[0001] Die folgende Erfindung ist auf eine Verschlussvorrichtung zum Verschließen und/oder
Öffnen einer Öffnung eines Behälters gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 gerichtet.
Derartige Verschlussvorrichtungen dienen dazu, einen Behälter zu verschließen, der
einen Öffnungsrand aufweist, der eine Innen- und Außenwand umfasst. Bei dem Behälter
kann es sich beispielsweise um eine Dose, insbesondere Getränkedose, Flasche, Vorratsbehälter
oder dergleichen handeln. Ferner kann der Behälter selbst aus Kunststoff, Metall,
Porzellan, Glas oder aus verschiedenen anderen Materialien bestehen. Die Verschlussvorrichtung
weist ein Dichtungselement auf, womit die Öffnung des Behälters abdichtend verschließbar
ist. Die Verschlussvorrichtung ist in der ersten Stellung selber mittels eines Verschlusselementes
insbesondere formschlüssig an dem Behälter befestigt, wobei das Verschlusselement
ein Betätigungselement aufweist, um das Verschlusselement zu öffnen.
[0002] Üblicharweise werden bekannte Behälter durch Verschlussvorrichtungen abdichtend verschlossen,
indem die Dichtung in der Verschlussvorrichtung zwischen der verschlussvorrichtung
selbst und dem Behälter, insbesondere einem öffnungsrand verpresst wird. Hierdurch
wird besonders bei Behältern, die einen Innendruck aufbauen, eine Abdichtung erwirkt.
Dabei ist es bekannt, dass der Anpressdruck auf das Dichtungselement größer sein muss,
als der entstehende oder vorhandene innendruck in dem Behälter, damit die Verschlussvorrichtung
den Behälter entsprechend abdichtet. Derartige Verschlussvorrichtungen werden z. B.
bei Getränkeflaschen als Deckel verwendet. Hierbei wird der Deckel über ein vorhandenes
Gewinde unter hoher Kraftaufbringung mit der Getränkeflasche verpresst, so dass die
abdichtende Wirkung der Verschlussvorrichtung durch eine entsprechende Verformung
der Dichtung erzeugt wird.
[0003] Aus der Druckschrift
FR 2 205 449 A ist z. B. eine gattungsbildende Verschlussvorrichtungbekannt bekannt, die über einen
komplexen Aufbau verfügt
. Eine dagegen recht einfach ausgestaltete Verschlussvorrichtung ist aus der weiteren
Druckschrift
US 3.430.796 bekannt Bei den beiden zuvor genannten Druckschriften kommt ein unflexibles Diehtungselement
zum Einsatz, was zwischen der Behälteröffnung und der Vorrichtung gepresst werden
muss, um den Behälter druckdicht zu verschließen. Dieser mechanische Druck muss folglich
bei den verwendeten Dichtungselementen aufgebracht werden, um den Jeweiligen Behälter
verschließen zu können. Damit wird ebenfalls die Handhabung der jewelligen Verschlussvorrichtung
erschwert.
[0004] Ferner ist es bekannt, z. B. ein Reagenzglas mit einem Gummipfropfen zu verschließen,
wobei der Gummipfropfen kegelstumpfartig ausgestaltet ist und mit einem großen, schwer
aufzubringenden Anpressdruck in den Öffnungsrand des Reagenzglases hineingepresst
wird, um dieses zu verschließen. Auch in diesem Fall muss durch einen entsprechenden
Anpressdruck eine Verformung des Gummipfropfens bewirkt werden. Darüber hinaus sind
z. B. Kronkorkenverschlüsse für Flaschen bekannt, die ebenfalls das Dichtungselement
zwischen dem Kronkorkenverschluss, der als Verschlussvorrichtung dient, und dem Flaschenrand
einpresst. Derartige Kronkorkenverschlüsse weisen den Nachteil auf, dass sie nicht
wieder verwendbar sind und nur mit einem Kronkorkenheber zu öffnen sind. Des Weiteren
können sie nur mit Hilfe von maschinellen Vorrichtungen angebracht werden, um die
Flaschen zu verschließen. Darüber hinaus sind noch weitere zahlreiche Varianten von
Verschlussvorrichtungen für Behälter aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannt,
die alle einen entsprechenden Anpressdruck von oben oder von innen auf das Dichtungselement
ausüben, um es zu verformen bzw. an den Öffnungsrand zu pressen.
[0005] Des Weiteren ist die vorliegende Erfindung auch auf einen Behälter mit einer erfindungsgemäßen
Verschlussvorrichtung gerichtet. Ebenfalls richtet sich die vorliegende Erfindung
auch auf ein Verfahren zum Verschließen und Öffnen eines Behälters mit einer entsprechenden
Öffnung durch eine Verschlussvorrichtung gemäß des Oberbegriffs von Anspruch 13.
[0006] Beispielsweise ist aus der Druckschrift
DE 103 12 237 A1 ein Verschluss für eine Dose bekannt, bei dem der Dosenverschluss in einer Öffnung
des Dosendeckels maschinell angebracht ist. Der Verschluss selber ist mehrteilig aufgebaut
und weist einen klappbaren Deckel auf, der an der Verschlussvorrichtung integriert
ist. Mit Hilfe des Verschlussdeckels ist dann die gesamte Dose zu verschließen. Diese
Verschlussvorrichtung weist den Nachteil auf, dass sie einerseits fertigungstechnisch
zuvor mit der Dose verbunden werden muss und andererseits die Dose nicht gasdicht
oder druckdicht verschließt. Eine Wlederverwendung des Verschlusses ist nicht möglich.
[0007] Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine wiederverwendbar Verschlussvorrichtung
bereit zu stellen, die eine schnelle und unkomplizierte Handhabung, insbesondere ohne
zusätzliche Hilfsmittel, beim Öffnen und Verschließen des Behälters ermöglicht. Dabei
soll die Verschlussvorrichtung gerade für schwache und unbeholfene Personen leicht
und kraftschonend anwendbar sein. Die vorliegende Aufgabe wird durch die Merkmale
aus dem Hauptanspruch, insbesondere aus dem kennzeichnenden Teil, gelöst, denen folgende
besondere Bedeutung zukommt.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es vorgesehen, dass die Behälteröffnung
bzw. der Behälter nur durch einen einfachen Druck (Pt) auf das bzw. die Betätigungselemente
zu öffnen ist. Hierdurch wird die Befestigung des Verschlusselementes mit dem Behälter
vollständig gelöst.Gleichzeitig oder anschließend kann die Verschlussvorrichtung von
der Behälteröffnung durch einfaches Anheben entfernt werden. Damit ist das Öffnen
des Behälters mittels des zumindest einen Betätigungselements durch eine Einhandbetätigung
ausführbar, wobei zwar der Behälter zur erhöhten Sicherheit mit der anderen Hand des
Benutzers abgestützt werden kann, dieses jedoch nicht zwingend notwendig ist. Nachfolgend
wird immer nur das Betätigungselement erwähnt, auch wenn es sich hierbei um mehrere
Betätigungselemente handeln kann. Auch das Verschließen des Behälters wird auf einfache
Art und Weise durchgeführt, in dem die Verschlussvorrichtung einfach von oben leicht
auf die Behälteröffnung aufgedrückt wird, bis das Verschlusselement sicher an dem
Behälter befestigt ist. Der hierbei aufzubringende (Verschluß-) Druck (Pk) ist unabhängig
von dem sich eventuell aufbauenden Innendruck (Pi) des verschlossenen Behälters. Zusätzlich
kann es erforderlich sein, dass ein leichter Druck auf das Betätigungselement ausgeübt
werden muss, um die Verschlussvorrichtung in die erste Stellung
(I), gemeint ist die Verschlussstellung, zu überführen. Ein zeitaufwendiges und kräftezehrendes
Festdrehen oder Einpressen, welches üblicherweise nur mit zwei Händen durchzuführen
ist, kann somit vermieden werden. Somit ist ein einhändiges Öffnen der Verschlussvortichtung
möglich, wobei insbesondere auch ein einhändiges Verschließen erreichbar ist.
[0009] Des Weiteren ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Dichtungselement selbst
eine Dichtlippe aufweist, weiche in die Öffnung des Behälters ragt und durch eine
elastische Verformung abdichtend an der Innenwand des Öffnungsrandes zur Anlage kommt.
Hierbei liegt die Dichtlippe lose an der Innenwand des Öffnungsrandes an, ohne dabei
von einem anderen Element, wie beispielsweise der Verschlussvorrichtung, an die Innenwand
gepresst zu werden. Die Dichtlippe weist zu diesem Zweck z. B. einen keilförmigen
oder trapezförmigen Querschnitt auf, der sich flexibel bzw. hoch flexibel an die Innenwand
des Öffnungsrandes anlegt.
[0010] In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
[0011] Eine Abdichtung des Behälters durch die Verschlussvorrichtung erfolgt unabhängig
von einem Anpressdruck (Pk), der von der Verschlussvorrichtung über das Dichtungselement
auf den Behälter, insbesondere den Öffnungsrand wirkt. Folglich wird das Dichtungselement
nicht zwischen der Verschlussvorrichtung und dem Behälter, insbesondere dem Öffnungsrand,
eingepresst, um den Behälter abdichtend von oben und/oder auch von innen zu verschließen.
Damit muss auch kein Anpressdruck von der Verschlussvorichtung beim Verschließen ausgeübt
werden, um den Behälter druckdicht zu verschließen. Ein einfaches Auflegen und Arretieren
der Verschlussvorrichtung, z. B. über einen Formschluss mit dem Behälter, ist dafür
ausreichend. Somit erzeugt ein Anpressdruck (Pk) von der Verschlussvorrichtung auf
den Behälter keine zusätzliche elastische Verformung des Dichtungselements im Dichtungsbereich.
Damit ist die erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung besonders leicht auch für schwache
und unbeholfene bzw. bewegungseingeschränkte Personen zu betätigen. Anders als bei
den üblichen Verschlussvorrichtungen aus dem Stand der Technik muss kein Anpressdruck
(Pk) auf die Verschlussvorrichtung ausgeübt werden, damit trotzdem der Behälter zuverlässig
abgedichtet ist. Vielmehr reicht der durch die eigene Gewichtskraft von Dichtungselement
und ggf. Verschlussvorrichtung erzeugte Druck auf das Dichtungselement aus, um den
Behälter abdichtend zu verschließen. Somit ist die erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung
selbstdichtend ausgestaltet, da der vorhandene bzw. noch entstehende Innendruck (Pi)
genutzt wird, um den Behälter zu verschließen. Dabei drückt der Innendruck (Pi) selbst
das Dichtungselement an den Öffnungsrand (1.2), insbesondere an eine Innenwand (1.3)
des Öffnungsrandes (1.2).
[0012] Als Material für das Dichtungselement, insbesondere die Dichtlippe, kann beispielsweise
PTFE, Silikon, Gummi oder PU-Schaum etc. verwendet werden, dabei sollte das ausgewählte
Material flexibel bis hoch flexibel sein. Dieses Material ist leicht verformbar, damit
sich die Dichtlippe zwanglos und ohne Kraftaufwand (also kraftlos) an die Innenwand
des Öffnungsrandes anlegen und vollumfänglich anpassen kann. Dabei sollte sich anfangs
eine geschlossene Dichtlinie zwischen der Dichtlippe und dem Öffnungsrand bzw. der
Innenwand bilden. Durch die Anlagestellen der Dichtlippe an dem Öffnungsrand bzw.
an der Innenwand wird der Behälter komplett abgedichtet. Dieses Material hat beispielsweise
eine Härte von 10 bis 90 shore A, insbesondere von 40 bis 80 shore A (gemäß Normen
DIN 53505 und DIN 7868). Bevorzugt wird ein Material mit einer Härte von 70 shore
A, da sich hierbei bisher die besten Dichtigkeitsergebnisse eingestellt haben. Dabei
ist das Material zwar flexibel aber auch formstabil, um die gewünschte Abdichtungswirkung
zu erhalten. Zu diesem Zweck kann das Dichtungselement einen formstabilen Kern aus
härterem Material aufweisen, der mit einem weicheren oder flexibleren Material umgeben
ist. Auch ist es denkbar die Formstabilität durch konstruktive Maßnahmen, wie z. B.
Verstärkungsrippen, -ränder oder dergleichen zu erhalten. Ferner hat es sich als vorteilhaft
herausgestellt, wenn die anliegende Oberfläche der Dichtlippe im Bereich der Dichtungslinie
glatt ausgestaltet ist.
[0013] Die selbstwirkende Abdichtung des Behälters durch die Verschlussvorrichtung erfolgt
durch die Form und Größer sowie die Materialeigenschaft des Dichtungselementes, insbesondere
durch die der Dichtlippe. Dabei ist es vorgesehen, dass eine Außenkontur des Dichtungselementes,
insbesondere der Dichtlippe, komplementär zu einer Innenkontur des Öffnungsrandes
des Behälters ausgestaltet ist, wobei das Dichtungselement, insbesondere die Dichtlippe
voll umfänglich an der Innenwand des Öffnungsrandes anliegt. Ist z. B. die Innenkontur
der Öffnung des Behälters kreisförmig ausgestaltet, so ist auch die Außenkontur des
Dichtungselementes im Wesentlichen kreisförmig. Bei einer dreieckförmigen Öffnungskontur
ist auch die Außenkontur des Dichtungselementes im Wesentlichen dreieckförmig ausgestaltet.
Ebenfalls entspricht die Größe des Dichtungselementes im Wesentlichen der Größe der
zu verschließenden Öffnung des Behälters. Hierbei empfiehlt es sich, dass ein Außenumfang
des Dichtungselementes etwas größer, d. h. wenige zehntel Millimeter bis Millimeter,
ausgestaltet ist als die maximale Größe eines Innenumfangs des Öffnungsrandes. Durch
diese Ausgestaltung des Dichtungselementes, insbesondere der Dichtlippe, wird die
gewünschte elastische Verformung erreicht, die zur anfänglichen Abdichtung des Behälters
erforderlich ist. Für diese elastische Verformung wird kein Anpressdruck zwischen
der Verschlussvorrichtung und dem Behälter benötigt. Vielmehr reicht die reine Gewichtskraft
des Dichtungselementes bzw. der Verschlussvorrichtung aus, um die gewünschte, elastische
Verformung des Dichtungselementes zu bewirken. Dabei ist auch die eigene Formstabilität
des Dichtungselementes behilflich, die Dichtlippe sicher zur Anlage an den Öffnungsrand
bzw. die Innenwand zu bringen. Ansonsten könnte das Dichtungselement bei zu großen
elastischen Verformungen dazu neigen, Falten oder Knicke zu bilden, die unerwünscht
sind, da hierdurch eine Abdichtung verhindert werden würde.
[0014] Wie bereits zuvor erwähnt worden ist, ist der Anpressdruck (Pk), der von der Verschlussvorrichtung
auf den Behälter, insbesondere den Öffnungsrand wirkt, im Wesentlichen unwesentlich
für die Funktionsweise des Dichtungselementes, damit ist er im Sinne dieser Anmeldung
wirkungslos. Bei einem zu hohen Anpressdruck (Pk) zwischen dem Behälter und der Verschlussvorrichtung
kann das Dichtungselement sogar derart verformt werden z.B. durch Faltenbildung, dass
eine Abdichtung nicht mehr stattfindet. Folglich hängt die Funktionsweise der erfindungsgemäßen
Verschlussvorrichtung nicht von dem Anpressdruck (Pk) zwischen dem Behälter und der
Verschlussvorrichtung ab. Auch muss nicht das Dichtungselement nach dem bloßen Aufsetzen
der Verschlussvorrichtung auf der Öffnung des Behälters (ohne weitere Befestigung
oder Arretierung der Verschlussvorrichtung mit dem Behälter durch den erwähnten Formschluss),
zusätzlich elastisch verformt werden, um den Behälter ordentlich abzudichten. Durch
die erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung ist vielmehr der Behälter mittels des Dichtungselementes
selbstwirkend druckdicht und/oder fluiddicht abdichtbar ohne einen vorherigen Anpressdruck
(Pk) zwischen dem Behälter und der Verschlussvorrichtung von oben und oder innen zu
erzeugen. Damit ist es beispielsweise möglich, auch herkömmliche Getränkedosen oder
Getränkeflaschen, die durch ihren kohlensäurehaltigen Inhalt einen hohen Innendruck
(Pi) aufbauen, gas- und flüssigkeitsdicht abzudichten. Auch bedarf es keiner konstruktiven
Veränderung der aus dem Stand der Technik bekannten Behälter, um die erfindungsgemäße
Verschlussvorrichtung zu verwenden.
[0015] Ferner kann es vorgesehen sein, dass die Dichtlippe des Dichtungselementes anfänglich
nur durch ihre elastische Verformung an die Innenwand gepresst wird, wobei insbesondere
ein sich aufbauender oder vorhandener Innendruck (Pi) des Behälters die Dichtlippe
zusätzlich an die Innenwand presst, wenn der Innendruck (Pi) größer als ein Außendruck
(Pa) ist, der den Behälter von außen umgibt. Damit erhöht automatisch der vorhandene
und ggf. steigende Innendruck (Pi) auch die Dichtungswirkung des Dichtungselementes
und damit der Verschlussvorrichtung. Anders als bei üblichen Dichtungen, ist es somit
nicht erforderlich, die Verschlussvorrichtung fester an den Behälter zu pressen, damit
die Verschlussvorrichtung den Behälter bei steigendem Innendruck (Pi) noch sicher
verschließt. Bei der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung führt nur eine Zerstörung
bzw. Zerreißen des Dichtelementes, insbesondere der Dichtungslippe, selber zu einer
Leckage des verschlossenen Behälters.
[0016] Ebenfalls ist es denkbar, dass das Dichtungselement gleichzeitig als Ventilelement
wirkt, so dass der Innendruck (Pi) des Behälters sich selbstständig an den Außendruck
(Pa) des Behälters anpasst, wenn der Außendruck (Pa) größer als der Innendruck (Pi)
ist. Somit ist es möglich, dass ein Fluid, in der Regel in Form von Luft, von außen
in den Behälter eindringen kann, aber nicht umgekehrt. Dabei drückt der höhere Außendruck
(Pa) die Dichtlippe von der Innenwand des Öffnungsrandes weg, wenn der Innendruck
(Pi) des Behälters geringer ist. Ist jedoch der Innendruck (Pi) des Behälters größer
als der Außendruck (Pa), so presst der Innendruck (Pi) die Dichtlippe an die Innenwand
des Öffnungsrandes, wodurch der Druck im Behälter erhalten bleibt. Hierfür ist es
erforderlich, dass die Dichtlippe entsprechend flexibel ausgestaltet ist, um sich
somit an die Druckunterschiede durch ihre elastische Verformung anzupassen. Diese
Anpassung des Dichtelementes funktioniert auch bei einem hydrostatischen Innendruck
auf die Dichtung, z.B. durch schwappende Flüssigkeiten im Behälter.
[0017] Ebenfalls kann es bei einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, dass das
Dichtungselement mit einem flächigen Teil die gesamte Öffnung des Behälters groß flächig
abdichtet, wobei das Dichtungselement einen abgewinkelten Randbereich vom flächigen
Teil aufweist, der im Wesentlichen durch die Dichtlippe gebildet wird. Damit kann
alleine durch das Dichtungselement die gesamte Öffnung des Behälters abgedichtet werden.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist es denkbar, dass die Verschlussvorrichtung
eine Halteplatte aufweist, an dem das Dichtungselement befestigt ist, wobei insbesondere
das Dichtungselement nur als Dichtlippe ausgebildet ist und die Dichtlippe druckdicht
und/oder fluiddicht an der Halteplatte angeordnet ist. Somit kann auf den großflächigen
Teil des Dichtungselementes verzichtet werden, da dieser durch die zusätzliche Halteplatte
ersetzt wird. Auch ist es denkbar, dass die zusätzliche Halteplatte vollständig das
Dichtungselement an seiner Rückseite fixiert. Hierzu kann das Dichtungselement mit
der Halteplatte verschweißt, verklebt oder angespritzt werden. Ebenfalls ist es denkbar,
dass das Dichtungselement über einen Form- und/oder Kraftschluss mit der Halteplatte
oder der Verschlussvorrichtung selber verbunden ist. In diesem Falle sollte jedoch
das Dichtungselement mit dem flächigen Teil die gesamte Öffnung des Behälters abdichten,
um keine zusätzlichen Dichtigkeitsprobleme an den Zwischenstellen zwischen Dichtungselement
und Halteplatte zu erzeugen.
[0018] Die Verschlussvorrichtung ist selbst durch ein Verschlusselement an dem Behälter
befestigt, wobei das Verschlusselement insbesondere formschlüssig mittels zumindest
eines Haltemittels mit dem Behälter über einen Verschluss, insbesondere einen Bajonettverschluss,
einen Klick-Klack-Verschluss, einen Spangenverschluss, einen Klemmverschluss, einen
Schlaufenverschluss und/oder einen Schiebeverschluss, zusammenwirkt. Das Verschlusselement
sorgt somit dafür, dass das Dichtungselement dem Innendruck des Behälters standhält,
da ansonsten das Dichtungselement mit der Verschlussvorrichtung aus der Öffnung des
Behälters weggedrückt werden würde. Der zuvor erwähnte Verschluss zwischen dem Verschlusselement
und dem Behälter kann z. B. nur auf einem Formschluss bestehen. Zusätzlich kann ggf.
ein Kraftschluss für die ortsfeste Fixierung der Verschlussvorrichtung über der Öffnung
des Behälters sorgen. Dieser Kraftschluss führt jedoch nicht zu einer elastischen
Verformung des Dichtungselements an den abdichtenden Bereichen, insbesondere der Dichtlippe.
[0019] Um die Bedienung der Verschlussvorrichtung zu verbessern, kann diese mit einem Sicherheitselement
und/oder einem Ventil ausgestattet sein, wobei das Sicherheitselement ein ungewolltes
Öffnen des Behälters vermeidet bzw. erschwert und das Ventil als Überdruck- oder Ablassventil
ausgestaltet ist. Das Sicherheitselement soll verhindern, dass die Verschlussvorrichtung
unbeabsichtigt von dem Behälter entfernt wird. Hierbei ist das Sicherheitselement
auf den vorhandenen Verschluss abzustimmen. Das zuvor erwähnte Ventil soll ein explosionsartiges,
insbesondere unkontrolliertes Öffnen der Verschlussvorrichtung von einem unter hohem
Innendruck stehenden Behälter vermeiden, indem es zuvor den Überdruck entweichen lassen
kann. Zu diesem Zweck weist das Ventil ein Betätigungsmittel oder -nippel auf. Um
eine besonders einfache Bedienung der Verschlussvorrichtung zu ermöglichen, ist es
denkbar, dass die Bedienung des Verschlusselements direkt oder bereits auch vorher
zu einer Bedienung des Ventils führt. Somit wird zwangsweise erst das Ventil mittels
des Betätigungsmittels betätigt, wodurch der ggf. vorhandene Innendruck (Pi) entweichen
kann; um die Verschlussvorrichtung anhand des Betätigungselementes zu öffnen. Hierzu
kann das Betätigungselement mechanisch mit dem Betätigungsmittel verbunden sein. Auch
können die beiden zuvor erwähnten Elemente bzw. Mittel einteilig ausgestaltet sein.
Das erwähnte Ventil kann mit einer gewollten akustischen Funktion versehen sein, die
sich durch eine Anblaß- bzw. Schneidekante im Ventil erzeugen lässt. Auf diese Art
und Weise kann der Einsatzbereich der Verschlussvorrichtung, insbesondere für sehbehinderte
Personen und/oder für Werbezwecke oderdergleichen, deutlich vergrößert werden.
[0020] Auch ist es denkbar, die Verschlussvorrichtung mit einem Originalitätsverschluss
zu versehen, wodurch angezeigt werden kann, dass der Behälter bisher unbenutzt durch
die erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung verschlossen war. Ein solcher Originalitätsverschluss
kann einen Papier- und/oder Foliensiegel enthalten, welches z.B. über eine Abziehlasche
leicht entfernbar ist. Auch kann der Originalitätsverschluss vordefinierte Sollbruchstellen
aufweisen, die zerbrechen, wenn die Verschlussvorrichtung erstmalig betätigt wird,
um den Behälter zu öffnen.
[0021] Um eine möglichst leichte Bedienung der Verschlussvorrichtung zu ermöglichen, kann
es optional vorgesehen sein, dass das Betätigungselement und/oder das Betätigungsmittel
tastenartig ausgestaltet sind, wobei insbesondere eine Betätigung bzw. Bewegung durch
insbesondere teilweise, schlitzförmige Einschnitte erleichterbar ist. Diese Einschnitte,
die auch als durchgehende Nuten in der Verschlussvorrichtung vorgesehen sein können,
grenzen an das Betätigungselement und/oder an das Betätigungsmittel. Dabei umschließen
diese schlitzförmigen Einschnitte das Betätigungselement und/oder Betätigungsmittel
nicht vollständig, damit diese einteilig und einstückig mit der übrigen Verschlussvorrichtung
verbunden sind. Üblicherweise kann ein schlitzförmiger Einschnitt U-förmig oder topfförmig
ausgestaltet sein, wobei das U und der Topf auf dem Kopf stehen können. Auch hat es
sich in der Praxis gezeigt, dass es sinnvoll ist, das Betätigungsmittel oberhalb des
Betätigungselementes anzuordnen, damit das Betätigungsmittel direkt auf das Dichtungselement
wirken kann, welches in der Regel im oberen Bereich der Verschlussvorrichtung angeordnet
ist. Das Betätigungselement ist hingegen eher im unteren Bereich der Verschlussvorrichtung
anzuordnen, damit es mit einem entsprechenden angeordneten Haltemittel zusammenwirken
kann.
[0022] Um die Verschlussvorrichtung sicher an dem Behälter befestigen zu können, damit diese
dem Innendruck (Pi) standhalten kann, kann das Verschlusselement zumindest ein Haltemittel
aufweisen, welches mit einem Gegenhaltemittel am Behälter mechanisch zusammenwirkt.
Das Haltemittel und das Gegenhaltemittel bewirken hierbei einen Formschluss, wobei
ein Druck (Pt) auf das Betätigungselement den Formschluss lösen lässt. Das Gegenhaltemittel
am Behälter kann durch einen insbesondere, ringförmigen oder nockenförmigen Vorsprung
oder eine insbesondere, umlaufende Vertiefung gebildet sein, wo hingegen das Haltemittel
am Verschlusselement durch einen insbesondere, streifenförmigen Abschnitt, widerhakenförmigen
Vorsprung oder teilartigen Abschnitt ausgebildet sein kann. Ein Druck auf das Betätigungselement
bewirkt dabei eine Deformation und/oder eine Bewegung in Form einer Verschiebung oder
Verschwenkung des Haltemittels. Somit bewirkt der Druck (Pt) auf das Betätigungselement,
dass das Haltemittel nicht mehr formschlüssig mit dem Gegenhaltemittel am Behälter
zusammenwirkt.
[0023] Bei dem bereits erwähnten Klick-Klack Verschluss (umgangssprachliche Bezeichnung
dieser Verschlussart) weist das Verschlusselement von der Verschlussvorrichtung ein
Mittelstück mit einem in etwa mittigen Betätigungsbereich und am Mittelstück angeordneten
Haltemitteln auf. Bezogen auf eine erste Stellung (I), in der das Verschlusselement
einen Formschluss mit dem Behälter, insbesondere mit einem Vorsprung oder einer Nut
am Behälteraußenrand, bildet, hat das Mittelstück eine innere Fläche, die zum Behälter
hinzeigt, und eine äußere Fläche, die vom Behälter weg zeigt. Die Haltemittel, die
das Mittelstück insbesondere in der Art eines Zinnenkranzes randförmig umgeben, sind
in Richtung der inneren Fläche in einem Winkel α abgewinkelt. Hierbei ist der Winkel
α vorzugsweise etwas größer als 90°. Jedes Haltemittel ist ebenfalls an seinem Ende
wiederum in Richtung der inneren Fläche abgewinkelt, idealerweise rechtwinkelig in
Richtung zur Längsachse des Behälters abgewinkelt oder sogar leicht nach oben gerichtet,
um einen sicheren Formschluss zwischen Verschlusselement und Behälter zu erzielen.
[0024] Das Verschlusselement ist vorzugsweise aus hartem Material, insbesondere aus Metall
oder Kunststoff, aber dennoch so elastisch, dass es zwei verschiedene Stellungen (I,
II) in Form von zwei gesicherten Lagen annehmen kann. In der ersten Stellung (I) verschließt
die Verschlussvorrichtung mit dem Verschlusselement den Behälter. Das Mittelstück
bedeckt hierbei die Öffnung des Behälters. Hierbei ist es leicht in Richtung der Längsachse
von dem Behälter weg gewölbt. Von der inneren Fläche des Mittelstücks aus betrachtet
entspricht dieses einer konkaven Wölbung. Durch diese Wölbung verlaufen die Haltemittel
in etwa parallel zu der Seitenfläche des Behälters, die den Vorsprung aufweist. Hierbei
bilden die abgewinkelten Enden der Haltemittel mit dem Vorsprung einen Formschluss.
Daher bleibt der Behälter im Gegensatz zu anderen Behältern auch geschlossen, wenn
versucht wird, durch Auseinanderziehen von Verschlusselement und Behälter den Behälter
zu öffnen.
[0025] Der Behälter lässt sich hingegen öffnen, wenn ausschließlich ein Druck auf das Betätigungselement
bzw. den Betätigungsbereich in Richtung der Längsachse und in Richtung des Behälters
ausgeübt wird. Das Mittelstück erfährt eine elastische Verformung von der einen gesicherten
Lage in die andere und wölbt sich in Richtung des Behälters. Von der inneren Fläche
des Mittelstücks aus betrachtet entspricht dieses einer konvexen Wölbung. Die Haltemittel
bewegen sich im Zuge der elastischen Verformung von dem Behälter weg und geben den
Vorsprung frei. Hierdurch lässt sich die Verschlussvorrichtung mit dem Verschlusselement
nun leicht und ohne Kraft, insbesondere ohne eine Zugkraft auszuüben, vom Behälter
lösen.
[0026] Soll der Behälter wieder verschlossen werden, so wird die Verschlussvorrichtung mit
dem Verschlusselement mit der inneren Seite, zu der auch die Haltemittel zeigen, auf
den Behälter gelegt. Die Haltemittel weisen hierbei noch einen geringen Abstand von
dem Vorsprung auf. Durch einen Druck auf die Haltemittel, insbesondere senkrecht zur
Längsachse, bewegt sich das Mittelstück von der einen gesicherten Lage, die von innen
betrachtet der konvexen Wölbung entspricht, in die andere gesicherte Lage, die von
innen betrachtet der konkaven Wölbung entspricht, und das Verschlusselement gelangt
erneut in seine erste Stellung (I).
[0027] Bei der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung kann es vorgesehen sein, dass das
Dichtungselement über einen Formschluss, eine Schweißverbindung und/oder eine Heißprägung
in dem Verschlusselement angeordnet bzw. befestigt ist. Bei einem Klick-Klack Verschluss
können die vorhandenen Haltemittel zur formschlüssigen Befestigung genutzt werden.
Auch kann ein über die Dichtlippe hinausstehender Rand des Dichtungselementes als
Anschlagpuffer oder -mittel für den Öffnungsrand des Behälters dienen. Zweckmäßigerweise
ragt das Dichtungselement nicht aus der Verschlussvorrichtung raus, so dass eine ungewollte
Zerstörung des Dichtungselements bei einer Nichtbenutzung der Verschlussvorrichtung
sicher vermieden wird. Somit kann die Verschlussvorrichtung - gleichgültig wie - auf
einen Tisch oderdergleichen zwischenzeitlich abgelegt werden, ohne dass die Dichtung
hierbei in Kontakt mit dem Tisch kommen kann.
[0028] Ferner ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung auch einen Behälter zu schaffen,
der mit einer Verschlussvorrichtung durch eine einfache Handhabe sicher verschließbar
ist, ohne dass auch ein Fluid aus dem verschlossenen Behälter entweichen kann. Die
Aufgabe wird durch den Behälter mit den Merkmalen aus dem Anspruch 12 gelöst. Bei
diesem Behälter kann es sich beispielsweise um eine herkömmliche Dose, Getränkedose,
Vorratsdose, Flasche oder dergleichen handeln, die aus den unterschiedlichsten Materialen
bestehen kann.
[0029] Des Weiteren ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung auch ein Verfahren zum Abdichten
eines Behälters mit einer Öffnung durch eine Verschlussvorrichtung bereitzustellen,
welches auf einfache Art und Weise handhabbar ist und die Öffnung des Behälters durch
die Verschlussvorrichtung abdichtet. Die Aufgabe wird durch die Merkmal aus dem Anspruch
13, insbesondere dem kennzeichnenden Teil, gelöst Dabei ist es erfindungsgemäß vorgesehen,
dass eine Abdichtung des Behälters durch die Verschlussvorrichtung unabhängig von
einem Anpressdruck (Pk) erfolgt, der von der Verschlussvorrichtung auf den Behälter,
insbesondere den Öffnungsrand wirkt. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
werden durch die abhängigen Ansprüche wiedergegeben. Das erfindungsgemäße Verfahren
kann mit der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung ausgeübt werden. Merkmale und
Details, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung beschrieben
sind, gelten dabei selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren und umgekehrt. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung
erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in Kombination erfindungswesentlich
sein.
[0030] In der folgenden Beschreibung werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnungen und der folgenden Beschreibung aufgeführt. Die
Ausführungsbeispiele sind exemplarisch und nicht maßstabsgetreu dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- einen abgewinkelter Schnitt I-I durch ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Verschlussvorrichtung aus Fig. 3, die die Öffnung eines Behälters verschließt,
- Fig. 2
- einen Querschnitt II-II durch die erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung aus Fig.
1,
- Fig.3
- eine Draufsicht auf das erste Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung,
- Fig. 4
- eine dreidimensionale Ansicht der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung aus den
Figuren 1 bis 3,
- Fig. 5
- eine dreidimensionale Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Verschlussvorrichtung, bei der das Betätigungsmittel mit dem Betätigungselement verbunden
ist,
- Fig. 6
- ein Längsschnitt durch eine weitere erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung, die mit
einem Klick-Klack-Verschlusselement ausgestattet ist,
- Fig.7a
- eine dreidimensionale Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung
mit einem "dreiteiligen" Verschlusselement,
- Fig. 7b
- eine Rückansicht auf das Verschlusselement aus Fig. 7a,
- Fig. 8
- ein abgewinkelter Schnitt VIII-VIII durch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Verschlussvorrichtung aus Fig. 9,
- Fig. 9
- ein Querschnitt IX-IX durch die Verschlussvorrichtung aus Fig. 8,
- Fig. 10
- eine dreidimensionale Ansicht der Verschlussvorrichtung aus den Figuren 8 und 9,
- Fig. 11
- ein Längsschnitt XI-XI durch ein zusätzliches Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Verschlussvorrichtung aus Fig. 12,
- Fig. 12
- eine Rückansicht auf die Verschlussvorrichtung aus Fig. 11 und
- Fig. 13
- dreidimensionale Ansicht auf die Verschlussvorrichtung aus den Figuren 11 und 12.
[0031] Bei den nachfolgenden Figuren sind die gleichen technischen Merkmale mit den identischen
Bezugszeichen versehen, auch wenn diese in einer anderen Ausführungsform oder einem
anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt sind.
[0032] In der Figur 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung
2 dargestellt, dabei verschließt diese Verschlussvorrichtung 2 in einer ersten Stellung
I, der Verschlussstellung, eine Öffnung 1.1 des Behälters 1. Die dargestellte Verschlussvorrichtung
2 umfasst in dem Ausführungsbeispiel ein Verschlusselement 3 mit einem Haltemittel
3.3, welches streifenförmig oder breitbandförmig ausgestaltet ist. Das Haltemittel
3.3 ist in der Fig. 4 deutlich erkennbar. In der Fig. 1 ist ein Schnitt (s. linke
Seite) durch das entsprechende Haltemittel 3.3 dargestellt. Dabei ist erkennbar, wie
das streifenförmige Haltemittel 3.3 formschlüssig hinter einem Vorsprung 1.6 des Behälters
1 zur Anlage kommt. Der Vorsprung 1.6 ist im Wesentlichen ringförmig ausgestaltet
und erhebt sich radial aus dem übrigen Durchmesser einer Außenwand 1.4 des Behälters
1. Da die Verschlussvorrichtung 2 durch das Verschlusselement 3 formschlüssig mit
dem Behälter 1 verbunden ist, kann auch ein entstehender Innendruck Pi die Verschlussvorrichtung
2 nicht von der Behälteröffnung 1.1 anheben oder wegdrücken. Vielmehr verschließt
die Verschlussvorrichtung 2 mit ihrem vorgesehen Dichtungselement 4 den Behälter 1
druck- und fluiddicht. Zu diesem Zweck liegt das (auf dem kofstehende) kegelstumpfartige
ausgestaltete Dichtungselement 4 mit seiner radial umlaufenden Dichtlippe 4.1 am Öffnungsrand
1.2 des Behälters 1 auf. Ebenfalls ist es denkbar, dass das Dichtungselement 4 in
den Öffnungsrand 1.2 hineinragt und auch dort mit einer Innenwand 1.3 des Behälters
1 in Kontakt kommt. Das Dichtungselement 4 ist flexibel und leicht verformbar ausgestaltet
und wird nicht auf oder in den Öffnungsrand 1.2 gepresst. Vielmehr liegt es kraftlos
auf dem Öffnungsrand 1.2 auf und bildet eine geschlossene Dichtungslinie mit dem Öffnungsrand
1.2. Da das Dichtungselement 4 hohl ausgestaltet ist, kann der Innendruck Pi von innen
auf das Dichtungselement 4, insbesondere die Dichtungslippe 4.1 wirken, die im vorliegenden
Fall keilförmig, dass heißt nach unten spitz zu laufend, ausgestaltet ist.
[0033] Damit die Verschlussvorrichtung 2 im Behälter 1 druck- und fluiddicht verschließen
kann, passt sich das Dichtungselement 4, wie bereits erwähnt, der Innenkontur 1.5
des Öffnungsrandes 1.2 an. Zu diesem Zweck weist das Dichtungselement 4 eine komplementäre
Innenkontur 4.5 zur Innenkontur 1.5 des Behälters auf. Das Dichtungselement kann selbst
an der Verschlussvorrichtung 2 kraft-, stoff- und/oder formschlüssig angeordnet sein.
Auf jeden Fall muss der Verbund aus Verschlussvorrichtung 2 und Dichtungselement 4
das Abdichten der Verschlussvorrichtung 2 ermöglichen. Zu diesem Zweck kann das Dichtungselement
4 an der Verschlussvorrichtung 2, insbesondere im Oberteil 2.2, festgeschweißt oder
verklebt werden. Auch ist eine Heißprägung des Dichtungselementes 4 an der Verschlussvorrichtung
2 denkbar.
[0034] Damit sich die Verschlussvorrichtung 2 leicht und einhändig bedienen lässt, ist ein
Betätigungselement 3.2 am Verschlusselement 3 vorgesehen, welches auf das Haltemittel
3.3 mechanisch wirkt. Das Betätigungselement 3.2 ist im vorliegenden Fall (Fig. 1-4)
tastenartig ausgestaltet. Ein Druck Pt führt zu einer Verformung des Verschlusselementes
3, wodurch die streifenförmigen Haltemittel 3.3 hinter dem Vorsprung 1.6 hervorspringen,
da sie sich radial aufweiten. Somit kann nach einem Druck auf das Betätigungselement
3.2 die Verschlussvorrichtung 2 vom Behälter 1 abgenommen werden bzw. angehoben werden.
Das Verschlusselement 3 ist im Wesentlichen symmetrisch aufgebaut und weist zwei Betätigungselemente
3.2 auf, die um ca. 180° am äußeren Umfang, insbesondere im Bereich des Unterteils
2.3 der Verschlussvorrichtung 2 angeordnet sind. Ebenfalls sind zwei Haltemittel 3.3
vorgesehen, die durch die beiden Betätigungselemente 3.2 bei einer Betätigung radial
aufgeweitet werden. Die beiden Haltemittel 3.3 bilden im Querschnitt einen ovalen
oder ellipsenförmigen Verlauf zu einer Längsachse 2.1. Durch den Druck Pt auf die
beiden Betätigungselemente 3.2 wird der ellipsenförmige Verlauf der streifenförmigen
Haltemittel 3.3 radial aufgeweitet, so dass er dann mehr oder weniger kreisförmig
ist und den radialen Vorsprung 1.6 des Behälters 1 freigibt.
[0035] Sofern der Behälter 1 mit einem höheren Innendruck Pi ausgestattet ist als der Außendruck
Pa des Behälters, empfiehlt sich ein gezieltes Ablassen des Innendruckes Pi. Zu diesem
Zweck ist ein Ventil 8 in der Verschlussvorrichtung 2 vorgesehen, welches über einen
Betätigungsmittel 8.1 zu bedienen ist. Das Betätigungsmittel 8.1 ist in dem Ausführungsbeispiel
aus der Fig. 4 auch zweimal an der Verschlussvorrichtung 2 vorgesehen, die jeweils
über den Betätigungselementen 3.2 angeordnet sind und jeweils im Umfang von 180° zueinander
angeordnet sind. Durch einen Druck auf das Betätigungsmittel 8.1 wird das Dichtungselement
4, insbesondere im Bereich der Dichtungslippe 4.1 derart verformt, dass sich die Dichtungslippe
4.1 von dem Öffnungsrand 1.2 des Behälters 1 anhebt, wodurch der Innendruck Pi an
dieser Stelle entweichen kann. Damit ist ein gezieltes Ablassen des Überdrucks Pi
möglich.
[0036] Um eine leichte, einhändige Bedienung des Betätigungselementes 3.2 und/oder des Betätigungsmittels
8.1 zu ermöglichen, kann dieses über Einschnitte 3.5 oder Nuten 3.5 in dem Verschlusselement
3 eingelassen sein. Diese Einschnitte 3.5 umranden nur teilweise das Betätigungselement
3.2 oder das Betätigungsmittel 8.1, so dass diese Elemente bzw. Mittel immer noch
über einen Verbindungssteg fest mit dem Verschlusselement 3 verbunden sind. Zweckmäßigerweise
bildet die Verschlussvorrichtung 2 mit dem Verschlusselement 3 und dem Betätigungsmittel
8.1 ein einteiliges Element. In der Fig. 4 ist deutlich an dem Betätigungsmittel 8.1
zu erkennen, wie dieses von einem umgekehrten U-förmigen Einschnitt 3.5 umgeben ist.
Ferner ist oberhalb des Betätigungselements 3.2 ein waagerechter Einschnitt 3.5 vorgesehen,
der auch das Betätigungselement 3.2 von dem Betätigungsmittel 8.1 trennt.
[0037] In der Fig. 1 ist im linken Bereich von der Längsachse 2.1 dargestellt, wie die Dichtlippe
4.1 sich an dem Öffnungsrand 1.2 anlehnt. Wo hingegen im rechten Bereich von der Längsachse
2.1 in Fig. 1 die Dichtlippe 4.1 durch das Betätigungsmittel 8.1 leicht angehoben
bzw. eingedrückt ist. Selbstverständlich ist dazu ein Druck Pt auf das Betätigungsmittel
8.1 erforderlich.
[0038] Durch das besondere Dichtungselement 4 ist es sichergestellt, dass sich die Dichtlippe
4.1 umso fester und/oder größenmäßig mehr an dem Öffnungsrand 1.2 anpresst, umso höher
der Innendruck Pi im Behälter 1 wird. Dieser Innendruck kann sich z. B. durch ein
kohlensäurehaltiges Fluid 9 bzw. Getränk 9 erhöhen.
[0039] In der Fig. 2 ist anhand des Querschnitts zu erkennen, wie sich das streifenförmige
Haltemittel 3.3 hinter dem ringförmigen Vorsprung 1.6 anliegt, wenn die Verschlussvorrichtung
2 in der ersten Stellung 1 ist. Auch ist hierbei gut der ovale Verlauf der streifenförmigen
Haltemittel 3.3 an der Außenwand des Behälterhalses 1 zu erkennen.
[0040] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den verschossener Behälter 1, wobei bei dieser Darstellung
nur ein Betätigungsmittel 8.1 an der rechten Seite der Verschlussvorrichtung 2 vorgesehen
ist. Dieses kann selbstverständlich auch an der linken Seite, d. h. um 180° verdreht,
an der Verschlussvorrichtung 2 zusätzlich angeordnet sein, wie in Fig. 4 dargestellt.
[0041] In der Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Verschlussvorrichtung 2
dargestellt, die sich von dem Ausführungsbeispiel aus den Figuren 1 bis 4 dadurch
unterscheidet, dass das Betätigungselement 3.2 mit dem Betätigungsmittel 8.1 mechanisch
verbunden ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel fehlt der waagerechte Einschnitt 3.5
zwischen dem Betätigungselement 3.2 und dem Betätigungsmittel 8.1 aus Fig. 4. Folglich
führt ein Druck Pt auf das Betätigungselement 3.2 gleichzeitig zu einer Betätigung
des Betätigungsmittels 8.1 bzw. auch umgekehrt. Um die Flexibilität des Betätigungselementes
3.2 zu erhöhen, setzt sich der umgekehrte U-förmige Einschnitt 3.5 um das Betätigungsmittel
8.1 an den unteren Enden waagerecht fort. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann dasselbe
Dichtungselement 4 aus den Figuren 1 bis 4 zum Einsatz kommen.
[0042] In der Fig. 6 ist eine weitere Verschlussvorrichtung mit einem Klick-Klack-Verschluss
als Verschlusselement 3 in Längsschnitt dargestellt. Hierbei ragt das Dichtungselement
4 nicht aus der unteren Öffnung des Verschlusselementes 3 hervor, so dass man sicherlich
auch sagen kann, dass das Dichtungselement 4 vollständig in dem Verschlusselement
3 bzw. der Verschlussvorrichtung 2 angeordnet bzw. integriert ist. Diese Integration
hat nun den Vorteil, dass das Dichtungselement 4 nicht einen Tisch oder eine sonstige
Ablagefläche berührt, wenn die Verschlussvorrichtung 2 vom Behälter 1 abgenommen ist
und auf die Ablagefläche, egal von welcher Seite, abgelegt wird. Somit kann ein ungewollter
Verschleiß des Dichtungselements 4, insbesondere der Dichtlippe 4.1 sicher vermieden
werden. Außerdem kann durch das integrierte Dichtungselement 4 sichergestellt werden,
dass die Dichtlippe 4.1 nicht umgebördelt oder verknickt wird, wenn die Verschlussvorrichtung
2 auf den Öffnungsrand 1.2 des Behälters aufgesetzt wird. Vielmehr sorgen die äußeren
Haltemittel 3.3 nun für eine erste Positionierung der Verschlussvorrichtung 2 auf
dem Öffnungsrand 1.2. Somit ist eine sichere Handhabung durch das integrierte Dichtungselement
4 sichergestellt.
[0043] Ferner ist in der Figur 6 ein Originalitätsverschluss 11 dargestellt, der ein Papiersiegel
oder ein Foliensiegel aufweist. Durch diesen Originalitätsverschluss 11 wird die Öffnung
des Durchbruchs 6.2 im Sicherungselement 6 vollständig verschlossen. Soll nur der
Behälter 1 durch die Verschlussvorrichtung 2 geöffnet werden, so muss der Originalitätsverschluss
11 zerstört oder entfernt werden, um einen Druck Pk durch den Durchbruch 6.2 auf das
Verschlusselement 3, insbesondere das Mittelstück 3.1, ausüben zu können. Damit der
Originalitätsverschluss 11 einfach entfernbar ist, kann zusätzlich eine Abzugslasche
11.1 vorgesehen sein. Ebenfalls ist es denkbar, den Originalitätsverschluss 11 mit
Sollbruchstellen 11.2 auszustatten, um eine sofortige Zerstörung beim Öffnen feststellen
zu können.
[0044] In Fig. 6 sind Halteelemente 3.3 des Verschlusselementes 3 nach außen umgebogen und
damit als Schließmittel 3.4 ausgebildet, von denen in Fig. 6 eins sichtbar und eins
angedeutet ist. Bevorzugt sind mindestens drei Haltemittel 3.3 als Schließmittel 3.4
ausgebildet, die untereinander einen Winkel von 120° einnehmen. Das Sicherungselement
6 liegt mit seinem Randbereich 6.1 von außen an den Schließmitteln 3.4 an, wobei das
Schließmittel 3.4 als eine Rundung des Randbereichs 6.1 ausgebildet ist. Übt ein Benutzer
einen senkrechten Druck (parallel zu Pfeil Pk) auf den oberen Bereich des Sicherungselements
6 aus, so wirkt der Randbereich 6.1 nur auf die Schließmittel 3.4 ein, wodurch sich
das Verschlusselement 3 verschließt (Stellung I der Verschlussvorrichtung 2). Gleichzeitig
können die Schließmittel 3.4 auch dazu verwendet werden, um das Verschlusselement
3 mit dem Sicherungselement 6 sicher und formschlüssig zu verbinden. Folglich könnte
der untere umgebördelte Rand des Randbereichs 6.1 auch auf Höher der Schließmittel
3.4 enden oder zumindest mit diesen mechanisch zusammenwirken. Im Fall von Figur 6
dient der untere umgebördelte Rand des Randbereichs 6.1 als unterer Abschluss- oder
Ablagefläche bzw. -kante der Verschlussvorrichtung 2. Das Öffnen der Verschlussvorrichtung
2 erfolgt ausschließlich durch einen Druck Pk durch den Durchbruch 6.2 auf den mittigen
Bereich des Verschlusselements 3, der um die Längsachse 2.1 unterhalb des Durchbruchs
6.2 angeordnet ist. Hierdurch springen die Haltemittel 3.3 radial nach außen und geben
einen Formschluss mit dem Behälter 1 frei. Somit ist sowohl beim Öffnen als auch beim
Verschließen eine EinhandBetätigung einfach möglich.
[0045] In den Figuren 7a und 7b ist eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung
2 vorgesehen, wobei hier ein besonderes Verschlusselement 3, 3a vorgesehen ist. Bei
dieser Variante kann die Verschlussvorrichtung 2 insgesamt zweiteilig aufgebaut sein,
wobei das Verschlusselement 3 das erste Teil bildet und das Dichtungselement 4 ggf.
mit einer Halteplatte 5 das zweite Teil darstellt. Ebenfalls ist es denkbar, die Verschlussvorrichtung
2 aus den Figuren 7a und 7b einteilig herzustellen, wobei dann die Halteplatte 5 mit
dem Verschlusselement 3 verbunden sein muss. Dieses kann beispielsweise über ein zusätzliches
Befestigungsmittel, wie z. B. Schrauben, Nieten oder dergleichen geschehen, oder aber
die Halteplatte 5 wird beispielsweise mit dem Verschlusselement 3 verschweißt, verklebt
oder an diesem angespritzt. Grundsätzlich funktioniert das Verschlusselement 3 aus
den Figuren 7a und 7b wie nachfolgend beschrieben.
[0046] Das Verschlusselement 3, 3a ist im Wesentlichen tellerförmig aufgebaut, wobei es
drei einzelne insbesondere kreissegmentartige Stücke 3a.1 aufweist, die über Filmscharniere
3a.2 miteinander verbunden sind. Die drei Stücke 3a.1 unterteilen das Verschlusselement
3a im Wesentlichen "stemförmig". Um ein Abrutschen des Verschlusselements 3a von der
Öffnung 1.1 zu verhindern, weist das Verschlusselement 3a einen abgewinkelten äußeren
Randbereich auf, der etwas größer ausgestaltet ist als die Kontur des Öffnungsrandes
1.2. In diesem abgewinkelten Randbereich 3a.3 ragt der Öffnungsrand 1.2 in der ersten
Stellung I des Verschlusselements 3a hinein, so dass ein Hin- und Herverschieben des
Verschlusselements 3a auf der Öffnung 1.1 mit einem geringen Spiel möglich ist. Das
Verschlusselement 3 wird formschlüssig an dem Öffnungsrand 1.2 durch die beiden diamentral
zueinander angeordneten Befestigungshaken 3a.4 gehalten, die als Haltemittel 3.3 dienen.
Dabei ist (s. Figur 7b) der obere Befestigungshaken 3a.4 an dem unteren Sternstück
3a.1 des Verschlusselements 3a angeordnet und der untere Befestigungshaken 3a.4 an
dem oberen Sternstück 3a.1 des Verschlusselements 3a. Wird nun das obere Sternstück
3a.1 an das untere gepresst, so vergrößert sich der Abstand zwischen den beiden Befestigungshaken
3a.4, so dass der Öffnungsrand 1.2 des Behälters 1 freigegeben wird, da die Befestigungshaken
3a.4 nicht mehr den Vorsprung 1.6 des Behälter 1 in dieser Zwischenstellung hintergreifen.
Hierdurch lässt sich die erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung 2 unproblematisch
von der Öffnung 1.1 abheben, wobei ebenfalls eine Einhandbedienung möglich ist. Eine
Befestigung der erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung 2 aus den Figuren 7a und 7b
ist möglich, indem die beiden großflächigen Sternstücke Befestigungshaken 3a.1 des
Verschlusselements 3 zusammengedrückt werden (s. Pfeile), wodurch sich der Abstand
zwischen den beiden Befestigungshaken 3a.4 vergrößert und die Verschlussvorrichtung
2 über den Öffnungsrand 1.2, insbesondere den Vorsprung 1.6 geführt werden kann. Anschließend
kann das Verschlusselement 3 losgelassen werden, wobei die vorgesehen Filmscharniere
3a.2 zwischen den einzelnen Sternstücken 3a.1 diese auseinander drücken, wodurch der
Abstand zwischen dem Befestigungshaken 3a.4 wieder verringert wird, so dass diese
hinter den Vorsprung 1.6 greifen. Hierdurch wird das Verschlusselement 3a insgesamt
formschlüssig an dem Behälter 1 befestigt. Da ferner das Dichtungselement 4 mit der
Dichtlippe 4.1 zum Einsatz kommt, findet die bereits erwähnte Abdichtung des Behälters
1 statt.
[0047] Zusätzlich können zwei oder mehrere Sollbruchstellen 11.2 als Originalitätsverschluss
11 im Bereich der Filmscharniere 3a.2 zwischen den beiden großen Sternstücken 3a.1
und jeweils dem kleinen Sternstück 3a.1 vorgesehen sein, die abbrechen, wenn die Verschlussvorrichtung
2 das erste Mal betätigt wird. Durch einen Druck auf die beiden großen Sternstücken
3a.1 wird das kleine Sternstück 3a.1 aus dem vorhandenen Winkel herausgedrückt, wobei
es zu dem gewünschten Zerbrechen der Sollbruchstellen führen kann.
[0048] In den Figuren 8, 9 und 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Verschlussvorrichtung 2 dargestellt. Dieses ähnelt den Ausführungsbeispielen aus den
Figuren 1 bis 5, wobei die Haltemittel 3.3 nicht streifenförmig sondern widerhakenförmig
ausgestaltet sind. Auch bei diesem Verschlusselement 3 wird die Verformbarkeit des
Unterteils 2.3 der Verschlussvorrichtung 2 ausgenutzt, die das Verschlusselement 3
selber bildet. Wie anhand der Figuren 9 zu erkennen ist, ist das Unterteil 2.3 nicht
kreisrund sondern oval oder ellipsenförmig ausgestaltet und weist zwei bogenförmige,
widerhakenartige Haltemittel 3.3 auf, die mit dem ringförmigen Vorsprung 1.6 des Behälters
1 formschlüssig zusammenwirken. Auch hierbei bewirkt ein Druck Pt auf das Betätigungselement
3.2, wodurch sich die bogenförmigen Haltemittel 3.3 radial aufweiten und den Formschluss
zum Vorsprung 1.6 freigeben. Sobald der Druck Pt auf das Betätigungselement 3.2 nachlässt,
nimmt das Verschlusselement 3 wieder seine ovale bzw. ellipsenförmige Ausformung an,
wobei die Haltemittel 3.3 wieder radial zusammengeführt werden. Der Vorteil der vorliegenden
Verschlussvorrichtung 2 aus den Figuren 8 bis 10 besteht darin, dass dieser nur von
oben, dass heißt durch ein Druck in Richtung der Längsachse 2.1 auf den Öffnungsrand
1.2 des Behälters 1 aufgedrückt werden muss, wodurch sich die widerhakenartigen Haltemittel
3.3 mit ihren Spitzen bzw. Anschrägungen an dem ringförmigen Vorsprung 1.6 selbstständig
aufweiten und bei einer ausreichenden Einpresstiefe selbstständig hinter dem Vorsprung
1.6 verhaken. Somit sind die Haltemittel 3.3 selbstständig federnd ausgestaltet und
weisen eine Anschrägung auf. Damit der Vorsprung 1.6 im Unterteil 2.3 Platz findet,
kann eine Ausnehmung 3.6 vorgesehen sein. Selbstverständlich ist auch jeder andere
Formschluss zwischen dem Haltemittel 3.3 und dem Gegenhaltemittel 1.6 denkbar.
[0049] In der Fig. 9 wird deutlich, dass die Haltemittel 3.3 bogenförmig ausgestaltet sind
und über einen weiten Bereich mit dem ringförmigen Vorsprung 1.6 des Behälters 1 formschlüssig
zusammenwirken. Die Verschlussvorrichtung 2 ist in den Figuren 8 und 9 in der Verschlussstellung
I dargestellt.
[0050] In der Fig. 10 ist eine dreidimensionale Ansicht der Verschlussvorrichtung 2 gezeigt,
wobei die bereits beschriebenen Haltemittel 3.3 an der Innenwand des Verschlusselementes
3 angedeutet sind.
[0051] In den Figuren 11, 12 und 13 ist ein zusätzliches Ausführungsbeispiel der Verschlussvorrichtung
2 dargestellt, wobei hierbei ein wippenartiges Haltemittel 3.3 zur Arretierung der
Verschlussvorrichtung 2 an dem Behälter 1 zum Einsatz kommt. Zur Verdeutlichung der
Funktionsweise ist der rechte Flaschenhals nur gestrichelt angedeutet. Dieses Ausführungsbeispiel
aus den Figuren 11 bis 13 ähnelt den Ausführungsbeispielen aus den Figuren 1 bis 5
sowie den Figuren 8 bis 10. Dabei ist die Verschlussvorrichtung 2 im Wesentlichen
kreis- oder kugelförmig ausgestaltet, da diesmal nicht eine radiale Aufweitung der
Haltemittel 3.3 genutzt wird, um einen Formschluss mit dem Behälter 1 zu erzeugen.
Vielmehr wird ein Druck auf das Betätigungselement 3.2 dazu genutzt, um das Haltemittel
3.3 wegzuschwenken, wobei eine Wippe 3.8 am Haltemittel 3.3 dazu genutzt wird. Die
beiden vorgesehenen Haltemittel 3.3 sind mit den beiden Betätigungselementen 3.2 über
Filmscharniere 3.7 miteinander stoffschlüssig verbunden. Ein Druck Pt auf die Betätigungselemente
3.2, die wieder genauso wie die Haltemittel 3.3 um 180° versetzt am Verschlusselement
3 angeordnet sind, wird dazu genutzt, um die Haltemittel 3.3 wegzukippen. Dabei dient
die dreiecksförmige Wippe 3.8 an den Haltemittel 3.3 dazu, dass sich diese an der
freien Ecke der Wippe 3.8, die am Flaschenhals 1.1 von außen zum liegen kommt, wegkippen.
Folglich schwenken die oberen Enden der Haltemittel 3.3 hinter dem Vorsprung 1.6 hervor
(indem sie sich radial voneinander wegbewegen) um den Formschluss im Behälter 1 freizugeben.
Auch in diesem Ausführungsbeispiel ist ein Ventil 8 für das Dichtungselement 4 vorgesehen,
welches wieder über ein Betätigungsmittel 8.1 bedienbar ist. Das Betätigungsmittel
8.1 ist mit den Betätigungselementen 3.2 mechanisch verbunden. Zweckmäßigerweise ist
die Verschlussvorrichtung 2, das Verschlusselement 3 und das Betätigungsmittel 8.1
aus Kunststoff, insbesondere als Spritzgussteil, hergestellt. Üblicherweise ist das
Dichtungselement 4 aus einem anderen Werkstoff, wie bereits zuvor erwähnt wurde.
[0052] In der Fig. 12 ist deutlich zu erkennen, dass die Wippen 3.8 an den Betätigungselementen
3.2 nur balkenartig ausgestaltet sind und nicht über die volle Breite der Haltemittel
3.3 verlaufen. In der Fig. 13 sind die Haltemittel 3.3 mit den entsprechenden Wippen
3.8 in dreidimensionaler Darstellung angedeutet. Dabei ragen die Haltemittel 3.3 rampenförmig
in den Innenraum der Verschlussvorrichtung 2 und stützen sich mit ihren Wippen 3.8
an der Außenwand 1.4 des Behälters 1 ab.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Behälter
- 1.1
- Öffnung
- 1.2
- Öffnungsrand
- 1.3
- Innenwand
- 1.4
- Außenwand
- 1.5
- Innenkontur
- 1.6
- Vorsprung / Stift / Zapfen etc.
- 2
- Verschlussvorrichtung
- 2.1
- Längsachse
- 2.2
- Oberteil
- 2.3
- Unterteil
- 3
- Verschlusselement
- 3.1
- Mittelstück
- 3.2
- Betätigungselement / -bereich
- 3.3
- Haltemittel
- 3.4
- Schließmittel
- 3.5
- Einschnitt / Nut
- 3.6
- Ausnehmung
- 3.7
- Filmscharnier
- 3.8
- Wippe an 3.3, insbesondere dreieckförmig
- 3a
- Verschlusselement (sternförmig)
- 3a.1
- (Stern-) Stück
- 3a.2
- Filmscharnier zwischen 3a.1
- 3a.3
- abgewinkelter Randbereich
- 3a.4
- Befestigungshaken (vergleichbar zu 3.3)
- 4
- Dichtungselement
- 4.1
- Dichtlippe, insbesondere keilförmig
- 4.2
- Ausbuchtung
- 4.3
- flächiger Teil
- 4.4
- abgewinkelter Randbereich
- 4.5
- Innenkontur
- 4.6
- erster Bereich
- 4.7
- zweiter Bereich
- 4.8
- herausragenden Zunge
- 4.9
- Anschlagmittel
- 5
- Halteplatte
- 5.1
- Ausnehmung
- 5.2
- Oberseite
- 5.3
- Unterseite
- 5.4
- kreisförmiger Steg
- 6
- Sicherungselement
- 6.1
- Randbereich
- 6.2
- Durchbruch
- 7
- -
- 8
- Ventil
- 8.1
- Betätigungsmittel/-nippel
- 8.2
- wellenförmiges Ende von 8.1
- 8.3
- Einschnitt in 4
- 8.4
- Membrane
- 9
- Fluid / Getränke od. dgl.
- 10
- Verschluss zwischen 1 und 2
- 11
- Originalitätsverschluß
- 11.1
- Abzugslasche
- 11.2
- Sollbruchstellen
- Pi
- Pfeil für den Innendruck von 1
- Pa
- Außendruck von 1
- Pk
- Pfeil für den Anpressdruck
- Pt
- Pfeil für Betätigung
- I
- erste Stellung (Behälter 1 verschlossen)
- II
- zweite Stellung (Behälter 1 geöffnet)
1. Verschlussvorrichtung (2) zum Verschließen und/oder Öffnen einer Öffnung (1.1) eines
Behälters (1),
wobei die Öffnung (1.1) des Behälters (1) in einer ersten Stellung (I) der Verschlussvorrichtung
(2) verschlossen ist und in einer zweiten Stellung (II) der Verschlussvorrichtung
(2) die Öffnung (1.1) des Behälters (1) geöffnet ist, und
wobei die Öffnung (1.1) des Behälters (1) einen Öffnungsrand (1.2) aufweist, der eine
Innenwand (1.3) und Außenwand (1.4) umfasst, und
wobei die Verschlussvorrichtung (2) ein Dichtungselement (4) aufweist, womit die Öffnung
(1.1) des Behälters (1) in der ersten Stellung (I) abdichtend verschließbar ist, und
wobei die Verschlussvorrichtung (2) in der ersten Stellung (I) an dem Behälter (1)
durch ein Verschlusselement (3) befestigt ist und beim Öffnen des Behälters (1) mittels
zumindest eines Betätigungselement (3.2) von der ersten Stellung (I) in die zweite
Stellung (II) überführbar ist, wobei
die Behälteröffnung (1.1) nur durch einen Druck (Pt) auf das Betätigungselement (3.2)
zu öffnen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtungselement (4) eine Dichtlippe (4.1) aufweist, welche zumindest teilweise
in die Öffnung (1.1) des Behälters (1) ragt und durch eine elastische Verformung abdichtend
insbesondere an der Innenwand (1.3) des Öffnungsrands (1.2) zur Anlage kommt.
2. Verschlussvorrichtung (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdichtung durch die Form und Größe sowie die Materialeigenschaften des Dichtungselementes
(4), insbesondere der Dichtlippe (4.1) erfolgt.
3. Verschlussvorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Anpressdruck (Pk), der von Verschlussvorrichtung (2) auf den Behälter (1), insbesondere
den Öffnungsrand (1.2) wirkt, im Wesentlichen wirkungslos auf das Dichtungselement
(4), insbesondere die Dichtlippe (4.1) ist.
4. Verschlussvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter(1) durch die Verschlussvorrichtung (2) mittels des Dichtungselements
(4) druckdicht und/oder fluiddicht abdichtbar ist, wobei insbesondere die Verschlussvorrichtung
wiederverwendbar ist.
5. Verschlussvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtlippe (4.1) des Dichtungselements (4) nur durch seine elastische Verformung
an die Innenwand (1.3) gepresst wird, wobei insbesondere ein Innendruck (Pi) des Behälters
(1) die Dichtlippe (4.1) zusätzlich an die Innenwand (1.3) presst, wenn der Innendruck
(Pi) größer als ein Außendruck (Pa) ist, der den Behälter (1) von außen umgibt.
6. Verschlussvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlusselement (3) mittels zumindest eines Haltemittels (3.3) insbesondere
formschlüssig mit dem Behälter(1) über einen Verschluss(10), insbesondere einen Bajonettverschluss,
einen Klick-Klack-Verschluss, einen Spangenverschluss, einen Klemmverschluss, einen
Schlaufenverschluss und/oder einen Schiebeverschluss, zusammenwirkt.
7. Verschlussvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlussvorrichtung (2) mit einem Ventil (8) ausgestattet ist, wobei das Ventil
(8) als Überdruck- oder Ablassventil ausgestaltet ist und ein Betätigungsmittel (8.1)
zur Betätigung aufweist.
8. Verschlussvorrichtung (2) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (3.2) des Verschlusselements (3) und das Betätigungsmittel
(8.1) des Ventils (8) gleichzeitig betätigbar sind, wobei insbesondere das Betätigungselement
(3.2)mit dem Betätigungsmittel (8.1) mechanisch verbunden ist.
9. Verschlussvorrichtung (2) nach Anspruche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (3.2) und/oder das Betätigungsmittel (8.1) tastenartig ausgestaltet
sind, wobei insbesondere eine Betätigung bzw. Bewegung durch insbesondere teilweise
schlitzförmige Einschnitte (3.5) erleichterbar ist, die an das Betätigungselement
(3.2) und/oder das Betätigungsmittel (8.1) angrenzen.
10. Verschlussvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlusselement (3) zumindest ein Haltemittel (3.3) aufweist, welches mit dem
Behälter(1), insbesondere einem Vorsprung (1.6) oder einer Vertiefung (1.6) am Behälter
(1), formschlüssig zusammenwirkt, um die Verschlussvorrichtung (2) in der ersten Stellung
(I) zu befestigen, wobei der Druck (Pt) auf das Betätigungselement (3.2) den Formschluss
löst.
11. Verschlussvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druck (Pt) auf das Betätigungselement (3.2) eine Deformation und/oder eine Bewegung
des Haltemittels (3.3) bewirkt.
12. Behälter (1), insbesondere für Fluids (9), mit einer Verschlussvorrichtung (2) gemäß
einem der vorhergehenden Ansprüche.
13. Verfahren zum Verschließen und Öffnen einer Öffnung (1.1) eines Behälters (1) durch
eine Verschlussvorrichtung (2), wobei die Öffnung (1.1) des Behälters (1) in einer
ersten Stellung (I) der Verschlussvorrichtung (2) verschlossen ist, und
ein Dichtungselement (4) die Öffnung (1.1) des Behälters (1) abdichtend verschließt,
und
ein Verschlusselement (3) die Verschlussvorrichtung (2) in der ersten Stellung (I)
an dem Behälter (1) insbesondere formschlüssig befestigt, wobei das Verschlusselement
(3) zum Öffnen des Behälters (1) ein Betätigungselement (3.2)aufweist, wobei zum Öffnen
des Behälters (1) zumindest ein Druck (Pt) auf das Betätigungselement (3.2) wirken
muss,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtungselement (4) eine Dichtlippe (4.1) aufweist, welche zumindest teilweise
in die Öffnung (1.1) des Behälters (1) ragt und durch eine elastische Verformung abdichtend
insbesondere an der Innenwand (1.3) des Öffnungsrands (1.2) zur Anlage kommt.
14. Verfahren zum Verschließen und Öffnen eines Behälters (1) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Ausführung des Verfahrens eine Verschlussvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche Anwendung findet.
1. A closure device (2) for closing and/or opening an opening (1.1) of a container (1),
wherein the opening (1.1) of the container (1) is closed in a first position (I) of
the closure device (2) and the opening (1.1) of the container (1) is open in a second
position (II) of the closure device (2), and
wherein the opening (1.1) of the container (1) has an opening edge (1.2), which comprises
an inner wall (1.3) and an outer wall (1.4), and
wherein the closure device (2) has a sealing element (4) whereby the opening (1.1)
of the container (1) can be closed in a sealed manner in the first position (I), and
wherein the closure device (2) in the first position (I) is fastened on the container
(1) by a closure element (3) and on opening the container (1), can be transferred
from the first position (I) into the second position (II) by means of at least one
actuating element (3.2), wherein the container opening (1.1) can be opened merely
by a pressure (Pt) being applied to the actuating element (3.2),
characterised in that
the sealing element (4) has a sealing lip (4.1) which projects at least partially
into the opening (1.1) of the container (1) and comes to abut sealingly against the
inner wall (1.3) of the opening edge (1.2) due to an elastic deformation.
2. The closure device (2) according to claim 1,
characterised in that
the seal is made by the shape and size and the material properties of the sealing
element (4), in particular the sealing lip (4.1).
3. The closure device (2) according to claim 1 or 2,
characterised in that
the contact pressure (Pk) which is applied from the closure device (2) onto the container
(1), in particular the opening edge (1.2), is substantially without effect on the
sealing element (4), in particular the sealing lip (4.1).
4. The closure device (2) according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the container (1) can be sealed by the closure device (2) by means of the sealing
element (4) in a pressure-tight and/or fluid-tight manner, wherein in particular the
closure device can be reused.
5. The closure device (2) according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the sealing lip (4.1) of the sealing element (4) is only pressed onto the inner wall
(1.3) by its elastic deformation, wherein in particular an internal pressure (Pi)
of the container (1) additionally presses the sealing lip (4.1) onto the inner wall
(1.3) if the internal pressure (Pi) is greater than an external pressure (Pa) surrounding
the container (1) from outside.
6. The closure device (2) according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the closure element (3) in particular cooperates positively with the container (1)
by means of at least one holding means (3.3) by means of a closure (10), in particular
a bayonet closure, a click-clack closure, a clasp closure, a clip closure, a loop
closure and/or a sliding closure.
7. The closure device (2) according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the closure device (2) is fitted with a valve (8), wherein the valve (8) is configured
as a pressure relief valve or a drain valve and has an actuating means (8.1) for actuating.
8. The closure device (2) according to claim 7,
characterised in that
the actuating element (3.2) of the closure element (3) and the actuating means (8.1)
of the valve (8) can be actuated simultaneously, wherein in particular the actuating
element (3.2) is mechanically connected to the actuating means (8.1).
9. The closure device (2) according to claim 7 or 8,
characterised in that
the actuating element (3.2) and/or the actuating means (8.1) are configured to be
button-like, wherein in particular an actuation or movement is made easier by in particular
partially slit-shaped incisions (3.5) which adjoin the actuating element (3.2) and/or
the actuating means (8.1).
10. The closure device (2) according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the closure element(3) has at least one holding means (3.3) which cooperates positively
with the container (1), in particular a projection (1.6) or a recess (1.6) on the
container (1) in order to fasten the closure device (2) in the first position (I),
wherein the pressure (Pt) on the actuating element (3.2) releases the form fit.
11. The closure device (2) according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the pressure (Pt) on the actuating element (3.2) effects a deformation and/or a movement
of the holding means (3.3).
12. A container (1), in particular for fluids (9), having a closure device (2) according
to any one of the preceding claims.
13. A method for closing and opening an opening (1.1) of a container (1) by a closure
device (2), wherein the opening (1.1) of the container (1) is closed in a first position
(I) of the closure device (2) and
a sealing element (4) closes the opening (1.1) of the container (1) in a sealing manner
and
a closure element (3) fastens the closure device (2) on the container (1) in particular
positively in the first position (I), wherein the closure element (3) has an actuating
element (3.2) for opening the container (1),
wherein at least a pressure (Pt) must be applied to the actuating element (3.2) for
opening the container (1)
characterised in that
the sealing element (4) has a sealing lip (4.1) which projects at least partially
into the opening (1.1) of the container (1) and comes to abut sealingly against the
inner wall (1.3) of the opening edge (1.2) due to an elastic deformation.
14. The method for closing and opening a container (1) according to claim 13,
characterised in that
a closure device (2) according to any one of the preceding claims is used to execute
the method.
1. Dispositif de fermeture (2) pour fermer et/ou ouvrir une ouverture (1.1) d'un récipient
(1), sachant que l'ouverture (1.1) du récipient (1) est fermée dans une première position
(I) du dispositif de fermeture (2) et que l'ouverture (1.1) du récipient (1) est ouverte
dans une deuxième position (II) du dispositif de fermeture (2),
et sachant que l'ouverture (1.1) du récipient (1) présente un bord d'ouverture (1.2)
qui comprend une paroi intérieure (1.3) et une paroi extérieure (1.4),
et sachant que le dispositif de fermeture (2) présente un élément d'étanchéité (4),
de sorte que l'ouverture (1.1) du récipient (1) peut être fermée en étanchéité dans
la première position (I),
et sachant que le dispositif de fermeture (2) est, dans la première position (I),
fixé sur le récipient (1) par un élément de fermeture (3), et peut, lors de l'ouverture
du récipient (1), être transféré de la première position (I) dans la deuxième position
(II) au moyen d'au moins un élément d'actionnement (3.2),
sachant que l'ouverture (1.1) du récipient ne peut être ouverte qu'en exerçant une
pression (Pt) sur l'élément d'actionnement (3.2),
caractérisé en ce
que l'élément d'étanchéité (4) présente une lèvre d'étanchéité (4.1) qui fait saillie
au moins partiellement dans l'ouverture (1.1) du récipient (1) et qui, par une déformation
élastique, vient s'appliquer en étanchéité notamment contre la paroi intérieure (1.3)
du bord d'ouverture (1.2).
2. Dispositif de fermeture (2) selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que l'étanchéité s'obtient par la forme et la taille ainsi que par les caractéristiques
de matériau de l'élément d'étanchéité (4), en particulier de la lèvre d'étanchéité
(4.1).
3. Dispositif de fermeture (2) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
qu'une pression d'application (Pk), qui est exercée par le dispositif de fermeture (2)
sur le récipient (1), en particulier sur le bord d'ouverture (1.2), est essentiellement
sans effet sur l'élément d'étanchéité (4), en particulier sur la lèvre d'étanchéité
(4.1).
4. Dispositif de fermeture (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le récipient (1) peut être fermé en étanchéité à la pression et/ou aux fluides par
le dispositif de fermeture (2) à l'aide de l'élément d'étanchéité (4), sachant notamment
que le dispositif de fermeture est réutilisable.
5. Dispositif de fermeture (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la lèvre d'étanchéité (4.1) de l'élément d'étanchéité (4) est pressée contre la paroi
intérieure (1.3) uniquement par sa déformation élastique, sachant notamment qu'une
pression intérieure (Pi) du récipient (1) presse de manière supplémentaire la lèvre
d'étanchéité (4.1) contre la paroi intérieure (1.3) si la pression intérieure (Pi)
est supérieure à une pression extérieure (Pa) qui environne extérieurement le récipient
(1).
6. Dispositif de fermeture (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'élément de fermeture (3), à l'aide d'au moins un moyen de retenue (3.3), coopère
notamment en engagement positif avec le récipient (1) par l'intermédiaire d'une fermeture
(10), en particulier d'une fermeture à baïonnette, d'une fermeture clic-clac, d'une
fermeture à agrafe, d'une fermeture à boucle et/ou d'une fermeture coulissante.
7. Dispositif de fermeture (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le dispositif de fermeture (2) est équipé d'une soupape (8), sachant que la soupape
(8) est réalisée sous forme de soupape de surpression ou de soupape de purge et présente
un moyen d'actionnement (8.1) pour son actionnement.
8. Dispositif de fermeture (2) selon la revendication 7,
caractérisé en ce
que l'élément d'actionnement (3.2) de l'élément de fermeture (3) et le moyen d'actionnement
(8.1) de la soupape (8) peuvent être simultanément actionnés, sachant notamment que
l'élément d'actionnement (3.2) est mécaniquement relié au moyen d'actionnement (8.1).
9. Dispositif de fermeture (2) selon les revendications 7 ou 8,
caractérisé en ce
que l'élément d'actionnement (3.2) et/ou le moyen d'actionnement (8.1) sont réalisés
à la manière de touches, sachant notamment qu'un actionnement ou déplacement peut
être facilité par des découpures (3.5) notamment partiellement sous forme de fentes,
qui sont adjacentes à l'élément d'actionnement (3.2) et/ou au moyen d'actionnement
(8.1).
10. Dispositif de fermeture (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'élément de fermeture (3) présente au moins un moyen de retenue (3.3) qui coopère
en engagement positif avec le récipient (1), notamment avec une saillie (1.6) ou un
renfoncement (1.6) sur le récipient (1), afin de fixer le dispositif de fermeture
(2) dans la première position (I), sachant que la pression (Pt) exercée sur l'élément
d'actionnement (3.2) libère l'engagement positif.
11. Dispositif de fermeture (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la pression (Pt) exercée sur l'élément d'actionnement (3.2) produit une déformation
et/ou un déplacement du moyen de retenue (3.3).
12. Récipient (1), en particulier pour des fluides (9), avec un dispositif de fermeture
(2) selon l'une des revendications précédentes.
13. Procédé pour fermer et ouvrir une ouverture (1.1) d'un récipient (1) au moyen d'un
dispositif de fermeture (2), sachant que l'ouverture (1.1) du récipient (1) est fermée
dans une première position (I) du dispositif de fermeture (2),
et qu'un élément d'étanchéité (4) ferme en étanchéité l'ouverture (1.1) du récipient
(1),
et qu'un élément de fermeture (3) fixe le dispositif de fermeture (2) dans la première
position (I) sur le récipient (1), notamment en engagement positif, sachant que l'élément
de fermeture (3) présente un élément d'actionnement (3.2) pour ouvrir le récipient
(1), sachant qu'au moins une pression (Pt) doit agir sur l'élément d'actionnement
(3.2) pour ouvrir le récipient (1),
caractérisé en ce
que l'élément d'étanchéité (4) présente une lèvre d'étanchéité (4.1) qui fait saillie
au moins partiellement dans l'ouverture (1.1) du récipient (1) et qui, par une déformation
élastique, vient s'appliquer en étanchéité notamment contre la paroi intérieure (1.3)
du bord d'ouverture (1.2).
14. Procédé pour fermer et ouvrir un récipient (1) selon la revendication 13,
caractérisé en ce
qu'on utilise pour mettre en oeuvre le procédé un dispositif de fermeture (2) selon l'une
des revendications précédentes.