| (19) |
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(11) |
EP 2 297 430 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.08.2013 Patentblatt 2013/35 |
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Anmeldetag: 08.07.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/058682 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/006976 (21.01.2010 Gazette 2010/03) |
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| (54) |
AXIALTURBINE FÜR EINE GASTURBINE MIT GERINGEM SPIEL ZWISCHEN SCHAUFELN UND GEHÄUSE
AXIAL TURBINE FOR A GAS TURBINE
TURBINE AXIALE POUR UNE TURBINE À GAZ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
17.07.2008 EP 08012960
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.03.2011 Patentblatt 2011/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BRAUN, Stefan
47506 Neukirchen-Vluyn (DE)
- CORNELIUS, Christian
45549 Sprockhövel (DE)
- HEILOS, Andreas
45479 Mülheim an der Ruhr (DE)
- HEIN, Olaf
45481 Mülheim an der Ruhr (DE)
- HOFBAUER, Thomas
71543 Wüstenroth (DE)
- EMDE, Annika
45481 Mülheim (DE)
- LERNER, Christian
46282 Dorsten (DE)
- MARTIN, Silvio-Ulrich
46049 Oberhausen (DE)
- MATTHEIS, Thorsten
45473 Mülheim (DE)
- MÜSGEN, Ralf
45147 Essen (DE)
- SCHUMANN, Eckart
45468 Mülheim an der Ruhr (DE)
- TETERUK, Rostislav
45468 Mülheim an der Ruhr (DE)
- ZIMMERMANN, Adam
45476 Mülheim a.d. Ruhr (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 253 295 DE-A1-102004 059 904
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EP-A- 1 267 042 JP-A- 7 026 904
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Axialturbine für eine Gasturbine, wobei die Axialturbine
geringe Spaltverluste hat.
[0002] Eine Gasturbine weist eine Turbine beispielsweise in Axialbauweise auf. Die Turbine
weist ein Gehäuse und einen Rotor auf, der von dem Gehäuse umgeben ist. Der Rotor
weist eine Welle auf, an der Wellenleistung abnehmbar ist. Die Welle umgebend ist
eine Nabe vorgesehen, deren Nabenkontur zusammen mit der Innenkontur des Gehäuses
einen Strömungskanal durch die Turbine bildet. Der Strömungskanal hat einen in Strömungsrichtung
sich aufweitenden Querschnitt aufgrund einer zumeist konischen Innenkontur des Gehäuses.
[0003] Der Rotor weist eine Mehrzahl von Rotorstufen auf, die jeweils von einem Laufschaufelgitter
gebildet sind. Die Laufschaufelgitter weisen eine Mehrzahl an Laufschaufeln auf, die
mit ihrem einen Ende jeweils nabenseitig an dem Rotor befestigt sind und mit ihrem
anderen Ende radial nach außen zeigen. An dem anderen Ende der Laufschaufel ist eine
Schaufelspitze ausgebildet, die der Innenseite des Gehäuses zugewandt und unmittelbar
benachbart angeordnet ist. Der Abstand zwischen den Schaufelspitzen und der Innenseite
des Gehäuses ist als ein Radialspalt ausgebildet, der derart dimensioniert ist, dass
einerseits die Schaufelspitzen beim Betrieb der Gasturbine an das Gehäuse nicht anstreifen
und andererseits die beim Betrieb der Gasturbine sich einstellende Leckageströmung
durch den Radialspalt möglichst gering ist. Damit die Gasturbine einen hohen Wirkungsgrad
hat, ist es wünschenswert, dass die Leckageströmung durch den Radialspalt möglichst
gering ist, so dass der Leistungsgewinn in der Turbine möglichst hoch ist.
[0004] Das Gehäuse der Turbine ist massiv konstruiert, um den Druck- und Temperaturbeanspruchungen
beim Betrieb der Gasturbine standhalten zu können. Ferner ist das Gehäuse steif ausgeführt,
damit der Lasteintrag auf das Gehäuse beim Betrieb der Gasturbine eine nur kleine
Verformung des Gehäuses zur Folge hat. Im Gegensatz dazu sind die Laufschaufeln im
Vergleich zu dem Gehäuse dünner und weniger massiv ausgeführt.
[0005] Beim Betrieb der Axialturbine stehen die Innenseite des Gehäuses und die Laufschaufeln
mit heißem Gas in Kontakt, wobei die Laufschaufeln von dem heißen Gas vollständig
umströmt werden. Dadurch, dass die Laufschaufeln filigraner als das Gehäuse ausgebildet
sind und in großflächigerem Kontakt mit dem heißen Gas als das Gehäuse stehen, erwärmen
sich die Laufschaufeln schneller als das Gehäuse. Dies hat zu Folge, dass zum An-
und Abfahren der Gasturbine die Laufschaufeln und das Gehäuse unterschiedliche Wärmeausdehnungsgeschwindigkeiten
haben, so dass sich beim An- und Abfahren der Gasturbine die Höhe des Radialspalts
ändert, wobei der Radialspalt beim Anfahren kleiner und beim Abfahren größer wird.
Damit beim Anfahren die Schaufelspitzen der Laufschaufeln nicht an das Gehäuse anstoßen
und dieses beschädigen, ist der Radialspalt mit einer derart dimensionierten Minimalhöhe
versehen, dass beim Anfahren der Gasturbine die Schaufelspitzen das Gehäuse so gut
wie nie berühren. Dies hat zur Folge, dass an den Schaufelspitzen ein entsprechend
dimensionierter Radialspalt vorgehalten ist, der zu einer Reduktion der Leistungsdichte
und des Wirkungsgrads der Gasturbine führt.
[0006] Moderne Laufschaufeln haben eine sehr hohe aerodynamische Effizienz, die durch eine
hohe Druckbelastung der Laufschaufeln erreicht ist. Hervorgerufen durch die hohe Druckbelastung
ist die Leckageströmung durch den Radialspalt hoch, so dass durch den Charakter und
die Intensität der Leckageströmung durch den Radialspalt der Gesamtwirkungsgrad der
Laufschaufel stark beeinträchtigt ist. Eine Reduktion der von der Leckageströmung
hervorgerufenen Verluste bewirkt eine große Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades
der Laufschaufel. Herkömmlich wird versucht, die aerodynamischen Verluste im Spaltbereich
der Laufschaufel durch Maßnahmen zur Reduktion der Leckageströmung zu verringern.
Hierbei sind Maßnahmen zur Verkleinerung des Radialspalts oder eine besondere Formgebung
der Schaufelspitzen vorgesehen, wie Kronen oder gezielte Kühlluftausblasungen. Alternativ
dazu ist aus der
DE 10 2004 059 904 A1 eine Laufschaufel mit einer gewölbten Schaufelspitze vorgesehen, welche zur Bildung
eines minimalen Radialspalts in eine gegenüberliegende Kanalwand eine Nut einreiben
kann. Die Wölbung wird durch eine auf die Schaufelspitze aufgetragene abrasive Schicht
mit unterschiedlicher Schichtdicke erreicht. An den Rändern, d.h. an der Vorderkante
und Hinterkante, ist die Schicht auslaufend ausgebildet, so dass die eingeriebene
Nut ohne Stufen in die benachbarten Kanalwände übergeht. Als Nachteilig wird der aufwändigere
Herstellungsprozess der Laufschaufel angesehen und die Anwendung des Einreibvorgangs,
was eine erhöhte Mindestfestigkeit von Laufschaufeln voraussetzt.
[0007] Herkömmliche Turbinen-Laufschaufeln sind nach dem "Rear-Loaded-Design" gestaltet,
wobei die maximale Druckbeanspruchung der Laufschaufel im Bereich ihrer Hinterkante
angesiedelt ist. Als veraltet bekannt sind auch nach dem "Front-Loaded-Design" ausgelegte
Laufschaufeln, bei denen die höchste Druckbelastung im Bereich der Vorderkante angesiedelt
ist. Hierzu ist beispielweise aus der
EP 1 057 969 A2 eine Turbinenlaufschaufel mit einem Schaufelblatt bekannt, welches nabenseitig ein
"Front-Loaded-Design" oder "Intermediate-Loaded-Design" und spitzenseitig ein "Rear-Loaded-Design"
aufweist, wodurch die Verteilung der Rate der Änderung der Umfangsgeschwindigkeit
vermittelt wird.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Axialturbine für eine Gasturbine zu schaffen,
die einen hohen aerodynamischen Wirkungsgrad hat.
[0009] Die erfindungsgemäße Axialturbine für eine Gasturbine weist ein Laufschaufelgitter,
das von Laufschaufeln mit jeweils einer Vorderkante, einer Hinterkante und einer radial
außen liegenden, freistehenden Schaufelspitze gebildet ist, eine das Laufschaufelgitter
ummantelnde Ringraumwandung mit einer Ringrauminnenseite auf, mit der die Ringraumwandung
unmittelbar benachbart zu den Schaufelspitzen unter Ausbildung des Radialspalts zwischen
der Einhüllenden der Schaufelspitzen und der Ringrauminnenseite angeordnet ist, wobei
die Laufschaufeln an ihren Schaufelspitzen zwischen der Vorderkante und der Hinterkante
einen Bereich mit der höchsten Druckbelastung der Schaufelspitzen aufweist, und wobei
die Laufschaufeln im Bereich der höchsten Druckbelastung jeweils eine Radialerhebung
aufweisen sowie die Ringraumwandung an der Ringrauminnenseite eine umlaufende Radialvertiefung
aufweist, die den Radialerhebungen gegen überliegen: Die Druckbelastung im Sinne dieser
Schrift entspricht dabei der Druckdifferenz zwischen Saugseite und Druckseite der
Laufschaufel, welche entlang des Profilsschnitts unterschiedlich groß ist.
[0010] Dadurch wird durch das Heranziehen der direkt hinsichtlich minimaler Verluste optimierten
Schaufelspitze und der Ringraumkontur die ungünstige, verlustbehaftete Spaltströmung
reduziert. Dabei wird der Ringraum im Bereich der Schaufelspitze als von dem herkömmlichen
Ringraum abweichende Kontur ausgeführt. Bei der Festlegung der Form der Ringraumkontur
wird zudem berücksichtigt, dass die minimale Spaltweite im Betrieb der Axialturbine
im Bereich der maximalen Druckdifferenz zwischen der Druckseite und der Saugseite
der Laufschaufel angeordnet ist. Diese Maßnahmen haben so gut wie keinen Einfluss
auf die aerodynamische wirkungsweise der Laufschaufel und bewirken eine wesentliche
Verringerung der Spaltströmung von der Druckseite zur Saugseite über die Schaufelspitze
hinweg, verglichen mit einer herkömmlich ausgelegten Axialturbine. Ferner ist es möglich,
alle bisher bekannten Maßnahmen zu Verringerung der negativen Auswir kungen der Leckageströmung
zusätzlich bei der erfindungsgemäßen Axialturbine anzuwenden.
[0011] Ferner sind die Radialvertiefung und die Radialerhebungen derart geformt sind, dass
der in Hauptströmungsrichtung der Axialturbine gesehene Verlauf des Radialspalts im
Wesentlichen gleich weit, wellig und stufenfrei verläuft.
[0012] Die Erfindung gemäβ Hauptanspruch 1 besteht darin, daβ der
[0013] in Hauptströmungsrichtung der Axialturbine gesehene Verlauf der Radialvertiefung
an der Ringrauminnenseite einen ersten Krümmungsabschnitt, einen sich daran anschließenden
zweiten Krümmungsabschnitt und einen sich daran anschließenden dritten Krümmungsabschnitt
auf weist, wobei der erste Krümmungsabschnitt von dem zweiten Krümmungsabschnitt mit
einem ersten Wendepunkt abgegrenzt ist und der zweite Krümmungsabschnitt von dem dritten
Krümmungsabschnitt mit einem zweiten Wendepunkt angegrenzt ist, so dass die Krümmungen
des ersten Krümmungsabschnitts und des dritten Krümmungsabschnitts das selbe Vorzeichen
haben, das von dem Vorzeichen der Krümmung des zweiten Krümmungsabschnitts unterschiedlich
ist. In diesem Fall kann die Größe des Radialspalts zwischen Schaufelspitze und Ringraumwandung
- entlang der Axialrichtung gesehen - auch konstant sein.
[0014] Dadurch hat der Ringspalt in Hauptströmungsrichtung gesehen einen gleichmäßigen,
sich nicht abrupt ändernden Verlauf, so dass die Strömung im Bereich der Schaufelspitze
verlustarm ist.
[0015] Vorteilhaft ist die Menge der Leckageströmung direkt gezielt reduziert und deren
ungünstige Auswirkungen auf den Gesamtwirkungsgrad des Laufschaufelgitters reduziert.
Dadurch ergibt sich, ohne zusätzliche konstruktive Maßnahmen vorsehen zu müssen, eine
verbesserte aerodynamische Güte des Laufschaufelgitters.
[0016] Vorteihafterweise kann der Profilschnitt an der Schaufelspitze entgegen der konventionellen
Auslegung als "Front-Loaded-Design" ausgeführt sein. Das heißt, die größte Druckbelastung
wird von dem hinteren Teil (hinterkantennah) der Schaufel in den Bereich der Profileintrittskante
(vorderkantennah) verschoben. Über die Höhe der Laufschaufel gesehen kann dieser Bereich
etwa 20% betragen. Der restliche Bereich der Laufschaufel kann dann herkömmlich im
"Rear-Loaded-Design" ausgeführt sein. Der Übergang von "Front-Loaded-Design" zu "Rear-Loaded-Design"
bei etwas 20% der Höhe der Laufschaufel erfolgt vorzugsweise stufenlos.
[0017] Bevorzugt ist es, dass bezüglich der in Hauptströmungsrichtung der Axialturbine gesehenen
Erstreckung des Radialspalts die Radialvertiefung im vorderen Drittel angeordnet ist.
[0018] Dadurch ist die Radialvertiefung im Bereich der höchsten Druckbelastung der Schaufelspitze
angesiedelt, so dass die Spaltströmung reduziert ist.
[0019] Bevorzugt ist es, dass der in Hauptströmungsrichtung der Axialturbine gesehene Verlauf
der Radialerhebungen an ihren dem Radialspalt zugewandten Seiten dem Verlauf der Radialvertiefung
nachempfunden ist.
[0020] Außerdem ist bevorzugt die Krümmung des ersten Krümmungsabschnitts größer als die
des dritten Krümmungsabschnitts. Ferner ist bevorzugt der erste Wendepunkt im Bereich
der Vorderkante angesiedelt.
[0021] Bevorzugt ist, dass die in Hauptströmungsrichtung der Axialturbine gesehenen Abschnitte
des Ringkanals, welche der Radialvertiefung stromauf und stromab benachbart sind,
konisch sind.
[0022] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Axialturbine anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Profilschnitt einer erfindungsgemäßen Laufschaufel im Bereich der Schaufelspitze,
- Figur 2
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Axialturbine und
- Figur 3
- die Seitenansicht aus Figur 2 verglichen mit einer herkömmlichen Axialturbine.
[0023] Wie es aus Figuren 1 bis 3 ersichtlich ist, weist eine Axialturbine 1 eine Laufschaufel
2 auf, die eine Vorderkante 3 und
[0024] eine Hinterkante 4 aufweist. Die Laufschaufel 2 weist eine Druckseite 5 und eine
Saugseite 6 auf, die jeweils von der Vorderkante 3 zu der Hinterkante 4 verlaufen.
Die Druckseite 5 ist verlichten mit der Saugseite 6 stärker konkav gekrümmt. Die Laufschaufel
2 weist an ihrem radial außenseitig liegenden Ende eine Schaufelspitze 13 auf, die
freiliegend ist. Im Bereich der Schaufelspitze 13 ist die Laufschaufel 2 im "Front-Loaded-Design"
7 ausgeführt. Im Vergleich dazu ist das "Rear-Loaded-Design" 8 gezeigt, bei dem die
Druckseite 5 im Bereich der Vorderkante 3 weniger stark gekrümmt ist, als beim "Front-Loaded-Design"
7.
[0025] Dadurch, dass die Laufschaufel 2 im Bereich der Schaufelspitze 13 im "Front-Loaded-Design"
7 ausgeführt ist, ist der Bereich 9 mit der höchsten Druckbelastung der Laufschaufel
2 im Bereich der Schaufelspitze 13 in der Nähe der Vorderkante 3 angesiedelt.
[0026] Ferner weist die Axialturbine 1 nabenseitig eine Nabenkontur 10 auf, an der die Laufschaufel
2 befestigt ist. Radial nach außen abschließend weist die Axialturbine 1 eine Ringraumwandung
11 auf, die eine der Schaufelspitze 13 zugewandte Ringrauminnenseite 12 hat. Mit der
Ringraumwandung 11 ist die Laufschaufel 2 ummantelt und bildet mit der Ringrauminnenseite
13 zusammen mit der Nabenkontur 10 einen divergenten Ringraum der Axialturbine 1.
Die Ringraumwandung 11 ist dabei hauptsächlich - d.h. abgesehen von einer Radialvertiefung
15 - konisch ausgebildet mit einer größeren Steigung als die Nabenkontur 10.
[0027] Zwischen der Schaufelspitze 13 und der Ringrauminnenseite 12 ist ein Abstand vorgesehen,
so dass zwischen der Schaufelspitze 13 und der Ringrauminnenseite 12 ein Radialspalt
14 gebildet ist.
[0028] In Figur 3 ist die Laufschaufel 2 auch mit einer herkömmlichen Schaufelspitze 23
und die Ringraumwandung 11 mit einer herkömmlichen Ringrauminnenseite 24 dargestellt,
wobei die herkömmliche Schaufelspitze 23 und die herkömmliche Ringrauminnenseite 24
einen geraden Verlauf haben.
[0029] Im Gegensatz dazu weist die erfindungsgemäße Ringraumwandung 11 an der Ringrauminnenseite
12 die Radialvertiefung 15 auf, die im Bereich der Vorderkante 3 der Laufschaufel
2 angeordnet ist. In Korrelation zu der Radialvertiefung 15 und in diese eingreifend
ist an der Schaufelspitze 13 eine Radialerhebung 16 vorgesehen. Die Radialerhebung
16 verläuft im Wesentlichen parallel zu der Radialvertiefung 15, so dass der Radialspalt
14 einen in Hauptströmungsrichtung der Axialturbine 1 gesehenen, gleichmäßigen Verlauf
hat.
[0030] In Hauptströmungsrichtung der Axialturbine 1 gesehen weist die Radialvertiefung einen
ersten Krümmungsabschnitt 17, einen sich daran anschließenden zweiten Krümmungsabschnitt
19 und einen sich daran anschließenden dritten Krümmungsabschnitt 21 auf. Der erste
Krümmungsabschnitt 17 ist von dem zweiten Krümmungsabschnitt 19 mit einem ersten Wendepunkt
18 abgegrenzt und der zweite Krümmungsabschnitt 19 ist von dem dritten Krümmungsabschnitt
21 von einem zweiten Wendepunkt 20 abgegrenzt. Dadurch liegt der Krümmungsmittelpunkt
des ersten Krümmungsabschnitts 17 und des dritten Krümmungsabschnitts 21 radial gesehen
außerhalb der Axialturbine 1 und der Krümmungsmittelpunkt des zweiten Krümmungsabschnitts
19 innerhalb der Axialturbine 1.
[0031] Die Krümmung des ersten Krümmungsabschnitts 17 ist größer als die Krümmung des dritten
Krümmungsabschnitts 21, so dass der Radialspalt 14 im Bereich der Vorderkante 3 einen
radial nach außen gesehenen, steileren Verlauf hat, als im Bereich des dritten Krümmungsabschnitts
21.
[0032] In Hauptströmungsrichtung der Axialturbine 1 gesehen sind die Radialvertiefung 15
und die Radialerhebung 16 im vorderen Drittel der Schaufelspitze 13 angeordnet. Dadurch,
dass im Bereich der Schaufelspitze 13 die Laufschaufel 2 im "FrontLoaded-Design" ausgebildet
ist, ist genau in diesem Bereich der Bereich 9 mit der höchsten Druckbelastung angesiedelt.
[0033] Die Radialvertiefung 15 und die Radialerhebung 16 sind zueinander derart angeordnet,
dass ein Spaltminimum 22 im Bereich 9 der höchsten Druckbelastung ausgebildet ist.
Dadurch ist eine im Betrieb der Axialturbine 1 durch den Radialspalt 14 sich ausbildende
Leckageströmung genau im Bereich 9 mit der höchsten Druckbelastung gering. Dadurch
hat die Laufschaufel 2 einen hohen aerodynamischen Wirkungsgrad, insbesondere im Bereich
der Schaufelspitze 13.
1. Axialturbine (1) für eine Gasturbine,
mit einem Laufschaufelgitter, das von Laufschaufeln (2) mit jeweils einer Vorderkante
(3), einer Hinterkante (4) und einer radial außen liegenden, freistehenden Schaufelspitze
(13) gebildet ist und einer das Laufschaufelgitter ummantelnden, divergenten Ringraumwandung
(11) mit einer Ringrauminnenseite (12), mit der die Ringraumwandung (11) unmittelbar
benachbart zu den Schaufelspitzen (13) unter Ausbildung eines Radialspalts zwischen
der Einhüllenden der Schaufelspitzen (13) und der Ringrauminnenseite (12) angeordnet
ist,
wobei die Laufschaufeln (2) an ihren Schaufelspitzen (13) zwischen der Vorderkante
(3) und der Hinterkante (4) einen Bereich mit der höchsten Druckbelastung der Schaufelspitzen
(13) aufweist, und
wobei die Laufschaufeln (2) im Bereich der höchsten Druckbelastung jeweils eine Radialerhebung
(16) aufweisen sowie die Ringraumwandung (11) an der Ringrauminnenseite (12) eine
umlaufende Radialvertiefung (15) aufweist, die den Radialerhebungen (16) gegenüber
liegen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Radialvertiefung (15) und die Radialerhebungen (16) derart geformt sind, dass
der in Hauptdurchströmungsrichtung der Axialturbine (1) gesehene Verlauf des Radialspalts
(14) im Wesentlichen gleichweit, wellig, kantenfrei und stufenfrei verläuft,
wobei der in Hauptdurchströmungsrichtung der Axialturbine (1) gesehene Verlauf der
Radialvertiefung (15) an der Ringrauminnenseite (12) einen ersten Krümmungsabschnitt
(17), einen sich daran anschließenden zweiten Krümmungsabschnitt (19) und einen sich
daran anschließenden dritten Krümmungsabschnitt (21) aufweist,
wobei der erste Krümmungsabschnitt (17) von dem zweiten Krümmungsabschnitt (19) mit
einem ersten Wendepunkt (18) abgegrenzt ist und der zweite Krümmungsabschnitt (19)
von dem dritten Krümmungsabschnitt (21) mit einem zweiten Wendepunkt (20) abgegrenzt
ist, so dass die Krümmungen des ersten Krümmungsabschnitts (17) und des dritten Krümmungsabschnitts
(21) das selbe Vorzeichen haben, das von dem Vorzeichen der Krümmung des zweiten Krümmungsabschnitts
(19) unterschiedlich ist.
2. Axialturbine (1) nach Anspruch 1,
bei der zumindest im Bereich der Laufschaufelspitze (13) die höchste Druckbelastung
der Laufschaufel (2) im Bereich der Vorderkante (3) angeordnet ist.
3. Axialturbine (1) nach Anspruch 2,
bei der der Bereich der Laufschaufelspitze (13), in welchem die höchste Druckbelastung
im Bereich der Vorderkante (3) angesiedelt ist, maximal 20% der Höhe der Laufschaufel
(2) beträgt und der restliche Bereich der Höhe der Laufschaufel (2) eine höchste Druckbelastung
aufweist, welche im Bereich der Hinterkante (4) angeordnet ist.
4. Axialturbine (1) nach Anspruch 2 oder 3,
wobei bezüglich der in Hauptdurchströmungsrichtung der Axialturbine (1) gesehenen
Erstreckung des Radialspalts (14) die Radialvertiefung (15) im vorderen Drittel angeordnet
ist.
5. Axialturbine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei der in Hauptdurchströmungsrichtung der Axialturbine (1) gesehene Verlauf der
Radialerhebungen (16) an ihren dem Radialspalt (14) zugewandten Seiten dem Verlauf
der Radialvertiefung (15) nachempfunden ist.
6. Axialturbine (1) nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
wobei die Krümmung des ersten Krümmungsabschnitts (17) gröβer ist als die des dritten
Krümmungsabschnitts (21).
7. Axialturbine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei der erste Wendepunkt (18) im Bereich der Vorderkante (3) angesiedelt ist.
8. Axialturbine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei die in Hauptdurchströmungsrichtung der Axialturbine (1) gesehenen Abschnitte
des Ringkanals, welche der Radialvertiefung (15) stromauf und stromab benachbart sind,
konisch sind.
1. Axial turbine (1) for a gas turbine,
with a rotor blade cascade, which is formed from rotor blades (2) having in each case
a leading edge (3), a trailing edge (4) and a radially outwardly disposed, free-standing
blade tip (13), and a divergent annulus wall (11), encasing the rotor blade cascade,
with an annulus inner side (12) by which the annulus wall (11) is arranged directly
adjacently to the blade tips (13), forming a radial gap between the contours of the
blade tips (13) and the annulus inner side (12), wherein the rotor blades (2) at their
blade tips (13) have a region with the highest pressure load of the blade tips (13)
between the leading edge (3) and the trailing edge (4), and wherein the rotor blades
(2) in the region of the highest pressure load have in each case a radial projection
(16) and the annulus wall (11) on the annulus inner side (12) has an encompassing
radial recess (15) which lies opposite the radial projections (16),
characterized in that
the radial recess (15) and the radial projections (16) are formed in such a way that
the progression of the radial gap (14), as seen in the principal throughflow direction
of the axial turbine (1), extends essentially with constant width in a wave-like,
edge-free and step-free manner,
wherein the progression of the radial recess (15), as seen in the principal throughflow
direction of the axial turbine (1), on the annulus inner side (12) has a first curvature
section (17), a second curvature section (19) adjoining the first, and a third curvature
section (21) adjoining the second, wherein the first curvature section (17) is delimited
from the second curvature section (19) by a first inflection point (18) and the second
curvature section (19) is delimited from the third curvature section (21) by a second
inflection point (20) so that the curvatures of the first curvature section (17) and
of the third curvature section (21) have the same sign which is different from the
sign of the curvature of the second curvature section (19).
2. Axial turbine (1) according to Claim 1,
in which at least in the region of the rotor blade tip (13) the highest pressure load
of the rotor blade (2) is arranged in the region of the leading edge (3).
3. Axial turbine (1) according to Claim 2,
in which the region of the rotor blade tip (13), in which the highest pressure load
is located in the region of the leading edge (3), amounts at most to 20% of the height
of the rotor blade (2) and the remaining region of the height of the rotor blade (2)
has a highest pressure load which is arranged in the region of the trailing edge (4).
4. Axial turbine (1) according to Claim 2 or 3,
wherein with regard to the extent of the radial gap (14), as seen in the principal
throughflow direction of the axial turbine (1), the radial recess (15) is arranged
in the front third.
5. Axial turbine (1) according to one of Claims 1 to 4,
wherein the progression of the radial projections (16), as seen in the principal throughflow
direction of the axial turbine (1), on their sides facing the radial gap (14) is adapted
to the progression of the radial projection (15).
6. Axial turbine (1) according to,
wherein the curvature of the first curvature section (17) is greater than that of
the third curvature section (21).
7. Axial turbine (1) according to one of Claims 1 to 6,
wherein the first inflection point (18) is located in the region of the leading edge
(3).
8. Axial turbine (1) according to one of Claims 1 to 7,
wherein the sections of the annular passage, as seen in the principal throughflow
direction of the axial turbine (1), which upstream and downstream are adjacent to
the radial recess (15), are conical.
1. Turbine ( 1 ) axiale pour une turbine à gaz,
comprenant une grille d'aubes mobiles, qui est formée d'aubes ( 2 ) mobiles ayant
respectivement un bord ( 3 ) avant, un bord ( 4 ) arrière et une pointe ( 13 ) d'aube
se détachant vers l'extérieur radialement et une paroi ( 11 ) d'espace annulaire divergente,
enveloppant la grille d'aubes mobiles et ayant un côté ( 12 ) intérieur d'espace annulaire,
par lequel la paroi ( 11 ) d'espace annulaire est voisine directement des pointes
( 13 ) d'aubes avec formation d'un intervalle radial entre l'enveloppe des pointes
( 13 ) d'aube et le côté ( 12 ) intérieur de l'espace annulaire,
dans laquelle les aubes ( 2 ) mobiles ont, à leur pointe ( 13 ) d'aube entre le bord
( 3 ) avant et le bord ( 4 ) arrière, une zone ayant la charge de pression la plus
grande des pointes ( 13 ) d'aube et
dans laquelle les aubes ( 2 ) mobiles ont, dans la zone de la charge de pression la
plus grande, respectivement une surélévation (16) radiale, tandis que la paroi ( 11
) d'espace annulaire a, sur le côté ( 12 ) intérieur de l'espace annulaire, une cavité
( 15 ) radiale qui fait le tour et qui est opposée aux surélévations ( 16 ) radiales,
caractérisée en ce que
la cavité ( 15 ) radiale et les surélévations ( 16 ) radiales sont conformées de manière
à ce que le tracé de l'intervalle ( 14 ) radial, considéré dans la direction d'écoulement
principal de la turbine ( 1 ) axiale, s'étende en ayant sensiblement la même largeur,
de façon ondulée, sans bord et sans palier,
dans laquelle le tracé, considéré dans la direction d'écoulement principal de la turbine
( 1 ) axiale de la cavité ( 15 ) radiale, a, sur le côté ( 12 ) intérieur de l'espace
annulaire, un premier tronçon ( 17 ) de courbure, un deuxième tronçon ( 19 ) de courbure
s'y raccordant et un troisième tronçon ( 21 ) de courbure s'y raccordant,
dans laquelle le premier tronçon ( 17 ) de courbure est délimité par le deuxième tronçon
( 19 ) de courbure ayant un premier point ( 18 ) d'inflexion et le deuxième tronçon
( 19 ) de courbure est délimité par le troisième tronçon ( 21 ) de courbure ayant
un deuxième point ( 20 ) d'inflexion de manière à ce que les courbures du premier
tronçon ( 17 ) de courbure et du troisième tronçon ( 21 ) de courbure aient le même
signe, qui est différent du signe de la courbure du deuxième tronçon ( 19 ) de courbure.
2. Turbine ( 1 ) axiale suivant la revendication 1,
dans laquelle, au moins dans la zone de la pointe ( 13 ) de l'aube mobile, la charge
de pression la plus grande de l'aube ( 2 ) mobile se trouve dans la zone du bord (
3 ) avant.
3. Turbine ( 1 ) axiale suivant la revendication 2,
dans laquelle la zone de la pointe ( 13 ) de l'aube mobile, dans laquelle la charge
de pression la plus grande se trouve dans la zone du bord ( 3 ) avant, représente
au maximum 20% de la hauteur de l'aube ( 2 ) mobile et la zone restante de la hauteur
de l'aube ( 2 ) mobile a une charge de pression très grande, qui se trouve dans la
zone du bord ( 4 ) arrière.
4. Turbine ( 1 ) axiale suivant l'une des revendications 2 ou 3,
dans laquelle rapportée à l'étendue, considéré dans la direction d'écoulement principal
de la turbine ( 1 ) axiale de l'intervalle ( 14 ) radial, la cavité ( 15 ) radiale
est disposée dans le tiers avant.
5. Turbine ( 1 ) axiale suivant l'une des revendications 1 à 4,
dans laquelle le tracé, considéré dans la direction d'écoulement principal de la turbine
( 1 ) axiale des surélévations ( 16 ) radiales prend la place de leurs côtés tournés
vers l'intervalle ( 14 ) radiale, du tracé de la cavité ( 15 ) radiale.
6. Turbine ( 1 ) axiale suivant l'une des revendications 6 ou 7,
dans laquelle la courbure du premier tronçon ( 17 ) de courbure est plus grande que
celle du troisième tronçon ( 21 ) de courbure.
7. Turbine ( 1 ) axiale suivant l'une des revendications 1 à 6,
dans laquelle le premier point ( 18 ) d'inflexion se trouve dans la zone du bord (
3 ) avant.
8. Turbine ( 1 ) axiale suivant l'une des revendications 1 à 7,
dans laquelle les tronçons, considérés dans la direction d'écoulement principal de
la turbine ( 1 ) axiale, du canal annulaire, qui sont voisins en amont et en aval
de la cavité ( 15 ) radiale, sont coniques.
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