[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzleiteranschlussvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Schutzleiteranschlussvorrichtungen werden in unterschiedlicher Ausführung
insbesondere in auf Tragschienen aufrastbaren Reihenklemmen oder in Elektronikgehäusen
anderer Art, zum Beispiel in Schaltschränken von Maschinen, verwendet, um einen Anschluss
zur Tragschiene herzustellen. Dabei soll der Übergangswiderstand zu der Tragschiene
möglichst niedrig sein und im Fehlerfall ein hoher Stromübergang gewährleistet werden.
[0003] In der
EP 1 182 735 B 1 wird daher vorgeschlagen, das Schutzleiteranschlussvorrichtung aus einem streifenförmigen
Blechteil mit U-förmiger Aufnahme für eine Tragschiene herzustellen. Als noch nicht
optimal wird hierbei allerdings angesehen, dass für den Stromübergang des Schutzleiters
nur ein relativ geringer Querschnitt zur Verfügung steht. Aus dem Stand der Technik
ist zudem die
DE 44 09 206 C1 bekannt, nach welcher für den Stromübergang zwar ein größerer Querschnitt zur Verfügung
steht, wofür aber auf eine separate Feder verzichtet werden soll. Die
DE1880354U offenbart eine Befestigung eines elektrischen Installationsgerätes auf einer Tragschiene
mittels eines an der Bodenfläche des Gerätesockels befestigten, aus einem federnden
Metallband bestehenden Befestigungssteges. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
besteht vor diesem Hintergrund darin, eine verbesserte Schutzleiteranschlussvorrichtung
bereitzustellen.
[0004] Die Aufgabe wird durch eine Schutzleiteranschlussvorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Dadurch wird die Gefahr eines Materialabbrands bei hohen Stromstärken erheblich reduziert,
da sich ein großer Stromübertragungsquerschnitt ergibt, der für hohe Impulsströme
geeignet ist. Es können zum Beispiel kurzzeitige Ströme von bis zu 20 kA übertragen
werden.
[0006] Ein weiterer mechanischer Vorteil ist darin gegeben, dass zum Einen eine höhere Festigkeit
durch den U-förmigen Querschnitt vorliegt und zum Anderen mehr Material zum Verschleiß
zur Verfügung steht. Der Grundkörper ist in einfach herstellbarer Weise als Stanzbiegeteil
ausgebildet. Gleichzeitig ergibt der Vorteil, dass der Kontaktabschnitt Bestandteil
einer Kontaktlasche sein kann, welche aus dem Material des Grundkörpers ausgestanzt
und umgebogen ist.
[0007] Ein noch weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass die Kontaktlasche zwischen Abschnitten
der Schenkelabschnitte formschlüssig gehalten ist, wodurch die Festigkeit des U-förmigen
Grundkörpers erhöht wird. Die Feder ist zwischen den Schenkelabschnitten und Teilen
des Basisabschnitts des Grundkörpers vorgespannt gehalten, wobei die dazu notwendigen
Halteabschnitte beim Stanzbiegevorgang gleichzeitig herstellbar sind.
[0008] Die Erfindung wird nun anhand einer beispielhaften Ausführung mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Schutzleiteranschlussvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Schutzleiteranschlussvorrichtung nach Fig.
1;
- Fig. 3
- die Seitenansicht nach Fig. 2 mit einer Tragschiene;
- Fig. 4
- die Seitenansicht nach Fig. 3 in einer Teilschnittdarstellung;
- Fig. 5
- die perspektivische Ansicht nach Fig. 1 mit einer Tragschiene; und
- Fig. 6
- eine perspektiivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels.
[0009] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Schutzleiteranschlussvorrichtung 1.
[0010] Die Schutzleiteranschlussvorrichtung 1 ist vorzugsweise ein Bestandteil einer ansonsten
hier nicht dargestellten Reihenklemme oder eines Elektronikgehäuses (Funktionselektronik).
Sie weist einen leitenden Grundkörper 2 auf, welcher einen U-förmigen Querschnitt
mit einem Basisabschnitt 4 aufweist, an dessen Längsseiten jeweils ein erster Schenkel
5 und ein zweiter Schenkel 6 um 90° abgekantet sind. Die Schenkel 5 und 6 weisen eine
bestimmte Kontur auf, welche eine (Rast-)Aufnahme 9 bzw. einen Befestigungsfuß für
eine Tragschiene 16 (siehe z. B. Fig. 3) bildet.
[0011] Innerhalb des Grundkörpers 2 ist auf der rechten Seite in der Fig. 1 eine Feder 11
vorgespannt angeordnet. Ein Endabschnitt der Feder ist an einem Halteabschnitt 7 des
Basisabschnitts 4 des Grundkörpers 2 gehalten, und ein anderer Endabschnitt ist als
Federauflageabschnitt 13 auf einem Auflageabschnitt 8 des Basisabschnitts 4 des Grundkörpers
2 gehalten. Die Feder 11 wird weiter unten noch eingehender erläutert. Innerhalb der
Aufnahme 9 ist sie mit einem Kontaktabschnitt 12 zur Kontaktierung der Tragschiene
16 angeordnet.
[0012] Gegenüberliegend des Federkontaktabschnitts 12 ist eine Öffnung zwischen zwei Schenkelabschnitten
des Grundkörpers 2 von einer Kontaktlasche 3 verschlossen, die einen Kontaktabschnitt
10 aufweist.
[0013] Der Grundkörper 2 ist als Stanzbiegeteil ausgebildet, wobei der Auflageabschnitt
8 und die Kontaktlasche 3 aus dem Basisabschnitt 4 des Grundkörpers 2 durch Ausstanzen,
Formen und Biegen gebildet sind. Die Kontaktlasche 3 ist derart geformt, dass sie
Ausnehmungen aufweist, die mit Vorsprüngen der Schenkelabschnitte zusammen in Eingriff
sind, wodurch sich eine Festigkeit des gestanzten und gebogenen Grundkörpers 2 erhöht.
[0014] Da die Kontaktlasche 3 aus dem Basisabschnitt 4 gebildet ist, weist ihr Kontaktabschnitt
10 vorzugsweise zumindest die Breite des Basisabschnitts 4 auf. Dadurch wird ein Linienkontaktabschnitt
ermöglicht, der eine hohe Stromübertragungsfähigkeit in Zusammenwirkung mit einer
Tragschiene 16 besitzt, wie weiter unten noch gezeigt wird.
[0015] Fig. 2 stellt eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Schutzleiteranschlussvorrichtung
1 nach Fig. 1 dar. Hier ist die Form der Feder 11 deutlicher zu erkennen. Die Feder
11 weist ein längliches Federende 15 auf, welches vom Halteabschnitt 7 und einer Umkantung
desselben als Anschlag gehalten ist. Im weiteren Verlauf nach rechts biegt sich die
Feder 11 nach unten und geht in einen im Wesentlichen halbkreisförmigen Federbauch
14 über. Der Federbauch 14 endet in dem Federauflageabschnitt 13, der zum Radius des
Federbauches 14 entgegengesetzt gekrümmt ist und auf dem korrespondierend geformten
Auflageabschnitt 8 des Grundkörpers 2 abgestützt ist. Dabei ist die Feder 11 gespannt
angeordnet, wobei ihr Federkontaktabschnitt 12 in die Aufnahme 9 hineinragt.
[0016] In die Aufnahme 9 ist, wie in Fig. 3 gezeigt, eine Tragschiene 16 mit einem ersten
und zweiten Schienenschenkel 17, 18 einsetzbar. Es handelt sich in diesem Beispiel
um eine so genannte Hutschiene. Der erste Schienenschenkel 17 drückt gegen die Federkraft
des Federkontaktabschnitts 12. Dadurch wird der zweite Schienenschenkel 18 gegen den
Kontaktabschnitt 10 gepresst. Die Feder 11 stellt somit eine Kontaktanpresskraft her.
[0017] Fig. 4 illustriert die Seitenansicht nach Fig. 3 in einer Teilschnittdarstellung,
wobei zu erkennen ist, dass der Federkontaktabschnitt 12 in einem Linienkontakt mit
Breite der Feder mit einer Kante des ersten Schienenschenkels 17 steht. Der zweite
Schienenschenkel 18 liegt in einem Linienkontakt an dem Kontaktabschnitt 10 der Kontaktlasche
3 an. Dabei ist ein Kontakt auf der gesamten rechteckigen Fläche des Kontaktabschnitts
10 mit der rechteckigen Fläche des zweiten Schienenschenkels 18 vorhanden, der einen
hohen Stromübertragungsquerschnitt ergibt.
[0018] Schließlich zeigt Fig. 5 eine perspektivische Ansicht nach Fig. 1 bzw. Fig. 4 mit
einer Tragschiene 16 in Hutausführung.
[0019] Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Sie ist im Rahmen der beigefügten Ansprüche modifizierbar.
[0020] Zum Beispiel kann die Tragschiene auch ein anderes Profil aufweisen.
[0021] Es ist auch möglich, dass der Kontaktabschnitt 10 breiter als der Basisabschnitt
4 ausgeführt ist.
[0022] Die Feder 11 kann in anderer Form angeordnet und gespannt sein.
[0023] Fig. 6 offenbart, dass am Grundkörper (Käfig) 2ein Leiteranschluss 19 ausgebildet
ist. Derart wird auf einfache Weise eine Leiteranschlussebene gebildet, die z.B. direkt
am Grundkörper (Käfig) 2 aöls Stanzbiegekontur ausgebildet sein kann oder auf andere
Weise, so als Löt-, Niet-, Präge- oder Schweissverbindung.
[0024] Nach Fig. 6 ist der Leiteranschluss als Stromschiene 19 ausgebildet, die leitend
am Grundkörper 2 angeordnet oder mit diesem einstückig verbunden ist.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Schutzleiteranschlussvorrichtung
- 2
- Grundkörper
- 3
- Kontaktlasche
- 4
- Basisabschnitt
- 5
- Erster Schenkel
- 6
- Zweiter Schenkel
- 7
- Halteabschnitt
- 8
- Auflageabschnitt
- 9
- Aufnahme
- 10
- Kontaktabschnitt
- 11
- Feder
- 12
- Federkontaktabschnitt
- 13
- Federauflageabschnitt
- 14
- Federbauch
- 15
- Federende
- 16
- Tragschiene
- 17
- Erster Schienenschenkel
- 18
- Zweiter Schienenschenkel
- 19
- Anschluss
1. Schutzleiteranschlussbauteil (1) aus einem leitenden Metall, insbesondere für eine
Reihenklemme oder ein Elektronikgehäuse, mit:
einem zumindest eine Aufnahme (9) zur Aufnahme einer Tragschiene (16) aufweisenden
Körper (2); und
einer mit dem Körper (2) elektrisch leitend verbundenen Feder (11) zur Herrstellung
einer Kontaktanpresskraft,
wobei der Körper (2) einen U-förmigen Querschnitt umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
der Körper (2) über seine Länge den U-förmigen Querschnitt mit dem Basisabschnitt
(4) und den zwei Schenkelabschnitten (5, 6) umfasst,
dass der Körper (2) einen Kontaktabschnitt (10) mit einem Linienkontaktbereich zur
Tragschiene aufweist, der breiter ist als die Materialstärke des leitenden Materials
und/oder der zumindest die Breite des Basisabschnitts (4) aufweist,
dass der Körper (2) als Stanzbiegeteil ausgebildet ist,
dass der Kontaktabschnitt (10) Bestandteil einer Kontaktlasche (3) ist, welche aus
dem Material des Körpers (2) ausgestanzt und umgebogen ist, und
welche zwischen Abschnitten der Schenkelabschnitte (5, 6) formschlüssig gehalten ist,
und
die Feder (11) zwischen den Schenkelabschnitten (5, 6) und Teilen des Basisabschnitts
(4) des Körpers (2) vorgespannt gehalten ist.
2. Schutzleiteranschlussvorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass am Grundkörper (2) ein Leiteranschluss (19) ausgebildet ist.
3. Schutzleiteranschlussvorrichtung nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, dass der Leiteranschluss (19) als Stromschiene (19) ausgebildet ist, die leitend am grundkörper
(2) angeordnet oder mit diesem einstückig verbunden ist.
1. Grounded conductor wire connection device (1) made of a conducting material, in particular
for a terminal block or an electronic housing with:
a body (2) having at least one seat (9) to receive a mounting rail (16); and
a spring (11) that is connected with the body (2) in an electrically conducting manner
for establishing a contact press-on force,
wherein the body (2) comprises a U-shaped cross-section characterized in
that the body (2) comprises along its length the U-shaped cross-section with the base
segment (4) and the two leg segments (5, 6),
that the body (2) has a contact segment (10) with a line contact area to the mounting
rail, which is wider than the material thickness of the conducting material and/or
which at least has the width of the base segment (4),
that the body (2) is made as a flexible stamping part,
that the contact segment (10) is part of a contact loop (3), which is punched out of the
material of the body (2) and which is bent over, and which is retained in a form-locking
manner between sections of the leg segments (5, 6), and
the spring (11) is retained in a pre-stressed manner between the leg segments (5,
6) and parts of the basic segment (4) of the body (2).
2. Grounded conductor wire connection device according to Claim 1, characterized in that a conductor connection (19) is made on the basic body (2).
3. Grounded conductor wire connection device (1) according to Claim 2, characterized in that the conductor connection (19) is made as a bus bar (19), which is arranged in a conduction
manner on the basic body (2) or which is connected with it in one piece.
1. Composant de connexion (1) pour conducteur de protection fait d'un métal conducteur,
en particulier pour une borne série ou un boîtier électronique, avec :
un corps (2) qui présente au moins un logement (9) pour recevoir un rail porteur (16)
; et
un ressort (11) relié de façon conductrice électrique au corps (2) pour produire une
force d'appui en contact,
le corps (2) présentant une section en forme de U,
caractérisé en ce que
le corps (2) présente sur sa longueur la section en forme de U avec la partie de base
(4) et les deux parties formant les bras (5, 6),
en ce que le corps (2) présente une partie de contact (10) avec une zone de contact linéaire
avec le rail porteur, qui est plus large que l'épaisseur du matériau conducteur et/ou
qui présente au moins la largeur de la partie de base (4),
en ce que le corps (2) est conformé comme une pièce découpée et pliée,
en ce que la partie de contact (10) fait partie d'une patte de contact (3) qui est découpée
dans le matériau du corps (2) et recourbée et qui est retenue en correspondance de
forme entre des parties des parties formant des bras (5, 6), et le ressort (11) est
précontraint en tension entre les parties formant les bras (5, 6) et des parties de
la partie de base (4) du corps (2).
2. Composant de connexion pour conducteur de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une connexion de conducteur (19) est formée sur le corps de base (2).
3. Composant de connexion pour conducteur de protection selon la revendication 2, caractérisé en ce que la connexion de conducteur (19) est conformée comme une barre collectrice (19) qui
est disposée de façon conductrice sur le corps de base (2) ou qui est reliée d'une
pièce à celui-ci.