| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 299 227 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
19.09.2018 Patentblatt 2018/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.08.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Röhrenwärmetauscher
Tubular heat exchanger
Echangeur thermique tubulaire
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
08.09.2009 DE 102009040558
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
23.03.2011 Patentblatt 2011/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Krones AG |
|
93073 Neutraubling (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Feilner, Roland
93055 Regensburg (DE)
- Zacharias, Jörg
93096 Köfering (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Grünecker Patent- und Rechtsanwälte
PartG mbB |
|
Leopoldstraße 4 80802 München 80802 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CN-A- 101 101 185 US-A- 5 992 512
|
CN-Y- 2 630 783 US-A1- 2004 244 958
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Röhrenwärmetauscher der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 angegebenen Art sowie ein Innen- und/oder Mantelrohr eines solchen Röhrenwärmetauschers.
[0002] Aus
DE 102 56 232 B4 ist ein Röhrenwärmetauscher, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, zum UHT-Behandeln
von Milch und Milchprodukten zur Entkeimung bekannt. Das Mantelrohr ist ein glattes
Rohr. Die Innenrohre sind Kreuzdrallrohre, in denen sich die mehrgängigen zueinander
gegensinnigen Drallungen unter Anstellwinkeln zwischen 25° und 35° längs zur Rohrachse
kreuzen, das heißt mit Drallwinkeln zwischen 65° und 55°. Dieser Winkelbereich ist
speziell auf Milch und Milchprodukte abgestimmt, die sehr stark zur Ansatzbildung
an der kontaktierten Oberfläche neigen. Deshalb sind die Drallungen zusätzlich elektrochemisch
poliert. Die Kombination der beiden Maßnahmen resultiert in einer optimalen Hemmung
der Ansatzbildung von Milch und Milchprodukten und somit in langer Standzeit des Röhrenwärmetauschers
bis zu einem erforderlichen Reinigungszyklus. Es werden Drallwinkel auch von 45° erwähnt,
die hinsichtlich der Wärmeübertragung als optimal anzusehen sind, die jedoch bei Milch
und Milchprodukten zu einer unzulässig starken Ansatzbildung führen. Anstellwinkel
zwischen 25° und 35° und die zusätzliche Oberflächenbehandlung sind demzufolge für
Milch und Milchprodukte hinsichtlich der Hemmung der produktspezifischen Ansatzbildung
ein Optimum, bedingen jedoch wie auch die gängigen Drallwinkel von 45° zur Rohrachse
ein ungünstiges Verhältnis zwischen der erzielten Steigerung des Wärmeübergangs und
einer exzessiven Steigerung des Druckverlustes in der Strömung.
[0003] Aus
DE 600 19 635 T2 ist ein Röhrenwärmetauscher zur Behandlung von Säften mit Fasern und/oder Teilchen
bekannt, bei dem einfach gedrallte Innen- und/oder Außenrohre verwendet werden. Im
Innenrohr ist der Drallwinkel mit etwa 45° dargestellt, während der Drallwinkel im
Mantelrohr mit etwa 75°, jeweils bezogen auf die Rohrachse, gezeigt ist. Bei diesem
Röhrenwärmetauscher ist es nachteilig, dass zugunsten gesteigerter Wärmeübertragung
sehr starker Druckverlust bei gleichbleibender Anströmfläche in Kauf zu nehmen ist
und die Grenzschicht der Strömung an den mit dem gleichen Drallwinkel zur Rohrachse
verlaufenden Drallungen zu starker Rotation angeregt wird. Dies bedingt sehr hohen,
gegebenenfalls für das Produkt nachteiligen, Förderdruck für die Behandlung des Produkts
im Röhrenwärmetauscher.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Röhrenwärmetauscher der eingangs
genannten Art sowie eine Verwendung eines solchen Röhrenwärmetauschers anzugeben,
die bei der Bearbeitung von Säften oder saftartigen Lebensmittelprodukten mit mittlerer
bis hoher Viskosität trotz nur moderaten Förderdrucks optimal kurze Verweilzeiten
und kleine Wärmetauscherflächen ermöglichen.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und des Patentanspruchs
9 gelöst.
[0007] Dank der Verwendung zumindest eines Kreuzdrallrohres in dem Röhrenwärmetauscher für
das Innenrohr wird wegen der sich kreuzenden Drallungen eine erhebliche Steigerung
der Wärmeübertragung erzielt. Jedoch wird die erzielbare Steigerung der Wärmeübertragung
mit der mit der Kreuzdrallung einhergehenden Steigerung des Druckverlustes bei der
Durchströmung durch Beschränken des Anstellwinkels auf 72° bis 67° zur Rohrachse und
dem sich daraus ergebenden Drallwinkel von 18° bis 23°, also auf einen relativ spitzen
Drallwinkel, in ein optimales Verhältnis gebracht, das trotz nur moderaten Förderdrucks
in einer verkleinerten Wärmetauscherfläche resultiert. In anderen Worten benötigt
der Röhrenwärmetauscher aufgrund der Verwendung von solchen Kreuzdrallrohren eine
relativ kleine Wärmetauscherfläche und damit eine kurze Förderstrecke. Die Neigung
zur Produktansatzbildung ist bei Säften und saftähnlichen Lebensmittelprodukten von
sekundärer Bedeutung, da es bei der Verwendung von Kreuzdrallrohren mit den angegebenen
flachen Drallwinkeln primär darauf ankommt, dass Pulpe, Fasern oder Teilchen als Bestandteile
der Säfte oder saftartigen Lebensmittelprodukte eben wegen der flachen Drallwinkel
nicht zum Verhängen und Sammeln tendieren, sondern zügig weitergespült werden. Ferner
wird so eine Reinigung bis zu einem hygienisch einwandfreien Zustand möglich.
[0008] Der Röhrenwärmetauscher ist besonders gut geeignet zur thermischen Behandlung von
Säften oder saftartigen Lebensmittelprodukten mit Viskositäten > etwa 5 mPas, wobei
im Produkt Pulpe, Fasern oder Teilchen enthalten sein können.
[0009] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform weist jede Drallung im Achsschnitt des Rohres
eine muldenartige Vertiefung mit beiderseitigen, im Querschnitt annähernd keilförmigen
Rippen auf, zwischen denen in der Vertiefung eine Dralltiefe zwischen etwa 0,8 mm
bis 1,2 mm vorliegt. Das Zusammenspiel zwischen den relativ flachen Drallwinkeln und
der moderaten Dralltiefe resultiert selbst bei moderatem Förderdruck in einem für
Säfte und saftartige Lebensmittelprodukte mittlerer bis hoher Viskositäten optimalen
Verhältnis zwischen der Steigerung des Wärmeübergangs und der entstehenden Steigerung
des Druckverlustes. Die Vertiefungen und die Rippen sind an der vom Produkt kontaktierbaren
Oberfläche angeordnet.
[0010] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist die in Richtung der Rohrachse gesehene
Breite in der Vertiefung ein Vielfaches der Dralltiefe. Sie sollte zwischen etwa 5,0
und 20,0 mm liegen. Die Vertiefungen sind relativ weite Mulden, an deren begrenzenden
Rippen Bestandteile des Produkts zügig weitergespült werden, und die auch eine hygienisch
einwandfreie Reinigung, z.B. für einen Produktwechsel, ermöglichen. Um den Effekt
der Kreuzdrallung optimal nutzen zu können, bedecken beide mehrgängigen Drallungen
die Rohroberfläche vollflächig.
[0011] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform bildet das Mantelrohr mit mehreren Kreuzdrall-Innenrohren
einen Modul des Röhrenwärmetauschers. Dieser Modul kann sich über 3,0, 6,0 m oder
mehr erstrecken und wird, zweckmäßig, zur Behandlung des Produktes im Röhrenwärmetauscher
mit mehreren Modulen in Reihe kombiniert. Im Strömungskanal zwischen dem Mantelrohr
und den Innenrohren wird beispielsweise ein Wärmeträgermedium verwendet.
[0012] Bei einer weiteren Ausführungsform weist das jeweilige Kreuzdrall-Innenrohr die Vertiefungen
der Drallungen auf der Außenseite oder der Innenseite auf, beispielsweise abhängig
davon, entlang welcher Rohroberfläche das Produkt strömt.
[0013] Zur Behandlung des jeweiligen Produktes bieten sich zwei unterschiedliche Verfahren
an, entweder ein rekuperatives Verfahren, bei welchem Produkt gegen Produkt getrennt
durch das jeweilige Kreuzdrallrohr, z.B. im Gegenstrom, verarbeitet wird, oder ein
Verfahren mit einem Wärmeträgermedium gegen das Produkt getrennt durch das jeweilige
Kreuzdrallrohr, wobei dann, vorzugsweise, die Vertiefungen der beiden Drallungen des
Kreuzdrallrohres dem Produkt zugewandt sind.
[0014] Die verwendeten Kreuzdrallrohre sind zweckmäßig Edelstahlrohre, bei denen die beiden
Drallungen an den inneren und äußeren Rohroberflächen in den Strömungen wirksam sind.
[0015] Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Röhrenwärmetauscher zur thermischen Behandlung von Säften oder saftartigen Lebensmittelprodukten
am Beispiel eines Moduls mit einem Kreuzdrallrohr als Mantelrohr,
- Fig. 2
- eine andere Ausführungsform eines Moduls mit zumindest einem Innenrohr als Kreuzdrallrohr
in einem beispielsweise glatten Mantelrohr,
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform eines Moduls, in welchem das Mantelrohr und jedes Innenrohr
als Kreuzdrallrohr ausgebildet sind,
- Fig. 4
- einen Detailschnitt der Rohrwandung eines Kreuzdrallrohres mit zum Rohrinneren weisenden
Vertiefungen der beiden Drallungen, und
- Fig. 5
- einen Querschnitt der Rohrwandung eines Kreuzdrallrohres mit an der Rohraußenseite
liegenden Vertiefungen der beiden Drallungen.
[0016] Ein in Fig. 1 gezeigter Modul M eines Röhrenwärmetauschers W zur thermischen Behandlung
von Säften oder saftartigen Lebensmittelprodukten mit mittleren bis hohen Viskositäten,
beispielsweise einer Viskosität von mehr als etwa 5 mPas, besteht aus einem Mantelrohr
1 und zumindest einem im Inneren des Mantelrohres
1 im Abstand von der Innenwand des Mantelrohres 1 untergebrachten, in etwa koaxialen
Innenrohr 2. Der Modul M ist in dem Röhrenwärmetauscher W beispielsweise mit nicht
gezeigten weiteren, gleichartigen oder ähnlichen Modulen kombiniert, um eine Behandlungsstrecke
einer bestimmten Förderlänge zu bilden. Das Produkt wird entweder nach einem rekuperativen
Verfahren behandelt, d.h. Produkt gegen Produkt getrennt durch z.B. das Innenrohr
2, oder nach einem Verfahren, bei dem ein Wärmeträgermedium (Dampf oder Wasser) verwendet
wird, wobei das Wärmeträgermedium gegen das Produkt getrennt ist durch beispielsweise
das jeweilige Innenrohr 2. Das jeweilige Verfahren wird, vorzugsweise, im Gegenstrom
oder im Gleichstrom betrieben.
[0017] Das Mantelrohr 1 in Fig. 1 ist als Kreuzdrallrohr mit einander im Wesentlichen symmetrisch
zur Rohrachse X kreuzenden, mehrgängigen Drallungen D1, D2 ausgebildet, wobei der
Drallwinkel α zur Rohrachse X zwischen 18° bis 23°und der Anstellwinkel β 67° und
72° zur Rohrachse betragen. Das Kreuzdrallrohr ist beispielsweise ähnlich dem in Fig.
4 gezeigten mit zum Rohrinneren weisenden Vertiefungen 3 ausgebildet. In Fig. 1 ist
das jeweilige Innenrohr 2 ebenfalls ein Kreuzdrallrohr mit im Wesentlichen einander
symmetrisch zur Rohrachse X kreuzenden mehrgängigen Drallungen und Drallwinkeln α
zwischen 18° und 23°.
[0018] In der Ausführungsform in Fig. 2 des Moduls M ist das Mantelrohr 1 ein glattes Rohr.
Hingegen ist jedes im Mantelrohr 1 enthaltene Innenrohr 2 ein Kreuzdrallrohr mit einander
im Wesentlichen symmetrisch zur Rohrachse X kreuzenden, mehrgängigen Drallungen D1,
D2 und Drallwinkeln a1 zwischen 18° und 23° zur Rohrachse X. Die Drallungen D1, D2
sind mehrgängig, damit trotz des relativ steilen Anstellwinkels (Drallwinkel a1 zwischen
18° und 23°) die gesamte Rohroberfläche dem Produkt vor allem den Wärmeübergang intensivierende
Makrostrukturen anbietet, und zwischen der Steigerung des Wärmeübergangs und dem durch
die Drallungen bedingten Druckverlust ein Optimum erzielt wird.
[0019] In der Ausführungsform in Fig. 3 des Moduls M werden für das Mantelrohr 1 und jedes
Innenrohr 2 Kreuzdrallrohre mit einander im Wesentlichen symmetrisch zur Rohrachse
X kreuzenden, mehrgängigen Drallungen D1, D2 verwendet, wobei auch hier die Drallwinkel
α, α1 zwischen 18° und 23° zur Rohrachse X betragen.
[0020] Fig. 4 verdeutlicht die durch die sich kreuzenden Drallungen D1, D2 des jeweiligen
Kreuzdrallrohres als das Innenrohr 2 gebildeten Makrostrukturen, die an der Innenseite
und der Außenseite des Rohres vorliegen. In Fig. 4 liegen der Rohrachse X zugewandt
in Achsrichtung aufeinanderfolgend muldenartige Vertiefungen 3 vor, die jeweils von
im Wesentlichen keilförmigen Rippen 5 begrenzt sind und eine Dralltiefe T zwischen
0,8 mm und 1,2 mm haben. Die Breite B jeder Vertiefung 3 beträgt ein Vielfaches der
Dralltiefe T, vorzugsweise zwischen 5,0 mm und 20,0 mm. An der Rohraußenseite ist
entsprechend der Vertiefung 3 eine gerundete Kuppe 4 vorgesehen, die in axialer Richtung
durch annähernd V-förmige Nuten 6 begrenzt wird. Bei einer nicht gezeigten Alternative
könnten die Rippen 5 und die Nuten 6 gerundet sein, beispielsweise im Hinblick auf
eine gute Reinigbarkeit des Rohres. Die Rippen 5 bzw. die Nuten 6 verlaufen wie auch
die Vertiefungen 3 und die Kuppen 4 unter dem Drallwinkel α, α1 schraubengangartig
und periodisch einander kreuzend über die gesamte innere bzw. äußere Rohroberfläche.
[0021] In der Ausführungsform in Fig. 5 ist ein Kreuzdrallrohr als Mantel- oder Innenrohr
1, 2 angedeutet, bei dem die Vertiefungen 3 an der Rohraußenseite (d.h. der Rohrachse
X abgewandt) vorliegen. Hierbei weisen die gerundeten Kuppen 4 und die Nuten 6 zur
Rohrachse X. Die Dralltiefe T beträgt zwischen 0,8 mm und 1,2 mm. Die Drallwinkel
α, α1 liegen zwischen 18° und 23° zur Rohrachse X. Das in Fig. 5 gezeigte Kreuzdrallrohr
wird zweckmäßig als Innenrohr 2 verwendet, falls beispielsweise das Produkt zwischen
dem Mantelrohr 1 und der Außenseite des Innenrohres 2 strömt. Wird mit einem Wärmeträgermedium
gearbeitet, das im Strömungskanal zwischen dem Mantelrohr 1 und jedem Innenrohr 2
strömt, ist zweckmäßig das Kreuzdrallrohr als Innenrohr 2 analog zu Fig. 4 ausgebildet.
[0022] Aus der Verwendung der Kreuzdrallrohre mit einem Anstellwinkel β, β1 von 67° bis
72° und einer Dralltiefe T zwischen 0,8 mm und 1,2 mm bei einer Drallbreite B zwischen
etwa 5,0 mm und 20,0 mm resultiert für mittel- oder höherviskose Säfte oder saftartige
Lebensmittelprodukte, die Pulpe, Fasern oder Teilchen enthalten können, ein optimales
Verhältnis zwischen der durch die Kreuzdralltechnik erzielbaren Steigerung der Wärmeübertragung
oder dem Wärmeübertragungskoeffizienten und der in Kauf zu nehmenden Steigerung des
Druckverlustes bei der Durchströmung, derart, dass das jeweils angewandte Verfahren
(rekuperativ oder mit Wärmeträgermedium) bei nur moderatem Förderdruck eine relativ
kleine Wärmetauscherfläche bei dann kurzen Verweilzeiten im Röhrenwärmetauscher erfordert
bzw. der Röhrenwärmetauscher W mit einer relativ kurzen Förderstrecke auskommt.
1. Röhrenwärmetauscher (W) zur Behandlung von Säften und saftähnlichen Lebensmittelprodukten
mit mittlerer bis hoher Viskosität, mit wenigstens einem zumindest ein Innenrohr (2)
enthaltenden Mantelrohr (1), wobei zumindest das Innenrohr (2) als Kreuzdrallrohr
mit unter einem Drallwinkel (α, α1) zur Rohrachse (X) schraubengangartig verlaufenden,
sich zumindest im Wesentlichen symmetrisch zur Rohrachse (X) kreuzenden mehrgängigen
Drallungen (D1, D2) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass als das Innenrohr (2) ein Kreuzdrallrohr mit einem Drallwinkel von 18 bis 23° vorgesehen
ist.
2. Röhrenwärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Drallung (D1, D2) im Querschnitt eine muldenartige Vertiefung (3) mit beiderseitigen,
im Querschnitt annähernd keilkörmigen Rippen (5) aufweist, zwischen denen in der Vertiefung
(3) eine Dralltiefe (T) zwischen etwa 0,8 mm bis 1,2 mm vorliegt, und dass die Vertiefungen
und die Rippen an der vom Lebensmittelprodukt kontaktierbaren Oberfläche des Innenrohres
(2) angeordnet sind.
3. Röhrenwärmetauscher nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Richtung der Rohrachse (X) gesehene Breite (B) der Vertiefung (3) zwischen
etwa 5,0 und 20,0 mm beträgt.
4. Röhrenwärmetauscher nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mantelrohr (1) mehrere Kreuzdrall-Innenrohre (2) enthält und einen Modul (M)
des Röhrenwärmetauschers (W) bildet.
5. Röhrenwärmetauscher nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Kreuzdrall-Innenrohr (2) die Vertiefungen der Drallungen (D1, D2) auf
der Außenseite oder der Innenseite aufweist.
6. Röhrenwärmetauscher nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Röhrenwärmetauscher (W) Säfte und saftähnliche Lebensmittelprodukte mit Viskositäten
von mehr als etwa 5 mPas verarbeitbar sind.
7. Verwendung eines Röhrenwärmetauschers nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Saft oder das saftähnliche Lebensmittelprodukt nach einem rekuperativen Verfahren,
bei welchem Produkt gegen Produkt getrennt durch das jeweilige Kreuzdrallrohr verarbeitet
wird.
8. Verwendung eines Röhrenwärmetauschers nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Saft oder das saftähnliche Lebensmittelprodukt nach einem Verfahren mit einem
Wärmeträgermedium gegen das Produkt getrennt durch das jeweilige Kreuzdrallrohr verarbeitet
wird, vorzugsweise mit dem Produkt zugewandten Vertiefungen (3) im Kreuzdrallrohr.
9. Verwendung eines Röhrenwärmetauschers nach Anspruch 1 zur thermischen Behandlung von
Säften oder saftähnlichen Lebensmittelprodukten mit mittleren bis hohen Viskositäten
von mehr als etwa 5 mPas.
10. Verwendung eines Röhrenwärmetauschers gemäß Anspruch 9, wonach die Säfte oder saftähnlichen
Lebensmittelprodukte Pulpe, Fasern oder Teilchen enthalten.
1. Tubular heat exchanger (W) for the treatment of juices and juice-type foodstuff products
with medium to high viscosity, with at least one jacket tube (1) containing at least
one inner tube (2), wherein at least the inner tube (2) is formed as a crosswise twisted
tube with thread-like multi-start spirals (D1, D2) running at an angle of twist (α,
α1) to the tube axis (X), and mutually at least essentially symmetrically to the tube
axis (X) crossing multi start spirals (D1, D2) characterised in that as the inner tube (2) a crosswise twisted tube is provided with an angle of twist
from 18° to 23°.
2. Tubular heat exchanger according to Claim 1, characterised in that each spiral (D1, D2) has in cross-section a cavity-type indentation (3) with in cross-section
approximately wedge-shaped ribs (5) on both sides between which, in the indentation
(3), a spiral depth (T) between about 0.8 mm to 1.2 mm is present, and that the indentations
and the ribs are arranged on the surface of the inner tube (2) coming in contact with
the product.
3. Tubular heat exchanger according to at least one of the previous claims, characterised in that the width (B) of the indentation (3) viewed in the direction of the tube axis (X)
amounts to between about 5.0 and 20.0 mm.
4. Tubular heat exchanger according to at least one of the previous claims, characterised in that the jacket tube (1) contains a plurality of crosswise twisted inner tubes (2) forming
in the jacket tube (1) a module (M) of the tubular heat exchanger (W).
5. Tubular heat exchanger according to at least one of the previous claims, characterised in that the respective crosswise twisted inner tube (2) has the indentations of the spirals
(D1, D2) on the outer side or the inner side.
6. Tubular heat exchanger according to at least one of the previous claims, characterised in that juices and juice-type products with viscosities of more than about 5 mPas can be
processed in the tubular heat exchanger (W).
7. Use of a tubular heat exchanger according to at least one of the previous claims,
characterised in that the juice or juice-type product is processed according to a recuperative method with
product separated against product by the respective crosswise twisted tube.
8. Use of a tubular heat exchanger according to at least one of the previous claims,
characterised in that the juice or juice-type product is processed according to a method with a heat transfer
medium separated against the product by the respective crosswise twisted tube, preferably
with the indentations (3) facing the product.
9. Use of a tubular heat exchanger (W) according to claim 1 for the thermal treatment
of juices or juice-type foodstuff products with medium to high viscosities of more
than about 5 mPas.
10. Use of a tubular heat exchange according to claim 9, wherein the juices or juice-type
foodstuff products contain pulp, fibres or particles.
1. Echangeur de chaleur tubulaire (W) pour le traitement de jus ou de produits alimentaires
similaires à des jus avec une viscosité moyenne à élevée, comprenant
au moins un tube d'enveloppe (1) renfermant au moins un tube intérieur (2), au moins
le tube intérieur (2) étant réalisé en tant que tube à hélices croisées avec des hélices
(D1, D2) à filets multiples, qui s'étendent sous un angle d'hélice (α, α1) par rapport
à l'axe de tube (X) à la manière d'un filetage de vis, et se croisent au moins sensiblement
de façon symétrique par rapport à l'axe de tube (X),
caractérisé en ce qu'il est prévu en guise de tube intérieur (2), un tube à hélices croisées avec un angle
d'hélice de 18 à 23°.
2. Echangeur de chaleur tubulaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque hélice (D1, D2) présente, en section transversale, un creux (3) en forme d'auge
flanqué des deux côtés, de nervures (5) approximativement en forme de coin en section
transversale, entre lesquelles le creux (3) présente une profondeur d'hélice (T) entre
0,8 mm et 1,2 mm, et en ce que les creux et les nervures sont agencés sur la surface du tube intérieur (2), qui
peut être en contact avec le produit alimentaire.
3. Echangeur de chaleur tubulaire selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la largeur (B) du creux (3), vue dans la direction de l'axe de tube (X), a une valeur
comprise environ entre 5,0 et 20,0 mm.
4. Echangeur de chaleur tubulaire selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tube d'enveloppe (1) renferme plusieurs tubes intérieurs à hélices croisées (2)
et forme un module (M) de l'échangeur de chaleur tubulaire (W).
5. Echangeur de chaleur tubulaire selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tube intérieur à hélices croisées (2) présente les creux des hélices (D1, D2)
sur le côté extérieur ou sur le côté intérieur.
6. Echangeur de chaleur tubulaire selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que dans l'échangeur de chaleur tubulaire (W), il est possible de traiter des jus ou
des produits alimentaires similaires à des jus avec une viscosité de plus d'environ
5 mPas.
7. Utilisation d'un échangeur de chaleur tubulaire selon l'une au moins des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le jus ou le produit alimentaire similaire à un jus est traité selon un procédé récupératif,
produit contre produit, séparément à travers le tube à hélices croisées respectif.
8. Utilisation d'un échangeur de chaleur tubulaire selon l'une au moins des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le jus ou le produit alimentaire similaire à un jus est traité selon un procédé avec
un fluide caloporteur contre le produit séparément à travers le tube à hélices croisées
respectif, de préférence avec des creux (3) dans le tube à hélices croisées, dirigés
vers le produit.
9. Utilisation d'un échangeur de chaleur selon la revendication 1 pour le traitement
thermique de jus ou de produits alimentaires similaires à des jus avec des viscosités
moyennes à élevées de plus d'environ 5 mPas.
10. Utilisation d'un échangeur de chaleur, selon la revendication 9, mettant en oeuvre
des jus ou des produits alimentaires similaires à des jus renfermant de la pulpe,
des fibres ou des particules.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente