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(11) |
EP 2 300 668 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.08.2012 Patentblatt 2012/31 |
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Anmeldetag: 14.04.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2009/000510 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/140935 (26.11.2009 Gazette 2009/48) |
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ZWEISCHALIGES BAUTEIL ZUR ERRICHTUNG BEGRÜNBARER AUS MEHREREN LAGEN GEBILDETER STEILBÖSCHUNGEN
TWO-SHELL COMPONENT FOR SETTING UP PLANTABLE, STEEP EMBANKMENTS FORMED FROM SEVERAL
LAYERS
PIÈCE DE CONSTRUCTION DOUBLE-PAROI PERMETTANT L'ÉRECTION DE MURS-TALUS VÉGÉTALISABLES
FAITS DE PLUSIEURS COUCHES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
20.05.2008 DE 102008024459
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.03.2011 Patentblatt 2011/13 |
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Patentinhaber: Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH + Co KG |
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97486 Königsberg/Bayern (DE) |
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Erfinder: |
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- GÖBEL, Claus
01259 Dresden (DE)
- LIEBERENZ, Klaus
01259 Dresden (DE)
- ADAMS, Dietmar
01328 Dresden (DE)
- GROSSMANN, Steffen
01468 Moritzburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kaufmann, Sigfrid |
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Kaufmann
Patent- und Rechtsanwälte
Loschwitzer Straße 42 01309 Dresden 01309 Dresden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 923 339 US-A- 5 370 480
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US-A- 5 030 035
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft die Bauweise der kunststoffbewehrten Erde. Ihre Anwendung
bietet sich besonders dann an, wenn Stützbauwerke und Steilböschungen, basierend auf
einem hohen Vorfertigungsgrad der Systemkomponenten, zügig und präzise und zugleich
umweltschonend und naturintegriert errichtet werden sollen.
[0002] Geokunststoffbewehrte Stützbauwerke und Steilböschungen stellen Verbundkörper dar,
die aus den Elementen Füllboden, Bewehrungen und Außenhaut gebildet werden. Als Füllboden
wird ein scherfester, gut abgestufter und verdichtbarer Kiessand verwendet. Die Bewehrungen,
die vom Füllboden umschlossen sind, bestehen aus hochzugfesten Geokunststoffen, wobei
vor allem Geogitter, Gewebe und Verbundstoffe verwendet werden. Den Abschluss des
Bauwerks an der Luftseite bildet die sogenannte Außenhaut. Der Verbundkörper aus Füllboden
und Bewehrungen ist das eigentliche Tragsystem, das die Standsicherheit des Stützbauwerks
gewährleistet. Die Außenhaut ist als Schutzsystem aufzufassen, das die Aufgabe hat,
das Tragsystem vor den äußeren Einwirkungen zu schützen und so die langzeitliche Stabilität
des Gesamtbauwerks zu sichern.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist als neuere Lösung gemäß
DE 10 2004 014 539 A1 ein System zur Errichtung von begrünbaren Stützbauwerken und Steilböschungen, bestehend
aus tragenden, statische und/oder dynamische Lasten aufnehmenden und abtragenden Polsterwänden,
die aus Bewehrungen aus hochfesten Geokunststoffen und einem verdichteten Füllboden,
den die Bewehrungen umschließen, bekannt. Dabei wird eine davon konstruktiv getrennte,
räumlich strukturierte, mit unverdichteten, begrünungsfähigen Böden oder Baustoffen
gefüllte Außenhaut verwendet, die bei der Errichtung des Systems als temporäres Widerlager
für die Geokunststoffbewehrungen dient, während der Verdichtung der einzelnen Füllbodenschichten
den entstehenden Erddruck aufnimmt und dauerhaft den Schutz der Polsterwände bewirkt.
Die Außenhaut besteht aus einer Vielzahl von Segmenten, die sich jeweils aus austauschbaren
Frontelementen, einseitig in vertikaler Richtung konkav gekrümmten Rückwandelementen,
an denen sich die runden Wülste der aus dem Geokunststoff und dem verdichteten Füllboden
gebildeten Polsterwände anlehnen, zusammensetzen. Pro Frontelement sind mindestens
zwei zueinander parallel beabstandete Abstandselemente, an denen die Front- und Rückwandelemente
befestigt sind, eingesetzt, die ihrerseits in mittels Erdnägeln im darunter angeordneten
Polster fixierten Profilen, vorzugsweise ausgeführt als U-Schienen, geführt werden.
Dabei entstehen kastenförmige Hohlräume, in die die begrünbaren Böden oder Baustoffe
eingebracht sind.
[0004] Alle vorgefertigten Elemente der Außenhaut sind durch ein Stecksystem verbunden,
wobei durch die Verwendung von Passstücken zwischen den Frontelementen und den Abstandelementen
die Einstellung unterschiedlicher Neigungen und Krümmungen der Außenhaut möglich ist.
[0005] Die Segmente der Außenhaut entsprechen in ihren vertikalen Abmessungen der Dicke
der einzubauenden und zu verdichtenden Schichten des Füllbodens. Die Außenhaut ist
infolgedessen schichtförmig aufgebaut. Vorzugsweise sind die Segmente der Außenhaut
40 cm hoch. Die Schichten der Außenhaut sind im Regelfall treppenförmig zueinander
versetzt.
[0006] Das Frontelement ist als biegesteife räumliche Gitterstruktur ausgeführt, welche
eine verfestigte Begrünungsstruktur enthalten kann. Es ist vorgesehen, dass das Frontelement,
aber auch die Abstandshalter aus Kunststoff, der einen Anteil nachwachsender Rohstoffe
impliziert, besteht.
[0007] Die Abstandselemente sind an der Seite, wo die Rückwandelemente angelegt und befestigt
sind, wie diese konkav gewölbt; an der Seite, wo die Frontelemente angelegt und befestigt
werden, weisen die Abstandselemente einen Neigungswinkel zwischen 55 und 70° auf.
Die Rückwandelemente bestehen bevorzugt aus verrottbarem Material oder aus Naturfasern.
[0008] Die spezielle Formgebung der Rückwand der Außenhaut verringert - durch die Verbesserung
des Kraftflusses in den Geokunststoffbewehrungen - das Maß vertikaler und horizontaler
Formänderungen des Tragsystems wesentlich. Neben der Erfüllung der Anforderungen an
die Langlebigkeit eines solchen Bauwerkes - also Frost- und UV-Beständigkeit sowie
Beständigkeit gegenüber schädigenden äußeren Einflüssen -, sind die Bedingungen für
die Begrünung deutlich verbessert. Dazu trägt auch bei, dass durch die strikte Trennung
von Füll- und Kulturboden letzterer locker eingebracht werden kann. Schließlich ermöglichen
die Segmente der Außenhaut deren variable Gestaltung hinsichtlich Neigung, Höhe und
Linienführung, wobei die Möglichkeit besteht, diese bei Beschädigung ohne Beeinträchtigung
der Standsicherheit des Tragsystems auszuwechseln.
[0009] Nachteil der vorstehend beschriebenen Lösung ist, dass die konkav geformte Rückwand
des Systems einen erheblichen Fertigungsaufwand, namentlich aufwendige Werkzeuge,
erfordert und dadurch vergleichsweise kostenintensiv ist. Hinzu kommt, dass dieses
System zur Errichtung von begrünbaren Stützbauwerken und Steilböschungen für viele
Anwendungsfälle in dieser Komplexität nicht notwendig ist, sodass konstruktive und
fertigungstechnische Vereinfachungen wünschenswert sind, namentlich der hohe Verbrauch
an Geokunststoffen auch bei Steilböschungen geringer Höhe und Neigung bedarf einer
neuen Lösung.
[0010] Weiterer Stand der Technik ist ausführlich in
DE 10 2004 014 539 A1 dargestellt sowie in der
US 492 333 9 A die ein zwischaliges Banteil entsprechend dem Oberbegriff des Anspruch 1 zeigt. Aufgabe
der Erfindung ist es, mit einer modifizierten, fertigungstechnisch nachhaltig vereinfachten
Geometrie der Rückwand weitere Anwendungsbereiche zu erschließen. Es sollen also sowohl
der Fertigungsaufwand des Systems verringert als auch dessen Anwendbarkeit erweitert
werden, sodass ein komplexes und wirtschaftliches Konstruktionssystem entsteht, mit
dem das gesamte Marktspektrum für begrünbare Steilböschungen bei sparsamsten Einsatz
von Geokunststoffen abgedeckt werden kann.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst; vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 8 dargestellt. Die erweiterten
Verwendungsmöglichkeiten des Erfindungsgegenstandes sind im Patentanspruch 9 und den
darauf rückbezogenen Ansprüchen 10 bis 12 angegeben.
[0012] Die Erfindung stellt ein zweischaliges Bauteil zur Errichtung begrünbarer aus mehreren
Lagen gebildeter Steilböschungen vor, das aus einem Frontelement mit biegesteifer
räumlicher Gitterstruktur, einem Abstandselement und einem Rückwandelement besteht.
Dabei ist wesentlich, dass der Querschnitt des dauerhaft biegesteifen Rückwandelementes
in vertikaler Richtung einem Polygonzug oder einer Geraden folgt. Das druckstabile
Abstandselement ist an zumindest einer Seite durch Einkerbungen ausgeformt und weist
Halterungen für kraftschlüssige Verbindungen mit Geokunststoffen auf. Am Abstandselement
ist an mindestens zwei Stellen zumindest ein Verbindungsmittel angebracht, mit denen
die Elemente des Bauteils form- und kraftschlüssig verbindbar sind.
[0013] Das Front-, Abstands- und Rückwandelement besteht aus Kunststoff. Die Einkerbungen
am druckstabilen Abstandselement sind im eingebauten Zustand des Systems an der oberen
Seite angebracht und stufenförmig ausgeformt, wodurch verschiedene Neigungen der zu
errichtenden Steilböschungen ermöglicht werden; daraus folgend sind horizontale unterschiedlich
breite Bermen ausgestaltbar.
[0014] Die Halterung für die kraftschlüssige Verbindung mit den Geokunststoffen ist im unteren
Bereich der Abstandselemente angebracht, wobei es besonders vorteilhaft ist, sie auf
einer lastverteilenden Schiene zu befestigen. Die Verbindungsmittel, mit denen die
Elemente des Bauteils form- und kraftschlüssig verbindbar sind, sind am Abstandselement
oben und unten angebracht. Es ist vorgesehen, die Verbindungselemente lösbar, vorzugsweise
clipartig, auszugestalten.
[0015] Das oben beschriebene zweischalige Bauteil kann als eigenständiges Tragsystem, das
dauerhaft die durch den Erddruck aus der Hinterfüllung entstehenden horizontalen Einwirkungen
aufnimmt, verwendet werden.
[0016] Es ist vorgesehen, dass durch das Aufeinanderstapeln des zweischaligen Bauteils die
begrünbare Steilböschung gebildet wird. Bei jeder Verwendung wird das zweischalige
Bauteil kraftschlüssig mit horizontal und vollflächig oder horizontal und streifenförmig
verlegten Geokunststoffen verbunden.
[0017] Es ist nach Maßgabe der Erfindung auch möglich, dass das Bauteil nur in einigen Lagen
einer mehrlagigen Teilböschung mit Geokunststoffen verbunden ist.
[0018] Der wesentlichste Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das räumliche Außenhautelement,
ausgeführt als zweischaliges Bauteil, in Abhängigkeit von der gewählten Verwendung
differenziert mit Geokunststoffen kombiniert werden kann. Es können also begrünbare
Steilböschungen aller Art mit oder ohne Geokunststoffe errichtet werden, wobei in
Abhängigkeit von den praktischen Anwendungsparametern, beispielsweise Böschungshöhe,
Böschungsneigung, statische und dynamische Einwirkungen, und den unterschiedlichen
Anwendungsbereichen im Bauwesen die verschiedensten Systemvarianten von begrünbaren
aus mehreren Lagen gebildeten Steilböschungen realisiert werden können.
[0019] So kann mit der Erfindung die Verkleidung und Begrünung einer Steilböschung aus aufeinander
abgesetzten Außenhautelementen ohne statisch wirksame Bewehrung aus Geogittern, ebenso
wie die Errichtung verschiedenartiger Stützbauwerke vorgenommen werden.
[0020] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße zweischalige Bauteil zur Errichtung begrünbarer
aus mehreren Lagen gebildeter Steilböschungen sowie dessen Verwendung mittels Fig.
1 bis 5 näher dargestellt.
[0021] Fig. 1 zeigt die Elemente des zweischaligen Bauteils und deren Ausgestaltung sowie
deren bestimmungsgemäße Zusammenfügung.
[0022] Das zweischalige Bauteil besteht aus dem Frontelement 1, dem Abstandselement 2 und
dem Rückwandelement 3. Das Abstandselement 2 weist in beschriebener Weise die Einkerbungen
4 sowie die Verbindungsmittel 6 auf. Der Querschnitt des Rückwandelements ist erfindungsgemäß
in vertikaler Richtung als Gerade ausgebildet.
[0023] In Fig. 2 sind neben dem Frontelement 1, zwei Abstandselemente 2 und das Rückwandelement
3 dargestellt, wobei der Querschnitt des dauerhaft biegesteifen Rückwandelementes
3 in vertikaler Richtung als Polygonzug dargestellt ist. Zudem ist die Befestigung
der Halterung 5 ersichtlich.
[0024] Der Fig. 3 kann im Querschnitt der Aufbau einer Steilböschung, die durch das Aufeinanderstapeln
9 von vier zweischaligen Bauelementen, die horizontal je nach Länge der Böschung aneinandergefügt
sind, entnommen werden. Es ist ersichtlich, dass infolge der Einkerbungen 4 in unterschiedlicher
Tiefe die Bermen 8.1 bzw. 8.2 ausgebildet werden können.
[0025] In Fig. 4 und 5 ist gezeigt, dass das zweischalige Bauteil mit Geokunststoffen 7
entweder in jeder Lage 10 oder nur in ausgewählten Lagen 11 verbunden ist. Dabei können
die horizontal ausgelegten Geokunststoffe 7 vollflächig oder auch nur streifenförmig
eingesetzt sein.
Liste der verwendeten Bezugszeichen
[0026]
- 1
- Frontelement
- 2
- Abstandselement
- 3
- Rückwandelement
- 4
- Einkerbungen
- 5
- Halterungen
- 6
- Verbindungsmittel
- 7
- Geokunststoffe
- 8.1
- kleine Berme
- 8.2
- große Berme
- 9
- Aufeinanderstapeln
- 10
- Geokunststoffe, in jeder Lage des Stützbauwerkes
- 11
- Geokunststoffe, nur in einigen Lagen des Stützbauwerkes
1. Zweischaliges Bauteil zur Errichtung begrünbarer aus mehreren Lagen gebildeter Steilböschungen,
bestehend aus einem Frontelement (1) mit biegesteifer räumlicher Gitterstruktur, einem
Abstandselement (2) und einem Rückwandelement (3), wobei der Querschnitt des dauerhaft
biegesteifen Rückwandelementes (3) in vertikaler Richtung einem Polygonzug oder einer
Geraden folgt, das druckstabile Abstandselement (2) an zumindest einer Seite durch
Einkerbungen (4) ausgeformt ist und Halterungen (5) für kraftschlüssige Verbindungen
mit Geokunststoffen (7) aufweist sowie am Abstandselement (2) an mindestens zwei Stellen
zumindest ein Verbindungsmittel (6) angebracht ist, mit denen die Elemente (1, 2,
3) des Bauteils form- und kraftschlüssig verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (5) für kraftschlüssige Verbindungen mit den Geokunststoffen (7)
im unteren Bereich des Abstandselementes (2) mit einem lastverteilenden, biegesteifen
Element, dessen Länge ein Vielfaches seines Querschnittes beträgt, kraftschlüssig
verbunden sind.
2. Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Front- (1), Abstands- (2) und Rückwandelement (3) aus Kunststoff bestehen.
3. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkerbungen (4) am druckstabilen Abstandselement (2) im eingebauten Zustand
an der oberen Seite angebracht und stufenförmig ausgeformt sind, wodurch verschiedene
Neigungen der Steilböschungen ermöglicht werden und daraus folgend horizontale, unterschiedlich
breite Bermen (8.1;8.2) entstehen.
4. Bauteil einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (6), mit denen die Elemente des Bauteils form- und kraftschlüssig
verbindbar sind, oben und unten am Abstandselement (2) angebracht sind.
5. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (6) lösbar ausgestaltet sind.
6. Bauteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (6) clipartig ausgestaltet sind.
7. Verwendung des Bauteils nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es kraftschlüssig mit horizontal und vollflächig oder horizontal und streifenförmig
verlegten (10) Geokunststoffen (7) verbunden ist.
8. Verwendung des Bauteils nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es in einigen Lagen (11) einer mehrlagigen Steilböschung mit Geokunststoffen (7)
verbunden ist.
9. Verwendung des Bauteils nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es als Vorsatzschale für eine Polsterwand dient.
1. A two-shell structural element for the erection of steep embankments formed from several
layers and suitable for greening, comprising a front element (1) with flexurally rigid
three-dimensional lattice structure, a spacing element (2) and a rear wall element
(3), wherein the cross-section of the permanently flexurally rigid rear wall element
(3) follows a polygon curve or straight line in the vertical direction, the pressure-resistant
spacing element (2) is shaped with notches (4) on at least one side and possesses
mounts (5) for frictional joints with geosynthetics (7) and at least one connecting
piece (6) is arranged at each of at least two points on the spacing element (2) to
permit positive and frictional joining of the elements (1, 2, 3) of the structure,
characterized in that the mounts (5) for frictional joints with the geosynthetics (7) are joined by way
of a frictional joint in the lower area of the spacing element (2) with a load-distributing,
flexurally rigid element whose length is a multiple of its cross-section.
2. A structural element according to Claim 1, characterized in that the front (1), spacing (2) and rear wall elements (3) are made of synthetic material.
3. A structural element according to one of Claims 1 and 2, characterized in that the notches (4) on the pressure-resistant spacing element (2) are arranged on its
upper side when incorporated into the system and there display a stepped form, through
which different angles of inclination of the steep embankment are possible and correspondingly
horizontal berms of different widths (8.1; 8.2) are achieved.
4. A structural element according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the connecting pieces (6) with which to achieve the positive and frictional joining
of the elements of the structure are arranged at the top and bottom of the spacing
element (2).
5. A structural element according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the connecting pieces (6) are designed to be detachable.
6. A structural element according to Claim 5, characterized in that the connecting pieces (6) are designed in the style of clips.
7. Use of the structural element according to one of Claims 1 to 6, characterized in that it is joined by way of a frictional joint with geosynthetics (7) laid horizontally
and over the full area or horizontally and in the form of strips (10).
8. Use of the structural element according to one of Claims 1 to 6, characterized in that it is joined with geosynthetics (7) in individual layers (11) of a multi-layer steep
embankment.
9. Use of the structural element according to one of Claims 1 to 6, characterized in that it serves as a facing shell for a padding wall.
1. Composant de construction à double coque destiné à construire des escarpements raides
végétalisables, formés de plusieurs couches, composé d'un élément frontal (1) comportant
une structure en forme de réseau spatial, rigide en flexion, un élément d'écartement
(2) et un élément de paroi postérieure (3), la coupe transversale de l'élément de
paroi postérieure (3), durablement rigide en flexion, suivant dans la direction verticale
un tracé polygonal ou une droite, l'élément d'écartement (2) résistant à la compression
étant formé sur au moins un côté avec des encoches (4) et présentant des supports
(5) pour réaliser des assemblages avec liaison par adhérence avec des géotextiles
(7), au moins un organe de liaison (6) étant appliqué sur l'élément d'écartement (2)
à au moins deux endroits, organe(s) de liaison grâce auxquels les éléments (1, 2,
3) du composant de construction peuvent être assemblés avec une liaison par complémentarité
de forme et par adhérence, caractérisé par le fait que les supports (5) destinés à réaliser des assemblages avec liaison par adhérence avec
les géotextiles (7) sont reliés par une liaison par adhérence, dans la partie basse
de l'élément d'écartement (2), avec un élément rigide en flexion destiné à répartir
la charge, dont la longueur est un multiple de sa section transversale.
2. Composant de construction selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'élément frontal (1), l'élément d'écartement (2) et l'élément de paroi postérieure
(3) sont fabriqués en matière plastique.
3. Composant de construction selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé par le fait que les encoches (4) portées par l'élément d'écartement (2) résistant à la compression
sont implantées dans l'état monté sur le côté supérieur et sont disposées en échelons,
ce qui permet différentes inclinaisons des escarpements raides et ce qui donne donc
en conséquence des banquettes horizontales (8.1, 8.2) de largeurs différentes.
4. Composant de construction selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que les organes de liaison (6) grâce auxquels les éléments du composant de construction
sont reliés avec une liaison par complémentarité de forme et par adhérence sont disposés
en haut et en bas de l'élément d'écartement (2).
5. Composant de construction selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que les organes de liaison (6) sont conçus pour être démontables.
6. Composant de construction selon la revendication 5, caractérisé par le fait que les organes de liaison (6) sont conçus en forme de mécanismes enclipsables.
7. Utilisation du composant de construction selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait qu'il est relié avec une liaison par adhérence à des géotextiles (7) qui sont posés horizontalement
et sur toute la surface ou horizontalement et en bandes.
8. Utilisation du composant de construction selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait qu'il est relié aux géotextiles (7) au niveau de certaines couches (11) d'un escarpement
raide fait de plusieurs couches.
9. Utilisation du composant de construction selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait qu'il sert de paroi de parement pour une cloison rembourrée.
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