[0001] Die Erfindung betrifft eine Parkanlage für Kraftfahrzeuge mit einer Palettenwechseleinrichtung,
in der übereinander zwei Führungen für Paletten angeordnet sind, in denen diese horizontal
verschiebbar sind, mit einer Hubeinrichtung, die eine Palette aus der unteren Führung
in die obere Führung anheben und umgekehrt aus der oberen Führung in die untere Führung
absenken kann, wobei die Palettenwechseleinrichtung mittels eines motorischen Antriebes
zwischen einer Ein- oder Ausfahrtposition einerseits, in der eine Palette in der oberen
Führung jeweils mit der Ein- oder Ausfahrt der Parkanlage ausgerichtet ist, und zwischen
einer Palettenübergabestation andererseits bewegbar ist, in der beide Führungen der
Palettenwechseleinrichtung mit übereinander angeordneten Führungen eines Regalförderers
oder eines Parkregales ausgerichtet sind, und mit einer Steuerung zur Koordinierung
der Bewegung der Palettenwechseleinrichtung zwischen der Ein- oder Ausfahrtposition
und der Palettenübergabestation und der Aktivierung der Hubeinrichtung.
[0002] Eine Parkanlage dieser Art ist bekannt aus der
DE 20 2007 002 069 U1. In dieser Parkanlage werden Kraftfahrzeuge auf Paletten mittels eines Regalförderers
in einzelne Abstellfächer eines Regales geschoben, dabei sind in jedem Abstellfach
und im Regalförderer zwei übereinander liegende Führungen angeordnet, in denen Paletten
übereinander horizontal verschiebbar geführt sind. Bei der Übergabe einer Palette
aus dem Regalförderer auf einen Stellplatz oder umgekehrt wird immer die obere Palette,
auf der ein Kraftfahrzeug steht, jeweils in den ausgerichteten oberen Führungen verschoben,
gleichzeitig wird eine leere Palette in den ebenfalls ausgerichteten unteren Führungen
in der entgegengesetzten Richtung geschoben, so dass an jedem Stellplatz und im Regalförderer
immer jeweils eine Palette vorhanden ist, entweder eine mit einem Kraftfahrzeug besetzte
Palette oder eine leere Palette.
[0003] An der Einfahrt und an der Ausfahrt dieser bekannten Parkanlage ist jeweils eine
Palettenwechseleinrichtung angeordnet, an die der Regalförderer unmittelbar anschließbar
ist. An der Einfahrt wird eine mit einem Kraftfahrzeug besetzte Palette auf den Regalförderer
geschoben und eine leere Palette wird vom Regalförderer in den Palettenwechsler eingeschoben,
und zwar in dessen untere Führung. Im Palettenwechsler verschiebt nun eine Hubvorrichtung
die leere, untere Plattform von der unteren Führung in die obere Führung, so dass
nach dieser Verschiebung in der oberen Führung wieder eine leere Palette zur Verfügung
steht, auf die ein Kraftfahrzeug einfahren kann.
[0004] In der Ausfahrt erfolgt der Vorgang umgekehrt, dort wird in der Palettenwechseleinrichtung
die nach dem Verlassen des Kraftfahrzeuges leere Palette von der oberen Führung durch
die Hubvorrichtung in die untere Führung abgesenkt.
[0005] Bei der bekannten Parkanlage schließt ein Regalförderer unmittelbar an die Palettenwechseleinrichtung
an, die stationär jeweils der Einfahrt oder Ausfahrt zugeordnet ist. Dies ist jedoch
aus baulichen Gründen nicht immer möglich, beispielsweise dann, wenn die gesamte Parkanlage
unterirdisch angeordnet ist und wenn die Einfahrt und die Ausfahrt oberirdisch positioniert
werden sollen.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Parkanlage so weiterzubilden, dass
auch bei komplizierten Anlagen die Übergabe der Kraftfahrzeuge zwischen einer Einfahrt
oder Ausfahrt einerseits und der übrigen Parkanlage andererseits einfach und insbesondere
schnell erfolgen kann.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer Parkanlage der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die Steuerung die Bewegung der Palettenwechseleinrichtung und
die Hubbewegung der Paletten derart koordiniert, dass die Hubbewegung der Paletten
in der Palettenwechseleinrichtung während der Bewegung der Palettenwechseleinrichtung
zwischen der Ein- oder Ausfahrtposition und der Palettenübergabestation erfolgt.
[0009] Im Gegensatz zu der stationären Palettenwechseleinrichtung wird also die Palettenwechseleinrichtung
bewegbar ausgestattet und kann dadurch von der Einfahrtposition oder von der Ausfahrtposition
in eine Palettenübergabestation verfahren oder bewegt werden. In der Einfahrtposition
oder in der Ausfahrtposition ist jeweils eine Palette in einer oberen Führung der
Palettenwechseleinrichtung mit der Einfahrt bzw. der Ausfahrt ausgerichtet, so dass
ein Kraftfahrzeug auf diese obere Palette auffahren bzw. von dieser wegfahren kann.
Die Palettenwechseleinrichtung fährt dann in eine zweite Position, nämlich eine Palettenübergabestation,
in der die Führungen der Palettenwechseleinrichtung ausgerichtet sind mit Führungen
eines Regalförderers oder mit Führungen an den Stellplätzen eines Regales, so dass
Paletten zwischen der Palettenwechseleinrichtung und diesem Regalförderer oder dem
Parkregal ausgetauscht werden können. Während dieser Bewegung der Palettenwechseleinrichtung
zwischen der Einfahrt- oder Ausfahrtposition einerseits und der Palettenübergabestation
andererseits erfolgt nun in der Palettenwechseleinrichtung die Verschiebung der Palette
von der unteren in die obere Führung bzw. von der oberen Führung in die untere Führung,
so dass für diese Verschiebung keine zusätzliche Zeit benötigt wird. Die gleichzeitige
Aktivierung der Antriebe für die Bewegung der Palettenwechseleinrichtung selbst und
für die Aktivierung der Hubeinrichtung andererseits stellt sicher, dass die Palettenwechseleinrichtung
beim Erreichen der Einfahrt bzw. beim Erreichen der Palettenübergabestation die Palette
in der Führung bereitstellt, in der sie an der Einfahrt, an der Ausfahrt oder an der
Palettenübergabestation jeweils für die Übergabe der Paletten und für das Befahren
und Entladen der Paletten benötigt werden. Ein zusätzlicher Zeitaufwand für den Wechsel
der Paletten in der Palettenwechseleinrichtung wird dadurch vermieden, da dieser Wechsel
während der Bewegung der Palettenwechseleinrichtung erfolgt. Dabei ist günstig, wenn
das Anheben oder Absenken der Palette in der Palettenwechseleinrichtung während der
Verschiebung der Palettenwechseleinrichtung vollständig abgeschlossen werden kann.
Grundsätzlich wäre es aber auch möglich, nur einen Teil der Absenk- oder Anhebebewegung
der Paletten in der Palettenwechseleinrichtung während der Bewegung der Palettenwechseleinrichtung
zwischen Ein- und Ausfahrtposition und Palettenübergabestation vorzunehmen und diesen
Wechsel der Palette zwischen den übereinander liegenden Führungen teilweise auch während
des Stillstandes der Palettenwechseleinrichtung durchzuführen. Wesentlich ist vor
allen Dingen, dass die Zeit der Verschiebung der Palettenwechseleinrichtung zwischen
Palettenübergabestation und Ein- oder Ausfahrtposition für den Wechsel der Paletten
zwischen den beiden Führungen genutzt wird.
[0010] Günstig ist es, wenn die Steuerung die Bewegung der Palettenwechseleinrichtung zwischen
der Ein- oder Ausfahrtposition und der Palettenübergabestation und die Aktivierung
der Hubeinrichtung derart koordiniert, dass die Paletten der Palettenwechseleinrichtung
während der Bewegung der Palettenwechseleinrichtung von der Palettenübergabestation
zur Einfahrtposition von der unteren in die obere Führung angehoben bzw. während der
Bewegung der Palettenwechseleinrichtung von der Ausfahrtposition zu der Palettenübergabestation
in die untere Führung abgesenkt werden. Bei einer derartigen Ausgestaltung werden
immer leere Paletten in der Palettenwechseleinrichtung zwischen der oberen und der
unteren Führung ausgetauscht.
[0011] Grundsätzlich könnte die Palettenwechseleinrichtung zwischen der Ein- oder Ausfahrtposition
einerseits und der Palettenübergabeposition andererseits horizontal verfahrbar oder
auch in anderer Weise bewegbar sein, besonders vorteilhaft ist es, wenn die Palettenwechseleinrichtung
dabei in senkrechter Richtung auf- oder ab bewegbar ist, wenn also mit anderen Worten
die Palettenwechseleinrichtung auf einem Aufzug platziert ist.
[0012] Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im
Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Seitenansicht einer Parkanlage mit stationären Stellplätzen, einem
diese Stellplätze anfahrenden Regalförderer und mit einem Aufzug mit Palettenwechseleinrichtung,
die wechselweise an eine Ein- oder Ausfahrt und an den Regalförderer anschließbar
ist;
- Figur 2:
- eine schematische Seitenansicht der Palettenwechseleinrichtung mit zwei übereinander
liegenden Führungen und einer Parkpalette in der oberen Führung;
- Figur 3:
- eine Ansicht ähnlich Figur 2 beim Absenken der Palette von der oberen Führung in die
untere Führung;
- Figur 4:
- eine schematische Darstellung der Ausfahrt der Parkanlage mit der Palettenwechseleinrichtung
in einer oberen Endstellung;
- Figur 5:
- eine Ansicht ähnlich Figur 4 mit einer gegenüber der Ausfahrt abgesenkten Stellung
der Palettenwechseleinrichtung;
- Figur 6:
- eine Ansicht ähnlich Figur 4 mit einer bis in eine Palettenübergabestation abgesenkten
Stellung der Palettenwechseleinrichtung;
- Figur 7:
- eine Ansicht ähnlich Figur 6 mit einer abgesenkten Palettenwechseleinrichtung, die
einer Einfahrt zugeordnet ist;
- Figur 8:
- eine Ansicht ähnlich Figur 7 mit einer gegenüber der Palettenübergabestation angehobenen
Stellung der Palettenwechseleinrichtung und
- Figur 9:
- eine Ansicht ähnlich Figur 8 mit der Palettenwechseleinrichtung in der oberen, mit
der Einfahrt ausgerichteten Stellung.
[0013] Die Erfindung wird nachstehend am Beispiel einer Parkanlage 1 erörtert, die unterhalb
einer Zufahrtsebene 2 in einem Innenraum 3 eines Gebäudes 4 angeordnet ist. In der
Zufahrtsebene 2 ist eine Einfahrt 5 und an einer anderen Stelle eine Ausfahrt 6 angeordnet,
in diesem Bereich ist im Bereich der Zufahrtsebene 2 eine in den Innenraum 3 führende
Durchbrechung 7 vorgesehen, die vorzugsweise durch ein eigenes Gebäude 8 überfangen
wird, dieses Gebäude 8 kann eine Einfahrtstation oder eine Ausfahrtstation sein und
eine seitliche Toröffnung 9 aufweisen, durch die ein Kraftfahrzeug 28 in das Gebäude
8 ein- oder aus dem Gebäude 8 ausfahren kann.
[0014] Im Innenraum 3 sind eine Vielzahl von stationären Stellplätzen 10 regalartig übereinander
angeordnet, zwischen diesen Stellplätzen ist ein Zwischenraum 11 freigelassen, in
dem ein Regalförderer 12 verfahrbar ist.
[0015] Jeder Stellplatz 10 weist zwei übereinander liegende, horizontale Führungen 13, 14
auf, in die Paletten 15 eingeschoben werden können, auf denen Kraftfahrzeuge aufgenommen
werden können.
[0016] Dasselbe gilt für den Regalförderer 12, dieser kann in dem Zwischenraum sowohl in
senkrechter als auch in horizontaler Richtung so bewegt werden, dass er jeweils mit
seinen zwei übereinander liegenden Führungen 13, 14 mit entsprechenden Führungen 13,
14 eines Stellplatzes ausgerichtet ist, so dass sowohl in den oberen Führungen als
auch in den unteren Führungen der Austausch einer Palette 15 möglich ist.
[0017] In der Zeichnung sind die stationären Stellplätze allein durch die schematisch dargestellten
oberen und unteren Führungen 13 bzw. 14 dargestellt, der Regalförderer 12 allein durch
seine obere Führung 13 und seine untere Führung 14. Diese Führungen 13, 14 des Regalförderers
12 sind tatsächlich an einem Aufzug angeordnet, der somit ein Heben und Senken der
Führungen 13, 14 des Regalförderers 12 ermöglicht, außerdem kann der Aufzug auch in
horizontaler Richtung im Zwischenraum 11 verfahren werden, so dass er auch vor der
Zeichenebene der Figur 1 und hinter der Zeichenebene der Figur 1 angeordnete Stellplätze
10 erreichen kann.
[0018] Die Stellplätze 10 nehmen im Wesentlichen den gesamten Raum zu beiden Seiten des
Zwischenraumes 11 ein, jedoch ist im Bereich unterhalb einer Einfahrt 5 und unterhalb
einer Ausfahrt 6 ein Raum freigehalten, in dem kein stationärer Stellplatz 10 angeordnet
ist. In diesem Raum ist stattdessen eine Palettenwechseleinrichtung 16 angeordnet,
die Teil eines Aufzuges ist, durch den die Palettenwechseleinrichtung 16 aus einer
oberen Stellung, in der sie im Wesentlichen mit der Zufahrtsebene 2 ausgerichtet ist,
absenkbar ist in eine Palettenübergabestation 29, in der sie im Wesentlichen mit den
Führungen 13, 14 des Regalförderers 12 ausgerichtet ist, wenn sich dieser Regalförderer
12 seinerseits in einer oberen Stellung befindet.
[0019] Die Hubbewegung der Palettenwechseleinrichtung 16 erfolgt durch einen motorischen
Antrieb 17, der über eine Steuerleitung 18 mit einer Steuerung 19 verbunden ist und
von dieser aktiviert wird. Der Antrieb 17 ist in Figur 1 nur schematisch als Teil
der Palettenwechseleinrichtung 16 angedeutet, tatsächlich kann natürlich der Antrieb
auch extern an den Gebäuden 4 oder 8 angeordnet sein und nicht an dem Aufzug selbst,
der die Palettenwechseleinrichtung 16 trägt.
[0020] In der Palettenwechseleinrichtung 16 sind übereinander zwei Führungen 20, 21 für
eine Parkpalette 15 angeordnet, und zwar werden diese Führungen gebildet durch ein
Paar von parallelen unteren Laufschienen 22 und einem Paar von darüber angeordneten
oberen Laufschienen 23. Die unteren Laufschienen 22 sind an der Palettenwechseleinrichtung
16 ortsfest angeordnet, während die oberen Laufschienen 23 an einem Träger 24 gehalten
sind, der jeweils um einen unteren Schwenkpunkt nach außen verschwenkbar gelagert
ist, so dass die oberen Laufschienen 23 seitlich ausgeschwenkt werden können, wie
dies in Figur 3 dargestellt ist. Weiterhin ist in der Palettenwechseleinrichtung 16
eine Hubeinrichtung 25 angeordnet, die an der Unterseite einer Palette 15 angreift,
die in einer der Laufschienen 22 oder 23 verfahrbar gelagert ist. Diese Hubeinrichtung
25 kann die Palette 15 anheben und absenken, beispielsweise kann es sich dabei um
eine hydraulische Hubeinrichtung handeln, die mit mehreren Druckzylindern an verschiedenen
Stellen einer Palette 15 angreift, um diese gleichmäßig und parallel zu sich selbst
anzuheben und abzusenken. Es ist dadurch möglich, die Paletten aus der unteren Laufschiene
22 nach oben anzuheben, wenn die Träger 24 mit den oberen Laufschienen 23 seitlich
ausgeschwenkt sind, da auf diese Weise der Raum oberhalb der unteren Laufschienen
22 freigegeben wird. Die Palette 15 kann dabei so weit angehoben werden, dass die
Träger 24 mit den oberen Laufschienen 23 unterhalb der Palette wieder eingeschwenkt
werden können, so dass bei einem nachfolgenden Absenken der Palette diese in den oberen
Laufschienen 23 aufgenommen und dort verschieblich gelagert wird. Auf diese Weise
ist es möglich, die Lage der Palette 15 zwischen den oberen Laufschienen 23 und den
unteren Laufschienen 22 zu wechseln. In Figur 2 ist eine Palette in den oberen Laufschienen
23 dargestellt, dabei sind die Träger 24 eingeschwenkt. In Figur 3 sind die Träger
24 ausgeschwenkt, und die Palette 15 wird von der Hubeinrichtung 25 in die unteren
Laufschienen 22 abgesenkt. Selbstverständlich ist dieser Vorgang umkehrbar.
[0021] Dieser Austausch der Paletten 15 zwischen den übereinander liegenden Laufschienen
22, 23 kann mit Hilfe eines motorischen Antriebes 26 erfolgen, der einerseits die
Träger 24 und andererseits die Hubeinrichtung 25 aktiviert, dieser Antrieb 26 ist
in Figur 1 nur schematisch dargestellt. Auch er ist über eine Steuerleitung 27 mit
der Steuerung 19 verbunden, so dass diese Steuerung sowohl die Hubbewegung der Palettenwechseleinrichtung
16 insgesamt als auch den Wechsel der Paletten 15 zwischen den beiden Laufschienen
22 und 23 steuert.
[0022] Im Betrieb dieser Parkanlage 1 werden Kraftfahrzeuge 28 auf Parkpaletten 15 abgestellt,
und diese Parkpaletten werden dann über die Palettenwechseleinrichtung 16 und den
Regalförderer 12 an die einzelnen Stellplätze 10 übergeben bzw. in umgekehrter Richtung
von den Stellplätzen wieder abgeholt. In allen Fällen erfolgt eine Ausrichtung zwischen
der Palettenwechseleinrichtung 16 und dem Regalförderer 12 oder zwischen dem Regalförderer
12 und einem Stellplatz 10 in der Weise, dass die oberen Führungen jeweils mit den
oberen Führungen ausgerichtet sind und die unteren Führungen jeweils mit den unteren
Führungen. Bei einer Ausrichtung werden immer Paletten sowohl in der oberen als auch
in der unteren Führung gleichzeitig verschoben, und zwar in entgegengesetzter Richtung,
so dass in jedem Stellplatz 10, im Regalförderer 12 und in der Palettenwechseleinrichtung
16 immer jeweils eine Palette 15 verbleibt. Mit einem Kraftfahrzeug belegte Paletten
befinden sich dabei immer in den oberen Führungen.
[0023] Damit dieses System des Palettenwechsels durchgehend funktioniert, müssen die Paletten
15 in der Palettenwechseleinrichtung 16 jeweils zwischen den beiden Führungen 20,
21 gewechselt werden.
[0024] Dies wird am Beispiel der Figuren 4 bis 6 für eine Palettenwechseleinrichtung 16
beschrieben, die einer Ausfahrt 6 zugeordnet ist.
[0025] In Figur 4 ist die Palettenwechseleinrichtung 16 in ihrer angehobenen Stellung dargestellt,
die Palette 15 befindet sich in der oberen Führung 21 und ist damit mit der Zufahrtsebene
2 ausgerichtet, so dass ein auf der Palette 15 angeordnetes Kraftfahrzeug 28 die Ausfahrt
verlassen kann.
[0026] Wenn ein auf einem Stellplatz abgestelltes Kraftfahrzeug zu der Ausfahrt transportiert
werden soll, wird die Steuerung 19 vom Benutzer entsprechend aktiviert, und diese
fährt nun die Palettenwechseleinrichtung 16 aus der in Figur 4 dargestellten oberen
Position nach unten in die abgesenkte Position, in der die Palettenwechseleinrichtung
16 in einer Palettenübergabestation 29 steht (Figur 6). Bei der Absenkbewegung der
Palettenwechseleinrichtung 16 wird gleichzeitig durch die Steuerung 19 der Antrieb
26 der Hubeinrichtung 25 und des Trägers 24 aktiviert, so dass die Palette von der
oberen Führung 21 in die untere Führung 20 abgesenkt wird. Dies ist in Figur 5 im
Zwischenbereich zwischen der oberen Position und der unteren Position der Palettenwechseleinrichtung
dargestellt. Sobald die Palettenwechseleinrichtung 16 sich in der unteren Position,
also in der Palettenübergabestation 29, befindet, ist die Palette 15 in der unteren
Führung 20 angelangt, so dass nach dem Ausrichten der Palettenwechseleinrichtung 16
mit dem Regalförderer 12 eine mit einem Kraftfahrzeug 28 besetzte Palette 15 aus der
oberen Führung 14 des Regalförderers 12 in die obere Führung 21 der Palettenwechseleinrichtung
16 einfahren kann, wie dies in Figur 6 dargestellt ist. Gleichzeitig wird die freie
Palette aus der unteren Führung 20 der Palettenwechseleinrichtung 16 in die untere
Führung 13 des Regalförderers 12 verschoben, und danach wird die Palettenwechseleinrichtung
16 wieder in die angehobene Stellung der Figur 4 verfahren, in der das auf der Palette
abgestellte Kraftfahrzeug aus der Ausfahrt ausfahren kann.
[0027] Für den Wechsel der Paletten zwischen den beiden Führungen 20, 21 der Palettenwechseleinrichtung
16 wird keine zusätzliche Zeit benötigt, da dieser Wechsel während der Absenkbewegung
der Palettenwechseleinrichtung 16 in die untere Position erfolgt.
[0028] In den Figuren 7 bis 9 ist die Situation bei einer Einfahrt 5 dargestellt. Wenn sich
dort die Palettenwechseleinrichtung 16 in der abgesenkten Stellung, also in der Palettenübergabestation
29, befindet, kann ein auf einer Palette 15 in der oberen Führung 21 angeordnetes
Kraftfahrzeug mit der Palette 15 in die obere Führung 14 des Regalförderers 12 verschoben
werden, gleichzeitig wird eine freie Palette aus der unteren Führung 13 des Regalförderers
12 in die untere Führung 20 der Palettenwechseleinrichtung 16 verschoben.
[0029] Anschließend wird die Palettenwechseleinrichtung 16 durch die Steuerung 19 angehoben,
gleichzeitig erfolgt der Wechsel der freien Palette von der unteren Führung 20 in
die obere Führung 21. Wenn die Palettenwechseleinrichtung 16 die obere Position erreicht,
ist auch die freie Palette in die obere Führung 21 der Palettenwechseleinrichtung
16 transferiert worden und ist nun mit der Zufahrtsebene 2 ausgerichtet, so dass ein
Kraftfahrzeug 28 auf die Palette auffahren kann (Figur 9).
[0030] Nach Absenken der Palettenwechseleinrichtung 16 in die Palettenübergabestation 29
kann in der aus Figur 7 ersichtlichen Weise die mit dem Kraftfahrzeug besetzte Palette
aus der oberen Führung 21 der Palettenwechseleinrichtung 16 in die obere Führung 14
der Regalförderers 12 verschoben werden, so dass der Regalförderer 12 dann in an sich
bekannter Weise die mit dem Kraftfahrzeug besetzte Palette zu einem Stellplatz transportiert
und an diesen übergibt.
[0031] Auch hier erfolgt die Verschiebung der freien Palette von der unteren Führung 20
in die obere Führung 21 der Palettenwechseleinrichtung 16 während der Hubbewegung
der Palettenwechseleinrichtung 16 und benötigt daher keine zusätzliche Zeit.
[0032] Damit der Wechsel der Paletten zwischen den beiden Führungen 20 und 21 der Palettenwechseleinrichtung
16 während der Hubbewegung der Palettenwechseleinrichtung 16 erfolgen kann, muss natürlich
Sorge dafür getragen werden, dass für die während dieses Wechsels ausschwenkenden
Träger 24 genügend Platz vorhanden ist, dies ist bei den Darstellungen der Figuren
2 und 3 durch seitlich gegenüber der Palettenwechseleinrichtung 16 zurückgesetzte
Wände 30 angedeutet. In der Praxis kann es durchaus notwendig sein, entsprechende
bauliche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, damit die Träger 24 beim Ausschwenken und
bei der gleichzeitigen Hubbewegung der Palettenwechseleinrichtung 16 nicht mit anderen
Bauteilen kollidieren.
1. Parkanlage (1) für Kraftfahrzeuge mit einer Palettenwechseleinrichtung (16), in der
übereinander zwei Führungen (20, 21) für Paletten (15) angeordnet sind, in denen diese
horizontal verschiebbar sind, mit einer Hubeinrichtung (25), die eine Palette (15)
aus der unteren Führung (20) in die obere Führung (21) anheben und umgekehrt aus der
oberen Führung (21) in die untere Führung (20) absenken kann, wobei die Palettenwechseleinrichtung
(16) mittels eines motorischen Antriebes (17) zwischen einer Ein- oder Ausfahrtposition
einerseits, in der eine Palette (15) in der oberen Führung (21) jeweils mit der Ein-
oder Ausfahrt (5, 6) der Parkanlage (1) ausgerichtet ist, und zwischen einer Palettenübergabestation
(29) andererseits bewegbar ist, in der beide Führungen (20, 21) der Palettenwechseleinrichtung
(16) mit übereinander angeordneten Führungen (13, 14) eines Regalförderers (12) oder
eines Parkregales ausgerichtet sind, und mit einer Steuerung (19) zur Koordinierung
der Bewegung der Palettenwechseleinrichtung (16) zwischen der Ein- oder Ausfahrtposition
und der Palettenübergabestation (29) und der Aktivierung der Hubeinrichtung (25),
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (19) die Bewegung der Palettenwechseleinrichtung (16) und die Hubbewegung
der Paletten (15) derart koordiniert, dass die Hubbewegung der Paletten (15) in der
Palettenwechseleinrichtung (16) während der Bewegung der Palettenwechseleinrichtung
(16) zwischen der Ein- oder Ausfahrtposition und der Palettenübergabestation (29)
erfolgt.
2. Parkanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (19) die Bewegung der Palettenwechseleinrichtung (16) zwischen der
Ein- oder Ausfahrtposition und der Palettenübergabestation (29) und die Aktivierung
der Hubeinrichtung (25) derart koordiniert, dass die Paletten (15) der Palettenwechseleinrichtung
(16) während der Bewegung der Palettenwechseleinrichtung (16) von der Palettenübergabestation
(29) zur Einfahrtposition von der unteren Führung (20) in die obere Führung (21) angehoben
bzw. während der Bewegung der Palettenwechseleinrichtung (16) von der Ausfahrtposition
zu der Palettenübergabestation (29) von der oberen Führung (21) in die untere Führung
(20) abgesenkt werden.
3. Parkanlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Palettenwechseleinrichtung (16) zwischen der Ein- oder Ausfahrtposition und der
Palettenübergabestation (29) in senkrechter Richtung auf- und ab bewegbar ist.
1. Parking system (1) for motor vehicles with a pallet changing mechanism (16) in which
two guide means (20, 21) for pallets (15) are arranged one above the other, said pallets
being displaceable horizontally in said guide means, with a lifting device (25) which
can raise a pallet (15) from the lower guide means (20) into the upper guide means
(21) and conversely lower a pallet (15) from the upper guide means (21) into the lower
guide means (20), the pallet changing mechanism (16) being movable by means of a motorised
drive (17) between an entry or an exit position in which a pallet (15) in the upper
guide means (21) is each aligned with the entrance or the exit (5, 6) of the parking
system (1), on the one hand, and a pallet transfer station (29) in which both guide
means (20, 21) of the pallet changing mechanism (16) are aligned with guide means
(13, 14) arranged one above the other of a rack conveyor (12) or a parking rack, on
the other hand, and with a control unit (19) for coordinating the movement of the
pallet changing mechanism (16) between the entry or exit position and the pallet transfer
station (29) and the activation of the lifting device (25), characterized in that the control unit (19) coordinates the movement of the pallet changing mechanism (16)
and the lifting movement of the pallets (15) in such a manner that the lifting movement
of the pallets (15) in the pallet changing mechanism (16) occurs during the movement
of the pallet changing mechanism (16) between the entry or exit position and the pallet
transfer station (29).
2. Parking system in accordance with claim 1, characterized in that the control unit (19) coordinates the movement of the pallet changing mechanism (16)
between the entry or exit position and the pallet transfer station (29) and the activation
of the lifting device (25) in such a manner that the pallets (15) of the pallet changing
mechanism (16) are raised from the lower guide means (20) into the upper guide means
(21) during the movement of the pallet changing mechanism (16) from the pallet transfer
station (29) to the entry position and are lowered from the upper guide means (21)
into the lower guide means (20) during the movement of the pallet changing mechanism
(16) from the exit position to the pallet transfer station (29).
3. Parking system in accordance with either of claims 1 or 2, characterized in that the pallet changing mechanism (16) is movable upwardly and downwardly between the
entry or exit position and the pallet transfer station (29) in the vertical direction.
1. Installation de stationnement (1) pour véhicules automobiles, comprenant un dispositif
de changement de palettes (16) où sont agencés de manière superposée, deux guidages
(20, 21) pour palettes (15), dans lesquels celles-ci peuvent coulisser horizontalement,
et comprenant un dispositif de levage (25) qui est en mesure de soulever une palette
(15) du guidage inférieur (20) au guidage supérieur (21), ou inversement de l'abaisser
du guidage supérieur (21) au guidage inférieur (20), le dispositif de changement de
palettes (16) étant mobile, à l'aide d'un entraînement motorisé (17), entre une position
d'entrée ou de sortie d'une part, dans laquelle une palette (15) dans le guidage supérieur
(21) est alignée respectivement avec l'entrée ou la sortie (5, 6) de l'installation
de stationnement (1), et entre un poste de transfert de palettes (29) d'autre part,
dans lequel les deux guidages (20, 21) du dispositif de changement de palettes (16)
sont alignés avec des guidages (13, 14) superposés d'un transstockeur (12) ou d'un
rayonnage de stationnement, l'installation de stationnement comprenant en outre une
commande (19) pour coordonner le mouvement du dispositif de changement de palettes
(16) entre la position d'entrée ou de sortie et le poste de transfert de palettes
(29), et la mise en action du dispositif de levage (25), caractérisée en ce que la commande (19) coordonne le mouvement du dispositif de changement de palettes (16)
et le mouvement de levage des palettes (15) de manière telle, que le mouvement de
levage des palettes (15) dans le dispositif de changement de palettes (16) s'effectue
pendant le mouvement du dispositif de changement de palettes (16) entre la position
d'entrée ou de sortie et le poste de transfert de palettes (29).
2. Installation de stationnement selon la revendication 1, caractérisée en ce que la commande (19) coordonne le mouvement du dispositif de changement de palettes (16)
entre la position d'entrée ou de sortie et le poste de transfert de palettes (29)
et la mise en action du dispositif de levage (25) de manière telle, que les palettes
(15) du dispositif de changement de palettes (16) soient soulevées du guidage inférieur
(20) au guidage supérieur (21) pendant le mouvement du dispositif de changement de
palettes (16) du poste de transfert de palettes (29) vers la position d'entrée, et
soient respectivement abaissées du guidage supérieur (21) au guidage inférieur (20)
pendant le mouvement du dispositif de changement de palettes (16) de la position de
sortie vers le poste de transfert de palettes (29).
3. Installation de stationnement selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif de changement de palettes (16) peut être déplacé entre la position
d'entrée ou de sortie et le poste de transfert de palettes (29), dans la direction
verticale vers le haut et le bas.