(19)
(11) EP 2 298 132 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.06.2018  Patentblatt  2018/24

(21) Anmeldenummer: 09011822.5

(22) Anmeldetag:  16.09.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47C 1/032(2006.01)

(54)

Sitzmöbel, insbesondere Bürodrehstuhl

Seating furniture, in particular rotating office chair

Siège, notamment siège de bureau


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.03.2011  Patentblatt  2011/12

(73) Patentinhaber: Haworth GmbH
59229 Ahlen (DE)

(72) Erfinder:
  • Härtel, Werner
    59229 Ahlen (DE)

(74) Vertreter: Glawe, Delfs, Moll 
Partnerschaft mbB von Patent- und Rechtsanwälten Postfach 13 03 91
20103 Hamburg
20103 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 288 275
DE-U1-202006 005 645
US-A- 5 238 294
US-A1- 2004 051 358
US-B2- 7 281 764
WO-A1-92/12654
JP-A- 2002 136 384
US-A1- 2002 149 247
US-A1- 2005 146 184
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbel, insbesondere einen Stuhl, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Ein derartiges Sitzmöbel ist beispielsweise aus der DE 198 23 632 C1 bekannt. Bei diesem bekannten Stuhl ist ein Kraftspeicher in Form einer Zugfeder ausgebildet, die bei Belastung des Sitzes vorgespannt wird, so dass diese Vorspannung abhängig vom Gewicht der sitzenden Person ist. Da der Lehnenträger und somit die Lehne gegen die Wirkung des Kraftspeichers geneigt wird, ist somit die Rückstellkraft für die Lehne ebenfalls abhängig von dem Gewicht.

    [0003] Andererseits wird die Gewichtskraft bei der bekannten Vorrichtung nicht effektiv ausgenutzt, da bei dieser Vorrichtung die Belastung des Kraftspeichers über den vorderen Bereich des Sitzes erfolgt, das heißt des Oberschenkelbereichs der sitzenden Person.

    [0004] Weitere Sitzmöbel nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sind aus der US 5 238 294 A, DE 20 2006 005 645 U1, US 2002/149247 A1, US 2004/051358 A1 und US 2005/146189 A1 bekannt.

    [0005] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sitzmöbel mit gewichtsabhängiger Rückstellkraft für die Lehne anzugeben, die sich durch einen einfachen Aufbau auszeichnet und mit der die Gewichtskraft effizient genutzt werden kann.

    [0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Patentanspruches 1; die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

    [0007] Erfindungsgemäß wird von dem bekannten Prinzip, den Kraftspeicher durch die Gewichtskraft der sitzenden Person vorzuspannen, abgewichen, und es wird demgegenüber vorgeschlagen, eine Neigungsbewegung der Lehne und damit des Lehnenträgers in eine Hubbewegung für den Sitz umzusetzen. Somit wird bei einer Neigung der Lehne der gesamte Sitz mit der darauf sitzenden Person angehoben, so dass die gesamte Gewichtskraft zur Aufbringung der Rückstellkraft für die Lehne ausgenutzt werden kann.

    [0008] Die Umsetzung kann dabei beispielsweise über einen Hebelmechanismus oder über eine Kulissenführung des Sitzes beziehungsweise des Sitzträgers erfolgen.

    [0009] Ein platzsparender Aufbau ergibt sich insbesondere durch Verwendung von Wendelfedern als Kraftspeicher.

    [0010] Dynamisches Sitzen wird dadurch unterstützt, dass der Sitz flexibel ausgebildet ist und einen Steg im mittleren Bereich aufweist, wobei der hintere Bereich des Sitzes absenkbar ausgestaltet ist. Um die Absenkung im hinteren Bereich des Sitzes zu ermöglichen, weist ein flexibler Sitzpolsterträger im Seitenbereich Schlitze auf, die von den Kanten in Richtung zur Mitte verlaufen, wobei die Schlitze im mittleren bis hinteren Bereich des Sitzpolsterträgers angeordnet sind und die Länge der Schlitze mit wachsendem Abstand zur Hinterkante des Sitzpolsterträgers kleiner wird.

    [0011] Die Flexibilität des Sitzpolsterträgers kann erhöht werden, indem beispielsweise im Bereich der Sitzbeinhöcker Perforationen vorgesehen sind, wobei die Perforationen durch Schlitze gebildet sind, die parallel zur Hinterkante des Sitzpolsterträgers verlaufen, und/oder Schlitze, die parallel zu den Seitenkanten verlaufen.

    [0012] Insbesondere bei schweren/leichten Personen kann die rein Gewichtskraft abhängige Rückstellkraft als zu groß/klein empfunden werden. Erfindungsgemäß wird deshalb der Einsatz eines zweiten Kraftspeichers vorgeschlagen, der bei Bedarf die Hubbewegung unterstützt/behindert, so dass die Rückstellkraft verkleinert/vergrößert wird.

    [0013] Dazu ist der zweite Kraftspeicher vorzugsweise einstellbar.

    [0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Kraftspeicher verschwenkbar gelagert und kann bei einer Verschwenkung oder bei einer Bewegung der Lehne vorgespannt werden.

    [0015] Insbesondere bei Arbeiten an Computerbildschirmen wird es als angenehm empfunden, wenn der Sitz des Sitzmöbels nach vorne abgesenkt werden kann. Die Erfinder haben erkannt, dass beim Zurücklehnen in der geneigten Position des Sitzes ein unangenehmes Gefühl des "Herausrutschens" aus dem Sitz entstehen kann. Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, eine Rückstellvorrichtung vorzusehen, die bei einer Hubbewegung des Sitzträgers die Absenkung zwangsweise aufhebt, wobei die Rückstellvorrichtung vorzugsweise einen Hebelmechanismus aufweist.

    [0016] Abhängig von der konkreten Ausgestaltung können als Kraftspeicher beispielsweise Zugfedern, Druckfedern, Gasdruckelemente, Torsionsfedern, Schenkelfedern etc. eingesetzt werden.

    [0017] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. Dabei zeigen
    Figur 1
    eine Explosionsdarstellung der Grundelemente einer Sitzmechanik,
    Figur 2
    eine perspektivische Draufsicht auf die montierte Sitzmechanik,
    Figuren 3-6
    verschiedene Seiten- bzw. Seitenschnittdarstellungen,
    Figur 7
    ein Mittelschnitt des Bürodrehstuhls,
    Figur 8
    eine Seitendarstellung des Bürodrehstuhls ohne Sitzpolster,
    Figur 9
    eine Perspektivdarstellung des Rahmenaufbaus des Bürodrehstuhls und
    Figur 10
    eine Draufsicht auf die Rahmenkonstruktion.


    [0018] In dem vorstehenden Text ergeben sich die Definitionen von "vorne", "hinten", "oben" etc. aus der Normalposition des Stuhls.

    [0019] Figur 4 zeigt eine Seitendarstellung einer Sitzmechanik mit einem Sitzträger 1 auf dem ein Sitz (nicht dargestellt) montiert wird, mit einer Blende 10, wobei an dem Sitzträger 1 ein Lehnenträger 3 über eine Kupplungsachse 7 schwenkbar montiert ist. Der Lehnenträger 3 trägt eine nicht dargestellte Rückenlehne, wobei in der Darstellung der Figur 4 sich die Sitzmechanik in der Normalposition, das heißt der aufgerichteten Lehne befindet.

    [0020] Figur 1 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung und zeigt zusätzlich zu dem Lehnenträger 3 und dem Sitzträger 1 einen Hauptträger 9 sowie einen vorderen Lenker und einen mittleren Lenker 17.

    [0021] Der Hauptträger 9 trägt die gesamte Sitzmechanik und wird über eine Bohrung 11 in an sich bekannter Weise mit einer Stuhlsäule verbunden.

    [0022] In montiertem Zustand ist der Sitzträger 1 über den vorderen Lenker 15 mit dem Hauptträger 9 verbunden, und zwar über Lagerbohrungen 19, die mit Lagerbohrungen 21 am Hauptträger fluchten, und über Lagerbohrungen 23, die mit entsprechenden Lagern (nicht dargestellt) am Sitzträger fluchten. Des Weiteren ist im montierten Zustand der Lehnenträger 3 am Hauptträger 9 schwenkbar befestigt, und zwar über Lagerbohrungen 25, die mit Lagerbohrungen 27 am Hauptträger fluchten, wobei diese Lagerbohrungen eine Hauptachse 13 (vergleiche Figur 4) definieren.

    [0023] Des Weiteren ist der Lehnenträger 3 über Lageraugen 26 an entsprechenden Lagern am Sitzträger befestigt, so dass der Lehnenträger bezüglich des Sitzträgers schwenkbar ist. Die Lageraugen 26 sind gegen die Lagerbohrungen 25 versetzt angeordnet, so dass der Lehnenträger 3 selbst einen hinteren Lenker bildet.

    [0024] Figur 2 zeigt den Sitzträger 1 und den Lehnenträger 3 in montiertem Zustand. Zusätzlich dargestellt sind Wendelfedern 33, die im Lehnenträger 3 gelagert sind und deren Schenkel sich in einem Widerlager 35 des Lehnenträgers 3 abstützen, wobei die Schenkel am anderen Ende der Wendelfedern sich am Hauptträger abstützen (nicht dargestellt).

    [0025] Im Sitzträger 1 sind Federpakete 37 verschwenkbar aufgenommen, wobei die Federpakete einerseits an einer verschiebbaren Achse 39 angreifen, andererseits an einem Widerlager 43 des Hauptträgers 9 (Figur 6). Die verschiebbare Achse 39 ist beiderseits auf Kurvenbahnen 47 gelagert und kann über einen Betätigungshebel 41 auf der Kurvenbahn verschoben werden. Die Kurvenbahn 47 hat im Verlauf unterschiedliche Abstände hinsichtlich des Widerlagers 43, so dass die Federpakete 37 in unterschiedlichen Stellungen unterschiedlich belastet sind, beispielsweise in drei Positionen, das heißt einer ersten Position ohne Belastung, einer zweiten Position mit mittlerer Belastung und einer dritten Position mit hoher Belastung. Hier wirken die Federpakete als Zugfedern, und unter Belastung wirken Zugkräfte zwischen dem Sitzträger und dem Hauptträger. Hierzu sei noch angemerkt, dass vom inneren Aufbau die Federpakete 37 so gestaltet sind, das Federelemente in Form von Druckfedern ausgebildet sind, da bei dieser Gestaltung eine höhere Belastbarkeit und eine höhere Standzeit erzielt werden können.

    [0026] Wie bereits erläutert, zeigt Figur 4 die Sitzmechanik im Normalzustand, das heißt mit aufgerichteter Lehne. Demgegenüber zeigt Figur 6 die Position der Sitzmechanik mit maximal nach hinten geneigter Lehne, wobei der Sitzträger 1 gegenüber Figur 4 parallel angehoben ist, und zwar im hinteren Bereich über den hinteren Lenker, wie sich aus der Position der Achsen 13 und 7 ergibt, und im vorderen Bereich über den vorderen Lenker 15, wie sich aus dessen Stellung ergibt. Dabei werden die Wendelfedern 35 belastet und bewirken eine Rückstellkraft auf den Lehnenträger 3, die zusätzlich über den vorderen und den hinteren Lenker durch die auf den Sitz wirkende Gewichtskraft verstärkt wird, wobei, wie erwähnt, über die Federpakete 37 die Rückstellkraft verändert werden kann.

    [0027] Wie insbesondere aus der Figur 5 ersichtlich ist, die die gleiche Stellung der Sitzmechanik wie Figur 6 zeigt, ist der vordere Lenker 15 am Sitzträger in Langlöchern 49 gelagert. In der Normalposition gemäß Figur 4 und in Positionen, in denen der Sitzträger 1 angehoben ist, ist die Lage des Lenkers 15 in den Langlöchern 49 in der unteren Position der Langlöcher arretiert. In der Normalposition der Figur 4 kann diese Arretierung aufgehoben werden, und der Sitzträger kann nach vorne geneigt werden, wie in Figur 3 dargestellt ist. Diese Sitzposition ist besonders für Arbeiten an Computerbildschirmen etc. geeignet. Da diese Position des Sitzträger ungünstig ist, wenn die Lehne nach hinten geneigt wird, wird erfindungsgemäß der Sitzträger zwangsweise in die Horizontalposition verschoben, wenn der Lehnenträger verschwenkt wird. Dazu sind Hebel 51 vorgesehen, die einerseits am Hauptträger 9 angreifen, andererseits am Sitzträger 1, und die bewirken, dass zwangsweise die Vorderkante des Sitzträgers angehoben wird. Dabei kann der vordere Lenker im unteren Bereich der Langlöcher 49 arretiert werden.

    [0028] Wie insbesondere aus der Figur 1 ersichtlich ist, hat der mittlere Lenker 17 je einen Hebel 51. Der mittlere Lenker 17 ist in Befestigungslaschen 31 gelagert, die am Sitzträger befestigt sind. Die Hebel 51 tragen jeweils an dem den Befestigungslaschen 31 abgewandten Ende Lagerzapfen 29, die im Hauptträger gelagert sind.

    [0029] Die hier dargestellte Sitzmechanik ist insbesondere für Bürodrehstühle geeignet, kann aber auch bei anderen Sitzmöbeln wie 4-Beinstühlen, Sesseln, Sofas und dergleichen eingesetzt werden.

    [0030] Gemäß Figur 7 umfasst ein Bürostuhl die beschriebene Sitzmechanik, einen Sitz 61 mit einem Sitzpolsterträger 65 und einem Sitzpolster 63 und einen Lehnenrahmen 67. Der Sitz 61 ist auf dem Sitzträger 1 nach vorn bzw. hinten verschiebbar gelagert, wobei der Lehnenrahmen 67 über den Lehnenträger mit dem Hauptträger 9 verbunden ist, der an einer Stuhlsäule 73 befestigt ist.

    [0031] Am Lehnenrahmen 67 ist schwenkbar ein Lehnenunterrahmen 77 angebracht, der an seinem unteren Ende mit der Hinterkante des Sitzes 61 verbunden ist. Ferner ist eine Lordosestütze 75 vorgesehen, die an einem Lordosestützenträger aus einem Querträger 81 und einem Längsträger 83 angebracht ist.

    [0032] Die Anordnung der letztgenannten Elemente ist insbesondere aus der perspektivischen Darstellung der Figur 9 ersichtlich, die die Rahmenkonstruktion des Stuhls ohne Sitzpolster zeigt. Aus dieser Darstellung ist ersichtlich, dass sich der Querträger 81 zwischen zwei Holmen des Lehnenrahmens 67 erstreckt. In der Mitte des Querträgers 81 ist der Längsträger 83 befestigt, der sich zu einem quer verlaufenden Holm des Lehnenunterrahmens 77 erstreckt. Des Weiteren weist der Längsträger 89 eine Teleskopverbindung 85 auf.

    [0033] Der Lehnenrahmen 77 ist seinerseits über eine Gelenkverbindung 89 aus Lamellen mit dem Lehnenrahmen 77 verbunden.

    [0034] Figur 9 zeigt ferner, dass der Sitzpolsterträger 65 als eine Platte ausgebildet ist, die aus flexiblem Material gefertigt ist und in der Mitte einen von vorn nach hinten sich erstreckenden Steg 91 aufweist. Der Steg 91 liegt auf dem Sitzträger 1 auf (Figur 7), und kann aber auch mit diesem und mit der Sitzmechanik 79 verbunden sein. Durch das Aufliegen und die Flexibilität wird bei wechselnder Rechts-/Links-Belastung dynamisches Sitzen gefördert.

    [0035] Im Bereich der Sitzbeinhöcker ist der Sitzpolsterträger mit Schlitzen 95 versehen, die sich parallel zu den Seitenkanten des Sitzpolsterträgers erstrecken, sowie mit Schlitzen 97, die sich parallel zu dessen Hinterkante erstrecken, um die Flexibilität weiter zu erhöhen.

    [0036] Im Bereich der Seitenkanten ist der Sitzpolsterträger 65 mit Schlitzen 99 versehen, die sich von der Seitenkante in Richtung auf den Steg 91 erstrecken. Die Länge dieser Schlitze 99 nimmt zu, je näher sie an die Hinterkante des Sitzpolsterträgers 65 angeordnet sind.

    [0037] Wie durch den Doppelpfeil in Figur 8 dargestellt ist, die den Stuhl ohne Sitzpolster zeigt, ist der Sitzpolsterträger 65 in Tiefenrichtung des Stuhls verschiebbar gelagert. Dabei folgt der Lehnenunterrahmen 77 einer Bewegung des Sitzpolsterträgers 65, so dass kein horizontaler Spalt entstehen kann. Figur 8 zeigt den Sitzpolsterträger 5 in einer mittleren Position.

    [0038] Hierzu sei noch angemerkt, dass im Gebrauchszustand des Stuhls der Lehnenträger mit einer Bespannung, Polsterung oder dergleichen versehen ist.

    [0039] Der Sitzpolsterträger 65 ist an seitlichen Führungen 105 (Figur 1) an der Sitzmechanik verschiebbar gelagert, wobei in der Normalposition, das heißt mit nicht geneigter Lehne, der Steg 91 auf der Sitzmechanik 79 aufliegt.

    [0040] Insbesondere aus Figur 9 ist ersichtlich, dass der Sitzpolsterträger 65 nicht als ebene Platte sondern als gewölbte Platte ausgebildet ist, wobei insbesondere die Seitenbereiche des Sitzpolsterträgers 65 in der Normalposition nach oben gewölbt sind. Wird der Sitzpolsterträger durch die Sitzmechanik 79 angehoben, hebt sich der Steg 91 von der Oberfläche der Sitzmechanik 79, und die Wölbungen werden abhängig vom Körpergewicht der sitzenden Person nach unten gedrückt und somit ausgeglichen. Dies wird durch die Anordnung der Schlitze 99 und deren Formgebung unterstützt, so dass der Ausgleich insbesondere im hinteren Bereich des Sitzes erfolgt und somit die Sitzfläche insbesondere im hinteren Bereich abgesenkt wird, wodurch der Sitzkomfort beim Zurücklehnen erhöht wird.


    Ansprüche

    1. Sitzmöbel, insbesondere Bürodrehstuhl mit einer Sitzmechanik mit einem bewegbaren Sitzträger (1) und einem Lehnenträger (3), die auf einem Hauptträger (9) montiert sind, wobei der Lehnenträger (3) gegen die Wirkung eines Kraftspeichers um eine horizontale Schwenkachse (13) verschwenkbar ist, Sitzträger (1) und Lehnenträger (3) miteinander gekoppelt sind und ein Hubmechanismus (15, 17) eine Verschwenkung des Lehnenträgers (3) in eine Hubbewegung des Sitzträgers (1) umsetzt, gekennzeichnet durch einen auf dem Sitzträger (1) montierten Sitz (61), der im hinteren Bereich absenkbar ist, wobei der Sitz (61) einen flexiblen Sitzpolsterträger (65) mit einem Steg (91) im mittleren Bereich aufweist, wobei der Sitzpolsterträger im Seitenbereich Schlitze (99) aufweist, die von den Kanten in Richtung zur Mitte verlaufen, wobei die Schlitze im mittleren bis hinteren Bereich des Sitzpolsterträgers angeordnet sind und wobei die Länge der Schlitze (99) mit wachsendem Abstand zur Hinterkante des Sitzpolsterträgers (65) kleiner wird.
     
    2. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubmechanismus Hebel aufweist, die den Sitzträger (1) mit dem Hauptträger (9) verbinden.
     
    3. Sitzmöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher (33) mindestens eine Schenkelfeder aufweist, die einerseits am Lehnenträger (3) andererseits am Hauptträger (9) angreift.
     
    4. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen zweiten Kraftspeicher (37), der einerseits am Sitzträger (1), andererseits am Hauptträger (9) angreift.
     
    5. Sitzmöbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung des zweiten Kraftspeichers (37) einstellbar ist.
     
    6. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kraftspeicher verschwenkbar angeordnet ist.
     
    7. Sitzmöbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kraftspeicher einerseits in einer Schwenkachse, andererseits an einer Kurvenführung (47) gelagert ist.
     
    8. Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine Neigungsvorrichtung zur Absenkung der Vorderkante des auf den Sitzträger (1) montierten Sitzes (61) und eine Rückstellvorrichtung (51), die bei einer Hubbewegung des Sitzträgers (1) die Absenkung zwangsweise aufhebt.
     
    9. Sitzmöbel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellvorrichtung mindestens einen Hebel aufweist, der einerseits am Hauptträger (9), andererseits am Sitzträger angreift.
     


    Claims

    1. Item for seating furniture, in particular office swivel chair with a seat mechanism with a movable seat carrier (1) and a backrest carrier (3), which are mounted on a main carrier (9), wherein the backrest carrier (3) can be pivoted about a horizontal pivot axis (13) counter to the action of a force accumulator, the seat carrier (1) and backrest carrier (3) are coupled to each other, and a lifting mechanism (15, 17) converts pivoting of the backrest carrier (3) into a lifting movement of the seat carrier (1), characterized by a seat (61) which is mounted on the seat carrier (1), and can be lowered in the rear region, wherein the seat (61) has a flexible seat cushion carrier (65) with a web (91) in the central region, wherein the seat cushion carrier has, in the side region, slots (99) which run from the edges toward the center, wherein the slots are arranged in the center to rear region of the seat cushion carrier and wherein the slots (99) become shorter in length with increasing distance from the rear edge of the seat cushion carrier (65) .
     
    2. Item of seating furniture according to Claim 1, characterized in that the lifting mechanism has levers which connect the seat carrier (1) to the main carrier (9) .
     
    3. Item of seating furniture according to Claim 1 or 2, characterized in that the force accumulator (33) has at least one leg spring which acts at one end on the backrest carrier (3) and at the other end on the main carrier (9).
     
    4. Item of seating furniture according to one of Claims 1 to 3, characterized by a second force accumulator (37) which acts at one end on the seat carrier (1) and at the other end on the main carrier (9).
     
    5. Item of seating furniture according to Claim 4, characterized in that the action of the second force accumulator (37) is adjustable.
     
    6. Item of seating furniture according to either of Claims 4 and 5, characterized in that the second force accumulator is arranged pivotably.
     
    7. Item of seating furniture according to Claim 6, characterized in that the second force accumulator is mounted at one end in a pivot axis and at the other end on a curved guide (47) .
     
    8. Item of seating furniture according to one of Claims 1 to 7, characterized by an inclination device for lowering the front edge of the seat (61) mounted on the seat carrier (1), and a resetting device (51) which inevitably cancels the lowering upon a lifting movement of the seat carrier (1).
     
    9. Item of seating furniture according to Claim 8, characterized in that the resetting device has at least one lever which acts at one end on the main carrier (9) and at the other end on the seat carrier.
     


    Revendications

    1. Siège, en particulier chaise rotative de bureau comprenant un mécanisme de siège avec un support de siège mobile (1) et un support de dossier (3), qui sont montés sur un support principal (9), le support de dossier (3) pouvant pivoter à l'encontre de l'action d'un accumulateur de force autour d'un axe de pivotement horizontal (13), le support de siège (1) et le support de dossier (3) étant accouplés l'un à l'autre et un mécanisme de levage (15, 17) convertissant un pivotement du support de dossier (3) en un mouvement de levage du support de siège (1), caractérisé par un siège (61) monté sur le support de siège (1), qui peut être abaissé dans la région arrière, le siège (61) présentant un support de rembourrage de siège (65) avec une nervure (91) dans la région centrale, le support de rembourrage de siège présentant, dans la région latérale, des fentes (99) qui s'étendent depuis les bords dans la direction du centre, les fentes étant disposées dans la région centrale jusqu'à la région arrière du support de rembourrage de siège et la longueur des fentes (99) diminuant en s'éloignant du bord arrière du support de rembourrage de siège (65).
     
    2. Siège selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mécanisme de levage présente des leviers qui relient le support de siège (1) au support principal (9) .
     
    3. Siège selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'accumulateur de force (33) présente au moins un ressort à branches qui s'engage d'une part avec le support de dossier (3) et d'autre part avec le support principal (9).
     
    4. Siège selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé par un deuxième accumulateur de force (37) qui s'engage d'une part avec le support de siège (1) et d'autre part avec le support principal (9) .
     
    5. Siège selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'effet du deuxième accumulateur de force (37) peut être ajusté.
     
    6. Siège selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que le deuxième accumulateur de force est disposé de manière pivotante.
     
    7. Siège selon la revendication 6, caractérisé en ce que le deuxième accumulateur de force est supporté d'une part dans un axe de pivotement, et d'autre part sur un guide à cames (47).
     
    8. Siège selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé par un dispositif d'inclinaison pour abaisser le bord avant du siège (61) monté sur le support de siège (1), et un dispositif de rappel (51) qui, lors d'un mouvement de levage du support de siège (1), supprime forcément l'abaissement.
     
    9. Siège selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif de rappel présente au moins un levier qui vient en prise d'une part avec le support principal (9) et d'autre part avec le support de siège.
     




    Zeichnung



































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente