteil
2 weist eine erste Spannplatte 4, einen auf der ersten Spannplatte 4 angeordneten
Hochstellrahmen 5 sowie eine in den Hochstellrahmen eingelegte Auswerferplatte 6 auf.
Die erste Spannplatte 4 ist auf einem weiteren Träger 7 oder auf dem Pressentisch
einer Umformpresse befestigbar. Das Werkzeugoberteil 3 weist eine zweite Spannplatte
8, einen auf der zweiten Spannplatte angeordneten Prägerahmen 9 sowie mindestens einen
an der zweiten Spannplatte befestigten Niederhalter 10 auf.
[0018] Die zweite Spannplatte 8 ist auf einer Trägerkonstruktion 11 oder dem Pressenstempel
einer nicht dargestellten Umformpresse gehalten.
[0019] Auf das Werkzeugunterteil 2 wird ein metallischer Wannenrohling 1 aufgelegt, der
bereits eine wannenförmige Vertiefung sowie eine die Vertiefung umgebende ebene Metallfläche
12 aufweist. Zur Umformung des Wannenrandes führt das Werkzeugoberteil 3 eine vertikale
Stellbewegung gegen das Werkzeugunterteil 2 aus, wobei der Prägerahmen 9 des Werkzeugoberteils
3 in den Hochstellrahmen 5 des Werkzeugunterteils 2 eintaucht. Diese Stellbewegung
ist in Fig. 4 dargestellt. Fig. 4 entnimmt man auch, dass der Niederhalter 10 gegen
die Stirnfläche des Hochstellrahmens 5 wirkt und den in der Fig. 4 nicht dargestellten
Wannenrohling gegen die Stirnfläche des Hochstellrahmens 5 drückt. Die Fig. 1 und
2 zeigen den Wannenrohling 1 nach der Umformung des Wannenrandes 13.
[0020] Der Hochstellrahmen 5 ist mehrteilig aus Leisten 14 und Winkelstücken 15 zusammengesetzt
und von einem aus Spannleisten 16 gebildeten Spannrahmen 17 eingefasst. Die Montage
ist in den Fig. 5a bis 5e dargestellt. Den Darstellungen entnimmt man, dass die den
Hochstellrahmen 5 des Werkzeugunterteils 2 bildenden Leisten 14 und Winkelstücke 15
durch Steckverbindungen miteinander verbindbar sind und dass die erste Spannplatte
4 in Längs- und in Querrichtung mit Nuten 18 für die Montage der den Hochstellrahmen
5 bildenden Teile versehen ist. Einer vergleichenden Darstellung der Fig. 5a und 5b
entnimmt man, dass durch Verschiebung von Leisten und Winkelstücken entlang den Nuten
18 die Steckverbindungen hergestellt werden können. Zur Fixierung des Hochstellrahmens
5 werden Spannleisten 16 verwendet, die eine Stufenfläche 19 der den Hochstellrahmen
5 bildenden Leisten 14 und Winkelstücke 15 übergreifen und den Hochstellrahmen 5 mit
der ersten Spannplatte 4 verspannen (Fig. 6). Einer vergleichenden Betrachtung der
Fig. 5c und 5d entnimmt man, dass die Spannleisten 16 ebenfalls durch Steckverbindungen
rahmenförmig verbunden werden, wobei durch Verschiebung der Spannleisten 16 relativ
zueinander unterschiedlich große Spannrahmen 17 montiert werden können.
[0021] Der Prägerahmen 9 des Werkzeugoberteils 3 ist mehrteilig aus Prägerahmenelementen
20 zusammengesetzt, die als gitterförmige Elemente ausgebildet sind. Den Darstellungen
in den Fig. 7a und 7b entnimmt man, dass die Prägerahmenelemente 20 eine gestufte
Fußleiste 21, einen oberen Abschlusssteg 22 und die Fußleiste mit dem Abschlusssteg
verbindende Querstäbe 23 aufweist. Die Abschlussstege 22 benachbarter Prägerahmenelemente
sind durch Steckverbindungen miteinander verbindbar und weisen zu diesem Zweck entsprechende
Zapfen und korrespondierende Zapfenaufnahmen auf. Der Darstellung in Fig. 7b entnimmt
man ferner, dass zwischen den gitterförmigen Prägerahmenelementen 20 auch Zwischenstücke
24 eingefügt sein können, welche durch Steckverbindungen an die Abschlussstege 22
der gitterförmigen Prägerahmenelemente 20 anschließbar sind. Durch Verwendung der
beschriebenen Teile 20, 24 können Prägerahmen 9 unterschiedlicher Größe aus Standardteilen
gebildet werden. Die zweite Spannplatte 8 weist in Längs- und Querrichtung ausgerichtete
Nuten 18' zur Montage der Prägerahmenelemente 20 auf. Aus einer vergleichenden Betrachtung
der Fig. 7b und 7c wird deutlich, dass Prägerahmenelemente entlang den Nuten 18' verschoben
werden können und dadurch die Steckverbindungen herstellbar sind.
[0022] Nach dem Aufbau des Prägerahmens 9 werden in den Eckbereichen des Prägerahmens Niederhalter
10 montiert, die als separate Funktionselemente ausgebildet sind und sich jeweils
entlang eines Abschnittes des Prägerahmens 9 erstrecken. Einer vergleichenden Betrachtung
der Fig. 3, 7e und 8 entnimmt man, dass die Niederhalter 10 den Prägerahmen 9 vollständig
umschließen können (Fig. 7e) oder zwischen den Niederhaltern 10 freie Bereiche verbleiben,
wie dies in Fig. 8 dargestellt ist.
[0023] Die Niederhalter 10 fassen jeweils eine Ecke des Prägerahmens 9 ein und haben den
in Fig. 9 gezeigten Aufbau. Sie weisen ein an der zweiten Spannplatte 8 befestigbares
Fußelement 25, ein vertikal bewegliches Andruckelement 26, Vertikalführungen 27 für
das Andruckelement 26 sowie Kraftelemente 28 zur Erzeugung einer auf das Andruckelement
26 wirkenden Niederhaltekraft auf. Die Kraftelemente 28 bestehen im Ausführungsbeispiel
aus hydraulischen Zylinder-/Kolbenanordnungen. Jedoch sind auch Druckfedern als Kraftelemente
28 einsetzbar. Des Weiteren wird aus Fig. 9 deutlich, dass das Fußelement 25 der Niederhalter
10 die gestufte Fußleiste 21 der Prägerahmenelemente 20 überfasst und die Prägerahmenelemente
20 mit der zweiten Spannplatte 8 verspannt.
[0024] In den Ausführungsbeispielen sind Hochstellrahmen und Prägerahmen dargestellt worden,
die einen rechteckförmigen Grundriss aufweisen. Durch entsprechend geformte Teile
können jedoch ohne weiteres auch Hochstellrahmen und Prägerahmen gebildet werden,
die einen von der Rechteckform abweichenden Grundriss aufweisen. Die Werkzeuganordnung
ist daher auch zum Umformen von Wannenrändern an Dusch- und Badewannen geeignet, die
für einen Übereckeinbau bestimmt sind und einen beispielsweise sechseckförmigen Grundriss
oder einen Grundriss mit einem Bogen aufweisen.
1. Werkzeuganordnung zum Umformen eines Wannenrandes an einem metallischen Wannenrohling,
mit
- einem Werkzeugunterteil (2), das eine erste Spannplatte (4) und einen auf der ersten
Spannplatte (4) angeordneten Hochstellrahmen (5) aufweist, und
- einem Werkzeugoberteil (3), das eine zweite Spannplatte (8), und einen auf der zweiten
Spannplatte (8) angeordneten Prägerahmen (9) aufweist,
wobei der Hochstellrahmen (5) mehrteilig aus Leisten (14) und Winkelstücken (15) zusammengesetzt
und von einem aus Spannleisten (16) gebildeten Spannrahmen (17) eingefasst ist und
wobei der Prägerahmen (9) mehrteilig aus Prägerahmenelementen (20) zusammengesetzt
ist,
dadurch gekenn-zeichnet,
dass das Werkzeugunterteil (2) eine in den Hochstellrahmen (5) eingelegte Auswerferplatte
(6) umfasst,
dass das Werkzeugoberteil (3) mindestens einen an der zweiten Spannplatte (8) befestigten
Niederhalter (10) aufweist, wobei der Niederhalter (10) als separates Funktionselement
ausgebildet ist, welches eine Ecke des Prägerahmens (9) einfasst und den Wannenrohling
gegen die Stirnfläche des Hochstellrahmens (5) drückt,
dass die Prägerrahmenelemente (20) als gitterförmige Elemente ausgebildet sind, die
eine gestufte Fußleiste (21), einen oberen Abschlusssteg (22) und die Fußleiste (21)
mit dem Abschlusssteg (22) verbindende Querstäbe (23) aufweist, wobei die Abschlussstege
(22) benachbarter Prägerahmenelemente durch Steckverbindungen miteinander verbindbar
sind, und
dass der Niederhalter (10) ein an der zweiten Spannplatte (8) befestigbares Fußelement
(25), ein vertikal bewegliches Andruckelement (26), Vertikalführungen (27) für das
Andruckelement (26) und Kraftelemente (28) zur Erzeugung einer auf das Andruckelement
(26) wirkende Niederhaltekraft aufweist, wobei das Fußelement (25) des Niederhalters
(10) die gestufte Fußleiste (21) zugeordneter Prägerahmenelemente (20) überfasst und
die zugeordneten Prägerahmenelemente (20) mit der zweiten Spannplatte (18) verspannt.
2. Werkzeuganordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftelemente (28) des Niederhalters (10) aus Druckfedern oder hydraulischen
Zylinder-/Kolbenanordnungen bestehen.
3. Werkzeuganordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den gitterförmigen Prägerahmenelementen (20) Zwischenstücke (24) eingefügt
sind, welche durch Steckverbindungen an die oberen Abschlussstege (22) der gitterförmigen
Prägerahmenelemente (20) angeschlossen sind.
4. Werkzeuganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den Hochstellrahmen (5) des Werkzeugunterteils (2) bildenden Leisten (14) und
Winkelstücke (15) durch Steckverbindungen miteinander verbindbar sind.
5. Werkzeuganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannleisten (16) eine Stufenfläche der den Hochstellrahmen (5) bildenden Leisten
(14) und Winkelstücke (15) übergreifen und den Hochstellrahmen (5) mit der ersten
Spannplatte (4) verspannen.
6. Werkzeuganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannplatten (4, 8) in Längs- und Querrichtung mit Nuten (18, 18') zur Montage
der den Hochstellrahmen (5) und den Prägerahmen (9) bildenden Teile versehen sind.
7. Werkzeuganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Spannplatte (4) als Lochplatte ausgebildet ist.
1. A tool arrangement for purposes of forming a tub edge on a metallic tub blank, with
- a tool lower part (2), which has a first clamping plate (4), and an elevating frame
(5) arranged on the first clamping plate (4), and
- a tool upper part (3), which has a second clamping plate (8) and an embossing frame
(9) arranged on the second clamping plate (8), wherein
the multi-part elevating frame (5) is composed of bars (14) and angle pieces (15)
and is surrounded by a clamping frame (17) formed from clamping bars (16), and wherein
the multi-part embossing frame (9) is composed of embossing frame elements (20), characterised in that
the tool lower part (2) encompasses an ejector plate (6) inserted into the elevating
frame (5),
in that the tool upper part (3) has at least one hold-down device (10) secured on the second
clamping plate (8), wherein the hold-down device (10) is designed as a separate functional
element, which surrounds a corner of the embossing frame (9) and presses the tub blank
against the end face of the elevating frame (5),
in that the embossing frame elements (20) are designed in the form of a grid, which has a
stepped footboard (21), an upper end web (22) and the footboard (21) has transverse
bars (23) connecting with the end web (22), wherein the end webs (22) of adjacent
embossing frame elements can be connected with one another by means of plug-in connections,
and
that the hold-down device (10) has a foot element (25) that can be secured to the
second clamping plate (8), a vertically movable pressure application element (26),
vertical guides (27) for the pressure application element (26), and force elements
(28) for purposes of generating a hold-down force acting on the pressure application
element (26), wherein the foot element (25) of the hold-down device (10) fits over
the embossing frame elements (20) assigned to the stepped footboard (21) and clamps
the assigned embossing frame elements (20) to the second clamping plate (18).
2. The tool arrangement in accordance with Claim 1, characterised in that the force elements (28) of the hold-down device (10) consist of compression springs
or hydraulic cylinder/piston arrangements.
3. The tool arrangement in accordance with Claim 1 or 2, characterised in that intermediate pieces (24) are introduced between the grid-form embossing frame elements
(20); these are connected by means of plug-in connections to the upper end webs (22)
of the grid-form embossing frame elements (20).
4. The tool arrangement in accordance with one of the Claims 1 to 3, characterised in that the bars (14) and angle pieces (15) forming the elevating frame (5) of the tool lower
part (2) can be connected with one another by means of plug-in connections.
5. The tool arrangement in accordance with one of the Claims 1 to 4, characterised in that the clamping bars (16) overlap a stepped surface of the bars (14) and angle pieces
(15) forming the elevating frame (5), and clamp the elevating frame (5) to the first
clamping plate (4).
6. The tool arrangement in accordance with one of the Claims 1 to 5, characterised in that the clamping plates (4, 8) are fitted with grooves (18, 18') in the longitudinal
and transverse directions for purposes of assembly of the parts forming the elevating
frame (5) and the embossing frame (9).
7. The tool arrangement in accordance with one of the Claims 1 to 6, characterised in that the first clamping plate (4) is designed as a perforated plate.
1. Agencement d'outil pour déformer un rebord de bassine sur une pièce brute de bassine
métallique, avec
- une partie inférieure d'outil (2) comportant une première plaque de serrage (4)
et un cadre de levage (5) agencé sur la première plaque de serrage (4),
- une partie supérieure d'outil (3) comportant une deuxième plaque de serrage (8)
et un cadre d'estampage (9) agencé sur la deuxième plaque de serrage (8),
dans lequel le cadre de levage (5) est constitué de plusieurs parties, à partir de
baguettes (14) et de pièces de coin (15) et encerclé par un cadre de serrage (17)
formé de baguettes de serrage (16), et dans lequel le cadre d'estampage (9) est constitué
de plusieurs parties, à partir d'éléments de cadre d'estampage (20), caractérisé en ce que
la partie inférieure d'outil (2) comprend une plaque d'éjection (6) insérée dans le
cadre de levage (5),
la partie supérieure d'outil (3) comporte au moins un élément de maintien vers la
bas (10) fixé à la deuxième plaque de serrage (8), dans lequel l'élément de maintien
vers le bas (10) est conçu comme un élément fonctionnel séparé, lequel encadre un
coin du cadre d'estampage (9) et appuie la pièce brute de bassine contre la face frontale
du cadre de levage (5),
les éléments de cadre d'estampage (20) sont conçus comme des éléments en forme de
grille, comportant une baguette de base (21) étagée, une âme finale supérieure (22)
et des traverses (23) reliant la baguette de base (21) à l'âme finale (22), les âmes
finales (22) des éléments de cadre d'estampage adjacents pouvant être reliées entre
elles par des assemblages par emboîtement, et
l'élément de maintien vers le bas (10) comporte un élément de base (25) apte à être
fixé à la deuxième plaque de serrage (8), un élément d'appui (26) déplaçable verticalement,
des guides verticaux (27) pour l'élément d'appui (26) et des éléments de force (28)
destinés à exercer une force de maintien vers le bas agissant sur l'élément d' appui
(26), l'élément de base (25) de l'élément de maintien vers le bas (10) enjambant la
baguette de base étagée (21) d'éléments de cadre d'estampage (20) correspondants,
et serrant les éléments de cadre d'estampage (20) correspondants avec la deuxième
plaque de serrage (18).
2. Agencement d'outil selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de force (28) de l'élément de maintien vers le bas (10) sont constitués
de ressorts de pression ou d'un ensemble de cylindres/pistons hydraulique.
3. Agencement d'outil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des pièces intermédiaires (24) reliées aux âmes finales supérieures (22) des éléments
de cadre d'estampage (20) en forme de grille par des assemblages par emboîtement,
sont insérées entre les éléments de cadre d'estampage (20) en forme de grille.
4. Agencement d'outil selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les baguettes (14) et les pièces de coin (15) formant le cadre de levage (5) de la
partie inférieure d'outil (2) peuvent être reliées entre elles par des assemblages
par emboîtement.
5. Agencement d'outil selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les baguettes de serrage (16) enjambent une surface étagée des baguettes (14) et
des pièces de coin (15) formant le cadre de levage (5), et serrent le cadre de levage
(5) avec la première plaque de serrage (4).
6. Agencement d'outil selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les plaques de serrage (4, 8) sont pourvues de rainures (18, 18') dans le sens longitudinal
et le sens transversal, pour le montage des pièces formant le cadre de levage (5)
et le cadre d'estampage (9).
7. Agencement d'outil selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la première plaque de serrage (4) est conçue comme une plaque perforée.