[0001] Die Erfindung betrifft ein Dosiersystem mit einem Bauelementträger zur Aufnahme von
Baugruppen für die Abgabe einer Mehrzahl von Zubereitungen zur Anwendung in wasserführenden
Geräten, insbesondere wasserführenden Haushaltsgeräten wie beispielsweise Geschirrspülmaschinen,
Waschmaschinen, Wäschetrocknern oder automatischen Oberflächenreinigungssystemen.
Stand der Technik
[0002] Geschirrspülmittel stehen dem Verbraucher in einer Vielzahl von Angebotsformen zur
Verfügung. Neben den traditionellen flüssigen Handgeschirrspülmitteln haben mit der
Verbreitung von Haushaltsgeschirrspülmaschinen insbesondere die maschinellen Geschirrspülmittel
eine große Bedeutung. Diese maschinellen Geschirrspülmittel werden dem Verbraucher
typischerweise in fester Form, beispielsweise als Pulver oder als Tabletten, zunehmend
jedoch auch in flüssiger Form angeboten. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei seit geraumer
Zeit auf der bequemen Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln und der Vereinfachung
der zur Durchführung eines Wasch- oder Reinigungsverfahrens notwendigen Arbeitsschritte.
[0003] Ferner ist eines der Hauptziele der Hersteller maschineller Reinigungsmittel die
Verbesserung der Reinigungsleistung dieser Mittel, wobei in jüngster Zeit ein verstärktes
Augenmerk auf die Reinigungsleistung bei Niedrigtemperatur-Reinigungsgängen bzw. in
Reinigungsgängen mit verringertem Wasserverbrauch gelegt wird. Hierzu wurden den Reinigungsmitteln
vorzugsweise neue Inhaltsstoffe, beispielsweise wirksamere Tenside, Polymere, Enzyme
oder Bleichmittel zugesetzt. Da neue Inhaltsstoffe jedoch nur in begrenztem Umfang
zur Verfügung stehen und die pro Reinigungsgang eingesetzte Menge der Inhaltsstoffe
aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen nicht in beliebigem Maße erhöht werden
kann, sind diesem Lösungsansatz natürliche Grenzen gesetzt.
[0004] In diesem Zusammenhang sind in jüngster Zeit insbesondere Vorrichtungen zur Mehrfachdosierung
von Wasch- und Reinigungsmitteln in das Blickfeld der Produktentwickler geraten. Bei
diesen Vorrichtungen kann zwischen in die Geschirrspülmaschine oder Textilwaschmaschine
integrierten Dosierkammern einerseits und eigenständigen, von der Geschirrspülmaschine
oder Textilwaschmaschine unabhängigen Vorrichtungen andererseits unterschieden werden.
Mittels dieser Vorrichtungen, welche die mehrfache der für die Durchführung eines
Reinigungsverfahrens notwendigen Reinigungsmittelmenge enthalten, werden Wasch- oder
Reinigungsmittelportionen in automatischer oder halbautomatischer Weise im Verlauf
mehrerer aufeinander folgender Reinigungsverfahren in den Innenraum der Reinigungsmaschine
dosiert. Für den Verbraucher entfällt die Notwendigkeit der manuellen Dosierung bei
jedem Reinigungs- bzw. Waschgang. Beispiele für derartige Vorrichtungen werden in
der europäischen Patentanmeldung
EP 1 759 624 A2 (Reckitt Benckiser) oder in der deutschen Patentanmeldung
DE 53 5005 062 479 A1 (BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH) beschrieben.
[0005] Weitere gattunsgemäße Vorrichtungen sind aus
WO 02/29150 A1 und
DE 10 2006 043916 A1 bekannt.
WO 02/29150 A1 offenbart ein Dosiersystem, insbesondere zur Positionierung im Inneren einer Geschirrspülmaschine
durch einen Benutzer, umfassend wenigstens eine Kartusche für fließfähige Wasch- oder
Reinigungsmittel mit einer Mehrzahl von Kammern zur räumlich separierten Aufnahme
jeweils voneinander verschiedener Zubereitungen eines Wasch- oder Reinigungsmittels,
sowie ein mit der Kartusche kuppelbares Dosiergerät umfassend wenigstens eine Energiequelle,
eine Steuereinheit, und eine Sensoreinheit, wobei die Dosierung durch eine Pumpe vorgenommen
wird, welche in derart mit der Energiequelle und der Steuereinheit verbunden ist,
dass ein Steuersignal der Steuereinheit eine Bewegung der Pumpe bewirkt; und das Dosiergerät
einen Bauelementträger umfasst, an dem zumindest die Pumpe, sowie die Energiequelle
und/oder die Steuereinheit und/oder die Sensoreinheit jeweils lösbar oder unlösbar
angeordnet sind.
[0006] Um ein derartiges Dosiergerät auf einfache und kostengünstige Weise herstellen zu
können, sollte eine möglichst einfache, vorzugsweise automatische Fertigung des Dosiergeräts
ermöglicht sein.
Aufgabe der Erfindung
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Dosiersystem bereitzustellen, das sich auf
möglichst einfache Weise, in wenigen, möglichst automatischen Fertigungsschritten
herstellen lässt.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Dosiersystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Vorteile des erfindungsgemäßen Systems sind zum einen die einfache Bestückung des
Bauelementträger mit den notwendigen Bauelementen und - gruppen sowie die Möglichkeit,
diese Bestückung mit Hilfe von automatischen Handhabungs- und/ oder Produktionssystemen
durchzuführen zu lassen. Ferner ist es möglich, den Bauelementträger als Ganzes vorzukonfektionieren
und ins Dosiergerät einzusetzen.
[0010] Das erfindungsgemäße Dosiersystem besteht aus den Grundbauelementen einer mit Zubereitung
befüllten Kartusche und einem mit der Kartusche kuppelbarem Dosiergerät, welches wiederum
aus weiteren Baugruppen, wie beispielsweise Bauelementträger, Aktuator, Verschlusselement,
Sensor, Energiequelle und/oder Steuereinheit, gebildet ist.
[0011] Es ist bevorzugt, dass das erfindungsgemäße Dosiersystem beweglich ist. Beweglich
im Sinne dieser Anmeldung bedeutet, dass das Dosiersystem nicht unlösbar mit einer
wasserführenden Vorrichtung wie beispielsweise einer Geschirrspülmaschine, Waschmaschine,
Wäschtrockner oder dergleichen verbunden ist, sondern beispielsweise aus einer Geschirrspülmaschine
durch den Benutzer entnehmbar oder in einer Geschirrspülmaschine positionierbar, also
eigenständig handhabbar, ist
[0012] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist es auch denkbar, dass das
Dosiergerät für den Benutzer nicht lösbar mit einer wasserführenden Vorrichtung wie
beispielsweise einer Geschirrspülmaschine, Waschmaschine, Wäschtrockner oder dergleichen
verbunden ist und lediglich die Kartusche beweglich ist.
[0013] Um den Betrieb bei erhöhten Temperaturen, wie sie beispielsweise in einzelnen Waschzyklen
einer Geschirrspülmaschine auftreten, zu gewährleisten, kann das Dosiersystem aus
Materialen geformt sein, die bis zu einer Temperatur von 120°C formstabil sind.
[0014] Da die zu dosierenden Zubereitungen je nach beabsichtigtem Verwendungszweck einen
pH-Wert zwischen 2 und 12 aufweisen können, sollten alle Komponenten des Dosiersystems,
die in Kontakt mit den Zubereitungen kommen, eine entsprechende Säure- und/oder Alkaliresistenz
aufweisen. Ferner sollten die diese Komponenten durch eine geeignete Materialauswahl
weitestgehend chemisch inert, beispielsweise gegen nichtionische Tenside, Enzyme und/oder
Duftstoffe sein.
Kartusche
[0015] Unter einer Kartusche im Sinne dieser Anmeldung wird ein Packmittel verstanden, das
dazu geeignet ist wenigstens eine fließfähige, schüttfähige oder streufähige Zubereitungen
zu umhüllen oder zusammenzuhalten und das zur Abgabe wenigstens einer Zubereitung
an ein Dosiergerät koppelbar ist.
[0016] In der einfachsten, denkbaren Ausführung weist die Kartusche eine, bevorzugt formstabile
Kammer zur Bevorratung einer Zubereitung auf. Insbesondere kann eine Kartusche auch
mehrere Kammern umfassen, die mit voneinander verschiedenen Zusammensetzungen befüllbar
sind.
[0017] Es ist vorteilhaft, dass die Kartusche wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die
derart angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Zubereitungsfreisetzung aus der
Kartusche in der Gebrauchsstellung des Dosiergeräts bewirkt werden kann. Hierdurch
werden keine weiteren Fördermittel zur Freisetzung von Zubereitung aus der Kartusche
benötigt, wodurch der Aufbau des Dosiergeräts einfach und die Herstellungskosten niedrig
gehalten werden können. Des Weiteren kann die Verwendung von Fördermitteln, wie z.B.
Pumpen entfallen, wodurch die Lebensdauer einer Batterie oder Akkus des Dosiergeräts
gesteigert werden kann.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung ist wenigstens eine zweite
Kammer zur Aufnahme wenigstens einer zweiten fließ- oder streufähigen Zubereitung
vorgesehen, wobei die zweite Kammer wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die derart
angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Produktfreisetzung aus der zweiten Kammer
in der Gebrauchsstellung des Dosiergeräts bewirkbar ist. Die Anordnung einer zweiten
Kammer ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn in den voneinander getrennten Kammern
der Kartusche Zubereitungen bevorratet sind, die üblicherweise nicht miteinander lagerstabil
sind, wie beispielsweise Bleichmittel und Enzyme.
[0019] Des Weiteren ist es vorstellbar, dass mehr als zwei, insbesondere drei bis vier Kammern
in bzw. an einer Kartusche vorgesehen sind. Insbesondere kann einer der Kammern zur
Abgabe von flüchtigen Zubereitungen wie etwa eines Duftstoffs an die Umgebung ausgestaltet
sein.
[0020] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Kartusche einstückig ausgebildet.
Hierdurch lassen sich die Kartuschen, insbesondere durch geeignete Blasformverfahren,
kostengünstig in einem Herstellungsschritt ausbilden. Die Kammern einer Kartusche
können hierbei beispielsweise durch Stege oder Materialbrücken, die während oder nach
dem Blasverfahren ausgeformt werden, voneinander separiert sein.
[0021] Die Kartusche kann auch mehrstückig durch im Spritzguss hergestellte und anschließend
zusammengefügte Bauteile gebildet sein.
[0022] Insbesondere kann die Kartusche auch asymmetrisch ausgebildet sein. Besonders bevorzugt
ist es die Asymmetrie der Kartusche derart auszuformen, dass die Kartusche nur in
einer vordefinierten Position in mit dem Dosiergerät koppelbar ist, wodurch eine sonst
mögliche Fehlbedienung durch den Benutzer verhindert wird.
[0023] Die Kartusche kann jede beliebige Raumform annehmen. Sie kann beispielsweise würfelartig,
kugelförmig oder plattenartig ausgebildet sein.
[0024] Zur Verwendung des Dosiergeräts in Geschirrspülmaschinen ist es besonders vorteilhaft,
das Gerät in Anlehnung an in Geschirrspülmaschinen zu reinigendem Geschirr auszuformen.
So kann dieses beispielsweise plattenförmig, in etwa in den Abmessungen eines Tellers,
ausgebildet sein. Hierdurch kann das Dosiergerät platzsparend z.B. im Unterkorb des
Geschirrspülers positioniert werden. Ferner erschließt sich die richtige Positionierung
der Dosiereinheit dem Benutzer unmittelbar intuitiv durch die tellerartige Formgebung.
[0025] Bevorzugt weist das Dosiergerät und die Kartusche im miteinander gekoppelten Zustand
ein Verhältnis von Höhe:Breite:Tiefe zwischen 5:5:1 und 50:50:1, insbesondere bevorzugt
von etwa 10:10:1 auf. Durch die "schlanke" Ausbildung des Dosiergeräts und der Kartusche
ist es insbesondere möglich, das Gerät in dem unteren Besteckkorb einer Geschirrspülmaschine
in den für Teller vorgesehenen Aufnahmen zu positionieren. Dies hat den Vorteil, dass
die aus dem Dosiergerät abgegeben Zubereitungen direkt in die Waschflotte gelangen
und nicht an anderem Spülgut anhaften können.
[0026] Üblicherweise sind handelsübliche Haushaltsgeschirrspülmaschinen in derart konzipiert,
dass die Anordnung von größerem Spülgut, wie etwa Pfannen oder große Teller, im unteren
Korb der Geschirrspülmaschine vorgesehen ist. Um eine nicht optimale Positionierung
des Dosiersystems bestehend aus dem Dosiergerät und der mit dem Dosiergerät gekoppelten
Kartusche durch den Benutzer im oberen Korb zu vermeiden, ist in einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung das Dosiersystem derart dimensioniert, dass eine Positionierung
des Dosiersystems lediglich in den dafür vorgesehenen Aufnahmen des unteren Korbes
ermöglicht ist. Hierzu können die Breite und die Höhe des Dosiersystems insbesondere
zwischen 150mm und 300mm, besonders bevorzugt zwischen 175mm und 250mm gewählt sein.
[0027] Es ist jedoch auch denkbar, die Dosiereinheit in Becherform oder Topfform mit einer
im Wesentlichen kreisrunden oder quadratischen Grundfläche auszubilden.
[0028] Die Auslassöffnungen einer Kartusche sind bevorzugt auf einer Linie angeordnet, wodurch
eine schlanke, tellerförmige Ausbildung des Dosiergeräts ermöglicht ist.
[0029] Die Kartusche ist insbesondere zur Aufnahme von fließfähigen Spül- oder Wasch- oder
Reinigungsmittel ausgebildet. Besonders bevorzugt weist eine derartige Kartusche eine
Mehrzahl von Kammern zur räumlich separierten Aufnahme jeweils voneinander verschiedener
Zubereitungen eines Wasch- oder Reinigungsmittels auf. Exemplarisch - aber nicht abschließend
- sind nachfolgend einige Kombinationsmöglichkeiten der Befüllung der Kammern mit
unterschiedlichen Zubereitungen aufgelistet:
| |
Kammer 1 |
Kammer 2 |
Kammer 3 |
Kammer 4 |
| A |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
- |
- |
| B |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
- |
| C |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Duftstoff |
| D |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Desinfektionszubereitung |
| E |
Alkalische |
Enzymatische |
Klarspüler |
Vorbehandlungszubereitung |
| |
Reinigungszubereitung |
Reinigungszubereitung |
|
|
[0030] Es ist besonders bevorzugt, dass alle Zubereitungen fließfähig sind, da hierdurch
ein schnelles Lösen der Zubereitungen in der Waschflotte des Geschirrspülers gewährleistet
ist, wodurch diese Zubereitungen eine rasche bis sofortige Reinigungs- bzw. Klarspülwirkung,
insbesondere auch auf den Wänden des Spülraums und/oder eines Lichtleiters der Kartusche
und/oder des Dosiergeräts erzielen.
[0031] Die Kammern einer Kartusche können gleiche oder voneinander verschiedene Füllvolumina
aufweisen. Bei einer Konfiguration mit zwei Kammern beträgt das Verhältnis der Kammervolumina
bevorzugt 5:1, bei einer Konfiguration mit drei Kammern bevorzugt 4:1:1, wobei diese
Konfigurationen insbesondere zur Verwendung in Geschirrspülmaschinen geeignet sind.
[0032] Wie oben erwähnt, besitzt die Kartusche vorzugsweise drei Kammern. Für den Einsatz
einer derartigen Kartusche in einer Geschirrspülmaschine ist es insbesondere bevorzugt,
dass eine Kammer eine alkalische Reinigungszubereitung, eine weitere Kammer eine enzymatische
Zubereitung und eine dritte Kammer einen Klarspüler beinhaltet, wobei das Volumenverhältnis
der Kammern in etwa 4:1:1 beträgt.
[0033] Die die alkalische Reinigungszubereitung beinhaltende Kammer weist bevorzugt das
größte Füllvolumen der vorhandenen Kammern auf. Bevorzugt weisen die Kammern, die
eine enzymatische Zubereitung bzw. einen Klarspüler bevorraten, in etwa gleiche Füllvolumina
auf.
[0034] Bei einer Zwei- und/oder Drei-Kammerausführung der Kartusche ist insbesondere möglich,
insbesondere eine Duftstoff-, Desinfektions- und/oder Vorbehandlungszubereitung in
einer lösbar an der Kartusche oder am Dosiergerät angeordneten, weiteren Kammer zu
bevorraten.
[0035] Die Kartusche umfasst einen Kartuschenboden, der in Gebrauchsstellung in Schwerkraftrichtung
nach unten gerichtet ist und an dem bevorzugt für jede Kammer mindestens eine in Schwerkraftrichtung
bodenseitig angeordnete Auslassöffnung vorgesehen ist. Die bodenseitig angeordneten
Auslassöffnungen sind insbesondere derart ausgebildet, dass wenigstens eine, bevorzugt
alle Auslassöffnungen mit den Einlassöffnungen des Dosiergeräts kommunizierend verbindbar
sind, also Zubereitung über die Auslassöffnungen aus der Kartusche in das Dosiergerät,
bevorzugt schwerkraftbewirkt, einfließen kann.
[0036] Es ist auch denkbar, dass eine oder mehrere Kammern eine nicht in Schwerkraftrichtung
bodenseitig angeordnete Auslassöffnung aufweisen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil,
wenn zum Beispiel ein Duftstoff an die Umgebung der Kartusche abgegeben werden soll.
[0037] Bevorzugt ist die Kartusche aus wenigstens zwei miteinander stoffschlüssig verbundenen
Elementen gebildet, wobei die Verbindungskante der Elemente am Kartuschenboden außerhalb
der Auslassöffnungen verläuft, die Verbindungskante die Auslassöffnungen also nicht
schneidet. Dies ist insbesondere von Vorteil, da hierdurch Dichtigkeitsprobleme bei
der Kopplung mit dem Dosiergerät im Bereich der Auslassöffnungen vermieden werden,
die insbesondere bei den in einem Geschirrspüler üblicherweise vorkommenden hohen
Temperaturwechselbeanspruchungen vorkommen.
[0038] Die stoffschlüssige Verbindung kann beispielsweise durch Kleben, Schweißen, Löten,
Pressen oder Vulkanisieren hergestellt sein.
[0039] Gemäß einer zu bevorzugenden Ausführung der Erfindung sind die Auslassöffnungen mit
jeweils einem Verschluss versehen, der im mit einem Dosiergerät gekoppelten Zustand
ein Ausfließen von Zubereitung aus den jeweiligen Kammern erlaubt und im ungekoppelten
Zustand der Kartusche ein Ausfließen von Zubereitung im Wesentlichen verhindert. Insbesondere
ist ein derartiger Verschluss als geschlitztes Silikonventil ausgestaltet.
[0040] Ferner ist es bevorzugt, dass die Belüftungsöffnungen der Kartusche vor einem ersten
Kopplen mit dem Dosiergerät mit einem Verschlusselement verschlossen sind. Das Verschlusselement
kann insbesondere ein Stopfen oder eine Kappe sein, die beim ersten Koppeln mit dem
Dosiergerät durch den Kopplungsprozess geöffnet, beispielsweise durchstoßen, wird.
[0041] Es ist ganz besonders bevorzugt, dass vor einem ersten Koppeln der Kartusche mit
dem Dosiergerät alle Auslassöffnungen der Kartusche mit einem geschlitzten Silikonventil
und alle Belüftungsöffnungen mit einer Kappe verschlossen sind.
[0042] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine Energiequelle, insbesondere
eine Batterie oder Akkumulator, an oder in der Kartusche, bevorzugt am oder im Boden
der Kartusche, angeordnet. An der Kartusche können des weiteren Mittel zur elektrischen
Kopplung der Energiequelle mit dem Dosiergerät vorgesehen sein.
[0043] In einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Kartusche zur
Kopplung mit einem im Inneren eines Haushaltsgeräts positionierbaren Dosiergeräts
zur Abgabe von wenigstens einer Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung, wenigstens
eine Kammer zur Bevorratung wenigstens einer fließ- oder schüttfähigen Wasch- und/oder
Reinigungsmittelzubereitung auf, wobei die Kartusche im mit dem Dosiergerät gekoppelten
Zustand vor Eintritt von Spülwasser in die Kammer(n) geschützt ist und die Kartusche
wenigstens eine in Schwerkraftrichtung bodenseitige Abgabeöffnung zur - insbesondere
schwerkraftbewirkten - Abgabe von Zubereitung aus wenigstens einer Kammer und wenigstens
eine in Schwerkraftrichtung bodenseitige Belüftungsöffnung zur Belüftung wenigstens
einer Kammer umfasst, wobei die Belüftungsöffnung von der Abgabeöffnung separiert
ist und die Belüftungsöffnung kommunizierend mit wenigstens einer Kammer der Kartusche
verbunden ist.
[0044] Besonders bevorzugt ist es, dass die Kartusche wenigstens zwei Kammern, ganz besonders
bevorzugt wenigstens drei Kammern umfasst. Hierbei ist es von Vorteil, dass für jede
Kammer jeweils eine Belüftungsöffnung und eine Abgabeöffnung vorgesehen sind.
[0045] Es ist ferner bevorzugt, dass die bodenseitige Belüftungsöffnung mit einem Belüftungskanal
kommunizierend verbunden ist, dessen der Belüftungsöffnung abgewandtes Ende in der
Abgabestellung der mit dem Dosiergerät gekoppelten Kartusche oberhalb des maximalen
Füllstandsspiegels der Kartusche mündet.
[0046] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, dass der Belüftungskanal ganz oder teilweise
in oder an den Wandungen und/oder Stegen der Kartusche ausgeformt ist. Insbesondere
kann der Belüftungskanal integral in oder an den Wandungen und/oder Stegen der Kartusche
ausgeformt sein.
[0047] Hierzu kann der Belüftungskanal in vorteilhafter Weise durch Fügen von wenigstens
zwei die Kartusche bildenden Elementen geformt sein. Beispielsweise kann ein Belüftungskanal
durch Fügen eines im schalenförmigen Element ausgeformten Trennstegs der Kartusche
mit zwei den Trennsteg einfassenden, am Kartuschenelement angeordneten Stegen gebildet
sein.
[0048] Hierbei ist es von Vorteil, wenn der Belüftungskanal durch stoffschlüssiges Fügen,
insbesondere durch Schweißen, eines im schalenförmigen Element ausgeformten Trennstegs
der Kartusche mit zwei den Trennsteg einfassenden, am Kartuschenelement angeordneten
Stegen gebildet ist.
[0049] Alternativ hierzu kann der Belüftungskanal beispielsweise auch als sogg. Dip-Tube
ausgebildet sein.
[0050] Um die Belüftung der Kartusche auch in einer Schrägstellung, beispielsweise wenn
das Dosiergerät in der Telleraufnahme platziert ist, zu gewährleisten, ist es von
Vorteil, dass der Füllstandsspiegel (F) der Kartusche im ungeöffneten, befüllten Zustand
der Kartusche bei einer Schrägstellung von bis zu 45° nicht an der Belüftungskanalmündung
ansteht.
[0051] Des Weiteren ist es hierbei vorteilhaft, die Belüftungskanalmündung in etwa mittig
an bzw. in der Kammerwand des Kartuschenkopfs anzuordnen.
[0052] Um die Funktionsfähigkeit beispielsweise auch nach einer Horizontallage der Kartusche
zu gewährleisten, ist es von Vorteil, wenn die Viskosität einer fließfähigen Zubereitung
und der Belüftungskanal in der Art konfiguriert sind, dass die Zubereitung nicht über
Kapillarkräfte in den Belüftungskanal gezogen wird, wenn die Zubereitung an der Belüftungskanalmündung
ansteht.
[0053] Die Kopplung der Kartusche mit dem Dosiergerät ist vorteilhafter Weise so zu gestalten,
das am Dosiergerät ein mit der Einlassöffnung des Dosiergeräts kommunizierend verbundener
Dorn angeordnet ist, der mit der koppelbaren Kartusche bzw. Kartuschenkammer in der
Art zusammenwirkt, dass beim Koppeln der Belüftungsöffnung der Kartusche bzw. Kartuschenkammer
mit dem Dosiergerät der Dorn ein Volumen Δv im Belüftungskanal verdrängt, wodurch
ein Druck Δp im Belüftungskanal erzeugt wird, der geeignet ist im Belüftungskanal
befindliche, fließfähige Zubereitung in die mit dem Belüftungskanal verbundene, Zubereitung
bevorratende Kammer zu befördern.
[0054] Es ist bevorzugt, dass die Belüftungsöffnung einer Kammer mit dem dosiergeräteseitigen
Dorn kommunizierend verbunden wird, bevor die verschlossene Auslassöffnung der entsprechenden
Kammer geöffnet wird, beispielsweise durch die kommunizierende Verbindung mit der
Einlassöffnung des Dosiergeräts.
[0055] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zwischen Belüftungsöffnung
und dem Belüftungskanal eine Belüftungskammer angeordnet.
[0056] Bevorzugt beträgt das Verhältnis von Tiefe (T) der Kartusche zu Breite (B) der Kartusche
in etwa 1:20. Das Verhältnis von Höhe (H) der Kartusche zu Breite (B) der Kartusche
beträgt bevorzugt in etwa 1:1.2.
Dosiergerät
[0057] In dem Dosiergerät sind die zum Betrieb notwendige Steuereinheit sowie wenigstens
ein Aktuator integriert. Bevorzugt ist ebenfalls eine Sensoreinheit und/oder eine
Energiequelle an oder in dem Dosiergerät angeordnet.
[0058] Vorzugsweise besteht das Dosiergerät aus einem spritzwassergeschütztem Gehäuse, dass
das Eindringen von Spritzwasser, wie es beispielsweise bei der Verwendung in einer
Geschirrspülmaschine auftreten kann, in das Innere des Dosiergeräts, indem zumindest
die Steuereinheit, Sensoreinheit und/oder Aktuator angeordnet sind, verhindert.
[0059] Besonders vorteilhaft ist es, insbesondere die Energiequelle, die Steuereinheit sowie
die Sensoreinheit derart zu vergießen, dass das Dosiergerät im Wesentlichen wasserdicht,
das Dosiergerät also auch bei vollständigem Umschluss mit Flüssigkeit funktionsfähig
ist. Als Vergussmaterialien können beispielsweise mehrkomponentige Epoxyd-, und Acrylat-Vergußmassen
wie Methacrylatester, Urethan-Metha und Cyanacrylate oder Zweikomponenten-Materialien
mit Polyurethanen, Silikonen, Epoxydharzen verwendet werden.
[0060] Eine Alternative oder Ergänzung zum Vergießen stellt das Verkapseln der Bauteile
in einem entsprechend ausgestalteten, feuchtigkeitsdichten Gehäuse dar. Eine derartige
Ausgestaltung wird an nachfolgender Stelle noch näher erläutert.
[0061] Des Weiteren ist es vorteilhaft, die Bauelemente bzw. Baugruppen auf, an und/oder
in einem Bauelementträger im Dosiergerät anzuordnen, auch dies wird an andere Stelle
noch erläutert.
[0062] Ferner ist es vorteilhaft, dass das Material, aus dem das Dosiergerät geformt ist,
ein Anwachsen eines Bio-Films verhindert oder zumindest reduziert. Hierzu können entsprechende
aus dem Stand der Technik bekannte Oberflächenstrukturen des Materials, Zuschlagstoffe,
wie beispielsweise Biozide, verwendet werden. Es ist auch denkbar, von mikrobiellem
Aufwuchs gefährdete Bereiche des Dosiergeräts, insbesondere Bereiche, in denen Spülwasser
anstehen kann, partiell mit einem Material, dass ein Anwachsen eines Bio-Films verhindert
oder zumindest reduziert, ausgestattet wird. Hierbei können beispielsweise auch entsprechend
wirkende Folien zum Einsatz kommen.
[0063] Es ist besonders bevorzugt, dass das Dosiergerät wenigstens eine erste Schnittstelle
umfasst, welche in oder an einem Haushaltsgerät, insbesondere einem wasserführendem
Haushaltsgerät, bevorzugt eine Geschirrspül- oder Waschmaschine ausgebildeten korrespondierenden
Schnittstelle in derart zusammenwirkt, dass eine Übertragung von elektrischer Energie
und/oder Signalen vom Haushaltsgerät zum Dosiergerät und/oder vom Dosiergerät zum
Haushaltsgerät verwirklicht ist.
[0064] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Schnittstellen durch Steckverbinder
ausgebildet. In einer weiteren Ausgestaltung können die Schnittellen in derart ausgebildet
sein, dass eine drahtlose Übertragung von elektrischer Energie und oder elektrischen
und/oder optischen Signalen bewirkt ist.
[0065] Hierbei ist es insbesondere bevorzugt, dass die zur Übertragung von elektrischer
Energie vorgesehene Schnittstellen induktive Sender bzw. Empfänger elektromagnetischer
Wellen sind. So kann insbesondere die Schnittstelle eines wasserführenden Geräts,
wie etwa einer Geschirrspülmaschine, als eine mit Wechselstrom betriebene Sender-Spule
mit Eisenkern und die Schnittstelle des Dosiergeräts als eine Empfänger-Spule mit
Eisenkern ausgebildet sein.
[0066] In einer alternativen Ausführung kann die Übertragung von elektrischer Energie auch
mittels einer Schnittstelle vorgesehen sein, die hauhaltsgeräteseitig eine elektrisch
betriebene Lichtquelle und dosiergeräteseitig einen Lichtsensor, beispielsweise eine
Photodiode oder eine Solarzelle, umfasst. Das von der Lichtquelle ausgesendete Licht
wird vom Lichtsensor in elektrische Energie gewandelt, welche dann wiederum beispielsweise
einen dosiergeräteseitigen Akkumulator speist.
[0067] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist eine Schnittstelle am
Dosiergerät und dem wasserführenden Gerät, wie etwa einer Geschirrspülmaschine, zur
Übertragung (d.h. Senden und Empfangen) von elektromagnetischen und/oder optischen
Signalen, welche insbesondere Betriebszustands-, Mess- und/oder Steuerinformationen
des Dosiergeräts und/oder des wasserführenden Geräts wie einer Geschirrspülmaschine
repräsentieren, ausgebildet.
[0068] Selbstverständlich ist es möglich, nur eine Schnittstelle zur Übertragung von Signalen
oder eine Schnittstelle zur Übertragung von elektrischer Energie vorzusehen oder jeweils
eine Schnittstelle zur Übertragung von Signalen und eine Schnittstelle zur Übertragung
von elektrischer Energie vorzusehen oder eine Schnittstelle vorzusehen, die sowohl
geeignet ist, eine Übertragung von elektrischer Energie und Signalen bereitzustellen.
[0069] Insbesondere kann eine derartige Schnittstelle derart ausgebildet sein, dass eine
drahtlose Übertragung von elektrischer Energie und/oder elektromagnetischen und/oder
optischen Signalen bewirkt ist.
[0070] Es ist besonders bevorzugt, dass die Schnittstelle zum Aussenden und/oder Empfang
von optischen Signalen konfiguriert ist. Ganz besonders bevorzugt ist es, dass die
Schnittstelle zum Aussenden bzw. Empfang von Licht im sichtbaren Bereich konfiguriert
ist. Da üblicherweise im Betrieb einer Geschirrspülmaschine im Inneren des Spülraums
Dunkelheit vorherrscht, können Signale im sichtbaren, optischen Bereich, beispielsweise
in Form von Signalimpulsen bzw. Lichtblitzen, vom Dosiergerät ausgesendet und/oder
detektiert werden. Als besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, Wellenlängen
zwischen 600-800nm im sichtbaren Spektrum zu verwenden.
[0071] Alternativ oder zusätzlich ist es vorteilhaft, dass die Schnittstelle zum Aussenden
bzw. Empfang von Infrarotsignalen konfiguriert ist. Insbesondere ist es von Vorteil,
dass die Schnittstelle zum Aussenden bzw. Empfang von Infrarotsignalen im nahen Infrarotbereich
(780nm-3.000nm) konfiguriert ist.
[0072] Insbesondere umfasst die Schnittstelle wenigstens eine LED. Besonders bevorzugt umfasst
die Schnittstelle wenigstens zwei LEDs. Auch ist es gemäß einer weiter zu bevorzugenden
Ausgestaltung der Erfindung möglich, wenigstens zwei LEDs vorzusehen, die Licht in
einer voneinander verschiedenen Wellenlänge aussenden. Hierdurch wird es beispielsweise
möglich, unterschiedliche Signalbänder zu definieren auf denen Informationen gesendet
bzw. empfangen werden können.
[0073] Ferner ist es in einer Weiterentwicklung der Erfindung von Vorteil, dass wenigstens
eine LED eine RGB-LED ist, deren Wellenlänge einstellbar ist. So können beispielsweise
mit einer LED verschiedene Signalbänder definiert werden, die Signale auf unterschiedlichen
Wellenlängen aussenden. So ist es beispielsweise auch denkbar, dass während des Trocknungsvorgangs,
währenddessen eine hohe Luftfeuchtigkeit (Nebel) im Spülraum herrscht, Licht in einer
anderen Wellenlänge emittiert wird, als beispielsweise während eines Spülschritts.
[0074] Die Schnittstelle des Dosiergeräts kann so konfiguriert sein, dass die LED sowohl
zur Aussendung von Signalen in Innere des Geschirrspülers, insbesondere bei geschlossener
Geschirrspülmaschinentür, als auch zur optischen Anzeige eines Betriebszustandes des
Dosiergeräts, insbesondere bei geöffneter Geschirrspülmaschinentür, vorgesehen ist.
[0075] Es ist insbesondere bevorzugt, dass ein optisches Signal als Signalimpuls mit einer
Impulsdauer zwischen 1ms und 10 Sekunden, bevorzugt zwischen 5ms und 100ms Sekunden
ausgebildet ist.
[0076] Ferner ist es vorteilhaft, dass die Schnittstelle des Dosiergeräts derart konfiguriert
ist, dass sie ein optisches Signal bei geschlossener Geschirrspülmaschine aussendet,
dass eine mittlere Beleuchtungsstärke E zwischen 0,01 und 100 Lux, bevorzugt zwischen
0,1 und 50 Lux gemessen an den den Spülraum begrenzenden Wänden bewirkt. Diese Beleuchtungsstärke
ist dann ausreichend, um Mehrfachreflektionen mit bzw. an den anderen Spülraumwänden
zu bewirken und so mögliche Signalschatten im Spülraum, insbesondere im Beladungszustand
der Geschirrspülmaschine, zu reduzieren bzw. zu verhindern.
[0077] Bei dem von der Schnittstelle ausgesendete und/oder empfangene Signal handelt es
sich insbesondere um einen Träger von Information, insbesondere um ein Steuersignal
oder ein Signal, dass einen Betriebszustand des Dosiergeräts und/oder des Geschirrspülers
repräsentiert.
[0078] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung weist das Dosiergerät zur
Abgabe von wenigstens einer Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung aus einer
Kartusche ins Innere eines Haushaltsgeräts eine Lichtquelle auf, mittels derer ein
Lichtsignal in einen Lichtleiter der Kartusche einkoppelbar ist. Insbesondere kann
die Lichtquelle eine LED sein. Hierdurch wird es beispielsweise möglich, Lichtsignale,
die beispielsweise den Betriebszustand des Dosiergeräts repräsentieren, aus dem Dosiergerät
in die Kartusche einzukoppeln, so dass diese an der Kartusche von einem Benutzer optisch
wahrnehmbar sind. Dies ist insbesondere von Vorteil, da das Dosiergerät in der Gebrauchsstellung
in der Telleraufnahme einer Geschirrschublade in einem Geschirrspüler, zwischen anderem
Spülgut optisch verdeckt sein kann. Durch die Einkopplung des Lichts aus dem Dosiergerät
in die Kartusche können die entsprechenden Lichtsignale beispielsweise auch in den
Kopfbereich der Kartusche gleitet werden, so dass diese auch wenn das Dosiergerät
in der Telleraufnahme zwischen anderem Spülgut positioniert ist, die Lichtsignale
vom Benutzer optisch wahrnehmbar sind, da bei ordnungsgemäßer Beladung der Geschirrschublade
der kopfseitige Bereich des Spülguts und der Kartusche üblicherweise unverdeckt bleibt.
[0079] Ferner ist es möglich, dass das in den Lichtleiter der Kartusche eingekoppelte und
den Lichtleiter durchlaufende Lichtsignal durch einen am Dosiergerät befindlichen
Sensor erfassbar ist. Dies wird in einem nachfolgenden Abschnitt näher erläutert.
[0080] In einer weiteren, vorteilhaften Ausbildung umfasst das Dosiergerät zur Abgabe von
wenigstens einer Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung ins Innere eines Haushaltsgeräts
wenigstens eine optische Sendeeinheit, wobei die optische Sendeeinheit in der Art
konfiguriert ist, dass Signale von der Sendeeinheit in eine mit dem Dosiergerät koppelbaren
Kartusche einkoppelbar und Signale von der Sendeeinheit in die Umgebung des Dosiergeräts
abstrahlbar sind. Hierdurch kann mittels einer optischen Sendeeinheit sowohl eine
Signalübermittlung zwischen dem Dosiergerät und beispielsweise einem Haushaltsgerät
wie einer Geschirrspülmaschine als auch dem Signaleintrag in eine Kartusche realisiert
sein.
[0081] Insbesondere kann die optische Sendeeinheit eine LED sein, welche bevorzugt Licht
im sichtbaren und/oder IR-Bereich abstrahlt. Es ist auch denkbar, eine andere geeignete
optische Sendeeinheit, wie z.B. eine Laser-Diode, zu verwenden. Besonders zu bevorzugen
ist es optische Sendeeinheiten zu verwenden, die Licht im Wellenlängenbereich zwischen
600-800nm aussenden.
[0082] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann das Dosiergerät wenigstens
eine optische Empfangseinheit umfassen. Hierdurch wird es beispielsweise möglich,
dass das Dosiergerät Signale von einer im Haushaltsgerät angeordneten optischen Sendeeinheit
empfangen kann. Dies kann durch jede geeignete optische Empfangseinheit realisiert
sein, wie beispielsweise Photozellen, Photomultiplier, Halbleiterdetektoren, Fotodioden,
Fotowiderstände, Solarzellen, Fototransistoren, CCD- und/oder CMOS-Bildsensoren. Besonders
bevorzugt ist es, dass die optische Empfangseinheit geeignet ist, Licht im Wellenlängenbereich
von 600-800nm zu empfangen.
[0083] Insbesondere kann die optische Empfangseinheit am Dosiergerät auch derart ausgebildet
sein, dass die von der Sendeeinheit in eine mit dem Dosiergerät gekoppelten Kartusche
einkoppelbaren Signale aus der Kartusche auskoppelbar und von der optischen Empfangseinheit
des Dosiergeräts detektierbar sind.
[0084] Die von der Sendeeinheit in die Umgebung des Dosiergeräts ausgesendeten Signale können
bevorzugter Weise Informationen bezüglich Betriebszuständen oder Steuerbefehle repräsentieren.
Dosierkammer
[0085] Das Dosiergerät zur Abgabe von wenigstens einer fließfähigen Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung
ins Innere eines Haushaltsgeräts kann insbesondere eine Dosierkammer aufweisen, die
mit dem Dosiergerät koppelbaren Kartusche kommunizierend mit einem im Dosiergerät
befindlichen Dosierkammereinlass verbunden ist, so dass in der Gebrauchsstellung des
Dosiergeräts Zubereitung schwerkraftbewirkt aus der Kartusche in die Dosierkammer
einfließt wobei einen in Schwerkraftrichtung dem Dosierkammereinlass nachfolgenden
Dosierkammerauslass angeordnet ist, der durch ein Ventil verschließbar ist wobei in
der Dosierkammer ein Schwimmkörper angeordnet ist, dessen Dichte geringer ist als
die Dichte der Zubereitung, wobei der Schwimmkörper in der Art ausgebildet ist, dass
Zubereitung den Schwimmkörper um- und/oder durchströmen kann und der Schwimmkörper
und der Dosierkammereinlass in derart konfiguriert sind, dass der Dosierkammereinlass
durch den Schwimmkörper verschließbar ist.
[0086] Je nach Konfiguration der Dichte der Zubereitung und der Dichte des Schwimmkörpers
und der daraus resultierenden Auftriebskraft, kann der Schwimmkörper den Dosierkammereinlass
dichtend oder nicht dichtend verschließen. Bei einem nicht dichtenden Verschluss liegt
der Schwimmkörper zwar an dem Dosierkammereinlass an, dichtet diesen aber nicht gegen
Zufluss von Zubereitung aus der Kartusche ab, so dass ein Austausch von Zubereitung
zwischen der Kartusche und der Dosierkammer möglich ist. Der Schwimmerkörper wirkt
in dieser Ausgestaltung der Erfindung als eine gezielte Drossel, die beim Öffnen des
Ventils den Schlupf zwischen Dosierkammereinlauf und Dosierkammerauslass minimiert
und damit die Dosiergenauigkeit mitbestimmt.
[0087] Alternativ kann der Schwimmkörper und die Dosierkammer als selbstschließendes Ventil
ausgebildeten sein, zum einen, um ein möglichst geringer Energieverbrauch in einem
energieautarken Dosiergerät zu bewirken; zum anderen wird eine definierte Menge an
Zubereitung, die in etwa dem Füllvolumen der Dosierkammer entspricht, freigesetzt.
[0088] Besonders vorteilhaft ist es, die Dichte der Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung
und die Dichte des Schwimmkörpers so zu wählen, dass der Schwimmkörper eine Steiggeschwindigkeit
von 1,5 mm/sec bis 25 mm/sec, bevorzugt 2 mm/sec bis 20 mm/sec, insbesondere bevorzugt
2,5 mm/sec bis 17,5 mm/sec in der Wasch- und/oder Reinigungsmittelzubereitung aufweist.
Hierdurch wird ein hinreichend rasches Verschließen des Dosierkammereinlasses durch
den aufsteigenden Schwimmkörper und somit ein hinreichend kurzes Intervall zwischen
zwei Zubereitungsdosierungen gewährleistet.
[0089] Die Steiggeschwindigkeit des Schwimmkörpers kann vorteilhafter Weise auch in der
das Ventil ansteuernde Steuereinheit des Dosiergeräts gespeichert sein. Hierdurch
wird es möglich, das Ventil auch so zu beschalten, dass eine Abgabe von Zubereitung
größer als das Volumen der Dosierkammer realisiert ist. Hierbei wird das Ventil dann
erneut geöffnet, bevor der Schwimmkörper seine obere Verschlussstellung am Dosierkammereinlass
erreicht und den Dosierkammereinlass verschließt.
[0090] Um ein genaues Dosieren aus der Dosierkammer in die Umgebung des Dosiergeräts zu
gewährleisten hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass der Schwimmkörper und die
Dosierkammer in der Art konfiguriert sind, dass in der Abgabestellung des den Dosierkammerauslass
zugeordneten Ventils die Steiggeschwindigkeit des Schwimmkörpers in der Wasch- und/oder
Reinigungsmittelzubereitung kleiner ist als die Strömgeschwindigkeit der den Schwimmkörper
umgebenden Zubereitung aus der Dosierkammer.
[0091] Es ist bevorzugt den Schwimmkörper im Wesentlichen kugelförmig auszubilden. Alternativ
kann der Schwimmkörper auch im Wesentlichen zylinderförmig sein.
[0092] Es ist zu bevorzugen, dass die Dosierkammer im Wesentlichen zylinderförmig ist. Des
Weiteren ist es von Vorteil, dass der Durchmesser der Dosierkammer geringfügig größer
ist als der Durchmesser des zylinder- oder kugelförmigen Schwimmkörpers, so dass ein
Schlupf zwischen Dosierkammer und Schwimmkörper hinsichtlich der Zubereitung entsteht.
[0093] Gemäß einer zu bevorzugenden Ausgestaltung, ist der Schwimmkörper aus einem geschäumten,
polymeren Material - insbesondere aus geschäumten PP - gebildet.
[0094] In einer weiteren, bevorzugten Ausführung ist die Dosierkammer L-förmig ausgeformt.
[0095] Ferner kann in der Dosierkammer eine Blende zwischen dem Dosierkammereinlass und
Dosierkammerauslass angeordnet sein, wobei die Blendenöffnung derart ausgebildet ist,
dass sie durch den Schwimmkörper dichtend oder nicht dichtend verschließbar ist, wobei
der Schwimmkörper bevorzugt zwischen der Blende und dem Dosierkammereinlass angeordnet
ist.
Bauelemententräger
[0096] Das Dosiergerät umfasst einen Bauelementträger, an dem zumindest der Aktuator und
das Verschlusselement sowie die Energiequelle und/oder die Steuereinheit und/oder
die Sensoreinheit und/oder die Dosierkammer angeordnet sind.
[0097] Der Bauelementträger weist Aufnahmen für die genannten Bauelemente auf und/oder die
Bauelemente sind einstückig mit dem Bauelementträger ausgeformt.
[0098] Die Aufnahmen für die Bauelemente im Bauelementträger können für eine kraft-, form-
und/oder stoffschlüssige Verbindung zwischen einem entsprechenden Bauelement und der
korrespondierenden Aufnahme vorgesehen sein.
[0099] Ferner ist es denkbar, dass für eine einfache Demontage der Bauelemente vom Bauelementträger,
die Dosierkammer, der Aktuator, das Verschlusselement, die Energiequelle, die Steuereinheit
und/oder die Sensoreinheit jeweils lösbar am Bauelementträger angeordnet ist.
[0100] Auch ist es vorteilhaft, dass die Energiequelle, die Steuereinheit und die Sensoreinheit
in einer Baugruppe zusammengefasst am bzw. im Bauelementträger angeordnet sind. In
einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung sind die Energiequelle, die Steuereinheit
und die Sensoreinheit in einer Baugruppe zusammengefasst. Dies kann beispielsweise
dadurch realisiert sein, dass die Energiequelle, die Steuereinheit und die Sensoreinheit
auf einer gemeinsamen elektrischen Leiterplatine angeordnet sind.
[0101] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, ist der Bauelementträger
wannenartig ausgestaltet, als Spritzgussteil gefertigt. Besonders bevorzugt ist es,
dass die Dosierkammer einstückig mit dem Bauelementträger ausgebildet ist.
[0102] Durch den Bauelementträger ist eine weitestgehend einfache automatische Bestückung
mit den notwendigen Bauelementen des Dosiergeräts möglich. Der Bauelementträger kann
so als Ganzes bevorzugt automatisch vorkonfektioniert und zu einem Dosiergerät zusammengefügt
werden.
[0103] Der wannenartig ausgebildete Bauelementträger kann gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung nach der Bestückung flüssigkeitsdicht von einem , beispielsweise deckelartigen
Verschlusselement verschlossen werden. Das Verschlusselement kann beispielsweise als
Folie ausgebildet sein, die flüssigkeitsdicht, stoffschlüssig mit dem Bauelementträger
verbunden ist und mit dem wannenartigen Bauelementträger eine oder mehrere flüssigkeitsdichte
Kammern ausbildet.
[0104] Das Verschlusselement kann auch eine Konsole sein, in die der Bauelementträger einführbar
ist, wobei die Konsole und der Bauelementträger im zusammengesetzten Zustand das Dosiergerät
ausbilden. Der Bauelementträger und die Konsole wirken im zusammengesetzten Zustand
in derart zusammen, dass zwischen mit dem Bauelementträger und der Konsole eine flüssigkeitsdichte
Verbindung ausgebildet ist, so dass kein Spülwasser in das Innere des Dosiergeräts
bzw. des Bauelementträgers gelangen kann.
[0105] Ferner ist bevorzugt, dass in Gebrauchsstellung des Dosiergeräts die Aufnahme für
den Aktuator am Bauelementträger in Schwerkraftrichtung oberhalb der Dosierkammer
angeordnet ist, wodurch sich eine kompakte Bauform des Dosiergeräts realisieren lässt.
Die kompakte Bauweise lässt sich weiter optimieren, indem in Gebrauchsstellung des
Dosiergeräts der Dosierkammereinlass am Bauelementträger oberhalb der Aufnahme des
Aktuators angeordnet ist. Auch ist es zu bevorzugen, dass die Bauelemente auf dem
Bauelementträger im Wesentlichen in einer Reihe zueinander, insbesondere entlang der
Längsachse des Bauelementträgers, angeordnet sind.
[0106] In einer Weiterentwicklung der Erfindung weist die Aufnahme für den Aktuator eine
Öffnung auf, welche auf einer Linie mit dem Dosierkammerauslass liegt, so dass ein
Verschlusselement vom Aktuator durch die Öffnung und den Dosierkammerauslass hin und
her bewegt werden kann.
[0107] Es ist besonders bevorzugt, dass der Bauelemententräger aus einem transparenten Material
gebildet ist.
[0108] Vorteilhafter Weise umfasst der Bauelementträger wenigstens einen Lichtleiter, über
den Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts zu einer optischen Sende- und/oder Empfangseinheit
ins und/oder aus dem Innere(n) des Dosiergeräts bzw. des Bauelementträgers geleitet
werden kann, wobei der Lichtleiter insbesondere einstückig mit dem transparenten Bauelementträger
ausgeformt ist.
[0109] Ferner ist es daher bevorzugt, dass im Dosiergerät wenigstens eine Öffnung vorgesehen
ist, durch die Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts in und/oder aus dem Lichtleiter
ein- und/oder auskoppelbar ist.
Aktuator
[0110] Im Sinne dieser Anmeldung ist ein Aktuator eine Vorrichtung, die eine Eingangsgröße
in eine andersartige Ausgangsgröße umwandelt und mit der ein Objekt bewegt oder dessen
Bewegung erzeugt wird, wobei der Aktuator derart mit wenigstens einem Verschlusselement
gekoppelt ist, dass mittelbar oder unmittelbar die Freigabe von Zubereitung aus wenigstens
einer Kartuschenkammer bewirkt werden kann.
[0111] Der Aktuator kann mittels Antrieben ausgewählt aus der Gruppe der Schwerkraftantriebe,
Ionenantriebe, Elektroantriebe, Motorenantriebe, Hydraulikantriebe, pneumatischen
Antriebe, Zahnradantriebe, Gewindespindelantriebe, Kugelgewindetriebe, Linearantriebe,
Rollengewindetriebe, Zahnschneckenantriebe, piezoelektrische Antriebe, Kettenantriebe,
und/oder Rückstoßantriebe angetrieben sein.
[0112] Insbesondere kann der Aktuator aus einem Elektromotor, der mit einem Getriebe gekoppelt
ist, dass die Drehbewegung des Motors in eine Linearbewegung eines an das Getriebe
gekoppelten Schlittens umwandelt, ausgebildet sein. Dies ist insbesondere vorteilhaft
bei einer schlanken, tellerförmigen Ausbildung der Dosiereinheit.
[0113] An dem Aktuator kann wenigstens ein Magnetelement angeordnet sein, dass mit einem
gleichgepolten Magnetelement an einem Spender eine Produktabgabe aus dem Behälter
bewirkt, sobald die beiden Magnetelemente derart gegeneinander positioniert sind,
dass eine magnetische Abstoßung der gleichpoligen Magnetelemente bewirkt und ein berührungsloser
Freisetzungsmechanismus realisiert ist.
[0114] In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung, ist der Aktuator ein bistabiler
Hubmagnet, der zusammen mit einem in den bistabilen Hubmagneten eingreifenden, als
Tauchkern ausgebildeten Verschlusselements ein impulsgesteuertes, bi-stabiles Ventil
bildet. Bistabile Hubmagnete sind elektromechanische Magnete mit linearer Bewegungsrichtung,
wobei der Tauchkern in jeder Endposition unbestromt arretiert.
[0115] Bistabile Hubmagneten bzw. -ventile sind im Stand der Technik bekannt. Ein bistabiles
Ventil benötigt für den Wechsel der Ventillagen (offen/geschlossen) einen Impuls und
verbleibt dann in dieser Stellung bis ein Gegenimpuls an das Ventil gesendet wird.
Daher spricht man auch von einem impulsgesteuerten Ventil. Ein wesentlicher Vorteil
derartig impulsgesteuerter Ventile ist, dass sie keine Energie verbrauchen um in den
Ventilendlagen, der Verschlussstellung und Abgabestellung, zu verweilen, sondern lediglich
einen Energieimpuls zum Wechsel der Ventillagen benötigen, somit die Ventilendlagen
als stabil zu betrachten sind. Ein bistabiles Ventil bleibt in jener Schaltstellung,
welche zuletzt ein Steuersignal erhalten hat.
[0116] Per Stromimpuls wird das Verschlusselement (Tauchkern) in eine Endposition gefahren.
Der Strom wird abgeschaltet, das Verschlusselement hält die Position. Per Stromimpuls
wird das Verschlusselement in die andere Endposition gefahren. Der Strom wird abgeschaltet,
das Verschlusselement hält die Position.
[0117] Eine bistabile Eigenschaft von Hubmagneten kann auf unterschiedliche Weise realisiert
werden. Zum einen ist eine Teilung der Spule bekannt. Die Spule wird mehr oder minder
mittig geteilt, so dass ein Spalt entsteht. In diesen Spalt ist ein Permanentmagnet
eingesetzt. Der Tauchkern selber ist sowohl vorne wie hinten so abgedreht, dass er
in der jeweiligen Endposition eine plan aufliegende Fläche zum Rahmen des Magneten
hat. Über diese Fläche fließt das Magnetfeld des Permanentmagneten. Der Tauchkern
haftet hier. Alternativ ist auch der Einsatz von zwei getrennten Spulen möglich. Das
Prinzip ist ähnlich wie dem bistabilen Hubmagnet mit geteilter Spule. Der Unterschied
liegt darin, dass es sich tatsächlich um elektrisch zwei verschiedene Spulen handelt.
Diese werden getrennt voneinander angesteuert, je nachdem in welche Richtung der Tauchkern
bewegt werden soll.
[0118] Es ist somit insbesondere zu bevorzugen, dass das Verschlußelement mit dem Aktuator
in der Art gekoppelt ist, daß das Verschlußelement vom Aktuator in eine Verschlußstellung
und in eine Durchlaßstellung (Abgabestellung) versetzbar ist, wobei das Verschlußelement
als Auf-/Zu-Ventilelement ausgebildet ist, daß der Aktuator derart ausgebildet ist,
daß er durch einen passenden Impuls angesteuert wahlweise bestimmbar eine von zwei
Endstellungen einnimmt und ohne Ansteuerung die erreichte Endstellung stabil beibehält,
und daß somit die Kombination ein impulsgesteuertes, bistabiles Auf-/Zu-Ventil bildet.
[0119] Insbesondere kann der Aktuator hierzu als ein bistabiles Solenoid mit einem einen
Anker aufnehmenden Raum und einem diesen umgebenden äußeren Aufnahmeraum ausgeführt
sein. Der Anker des bistabilen Solenoids kann so ausgebildet sein, dass er das Verschlußelement
bildet oder mit diesem gekoppelt ist.
[0120] Um eine Trennung zwischen einem Feucht- und einem Trockenraum im Dosiergerät zu bewirken,
kann der den Anker aufnehmende Raum des Aktuators von dem äußeren Aufnahmeraum des
Aktuators flüssigkeitsdicht und vorzugsweise auch gasdicht getrennt sein.
[0121] Es ist ferner vorteilhaft, zumindest die äußere Oberfläche des Ankers aus einem von
dem zu dosierenden Wasch- oder Reinigungsmittel nicht angreifbaren Werkstoff, insbesondere
aus einem Kunststoffmaterial, zu bilden.
[0122] Der Anker umfasst bevorzugt aus einen Kern aus einem magnetisierbaren, insbesondere
einem ferromagnetischen Werkstoff und einem im äußeren Aufnahmeraum positionierten
Permanentmagnet wobei an dessen beiden axialen Enden jeweils eine Spule angeordnet
ist.
[0123] Es ist des weiteren bevorzugt, dass im Anker an seinen axialen Enden Permanentmagnete
axial antipolig angeordnet sind und dass im äußeren Aufnahmeraum an beiden axialen
Enden Jochringe aus einem ferromagnetischen Material, insbesondere aus Eisen, und
zwischen diesen eine Spulenwicklung angeordnet sind.
[0124] Hierbei ist es von Vorteil, dass der axiale Abstand der Jochringe größer ist als
der axiale Abstand der Permanentmagnete.
[0125] Ferner können im Anker an seinen axialen Enden Jochringe angeordnet sein wobei im
äußeren Aufnahmeraum an beiden axialen Enden Permanentmagnete axial antipolig angeordnet
sind und zwischen diesen eine Spulenwicklung angeordnet ist. Der axiale Abstand der
Permanentmagnete ist hierbei bevorzugt größer als der axiale Abstand der Jochringe
.
[0126] Insbesondere ist die eine Aktuator-/Verschlußelement-Kombination vorgesehen in einem
Dosiergerät eines Dosiersystems mit einer Kartusche für fließfähige Wasch- oder Reinigungsmittel
mit einer Mehrzahl von Kammern zur räumlich separierten Aufnahme jeweils voneinander
verschiedener Zubereitungen eines Wasch- oder Reinigungsmittels und mit einem mit
der Kartusche kuppelbaren Dosiergerät, wobei das Dosiergerät aufweist: eine Energiequelle,
eine Steuereinheit, eine Sensoreinheit, einen Aktuator, der so mit der Energiequelle
und der Steuereinheit verbunden ist, daß ein Steuersignal der Steuereinheit eine Betätigung
des Aktuators bewirkt, ein Verschlusselement, das mit dem Aktuator in der Art gekoppelt
ist, daß es vom Aktuator in eine Verschließstellung und in eine Durchlassstellung
(Abgabestellung) versetzbar ist, wenigstens eine Dosierkammer, die bei mit einer Kartusche
zusammengesetztem Dosiergerät mit mindestens einer der Kartuschenkammern der Kartusche
kommunizierend verbunden ist, wobei die Dosierkammer einen Einlaß für das Einströmen
von Wasch- oder Reinigungsmittel aus einer Kartuschenkammer und einen Auslaß für das
Ausströmen von Wasch- oder Reinigungsmittel aus der Dosierkammer in die Umgebung aufweist
und wobei zumindest der Auslaß der Dosierkammer durch das Verschlußelement verschließbar
oder freigebbar ist.
[0127] Insbesondere ist der Aktuator in einen Bauelementträger in der Art angeordnet, daß
in Gebrauchsstellung des Dosiergeräts eine Aufnahme für den Aktuator am Bauelementträger
in Schwerkraftrichtung oberhalb der Dosierkammer angeordnet ist. Hierbei ist es genz
besonders von Vorteil, dass in Gebrauchsstellung des Dosiergeräts der Einlaß der Dosierkammer
am Bauelementträger oberhalb der Aufnahme des Aktuators angeordnet ist.
[0128] Es ist auch denkbar, daß das Dosiergerät einen Bauelementträger aufweist bei dem
in Gebrauchsstellung des Dosiergeräts eine Aufnahme für den Aktuator am Bauelementträger
seitlich neben der Dosierkammer angeordnet ist.
[0129] Die Aufnahme für den Aktuator weist bevorzugt eine Öffnung auf, die auf einer Linie
mit dem Auslaß der Dosierkammer liegt, wobei das Verschlußelement vom Aktuator durch
die Öffnung zum Auslaß hin und her bewegbar ist.
Verschlusselement
[0130] Bei einem Verschlusselement im Sinne dieser Anmeldung handelt es sich um ein Bauelement,
auf dass der Aktuator einwirkt und dass als Folge dieses Einwirkens die Öffnung bzw.
den Verschluss einer Auslassöffnung bewirkt.
[0131] Bei dem Verschlusselement kann es sich beispielsweise um Ventile handeln, die durch
den Aktuator in eine Produktabgabestellung oder Verschlussstellung gebracht werden
können.
[0132] Besonders bevorzugt ist die Ausführung des Verschlusselements und des Aktuators in
Form eines Magnetventils, bei der der Spender durch das Ventil und der Aktuator durch
den elektromagnetischen oder piezoelektrischen Antrieb des Magnetventils ausgestaltet
sind. Insbesondere bei der Verwendung einer Mehrzahl von Behältern und somit zu dosierenden
Zubereitungen, lässt sich durch die Verwendung von Magnetventilen die Menge sowie
die Zeitpunkte der Dosierung sehr genau regeln.
[0133] Es ist daher vorteilhaft, die Abgabe von Zubereitungen aus jeder Auslassöffnung einer
Kammer mit einem Magnetventil zu steuern, indem das Magnetventil mittelbar oder unmittelbar
die Freigabe von Zubereitung aus der Produktabgabeöffnung bestimmt.
Sensor
[0134] Ein Sensor im Sinne dieser Anmeldung ist ein Messgrößenaufnehmer oder Messfühler,
der bestimmte physikalische oder chemische Eigenschaften und/oder die stoffliche Beschaffenheit
seiner Umgebung qualitativ oder als Messgröße quantitativ erfassen kann.
[0135] Die Dosiereinheit weist bevorzugt wenigstens einen Sensor auf, der zur Erfassung
einer Temperatur geeignet ist. Der Temperatursensor ist insbesondere zur Erfassung
einer Wassertemperatur ausgebildet.
[0136] Es ist ferner bevorzugt, dass die Dosiereinheit einen Sensor zur Erfassung der Leitfähigkeit
umfasst, wodurch insbesondere das Vorhandensein von Wasser bzw. das Versprühen von
Wasser, insbesondere in einer Geschirrspülmaschine, erfasst wird.
[0137] Die Dosiereinheit weist in einer Weiterentwicklung der Erfindung einen Sensor auf,
der physikalische, chemische und/oder mechanische Parameter aus der Umgebung der Dosiereinheit
bestimmen kann. Die Sensoreinheit kann einen oder mehrere aktive und/oder passive
Sensoren zur qualitativen und/oder quantitativen Erfassung mechanischer, elektrischer,
physikalischer und/oder chemischer Größen umfassen, die als Steuersignale an die Steuereinheit
geleitet werden.
[0138] Insbesondere können die Sensoren der Sensoreinheit aus der Gruppe der Zeitgeber,
Temperatursensoren, Infrarotsensoren, Helligkeitssensoren, Temperatursensoren, Bewegungssensoren,
Dehnungssensoren, Drehzahlsensoren, Näherungssensoren, Durchflusssensoren, Farbsensoren,
Gassensoren, Vibrationssensoren, Drucksensoren, Leitfähigkeitssensoren, Trübungssensoren,
Schallwechseldrucksensoren, "Lab-on-a-Chip"-Sensoren, Kraftsensoren, Beschleunigungssensoren,
Neigungssensoren, pH-Wert-Sensoren, Feuchtigkeitssensoren, Magnetfeldsensoren, RFID-Sensoren,
Magnetfeldsensoren, Hall-Sensoren, Bio-Chips, Geruchssensoren, Schwefelwasserstoffsensoren
und/oder MEMS-Sensoren ausgewählt sein.
[0139] Insbesondere bei Zubereitungen deren Viskosität temperaturabhängig stark schwankt,
ist es zur Volumen- bzw. Massenkontrolle der dosierten Zubereitungen von Vorteil,
Durchflusssensoren in der Dosiervorrichtung vorzusehen. Geeignete Durchflusssensoren
können aus der Gruppe der Blenden-Durchflusssensoren, magnetisch-induktiven Durchflussmessern,
Massendurchflussmessung nach dem Coriolis-Verfahren, Wirbelzähler-Durchflussmessverfahren,
Ultraschalldurchflussmessverfahren, Schwebekörperdurchflussmessung, Ringkolbendurchflussmessung,
thermische Massendurchflussmessung oder Wirkdruckdurchflussmessung ausgewählt sein.
[0140] Es ist insbesondere bevorzugt, dass wenigstens zwei Sensoreinheiten zur Messung von
voneinander verschiedenen Parametern vorgesehen sind, wobei ganz besonders bevorzugt
eine Sensoreinheit ein Leitfähigkeitssensor und eine weitere Sensoreinheit ein Temperatursensor
ist. Ferner ist es bevorzugt, dass wenigstens eine Sensoreinheit ein Helligkeitssensor
ist.
[0141] Die Sensoren sind insbesondere darauf abgestimmt, den Beginn, Verlauf und das Ende
eines Spülprogramms zu detektieren. Hierzu können - beispielhaft und nicht abschließend
- die in folgender Tabelle aufgeführten Sensorkombinationen verwendet werden
| Sensor 1 |
Sensor 2 |
Sensor 3 |
Sensor 4 |
| Leitfähigkeitssensor |
Temperatursensor |
|
|
| Leitfähigkeitssensor |
Temperatursensor |
Helligkeitssensor |
|
| Leitfähigkeitssensor |
Temperatursensor |
Helligkeitssensor |
Trübungssensor |
| Schallsensor |
Temperatursensor |
|
|
[0142] Mittels des Leitfähigkeitssensors kann beispielsweise detektiert werden, ob der Leitfähigkeitssensor
von Wasser benetzt ist, so dass sich damit z.B. feststellen lässt, ob sich Wasser
in der Geschirrspülmaschine befindet.
[0143] Spülprogramme weisen in der Regel einen charakteristischen Temperaturverlauf, der
u.a. von der Erwärmung des Spülwassers und der Trocknung des Spülguts bestimmt wird,
welcher über einen Temperatursensor erfassbar ist.
[0144] Mittels eines Helligkeitssensors kann beispielsweise der Lichteinfall ins Innere
eines Geschirrspülers beim Öffnen der Geschirrspülmaschinentür detektiert werden,
woraus sich z.B. auf ein Ende des Spülprogramms schließen lässt.
[0145] Um den Verschmutzungsgrad des zu reinigenden Spülguts in der Spülmaschine zu ermitteln,
kann auch ein Trübungssensor vorgesehen sein. Hieraus lässt sich beispielsweise auch
ein auf die festgestellte Verschmutzungssituation zutreffendes Dosierprogramm im Dosiergerät
auswählen.
[0146] Es ist auch denkbar, den Verlauf eines Spülprogramms mit Hilfe wenigstens eines Schallsensors
zu erkennen, indem spezifische Schall- und/oder Vibrationsemissionen z.B. beim Pumpen
bzw. Abpumpen von Wasser, detektiert werden.
[0147] Selbstverständlich ist es dem Fachmann möglich, beliebige, geeignete Kombinationen
mehrerer Sensoren zur Erzielung einer Spülprogrammüberwachung zu verwenden.
[0148] Gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung ist es denkbar, dass in der Steuereinheit
eine von der Temperatur abhängige Viskositätskurve wenigstens einer Zubereitung hinterlegt
ist, wobei die Dosierung entsprechend der Temperatur und somit der Viskosität der
Zubereitung durch die Steuereinheit angepasst wird.
[0149] In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung ist eine Vorrichtung zur direkten
Bestimmung der Viskosität der Zubereitung vorgesehen.
[0150] Die vorab aufgeführten Alternativen zur Bestimmung der Dosiermenge bzw. der Viskosität
einer Zubereitung dienen zur Erzeugung eines Steuersignals, dass durch die Steuereinheit
derart zur Steuerung eines Spenders verarbeitet wird, dass im wesentlichen eine konstante
Dosierung einer Zubereitung bewirkt wird.
[0151] Die Datenleitung zwischen Sensor und Steuereinheit kann über ein elektrisch leitendes
Kabel oder kabellos realisiert sein. Prinzipiell ist es auch denkbar, dass wenigstens
ein Sensor außerhalb des Dosiergeräts im Inneren einer Geschirrspülmaschine positioniert
oder positionierbar ist und eine Datenleitung - insbesondere kabellos - zur Übermittlung
der Messdaten vom Sensor an das Dosiergerät ausgebildet ist.
[0152] Eine kabellos ausgebildete Datenleitung ist insbesondere durch die Übertragung elektromagnetischer
Wellen oder Licht ausgebildet. Es ist bevorzugt, eine kabellose Datenleitung nach
normierten Standards wie beispielsweise Bluetooth, IrDA, IEEE 802, GSM, UMTS etc.
auszubilden.
[0153] Um eine effiziente Fertigung und Zusammenbau des Dosiergeräts zu ermöglichen, ist
es jedoch auch möglich, dass wenigstens eine Sensoreinheit an oder in der Steuereinheit
angeordnet ist. Beispielsweise ist es möglich, einen Temperatursensor in dem Dosiergerät
bzw. direkt auf der die Steuereinheit tragenden Platine vorzusehen, so dass der Temperatursensor
keinen direkten Kontakt mit der Umgebung aufweist.
[0154] In einer besonders bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist die Sensoreinheit am
Boden des Dosiergeräts angeordnet wobei in Gebrauchsstellung der Boden des Dosiergeräts
in Schwerkraftrichtung nach unten gerichtet ist. Hierbei ist es insbesondere bevorzugt,
dass die Sensoreinheit einen Temperatur- und/ oder einen Leitfähigkeitssensor umfasst.
Durch eine derartige Konfiguration wird sichergestellt, dass durch die Sprüharme des
Geschirrspülers Wasser auf die Unterseite des Dosiergeräts und somit in Kontakt mit
dem Sensor gebracht wird. Dadurch, dass durch die bodenseitige Anordnung des Sensors
der Abstand zwischen den Sprüharmen und dem Sensor möglichst gering ist, erfährt das
Wasser zwischen dem Austritt an den Sprüharmen und dem Kontakt mit dem Sensor nur
eine geringe Abkühlung, so dass eine möglichst genaue Temperaturmessung durchgeführt
werden kann.
[0155] Um den Energieverbrauch des Dosiergeräts bzw. die Lebensdauer der Energiequelle,
insbesondere einer Batterie, zu verlängern, können die Energieverbraucher des Dosiergerätes,
insbesondere die Steuereinheit, unter Einschluss eines Ein-/Aus-Schalters an die Energiequelle
angeschlossen sein und die Energiequelle erst nach Erreichen des Ein-Zustands des
Ein-/Aus-Schalters belastet wobei eine Sensoreinheit den Ein-/Aus-Schalter bildet
oder mit diesem verbunden ist und diesen schaltet.
[0156] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Sensoreinheit unten am Boden des Dosiergerätes
zwei mit der Umgebung in Kontakt stehende Kontakte aufweist, insbesondere ausgeführt
als nach unten aus dem Boden ragende Kontaktstifte, dass ein Kontakt als Anoden-Kontakt
und der andere Kontakt als Kathoden-Kontakt bezüglich der Energiequelle geschaltet
ist und dass ohne elektrisch leitende Verbindung zwischen den Kontakten der im Aus-Zustand
befindliche Ein-/Aus-Schalter im Aus-Zustand verbleibt und bei Entstehen einer elektrisch
leitenden Verbindung zwischen den Kontakten der im Aus-Zustand befindliche Ein-/Aus-Schalter
in den Ein-Zustand schaltet.
[0157] Es ist ferner bevorzugt, dass der Ein-/Aus-Schalter mit einer Selbsthalteschaltung
versehen bzw. kombiniert ist, die eine Selbsthaltung der Energieversorgung der Energieverbraucher
nach Erreichen des Ein-Zustandes des Ein-/Aus-Schalters bis zu einem Ausschaltsignal
der Steuereinheit gewährleistet bzw. bewirkt.
[0158] Der Ein-/Aus-Schalter kann insbesondere als Transistorschaltung ausgeführt sein.
Dabei ist es zu bevorzugen, dass der Transistor des Ein-/Aus-Schalters als pnp-Transistor
ausgeführt und mit dem Emitter, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an die Versorgungsspannung,
mit dem Kollektor, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an Masse und an den Kathoden-Kontakt
und mit der Basis einerseits, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an die Versorgungsspannung,
andererseits, ggf. über eine Ansteuerschaltung, an den Anoden-Kontakt, geschaltet
ist.
[0159] Die Ansteuerschaltung weist bevorzugt mindestens einen Ansteuerwiderstand auf, der
insbesondere als Widerstands-Spannungsteiler ausgeführt ist.
[0160] Ganz besonders vorteilhaft ist es , dass neben der Ein-/Aus-Sensoreinheit eine als
Leitfähigkeitssensor ausgeführte Sensoreinheit vorgesehen ist, die unten an dem Boden
des Dosiergerätes zwei mit der Umgebung in Kontakt stehende Kontakte aufweist und
daß der Anoden-Kontakt der Ein-/Aus-Sensoreinheit gleichzeitig der Anoden-Kontakt
der den Leitfähigkeitssensor bildenden Sensoreinheit ist. Hierdurch wird es ermöglicht
einen Ein-/AusSchalter und einen Leitfähigkeitssensor in einem Bauteil, einem Transistor,
zu realisieren.
[0161] Auch ist es möglich, dass die den Temperatursensor bildende Sensoreinheit in einen
Kontakt, insbesondere den Kathoden-Kontakt, der den Leitfähigkeitssensor bildenden
Sensoreinheit integriert ist.
[0162] Hierbei kann der den Temperatursensor aufnehmende Kontakt der den Leitfähigkeitssensor
bildenden Sensoreinheit bevorzugt als hohler Kontaktstift ausgeführt sein, in dem
der Temperatursensor der den Temperatursensor bildenden Sensoreinheit angeordnet ist.
[0163] Um eine kompakte Baugröße zu realisieren ist es des Weiteren von Vorteil, dass die
Energiequelle, die Steuereinheit und die Sensoreinheit in einer Baugruppe zusammengefasst
am bzw. im Bauelementträger angeordnet ist.
[0164] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Kontakte eines bodenseitig angeordneten Leitfähigkeitssensors
mit einem elektrisch leitfähigen Silikon umgeben sind. Der Leitfähigkeitssensor kann
hierbei insbesondere in Form einer Widerstandsmessung zwischen zwei voneinander beabstandeten,
mit der Umgebung des Dosiergeräts in Kontakt stehenden Kontakten ausgebildet sein.
Hierbei ist ganz besonders zu bevorzugen, dass das Silikon flächenbündig im Boden
des Dosiergeräts eingelassen ist. Vorteilhafter Weise weist das Silikon eine in etwa
kreisrunde Grundfläche auf. Das Silikon zeigt eine gute Benetzbarkeit mit Wasser und
liefert somit gute Messergebnisse hinsichtlich der Detektierung von Wasser im Geschirrspüler.
[0165] Um eine, die Sensorgenauigkeit beeinträchtigende, Polarisation an den Kontakten des
Leitfähigkeitssensors bei der Verwendung einer Gleichstromquelle zur vermeiden, ist
es vorteilhaft, zwei aufeinanderfolgende Widerstandsmessungen am Leitfähigkeitssensor
mit jeweils unterschiedlicher Polarität, also mit einer Vertauschung von Plus- und
Minus-Pol, durchzuführen, so dass sich an den Kontakten keine Ladungsüberschüsse bilden
können.
Steuereinheit
[0166] Eine Steuereinheit im Sinne dieser Anmeldung ist eine Vorrichtung, die geeignet ist,
das Transportieren von Material, Energie und/oder Information zu beeinflussen. Die
Steuereinheit beeinflusst hierzu Aktuatoren mit Hilfe von Informationen, insbesondere
von Messsignalen der Sensoreinheit, die sie im Sinne des Steuerungsziels verarbeitet.
[0167] Insbesondere kann es sich bei der Steuereinheit um einen programmierbaren Mikroprozessor
handeln. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist auf dem
Mikroprozessor eine Mehrzahl von Dosierprogrammen gespeichert, die in einer besonders
bevorzugten Ausbildung entsprechend dem an das Dosiergerät gekoppelten Behälter auswählbar
und ausführbar sind.
[0168] Die Steuereinheit weist in einer bevorzugten Ausführungsform keine Verbindung zur
möglicherweise vorhandenen Steuerung des Haushaltsgeräts auf. Es werden demnach keine
Informationen, insbesondere elektrische, optischen oder elektromagnetischen Signale,
direkt zwischen der Steuereinheit und der Steuerung des Haushaltsgeräts ausgetauscht.
[0169] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuereinheit mit der vorhandenen
Steuerung des Haushaltsgeräts gekoppelt. Bevorzugt ist diese Kopplung kabellos ausgeführt.
Beispielsweise ist es möglich, einen Sender an oder in einer Geschirrspülmaschine,
vorzugsweise auf oder an der in der Tür der Geschirrspülmaschine eingelassenen Dosierkammer
zu positionieren, der drahtlos ein Signal an die Dosiereinheit überträgt, wenn die
Steuerung des Haushaltsgeräts die Dosierung bspw. eines Reinigungsmittels aus der
Dosierkammer oder von Klarspüler bewirkt.
[0170] In der Steuereinheit können mehrere Programme zur Freigabe von unterschiedlichen
Zubereitungen oder zur Freigabe von Produkten in unterschiedlichen Anwendungsfällen
gespeichert sein.
[0171] Der Aufruf des entsprechenden Programms kann in einer bevorzugten Ausgestaltung der
Erfindung durch entsprechende RFID-Label oder am Behälter ausgeformte geometrische
Informationsträger bewirkt sein. So ist es beispielsweise möglich, die gleiche Steuereinheit
für eine Mehrzahl von Anwendungen zu verwenden, beispielsweise zur Dosierung von Reinigungsmittel
in Geschirrspülmaschinen, zur Abgabe von Parfümen bei der Raumbeduftung, zur Applikation
von Reinigungssubstanzen in ein Toilettenbecken etc.
[0172] Zur Dosierung von insbesondere zur Vergelung neigenden Zubereitungen kann die Steuereinheit
derart konfiguriert sein, dass einerseits die Dosierung in hinreichend kurzer Zeit
erfolgt um ein gutes Reinigungsergebnis zu gewährleisten und andererseits die Zubereitung
nicht so schnell dosiert, dass Vergelungen des Zubereitungsschwalls auftreten. Dies
kann beispielsweise durch eine intervallartige Freisetzung realisiert sein, wobei
die einzelnen Dosierungsintervalle so eingestellt sind, das sich die entsprechend
dosierte Menge vollständig während eines Reinigungszyklus auflösen.
[0173] Besonders bevorzugt ist es, dass die Dosierintervalle zur Abgabe einer Zubereitung
zwischen 30-90 sec, insbesondere bevorzugt 45-75 sec liegen.
[0174] Die Abgabe von Zubereitungen aus dem Dosiergerät kann sequenziell oder zeitgleich
erfolgen.
[0175] Es ist insbesondere bevorzugt, eine Mehrzahl von Zubereitungen sequenziell in einem
Spülprogramm zu dosieren. Insbesondere sind folgende Dosiersequenzen zu bevorzugen
| 1. Dosierung |
2. Dosierung |
3.Dosierung |
4.Dosierung |
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
|
|
| Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
|
|
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
|
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Desinfektionszubereitung |
| Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
Duftstoff |
| Vorbehandlungszubereitung |
Enzymatische Reinigungszubereitung |
Alkalische Reinigungszubereitung |
Klarspüler |
[0176] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wirken die Geschirrspülmaschine
und das Dosiergerät in der Art zusammen, dass 1 mg bis 1g Tensid im Klarspülprogramm
der Geschirrspülmaschine pro m
2 Spülraumwandfläche freigesetzt werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Wände
des Spülraums auch nach einer Vielzahl von Spülzyklen ihren Glanzgrad beibehalten
und das Dosiersystem seine optische Übertragungsfähigkeit beibehält.
[0177] Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass die Geschirrspülmaschine und das Dosiergerät
in der Art zusammenwirken, dass im Vor- und/oder Hauptwaschprogramm der Geschirrspülmaschine
wenigstens eine enzymhaltige Zubereitung und/oder alkalische Zubereitung freigesetzt
wird, wobei die Freisetzung der enzymhaltigen Zubereitung bevorzugt zeitlich vor der
Freisetzung der alkalischen Zubereitung erfolgt.
[0178] In einer weiteren, vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wirken Geschirrspülmaschine
und das Dosiergerät in der Art zusammen, dass 0,1 mg - 250 mg Enzymprotein im Vor-
und/oder Hauptwaschprogramm der Geschirrspülmaschine pro m
2 Spülraumwandfläche freigesetzt werden, wodurch der Glanzgrad der Spülraumwände weiter
verbessert bzw. auch nach einer Vielzahl von Spülzyklen erhalten bleibt.
[0179] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung können Daten wie z.B. Steuer-
und/oder Dosierprogramme der Steuereinheit oder von der Steuereinheit gespeicherte
Betriebsparameter oder -protokolle aus der Steuereinheit ausgelesen oder in die Steuereinheit
geladen werden. Dies kann beispielsweise mittels einer optischen Schnittstelle realisiert
sein, wobei die optische Schnittstelle entsprechend mit der Steuereinheit verbunden
ist. Die zu übertragenden Daten werden dann als Lichtsignale, insbesondere im sichtbaren
Bereich, wobei der Wellenlängenbereich zwischen 600-800nm bevorzugt ist, kodiert und
ausgesendet bzw. empfangen. Es ist jedoch auch möglich, einen im Dosiergerät vorhandenen
Sensor zur Übertragung von Daten aus und/oder zur Steuereinheit zu verwenden. Beispielsweise
können die Kontakte eines Leitfähigkeitssensors, die mit der Steuereinheit verbunden
sind und die eine Leitfähigkeitsbestimmung mittels einer Widerstandsmessung an den
Kontakten des Leitfähigkeitssensors bereitstellt, zur Datenübertragung verwendet werden.
Energiequelle
[0180] Im Sinne dieser Anmeldung wird als Energiequelle ein Bauelement des Dosiersystems
verstanden, welches zweckmäßig ist, eine zum Betrieb der Dosiersystems bzw. des Dosiergeräts
geeignete Energie bereit zu stellen. Bevorzugt ist die Energiequelle derart ausgestaltet,
dass das Dosiersystem autark ist.
[0181] Vorzugsweise stellt die Energiequelle elektrische Energie zur Verfügung. Bei der
Energiequelle kann es sich beispielsweise um eine Batterie, einen Akkumulator ein
Netzgerät, Solarzellen oder dergleichen handeln.
[0182] Besonders vorteilhaft ist es, die Energiequelle austauschbar auszuführen, zum Beispiel
in Form einer auswechselbaren Batterie.
[0183] Eine Batterie kann beispielsweise ausgewählt sein aus der Gruppe der Alkali-Mangan-Batterien,
Zink-Kohle-Batterien, Nickel-Oxyhydroxid-Batterien, Lithium-Batterien, Lithium-Eisensulfid-Batterien,
Zink-Luft-Batterien, Zink-Chlorid-Batterien, Quecksilberoxid-Zink-Batterien und/oder
Silberoxid-Zink-Batterien.
[0184] Als Akkumulator eignen sich beispielsweise Bleiakkumulatoren (Bleidioxid/Blei), Nickel-Cadmium-Akkus,
Nickel-Metallhydrid-Akkus, Lithium-Ionen-Akkus, Lithium-Polymer-Akkus, Alkali-Mangan-Akkus,
Silber-Zink-Akkus, Nickel-Wasserstoff-Akkus, Zink-Brom-Akkus, Natrium-Nickelchlorid-Akkus
und/oder Nickel-Eisen-Akkus.
[0185] Der Akkumulator kann insbesondere in derart ausgestaltet sein, dass er durch Induktion
wideraufladbar ist.
[0186] Es ist jedoch auch denkbar, mechanische Energiequellen bestehend aus einer oder mehrerer
Schraubenfeder, Torsionsfeder oder Drehstabfeder, Biegefeder, Luftfeder/Gasdruckfeder
und/oder Elastomerfeder auszubilden.
[0187] Die Energiequelle ist in dergestalt dimensioniert, dass das Dosiergerät in etwa 300
Dosierzyklen durchlaufen kann, bevor die Energiequelle erschöpft ist. Es ist insbesondere
bevorzugt, dass die Energiequelle zwischen 1 und 300 Dosierzyklen, ganz besonders
bevorzugt zwischen 10 und 300, weiterhin bevorzugt zwischen 100 und 300 durchlaufen
kann, bevor die Energiequelle erschöpft ist.
[0188] Ferner können in oder an der Dosiereinheit Mittel zur Energieumwandlung vorgesehen
sein, die eine Spannung erzeugen, mittels derer der Akkumulator aufgeladen wird. Beispielsweise
können diese Mittel als Dynamo ausgebildet sein, der durch die Wasserströme während
eines Spülgangs in einer Geschirrspülmaschine angetrieben wird und die so erzeugte
Spannung an den Akkumulator abgibt.
Lichtleiter Dosiergerät
[0189] Bevorzugt ist eine optische Sende- und/oder Empfangseinheit innerhalb des Dosiergeräts,
insbesondere im bzw. am Bauelementträger, angeordnet, um die elektrischen und/oder
optischen Bauteile der Sende- und/oder Empfangseinheit vor Spritz- und Spülwassereinflüssen
zu schützen.
[0190] Um Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts zur optischen Sende- und/oder Empfangseinheit
zu leiten, ist zwischen der optischen Sende- und/oder Empfangseinheit und der Umgebung
des Dosiergeräts ein Lichtleiter angeordnet, der wenigstens einen Lichttransmissionsgrad
von 75% ausweist. Der Lichtleiter besteht bevorzugt aus einem transparenten Kunststoff
mit einem Lichttransmissionsgrad von wenigstens 75%. Der Transmissionsgrad des Lichtleiters
ist definiert als Transmissionsgrad zwischen der Oberfläche des Lichtleiters an der
das Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts in den Lichtleiter eingekoppelt wird und
der Oberfläche, an der das Licht aus dem Lichtleiter zur optischen Sende- und/oder
Empfangseinheit ausgekoppelt wird. Der Transmissionsgrad kann nach DIN5036 bestimmt
werden.
[0191] Der Lichtleiter umfasst wenigstens eine Ein- und/oder Auskopplungsstelle an der Licht
von einer optischen Sende- und/oder Empfangseinheit und/oder aus der Umgebung des
Dosiergeräts ein- bzw. ausgekoppelt wird.
[0192] Besonders bevorzugt ist es, dass der Lichtleiter einstückig mit dem Bauelementträger
ausgebildet ist. Vorteilhafter Weise ist der Bauelementträger daher aus einem transparenten
Material geformt.
[0193] Zur Aufnahme der Ein- und/oder Auskopplungsstelle des Lichtleiters und Herstellung
einer optischen Verbindung zwischen Lichtleiter und Umgebung ist im Dosiergerät eine
Öffnung vorgesehen. Die Ein- und/oder Auskopplungsstelle kann in der Mantelfläche
im Boden oder Kopf des Dosiergeräts angeordnet sein. Um eine gute Sende- und/oder
Empfangscharakteristik für optische Signale bereit zu stellen, kann es vorteilhaft
sein, dass die Ein- und/oder Auskopplungsstelle des Lichtleiters linsen- und/oder
prismenartig am ausgebildet ist.
[0194] Der Lichtleiter kann auch mehrschichtig und/oder mehrstückig aus gleichen oder unterschiedlichen
Materialien aufgebaut sein. Es ist auch möglich, einen Luftspalt zwischen einem mehrschichtig
und/oder mehrstückig ausgeformten Lichtleiter vorzusehen. Der Transmissionsgrad des
Lichtleiters versteht sich bei einem mehrschichtig und/oder mehrstückig Aufbau zwischen
der Oberfläche des Lichtleiters an der das Licht aus der Umgebung des Dosiergeräts
in den Lichtleiter eingekoppelt wird und der Oberfläche, an der das Licht aus dem
Lichtleiter zur optischen Sende- und/oder Empfangseinheit ausgekoppelt wird.
[0195] Ferner ist es bevorzugt, dass wenigstens zwei Ein- bzw. Auskopplungsstellen des Lichtleiters
mit der Umgebung vorgesehen sind. Es ist insbesondere vorteilhaft, dass sich die Ein-
bzw. Auskopplungsstellen am Dosiergerät im Wesentlichen gegenüberliegen.
[0196] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Dabei werden auch besonders bevorzugte Ausgestaltungen
und besonders bevorzugte Kombinationen von Merkmalen im Einzelnen weiter beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- Autarkes Dosiergerät mit Zwei-Kammer-Kartusche im separierten und zusammengebauten
Zustand
- Figur 2
- Autarkes Dosiergerät mit Zwei-Kammer-Kartusche angeordnet in einer Schublade einer
Geschirrspülmaschine
- Figur 3
- Zwei-Kammer-Kartusche im separierten und zusammengebauten Zustand zu einem autarken,
maschinen-integrierbarem Dosiergerät
- Figur 4
- Zwei-Kammer-Kartusche im zusammengebauten Zustand zu einem autarken, maschinen-integriertem
Dosiergerät
- Figur 5
- Kartusche mit drei Kammern in Vorderansicht
- Figur 6
- Kartusche mit drei Kammern in Aufsicht
- Figur 7
- Zweiteilige Kartusche mit einem wannenförmigen und einem plattenartigen Kartuschenelement
in Explosionsdarstellung
- Figur 8
- Zweiteilige Kartusche mit einem napfartigen Behälter und einem Kartuschenboden in
Explosionsdarstellung
- Figur 9
- Dosiergerät und Kartusche in Explosionsdarstellung
- Figur 10
- Bauelementträger in Vorderansicht
- Figur 11
- Bauelementträger in einer Explosionsdarstellung
- Figur 12
- Bauelementträger in einer Explosionsdarstellung
- Figur 13
- Bauelementträger in Aufsicht
- Figur 14
- Bauelementträger in perspektivischer Ansicht auf Auslassöffnungen
- Figur 15
- Bauelementträger in perspektivischer Vorderansicht
- Figur 16
- Bauelementträger in Bodenansicht
- Figur 17
- Dosiergerät im mit Kartusche zusammengefügtem Zustand in perspektivischer Ansicht
- Figur 18
- Konsole mit Scharnier in perspektivischer Ansicht
- Figur 19
- Aktuator ausgebildet als bistabiler Hubmagnet
- Figur 20
- Dosierkammer mit Schwimmkörper
- Figur 21
- Dosierkammer mit Schwimmkörper
- Figur 22
- Dosierkammer mit Schwimmkörper
- Figur 23
- Dosierkammer mit Schwimmkörper
Bezugszeichenliste
[0197]
- 1
- Kartusche
- 2
- Dosiergerät
- 3
- Kammer
- 4
- Kartuschenboden
- 5
- Auslassöffnung
- 6
- Halbschalenförmiges Element
- 7
- Halbschalenförmiges Element
- 8
- Verbindungskante
- 9
- Trennsteg
- 10
- Kartuschenkopf
- 11
- Kartuschenseitenfläche
- 12
- Kartuschenseitenfläche
- 13
- Kartuschenvorderwand
- 14
- Kartuschenrückwand
- 15
- Energiequelle
- 16
- Steuereinheit
- 17
- Sensoreinheit
- 18
- Aktuator
- 19
- Verschlusselement
- 20
- Dosierkammer
- 21
- Dosierkammereinlass
- 22
- Dosierkammerauslass
- 23
- Bauelementträger
- 24
- Gummitülle
- 25
- Ausgleichsscheibe
- 26
- Vordosierkammer
- 27
- Auslasskammer
- 28
- Aufnahme
- 29
- Aufnahme
- 30
- Stutzen
- 31
- Kammerwand
- 32
- Kanal
- 33
- Kanal
- 34
- Öffnung
- 35
- Dichtung
- 36
- Dichtung
- 37
- Anzeige- und Bedienelemente
- 38
- Geschirrspülmaschine
- 39
- Geschirrspülmaschinentür
- 40
- Zubereitung
- 41
- Geschirrschublade
- 42
- Adapter
- 43
- Vertiefung
- 44
- Halteelemente
- 45
- Kammer
- 46
- Öffnung
- 47
- Schnittstelle
- 48
- Schnittstelle
- 49
- Öffnung
- 50
- Adapter
- 51
- Nachfüllkartusche
- 52
- Kammer
- 53
- Dosierkammer
- 54
- Konsole
- 55
- Scharnier
- 56
- Haken
- 57
- Permanentmagnet
- 58
- Spule
- 59
- Spule
- 60
- Haltepunkt
- 61
- Haltepunkt
- 62
- Boden
- 63
- Kanal
- 64
- Beutel
- 65
- Öffnung
- 66
- Materialbrücke
- 67
- Hochdruckreiniger
- 68
- Reinigungsroboter
- 69
- Armatur
- 70
- Fahrzeug
- 71
- Wassertank
- 72
- Pumpe
- 73
- Düse
- 74
- Dampfbügeleisen
- 75
- Pflanzenbewässerungssystem
- 76
- Sensor
- 77
- Adapter
- 78
- Wasserzulauf
- 79
- Wasserablauf
- 80
- Dichtung
[0198] Figur 1 zeigt ein autarkes Dosiergerät 2 mit einer Zwei-Kammer-Kartusche 1 im separierten
und zusammengebauten Zustand.
[0199] Das Dosiergerät 2 weist zwei Dosierkammereinlässe 21a,21b zur wiederholt lösbaren
Aufnahme der korrespondierenden Auslassöffnungen 5a,5b der Kammern 3a,3b der Kartusche
1 auf. An der Vorderseite befinden sich Anzeige- und Bedienelemente 37, die den Betriebszustand
des Dosiergeräts 2 anzeigen bzw. auf diesen einwirken.
[0200] Die Dosierkammereinlässe 21a,21b weisen ferner Mittel auf, die beim Aufstecken der
Kartusche 1 auf das Dosiergerät 2 die Öffnung des Auslassöffnungen 5a,5b der Kammern
3a,3b bewirken, so dass das Innere der Kammern 3a,3b kommunizierend mit den Dosierkammereinlässen
21a,21b verbunden ist.
[0201] Die Kartusche 1 kann aus einer oder mehreren Kammern 3a,3b bestehen. Die Kartusche
1 kann einstückig mit mehreren Kammern 3a,3b oder mehrstückig ausgebildet sein, wobei
dann die einzelnen Kammern 3a,3b zu einer Kartusche 1 zusammengefügt werden, insbesondere
durch stoffschlüssige, formschlüssige oder kraftschlüssige Verbindungsmethoden.
[0202] Insbesondere kann die Fixierung durch eine oder mehrere der Verbindungsarten aus
der Gruppe der Snap-In Verbindungen, Pressverbindungen, Schmelzverbindungen, Klebverbindungen,
Schweißverbindungen, Lötverbindungen, Schraubverbindungen, Keilverbindungen, Klemmverbindungen
oder Prellverbindungen erfolgen. Insbesondere kann die Fixierung auch durch einen
Schrumpfschlauch (sog. Sleeve) ausgebildet sein, der in einem erwärmten Zustand zumindest
abschnittsweise über die Kartusche gezogen wird und die Kartusche im abgekühlten Zustand
fest umschließt.
[0203] Um vorteilhafte Restentleerungseigenschaften der Kartusche 1 bereitzustellen, kann
der Boden der Kartusche 1 trichterförmig zur Abgabeöffnung 5a,5b hin geneigt sein.
Des Weiteren kann die Innenwand der Kartusche 1 durch geeignete Materialwahl und/oder
Oberflächenausgestaltung in derart ausgebildet sein, dass eine geringe Materialanhaftung
des Produkts an der inneren Kartuschenwand realisiert ist. Auch durch diese Maßnahme
lässt sich die Restentleerbarkeit der Kartusche 1 weiter optimieren.
[0204] Die Kammern 3a,3b der Kartusche 1 können gleiche oder voneinander verschiedene Füllvolumina
aufweisen. Bei einer Konfiguration mit zwei Kammern 3a,3b beträgt das Verhältnis der
Kammervolumina bevorzugt 5:1, bei einer Konfiguration mit drei Kammern bevorzugt 4:1:1,
wobei diese Konfigurationen insbesondere zur Verwendung in Geschirrspülmaschinen geeignet
sind.
[0205] Eine Verbindungsmethode kann auch darin bestehen, dass die Kammern 3a, 3b in einen
der korrespondierenden Dosierkammereinlässen 21a,21b des Dosiergeräts 2 gesteckt und
so gegeneinander fixiert werden.
[0206] Die Verbindung zwischen den Kammern 3a,3b kann insbesondere lösbar ausgebildet sein,
um ein separates Austauschen einer Kammer zu erlauben.
[0207] Die Kammern 3a,3b beinhalten jeweils eine Zubereitung 40a,40b. Die Zubereitung 40a,40b
können gleiche oder unterschiedliche Zusammensetzung aufweisen.
[0208] Vorteilhafter Weise sind die Kammern 3a,3b aus einem transparenten Material gefertigt,
so dass der Füllstand der Zubereitungen 40a,40b von Außen durch den Benutzer sichtbar
ist. Es kann jedoch auch von Vorteil sein, wenigstens eine der Kammern aus einem opaken
Material zu fertigen, insbesondere dann, wenn die in dieser Kammer befindliche Zubereitung
lichtsensitive Inhaltsstoffe enthält.
[0209] Die Auslassöffnungen 5a,5b sind so ausgestaltet, dass sie mit den korrespondierenden
Dosierkammereinlässen 21a,21b eine form- und/oder kraftschlüssige, insbesondere flüssigkeitsdichte,
Verbindung ausbilden.
[0210] Besonders vorteilhaft ist es, dass jeder der Auslassöffnungen 5a,5b so ausgebildet
ist, dass er nur auf einen der Dosierkammereinlässe 21a,21b passt, wodurch verhindert
wird, dass eine Kammer versehentlich auf einen falschen Dosierkammereinlass gesteckt
wird.
[0211] Die Kartusche 1 weist üblicherweise ein Füllvolumen von <5.000 ml, insbesondere <1.000
ml, bevorzugt <500ml, besonders bevorzugt <250 ml, ganz besonders bevorzugt < 50 ml
auf.
[0212] Die Dosiereinheit 2 und die Kartusche 1 können im zusammengefügten Zustand insbesondere
den Geometrien der Geräte an oder in denen sie angewendet werden angepasst sein um
einen möglichst geringen Nutzvolumenverlust zu gewährleisten. Zur Verwendung der Dosiereinheit
2 und der Kartusche 1 in Geschirrspülmaschinen ist es besonders vorteilhaft, die Dosiereinheit
2 und die Kartusche 1 in Anlehnung an in Geschirrspülmaschinen zu reinigendem Geschirr
auszuformen. So kann die Dosiereinheit 2 und die Kartusche 1 beispielsweise plattenförmig,
in etwa in den Abmessungen eines Tellers, ausgebildet sein. Hierdurch kann die Dosiereinheit
Platz sparend im Unterkorb positioniert werden.
[0213] Um eine unmittelbare optische Füllstandskontrolle bereitzustellen, ist es von Vorteil,
die Kartusche 1 zumindest abschnittsweise aus einem transparenten Material zu formen.
[0214] Um hitzeempfindliche Bestandteile eines in einer Kartusche befindlichen Produktes
vor Wärmeeinwirkung zu schützen, ist es von Vorteil, die Kartusche 1 aus einem Material
mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit herzustellen.
[0215] Die Auslassöffnungen 5a,5b der Kartusche 1 sind bevorzugt auf einer Linie bzw. in
einer Flucht angeordnet, wodurch eine schlanke, tellerförmige Ausbildung des Dosierspenders
ermöglicht ist.
[0216] Figur 2 zeigt ein autarkes Dosiergerät mit einer Zwei-Kammer-Kartusche 1 in der Geschirrschublade
11 bei geöffneter Geschirrspülmaschinentür 39 einer Geschirrspülmaschine 38.
[0217] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist in Figur 3 gezeigt. Das Dosiergerät
2 kann hierbei mit der Kartusche 1 gekoppelt werden, was durch den ersten, linken
Pfeil in der Zeichnung entsprechend angedeutet ist. Anschließend werden Kartusche
1 und Dosiergerät 2 als eine Baugruppe über die Schnittstelle 47,48 an den Geschirrspüler
gekoppelt, was durch den rechten Pfeil angedeutet ist. Das Dosiergerät 2 weist eine
Schnittstelle 47 auf, über welche Daten und/oder Energie zu und/oder vom Dosiergerät
2 übertragen werden. In der Tür 39 des Geschirrspülers 38 ist eine Vertiefung 43 zur
Aufnahme des Dosiergeräts 2 vorgesehen. In der Vertiefung 43 ist eine zweite Schnittstelle
48 vorgesehen, die Daten und/oder Energie zu und/oder vom Dosiergerät 2 überträgt.
[0218] Bevorzugt werden Daten und/oder Energie kabellos zwischen der ersten Schnittstelle
47 am Dosiergerät 2 und der zweiten Schnittstelle 48 am Geschirrspüler 38 ausgetauscht.
Es ist insbesondere bevorzugt, dass Energie von der Schnittstelle 48 des Geschirrspülers
38 kabellos über die Schnittstelle 47 an das Dosiergerät 2 übertragen wird. Dies kann
beispielsweise induktiv und/oder kapazitiv geschehen.
[0219] Es ist ferner vorteilhaft, auch die Schnittstelle zur Übertragung von Daten kabellos
auszubilden. Dies kann über die im Stand der Technik bekannten Methoden zur drahtlosen
Übertragung von Daten realisiert werden, wie beispielsweise mittels Funkübertragung
oder IR-Übertragung.
[0220] Alternativ können die Schnittstellen 47,48 auch durch integrierte Steckverbindungen
ausgebildet sein. Vorteilhafter Weise sind die Steckverbindungen in derart ausgebildet,
dass sie vor dem Eintritt von Wasser oder Feuchtigkeit geschützt sind.
[0221] Figur 5 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform der Kartusche 1 mit drei Kammern
3a,3b,3c. Die erste Kammer 3a und die zweite Kammer 3b weisen ein in etwa gleiches
Füllvolumen auf. Die dritte Kammer 3c hat ein Füllvolumen, dass etwa 5 mal so groß
ist wie das einer der Kammern 3a oder 3b. Der Kartuschenboden 4 weist im Bereich der
dritten Kammer 3c einen rampenartigen Absatz auf. Durch diese asymmetrische Gestaltung
der Kartusche 1 kann sichergestellt werden, dass die Kartusche 1 in einer dafür vorgesehenen
Position mit dem Dosiergerät 2 koppelbar ist und ein Einsetzen in einer falschen Lage
durch eine korrespondierende Ausgestaltung des Dosiergeräts 2 bzw. der Konsole 54
verhindert ist.
[0222] In der Aufsicht auf die Kartusche, welche in Figur 6 abgebildet ist, sind die Trennstege
9a und 9b zu erkennen, welche die Kammern der Kartusche 1 voneinander trennen. Die
aus Figur 5 und Figur 6 bekannte Kartusche kann auf unterschiedliche Weise gebildet
werden.
[0223] In einer ersten Variante, die Figur 7 zu entnehmen ist, ist die Kartusche 1 aus einem
ersten wannenartigen Kartuschenelement 7 und einem zweiten, deckel- bzw. plattenartigen
Kartuschenelement 6 gebildet. In dem wannenartigen Kartuschenelement 7 sind die Trennstege
9a und 9b angeformt, durch welche die drei Kammern der Kartusche 1 ausgebildet werden.
Am Boden 4 des wannenförmigen Kartuschenelements 7 sind jeweils unterhalb der Kammern
der Kartusche 1 die Auslassöffnungen 5a,5b,5c angeordnet.
[0224] Wie der Figur 7 weiter zu entnehmen ist, weist der Boden 4 der Kartusche im Bereich
der dritten Kammer 3c einen rampenartigen Absatz auf, der am Kammerboden ein Gefälle
in Richtung der dritten Auslassöffnung 5c ausbildet. Hierdurch wird gewährleistet,
dass in dieser Kammer 3c befindliche Zubereitung stets in Richtung der Auslassöffnung
5c geleitet und so eine gute Restentleerbarkeit der Kammer 3c erreicht wird.
[0225] Im zusammengebauten Zustand der Kartusche 1 sind das wannenförmige Kartuschenelement
7 und das deckelartige Kartuschenelement 6 entlang der gemeinsamen Verbindungskante
8 stoffschlüssig miteinander verbunden. Dies kann beispielsweise durch Schweißen oder
Kleben realisiert sein. Selbstverständlich sind im zusammengebauten Zustand der Kartusche
1 auch die Stege 9a,9b mit dem Kartuschenelement 6 stoffschlüssig verbunden.
[0226] Die Verbindungskante 8 läuft hierbei nicht durch die Auslassöffnungen 5a-c, wodurch
Dichtigkeitsprobleme, insbesondere im mit dem Dosiergerät gekoppelten Zustand, im
Bereich der Öffnungen 5a-c vermieden werden.
[0227] Eine weitere Variante zur Ausbildung der Kartusche zeigt Figur 8. Hierbei ist das
erste Kartuschenelement 6 napfartig ausgebildet und weist einen offenen Boden auf.
Der separat ausgeformte Boden 4 kann als zweites Kartuschenelement 7 in die bodenseitige
Öffnung des napfartigen Kartuschenelements 6 eingesetzt und entlang der gemeinsamen
Verbindungskante 8 stoffschlüssig verbunden werden. Vorteil dieser Variante ist, dass
das napfartige Element 6 durch ein Kunststoff-Blasverfahren kostengünstig herstellbar
ist.
[0228] Figur 9 zeigt in einer Explosionsdarstellung die wesentlichen Bauelemente des Dosiersystems
bestehend aus Kartusche 1 und Dosiergerät 2.
[0229] Wie der Figur 9 zu entnehmen ist, ist die Kartusche 1 aus zwei Kartuschenelementen
6,7 zusammengesetzt, die bereits aus Figur 7 bekannt sind. Das Dosiergerät 2 besteht
im Wesentlichen aus einem Bauelementträger 23 und einer Konsole 54, in die der Bauelementträger
23 einsetzbar ist.
[0230] Figur 10 zeigt eine Seitenansicht auf den Bauelementträger 23 des Dosiergeräts 2,
der nachfolgend näher erläutert wird.
[0231] An dem Bauelementträger 23 sind die Dosierkammer 20, der Aktuator 18 und das Verschlusselement
19 sowie die Energiequelle 15, die Steuereinheit 16 und die Sensoreinheit 17 angeordnet.
Die Dosierkammer 20, die Vordosierkammer 26, der Dosierkammereinlass 21 sowie die
Aufnahme 29 sind einstückig mit dem Bauelementträger 23 ausgebildet.
[0232] Wie der Figur 10 weiter zu entnehmen ist, sind die Energiequelle 15, die Steuereinheit
16 und die Sensoreinheit 17 in einer Baugruppe zusammengefasst, indem sie auf einer
entsprechenden Platine angeordnet sind.
[0233] Die Vordosierkammer 26 und der Aktuator 18 sind, wie in Figur 23 gezeigt, auf dem
Bauelementträger 23 im Wesentlichen nebeneinander angeordnet. Die Vordosierkammer
26 weist eine L-förmige Grundform mit einer Schulter im unteren Bereich auf, in der
die Aufnahme 29 für den Aktuator 18 eingelassen ist. Unterhalb der Vordosierkammer
26 und des Aktuators 18 ist die Auslasskammer 27 angeordnet. Die Vordosierkammer 26
und die Auslasskammer 27 bilden gemeinsam die Dosierkammer 20 aus.
[0234] Die Vordosierkammer 26 und die Auslasskammer 27 sind durch die Öffnung 34 miteinander
verbunden.
[0235] Die Aufnahme 29, die Öffnung 34 sowie der Dosierkammerauslass 22 liegen auf einer
senkrecht zur Längsachse des Bauelementträgers 23 liegenden Flucht, so dass das stabförmge
Verschlusselement 19 durch die Öffnungen 22,29,34 hindurch geführt werden kann.
[0236] Wie insbesondere aus der Figur 11 ersichtlich, sind die Rückwände der Vordosierkammer
26 und die Auslasskammer 27 integral mit dem Bauelementträger 23 ausgeformt. Die Vorderwand
kann dann beispielsweise durch ein Deckelement oder eine Folie (nicht abgebildet)
stoffschlüssig mit der Dosierkammer 20 verbunden werden.
[0237] Im Folgenden wird die Ausgestaltung der Dosierkammer 20 anhand der Detailansicht
der Figur 11 näher erläutert. Man erkennt die Auslasskammer 27, welche über einen
Boden 62 verfügt. Der Boden 62 ist hin zur mittig in der Auslasskammer 27 angeordneten
Dosierkammerauslass 22 trichterartig geneigt. Der Dosierkammerauslass 22 befindet
sich in einem Kanal 63, der rechtwinklig zur Längsachse des Bauelementträgers 23 in
der Auslasskammer 27 verläuft. Der trichterartig ausgeformte Boden 62 sowie der Kanal
63 und die darin angeordnete Auslassöffnung 22 gewährleisten bei einer von der Horizontalen
abweichenden Lage des Dosiergeräts eine Dosier- sowie eine nahezu vollständige Restentleerbarkeit
von Zubereitung aus der Dosierkammer 20. Ferner fließt die Zubereitung durch die entsprechend
trichterförmige Bodengestaltung schneller, insbesondere bei höherviskosen Zubereitungen,
aus der Dosierkammer aus, so dass das Dosierintervall, in dem Zubereitung freigesetzt
wird, kurz gehalten werden kann.
[0238] In der Figur 11 ist lediglich die mittlere Dosierkammer 20 mit einer trichterförmigen
Bodenausgestaltung der eingangs beschriebenen Art versehen. Es versteht sich, dass
abweichend von dieser Darstellung auch andere, weitere oder alle Dosierkammern eine
derartige Ausformung aufweisen können. Dies gilt auch für die Vordosierkammern 26
und Auslasskammern 27, soweit diese vorgesehen sind.
[0239] Anhand der Explosionsdarstellung in Figur 12 wird die Anordnung des Aktuators 18,
des Verschlusselements 19 sowie der Dichtung 36 an dem Bauelementträger 23 näher erläutert.
Die Abbildung zeigt einen Bauelementträger 23 mit drei nebeneinander angeordneten
Dosierkammern 20. In der Dosierkammer ganz rechts ist der Aktuator 18c, das Verschlusselement
19c und die Dichtung 36c im zusammengebauten Zustand am Bauelementträger 23 gezeigt.
Bei der mittleren Dosierkammer ist die Dichtung 36b sowie das Verschlusselement 19b
im zusammengefügten Zustand in der Dosierkammer gezeigt, während der Aktuator 18b
vom Verschlusselement 19b gelöst ist. Über der linken Dosierkammer 20a ist sowohl
die Dichtung 36a, das Verschlusselement 19a als auch der Aktuator 18a in einer Explosionsdarstellung
abgebildet.
[0240] Integral mit dem Bauelementträger 23 ist die Dosierkammer 20, die Vordosierkammer
26, der Dosierkammereinlass 21 sowie die Aufnahme 29 für den Aktuator 18 ausgebildet.
Die Vordosierkammer 26 ist L-förmig oberhalb der Dosierkammer 20 angeordnet, wobei
an dem parallel zum Boden des Bauelementträgers 23 verlaufenden Schenkel der Vordosierkammer,
die Aufnahme für den Aktuator 18 angeordnet ist. Die Dosierkammer 20 und die Vordosierkammer
26 sind durch die Öffnung 34 miteinander verbunden. Die Aufnahme 29, die Öffnung 34
und der Dosierkammerauslass 22 liegen auf einer Achse, welche senkrecht zur Längsachse
des Bauelementträgers 23 verläuft.
[0241] Die Dichtung 36 hat eine im Wesentlichen hohlzylinder-artige Raumgestalt mit einem
durch ein tellerartiges Endstück verschlossenen Kopf. Die elastische Dichtung 36 lässt
sich in derart in der Dosierkammer 20 anordnen, dass das tellerartige Endstück innenseitig
gegen den Dosierkammerauslass 22 und mit der dem tellerartigen Endstück abgewandten
Seite der Dichtung 36 gegen die Öffnung 34 drückt. Das zylinderförmige Verschlusselement
19 ist mit seinem ersten Ende derart ausgebildet, dass es in die hohlzylinder-förmige
Dichtung 36 eingreift und dort stoff-, kraft- und/oder formschlüssig fixierbar ist.
Das Verschlusselement 19 ist dabei in derart dimensioniert, dass es durch die Öffnung
34 und die Öffnung der Aufnahme 29 hindurchgeführt werden kann, jedoch am Dosierkammerauslass
22 anschlägt, so dass das Verschlusselement 19 nicht nach unten hin aus dem Bauelementträger
23 herausrutschen kann.
[0242] Das Verschlusselement 19 ragt mit einem Ende aus der Aufnahme 29 heraus. Dieses Ende
wird in den als bistabilen Elektromagneten ausgeführten Aktuator 18 gesteckt und fungiert
als Anker.
[0243] Die Figur 13 zeigt den aus Figur 12 bekannten Bauelementträger 23 in der Aufsicht.
Man erkennt, dass die Dosierkammereinlässe 21a-c und die Aufnahmen 29a-c für die Aktuatoren
18a-c auf einer Linie, die der Längsachse des Bauelementträgers 23 entspricht, angeordnet
sind.
[0244] Figur 14 zeigt die Bodenseite des Bauelementträgers 23 in einer perspektivischen
Ansicht. Es ist ersichtlich, dass die Dosierkammerauslässe 22a-c sowie die Aufnahme
28 für die Sensoreinheit hohlzylinderartig ausgebildet sind, wodurch die eigentliche
Auslassöffnung und die die Dosierkammerauslässe 22a-c verschließende Dichtung 36a-c
vor mechanischen Beschädigungen geschützt sind.
[0245] Das Belüftungssystem der Dosiereinheit 2 wird anhand der Figur 15 näher erläutert.
Wird eine Zubereitung aus der Dosierkammer über den Dosierkammerauslass 22 an die
Umgebung abgegeben, entsteht durch den fallenden Flüssigkeitsspiegel in den Kammern
der Kartusche 1 ein Unterdruck, durch den Umgebungsluft zum Druckausgleich in den
Dosierkammereinlass 22 und die Auslasskammer 27 gesogen wird. Über die Öffnung 34
steigt die angesaugte Umgebungsluft entsprechend dem Druckgradienten weiter nach oben
in Richtung der Kartusche 1. In der L-förmig ausgebildeten Vordosierkammer 26 erstreckt
sich innerhalb des vertikalen Schenkels eine Kammerwand 31 die im Bereich des vertikalen
Schenkels einen ersten Kanal 32 und einen zweiten Kanal 33 ausbilden. Durch die Kammerwand
31 wird die aufsteigende Luft in den rechten Kanal 33 geleitet, so dass dieser Kanal
33 vorrangig als Entlüftungskanal fungiert, während der andere Kanal 32 vorrangig
ein Nachfließen von Zubereitung aus der Kartusche 1 gewährleistet.
[0246] Der Dosierkammereinlass 21 ist auf einem Stutzen 30 angeordnet, der kommunizierend
mit der Vordosierkammer 26 verbunden ist. Man erkennt, dass die Kammerwand 31 sich
auch in den Stutzen 30 erstreckt und diesen in zwei separate Kanäle teilt.
[0247] In Figur 16 ist die Bodenseite des Bauelementträgers 23 in einer Aufsicht dargestellt.
Die Dosierkammerauslässe 22a-c sowie die Aufnahme 28 für die Sensoreinheit 17 sind
auf einer Linie angeordnet, welche im Wesentlichen der Längsachse des Bauelementträgers
23 entspricht.
[0248] Figur 17 zeigt das Dosiergerät 2 im mit der Kartusche 1 zusammengefügten Zustand
in perspektivischer Ansicht. Das Dosiersystem besitzt im zusammengefügten Zustand
eine Höhe h, eine Breite b und eine Tiefe t. Die Breite b und die Höhe h sollten 210
mm nicht überschreiten. Die Tiefe t sollte kleiner als 20mm betragen. Das Verhältnis
von Breite/ Höhe/ Tiefe sollte in etwa 10:10:1 betragen. Bevorzugt entspricht die
Höhe h und die Breite b dem Format eines mittelgroßen Esstellers. Somit lässt sich
das Dosiersystem auf einfache, und für den Benutzer intuitive Art und Weise in die
entsprechende Geschirraufnahme eines Spülkorbs einer Spülmaschine positionieren.
[0249] Figur 18 zeigt eine perspektivische Aufsicht auf die Konsole 54. Man erkennt, dass
jeweils innenseitig ein Haken 56 am Scharnier 55 angeformt ist, welcher in eine korrespondierende
Aufnahme der Kartusche 1 eingreift und so die Kartusche gegenüber dem Dosiergerät
2 fixiert. Die Haken 56 liegen sich im Wesentlichen gegenüber. Es ist auch denkbar,
dass insgesamt nur ein Haken 56 auf einer Innenseite der Konsole 54 angeordnet ist.
[0250] Figur 19 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Querschnittsansicht durch
einen als bistabilen Hubmagneten ausgebildeten Aktuator 18. Man erkennt eine erste
Spule 58 und eine zweite Spule 59 mit einem zwischen den Spulen 58,59 angeordneten
Permanentmagneten 57. In den kreisringförmigen Spulen 58,59 sowie dem kreisringförmigen
Permanentmagneten 57 ist das Verschlusselement 19 als Tauchkern aufgenommen. Durch
magnetischen Rückschluss zwischen dem Magnetfeld des Permanentmagneten 57 und dem
magnetisierbaren Verschlusselement 19 wird eine Haltekraft erzeugt, wodurch das Verschlusselement
19 in einer Position fixierbar ist, welche jeweils durch die Haltepunkte 60,61 definiert
ist.
[0251] Das Verschlusselement 19 kann durch eine impulsartige Bestromung der Spulen 58,59
zu den Haltepunkten 60 und 61 bewegt werden, indem dem Magnetfeld des Permanentmagneten
57 ein elektrisch erzeugtes Magnetfeld jeweils einer der Spulen 58,59 mit einer entsprechenden
Polarisation überlagert wird. Wird beispielsweise die Spule 58 bestromt, so wird ein
Abriss des magnetischen Rückschlusses zwischen dem Permanentmagneten 57 und dem Verschlusselement
19 bewirkt, so dass nachfolgend das Verschlusselement 19 in das Magnetfeld der Spule
58 vom Haltepunkt 60 zum Haltepunkt 61 bewegt wird, was aus der unteren Abbildung
von Figur 19 hervorgeht. Wird eine entsprechende impulsartige Bestromung der Spule
59 bewirkt, so bewegt sich das Verschlusselement 19 vom Haltepunkt 61 zurück in die
Ausgangsstellung von Haltepunkt 60.
[0252] Wie bereits eingangs erwähnt, ist das Dosiersystem der eingangs beschriebenen Art
grundsätzlich dazu geeignet, in oder in Verbindung mit wasserführenden Vorrichtungen
jedweder Art eingesetzt zu werden. Wie in den vorangestellten Ausführungsbeispielen
erläutert, ist das erfindungsgemäße Dosiersystem insbesondere geeignet zu Verwendung
in wasserführenden Haushaltsgeräten wie Geschirrspül- und/oder Waschmaschinen, jedoch
nicht auf derartige Verwendung beschränkt.
[0253] Generell ist es möglich das erfindungsgemäße Dosiersystem überall dort anzuwenden,
wo eine Dosierung von wenigstens einer, bevorzugt mehrerer Zubereitungen in ein flüssiges
Medium entsprechend einem ein Dosierprogramm auslösenden oder steuernden äußeren physikalischen
oder chemischen Parameter benötigt wird. Nachfolgend werden daher weitere Anwendungsbeispiele
für das erfindungsgemäße Dosiersystem näher dargelegt.
[0254] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Dosierkammer 20 anhand der Figuren 20-23
näher erläutert. Figur 20 zeigt das Dosiergerät 2 im gekoppelten Zustand mit der Kartusche
40. Die Zubereitung 40 kann über den Dosierkammereinlass 21 aus der Kartusche 1 in
die Dosierkammer 20 einströmen. Die Dosierkammer 20 ist im Querschnitt L-förmig ausgebildet,
wobei oberhalb des kurzen Schenkels der L-förmigen Dosierkammer 20 der als bi-stabiles
Magnetventil ausgebildete Aktuator 18 positioniert ist. Das Verschlusselement 19 verschließt
in der Verschlussstellung des Dosiergeräts 2 den Dosierkammerauslass 22. Die L-förmige
Dosierkammer 20 ist durch die Blende 93 in zwei Abschnitte unterteilt, wobei - wie
aus den Figuren 20-23 gut ersichtlich - der untere Abschnitt im Wesentlichen einen
horizontalen Verlauf, und der obere Abschnitt einen im Wesentlichen vertikalen Verlauf
aufweist. Innerhalb des oberen, vertikalen Abschnitts der Dosierkammer 20, also in
Schwerkraftrichtung oberhalb der Blende 93, ist der Schwimmkörper 92 angeordnet, dessen
Dichte geringer ist, als die Dichter der Zubereitung 40, mit der die Dosierkammer
20 gefüllt ist, wodurch der Schwimmkörper 92 eine Auftriebskraft entgegen der Schwerkraftrichtung
erfährt, was durch den Pfeil in Figur 20 angedeutet ist.
[0255] Der Schwimmerkörper 92 ist nicht als Verschlussorgan ausgebildet, sondern als eine
gezielte Drossel, die beim Öffnen des Verschlusselements 19 den Schlupf zwischen Dosierkammereinlass
21 und Dosierkammerauslass 22 minimiert und damit die Dosiergenauigkeit bestimmt.
Der Schwimmkörper ist derart konfiguriert, dass er in seinen Endlagen am Dosierkammereinlass
21 und Blende 93 nicht dichtig auf- bzw. anliegt, sondern auch in den Endlagen eine
Um und/oder Durchströmung des Schwimmkörpers 92 ermöglicht ist.
[0256] Der Schwimmkörper 92 und die Dosierkammer 20 sind in der Art ausgebildet, dass Zubereitung
40 den Schwimmkörper 92 in der Dosierkammer 20 um- und/oder durchströmen kann.
[0257] Wird nun das Verschlusselement 19 durch den Aktuator 18 in eine Abgabeposition gebracht
(Figur 21), so dass der Dosierkammerauslass 22 geöffnet ist und Zubereitung 40 in
die Umgebung abgegeben wird, was durch den Pfeil angedeutet ist, bewegt sich der Schwimmkörper
92 mit der aus der Dosierkammer 20 ausfließenden Zubereitung 40 in Flussrichtung der
Zubereitung 40 in Richtung Blende 93, bis der Schwimmkörper 92 schließlich auf der
Blende 93 aufliegt, was in Figur 22 gezeigt ist.
[0258] Wird, wie in Figur 23 gezeigt, das Verschlusselement 19 durch den Aktuator 18 wieder
in seine Verschlussstellung bewegt und der Fluidstrom der Zubereitung in Richtung
des Dosierkammerauslasses 22 kommt zum Stillstand, bewegt sich der Schwimmkörper 92
aufgrund seines Auftriebs in der Zubereitung 40 entgegen der Schwerkraftrichtung in
der Dosierkammer 20 in Richtung des Dosierkammereinlasses 21 bis die in Figur 20 gezeigte
Ausgangsposition erneut erreicht ist.