| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 297 760 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
18.01.2012 Patentblatt 2012/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.07.2009 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2009/005108 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2010/006762 (21.01.2010 Gazette 2010/03) |
|
| (54) |
WIPPSCHALTER
ROCKER SWITCH
INTERRUPTEUR À BASCULE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
15.07.2008 DE 102008033738
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
23.03.2011 Patentblatt 2011/12 |
| (73) |
Patentinhaber: CoActive Technologies, LLC |
|
Greenwich, CT 06830 (US) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- GILLMANN, Uwe
12439 Berlin (DE)
- MAURER, Rainer
10435 Berlin (DE)
- STOFFERS, Michael
13129 Berlin (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Fuhlendorf, Jörn |
|
Dreiss Patentanwälte
Postfach 10 37 62 70032 Stuttgart 70032 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-2007/116132 FR-A- 698 317
|
DE-C1- 10 117 597
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Wippschalter nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei einem derartigen aus der
DE 101 17 597 C1 bekannten Wippschalter sind die freien Federendschenkel einerseits und der herausgeführte
mittige Federschenkel andererseits der gegenläufig doppelt gewickelten Feder gegenüber
der Längserstreckung der Drehachse derart zueinander angeordnet, dass sich zwischen
ihnen ein stumpfer Winkel in einem Bereich von 120° und 180° in eingebautem Zustand
bildet. Aufgrund der sich dadurch ergebenden Angriffsrichtungen der an den Federendschenkeln
und am dem mittigen Federschenkel beim Auslenken angreifenden Kräfte bewirkt die daraus
resultierende Kraft, dass die gewickelten Federbereiche gegen die Unterseite der Drehachse
reiben. Daraus resultiert für die jeweilige Rückbewegung eine ungenaue Mittenstellung.
Außerdem ist die Hysteresekurve (Kraft F in Abhängigkeit vom Betätigungswinkel α)
erstens sehr breit und zweitens bei den beiden Federendschenkeln unterschiedlich.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen Wippschalter der eingangs
genannten Art zu schaffen, dessen Mittenstellung prägnanter und perfekter mechanisch
einstellbar ist.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einem Wippschalter der genannten Art die Anspruch
1 angegebenen Merkmale vorgesehen. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist erreicht,
dass die einzelnen Federteile der doppelt gegenläufig gewickelten Feder aufgrund der
parallel gegengerichteten Angriffsfläche der Federkräfte beim Auslenken an der Drehachse
nicht mehr reiben können, da die daraus resultierende Federkraft von der Unterseite
der Drehachse wegweist. Dadurch ist die Mittenstellung bei der jeweiligen Rückbewegung
mechanisch genauer und von selbst einstellbar, was darüber hinaus den Vorteil hat,
dass das elektrisch darüber gelegte Mittenfenster genauer kalibriert werden und das
System feinfühliger arbeiten kann. Der Wegfall der Reibkomponente ergibt darüber hinaus
den Vorteil, dass bei der Betätigung eine genauere Auflösung zwischen Mittenstellung
und äußerem Druckpunkt oder Rastung erfolgt. Die Hystereseschleife bzw. - kurve ist
sehr schmal und für beide Federendschenkel gleich.
[0005] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung sind die Merkmale nach Anspruch 2 vorgesehen,
was zu dem Vorteil führt, dass die Auslenkkraft in beiden Bewegungsrichtungen identisch
ist, so dass ein Versatz der Federvorspannung vermieden ist.
[0006] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Merkmale nach Anspruch 3 vorgesehen,
was zu einer weiteren Fixierung der Feder gegenüber der Drehachse führt. Dabei können
die Merkmale nach Anspruch 4 vorgesehen sein.
[0007] Eine robuste Drehachse ergibt sich aus den Merkmalen nach Anspruch 5. Dabei ist es
zweckmäßig, die Merkmale gemäß Anspruch 6 und/oder 7 vorzusehen, was zu einer konstruktiven
Vereinfachung für die Anlage der betreffenden Federschenkel führt. Eine vorteilhafte
Lagerungspaarung mit erhöhter Lebensdauer der Drehachse ergibt sich durch die Merkmale
nach Anspruch 8.
[0008] Mit den Merkmalen nach Anspruch 9 ist eine bevorzugte Anordnung der Sensoren erreicht.
Dadurch ist die elektrische Signalauswertung, die vom Ringmagneten ausgelöst wird,
besser, weil die gleichen Magnetfeldlinien beide Sensoren durchfluten. Der untere
Sensor erhält dabei nur einen leicht schwächeren Magnetfluss. Das System aus Ringmagnet
und Sensoranordnung ist dabei stabiler gegenüber Magnetflussstörungen.
[0009] Eine vorteilhafte Fixierung des Ringmagneten ergibt sich nach den Merkmalen des Anspruchs
10.
[0010] Mit den Merkmalen nach Anspruch 11 ist eine vorteilhafte Abschirmung der Sensoranordnung
gegenüber Permanentmagnetflüssen benachbarter Wippschalter, so sie denn in Reihe angeordnet
sind, gegeben. Die Elektronik auf der Leiterplatte ist von seitlichen Magnetfeldern
weitestgehend geschützt. Eine bevorzugte Ausgestaltung der Abschirmung ergibt sich
dabei nach den Merkmalen des Anspruchs 12.
[0011] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen,
in der die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:
- Figur 1
- in auseinandergezogener schematischer perspektivischer Darstellung einen Wippschalter
gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung,
- Figur 2
- einen Schnitt längs der Linie II-II der Figur 1, jedoch in zusammengebautem Zustand
des Wippschalters,
- Figur 3
- einen Schnitt längs der Linie III-III der Figur 2,
- Figur 4
- in auseinandergezogener perspektivischer Darstellung das Schaltelement des Wippschalters,
- Figur 5
- einen Schnitt längs der Linie V-V der Figur 4 durch die Drehachse,
- Figur 6
- eine Ansicht gemäß Pfeil VI der Figur 4, jedoch in zusammengebautem Zustand der Drehachse,
- Figur 7
- eine Ansicht gemäß Pfeil VII der Figur 6, und
- Figur 8
- in schematischer perspektivischer Darstellung ein im unteren Gehäuseteil verwendetes
Abschirmblech.
[0012] Der in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Wippschalter 10 besitzt ein länglich rechteckförmiges
Schaltergehäuse 11, das aus einem an der Oberseite offenen unteren Gehäuseteil 12
und einem oberen Gehäusedeckel 13 aufgebaut ist, ferner ein bewegbares Schaltelement
14, das in das Gehäuse 11 aus Kunststoff einbaubar ist, sowie eine Betätigungswippe
16, die von außerhalb über den Gehäusedeckel 13 hinweg mit dem Schaltelement 14 bewegungsschlüssig
verrastbar ist, sowie außer der vorgenannten mechanischen Schaltereinheit eine elektrische
kontaktlose Schaltereinheit 17, deren einer Teil 18 am bewegbaren Schaltelement 14
und deren anderer Teil 19 an einer gedruckten Leiterplatte 21 gehalten ist, die mit
der Unterseite des unteren Gehäuseteils 12 des Schaltergehäuses 11 vorzugsweise lösbar
befestigbar ist.
[0013] Gemäß den Figuren 4 bis 7 ist die Drehachse 30 aus einem Kunststoff einstückig geformt,
welches Kunststoffteil achsmittig einen hohlen Metallschaft 31 besitzt, der durch
Umfangsbohrungen hindurch auch im Hohlraum von dem Kunststoff der Drehachse 30 ausgefüllt
ist. Beide aus dem Schaltergehäuse 11 herausragenden freien Kunststoffenden der Drehachse
30 sind mit Schlüsselflächen 33 versehen. Anschließend an die Schlüsselflächen 33
besitzt die Drehachse 30 einen vom hier freiliegenden Metallschaft 31 gebildeten zylindrischen
Lagerbereich 34, der jeweils zwischen zwei einander gegenüberliegenden halbschalenartigen
Ausnehmungen 42 und 41 von unterem Gehäuseteil 12 bzw. oberem Gehäusedeckel 13 drehbar
gelagert aufgenommen und gehalten ist. Zwischen den beiden zylindrischen Lagerbereichen
34 erstreckt sich eine mit diesen drehfeste durchmessergrößere außenumfangsseitig
leicht konisch ausgebildete Aufnahme 35. An einem an den Lagerbereich 34 angrenzenden
Längsbereich der Aufnahme 35, zu dem der Außenumfangskonus ansteigt, ist die Aufnahme
35 von einem einstückig angesetzten topfförmigen Ansatz 36 umgeben, dessen Außenfläche
zylindrisch und dessen Innenfläche 37 von innen nach außen sich konisch erweiternd
erstreckt. Der Boden des Ansatzes 36 ist mit der Aufnahme 35 einstückig geformt. An
einem Umfangsbereich des topfförmigen Ansatzes 36 ist ein in axialer Richtung die
Öffnungsseite verlängernder und tangential über den Außenumfang vorstehender Anlagesteg
38 und an einem bezüglich der Drehachsenrichtung gegenüberliegendem Bereich des topfförmigen
Ansatzes 36, dessen Boden zugewandt ist, ein zweiter Anlagesteg 39 tangential über
den Außenumfangsbereich abstehend angeordnet, wobei dem Anlagesteg 39 benachbart in
dem Mantel des topfförmigen Ansatzes 36 ein axial verlaufender Schlitz 40 vorgesehen
ist. Die beiden Anlagestege 38 und 39 verlaufen somit tangential zur Drehachse 30
und zueinander parallel, sind jedoch in axialer Richtung versetzt zueinander angeordnet.
[0014] Über die konisch ansteigende Aufnahme 35 der Drehachse 30 ist eine doppelt gegenläufig
gewickelte Wendelfeder 25 geschoben, deren Federteile 24 und 26 in einem Abstand zueinander
angeordnet und durch einen U-förmigen abgebogenen Mittenschenkel 28 miteinander verbunden
sind. Jeder Federteil 24, 26 besitzt einen freien Endschenkel 27 bzw. 29. Mit dem
Aufschieben der Wendelfeder 25 über die Aufnahme 35 der Drehachse von dem Ansatz 36
abgewandten Ende her und in den topfförmigen Ansatz 36 werden der Mittenschenkel 28
und der Endschenkel 27 des vorausgeführten Federteils 24 unter Vorspannung dieses
Federteils 24 auf die Auflagestege 38 bzw. 39 des Ansatzes 36 gebracht. Auf diese
Weise verlaufen der Mittenschenkel 28 und der Endschenkel 27 des vorgespannten Federteils
24 einander gegenüberliegend parallel, wie dies beispielsweise aus Figur 7 hervorgeht.
[0015] Das oben offene untere Gehäuseteil 12 besitzt ein ortsfestes Auflagepult 43 im Bereich
einer Querseite 44 und einen ortsfesten Auflageansatz 45 an seiner anderen Querseite
46. Senkrecht zu den beiden Querseiten 44 und 46 verlaufen Längsseiten 47 und 48,
die mit den unteren halbschalenförmigen Ausnehmungen 41 versehen sind.
[0016] Die mit der Wendelfeder 25 bestückte Drehachse 30 wird in das untere Gehäuseteil
12 derart eingelegt, dass einerseits die Lagerbereiche 34 in den halbschalenförmigen
Ausnehmungen 41 des unteren Gehäuseteils 12 liegen und andererseits der Mittenschenkel
28 mit seinem dem Auflagesteg 38 benachbarten Bereich am ortsfesten Auflagepult 43
in aufrechter Ruheposition anliegt und der Endschenkel 29 des Federteils 26 der Wendelfeder
25 an den schlitzförmigen Auflageansatz 45 des unteren Gehäuseteils 12 vorgespannt
liegt. Die Vorspannung der entsprechend geformten Wendelfeder 25 wird dadurch bewirkt
bzw. gehalten, dass auch der Endschenkel 29 des Federteils 26 in eine aufrechte Lage,
das heißt parallel zu dem anderen Endschenkel 27 und dem Mittenschenkel 28 gebracht
bzw. fixiert ist.
[0017] Der Wippschalter 10 bzw. dessen elektrische Schaltereinheit 17 besitzt einen ringförmigen
Dauermagneten 18, der zwischen den beiden Federteilen 24 und 26 der Wendelfeder 25
gebracht und mit diesen auf die konische Aufnahme 35 der Drehachse 30 geschoben ist.
Der Ringmagnet 18, der in montiertem Zustand diametral magnetisiert wird, ist mit
der Drehachse 30 bzw. deren Aufnahme 35 drehfest verbunden, beispielsweise mittels
Verkleben. Es ist auch möglich, den Ringmagneten 18 an die Stirn des Ansatzes 36 zur
drehfesten Verbindung zu kleben. Die elektrische Schaltereinheit 17 besitzt außerdem
beim Ausführungsbeispiel zwei einander gegenüberliegend angeordnete Hallsensoren 19
und 20, die mittels ihrer Anschlussbeine an der Leiterplatte 21 mechanisch und elektrisch
befestigt sind. Mit anderen Worten, der eine Hallsensor 19 befindet sich auf der dem
unteren Gehäuseteil 12 zugewandten Seite der Leiterplatte, während sich der andere
Hallsensor 20 an der gegenüberliegenden Fläche der Leiterplatte befindet. Die Leiterplatte
21 verbindet in nicht dargestellter Weise weitere elektrische und elektronische Bauteile
elektrisch und hält diese mechanisch. Die genannten elektrischen und elektronischen
Bauteile sind mit dem Hallsensor an der Seite der Leiterplatte 21 angeordnet, die
dem unteren Gehäuseteil 12 abgewandt ist. Die so bestückte Leiterplatte 21 ist mit
dem Boden 50 des unteren Gehäuseteils 12 fest verbunden, vorzugsweise verschraubt,
wobei der erste Hallsensor 19 in einer Ausnehmung 52 des Bodens 50 in seiner Dicke
teilweise aufgenommen ist. Die Schrauben zur Befestigung der Leiterplatte am unteren
Gehäuseteil dienen gleichzeitig zur Verbindung des unteren Gehäuseteils 12 mit dem
oberen Gehäusedeckel 13. Die Lage der beiden Hallsensoren 19 und 20 auf der Leiterplatte
21 ist gemäß den Figuren 2 und 3 derart, dass sie unmittelbar unterhalb des Ringmagneten
18 liegen.
[0018] Die Leiterplatte 21 befindet sich innerhalb eines von der Unterseite des Bodens 50
des unteren Gehäuseteils 12 abstehenden Rahmenteils 61, dessen Längsseitenwände innenseitig
von den Seitenteilen 62 und 63 eines Abschirmblechs 65 bedeckt sind. Das Abschirmblech
65 ist gemäß Figur 9 als U-förmiges Rinnenteil ausgebildet, dessen die beiden Seitenteile
62 und 63 bildender Boden 64, der sich zwischen Leiterplatte 21 und Boden 50 des unteren
Gehäuseteils 12 befindet, mit einer Ausnehmung 66 versehen ist.
[0019] Die Betätigungswippe 16 besitzt einen in Seitenansicht und in Draufsicht gesehen
rechteckförmigen Aufbau, wobei die beiden Seitenwangen 51 und 52 mittig durch einen
Zwischenboden 53 miteinander verbunden sind. Der obere freie Endbereich der Seitenwangen
51 und 52 ist von einer Haube 54 überdeckt, in welcher ein mittels einer Druckfeder
55 beaufschlagter Nocken 56 in Richtung des Pfeiles R hin und her bewegbar ist. Der
Nocken 56 liegt unter der Wirkung der Druckfeder 55, die sich an der ortsfesten Haube
54 anlegt, gegen den Zwischenboden 53. Der Nocken 56 ist durch einen quer zur Bewegungsrichtung
R angeordneten Stift gebildet. Die unteren freien Enden der beiden Seitenwände 51
und 52 sind mit Schlüsselöffnungen 58 versehen, die über die jeweilige Schlüsselfläche
33 der freien Enden der Drehachse 30 drehschlüssig rasten.
[0020] Gemäß Figur 3 ist der obere Gehäusedeckel 13 an seiner oberen kreisförmigen Mantelfläche
71 als Kulissenbahn ausgebildet. Hierzu besitzt die Mantelfläche 71 an zwei winklig
auseinanderliegenden Bereichen Nocken 73 und 74, die beim Ausführungsbeispiel gegenüber
einer durch den Wippschalter 10 verlaufenden Mittelebene denselben winkligen Abstand
besitzen. Beim Ausführungsbeispiel ist der winklige Abstand der Scheitel der Nocken
73 und 74 jeweils 36° von der Mittenebene. Beim Ausführungsbeispiel sind die Nocken
73 und 74 gleich ausgebildet, das heißt sie besitzen in von der Mittenebene ausgehender
Bewegungsrichtung A jeweils eine Auflaufschräge 75, einen sich daran anschließenden
Scheitel 76 und eine Ablaufschräge 77. Die Ablaufschräge 77 kann dabei mit einer Rastvertiefung
versehen sein. Es versteht sich, dass es auch möglich ist, die Mantelfläche 71 nur
mit einem einzigen Nocken 73 oder 74 zu versehen.
[0021] Somit kann die Betätigungswippe 16 aus ihrer Nullstellung in der Mittenebene nach
links und/oder rechts in Richtung des Doppelpfeils A bewegt werden, wobei bei Auflaufen
des Querstiftes 56 auf die Auflaufschräge 75 ein erster fühlbarer Druckpunkt erreicht
ist und nach Erreichen der Höhe und vor Beginn des Scheitels 76 eine Verrastung beginnt,
die nach Überqueren des Scheitels 76 in der Rastvertiefung 78 am in Bewegungsrichtung
abgewandten Bereich des Scheitels 76 endet. In dieser Endrastung wird die Betätigungswippe
16 gehalten. Aus dieser Rastvertiefung 78 kann die Betätigungswippe 16 durch aktiven
Druck in Gegenrichtung entrastet werden, so dass die Betätigungswippe 16 nach Rückführen
über den Scheitel 76 sich aufgrund der Druckfeder 55 selbsttätig in ihre Ruhestellung
zurückbewegt. Der Bereich der Kulissenbahn 72 zwischen den Nocken 73 und 74 ist beim
Ausführungsbeispiel über die Kreisbahn verlaufend eben. Der wesentliche Antrieb der
Rückführung der Betätigungswippe 16 erfolgt durch die in Bewegungsrichtung einer weiteren
ansteigenden Vorspannung ausgesetzten Wendelfeder 25. Die maximale Endstellung der
Betätigungswippe 16 ist durch einen gegenüber der Mantelfläche 71 in Richtung der
Drehachse 30 vorstehenden Rand 70 des oberen Gehäusedeckels 13 gebildet.
[0022] Die Betätigungswippe 16 besitzt von den beiden Seitenwänden 51 und 52 in Bewegungsrichtung
ausgehende dachförmige Stege 57, die in Ausgangs-Ruhestellung der Betätigungswippe
16 die Nocken 73 und 74 frei beweglich überdecken.
[0023] Die Verbindung zwischen dem unteren Gehäuseteil 12 und dem oberen Gehäusedeckel 13
ist durch verschiedene Dichtkanten gegeben. Der obere Gehäusedeckel 13 besitzt an
seinem Boden einen umlaufenden Rahmen, in den der Boden des unteren Gehäuseteils 12
eingebracht ist, wobei an den Boden umlaufend randseitig sowohl zum Rahmen des oberen
Gehäusedeckels 13 als auch zur Seite des Rahmenteils 61 hin im Querschnitt dreieckförmige
Dichtstege angeformt sind. Damit ist nicht nur eine Abdichtung zwischen oberem und
unterem Gehäuseteil 13, 12 gegeben, sondern auch eine Abdichtung des unteren Gehäuseteils
12 gegenüber einer nicht dargestellten Trägerplatte, die mehrere nebeneinander angeordnete
Wippschalter 10 tragen kann. Eine weitere an das Kunststoffgehäuse angeformte Dichtung
kann an dem freien Ende eines Wandteils des unteren Gehäuseteils 12 vorgesehen sein,
das mit einem entsprechenden Wandteil des oberen Gehäusedeckel 13 aneinanderliegend
verbunden ist.
[0024] Wenn auch gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Auslenkung der Betätigungswippe
16 in einem Bereich von +/-40° erfolgt, versteht es sich, dass bei Änderung des betreffenden
Randbereichs des oberen Gehäusedeckels 13 ein größerer Auslenkwinkel von bis zu +/-
80° erreicht werden kann. In entsprechender Weise kann der obere Gehäusedeckel 13
an seiner Mantelfläche 71 mit weiteren Nocken versehen sein.
1. Wippschalter (10), mit einer mechanischen Schaltereinheit aus einem Schaltergehäuse
(11), in dem ein federbelastetes hin und her bewegbares Schaltelement (14) gelagert
ist, und mit einer mit dem Schaltelement (14) verbundenen Betätigungswippe (16), wobei
das Schaltelement (14) einen im Schaltergehäuse (11) drehbar gelagerte Drehachse (30)
aufweist, die von einer doppelt gegenläufig gewickelten Feder (25) umgeben ist, die
im Schaltergehäuse (11) vorgespannt gehalten ist und von der einer der beiden freien
Federendschenkel (27, 29) ortsfest im Schaltergehäuse (11) und der andere an einem
mit der Drehachse (30) drehfest verbundenen ersten Arm (38) gelagert ist und ein herausgeführter
U-förmiger mittiger Federschenkel (28) sowohl ortsfest im Schaltergehäuse (11) als
auch an einem mit der Drehachse (30) drehfest verbundenen zweiten Arm (39) gelagert
ist, sowie mit einer elektrischen Schaltereinheit (17), dadurch gekennzeichnet, dass die beiden freien Federendschenkel (27, 29) und der herausgeführte U-förmige mittige
Federschenkel (28) in eingebautem Zustand bezüglich der Längsausdehnung der Drehachse
(30) einander gegenüberliegend im Wesentlichen in parallelen Ebenen verlaufend angeordnet
sind.
2. Wippschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden gegenläufig gewickelten Federteile (24, 26) der Feder (25) gleiche Windungszahl
von vorzugsweise drei Windungen aufweisen.
3. Wippschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass derjenige gewickelte Federteil (24), der mit dem mit der Drehachse (30) drehfest
verbundenen Federendschenkel (27) versehen ist, in einem etwa topfförmig konzentrischen
und an einem Umfangsbereich axial geschlitzten Ansatz (36) außenumfangsseitig festgelegt
aufgenommen ist.
4. Wippschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (36) eine den axialen Schlitz (40) für den Federendschenkel außenseitig
begrenzende Tangentialanlage aufweist.
5. Wippschalter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (30) ein metallisches Röhrchen (31) aufweist, das mit Kunststoff vorzugsweise
außen- und innenseitig umspritzt ist.
6. Wippschalter nach Anspruch 3 und/oder 4 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (36) Teil der Kunststoffumspritzung der Drehachse (30) ist.
7. Wippschalter nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (36) an einem Umfangsbereich eine axiale und tangential gerichtete Verlängerung
aufweist, die eine Anlagefläche für den vorgespannten mittigen Federschenkel (28)
bildet.
8. Wippschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenumfangsseite des Metallröhrchens (31) im Schaltergehäuse (11) gelagert ist.
9. Wippschalter, bei dem die elektrische Schaltereinheit (17) einen mit der Drehachse
(30) bewegbaren permanent magnetisierten Ringmagneten (18) aufweist, nach mindestens
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ringmagnet (18) zwei Sensoren (19, 20) zugeordnet sind, die einander gegenüberliegend
an der Ober- bzw. Unterseite einer Leiterplatte (21) unterhalb eines Gehäusebodens
angeordnet sind.
10. Wippschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringmagnet (18) auf der Drehachse (30) und/oder am Ansatz vorzugsweise mittels
Kleben drehfest fixiert ist.
11. Wippschalter nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Schaltergehäuse
(11) ein unteres und ein oberes Gehäuseteil (12, 13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Gehäuseteil (12) einen von der Unterseite seines Bodens senkrecht abstehenden
Rahmen aufweist, in dem die Leiterplatte (21) am Boden befestigt angeordnet ist, und
dass zumindest teilweise innerhalb des Rahmens und zwischen Leiterplatte (21) und
Boden ein Abschirmblech (65) angeordnet ist.
12. Wippschalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmblech (65) mit Kunststoff umspritzt ist.
1. A rocker switch (10) including a mechanical switch unit of a switch housing (11) in
which a spring-loaded reciprocating switching element (14) is supported, and including
an operating rocker (16) connected to the switching element (14), wherein the switching
element (14) has a rotary axle (30) pivoted in the switch housing (11), which is surrounded
by a doubly oppositely coiled spring (25), which is held biased in the switch housing
(11) and of which one of the two free spring end legs (27, 29) is stationarily supported
in the switch housing (11) and the other one is supported on a first arm (38) rotationally
fixedly connected to the rotary axle (30), and a led-out U-shaped central spring leg
(28) is supported both stationarily in the switch housing (11) and on a second arm
(39) rotationally fixedly connected to the rotary axle (30), as well as including
an electrical switch unit (17), characterized in that the two free spring end legs (27, 29) and the led-out U-shaped central spring leg
(28) are disposed substantially running in parallel planes opposing each other with
respect to the longitudinal extension of the rotary axle (30) in the installed state.
2. The rocker switch according to claim 1, characterized in that the two oppositely coiled spring parts (24, 26) of the spring (25) have the same
turn number of preferably three turns.
3. The rocker switch according to claim 1 or 2, characterized in that the coiled spring part (24) provided with the spring end leg (27) rotationally fixedly
connected to the rotary axle (30) is received fixedly on the outer circumference in
an approximately pot-shaped concentric lug (36) axially slotted in a circumferential
region.
4. The rocker switch according to claim 3, characterized in that the lug (36) has a tangential abutment externally limiting the axial slot (40) for
the spring end leg.
5. The rocker switch according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the rotary axle (30) has a metallic tube (31) overmolded with plastic preferably
on the outside and inside.
6. The rocker switch according to claim 3 and/or 4 and claim 5, characterized in that the lug (36) is a part of the plastic overmold of the rotary axle (30).
7. The rocker switch according to at least one of claims 3 to 6, characterized in that the lug (36) has an axial and tangentially directed extension in a circumferential
region, which forms an abutting surface for the biased central spring leg (28).
8. The rocker switch according to claim 6, characterized in that the outer circumference side of the metal tube (31) is supported in the switch housing
(11).
9. The rocker switch, in which the electrical switch unit (17) has a permanently magnetized
annular magnet (18) movable with the rotary axle (30), according to at least one of
the preceding claims, characterized in that two sensors (19, 20) are associated with the annular magnet (18), which are disposed
opposing each other on the upper and lower side of a circuit board (21) below a housing
bottom, respectively.
10. The rocker switch according to claim 9, characterized in that the annular magnet (18) is rotationally fixedly secured to the rotary axle (30) and/or
to the lug preferably by means of adhering.
11. The rocker switch according to at least one of the preceding claims, in which the
switch housing (11) has a lower and an upper housing part (12, 13), characterized in that the lower housing part (12) has a frame perpendicularly protecting from the lower
side of its bottom, in which the circuit board (21) is disposed attached to the bottom,
and that a shielding plate (65) is disposed at least partially within the frame and
between circuit board (21) and bottom.
12. The rocker switch according to claim 11, characterized in that the shielding plate (65) is overmolded with plastic.
1. Interrupteur à bascule (10), avec une unité mécanique d'interrupteur constituée par
un boîtier d'interrupteur (11) à l'intérieur duquel est logé un élément de commande
(14) chargé par ressort et apte à être actionné d'un mouvement de va-et-vient, et
avec une bascule de manoeuvre (16) reliée audit élément de commande (14), ledit élément
de commande (14) présentant un axe de rotation (30) qui est logé à rotation dans ledit
boîtier d'interrupteur (11) et qui est entouré d'un ressort à double enroulement en
sens opposé (25) qui est tenu de manière précontrainte dans ledit boîtier d'interrupteur
(11) et dont l'une des deux branches terminales libres de ressort (27, 29) est logée
de façon stationnaire à l'intérieur dudit boîtier d'interrupteur (11) et l'autre est
logée sur un premier bras (38) solidaire en rotation dudit axe de rotation (30) et
dont une branche de ressort centrale en U (28) qui fait saillie est logée aussi bien
de façon stationnaire dans ledit boîtier d'interrupteur (11) que sur un deuxième bras
(39) solidaire en rotation de l'axe de rotation (30), ainsi qu'avec une unité électrique
d'interrupteur (17), caractérisé par le fait que, en état monté, les deux branches terminales libres de ressort (27, 29) et ladite
branche de ressort centrale en U (28) qui fait saillie, en étant situées en vis-à-vis
les unes des autres par rapport à l'extension longitudinale de l'axe de rotation (30),
sont disposées de manière à s'étendre pour l'essentiel dans des plans parallèles.
2. Interrupteur à bascule selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les deux parties de ressort enroulées en sens opposé (24, 26) du ressort (25) présentent
un nombre égal de spires, de préférence de trois spires.
3. Interrupteur à bascule selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que celle (24) des parties de ressort enroulées qui est pourvue de la branche terminale
de ressort (27) solidaire en rotation de l'axe de rotation (30) est reçue dans une
pièce rapportée (36) à peu près en forme de pot et concentrique et fendue axialement
sur une zone circonférentielle, de manière à être fixée sur la circonférence extérieure.
4. Interrupteur à bascule selon la revendication 3, caractérisé par le fait que ladite pièce rapportée (36) présente un appui tangentiel délimitant extérieurement
ladite fente axiale (40) pour la branche terminale de ressort.
5. Interrupteur à bascule selon l'une au moins des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que ledit axe de rotation (30) présente un tube métallique (31) qui est revêtu par injection
de matière plastique, de préférence sur les faces extérieure et intérieure.
6. Interrupteur à bascule selon la revendication 3 et/ou 4 et la revendication 5, caractérisé par le fait que ladite pièce rapportée (36) fait partie du revêtement en matière plastique de l'axe
de rotation (30), réalisé par injection.
7. Interrupteur à bascule selon l'une au moins des revendications 3 à 6, caractérisé par le fait que ladite pièce rapportée (36) présente, sur une zone circonférentielle, une rallonge
axiale et orientée tangentiellement qui forme une surface d'appui pour ladite branche
de ressort centrale (28) précontrainte.
8. Interrupteur à bascule selon la revendication 6, caractérisé par le fait que la face circonférentielle extérieure dudit tube métallique (31) est logée à l'intérieur
du boîtier d'interrupteur (11).
9. Interrupteur à bascule dans lequel ladite unité électrique d'interrupteur (17) comprend
un aimant en anneau (18) aimanté de manière permanente et déplaçable avec ledit axe
de rotation (30), selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'audit aimant en anneau (18) sont associés deux capteurs (19, 20) qui, en étant situés
en vis-à-vis l'un de l'autre sur les faces supérieure et inférieure respectivement
d'une carte à circuits imprimés (21), sont disposés au-dessous d'un fond de boîtier.
10. Interrupteur à bascule selon la revendication 9, caractérisé par le fait que ledit aimant en anneau (18) est fixé d'une manière solidaire en rotation, de préférence
par collage, sur ledit axe de rotation (30) et/ou sur ladite pièce rapportée.
11. Interrupteur à bascule selon l'une au moins des revendications précédentes, dans lequel
ledit boîtier d'interrupteur (11) comprend des parties inférieure et supérieure de
boîtier (12, 13), caractérisé par le fait que ladite partie inférieure de boîtier (12) présente un cadre qui fait saillie verticalement
depuis la face inférieure de son fond et dans lequel la carte de circuits imprimés
(21) est disposée de manière à être fixée au fond, et qu'une tôle de blindage (65)
est disposée au moins en partie à l'intérieur dudit cadre et entre la carte de circuits
imprimés (21) et le fond.
12. Interrupteur à bascule selon la revendication 11, caractérisé par le fait que ladite tôle de blindage (65) est revêtue par injection de matière plastique.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente