[0001] Die Erfindung betrifft ein Dosiersystem, ein Kombidosiergerät, für die Abgabe einer
Mehrzahl von Zubereitungen zur Anwendung in Geschirrspülmaschinen, sowie ein Geschirrspüler.
Stand der Technik
[0002] Geschirrspülmittel stehen dem Verbraucher in einer Vielzahl von Angebotsformen zur
Verfügung. Neben den traditionellen flüssigen Handgeschirrspülmitteln haben mit der
Verbreitung von Haushaltsgeschirrspülmaschinen insbesondere die maschinellen Geschirrspülmittel
eine große Bedeutung. Diese maschinellen Geschirrspülmittel werden dem Verbraucher
typischerweise in fester Form, beispielsweise als Pulver oder als Tabletten, zunehmend
jedoch auch in flüssiger Form angeboten. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei seit geraumer
Zeit auf der bequemen Dosierung von Reinigungsmitteln und der Vereinfachung der zur
Durchführung eines Reinigungsverfahrens notwendigen Arbeitsschritte.
[0003] Ferner ist eines der Hauptziele der Hersteller maschineller Reinigungsmittel die
Verbesserung der Reinigungsleistung dieser Mittel, wobei in jüngster Zeit ein verstärktes
Augenmerk auf die Reinigungsleistung bei Niedrigtemperatur-Reinigungsgängen bzw. in
Reinigungsgängen mit verringertem Wasserverbrauch gelegt wird. Hierzu wurden den Reinigungsmitteln
vorzugsweise neue Inhaltsstoffe, beispielsweise wirksamere Tenside, Polymere, Enzyme
oder Bleichmittel zugesetzt. Da neue Inhaltsstoffe jedoch nur in begrenztem Umfang
zur Verfügung stehen und die pro Reinigungsgang eingesetzte Menge der Inhaltsstoffe
aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen nicht in beliebigem Maße erhöht werden
kann, sind diesem Lösungsansatz natürliche Grenzen gesetzt.
[0004] In diesem Zusammenhang sind in jüngster Zeit insbesondere Vorrichtungen zur Mehrfachdosierung
von Reinigungsmitteln in das Blickfeld der Produktentwickler geraten. Bei diesen Vorrichtungen
kann zwischen in die Geschirrspülmaschine integrierten Dosierkammern einerseits und
eigenständigen, von der Geschirrspülmaschine unabhängigen Vorrichtungen andererseits
unterschieden werden. Mittels dieser Vorrichtungen, welche die mehrfache der für die
Durchführung eines Reinigungsverfahrens notwendigen Reinigungsmittelmenge enthalten,
werden Reinigungsmittelportionen in automatischer oder halbautomatischer Weise im
Verlauf mehrerer aufeinander folgender Reinigungsverfahren in den Innenraum der Reinigungsmaschine
dosiert. Für den Verbraucher entfällt die Notwendigkeit der manuellen Dosierung bei
jedem Reinigungs- bzw. Waschgang. Beispiele für derartige Vorrichtungen werden in
der europäischen Patentanmeldung
EP 1 759 624 A2 (Reckitt Benckiser) oder in der deutschen Patentanmeldung
DE 53 5005 062 479 A1 (BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH) beschrieben.
[0005] WO 02/29150 A1 offenbart ein autarkes Dosiergerät für einen Geschirrspüler, das koppelbar mit einer
Kartusche ist. Das Dosiergerät umfasst eine Sensoreinheit und eine Steuereinheit.
[0006] DE 10 2006 043916 A1 beschreibt einen Aktuator, ein Verschlusselement, und eine Dosierkammer mit einer
Einlassöffnung und einer Auslassöffnung für ein Wasserführendes Haushaltsgerät.
Aufgabe der Erfindung
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es ein verbessertes Dosiersystem nach Anspruch 1, 2 oder
3, ein Kombidosiergeärt nach Anspruch 4, und ein Geschirrspüler nach Anspruch 5 bereitzustellen.
[0008] Das erfindungsgemäße Dosiersystem besteht aus den Grundbauelementen einer Kartusche
und einem mit der Kartusche kuppelbarem Dosiergerät, welches wiederum aus weiteren
Baugruppen, wie beispielsweise Bauelementträger, Aktuator, Verschlusselement, Sensor,
Energiequelle und/oder Steuereinheit, gebildet ist.
[0009] Es ist bevorzugt, dass das erfindungsgemäße Dosiersystem beweglich ist. Beweglich
im Sinne dieser Anmeldung bedeutet, dass das Dosiersystem nicht unlösbar mit einer
Geschirrspülmaschine verbunden ist, sondern beispielsweise aus einer Geschirrspülmaschine
durch den Benutzer entnehmbar oder in einer Geschirrspülmaschine positionierbar, also
eigenständig handhabbar, ist
[0010] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist es auch denkbar, dass das
Dosiergerät für den Benutzer nicht lösbar mit einer Geschirrspülmaschine verbunden
ist und lediglich die Kartusche beweglich ist.
[0011] Um den Betrieb bei erhöhten Temperaturen, wie sie beispielsweise in einzelnen Waschzyklen
einer Geschirrspülmaschine auftreten, zu gewährleisten, kann das Dosiersystem aus
Materialen geformt sein, die bis zu einer Temperatur von 120°C formstabil sind.
[0012] Da die zu dosierenden Zubereitungen je nach beabsichtigtem Verwendungszweck einen
pH-Wert zwischen 2 und 12 aufweisen können, sollten alle Komponenten des Dosiersystems,
die in Kontakt mit den Zubereitungen kommen, eine entsprechende Säure- und/oder Alkaliresistenz
aufweisen. Ferner sollten die diese Komponenten durch eine geeignete Materialauswahl
weitestgehend chemisch inert, beispielsweise gegen nichtionische Tenside, Enzyme und/oder
Duftstoffe sein.
Kartusche
[0013] Unter einer Kartusche im Sinne dieser Anmeldung wird ein Packmittel verstanden, das
dazu geeignet ist wenigstens eine fließfähige, schüttfähige oder streufähige Zubereitungen
zu umhüllen oder zusammenzuhalten und das zur Abgabe wenigstens einer Zubereitung
an ein Dosiergerät koppelbar ist.
[0014] In der einfachsten, denkbaren Ausführung weist die Kartusche eine, bevorzugt formstabile
Kammer zur Bevorratung einer Zubereitung auf. Insbesondere kann eine Kartusche auch
mehrere Kammern umfassen, die mit voneinander verschiedenen Zusammensetzungen befüllbar
sind.
[0015] Es ist vorteilhaft, dass die Kartusche wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die
derart angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Zubereitungsfreisetzung aus der
Kartusche in der Gebrauchsstellung des Dosiergeräts bewirkt werden kann. Hierdurch
werden keine weiteren Fördermittel zur Freisetzung von Zubereitung aus der Kartusche
benötigt, wodurch der Aufbau des Dosiergeräts einfach und die Herstellungskosten niedrig
gehalten werden können. Des Weiteren kann die Verwendung von Fördermitteln, wie z.B.
Pumpen entfallen, wodurch die Lebensdauer einer Batterie oder Akkus des Dosiergeräts
gesteigert werden kann.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung ist wenigstens eine zweite
Kammer zur Aufnahme wenigstens einer zweiten fließ- oder streufähigen Zubereitung
vorgesehen, wobei die zweite Kammer wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die derart
angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Produktfreisetzung aus der zweiten Kammer
in der Gebrauchsstellung des Dosiergeräts bewirkbar ist. Die Anordnung einer zweiten
Kammer ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn in den voneinander getrennten Kammern
der Kartusche Zubereitungen bevorratet sind, die üblicherweise nicht miteinander lagerstabil
sind, wie beispielsweise Bleichmittel und Enzyme.
[0017] Des Weiteren ist es vorstellbar, dass mehr als zwei, insbesondere drei bis vier Kammern
in bzw. an einer Kartusche vorgesehen sind. Insbesondere kann einer der Kammern zur
Abgabe von flüchtigen Zubereitungen wie etwa eines Duftstoffs an die Umgebung ausgestaltet
sein.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Kartusche einstückig ausgebildet.
Hierdurch lassen sich die Kartuschen, insbesondere durch geeignete Blasformverfahren,
kostengünstig in einem Herstellungsschritt ausbilden. Die Kammern einer Kartusche
können hierbei beispielsweise durch Stege oder Materialbrücken, die während oder nach
dem Blasverfahren ausgeformt werden, voneinander separiert sein.
[0019] Die Kartusche kann auch mehrstückig durch im Spritzguss hergestellte und anschließend
zusammengefügte Bauteile gebildet sein.
[0020] Ferner ist es denkbar, dass die Kartusche in derart mehrstückig ausgeformt ist, dass
wenigstens eine Kammer, vorzugsweise alle Kammern, einzeln aus dem Dosiergerät entnehmbar
oder in das Dosiergerät einsetzbar sind. Hierdurch ist es möglich, bei einem unterschiedlich
starken Verbrauch einer Zubereitung aus einer Kammer, eine bereits entleerte Kammer
auszutauschen, während die übrigen, die noch mit Zubereitung befüllt sein können,
in dem Dosiergerät verbleiben. Somit kann ein gezieltes und bedarfsgerechtes Nachfüllen
der einzelnen Kammern bzw. deren Zubereitungen erreicht werden. Zudem ist es denkbar,
die einzelnen Kammern in der Gestallt auszubilden, dass die Kammern in nur einer bestimmten
Lage bzw. Position miteinander bzw. mit dem Dosiergerät gekoppelt werden können, wodurch
vermieden wird, das ein Benutzer eine Kammer in einer dafür nicht vorgesehenen Position
mit dem Dosiergerät verbindet. Hierzu können die Kammerwände insbesondere derart ausgeformt
sein, dass sie sich formschlüssig miteinander verbinden lassen. Besonders vorteilhaft
ist es, bei einer aus wenigstens drei Kammern gebildeten Kartusche die Kartuschen
so auszuformen, dass die Kammern nur in einer bestimmten definierten Lage zueinander
miteinander formschlüssig verbindbar ist.
[0021] Die Kammern einer Kartusche können durch geeignete Verbindungsmethoden aneinander
fixiert sein, so dass eine Behältereinheit gebildet ist. Die Kammern können durch
eine geeignete formschlüssige, kraftschlüssige oder stoffschlüssige Verbindung lösbar
oder unlösbar gegeneinander fixiert sein. Insbesondere kann die Fixierung durch eine
oder mehrere der Verbindungsarten aus der Gruppe der Snap-In Verbindungen, Klettverbindungen,
Pressverbindungen, Schmelzverbindungen, Klebverbindungen, Schweißverbindungen, Lötverbindungen,
Schraubverbindungen, Keilverbindungen, Klemmverbindungen oder Prellverbindungen erfolgen.
Insbesondere kann die Fixierung auch durch einen Schrumpfschlauch (sog. Sleeve) ausgebildet
sein, der in einem erwärmten Zustand über die gesamte oder Abschnitte der Kartusche
gezogen wird und die Kammern bzw. die Kartusche im abgekühlten Zustand fest umschließt.
[0022] Um vorteilhafte Restentleerungseigenschaften der Kammern bereitzustellen, kann der
Boden der Kammern trichterförmig zur Abgabeöffnung hin geneigt sein. Des Weiteren
kann die Innenwand einer Kammer durch geeignete Materialwahl und/oder Oberflächenausgestaltung
in derart ausgebildet sein, dass eine geringe Materialanhaftung der Zubereitung an
der inneren Kammerwand realisiert ist. Auch durch diese Maßnahme lässt sich die Restentleerbarkeit
einer Kammer weiter optimieren.
[0023] Insbesondere kann die Kartusche auch asymmetrisch ausgebildet sein. Besonders bevorzugt
ist es die Asymmetrie der Kartusche derart auszuformen, dass die Kartusche nur in
einer vordefinierten Position in mit dem Dosiergerät koppelbar ist, wodurch eine sonst
mögliche Fehlbedienung durch den Benutzer verhindert wird.
[0024] In oder an einer Kammer kann eine Dosierkammer, in schwerkraftbewirkter Fließrichtung
der Zubereitung vor der Auslassöffnung einer Kammer ausgebildet sein. Durch die Dosierkammer
wird die Zubereitungsmenge, die bei der Freisetzung von Zubereitung aus der Kammer
an die Umgebung abgegeben werden soll, festgelegt. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft,
wenn das Verschlusselement des Dosiergeräts, das die Zubereitungsabgabe aus einer
Kammer an die Umgebung bewirkt, nur in einen Abgabe- und einen Verschlusszustand ohne
Messung bzw. Kontrolle der Abgabemenge versetzt werden kann. Durch die Dosierkammer
wird dann gewährleistet, dass ohne eine unmittelbare Rücckopplung der aktuell abgegebenen,
ausfließenden Zubereitungsmenge eine vordefinierte Menge an Zubereitung freigesetzt
wird.
[0025] Die Dosierkammern können einstückig oder mehrstückig ausgeformt sein. Ferner ist
es möglich, die Dosierkammern mit der Kartusche fest verbunden oder lösbar auszuführen.
Bei einer lösbar mit der Kartusche verbundenen Dosierkammer ist es auf eine einfache
Weise möglich, Dosierkammern mit voneinander unterschiedlichen Dosiervolumina mit
einer Kartusche zu verbinden bzw. diese auszutauschen, wodurch eine einfache Anpassung
der Dosiervolumina an die jeweils in einer Kammer bevorrateten Zubereitung und somit
eine einfache Konfektionierung der Kartusche für unterschiedliche Zubereitungen und
deren Dosierung möglich ist.
[0026] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung weist eine oder
weisen mehrere Kammern neben einer, vorzugsweise bodenseitigen Auslassöffnung jeweils
eine flüssigkeitsdicht verschließbare, vorzugsweise kopfseitige zweite Kammeröffnung
auf. Durch diese Kammeröffnung ist es beispielsweise ermöglicht, in dieser Kammer
aufbewahrte Zubereitung nachzufüllen.
[0027] Zur Belüftung der Kartuschenkammern können insbesondere im Kopfbereich der Kartusche
Belüftungsmöglichkeiten vorgesehen sein, um einen Druckausgleich bei fallendem Befüllstand
der Kammern zwischen dem Inneren der Kartuschenkammern und der Umgebung zu gewährleisten.
Diese Belüftungsmöglichkeiten können beispielsweise als Ventil, insbesondere Silikonventil,
Micro-Öffnungen in einer Kammer- bzw. Kartuschenwand oder dergleichen ausgebildet
sein.
[0028] Sollte gemäß einer weiteren Ausgestaltung nicht die Kartuschenkammern direkt belüftet
werden, sondern über das Dosiergerät oder keine Belüftung, z.B. bei der Verwendung
flexibler Behältnisse, wie beispielsweise Beutel, vorgesehen sein, so hat dies den
Vorteil, dass bei erhöhten Temperaturen im Laufe eines Spülzyklus eines Geschirrspülers
durch die Erwärmung des Kammerinhalts ein Druck aufgebaut wird, der die zu dosierenden
Zubereitungen in Richtung der Auslassöffnungen drückt, so dass hierdurch eine gute
Restentleerbarkeit der Kartusche erreichbar ist. Ferner besteht bei einer derartigen,
luftfreien Verpackung nicht die Gefahr einer Oxidation von Substanzen der Zubereitung,
was eine Beutelverpackung oder auch Bag-In-Bottle-Verpackung insbesondere für oxidationsempfindliche
Zubereitungen zweckmäßig erscheinen lässt.
[0029] Bevorzugt beträgt das Volumenverhältnis gebildet aus dem Bauvolumen des Dosiergeräts
und dem Füllvolumen der Kartusche <1, besonders bevorzugt <0,1, insbesondere bevorzugt
<0,05. Hierdurch wird erreicht, dass bei einem vorgegebenen Gesamtbauvolumen von Dosiergerät
und Kartusche, der überwiegende Anteil des Bauvolumens durch die Kartusche und die
darin enthaltene Zubereitung in Anspruch genommen wird.
[0030] Die Kartusche kann jede beliebige Raumform annehmen. Sie kann beispielsweise würfelartig,
kugelförmig oder plattenartig ausgebildet sein.
[0031] Die Kartusche und das Dosiergerät können insbesondere derart bezüglich ihrer Raumform
ausgestaltet sein, dass sie einen möglichst geringen Nutzvolumenverlust insbesondere
in einer Geschirrspülmaschine gewährleisten.
[0032] Zur Verwendung des Dosiergeräts in Geschirrspülmaschinen ist es besonders vorteilhaft,
das Gerät in Anlehnung an in Geschirrspülmaschinen zu reinigendem Geschirr auszuformen.
So kann dieses beispielsweise plattenförmig, in etwa in den Abmessungen eines Tellers,
ausgebildet sein. Hierdurch kann das Dosiergerät platzsparend z.B. im Unterkorb des
Geschirrspülers positioniert werden. Ferner erschließt sich die richtige Positionierung
der Dosiereinheit dem Benutzer unmittelbar intuitiv durch die tellerartige Formgebung.
[0033] Bevorzugt weist das Dosiergerät und die Kartusche im miteinander gekoppelten Zustand
ein Verhältnis von Höhe:Breite:Tiefe zwischen 5:5:1 und 50:50:1, insbesondere bevorzugt
von etwa 10:10:1 auf. Durch die "schlanke" Ausbildung des Dosiergeräts und der Kartusche
ist es insbesondere möglich, das Gerät in dem unteren Besteckkorb einer Geschirrspülmaschine
in den für Teller vorgesehenen Aufnahmen zu positionieren. Dies hat den Vorteil, dass
die aus dem Dosiergerät abgegeben Zubereitungen direkt in die Waschflotte gelangen
und nicht an anderem Spülgut anhaften können.
[0034] Üblicherweise sind handelsübliche Haushaltsgeschirrspülmaschinen in derart konzipiert,
dass die Anordnung von größerem Spülgut, wie etwa Pfannen oder große Teller, im unteren
Korb der Geschirrspülmaschine vorgesehen ist. Um eine nicht optimale Positionierung
des Dosiersystems bestehend aus dem Dosiergerät und der mit dem Dosiergerät gekoppelten
Kartusche durch den Benutzer im oberen Korb zu vermeiden, ist in einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung das Dosiersystem derart dimensioniert, dass eine Positionierung
des Dosiersystems lediglich in den dafür vorgesehenen Aufnahmen des unteren Korbes
ermöglicht ist. Hierzu können die Breite und die Höhe des Dosiersystems insbesondere
zwischen 150mm und 300mm, besonders bevorzugt zwischen 175mm und 250mm gewählt sein.
[0035] Es ist jedoch auch denkbar, die Dosiereinheit in Becherform oder Topfform mit einer
im Wesentlichen kreisrunden oder quadratischen Grundfläche auszubilden.
[0036] Die Auslassöffnungen einer Kartusche sind bevorzugt auf einer Linie angeordnet, wodurch
eine schlanke, tellerförmige Ausbildung des Dosiergeräts ermöglicht ist.
[0037] Bei einer topfförmigen oder becherförmigen Ausbildung der Kartusche bzw. deren topfförmigen
oder becherförmigen Gruppierung kann es jedoch auch vorteilhaft sein, die Abgabeöffnungen
der Kartusche beispielsweise kreisbogenförmig anzuordnen.
[0038] Um eine unmittelbare optische Füllstandskontrolle bereitzustellen, ist es von Vorteil,
die Kartusche zumindest abschnittsweise aus einem transparenten Material zu formen.
[0039] Um hitzeempfindliche Bestandteile einer in einer Kartusche befindlichen Zubereitung
vor Wärmeeinwirkung zu schützen, ist es von Vorteil, die Kartusche aus einem Material
mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit herzustellen.
[0040] Eine weitere Möglichkeit zur Verminderung des Hitzeeinflusses auf eine Zubereitung
in einer Kammer der Kartusche ist es, die Kammer durch geeignete Maßnahmen zu isolieren
z.B. durch die Verwendung von Wärmedämmmaterialien wie etwa Styropor, die die Kammer
oder die Kartusche in geeigneter Weise ganz oder teilweise umschließen.
[0041] Auch ist es möglich, die Kartusche oder einzelne Kammern vollständig oder abschnittsweise
mit einer strahlungsreflektierenden Beschichtung zu versehen, die insbesondere geeignet
ist, Wärmestrahlung zu reflektieren.
[0042] Eine weitere Maßnahme zum Schutz hitzeempfindlicher Substanzen in einer Kartusche
ist, bei einer Mehrzahl von Kammern, deren Anordnung zueinander.
[0043] So ist es beispielsweise denkbar, das die Kammer, die ein hitzeempfindliches Produkt
beinhaltet, teilweise oder vollständig von wenigstens einer weiteren, mit einem Produkt
befüllten Kammer umschlossen ist, wobei dieses Produkt und diese Kammer in dieser
Konfiguration als Wärmeisolation für die umschlossene Kammer fungieren. Dies bedeutet,
dass eine erste Kammer, die ein hitzeempfindliches Produkt beinhaltet, teilweise oder
vollständig von wenigstens einer weiteren, mit einem Produkt befüllten Kammer umschlossen
ist, so dass das hitzeempfindliche Produkt in der ersten Kammer bei Erwärmung der
Umgebung einen langsameren Temperaturanstieg aufweist, als die Produkte in den umgebenden
Kammern.
[0044] Um eine weitere Verbesserung der Wärmeisolation herbeizuführen, können bei der Verwendung
von mehr als zwei Kammern, die Kammern nach dem Matroschka-Prinzip umeinander angeordnet
werden, so dass eine mehrschichtige Isolationsschicht gebildet ist.
[0045] Insbesondere ist es vorteilhaft, dass wenigstens eine Zubereitung, die in einer umschließenden
Kammer bevorratet ist, eine Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,01 und 5 W/m*K, bevorzugt
zwischen 0,02 und 2 W/m*k, insbesondere bevorzugt zwischen 0,024 und 1 W/m*K aufweist.
[0046] Die Kartusche ist insbesondere formstabil ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar,
die Kartusche als flexibles Packmittel wie etwa als Tube auszugestalten. Des Weiteren
ist es auch möglich, flexible Behältnisse wie Beutel zu verwenden, insbesondere, wenn
sie gemäß des "bag-in-bottle"-Prinzips in ein im Wesentlichen formstabiles Aufnahmebehältnis
eingesetzt werden. Durch die Verwendung flexibler Packmittel entfällt - anders als
bei den eingangs beschriebenen formstabilen Kartuschenausbildungen - die Notwendigkeit
ein Belüftungssystem zum Druckausgleich vorzusehen.
[0047] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, weist die Kartusche ein RFID-Etikett
auf, dass zumindest Informationen über den Inhalt der Kartusche beinhaltet und das
durch eine Sensoreinheit, die insbesondere im Dosiergerät oder Geschirrspülmaschine
vorgesehen sein kann, auslesbar ist.
[0048] Diese Informationen können beispielsweise verwendet werden, um ein in der Steuereinheit
des Dosiergeräts gespeichertes Dosierprogramm auszuwählen. Hierdurch kann sichergestellt
werden, dass stets ein für eine bestimmte Zubereitung optimales Dosierprogramm verwendet
wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass bei nicht Vorhandensein eines RFID-Etiketts
oder bei einem RFID-Etikett mit einer falschen oder fehlerhaften Kennung, keine Dosierung
durch die Dosiervorrichtung erfolgt und statt dessen ein optisches oder akustisches
Signal erzeugt wird, dass den Benutzer auf den vorliegenden Fehler hinweist.
[0049] Um einen Fehlgebrauch der Kartusche auszuschließen, können die Kartuschen auch strukturelle
Elemente aufweisen, die mit korrespondierenden Elementen des Dosiergeräts nach dem
Schlüssel-Schloss-Prinzip zusammenwirken, so dass beispielsweise nur Kartuschen eines,bestimmten
Typs an das Dosiergerät koppelbar sind. Ferner ist es durch diese Ausgestaltung möglich,
dass Informationen über die an das Dosiergerät gekoppelten Kartusche an die Steuereinheit
des Dosiergeräts übertragen werden, wodurch eine auf den Inhalt des dementsprechenden
Behälters abgestimmte Steuerung der Dosiervorrichtung erfolgen kann.
[0050] Die Kartusche ist insbesondere zur Aufnahme von fließfähigen Reinigungsmittel ausgebildet.
Besonders bevorzugt weist eine derartige Kartusche eine Mehrzahl von Kammern zur räumlich
separierten Aufnahme jeweils voneinander verschiedener Zubereitungen eines Reinigungsmittels
auf. Exemplarisch - aber nicht abschließend - sind nachfolgend einige Kombinationsmöglichkeiten
der Befüllung der Kammern mit unterschiedlichen Zubereitungen aufgelistet:
| |
Kammer 1 |
Kammer 2 |
Kammer 3 |
Kammer 4 |
| A |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
- |
- |
| B |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
- |
| C |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Duftstoff |
| D |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Desinfektionszubereitung |
| E |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Vorbehandlungszubereitung |
[0051] Es ist besonders bevorzugt, dass alle Zubereitungen fließfähig sind, da hierdurch
ein schnelles Lösen der Zubereitungen in der Waschflotte des Geschirrspülers gewährleistet
ist, wodurch diese Zubereitungen eine rasche bis sofortige Reinigungs- bzw. Klarspülwirkung,
insbesondere auch auf den Wänden des Spülraums und/oder eines Lichtleiters der Kartusche
und/oder des Dosiergeräts erzielen.
[0052] Die Kartusche weist üblicherweise ein Gesamtfüllvolumen von <5.000 ml, insbesondere
<1.000 ml, bevorzugt <500ml, besonders bevorzugt <250 ml, ganz besonders bevorzugt
< 50 ml auf.
[0053] Die Kammern einer Kartusche können gleiche oder voneinander verschiedene Füllvolumina
aufweisen. Bei einer Konfiguration mit zwei Kammern beträgt das Verhältnis der Kammervolumina
bevorzugt 5:1, bei einer Konfiguration mit drei Kammern bevorzugt 4:1:1, wobei diese
Konfigurationen insbesondere zur Verwendung in Geschirrspülmaschinen geeignet sind.
[0054] Wie oben erwähnt, besitzt die Kartusche vorzugsweise drei Kammern. Für den Einsatz
einer derartigen Kartusche in einer Geschirrspülmaschine ist es insbesondere bevorzugt,
dass eine Kammer eine alkalische Reinigungszubereitung, eine weitere Kammer eine enzymatische
Zubereitung und eine dritte Kammer einen Klarspüler beinhaltet, wobei das Volumenverhältnis
der Kammern in etwa 4:1:1 beträgt.
[0055] Die die alkalische Reinigungszubereitung beinhaltende Kammer weist bevorzugt das
größte Füllvolumen der vorhandenen Kammern auf. Bevorzugt weisen die Kammern, die
eine enzymatische Zubereitung bzw. einen Klarspüler bevorraten, in etwa gleiche Füllvolumina
auf.
[0056] Bei einer Zwei- und/oder Drei-Kammerausführung der Kartusche ist insbesondere möglich,
insbesondere eine Duftstoff-, Desinfektions- und/oder Vorbehandlungszubereitung in
einer lösbar an der Kartusche oder am Dosiergerät angeordneten, weiteren Kammer zu
bevorraten.
[0057] Die Kartusche umfasst einen Kartuschenboden, der in Gebrauchsstellung in Schwerkraftrichtung
nach unten gerichtet ist und an dem bevorzugt für jede Kammer mindestens eine in Schwerkraftrichtung
bodenseitig angeordnete Auslassöffnung vorgesehen ist. Die bodenseitig angeordneten
Auslassöffnungen sind insbesondere derart ausgebildet, dass wenigstens eine, bevorzugt
alle Auslassöffnungen mit den Einlassöffnungen des Dosiergeräts kommunizierend verbindbar
sind, also Zubereitung über die Auslassöffnungen aus der Kartusche in das Dosiergerät,
bevorzugt schwerkraftbewirkt, einfließen kann.
[0058] Es ist auch denkbar, dass eine oder mehrere Kammern eine nicht in Schwerkraftrichtung
bodenseitig angeordnete Auslassöffnung aufweisen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil,
wenn zum Beispiel ein Duftstoff an die Umgebung der Kartusche abgegeben werden soll.
[0059] Bevorzugt ist die Kartusche aus wenigstens zwei miteinander stoffschlüssig verbundenen
Elementen gebildet, wobei die Verbindungskante der Elemente am Kartuschenboden außerhalb
der Auslassöffnungen verläuft, die Verbindungskante die Auslassöffnungen also nicht
schneidet. Dies ist insbesondere von Vorteil, da hierdurch Dichtigkeitsprobleme bei
der Kopplung mit dem Dosiergerät im Bereich der Auslassöffnungen vermieden werden,
die insbesondere bei den in einem Geschirrspüler üblicherweise vorkommenden hohen
Temperaturwechselbeanspruchungen vorkommen.
[0060] Die stoffschlüssige Verbindung kann beispielsweise durch Kleben, Schweißen, Löten,
Pressen oder Vulkanisieren hergestellt sein.
[0061] Besonders bevorzugt ist es, die Kartuschenelemente mittels Spiegelschweißen miteinander
zu verbinden. Beim Spiegelschweißen wird über einen metallischen Heizspiegel, der
die Kontur, der in Verbindung zu bringenden Grenzflächen beinhaltet, die Grenzflächen
aufheizt und kurz in den plastischen Zustand versetzt, sodass nach Entfernen des Heizspiegels
und Zusammenfügen der Teile diese plastischen Bereiche als Schmelze wieder erstarren
und eine feste Verbindung ergeben.
[0062] Neben der aus dem Stand der Technik bekannten Spiegelschweißtechnik, können einzeln
gespritzte Teile beispielsweise auch mittels Laserschweißen miteinander verbunden
werden. Beim Laserschweißen muss eins der beiden Materialien die an der Grenzfläche
aufgeschmolzen werden sollen eine Absorbenz tragen, um den Energieinhalt des Laserstrahls
aufzunehmen und in Wärme zu wandeln, die dann das Aufschmelzen des entsprechenden
Materialbereichs bewirkt. Dies wird typischerweise mit Farbpigmenten erreicht, die
in thermische Wechselwirkung mit dem in das Material geleiteten Laserstrahl treten.
Diese zu fügenden Grenzflächen können auch verdeckt sein, wenn das in Einstrahlrichtung
des Laserstrahls davor befindliche Material für den Laserstrahl transparent ist und
keine Absorptionseigenschaft aufweist.
[0063] Ferner ist es möglich, einzelne Kartuschenelemente mittels Ultraschallschweißverfahren
oder IR-Verschweißung über Elektroden zu verbinden.
[0064] Es ist vorteilhaft, dass die Verbindungskante entlang der Kopf-, Boden- und Seitenflächen
der Kartusche verläuft. Hierdurch können zwei Kartuschenelemente insbesondere im Spritzgussverfahren
hergestellt werden, wobei entweder beide Elemente wannenförmig ausgebildet sind oder
ein Element wannenförmig und das zweite Element deckelartig ist.
[0065] Zur Ausbildung einer Zwei- oder Mehrkammerkartusche kann wenigstens eines der beiden
Kartuschenelemente wenigstens einen Trennsteg umfassen, der im zusammengefügten Zustand
der Elemente jeweils zwei benachbarte Kammern der Kartusche voneinander trennt.
[0066] Alternativ zur Ausbildung der Kartusche durch zwei schalenförmige Kartuschenelemente
ist es auch denkbar, dass ein Kartuschenelement als napfartiger Behälter mit wenigstens
einer Kammer und das zweite Element der Kartuschenboden oder -kopf ist, der mit dem
napfartigen Behälter flüssigkeitsdicht entlang der Verbindungskante verbunden ist.
[0067] Selbstverständlich ist es auch denkbar, die oben erwähnten Kartuschenkonfigurationen
in beliebig geeigneter Weise miteinander zu kombinieren. Beispielsweise ist es möglich
eine Zweikammerkartusche aus einem wannenförmigen und einem deckelartigen Kartuschenelement
zu bilden und eine dritte ein- oder mehrstückige Kammer am Kopf oder Mantelfläche
der so gebildeten Kartusche anzuordnen.
[0068] Insbesondere kann eine derartige, weitere Kammer zur Aufnahme einer Zubereitung an
der Kartusche angeordnet und in derart konfiguriert sein, dass eine Abgabe von flüchtigen
Substanzen wie beispielsweise Duftstoffen aus der Zubereitung in die Umgebung der
Kammer bewirkt wird.
[0069] Gemäß einer zu bevorzugenden Ausgestaltung sind die Auslassöffnungen der Kartusche
durch Verschlussmittel zumindest im befüllten, ungeöffneten Zustand der Kartusche
verschlossen. Die Verschlussmittel können derart ausgebildet sein, dass sie ein einmaliges
Öffnen der Auslassöffnung durch Zerstörung des Verschlussmittels erlauben. Derartige
Verschlussmittel sind beispielsweise Siegelfolien oder Verschlusskappen.
[0070] Gemäß einer zu bevorzugenden Ausführung der Erfindung sind die Auslassöffnungen mit
jeweils einem Verschluss versehen, der im mit einem Dosiergerät gekoppelten Zustand
ein Ausfließen von Zubereitung aus den jeweiligen Kammern erlaubt und im ungekoppelten
Zustand der Kartusche ein Ausfließen von Zubereitung im Wesentlichen verhindert. Insbesondere
ist ein derartiger Verschluss als geschlitztes Silikonventil ausgestaltet.
[0071] Ferner ist es bevorzugt, dass die Belüftungsöffnungen der Kartusche vor einem ersten
Kopplen mit dem Dosiergerät mit einem Verschlusselement verschlossen sind. Das Verschlusselement
kann insbesondere ein Stopfen oder eine Kappe sein, die beim ersten Koppeln mit dem
Dosiergerät durch den Kopplungsprozess geöffnet, beispielsweise durchstoßen, wird.
[0072] Es ist ganz besonders bevorzugt, dass vor einem ersten Koppeln der Kartusche mit
dem Dosiergerät alle Auslassöffnungen der Kartusche mit einem geschlitzten Silikonventil
und alle Belüftungsöffnungen mit einer Kappe verschlossen sind.
[0073] Die die Kartusche bildenden Kartuschenelemente sind vorzugsweise aus einem Kunststoff
gebildet und können in einem gemeinsamen Spritzgussprozess ausgeformt werden, wobei
es vorteilhaft sein kann, einen als Scharnier wirkenden Verbindungssteg zwischen den
beiden Elementen anzuformen, so dass nach der Ausformung die beiden Elemente durch
ein Umklappen aneinander anliegen und stoffschlüssig entlang der Verbindungskante
verbunden werden.
[0074] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine Energiequelle, insbesondere
eine Batterie oder Akkumulator, an oder in der Kartusche, bevorzugt am oder im Boden
der Kartusche, angeordnet. An der Kartusche können des weiteren Mittel zur elektrischen
Kopplung der Energiequelle mit dem Dosiergerät vorgesehen sein.
[0075] In einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Kartusche zur
Kopplung mit einem im Inneren eines Haushaltsgeräts positionierbaren Dosiergeräts
zur Abgabe von wenigstens einer Reinigungsmittelzubereitung, wenigstens eine Kammer
zur Bevorratung wenigstens einer fließ- oder schüttfähigen Reinigungsmittelzubereitung
auf, wobei die Kartusche im mit dem Dosiergerät gekoppelten Zustand vor Eintritt von
Spülwasser in die Kammer(n) geschützt ist und die Kartusche wenigstens eine in Schwerkraftrichtung
bodenseitige Abgabeöffnung zur - insbesondere schwerkraftbewirkten - Abgabe von Zubereitung
aus wenigstens einer Kammer und wenigstens eine in Schwerkraftrichtung bodenseitige
Belüftungsöffnung zur Belüftung wenigstens einer Kammer umfasst, wobei die Belüftungsöffnung
von der Abgabeöffnung separiert ist und die Belüftungsöffnung kommunizierend mit wenigstens
einer Kammer der Kartusche verbunden ist.
[0076] Besonders bevorzugt ist es, dass die Kartusche wenigstens zwei Kammern, ganz besonders
bevorzugt wenigstens drei Kammern umfasst. Hierbei ist es von Vorteil, dass für jede
Kammer jeweils eine Belüftungsöffnung und eine Abgabeöffnung vorgesehen sind.
[0077] Es ist ferner bevorzugt, dass die bodenseitige Belüftungsöffnung mit einem Belüftungskanal
kommunizierend verbunden ist, dessen der Belüftungsöffnung abgewandtes Ende in der
Abgabestellung der mit dem Dosiergerät gekoppelten Kartusche oberhalb des maximalen
Füllstandsspiegels der Kartusche mündet.
[0078] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, dass der Belüftungskanal ganz oder teilweise
in oder an den Wandungen und/oder Stegen der Kartusche ausgeformt ist. Insbesondere
kann der Belüftungskanal integral in oder an den Wandungen und/oder Stegen der Kartusche
ausgeformt sein.
[0079] Hierzu kann der Belüftungskanal in vorteilhafter Weise durch Fügen von wenigstens
zwei die Kartusche bildenden Elementen geformt sein. Beispielsweise kann ein Belüftungskanal
durch Fügen eines im schalenförmigen Element ausgeformten Trennstegs der Kartusche
mit zwei den Trennsteg einfassenden, am Kartuschenelement angeordneten Stegen gebildet
sein.
[0080] Hierbei ist es von Vorteil, wenn der Belüftungskanal durch stoffschlüssiges Fügen,
insbesondere durch Schweißen, eines im schalenförmigen Element ausgeformten Trennstegs
der Kartusche mit zwei den Trennsteg einfassenden, am Kartuschenelement angeordneten
Stegen gebildet ist.
[0081] Alternativ hierzu kann der Belüftungskanal beispielsweise auch als sogg. Dip-Tube
ausgebildet sein.
[0082] Um die Belüftung der Kartusche auch in einer Schrägstellung, beispielsweise wenn
das Dosiergerät in der Telleraufnahme platziert ist, zu gewährleisten, ist es von
Vorteil, dass der Füllstandsspiegel (F) der Kartusche im ungeöffneten, befüllten Zustand
der Kartusche bei einer Schrägstellung von bis zu 45° nicht an der Belüftungskanalmündung
(83) ansteht.
[0083] Des Weiteren ist es hierbei vorteilhaft, die Belüftungskanalmündung in etwa mittig
an bzw. in der Kammerwand des Kartuschenkopfs anzuordnen.
[0084] Um die Funktionsfähigkeit beispielsweise auch nach einer Horizontallage der Kartusche
zu gewährleisten, ist es von Vorteil, wenn die Viskosität einer fließfähigen Zubereitung
und der Belüftungskanal in der Art konfiguriert sind, dass die Zubereitung nicht über
Kapillarkräfte in den Belüftungskanal gezogen wird, wenn die Zubereitung an der Belüftungskanalmündung
ansteht.
[0085] Die Kopplung der Kartusche mit dem Dosiergerät ist vorteilhafter Weise so zu gestalten,
das am Dosiergerät ein mit der Einlassöffnung des Dosiergeräts kommunizierend verbundener
Dorn angeordnet ist, der mit der koppelbaren Kartusche bzw. Kartuschenkammer in der
Art zusammenwirkt, dass beim Koppeln der Belüftungsöffnung der Kartusche bzw. Kartuschenkammer
mit dem Dosiergerät der Dorn ein Volumen Δv im Belüftungskanal verdrängt, wodurch
ein Druck Δp im Belüftungskanal erzeugt wird, der geeignet ist im Belüftungskanal
befindliche, fließfähige Zubereitung in die mit dem Belüftungskanal verbundene, Zubereitung
bevorratende Kammer zu befördern.
[0086] Es ist bevorzugt, dass die Belüftungsöffnung einer Kammer mit dem dosiergeräteseitigen
Dorn kommunizierend verbunden wird, bevor die verschlossene Auslassöffnung der entsprechenden
Kammer geöffnet wird, beispielsweise durch die kommunizierende Verbindung mit der
Einlassöffnung des Dosiergeräts.
[0087] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zwischen Belüftungsöffnung
und dem Belüftungskanal eine Belüftungskammer angeordnet.
[0088] Die Kartusche kann so ausgebildet sein, dass sie lösbar oder fest in oder an dem
Dosiergerät und/oder einer Geschirrspüller angeordnet werden kann.
[0089] In einer weiteren, vorteilhaften Ausführung der Erfindung umfasst das Dosiergerät
zur Abgabe von wenigstens einer fließfähigen Reinigungsmittelzubereitung ins Innere
eines Haushaltsgeräts eine mit dem Dosiergerät koppelbare Kartusche wobei die Kartusche
wenigstens eine fließfähigen Reinigungsmittelzubereitung bevorratet und die Kartusche
in Schwerkraftrichtung bodenseitig wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die im
mit dem Dosiergerät gekoppelten Zustand kommunizierend mit einer Einlassöffnung des
Dosiergeräts verbunden ist, wobei das Dosiergerät und die Kartusche Mittel aufweisen,
die in der Art zusammenwirken, dass eine lösbare Verrastung zwischen Dosiergerät und
Kartusche herstellbar ist, wobei das Dosiergerät und die Kartusche im verrasteten
Zustand gegeneinander um einen Schwenkpunkt (SP) schwenkbar sind, und dass die Auslassöffnung
der Kartusche und die Einlassöffnung der Dosierkonsole derart konfiguriert sind, dass
sie nach Herstellung der Verrastung zwischen Kartusche und Dosiergerät durch Schwenken
der Kartusche in den Kopplungszustand zwischen Dosierkonsole und Kartusche kommunizierend
verbunden sind.
[0090] Insbesondere ist es bevorzugt, dass die Auslassöffnungen der Kammern und die Einlassöffnungen
des Dosiergeräts derart angeordnet und konfiguriert sind, dass sie durch das Schwenken
im Verrastungszustand in den Kopplungszustand von Dosiergerät und Kartusche sequentiell
miteinander verbunden werden.
[0091] Am Dosiergerät und/oder der Kartusche können gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung
Mittel ausgebildet sein, die im Kopplungszustand von Dosiergerät und Kartusche eine
lösbare Fixierung der Kartusche am Dosiergerät bewirken.
[0092] Auch ist es vorteilhaft, am Dosiergerät und/oder Kartusche Mittel auszubilden, die
im verrasteten Zustand von Kartusche und Dosiergerät eine Führung der Kartusche beim
Schwenken in den Kopplungszustand von Kartusche und Dosiergerät bewirken. Dies kann
beispielsweise durch einen bodenseitig an der Kartusche verlaufenden Kragen realisiert
sein, der gegenüber einem korrespondierendem dosiergeräteseitigen Kragen leicht zurückversetzt
ist, so dass er kartuschenseitige Kragen innerhalb des dosiergeräteseitigen Kragen
geführt ist.
[0093] Insbesondere ist es vorteilhaft, dass die Auslassöffnungen der Kammern in Schwenkrichtung
hintereinander angeordnet sind. Ganz besonders bevorzugt ist es, dass die Auslassöffnungen
der Kammern in Schwenkrichtung auf einer Linie (L) angeordnet sind.
[0094] Des weiteren ist es von Vorteil, dass die Auslassöffnungen der Kammern in etwa den
selben Abstand voneinander aufweisen.
[0095] In einer weiteren, vorteilhaften Ausbildung der Erfindung entspricht der größte Abstand
einer Auslassöffnung einer Kammer vom Schwenkpunkt (SP) der Kartusche in etwa dem
0,5 fachen Abstand der Kartuschenbreite (B).
[0096] Insbesondere können wenigstens zwei Kammern der Kartusche voneinander verschiedene
Volumen aufweisen.
[0097] Vorteilhafter Weise weist die Kammer der Kartusche mit dem größten Volumen den größten
Abstand vom Schwenkpunkt (SP) der Kartusche 1 auf.
[0098] In einer weiteren Ausbildung der Erfindung liegt die Belüftungsöffnung einer Kammer
in Schwenkrichtung beim Koppeln der Kartusche mit dem Dosiergerät jeweils vor einer
Auslassöffnung der Kammer.
[0099] Bevorzugt beträgt das Verhältnis von Tiefe (T) der Kartusche zu Breite (B) der Kartusche
in etwa 1:20. Das Verhältnis von Höhe (H) der Kartusche zu Breite (B) der Kartusche
beträgt bevorzugt in etwa 1:1.2.
[0100] Es ist ebenfalls bevorzugt, dass die Belüftungsöffnung einer Kammer in Schwenkrichtung
beim Koppeln der Kartusche mit dem Dosiergerät jeweils vor einer Auslassöffnung der
Kammer liegt. Somit wird gewährleistet, dass zunächst die Belüftungsöffnung der Kartusche
geöffnet wird bevor die Öffnung der Auslassöffnung der Kartusche beim Koppeln der
Kartusche mit dem Dosiergerät erfolgt.
Lichtleiter Kartusche
[0101] Die Kartusche zur Kopplung mit einem Dosiergerät zur Abgabe von wenigstens einer
Reinigungsmittelzubereitung aus der Kartusche ins Innere eines Haushaltsgeräts umfasst
in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung einen in oder an der Kartusche angeordneten
Lichtleiter, in den ein Lichtsignal von außerhalb der Kartusche einkoppelbar ist.
Es ist insbesondere bevorzugt, ein Lichtsignal, dass aus dem Dosiergerät ausgesendet
wird, in die Kartusche einzukoppeln.
[0102] Insbesondere kann der Lichtleiter ganz oder teilweise in oder an den Wandungen und/oder
Stegen der Kartusche ausgeformt sein.
[0103] Weiterhin ist es von Vorteil, den Lichtleiter integral in oder an den Wandungen und/oder
Stegen der Kartusche auszubilden.
[0104] Bevorzugt besteht der Lichtleiter aus einem transparenten Kunststoffmaterial. Es
ist jedoch auch möglich, die gesamte Kartusche aus einem transparenten Material auszubilden.
[0105] Es ist bevorzugt, dass der Lichtleiter geeignet ist, Licht im sichtbaren Bereich
(380-780 nm) zu leiten. Besonders zu bevorzugen ist, dass der Lichtleiter geeignet
ist, Licht im nahen Infrarotbereich (780nm-3.000nm) zu leiten. Insbesondere ist bevorzugt,
dass der Lichtleiter geeignet ist, Licht im mittleren Infrarotbereich (3,0 µm-50 µm)
zu leiten.
[0106] Insbesondere besteht der Lichtleiter aus einem transparenten Kunststoffmaterial mit
einer hohen Brechzahl.
[0107] Vorteilhafter Weise ist der Lichtleiter zumindest abschnittsweise von einem Material
mit einer niedrigeren optische Brechzahl ganz oder teilweise umschlossen. Insbesondere
kann das Material der niedrigeren optischen Brechzahl ein in einer Kammer der Kartusche
bevorratete Zubereitung sein.
[0108] Als besonders vorteilhaft sind ein Verhältnis der Brechzahlen von Zubereitung und
Lichtleiter von 1:1,10 - 1:5, bevorzugt, 1:1,15 - 1:1,35, insbesondere bevorzugt 1:1,15
- 1:1,20, wobei die Brechzahl jeweils bei einer Wellenlänge von 589nm bestimmt wurde.
Die Brechzahl des Lichtleiters kann beispielsweise nach DIN EN ISO 489 bestimmt werden.
Die Brechzahl der Zubereitung kann mittels eines Abbe-Refraktometers nach DIN 53491
ermittelt werden.
[0109] Es ist insbesondere vorteilhaft, dass die Zubereitung, die den Lichtleiter ganz oder
teilweise umschließt einen Transmissionsgrad von 45%-95%, insbesondere bevorzugt 60%-90%,
ganz besonders bevorzugt 75%-85% aufweist. Bevorzugt weist der Lichtleiter einen Transmissionsgrad
von > 75%, ganz besonders bevorzugt >85% auf. Der Transmissionsgrad kann nach DIN5036
bestimmt werden.
[0110] Es ist ferner bevorzugt, dass die Wellenlänge des Lichts, das durch den Lichtleiter
gesendet wird, in etwa der Wellenlänge wenigstens einer Zubereitung, die den Lichtleiter
zumindest abschnittsweise umschließt, entspricht, welche nicht aus dem sichtbaren
Spektrum durch die Zubereitung absorbiert wird. Es ist hierbei insbesondere bevorzugt,
dass die Wellenlänge des Lichts, das durch den Lichtleiter gesendet wird und die Wellenlänge
die nicht durch die Zubereitung absorbiert wird, zwischen 600-800nm liegt.
[0111] Bei dem in den Lichtleiter einkoppelbaren Lichtsignal handelt es sich insbesondere
um einen Träger von Information, insbesondere zum Beispiel bezüglich des Betriebszustands
des Dosiergeräts und/oder des Füllstands der Kartusche.
[0112] In einer zu bevorzugenden Weiterentwicklung der Erfindung ist der Lichtleiter in
der Art ausgebildet, dass das in den Lichtleiter einkoppelbare Lichtsignal aus dem
Lichtleiter auch wieder auskoppelbar ist.
[0113] Hierbei kann es vorteilhaft sein, dass der Lichtleiter in der Art ausgebildet ist,
dass das Lichtsignal an einer Stelle der Kartusche auskoppelbar ist, die von der Stelle
in der das Lichtsignal in die Kartusche einkoppelbar ist, verschieden ist.
[0114] Das Ein- bzw. Auskoppeln des Lichtsignals kann insbesondere an einer prismatisch
ausgebildeten Kante der Kartusche realisiert sein.
[0115] Es ist insbesondere bevorzugt, die Ein- bzw. Auskopplungsstellen des Lichtsignals
im entsprechenden Spritzgusswerkzeug durch hochpolierte oder hartverchromte Werkzeugoberflächen
auszubilden, damit ist die Reflektionseigenschaft der Ein- bzw. Auskopplungsstelle
gering und die gewünschte Signaleinkopplung möglich ist.
[0116] Der Abstand der im Dosiergerät angeordneten Lichtquelle, insbesondere einer LED,
zur Einkopplungsstelle des Lichts in die Kartusche im Kopplungszustand von Kartusche
und Dosiergerät sollte möglichst gering gehalten werden.
[0117] Auch ist es von Vorteil, dass das Lichtsignal und der Lichtleiter in der Art konfiguriert
sind, dass ein für einen Benutzer sichtbares Lichtsignal an und/oder in der Kartusche
generierbar ist.
[0118] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann der Lichtleiter an wenigstens einer Stelle
in der Kartusche in der Art durchtrennt sein, dass Zubereitung die Trennstelle ausfüllen
kann. Hierdurch lässt sich auf einfache Weise ein Füllstands- und/oder Neigungssensor
realisieren, wobei sich ein Lichtsignal, dass die Trennstelle ohne Zubereitung durchläuft
sich von dem Lichtsignal, dass die mit Zubereitung ganz oder Teilweise ausgefüllte
Trennstelle durchläuft, unterscheidet.
Dosiergerät
[0119] In dem Dosiergerät sind die zum Betrieb notwendige Steuereinheit sowie wenigstens
ein Aktuator integriert. Bevorzugt ist ebenfalls eine Sensoreinheit und/oder eine
Energiequelle an oder in dem Dosiergerät angeordnet.
[0120] Vorzugsweise besteht das Dosiergerät aus einem spritzwassergeschütztem Gehäuse, dass
das Eindringen von Spritzwasser, wie es beispielsweise bei der Verwendung in einer
Geschirrspülmaschine auftreten kann, in das Innere des Dosiergeräts, indem zumindest
die Steuereinheit, Sensoreinheit und/oder Aktuator angeordnet sind, verhindert.
[0121] Besonders vorteilhaft ist es, insbesondere die Energiequelle, die Steuereinheit sowie
die Sensoreinheit derart zu vergießen, dass das Dosiergerät im Wesentlichen wasserdicht,
das Dosiergerät also auch bei vollständigem Umschluss mit Flüssigkeit funktionsfähig
ist. Als Vergussmaterialien können beispielsweise mehrkomponentige Epoxyd-, und Acrylat-Vergußmassen
wie Methacrylatester, Urethan-Metha und Cyanacrylate oder Zweikomponenten-Materialien
mit Polyurethanen, Silikonen, Epoxydharzen verwendet werden.
[0122] Eine Alternative oder Ergänzung zum Vergießen stellt das Verkapseln der Bauteile
in einem entsprechend ausgestalteten, feuchtigkeitsdichten Gehäuse dar. Eine derartige
Ausgestaltung wird an nachfolgender Stelle noch näher erläutert.
[0123] Des Weiteren ist es vorteilhaft, die Bauelemente bzw. Baugruppen auf, an und/oder
in einem Bauelementträger im Dosiergerät anzuordnen, auch dies wird an andere Stelle
noch erläutert.
[0124] Ferner ist es vorteilhaft, dass das Material, aus dem das Dosiergerät geformt ist,
ein Anwachsen eines Bio-Films verhindert oder zumindest reduziert. Hierzu können entsprechende
aus dem Stand der Technik bekannte Oberflächenstrukturen des Materials, Zuschlagstoffe,
wie beispielsweise Biozide, verwendet werden. Es ist auch denkbar, von mikrobiellem
Aufwuchs gefährdete Bereiche des Dosiergeräts, insbesondere Bereiche, in denen Spülwasser
anstehen kann, partiell mit einem Material, dass ein Anwachsen eines Bio-Films verhindert
oder zumindest reduziert, ausgestattet wird. Hierbei können beispielsweise auch entsprechend
wirkende Folien zum Einsatz kommen.
[0125] Es ist besonders bevorzugt, dass das Dosiergerät wenigstens eine erste Schnittstelle
umfasst, welche in oder an einem Haushaltsgerät, insbesondere t eine Geschirrspülmaschine
ausgebildeten korrespondierenden Schnittstelle in derart zusammenwirkt, dass eine
Übertragung von elektrischer Energie und/oder Signalen vom Haushaltsgerät zum Dosiergerät
und/oder vom Dosiergerät zum Haushaltsgerät verwirklicht ist.
[0126] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Schnittstellen durch Steckverbinder
ausgebildet. In einer weiteren Ausgestaltung können die Schnittellen in derart ausgebildet
sein, dass eine drahtlose Übertragung von elektrischer Energie und oder elektrischen
und/oder optischen Signalen bewirkt ist.
[0127] Hierbei ist es insbesondere bevorzugt, dass die zur Übertragung von elektrischer
Energie vorgesehene Schnittstellen induktive Sender bzw. Empfänger elektromagnetischer
Wellen sind. So kann insbesondere die Schnittstelle einer Geschirrspülmaschine als
eine mit Wechselstrom betriebene Sender-Spule mit Eisenkern und die Schnittstelle
des Dosiergeräts als eine Empfänger-Spule mit Eisenkern ausgebildet sein.
[0128] In einer alternativen Ausführung kann die Übertragung von elektrischer Energie auch
mittels einer Schnittstelle vorgesehen sein, die hauhaltsgeräteseitig eine elektrisch
betriebene Lichtquelle und dosiergeräteseitig einen Lichtsensor, beispielsweise eine
Photodiode oder eine Solarzelle, umfasst. Das von der Lichtquelle ausgesendete Licht
wird vom Lichtsensor in elektrische Energie gewandelt, welche dann wiederum beispielsweise
einen dosiergeräteseitigen Akkumulator speist.
[0129] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist eine Schnittstelle am
Dosiergerät und dem wasserführenden Gerät, wie etwa einer Geschirrspülmaschine, zur
Übertragung (d.h. Senden und Empfangen) von elektromagnetischen und/oder optischen
Signalen, welche insbesondere Betriebszustands-, Mess- und/oder Steuerinformationen
des Dosiergeräts und/oder des wasserführenden Geräts wie einer Geschirrspülmaschine
repräsentieren, ausgebildet.
[0130] Selbstverständlich ist es möglich, nur eine Schnittstelle zur Übertragung von Signalen
oder eine Schnittstelle zur Übertragung von elektrischer Energie vorzusehen oder jeweils
eine Schnittstelle zur Übertragung von Signalen und eine Schnittstelle zur Übertragung
von elektrischer Energie vorzusehen oder eine Schnittstelle vorzusehen, die sowohl
geeignet ist, eine Übertragung von elektrischer Energie und Signalen bereitzustellen.
[0131] Insbesondere kann eine derartige Schnittstelle derart ausgebildet sein, dass eine
drahtlose Übertragung von elektrischer Energie und/oder elektromagnetischen und/oder
optischen Signalen bewirkt ist.
[0132] Wenigstens eine Schnittstelle ist konfiguriert zum Aussenden und/oder Empfang von
optischen Signalen im Wellenlängenbereich zwischen 600-800nm. Da üblicherweise im
Betrieb einer Geschirrspülmaschine im Inneren des Spülraums Dunkelheit vorherrscht,
können Signale im sichtbaren, optischen Bereich, beispielsweise in Form von Signalimpulsen
bzw. Lichtblitzen, vom Dosiergerät ausgesendet und/oder detektiert werden. Als besonders
vorteilhaft hat sich herausgestellt, Wellenlängen zwischen 600-800nm im sichtbaren
Spektrum zu verwenden.
[0133] Insbesondere umfasst die Schnittstelle wenigstens eine LED. Besonders bevorzugt umfasst
die Schnittstelle wenigstens zwei LEDs. Auch ist es gemäß einer weiter zu bevorzugenden
Ausgestaltung der Erfindung möglich, wenigstens zwei LEDs vorzusehen, die Licht in
einer voneinander verschiedenen Wellenlänge aussenden. Hierdurch wird es beispielsweise
möglich, unterschiedliche Signalbänder zu definieren auf denen Informationen gesendet
bzw. empfangen werden können.
[0134] Ferner ist es in einer Weiterentwicklung der Erfindung von Vorteil, dass wenigstens
eine LED eine RGB-LED ist, deren Wellenlänge einstellbar ist. So können beispielsweise
mit einer LED verschiedene Signalbänder definiert werden, die Signale auf unterschiedlichen
Wellenlängen aussenden. So ist es beispielsweise auch denkbar, dass während des Trocknungsvorgangs,
währenddessen eine hohe Luftfeuchtigkeit (Nebel) im Spülraum herrscht, Licht in einer
anderen Wellenlänge emittiert wird, als beispielsweise während eines Spülschritts.
[0135] Die Schnittstelle des Dosiergeräts kann so konfiguriert sein, dass die LED sowohl
zur Aussendung von Signalen in Innere des Geschirrspülers, insbesondere bei geschlossener
Geschirrspülmaschinentür, als auch zur optischen Anzeige eines Betriebszustandes des
Dosiergeräts, insbesondere bei geöffneter Geschirrspülmaschinentür, vorgesehen ist.
[0136] Ferner ist es vorteilhaft, dass die Schnittstelle des Dosiergeräts derart konfiguriert
ist, dass sie ein optisches Signal bei geschlossener und unbeladener Geschirrspülmaschine
aussendet, dass eine mittlere Beleuchtungsstärke E zwischen 0,01 und 100 Lux, bevorzugt
zwischen 0,1 und 50 Lux gemessen an den den Spülraum begrenzenden Wänden bewirkt.
[0137] Diese Beleuchtungsstärke ist dann ausreichend, um Mehrfachreflektionen mit bzw. an
den anderen Spülraumwänden zu bewirken und so mögliche Signalschatten im Spülraum,
insbesondere im Beladungszustand der Geschirrspülmaschine, zu reduzieren bzw. zu verhindern.
[0138] Bei dem von der Schnittstelle ausgesendete und/oder empfangene Signal handelt es
sich insbesondere um einen Träger von Information, insbesondere um ein Steuersignal
oder ein Signal, dass einen Betriebszustand des Dosiergeräts und/oder des Geschirrspülers
repräsentiert.
[0139] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung weist das Dosiergerät zur
Abgabe von wenigstens einer Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung aus einer
Kartusche ins Innere eines Haushaltsgeräts eine Lichtquelle auf, mittels derer ein
Lichtsignal in einen Lichtleiter der Kartusche einkoppelbar ist. Insbesondere kann
die Lichtquelle eine LED sein. Hierdurch wird es beispielsweise möglich, Lichtsignale,
die beispielsweise den Betriebszustand des Dosiergeräts repräsentieren, aus dem Dosiergerät
in die Kartusche einzukoppeln, so dass diese an der Kartusche von einem Benutzer optisch
wahrnehmbar sind. Dies ist insbesondere von Vorteil, da das Dosiergerät in der Gebrauchsstellung
in der Telleraufnahme einer Geschirrschublade in einem Geschirrspüler, zwischen anderem
Spülgut optisch verdeckt sein kann. Durch die Einkopplung des Lichts aus dem Dosiergerät
in die Kartusche können die entsprechenden Lichtsignale beispielsweise auch in den
Kopfbereich der Kartusche gleitet werden, so dass diese auch wenn das Dosiergerät
in der Telleraufnahme zwischen anderem Spülgut positioniert ist, die Lichtsignale
vom Benutzer optisch wahrnehmbar sind, da bei ordnungsgemäßer Beladung der Geschirrschublade
der kopfseitige Bereich des Spülguts und der Kartusche üblicherweise unverdeckt bleibt.
[0140] Ferner ist es möglich, dass das in den Lichtleiter der Kartusche eingekoppelte und
den Lichtleiter durchlaufende Lichtsignal durch einen am Dosiergerät befindlichen
Sensor erfassbar ist. Dies wird in einem nachfolgenden Abschnitt näher erläutert.
[0141] In einer weiteren, vorteilhaften Ausbildung umfasst das Dosiergerät zur Abgabe von
wenigstens einer Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung ins Innere eines Haushaltsgeräts
wenigstens eine optische Sendeeinheit, wobei die optische Sendeeinheit in der Art
konfiguriert ist, dass Signale von der Sendeeinheit in eine mit dem Dosiergerät koppelbaren
Kartusche einkoppelbar und Signale von der Sendeeinheit in die Umgebung des Dosiergeräts
abstrahlbar sind. Hierdurch kann mittels einer optischen Sendeeinheit sowohl eine
Signalübermittlung zwischen dem Dosiergerät und beispielsweise einem Haushaltsgerät
wie einer Geschirrspülmaschine als auch dem Signaleintrag in eine Kartusche realisiert
sein.
[0142] Insbesondere kann die optische Sendeeinheit eine LED sein, welche bevorzugt Licht
im sichtbaren und/oder IR-Bereich abstrahlt. Es ist auch denkbar, eine andere geeignete
optische Sendeeinheit, wie z.B. eine Laser-Diode, zu verwenden. Es ist eine optische
Sendeeinheiten zu verwenden, die Licht im Wellenlängenbereich zwischen 600-800nm aussenden.
[0143] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann das Dosiergerät wenigstens
eine optische Empfangseinheit umfassen. Hierdurch wird es beispielsweise möglich,
dass das Dosiergerät Signale von einer im Haushaltsgerät angeordneten optischen Sendeeinheit
empfangen kann. Dies kann durch jede geeignete optische Empfangseinheit realisiert
sein, wie beispielsweise Photozellen, Photomultiplier, Halbleiterdetektoren, Fotodioden,
Fotowiderstände, Solarzellen, Fototransistoren, CCD- und/oder CMOS-Bildsensoren. Die
optische Empfangseinheit ist geeignet, Licht im Wellenlängenbereich von 600-800nm
zu empfangen.
[0144] Insbesondere kann die optische Empfangseinheit am Dosiergerät auch derart ausgebildet
sein, dass die von der Sendeeinheit in eine mit dem Dosiergerät gekoppelten Kartusche
einkoppelbaren Signale aus der Kartusche auskoppelbar und von der optischen Empfangseinheit
des Dosiergeräts detektierbar sind.
[0145] Die von der Sendeeinheit in die Umgebung des Dosiergeräts ausgesendeten Signale können
bevorzugter Weise Informationen bezüglich Betriebszuständen oder Steuerbefehle repräsentieren.
Dosierkammer
[0146] Das Dosiergerät zur Abgabe von wenigstens einer fließfähigen Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung
ins Innere eines Haushaltsgeräts kann insbesondere eine Dosierkammer aufweisen, die
mit dem Dosiergerät koppelbaren Kartusche kommunizierend mit einem im Dosiergerät
befindlichen Dosierkammereinlass verbunden ist, so dass in der Gebrauchsstellung des
Dosiergeräts Zubereitung schwerkraftbewirkt aus der Kartusche in die Dosierkammer
einfließt wobei einen in Schwerkraftrichtung dem Dosierkammereinlass nachfolgenden
Dosierkammerauslass angeordnet ist, der durch ein Ventil verschließbar ist wobei in
der Dosierkammer ein Schwimmkörper angeordnet ist, dessen Dichte geringer ist als
die Dichte der Zubereitung, wobei der Schwimmkörper in der Art ausgebildet ist, dass
Zubereitung den Schwimmkörper um- und/oder durchströmen kann und der Schwimmkörper
und der Dosierkammereinlass in derart konfiguriert sind, dass der Dosierkammereinlass
durch den Schwimmkörper verschließbar ist.
[0147] Je nach Konfiguration der Dichte der Zubereitung und der Dichte des Schwimmkörpers
und der daraus resultierenden Auftriebskraft, kann der Schwimmkörper den Dosierkammereinlass
dichtend oder nicht dichtend verschließen. Bei einem nicht dichtenden Verschluss liegt
der Schwimmkörper zwar an dem Dosierkammereinlass an, dichtet diesen aber nicht gegen
Zufluss von Zubereitung aus der Kartusche ab, so dass ein Austausch von Zubereitung
zwischen der Kartusche und der Dosierkammer möglich ist. Der Schwimmerkörper wirkt
in dieser Ausgestaltung der Erfindung als eine gezielte Drossel,
die beim Öffnen des Ventils den Schlupf zwischen Dosierkammereinlauf und Dosierkammerauslass
minimiert und damit die Dosiergenauigkeit mitbestimmt.
[0148] Alternativ kann der Schwimmkörper und die Dosierkammer als selbstschließendes Ventil
ausgebildeten sein, zum einen, um ein möglichst geringer Energieverbrauch in einem
energieautarken Dosiergerät zu bewirken; zum anderen wird eine definierte Menge an
Zubereitung, die in etwa dem Füllvolumen der Dosierkammer entspricht, freigesetzt.
[0149] Besonders vorteilhaft ist es, die Dichte der Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung
und die Dichte des Schwimmkörpers so zu wählen, dass der Schwimmkörper eine Steiggeschwindigkeit
von 1,5 mm/sec bis 25 mm/sec, bevorzugt 2 mm/sec bis 20 mm/sec, insbesondere bevorzugt
2,5 mm/sec bis 17,5 mm/sec in der Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung aufweist.
Hierdurch wird ein hinreichend rasches Verschließen des Dosierkammereinlasses durch
den aufsteigenden Schwimmkörper und somit ein hinreichend kurzes Intervall zwischen
zwei Zubereitungsdosierungen gewährleistet.
[0150] Die Steiggeschwindigkeit des Schwimmkörpers kann vorteilhafter Weise auch in der
das Ventil ansteuernde Steuereinheit des Dosiergeräts gespeichert sein. Hierdurch
wird es möglich, das Ventil auch so zu beschalten, dass eine Abgabe von Zubereitung
größer als das Volumen der Dosierkammer realisiert ist. Hierbei wird das Ventil dann
erneut geöffnet, bevor der Schwimmkörper seine obere Verschlussstellung am Dosierkammereinlass
erreicht und den Dosierkammereinlass verschließt.
[0151] Um ein genaues Dosieren aus der Dosierkammer in die Umgebung des Dosiergeräts zu
gewährleisten hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass der Schwimmkörper und die
Dosierkammer in der Art konfiguriert sind, dass in der Abgabestellung des den Dosierkammerauslass
zugeordneten Ventils die Steiggeschwindigkeit des Schwimmkörpers in der Wasch- und/oder
Reinigungsmittelzubereitung kleiner ist als die Strömgeschwindigkeit der den Schwimmkörper
umgebenden Zubereitung aus der Dosierkammer.
[0152] Es ist bevorzugt den Schwimmkörper im Wesentlichen kugelförmig auszubilden. Alternativ
kann der Schwimmkörper auch im Wesentlichen zylinderförmig sein.
[0153] Es ist zu bevorzugen, dass die Dosierkammer im Wesentlichen zylinderförmig ist. Des
Weiteren ist es von Vorteil, dass der Durchmesser der Dosierkammer geringfügig größer
ist als der Durchmesser des zylinder- oder kugelförmigen Schwimmkörpers, so dass ein
Schlupf zwischen Dosierkammer und Schwimmkörper hinsichtlich der Zubereitung entsteht.
[0154] Gemäß einer zu bevorzugenden Ausgestaltung, ist der Schwimmkörper aus einem geschäumten,
polymeren Material - insbesondere aus geschäumten PP - gebildet.
[0155] In einer weiteren, bevorzugten Ausführung ist die Dosierkammer L-förmig ausgeformt.
[0156] Ferner kann in der Dosierkammer eine Blende zwischen dem Dosierkammereinlass und
Dosierkammerauslass angeordnet sein, wobei die Blendenöffnung derart ausgebildet ist,
dass sie durch den Schwimmkörper dichtend oder nicht dichtend verschließbar ist, wobei
der Schwimmkörper bevorzugt zwischen der Blende und dem Dosierkammereinlass angeordnet
ist.
Bauelemententräger
[0157] Das Dosiergerät umfasst einen Bauelementträger, an dem zumindest der Aktuator und
das Verschlusselement sowie die Energiequelle und/oder die Steuereinheit und/oder
die Sensoreinheit und/oder die Dosierkammer angeordnet sind.
[0158] Der Bauelementträger weist Aufnahmen für die genannten Bauelemente auf und/oder die
Bauelemente sind einstückig mit dem Bauelementträger ausgeformt.
[0159] Die Aufnahmen für die Bauelemente im Bauelementträger können für eine kraft-, form-
und/oder stoffschlüssige Verbindung zwischen einem entsprechenden Bauelement und der
korrespondierenden Aufnahme vorgesehen sein.
[0160] Ferner ist es denkbar, dass für eine einfache Demontage der Bauelemente vom Bauelementträger,
die Dosierkammer, der Aktuator, das Verschlusselement, die Energiequelle, die Steuereinheit
und/oder die Sensoreinheit jeweils lösbar am Bauelementträger angeordnet ist.
[0161] Auch ist es vorteilhaft, dass die Energiequelle, die Steuereinheit und die Sensoreinheit
in einer Baugruppe zusammengefasst am bzw. im Bauelementträger angeordnet sind. In
einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung sind die Energiequelle, die Steuereinheit
und die Sensoreinheit in einer Baugruppe zusammengefasst. Dies kann beispielsweise
dadurch realisiert sein, dass die Energiequelle, die Steuereinheit und die Sensoreinheit
auf einer gemeinsamen elektrischen Leiterplatine angeordnet sind.
[0162] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, ist der Bauelementträger
wannenartig ausgestaltet, als Spritzgussteil gefertigt. Besonders bevorzugt ist es,
dass die Dosierkammer einstückig mit dem Bauelementträger ausgebildet ist.
[0163] Durch den Bauelementträger ist eine weitestgehend einfache automatische Bestückung
mit den notwendigen Bauelementen des Dosiergeräts möglich. Der Bauelementträger kann
so als Ganzes bevorzugt automatisch vorkonfektioniert und zu einem Dosiergerät zusammengefügt
werden.
[0164] Der wannenartig ausgebildete Bauelementträger kann gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung nach der Bestückung flüssigkeitsdicht von einem , beispielsweise deckelartigen
Verschlusselement verschlossen werden. Das Verschlusselement kann beispielsweise als
Folie ausgebildet sein, die flüssigkeitsdicht, stoffschlüssig mit dem Bauelementträger
verbunden ist und mit dem wannenartigen Bauelementträger eine oder mehrere flüssigkeitsdichte
Kammern ausbildet.
[0165] Das Verschlusselement kann auch eine Konsole sein, in die der Bauelementträger einführbar
ist, wobei die Konsole und der Bauelementträger im zusammengesetzten Zustand das Dosiergerät
ausbilden. Der Bauelementträger und die Konsole wirken im zusammengesetzten Zustand
in derart zusammen, dass zwischen mit dem Bauelementträger und der Konsole eine flüssigkeitsdichte
Verbindung ausgebildet ist, so dass kein Spülwasser in das Innere des Dosiergeräts
bzw. des Bauelementträgers gelangen kann.
[0166] Ferner ist bevorzugt, dass in Gebrauchsstellung des Dosiergeräts die Aufnahme für
den Aktuator am Bauelementträger in Schwerkraftrichtung oberhalb der Dosierkammer
angeordnet ist, wodurch sich eine kompakte Bauform des Dosiergeräts realisieren lässt.
Die kompakte Bauweise lässt sich weiter optimieren, indem in Gebrauchsstellung des
Dosiergeräts der Dosierkammereinlass am Bauelementträger oberhalb der Aufnahme des
Aktuators angeordnet ist. Auch ist es zu bevorzugen, dass die Bauelemente auf dem
Bauelementträger im Wesentlichen in einer Reihe zueinander, insbesondere entlang der
Längsachse des Bauelementträgers, angeordnet sind.
[0167] In einer Weiterentwicklung der Erfindung weist die Aufnahme für den Aktuator eine
Öffnung auf, welche auf einer Linie mit dem Dosierkammerauslass liegt, so dass ein
Verschlusselement vom Aktuator durch die Öffnung und den Dosierkammerauslass hin und
her bewegt werden kann.
[0168] Es ist besonders bevorzugt, dass der Bauelemententräger aus einem transparenten Material
gebildet ist.
[0169] Vorteilhafter Weise umfasst der Bauelementträger wenigstens einen Lichtleiter, über
den Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts zu einer optischen Sende- und/oder Empfangseinheit
ins und/oder aus dem Innere(n) des Dosiergeräts bzw. des Bauelementträgers geleitet
werden kann, wobei der Lichtleiter insbesondere einstückig mit dem transparenten Bauelementträger
ausgeformt ist.
[0170] Ferner ist es daher bevorzugt, dass im Dosiergerät wenigstens eine Öffnung vorgesehen
ist, durch die Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts in und/oder aus dem Lichtleiter
ein- und/oder auskoppelbar ist.
Aktuator
[0171] Im Sinne dieser Anmeldung ist ein Aktuator eine Vorrichtung, die eine Eingangsgröße
in eine andersartige Ausgangsgröße umwandelt und mit der ein Objekt bewegt oder dessen
Bewegung erzeugt wird, wobei der Aktuator derart mit wenigstens einem Verschlusselement
gekoppelt ist, dass mittelbar oder unmittelbar die Freigabe von Zubereitung aus wenigstens
einer Kartuschenkammer bewirkt werden kann.
[0172] Der Aktuator kann mittels Antrieben ausgewählt aus der Gruppe der Schwerkraftantriebe,
lonenantriebe, Elektroantriebe, Motorenantriebe, Hydraulikantriebe, pneumatischen
Antriebe, Zahnradantriebe, Gewindespindelantriebe, Kugelgewindetriebe, Linearantriebe,
Rollengewindetriebe, Zahnschneckenantriebe, piezoelektrische Antriebe, Kettenantriebe,
und/oder Rückstoßantriebe angetrieben sein.
[0173] Insbesondere kann der Aktuator aus einem Elektromotor, der mit einem Getriebe gekoppelt
ist, dass die Drehbewegung des Motors in eine Linearbewegung eines an das Getriebe
gekoppelten Schlittens umwandelt, ausgebildet sein. Dies ist insbesondere vorteilhaft
bei einer schlanken, tellerförmigen Ausbildung der Dosiereinheit.
[0174] An dem Aktuator kann wenigstens ein Magnetelement angeordnet sein, dass mit einem
gleichgepolten Magnetelement an einem Spender eine Produktabgabe aus dem Behälter
bewirkt, sobald die beiden Magnetelemente derart gegeneinander positioniert sind,
dass eine magnetische Abstoßung der gleichpoligen Magnetelemente bewirkt und ein berührungsloser
Freisetzungsmechanismus realisiert ist.
[0175] In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung, ist der Aktuator ein bistabiler
Hubmagnet, der zusammen mit einem in den bistabilen Hubmagneten eingreifenden, als
Tauchkern ausgebildeten Verschlusselements ein impulsgesteuertes, bi-stabiles Ventil
bildet. Bistabile Hubmagnete sind elektromechanische Magnete mit linearer Bewegungsrichtung,
wobei der Tauchkern in jeder Endposition unbestromt arretiert.
[0176] Bistabile Hubmagneten bzw. -ventile sind im Stand der Technik bekannt. Ein bistabiles
Ventil benötigt für den Wechsel der Ventillagen (offen/geschlossen) einen Impuls und
verbleibt dann in dieser Stellung bis ein Gegenimpuls an das Ventil gesendet wird.
Daher spricht man auch von einem impulsgesteuerten Ventil. Ein wesentlicher Vorteil
derartig impulsgesteuerter Ventile ist, dass sie keine Energie verbrauchen um in den
Ventilendlagen, der Verschlussstellung und Abgabestellung, zu verweilen, sondern lediglich
einen Energieimpuls zum Wechsel der Ventillagen benötigen, somit die Ventilendlagen
als stabil zu betrachten sind. Ein bistabiles Ventil bleibt in jener Schaltstellung,
welche zuletzt ein Steuersignal erhalten hat.
[0177] Per Stromimpuls wird das Verschlusselement (Tauchkern) in eine Endposition gefahren.
Der Strom wird abgeschaltet, das Verschlusselement hält die Position. Per Stromimpuls
wird das Verschlusselement in die andere Endposition gefahren. Der Strom wird abgeschaltet,
das Verschlusselement hält die Position.
[0178] Eine bistabile Eigenschaft von Hubmagneten kann auf unterschiedliche Weise realisiert
werden. Zum einen ist eine Teilung der Spule bekannt. Die Spule wird mehr oder minder
mittig geteilt, so dass ein Spalt entsteht. In diesen Spalt ist ein Permanentmagnet
eingesetzt. Der Tauchkern selber ist sowohl vorne wie hinten so abgedreht, dass er
in der jeweiligen Endposition eine plan aufliegende Fläche zum Rahmen des Magneten
hat. Über diese Fläche fließt das Magnetfeld des Permanentmagneten. Der Tauchkern
haftet hier. Alternativ ist auch der Einsatz von zwei getrennten Spulen möglich. Das
Prinzip ist ähnlich wie dem bistabilen Hubmagnet mit geteilter Spule. Der Unterschied
liegt darin, dass es sich tatsächlich um elektrisch zwei verschiedene Spulen handelt.
Diese werden getrennt voneinander angesteuert, je nachdem in welche Richtung der Tauchkern
bewegt werden soll.
[0179] Es ist somit insbesondere zu bevorzugen, dass das Verschlußelement mit dem Aktuator
in der Art gekoppelt ist, daß das Verschlußelement vom Aktuator in eine Verschlußstellung
und in eine Durchlaßstellung (Abgabestellung) versetzbar ist, wobei das Verschlußelement
als Auf-/Zu-Ventilelement ausgebildet ist, daß der Aktuator derart ausgebildet ist,
daß er durch einen passenden Impuls angesteuert wahlweise bestimmbar eine von zwei
Endstellungen einnimmt und ohne Ansteuerung die erreichte Endstellung stabil beibehält,
und daß somit die Kombination ein impulsgesteuertes, bistabiles Auf-/Zu-Ventil bildet.
[0180] Insbesondere kann der Aktuator hierzu als ein bistabiles Solenoid mit einem einen
Anker aufnehmenden Raum und einem diesen umgebenden äußeren Aufnahmeraum ausgeführt
sein. Der Anker des bistabilen Solenoids kann so ausgebildet sein, dass er das Verschlußelement
bildet oder mit diesem gekoppelt ist.
[0181] Um eine Trennung zwischen einem Feucht- und einem Trockenraum im Dosiergerät zu bewirken,
kann der den Anker aufnehmende Raum des Aktuators von dem äußeren Aufnahmeraum des
Aktuators flüssigkeitsdicht und vorzugsweise auch gasdicht getrennt sein.
[0182] Es ist ferner vorteilhaft, zumindest die äußere Oberfläche des Ankers aus einem von
dem zu dosierenden Wasch- oder Reinigungsmittel nicht angreifbaren Werkstoff, insbesondere
aus einem Kunststoffmaterial, zu bilden.
[0183] Der Anker umfasst bevorzugt aus einen Kern aus einem magnetisierbaren, insbesondere
einem ferromagnetischen Werkstoff und einem im äußeren Aufnahmeraum positionierten
Permanentmagnet wobei an dessen beiden axialen Enden jeweils eine Spule angeordnet
ist.
[0184] Es ist des weiteren bevorzugt, dass im Anker an seinen axialen Enden Permanentmagnete
axial antipolig angeordnet sind und dass im äußeren Aufnahmeraum an beiden axialen
Enden Jochringe aus einem ferromagnetischen Material, insbesondere aus Eisen, und
zwischen diesen eine Spulenwicklung angeordnet sind.
[0185] Hierbei ist es von Vorteil, dass der axiale Abstand der Jochringe größer ist als
der axiale Abstand der Permanentmagnete.
[0186] Ferner können im Anker an seinen axialen Enden Jochringe angeordnet sein wobei im
äußeren Aufnahmeraum an beiden axialen Enden Permanentmagnete axial antipolig angeordnet
sind und zwischen diesen eine Spulenwicklung angeordnet ist. Der axiale Abstand der
Permanentmagnete ist hierbei bevorzugt größer als der axiale Abstand der Jochringe.
[0187] Insbesondere ist die eine Aktuator-/Verschlußelement-Kombination vorgesehen in einem
Dosiergerät eines Dosiersystems mit einer Kartusche für fließfähige Wasch- oder Reinigungsmittel
mit einer Mehrzahl von Kammern zur räumlich separierten Aufnahme jeweils voneinander
verschiedener Zubereitungen eines Wasch- oder Reinigungsmittels und mit einem mit
der Kartusche kuppelbaren Dosiergerät, wobei das Dosiergerät aufweist: eine Energiequelle,
eine Steuereinheit, eine Sensoreinheit, einen Aktuator, der so mit der Energiequelle
und der Steuereinheit verbunden ist, daß ein Steuersignal der Steuereinheit eine Betätigung
des Aktuators bewirkt, ein Verschlusselement, das mit dem Aktuator in der Art gekoppelt
ist, daß es vom Aktuator in eine Verschließstellung und in eine Durchlassstellung
(Abgabestellung) versetzbar ist, wenigstens eine Dosierkammer, die bei mit einer Kartusche
zusammengesetztem Dosiergerät mit mindestens einer der Kartuschenkammern der Kartusche
kommunizierend verbunden ist, wobei die Dosierkammer einen Einlaß für das Einströmen
von Wasch- oder Reinigungsmittel aus einer Kartuschenkammer und einen Auslaß für das
Ausströmen von Wasch- oder Reinigungsmittel aus der Dosierkammer in die Umgebung aufweist
und wobei zumindest der Auslaß der Dosierkammer durch das Verschlußelement verschließbar
oder freigebbar ist.
[0188] Insbesondere ist der Aktuator in einen Bauelementträger in der Art angeordnet, daß
in Gebrauchsstellung des Dosiergeräts eine Aufnahme für den Aktuator am Bauelementträger
in Schwerkraftrichtung oberhalb der Dosierkammer angeordnet ist. Hierbei ist es genz
besonders von Vorteil, dass in Gebrauchsstellung des Dosiergeräts der Einlaß der Dosierkammer
am Bauelementträger oberhalb der Aufnahme des Aktuators angeordnet ist.
[0189] Es ist auch denkbar, daß das Dosiergerät einen Bauelementträger aufweist bei dem
in Gebrauchsstellung des Dosiergeräts eine Aufnahme für den Aktuator am Bauelementträger
seitlich neben der Dosierkammer angeordnet ist.
[0190] Die Aufnahme für den Aktuator weist bevorzugt eine Öffnung auf, die auf einer Linie
mit dem Auslaß der Dosierkammer liegt, wobei das Verschlußelement vom Aktuator durch
die Öffnung zum Auslaß hin und her bewegbar ist.
Verschlusselement
[0191] Bei einem Verschlusselement im Sinne dieser Anmeldung handelt es sich um ein Bauelement,
auf dass der Aktuator einwirkt und dass als Folge dieses Einwirkens die Öffnung bzw.
den Verschluss einer Auslassöffnung bewirkt.
[0192] Bei dem Verschlusselement kann es sich beispielsweise um Ventile handeln, die durch
den Aktuator in eine Produktabgabestellung oder Verschlussstellung gebracht werden
können.
[0193] Besonders bevorzugt ist die Ausführung des Verschlusselements und des Aktuators in
Form eines Magnetventils, bei der der Spender durch das Ventil und der Aktuator durch
den elektromagnetischen oder piezoelektrischen Antrieb des Magnetventils ausgestaltet
sind. Insbesondere bei der Verwendung einer Mehrzahl von Behältern und somit zu dosierenden
Zubereitungen, lässt sich durch die Verwendung von Magnetventilen die Menge sowie
die Zeitpunkte der Dosierung sehr genau regeln.
[0194] Es ist daher vorteilhaft, die Abgabe von Zubereitungen aus jeder Auslassöffnung einer
Kammer mit einem Magnetventil zu steuern, indem das Magnetventil mittelbar oder unmittelbar
die Freigabe von Zubereitung aus der Produktabgabeöffnung bestimmt.
Sensor
[0195] Ein Sensor im Sinne dieser Anmeldung ist ein Messgrößenaufnehmer oder Messfühler,
der bestimmte physikalische oder chemische Eigenschaften und/oder die stoffliche Beschaffenheit
seiner Umgebung qualitativ oder als Messgröße quantitativ erfassen kann.
[0196] Die Dosiereinheit weist bevorzugt wenigstens einen Sensor auf, der zur Erfassung
einer Temperatur geeignet ist. Der Temperatursensor ist insbesondere zur Erfassung
einer Wassertemperatur ausgebildet.
[0197] Es ist ferner bevorzugt, dass die Dosiereinheit einen Sensor zur Erfassung der Leitfähigkeit
umfasst, wodurch insbesondere das Vorhandensein von Wasser bzw. das Versprühen von
Wasser, insbesondere in einer Geschirrspülmaschine, erfasst wird.
[0198] Die Dosiereinheit weist in einer Weiterentwicklung der Erfindung einen Sensor auf,
der physikalische, chemische und/oder mechanische Parameter aus der Umgebung der Dosiereinheit
bestimmen kann. Die Sensoreinheit kann einen oder mehrere aktive und/oder passive
Sensoren zur qualitativen und/oder quantitativen Erfassung mechanischer, elektrischer,
physikalischer und/oder chemischer Größen umfassen, die als Steuersignale an die Steuereinheit
geleitet werden.
[0199] Insbesondere können die Sensoren der Sensoreinheit aus der Gruppe der Zeitgeber,
Temperatursensoren, Infrarotsensoren, Helligkeitssensoren, Temperatursensoren, Bewegungssensoren,
Dehnungssensoren, Drehzahlsensoren, Näherungssensoren, Durchflusssensoren, Farbsensoren,
Gassensoren, Vibrationssensoren, Drucksensoren, Leitfähigkeitssensoren, Trübungssensoren,
Schallwechseldrucksensoren, "Lab-on-a-Chip"-Sensoren, Kraftsensoren, Beschleunigungssensoren,
Neigungssensoren, pH-Wert-Sensoren, Feuchtigkeitssensoren, Magnetfeldsensoren, RFID-Sensoren,
Magnetfeldsensoren, Hall-Sensoren, Bio-Chips, Geruchssensoren, Schwefelwasserstoffsensoren
und/oder MEMS-Sensoren ausgewählt sein.
[0200] Insbesondere bei Zubereitungen deren Viskosität temperaturabhängig stark schwankt,
ist es zur Volumen- bzw. Massenkontrolle der dosierten Zubereitungen von Vorteil,
Durchflusssensoren in der Dosiervorrichtung vorzusehen. Geeignete Durchflusssensoren
können aus der Gruppe der Blenden-Durchflusssensoren, magnetisch-induktiven Durchflussmessern,
Massendurchflussmessung nach dem Coriolis-Verfahren, Wirbelzähler-Durchflussmessverfahren,
Ultraschalldurchflussmessverfahren, Schwebekörperdurchflussmessung, Ringkolbendurchflussmessung,
thermische Massendurchflussmessung oder Wirkdruckdurchflussmessung ausgewählt sein.
[0201] Es ist insbesondere bevorzugt, dass wenigstens zwei Sensoreinheiten zur Messung von
voneinander verschiedenen Parametern vorgesehen sind, wobei ganz besonders bevorzugt
eine Sensoreinheit ein Leitfähigkeitssensor und eine weitere Sensoreinheit ein Temperatursensor
ist. Ferner ist es bevorzugt, dass wenigstens eine Sensoreinheit ein Helligkeitssensor
ist.
[0202] Die Sensoren sind insbesondere darauf abgestimmt, den Beginn, Verlauf und das Ende
eines Spülprogramms zu detektieren. Hierzu können - beispielhaft und nicht abschließend
- die in folgender Tabelle aufgeführten Sensorkombinationen verwendet werden
| Sensor 1 |
Sensor 2 |
Sensor 3 |
Sensor 4 |
| Leitfähigkeitssensor |
Temperatursensor |
|
|
| Leitfähigkeitssensor |
Temperatursensor |
Helligkeitssensor |
|
| Leitfähigkeitssensor |
Temperatursensor |
Helligkeitssensor |
Trübungssensor |
| Schallsensor |
Temperatursensor |
|
|
[0203] Mittels des Leitfähigkeitssensors kann beispielsweise detektiert werden, ob der Leitfähigkeitssensor
von Wasser benetzt ist, so dass sich damit z.B. feststellen lässt, ob sich Wasser
in der Geschirrspülmaschine befindet.
[0204] Spülprogramme weisen in der Regel einen charakteristischen Temperaturverlauf, der
u.a. von der Erwärmung des Spülwassers und der Trocknung des Spülguts bestimmt wird,
welcher über einen Temperatursensor erfassbar ist.
[0205] Mittels eines Helligkeitssensors kann beispielsweise der Lichteinfall ins Innere
eines Geschirrspülers beim Öffnen der Geschirrspülmaschinentür detektiert werden,
woraus sich z.B. auf ein Ende des Spülprogramms schließen lässt.
[0206] Um den Verschmutzungsgrad des zu reinigenden Spülguts in der Spülmaschine zu ermitteln,
kann auch ein Trübungssensor vorgesehen sein. Hieraus lässt sich beispielsweise auch
ein auf die festgestellte Verschmutzungssituation zutreffendes Dosierprogramm im Dosiergerät
auswählen.
[0207] Es ist auch denkbar, den Verlauf eines Spülprogramms mit Hilfe wenigstens eines Schallsensors
zu erkennen, indem spezifische Schall- und/oder Vibrationsemissionen z.B. beim Pumpen
bzw. Abpumpen von Wasser, detektiert werden.
[0208] Selbstverständlich ist es dem Fachmann möglich, beliebige, geeignete Kombinationen
mehrerer Sensoren zur Erzielung einer Spülprogrammüberwachung zu verwenden.
[0209] Gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung ist es denkbar, dass in der Steuereinheit
eine von der Temperatur abhängige Viskositätskurve wenigstens einer Zubereitung hinterlegt
ist, wobei die Dosierung entsprechend der Temperatur und somit der Viskosität der
Zubereitung durch die Steuereinheit angepasst wird.
[0210] In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung ist eine Vorrichtung zur direkten
Bestimmung der Viskosität der Zubereitung vorgesehen.
[0211] Die vorab aufgeführten Alternativen zur Bestimmung der Dosiermenge bzw. der Viskosität
einer Zubereitung dienen zur Erzeugung eines Steuersignals, dass durch die Steuereinheit
derart zur Steuerung eines Spenders verarbeitet wird, dass im wesentlichen eine konstante
Dosierung einer Zubereitung bewirkt wird.
[0212] Die Datenleitung zwischen Sensor und Steuereinheit kann über ein elektrisch leitendes
Kabel oder kabellos realisiert sein. Prinzipiell ist es auch denkbar, dass wenigstens
ein Sensor außerhalb des Dosiergeräts im Inneren einer Geschirrspülmaschine positioniert
oder positionierbar ist und eine Datenleitung - insbesondere kabellos - zur Übermittlung
der Messdaten vom Sensor an das Dosiergerät ausgebildet ist.
[0213] Eine kabellos ausgebildete Datenleitung ist insbesondere durch die Übertragung elektromagnetischer
Wellen oder Licht ausgebildet. Es ist bevorzugt, eine kabellose Datenleitung nach
normierten Standards wie beispielsweise Bluetooth, IrDA, IEEE 802, GSM, UMTS etc.
auszubilden.
[0214] Um eine effiziente Fertigung und Zusammenbau des Dosiergeräts zu ermöglichen, ist
es jedoch auch möglich, dass wenigstens eine Sensoreinheit an oder in der Steuereinheit
angeordnet ist. Beispielsweise ist es möglich, einen Temperatursensor in dem Dosiergerät
bzw. direkt auf der die Steuereinheit tragenden Platine vorzusehen, so dass der Temperatursensor
keinen direkten Kontakt mit der Umgebung aufweist.
[0215] In einer besonders bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist die Sensoreinheit am
Boden des Dosiergeräts angeordnet wobei in Gebrauchsstellung der Boden des Dosiergeräts
in Schwerkraftrichtung nach unten gerichtet ist. Hierbei ist es insbesondere bevorzugt,
dass die Sensoreinheit einen Temperatur- und/ oder einen Leitfähigkeitssensor umfasst.
Durch eine derartige Konfiguration wird sichergestellt, dass durch die Sprüharme des
Geschirrspülers Wasser auf die Unterseite des Dosiergeräts und somit in Kontakt mit
dem Sensor gebracht wird. Dadurch, dass durch die bodenseitige Anordnung des Sensors
der Abstand zwischen den Sprüharmen und dem Sensor möglichst gering ist, erfährt das
Wasser zwischen dem Austritt an den Sprüharmen und dem Kontakt mit dem Sensor nur
eine geringe Abkühlung, so dass eine möglichst genaue Temperaturmessung durchgeführt
werden kann.
[0216] Um den Energieverbrauch des Dosiergeräts bzw. die Lebensdauer der Energiequelle,
insbesondere einer Batterie, zu verlängern, können die Energieverbraucher des Dosiergerätes,
insbesondere die Steuereinheit, unter Einschluss eines Ein-/Aus-Schalters an die Energiequelle
angeschlossen sein und die Energiequelle erst nach Erreichen des Ein-Zustands des
Ein-/Aus-Schalters belastet wobei eine Sensoreinheit den Ein-/Aus-Schalter bildet
oder mit diesem verbunden ist und diesen schaltet.
[0217] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Sensoreinheit unten am Boden des Dosiergerätes
zwei mit der Umgebung in Kontakt stehende Kontakte aufweist, insbesondere ausgeführt
als nach unten aus dem Boden ragende Kontaktstifte, dass ein Kontakt als Anoden-Kontakt
und der andere Kontakt als Kathoden-Kontakt bezüglich der Energiequelle geschaltet
ist und dass ohne elektrisch leitende Verbindung zwischen den Kontakten der im Aus-Zustand
befindliche Ein-/Aus-Schalter im Aus-Zustand verbleibt und bei Entstehen einer elektrisch
leitenden Verbindung zwischen den Kontakten der im Aus-Zustand befindliche Ein-/Aus-Schalter
in den Ein-Zustand schaltet.
[0218] Es ist ferner bevorzugt, dass der Ein-/Aus-Schalter mit einer Selbsthalteschaltung
versehen bzw. kombiniert ist, die eine Selbsthaltung der Energieversorgung der Energieverbraucher
nach Erreichen des Ein-Zustandes des Ein-/Aus-Schalters bis zu einem Ausschaltsignal
der Steuereinheit gewährleistet bzw. bewirkt.
[0219] Der Ein-/Aus-Schalter kann insbesondere als Transistorschaltung ausgeführt sein.
Dabei ist es zu bevorzugen, dass der Transistor des Ein-/Aus-Schalters als pnp-Transistor
ausgeführt und mit dem Emitter, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an die Versorgungsspannung,
mit dem Kollektor, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an Masse und an den Kathoden-Kontakt
und mit der Basis einerseits, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an die Versorgungsspannung,
andererseits, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an den Anoden-Kontakt, geschaltet
ist.
[0220] Die Ansteuerschaltung weist bevorzugt mindestens einen Ansteuerwiderstand auf, der
insbesondere als Widerstands-Spannungsteiler ausgeführt ist.
[0221] Ganz besonders vorteilhaft ist es , dass neben der Ein-/Aus-Sensoreinheit eine als
Leitfähigkeitssensor ausgeführte Sensoreinheit vorgesehen ist, die unten an dem Boden
des Dosiergerätes zwei mit der Umgebung in Kontakt stehende Kontakte aufweist und
daß der Anoden-Kontakt der Ein-/Aus-Sensoreinheit gleichzeitig der Anoden-Kontakt
der den Leitfähigkeitssensor bildenden Sensoreinheit ist. Hierdurch wird es ermöglicht
einen Ein-/AusSchalter und einen Leitfähigkeitssensor in einem Bauteil, einem Transistor,
zu realisieren.
[0222] Auch ist es möglich, dass die den Temperatursensor bildende Sensoreinheit in einen
Kontakt, insbesondere den Kathoden-Kontakt, der den Leitfähigkeitssensor bildenden
Sensoreinheit integriert ist.
[0223] Hierbei kann der den Temperatursensor aufnehmende Kontakt der den Leitfähigkeitssensor
bildenden Sensoreinheit bevorzugt als hohler Kontaktstift ausgeführt sein, in dem
der Temperatursensor der den Temperatursensor bildenden Sensoreinheit angeordnet ist.
[0224] Um eine kompakte Baugröße zu realisieren ist es des Weiteren von Vorteil, dass die
Energiequelle, die Steuereinheit und die Sensoreinheit in einer Baugruppe zusammengefasst
am bzw. im Bauelementträger angeordnet ist.
[0225] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Kontakte eines bodenseitig angeordneten Leitfähigkeitssensors
mit einem elektrisch leitfähigen Silikon umgeben sind. Der Leitfähigkeitssensor kann
hierbei insbesondere in Form einer Widerstandsmessung zwischen zwei voneinander beabstandeten,
mit der Umgebung des Dosiergeräts in Kontakt stehenden Kontakten ausgebildet sein.
Hierbei ist ganz besonders zu bevorzugen, dass das Silikon flächenbündig im Boden
des Dosiergeräts eingelassen ist. Vorteilhafter Weise weist das Silikon eine in etwa
kreisrunde Grundfläche auf. Das Silikon zeigt eine gute Benetzbarkeit mit Wasser und
liefert somit gute Messergebnisse hinsichtlich der Detektierung von Wasser im Geschirrspüler.
[0226] Um eine, die Sensorgenauigkeit beeinträchtigende, Polarisation an den Kontakten des
Leitfähigkeitssensors bei der Verwendung einer Gleichstromquelle zur vermeiden, ist
es vorteilhaft, zwei aufeinander folgende Widerstandsmessungen am Leitfähigkeitssensor
mit jeweils unterschiedlicher Polarität, also mit einer Vertauschung von Plus- und
Minus-Pol, durchzuführen, so dass sich an den Kontakten keine Ladungsüberschüsse bilden
können.
Steuereinheit
[0227] Eine Steuereinheit im Sinne dieser Anmeldung ist eine Vorrichtung, die geeignet ist,
das Transportieren von Material, Energie und/oder Information zu beeinflussen. Die
Steuereinheit beeinflusst hierzu Aktuatoren mit Hilfe von Informationen, insbesondere
von Messsignalen der Sensoreinheit, die sie im Sinne des Steuerungsziels verarbeitet.
[0228] Insbesondere kann es sich bei der Steuereinheit um einen programmierbaren Mikroprozessor
handeln. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist auf dem
Mikroprozessor eine Mehrzahl von Dosierprogrammen gespeichert, die in einer besonders
bevorzugten Ausbildung entsprechend dem an das Dosiergerät gekoppelten Behälter auswählbar
und ausführbar sind.
[0229] Die Steuereinheit weist in einer bevorzugten Ausführungsform keine Verbindung zur
möglicherweise vorhandenen Steuerung des Haushaltsgeräts auf. Es werden demnach keine
Informationen, insbesondere elektrische, optischen oder elektromagnetischen Signale,
direkt zwischen der Steuereinheit und der Steuerung des Haushaltsgeräts ausgetauscht.
[0230] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuereinheit mit der vorhandenen
Steuerung des Haushaltsgeräts gekoppelt. Bevorzugt ist diese Kopplung kabellos ausgeführt.
Beispielsweise ist es möglich, einen Sender an oder in einer Geschirrspülmaschine,
vorzugsweise auf oder an der in der Tür der Geschirrspülmaschine eingelassenen Dosierkammer
zu positionieren, der drahtlos ein Signal an die Dosiereinheit überträgt, wenn die
Steuerung des Haushaltsgeräts die Dosierung bspw. eines Reinigungsmittels aus der
Dosierkammer oder von Klarspüler bewirkt.
[0231] In der Steuereinheit können mehrere Programme zur Freigabe von unterschiedlichen
Zubereitungen oder zur Freigabe von Produkten in unterschiedlichen Anwendungsfällen
gespeichert sein.
[0232] Der Aufruf des entsprechenden Programms kann in einer bevorzugten Ausgestaltung der
Erfindung durch entsprechende RFID-Label oder am Behälter ausgeformte geometrische
Informationsträger bewirkt sein. So ist es beispielsweise möglich, die gleiche Steuereinheit
für eine Mehrzahl von Anwendungen zu verwenden, beispielsweise zur Dosierung von Reinigungsmittel
in Geschirrspülmaschinen, zur Abgabe von Parfümen bei der Raumbeduftung, zur Applikation
von Reinigungssubstanzen in ein Toilettenbecken etc.
[0233] Zur Dosierung von insbesondere zur Vergelung neigenden Zubereitungen kann die Steuereinheit
derart konfiguriert sein, dass einerseits die Dosierung in hinreichend kurzer Zeit
erfolgt um ein gutes Reinigungsergebnis zu gewährleisten und andererseits die Zubereitung
nicht so schnell dosiert, dass Vergelungen des Zubereitungsschwalls auftreten. Dies
kann beispielsweise durch eine intervallartige Freisetzung realisiert sein, wobei
die einzelnen Dosierungsintervalle so eingestellt sind, das sich die entsprechend
dosierte Menge vollständig während eines Reiniungszyklus auflösen.
[0234] Besonders bevorzugt ist es, dass die Dosierintervalle zur Abgabe einer Zubereitung
zwischen 30-90 sec, insbesondere bevorzugt 45-75 sec liegen.
[0235] Die Abgabe von Zubereitungen aus dem Dosiergerät kann sequenziell oder zeitgleich
erfolgen.
[0236] Es ist insbesondere bevorzugt, eine Mehrzahl von Zubereitungen sequenziell in einem
Spülprogramm zu dosieren. Insbesondere sind folgende Dosiersequenzen zu bevorzugen
| 1. Dosierung |
2. Dosierung |
3.Dosierung |
4.Dosierung |
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
|
|
| Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
|
|
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
|
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Desinfektionszubereitung |
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Duftstoff |
| Vorbehandlungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
[0237] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wirken die Geschirrspülmaschine
und das Dosiergerät in der Art zusammen, dass 1 mg bis 1 g Tensid im Klarspülprogramm
der Geschirrspülmaschine pro m
2 Spülraumwändfläche freigesetzt werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Wände
des Spülraums auch nach einer Vielzahl von Spülzyklen ihren Glanzgrad beibehalten
und das Dosiersystem seine optische Übertragungsfähigkeit beibehält.
[0238] Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass die Geschirrspülmaschine und das Dosiergerät
in der Art zusammenwirken, dass im Vor- und/oder Hauptwaschprogramm der Geschirrspülmaschine
wenigstens eine enzymhaltige Zubereitung und/oder alkalische Zubereitung freigesetzt
wird, wobei die Freisetzung der enzymhaltigen Zubereitung bevorzugt zeitlich vor der
Freisetzung der alkalischen Zubereitung erfolgt.
[0239] In einer weiteren, vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wirken Geschirrspülmaschine
und das Dosiergerät in der Art zusammen, dass 0,1mg - 250 mg Enzymprotein im Vor-
und/oder Hauptwaschprogramm der Geschirrspülmaschine pro m
2 Spülraumwandfläche freigesetzt werden, wodurch der Glanzgrad der Spülraumwände weiter
verbessert bzw. auch nach einer Vielzahl von Spülzyklen erhalten bleibt.
[0240] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung können Daten wie z.B. Steuer-
und/oder Dosierprogramme der Steuereinheit oder von der Steuereinheit gespeicherte
Betriebsparameter oder -protokolle aus der Steuereinheit ausgelesen oder in die Steuereinheit
geladen werden. Dies kann beispielsweise mittels der optischen Schnittstelle realisiert
sein, wobei die optische Schnittstelle entsprechend mit der Steuereinheit verbunden
ist. Die zu übertragenden Daten werden dann als Lichtsignale, im Wellenlängenbereich
zwischen 600-800nm, kodiert und ausgesendet bzw. empfangen. Es ist jedoch auch möglich,
einen im Dosiergerät vorhandenen Sensor zur Übertragung von Daten aus und/oder zur
Steuereinheit zu verwenden. Beispielsweise können die Kontakte eines Leitfähigkeitssensors,
die mit der Steuereinheit verbunden sind und die eine Leitfähigkeitsbestimmung mittels
einer Widerstandsmessung an den Kontakten des Leitfähigkeitssensors bereitstellt,
zur Datenübertragung verwendet werden.
Verfahren in der Steuereinheit
[0241] Durch die Steuereinheit kann insbesondere ein Verfahren zum Betrieb eines nicht fest
mit einem Haushaltsgerät verbundenen Dosiergeräts zur Abgabe von wenigstens einer
Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung ins Innere des Haushaltsgeräts ausgebildet
sein, wobei in der Steuereinheit wenigstens ein Dosierprogramm gespeichert ist, und
die Steuereinheit mit wenigstens einem im Dosiergerät befindlichen Aktuator in der
Art zusammenwirkt, dass Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung vom Dosiergerät
ins Innere des Haushaltsgerät freisetzbar ist, das Dosiergerät wenigstens eine Empfangseinheit
für Signale umfasst, die von wenigstens einer in dem Haushaltsgerät angeordneten Sendeeinheit
ausgesendet werden und wenigstens ein Teil der Signale in der dosiergeräteseitigen
Steuereinheit in Steuerbefehle für die Aktuatoren des Dosiergeräts gewandelt werden,
wobei der Empfang der Signale dosiergeräteseitig mittels der Steuereinheit überwacht
wird und beim nicht Empfang der Signale am Dosiergerät ein Dosierprogramm aus der
Steuereinheit des Dosiergeräts aktiviert wird.
[0242] Hierdurch wird es möglich, dass bei einem Signalabriss zwischen der hausgeräteseitigen
Sendeeinheit und dem Dosiergerät, eine Dosierung von Zubereitung gewährleistet ist,
indem das Dosiergerät die Steuerungshoheit vom Haushaltsgerät auf die dosiergeräteinterne
Steuerung übergibt.
[0243] Insbesondere ist es vorteilhaft, dass das haushaltsgeräteseitige Signal in vordefinierten,
periodischen zeitlichen Abständen von der haushaltsgeräteseitigen Sendeeinheit ins
Innere des Haushaltsgeräts ausgesendet wird. Hierdurch ist es möglich, dass die definierten,
periodischen Zeitabstände, in denen ein Signal von der haushaltsgeräteseitigen Sendeeinheit
abgegeben wird in der Steuereinheit des Dosiergeräts sowie im Haushaltsgerät hinterlegt
sind. Reißt der Kontakt zwischen der Sendeeinheit des Haushaltsgeräts nach Empfang
eines Signals am Dosiergerät ab, so kann dieser Abriss durch den Vergleich der seit
dem letzten empfangenen Signal verstrichenen Zeit und der Zeit, in der nach dem definierten,
periodischen Zeitintervall der Empfang eines nachfolgenden Signals erwartet wird,
dosiergeräteseitig festgestellt werden.
[0244] Es ist zu bevorzugen, dass die periodischen Signalabstände zwischen 1 sec und 10
min, bevorzugt zwischen 5 sec und 7 min, insbesondere bevorzugt zwischen 10 sec und
5 min gewählt sind. Es ist ganz besonders bevorzugt, das die periodischen Signalabstände
zwischen 3 min und 5 min gewählt sind.
[0245] Daher ist es insbesondere von Vorteil, dass der Empfang eines haushaltsgeräteseitig
abgegebenen Signals in der Steuereinheit des Dosiergeräts mit einer Zeitinformation
t
1 protokolliert wird.
[0246] Es ist ganz besonders bevorzugt, dass die Steuereinheit des Dosiergeräts nach Ablauf
eines vordefinierten Zeitintervalls t
1-2 beginnend mit t
1 in dem kein weiteres hausgeräteseitiges Signal vom Dosiergerät empfangen wurde, ein
Dosierprogramm aus der Steuereinheit des Dosiergeräts aktiviert.
[0247] Gemäß einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung wertet die Steuereinheit
Anzahl und/oder Zeitabfolge der von dem Dosiergerät empfangenen Signale in derart
aus, dass entsprechend dem Auswertungsergebnis ein Dosierprogramm in der Steuereinheit
aktiviert wird. Hierdurch wird es möglich, beispielsweise die Dauer eines Waschprogramms
in einer Geschirrspülmaschine seit seinem Start durch Vergleich des Zeitpunkts des
ersten Signalempfangs bis zum Zeitpunkt der Feststellung des Signalabrisses zu bestimmen,
so dass entsprechend dem Fortschritt des Waschprogramms ein geeignetes, dem Fortschritt
des Waschprogramms entsprechendes Dosierprogramm in der Steuereinheit des Dosiergeräts
aktiviert wird.
[0248] Es ist auch denkbar, dass basierend auf der oben bezeichneten Auswertung der Anzahl
und/oder Zeitabfolge der vom Dosiergerät empfangenen Signale ein in der Steuereinheit
des Dosiergeräts gespeichertes Dosierprogramm beginnend ab einem definierten, dem
Fortschritt des Waschprogramms entsprechendem Programmschritt in der Steuereinheit
aktiviert wird. So ist es beispielsweise möglich bei einem Signalabriss im Hauptspülgang
eines Spülprogramms ein Dosierprogramm im Dosiergerät zu aktivieren, dass für einen
Hauptspülgang und nachfolgende Spülgrogrammabschnitte vorgesehen ist.
[0249] Insbesondere umfassen die von der haushaltsgeräteseitigen Sendeeinheit ausgesendeten
Signale wenigstens ein Steuersignal.
[0250] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung umfassen die von der haushaltsgeräteseitigen
Sendeeinheit ausgesendeten Signale wenigstens ein Überwachungssignal.
[0251] Weiterhin ist es vorteilhaft, dass wenigstens ein in der Steuereinheit gespeichertes
Dosierprogramm ein Dosierprogramm des Haushaltsgeräts umfasst. Hierdurch ist es ermöglicht,
dass bei einem Signalabriss zwischen dem Haushaltsgerät und dem Dosiergerät das Dosiergerät
ein von dem Haushaltsgerät begonnenen Dosierprogramm fortsetzt.
[0252] Daher ist es insbesondere bevorzugt, dass die in der Steuereinheit des Dosiergeräts
gespeicherten Dosierprogramme die Dosierprogramme des Haushaltsgeräts umfassen.
[0253] Beim Ausbleiben eines Signals am Dosiergerät kann vorteilhafter weise ein für einen
Benutzer wahrnehmbares akustisches und/oder optisches Signal erzeugt werden, dass
den Signalabriss anzeigt.
[0254] Ferner kann es vorteilhaft sein, dass das Aussenden eines Überwachungssignals und/oder
Steuersignals an dem Haushaltsgerät manuell von einem Benutzer bewirkt werden kann.
Hierdurch kann ein Benutzer beispielsweise überprüfen, ob in einer vom ihm gewählten
Positionierung des Dosiergeräts innerhalb des Haushaltsgerät ein Signalempfang zwischen
der Sendeeinheit des Haushaltsgeräts und dem Dosiergerät besteht. Dies kann zum Beispiel
durch ein am Haushaltsgerät ausgebildetem Bedienelemente, wie beispielsweise ein Taster
oder Schalter, realisiert sein, welcher bei Betätigung ein Überwachungs- und/oder
Steuersignal aussendet.
Energiequelle
[0255] Im Sinne dieser Anmeldung wird als Energiequelle ein Bauelement des Dosiersystems
verstanden, welches zweckmäßig ist, eine zum Betrieb der Dosiersystems bzw. des Dosiergeräts
geeignete Energie bereit zu stellen. Bevorzugt ist die Energiequelle derart ausgestaltet,
dass das Dosiersystem autark ist.
[0256] Vorzugsweise stellt die Energiequelle elektrische Energie zur Verfügung. Bei der
Energiequelle kann es sich beispielsweise um eine Batterie, einen Akkumulator ein
Netzgerät, Solarzellen oder dergleichen handeln.
[0257] Besonders vorteilhaft ist es, die Energiequelle austauschbar auszuführen, zum Beispiel
in Form einer auswechselbaren Batterie.
[0258] Eine Batterie kann beispielsweise ausgewählt sein aus der Gruppe der Alkali-Mangan-Batterien,
Zink-Kohle-Batterien, Nickel-Oxyhydroxid-Batterien, Lithium-Batterien, Lithium-Eisensulfid-Batterien,
Zink-Luft-Batterien, Zink-Chlorid-Batterien, Quecksilberoxid-Zink-Batterien und/oder
Silberoxid-Zink-Batterien.
[0259] Als Akkumulator eignen sich beispielsweise Bleiakkumulatoren (Bleidioxid/Blei), Nickel-Cadmium-Akkus,
Nickel-Metallhydrid-Akkus, Lithium-Ionen-Akkus, Lithium-Polymer-Akkus, Alkali-Mangan-Akkus,
Silber-Zink-Akkus, Nickel-Wasserstoff-Akkus, Zink-Brom-Akkus, Natrium-Nickelchlorid-Akkus
und/oder Nickel-Eisen-Akkus.
[0260] Der Akkumulator kann insbesondere in derart ausgestaltet sein, dass er durch Induktion
wideraufladbar ist.
[0261] Es ist jedoch auch denkbar, mechanische Energiequellen bestehend aus einer oder mehrerer
Schraubenfeder, Torsionsfeder oder Drehstabfeder, Biegefeder, Luftfeder/Gasdruckfeder
und/oder Elastomerfeder auszubilden.
[0262] Die Energiequelle ist in dergestalt dimensioniert, dass das Dosiergerät in etwa 300
Dosierzyklen durchlaufen kann, bevor die Energiequelle erschöpft ist. Es ist insbesondere
bevorzugt, dass die Energiequelle zwischen 1 und 300 Dosierzyklen, ganz besonders
bevorzugt zwischen 10 und 300, weiterhin bevorzugt zwischen 100 und 300 durchlaufen
kann, bevor die Energiequelle erschöpft ist.
[0263] Ferner können in oder an der Dosiereinheit Mittel zur Energieumwandlung vorgesehen
sein, die eine Spannung erzeugen, mittels derer der Akkumulator aufgeladen wird. Beispielsweise
können diese Mittel als Dynamo ausgebildet sein, der durch die Wasserströme während
eines Spülgangs in einer Geschirrspülmaschine angetrieben wird und die so erzeugte
Spannung an den Akkumulator abgibt.
Lichtleiter Dosiergerät
[0264] Bevorzugt ist eine optische Sende- und/oder Empfangseinheit innerhalb des Dosiergeräts,
insbesondere im bzw. am Bauelementträger, angeordnet, um die elektrischen und/oder
optischen Bauteile der Sende- und/oder Empfangseinheit vor Spritz- und Spülwassereinflüssen
zu schützen.
[0265] Um Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts zur optischen Sende- und/oder Empfangseinheit
zu leiten, ist zwischen der optischen Sende- und/oder Empfangseinheit und der Umgebung
des Dosiergeräts ein Lichtleiter angeordnet, der wenigstens einen Lichttransmissionsgrad
von 75% ausweist. Der Lichtleiter besteht bevorzugt aus einem transparenten Kunststoff
mit einem Lichttransmissionsgrad von wenigstens 75%. Der Transmissionsgrad des Lichtleiters
ist definiert als Transmissionsgrad zwischen der Oberfläche des Lichtleiters an der
das Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts in den Lichtleiter eingekoppelt wird und
der Oberfläche, an der das Licht aus dem Lichtleiter zur optischen Sende- und/oder
Empfangseinheit ausgekoppelt wird. Der Transmissionsgrad kann nach DIN5036 bestimmt
werden.
[0266] Der Lichtleiter umfasst wenigstens eine Ein- und/oder Auskopplungsstelle an der Licht
von einer optischen Sende- und/oder Empfangseinheit und/oder aus der Umgebung des
Dosiergeräts ein- bzw. ausgekoppelt wird.
[0267] Besonders bevorzugt ist es, dass der Lichtleiter einstückig mit dem Bauelementträger
ausgebildet ist. Vorteilhafter Weise ist der Bauelementträger daher aus einem transparenten
Material geformt.
[0268] Zur Aufnahme der Ein- und/oder Auskopplungsstelle des Lichtleiters und Herstellung
einer optischen Verbindung zwischen Lichtleiter und Umgebung ist im Dosiergerät eine
Öffnung vorgesehen. Die Ein- und/oder Auskopplungsstelle kann in der Mantelfläche
im Boden oder Kopf des Dosiergeräts angeordnet sein. Um eine gute Sende- und/oder
Empfangscharakteristik für optische Signale bereit zu stellen, kann es vorteilhaft
sein, dass die Ein- und/oder Auskopplungsstelle des Lichtleiters linsen- und/oder
prismenartig ausgebildet ist.
[0269] Der Lichtleiter kann auch mehrschichtig und/oder mehrstückig aus gleichen oder unterschiedlichen
Materialien aufgebaut sein. Es ist auch möglich, einen Luftspalt zwischen einem mehrschichtig
und/oder mehrstückig ausgeformten Lichtleiter vorzusehen. Der Transmissionsgrad des
Lichtleiters versteht sich bei einem mehrschichtig und/oder mehrstückig Aufbau zwischen
der Oberfläche des Lichtleiters an der das Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts
in den Lichtleiter eingekoppelt wird und der Oberfläche, an der das Licht aus dem
Lichtleiter zur optischen Sende- und/oder Empfangseinheit ausgekoppelt wird.
[0270] Ferner ist es bevorzugt, dass wenigstens zwei Ein- bzw. Auskopplungsstellen des Lichtleiters
mit der Umgebung vorgesehen sind. Es ist insbesondere vorteilhaft, dass sich die Ein-
bzw. Auskopplungsstellen am Dosiergerät im Wesentlichen gegenüberliegen.
Schwingzerstäuber
[0271] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung weist das Dosiersystem wenigstens
einen Schwingzerstäuber auf, über den es ermöglicht ist, eine Zubereitung in die Gasphase
zu überführen bzw. in der Gasphase zu halten. So ist es beispielsweise denkbar, Zubereitungen
mittels des Schwingzerstäubers zu verdampfen, zu vernebeln und/oder zu zerstäuben,
wodurch die Zubereitung in die Gasphase übergeht bzw. ein Aerosol in der Gasphase
bildet, wobei die Gasphase üblicherweise Luft ist.
[0272] Insbesondere von Vorteil ist diese Ausführung bei der Anwendung in einer Geschirrspülmaschine,
wo eine entsprechende Freisetzung von Zubereitung in die Gasphase in einem verschließbaren
Spülraum erfolgt. Die in die Gasphase eingebrachte Zubereitung kann sich gleichmäßig
im Spülraum verteilen und auf dem in der Geschirrspülmaschine befindlichen Spülgut
niederschlagen.
[0273] Die durch den Schwingzerstäuber freigesetzte Zubereitung kann ausgewählt sein aus
der Gruppe der tensidhaltigen Zubereitungen, enzymhaltigen Zubereitungen, geruchsneutralisierenden
Zubereitungen, biozide Zubereitungen, antibakteriellen Zubereitungen.
[0274] Durch das Aufbringen der Reinigungszubereitungen auf das Spülgut aus der Gasphase
wird eine gleichmäßige Schicht der entsprechenden Reinigungszubereitung auf der Spülgutoberfläche
aufgebracht. Besonders bevorzugt ist es, dass die gesamte Spülgutoberfläche von der
Reinigungszubereitung benetzt ist.
[0275] Hierdurch können mehrere vorteilhafte Wirkungen vor dem Beginn eines Wasser freisetzenden
Reinigungsprogramms der Geschirrspülmaschine erzielt werden. Zum einen kann durch
eine geeignete Reinigungszubereitung ein entstehen von Schlechtgerüchen durch biologische
Zersetzungsprozesse von an dem Spülgut anhaftenden Speiseresten unterdrückt werden.
Zum anderen kann eine entsprechende Reinigungszubereitung ein "Einweichen" der am
Spülgut möglicherweise anhaftenden Speisereste bewirken, so dass sich diese im Reinigungsprogramm
des Geschirrspülers leicht und vollständig, insbesondere bei Niedrigtemperaturprogrammen,
ablösen lassen.
[0276] Ferner ist es möglich nach der Beendigung eines Reinigungsprogramms einer Geschirrspülmaschine
eine Zubereitung mittels des Schwingzerstäubers auf das Spülgut aufzubringen. Hierbei
kann es sich beispielsweise um eine antibakteriell wirkende Zubereitung oder eine
Zubereitung zur Modifikation von Oberflächen handeln.
Zubereitung
[0277] Das erfindungsgemäße Dosiersystem umfasst wenigstens eine erste wässrige tensidhaltige
Zubereitung, die insbesondere einen pH-Wert von kleiner 5,5, bevorzugt kleiner 4,
insbesondere bevorzugt kleiner 3,5 (10-ige Lösung, 20°C) aufweist. Durch die saure
Einstellung der Tensidphase können insbesondere Kalkablagerungen auf den Wänden des
Spülraums verhindert werden, die den Glanzgrad und die Reflektionsfähigkeit der Wände
vermindern können. Ferner hat sich überraschend gezeigt, dass mittels einer derartigen
Tensidzubereitung der Transmissionsgrad des Lichtleiters zwischen der optischen Sende-
und/oder Empfangseinheit des Dosiergeräts und der Umgebung des Dosiergeräts auch über
eine Vielzahl von Spülzyklen hinweg konstant gehalten werden kann.
[0278] Wie eingangs ausgeführt, wird die Sicherstellung und Verbesserung einer drahtlosen
Signalübertragung zur Steuerung der im Spülraum positionierten Dosiersysteme erfindungsgemäß
mittels einer spezifischen, im Klarspülgang freizusetzenden tensidhaltigen Zubereitung
gewährleistet. Diese Zubereitung zeichnet sich neben ihrem Gehalt an Tensiden weiterhin
insbesondere durch ihren pH-Wert unterhalb 5,5 (10-ige Lösung, 20°C) aus.
[0279] Zur Einstellung des pH-Werts enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen Acidifizierungsmittel.
Der Gewichtsanteil der Säure(n) am Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zubereitung
beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, vorzugsweise zwischen 0,05
und 10 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,1 und 8 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,2 und
5 Gew.-%.
[0280] Als Acidifizierungsmittel bieten sich sowohl anorganische Säuren als auch organische
Säuren an, wobei im Rahmen der vorliegenden Anmeldung aus Gründen des Verbraucherschutzes
und Handhabungssicherheit insbesondere organische Säuren bevorzugt werden. Besonders
bevorzugte organische Säuren sind die Mono-, Oligo- und Polycarbonsäuren, insbesondere
Citronensäure, Essigsäure, Weinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Malonsäure, Adipinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Oxalsäure sowie die homo- oder copolymeren Polycarbonsäuren.
Organische Sulfonsäuren wie Amidosulfonsäuren sind ebenfalls einsetzbar.
[0281] Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Zubereitungen enthalten, bezogen auf ihr Gesamtgewicht
zwischen 0,05 und 10 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,1 und 8 Gew.-% und insbesondere
zwischen 0,2 und 5 Gew.-% Essigsäure und/oder Citronensäure.
[0282] Selbstverständlich können die erfindungsgemäßen Zubereitungen als Puffersubstanzen
auch Salze der vorstehend genannten Säuren enthalten. Bevorzugt sind hier die Alkalimetallsalze
und unter diesen wiederum die Natrium- oder Kaliumsalze.
[0283] Neben dem Acidifizierungsmittel bilden die Tenside einen zweiten wesentlichen Bestandteil
erfindungsgemäßer Zubereitungen. Die Gruppe der Tenside umfasst neben den anionischen
und amphoteren Tensiden insbesondere auch die mit besonderem Vorzug eingesetzten nichtionischen
Tenside.
[0284] Als nichtionische Tenside können grundsätzlich alle dem Fachmann bekannten nichtionischen
Tenside eingesetzt werden. Als nichtionische Tenside eignen sich beispielsweise Alkylglykoside
der allgemeinen Formel RO(G)
x, in der R einem primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung
methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen
entspricht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen,
vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von
Monoglykosiden und Oligogly-kosiden angibt, ist eine beliebige Zahl zwischen 1 und
10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0285] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0286] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette.
[0287] Als bevorzugte Tenside werden schwachschäumende nichtionische Tenside eingesetzt.
Mit besonderem Vorzug enthalten Wasch- oder Reinigungsmittel, insbesondere Reinigungsmittel
für das maschinelle Geschirrspülen, nichtionische Tenside aus der Gruppe der alkoxylierten
Alkohole. Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise
ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und
durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen
der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw.
lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise
in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen
Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-,
Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 Mol EO pro Mol Alkohol bevorzugt.
Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt einer ganzen oder einer gebrochenen Zahl entsprechen
können. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf
(narrow range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können
auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0288] Mit besonderem Vorzug werden daher ethoxylierte Niotenside, die aus C
6-20-Monohydroxyalkanolen oder C
6-20-Alkylphenolen oder C
16-20-Fettalkoholen und mehr als 12 Mol, vorzugsweise mehr als 15 Mol und insbesondere
mehr als 20 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol gewonnen wurden, eingesetzt. Ein besonders
bevorzugtes Niotensid wird aus einem geradkettigen Fettalkohol mit 16 bis 20 Kohlenstoffatomen
(C
16-20-Alkohol), vorzugsweise einem C
18-Alkohol und mindestens 12 Mol, vorzugsweise mindestens 15 Mol und insbesondere mindestens
20 Mol Ethylenoxid gewonnen. Hierunter sind die sogenannten "narrow range ethoxylates"
besonders bevorzugt.
[0289] Insbesondere bevorzugt sind nichtionische Tenside, die einen Schmelzpunkt oberhalb
Raumtemperatur aufweisen. Nichtionische(s) Tensid(e) mit einem Schmelzpunkt oberhalb
von 20°C, vorzugsweise oberhalb von 25°C, besonders bevorzugt zwischen 25 und 60°C
und insbesondere zwischen 26,6 und 43,3°C, ist/sind besonders bevorzugt.
[0290] Niotenside aus der Gruppe der alkoxylierten Alkohole, besonders bevorzugt aus der
Gruppe der gemischt alkoxylierten Alkohole und insbesondere aus der Gruppe der EO-AO-EO-Niotenside,
werden ebenfalls mit besonderem Vorzug eingesetzt.
[0291] Das bei Raumtemperatur feste Niotensid besitzt vorzugsweise Propylenoxideinheiten
im Molekül. Vorzugsweise machen solche PO-Einheiten bis zu 25 Gew.-%, besonders bevorzugt
bis zu 20 Gew.-% und insbesondere bis zu 15 Gew.-% der gesamten Molmasse des nichtionischen
Tensids aus. Besonders bevorzugte nichtionische Tenside sind ethoxylierte Monohydroxyalkanole
oder Alkylphenole, die zusätzlich Polyoxyethylen-Polyoxypropylen Blockcopolymereinheiten
aufweisen. Der Alkohol- bzw. Alkylphenolanteil solcher Niotensidmoleküle macht dabei
vorzugsweise mehr als 30 Gew.-%, besonders bevorzugt mehr als 50 Gew.-% und insbesondere
mehr als 70 Gew.-% der gesamten Molmasse solcher Niotenside aus. Bevorzugte Mittel
sind dadurch gekennzeichnet, dass sie ethoxylierte und propoxylierte Niotenside enthalten,
bei denen die Propylenoxideinheiten im Molekül bis zu 25 Gew.-%, bevorzugt bis zu
20 Gew.-% und insbesondere bis zu 15 Gew.-% der gesamten Molmasse des nichtionischen
Tensids ausmachen.
[0292] Bevorzugt einzusetzende Tenside stammen aus den Gruppen der alkoxylierten Niotenside,
insbesondere der ethoxylierten primären Alkohole und Mischungen dieser Tenside mit
strukturell komplizierter aufgebauten Tensiden wie Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/Polyoxypropylen
((PO/EO/PO)-Tenside). Solche (PO/EO/PO)-Niotenside zeichnen sich darüber hinaus durch
gute Schaumkontrolle aus.
[0293] Weitere besonders bevorzugt einzusetzende Niotenside mit Schmelzpunkten oberhalb
Raumtemperatur enthalten 40 bis 70% eines
Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/Polyoxypropylen-Blockpolymerblends, der 75 Gew.-% eines
umgekehrten Block-Copolymers von Polyoxyethylen und Polyoxypropylen mit 17 Mol Ethylenoxid
und 44 Mol Propylenoxid und 25 Gew.-% eines Block-Copolymers von Polyoxyethylen und
Polyoxypropylen, initiiert mit Trimethylolpropan und enthaltend 24 Mol Ethylenoxid
und 99 Mol Propylenoxid pro Mol Trimethylolpropan, enthält.
[0294] Als besonders bevorzugte Niotenside haben sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung
schwachschäumende Niotenside erwiesen, welche alternierende Ethylenoxid- und Alkylenoxideinheiten
aufweisen. Unter diesen sind wiederum Tenside mit EO-AO-EO-AO-Blöcken bevorzugt, wobei
jeweils eine bis zehn EO- bzw. AO-Gruppen aneinander gebunden sind, bevor ein Block
aus den jeweils anderen Gruppen folgt. Hier sind nichionische Tenside der allgemeinen
Formel

bevorzugt, in der R
1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten
C
6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; jede Gruppe R
2 bzw. R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3, -CH
2CH
2-CH
3, CH(CH
3)
2 und die Indizes w, x, y, z unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 6 stehen.
[0295] Die bevorzugten Niotenside der vorstehenden Formel lassen sich durch bekannte Methoden
aus den entsprechenden Alkoholen R
1-OH und Ethylen- bzw. Alkylenoxid herstellen. Der Rest R
1 in der vorstehenden Formel kann je nach Herkunft des Alkohols variieren. Werden native
Quellen genutzt, weist der Rest R
1 eine gerade Anzahl von Kohlenstoffatomen auf und ist in der Regel unverzweigt, wobei
die linearen Reste aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus
Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, bevorzugt sind. Aus synthetischen Quellen
zugängliche Alkohole sind beispielsweise die Guerbetalkohole oder in 2-Stellung methylverzweigte
bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten
vorliegen. Unabhängig von der Art des zur Herstellung der in den Mitteln enthaltenen
Niotenside eingesetzten Alkohols sind Niotenside bevorzugt, bei denen R
1 in der vorstehenden Formel für einen Alkylrest mit 6 bis 24, vorzugsweise 8 bis 20,
besonders bevorzugt 9 bis 15 und insbesondere 9 bis 11 Kohlenstoffatomen steht.
[0296] Als Alkylenoxideinheit, die alternierend zur Ethylenoxideinheit in den bevorzugten
Niotensiden enthalten ist, kommt neben Propylenoxid insbesondere Butylenoxid in Betracht.
Aber auch weitere Alkylenoxide, bei denen R
2 bzw. R
3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus - CH
2CH
2-CH
3 bzw. -CH(CH
3)
2 sind geeignet. Bevorzugt werden Niotenside der vorstehenden Formel eingesetzt, bei
denen R
2 bzw. R
3 für einen Rest -CH
3, w und x unabhängig voneinander für Werte von 3 oder 4 und y und z unabhängig voneinander
für Werte von 1 oder 2 stehen.
[0297] Zusammenfassend sind insbesondere nichtionische Tenside bevorzugt, die einen C
9-15-Alkylrest mit 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Propylenoxideinheiten,
gefolgt von 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von1 bis 4 Propylenoxideinheiten
aufweisen. Diese Tenside weisen in wässriger Lösung die erforderliche niedrige Viskosität
auf und sind erfindungsgemäß mit besonderem Vorzug einsetzbar.
[0298] Tenside der allgemeinen Formel R
1-CH(OH)CH
2O-(AO)
w-(A'O)
x-(A"O)
y-(A"'O)
z-R
2, in der R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder
ein- bzw. mehrfach ungesättigten C
2-40-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; A, A', A" und A'" unabhängig voneinander für einen
Rest aus der Gruppe -CH
2CH
2, -CH
2CH
2-CH
2, -CH
2-CH(CH
3), -CH
2-CH
2-CH
2-CH
2, -CH
2-CH(CH
3)-CH
2-, -CH
2-CH(CH
2-CH
3) steht; und w, x, y und z für Werte zwischen 0,5 und 90 stehen, wobei x, y und/oder
z auch 0 sein können sind erfindungsgemäß bevorzugt.
[0299] Bevorzugt werden insbesondere solche endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten)
Niotenside, die, gemäß der Formel R
1O[CH
2CH
2O]
xCH
2CH(OH)R
2, neben einem Rest R
1, welcher für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische
oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 2 bis 30 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen steht, weiterhin einen linearen oder verzweigten, gesättigten
oder ungesättigten, aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest R
2 mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen aufweisen, wobei x für Werte zwischen 1 und 90, vorzugsweise
für Werte zwischen 30 und 80 und insbesondere für Werte zwischen 30 und 60 steht.
Besonders bevorzugt sind Tenside der Formel
[0300] R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
yCH
2CH(OH)R
2, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
18 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
oder Mischungen hieraus bezeichnet und x für Werte zwischen 0,5 und 1,5 sowie y für
einen Wert von mindestens 15 steht.
[0301] Besonders bevorzugt werden weiterhin solche endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten)
Niotenside der Formel R
1O[CH
2CH
2O]
x[CH
2CH(R
3)O]yCH
2CH(OH)R
2, in der R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ein-
bzw. mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen steht,
R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3, -CH
2CH
2-CH
3, -CH(CH
3)
2, vorzugsweise jedoch für -CH
3 steht, und x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 32 stehen, wobei
Niotenside mit R
3 = -CH
3 und Werten für x von 15 bis 32 und y von 0,5 und 1,5 ganz besonders bevorzugt sind.
[0302] Durch den Einsatz der zuvor beschriebenen nichtionischen Tenside mit einer freien
Hydroxylgruppe an einer der beiden endständigen Alkylreste kann im Vergleich zu herkömmlichen
polyalkoxylierten Fettalkoholen ohne freie Hydroxylgruppe die Bildung von Belägen
bei der maschinellen Geschirrreinigung deutlich verbessert werden.
[0303] Weitere bevorzugt einsetzbare Niotenside sind die endgruppenverschlossenen poly(oxyalkylierten)
Niotenside der Formel R
1O[CH
2CH(R
3)O]
x[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
2, in der R
1 und R
2 für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische
Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen stehen, R
3 für H oder einen Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl, n-Butyl-, 2-Butyl- oder
2-Methyl-2-Butylrest steht, x für Werte zwischen 1 und 30, k und j für Werte zwischen
1 und 12, vorzugsweise zwischen 1 und 5 stehen. Wenn der Wert x ≥ 2 ist, kann jedes
R
3 in der oben stehenden Formel R
1O[CH
2CH(R
3)O]
x[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
2 unterschiedlich sein. R
1 und R
2 sind vorzugsweise lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische
oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, wobei Reste
mit 8 bis 18 C-Atomen besonders bevorzugt sind. Für den Rest R
3 sind H, -CH
3 oder -CH
2CH
3 besonders bevorzugt. Besonders bevorzugte Werte für x liegen im Bereich von 1 bis
20, insbesondere von 6 bis 15.
[0304] Wie vorstehend beschrieben, kann jedes R
3 in der oben stehenden Formel unterschiedlich sein, falls x ≥ 2 ist. Hierdurch kann
die Alkylenoxideinheit in der eckigen Klammer variiert werden. Steht x beispielsweise
für 3, kann der Rest R
3 ausgewählt werden, um Ethylenoxid-(R
3 = H) oder Propylenoxid- (R
3 = CH
3) Einheiten zu bilden, die in jedweder Reihenfolge aneinandergefügt sein können, beispielsweise
(EO)(PO)(EO), (EO)(EO)(PO), (EO)(EO)(EO), (PO)(EO)(PO), (PO)(PO)(EO) und (PO)(PO)(PO).
Der Wert 3 für x ist hierbei beispielhaft gewählt worden und kann durchaus größer
sein, wobei die Variationsbreite mit steigenden x-Werten zunimmt und beispielsweise
eine große Anzahl (EO)-Gruppen, kombiniert mit einer geringen Anzahl (PO)-Gruppen
einschließt, oder umgekehrt.
[0305] Besonders bevorzugte endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierte) Alkohole der obenstehenden
Formel weisen Werte von k = 1 und j = 1 auf, so dass sich die vorstehende Formel zu
R
1O[CH
2CH(R
3)O]
xCH
2CH(OH)CH
2OR
2 vereinfacht. In der letztgenannten Formel sind R
1, R
2 und R
3 wie oben definiert und x steht für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20
und insbesondere von 6 bis 18. Besonders bevorzugt sind Tenside, bei denen die Reste
R
1 und R
2 9 bis 14 C-Atome aufweisen, R
3 für H steht und x Werte von 6 bis 15 annimmt.
[0306] Die angegebenen C-Kettenlängen sowie Ethoxylierungsgrade bzw. Alkoxylierungsgrade
der vorgenannten Niotenside stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles
Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Aufgrund der Herstellverfahren
bestehen Handelsprodukte der genannten Formeln zumeist nicht aus einem individuellen
Vertreter, sondern aus Gemischen, wodurch sich sowohl für die C-Kettenlängen als auch
für die Ethoxylierungsgrade bzw. Alkoxylierungsgrade Mittelwerte und daraus folgend
gebrochene Zahlen ergeben können.
[0307] Selbstverständlich können die vorgenannten nichtionischen Tenside nicht nur als Einzelsubstanzen,
sondern auch als Tensidgemische aus zwei, drei, vier oder mehr Tensiden eingesetzt
werden. Als Tensidgemische werden dabei nicht Mischungen nichtionischer Tenside bezeichnet,
die in ihrer Gesamtheit unter eine der oben genannten allgemeinen Formeln fallen,
sondern vielmehr solche Mischungen, die zwei, drei, vier oder mehr nichtionische Tenside
enthalten, die durch unterschiedliche der vorgenannten allgemeinen Formeln beschrieben
werden können.
[0308] Der Gewichtsanteil der nichtionischen Tenside am Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen
Zubereitung beträgt in einer bevorzugten Ausführungsform zwischen 1,0 und 25 Gew.-%,
vorzugsweise zwischen 2,0 und 20 Gew.-%, bevorzugt zwischen 3,0 und 17 Gew.-% und
insbesondere zwischen 5,0 und 15 Gew.-%.
[0309] Die erfindungsgemäßen Zubereitungen zur Freisetzung im Klarspülgang enthalten Wasser,
wobei der Gewichtsanteil des Wassers am Gesamtgewicht der Zusammensetzung vorzugsweise
zwischen 1,0 und 90 Gew.-%, bevorzugt zwischen 2,0 und 80 Gew.-% und insbesondere
zwischen 5,0 und 70 Gew.-% beträgt. Ganz besonders bevorzugte Zubereitungen weisen
einen Wassergehalt zwischen 30 und 90 Gew.-%, bevorzugt zwischen 40 und 80 Gew.-%
und insbesondere zwischen 50 und 70 Gew.-% auf.
[0310] In Ergänzung zu den bisher genannten Inhaltsstoffen können die erfindungsgemäßen
Zubereitungen nichtwässrige Lösungsmittel enthalten. Es hat sich erwiesen, dass durch
den Zusatz organischer Lösungsmittel die Oberflächeneigenschaften der Wände des Spülraums
in für die erwünschte Signalübermittlung günstiger Weise beeinflusst werden kann.
Der Gewichtsanteil der organischen Lösungsmittel am Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen
Zubereitung beträgt vorzugsweise zwischen 1,0 und 30 Gew.-%, bevorzugt zwischen 2,0
und 25 Gew.-% und insbesondere zwischen 4,0 und 20 Gew.-%.
[0311] Nichtwässrige Lösungsmittel, die in den erfindungsgemäßen Zubereitungen eingesetzt
werden können, stammen beispielsweise aus der Gruppe ein- oder mehrwertigen Alkohole,
Alkanolamine oder Glycolether. Vorzugsweise werden die Lösungsmittel ausgewählt aus
Ethanol, n- oder i-Propanol, Butanolen, Glykol, Propan- oder Butandiol, Glycerin,
Diglykol, Propyl- oder Butyldiglykol, Hexylenglycol, Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether,
Ethylenglykolpropylether, Etheylenglykolmono-n-butylether, Diethylenglykol-methylether,
Diethylenglykolethylether, Propylenglykolmethyl-, -ethyl- oder -propyl-ether, Dipropylenglykolmethyl-,
oder -ethylether, Methoxy-, Ethoxy- oder Butoxytriglykol, 1-Butoxyethoxy-2-propanol,
3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykol-t-butylether, 1,2-Propylenglycol sowie
Mischungen dieser Lösungsmittel.
[0312] Als besonders wirkungsvoll im Hinblick auf die vorteilhafte Beeinflussung der Signal
übermittlung im Spülraum haben sich die organischen Lösungsmittel aus der Gruppe der
organischen Amine und/oder der Alkanolamine erwiesen.
[0313] Als organische Amine werden insbesondere die primären und die sekundären Alkylamine,
die Alkylenamine sowie Mischungen dieser organischen Amine bevorzugt. Zur Gruppe der
bevorzugten primären Alkylamine zählen Monomethylamin, Monoethylamin, Monopropylamin,
Monobutylamin, Monopentylamin und Cyclohexylamin. Zur Gruppe der bevorzugten sekundären
Alkylamine zählt insbesondere Dimethylamin.
[0314] Bevorzugte Alkanolamine sind insbesondere die primären, sekundären und tertiären
Alkanolamine sowie deren Mischungen. Besonders bevorzugte primäre Alkanolamine sind
Monoethanolamin (2-Aminoethanol, MEA), Monoisopropanolamin, Diethylethanolamin (2-(Diethylamino)-ethanol).
Besonders bevorzugte sekundäre Alkanolamine sind Diethanolamin (2,2'-Iminodiethanol,
DEA, Bis(2-hydroxyethyl)amin), N-Methyl-Diethanolamin, N-Ethyl-Diethanolamin. Düsopropanolamin
und Morpholin. Besonders bevorzugte tertiäre Alkanolamine sind Triethanolamin und
Trüsopropanolamin.
[0315] Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können weiterhin Hydrotrope enthalten. Bevorzugte
Hydrotrope sind Xylol- und Cumolsulfonat sowie Harnstoff und N-Methylacetamid.
[0316] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugte Zubereitungen enthalten Toluol-,
Cumol- oder Xylolsulfonat in Mengen von 0,5 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise von 1,0 bis
12 Gew.-%, besonders bevorzugt von 2,0 bis 10 Gew.-% und insbesondere von 2,5 bis
8 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
[0317] Um die Bildung von Trübungen, Schlieren und Kratzern auf maschinell gereinigten Glasoberflächen
zu vermeiden, können die erfindungsgemäßen Zubereitungen Glaskorrosionsinhibitoren
enthalten. Bevorzugte Glaskorrosionsinhibitoren stammen aus der Gruppe der Zinksalze
sowie der Zinkkomplexe.
[0318] Das Spektrum der erfindungsgemäß bevorzugten Zinksalze, vorzugsweise der Zinksalze
organischer Säuren, besonders bevorzugt der Zinksalze organischer Carbonsäuren, reicht
von Salzen, die in Wasser schwer oder nicht löslich sind, also eine Löslichkeit unterhalb
100 mg/l, vorzugsweise unterhalb 10 mg/l, insbesondere unterhalb 0,01 mg/l aufweisen,
bis zu solchen Salzen, die in Wasser eine Löslichkeit oberhalb 100 mg/l, vorzugsweise
oberhalb 500 mg/l, besonders bevorzugt oberhalb 1 g/l und insbesondere oberhalb 5
g/l aufweisen (alle Löslichkeiten bei 20°C Wassertemperatur). Zu der ersten Gruppe
von Zinksalzen gehören beispielsweise das Zinkcitrat, das Zinkoleat und das Zinkstearat,
zu der Gruppe der löslichen Zinksalze gehören beispielsweise das Zinkformiat, das
Zinkacetat, das Zinklactat und das Zinkgluconat.
[0319] Mit besonderem Vorzug wird als Glaskorrosionsinhibitor mindestens ein Zinksalz einer
organischen Carbonsäure, besonders bevorzugt ein Zinksalz aus der Gruppe Zinkstearat,
Zinkoleat, Zinkgluconat, Zinkacetat, Zinklactat und Zinkcitrat eingesetzt. Auch Zinkricinoleat,
Zinkabietat und Zinkoxalat sind bevorzugt.
[0321] Des Weiteren ist es zur Erhaltung und/oder Verbesserung des Glanzgrades der Spülkammerwände
von Vorteil, dass wenigstens wenigstens ein Tensid, wenigstens ein Polymer und wenigstens
ein Phosphonat aus einer oder mehreren Zubereitungen in die Waschflotte abgegeben
werden, wobei diese Komponenten so ausgewählt sind, dass zumindest das Tensid und
das Polymer auf der in den Spülraum gerichtete Oberfläche des Lichtleiters anhaften
Hierdurch wird ein verbessertes Ablaufen und Abtrocknen von Spülflüssigkeit auf den
Wänden erzielt, wodurch Ablagerungen auf den Wänden, z.B. in Form von Wasserflecken
vermindert werden. Ferner stellen die auf den Wänden anhaftenden Tenside und/oder
Polymere eine Art Versieglung der Wandoberflächen dar, so dass Neuanhaftungen von
Fremdstoffen vermindert werden kann.
Geschirrspülmaschine
[0322] Eine für das erfindungsgemäße Dosiersystem geeignete Geschirrspülmaschine weist insbesondere
einen verschließbaren Spülraum auf. Üblicherweise wird der Spülraum einer Geschirrspülmaschine
durch eine Tür oder Schublade geöffnet bzw. verschlossen. Üblicherweise ist der Spülraum
so vor Eintritt von Umgebungslicht geschützt.
[0323] Die Wände des Spülraums weisen insbesondere einen Glanzgrad von wenigstens 10 Glanzeinheiten,
bevorzugt wenigstens 20 Glanzeinheiten, insbesondere bevorzugt wenigstens 45 Glanzeinheiten
gemessen nach DIN 67530 mit einer 60°-Geometrie auf. Hierdurch werden Mehrfachreflexionen
der abgestrahlten optischen Signale an den Wänden des Spülraums ermöglicht, wodurch
die Gefahr von möglichen Signalschatten, insbesondere für optische Signale im sichtbaren
und/oder IR-Bereich im Inneren des Spülraums der Geschirrspülmaschine reduziert wird.
[0324] Mittlerer Glanzgrad bedeutet der Glanzgrad gemittelt über die gesamte Oberfläche
einer Wand. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung beträgt der
mittlere Glanzgrad der Spülraumwände wenigstens 10 Glanzeinheiten, bevorzugt wenigstens
20 Glanzeinheiten, insbesondere bevorzugt wenigstens 45 Glanzeinheiten gemessen nach
DIN 67530 mit einer 60°-Geometrie.
[0325] Mittlerer Spülraumglanzgrad bedeutet der Glanzgrad gemittelt über die gesamte Oberfläche
aller Spülraumwände. In einer ferner bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung beträgt
der mittlere Spülraumglanzgrad wenigstens 10 Glanzeinheiten, bevorzugt wenigstens
20 Glanzeinheiten, insbesondere bevorzugt wenigstens 45 Glanzeinheiten gemessen nach
DIN 67530 mit einer 60°-Geometrie.
[0326] Um die Gefahr von Signalschatten im Spülraum, ist es insbesondere von Vorteil, dass
die Wände des Spülraums einen Reflexionsgrad von wenigstens 50% aufweisen.
[0327] Mittlerer Reflexionsgrad bedeutet der Reflexionsgrad gemittelt über die gesamte Oberfläche
einer Wand. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung beträgt der
mittlere Reflexionsgrad der Spülraumwände wenigstens 50%.
[0328] Mittlerer Spülraumreflexionsgrad bedeutet der Reflexionsgrad gemittelt über die gesamte
Oberfläche aller Spülraumwände. In einer ferner bevorzugten Weiterentwicklung der
Erfindung beträgt der mittlere Spülraumreflexionsgrad wenigstens 50%.
[0329] In einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung weisen die Wände des Spülraums optische
Reflektionselemente auf. Die Reflektionselemente dienen einer möglichst homogenen
Verteilung der optischen Signale insbesondere im sichtbaren und/oder IR-Bereich innerhalb
des Spülraums, so dass durch die entsprechenden Reflektionen Zonen von optischen Signalschatten
innerhalb des Spülraums reduziert bzw. vollständig vermieden werden. Es ist insbesondere
bevorzugt, dass die Reflektionselemente integral mit den Spülraumwänden ausgeformt
sind. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ragen die optischen Reflektionselemente
aus der Ebene der Spülraumwände heraus und in den Spülraum hinein. Es ist jedoch auch
denkbar, dass die optischen Reflektionselemente als Vertiefungen in den Spülraumwänden
ausgebildet sind. Die optischen Reflektionselemente können jede geeignete Raumform
einnehmen, insbesondere sind die optischen Reflektionselemente beispielsweise domförmig,
napfförmig, kegelstumpfförmig, quarderförmig, würfelförmig, mit abgerundeten oder
spitzen Kanten und/oder aus Kombinationen hieraus ausgeformt.
[0330] Die Reflektionselemente können insbesondere in etwa mittig an einer Spülraumwand
angeordnet sein. Es ist jedoch auch denkbar zusätzlich oder alternativ, Reflektionselemente
an den Kanten bzw. Ecken einer Spülraumwand vorzusehen, um die Gefahr von Signalschatten
insbesondere in den hinteren, unteren und oberen Ecken des Spülraums (von der Geschirrspülmaschinentür
aus betrachtet) zu reduzieren.
Abgabevorrichtung des Geschirrspülers
[0331] Das Dosiergerät kann in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung von einer in einer
Geschirrspülmaschine fixierten Abgabevorrichtung Signale empfangen.
[0332] Die Abgabevorrichtung zur Abgabe von wenigstens einer Zubereitung ins Innere eines
Geschirrspülers kann insbesondere ein Reinigungsmittelgeber, ein Abgabegerät für Klarspüler
oder Salz oder ein Kombidosiergerät sein.
[0333] Die Abgabevorrichtung umfasst vorteilhafter weise wenigstens eine Sendeeinheit und/oder
wenigstens eine Empfangseinheit zur drahtlosen Übermittlung von Signalen ins Innere
des Geschirrspülers bzw. zum drahtlosen Empfang von Signalen aus dem Inneren des Geschirrspülers.
[0334] Es ist besonders bevorzugt, dass die Sendeeinheit und/oder Empfangseinheit zum Aussenden
bzw. Empfang von optischen Signalen konfiguriert ist. Ganz besonders bevorzugt ist
es, dass die Sendeeinheit und/oder Empfangseinheit zum Aussenden bzw. Empfang von
Licht im sichtbaren Bereich konfiguriert ist. Da üblicherweise im Betrieb einer Geschirrspülmaschine
im Inneren des Spülraums Dunkelheit vorherrscht, können Signale im sichtbaren, optischen
Bereich, beispielsweise in Form von Signalimpulsen bzw. Lichtblitzen, ausgesendet
und detektiert werden.
[0335] Insbesondere umfasst die Sendeeinheit wenigstens eine LED. Besonders bevorzugt umfasst
die Sendeeinheit wenigstens zwei LEDs. Hierbei ist es ganz besonders vorteilhaft,
dass wenigstens zwei LEDs in einem um 90° zueinander versetzten Abstrahlwinkel angeordnet
sind. Hierdurch lässt sich durch die erzeugten Mehrfachreflexionen innerhalb des Geschirrspülers
die Gefahr von Signalschatten, in denen sich ein frei positionierbarer Empfänger der
Signale, insbesondere ein Dosiergerät, befinden könnte, vermindern.
[0336] Auch ist es gemäß einer weiter zu bevorzugenden Ausgestaltung der Erfindung möglich,
wenigstens zwei LEDs vorzusehen, die Licht in einer voneinander verschiedenen Wellenlänge
aussenden. Hierdurch wird es beispielsweise möglich, unterschiedliche Signalbänder
zu definieren auf denen Informationen gesendet bzw. empfangen werden können.
[0337] Ferner ist es in einer Weiterentwicklung der Erfindung von Vorteil, dass wenigstens
eine LED eine RGB-LED ist, deren Wellenlänge einstellbar ist. So können beispielsweise
mit einer LED verschiedene Signalbänder definiert werden, die Signale auf unterschiedlichen
Wellenlängen aussenden. So ist es beispielsweise auch denkbar, dass während des Trocknungsvorgangs,
währenddessen eine hohe Luftfeuchtigkeit (Nebel) im Spülraum herrscht, Licht in einer
anderen Wellenlänge emittiert wird, als beispielsweise während eines Spülschritts.
[0338] Die Sendeeinheit der Abgabevorrichtung kann so konfiguriert sein, dass die LED sowohl
zur Aussendung von Signalen in Innere des Geschirrspülers, insbesondere bei geschlossener
Geschirrspülmaschinentür, als auch zur optischen Anzeige eines Betriebszustandes,
beispielsweise der Füllstand des Salz- oder Klarspülerbevorratungsbehältnisses einer
Geschirrspülmaschine, insbesondere bei geöffneter Geschirrspülmaschinentür vorgesehen
ist.
[0339] Das optische Signal ist als eine Folge von Signalimpulsen mit einer Impulsdauer zwischen
1ms und 100ms ausgebildet.
[0340] Ferner ist es vorteilhaft, dass die Sendeeinheit derart konfiguriert ist, dass sie
ein optisches Signal bei geschlossener Geschirrspülmaschine aussendet, dass eine mittlere
Beleuchtungsstärke E zwischen 0,01 und 100 Lux, bevorzugt zwischen 0,1 und 50 Lux
gemessen an den den Spülraum begrenzenden Wänden bewirkt. Diese Beleuchtungsstärke
ist dann ausreichend, um Mehrfachreflektionen mit bzw. an den anderen Spülraumwänden
zu bewirken und so mögliche Signalschatten im Spülraum, insbesondere im Beladungszustand
der Geschirrspülmaschine, zu reduzieren bzw. zu verhindern.
[0341] Die Empfangseinheit der Abgabevorrichtung kann insbesondere eine Photodiode umfassen.
[0342] In einer Weiterentwicklung der Erfindung kann die Abgabevorrichtung zusätzlich oder
alternativ auch zum Aussenden bzw. Empfang von Funksignalen konfiguriert sein.
[0343] Bei dem von der Sendeeinheit ausgesendete und/oder Empfangseinheit empfangene Signal
handelt es sich insbesondere um einen Träger von Information, insbesondere um ein
Steuersignal.
[0344] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Abgabevorrichtung in der Tür einer Geschirrspülmaschine
angeordnet ist.
[0345] Ferner kann an der Abgabevorrichtung eine Aufnahme zur lösbaren Fixierung eines Dosiergeräts
an der Abgabevorrichtung vorgesehen sein. Hierdurch ist es beispielsweise möglich,
das Dosiergerät nicht nur in der Geschirrschublade eines Geschirrspülers zu positionieren,
sondern auch direkt an einer Abgabevorrichtung des Geschirrspülers, insbesondere eines
Kombidosiergeräts, zu fixieren. Zum einen wird hierdurch kein Beladungsraum in der
Geschirrschublade durch das Dosiergerät belegt, zum anderen erfolgt eine definierte
Positionierung des Dosiergeräts relativ zur Abgabevorrichtung.
[0346] Häufig weisen Abgabevorrichtungen wie ein Kombidosiergerät eine schwenkbare Klappe
auf, die innerhalb eines Waschprogramms geöffnet wird, um die in der Dosierkammer
des Kombigeräts befindliche Reinigungszubereitung ins Innere der Geschirrspülmaschine
abzugeben. Die Aufnahme für das Dosiergerät kann nun an der Abgabevorrichtung in der
Art ausgebildet sein, dass ein Öffnen der Klappe verhindert ist, wenn das Dosiergerät
in der Aufnahme fixiert ist. Hierdurch wird die Gefahr einer Doppeldosierung aus dem
Dosiergerät und der Abgabevorrichtung verhindert.
[0347] Des Weiteren ist es vorteilhaft, die Fixierung der Abgabevorrichtung und die Sende-
und/oder Empfangseinheit derart zu konfigurieren, dass zumindest die Sendeeinheit
direkt auf den Empfänger des in der Fixierung angeordneten Dosiergeräts einstrahlt.
[0348] Vorteilhafter Weise, weist das nicht fest mit dem Geschirrspüler verbundene Dosiergerät
zur Verwendung in einem die Abgabevorrichtung umfassenden Dosiersystem wenigstens
eine Empfangs- und/oder wenigstens eine Sendeeinheit zur drahtlosen Übermittlung von
Signalen aus dem Inneren des Geschirrspülers zu der Abgabevorrichtung bzw. zum drahtlosen
Empfang von Signalen von der Abgabevorrichtung auf.
Adapter
[0349] Durch einen Adapter kann eine einfache Kopplung des Dosiersystems mit einem wasserführendem
Haushaltsgerät realisiert werden. Der Adapter dient der mechanischen und/oder elektrischen
Verbindung des Dosiersystems mit dem wasserführenden Haushaltsgerät.
[0350] Der Adapter ist, bevorzugt fest, mit einer wasserführenden Leitung des Haushaltsgeräts
verbunden. Es ist jedoch auch denkbar, den Adapter für eine Positionierung im oder
am Haushaltsgerät vorzusehen, in der der Adapter vom Wasserfluss und/oder Sprühstrahl
des Haushaltsgeräts erfasst ist.
[0351] Der Adapter ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung derart ausgeformt,
dass eine Freisetzung von Zubereitung aus dem Dosiergerät in mit dem Adapter gekoppelten
Zustand, nicht direkt in die Spülflotte, sondern in das durch die wasserführende Leitung
in den Adapter geleitete Wasser erfolgt, wobei das so mit Zubereitung beladene Wasser
nachfolgend aus dem Adapter in das Innere der Geschirrspülmaschine geleitet wird.
[0352] Bevorzugt ist der Adapter in derart ausgestaltet, dass im mit dem Dosiergerät ungekoppelten
Zustand ein Austritt von Wasser aus dem Adapter verhindert ist. Dies kann beispielsweise
dadurch verhindert sein, indem die wasserführende Leitung, mit der der Adapter in
Fluidverbindung steht, kein Wasser in bzw. zum Adapter fördert oder aber der Adapter
von Wasser der wasserführenden Leitung durchströmt wird, der Adapter jedoch Dichtungsmittel
aufweist, die einen Austritt von Wasser aus dem Adapter verhindern, beispielsweise
geschlitzte Silikonelemente, die beim Entfernen des Dosiergeräts aus dem Adapter den
Adapter im Wesentlichen flüssigkeitsdicht verschließen.
[0353] Durch den Adapter wird es möglich ein Dosiersystem sowohl für eine autarke als auch
"buildin" Version auszuführen, indem das an sich autarke Dosiergerät mit dem Adapter
gekoppelt wird. Auch ist es möglich, den Adapter als eine Art Aufladestation für das
Dosiersystem auszubilden, in der beispielsweise die Energiequelle des Dosiergeräts
aufgeladen wird oder Daten zwischen dem Dosiergerät und dem Adapter bzw. dem Geschirrspüler
ausgetauscht werden.
[0354] Der Adapter kann in einer Geschirrspülmaschine an einer der inneren Wände der Spülkammer,
insbesondere an der inneren Seite der Geschirrspülmaschinentür, angeordnet sein. Es
ist jedoch auch denkbar, dass der Adapter als solches nicht zugänglich für den Benutzer
im wasserführenden Haushaltsgerät positioniert ist, so dass das Dosiergerät beispielsweise
während der Montage mit des Haushaltsgeräts in den Adapter eingesetzt wird, wobei
der Adapter, das Dosiergerät und das Haushaltsgerät in derart ausgebildet sind, dass
eine Kartusche vom Benutzer mit dem Dosiergerät gekoppelt werden kann.
Anwendungsbeispiele
[0355] Grundsätzlich ist das Dosiersystem der eingangs beschriebenen Art dazu geeignet,
in oder in Verbindung mit wasserführenden Vorrichtungen jedweder Art eingesetzt zu
werden.
[0356] Das erfindungsgemäße Dosiersystem ist insbesondere geeignet zu Verwendung in wasserführenden
Haushaltsgeräten wie Geschirrspülmaschinen, jedoch nicht auf eine derartige Verwendung
beschränkt.
[0357] Generell ist es möglich das erfindungsgemäße Dosiersystem überall dort anzuwenden,
wo eine Dosierung von wenigstens einer, bevorzugt mehrerer Zubereitungen in ein flüssiges
Medium entsprechend einem ein Dosierprogramm auslösenden oder steuernden äußeren physikalischen
oder chemischen Parameter benötigt wird.
[0358] So ist es beispielsweise auch denkbar, das Dosiersystem in Haushaltsrobotern, wie
beispielsweise Bodenreinigungsautomaten, zur Dosierung von Reinigungssubstanzen in
ein Toilettenbecken oder WC-Spülkasten, in wasserführenden Reinigungsgeräten wie beispielsweise
Hochdruckreiniger, in Scheibenwaschanlagen für Fahrzeuge, in Planzenbewässerungssystemen,
Dampfbügelvorrichtungen, Armaturen und dergleichen anzuwenden.
Abbildungsverzeichnis
[0359]
- Figur 1
- Autarkes Dosiergerät mit Zwei-Kammer-Kartusche im separierten und zusammengebauten
Zustand
- Figur 2
- Autarkes Dosiergerät mit Zwei-Kammer-Kartusche angeordnet in einer Schublade einer
Geschirrspülmaschine
- Figur 3
- Zwei-Kammer-Kartusche im separierten Zustand zu einem autarken und internen maschinen-integrierten
Dosiergerät
- Figur 4
- Zwei-Kammer-Kartusche im zusammengebauten Zustand mit einem internen maschinen-integrierten
Dosiergerät
- Figur 5
- Zwei-Kammer-Kartusche im separierten und zusammengebauten Zustand zu einem autarken,
maschinen-integrierbarem Dosiergerät
- Figur 6
- Zwei-Kammer-Kartusche im zusammengebauten Zustand zu einem autarken, maschinen-integriertem
Dosiergerät
- Figur 7
- Autarkes Dosiergerät mit nachfüllbarem Zwei-Kammer-Kartusche und Nachfülleinheit
- Figur 8
- Kartusche gebildet aus einem wannen- und einen deckeiförmigen Kartuschenelement
- Figur 9
- Kartusche gebildet aus zwei wannenförmigen Kartuschenelementen
- Figur 10
- Kartusche gebildet aus einem napfförmigen, bodenlosem Behälter und einem Kartuschenboden
- Figur 11
- Kartusche gebildet aus einem napfförmigen, oben geöffneten Behälter mit einem Kartuschendeckel
- Figur 12
- Kartusche gebildet aus zwei Kammerelementen
- Figur 13
- Kartusche mit Nachfüllbeutel
- Figur 14
- Kartusche mit Kammer zur Abgabe von flüchtigen Substanzen
- Figure 15
- Kartusche mit formschlüssig verbundenen Kammern in Aufsicht
- Figur 16
- Kartusche mit drei Kammern in Vorderansicht
- Figur 17
- Kartusche mit drei Kammern in Aufsicht
- Figur 18
- Zweiteilige Kartusche mit einem wannenförmigen und einem plattenartigen Kartuschenelement
in Explosionsdarstellung
- Figur 19
- Zweiteilige Kartusche mit einem napfartigen Behälter und einem Kartuschenboden in
Explosionsdarstellung
- Figur 20
- Drei-Kammer-Kartusche mit Dosiergerät im separierten Zustand in einer perspektivischen
Ansicht
- Figur 21
- Drei-Kammer-Kartusche mit Belüftungsöffnungen in einer perspektivischen Ansicht
- Figur 22
- Perspektivische Innenansicht in eine Drei-Kammer-Kartusche mit entfernter Vorderwand
- Figur 23
- Längsschnittsansicht in eine Drei-Kammer-Kartusche
- Figur 24
- Längsschnittansicht von einer mit dem Dosiergerät gekoppelten Drei-Kammer-Kartusche
- Figur 25
- Ausbildung des Belüftungskanals an einem Trennsteg der Kartusche in einer Prinzipskizze
- Figure 26
- Kartusche und Dosiergerät im ungekoppelten Zustand in einer Querschnittsansicht
- Figure 27
- Kartusche und Dosiergerät im schwenkbar, eingerasteten Zustand in einer Querschnittsansicht
- Figure 28
- Kombidosiergerät mit Sende- und Empfangseinheit
- Figure 29
- Kombidosiergerät mit Sende- und Empfangseinheit mit geöffnetem Dosierkammerdeckel
- Figure 30
- Kombidosiergerät mit Aufnahme für externes Dosiergerät
- Figure 31
- Dosiergerät und im Haushaltsgerät angeordnete Sendeeinrichtung
- Figure 32
- Dosiergerät und im Haushaltsgerät angeordnete Sendeeinrichtung bei beladenem Hauhaltsgerät
- Figure 33
- Dosiergerät und im Haushaltsgerät angeordnete zwei Signaltypen abgebende Sendeeinrichtung
- Figure 34
- Dosiergerät mit zwei Signaltypen abgebende Sendeeinrichtung und im Haushaltsgerät
Empfangseinrichtung
- Figure 35
- Dosiergerät mit optischer Sendeeinrichtung, koppelbarer Kartusche und haushaltsgeräteseitigen
Sende- und/oder Empfangseinrichtungen
- Figure 36
- Magnetventil
- Figure 37
- Magnetventil
- Figur 40
- Dosierkammer mit Schwimmkörper
- Figur 41
- Dosierkammer mit Schwimmkörper
- Figur 42
- Dosierkammer mit Schwimmkörper
- Figur 43
- Dosierkammer mit Schwimmkörper
- Figur 44
- Dosiervorrichtung in Telleraufnahme einer Geschirrschublade
- Figur 45
- Dosiervorrichtung mit bodenseitigen Fixierungsmitteln
- Figur 46
- Dosiervorrichtung mit Fixierungsmittel in Mantelfläche des Dosiergeräts
- Figur 47
- Dosiervorrichtung mit aus dem Boden herausragenden Platten
- Figur 48
- Dosiervorrichtung mit aus dem Boden herausragenden Abgabeöffnungen
- Figur 49
- Dosiervorrichtung mit V-Förmiger Bodenkontur des Dosiergeräts
- Figur 50
- Dosiervorrichtung mit sägezahn-artig ausgebildeten Fixierungsmitteln
- Figur 51
- Dosiervorrichtung mit wellenförmig ausgebildeten Fixierungsmitteln
- Figur 52
- Dosiergerät und Kartusche in Explosionsdarstellung
- Figur 53
- Bauelementträger in Vorderansicht
- Figur 54
- Bauelementträger in einer Explosionsdarstellung
- Figur 55
- Bauelementträger in einer Explosionsdarstellung
[0360] Figur 1 zeigt ein autarkes Dosiergerät 2 mit einer Zwei-Kammer-Kartusche 1 im separierten
und zusammengebauten Zustand.
[0361] Das Dosiergerät 2 weist zwei Dosierkammereinlässe 21 a,21 b zur wiederholt lösbaren
Aufnahme der korrespondierenden Auslassöffnungen 5a,5b der Kammern 3a,3b der Kartusche
1 auf. An der Vorderseite befinden sich Anzeige- und Bedienelemente 37, die den Betriebszustand
des Dosiergeräts 2 anzeigen bzw. auf diesen einwirken.
[0362] Die Dosierkammereinlässe 21a,21b weisen ferner Mittel auf, die beim Aufstecken der
Kartusche 1 auf das Dosiergerät 2 die Öffnung des Auslassöffnungen 5a,5b der Kammern
3a,3b bewirken, so dass im gekoppelten Zustand von Dosiergerät 2 und Kartusche 1 das
Innere der Kammern 3a,3b kommunizierend mit den Dosierkammereinlässen 21 a,21 b verbunden
ist.
[0363] Die Kartusche 1 kann aus einer oder mehreren Kammern 3a,3b bestehen. Die Kartusche
1 kann einstückig mit mehreren Kammern 3a,3b oder mehrstückig ausgebildet sein, wobei
dann die einzelnen Kammern 3a,3b zu einer Kartusche 1 zusammengefügt werden, insbesondere
durch stoffschlüssige, formschlüssige oder kraftschlüssige Verbindungsmethoden.
[0364] Insbesondere kann die Fixierung durch eine oder mehrere der Verbindungsarten aus
der Gruppe der Snap-In Verbindungen, Pressverbindungen, Schmelzverbindungen, Klebverbindungen,
Schweißverbindungen, Lötverbindungen, Schraubverbindungen, Keilverbindungen, Klemmverbindungen
oder Prellverbindungen erfolgen. Insbesondere kann die Fixierung auch durch einen
Schrumpfschlauch (sog. Sleeve) ausgebildet sein, der in einem erwärmten Zustand zumindest
abschnittsweise über die Kartusche gezogen wird und die Kartusche im abgekühlten Zustand
fest umschließt.
[0365] Um vorteilhafte Restentleerungseigenschaften der Kartusche 1 bereitzustellen, kann
der Boden der Kartusche 1 trichterförmig zur Abgabeöffnung 5a,5b hin geneigt sein.
Des Weiteren kann die Innenwand der Kartusche 1 durch geeignete Materialwahl und/oder
Oberflächenausgestaltung in derart ausgebildet sein, dass eine geringe Materialanhaftung
des Produkts an der inneren Kartuschenwand realisiert ist. Auch durch diese Maßnahme
lässt sich die Restentleerbarkeit der Kartusche 1 weiter optimieren.
[0366] Die Kammern 3a,3b der Kartusche 1 können gleiche oder voneinander verschiedene Füllvolumina
aufweisen. Bei einer Konfiguration mit zwei Kammern 3a,3b beträgt das Verhältnis der
Kammervolumina bevorzugt 5:1, bei einer Konfiguration mit drei Kammern bevorzugt 4:1:1,
wobei diese Konfigurationen insbesondere zur Verwendung in Geschirrspülmaschinen geeignet
sind.
[0367] Eine Verbindungsmethode kann auch darin bestehen, dass die Kammern 3a, 3b in einen
der korrespondierenden Dosierkammereinlässen 21a,21b des Dosiergeräts 2 gesteckt und
so gegeneinander fixiert werden.
[0368] Die Verbindung zwischen den Kammern 3a,3b kann insbesondere lösbar ausgebildet sein,
um ein separates Austauschen einer Kammer zu erlauben.
[0369] Die Kammern 3a,3b beinhalten jeweils eine Zubereitung 40a,40b. Die Zubereitung 40a,40b
können gleiche oder unterschiedliche Zusammensetzung aufweisen.
[0370] Vorteilhafter Weise sind die Kammern 3a,3b aus einem transparenten Material gefertigt,
so dass der Füllstand der Zubereitungen 40a,40b von Außen durch den Benutzer sichtbar
ist. Es kann jedoch auch von Vorteil sein, wenigstens eine der Kammern aus einem opaken
Material zu fertigen, insbesondere dann, wenn die in dieser Kammer befindliche Zubereitung
lichtsensitive Inhaltsstoffe enthält.
[0371] Die Auslassöffnungen 5a,5b sind so ausgestaltet, dass sie mit den korrespondierenden
Dosierkammereinlässen 21a,21b eine form- und/oder kraftschlüssige, insbesondere flüssigkeitsdichte,
Verbindung ausbilden.
[0372] Besonders vorteilhaft ist es, dass jede der Auslassöffnungen 5a,5b so ausgebildet
ist, dass sie nur auf einen der Dosierkammereinlässe 21 a,21 b passt, wodurch verhindert
wird, dass eine Kammer versehentlich auf einen falschen Dosierkammereinlass gesteckt
wird. Dies kann beispielsweise durch unterschiedlich große oder bezüglich der Grundform
verschiedene Auslassöffnungen 5a,5b und/oder Dosierkammereinlässe 21 a,21 b realisiert
sein.
[0373] Die Kartusche 1 weist üblicherweise ein Füllvolumen von <5.000 ml, insbesondere <1.000
ml, bevorzugt <500ml, besonders bevorzugt <250 ml, ganz besonders bevorzugt < 50 ml
auf.
[0374] Die Dosiereinheit 2 und die Kartusche 1 können im zusammengefügten Zustand insbesondere
den Geometrien der Geräte an oder in denen sie angewendet werden angepasst sein um
einen möglichst geringen Nutzvolumenverlust zu gewährleisten. Zur Verwendung der Dosiereinheit
2 und der Kartusche 1 in Geschirrspülmaschinen ist es besonders vorteilhaft, die Dosiereinheit
2 und die Kartusche 1 in Anlehnung an in Geschirrspülmaschinen zu reinigendem Geschirr
auszuformen. So kann die Dosiereinheit 2 und die Kartusche 1 beispielsweise plattenförmig,
in etwa in den Abmessungen eines Tellers, ausgebildet sein. Hierdurch kann die Dosiereinheit
Platz sparend im Unterkorb positioniert werden.
[0375] Die Auslassöffnungen 5a,5b der Kartusche 1 sind bevorzugt auf einer Linie bzw. in
einer Flucht angeordnet, wodurch eine schlanke, tellerförmige Ausbildung des Dosierspenders
ermöglicht ist.
[0376] Figur 2 zeigt ein autarkes Dosiergerät mit einer Zwei-Kammer-Kartusche 1 in der Geschirrschublade
11 bei geöffneter Geschirrspülmaschinentür 39 einer Geschirrspülmaschine 38. Man erkennt,
dass das Dosiergerät 2 mit der Kartusche 1 prinzipiell an einer beliebigen Stelle
innerhalb der Geschirrschublade 11 positionierbar ist, wobei es von Vorteil ist, ein
teller- oder becherartig ausgeformtes Dosiersystem 1,2 in einer entsprechenden Teller-
oder Becheraufnahme der Geschirrschublade 11 vorzusehen. In der Geschirrspülmaschinentür
39 befindet sich eine Dosierkammer 53, in die eine Geschirrspülmaschinenreinigerzubereitung
gegeben werden kann, beispielsweise in Form einer Tablette. Befindet sich das Dosiersystem
1,2 im betriebsbereiten Zustand im Inneren des Geschirrspülers 38, so ist eine Reinigungszubereitungszugabe
für jeden Spülzyklus über die Dosierkammer 53 nicht notwendig, da eine Reinigungsmittelabgabe
für eine Mehrzahl von Spülgängen über das Dosiersystem 1,2 realisiert ist, was nachfolgend
noch näher erläutert wird. Vorteilhaft ist bei dieser Ausführung der Erfindung, dass
bei Anordnung des autarken Dosiersystems 1,2 in der unteren Geschirrschublade 11 die
Abgabe der Zubereitungen 40a,40b aus der Kartusche 1 direkt über die bodenseitig am
Dosiergerät angeordneten Auslassöffnungen in die Spülwasserflotte erfolgt, so dass
eine schnelle Lösung und gleichmäßige Verteilung der Spülzubereitungen im Spülprogramm
gewährleistet ist.
[0377] Figur 3 zeigt eine Zwei-Kammer-Kartusche 1 im separierten Zustand zu einem autarken
Dosiergerät 2 und einem internen, maschinen-integriertem Dosiergerät. Hierbei ist
die Kartusche 1 in derart ausgebildet, dass sie sowohl mit dem autarken Dosiergerät
2 als auch mit dem maschinen-integrierten Dosiergerät (nicht dargestellt, kann sich
beispielsweise in der Geschirrspülmaschinentür 39 befinden) koppelbar ist, was durch
die in Figur 3 dargstellten Pfeile angedeutet ist.
[0378] Auf der ins Innere der Geschirrspülmaschine 38 gerichteten Seite der Geschirrspülmaschinentür
39 ist eine Vertiefung 43 ausgeformt, in die die Kartusche 1 eingesetzt werden kann,
wobei durch das Einsetzten die Auslassöffnungen 5a,5b der Kartusche 1 kommunizierend
mit den Adapterstücken 42a,42b verbunden sind. Die Adapterstücke 42a,42b sind ihrerseits
mit dem maschinen-integrierten Dosiergerät gekoppelt.
[0379] Zur Fixierung der Kartusche 1 in der Vertiefung 43 können Halteelemente 44a,44b an
der Vertiefung 43 vorgesehen sein, die eine kraft- und/oder formschlüssige Fixierung
der Kartusche in der Vertiefung 43 gewährleisten. Selbstverständlich ist es auch denkbar,
dass entsprechende Halteelemente an der Kartusche 1 vorgesehen sind. Die Halteelemente
44a, 44b können bevorzugt ausgewählt sein aus der Gruppe der Schnappverbindungen,
Rastverbindungen, Schnapp-Rast-Verbindungen, Klemmverbindungen oder Steckverbindungen.
[0380] Im Betrieb der Geschirrspülmaschine 38 wird durch das maschinen-integrierte Dosiergerät
Zubereitung 40a,40b aus der Kartusche 1 durch die Adapterelemente 42a, 42b hindurch
dem entsprechenden Spülzyklus zugegeben.
[0381] Figur 4 zeigt die aus Figur 3 bekannte Kartusche 1 im eingebauten Zustand in der
Tür 39 einer Geschirrspülmaschine 38. Man erkennt, dass durch eine Integration der
Dosiereinheit 2 und der Kartusche 1 in der Tür 39 der Geschirrspülmaschine, kein Platz
in der Geschirrschublade 11 für Spülgut verloren geht, was einen wesentlichen Vorteil
dieser Ausführungsform darstellt.
[0382] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in
Error! Reference source not found. abgebildet.
Error! Reference source not found. zeigt die aus Figur 3 bekannte Kartusche 1 mit einer am Kopf der Kartusche 1 angeordneten
Kammer 45, welche in ihrer Mantelfläche eine Mehrzahl von Öffnungen 46 aufweist. Vorzugsweise
ist die Kammer 45 mit einer Luftverbesserungszubereitung befüllt, welche durch die
Öffnungen 46 an die Umgebung abgegeben wird. Die Luftverbesserungszubereitung kann
insbesondere zumindest einen Duftstoff und/oder eine geruchsbekämpfende Substanz umfassen.
[0383] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist in Figur 5 und Figur 8 gezeigt. Das
Dosiergerät 2 kann hierbei mit der Kartusche 1 gekoppelt werden, was durch den ersten,
linken Pfeil in der Zeichnung entsprechend angedeutet ist. Anschließend werden Kartusche
1 und Dosiergerät 2 als eine Baugruppe über die Schnittstelle 47,48 an den Geschirrspüler
gekoppelt, was durch den rechten Pfeil angedeutet ist. Das Dosiergerät 2 weist eine
Schnittstelle 47 auf, über welche Daten und/oder Energie zu und/oder vom Dosiergerät
2 übertragen werden. In der Tür 39 des Geschirrspülers 38 ist eine Vertiefung 43 zur
Aufnahme des Dosiergeräts 2 vorgesehen. In der Vertiefung 43 ist eine zweite Schnittstelle
48 vorgesehen, die Daten und/oder Energie zu und/oder vom Dosiergerät 2 überträgt.
[0384] Bevorzugt werden Daten und/oder Energie kabellos zwischen der ersten Schnittstelle
47 am Dosiergerät 2 und der zweiten Schnittstelle 48 am Geschirrspüler 38 ausgetauscht.
Es ist insbesondere bevorzugt, dass Energie von der Schnittstelle 48 des Geschirrspülers
38 kabellos über die Schnittstelle 47 an das Dosiergerät 2 übertragen wird. Dies kann
beispielsweise induktiv und/oder kapazitiv geschehen.
[0385] Figur 8 zeigt das Dosiersystem 1,2 im mit der Geschirrspülmaschine 38 gekoppelten
Zustand in der Vertiefung 43 der Geschirrspülmaschinentür 39.
[0386] Figur 7 zeigt eine Kartusche 1 deren Kammern 3a,3b über die kopfseitigen Öffnungen
49a,49b beispielsweise mittels einer Nachfüllkartusche 51 befüllbar ist. Die Öffnungen
49a,49b der Kartusche 1 können beispielsweise als Silikonventile ausgebildet sein,
welche sich beim Durchstoßen durch den Adapter 50a,50b öffnen und beim Entfernen des
Adapters 50a,50b wieder schließen, so dass ein unbeabsichtigtes Auslaufen von Zubereitung
aus der Kartusche verhindert ist.
[0387] Die Adapter 50a,50b sind in derart ausgebildet, dass sie die Öffnungen 49a,49b der
Kartusche 1 durchstoßen können. Vorteilhafter Weise sind die Öffnungen 49a,49b der
Kartusche 1 sowie der Adapter 50a,50b hinsichtlich ihrer Position und Größe in derart
konfiguriert, dass der Adapter nur in einer vordefinierten Position in die Öffnungen
49a,49b eingreifen kann. Hierdurch kann insbesondere eine Fehlbefüllung der Kartuschenkammern
3a,3b verhindert werden und es ist sicher gestellt, dass die jeweils gleiche oder
kompatible Zubereitung aus einer Kammer 52a,52b der Nachfüllkartusche 51 in die korrespondierende
Kammer 3a,3b der Kartusche 1 gelangt.
[0388] Weitere Ausführungsbeispiele der aus den vorangestellten Abbildungen bekannten Kartusche
sind in den Figur 8 bis Figur 14 gezeigt.
[0389] In einer ersten Ausführungsform, welche in Figur 8 wiedergegeben ist, besteht die
Kartusche 1 aus einem ersten wannenförmigen Element 6 und einem zweiten platten- oder
deckelartigen Element 7, wobei in der Figur 10 die beiden Elemente 6,7 im nicht zusammengefügten
Zustand gezeigt sind. Das zweite, platten- oder deckelartige Element 7 ist derart
dimensioniert, dass es im zusammengefügten Zustand der Kartusche 1 das erste wannenförmige
Element 6 entlang der Verbindungskante 8 vollständig überdeckt.
[0390] Das erste, wannenförmige Element 6 wird durch den Kartuschenkopf 10, die Kartuschenseitenflächen
11 und 12 sowie den Kartuschenboden 4 gebildet. Durch den Trennsteg 9 werden die beiden
Kammern 3a,3b der Kartusche 1 definiert. Am Kartuschenboden 4 sind für jede der Kammern
3a,3b jeweils eine Auslassöffnung 5a,5b vorgesehen. Die Kartusche 1 wird durch stoffschlüssiges
Fügen des ersten, wannenförmigen Elements 6 mit dem zweiten, platten- oder deckelartigen
Element 7 gebildet, wobei die Verbindungskante 8 die Auslassöffnungen 5a,5b der Kartusche
1 im zusammengefügten Zustand nicht schneidet.
[0391] Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit der Kartusche zeigt die Figur 9, in der ebenfalls
zwei Kartuschenelemente 6,7 im noch nicht zusammengefügten Zustand zu sehen sind.
Die beiden Kartuschenelemente 6,7 sind dabei spiegelsymetrisch ausgebildet, so dass
im zusammengefügten Zustand die Verbindungskanten 8 der beiden Elemente 6,7 vollständig
aneinander aufliegen. Die Auslassöffnungen 5a und 5b sind dabei lediglich am Boden
4 des ersten Kartuschenelements 6 ausgebildet, so dass die Verbindungskante 8 der
Elemente 6,7 am Kartuschenboden 4 außerhalb der Auslassöffnungen 5a,5b verläuft und
die Verbindungskante 8 die Auslassöffnungen 5a,5b also nicht schneidet. Hierdurch
kann eine sicherere Abdichtung der Auslassöffnungen 5a,5b gewährleistet werden, da
sich Materialdeformationen im Bereich der Auslassöffnungen 5a,5b insbesondere aufgrund
thermischer Belastungen gleichmäßiger ausgestalten und nicht durch eine Stoß- bzw.
Verbindungskante 8 eine ungleichmäßige Deformation auftritt, welche nachfolgend zu
unerwünschten Dichtungsproblemen, insbesondere beim Einsetzen der Kartusche und/oder
während den Temperaturwechseln innerhalb eines Spülprogramms führen kann.
[0392] Figur 10 zeigt eine Abwandlung der aus Figur 8 und Figur 9 bekannten Kartusche. In
dieser Ausführung ist das erste Kartuschenelement 6 als einstückiger napfförmiger,
bodenloser Kunststoffbehälter ausgestaltet. Die Kartusche 1 wird durch Einfügen des
Bodens 4 an den Behälter 6 entlang der Verbindungskante 8 gebildet, was durch den
Pfeil in der Figur angedeutet ist. Der Boden 4 weist eine erste Öffnung 5a und eine
zweite Öffnung 5b auf, die im zusammengebauten Zustand der Kartusche 1 ein Ausfließen
von Zubereitung aus den jeweiligen Kammern 3a,3b erlauben. Auch hier verläuft die
Verbindungskante 8 im zusammengesetzten Zustand der Kartusche 1 außerhalb der Auslassöffnungen
5a,5b.
[0393] Alternativ hierzu ist auch denkbar, dass ein Kartuschenelement 6 als napfartiger,
oben geöffneter Behälter mit den Kammern 3a,3b und das zweite Element als Kartuschendeckel
10 ausgebildet ist, der mit dem napfartigen, oben geöffneten Behälter flüssigkeitsdicht
entlang der Verbindungskante 8 verbunden ist, wobei wiederum die Verbindungskante
8 im zusammengesetzten Zustand der Kartusche 1 außerhalb der Auslassöffnungen 5a,5b
verläuft, wie es aus der Figur 11 hervorgeht.
[0394] Dass die Kartusche 1 auch aus zwei voneinander separat ausgeformten Kammern 3a,3b
gebildet sein kann, ist in Figur 12 dargestellt. Insbesondere können hierbei die Kammern
3a,3b durch ein Blasformverfahren gebildet sein. Die beiden Kammern 3a,3b werden in
dieser Ausgestaltungsvariante stoff-, form- und/oder kraftschlüssig lösbar oder unlösbar
miteinander verbunden und bilden so die Kartusche 1.
[0395] Figur 13 zeigt die aus Figur 11 bekannte Kartusche 1 als Aufnahmebehältnis für einen
mit Zubereitung 40 befüllten Beutel 64, so dass durch Einsetzen der Beutel in die
Kartuschenkammern, was durch die Pfeile in der Abbildung angedeutet ist, ein so genanntes
"Bag-in-Bottle"-Behältnis ausgebildet wird. Die Öffnungen 65a,65b der Beutels 64a,64b
sind in derart ausgeformt, dass sie in die Öffnungen 5a,5b der Kartusche 1 eingesteckt
werden können. Vorzugsweise sind die Öffnungen 65a,65b als formstabile Kunststoffzylinder
ausgeformt. Es ist zum einen denkbar, dass jeweils ein Beutel 64a,64b in eine entsprechende
Kammer der Kartusche 1 positioniert wird, es ist jedoch auch möglich, einen über einen
Steg 66 verbundenen Mehrkammerbeutel auszubilden, der als Ganzes in die Kartusche
eingesetzt wird. Nach Einsetzten des Beutels 64 in die Kartusche 1, wird diese durch
den Kartuschenkopf 10 lösbar verschlossen. Es ist insbesondere vorteilhaft, um einen
unerwünschten Verlust des Kartuschenkopfes 10 vorzubeugen, diesen beispielsweise mittels
einer Materialbrücke schwenkbar an der Kartusche 1 zu fixieren.
[0396] In Figur 14 ist eine Weiterentwicklung der aus den Figur 8 bis Figur 12 bekannten
Kartuschen gezeigt, bei der an der Kartusche eine weitere Kammer 45 zur Aufnahme einer
Zubereitung angeordnet und in derart konfiguriert ist, dass eine Abgabe von flüchtigen
Substanzen aus der Zubereitung in die Umgebung der Kammer 45 bewirkt ist. In der Kammer
45 können sich beispielsweise flüchtige Duftstoffe oder Luftverbesserungssubstanzen
befinden, welche durch die Öffnungen 46 der Kammer 45 an die Umgebung abgeben werden.
[0397] Man erkennt ferner, dass die Öffnungen 5a,5b durch Silikonventile, die eine x-förmige
Schlitzung aufweisen, verschlossen sind. Hierdurch wird verhindert, dass beim Lösen
der Kartusche 1 vom Dosiergerät 1, Zubereitung 40 aus der entkoppelten Kartusche 1
austritt.
[0398] Figur 17 zeigt eine Kartusche 1 mit einzeln auswechselbaren Kammern 3a,3b,3c in der
Aufsicht. Die Kammern 3a,3b,3c sind dabei durch miteinander korrespondierende Konturen
ihrer Mantelflächen so ausgeformt, dass sie nur in einer bestimmten, definierten Anordnung
zueinander zu einer Kartusche 1 zusammengesetzt werden können. Hierdurch wird es insbesondere
ermöglicht, einzeln austauschbare Kammern vorzusehen, ohne dass es zu einer nicht
gewünschten Anordnung der Kammern und ihrer entsprechenden Zubereitungen zueinander
kommt.
[0399] Figur 16 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform der Kartusche 1 mit drei Kammern
3a,3b,3c. Die erste Kammer 3a und die zweite Kammer 3b weisen ein in etwa gleiches
Füllvolumen auf. Die dritte Kammer 3c hat ein Füllvolumen, dass etwa 5 mal so groß
ist wie das einer der Kammern 3a oder 3b. Der Kartuschenboden 4 weist im Bereich der
dritten Kammer 3c einen rampenartigen Absatz auf. Durch diese asymmetrische Gestaltung
der Kartusche 1 kann sichergestellt werden, dass die Kartusche 1 in einer dafür vorgesehenen
Position mit dem Dosiergerät 2 koppelbar ist und ein Einsetzen in einer falschen Lage
durch eine korrespondierende Ausgestaltung des Dosiergeräts 2 bzw. der Konsole 54
verhindert ist.
[0400] In der Aufsicht auf die Kartusche, welche in Figur 17 abgebildet ist, sind die Trennstege
9a und 9b zu erkennen, welche die Kammern der Kartusche 1 voneinander trennen. Die
aus Figur 16 und Figur 17 bekannte Kartusche kann auf unterschiedliche Weise gebildet
werden.
[0401] In einer ersten Variante, die Figur 18 zu entnehmen ist, ist die Kartusche 1 aus
einem ersten wannenartigen Kartuschenelement 7 und einem zweiten, deckel- bzw. plattenartigen
Kartuschenelement 6 gebildet. In dem wannenartigen Kartuschenelement 7 sind die Trennstege
9a und 9b angeformt, durch welche die drei Kammern der Kartusche 1 ausgebildet werden.
Am Boden 4 des wannenförmigen Kartuschenelements 7 sind jeweils unterhalb der Kammern
der Kartusche 1 die Auslassöffnungen 5a,5b,5c angeordnet.
[0402] Wie der Figur 18 weiter zu entnehmen ist, weist der Boden 4 der Kartusche im Bereich
der dritten Kammer 3c einen rampenartigen Absatz auf, der am Kammerboden ein Gefälle
in Richtung der dritten Auslassöffnung 5c ausbildet. Hierdurch wird gewährleistet,
dass in dieser Kammer 3c befindliche Zubereitung stets in Richtung der Auslassöffnung
5c geleitet und so eine gute Restentleerbarkeit der Kammer 3c erreicht wird.
[0403] Im zusammengebauten Zustand der Kartusche 1 sind das wannenförmige Kartuschenelement
7 und das deckelartige Kartuschenelement 6 entlang der gemeinsamen Verbindungskante
8 stoffschlüssig miteinander verbunden. Dies kann beispielsweise durch Schweißen oder
Kleben realisiert sein. Selbstverständlich sind im zusammengebauten Zustand der Kartusche
1 auch die Stege 9a,9b mit dem Kartuschenelement 6 stoffschlüssig verbunden.
[0404] Die Verbindungskante 8 läuft hierbei nicht durch die Auslassöffnungen 5a-c, wodurch
Dichtigkeitsprobleme, insbesondere im mit dem Dosiergerät gekoppelten Zustand, im
Bereich der Öffnungen 5a-c vermieden werden.
[0405] Eine weitere Variante zur Ausbildung der Kartusche zeigt Figur 19. Hierbei ist das
erste Kartuschenelement 6 napfartig ausgebildet und weist einen offenen Boden auf.
Der separat ausgeformte Boden 4 kann als zweites Kartuschenelement 7 in die bodenseitige
Öffnung des napfartigen Kartuschenelements 6 eingesetzt und entlang der gemeinsamen
Verbindungskante 8 stoffschlüssig verbunden werden. Vorteil dieser Variante ist, dass
das napfartige Element 6 durch ein Kunststoff-Blasverfahren kostengünstig herstellbar
ist.
[0406] Figur 22 zeigt eine weitere Ausführungsform der Kartusche 1 und des Dosiergeräts
2 im nicht miteinander gekoppelten Zustand. Die Kartusche 1 aus Figur 21 wird anhand
der Figur 22 näher erläutert.
[0407] Figur 22 zeigt die aus Figur 21 bekannte Kartusche 1 einer perspektivischen Ansicht.
Am Kartuschenboden 4 sind abwechselnd voneinander Auslassöffnungen 5 und Belüftungsöffnungen
81 angeordnet. Für jede der Kammern in der Kartusche 1 ist jeweils eine Auslassöffnung
5 und eine Belüftungsöffnung 81 vorgesehen. Die Breite (B) ist wesentlich größer als
die Tiefe (T) der Kartusche 1. Das Verhältnis der Tiefe (T) zur Breite (B) der Kartusche
1 beträgt in etwa 1:20.
[0408] Der Bereich des Kartuschenbodens 4, an dem die Auslass- und Belüftungsöffnungen angeordnet
sind, ist von einem umlaufenden Kragen 99 umschlossen (siehe auch Figur 23). Dieser
Kragen 99 bewirkt zum einen eine strukturelle Verstärkung der Kartusche 1 im Bodenbereich,
was insbesondere beim Einsetzen der Kartusche 1, wenn auf den Bodenbereich 4 entsprechende
Andruckkräfte zur Kopplung der Kartusche 1 mit dem Dosiergerät 2 einwirken, eine Deformation
im Bodenbereich 4 verhindert, so dass ein kontrolliertes und sicheres Einsetzen der
Kartusche 1 in das Dosiergerät 2 ermöglicht wird.
[0409] Ferner bietet der Kragen 99 einen Schutz gegen unerwünschte mechanische Einwirkungen
auf die Verschlüsse der Auslass- und Belüftungsöffnungen. Wie aus Figur 22 und Figur
23 zu erkennen ist, sind die Auslass- und Belüftungsöffnungen 5, 81 gegenüber dem
Kragen 99 zurückversetzt, so dass die Öffnungen 5,81 beispielsweise vor dem unmittelbaren
Einwirken von Gegenständen die größer als die Öffnungen sind geschützt sind.
[0410] Wie aus Figur 23 des Weiteren ersichtlich ist, weisen die Auslass- und Belüftungsöffnungen
5,81 jeweils einen Kragen 100 auf. Auch dieser die Auslass- und Belüftungsöffnungen
5,81 einfassender Kragen 100 dient der strukturellen Verstärkung der Auslass- und
Belüftungsöffnungen 5,81 im Bodenbereich 4 der Kartusche 1. Ferner kann der Kragen
100 als Befestigung für Verschlussmittel der Auslass- und Belüftungsöffnungen 5,81
dienen, beispielsweise für Verschlussstopfen oder Verschlussdeckel.
[0411] Der Kragen 100 einer der Auslass- und Belüftungsöffnungen 5,81 ist gegenüber dem
Kragen 99 zurückversetzt, so dass der Kragen 100 nicht über den Rand des Kragens 99
hinausragt.
[0412] Der Figur 23 kann ferner entnommen werden, dass die Kartusche 1 asymmetrisch bezüglich
Ihrer Achse Z-Z ausgebildet ist. Durch diese Asymmetrie wird bewirkt, dass die Kartusche
1 in nur einer definierten Weise mit dem Dosiergerät 2 - insbesondere mit den Einlassöffnungen
21 des Dosiergeräts 2 - koppelbar ist. Hierdurch wird ein mechanisches Schlüssel-Schloss-Prinzip
zwischen Kartusche 1 und Dosiergerät 2 ausgebildet, dass eine Fehlbedienung beim Koppeln
der Kartusche 1 mit dem Dosiergerät 2 verhindert.
[0413] Die Asymmetrie der Kartusche 1 ist unter anderem auch dadurch bewirkt, dass der Boden
4 zwei Ebenen aufweist, wobei die erste Ebene durch den die Auslass- und Belüftungsöffnungen
5,81 einschließenden Kragen 99 gebildet und die zweite Ebene ein Bodenabschnitt ist,
der über eine Rampe 104 zum Kartuschenkopf 10 hin versetzt ist, was beispielsweise
gut in Figur 22 und Figur 23 zu erkennen ist.
[0414] Ausgehend von der Rampe 104 erstreckt sich vom Bodenabschnitt der zweiten Ebene ein
weiterer Kragen 105, der eine Öffnung 106 aufweist. Die Öffnung 106 bildet mit einem
korrespondierenden Eingriff des Dosiergeräts 2 eine lösbare Rastverbindung zur Sicherung
des Kopplungszustandes der Kartusche 1 mit dem Dosiergerät 2.
[0415] In Figur 23 ist des Weiteren eine umlaufende Kante 101 im unteren, bodenseitigen
Bereich der Kartusche 1 zu erkennen. Von dieser Kante 101 erstreckt sich in Bodenrichtung
ein umlaufender Wandabschnitt 102 der Kartusche 1, der zum Inneren der Kartusche 1
zurückversetzt ist, so dass zwischen der Kante 101 und Wandabschnitt 102 ein zum Inneren
der Kartusche hin verlaufende Schulter ausgebildet ist.
[0416] Das Dosiergerät 2 ist derart ausgebildet, dass der umlaufende Wandabschnitt 102 in
den Kragen 103 des Dosiergeräts 2 eingeführt werden kann (Siehe auch Figur 28-29),
wobei in der Kopplungsstellung von Kartusche 1 und Dosiergerät 2, die Kante 101 der
Kartusche auf dem Kragen 103 des Dosiergeräts aufliegt, so dass das der vom Kragen
103 des Dosiergeräts 2 umschlossene Raum wenigstens vor Spritzwassereintritt geschützt
ist. Der Kragen 103 des Dosiergeräts 2 und die Kante 101 der Kartusche können insbesondere
auch so konfiguriert sein, dass im Kopplungszustand von Kartusche 1 und Dosiergerät
2 ein Eintritt von Wasser in den vom Kragen 103 umschlossenen Raum des Dosiergeräts
durch ein im Wesentlichen dichtiges Aufliegen der Kante 101 auf dem Kragen 103 verhindert
ist.
[0417] Ferner bewirkt der nach Innen versetzte Wandabschnitt 102 der Kartusche in Verbindung
mit dem dosiergeräteseitigen Kragen 103 eine Führung der Kartusche 1 beim Einsetzen
in das Dosiergerät 2.
[0418] Die Kartusche 1 ist aus zwei Elementen gebildet, die an der umlaufenden Verbindungskante
8 formschlüssig miteinander verschweißt sind. Figur 24 zeigt die aus Figur 23 bekannte
Kartusche 1 mit einem entlang der Verbindungskante 8 entfernten, deckelartigen Element,
so dass man Figur 24 eine Einsicht in das Innere der Kartusche 1 entnehmen kann.
[0419] Man erkennt, dass die Kartusche 1 durch die beiden Trennstege 9a,9b in drei Kammern
unterteilt ist, wobei jede der Kammern in Schwerkraftrichtung bodenseitig eine Auslassöffnung
5 aufweist.
[0420] Am bodenseitigen Ende der Trennstege 9 sind Belüftungskammern 86 angeordnet, die
kartuscheninnenseitig die Belüftungsöffnungen 81 einfassen. Die Belüftungskammern
86 dienen zum einen der strukturellen Verstärkung des Kartuschenbodens 4 im Bereich
der Belüftungsöffnungen 81, so dass eine Deformation beim Koppeln der Kartusche 1
mit dem Dosiergerät 2 verhindert ist, zum anderen der Verbindung zwischen den Belüftungsöffnungen
81 und den Belüftungskanälen 82. Wie insbesondere aus den Figuren 24-26 ersichtlich,
sind die Belüftungskammern 86 quaderartig ausgebildet. Die Belüftungskammern 86 sind
kommunizierend mit dem Belüftungskanal 82 verbunden (nicht der Fig. 24-26 entnehmbar).
[0421] Figur 26 zeigt die Kartusche 1 und das Dosiergerät im gekoppelten Zustand in einer
Querschnittsansicht. Man erkennt, dass die dornartig ausgebildeten Einlässe 21, im
gekoppelten Zustand von Dosiergerät 2 und Kartusche 1 ins innere der Kartuschenkammern
3 bzw. der Belüftungskammern 86 hineinragen, wobei insbesondere die dornartigen Einlässe
21 des Dosiergeräts 2 mit den Auslassöffnungen 5 der Kartusche eine flüssigkeitsdichte
Verbindung ausbilden, so dass Zubereitung aus den Kammern 3 nur durch das Innere der
dornartig ausgeformten Einlässe 21 ins Dosiergerät 2 gelangen kann. Wie weiter gut
aus der Figur 26 zu erkennen ist, liegen die Auslassöffnungen 5a-c und die Belüftungsöffnungen
81 a-c auf einer Linie, wobei jeder Auslassöffnung 5a-c eine korrespondierende Belüftungsöffnung
81a-c zugeordnet ist.
[0422] In Figur 27 ist die Ausformung eines Belüftungskanals durch Fügen von zwei Kartuschenelementen
6,7 schematisch dargestellt. Im oberen Teil der Figur 27 sind die beiden Kartuschenelemente
6,7 im voneinander separierten Zustand abgebildet. Das Kartuschenelement 7 ist plattenartig
ausgebildet wobei sich senkrecht vom Kartuscheelement 7 zwei voneinander beabstandete
Stege 84,85 erstrecken. Die Stege 84,85 sind so konfiguriert, dass sie einen am Kartuschenelement
6 ausgeformten Steg 9 umfassen können, was im unteren Teil der Figur 27 zu erkennen
ist. Dabei ist die Passung so gewählt, dass die Innenseiten der Stege 84,85 den Steg
9 leicht berühren. Die beiden Stege 84,85 sowie der Steg 9 bilden im zusammengesetzten
Zustand der Kartuschenelemente 6,7 den Belüftungskanal 81 aus. Besonders vorteilhaft
ist es, die Enden der Stege 84,85 mit dem Steg 9 stoffschlüssig, insbesondere durch
Schweißen, zu verbinden. Als besonders vorteilhaft hat sich dabei das Spiegel- und/oder
Laserschweißen gezeigt.
[0423] In Figur 28 ist das Dosiergerät 2 und die Kartusche 1 im ungekoppelten Zustand gezeigt.
Man erkennt die Einbuchtung 97 in der Kartusche 1 unterhalb der äußeren Kammer 3a.
Die Einbuchtung 97 ist in etwa halbkreisförmig ausgebildet und weist an ihrem bodenseitigen
Ende eine Schulter 94 auf. Die Einbuchtung 97 und die Schulter 94 sind der Art konfiguriert,
dass sich die Schulter 94 durch eine Schwenkbewegung der Kartusche 1 beim Koppeln
der Kartusche 1 mit dem Dosiergerät 2 in eine Vertiefung 98 des Dosiergeräts 2 einführen
lässt. Dies ist exemplarisch in Figur 29 gezeigt. Durch die lösbare Verbindung zwischen
der dosiergeräteseitigen Vertiefung 98 und der kartuschenseitigen Schulter 94 ist
die Kartusche 1 beim Koppeln der Kartusche 1 mit dem Dosiergerät 2 durch die angedeutete
Schwenkbewegung (Pfeil) schwenkbar fixiert. Man erkennt, dass beim Koppeln durch die
Schwenkbewegung um die Verbindung der Vertiefung 98 und Schulter 94 herum, ein sequenzielles
Öffnen bzw. Koppeln der Auslassöffnungen 5a,5b,5c und Belüftungsöffnungen 81 erfolgt.
Zunächst wird beim erstmaligen Koppeln von Kartusche 1 und Dosiergerät 2 durch Schwenken
also eine Belüftungsöffnung 81 a-c geöffnet, bevor die zugeordnete Auslassöffnung
5a-c durchstoßen wird. Nach Abschluss der Schwenkbewegung sichern die Snap-In Elemente
95 und 96 an der Kartusche 1 und dem Dosiergerät 2 die Kartusche 1 in der Kopplungsposition.
Die Snap-In-Elemente 95, 96 sind so ausgebildet, dass die Verrastung durch den Benutzer
lösbar ist, beispielsweise durch Zusammendrücken des klammerartigen Snap-In-Elements
96 und durch eine Schwenkbewegung um die Verbindung zwischen Vertiefung 98 und Schulter
94 Kartusche 1 und Dosiergerät 2 wieder voneinander gelöst werden kann.
[0424] Figur 30 zeigt eine Dosierkammer 53 in die eine Sendeeinheit 87 und eine Empfangseinheit
91 integriert ist. Eine derartige Dosierkammer 53 wird auch als Kombidosiergerät bezeichnet.
Die Dosierkammer 53 weist eine durch einen angelenkten Verschlussdeckel verschließbare
Aufnahme für ein Geschirrspülmittel auf. Figur 31 zeigt den Verschlussdeckel in seiner
Öffnungsposition. Zusätzlich kann die Dosierkammer 53 noch eine Aufnahme für einen
Klarspüler aufweisen, was durch den kreisrunden Verschluss rechts neben dem Verschlussdeckel
in den Figuren 30 und 31 angedeutet ist.
[0425] Die Sendeeinheit 87 umfasst ein Leuchtmittel, dass in der Sendeeinheit 87 derart
angeordnet ist, dass das Leuchtmittel ins Innere der Geschirrspülmaschine hineinstrahlt.
Bei dem Leuchtmittel kann es sich insbesondere um eine LED oder eine Laserdiode handeln.
Die LED ist so angeordnet, dass sie aus der Ebene der Sendeeinheit 87 herausragt,
so dass die LED einen möglichst großen Abstrahlwinkel erzeugt.
[0426] Die Sendeeinheit 87 kann so konfiguriert sein, dass die LED sowohl zur Aussendung
von Signalen in Innere des Geschirrspülers 38, insbesondere bei geschlossener Geschirrspülmaschinentür
39, als auch zur optischen Anzeige eines Betriebszustandes, beispielsweise der Füllstand
des Salz- oder Klarspülerbevorratungsbehältnisses einer Geschirrspülmaschine, insbesondere
bei geöffneter Geschirrspülmaschinentür 39 vorgesehen ist.
[0427] Die Empfangseinheit 91 besteht bevorzugt aus einer Photodiode, die geeignet ist,
Lichtsignale aus dem Inneren der Geschirrspülmaschine zu detektieren. Wie die Sendeeinheit
87, kann auch die Photodiode der Empfangseinheit 91 aus der Ebene der Empfangseinheit
herausragen um einen möglichst optimale Einstrahlcharakteristik auf die Photodiode
zu erzielen.
[0428] Es ist ferner möglich, dass die Dosierkammer 53 eine Aufnahme 107 aufweist, mittels
derer ein bewegliches Dosiersystem bestehend aus Dosiergerät 2 und Kartusche 1 lösbar
oder fest mit der Dosierkammer 53 gekoppelt werden kann. Dies ist schematisch in Figur
32 gezeigt.
[0429] Die Dosierkammer 53 ist in dieser Ausführungsvariante fest in einer Geschirrspülmaschinentür
39 integriert. Das Dosiergerät 2 weist eine Empfangseinheit 91 auf, die geeignet ist
Signale aus der Sendeeinheit 87 der Dosierkammer 53 zu empfangen. Wie der Figur 32(B)
zu entnehmen ist, liegen sich im gekoppelten Zustand von Dosiersystem und Dosierkammer
53 die dosiergeräteseitige Empfangseinheit 91 und die dosierkammerseitige Sendeeinheit
87 unmittelbar gegenüber, womit ein möglichst geringer Abstand zwischen Sendeeinheit
87 und Empfangseinheit 91 realisiert ist.
[0430] Die Aufnahme 107 kann mit dem Dosiersystem beispielsweise eine form- und/oder kraftschlüssige
lösbare oder feste Verbindung ausbilden, beispielsweise eine Schnapp-RastVerbindung.
[0431] Wie die Sendeeinheit 87 mit einem im Inneren einer Geschirrspülmaschine 38, insbesondere
in einer Geschirrschublade angeordneten Dosiergerät 2 zusammenwirkt, wird nachfolgenden
an Hand der Figuren 33 - 36 erläutert.
[0432] Zunächst wird auf Figur 33 eingegangen. Man erkennt eine Geschirrspülmaschine 38
in einer schematischen Querschnittsansicht. Im Inneren der Geschirrspülmaschine 38
befinden sich übereinander angeordnet, zwei Geschirrschubladen 41 a,41 b zur Aufnahme
von Spülgut wie beispielsweise Tellern, Tassen usw.. Die Geschirrspülmaschine 38 besitzt
eine schwenkbare Tür 39, die in Figur 33 im geschlossen Zustand gezeigt ist. In der
Geschirrspülmaschinentür 39 ist eine Sendeeinheit 87 integriert, die mit der Steuerung
der Geschirrspülmaschine 38 gekoppelt ist. Bevorzugt ist die Sendeeinheit 87 in einem
Kombidosiergerät 53 gemäß den Figuren 30-31 integriert.
[0433] Die Sendeeinheit 87 umfasst eine LED, die ein optisches Signal 88, welches ein Träger
einer Steuerinformation ist, ins Innere der Geschirrspülmaschine 38 aussendet. Dieses
Signal und seine Richtung sind durch den Pfeil in Figur 33 angedeutet. Durch die gebrochene
Linie des Pfeils wird angedeutet, dass es sich bei den von der Sendeeinheit 87 ausgesendeten
optischen Signalen 88 um Lichtblitze bzw. Lichtimpulse handelt.
[0434] In der unteren Geschirrschublade 41 b ist das Dosiergerät 2 mit einer Kartusche 1
positioniert. Selbstverständlich ist es möglich, das Dosiergerät 2 mit der Kartusche
1 an jeder beliebigen, geeigneten Stelle der unteren oder oberen Geschirrschublade
41 anzuordnen, wobei in oder an der Geschirrschublade 41 vorgesehene Telleraufnahmen
zur Anordnung des Dosiergeräts 2 zu bevorzugen sind.
[0435] Das Dosiergerät 2 verfügt über eine Empfangseinheit 91, die nicht in Figur 33 dargestellt
ist. Die von der Sendeeinheit 87 ausgesendeten optischen Signale 88 werden von der
Empfangseinheit 91 des Dosiergeräts 2 empfangen und durch die Steuereinheit des Dosiergeräts
2 ausgewertet bzw. umgewandelt.
[0436] Insbesondere kann zu Beginn eines Spülprogramms ein optisches Signal 88 von der Sendeeinheit
87 ausgesendet werden, dass nach Empfang durch das Dosiergerät 2 bewirkt, dass die
Steuerung des Dosiergeräts 2, insbesondere die Steuerung von Dosierzeitpunkten und
-mengen auf die Steuerung der Geschirrspülmaschine 38 übergeht. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn die Steuerung des Dosiergeräts 2 über eigene Dosierprogramme
für einen von der Geschirrspülmaschine 38 autarken Betrieb verfügt, diese aber bei
der Detektion eines entsprechenden Signals 88 einer vorhandenen Sendeeinheit 87 nicht
ausgeführt werden sollen.
[0437] In Figur 34 ist eine Situation dargestellt, in der das Dosiergerät 2 keine Signale
von der Sendeeinheit 87 empfangen kann, da beispielsweise das Dosiergerät 2 in der
Geschirrschublade 41 b von Spülgut (Objekten) 89a,89b so umgeben ist, dass ein Empfang
von Signalen 88 von und zu der Sendeeinheit 87 verhindert ist. Dies kann beispielsweise
auch durch umfallendes Spülgut im Laufe eines Geschirrspülprogramms geschehen.
[0438] In diesem Fall des nicht Empfangs oder des Abriss der Signale 88 am Dosiergerät 2
wird ein Dosierprogramm aus der Steuereinheit des Dosiergeräts 2 aktiviert, so dass
das Dosiergerät 2 autark von der Steuerung der Geschirrspülmaschine 38 wenigstens
eine Zubereitung 40 während eines Spülprogramms dosiert wird. Hierdurch wird verhindert,
dass durch einen Signalabriss keine Zubereitung 40 während eines Spülprogramms ins
Innere der Geschirrspülmaschine 38 abgegeben und somit eine schlechte Reinigungsleistung
erzielt wird. Dies gilt sowohl für Situationen beim Start eines Spülprogramms als
auch während eines Spülprogramms.
[0439] Zur Feststellung eines Signalabrisses zwischen dem Dosiergerät 2 und der Sendeeinheit
87 kann ein zusätzliches Überwachungssignal 90 vorgesehen sein, dass in vordefinierten,
festen Zeitintervallen von der Sendeeinheit 87 ausgesendet wird, während das Steuersignal
88 in festen Zeitintervallen oder lediglich beim unmittelbaren Übermitteln eines Steuersignals
ausgesendet wird. Dies ist exemplarisch in Figur 35 skizziert. Da die Sendeeinheit
87 üblicherweise über den Netzanschluss der Geschirrspülmaschine 38 betrieben wird,
stellt das Aussenden eines periodischen Überwachungssignals 90 keine unakzeptable
Belastung der Energiequelle des Dosiergeräts 2 dar, da die Überwachungssignale 90
während eines Spülprogramms lediglich empfangen und ausgewertet werden müssen.
[0440] Selbstverständlich ist es bei ausreichender Dimensionierung der Energiequelle des
Dosiergeräts 2 auch denkbar - wie in Figur 36 gezeigt -, dass sowohl Überwachungssignale
90 als auch Steuersignal 88 vom Dosiergerät 2 an eine entsprechende Empfangseinheit
91 in der Geschirrspülmaschine 38 gesendet werden.
[0441] Prinzipiell ist es auch möglich, dass sich die Sende- und Empfangsmodi von Steuer-
und Überwachungssignalen 88,90 gemäß Figur 35 und Figur 36 überlagern und/oder parallel
verlaufen. D.h. dass ein Überwachungssignal 90 von der Sendeeinheit 87 ausgesendet
und von der Dosiereinheit 2 empfangen und ein Steuersignal 88 von der Dosiereinheit
an eine Empfangseinheit 91 gesendet wird.
[0442] Eine weitere Ausführung der Erfindung ist in Figur 37 abgebildet. Figur 37 zeigt
das Dosiergerät 2, dass über eine optische Sende- und Empfangseinheit 111 verfügt.
Mittels der optischen Sende- und Empfangseinheit 111 können Steuersignale 88b an eine
geschirrspülmaschinenseitige Empfangseinheit 91 gesendet und Steuersignale 88c von
einer geschirrspülmaschinenseitigen Sendeeinheit 87 empfangen werden. Die geschirrspülmaschinenseitige
Empfangseinheit 91 und geschirrspülmaschinenseitigen Sendeeinheit 87 sind bevorzugt
in einem Kombidosiergerät, wie es in den Figuren 30-31 gezeigt ist, angeordnet. Ferner
können optische Signale 88a von der optischen Sende- und Empfangseinheit 111 in die
Kartusche 1, insbesondere in den als Lichtleiter ausgebildeten Steg 9, eingekoppelt
und/oder aus der Kartusche 1 ausgekoppelt und von der optischen Sende- und Empfangseinheit
111 empfangen werden.
[0443] Figure 36 und Figure 37 zeigen eine Aktuator-/Verschlußelement-Kombination für ein
Dosiergerät 2 eines zuvor beschriebenen Dosiersystems für fließfähige Wasch- oder
Reinigungsmittel.
[0444] Eingezeichnet ist ein Aktuator 18 und ein Verschlußelement 19. Vorgesehen ist, daß
das Verschlußelement 19 als Auf-/Zu-Ventilelement ausgebildet ist, daß der Aktuator
18 derart ausgebildet ist, daß er durch einen passenden Impuls angesteuert wahlweise
bestimmbar eine von zwei Endstellungen einnimmt und ohne Ansteuerung die erreichte
Endstellung stabil beibe-hält, und daß somit die Kombination ein impulsgesteuertes,
bistabiles Auf-/Zu-Ventil bildet.
[0445] In beiden Zeichnungen ist erkennbar, daß nach einer entsprechend bevorzugten Ausführungs-form
der Aktuator 18 als ein bistabiles Solenoid mit einem einen Anker 19' aufnehmenden
Raum 19" und einem diesen umgebenden äußeren Aufnahmeraum 18' ausgeführt ist.
[0446] Insbesondere Figure 37 läßt eine besonders zweckmäßige Ausführungsform dergestalt
erkennen, daß der Anker 19' des bistabilen Solenoids das Verschlußelement 19 bildet
oder mit die-sem gekoppelt ist. Man erkennt hier das Verschlußelement 19 als Ventilkonus
am unteren Ende des Ankers 19'. Zum Ventilkonus des Verschlußelements 19 gehört ein
konusförmiger Ventilsitz 18" unten am Aktuator 18. In Figure 37 erkennt man dabei
rechts den Auslaß 22 der seitlich neben dem Aktuator 18 sitzenden Dosierkammer 20,
die hier nicht dargestellt ist.
[0447] Nach besonders bevorzugter Lehre der Erfindung ist vorgesehen, daß der den Anker
19' aufnehmende Raum 19" des Aktuators 18 von dem äußeren Aufnahmeraum 18' des Aktuators
18 flüssigkeitsdicht und vorzugsweise auch gasdicht getrennt ist. Dadurch ist sichergestellt,
daß die wesentlichen, empfindlichen Bestandteile des Aktuators 18 sich im trockenen
Bereich be-finden, also schon wegen dieser Abdichtung der Räume mit dem fließfähigen
Wasch- oder Reinigungsmittel nicht in Kontakt kommen können.
[0448] Für den Anker 19' selbst sollten ebenfalls Maßnahmen getroffen werden, um ihn, jedenfalls
seine metallischen Bestandteile, mit dem fließfähigen Wasch- oder Reinigungsmittel
nicht in Kontakt kommen zu lassen. Insbesondere ist dazu erfindungsgemäß vorgesehen,
daß zumindest die äußere Oberfläche des Ankers 19' aus einem von dem zu dosierenden
Wasch- oder Reinigungsmittel nicht angreifbaren Werkstoff, insbesondere aus einem
Kunststoffmaterial, besteht.
[0449] Figure 36 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Querschnittsansicht durch
einen als bistabilen Hubmagneten ausgebildeten Aktuator 18. Man erkennt eine erste
Spule 58 und eine zweite Spule 59 mit einem zwischen den Spulen 58, 59 angeordneten
Permanentmagneten 57. In den kreisringförmigen Spulen 58, 59 sowie dem kreisringförmigen
Permanentmagneten 57 ist das Verschlußelement 19 als Tauchkern aufgenommen. Durch
magnetischen Rückschluß zwischen dem Magnetfeld des Permanentmagneten 57 und dem magnetisierbaren
Verschlußelement 19 wird eine Haltekraft erzeugt, wodurch das Verschlußelement 19
in einer Position fixierbar ist, welche jeweils durch die Haltepunkte 60, 61 definiert
ist.
[0450] Das Verschlußelement 19 kann durch eine impulsartige Bestromung der Spulen 58, 59
zu den Haltepunkten 60 und 61 bewegt werden, indem dem Magnetfeld des Permanentmagneten
57 ein elektrisch erzeugtes Magnetfeld jeweils einer der Spulen 58, 59 mit einer entsprechenden
Polarisation überlagert wird. Wird beispielsweise die Spule 58 bestromt, so wird ein
Abriß des magnetischen Rückschlusses zwischen dem Permanentmagneten 57 und dem Verschlußelement
19 bewirkt, so daß nachfolgend das Verschlußelement 19 in das Magnetfeld der Spule
58 vom Haltepunkt 60 zum Haltepunkt 61 bewegt wird, was aus der unteren Abbildung
der Figure 36 hervorgeht. Wird eine entsprechende impulsartige Bestromung der Spule
59 bewirkt, so bewegt sich das Verschlußelement 19 vom Haltepunkt 61 zurück in die
Ausgangsstellung von Haltepunkt 60.
[0451] Das weitere, in Figure 37 dargestellte und bevorzugte Ausführungsbeispiel zeigt eine
etwas andere Konstruktion, bei der vorgesehen ist, daß im Anker 19' an seinen axialen
Enden Permanentmagnete 57', 57" axial antipolig angeordnet sind und daß im äußeren
Aufnahmeraum 18' an beiden axialen Enden Jochringe 57'" aus einem ferromagnetischen
Material, insbesondere aus Eisen, und zwischen diesen eine Spulenwicklung 58 angeordnet
sind. Die Permanentmagnete 57', 57" sind axial antipolig angeordnet. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist jeweils der Nordpol axial außen, der Südpol innen positioniert.
Die Anordnung kann auch genau umgekehrt sein. Hat der Anker 19' eine seiner Endpositionen,
beispielsweise die in Fig. 31a dargestellte Durchlaßstellung, erreicht, so ist diese
Stellung des Aktuators 18 in sich stabil, ohne daß die Spulenwicklung 58 bestromt
wird. Batterieschonend erfolgt eine Bestromung der Spulenwicklung 58 nur dann, wenn
ein Umschaltvorgang erfolgen soll. Das erhöht die Lebensdauer der Energiequelle 15
ganz beträchtlich.
[0452] Der insgesamt in Kunststoff ausgeführte Anker 19', in dem die Permanentmagnete 57',
57" eingebettet sind, ist gegenüber den üblichen Wasch- und Reinigungsmitteln dauerhaft
beständig.
[0453] Die Spulenwicklung 58 und die Jochringe 57"' befinden sich im äußeren Aufnahmeraum
18' und sind daher im trockenen Bereich angeordnet.
[0454] Wird die Spulenwicklung 58 mit der richtigen Stromflußrichtung bestromt, so erfolgt
ein Umschalten des Aktuators 18, nämlich ein impulsartiges Verlagern des Ankers 19'
in seine andere Endposition (Haltepunkt 60 oben, Haltepunkt 61 unten in Figure 37).
[0455] Anders als in Figure 37 dargestellt kann man auch die Permanentmagnete 57 außen mit
der Spulenwicklung 58 zusammen anordnen und dann die Jochringe 57"' oder andere Jochbauteile
am Anker 19' im Kunststoffmaterial eingebettet positionieren. Wesentlich ist, daß
der magnetische Kreis jeweils geschlossen ist.
[0456] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Dosierkammer 20 anhand der Figuren 40-43
näher erläutert. Figur 40 zeigt das Dosiergerät 2 im gekoppelten Zustand mit der Kartusche
40. Die Zubereitung 40 kann über den Dosierkammereinlass 21 aus der Kartusche 1 in
die Dosierkammer 20 einströmen. Die Dosierkammer 20 ist im Querschnitt L-förmig ausgebildet,
wobei oberhalb des kurzen Schenkels der L-förmigen Dosierkammer 20 der als bi-stabiles
Magnetventil ausgebildete Aktuator 18 positioniert ist. Das Verschlusselement 19 verschließt
in der Verschlussstellung des Dosiergeräts 2 den Dosierkammerauslass 22. Die L-förmige
Dosierkammer 20 ist durch die Blende 93 in zwei Abschnitte unterteilt, wobei - wie
aus den Figuren 40-43 gut ersichtlich - der untere Abschnitt im Wesentlichen einen
horizontalen Verlauf, und der obere Abschnitt einen im Wesentlichen vertikalen Verlauf
aufweist. Innerhalb des oberen, vertikalen Abschnitts der Dosierkammer 20, also in
Schwerkraftrichtung oberhalb der Blende 93, ist der Schwimmkörper 92 angeordnet, dessen
Dichte geringer ist, als die Dichter der Zubereitung 40, mit der die Dosierkammer
20 gefüllt ist, wodurch der Schwimmkörper 92 eine Auftriebskraft entgegen der Schwerkraftrichtung
erfährt, was durch den Pfeil in Figure 40 angedeutet ist.
[0457] Der Schwimmerkörper 92 ist nicht als Verschlussorgan ausgebildet, sondern als eine
gezielte Drossel, die beim Öffnen des Verschlusselements 19 den Schlupf zwischen Dosierkammereinlass
21 und Dosierkammerauslass 22 minimiert und damit die Dosiergenauigkeit bestimmt.
Der Schwimmkörper ist derart konfiguriert, dass er in seinen Endlagen am Dosierkammereinlass
21 und Blende 93 nicht dichtig auf- bzw. anliegt, sondern auch in den Endlagen eine
Um und/oder Durchströmung des Schwimmkörpers 92 ermöglicht ist.
[0458] Der Schwimmkörper 92 und die Dosierkammer 20 sind in der Art ausgebildet, dass Zubereitung
40 den Schwimmkörper 92 in der Dosierkammer 20 um- und/oder durchströmen kann.
[0459] Wird nun das Verschlusselement 19 durch den Aktuator 18 in eine Abgabeposition gebracht
(Figure 41), so dass der Dosierkammerauslass 22 geöffnet ist und Zubereitung 40 in
die Umgebung abgegeben wird, was durch den Pfeil angedeutet ist, bewegt sich der Schwimmkörper
92 mit der aus der Dosierkammer 20 ausfließenden Zubereitung 40 in Flussrichtung der
Zubereitung 40 in Richtung Blende 93, bis der Schwimmkörper 92 schließlich auf der
Blende 93 aufliegt, was in Figure 42 gezeigt ist.
[0460] Wird, wie in Figure 43 gezeigt, das Verschlusselement 19 durch den Aktuator 18 wieder
in seine Verschlussstellung bewegt und der Fluidstrom der Zubereitung in Richtung
des Dosierkammerauslasses 22 kommt zum Stillstand, bewegt sich der Schwimmkörper 92
aufgrund seines Auftriebs in der Zubereitung 40 entgegen der Schwerkraftrichtung in
der Dosierkammer 20 in Richtung des Dosierkammereinlasses 21 bis die in Figure 40
gezeigte Ausgangsposition erneut erreicht ist.
[0461] In den Figuren 44 bis 51 werden nachfolgend verschiedene Befestigungs- bzw. Sicherungsmöglichkeiten
für das erfindungsgemäße Doseirsystem in einer Geschirrschublade 41 eines Geschirrspülers
38 näher erläutert.
[0462] Figur 44 zeigt das mit einer Kartusche 1 gekoppelte Dosiergerät 2 in der Telleraufnahme
110 einer Geschirrschublade 41. Die üblicherweise gitterartig ausgebildete Geschirrschublade
41 weist Streben 109 auf in die die Fixierungsmittel 108 des Dosiergeräts 2 eingreifen.
Hierdurch wird ein seitliches Verrutschen des Dosiergeräts 2, beispielsweise beim
Herausziehen oder Hineinschieben der Geschirrschublade 41 in den Geschirrspüler 38,
vermieden. Figur 45 zeigt eine mögliche Ausführungsform des Dosiergeräts 2, bei dem
die Fixierungsmittel 108 als bogenförmige Vertiefungen am Boden des Dosiergeräts 2
ausgeformt sind. Es ist auch denkbar, dass die Fixierungsmittel 108 in die Streben
der Telleraufnahme 110 eingreifen bzw. diese zumindest teilweise umschließen, um eine
Sicherung gegen ein seitliches Verrutschen zu verhindern. Dies ist in Figur 46 gezeigt,
wo die Fixierungsmittel 108 als kanalartige Vertiefungen auf der Vorder- und/oder
Rückwand des Dosiergeräts 2 ausgeformt sind.
[0463] Ferner ist es möglich, die Fixierungsmittel 108 als aus der Bodenebene des Dosiergeräts
2 herausragende Stege auszubilden, was in Figur 47 gezeigt ist. Es ist auch denkbar,
die Dosierkammerauslässe 22 des Dosiergeräts aus der Bodenebene des Dosiergeräts 2
herausragen zu lassen, um das Fixierungsmittel 108 zu bilden.
[0464] Die bodenseitige Kontur des Dosiergeräts 2 kann gemäß Figur 49 auch V-förmig ausgeformt
sein, so dass die Spitze des V-förmigen Dosiergeräts 2 zwischen zwei benachbarten
Geschirrschubladenstreben 109 eingreifen kann und so das Fixierungsmittel 108 gegen
ein seitliches Verrutschen ausbildet.
[0465] Eine weitere Ausführung eines Fixierungsmittels zeigt Figur 50. Die bodenseitige
Kontur des Dosiergeräts 2 weist sägezahnartige Vertiefungen auf, in die die Streben
109 einer Geschirrschublade 41 eingreifen können und so ein Fixierungsmittel 108 gegen
ein seitliches Verrutschen des Dosiergeräts 2 in der Geschirrschublade 41 gebildet
sind.
[0466] Es ist auch denkbar, die bodenseitige Kontur des Dosiergeräts 2 zur Ausbildung von
Fixierungselementen 108 wellenförmig auszugestalten, was in Figur 51 gezeigt ist.
[0467] Figur 52 zeigt in einer Explosionsdarstellung die wesentlichen Bauelemente des Dosiersystems
bestehend aus Kartusche 1 und Dosiergerät 2.
[0468] Wie der Figur 52 zu entnehmen ist, ist die Kartusche 1 aus zwei Kartuschenelementen
6,7 zusammengesetzt, die bereits aus Figur 20 bekannt sind. Das Dosiergerät 2 besteht
im Wesentlichen aus einem Bauelementträger 23 und einer Konsole 54, in die der Bauelementträger
23 einsetzbar ist. Die Konsole 54 umschließt im zusammengefügten Zustand den Bauelementträger
23 bevorzugt in der Art, dass ein Eindringen von Wasser in den Bauelementträger 23
verhindert ist.
[0469] Figur 53 zeigt eine Seitenansicht auf eine Ausführungsform des Bauelementträgers
23 des Dosiergeräts 2, der nachfolgend näher erläutert wird.
[0470] An dem Bauelementträger 23 sind die Dosierkammer 20, der Aktuator 18 und das Verschlusselement
19 sowie die Energiequelle 15, die Steuereinheit 16 und die Sensoreinheit 17 angeordnet.
Die Dosierkammer 20, die Vordosierkammer 26, der Dosierkammereinlass 21 sowie die
Aufnahme 29 sind einstückig mit dem Bauelementträger 23 ausgebildet.
[0471] Wie der Figur 53 weiter zu entnehmen ist, sind die Energiequelle 15, die Steuereinheit
16 und die Sensoreinheit 17 in einer Baugruppe zusammengefasst, indem sie auf einer
entsprechenden Platine angeordnet sind.
[0472] Die Vordosierkammer 26 und der Aktuator 18 sind, wie in Figur 54 gezeigt, auf dem
Bauelementträger 23 im Wesentlichen nebeneinander angeordnet. Die Vordosierkammer
26 weist eine L-förmige Grundform mit einer Schulter im unteren Bereich auf, in der
die Aufnahme 29 für den Aktuator 18 eingelassen ist. Unterhalb der Vordosierkammer
26 und des Aktuators 18 ist die Auslasskammer 27 angeordnet. Die Vordosierkammer 26
und die Auslasskammer 27 bilden gemeinsam die Dosierkammer 20 aus.
[0473] Die Vordosierkammer 26 und die Auslasskammer 27 sind durch die Öffnung 34 miteinander
verbunden. Die Aufnahme 29, die Öffnung 34 sowie der Dosierkammerauslass 22 liegen
auf einer senkrecht zur Längsachse des Bauelementträgers 23 liegenden Flucht, so dass
das stabförmge Verschlusselement 19 durch die Öffnungen 22,29,34 hindurch geführt
werden kann.
[0474] Wie insbesondere aus der Figur 55 ersichtlich, sind die Rückwände der Vordosierkammer
26 und die Auslasskammer 27 integral mit dem Bauelementträger 23 ausgeformt. Die Vorderwand
kann dann beispielsweise durch ein Deckelement oder eine Folie (nicht abgebildet)
stoffschlüssig mit der Dosierkammer 20 verbunden werden.
[0475] Im Folgenden wird die Ausgestaltung der Dosierkammer 20 anhand der Detailansicht
der Figur 54 näher erläutert. Man erkennt die Auslasskammer 27, welche über einen
Boden 62 verfügt. Der Boden 62 ist hin zur mittig in der Auslasskammer 27 angeordneten
Dosierkammerauslass 22 trichterartig geneigt. Der Dosierkammerauslass 22 befindet
sich in einem Kanal 63, der rechtwinklig zur Längsachse des Bauelementträgers 23 in
der Auslasskammer 27 verläuft. Der trichterartig ausgeformte Boden 62 sowie der Kanal
63 und die darin angeordnete Auslassöffnung 22 gewährleisten bei einer von der Horizontalen
abweichenden Lage des Dosiergeräts eine Dosier- sowie eine nahezu vollständige Restentleerbarkeit
von Zubereitung aus der Dosierkammer 20. Ferner fließt die Zubereitung durch die entsprechend
trichterförmige Bodengestaltung schneller, insbesondere bei höherviskosen Zubereitungen,
aus der Dosierkammer aus, so dass das Dosierintervall, in dem Zubereitung freigesetzt
wird, kurz gehalten werden kann.
[0476] In der Figur 54 ist lediglich die mittlere Dosierkammer 20 mit einer trichterförmigen
Bodenausgestaltung der eingangs beschriebenen Art versehen. Es versteht sich, dass
abweichend von dieser Darstellung auch andere, weitere oder alle Dosierkammern eine
derartige Ausformung aufweisen können. Dies gilt auch für die Vordosierkammern 26
und Auslasskammern 27, soweit diese vorgesehen sind.
[0477] Anhand der Explosionsdarstellung in Figur 55 wird die Anordnung des Aktuators 18,
des Verschlusselements 19 sowie der Dichtung 36 an dem Bauelementträger 23 näher erläutert.
Die Abbildung zeigt einen Bauelementträger 23 mit drei nebeneinander angeordneten
Dosierkammern 20. In der Dosierkammer ganz rechts ist der Aktuator 18c, das Verschlusselement
19c und die Dichtung 36c im zusammengebauten Zustand am Bauelementträger 23 gezeigt.
Bei der mittleren Dosierkammer ist die Dichtung 36b sowie das Verschlusselement 19b
im zusammengefügten Zustand in der Dosierkammer gezeigt, während der Aktuator 18b
vom Verschlusselement 19b gelöst ist. Über der linken Dosierkammer 20a ist sowohl
die Dichtung 36a, das Verschlusselement 19a als auch der Aktuator 18a in einer Explosionsdarstellung
abgebildet.
[0478] Integral mit dem Bauelementträger 23 ist die Dosierkammer 20, die Vordosierkammer
26, der Dosierkammereinlass 21 sowie die Aufnahme 29 für den Aktuator 18 ausgebildet.
Die Vordosierkammer 26 ist L-förmig oberhalb der Dosierkammer 20 angeordnet, wobei
an dem parallel zum Boden des Bauelementträgers 23 verlaufenden Schenkel der Vordosierkammer,
die Aufnahme für den Aktuator 18 angeordnet ist. Die Dosierkammer 20 und die Vordosierkammer
26 sind durch die Öffnung 34 miteinander verbunden. Die Aufnahme 29, die Öffnung 34
und der Dosierkammerauslass 22 liegen auf einer Achse, welche senkrecht zur Längsachse
des Bauelementträgers 23 verläuft.
[0479] Die Dichtung 36 hat eine im Wesentlichen hohlzylinder-artige Raumgestalt mit einem
durch ein tellerartiges Endstück verschlossenen Kopf. Die elastische Dichtung 36 lässt
sich in derart in der Dosierkammer 20 anordnen, dass das tellerartige Endstück innenseitig
gegen den Dosierkammerauslass 22 und mit der dem tellerartigen Endstück abgewandten
Seite der Dichtung 36 gegen die Öffnung 34 drückt. Das zylinderförmige Verschlusselement
19 ist mit seinem ersten Ende derart ausgebildet, dass es in die hohlzylinder-förmige
Dichtung 36 eingreift und dort stoff-, kraft- und/oder formschlüssig fixierbar ist.
Das Verschlusselement 19 ist dabei in derart dimensioniert, dass es durch die Öffnung
34 und die Öffnung der Aufnahme 29 hindurchgeführt werden kann, jedoch am Dosierkammerauslass
22 anschlägt, so dass das Verschlusselement 19 nicht nach unten hin aus dem Bauelementträger
23 herausrutschen kann.
[0480] Das Verschlusselement 19 ragt mit einem Ende aus der Aufnahme 29 heraus. Dieses Ende
wird in den als bistabilen Elektromagneten ausgeführten Aktuator 18 gesteckt und fungiert
als Anker.