[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Sturzhelm, bestehend aus einer relativ dünnen
und harten Außenschale und einer relativ dicken und weichen Innenschale mit wenigstens
einer Öffnung in der Außenund der Innenschale und wenigstens einer Leuchte, die zumindest
teilweise innerhalb einer Öffnung angeordnet ist.
[0002] Es zählt schon seit sehr langer Zeit zum bekannten Stand der Technik, den Kopf als
einen der empfindlichsten Teile des menschlichen Körpers durch äußere Abdeckungen
gegen unwillkommene oder unbeabsichtigte Schläge, Stöße und andere Belastungen zu
schützen.
[0003] Dafür wird eine harte Schale, die etwas größer als der Kopf ist, auf ihn aufgesetzt.
In dieser einfachsten Variante verteilt sie punktförmig auftreffende Kräfte auf eine
größere Fläche, wodurch Schädelbrüche vermieden werden.
[0004] In einer weiteren Verfeinerung sorgen Abstandshalter dafür, dass im Normalzustand
zwischen der harten Schale und der Schädeldecke des Kopfes ein Abstand besteht. Im
Vergleich zu einer direkt aufliegenden, harten Schale wird dadurch im Berührungsfall
die Aufprallgeschwindigkeit etwas reduziert. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Luftraum
zwischen der Schädeldecke und der harten Schale zur Ventilation und damit zum Abtransport
von Schweiß dient. Diese Konfiguration wird meist als "Schutzhelm" bezeichnet und
ist z. B. für Bauarbeiter und Bergarbeiter eine standardisierte Schutzeinrichtung.
Im Bergbau ist es seit langem bekannt, einen solchen Schutzhelm mit einer Leuchte
zu versehen.
[0005] Von den Schutzhelmen unterscheiden sich die verschiedenen Arten von "Sturzhelmen"
dadurch, dass als Abstandshalter zwischen Kopf und dünner, harter Außenschale eine
sehr viel dickere, sehr viel weichere Innenschale eingebracht ist. Bei einem Aufprall
sorgt sie für eine kontinuierliche Verzögerung des Kopfes, sodass die Aufprallgeschwindigkeit
des Kopfes auf die harte Außenschale ganz deutlich reduziert wird.
[0006] Mit einer nahezu durchgehend geschlossenen Außenschale werden derartige Sturzhelme
vorrangig beim Betrieb von sehr schnellen Fahrzeugen ohne eine schützende Kabine,
wie z. B. Motorrädern, Rennwagen, Motorbooten und Ähnlichem genutzt. Eine andere häufige
Anwendung ist der Wintersport mit Abfahrtskiern, Motorschlitten und Eisseglern.
[0007] In einer weiteren Variante werden Sturzhelme bei der Nutzung von mit Muskelkraft
betriebenen Fahrzeugen wie Fahrrädern oder Ruderrennern oder bei Fahrhilfen und Sportgeräten
wie Skateboards und Inlinern benutzt. Bei diesen Anwendungen müssen zum Teil erhebliche
körperliche Anstrengungen aufgebracht werden, sodass aus dem Kopf dauerhaft Schweiß
abgesondert wird, der durch Luftzufuhr abtransportiert werden muss. Dafür sind Belüftungsöffnungen
üblich.
[0008] Ausgehend von den vor Jahrzehnten bei Radfahrern üblichen Sturzkappen hat sich auf
dem aktuellen Stand der Technik eine etwa mandelförmige Form der Belüftungsöffnungen
eingebürgert. Diese Form hat sich daraus ergeben, dass Radfahrer als Sturzkappen von
vorn nach hinten verlaufende, aus Leder gefertigte, mit Schaumstoff gefüllte und direkt
auf dem Kopf aufliegende Schläuche genutzt haben. Diese Schläuche waren an ihren Enden
mit einem um den Kopf herum laufenden, weiteren, mit Schaumstoff gefüllten Schlauch
verbunden. Daraus ergab sich, dass die Öffnungen zwischen den Schläuchen etwa die
Form einer Mandel hatten.
[0009] Die Öffnungen waren als Belüftungsschlitze zur Abfuhr von Wärme uns Schweiß sehr
willkommen. Ihre Mandelform wurde später auf die Belüftungsöffnungen aktueller, zweischaliger
Sturzhelme übertragen. Ebenso wie bei den historischen Sturzkappen sorgt deren weiche
Innenschale beim Aufprall als eine "Knautschzone" dafür, dass die auf den Kopf ausgeübte
Beschleunigung reduziert wird, indem die beim Aufprall auftretende Verzögerung auf
einen längeren Zeitraum verteilt wird, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines Schädelbruchs
ganz deutlich reduziert wird.
[0010] Ein weiterer, entscheidender Fortschritt des Sturzhelmes gegenüber der Sturzkappe
ist die glatte Außenfläche des Helms. Nach einem Sturz besteht in fast allen Fällen
die dabei auftretende Bewegung nicht nur aus einer orthogonal zu einer Kante oder
einer Fläche wirkenden Verzögerung. Vielmehr entstehen durch Drehungen weitere Kraftkomponenten,
die parallel zur Aufprallfläche oder zur Aufprallkante verlaufen.
[0011] Um diese Kräfte abzubauen, muss der Helm möglichst widerstandsarm auf der Aufprallfläche
oder der Aufprallkante entlang gleiten können. Andernfalls werden die entstandenen
Reibungskräfte über den Sturzhelm und den Kopf auf die Halswirbel weitergeleitet,
wodurch Wirbelbrüche und Nervenschäden, das sog. "Schleudertrauma", bewirkt werden
kann oder der zumeinst finale Halswirbelbruch droht. Aus diesem Grund muss die harte
Außenschale beim Gleiten auf Asphalt, Steinen und anderen zu erwartenden Oberflächen
einen möglichst geringen "Gleitreibungskoeffizienten" aufweisen. Diese Forderung wird
durch zahlreiche Kunststoffe erfüllt. Zusätzlich muss die Oberflächenkontur der Außenschale
stetig gekrümmt sein und darf möglichst keine Kanten oder gar überstehenden Teile
aufweisen.
[0012] Auf aktuellem Stand der Technik beschreibt
WO 02/062165, Whittaker einen Sturzhelm für Radfahrer, bei dem aus den Belüftungsöffnungen Leuchten
herausragen. Gravierende Nachteile dieses Prinzips sind, dass die herausragenden Leuchten
das Gleiten des Helms auf der Aufprallfläche behindern und dadurch die Gefahr von
Verletzungen der Halswirbel deutlich erhöhen.
[0013] Ihr weiterer, noch schwerwiegenderer Nachteil ist, dass die Halterungen der Leuchten
bei einem Aufprall von der Aufprallfläche durch die Belüftungsöffnungen hindurch in
den Kopf des Benutzers gerammt werden können und dadurch das Risiko von punktuellen
Brüchen der Schädeldecke heraufbeschwören.
[0014] Auch die Patentschrift
US 5, 871, 271, Chien beschreibt einen Fahrradhelm, in dessen Belüftungsöffnungen LED's als Lichtquelle
installiert sind. Dieses Patent sieht zusätzlich zu den Belüftungsöffnungen in der
weichen Innenschale weitere Ausnehmungen vor, in denen z. B. eine Batterie untergebracht
wird. Der wesentliche Nachteil ist, dass durch Einbauten wie die Batterie die Schutzwirkung
des Helms beim Aufprall ins Gegenteil verkehrt wird: Anstatt die Aufprallkraft großflächig
auf die Schädeldecke zu verteilen, wird sie durch die nicht komprimierbare Batterie
auf deren Außenkante konzentriert. Dadurch wird ein Aufprall im Bereich der Batterie
eine sehr hohe, im gezeichneten Ausführungsbeispiel Figur 5 linienförmige Belastung
des menschlichen Schädels erzeugen mit dem hohen Risiko eines Schädelbruches an dieser
Stelle.
[0015] Auf diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, in die Öffnungen
von einem Sturzhelm eine Leuchte so zu integrieren, dass sie bei einem Aufprall die
Sicherheitsfunktion des Helmes nicht beeinträchtigt, und zusätzlich die Stabilität
des Helmes noch etwas verbessert.
[0016] Als Lösung präsentiert die Erfindung, dass jede Leuchte an einer Traverse befestigt
ist, die zwei gegenüberliegende Kanten der Öffnung miteinander verbindet, in dem sie
auf beiden Seiten der Öffnung über deren Kante hinausragt und mit wenigstens zwei
Auflageflächen auf der Außenschale befestigt ist.
[0017] Durch die Verbindung von zwei gegenüberliegenden Kanten der Öff nung sorgt die Traverse
für eine erhöhte Stabilität des Sturzhelms. Da sie auf der Außenschale befestigt ist,
findet sie in der Struktur des Helmes den bestmöglichen Halt und stört die Schutzfunktion
der Innenschale während des Aufpralls nicht.
[0018] Ein weiterer, noch wichtigerer Vorteil ist, dass die Leuchte innerhalb der Öffnung
an der Traverse befestigt ist. Bevorzugt ist die Leuchte an der zum Zentrum des Helms
weisenden Seite der Traverse angeordnet. Dadurch ist sicher gestellt, dass eine Leuchte
im rückwärtigen Teil des Helms bei einem Aufprall nicht von ihrer trägen Masse weiter
vorangetrieben wird und auf den eigentlich zu schützenden Helm katapultiert wird,
sondern durch die Traverse daran gehindert wird, weil diese quer über der Öffnung
liegt und sich auf der Außenfläche des Helms abstützt.
[0019] Die in Bewegungsrichtung des Helmes vorne angeordneten Leuchten werden bei einem
Aufprall durch die Traverse vor Spitzen geschützt, die ansonsten in die Öffnung eindringen
würden und dadurch die Leuchte auf den Kopf drücken könnten.
[0020] Falls z. B. spitze Steine auf den neben der Traverse sichtbaren Bereich der Leuchte
treffen und dadurch die Leuchte in das Helminnere drücken würden, wird diese Bewegung
durch die Traverse blockiert oder zumindest gehemmt.
[0021] Beim Aufprall auf eine ebene Fläche mit einer im Vergleich zur Leuchte recht stabilen
Traverse oder mit einer gelenkigen Verbindung zwischen Leuchte und Traverse wird der
über die Kontur des Helms hinausragende Teil der Leuchte in den Helm zurückgedrückt,
sodass sich die Leuchte kurz nach dem Aufprall vollständig innerhalb der Außenschale
befindet. Dadurch wird die beim Aufprall wünschenswerte Gleitfähigkeit des Helms auf
der Aufprallfläche nicht weiter eingeschränkt.
[0022] Falls die Traverse bündig zur Außenschale des Helms angeordnet ist, vergrößert sie
die effektive Außenfläche des Helms, wodurch die Spitzenwerte der Kräfte, die auf
die Außenschale wirken, noch gleichmäßiger verteilt werden.
[0023] Falls - in einer anderen Ausführungsform - die Traverse geringfügig über die Kontur
der Außenschale hinausragt, ist das zwar weniger vorteilhaft als eine zur Kontur des
Helms bündige Integration. Da jedoch der über die Kontur hinausragende Teil bei Gleitbewegungen
des Sturzhelms auf der Aufprallfläche als erster verschleißt, indem er durch Reibung
abgeschliffen wird, wird dadurch die Traverse recht schnell auf einen gleichmäßigen
Verlauf der Kontur abgeschliffen.
[0024] Wenn die Traverse nur sehr geringfügig über die Kontur hinausragt, bewirkt der Aufprall
keine unzulässig hohe Konzentration der Aufprallkräfte in diesem Bereich und die zusätzlichen
Impulse, die sich bei einer Gleitbewegung des Helms auf der Aufprallfläche auf die
Halswirbel übertragen sind nicht allzu groß. Dennoch sollte in diesem Fall der herausragende
Teil der Kontur der Traverse möglichst flach verlaufen.
[0025] In dieser Ausführungsform ist eine erfindungsgemäße Leuchte auch für das Nachrüsten
von Helmen geeignet. Die Traverse kann dann mit wenigstens je einer Auflagefläche
an ihren beiden Enden auf der Außenfläche in der Nähe der Kante einer Öffnung aufgeklebt
werden.
[0026] Alternativ ist es auch denkbar, dass die Traverse mit einer dauerhaft elastischen
Rastnase in ein dazu komplementäres Gegenstück in der Außenschale einrastet. Natürlich
muss diese Rastverbindung so stabil sein, dass sie den bei einem Aufprall maximal
zu erwartenden Kräften Stand hält und trotzdem so flach bauend, dass sie auch bei
einer deutlichen Kompression des Helmes an dieser Stelle keine punktuelle Überlastung
des Kopfes bewirkt.
[0027] Eine andere Befestigungsmöglichkeit ist, dass beide Auflageflächen der Traverse konkav
und komplementär zu Wülsten an den Kanten geformt sind und in Bezug auf die Wülste
von zwei gegenüberliegenden Kanten eine Hinterschneidung bilden. Eine derartige Verbindung
kann als Rastverbindung ausgebildet werden, sofern die Materialien von Außenschale
und Traverse eine entsprechende Elastizität aufweisen.
[0028] Denkbar ist auch, dass mit einer wie zuvor beschriebenen, konkaven Profilierung versehene
Auflageflächen in eine etwa mandelförmige Belüftungsöffnung an der breitesten Stelle
von außen hineingesenkt werden und dann innerhalb der Öffnung in Richtung von deren
Längsachse so weit verschoben werden, bis die beiden Auflageflächen auf den Wülsten
der Kante aufliegen. Da die konkaven Auflageflächen komplementär zu den Wülsten an
den Kanten der Öffnung geformt sind, und so ausgerichtet sind, dass sich eine Hinterschneidung
bildet, ist die Traverse mit den konkaven Auflageflächen hinter den Wülsten gesichert.
[0029] Es ist lediglich eine Sperre gegen ein Verrutschen innerhalb der Belüftungsöffnung
vorzusehen. Das kann z. B. eine -sehr viel kleinere - Rastnase sein oder eine Klebverbindung.
[0030] Wenn die Traverse in einen Belüftungsschlitz am obersten Punkt des Helms eingesetzt
wird, der in Bewegungsrichtung des Helms ausgerichtet ist, dann weist auch eine starr
an der Traverse befestigte Leuchte in Bewegungsrichtung nach vorne und/oder nach hinten.
Dabei befindet sie sich im Wesentlichen innerhalb der Kontur der Außenschale und stört
deshalb beim Aufprall nicht.
[0031] Falls jedoch die Haltung des Kopfes geändert wird, ändert sich damit auch die Strahlrichtung
der Leuchte. Deshalb ist es von Vorteil, wenn die Leuchte über wenigstens ein Gelenk
gegenüber der Traverse verschwenkbar ist, sodass die Richtung des Lichtstrahles der
Leuchte immer wieder an die aktuelle Kopfhaltung angepasst werden kann.
[0032] Falls die Leuchte in eine Belüftungsöffnung an der Vorderseite oder der Rückseite
des Helms eingesetzt-werden soll, kann die Längsachse der Leuchte nicht mehr tangential
zur vorderseitigen Außenfläche des Helms ausgerichtet werden. Dann muss sie gegenüber
der Traverse verschwenkbar sein. Da die Leuchte dann aus der Öff nung herausragt und
über die Kontur des Helmes übersteht, muss sie beim Aufprall zurückgeklappt werden,
was selbsttätig durch das Aufstoßen auf der Aufprallfläche geschieht.
[0033] Damit die Leuchte dabei wieder vollständig in die Öffnung zurückschwenkt, muss ihr
Verschwenkwinkel kleiner als 90° sein. Nur dann ist sicher gestellt, dass die Leuchte
nicht noch weiter nach außen geschwenkt wird, sondern stets in die jeweilige Öffnung
zurück.
[0034] Damit in diesem Fall die Leuchte in jedem Winkel einen sicheren Halt findet, kann
die Verschwenkung durch ein Reibungselement oder ein Rastelement mit mehreren Raststufen
gehemmt werden. Dann bleibt die Leuchte auch bei Durchfahren eines Schlagloches in
der gewünschten Position. Zusätzlich kann ein Stoßdämpfer vorgesehen werden, der bei
einem Zurückschwenken der Leuchte im Falle des Aufpralls auftretende Kräfte abzubauen
hilft. Ein solcher Stoßdämpfer ist auch sinnvoll, wenn eine selbsttätige Ausrichtung
der Leuchte vorgesehen wird, dazu kann z. B. der Schwerpunkt der Leuchte tiefer als
die Verschwenkachse des jeweiligen Gelenkes angeordnet werden. Dadurch weist der austretende
Lichtstrahl nach Beendigung der Schwenkbewegung stets in die gewünschte Richtung.
[0035] In einer sehr komfortablen Ausführungsform kann die Ausrichtung der Leuchten je nach
aktueller Stellung des Kopfes - auch automatisch erfolgen. Dazu ist ein selbsttätiger
Verschwenkantrieb für die Leuchten erforderlich.
[0036] Als eine Ausführungsform schlägt die Erfindung vor, dass an einer Seitenfläche ein
Pendelarm verschwenkbar befestigt ist, der mechanisch oder pneumatisch mit den verschwenkbaren
Leuchten verbunden ist und bei senkrecht nach unten weisendem Pendelarm die Leuchten
in die gewünschte Richtung strahlen.
[0037] Wenn ein solches Pendel an der Längsseite des Sturzhelmes angebracht wird, wird damit
ein Nicken des Kopfes nach vorn oder nach hinten ausgeglichen.
[0038] Für die Verbindung von Pendelarm und verschwenkbaren Leuchten schlägt die Erfindung
als eine Ausführungsvariante eine pneumatische Verbindung vor. Sowohl am Pendelarm
als auch an jeder Leuchte muss dazu ein kleiner Pneumatikzylinder oder - noch einfacher
- ein Faltenbalg oder ein Rollbalg befestigt werden. Diese Pneumatikelemente sind
durch kleine Luftschläuche miteinander verbunden. Der Vorteil ist, dass die Luftschläuche
kostengünstig sind und ohne nennenswerte Beeinträchtigung der Schutzwirkung des Sturzhelmes
- z. B. in der Fuge zwischen Innen- und Außenschale verlegt werden können.
[0039] Eine andere Verbindung zwischen Pendelarm und Leuchten ist eine Mechanik, entweder
über Druck- und Zugstangen oder über Seilzüge oder Ketten. Denkbar ist auch eine elektromotorische
Verschwenkung jeder einzelnen Leuchte. Über einen Lagesensor und eine E-lektronikbaugruppe
zur Auswertung des Lagesensors wird dann der Elektromotor die Leuchte entsprechend
verschwenken.
[0040] Eine andere Möglichkeit zum Ausgleich von Bewegungen des Kopfes sind mehrere Lichtquellen
in einer Leuchte, von denen jeweils nur diejenige aktiviert wird, die etwa in die
zurzeit gewünschte Richtung strahlt.
[0041] Diese Einrichtungen zum Ausgleich von Bewegungen des Kopfes basieren nach aktuellem
Stand der Technik auf bekannten Hilfsmitteln, sind aber dennoch vergleichsweise komplex
und daher störanfällig.
[0042] Um die Störanfälligkeit so gering wie nur möglich zu halten, schlägt die Erfindung
als eine Ausführungsvariante vor, dass jede Leuchte eine autonome Funktionseinheit
ist, dass also in jede Leuchte eine Lichtquelle wie z. B. eine LED, eine Glühbirne
oder eine OLED integriert ist und dass eine Energiequelle wie z. B. eine Batterie
und dass ebenfalls ein Schalter in das Gehäuse der Leuchte eingebaut sind.
[0043] Für eine optimale Bündelung der Lichtstrahlen empfiehlt die Erfindung, dass in die
Leuchte Linsen eingebaut sind, welche das abgestrahlte Licht bündeln.
[0044] Da es sich im Straßenverkehr weltweit durchgesetzt hat, dass an der Vorderseite meist
weißes oder hellgelbes Licht abgestrahlt wird und an der Rückseite rotes, ist es sinnvoll
auch die Leuchten eines erfindungsgemäßen Sturzhelmes an der Vorderseite weißes oder
schwach gelbes Licht und an der Rückseite rotes Licht aussenden zu lassen.
[0045] Falls mehrere Leuchten an einen Sturzhelm anmontiert werden soll, können die Traversen
benachbarter Öffnungen zu einem gemeinsamen Leuchtenträger verbunden werden, der auf
der Außenschale verläuft. Wenn dieser Leuchtenträger nur recht flach gearbeitet ist,
also kaum über die Kontur des Sturzhelmes hinausragt, behindert er die optimale Sicherung
im Aufprall kaum.
[0046] Für Sturzhelme, die auch bei widrigen Witterungsverhältnissen eingesetzt werden sollen,
wie z. B. Regen, Schneetreiben oder Kälte, ist es sinnvoll, dass keine zusätzlichen
Öffnungen zum Eintritt von Luft vorhanden sind, durch die dann ebenfalls Schnee oder
Regen eindringen könnte. Alle erforderlichen Öffnungen in der Innenschale sollten
dann sogar an ihrer Innenseite zusätzlich verschlossen werden. Damit dieser Verschluss
weiter atmungsaktiv bleibt, kann er z. B. als eine textile Schicht ausgeführt werden,
die feuchte Luft vom Kopf nach außen hin austreten lässt aber kaum von außen eindringende
Feuchtigkeit durchlässt.
[0047] Als eine andere oder zusätzliche Belüftungsmöglichkeit kann der Helm mit einem Lüfter
ausgerüstet werden, welcher Umgebungsluft ansaugt und durch Röhren, Schläuche oder
andere Kanäle innerhalb der Innenschale auf die Innenfläche verteilt.
[0048] In einer weiteren Ausführungsvariante kann an den beiden Längsseiten eines Sturzhelmes
je eine Leuchte mit blinkender Lichtquelle angeordnet werden. Diese Blinkleuchten
können als Fahrtrichtungsanzeiger dienen. Um sie aus- und einzuschalten schlägt die
Erfindung eine drahtlose Aktivierung und Ausschaltung vor, z. B. von der Lenkstange
eines Fahrrades aus.
[0049] Skateboard- oder Inline-Fahrer können die Blinkleuchte ebenso wie die nach vorn oder
nach hinten weisenden Leuchten durch einen Schalter direkt an der Leuchte aktivieren.
[0050] In einer Ausführungsvariante sind beide Auflageflächen der Traverse nicht nur mit
der Außenschale sondern auch mit der Innenschale verklebt. In Abhängigkeit von der
Dimensionierung der einzelnen Komponenten werden dadurch die Stabilität des Sturzhelms
sowie auch die Stabilität der Leuchtenbefestigung weiter erhöht. Sofern der zum Verkleben
genutzte Flächeanteil der Innenschale in einem spitzen Winkel zur Kontur des Sturzhelmes
verläuft und deshalb trotz einer relativ großen Klebefläche oder aus einem anderen,
konstruktiven Grund die Traverse nur mit einem relativ geringen Maß in die weiche
Innenschale hineinragt, wird im Falle eines Sturzes die passive Wirksamkeit des Komprimierens
der weichen Innenschale nicht nennenswert behindert.
[0051] Im Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung anhand von Beispielen
näher erläutert werden. Diese sollen die Erfindung jedoch nicht einschränken, sondern
nur erläutern. Es zeigt in schematischer Darstellung:
- Figur 1
- Seitenansicht eines Sturzhelms mit 3 Leuchten auf einer Seite
- Figur 2
- Ansicht eines Sturzhelms von oben mit 6 Leuchten
- Figur 3
- Schnitt durch einen Teilbereich eines Sturzhelms mit 2 Leuchten
- Figur 4
- Seitenansicht einer Traverse mit darin verschwenkbarer Leuchte
- Figur 5
- Stirnseite einer Traverse mit Leuchte
- Figur 6
- Draufsicht auf eine Traverse mit Leuchte
- Figur 7
- Innenseite einer einzelnen Traverse
- Figur 8
- Seitenansicht einer einzelnen Traverse
[0052] Die Figuren zeigen im Einzelnen:
In Figur 1 ist ein Sturzhelm 1 dargestellt, der zahlreiche Öffnungen 13 aufweist, wie sie für
Radfahrer üblich sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind im Bereich der Vorderseite
- links in Figur 1 - zwei Leuchten 2 zu sehen. Beide Leuchten sind mit jeweils einer
Traverse 3 auf den Kanten 14 einer Öffnung 13 befestigt. Die Leuchten 2 sind gegenüber
der Traverse 3 verschwenkbar.
[0053] Die obere Leuchte 2 befindet sich noch im eingeschwenkten Zustand, in dem sie etwa
in der Ebene der Außenschale 11 des Sturzhelms liegt.
[0054] Die beiden unteren Leuchten 2 sind gegenüber der Traverse 3 so weit verschwenkt,
dass ihre Lichtaustrittsfläche 21 in Fahrtrichtung nach vorne bzw. nach hinten weist
und dadurch Lichtstrahlen 22 in Bewegungsrichtung (z. B. für Fahrbahnbeleuchtung)
und entgegen der Bewegungsrichtung (z. B. als Rücklicht) aussenden.
[0055] In Figur 1 wird deutlich, dass in die zahlreichen, weiteren Öffnungen 13 prinzipiell
noch weitere Leuchten 2 mittels je einer Traverse 3 eingebracht werden können.
[0056] In der dargestellten, autonomen Version, also mit einem integrierten Energiespeicher
sind die erfindungsgemäßen Traversen 3 mit den daran schwenkbar befestigten Leuchten
2 auch für die Nachrüstung von existierenden Helmen geeignet. In dieser Variante werden
empfindliche Kabelverbindungen und externe Batteriehalterungen und Schalter, die empfindlich
gegen Schweiß und Erschütterungen sind, eingespart.
[0057] In
Figur 2 ist die Aufsicht auf einen Fahrradhelm gezeigt, der dem in Figur 1 dargestellten
ähnlich ist. Sehr auffällig sind die zahlreichen Öffnungen 13 in der Außenschale 11,
die sich durch die daran anschließende Innenschale 12 fortsetzen. An den Kanten 14
der Öffnung 13 wird der Blick auf die Schnittkanten der dicken und weichen Innenschale
12 sichtbar, die in Figur 2 durch unregelmäßige Schraffuren gekennzeichnet ist.
[0058] In sechs Öffnungen 13 der Außenschale 11 ist jeweils eine Leuchte 2 mittels einer
Traverse 3 befestigt. Zu erkennen ist, wie die Traverse 3 über die Öffnung 13 hinausragt
und im Bereich der Außenschale 11 aufliegt.
[0059] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel weisen vier Leuchten 2 nach vorne und zwei Leuchten
2 nach hinten. Die beiden äußeren, nach vorne weisenden Leuchten sind noch in die
Kontur der Außenschale 11 eingeschwenkt, sodass die Leuchten noch nicht parallel zu
den anderen beiden Leuchten 2 strahlen könnten.
[0060] In Figur 2 wird deutlich, dass die Leuchten 2 im Wesentlichen innerhalb der Öffnung
13 angeordnet sind und die Traversen 3 grundsätzlich über die Kanten 14 der jeweiligen
Öffnung 13 hinausragen.
[0061] In
Figur 3 ist ein Schnitt durch einen Sturzhelm 1 mit zwei Leuchten 2 wiedergegeben, die über
Traversen 3 in den Öffnungen 13 befestigt sind. Der Übersichtlichkeit halber sind
die hinter der Schnittebene befindlichen Linien des Helms 1 nicht gezeichnet.
[0062] Der in Figur 3 dargestellte Bereich entspricht in etwa den in Figur 1 und Figur 2
dargestellten beiden mittleren, der nach vorne weisenden Vierer-Gruppe von Leuchten.
[0063] Im Querschnitt der Figur 3 wird deutlich erkennbar, wie die beiden Leuchten 2 sich
mit ihren flügelartig abstehenden Auflageflächen 31 auf der Außenschale 11 abstützen.
Dabei ist in Figur 3 die Nachrüstung eines Helmes durch universell verwendbare Traversen
3 gezeigt. Der an die Auflagefläche 31 anschließende Bereich der Traverse 3, der die
Verschwenkachse 42 des Gelenkes 4 beinhaltet, bildet ein Profil aus, das nur angenähert
zum Profil der Kanten 14 komplementär ist. In Figur 3 wird deutlich, dass die dadurch
entstehende kleine Kavität durch eine - in Figur 3 nicht dargestellte - Klebemasse
gefüllt werden kann, sodass die Kontaktfläche zwischen der Traverse 3 und dem Sturzhelm
1 vergrößert wird.
[0064] In Figur 3 ist sehr gut nachvollziehbar, dass die Traverse 3 nur geringfügig über
die Außenschale 11 nach außen (also in Figur 3 nach oben) hinausragt. Dadurch wird
bei einem Aufprall des Sturzhelmes 1 auf die in Figur 3 oben dargestellte Außenschale
11 die Traverse 3 mit der daran befestigten Leuchte 2 nur geringfügig in den Sturzhelm
1 hineingedrückt.
[0065] In Figur 3 ist nachvollziehbar, wie auch bei einer Komprimierung der im Vergleich
zur Außenschale 11 sehr dicken Innenschale 12 auf die Hälfte die Leuchten 2 dennoch
nicht über die Innenseite der komprimierten Innenschale 12 hinausragen und damit auch
während des Aufpralles nicht im Kontakt mit dem - hier nicht dargestellten - Kopf
kommen.
[0066] In Figur 3 sind die Leuchten 2 über die Verschwenkachse 42 gegenüber der Traverse
3 verschwenkbar. In der dargestellten Ruheposition ragen sie dadurch weder nennenswert
über die Kontur der Au-βenschale 11 noch über die Kontur der Innenschale 12 hinaus.
[0067] In
Figur 4 ist der Schnitt durch eine Traverse 3 gezeichnet. Da der Schnitt in die Mitte der
hier U-förmig ausgebildeten Traverse 3 gelegt ist, ist nur derjenige Teil der Traverse
3 als Schnittfläche zu sehen, der die beiden Auflageflächen 31 miteinander verbindet.
[0068] In Figur 4 sind mit gestrichelten Linien die beiden Positionen einer in die Traverse
3 verschwenkbar eingebauten Leuchte 2 eingezeichnet. In der unteren der beiden dargestellten
Positionen verläuft die Längsachse der Leuchte 2 etwa parallel oder tangential zur
- hier nicht dargestellten - Außenschale 11. In der oberen Winkelstellung der Leuchte
2 ragt sie maximal aus dem Sturzhelm 1 heraus. Dadurch wird der Verschwenkbereich
41 des Gelenkes 4 mit der Verschwenkachse 42 deutlich.
[0069] In Figur 4 wird nachvollziehbar, dass bei einem Aufprall auf die um den maximalen
Verschwenkbereich ausgeschwenkte Leuchte 2 sich diese wieder in ihre Ruheposition
innerhalb der Außenschale 11 zurückbewegt, weil der Verschwenkbereich kleiner als
90° ist. Durch diese Beschränkung des Verschwenkwinkels ist es ausgeschlossen, dass
sich die Leuchte während des Aufpralls zur "falschen" Seite hin bewegt und dadurch
in eine zur Außenschale senkrechte Position gerät, aus der heraus sie senkrecht in
den Kopf des Sturzhelmträgers geraten könnte.
[0070] In
figur 5 ist die Vorderseite der in Figur 4 geschnittenen Leuchte 2 dargestellt. Die Leuchte
2 weist mit ihrer Lichtaustrittsfläche 21 auf den Betrachter zu und die Verschwenkachse
42 des Gelenkes 4 verläuft in der Bildebene. Sehr gut zu erkennen sind die beiden
Auflageflächen 31 der Traverse 3, die im eingebauten Zustand auf der Au-βenschale
11 aufliegen werden. Darüber wölbt sich die Traverse 3 in diesem Ausführungsbeispiel
kugelsegmentförmig.
[0071] In
Figur 6 ist die Aufsicht auf die in Figur 4 und Figur 5 dargestellte Leuchteneinheit 2 mit
ihrer Traverse 3 zu sehen. Deutlich wird die in diesem Ausführungsbeispiel U-förmige
Gestaltung der Traverse 3. Die beiden Schenkel des U bilden je eine, in Figur 6 vom
Betrachter wegweisende Auflagefläche 31. In den Freiraum zwischen die beiden Schenkel
kann die Leuchte 2 einschwenken.
[0072] In
Figur 7 ist die Traverse 3 als Einzelteil dargestellt und zwar mit Blick auf die beiden Auflageflächen
31. Zwischen diesen ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Freiraum ausgebildet,
in dem die Leuchte 2 um die Verschwenkachse 42 verschwenkt werden kann.
[0073] In
Figur 8 ist die Traverse 3 als Einzelteil von der Seite dargestellt. Die Blickrichtung auf
die Traverse 3 entspricht der Blickrichtung der
[0074] Figur 4. Im Unterschied zu Figur 4 ist jedoch die vollständige Seitenansicht dargestellt.
Dabei wird der unten an der Traverse 3 angesetzte Steg 4 deutlich, der die Verschwenkachse
42 des Gelenkes 4 trägt.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 1
- Sturzhelm
- 11
- Außenschale des Sturzhelms 1, dünn und hart
- 12
- Innenschale des Sturzhelms 1, dick und weich
- 13
- Öffnung, in der Außenschale 11
- 14
- Kante der Öffnung 13
- 2
- Leuchte 2, zumindest teilweise innerhalb einer Öffnung 13 angeordnet
- 21
- Lichtaustrittsfläche der Leuchte 2
- 22
- Lichtstrahl der Leuchte 2
- 3
- Traverse, trägt die Leuchte 2, verbindet zwei Kanten 14 der Öffnung 13
- 31
- Auflagefläche der Traverse 3, liegt auf der Außenschale 11 auf
- 4
- Gelenk zwischen Leuchte 2 und Traverse 3
- 41
- Verschwenkbereich des Gelenkes 4
- 42
- Verschwenkachse des Gelenkes 4
1. Sturzhelm (1), bestehend aus
- einer relativ dünnen und harten Außenschale (1) und
- einer relativ dicken und weichen Innenschale (12) mit
- wenigstens einer Öffnung (13) in der Außenschale (11) und der Innenschale (12) und
- wenigstens einer Leuchte (1), die zumindest teilweise innerhalb einer öffnung (11)
angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede Leuchte (2) an einer Traverse (3) befestigt ist, die
- zwei gegenüberliegende Kanten (14) der öffnung (13) miteinander verbindet, indem
- sie auf beiden Seiten der Öffnung (3) über deren Kante (14) hinaus ragt und
- mit wenigstens zwei Auflageflächen (31) auf der Außenschale (11) befestigt ist.
2. Sturzhelm (1) nach dem vorhergehenden Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Traverse (3) nur geringfügig oder gar nicht über die Kontur der Außenschale (11)
hinausragt.
3. Sturzheim (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchte (2) an der dem Zentrum des Sturzhelmes (1) zugewandten Seite der Traverse
(3) angeordnet ist.
4. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Leuchte (2) über wenigstens ein Gelenk (4) gegenüber der Traverse
(3) verschwenkbar ist.
5. Sturzhelm (1) nach dem vorhergehenden Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchte (2)
- um weniger als 90 Grad verschwenkbar ist und
- sich bei Erreichen des ersten Anschlages des Verschwenkbereichs (1) größtenteils
innerhalb der Öffnung (13)befindet und
- bei Erreichen des zweiten Anschlages mit der Lichtaustrittsfläche (21) nach außen
weist.
6. Sturzhelm(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchte (2) bei ihrer Verschwenkung durch
- ein Reibungselement und/oder
- ein Rastelement mit mehreren Raststufen und/oder
- einen Stoßdämpfer
beaufschlagt wird.
7. Sturzhelm (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt der Leuchte (2) tiefer als die Verschwenkachse ihres Gelenk (4) angeordnet
ist und die Richtung des Lichtstrahles (2) der Leuchte (2) nach Beendigung der Schwenkbewegung
in die gewünschte Richtung weist.
8. Sturzhelm (1) nach dem vorhergehenden Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seitenfläche ein Pendelarm verschwenkbar befestigt ist, der mechanisch oder
pneumatisch mit den verschwenkbaren Leuchten (2) verbunden ist und bei senkrecht nach
unten weisendem Pendelarm die Leuchten (2) in die gewünschte Richtung strahlen.
9. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in die Leuchte (2)
- eine Lichtquelle wie eine LED oder eine Glühbirne und
- eine Energiequelle wie eine Batterie und
- ein Schalter
integriert ist.
10. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die Leuchte (2) Linsen eingebaut sind, welche das abgestrahlte Licht bündeln.
11. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung seiner Vorderseite alle Leuchten (2) weißes oder schwach gelbes Licht
abstrahlen und in Richtung seiner Rückseite alle Leuchten (2) rotes Licht aussenden.
12. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Traversen (3) benachbarter Öffnungen zu einem gemeinsamen Leuchtenträger verbunden
sind, der auf der Außenschale (11) verläuft.
13. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Öffnung (13) eine Leuchte (2) angeordnet ist.
14. Sturzhelm (1) nach dem vorhergehenden Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass er einen Lüfter enthält, welcher Umgebungsluft ansaugt und
- durch Röhren und/oder
- durch Schläuche und/oder
- durch andere Kanäle innerhalb der Innenschale (12) auf die Innenfläche bringt.
15. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an seinen beiden Seiten je eine Leuchte (2) mit wenigstens einer blinkenden Lichtquelle
angeordnet ist.
16. Sturzhelm (1) nach dem vorhergehenden Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle drahtlos aktivierbar und ausschaltbar ist.
17. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse (3) mit einer dauerhaft elastischen Rastnase in ein dazu komplementäres
Gegenstück in der Au-βenschale (11) einrastbar ist.
18. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Auflageflächen (31) der Traverse (3) konkav und komplementär zu Wülsten an
den Kanten (15) geformt sind und in Bezug auf die Wülsten von einander gegenüberliegenden
Kanten (15) eine Hinterschneidung bilden.
19. Sturzhelm (1) nach dem vorhergehenden Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse(3) in eine etwa mandelförmige Öffnung (13) an der breitesten Stelle
von außen her hinein senkbar ist und innerhalb der Öffnung (13) in Richtung ihrer
Längsachse soweit verschiebbar ist, bis die Auflageflächen(31)auf den Wülsten der
Kante (15) aufliegen.
20. Sturzhelm (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Auflageflächen (31) der Traverse sowohl mit der Außenschale (11) als auch mit
der innenschale (12) verklebt sind.
1. Crash helmet (1), comprising
- a relatively thin and hard outer shell (11) and
- a relatively thick and soft inner shell (12) with
- at least one opening (13) in the outer shell (11) and in the inner shell (12) and
- at least one luminaire (2), which is disposed at least partially within an opening
(13),
characterised in that each luminaire (2) is attached to a cross member (3), which
- connects two opposite edges (14) of the opening (13) to each other, in that
- said cross member projects beyond the edge (14) of the opening (13) at both sides
thereof and
- is fastened on the outer shell (12) by means of at least two contact surfaces (31).
2. Crash helmet (1) according to the preceding claim 1,
characterised in that,
the cross member (3) projects only slightly beyond the contour of the outer shell
(11) if at all.
3. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the luminaire (2) is disposed on that side of the cross member (3) that faces the
centre of the crash helmet (1).
4. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims, characterised in that
at least one luminaire (2) is pivotable via at least one joint (4) with respect to
the cross member (3).
5. Crash helmet (1) according to the preceding claim 4,
characterised in that the luminaire (2)
- is pivotable through less than 90 degrees and,
- when the first stop of the pivot range (41) is reached, is disposed for the most
part within the opening (13) and
- when the second stop is reached, faces with the light emergence surface (21) outwards.
6. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims 4 or 5,
characterised in that, as the luminaire (2) is pivoted, it is acted on by
- a friction element and/or
- a detent element with multiple detent steps and/or
- a shock absorber.
7. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims 4 to 6, characterised in that the centre of gravity of the luminaire (2) is disposed lower than the pivot axis
of its joint (4) and, after completion of the pivot movement, the direction of the
light beam (22) of the luminaire (2) points in the desired direction
8. Crash helmet (1) according to the preceding claim 7, characterised in that a swing arm is fixed on one side surface so as to be pivotable and is mechanically
or pneumatically connected to the pivotable luminaires (2), and the luminaires (2)
radiate in the desired direction when the swing arm points vertically downwards.
9. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims,
characterised in that
- a light source such as an LED or an incandescent bulb and
- an energy source such as a battery and
- a switch
are integrated in the luminaire (2).
10. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims, characterised in that lenses are installed in the luminaire (2), which focus the emitted light.
11. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims, characterised in that, in the direction of the front side of said crash helmet, all luminaires (2) radiate
a white or slightly yellow light, and in the direction of the reverse side thereof,
all luminaires (2) emit red light.
12. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the cross members (3) of adjacent openings are connected to form a common luminaire
carrier, which extends on the outer shell (11).
13. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims characterised in that a luminaire (2) is disposed in each opening (13).
14. Crash helmet (1) according to the preceding claim 13,
characterised in that it contains a ventilator, which sucks in ambient air and transfers it to the inner
surface
- via tubes and/or
- via hoses and/or
- via other channels within the inner shell (12).
15. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims, characterised in that a luminaire (2) with at least one flashing light source is disposed on both sides
thereof.
16. Crash helmet (1) according to the preceding claim 15, characterised in that the light source can be wirelessly activated and switched off.
17. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the cross member (3) can be engaged by means of a permanently elastic detent lug
into a complementary counterpart in the outer shell (11).
18. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims, characterised in that both contact surfaces (31) of the cross member (3) are shaped such that they are
concave and complementary to beads on the edges (15), and form an undercut with respect
to the beads of mutually opposite edges (15).
19. Crash helmet (1) according to the preceding claim 18, characterised in that, at the widest point, the cross member (3), from the outside, can be sunk into an
approximately almond-shaped opening (13), and, within the opening (13), can be pushed
in the direction of its longitudinal axis to the extent that its contact surfaces
(31) bear on the beads of the edge (15).
20. Crash helmet (1) according to one of the preceding claims, characterised in that both contact surfaces (31) of the cross member are adhesively bonded both to the
outer shell (11) and to the inner shell (12).
1. Casque (1), consistant en
• une enveloppe extérieure (11) relativement mince et dure et
• une enveloppe intérieure (12) relativement épaisse et molle ayant
• au moins une ouverture (13) dans l'enveloppe extérieure (11) et dans l'enveloppe
intérieure (12) et
• au moins une lampe d'éclairage (2) disposée au moins en partie à l'intérieur d'une
ouverture (13),
caractérisé par le fait que
chaque lampe d'éclairage (2) est fixée sur une traverse (3), qui
• relie entre eux deux bords (14) de l'ouverture (13) situés l'un en face de l'autre,
• en dépassant des deux côtés de l'ouverture (13) par-dessus leur bord (14).
• en étant fixée par au moins deux surfaces de support (31) sur l'enveloppe extérieure
(11)
2. Casque (1) selon la revendication précédente 1, caractérisé par le fait
que la traverse (3) ne dépasse que faiblement ou pas du tout par-dessus le contour de
l'enveloppe extérieure (11).
3. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que la lampe d'éclairage (2) est disposée sur le côté de la traverse (3) qui est tourné
vers le centre du casqué (1).
4. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
qu'au moins une lampe d'éclairage (2) peut être pivotée d'au moins une articulation (4)
par rapport à la traverse (3).
5. Casque (1) selon la revendication 4,
caractérisé par le fait que la lampe d'éclairage (2)
• peut être pivotée d'au moins 90 degrés et
• se trouve pour la plus grande partie à l'intérieur de l'ouverture (13) lors de l'atteinte
de la première butée de la zone de pivotement (41) et
• est tournée vers l'extérieur lorsque la seconde butée avec la surface de sortie
de la lumière (21) est atteinte.
6. Casque (1) selon une des revendications précédentes 4 ou 5,
caractérisé par le fait que la lampe d'éclairage (2) est, lors de son pivotement, alimentée par
• un élément de friction et/ou
• un élément d'encrantement ayant plusieurs niveaux d'encrantement et/ou
• un pare-chocs
7. Casque (1) selon au moins une des revendications précédentes 4 à 6, caractérisé par le fait que le centre de gravité de la lampe d'éclairage (2) est disposé plus bas que l'axe de
pivotement de son articulation (4) et que le rayon lumineux (22) de la lampe d'éclairage
(2) est dirigé dans la direction souhaitée à la fin du mouvement de pivotement.
8. Casque (1) selon la revendication précédente 7, caractérisé par le fait qu'un bras pendulaire est fixé de façon à pouvoir pivoter sur une surface latérale, lequel
est relié aux plans mécanique et pneumatique avec les lampes d'éclairage (2) orientables,
les lampes d'éclairage rayonnant dans la direction souhaitée lorsque le bras pendulaire
est dirigé vers le bas.
9. Casque (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que la lampe d'éclairage (2) intègre
• une source lumineuse telle qu'une DEL ou une ampoule et
• une source d'énergie telle qu'une pile et
• un interrupteur.
10. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que des lentilles qui concentrent la lumière émise sont montées dans la lampe d'éclairage
(2).
11. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que, vers l'avant, toutes les lampes d'éclairage (2) émettent de la lumière blanche ou
faiblement jaune et que toutes les lampes d'éclairage (2) émettent de la lumière rouge
vers l'arrière.
12. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les traverses (3) d'ouvertures voisines sont reliées à un support lumineux commun
qui court sur l'enveloppe extérieure (11).
13. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'une lampe d'éclairage (2) est disposée dans chaque ouverture (13).
14. Casque (1) selon la revendication précédente 13,
caractérisé par le fait qu'il contient un ventilateur qui aspire l'air ambiant et qui l'amène sur la surface
intérieure
• par l'intermédiaire de tuyaux et/ou
• par l'intermédiaire de flexibles et/ou
• par l'intermédiaire d'autres canaux situés à l'intérieur de l'enveloppe intérieure
(12).
15. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'une lampe d'éclairage (2) ayant au moins une source lumineuse clignotante est disposée
sur chacun de ses deux côtés.
16. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la source lumineuse peut être allumée et éteinte sans fil.
17. Casque selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la traverse (3) peut être encrantée avec un nez d'encrantement à élasticité permanente
dans une contre-pièce dans l'enveloppe extérieure (11).
18. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les deux surfaces de support (31) de la traverse (3) ont une forme concave et complémentaire
aux bourrelets sur les bords (15), en formant une indentation par rapport aux bourrelets
de bords (15) situés en face l'un de l'autre.
19. Casque (1) selon la revendication précédente 18, caractérisé par le fait que la traverse (3) peut être abaissée depuis l'extérieur dans une ouverture (13) ayant
à peu près la forme d'une amande, à l'endroit le plus large, en pouvant être déplacée
dans le sens de son axe longitudinal jusqu'à ce que les surfaces de support (31) reposent
sur les bourrelets du bord (15).
20. Casque (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les deux surfaces de support (31) de la traverse sont collées à la fois à l'enveloppe
extérieure (11) et à l'enveloppe intérieure (12).