(19)
(11) EP 2 298 993 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.06.2017  Patentblatt  2017/25

(21) Anmeldenummer: 10009114.9

(22) Anmeldetag:  02.09.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01B 27/10(2006.01)

(54)

Verfahren zum Sanieren des Gleisunterbaus einer Bahnstrecke

Method for renewing the rail substructure of a rail track

Procédé de rénovation de l'infrastructure de voie d'une voie ferrée


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 11.09.2009 DE 102009041237

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.03.2011  Patentblatt  2011/12

(73) Patentinhaber: Zürcher, Ralf
77974 Meissenheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Zürcher, Ralf
    77974 Meissenheim (DE)

(74) Vertreter: Mehl-Mikus, Claudia et al
mepat Patentanwälte Dr. Mehl-Mikus, Goy, Dr. Drobnik PartG mbB Eisenlohrstraße 31
76135 Karlsruhe
76135 Karlsruhe (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 096 236
GB-A- 970 010
WO-A1-2009/029969
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sanieren des aus einer Schotterschicht sowie aus einer unterhalb der Schotterschicht sich befindenden Unterbauschicht bestehenden Gleisunterbaus einer Bahnstrecke nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Der Unterbau für das Gleis einer Bahnstrecke für den Zugverkehr besteht - in der Regel - aus mehreren Schichten. Auf dem Erdplanum befindet sich dabei zunächst eine Unterbauschicht. Diese besteht aus einer Planumsschutzschicht (in der Regel aus Kies und/oder Sand) und/oder einer Frostschutzschicht. Auf dieser Unterbauschicht befindet sich dann die Schotterschicht. Auf dieser Schotterschicht befindet sich schließlich das Gleis aus Schwellen und Schienen.

    [0003] Von Zeit zu Zeit ist es notwendig, den Gleisunterbau zu sanieren. Hierfür gibt es verschiedene gleisgebundene Maschinen. Mit diesen werden die Schichten unterhalb des Gleises, nämlich die Schotterschicht sowie die Unterbauschicht im gleisgebundenen Verfahren aufgearbeitet oder erneuert. Die Durchführung sämtlicher Arbeitsschritte erfolgt dabei mittels einer kontinuierlich arbeitenden Maschine. Die Einzelmaschinen sind dabei als eine Gesamttechnik in einer einzigen Gesamtmaschine vereint.

    [0004] In WO-A-2009/029969 wird ein Verfahren zum Sanieren des aus einer Schotterschicht sowie aus einer unterhalb der Schotterschicht sich befindenden Unterbauschicht bestehenden Gleisunterbaus einer Bahnstrecke offenbart, bei dem mittels Maschinen eines auf dem Gleis sich vorwärts bewegenden Arbeitszuges mit zwei separaten und unabhängig voneinander betreibbaren sowie einzeln einsetzbaren Arbeitseinheiten in einem kontinuierlichen Arbeitsablauf durch die erste Arbeitseinheit die alte Schotterschicht ausgebaut und eine neue Schotterschicht eingebaut sowie durch die zweite Arbeitseinheit die alte Unterbauschicht ausgebaut und eine neue Unterbauschicht eingebaut werden.

    [0005] Der Nachteil der bekannten Sanierverfahren unter Verwendung einer einheitlichen Gesamtmaschine ist zunächst das Erfordernis der Schaffung von mehreren Zwischenlagern einerseits für die Neustoffe (meist hinter der Gesamtmaschine) und andererseits für die Altstoffe (meist vor der Gesamtmaschine). Ein weiterer großer Nachteil besteht in der Komplexitität der Gesamttechnik, da sämtliche Maschinenkomponenten in einer Gesamtmaschine untergebracht sind. Dies bedeutet, dass immer alle Komponenten mitgeführt werden müssen. Dies ist mit einem hohen Kostenaufwand verbunden.

    [0006] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sanierungsverfahren der eingangs angegebenen Art zu schaffen, welches zum einen von der Technik her sehr flexibel ist, und welches zum anderen darüber hinaus kostengünstig ist.

    [0007] Die technische Lösung ist gekennzeichnet durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs 1.

    [0008] Die Grundidee des erfindungsgemäßen Sanierungsverfahrens besteht darin, den gesamten Arbeitszug in zwei voneinander separate und unabhängig voneinander betreibbare sowie einzeln einsetzbare Arbeitseinheiten zu unterteilen, die unabhängig voneinander verfahrbar und miteinander koppelbar sind. Diese beiden Arbeitseinheiten definieren zusammen - sofern sie gemeinsam eingesetzt werden - den Arbeitszug einerseits zur Erneuerung des Schotters und andererseits zur Erneuerung der Unterbauschicht. Wie ausgeführt, können die beiden Arbeitseinheiten unabhängig voneinander eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass die beiden Arbeitseinheiten völlig unabhängig voneinander auf dem Gleis während der Sanierarbeiten verfahren werden können. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass die beiden Arbeitseinheiten zur Schaffung eines mechanischen Verbundes miteinander gekoppelt werden können. Durch die erste Arbeitseinheit wird die alte Schotterschicht ausgebaut, aufbereitet und aufbereiteter und/oder neuer Schotter eingebaut, während durch die zweite Arbeitseinheit die alte Unterbauschicht ausgebaut und eine aufbereitete und/oder neue Unterbauschicht eingebaut wird. Weiter weisen die Arbeitseinheiten Materialförderwagen auf, in denen nicht wiederverwendbares Unterbaumaterial und neue Gleisunterbaumaterialien zwischengespeichert werden. Dabei weist die erste Arbeitseinheit zur Sanierung der Schotterschicht außer einer Einrichtung für den Ausbau, die Aufbereitung sowie für den Einbau des Schotters der Schotterschicht erste Materialförderwagen zur Zwischenbunkerung des wiederverwendbaren Anteils des Schotters und zweite Materialförderwagen zur Zwischenspeicherung des nicht wiederverwendbaren Abfallschotters auf. Zur Sanierung der Unterbauschicht ist die Einrichtung für den Ausbau der alten Unterbauschicht und Einbau der neuen Unterbauschicht der zweiten Arbeitseinheit eine Vor-Kopf-Einrichtung, hinter der die zweite Arbeitseinheit einen Pufferwagen und dritte Materialförderwagen aufweist. Im Ausgangszustand eines Arbeitszyklus sind die dritten Materialförderwagen mit neuem Unterbaumaterial gefüllt und die zweiten Materialförderwagen der ersten Arbeitseinheit für den nicht wiederverwendbaren Anteil des Schotters sind direkt benachbart zu der zweiten Arbeitseinheit angeordnet. Mittels der Einrichtung der ersten Arbeitseinheit wird in einer kontinuierlichen Vorwärtsbewegung die Schotterschicht ausgebaut und gleich anschließend gereinigt und eine Fraktion aus recyceltem, wiederverwendbarem Schotter wird in den ersten Materialförderwagen und der nicht wiederverwertbare Abfallschotter in den zweiten Materialförderwagen zwischengebunkert. Die zweite Arbeitseinheit baut mit der Vor-Kopf-Einrichtung die alte Unterbauschicht aus und das neue Material ein, welches in den dritten Materialförderwagen gelagert ist, wobei das ausgebaute alte Unterbaumaterial vierten Materialförderwagen zugeführt wird, die bei Beginn des Arbeitszyklus durch den Pufferwagen und später durch entleerte dritte Materialförderwagen dargestellt werden. Sobald die zweiten Materialförderwagen mit dem Altschotter sowie die dritten Materialförderwagen mit dem alten Unterbaumaterial gefüllt sind, werden die zweiten Materialförderwagen von der ersten Arbeitseinheit abgekoppelt und mit der zweiten Arbeitseinheit gekoppelt. Die so gebildete neue Einheit wird entgegen der Arbeitsrichtung zu einem Lagerplatz verfahren, wo die Materialien aus den Materialförderwagen getrennt voneinander zwischengelagert werden und die dritten Materialförderwagen mit neuem Unterbaumaterial gefüllt werden. In der Zwischenzeit bringt die erste Arbeitseinheit auf die neue Unterbauschicht den recycelten Schotter auf.

    [0009] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 2 schlägt vor, dass die zweite Arbeitseinheit von dem Lagerplatz wieder an die erste Arbeitseinheit heranfahren kann, so dass der vorbeschriebene Arbeitszyklus von neuem beginnen kann.

    [0010] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 3 schlägt vor, dass der Einrichtung der ersten Arbeitseinheit ein Übergabewagen sowie eine Schotterplaniereinheit zugeordnet sein können.

    [0011] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 4 schlägt vor, dass die Einrichtung der zweiten Arbeitseinheit außer der Ausbaueinrichtung für das alte Unterbaumaterial sowie der Einbaueinrichtung für die neue Unterbauschicht eine Einbaueinrichtung für ein Vlies und Förderbänder für den Abtransport des alten Unterbaumaterials sowie für die Zuführung des neuen Unterbaumaterials aufweisen kann.

    [0012] Die Verwendung von zwei getrennten Maschineneinheiten hat den Vorteil, dass nicht mehr wie bisher mehrere Zwischenlager für Neustoffe sowie für Altstoffe geschaffen werden müssen. Ein weiterer entscheidender Vorteil des erfindungsgemäßen Sanierungsverfahrens ist, dass keine komplexe Gesamttechnik verwendet werden muss, sondern dass auf zwei Arbeitseinheiten zurückgegriffen werden kann, wobei jede dieser beiden Arbeitseinheiten eine bestimmte Aufgabe übernimmt. So dient die erste Arbeitseinheit der Sanierung der Schotterschicht und die zweite Arbeitseinheit der Sanierung der Unterbauschicht. Da diese Arbeitseinheiten unabhängig voneinander sowie einzeln eingesetzt werden können, ist eine kostengünstige und gesonderte Einsatzmöglichkeit der jeweiligen integrierten Einheit auf anderen Baustellen möglich, ohne dass die jeweils andere Arbeitseinheit mit verwendet werden muss. So ist es möglich, mittels der ersten Arbeitseinheit bei Bedarf nur eine Sanierung der Schotterschicht durchzuführen, ohne dass die Unterbauschicht ebenfalls saniert wird. Die Anschaffungskosten der Modultechnik liegen somit in einem sehr viel geringeren Rahmen im Vergleich zu den Anschaffungskosten einer Gesamttechnik, in welcher sämtliche Maschinenkomponenten zwangsläufig integriert sind. Somit kann die erste Arbeitseinheit als gesonderte Maschine eingesetzt werden, um andere Baustellen mit dieser Arbeitseinheit kostenorientiert bedienen zu können. Dabei wird mit der ersten Arbeitseinheit im Vorlauf der Schotter ausgehoben und bei Bedarf gereinigt und auf dem Gleis in Wagen zwischengebunkert. Bei der zweiten Arbeitseinheit gilt dies entsprechend. Somit ermöglicht das erfindungsgemäße System einen Gesamtablauf zur Sanierung des Gleisunterbaus mit zwei getrennten und universell einsetzbaren Maschinen, nämlich einer Maschine für die Sanierung der Schotterschicht sowie einer Maschine für die Sanierung der Unterbauschicht. Verfahrensmäßig fährt die erste Arbeitseinheit in Arbeitsrichtung und führt einen Schottervollaushub oder eine Schotterreinigung im Schotterbereich aus. Die nicht verwertbaren Anteile des Schotters können auf Materialschotterwagen zwischengebunkert werden, ebenso wie der wiederverwendbare Recyclingschotter, welcher auf entsprechenden Materialförderwagen zwischengebunkert wird. Nachdem die erste Arbeitseinheit ihre Arbeit verrichtet hat, fährt die zweite Arbeitseinheit in Arbeitsrichtung vor und baut den Unterbau unterhalb des Schotters aus und eine neue Unterbauschicht wieder ein. Bei Bedarf können Verdichtungsgänge auf dem Erdplanum oder dem neuen Unterbaumaterial aufgebracht werden. Gleichfalls kann bei Bedarf ein Vlies eingebaut werden. Diese vorgenannten Schritte können ohne integrierte Bettungsreinigungsmaschine für die Sanierung der Schotterschicht erfolgen. Somit ist es insgesamt möglich, die Zu- und Abführung aller neuen und aller auszubauenden Materialien logistisch von einem einzigen Lagerplatz aus durchzuführen. Weiterhin ist es möglich, durch die getrennten Arbeitseinheiten den Schotter im Gleis aufzuarbeiten und an der gleichen Stelle wieder einzubauen. Weiterhin ist eine Trennung von Abfallschotter und alter Unterbauschicht möglich, bei Reinigung die zusätzliche Trennung von Abfallstoffen aus der Reinigung. Durch die erfindungsgemäßen getrennten Maschineneinheiten ist ein Verbau zum Nachbargleis nicht mehr erforderlich. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass der Schotter in einem ersten Arbeitsgang abgetragen wird. Dabei spielt die Tiefe des Schotteraushubs für einen Verbau zum Nachbargleis keine Rolle. Bei der Herstellung des tieferen Aushubs wird der Aushub und die Verfüllung, nämlich der Einbau der neuen Unterbauschicht, in so kurzem Abstand ausgeführt, dass kein Verbau mehr notwendig ist. Es ist somit durch die erfindungsgemäße zweigeteilte Maschine ein qualitativer Ersatz der einteiligen Maschinen möglich. Durch die Reihung der Arbeitsschritte und Verlagerung aller logistischen Umschlagarbeiten auf ein Zwischenlager ist eine durchgängige Arbeitsausführung möglich. Denn nachdem die Maschinen ihre Arbeitslänge erbracht haben, fährt die Maschine zur Entladung und Bestückung zum gemeinsamen Zwischenlager. Während dieser Entladung und Bestückung der zweiten Arbeitseinheit zusammen mit den Materialförderwagen für den nicht mehr verwendbaren Schotter kann die im Baufeld befindliche erste Arbeitseinrichtung bereits parallel und kontinuierlich den Einbau für den Schotter vornehmen. Nach dem Einbau dieses Schotters sind sämtliche Einheiten wieder für einen Neubeginn einer weiteren Arbeitsstrecke gerüstet. Die Be- und Entladungen werden somit möglich, ohne dass die Arbeiten, nämlich der Ausbau, die Reinigung sowie der Wiedereinbau des recycleten Schotters unterbrochen ist.

    [0013] Mit der ersten Arbeitseinheit, die die Aufbereitungseinrichtung sowie die Einbaueinrichtung für den wiederverwendbaren, recycleten Schotter aufweist, wird der Schotter in der Reinigungsmaschine nach Abfallstoffen und nach wiederverwendbaren Stoffen, nämlich dem Recyclingschotter getrennt. Der Schotter wird somit im Gleis aufgearbeitet und an der gleichen Stelle wieder eingebaut. Dadurch ist eine Trennung von Feinanteil und Grobanteil des Schotters im gleisgebundenen Verfahren möglich, und zwar bei gleichzeitiger Ausführung einer Sanierung der Unterbauschicht.

    [0014] Sowohl der gereinigte Schotter als auch die bei der Reinigung des Schotters anfallenden Abfallstoffe können in entsprechenden Materialförderwagen zwischengebunkert werden.

    [0015] Von der zweiten Arbeitseinheit, die die Einrichtung zum Ausbau der alten Unterbauschicht sowie die Einrichtung zum Einbau der neuen Unterbauschicht aufweist, wird die alte Unterbauschicht dabei durch neues Material ersetzt. Es ist aber vom Grundprinzip her auch denkbar, dass das Material der alten Unterbauschicht aufbereitet und immobilisiert wird und als Recyclingmaterial wieder eingebaut wird. Das Kernstück der zweiten Arbeitseinheit ist die am Kopf befindliche Maschine für die Sanierung der Unterbauschicht. Diese Vor-Kopf-Einheit für die Sanierung der Unterbauschicht ist als gesonderte Einheit ausschließlich für den Aushub der Unterbauschichten und für den Einbau der neuen Unterbauschicht zuständig, ohne dass noch eine integrierte Maschine für die Sanierung der Schotterschicht vorhanden ist bzw. erforderlich wäre. Somit ist die Vor-Kopf-Arbeitseinheit für die Sanierung der Unterbauschicht für den Aushub dieser Unterbauschicht unterhalb des Schotters mit freien Tiefen entsprechend den Erfordernissen zuständig. Zuständig ist sie auch für den Einbau der neuen Unterbauschicht entsprechend den Erfordernissen. Gleichermaßen kann sie bei Bedarf auch ein Vlies einbauen, ebenso eine Verdichtung des Erdplanums und/oder der neuen Unterbauschicht durchführen.

    [0016] Die Materialförderwagen sind vorgesehen, um zum einen das ausgebaute, alte Unterbaumaterial aufzunehmen und andererseits das neu einzubauende Unterbaumaterial zu lagern.

    [0017] Dies bedeutet, dass die Maschine für die Sanierung der Unterbauschicht die ausgebauten Stoffe mittels Förderbändern an die Materialförderwagen übergibt. Hierfür können Hauptförderbänder dienen. Umgekehrt können vorzugsweise mittels eines Übergabewagens die neuen Materialien auf zu den Hauptförderbändern entgegengesetzt laufenden Bypassförderbändern der Vor-Kopf-Maschine der zweiten Arbeitseinheit zugeführt werden. Die Ab-und Zuführung der Materialien kann vom Bandablauf her auch umgedreht werden. Dies bedeutet, dass die abzuführenden Stoffe alternativ über Bypassförderbänder transportiert werden können und die neuen Stoffe über die Hauptförderbänder. Hier besteht freie Wahl. Durch eine entsprechende Ausbildung der Materialförderwagen können für den Unterbauaushub sowie für die Unterbauerneuerung die gleichen Wagen verwendet werden.

    [0018] Bezüglich der zweiten Arbeitseinheit kann ein rollierendes System dahingehend verwirklicht sein, dass die mit dem neuen Unterbaumaterial entleerten Materialförderwagen dazu verwendet werden, diese mit dem ausgebauten, alten Unterbaumaterial zu füllen. Es ist hierfür lediglich ein Pufferwagen erforderlich, welcher das ganz am Anfang ausgebaute alte Material aufnimmt. Denn nach dem Ausbau des alten Unterbaumaterials kann dann mit dem Einbau des neuen Unterbaumaterials begonnen werden, so dass sich entsprechend die Materialförderwagen mit diesem neuen Unterbaumaterial leeren. Der Transport erfolgt mittels einem System von Förderbändern, nämlich insbesondere Hauptförderbändern sowie Bypassförderbändern, so dass sich die beiderseitigen Transportwege nicht stören.

    [0019] Die gesamte erste Arbeitseinheit oder insbesondere ein Teil dieser ersten Arbeitseinheit kann mit der zweiten Arbeitseinheit logistisch gekoppelt werden, um die Altmaterialien, nämlich die ausgebaute Unterbauschicht sowie den nicht mehr verwendbaren Schotteranteil einem gemeinsamen Lagerplatz zuzuführen, auf dem dann - getrennt nach den beiden Materialsorten - diese Materialien gelagert werden können. Dabei wird die Gesamtarbeitseinheit aus zweiter Arbeitseinheit und erster Arbeitseinheit mit sämtlichen nicht wiederverwendbaren Materialien entgegen der Arbeitsrichtung zu dem vorerwähnten Zwischenlager gefahren. Dadurch ist es möglich, sämtliche neuen und - wie ausgeführt - ausgebauten Stoffe logistisch von einem einzigen Lagerplatz aus zu- sowie abzuführen. Dabei ist eine Trennung von Abfallschotter und alter Unterbauschicht möglich, bei einer Reinigung die zusätzliche Trennung von Abfallstoffen aus der Reinigung. Somit ist insgesamt durch die Verlagerung aller logistischen Umschlagarbeiten auf ein Zwischenlager eine durchgängige Arbeitsausführung möglich.

    [0020] Insbesondere werden von der ersten Arbeitseinheit nur die Materialförderwagen mit dem Abfallschotter an die zweite Arbeitseinheit angekoppelt, um so den Abfallschotter zusammen mit dem alten Unterbaumaterial dem Zwischenlager zuzuführen. Bereits bei der Abfuhr der Aushubstoffe des zu sanierenden Unterbaus sowie des Abfallschotters zum Lagerplatz kann die erste Arbeitseinheit mit dem gereinigten Schotter mit der Einschotterung des Gleises beginnen. Bei Bedarf kann eine Schotterplaniereinrichtung den Schotter unter dem Gleis einbringen und planieren und verdichten.

    [0021] Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Sanieren des Gleisunterbaus einer Bahnstrecke wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigt:
    Fig. 1
    eine rein schematische Darstellung der beiden Arbeitseinheiten einerseits zum Sanieren der Schotterschicht und andererseits zum Sanieren der Unterbauschicht;
    Fig. 2
    die Vor-Kopf-Maschine der zweiten Arbeitseinheit in Fig. 1 zum Sanieren der Unterbauschicht.


    [0022] Fig. 1 zeigt eine Gesamt-Arbeitseinheit bestehend aus einer ersten Arbeitseinheit 1 und einer zweiten Arbeitseinheit 2. Die erste Arbeitseinheit 1 dient der Sanierung der Schotterschicht 3 des Gleisunterbaus einer Bahnstrecke, während die zweite Arbeitseinheit 2 der Sanierung der darunter befindlichen Unterbauschicht 4 dient. Diese Unterbauschicht 4 ist eine Planumsschutzschicht und/oder eine Frostschutzschicht. Auf der Schotterschicht befindet sich das Gleis 5 bestehend aus Schwellen und Schienen.

    [0023] Die erste Arbeitseinheit 1 weist als zentralen Bestandteil eine Einrichtung 6 für den Ausbau, die Aufbereitung sowie für den Einbau des Schotters der Schotterschicht 3 auf. Mittels dieser Einrichtung 6 wird der Schotter zunächst ausgebaut. Der so ausgebaute Schotter wird aufbereitet, und zwar in einen wiederverwendbaren Anteil des Schotters und in einen nicht wiederverwendbaren Anteil des Schotters. Der wiederverwendbare Anteil des Schotters wird einem - ersten - Materialförderwagen 7 zugeführt und dort zwischengebunkert, während der nicht wiederverwendbare Abfallschotter einem - zweiten - Materialförderwagen 8 zugeführt und dort zwischengespeichert wird.

    [0024] Der Einrichtung 6 für den Schotter ist noch ein Übergabewagen 9 sowie eine Schotterplaniereinheit 10 zugeordnet.

    [0025] Die zweite Arbeitseinheit 2 besteht vor allem aus einer Einrichtung 11 vor Kopf für den Ausbau der alten Unterbauschicht 4 und Einbau der neuen Unterbauschicht 4. Diese Einrichtung 11 ist noch einmal separat in Fig. 2 dargestellt und zeigt in der Zeichnung von rechts nach links eine Ausbaueinrichtung 12 für das alte Unterbaumaterial 4, eine Einbaueinrichtung 13 für ein Vlies sowie schließlich eine Einbaueinrichtung 14 für die neue Unterbauschicht 4. Weiterhin sind noch Förderbänder 15 für den Abtransport des alten Unterbaumaterials sowie für die Zuführung des neuen Unterbaumaterials angedeutet.

    [0026] Hinter der Vor-Kopf-Einrichtung 11 befinden sich - dritte - Materialförderwagen 16, ein Pufferwagen 17 sowie ein Übergabewagen 18. Die dritten Materialförderwagen 16 sind im Ausgangszustand des Arbeitszyklus mit neuem Unterbaumaterial gefüllt.

    [0027] Die Funktionsweise ist wie folgt:

    Mittels der ersten Arbeitseinheit 1, nämlich mit deren Einrichtung 6 wird der Schotter ausgebaut und gleich anschließend gereinigt. Man erhält eine Fraktion aus recyceltem, wiederverwendbarem Schotter. Dieser wird in den - ersten - Materialförderwagen 7 zwischengebunkert. Der nicht wiederverwertbare Abfallschotter hingegen wird in den - zweiten - Materialförderwagen 8 zwischengebunkert. Die erste Arbeitseinheit 1 befindet sich während der Arbeiten in einer kontinuierlichen Vorwärtsbewegung.



    [0028] Die zweite Arbeitseinheit 2 baut mit den zuvor beschriebenen Einrichtungen die alte Unterbauschicht 4 aus. Bei Beginn des Arbeitszyklus wird dabei das alte Unterbaumaterial zunächst dem Pufferwagen 17 zugeführt. Nach dem Ausbau des alten Materials wird gleich das neue Material eingebaut, welches in den - dritten - Materialförderwagen 16 gelagert ist. Da die zunächst gefüllten Materialförderwagen 16 leer werden, können sie anschließend zur Aufnahme des alten Unterbaumaterials dienen.

    [0029] Sobald die - zweiten - Materialförderwagen 8 mit dem Altschotter sowie die - dritten - Materialförderwagen 16 mit dem alten Unterbaumaterial gefüllt sind, werden die - zweiten - Materialförderwagen 8 von der ersten Arbeitseinheit 1 abgekoppelt und mit der zweiten Arbeitseinheit 2 gekoppelt. Die so gebildete - neue - Einheit wird entgegen der Arbeitsrichtung zu einem Lagerplatz 19 verfahren, wo die Materialien aus den Materialförderwagen 8, 16 getrennt voneinander zwischengelagert werden. Im Anschluss daran werden dann die - dritten - Materialförderwagen 16 mit neuem Unterbaumaterial gefüllt. In der Zwischenzeit bringt die erste Arbeitseinheit 1 auf die neue Unterbauschicht 4 den recycleten Schotter auf. Anschließend fährt die zweite Arbeitseinheit 2 wieder an die erste Arbeitseinheit 1 heran, so dass der vorbeschriebene Arbeitszyklus von neuem beginnen kann.

    Bezugszeichenliste



    [0030] 
    1
    erste Arbeitseinheit
    2
    zweite Arbeitseinheit
    3
    Schotterschicht
    4
    Unterbauschicht
    5
    Gleis
    6
    Einrichtung (für Schotter)
    7
    erster Materialförderwagen
    8
    zweiter Materialförderwagen
    9
    Übergabewagen
    10
    Schotterplaniereinheit
    11
    Einrichtung (für Unterbau)
    12
    Ausbaueinrichtung (für Unterbau)
    13
    Einbaueinrichtung (für Vlies)
    14
    Einbaueinrichtung (für Schotter)
    15
    Förderbänder
    16
    dritter Materialförderwagen
    17
    Pufferwagen
    18
    Übergabewagen
    19
    Lagerplatz



    Ansprüche

    1. Verfahren zum Sanieren des aus einer Schotterschicht (3) sowie aus einer unterhalb der Schotterschicht (3) sich befindenden Unterbauschicht (4) bestehenden Gleisunterbaus einer Bahnstrecke unter Verwendung zweier separater und unabhängig voneinander betreibbarer sowie einzeln einsetzbarer Arbeitseinheiten (1, 2), wobei in einem kontinuierlichen Arbeitsablauf durch die erste Arbeitseinheit (1) die alte Schotterschicht (3) ausgebaut, aufbereitet und aufbereiteter und/oder neuer Schotter eingebaut wird sowie durch die zweite Arbeitseinheit (2) die alte Unterbauschicht (4) ausgebaut und eine aufbereitete und/oder neue Unterbauschicht (4) eingebaut wird, und wobei die Arbeitseinheiten (1, 2) Materialförderwagen (7,8,16) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass
    die zwei Arbeitseinheiten (1, 2) unabhängig voneinander verfahrbar und miteinander koppelbar sind, wobei

    - die erste Arbeitseinheit (1) zur Sanierung der Schotterschicht (3) außer einer Einrichtung (6) für den Ausbau, die Aufbereitung sowie für den Einbau des Schotters der Schotterschicht (3) auch erste Materialförderwagen (7) zur Zwischenbunkerung des wiederverwendbaren Anteils des Schotters und zweite Materialförderwagen (8) zur Zwischenspeicherung des nicht wiederverwendbaren Anteil des Schotters aufweist, wobei die zweiten Materialförderwagen (8) direkt benachbart zu der zweiten Arbeitseinheit (2) angeordnet sind, und

    - die zweite Arbeitseinheit (2) zur Sanierung der Unterbauschicht (4) eine Einrichtung (11) vor Kopf für den Ausbau der alten Unterbauschicht (4) und Einbau der neuen Unterbauschicht (4) und hinter dieser Vor-Kopf-Einrichtung (11) einen Pufferwagen (17) und dritte Materialförderwagen (16) aufweist,

    wobei im Ausgangszustand eines Arbeitszyklus die dritten Materialförderwagen (16) mit neuem Unterbaumaterial gefüllt sind, wobei

    - mittels der Einrichtung (6) der ersten Arbeitseinheit (1) in einer kontinuierlichen Vorwärtsbewegung die Schotterschicht (3) ausgebaut und gleich anschließend gereinigt wird und eine Fraktion aus recyceltem, wiederverwendbarem Schotter in den ersten Materialförderwagen (7) und der nicht wiederverwertbare Abfallschotter in den zweiten Materialförderwagen (8) zwischengebunkert wird,

    - die zweite Arbeitseinheit (2) mit der Vor-Kopf-Einrichtung (11) die alte Unterbauschicht (4) ausbaut und gleich das neue Material einbaut, welches in den dritten Materialförderwagen (16) gelagert ist, wobei das ausgebaute alte Unterbaumaterial vierten Materialförderwagen zugeführt wird, die bei Beginn des Arbeitszyklus durch den Pufferwagen (17) und später durch entleerte dritte Materialförderwagen (16) dargestellt werden,

    - die zweiten Materialförderwagen (8) von der ersten Arbeitseinheit (1) abgekoppelt und mit der zweiten Arbeitseinheit (2) gekoppelt werden, sobald die zweiten Materialförderwagen (8) mit dem Altschotter sowie die dritten Materialförderwagen (16) mit dem alten Unterbaumaterial gefüllt sind, und die so gebildete neue Einheit entgegen der Arbeitsrichtung zu einem Lagerplatz (19) verfahren wird, wo die Materialien aus den Materialförderwagen (8, 16) getrennt voneinander zwischengelagert werden und die dritten Materialförderwagen (16) mit neuem Unterbaumaterial gefüllt werden, und

    - in der Zwischenzeit die erste Arbeitseinheit (1) auf die neue Unterbauschicht (4) den recycelten Schotter aufbringt.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1,
    wobei die zweite Arbeitseinheit (2) wieder an die erste Arbeitseinheit (1) heranfährt, so dass der vorbeschriebene Arbeitszyklus von neuem beginnen kann.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
    wobei der Einrichtung (6) ein Übergabewagen (9) sowie eine Schotterplaniereinheit (10) zugeordnet sind.
     
    4. Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3,
    wobei die Einrichtung (11) eine Ausbaueinrichtung (12) für das alte Unterbaumaterial (4), eine Einbaueinrichtung (13) für ein Vlies sowie eine Einbaueinrichtung (14) für die neue Unterbauschicht (4) und Förderbänder (15) für den Abtransport des alten Unterbaumaterials sowie für die Zuführung des neuen Unterbaumaterials aufweist.
     


    Claims

    1. A method for renewing the rail substructure of a rail track, the rail substructure consisting of a layer of gravel (3) and a layer of substructure (4) located below the layer of gravel (3), with use being made of two separate work units (1, 2) that can be operated independently of each other and used individually, wherein, in a continuous sequence of operations, the first work unit (1) is used to remove and recondition the old layer of gravel (3) and to install reconditioned and/or new gravel and the second work unit (2) is used to remove the old layer of substructure (4) and to install a reconditioned and/or new layer of substructure (4), and wherein the work units (1, 2) comprise material conveying wagons (7, 8, 16),
    characterised in that the two work units (1, 2) can be moved independently of each other and coupled to each other, wherein

    - for the purpose of renewing the layer of gravel (3), the first work unit (1) comprises not only an assembly (6) for removing, reconditioning and installing the gravel of the layer of gravel (3) but, additionally, also first material conveying wagons (7) for intermediately bunkering the reusable portion of the gravel and second material conveying wagons (8) for intermediately bunkering the non-reusable portion of the gravel, wherein the second material conveying wagons (8) are arranged directly adjacent to the second work unit (2), and

    - for the purpose of renewing the layer of substructure (4), the second work unit (2) comprises an assembly (11) ahead of the end thereof for removing the old layer of substructure (4) and installing the new layer of substructure (4) and, behind this assembly (11) ahead of the end thereof, a buffer wagon (17) and third material conveying wagons (16),

    wherein, in the initial state of a working cycle, the third material conveying wagons (16) are filled with new substructure material,
    wherein

    - in a continuous forward motion, the assembly (6) of the first work unit (1) is used to remove and immediately subsequently clean the layer of gravel (3) and to intermediately bunker a fraction of recycled, reusable gravel in the first material conveying wagon (7) and the non-reusable waste gravel in the second material conveying wagon (8),

    - the second work unit (2) including the assembly (11) ahead of the end thereof is used to remove the old layer of substructure (4) and immediately install the new material which is stored in the third material conveying wagons (16), wherein the removed old substructure material is supplied to fourth material conveying wagons which, at the beginning of the working cycle, are represented by the buffer wagon (17) and subsequently by emptied third material conveying wagons (16),

    - the second material conveying wagons (8) are decoupled from the first work unit (1) and coupled to the second work unit (2) as soon as the second material conveying wagons (8) are filled with the old gravel and the third material conveying wagons (16) are filled with the old substructure material and the new unit thus formed is moved to a storage place (19) opposite to the working direction, where the materials from the material conveying wagons (8, 16) are intermediately stored separately from each other and the third material conveying wagons (16) are filled with new substructure material, and

    - the first work unit (1) applies the recycled gravel onto the new layer of substructure (4) in the meantime.


     
    2. The method according to claim 1,
    wherein the second work unit (2) approaches the first work unit (1) again, with the result that the working cycle described above can be restarted.
     
    3. The method according to claim 1 or 2,
    wherein a transfer wagon (9) and a gravel levelling unit (10) are assigned to the assembly (6).
     
    4. The method according to at least one of Claims 1 to 3,
    wherein the assembly (11) comprises a removal assembly (12) for the old substructure material (4), an installation assembly (13) for a non-woven fabric as well as an installation assembly (14) for the new layer of substructure (4), and conveyor belts (15) for transporting the old substructure material off and for feeding the new substructure material.
     


    Revendications

    1. Procédé de rénovation de l'infrastructure de voie d'une voie ferrée composée d'une couche de ballast (3) ainsi que d'une couche d'infrastructure (4) se trouvant en-dessous de la couche de ballast (3) en employant deux unités de travail (1, 2) séparées et pouvant être entraînées indépendamment l'une de l'autre ainsi qu'utilisables individuellement, dans lequel l'ancienne couche de ballast (3) est démantelée, préparée et du ballast préparé et/ou nouveau est intégré par la première unité de travail (1), et l'ancienne couche d'infrastructure (4) est démantelée et une couche d'infrastructure (4) préparée et/ou nouvelle est intégrée par la seconde unité de travail (2) dans une séquence de travail continue, et dans lequel les unités de travail (1, 2) présentent des chariots de transport de matériau (7, 8, 16), caractérisé en ce que les deux unités de travail (1, 2) sont mobiles indépendamment l'une de l'autre et peuvent être couplées l'une à l'autre, dans lequel

    - la première unité de travail (1), outre un dispositif (6) pour le démantèlement, la préparation ainsi que l'intégration du ballast de la couche de ballast (3) présente également pour rénover la couche de ballast (3), des premiers chariots de transport de matériau (7) pour le stockage intermédiaire de la part réutilisable du ballast, et des deuxièmes chariots de transport (8) pour le stockage intermédiaire de la part non réutilisable du ballast, dans lequel les seconds chariots de transport (8) sont disposés dans le voisinage direct de la seconde unité de travail (2) et

    - la seconde unité de travail (2) pour la rénovation de la couche d'infrastructure (4) présente un dispositif (11) devant la tête pour le démantèlement de l'ancienne couche d'infrastructure (4) et l'intégration de la nouvelle couche d'infrastructure (4) et présente derrière ce dispositif-devant-tête (11), un chariot tampon (17) et des troisièmes chariots de transport de matériau (16),

    dans lequel dans l'état de départ d'un cycle de travail, les troisièmes chariots de transport de matériau (16) sont remplis d'un nouveau matériau d'infrastructure,

    - dans lequel la couche de ballast (3) est démantelée au moyen du dispositif (6) de la première unité de travail (1) dans un mouvement avant continu et nettoyée immédiatement après, et une fraction de ballast recyclé réutilisable est stockée de façon intermédiaire dans les premiers chariots de transport de matériau (7) et les déchets de ballast non réutilisables sont stockés de façon intermédiaire dans les deuxièmes chariots de transport de matériau (8),

    - la seconde unité de travail (2) avec le dispositif-devant-tête (11) démantèle l'ancienne couche d'infrastructure (4) et intègre immédiatement le nouveau matériau qui est stocké dans les troisièmes chariots de transport de matériau (16), dans lequel l'ancien matériau d'infrastructure démantelé est acheminé vers des quatrièmes chariots de transport de matériau, qui sont représentés au début du cycle de travail par les chariots tampon (17) et ultérieurement par des troisièmes chariots de transport de matériau (16) vides,

    - les seconds chariots de transport de matériau (8) sont découplés par la première unité de travail (1) et couplés à la seconde unité de travail (2), dès que les seconds chariots de transport de matériau (8) sont remplis de l'ancien ballast et que les troisièmes chariots de transport de matériau (16) sont remplis de l'ancien matériau d'infrastructure, et la nouvelle unité ainsi formée est déplacée dans le sens contraire du travail vers un emplacement de stockage (19) où les matériaux sont stockés séparément de façon intermédiaire hors des chariots de transport de matériau (8, 16) et les troisièmes chariots de transport de matériau (16) sont remplis de nouveau matériau d'infrastructure, et

    - dans l'intervalle, la première unité de travail (1) pose le ballast recyclé sur la nouvelle couche d'infrastructure (4).


     
    2. Procédé selon la revendication 1,
    dans lequel la seconde unité de travail (2) s'approche de nouveau de la première unité de travail (1), de façon à ce que le cycle de travail décrit puisse recommencer de nouveau.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
    dans lequel un chariot de transfert (9) ainsi qu'une unité d'aplanissement de ballast (10) sont attribués au dispositif (6).
     
    4. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 3,
    dans lequel le dispositif (11) présente un dispositif de démantèlement (12) pour l'ancienne couche d'infrastructure (4), un dispositif d'intégration (13) pour un tissu non-tissé ainsi qu'un dispositif d'intégration (14) pour la nouvelle couche d'infrastructure (4) et des bandes transporteuses (15) pour évacuer l'ancien matériau d'infrastructure ainsi que pour acheminer le nouveau matériau d'infrastructure.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente