[0001] Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Vakuumschaltröhren oder Baugruppen
von Vakuumschaltröhren und Vakuumschaltröhre
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Vakuumschaltröhren oder
Baugruppen von Vakuumschaltröhren mit einer Lötprozesskammer.
[0003] Ein derartiges Verfahren ist aus der
EP-A-0682351 bekannt.
[0004] Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise aus der
EP 1 148 526 A2 bekannt. Bei dem dort offenbarten Verfahren zur Herstellung von Vakuumschaltröhren
werden vormontierte Vakuumschaltröhren, d. h. Vakuumschaltröhren, welche aus allen
Bauteilen zusammengesetzt sind, aber noch nicht endmontiert, d. h. vakuumdicht verlötet
sind, in eine Lötprozesskammer überführt, welche auf Hochvakuum evakuiert wird. Nach
Erreichen des Hochvakuums wird die Lötprozesskammer auf eine Löttemperatur erwärmt,
wobei die Löttemperatur die Temperatur darstellt, bei welcher in der vormontierten
Vakuumschaltröhre an den zu verlötenden Stellen eingebrachtes Lot flüssig wird und
eine vakuumdichte Lötung ausgebildet wird. Nach Abschließen des Lötprozesses wird
die Lötprozesskammer abgekühlt, belüftet und die verlötete Vakuumschaltröhre kann
entnommen werden. Mit einem derartigen Lötprozess ist es möglich, Vakuumschaltröhren
mit einem Enddruck im Bereich von 10
-6 mbar herzustellen. Nachteilig bei dem Verfahren der eingangs erwähnten Art ist, dass
die Lötprozesskammer den gesamten Temperatur- und Druckbereich des Prozesses von Umgebungsbedingungen,
also Raumtemperatur und Normaldruck, bis Hochvakuum und Löttemperatur, durchläuft.
Dies führt dazu, dass durch das Beaufschlagen der Lötprozesskammer während des Beladens
mit Atmosphärendruck das Abpumpen auf Hochvakuum einen langen Zeitraum in Anspruch
nimmt. Das Abkühlen der Prozesskammer auf Umgebungstemperatur bei jedem Chargenwechsel
führt zu langen Wiedererwärmungszeiten, bis die Prozesskammer wieder auf die Löttemperatur
erwärmt ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs erwähnten Art
weiterzubilden, welches bei verkürzten Prozesszeiten eine flexiblere Verfahrensführung
bei gleichzeitiger Verbesserung der Qualität der Vakuumschaltröhren ermöglicht.
[0006] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs erwähnten
Art dadurch, dass bei dem Verfahren zur Herstellung von Vakuumschaltröhren mit einer
Lötprozesskammer
- a) mindestens eine vormontierte Vakuumschaltröhre oder Baugruppe in eine der Lötprozesskammer
vorgeordnete Vorbehandlungskammer eingebracht und vorerwärmt und vorevakuiert wird;
- b) die vorbehandelte Vakuumschaltröhre oder Baugruppe in die Lötprozesskammer überführt
und unter Hochvakuum auf eine Löttemperatur gebracht wird; und danach
- c) die gelötete und evakuierte Vakuumschaltröhre oder Baugruppe in eine Abkühlprozesskammer
transportiert und dort abgekühlt wird;
wobei das Überführen und Transportieren der Vakuumschaltröhre oder Baugruppe unter
Vakuumbedingungen erfolgt.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also in einer Vorbehandlungskammer vorerwärmt
und vorevakuiert, so dass unter den vorliegenden Vakuumbedingungen eine Entgasung
von an den vormontierten Vakuumschaltröhren oder Baugruppen vorhandenen Restgasen
oder Niederschlägen stattfindet. Durch das anschließende Überführen unter Vakuumbedingungen
in eine Lötprozesskammer, in welcher die Erwärmung auf eine Löttemperatur T
Löt stattfindet, bei der das Lotmaterial sich verflüssigt, ist es daher möglich, die
Lötprozesskammer dauerhaft unter Hochvakuumbedingungen und in einem Temperaturbereich
nahe der Löttemperatur zu halten, so dass die Lötprozesskammer insbesondere zu keiner
Zeit mit Umgebungsluft beaufschlagt werden muss und daher eine größere Reinheit aufweist.
Durch die größere Reinheit wird somit in vorteilhafter Weise die Qualität der hergestellten
Vakuumschaltröhren verbessert, und durch die ständige Beaufschlagung der Lötprozesskammer
mit Hochvakuum und das Halten in einem Temperaturbereich nahe der Löttemperatur wird
die Zeit zum Erreichen der Prozessbedingungen durch Reduktion der Heiz- und Pumpzeiten
reduziert. Baugruppen von Vakuumschaltröhren bedeutet in Sinn der Erfindung dabei
jede Zusammenstellung von Bauteilen einer Vakuumschaltröhre, an welcher das erfindungsgemäße
Verfahren durchführbar ist, also eine Zusammenstellung von Bauteilen einer Vakuumschaltröhre,
welche unter Vakuumbedingungen verlötet werden kann, beispielsweise Kontaktstücke
und daran anzulötende Kontaktscheiben eines Kontaktsystems der Vakuumschaltröhre.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
die mindestens eine vormontierte Vakuumschaltröhre oder Baugruppe zunächst in eine
Beladeprozesskammer der Vorbehandlungskammer eingebracht und bei Niedrigvakuum auf
eine oberhalb der Umgebungstemperatur liegende Temperatur erwärmt, und anschließend
unter Hochvakuumbedingungen in eine Erwärmungsprozesskammer der Vorbehandlungskammer
transportiert und unter Hochvakuum auf eine Temperatur unterhalb der Löttemperatur
erwärmt wird.
[0009] Ein derartiges Verfahren ist vorteilhaft, weil durch die Erwärmung auf eine oberhalb
der Umgebungstemperatur liegende Temperatur T
1 unter Niedrigvakuum bereits in einem ersten Schritt ein großer Teil der in den vormontierten
Vakuumschaltröhren enthaltenen Gase und Niederschläge abgepumpt bzw. entfernt werden
kann, so dass sich die Prozesszeit insgesamt weiter reduziert.
[0010] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nach
dem Abkühlen der mindestens einen Vakuumschaltröhre oder Baugruppe in der Abkühlprozesskammer
ein weiteres Überführen in eine Belüftungskammer durchgeführt.
[0011] Ein derartiges Verfahren zur Herstellung von Vakuumschaltröhren ist vorteilhaft,
weil für jeden Verfahrensschritt jeweils mindestens eine Vakuumschaltröhre oder Baugruppe
sich in der dem jeweiligen Verfahrensschritt zugeordneten Prozesskammer befindlich
sein kann, so dass eine getaktete Teilprozessführung mit mehreren Chargen in verschiedenen
Prozesskammern gleichzeitig möglich ist. Dies führt insgesamt zu einer deutlicheren
Reduzierung der erforderlichen Prozesszeiten. Weiterhin werden durch die unterschiedlichen
Temperatur- und Druckdifferenzen für die jeweiligen Prozesskammern die Energiekosten
gesenkt, weil für jede Kammer nur eine vergleichsweise geringere Druck- bzw. Temperaturdifferenz
durchlaufen werden muss.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens sind jeweilige Zeitintervalle
eines Verfahrensschrittes in der Vorbehandlungskammer, der Lötprozesskammer, der Abkühlprozesskammer
und der Belüftungskammer gleich lang. Dadurch wird die Prozesszeit noch weiter verkürzt,
weil mehrere Chargen von Vakuumschaltröhren gleichzeitig in der Vorrichtung produziert
werden können, weil bei jedem Wechsel von einer zur nächsten Prozesskammer jeweils
eine weitere Charge in die Vorrichtung eingeschleust werden kann.
[0013] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Vorrichtung zur Durchführung des oben beschriebenen
erfindungsgemäßen Verfahrens umfassend
- eine einer Lötprozesskammer (4) vorgeordnete Vorbehandlungskammer (2, 3) zum Vorerwärmen
und Vorevakuieren mindestens einer vormontierten Vakuumschaltröhre (7);
- eine der Lötprozesskammer (4) nachgeordnete Abkühlprozesskammer (5) zum Abkühlen der
Vakuumschaltröhre (7) auf Umgebungstemperatur, und
mindestens eine Überführungseinheit zum Überführen und Transportieren der Vakuumschaltröhre
(7) unter Vakuumbedingungen.
[0014] Mit einer derartigen Vorrichtung ist es in vorteilhafter Weise möglich, die Lötprozesskammer
ständig unter den für den Lötprozess nötigen Prozessbedingungen, als unter Hochvakuum
und auf einer Temperatur nahe der Löttemperatur, zu halten, wodurch eine höhere Qualität
durch die Reinheit der Lötprozesskammer erreicht wird und durch die geringeren Heiz-
und Pumpzeiten auch eine geringere Prozesszeit bei gleichzeitiger Energieeinsparung
erreicht ist.
[0015] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist die
Vorbehandlungskammer eine Beladeprozesskammer mit Niedrigvakuum und eine Erwärmungsprozesskammer
mit Hochvakuum auf. Eine solche Ausbildung der Vorbehandlungskammer ist vorteilhaft,
weil dadurch eine weitere Reduzierung der Prozesszeit erreicht ist, indem verschiedene
Schritte in verschiedenen Prozesskammern durchführbar sind.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Abkühlprozesskammer
eine Belüftungsprozesskammer nachgeordnet.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Beladeprozesskammer
und die Belüftungsrozesskammern durch ein und dieselbe Kammer gebildet, wobei die
Überführungseinheit karussellartig ausgebildet ist.
[0018] Eine derartige Vorrichtung ist besonders vorteilhaft, weil bei einer karussellartigen
Ausbildung der Überführungseinheit beispielsweise vier Chargen von Vakuumschaltröhren
parallel in der Vorrichtung vorhanden sein können, jeweils eine in jeder Prozesskammer,
so dass eine kontinuierliche Verfahrensführung mit gleichen Prozesszeiten für die
einzelnen Prozessschritte zu einer Verringerung der insgesamt benötigten Prozesszeit
führt.
[0019] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vakuumschaltröhre oder Baugruppe, die mit einem
erfindungsgemäßen Verfahren wie oben beschrieben hergestellt ist. Derartige Vakuumschaltröhren
sind vorteilhaft, weil sie bei hoher Qualität durch geringe Prozesszeiten flexibel
und damit kostengünstig herstellbar sind.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung und eines Ausführungsbeispiels
mit Bezug auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein schematisches Diagramm des Verfahrensablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens;
und
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0021] Figur 1 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm in einer XY-Darstellung, wobei die
X-Achse der Prozesszeit t entspricht und die Y-Achse im oberen Bereich der in der
jeweiligen Prozesskammer vorherrschenden Temperatur entspricht und die Y-Achse im
unteren Bereich des Diagramms einer logarithmischen Darstellung des in der jeweiligen
Prozesskammer herrschenden Druckes entspricht. Im Ausführungsbeispiel gemäß der Figur
1 wird in einem ersten Zeitintervall t
1 eine Beladeprozesskammer 2 auf einen Druck unterhalb des Umgebungsdruckes im Niedrigvakuumbereich
abgepumpt und gleichzeitig auf eine Temperatur T1 oberhalb der Raumtemperatur erwärmt.
Nach Abschluss des Zeitintervalls t
1 wird eine Aufnahmeeinheit mit mindestens einer vormontierten Vakuumschaltröhre oder
Baugruppe mittels einer Überführungseinheit in eine Erwärmungsprozesskammer unter
Vakuumbedingungen überführt, in welcher innerhalb eines Zeitintervalls t
2 Hochvakuumbedingungen, d. h. Drucke im Bereich <10
-5 mbar erzeugt werden und gleichzeitig auf eine Temperatur T
2, welche unterhalb einer Löttemperatur T
Löt liegt, bei welcher sich das als Lot verwendete Material verflüssigt, erwärmt. In
dieser Erwärmungsprozesskammer werden somit Restgase und Niederschläge an den vormontierten
Vakuumschaltröhren entfernt. Die Erwärmung von Raumtemperatur auf T1 in der Beladeprozesskammer
ist dabei optional und kann auch in der Erwärmungsprozesskammer innerhalb des Zeitintervalls
t2 durchgeführt werden. Nach Abschluss des Zeitintervalls t
2 wird wiederum durch die Überführungseinheit die Aufnahmeeinheit mit der mindestens
einen Vakuumschaltröhre in die Lötprozesskammer unter Aufrechterhaltung der Vakuumbedingungen
überführt, so dass während eines Zeitintervalls t
3 in der Lötprozesskammer unter Hochvakuumbedingungen auf eine Löttemperatur T
Löt erwärmt wird, welche so gewählt ist, dass ein in den vormontierten Vakuumschaltröhren
oder Baugruppen eingebrachtes Lot zum vakuumdichten Verlöten der Bauteile miteinander
sich verflüssigt und somit die vakuumdichte Verlötung der Bauteile miteinander ausbildet.
Nach Erreichen der Löttemperatur T
Löt wird noch innerhalb der Lötprozesskammer ein Abkühlen auf eine Temperatur unterhalb
der Löttemperatur T
Löt bewirkt. Nach Abschluss des Zeitintervalls t
3 wird die Aufnahmeeinheit mit den nun verlöteten Vakuumschaltröhren oder Baugruppen
unter Aufrechterhaltung von Vakuumbedingungen mittels der Überführeinheit in eine
Abkühlprozesskammer überführt, in welcher die Vakuumschaltröhren unter Niedrigvakuumbedingungen
auf Umgebungstemperatur abgekühlt werden, so dass am Ende des Zeitintervalls t4 ein
Belüften ermöglicht ist und die fertig gestellten Vakuumschaltröhren der Vorrichtung
entnommen werden können. Die den Zeitintervallen t
1 bis t
4 entsprechenden Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens finden in den Zeitintervallen
t
1 bis t
4 also folgendermaßen statt: die Erwärmung der Vakuumschaltröhre auf eine Temperatur
oberhalb der Umgebungstemperatur im Intervall t
1, der Schritt der Erwärmung auf eine Temperatur T
2 unterhalb der Löttemperatur im Intervall t
2 und der Schritt der Erwärmung auf eine Temperatur T
Löt entsprechend der Löttemperatur in dem Intervall t
3, wobei weiterhin der Schritt der Evakuierung der Beladeprozesskammer auf Niedrigvakuum
im Intervall t
1 stattfindet, wobei weiterhin der Schritt auf Hochvakuum im Intervall t
2 stattfindet, und wobei in dem Intervall t
4 der Schritt des Abkühlens der Vakuumschaltröhre in der Abkühlprozesskammer stattfindet.
Die Zeitintervalle t1, t2, t3 und t4 sind dabei vorzugsweise gleich lang.
[0022] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des
oben beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Überführungseinheit 1, welche
im Ausführungsbeispiels karussellartig ausgebildet ist und ein Überführen unter Vakuumbedingungen
von einer Belade-/Belüftungsprozesskammer 2, die ein und dieselbe Kammer bilden, in
eine Erwärmungsprozesskammer 3 und eine Lötprozesskammer 4 sowie eine Abkühlprozesskammer
5 ermöglicht, indem durch Absenken und Anheben einer Aufnahmeeinheit 6, welche mit
mindestens einer Vakuumschaltröhre 7 oder Baugruppe, im Ausführungsbeispiel der Figur
2 einer Mehrzahl von Vakuumschaltröhren 7 versehen ist, unter den mit Bezug auf Figur
1 beschriebenen Vakuum- und Temperaturbedingungen ein Einbringen in die jeweiligen
Prozesskammern entlang der strichliert dargestellten Linie ermöglicht ist. Die Belade-/Belüftungsprozesskammer
2, die Erwärmungsprozesskammer 3, die Lötprozesskammer 4 sowie die Abkühlprozesskammer
5 sind dabei über der Überführungseinheit 1 angeordnet und mittels geeigneter Vakuumschieber-
und Schleusensysteme (figürlich nicht dargestellt) mit dieser verbunden, so dass durch
Absenken und Anheben der Aufnahmeeinheit 6 ein Überführen ermöglicht ist.
[0023] Im Ausführungsbeispiels der Figur 2 ist die Überführungseinheit karussellartig ausgebildet,
so dass die Belade- und die Belüftungsprozesskammer 2 durch ein und dieselbe Prozesskammer
gebildet sind und sowohl zum Beladen als auch zum Entladen vorgesehen ist. Es sind
auch andere Ausführungsformen einer Vorrichtung denkbar, beispielsweise mit einer
linearen Überführungseinheit, wobei in diesem Fall die Beladeprozesskammer am Anfang
der Vorrichtung und die Belüftungsprozesskammer am Ende der Vorrichtung angeordnet
sind mit dazwischen angeordneten Erwärmungsprozess- und Lötprozesskammern.
[0024] Durch gleich lang gewählte Zeitintervalle t1 bis t4 für die verschiedenen Prozessschritte
ist es somit möglich, mehrere Chargen von Vakuumschaltröhren gleichzeitig in der Vorrichtung
zu produzieren, in dem beim Überführen einer ersten Aufnahmeeinheit 6 mit vormontierten
Vakuumschaltröhren aus der Belade-/Belüftungsprozesskammer 2 in die Erwärmungsprozesskammer
3 eine nächste Aufnahmeeinheit 6 in die Belade-/Belüftungsprozesskammer 2 eingebracht
wird, und auch jeweils beim Wechsel von der Erwärmungsprozesskammer in die Lötprozesskammer
und in die Abkühlprozesskammer, so dass bei jedem Wechsel von einer zur nächsten Prozesskammer
jeweils eine weitere Charge in die Vorrichtung eingeschleust werden kann.
1. Verfahren zur Herstellung von Vakuumschaltröhren (7) oder Baugruppen von Vakuumschaltröhren
mit einer Lötprozesskammer (4), bei dem
a) mindestens eine vormontierte Vakuumschaltröhre (7) oder Baugruppe in eine der Lötprozesskammer
(4) vorgeordnete Vorbehandlungskammer (2, 3) eingebracht und vorerwärmt und vorevakuiert
wird;
b) die vorbehandelte Vakuumschaltröhre (7) oder Baugruppe in die Lötprozesskammer
(4) überführt und unter Hochvakuum auf eine Löttemperatur (TLöt) gebracht wird; und danach
c) die gelötete und evakuierte Vakuumschaltröhre (7) oder Baugruppe in eine Abkühlprozesskammer
(5) transportiert und dort abgekühlt wird;
wobei das Überführen und Transportieren der Vakuumschaltröhre oder Baugruppe unter
Vakuumbedingungen erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine vormontierte Vakuumschaltröhre (7) oder Baugruppe zunächst in
eine Beladeprozesskammer (2) der Vorbehandlungskammer (2, 3) eingebracht und bei Niedrigvakuum
auf eine oberhalb der Umgebungstemperatur liegende Temperatur (T1) erwärmt wird, und anschließend unter Hochvakuumbedingungen in eine Erwärmungsprozesskammer
(3) der Vorbehandlungskammer (2, 3) transportiert und unter Hochvakuum auf eine Temperatur
unterhalb der Löttemperatur (T2) erwärmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Abkühlen der mindestens einen Vakuumschaltröhre (7) oder Baugruppe in der
Abkühlprozesskammer (5) ein weiteres Überführen in eine Belüftungskammer durchgeführt
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass jeweilige Zeitintervalle (t1, t2, t3, t4) eines Verfahrensschrittes in der Vorbehandlungskammer
(2, 3), der Lötprozesskammer (4), der Abkühlprozesskammer (5) und der Belüftungskammer
gleich lang sind.
5. Vakuumschaltröhre oder Baugruppe,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vakuumschaltröhre oder Baugruppe mit einem Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 4 hergestellt ist.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, umfassend
- eine einer Lötprozesskammer (4) vorgeordnete Vorbehandlungskammer (2, 3) zum Vorerwärmen
und Vorevakuieren mindestens einer vormontierten Vakuumschaltröhre (7);
- eine der Lötprozesskammer (4) nachgeordnete Abkühlprozesskammer (5) zum Abkühlen
der Vakuumschaltröhre (7) auf Umgebungstemperatur, und
mindestens eine Überführungseinheit zum Überführen und Transportieren der Vakuumschaltröhre
(7) unter Vakuumbedingungen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlungskammer (2, 3) eine Beladeprozesskammer (2) mit Niedrigvakuum und
eine Erärmungsprozesskammer (3) mit Hochvakuum aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abkühlprozesskammer (5) eine Belüftungsprozesskammer (2) nachgeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beladeprozesskammer (2) und die Belüftungsprozesskammer (2) durch ein und dieselbe
Kammer (2) gebildet sind, wobei die Überführungseinheit (7) karussellartig ausgebildet
ist.
1. Method for producing vacuum interrupters (7) or assemblies of vacuum interrupters
by means of a soldering process chamber (4), in which
a) at least one preassembled vacuum interrupter (7) or assembly is introduced into
a pretreatment chamber (2, 3) connected upstream of the soldering process chamber
(4) and is preheated and pre-evacuated;
b) the pretreated vacuum interrupter (7) or assembly is transferred into the soldering
process chamber (4) and is brought to a soldering temperature (TLöt) in a high vacuum; and after that
c) the soldered and evacuated vacuum interrupter (7) or assembly is transported into
a cooling process chamber (5) and is cooled there;
the transferring and transporting of the vacuum interrupter or assembly being performed
under vacuum conditions.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that the at least one preassembled vacuum interrupter (7) or assembly is initially introduced
into a loading process chamber (2) of the pretreatment chamber (2, 3) and is heated
to a temperature (T1) lying above the ambient temperature in a low vacuum, and is subsequently transported
under high vacuum conditions into a heating process chamber (3) of the pretreatment
chamber (2, 3) and is heated to a temperature below the soldering temperature (T2) in a high vacuum.
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that a further transfer into an aeration chamber is carried out after the cooling of the
at least one vacuum interrupter (7) or assembly in the cooling process chamber (5).
4. Method according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that respective time intervals (t1, t2, t3, t4) of a method step in the pretreatment chamber
(2, 3), the soldering process chamber (4), the cooling process chamber (5) and the
aeration chamber are equally long.
5. Vacuum interrupter or assembly,
characterized in that the vacuum interrupter or assembly is produced by a method according to one of Claims
1 to 4.
6. Device for carrying out the method according to one of Claims 1 to 4, comprising
- a pretreatment chamber (2, 3), connected upstream of a soldering process chamber
(4), for preheating and pre-evacuating at least one preassembled vacuum interrupter
(7);
- a cooling process chamber (5), connected downstream of the soldering process chamber
(4), for cooling the vacuum interrupter (7) to ambient temperature, and
at least one transfer unit for transferring and transporting the vacuum interrupter
(7) under vacuum conditions.
7. Device according to Claim 6,
characterized in that the pretreatment chamber (2, 3) has a loading process chamber (2) with a low vacuum
and a heating process chamber (3) with a high vacuum.
8. Device according to Claim 6 or 7,
characterized in that an aeration process chamber (2) is connected downstream of the cooling process chamber
(5).
9. Device according to Claim 8,
characterized in that the loading process chamber (2) and the aeration process chamber (2) are formed by
one and the same chamber (2), the feeding unit (7) being formed in the manner of a
carousel.
1. Procédé de fabrication de tubes ( 7 ) de commutation à vide ou de modules de tube
de commutation à vide par une chambre ( 4 ) de processus de brasage, dans lequel
a) on introduit et chauffe au préalable et on met sous vide au préalable au moins
un tube ( 7 ) de commutation à vide ou un module monté au préalable dans une chambre
( 2, 3 ) de traitement préalable montée avant la chambre ( 4 ) de processus de brasage,
b) on transfère le tube ( 7 ) de commutation à vide ou le module traité au préalable
dans la chambre ( 4 ) de processus de brasage et on le porte sous vide poussé à une
température ( TLÖT ) de brasage et ensuite,
c) on transporte le tube ( 7 ) de commutation à vide ou le module brasé et mis sous
vide dans une chambre ( 5 ) de processus de refroidissement et on l'y refroidit,
dans lequel on effectue le transfert et le transport du tube de commutation à vide
ou du module dans des conditions de vide.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
on introduit le au moins un tube ( 7 ) de commutation à vide ou le module monté au
préalable d'abord dans une chambre ( 2 ) de processus de charge de la chambre ( 2,
3 ) de traitement préalable et on le porte sous un vide peu poussé à une température
( T1 ) supérieure à la température ambiante et ensuite on le transporte dans des conditions
de vide poussé dans une chambre ( 3 ) de processus de chauffage de la chambre ( 2,
3 ) de prétraitement, et on le porte sous vide poussé à une température inférieure
à la température ( T2 ) de brasage.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
après le refroidissement du au moins un tube ( 7 ) de commutation à vide ou de module
dans la chambre ( 5 ) de processus de refroidissement, on effectue un autre transfert
dans une chambre d'aération.
4. Procédé suivant l'une des revendication 1 à 3,
caractérisé en ce que
les intervalles ( t1, t2, t3, t4 ) de temps d'un stade du procédé dans la chambre
( 2, 3 ) de traitement préalable, dans la chambre ( 4 ) de processus de brasage, dans
la chambre ( 5 ) du processus de refroidissement et dans la chambre d'aération sont
égaux.
5. Tube de commutation à vide ou module,
caractérisé en ce que
le tube de commutation à vide ou le module est fabriqué par un procédé suivant l'une
des revendications 1 à 4.
6. Dispositif pour effectuer le procédé suivant l'une des revendications 1 à 4, comprenant
- une chambre ( 2, 3 ) de traitement préalable montée avant une chambre ( 4 ) de traitement
de brasage pour chauffer au préalable et mettre sous vide au préalable au moins un
tube ( 7 ) de commutation à vide monté au préalable ;
- une chambre ( 5 ) de processus de refroidissement montée en aval de la chambre (
4 ) de processus de brasage pour refroidir le tube ( 7 ) de commutation à vide à la
température ambiante et
au moins une unité de transfert pour transférer ou transporter le tube ( 7 ) de commutation
à vide dans des conditions de vide.
7. Dispositif suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que
la chambre ( 2, 3 ) de traitement préalable a une chambre ( 2 ) de processus de chargement
sous vide peu poussé et une chambre ( 3 ) de processus de chauffage sous vide poussé.
8. Dispositif suivant l'une des revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que
une chambre ( 2 ) de processus d'aération est montée après la chambre ( 5 ) de processus
de refroidissement.
9. Dispositif suivant la revendication 8,
caractérisé en ce que
la chambre ( 2 ) de processus de chargement et la chambre ( 2 ) de processus d'aération
sont formées par une seule et même chambre ( 2 ), l'unité ( 7 ) de transfert étant
constituée en état de type à carrousel.