| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 296 722 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.05.2012 Patentblatt 2012/20 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.03.2009 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/IB2009/000531 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2009/144541 (03.12.2009 Gazette 2009/49) |
|
| (54) |
MEDIZINISCHE EINRICHTUNG UND VERFAHREN ZU IHRER HERSTELLUNG
MEDICAL DEVICE AND METHOD FOR THE MANUFACTURE THEREOF
SYSTÈME MÉDICAL ET PROCÉDÉ DE PRODUCTION ASSOCIÉ
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
31.05.2008 DE 202008007346 U 26.02.2009 DE 102009010401
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
23.03.2011 Patentblatt 2011/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Sellin, Lothar |
|
52074 Aachen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Sellin, Lothar
52074 Aachen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Castell, Klaus et al |
|
Patentanwaltskanzlei
Liermann - Castell
Gutenbergstrasse 12 52349 Düren 52349 Düren (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 916 006 US-A1- 2006 099 236
|
WO-A2-2008/063576 US-A1- 2007 269 486
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine medizinische Einrichtung- mit einem Grundkörper mit einer
Beschichtung und ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
[0002] Medizinische Einrichtungen mit unterschiedlichen Beschichtungen sind aus dem Stand
der Technik bekannt. Sie finden im human- und veterinärmedizinischen Bereich insbesondere
aber im kardiologischen Bereich Anwendung.
[0003] Auch Beschichtungen mit Terpenoiden sind aus dem Stand der Technik zahlreich bekannt.
[0004] Terpenoide haben die Eigenschaft gut auf Oberflächen zu haften, abriebfest und mit
anderen Materialien gut mischbar zu sein. Terpenoide haben deshalb neben rein technischen
Anwendungen ein weites Anwendungsgebiet als Coatingmaterial für oral applizierte Medikamente,
Nahrungsergänzungsstoffe sowie im kosmetischen Bereich gefunden. Im kosmetischen Bereich
insbesondere im dermatologischen Bereich sind zahlreiche Anwendungen von Schellack
publiziert.
[0005] In
JP 300539737 wird eine Methode zur Herstellung einer Oberflächenbeschichtung von Pulver, Granulaten
oder Tabletten, die aktive Ingredienzien, insbesondere selektive Proteine enthalten,
beschrieben, um eine Freisetzung erst im Duodenum und nicht im Magen zu erzielen.
Bei den verwendeten Materialien werden neben den üblichen synthetischen Materialien
z.B. Zein und Schellack genannt.
[0006] Eine Kombination von Schellack mit Carbonaten für orale Applikationen wird in
JP 10218795 allgemein für den Bereich der (Gesundheits-) Lebensmittel und Medizin ausgeführt.
[0007] In
JP 6203620 wird ebenfalls Schellack zum Coating von hämoglobinhaltigen Grundstoffen benutzt,
um über diese orale Applikation den Eisenmangel bei Anämie zu behandeln.
[0008] Die Verwendung von Schellack in der Wundheilung bei Diabetesand Wundbrandbasierten
Wunden, Schuppenflechte und ähnlichen Hauterkrankungen wird in
EP 167 90 78 angeführt.
[0009] Ausgewählte natürlich vorkommende Harze wie Kiefernöl, Kampfer und Kolophonium, deren
Bestandteile der Klasse der Terpenoide zugehörig sind, werden in
CN 126199 als Rohmaterialien zur Herstellung von multifunktionellen, schnell wirkenden medizinischen
Pflastern verwendet. Dabei wird insbesondere die feuchtigkeitsvertreibende, schmerzlindernde,
entzündungshemmende und abschwellende Wirkung beschrieben.
[0010] Im Patent
EP 1666019 wird zu Beschichtungen von natürlichen Zähnen mit Schellack und Kolophonium zum Zwecke
der Verbesserung des Aussehens und zum Schutz vor Karies ausgeführt. Weiterhin werden
dem Zahnlack verschiedene Pigmente als Verschönerungseffekt zugesetzt.
[0011] In
WO 03034944 werden Stents mit einer hämokompatiblen Schicht überzogen, die eine oder mehrere
weitere Schichten besitzen, wobei diese wiederum mindestens einen antiproliferativen
oder/und entzündungshemmenden und bei Bedarf auch antithrombotischen Wirkstoff enthalten.
Hier werden als Wirkstoffe u.v.a. auch Terpenoide, die z.B. in der Krebstherapie eingesetzt
werden, genannt.
[0012] Die Patentanmeldung
DE 107 34 544 A1 beschreibt den Zusatz von Schellackdispersionen zu O/W- oder W/O-Emulsionen oder
Hydrogelen, um das Hautgefühl bei herkömmlichen Emulsionen und Gelen (Vermeidung eines
öligen und oder klebrigen Eindrucks) bei gleichzeitiger Erhöhung der Wasserfestigkeit
und zur Erzielung stabiler Emulsionen zu verbessern. Im Bereich der Lebensmittelzusatzstoffe
wird Schellack, unter der Bezeichnung E 904 geführt, umfangreich als Coatingmaterial
eingesetzt.
[0013] Aufgabe der hier vorliegenden Erfindung ist es, verbesserte medizinische Einrichtungen
zur Verfügung zu stellen.
[0014] Dieses Ziel wird mit einer medizinischen Einrichtung mit einem Grundkörper und einer
Beschichtung erreicht, wobei die Beschichtung film- bzw. lackbildende Terpenoide aufweist.
Dabei werden die physikalischen sowie antibakteriellen Eigenschaften ebenso ausgenutzt
wie die typischen Freisetzungseigenschaften. Die vorliegende Beschichtung mit film-
bzw. lackbildenden Terpenoiden gewährleistet sowohl den Schutz der medizinischen Einrichtung,
eröffnet aber auch die Möglichkeit, funktionell wirksam zu werden. Dieser funktionelle
Aspekt betrifft Materialeigenschaften wie Festigkeit und Elastizität der Beschichtung
und die von der Beschichtung ausgehenden Wirkungen, wie z.B. antibakterielle Effekte.
[0015] Vorteilhafterweise ist die medizinische Einrichtung ein Katheter insbesondere ein
Ballonkatheter insbesondere ein PTA- oder PTCA- Katheter. Ballone können alle Ballone
sein, die im medizinischen Bereich Anwendung finden und in der Lage sind auf irgendeiner
Weise Medikamente zur Verhinderung oder Beseitigung einer Restenose zu applizieren,
das heißt abzugeben.
[0016] Die medizinische Einrichtung kann auch eine Gefäßprothese sein. Diese kann auf der
Innenseite die Beschichtung aufweisen.
[0017] Die in der Beschichtung enthaltenen terpenoiden Materialen können natürlichen, synthetischen
oder semisynthetischen Ursprungs sein.
[0018] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn die Terpenoide einer der folgenden
Stoffklassen angehören oder Mischungen daraus enthalten: Monoterpene, Sesquiterpene,
Diterpene, Sesterterpene, Triterpene und Tetraterpene.
[0019] Zudem kann die Beschichtung weitere Materialien aufweisen, die organischen oder anorganischen
Unsprungs sind.
[0020] Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn die anorganischen Materialien Oxide und/oder
Salze sind. Mögliche Salze können Phospate, Sulfate, Silicate, Carbonate oder Mischungen
daraus sein. Der Zusatz dieser anorganischen Materialien, spielt eine besondere Rolle
für das Einwachsen der Implantate und soll durch die Bereitstellung von entsprechenden
Ionen eine Wachstumsstimulation herbeiführen.
[0021] In Bezug auf die organischen Materialien haben sich Lipide oder deren Komponenten
als vorteilhaft erwiesen. Diese können Carbonsäuren deren Derivate oder Substitutionsprodukte
sein. Der Zusatz dieser organischen Materialien bewirkt eine positive Veränderung
in der Elastizität der Beschichtung. Die hergestellte Ballonbeschichtung wird druckelastischer
und damit weniger spröde.
[0022] Es hat sich herausgestellt, dass insbesondere die Terpenoide Schellolsäure und Abietinsäure
für sich oder in ihrer natürlich vorkommenden Form als Schellack und Kolophonium über
die gewünschten physikalischchemischen Eigenschaften als Beschichtungsmaterial für
Ballonkatheter verfügen.
[0023] Ebenso können aber auch die Harze Dammar und Mastix, deren Bestandteile ebenso Terpenoide
darstellen, für Beschichtungszwecke verwendet werden.
[0024] Vorteilhafterweise kann dem Beschichtungsmaterial ein anwendungsspezifisches Additiv
zugesetzt werden. Die anwendungsspezifischen Additive ermöglichen eine breite pharmakologische
Wirkung der Beschichtung. Hierbei führt die Beschichtung mit film- bzw. lackbildenden
Terpenoiden zu einer Beschleunigung der Wirkstoffpenetration beispielsweise durch
die Gefäßwand, wodurch eine verbesserte Bioverfügbarkeit im Gewebe erreicht wird.
Dies hat eine erhöhte therapeutische Wirksamkeit zur Folge.
[0025] Das Additiv kann zum Beispiel ein antiproliferatorischer, antiinflammatorischer und/oder
antibakterieller Wirkstoff sein. Ein Beispiel für einen antibakteriellen Wirkstoff
wäre Kupfer.
[0026] Das Additiv kann auch ein Medikament zur Reduzierung oder Verhinderung einer Restenose
sein.
[0027] Die Zugabe des Additivs kann in Form von soliden Nano- oder Mikropartikeln bzw. -kapseln
erfolgen. Neben der direkten Zugabe von bioaktiven Substanzen wie beispielsweise Antibiotika,
Zytostatika, Hormonen oder Wachstumsfaktoren bzw. einer Kombination dieser Substanzklasen
können die bioaktiven Substanzen auch immobilisiert zum Einsatz kommen. Über die Art
und Weise der Immobilisierung/Verkapselung kann eine direkte Freisetzung der Wirksubstanzen
über den Ballonkatheter erzielt werden.
[0028] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer medizinischen
Einrichtung. Die verfahrenstechnische Umsetzung der Herstellung der Beschichtung beginnt
vorteilhafterweise in einem vorgelagerten Schritt damit, dass die terpenoide Komponente
in eine homogene Lösung überführt wird. Bevorzugte Lösungsmittel können hierbei niedere
Alkohole, Ketone und Ester sein. Insbesondere Ethanol kann verwendet werden. Nach
Einstellung der gewünschten Konzentration können die anorganischen und/oder organischen
Materialien und/oder ein anwendungsspezifisches Additiv zugesetzt werden.
[0029] Sind alle Komponenten zusammengegeben, erfolgt in Abhängigkeit von der Viskosität
der Masse eine Homogenisierung durch verschiedene Rührtechniken (Rührwerke, Dispergatoren).
In einem nächsten Schritt kann die Beschichtungslösung durch Tauchen, Besprühen, Übergießen
Einlegen oder Ausstreichen auf die Oberfläche der medizinischen Einrichtung aufgebracht
werden und in einem nachgelagerten Schritt getrocknet werden.
[0030] Weiterhin kann auch durch Druckminderung das Beschichtungsmaterial auf die Oberfläche
des Ballonkatheters aufgebracht werden, z.B. durch Bedampfen in einer Unterdruckkammer.
[0031] Dabei ist die Anwendung des Verfahrens nicht nur auf statische Oberflächen beschränkt.
Vielmehr kann das Beschichtungsmaterial auf die Oberfläche aufgetragen werden, während
die medizinische Einrichtung rotiert.
[0032] Im Folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele beschrieben, wobei die Erfindung nicht
auf die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt ist.
[0033] Nach einem ersten Ausführungsbeispiel werden 5 g Schellack 24 h unter Rühren in 100
ml Ethanol gelöst. Dieser Lösung wird 2 % Stearin (w/w) zugesetzt. Man lässt die Lösung
noch weitere 4 h bei 30 °C rühren. In diese Lösung werden die Ballonkatheter getaucht.
Durch mehrmaliges Tauchen wird die gewünschte Schichtdicke erreicht. Anschließend
wird bei 40 °C 1 h getrocknet
[0034] Nach einem zweiten Ausführungsbeispiel werden 5 g Schelleck 24 h unter Rühren in
100 ml Ethanol gelöst.. Die Lösung wird mittels Sprühtechnik auf den Ballonkatheter
aufgebracht. Es wird anschließend im Tauch oder Sprühverfahren ein Zytostatikum auf
der Suspension aufgetragen. Das Zytostatikum wird nach wenigen Minuten (1-2 min) abgegeben.
1. Ballonkatheter, insbesondere PTA- oder PTCA-Kathether mit einem Grundkörper mit einer
Beschichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung Schellack aufweist.
2. Ballonkatheter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Terpenoide natürlichen, synthetischen oder semisynthetischen Ursprungs sind.
3. Ballonkatheter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Terpenoide einer der folgenden Stoffklassen angehören oder Mischungen daraus
enthalten: Monoterpene, Sesquiterpene, Diterpene, Sesterterpene, Triterpene und Tetraterpene.
4. Ballonkatheter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung weitere Materialien aufweist, die organischen oder anorganischen
Ursprungs sind.
5. Ballonkatheter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganischen Materialien Oxide und/oder Salze sind.
6. Ballonkatheter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die anorganischen Materialien Phospate, Sulfate, Silicate, Carbonate oder Mischungen
daraus sind.
7. Ballonkatheter nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die organischen Materialien Lipide oder deren Komponenten und/oder Carbonsäuren,
deren Derivate oder Substitutionsprodukte sind.
8. Ballonkatheter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung Schellolsäure und/oder Abietinsäure, und/oder Kolophonium, und/oder
die Harze Dammar und/oder Mastix aufweist.
9. Ballonkatheter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung ein anwendungsspezifisches Additiv aufweist.
10. Ballonkatheter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Additiv ein antiproliferatorischer, antiinflammatorischer und/oder antibakterieller
Wirkstoff ist.
11. Ballonkatheter nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Additiv ein Medikament zur Reduzierung oder Verhinderung einer Restenose ist.
12. Ballonkatheter nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Additiv die Form von soliden Nano- oder Mikropartikeln bzw. -kapseln aufweist.
13. Verfahren zum Herstellen eines Ballonkatheters nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmaterial in einem vorgelagerten Schritt in eine homogene Lösung
überführt wird, in einem nächsten Schritt durch Tauchen, Besprühen, Einlegen oder
Ausstreichen auf die Oberfläche des Ballonkatheters aufgebracht wird und in einem
nachgelagerten Schritt getrocknet wird.
14. Verfahren zum Herstellen eines Ballonkatheters nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmaterial unter Druckminderung auf die Oberfläche abgeschieden wird.
15. Verfahren zum Herstellen eines Ballonkatheters nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmaterial auf die Oberfläche aufgetragen wird, während der Ballonkatheter
rotiert.
1. A balloon catheter, more specifically a PTA or PTCA catheter with a base body with
a coating, characterized in that the coating comprises shellac.
2. The balloon catheter according to claim 1, characterized in that the terpenoids are natural, synthetic or semi-synthetic in origin.
3. The balloon catheter according to claim 1 or 2, characterized in that the terpenoids belong to or include mixtures from one of the following families:
monoterpenes, sequiterpenes, diterpenes, sesterterpenes, triterpenes and tetraterpenes.
4. The balloon catheter according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the coating has other materials of organic or inorganic origin.
5. The balloon catheter according to claim 4, characterized in that the inorganic materials are oxides and/or salts.
6. The balloon catheter according to claim 4 or 5, characterized in that the inorganic materials are phosphates, sulfates, silicates, carbonates or mixtures
of these.
7. The balloon catheter according to one of the claims 4 to 6, characterized in that the organic materials are lipids or their components and/or carboxylic acids, their
derivates or substitution products.
8. The balloon catheter according to one of the afore-mentioned claims, characterized in that the coating comprises shellolic acid and/or abietic acid, and/or rosin, and/or dammar
resin and/or mastic resin.
9. The balloon catheter according to one of the afore-mentioned claims, characterized in that the coating has an application-specific additive.
10. The balloon catheter according to claim 9, characterized in that the additive is an antiproliferative, anti-inflammatory and/or antibacterial active
substance.
11. The balloon catheter according to claim 9 or 10, characterized in that the additive is a medicine for reducing or preventing restenosis.
12. The balloon catheter according to one of the claims 9 to 11, characterized in that the additive takes the form of solid nano- or microparticles or capsules.
13. A method for manufacturing a balloon catheter according to one of the claims 1 to
12, characterized in that in a first step the coating material is transferred to a homogeneous solution, that
in a next step it is applied onto the surface of the balloon catheter by dipping,
spraying, deposing or coating and that in a final step it is dried.
14. The method for manufacturing a balloon catheter according to one of the claims 1 to
12, characterized in that the coating material is precipitated onto the surface under a reduced pressure.
15. The method for manufacturing a balloon catheter according to one of the claims 1 to
12, characterized in that the coating material is applied onto the surface while the balloon catheter is rotating.
1. Cathéter à ballonnet, notamment cathéter PTA ou PTCA avec un corps de base avec un
revêtement, caractérisé en ce que le revêtement comporte de la gomme-laque.
2. Cathéter à ballonnet selon la revendication 1, caractérisé en ce que les terpénoïdes sont d'origine naturelle, synthétique ou semi-synthétique.
3. Cathéter à ballonnet selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les terpénoïdes appartiennent à l'une des classes suivantes ou contiennent des mélanges
de celles-ci: les monoterpènes, les sesquiterpènes, les diterpènes, les sesterterpènes,
les triterpènes et les tetraterpènes.
4. Cathéter à ballonnet selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le revêtement comporte d'autres matériaux qui sont d'origine organique ou anorganique.
5. Cathéter à ballonnet selon la revendication 4, caractérisé en ce que les matériaux anorganiques sont des oxydes et/ou des sels.
6. Cathéter à ballonnet selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les matériaux anorganiques sont des phosphates, des sulfates, des silicates, des
carbonates ou des mélanges de ces derniers.
7. Cathéter à ballonnet selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que les matériaux organiques sont des lipides ou leurs composants et/ou des acides organiques,
leurs dérivés ou produits de substitutions.
8. Cathéter à ballonnet selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement comporte de l'acide shellolique et/ou de l'acide abiétique, et/ou de
la colophane, et/ou des résines dammar et/ou mastic.
9. Cathéter à ballonnet selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement comporte un additif spécifique à son utilisation.
10. Cathéter à ballonnet selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'additif est une substance active antiproliférative, anti-inflammatoire et/ou antibactérienne.
11. Cathéter à ballonnet selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que l'additif est un médicament pour réduire ou prévenir une resténose.
12. Cathéter à ballonnet selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'additif se présente sous forme de nano ou microparticules ou capsules solides.
13. Méthode de fabrication d'un cathéter à ballonnet selon l'une des revendications 1
à 12, caractérisée en ce que le matériau de revêtement est transféré au cours d'une première étape dans une solution
homogène, puis appliqué au cours d'une deuxième étape par trempage, pulvérisation,
dépôt ou application sur la surface du cathéter à ballonnet et séché au cours d'une
étape finale.
14. Méthode de fabrication d'un cathéter à ballonnet selon l'une des revendications 1
à 12, caractérisée en ce que le matériau de revêtement est précipité sur la surface à pression réduite.
15. Méthode de fabrication d'un cathéter à ballonnet selon l'une des revendications 1
à 12, caractérisé en ce que le matériau de revêtement est appliqué sur la surface pendant une rotation du cathéter
à ballonnet.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente