[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen und Transportieren zumindest
eines Farbe führenden Zylinders einer Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 sowie ein Verfahren zum Erfassen und Transportieren zumindest eines Zylinders nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 16.
[0002] Zur Abwicklung von Druckaufträgen ist es häufig notwendig, die Walzen der Druckmaschine
zu wechseln. Am häufigsten werden in der Regel die eigentlichen Druckzylinder gewechselt,
da diese die Druckform tragen, die auf dem Bedruckstoff für das Druckmotiv sorgen.
Solche Druckzylinder umfassen in der Regel einen Zylinderkörper und an dessen Stirnseiten
jeweils einen Zapfen. Die Oberfläche des Zylinderkörpers steht für die Druckform zur
Verfügung, die beispielsweise auf den Zylinderkörper aufgeklebt wird oder auf einer
Hülse befestigt wird, die dann auf den Zylinderkörper aufgeschoben wird, während die
Zapfen insbesondere für die Lagerung des Zylinders in der Druckmaschine vorgesehen
sind. Soll ein solcher Zylinder gewechselt werden, so wird er ebenfalls über die Zapfen
erfasst.
[0003] Die vorliegende Erfindung bezieht sich jedoch nicht alleine auf Druckzylinder, sondern
auf alle Zylinder in einer Druckmaschine, die Farbe führen. Insbesondere können dies
Rasterwalzen sein. Beispielsweise in einer Flexodruckmaschine dienen Rasterwalzen
dazu, Druckfarbe auf den Druckzylinder aufzutragen. Auch Rasterwalzen können ausgetauscht
werden, beispielsweise, wenn in dem betreffenden Farbwerk die Druckfarbe gewechselt
wird.
[0004] In einer Zentralzylinder-Flexodruckmaschine sind in der Regel die Farbwerke um einen
zentralen Gegendruckzylinder herum angeordnet werden. Jedes Farbwerk umfasst dabei
zumindest einen Druckzylinder, der an den den Bedruckstoff führenden Gegendruckzylinder
anstellbar ist. An den Druckzylinder ist wiederum die Rasterwalze anstellbar, die
die Druckfarbe, die sie auf den Druckzylinder überträgt, aus einem Farbreservoir,
beispielsweise einer Rakelkammer, entnimmt. Es sind auch derartige Maschinen bekannt,
bei denen zwischen dem Farbreservoir und der Rasterwalze noch eine Farbauftragswalze
zwischengeschaltet ist.
[0005] Druckmaschinen, die nach anderen Druckverfahren arbeiten, umfassen zusätzliche und/oder
andere Zylinder als die, die für den Flexodruck beschrieben worden sind.
[0006] Um die verschiedenen Walzen und Zylinder aneinander anstellen zu können, ist jede
von ihnen mit ihren Zapfen in jeweils einem Lagerelement gelagert, das relativ zum
Druckmaschinenrahmen bewegbar ist. Im Beispiel des Flexodrucks ist dieses Lagerelement
oft ein Lagerbock, der auf Führungen verschiebbar ist. Diese Führungen und der Lagerbock
sind auf oder an Konsolen des Druckmaschinengestells angeordnet.
[0007] Um die Zylinder nun wechseln zu können, ist bei Druckmaschinen des Standes der Technik
ein System zum Erfassen und Transportieren zumindest eines Farbe führenden Zylinders
vorgesehen, welches die Zapfen, die die Lagerelemente durchstoßen, von den Stirnseiten
her aufnehmen kann. Dazu sind Tragelemente so ausgestaltet, dass die Zapfen ihnen
aufliegen. Dabei sind die Tragelemente an einer Bewegungseinrichtung angeordnet, welche
wiederum an einem Traggestell angeordnet und relativ zu diesem bewegbar sind. Die
Bewegungseinrichtung ist derart gestaltet, dass die Tragelemente außenseitlich der
Konsolen des Druckmaschinengestells vorbei bewegbar sind, um die Zapfen von außen
her erfassen zu können. Die Veröffentlichung
EP 1 016 522 A1 zeigt ein solches System. Zylinder mit endseitigen Zapfen werden auch oft als Druckrollen
bezeichnet.
[0008] Das Erfassen der Zapfen von den Stirnseiten her führt jedoch dazu, dass für das System
zum Erfassen und Transportieren ein großer Bauraum beidseits der Druckmaschine benötigt
wird.
[0009] Die
DE 84 06 471 U1 offenbart eine Vorrichtung zum Austauschen einer Nummerler- und Eindruckvorrichtung
in Druckmaschinen, die Tragelemente umfasst, die mit den Zapfen der Welle in Kontakt
treten, um die Welle austauschen zu können, wobei jedes Tragelement zwei Greifarme
umfasst. Ein Greifarm ist dabei feststehend und der zweite Greifarm beweglich angeordnet,
so dass er zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Position bewegbar ist.
[0010] Allerdings kann es passieren, dass die zweite Greiferzange unbeabsichtigt öffnet
und so der Zylinder von den Tragelementen herabfällt.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein verbessertes System vorzuschlagen, mit
dem ein unbeabsichtigtes Öffnen der Greiferarme verhindert wird.
[0012] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1. Demnach
ist vorgesehen,dass die zweite Greifbacke in der geschlossenen Position durch eine
Verriegelungseinrichtung verriegelbar ist.
[0013] Diese Verriegelungseinrichtung verhindert also, dass sich die zweite Greifbacke unbeabsichtigt
öffnet und dass der Zylinder von den Tragelementen herab fällt. Erst wenn die Verriegelungseinrichtung
entriegelt wird, ist das Öffnen der zweiten Greiferbacke möglich.
[0014] Mit dieser Erfindung ist es weiterhin möglich, dass die Walzen nicht von der Seite
(in axialer Richtung gesehen) her ergriffen werden, sondern beispielsweise von oben.
Die Tragelemente können dann zwischen zwei Konsolen eingeführt werden und können dann
die Zylinderzapfen ergreifen. In der Regel sind zwei solcher Tragelemente vorgesehen,
von denen jedes einen Zapfen der Walze umfasst. Aufgrund der zangenartigen Ausbildung
braucht die Bewegung zum Erfassen der Zapfen nur noch in radialer Richtung erfolgen.
Diese Anordnung hat nicht nur Vorteile in Bezug auf den Platzverbrauch, sondern bietet
auch die Freiheit, das gesamte Farbwerk den Wünschen entsprechend aufzubauen. So kann
nun vorgesehen werden, verschiedene Einrichtungen auf die dem Zylinderkörper abgewandten
Enden der Zapfen wirken zu lassen. Insbesondere kann ein Antrieb vorgesehen werden,
dessen Antriebsachse mit der Drehachse des Zylinders im Wesentlichen fluchtet. Derartige
Antriebe sind als "Direktantriebe" bekannt.
[0015] Weiterhin ist vorgesehen, dass eine erste Greifbacke feststehend ist. Diese Greifbacke
kann also feststehend an einer Bewegungseinrichtung des Systems angebracht sein. Diese
Bewegungseinrichtung kann ein Ausleger eines Kranes sein. Eine zweite Greifbacke ist
dann beweglich ausgestaltet, so dass durch die Bewegung der zweiten Greifbacke der
Zapfen ergriffen werden kann. Aufgrund dieser Anordnung wird der mechanische Aufwand
für die Bewegung der Greifbacken möglichst gering gehalten. Die Bewegungseinrichtung
kann in diesem Fall die erste Greifbacke an den Zapfen des Zylinders fahren, so dass
diese an dem Zapfen anliegt oder wenigstens nahezu anliegt Anschließend kann die zweite
Greifbacke bewegt werden, so dass der Zapfen nun umgriffen und dadurch sicher gehalten
wird. Ein Herunterfallen des Zylinders ist damit nahezu ausgeschlossen.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die eine zweite Greifbacke
am Ende einer Welle angeordnet Ist. Die Greifbacke erstreckt sich radial von dieser
Welle weg. Die Welle kann dann mit einem Drehmoment beaufschlagt werden, so dass eine
Drehung der Welle zu einem Verschwenken der Greifbacke führt. Dieser Aufbau ist vorteilhaft,
da der Zapfen zwar nicht im Bereich der Stirnseite ergriffen werden soll, aber sich
Teile der Bewegungseinrichtung, insbesondere die Ausleger weiter außen befinden können.
[0017] Vorteilhaft ist auch, wenn die eine zweite Greifbacke mittels eines Schiebers, der
auf die erwähnte Welle wirken kann, bewegbar ist, wobei der Schieber von einem Druckmittelzylinder
antreibbar ist. Da die Greiferbacke lediglich in zwei verschiedene Positionen verschoben
werden muss (geöffnete und geschlossene Position), ist die Verwendung eines Druckmittelzylinders
eine kostengünstige Möglichkeit für einen Antrieb, insbesondere dann, wenn der Druckmittelzylinder
ein Druckluftzylinder ist. Die Kraft, die der Antrieb aufbringt, wird erfindungsgemäß
durch den Schieber der Welle und/oder der zweiten Greifbacke vermittelt.
[0018] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Welle
einen sich radial von ihr weg erstreckenden Bolzen umfasst, welcher in eine in den
Schieber eingebrachte Kulisse greift. Wird nun der Schieber in axialer Richtung bewegt
und variiert der Abstand der Kulisse von der Bewegungsrichtung, so wird der Bolzen
seitlich bewegt und verursacht, da die Welle axial unverschieblich gelagert ist, eine
Drehbewegung der Welle und damit eine Schwenkbewegung der Greiferbacke. Auf diese
Weise wird eine preisgünstige, Platz sparende und mechanisch einfache Möglichkeit
geschaffen, die Greifbacke mit einer Rotationsbewegung zu beaufschlagen. Ein weiterer
Vorteil wird noch durch das in dem folgenden Absatz beschriebenen Merkmal offenbar.
[0019] Demnach ist es vorteilhaft, wenn der Schieber an einer Stirnseite die Verriegelungseinrichtung
trägt, die einen Stift umfasst. In der Verriegelungsposition, also wenn die Greifbacke
in der geschlossenen Position steht, greift dieser Stift in eine Bohrung der Greifbacke
ein, welche parallel zu der Welle verläuft. Mit diesem Stift wird auf einfache Weise
ein unbeabsichtigtes Schwenken der Greifbacke verhindert. Insbesondere ist zur Betätigung
der Verriegelungseinrichtung keine eigene Antriebseinrichtung notwendig. Vielmehr
reicht der Antrieb aus, der den Schieber bewegt, da dieser die Verriegelungseinrichtung
umfasst.
[0020] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Position der beiden Greifbacken zueinander,
wenn sie sich in der geschlossenen Position befinden. Die Greifbacken weisen dabei
Tragkanten auf, auf denen der Zapfen aufliegt, wenn dieser getragen wird. Vorteilhaft
ist es, wenn die Tragkanten einen Winkel von weniger als 180 Grad umfassen. Die Tragkanten
liegen dann auf den Linien eines offenen Dreiecks, das praktisch als Aufnahmevertiefung
für den Zapfen dient, damit dieser nicht seitlich verrutscht oder gar rollt.
[0021] Bevorzugt ist dabei, wenn dieser Winkel 120 Grad oder weniger beträgt. 120 Grad ist
dabei der Winkel, den zwei Kanten eines regelmäßigen Sechsecks zueinander einnehmen.
Besonders bevorzugt ist es jedoch, wenn die beiden Tragkanten einen Winkel von 60
Grad einnehmen, den zwei Linien in einem regelmäßigen Dreieck einnehmen. Wenn nun
auch der Zylinder entsprechende Abflachungen aufweist, welche von einem regelmäßigen
Dreieck umschrieben werden können, ist es vorteilhaft, wenn die Tragkanten so ausgestaltet
sind, dass sie an diesen Flächen vollständig anliegen.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Tragelement
ein Tastelement umfasst, welches an dem Zapfen anliegt, wenn die Greifbacken den Zapfen
umgreifen oder zumindest wenn die Bewegungseinrichtung die Greifbacken schon in eine
Position bewegt hat, in der die Greifbacken geschlossen werden können. Gleichwohl
kann das Tastelement bereits mit dem Zapfen in Berührungskontakt stehen, wenn die
Bewegungseinrichtung die Greifbacken noch oder schon bewegt.
[0023] Vorteilhaft ist es dabei, wenn das Tastelement mit einer Kraft beaufschlagbar ist,
die von einem vorgespannten federnden Element aufgebracht werden kann. Werden die
Greifbacken von der Bewegungseinrichtung an den Zapfen gefahren, so wird das Tastelement
gegen diese Kraft bewegt. Wenn die Greifbacken geschlossen sind, so drückt das Tastelement
- aufgrund der Beauschlagung mit der genannten Kraft - den Zapfen gegen die Tragkanten
der Greifbacken. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Tastelement eine Kontaktfläche
hat, die an einer oder mehreren Abflachungen des Zapfens anliegt, so dass die Krafteinwirkung
auf den Zapfen über eine möglichst große Kontaktfläche erfolgt. In diesem Zusammenhang
ist es erwähnenswert, dass die Kontaktfläche und die Tragkanten ein regelmäßiges Dreieck
bilden. Wenn nun auch der Zapfen Abflachungen umfasst, die in das gleiche regelmäßige
Dreieck einbeschrieben sind, ist der Zapfen beim Transport vollständig festgelegt.
Selbst bei einer Kollision des Zylinders während des Transports ist es sehr unwahrscheinlich,
dass sich der Zylinder aus dem "Griff" des Tragelements löst.
[0024] Um eine problemlose und störungsfreie Funktion des Tastelements zu gewährleisten,
kann dieses relativ zum Tragelement entlang von Führungen verschiebbar sein.
[0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Tragelement
Sensoren umfasst, mit welchen die Positionen des Tastelements ermittelbar sind. Auf
diese Weise kann beispielsweise festgestellt werden, wie weit das Tastelement durch
das Heranfahren des Tragelements verschoben wurde. Es können dann beispielsweise Aussagen
darüber getroffen werden, ob eine unbeabsichtigte Kollision vorliegt. Diese Information
kann dann von einer Steuervorrichtung des erfindungsgemäßen Systems für eine angemessene
Reaktion, die ein Notstopp sein kann, verwendet werden. Diese Sensoren sind zudem
auch besonders dann von Vorteil, wenn verschiedene Zylindertypen in der Druckmaschine
verschiedene Durchmesser zumindest in den Bereichen, in denen das Tastelement angreift,
aufweisen. In diesem Fall können über die Positionsbestimmungen Aussagen über den
Zylindertypen getroffen werden. Auf diese Weise können Fehler bei der Bestückung der
Druckmaschine erkannt werden, wenn beispielsweise fehlerhaft eine Rasterwalze anstelle
eines Druckzylinders ergriffen wurde. Eine solche Fehlererkennung ermöglicht eine
zügige Problembehandlung, was letztendlich dazu führt, dass die Druckmaschine schnell
gerüstet werden kann.
[0026] Die Erfindung betrifft auch Farbe führende Zylinder in einer Druckmaschine, die einen
Zylinderkörper und endseitige Zapfen umfassen. Erfindungsgemäß umfasst jeder Zapfen
an einer axialen Position zumindest drei Abflachungen. Aufgrund dieser Abflachungen
ist es möglich, einen solchen Zapfen mit den Greifbacken eines Systems zum Erfassen
und Transportieren sicher zu umgreifen. Neben dem sicheren Halten ist es auch möglich,
den Zylinder in einer definierten Winkellage zu transportieren.
[0027] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Zylinders ist vorgesehen, dass
jeder Zapfen an einer weiteren axialen Position zumindest eine weitere Abflachung
umfasst. Somit ist es möglich, den Zylinder mit dieser Abflachung in einem Zylinderlager
auf einer Tragfläche abzulegen. Damit nimmt der Zylinder in diesem Zylinderlager eine
definierte Winkelposition, die so genannte "Nullposition" ein. Im Zusammenhang mit
den im vorherigen Abschnitt genannten Abflachungen kann der Zylinder nun ergriffen
werden, ohne dass sich seine Winkelposition weder während des Ergreifens noch während
des Transports ändert. Der Zylinder kann also in einer definierten Winkelposition
in das Farbwerk eingelegt werden. Ist zusätzlich noch beispielsweise die Druckform
eines Druckzylinders an dieser Nullposition ausgerichtet, kann die Steuerung der Druckmaschine
diesen Druckzylinder in Umfangsrichtung in Bezug auf die weiteren Druckzylinder vorpositionieren.
Diese Maßnahme führt also insgesamt zu einer verkürzten Anlaufzeit beim Andrucken
eines Druckauftrags. Druckzylinder weisen vorteilhafterweise eine weitere Abflachung
auf, Rasterwalzen können drei weitere Abflachungen aufweisen, wenn die Anzahl der
ersten Abflachungen auch bei drei liegt und so weiter. Bei einer Rasterwalze muss
keine Rücksicht auf eine Positionierung des Druckmotivs genommen werden, weshalb die
Winkelposition keine Rolle spielt.
[0028] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen Beschreibung
und den Ansprüchen hervor.
[0029] Die einzelnen Figuren zeigen:
- Fig. 1
- Seitenansicht einer Druckmaschine
- Fig. 2
- Ansicht II-II aus Fig. 1
- Fig. 3
- Ansicht III-III aus Fig. 2
- Fig. 4
- Schnitt durch den Zapfen einer erfindungsgemäßen Farbe übertragenden Walze
- Fig. 5
- Ansicht V-V aus der Figur 2
- Fig. 6
- Die Bauteile des Mechanismus, mit dem der erste Greifarm verschwenkt wird
- Fig. 7
- Die Bauteile aus Figur 6 und einen Sensor
- Fig. 8
- Die Seitenansicht des Bleches aus Figur 7
- Fig. 9
- Ansicht V-V aus der Figur 2 mit geöffnetem Greifarm
- Fig. 10
- Die Bauteile des Mechanismus, mit dem der erste Greifarm verschwenkt wird (mit geöffnetem
Greifarm)
- Fig. 11
- Die Bauteile aus Figur 6 und einen Sensor (mit geöffnetem Greifarm)
[0030] Fig. 1 zeigt eine Druckmaschine 1, die im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Zentralzylinder-Flexodruckmaschine
darstellt. Sie umfasst daher einen Gegendruckzylinder 2, auf dem der Bedruckstoff
3 geführt wird. Die Rotationsrichtung des Gegendruckzylinders wird durch den Pfeil
R dargestellt. Damit der Bedruckstoff 3 bereits vor der ersten Druckwalze vollständig
auf dem Gegendruckzylinder 2 aufliegt, wird er von einer Anpresswalze 4 geführt.
[0031] Um den Gegendruckzylinder 2 sind mehrere, in dem gezeigten Ausführungsbeispiel acht,
Farbwerke 5 angeordnet. Jedes Farbwerk 5 umfasst zunächst eine Konsole 6, die sich
von einem zentralen Maschinengestell 7 weg erstreckt. Jede Konsole trägt die Zylinder,
die für das Verdrucken einer Farbe notwendig sind. An den Gegendruckzylinder 2 anstellbar
sind die Druckwalzen 8. Zum Auftragen der Druckfarbe auf die Druckwalzen 8 sind Rasterwalzen
9 vorgesehen, die dementsprechend an die Druckwalzen 8 anstellbar sind. Die Rasterwalzen
9 werden aus der in der Figur 1 nicht dargestellten Rakelkammern 10 mit der jeweils
gewünschten Druckfarbe versorgt. Da insbesondere die Druckwalzen 8, gegebenenfalls
auch die Rasterwalzen 9 gegen solche mit unterschiedlichen Durchmessern oder gegen
solche mit Unterschieden in Bezug auf andere Eigenschaften (bei Rasterwalzen beispielsweise
das Fördervolumen) ausgetauscht werden sollen, sind die genannten Walzen 8, 9 in Lagerböcken
gelagert, welche mittels geeigneter Verschiebeeinrichtungen relativ zum Gegendruckzylindern
verschiebbar sind. Diese Verschiebeeinrichtungen können Führungsschienen umfassen,
die auf oder an der Konsole befestigt sind und die sich vom Gegendruckzylinder weg
erstrecken. Die Verschiebeeinrichtungen umfassen des weiteren Antriebe zum Verschieben
der Lagerböcke entlang der Führungsschienen, wobei diese Antriebe in der Regel eine
Spindel-Spindelmutter-Kombination aufweisen.
[0032] Jede der genannten Walzen 8, 9 wird von Drehmoment zuführenden Bauteilen mit einem
Antriebdrehmoment versorgt. Oft sind dies Zahnräder, die mit jeweils einem an der
Walze angebrachten Zahnrad kämmen. Diese Zahnräder können von einem zentralen Antrieb
angetrieben werden. Es sind aber auch seit einigen Jahren Druckmaschinen bekannt,
die für jede Walze 8, 9 einen eigenen Antrieb umfassen, die über Zahnräder die jeweilige
Walze antreiben.
[0033] Zum Austausch der Walzen sind die diese Walzen lagernden Lager der Lagerböcke derart
ausgestaltet, dass eine Entnahme der Walzen möglich ist. Vorteilhaft ist es, wenn
die Lager auf den Zapfen der Walzen verbleiben und Teile des Lagerbocks abgeklappt
werden, so dass die Walzen nach oben entnehmbar sind. Außerdem ist die Walze- gegebenenfalls
zuvor - vom Antriebsstrang abzukoppeln.
[0034] Für die weitere Erklärung des Walzentausches ist die Druckmaschine gedanklich durch
eine gedachte Mittellinie 11 in zwei Hälften geteilt, so dass auf jeder Seite dieser
Mittellinie die Hälfte der Farbwerke 5 liegt. Jede Hälfte wird in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
von einem Kran 20 bedient. Der Kran 20 ist in der Lage, sowohl die Druckwalzen 8 als
auch Rasterwalzen 9 bzw. alle am Druckprozess beteiligten Walzen aus der Druckmaschine
zu entnehmen bzw. dieser zuzuführen. Der Kran 20 umfasst zum Ergreifen der Walzen
8, 9 Greifer 21, die in der Lage sind, die Zapfen der Walze zu umgreifen. Jedem Ende
der Walze ist also ein Greifer 21 zugeordnet.
[0035] Jeder Greifer 21 ist an einem Ende eines Auslegers 22 angeordnet, wobei die Ausleger
entlang eines Tragbalkens 23 verfahrbar sind. Ausleger und Tragbalken sind vorteilhafterweise
waagerecht angeordnet. Mit dieser Anordnung ist es möglich, den Greifer 21 zwischen
zwei Konsolen 6 in die Druckmaschine einzuführen und dort eine Walze 8 oder 9 zu ergreifen.
Um die verschiedenen, übereinander angeordneten Farbwerke zu erreichen, ist der Tragbalken
23 höhenverschiebbar an einer Vertikalstütze 24 angeordnet. Um die Verfahrmöglichkeiten
noch stärker auszuweiten, ist auch die Vertikalstütze 24 verschiebbar. Die Vertikalstütze
24 ist dazu entsprechend in oder an einem Traggestell 27 angeordnet. Das Traggestell
27 besteht dabei aus zwei Säulen 25, die miteinander durch einen Träger 26 verbunden
sind. Die Vertikalstütze 24 läuft dabei vorteilhafterweise auf an oder auf dem Träger
26 angeordnete Schienen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Kran insgesamt
drei Verfahrmöglichkeiten umfasst, von denen vorzugsweise zwei die Greifer 21 in horizontaler
und einer die Greifer in vertikaler Richtung bewegen. Auf diese Weise ist es möglich,
alle Farbwerke mit Walzen zu bedienen und dabei das eigentliche Traggestell 27 vollständig
außerhalb der Druckmaschine zu belassen. Zu betonen ist an dieser Stelle, dass die
Bewegungsrichtungen des Krans immer parallel zu einer Ebene senkrecht zu den Achsen
der Walzen liegen. Mit anderen Worten ist der Kran nicht in der Lage die Walzen in
axialer Richtung zu bewegen. Für jede der drei genannten Verfahrmöglichkeiten ist
ein eigener Antrieb, beispielsweise ein Elektromotor, vorgesehen.
[0036] Die Walzen 8, 9, die mithilfe des Krans 20 aus den Farbwerken ausgehoben worden sind,
können in dem Walzenlager 30 abgelegt werden. Das Walzenlager 30 umfasst zahlreiche
Walzenpositionen 31, in denen jeweils eine Walze 8,9 abgelegt werden kann. Der Kran
20 mit seinen möglichen Verfahrwegen kann eine Walze 8,9 nicht nur zwischen einem
Farbwerk und einer Walzenposition 31 transportieren, sondern auch zwischen zwei Walzenpositionen
31, so dass während des Druckbetriebes die Walzen so im Walzenlager angeordnet werden
können, dass das Rüsten für den folgenden Druckauftrag möglichst effektiv, d.h. mit
möglichst kurzen Verfahrwegen für den Kran 20 erfolgen kann.
[0037] Um der erfindungsgemäßen Druckmaschine 1 im Bedarfsfall Druck- oder Farbübertragungswalzen
zuführen zu können, ist zwischen der eigentlichen Druckmaschine und dem Walzenlager
30 ein Freiraum 28 vorgesehen, in den ein Walzentransportwagen 29 eingeschoben und
positioniert werden kann. Selbstverständlich kann der Kran 20 die auf diese Weise
zugeführten Walzen ergreifen und in dem Walzenlager 30 und/oder in den Farbwerken
ablegen. Anschließend können die abzutransportierenden Walzen auf den Walzentransportwagen
29 gehoben werden.
[0038] Zumindest eine der Walzenpositionen 31 ist als Wechselposition 32 ausgebildet, in
der eine Walze 8,9 durch weiter unten beschriebene Einrichtungen einendig gehalten
werden kann, so dass eine auf die Walze aufgeschobene Druck- oder Rasterwalzenhülse
über das nicht gehaltene Ende axial abgezogen werden kann. Insgesamt können Rasterwalzen
oder Druckwalzen an beliebigen Walzenpositionen 31 gelagert werden.
[0039] Die Walzenpositionen 31 sind an Ständern 33 des Walzenlagers 30 angeordnet. Zur Aufnahme
der Walzen in den Walzenpositionen 31 sind an den Ständern 33 vertikal beabstandete
Auskragungen 34 angebracht, die außenseitlich Vertiefungen 35 umfassen, welche die
Zapfen der Walzen aufnehmen, um ein Wegrollen zu verhindern (siehe Fig. 2)
[0040] An bestimmten Ständern 33 sind - im Wesentlichen horizontale - Träger 36 angeordnet,
die weitere Walzenpositionen umfassen. Diese horizontalen Träger 36 überspannen zumindest
teilweise den Freiraum 28, in den ein Walzentransportwagen 29 eingeschoben werden
kann. Auch diese Maßnahme trägt dazu bei, die Zeiten für das Bestücken der Farbwerke
5 mit neuen Walzen so kurz wie möglich zu halten.
[0041] Für jede Hälfte der Druckmaschine 1 ist ein Walzenlager 30 mit jeweils mindestens
18 Walzenpositionen 31 vorgesehen. Diese 18 Walzenpositionen sind geeignet, drei Sätze
Druckwalzen zu je vier Walzen und einen Satz Rasterwalzen mit vier Walzen aufzunehmen.
Weitere zwei Positionen sind als Wechselpositionen ausgestaltet und/oder dienen zur
Aufnahme einer oder mehrerer Walzen, die aus einem Farbwerk entnommen worden sind.
Sollen sowohl freie Positionen zur Aufnahme zweier Walzen aus einem oder mehreren
Farbwerken als auch freizuhaltende Wechselpositionen vorgesehen sein, erhöht sich
die Zahl der. vorgesehenen Walzenpositionen auf mindestens 20. Wird die Druckmaschine
ausschließlich mit Walzen mit aufgeschobenen Druckhülsen betrieben, brauchen in der
Regel keine Walzen mit dem Walzentransportwagen 29 zugeführt werden. Für jedes Farbwerk
stehen dann vier Druckwalzen zur Verfügung, die im Zusammenhang mit Druckhülsen mit
verschiedenen Außendurchmessern nahezu den vollständigen Formatlängenbereich, den
die Druckmaschine grundsätzlich zur Verfügung stellt, abdeckt, ohne dass beispielsweise
so genannte Adapterhülsen benötigt werden.
[0042] Die Figur 2 zeigt die Ansicht II-II aus der Figur 1, wobei der Kran mit seinen Greifern
21 bereits die Druckwalze 8 ergriffen hat oder noch nicht losgelassen hat. In dieser
Ansicht sind verschiedene Bauteile des Farbwerks 5 zu sehen, die in der Figur 1 nicht
eingezeichnet sind. Auf jeder der beiden Konsolen 6 sind Führungsschienen 12, auf
welchen die Lagerböcke 13, in welchen zumindest im Druckbetrieb die Druckwalze 8 mit
ihren Zapfen 14 gelagert ist, verfahrbar ist. Zum Verfahren bieten sich angetriebene
Spindel-Spindelmutter-Kombinationen an, von denen die Spindelmuttern 15, die fest
in den Lagerböcken angeordnet sind, zu erkennen sind. Aber auch andere Antriebsarten
zum Verfahren der Lagerböcke können an dieser Stelle eingesetzt werden.
[0043] An den Zapfen 14 sind Lager 16 angeordnet, welche in entsprechenden Schalen 17, welche
Bestandteile der Lagerböcke 13 sind, liegen. Die linke der beiden Schalen 17 ist im
geöffneten Zustand dargestellt, wogegen das rechte Lager noch geschlossen dargestellt
ist. Hierbei ist ein Deckel 18 über das Lager 16 geklappt und mit der Schale 17 verbunden,
so dass sich die Walze 8 im Druckbetrieb nicht relativ zum Lagerbock bewegen kann.
Über Kupplungen 19, deren Funktionsweise an dieser Stelle nicht näher beschrieben
werden soll, ist die Druckwalze 8 an ein Ansatzstück 40 bzw. den Antrieb 41 ankuppelbar.
Der Antrieb wirkt vorteilhafterweise getriebelos auf die Druckwalze 8. Das Ansatzstück
40, welches von einer nicht näher gezeigten Verschiebeeinrichtung 42 in axialer Richtung
der Walze 8 verschiebbar ist, ist in der Figur 2 bereits von dem Zapfen 14 der Druckwalze
8 abgezogen worden. Der Antrieb 41 ist in der gezeigten Darstellung jedoch noch drehfest
mit der Druckwalze 8 gekuppelt. Es ist erwähnenswert, dass das am Gestell gelagerte
Stück der Kupplung 19 von dem Antrieb 41 unter Zwischenschaltung eines Wellenbalges,
welcher in axialer Richtung stauch- und streckbar und in Umfangsrichtung torsionssteif
ist, mit Drehmoment beaufschlagt wird.
[0044] In dieser Figur ist dargestellt, dass jeder Greifer 21 des Kranes 20 bereits einen
Zapfen 14 ergriffen hat. An jedem Ausleger 22 des Kranes 20 ist endseitig ein Winkelstück
50 fest angebracht. Jedes Winkelstück 50 trägt ein Tragstück, welches in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel als rohrartiges Stück 51 ausgeformt ist, dessen Achse senkrecht
zur Erstreckungsrichtung des Auslegers 22 und damit parallel zur axialen Erstreckung
der Druckwalze 8 verläuft. Dieses Tragstück trägt vor allem die eigentlichen Greifer
21 sowie weitere Bauteile, die noch zu beschreiben sind. An dem Tragstück ist ein
Lager- und Führungsstück 52 angeordnet. Das Lager- und Führungsstück stellt also eine
innenseitliche Verlängerung des Tragstücks dar. Innenseitlich, also der Druckwalze
8 zugewandt, sind die Greifbacken 53 und 54 der Greifer 21 an dem Lager- und Führungsstück
52 angeordnet.
[0045] Es sind verschiedene Konfigurationen aus Ausführungsformen der Ausleger, der Winkelstücke,
der Tragstücke und der Lager- und Führungsstücke denkbar. So können verschiedene Kombinationen
dieser Bauteile einstückig ausgeführt werden oder auf einzelne Bauteile verzichtet
werden, ohne dass der erfinderische Gedanke verlassen wird. Vorteilhaft ist aber insbesondere,
dass sich Tragstücke und Lager- und Führungsstücke sich vom Winkelstück aus gesehen
in axialer Richtung gesehen zur Walze hin erstrecken. In diesem Fall können Ausleger
und Winkelstück außenseitlich an den Stirnseiten der Zapfen der Walzen vorbei bewegt
werden, während die Greifarme die Zapfen weiter innen greifen.
[0046] Die Figur 3 zeigt die Ansicht III-III in der Figur 2. Gleiche Bauteile sind mit gleichen
Bezugszeichen versehen, so dass auf eine erneute Beschreibung dieser Bauteile verzichtet
wird. Anhand dieser Figur ist nochmals deutlich zu erkennen, dass sich die Bauteile
51 und 52 von dem Ausleger in Richtung der Druckwalze 8 erstrecken. Innenseitlich
an dem Lager- und Führungsstück 52 ist ein erster Greiferarm 53 angeordnet. Dieser
erste Greiferarm 53 ist vorteilhafterweise drehbar in dem Lager- und Führungsstück
52 gelagert. Ebenfalls innenseitlich an dem Lager- und Führungsstück ist ein zweiter
Greiferarm 54, vorzugsweise feststehend, angeordnet (siehe Figur 2).
[0047] Die Figur 4 zeigt die Ansicht IV - IV aus Figur 2. Diese Ansicht stellt einen Querschnitt
durch den Zapfen 14 an der axialen Position dar, an der die beiden Greiferarme 53
und 54 den Zapfen ergreifen. Die Greiferarme 53, 54 weisen an den Bereichen, mit denen
sie mit dem Zapfen in Berührungskontakt treten, Kontaktflächen auf, die eine auswechselbare
Verschleißschicht 55 tragen können (siehe Figur 5). Um die Walze sicher ergreifen
zu können, weist diese an den genannten axialen Positionen Abflachungen 56 an der
Umfangsfläche auf, welche in Umfangsrichtung vorzugsweise vollständig mit der auswechselbaren
Verschleißschicht 55 in Kontakt stehen. Die Abflachungen sind vorzugsweise gleichmäßig
auf dem Umfang des Zapfens verteilt, so dass sie in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
auf den Kanten eines gleichmäßigen Dreiecks liegen. Je zwei Abflachungen nehmen folglich
einen Winkel von 60 Grad zueinander ein. Auch die Kontaktflächen der Greiferarme 53
und 54 nehmen entsprechend einen Winkel von 60 Grad zueinander ein.
[0048] Die Figur 5 zeigt die Ansicht V-V aus der Figur 2. In der Figur 5 ist gezeigt, dass
der erste Greifarm 53 und der zweite Greifarm 54 den Zapfen 14 der Walze 8 ergriffen
haben. Zusätzlich liegt noch ein Tastelement 57 an dem Zapfen 14 an. Dieses Tastelement
57 ist relativ zu dem Lager- und Führungsstück verschieblich gelagert. Zudem wirkt
auf dieses Tastelement 57 ein Federelement 58, dessen Kraft in Richtung auf den Zapfen
14 wirkt, so dass das Tastelement auf den Zapfen drückt. Da das Tastelement 57 mit
einer geraden Kante an einer der Abflachungen 56 anliegt, ist der Zapfen gegen Verdrehen
gesichert. Zusätzlich drückt das Tastelement 57 den Zapfen 14 gegen die Greifarme
53, 54, so dass der Zapfen gegen Herausfallen gesichert ist. Der Greifarm 54 weist
eine nicht dargestellte Führungsnut auf, in welche der Ansatz 59 des Tastelements
57 eingreift. Weiterhin kann eine zweite Führung vorgesehen sein, die aus einem an
dem Tastelement angebrachten Stift besteht, die in eine Bohrung in dem Lager- und
Führungsstück 52 greift. Alternativ kann der Stift in dem Lager- und Führungsstück
52 befestigt sein und in eine Bohrung des Tastelements 57 greifen.
[0049] In der Figur 5 ist zusätzlich die Welle 60 zu erkennen, an welcher der erste Greifarm
53 fest angeordnet ist. Der Greifarm ist damit um die Welle 60 schwenkbar, wenn diese
mit einem Drehmoment beaufschlagt wird. Der erste Greifarm 53 umfasst zusätzlich eine
Bohrung 61, in die ein Arretierstift eingreifen kann. Sobald dieses erfolgt ist, ist
der Greifarm 53 gegen Verschwenken gesichert, so dass ein unbeabsichtigtes Öffnen
des Greifers 21 vermieden wird. Der Greifarm 54 ist fest am Lager- und Führungsstück
52 angebracht.
[0050] Die Figuren 6 und 7 zeigen die Bauteile des Mechanismus, mit dem der erste Greifarm
53 verschwenkt wird. Dazu ist in dem Lager- und Führungsstück 52 ein Schieber 62 in
Richtung des Doppelpfeils D verschieblich angeordnet. In diesen Schieber eingearbeitet
ist eine Führungsnut 63, deren Enden seitlich, also quer zur Richtung des Doppelpfeils
D versetzt sind. Ein Stift 64 ist an der Welle 60 befestigt und greift in die Führungsnut
63 ein. Ein Verschieben des Schiebers 62 bewirkt nun, dass seitlich Kräfte auf den
Stift 64 wirken, der damit ein Drehmoment auf die Welle 60 ausübt, so dass der erste
Greifarm 53 verschwenkt wird. Der Schieber 62 weist an seinem dem ersten Greifarm
53 zugewandten Ende einen Arretierstift 64 auf, der in die Bohrung 61 des ersten Greifarms
53 greifen kann. Der Arretierstift 64 und der Schieber können einstückig ausgebildet
sein. Damit der erste Greifarm 53 keine Schwenkbewegung mehr ausführt, wenn der Arretierstift
in die Bohrung 61 des Greifarms 53 eingeführt wird, ist die Führungsnut 63 an dem
dem Greifarm 53 abgewandten Ende ein Stückchen ohne seitlichen Versatz ausgebildet.
[0051] Grundsätzlich ist denkbar, die Welle 61 mit einem andersartigen Mechanismus, beispielsweise
über einen Elektromotor, mit einem Drehmoment zu beaufschlagen, jedoch muss dann ein
separater Mechanismus zum Verriegeln des ersten Greifarms 53 vorgesehen werden. Dies
würde den Aufbau kompliziert und damit teuer machen.
[0052] Zum Verschieben des Schiebers 62 ist daher ein Antrieb vorgesehen, der als Druckmittelzylinder
65, beispielsweise als Druckluftzylinder, ausgebildet ist. Dieser Druckmittelzylinder
65 ist innerhalb des Tragstücks 51 angeordnet und weist zwei Druckmittelanschlüsse
66 auf, die beidseits des Kolbens 67 angeordnet sind, so dass zur Bewegung des Kolbens
67 dieser jeweils von einer Seite mit einer Kraft beaufschlagt werden kann. Der Kolben
67 ist über die Kolbenstange 68 mit dem Schieber 62 verbunden. Der Druckmittelzylinder
65 ist zusätzlich mit zwei nicht gezeigten Sensoren bestückt, die Meldungen an eine
Steuereinrichtung abgeben, wenn der Kolben 67 in eine der beiden Endlagen angelangt
ist. Wenn dies der Fall ist, ist der erste Greifarm entweder vollständig geöffnet
oder geschlossen und verriegelt. In den Figuren 6 und 7 ist der letzte der beiden
Fälle gezeigt.
[0053] In der Figur 7 ist noch ein Sensor 70 dargestellt. Ein zweiter, in gleicher Höhe
angeordneter Sensor 71 ist in dieser Figur nicht zu sehen. Diese Sensoren tasten ein
Blech 72 ab, welches an dem Tastelement 57 befestigt ist. Die Sensoren detektieren
dabei, ob das Blech, wenn das Tastelement 57 in Richtung des Doppelpfeils B bewegt
wird, im Tastbereich eines Sensors liegt. Das Blech 72 sowie die Anordnung der Sensoren
sind aus der Figur 8 zu erkennen. Das Blech ist so ausgeformt, dass dieses zunächst
nicht im Tastbereich der beiden Sensoren liegt und dass sich dieses im Tastbereich
jeweils eines Sensors befindet, bis schließlich das Blech im Tastbereich beider Sensoren
liegt. Anstelle des Bleches können auch andere Elemente verwendet werden, die mit
dem Tastelement verschoben werden und die zusammen mit den Sensoren die gleiche Funktionalität
aufweisen. Die beiden Sensoren können zusammen mit dem Blech insgesamt vier Positionen
des Tastelements 57 abfragen: Tasten beide Sensoren kein Blech ab, ist der Greifer
leer, d.h. es ist kein Zapfen ergriffen. Liegt bei einem der Sensoren das Blech im
Tastbereich, so ist ein Zapfen ergriffen worden. Sind nun die Zapfendurchmesser für
verschiedene Walzentypen, beispielsweise für Druckwalzen und Rasterwalzen, unterschiedlich,
kann aus der Information, welcher Sensor das Blech "sieht", auf den Walzentyp rückgeschlossen
werden. Liegt das Blech im Tastbereich beider Sensoren, so kann von einer Störung
ausgegangen werden, da nun weder der Greifer leer ist, noch eine Walze der beiden
Walzentypen ordnungsgemäß ergriffen wurde. Die von den Sensoren zur Verfügung gestellten
Informationen können einer Steuereinrichtung zugeführt werden, die diese Daten zur
Steuerung des Kranes zum Wechseln von Walzen nutzt.
[0054] Die Figuren 9, 10 und 11 zeigen die gleichen Ansichten wie die Figuren 5, 6 und 7,
jedoch mit einem geöffneten ersten Greifarm 53. Um diese Position zu erreichen, wurde
der Kolben 67 in seine eingezogene Position verbracht. Dadurch wurde der Stift nach
links gedrückt (siehe Figur 10), so dass der erste Greifarm 53 abgeschwenkt wurde.
[0055] Zum Wechseln einer Walze 8, beispielsweise für einen Auftragswechsel, wird nun wie
folgt vorgegangen. Eine in einem Druckwerk liegende Walze 8 wird zunächst von dem
Drehantrieb in eine so genannte Nulllage gedreht, in welcher die weitere Abflachung
37 (im Falle einer Druckwalze) oder eine der weiteren Abflachungen 37 (im Falle einer
Rasterwalze) nach unten zeigt und waagerecht verläuft, von dem Drehantrieb bzw. dem
Seitenregisterantrieb abgekoppelt, indem beispielsweise formschlüssige Kupplungen
soweit auseinander gefahren werden, dass die Walze 8 mit ihren Zapfen 14 vollständig
frei liegt. Nun werden die Deckel 18 der Lager 16 gelöst. Das eigentliche Aufklappen
des Deckels 18 erfolgt vorteilhafterweise durch die Zapfen während des Anhebens der
Walze 8. Nun ermittelt die Steuervorrichtung, beispielsweise aufgrund einer Bedienereingabe,
die zu wechselnde Walze. Die Steuervorrichtung steuert nun den Kran 20 an. Zunächst
wird der Kran in der Höhe positioniert, anschließend wird der Ausleger 22 ausgefahren
und ragt nun oberhalb des Farbwerks, aus welchem eine Walze abtransportiert werden
soll, in das Farbwerk hinein. Jetzt erfolgt das eigentliche Positionieren des Greifers
an den Zapfen. Hierzu wird durch eine kombinierte Senkbewegung der Vertikalverstellung
und einer Horizontalbewegung des Auslegers der zweite Greifarm 54 entlang seiner Erstreckungsrichtung
bewegt. Sind drei Abflachungen 56 vorhanden, ist diese Erstreckungsrichtung 30 Grad
aus der Senkrechten geneigt. Die auswechselbare Verschleißschicht 56 des zweiten Greifarms
54 wird dabei vorteilhafterweise wenige Millimeter an einer der Abflachungen 56 vorbei
bewegt. Ein Kontakt dieser beiden Elemente ist noch nicht notwendig und, wegen des
damit verbundenen Verschleißes auch nicht erwünscht. Der Verfahrweg wird so groß gewählt,
dass, wenn der erste Greifarm 53 geschlossen ist, auch dieser 53 die entsprechende
Abflachung nicht oder nur ohne eine nennenswerte Ausübung einer Kraft berührt. Dies
ist vorteilhaft, da dann für die Schwenkbewegung des ersten Greifarms 53 nur ein vergleichsweise
kleines Drehmoment aufgebracht werden muss. Hierfür reicht ein Druckluftkolben, der
auf die beschriebene Weise den Schieber und damit den ersten Greifarm 53 bewegt.
[0056] Wenn die genannte Position des zweiten Greifarms 54 erreicht ist, was dadurch erkannt
wird, dass der Sensor 70 oder 71 (je nach Walzentyp) ein Signal abgibt, kann nun der
Druckmittelzylinder 65 gestellt werden, d. h. der Kolben 67 wird durch die Einleitung
eines Druckmittels in Richtung auf die Greifarme bewegt. Die bereits oben beschriebene
Mechanik sorgt nun dafür, dass der erste Greifarm 53 schließt. Nur wenn der Greifarm
53 seine Schließposition erreicht hat und durch den Arretierbolzen 64 ordnungsgemäß
verriegelt ist, kann der Kolben 67 seine zweite Endposition erreicht haben, was durch
den entsprechenden Sensor (siehe oben) detektierbar ist. Gibt der Sensor kein entsprechendes
Signal ab, so kann eine Störung vorliegen. Dies kann dem Bedienpersonal über eine
Anzeigeeinrichtung, beispielsweise über einen Monitor, oder eine geeignete Warneinrichtung
deutlich gemacht werden. Ist der erste Greifarm 53 jedoch verriegelt, so wird die
Walze 8 - vorteilhafterweise zunächst in vertikaler Richtung - aus dem Farbwerk ausgehoben.
Dabei legen sich zunächst die auswechselbaren Verschleißschichten 55 an die Abflachungen
an. Die Walze 8 wird in eine Walzenposition 31 oder 32 des Lagers 30 überführt. Da
die Walze 8 in dem Greifer nach wie vor eine definierte Winkellage einnimmt, kann
die Walze nun so abgelegt werden, dass die weiteren Abflachungen 37 in Kontakt mit
entsprechenden Gegenelementen stehen, so dass sich die Walze auch in dem Walzenlager
nicht verdrehen kann und für eine weitere Aufnahme durch die Greifer in der richtigen
Winkelposition liegt. Dieses Gegenelement kann ein hochkant angeordnetes Blech sein,
so dass die weitere Abflachung 37 die obere Kante dieses Bleches berührt.
[0057] Das Lösen des Greifers erfolgt durch ein Öffnen des ersten Greifarms 53, wobei nach
erfolgreichem Öffnen der zweite Sensor des Druckmittelkolbenzylinders 65 ein entsprechendes
Signal an die Steuervorrichtung sendet. Nun muss der Greifer 21 wieder in Richtung
der Erstreckungsrichtung des zweiten Greifarms 54 bewegt werden.
[0058] In umgekehrter Reihenfolge erfolgt nun das Einlegen einer neuen Walze.
| Bezugszeichenliste |
| 1 |
Druckmaschine |
| 2 |
Gegendruckzylinder |
| 3 |
Bedruckstoff |
| 4 |
Anpresswalze |
| 5 |
Farbwerk |
| 6 |
Konsole |
| 7 |
zentrales Maschinengestell |
| 8 |
Druckwalze |
| 9 |
Rasterwalze |
| 10 |
Rakelkammer |
| 11 |
Gedachte Mittellinie |
| 12 |
Führungsschiene |
| 13 |
Lagerbock |
| 14 |
Zapfen |
| 15 |
Spindelmutter |
| 16 |
Lager |
| 17 |
Schale |
| 18 |
Deckel |
| 19 |
Kupplung |
| 20 |
Kran |
| 21 |
Greifer |
| 22 |
Ausleger |
| 23 |
Tragbalken |
| 24 |
Vertikalstütze |
| 25 |
Säule |
| 26 |
Träger |
| 27 |
Traggestell |
| 28 |
Freiraum |
| 29 |
Walzentransportwagen |
| 30 |
Walzenlager |
| 31 |
Walzenposition |
| 32 |
Wechselposition |
| 33 |
Ständer |
| 34 |
Anschrägung |
| 35 |
Vertiefung |
| 36 |
Träger |
| 37 |
weitere Abflachung |
| 38 |
|
| 39 |
|
| 40 |
Ansatzstück |
| 41 |
Antrieb |
| 42 |
Verschiebeeinrichtung |
| 43 |
|
| 44 |
|
| 45 |
|
| 46 |
|
| 47 |
|
| 48 |
|
| 49 |
|
| 50 |
Winkelstück |
| 51 |
Tragstück/rohrartiges Stück |
| 52 |
Lager- und Führungsstück |
| 53 |
erster Greifarm |
| 54 |
zweiter Greifarm |
| 55 |
auswechselbare Verschleißschicht |
| 56 |
Abflachung |
| 57 |
Tastelement |
| 58 |
Federelement |
| 59 |
Ansatz |
| 60 |
Welle |
| 61 |
Bohrung |
| 62 |
Schieber |
| 63 |
Führungsnut |
| 64 |
Arretierstift |
| 65 |
Druckmittelzylinder |
| 66 |
Druckmittelanschluss |
| 67 |
Kolben |
| 68 |
Kolbenstange |
| 69 |
Stift |
| 70 |
Sensor |
| 71 |
Sensor |
| 72 |
Blech |
| 73 |
|
| |
|
| |
|
| B |
Bewegungsrichtung des Tastelements 57 |
| D |
Bewegungsrichtung des Schiebers 62 |
| |
|
| |
|
| |
|
1. Vorrichtung zum Erfassen und Transportieren zumindest eines Farbe führenden Zylinders
(8) einer Druckmaschine (1), wobei die Vorrichtung Tragelemente umfasst, die mit den
Zapfen (14) des Zylinders (8) in Kontakt treten, um den Zylinder anheben zu können,
wobei
- jedes Tragelement zumindest zwei Greifarme umfasst, mit welchen ein Zapfen (14)
des Zylinders (8) zumindest teilweise umgreifbar ist,
- ein erster Greifarm (53) feststehend ist und ein zweiter Greifarm (54) zwischen
einer geöffneten Position und einer geschlossenen Position, in der der Zapfen (14)
umgriffen wird, bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zweite Greifarm (54) in der geschlossenen Position durch eine Verriegelungseinrichtung
feststellbar ist.
2. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
der eine zweite Greifarm (54) am Ende einer Welle angeordnet ist, wobei die Welle
einen sich radial erstreckenden Bolzen trägt.
3. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest einer der Greifarme (53, 54) mittels eines Schiebers (62) bewegbar ist,
welcher von einem Druckmittelzylinder antreibbar ist, so dass der Greifarm bewegbar
ist.
4. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bolzen in eine in den Schieber (62) eingebrachte Führungsnut greift.
5. Vorrichtung nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schieber (62) in axialer Richtung der Welle verschiebbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelungseinrichtung einen an einer Stirnseite des Schiebers (62) angeordneten
Stift (64) umfasst, der in der Verriegelungsposition in eine in den zweiten
Greifarm eingebrachte Bohrung (61) eingreift.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Greifbacken Tragkanten umfassen, auf welchen der Zapfen (14) des Zylinders (8)
aufliegt, wenn dieser getragen wird, wobei die Tragkanten einen Winkel von weniger
als 180 Grad bilden.
8. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tragkanten einen Winkel von 120 Grad oder weniger einschließen.
9. Vorrichtung nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tragkanten einen Winkel von 60 Grad einschließen.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tragelement ein Tastelement (57) umfasst, welches in Anlage mit dem Zapfen (14)
des Zylinders (8) steht, wenn die Greifbacken den Zapfen (14) umgreifen.
11. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tastelement (57) mit einem Federelement (58) gegen den Zapfen (14) drückbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tastelement (57) relativ zum Tragelement entlang von Führungen verschiebbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der drei vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tragelement Sensoren (70, 71) umfasst, mit welchen Positionen des Tastelementes
(57) ermittelbar sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenflächen des Zapfens (14), an denen das Tastelement anliegt, bei verschiedenen
Zylindertypen verschiedene Abstände zu der Drehachse dieser Walze haben.
15. Verfahren zum Erfassen und Transportieren zumindest eines Farbe führenden Zylinders
(8) einer Druckmaschine (1), wobei im Verfahren Tragelemente mit den Zapfen (14) des
Zylinders (8) in Kontakt treten, und den Zylinder (8) anheben, wobei
- jedes Tragelement zumindest zwei zangenartig ausgebildete Greifarme umfasst, mit
welchen ein Zapfen (14) des Zylinders (8) zumindest teilweise umgriffen wird
- ein erster Greifarm (53) eststehend ist und ein zweiter Greifarm (34) zwischen einer
geöffneten Position und einer geschlossenen Position, in der der Zapfen (14) umgriffen
wird, bewegbar wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zweite Greifarm (54) in der geschlossenen Position durch eine Verriegelungreinrichtung
festgestellt wird.
1. Apparatus for gripping and transporting at least one ink-conducting cylinder (8) of
a printing press (1), the apparatus comprising carrying elements which come into contact
with the journals (14) of the cylinder (8), in order for it to be possible to raise
the cylinder,
- each carrying element comprising at least two gripping arms, by way of which a journal
(14) of the cylinder (8) can be engaged around at least partially,
- a first gripping arm (53) being stationary and a second gripping arm (54) being
movable between an open position and a closed position, in which the journal (14)
is engaged around,
characterized in that the second gripping arm (54) can be fixed in the closed position by way of a locking
device.
2. Apparatus according to the preceding claim, characterized in that the second gripping arm (54) is arranged at the end of a shaft, the shaft carrying
a radially extending bolt.
3. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the gripping arms (53, 54) can be moved by means of a slide (62)
which can be driven by a pressure medium cylinder, with the result that the gripping
arm is movable.
4. Apparatus according to the preceding claim, characterized in that the bolt engages into a guide groove which is made in the slide (62).
5. Apparatus according to either of the two preceding claims, characterized in that the slide (62) can be displaced in the axial direction of the shaft.
6. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the locking device comprises a pin (64) which is arranged on an end side of the slide
(62) and, in the locking position, engages into a hole (61) which is made in the second
gripping arm.
7. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the gripping jaws comprise carrying edges, on which the journal (14) of the cylinder
(8) rests when the latter is being carried, the carrying edges forming an angle of
less than 180 degrees.
8. Apparatus according to the preceding claim, characterized in that the carrying edges enclose an angle of 120 degrees or less.
9. Apparatus according to either of the two preceding claims, characterized in that the carrying edges enclose an angle of 60 degrees.
10. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the carrying element comprises a sensing element (57) which is in contact with the
journal (14) of the cylinder (8) when the gripping jaws engage around the journal
(14).
11. Apparatus according to the preceding claim, characterized in that the sensing element (57) can be pressed against the journal (14) by way of a spring
element (58).
12. Apparatus according to either of the two preceding claims, characterized in that the sensing element (57) can be displaced relative to the carrying element along
guides.
13. Apparatus according to one of the three preceding claims, characterized in that the carrying element comprises sensors (70, 71), by way of which positions of the
sensing element (57) can be determined.
14. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the outer faces of the journal (14), against which the sensing element bears, are
at different spacings from the rotational axis of the said roll in different cylinder
types.
15. Method for detecting and transporting at least one ink-conducting cylinder (8) of
a printing press (1), carrying elements coming into contact with the journals (14)
of the cylinder (8) in the method and raising the cylinder (8),
- each carrying element comprising at least two gripping arms of tongs-like configuration,
by way of which a journal (14) of the cylinder (8) can be engaged around at least
partially,
- a first gripping arm (53) being stationary and a second gripping arm (54) being
movable between an open position and a closed position, in which the journal (14)
is engaged around,
characterized in that the second gripping arm (54) can be fixed in the closed position by way of a locking
device.
1. Dispositif pour détecter et transporter au moins un cylindre (8) de guidage d'encre
dans une machine d'impression (1), le dispositif comprenant des éléments de support
qui viennent en contact avec les tourillons (14) du cylindre (8) afin de pouvoir soulever
le cylindre,
- chaque élément de support comprenant au moins deux bras de préhension avec lesquels
un tourillon (14) du cylindre (8) peut être saisi au moins en partie par le pourtour,
- un premier bras de préhension (53) étant fixe et un deuxième bras de préhension
(54) pouvant être déplacé entre une position ouverte et une position fermée dans laquelle
le tourillon (14) est saisi par le pourtour,
caractérisé en ce que le deuxième bras de préhension (54) peut être fixé dans la position fermée par un
dispositif de verrouillage.
2. Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que
le deuxième bras de préhension (54) est disposé à l'extrémité d'un arbre, l'arbre
portant un boulon s'étendant radialement.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'au moins l'un des bras de préhension (53, 54) peut être déplacé au moyen d'un coulisseau
(62) qui peut être entraîné par un cylindre de fluide sous pression de telle sorte
que le bras de préhension soit déplaçable.
4. Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que
le boulon vient en prise dans une rainure de guidage pratiquée dans le coulisseau
(62).
5. Dispositif selon l'une quelconque des deux revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le coulisseau (62) peut être déplacé de manière coulissante dans la direction axiale
de l'arbre.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de verrouillage comprend une goupille (64) disposée au niveau d'un côté
frontal du coulisseau (62), laquelle vient en prise dans la position de verrouillage
dans un alésage (61) pratiqué dans le deuxième bras de préhension.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les mâchoires de préhension comprennent des arêtes de support sur lesquelles repose
le tourillon (14) du cylindre (8) lorsque celui-ci est porté, les arêtes de support
formant un angle inférieur à 180°.
8. Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que
les arêtes de support forment un angle de 120° ou moins.
9. Dispositif selon l'une quelconque des deux revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les arêtes de support forment un angle de 60°.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de support comprend un élément de poussoir (57) qui est en appui contre
le tourillon (14) du cylindre (8) lorsque les mâchoires de préhension viennent en
prise autour du tourillon (14).
11. Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que
l'élément de poussoir (57) peut être pressé contre le tourillon (14) avec un élément
de ressort (58).
12. Dispositif selon l'une quelconque des deux revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de poussoir (57) peut être déplacé de manière coulissante vers l'élément
de support le long de guides.
13. Dispositif selon l'une quelconque des trois revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de support comprend des capteurs (70, 71), avec lesquels les positions de
l'élément de poussoir (57) peuvent être déterminées.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les surfaces extérieures du tourillon (14) sur lesquelles s'applique l'élément de
poussoir, pour différents types de cylindres, présentent des distances différentes
à l'axe de rotation de ce rouleau.
15. Procédé pour détecter et transporter au moins un cylindre (8) de guidage d'encre d'une
machine d'impression (1), des éléments de support venant en contact, dans le procédé,
avec les tourillons (14) du cylindre (8) et soulevant le cylindre (8),
- chaque élément de support comprenant au moins deux bras de préhension réalisés en
forme de pince avec lesquels un tourillon (14) du cylindre (8) est saisi au moins
en partie par le pourtour,
- un premier bras de préhension (53) étant fixe et un deuxième bras de préhension
(54) pouvant être déplacé entre une position ouverte et une position fermée dans laquelle
le tourillon (14) est saisi par le pourtour,
caractérisé en ce que
le deuxième bras de préhension (54), dans la position fermée, est fixé par un dispositif
de verrouillage.