[0001] Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Nockenwellenversteller für eine Nockenwelle
einer Verbrennungskraftmaschine.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Ausführungsformen von hydraulischen Nockenwellenverstellern
bekannt, die nach dem Flügelzellenprinzip aufgebaut sind. Man spricht in diesem Zusammenhang
auch von so genannten Flügelzellenverstellern.
[0003] Mittels eines Nockenwellenverstellers lässt sich eine Phasenlage einer Nockenwelle
einer Verbrennungskraftmaschine relativ zu einer die Nockenwelle antreibenden Kurbelwelle
der Verbrennungskraftmaschine verändern. Dadurch lassen sich ein Kraftstoffverbrauch
und Rohemissionen der Verbrennungskraftmaschine senken sowie eine Leistungs- und Drehmomentcharakteristik
der Verbrennungskraftmaschine verbessern.
[0004] Ein Flügelzellenversteller der gattungsgemäßen Art ist beispielsweise aus der Druckschrift
DE 10 2004 022 097 A1 bekannt. Der Flügelzellenversteller umfasst dabei einen Außenkörper, der über eine
Kurbelwelle antreibbar ist, und einen innen liegend zu dem Außenkörper angeordneten
Innenkörper, der mit einer Nockenwelle fest verbindbar ist. Durch eine gesteuerte
Zufuhr von Öl aus einem Ölkreislauf einer Verbrennungskraftmaschine zu einzelnen Hydraulik-
bzw. Arbeitskammern des Nockenwellenverstellers über in dem Innenkörper ausgebildete
Ölzulauf- und Ölablaufleitungen und durch einen mit der Ölzufuhr einhergehenden Druckaufbau
in den Ölzulauf
- und Ölablaufleitungen und den Kammern wird der Innenkörper gegenüber dem Außenkörper
verstellt und somit die Phasenlage der Nockenwelle relativ zu der Kurbelwelle verändert.
[0006] Sowohl der Außenkörper als auch der Innenkörper eines solchen Flügelzellenverstellers
können bekanntlich sintertechnisch hergestellt werden. Bei der Herstellung von Sinterteilen
werden Metallpulver zu Werkstücken bzw. Presslingen, auch Grünlinge genannt, verpresst
und die Werkstücke anschließend gesintert. Beim Sintern erhalten die Werktücke ihre
endgültige Festigkeit, indem die Metallpulver beim Durchlaufen eines Sinterofens durch
Diffusions- und Rekristallisationsvorgänge ein zusammenhängendes Kristallgefüge bilden.
[0007] Ein beim Verpressen der Metallpulver erlangtes Höhenmaß der Werkstücke kann dabei
von einem gewünschten Höhenmaß abweichen. Diese Abweichungen sind einerseits durch
Ungenauigkeiten bedingt, die einer Befüllung einer Pressform einer Pressvorrichtung
anhaften und andererseits durch Elastizitäten und / oder Reibungsverhältnisse der
Pressvorrichtung, die einer zeitlichen Änderung unterliegen.
[0008] In den sintertechnisch hergestellten Innenkörper werden schließlich die zuvor beschriebenen
Ölzulauf- und Ölablaufleitungen gebohrt, die sich von einer Mantelinnenseite zu einer
Mantelaußenseite des Innenkörpers bis zu den zugeordneten Hydraulikkammern erstrecken.
Diese Bohrungen werden schließlich auch entgratet.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die daher Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen
Nockenwellenversteller in Form eines Flügelzellenversteller bereit zu stellen, der
sintertechnisch einfacher herstellbar ist.
[0010] Diese Aufgabe wird mit einem hydraulischem Nockenwellenversteller mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Die in den Unteransprüchen angegebenen Merkmale sind Gegenstand
von bevorzugten Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lösung. In der nachfolgenden
Beschreibung werden ferner weitere vorteilhafte Merkmale angegeben, die Gegenstand
weiterer Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lösung sein können. Diese weiteren
Merkmale können dabei untereinander und / oder mit den Merkmalen der Anspruchsfassung
kombiniert werden.
[0011] Es wird ein hydraulischer Nockenwellenversteller für eine Nockenwelle einer Verbrennungskraftmaschine
vorgeschlagen, der in der Art eines Flügelzellenverstellers ausgebildet ist. Der Nockenwellenversteller
umfasst einen mittels einer Kurbelwelle der Verbrennungskraftmaschine antreibbaren
Außenkörper mit zumindest einer Hydraulikkammer, und einen vorzugsweise koaxial innen
liegend zum Außenkörper angeordneten Innenkörper, der mit der Nockenwelle fest verbindbar
ist. Unter einer festen Verbindung ist dabei eine formschlüssige und / oder kraftschlüssige
Verbindung zwischen dem Innenkörper und der Nockenwelle zu verstehen.
[0012] Der Innenkörper umfasst mindestens einen Schwenkflügel, der sich in radialer Richtung
in die Hydraulikkammer erstreckt und dabei die Hydraulikkammer in eine erste Arbeitskammer
und eine zweite Arbeitskammer unterteilt. Der Innenkörper umfasst ferner zumindest
eine Ölzulauf- und Ölablaufleitung, die sich von einer Mantelinnenseite bis zu einer
Mantelaußenseite des Innenkörpers und bis zu einer der beiden Arbeitskammern erstreckt,
wobei unter Erzeugung eines gesteuerten hydraulischen Druckes in der Ölzulauf- und
Ölablaufleitung und in einer der Arbeitskammern der Innenkörper gegenüber dem Außenkörper
zur Verstellung der Nockenwelle verschwenkbar ist.
[0013] Der Innenkörper ist ferner zumindest aus einem ersten Element und einem zweiten Element
zusammengefügt, wobei die beiden Elemente an einander zugewandten Stirnseiten jeweils
mindestens eine Geometrie aufweisen, die zusammen mit dem jeweils anderen Element
die Ölzulauf- und Ölablaufleitung des Innenteils bildet.
[0014] In der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Nockenwellenverstellers sind die beiden
zusammengefügten Elemente identisch ausgebildet und weisen jeweils mindestens einen
sich von der Mantelinnenseite bis zu der Mantelaußenseite erstreckenden Vorsprung
auf, der zur Verbindung der beiden Elemente in eine korrespondierende Ausnehmung des
jeweils anderen Elements formschlüssig eingreift und dabei mit der Ausnehmung eine
Presspassung bildet, wobei die beiden Vorsprünge zusammen mit den zugeordneten Ausnehmungen
jeweils eine Ölzulauf- und Ölablaufleitung des Innenteils bilden.
[0015] Vorteilhaft an dieser Ausgestaltung ist, dass im Zusammenhang mit der zuvor beschriebenen
sintertechnischen Herstellung solcher Innenköper lediglich ein Presswerkzeug benötigt
wird, um Werkstücke gleicher Ausgestaltung herzustellen.
[0016] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die beiden Elemente
über den Umfang eine im wesentliche radiale Erstreckung aufweisen. Es ist auch vorgesehen,
dass die beiden Elemente über den Umfang eine im wesentliche axiale Erstreckung aufweisen.
[0017] Unter einer Geometrie ist dabei eine sich von der Mantelinnenseite bis zu der Mantelaußenseite
des Innenkörpers erstreckende Ausnehmung in dem jeweiligen Element zu verstehen, die
das Element in dessen Längsrichtung nicht durchdringt.
[0018] Vorteilhaft an dem vorgeschlagenen Nockenwellenversteller ist, dass die im Zusammenhang
mit der zuvor beschriebenen sintertechnischen Herstellung solcher Innenköper stehende
spanende Weiterbearbeitung zur Herstellung der Ölzulauf- und Ölablaufleitung entfällt.
Die spanende Weiterbearbeitung kann dabei auch eine Entgratung der Ölzulaufund Ölablaufleitung
umfassen. Vielmehr entsteht diese Ölzulauf- und Ölablaufleitung durch das Zusammenfügen
der beiden Elemente, die zusammen den Innenkörper bilden. Die von den beiden Elementen
gebildete Trennfuge schließt dabei hydraulisch dicht ab.
[0019] Ferner sind durch die dünnere Ausgestaltung der beiden Elemente gegenüber einer einteiligen
Ausgestaltung des Innenkörpers, die nach dem Stand der Technik bekannt ist, im Hinblick
auf ein bei einem Verpressen von Metallpulvern zu so genannten Grünlingen erlangtes
Höhenmaß vorteilhafterweise geringere Toleranzen in Längsrichtung des Innenkörpers
erreichbar.
[0020] Vorzugsweise weist der Innenkörper mindestens zwei Schwenkflügel auf, die sich jeweils
in eine Hydraulikkammer des Außenkörpers erstrecken. In einer bevorzugten Ausgestaltung
des Nockenwellenverstellers weist der Innenkörper vier Schwenkflügel auf, die sich
jeweils in eine Hydraulikkammer des Außenkörpers erstrecken. In einer weiteren bevorzugten
Ausgestaltung des Nockenwellenverstellers weist der Innenkörper fünf Schwenkflügel
auf, die sich jeweils in eine Hydraulikkammer des Außenkörpers erstrecken.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Nockenwellenverstellers weißt zumindest eines
der beiden Elemente stirnseitig mindestens einen Vorsprung auf, der zur Verbindung
der beiden Elemente in eine korrespondierende Ausnehmung des anderen Elements formschlüssig
eingreift und dabei mit der Ausnehmung eine Presspassung bildet. Der Vorsprung kann
dabei in der Art einer Klaue oder eines Steges ausgebildet sein, wobei unter einem
Steg ein ähnlich einer Passfeder ausgebildeter Vorsprung zu verstehen ist. Vorzugsweise
weist zumindest eines der beiden Elemente stirnseitig mehrere Vorsprünge auf, die
bei dem Zusammenfügen der beiden Elemente in korrespondierende Ausnehmungen des anderen
Elements formschlüssig eingreifen, wobei unter den Vorsprüngen sowohl klauenartige
als auch stegartige Vorsprünge sein können.
[0022] Die Ölzulauf- und Ölablaufleitung erstreckt sich vorzugsweise in radialer Richtung
von der Mantelinnenseite zu der Mantelaußenseite des Innenkörpers. Die Ölzulauf- und
Ölablaufleitung weist vorzugsweise eine viereckige Querschnittsform auf, die durch
die stirnseitigen Geometrien der beiden zusammen gefügten Elemente bedingt ist. Die
stirnseitigen Geometrien können dabei auch andere Querschnittsformen bilden, etwa
eine Kreis- oder eine Dreiecksform.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Nockenwellenverstellers ist in der
anderen Arbeitskammer eine Feder zwischen dem Außenkörper und dem Schwenkflügel angeordnet
sein, die in Bezug auf die Verschwenkung des Innenkörpers rückstellend wirkt.
[0024] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung des Nockenwellenverstellers
sind zumindest eine erste Ölzulauf- und Ölablaufleitung und eine zweite Ölzulauf-
und Ölablaufleitung vorgesehen, wobei sich die erste Ölzulauf- und Ölablaufleitung
bis zu einer der beiden Arbeitskammern erstreckt, während sich die zweite Ölzulauf-
und Ölablaufleitung bis zu der anderen Arbeitskammer erstreckt.
[0025] Der Schwenkflügel kann einteilig mit dem Innenkörper ausgebildet sein. Alternativ
kann der Schwenkflügel an der Mantelaußenseite in den Innenkörper eingesetzt sein.
Dabei ist an der Mantelaußenseite an mindestens einem der beiden Elemente eine Aufnahme
für den Schwenkflügel vorgesehen. Alternativ dazu kann die Aufnahme auch zweigeteilt
ausgeführt und an beiden Elementen je eine Aufnahme für den Schwenkflügel vorgesehen
sein. Dabei ist die Aufnahme vorzugsweise an dem Vorsprung ausgebildet. Ferner ist
die Aufnahme vorzugsweise in der Art eines Schlitzes ausgebildet und zu der Längsrichtung
des Innenkörpers ausgerichtet. Der Schwenkflügel ist dabei vorzugsweise in der Aufnahme
beweglich geführt.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Nockenwellenverstellers ist zwischen
dem Schwenkflügel und dem Außenkörper ein Planetenrad angeordnet, wobei an dem Außenkörper
ein zu dem Planetenrad korrespondierendes Zahnradsegment ausgebildet ist, das mit
dem Planetenrad zusammen wirkt, und wobei an dem Schwenkflügel eine Tasche ausgebildet
ist, in die das Planetenrad eingesetzt ist. Ferner ist dabei zu beiden Seiten der
Hydraulikkammer zwischen einem Hohlzylinderkern des Innenkörpers und dem Außenkörper
ein Planetenrad angeordnet, wobei zu beiden Seiten der Hydraulikkammer an dem Hohlzylinderkern
ein zu dem zugeordneten Planetenrad korrespondierendes Zahnradsegment ausgebildet
ist, das mit dem Planetenrad zusammen wirkt, und wobei zu beiden Seiten der Hydraulikkammer
an dem Außenkörper eine Tasche ausgebildet ist, in die das zugeordnete Planetenrad
eingesetzt ist.
[0027] In diesem Zusammenhang wird zu näheren Einzelheiten auf die Druckschrift
DE 10 2004 047 817 B3 verwiesen, aus der eine solche Ausgestaltung eines hydraulischen Nockenwellenverstellers
in Form eines Flügelstellenverstellers bekannt ist
[0028] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Nockenwellenverstellers sind sowohl
der Außenkörper als auch die beiden zusammengefügten Elemente des Innenkörpers als
Sinterteile ausgebildet. Die beiden Elemente sind dabei schon als Presslinge bzw.
Grünlinge zusammenfügbar, die als Werktücke ihre endgültige Festigkeit beim Sintern
erhalten.
[0029] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
eingehend erläutert. Die aus den Zeichnungen und aus den zugehörigen Beschreibungen
hervorgehenden Merkmale beschränken sich dabei nicht auf die jeweiligen Ausführungsbeispiele.
Auch sind diese Merkmale nicht beschränkend auszulegen. Vielmehr dienen diese Merkmale
zur Veranschaulichung einer beispielhaften Umsetzung. Darüber hinaus sind die einzelnen
Merkmale im Hinblick auf mögliche weitere Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Lösung untereinander wie auch mit Merkmalen aus der obigen Beschreibung zu weiteren
Ausgestaltungen kombinierbar, die im einzelnen nicht dargestellt sind. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht einer Einheit eines Flügelzellenverstellers,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der in der Fig. 1 gezeigten Einheit,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der in der Fig. 1 gezeigten Einheit,
- Fig. 4
- eine Schnittansicht entlang der in der Fig. 3 dargestellten Schnittlinie A - A in
Richtung der Pfeile,
- Fig. 5
- eine weitere Schnittansicht entlang der in der Fig. 3 dargestellten Schnittlinie A
- A in zu der Richtung der Pfeile entgegen gesetzter Richtung,
- Fig. 6
- eine Überlagerung der beiden Schnittansichten,
- Fig. 7
- eine Explosionsdarstellung einer ersten Ausführungsform eines Innenkörpers in einer
ersten perspektivischen Ansicht,
- Fig. 8
- eine Explosionsdarstellung der ersten Ausführungsform des Innenkörpers in einer zweiten
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht der ersten Ausführungsform des Innenkörpers in einem
zusammengefügten Zustand,
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Elements der ersten Ausführungsform des
Innenkörpers,
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Elements der ersten Ausführungsform des
Innenkörpers,
- Fig. 12
- eine Explosionsdarstellung einer zweiten Ausführungsform des Innenkörpers,
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht der zweiten Ausführungsform des Innenkörpers in einem
zusammengefügten Zustand,
- Fig. 14
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Elements der zweiten Ausführungsform des
Innenkörpers,
- Fig. 15
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Elements der zweiten Ausführungsform des
Innenkörpers,
- Fig. 16
- eine perspektivische Ansicht einer nach dem Stand der Technik bekannten Ausführungsform
des Innenkörpers,
- Fig. 17
- eine weitere perspektivische Ansicht der nach dem Stand der Technik bekannten Ausführungsform
des Innenkörpers,
- Fig. 18
- eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform des Innenkörpers in einem
zusammengefügten Zustand,
- Fig. 19
- eine perspektivische Ansicht eines Elements der dritten Ausführungsform des Innenkörpers,
- Fig. 20
- eine perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform des Innenkörpers in einem
zusammengefügten Zustand,
- Fig. 21
- eine perspektivische Ansicht eines Elements der vierten Ausführungsform des Innenkörpers
und
- Fig. 22
- eine Vorderansicht einer weiteren Einheit eines Flügelzellenverstellers mit Planetenrädern.
[0030] Die Fig. 1 bis 6 zeigen eine Anordnung 2 eines vorzugsweise einteilig ausgebildeten
Außenkörpers 4 und eines mehrteilig ausgebildeten Innenkörpers 6, der vorzugsweise
koaxial innen liegend zu dem Außenkörper 4 angeordnet ist. Die Anordnung 2 bildet
dabei eine Einheit eines hydraulischen Nockenwellenverstellers in Form eines so genannten
Flügelzellenverstellers. Der Außenkörper 4 ist mittels einer Kurbelwelle einer Verbrennungskraftmaschine
antreibbar, etwa über einen Zahnradantrieb, wobei auch ein Zahnriemenantrieb oder
ein Kettenantrieb möglich ist. Der Innenkörper 6 hingegen ist mit einer Nockenwelle
der Verbrennungskraftmaschine fest verbindbar, die in die kreisrunde Ausnehmung 26
einführbar ist. Unter einer festen Verbindung ist dabei eine formschlüssige und /
oder kraftschlüssige Verbindung zu verstehen. Der Außenkörper 4 umfasst vorzugsweise
fünf Hydraulikkammern 18, die durch fünf radial nach innen vorspringende Körperabschnitte
20 des Außenkörpers 4 gebildet werden. In die einzelnen Hydraulikkammern 18 erstreckt
sich in radialer Richtung ein Schwenkflügel 8 des Innenkörpers 6. Die einzelnen Schwenkflügel
8 unterteilen dabei die einzelnen Hydraulikkammern 18 in eine erste Arbeitskammer
22 und eine zweite Arbeitskammer 24. Ein Antriebsmoment der Kurbelwelle wird mittels
des Außenkörpers 4 in den Nockenwellenversteller eingeleitet und über die Arbeitskammern
22, 24 auf den Innenkörper 6 übertragen, der mit der Nockenwelle fest verbunden ist.
[0031] Der Innenkörper 6 umfasst vorzugsweise zehn Ölzulauf- und Ölablaufleitungen 14, 16,
die sich jeweils vorzugsweise in radialer Richtung von einer Mantelinnenseite 10 zu
einer Mantelaußenseite 12 des Innenkörpers 6 bis zu einer der zehn Arbeitskammern
22, 24 erstrecken, so dass jeder der fünf Hydraulikkammern 18 zwei der zehn Ölzulauf-
und Ölablaufleitungen 14, 16 zugeordnet sind. Unter Erzeugung eines gesteuerten hydraulischen
Druckes in den Leitungen 14 oder 16 und in den zugeordneten Arbeitskammern 22, 24
wird der Innenkörper 6 gegenüber dem Außenkörper 4 zur Verstellung der Nockenwelle
in eine Richtung verschwenkt. Eine solche Verschwenkung im Uhrzeigersinn ist in der
Fig. 6 mittels Pfeilen veranschaulicht, in der die Leitungen 14 und die zugeordneten
Arbeitskammern 22 mit dem gesteuerten hydraulischen Druck beaufschlagt sind. Die Leitungen
14 fungieren in dieser Veranschaulichung als Ölzulaufleitungen, während die Leitungen
16 als Ölablaufleitungen fungieren. Die in der Fig. 6 dargestellten Pfeile veranschaulichen
ferner die Strömungsrichtung des Öls. Unter Erzeugung eines gesteuerten hydraulischen
Druckes in den jeweils benachbarten Ölzulauf- und Ölablaufleitungen 16 und in den
zugeordneten Arbeitskammern 24 wird der Innenkörper 6 gegenüber dem Außenkörper 4
zur Verstellung der Nockenwelle in die andere Richtung verschwenkt. Dabei fungieren
die Leitungen 16 als Ölzulaufleitungen und die Leitungen 14 als Ölablaufleitungen.
[0032] Die einzelnen Hydraulikkammern 18 sind entsprechend der von den Flügeln 8 beschriebenen
Kreisbewegung konkav ausgestaltet, so dass über die Schwenkflügel 8 eine Schwenkbewegung
des Innenkörpers 6 relativ zu dem Außenkörper 4 eingeleitet werden kann. Beim Antreiben
des Außenkörpers 4 durch die Kurbelwelle werden die Schwenkflügel 8, die in den einzelnen
Aufnahmen 36 beweglich geführt sind, bedingt durch die Wirkung einer Fliehkraft an
den Außenkörper 4 angepresst, wobei die einzelnen Arbeitskammern 22, 24 gegen einander
abgedichtet werden.
[0033] Die dem Außenkörper 4 zugewandten Schwenkflügelseiten 8a sind vorzugsweise plan ausgebildet,
so dass die Abdichtung der Arbeitskammern 22, 24 über eine Pressung der jeweiligen
Längskanten der Schwenkflügelseiten 8a erfolgt. Alternativ dazu können die Schwenkflügelseiten
8a auch konvex ausgestaltet sein. Ferner kann an den einzelnen Schwenkflügelseiten
8a unabhängig von deren planer oder konvexer Ausgestaltung auch eine Dichtleiste in
einer dafür vorgesehenen Nut angeordnet sein. Eine entsprechende Dichtleiste kann
auch an den einzelnen radialen Vorsprüngen 21 des Außenkörpers 4 in einer dafür vorgesehenen
Nut angeordnet sein, so dass auch die einzelnen Hydraulikkammern 18 gegen einander
abgedichtet werden.
[0034] Nach einer alternativen - in den Figuren nicht dargestellten - Ausführungsform der
Erfindung ist in den einzelnen Hydraulikkammern in einer von zwei Arbeitskammern eine
Feder zwischen dem Außenkörper und dem zugeordneten Schwenkflügel angeordnet, die
in Bezug auf eine Verschwenkung des Innenkörpers rückstellend wirkt.
[0035] Der Innenkörper 6, der in den Fig. 7 bis 9, 12 und 13 veranschaulicht ist, ist vorzugsweise
aus einem ersten Element 28 und einem zweiten Element 30 zusammengefügt, die einen
im wesentlichen hohlzylinderförmigen Kern beschreiben. Die Fig. 7 bis 9 veranschaulichen
dabei eine erste Ausführungsform des Innenkörpers 6, während die Fig. 12 und 13 eine
zweite Ausführungsform des Innenkörpers 6 veranschaulichen. Sowohl der Außenkörper
4 als auch die beiden zusammengefügten Elemente 28, 30 sind vorzugsweise als Sinterteile
ausgebildet. Die beiden Elemente 28, 30 weisen an einander zugewandten Stirnseiten
38, 40 jeweils fünf Geometrien 39, 41, 50, 52 auf, die im zusammen mit dem jeweils
anderen Element 28, 30 die Ölzulauf- und Ölablaufleitungen 14, 16 des Innenkörpers
6 bilden. In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die beiden
Elemente 28, 30 über den Umfang eine im wesentliche radiale Erstreckung aufweisen.
Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, dass die beiden Elemente 28, 30 über den Umfang
eine im wesentliche axiale Erstreckung aufweisen.
[0036] Unter einer Geometrie 39, 41, 50, 52 ist dabei eine sich von der Mantelinnenseite
10 bis zu der Mantelaußenseite 12 des Innenkörpers 6 erstreckende Ausnehmung in dem
jeweiligen Element 28, 30 zu verstehen, die das Element 28, 30 in dessen Längsrichtung
nicht durchdringt.
[0037] Die Ölzulauf- und Ölablaufleitungen 14, 16 weisen dabei vorzugsweise eine viereckige
Querschnittsform auf, die bei der ersten Ausführungsform des Innenkörpers 6 in Bezug
auf ihre Abmessungen veränderlich ist und sich in radialer Richtung von der Mantelinnenseite
10 ausgehend zunächst vergrößert und dann bis zu der Mantelaußenseite 12 verkleinert.
Zudem weisen die Geometrien 39, 41 jeweils eine Krümmung 39a, 41 a auf, die jedoch
in Bezug auf die Funktionsweise des Flügelzellenverstellers ohne Bedeutung sind. Vielmehr
ist eine derartige Ausgestaltung der beiden Elemente 28, 30 in einer Gestaltung eines
Presswerkzeugs begründet, die eine Verstärkung des Presswerkzeugs bezweckt. Die viereckige
Querschnittsform der zweite Ausführungsform hingegen ist in Bezug auf ihre Abmessungen
durchgängig konstant.
[0038] Bei der ersten Ausführungsform des Innenkörpers 6 (Fig. 1 bis 11) umfasst das Element
28 stirnseitig bzw. an der dem Element 30 zugewandten Stirnseiten 40 fünf Vorsprünge
34, die jeweils in der Art einer Klaue ausgestaltet sind und die jeweils in eine korrespondierende
Ausnehmung 32 des Elements 30 formschlüssig eingreifen. Die Vorsprünge 34 bilden dabei
mit den zugeordneten Ausnehmungen 32 je eine Presspassung. Die von den beiden Elementen
28, 30 gebildete Trennfuge schließt ferner hydraulisch dicht ab.
[0039] Die einzelnen vorzugsweise einteilig ausgebildeten Schwenkflügel 8 sind an der Mantelaußenseite
12 in den Innenkörper 6 eingesetzt. Dabei sind an der Mantelaußenseite 29 des Elements
28 fünf vorzugsweise in der Art eines Schlitzes ausgebildete Aufnahmen 36 für die
Schwenkflügel 8 vorgesehen, die jeweils an einem der Vorsprünge 34 ausgebildet sind.
Die Aufnahmeschlitze 36 sind dabei vorzugsweise zu der Längsrichtung des Innenkörpers
(6) ausgerichtet.
[0040] Bei der zweiten Ausführungsform des Innenkörpers 6 (Fig. 12 bis 15) umfasst das Element
28 stirnseitig bzw. an der dem Element 30 zugewandten Stirnseite 40 fünf Vorsprünge
42 und fünf Vorsprünge 44, die jeweils in der Art eines Steges bzw. einer Passfeder
ausgestaltet sind und die jeweils in eine korrespondierende Ausnehmung bzw. Nut 46,
48 des Elements 30 formschlüssig eingreifen. Die einzelnen Stege 42, 44 und Ausnehmungen
46, 48 erstrecken sich dabei in radialer Richtung des Innenkörpers 6. Analog zu der
ersten Ausführungsform bilden die Vorsprünge 42, 44 dabei mit den zugeordneten Ausnehmungen
46, 48 je eine Presspassung. Die von den beiden Elementen 28, 30 gebildete Trennfuge
schließt dabei ebenfalls hydraulisch dicht ab. Ferner umfassen die beiden Elemente
28, 30 jeweils stirnseitig fünf Nuten 50, die sich jeweils von einer zugeordneten
Mantelinnenseite 33, 35 bis zu einer zugeordneten Mantelaußenseite 29, 31 erstrecken
und im zusammengefügten Zustand der beiden Elemente 28, 30 eine viereckige Querschnittsform
bilden, die in Bezug auf ihre Abmessungen im Unterschied zu der ersten Ausführungsform
unveränderlich ist.
[0041] Ferner sind im Unterschied zu der ersten Ausführungsform die einzelnen Schlitzaufnahmen
36 zweigeteilt ausgeführt. Dabei sind an der Mantelaußenseite 29 des Elements 28 fünf
Aufnahmen 36a vorgesehen, während an der Mantelaußenseite 31 des Elements 30 fünf
Aufnahmen 36b vorgesehen sind, die mit den Aufnahmen 36a bündig abschließen.
[0042] Die Fig. 16 und 17 veranschaulichen eine nach dem Stand der Technik bekannte Ausführungsform
eines einteilig ausgebildeten Innenkörpers 6, der sintertechnisch aus einer Metallpulvermischung
hergestellt ist. Die Ölzulauf- und Ölablaufleitungen 14, 16 sind im Anschluss an einen
Sintervorgang in den Innenkörper 6 hineingebohrt worden. Die Bohrungen 54, 56, 58
sind für so genannte federbelastete und hydraulisch entriegelbare Verriegelungspins
vorgesehen, die in die Bohrungen 54, 56, 58 eingreifen, um eine ungewollte Verschwenkung
des Innenkörpers 6 relativ zu einem nicht dargestellten Außenkörper zu verhindern.
[0043] Vorteilhaft an der vorgeschlagenen mindestens zweiteiligen Ausbildung des Innenkörpers
6 ist, dass die im Zusammenhang mit der sintertechnischen Herstellung solcher Innenköper
stehende spanende Weiterberarbeitung - diese umfasst auch eine Entgratung der Bohrungen
- zur Herstellung der Ölzulauf- und Ölablaufleitungen entfällt. Vielmehr entstehen
diese Ölzulauf- und Ölablaufleitungen durch das Zusammenfügen der beiden Elemente
28, 30, die zusammen den Innenkörper 6 bilden.
[0044] Ferner sind durch die dünnere Ausgestaltung der beiden Elemente 28, 29b, 30 gegenüber
einer einteiligen Ausgestaltung des Innenkörpers (Fig. 16 und 17) im Hinblick auf
ein bei einem Verpressen von Metallpulvern zu so genannten Grünlingen erlangtes Höhenmaß
vorteilhafterweise geringere Toleranzen in Längsrichtung des Innenkörpers 28, 29b,
30 erreichbar.
[0045] Die Fig. 18 veranschaulicht eine dritte Ausführungsform des Innenkörpers 6, bei der
die beiden zusammengefügten Elemente 29b - eines davon ist in der Fig. 19 veranschaulicht
- identisch ausgebildet sind und jeweils vorzugsweise fünf sich von der Mantelinnenseite
10 bis zu der Mantelaußenseite 12 des Innenkörpers 6 erstreckende Vorsprünge 64 aufweisen,
die zur Verbindung der beiden Elemente 29b in eine korrespondierende Ausnehmung 62
des jeweils anderen Elements 29b formschlüssig eingreifen und dabei mit den zugeordneten
Ausnehmungen 62 eine Presspassung bilden. Dabei bilden die Vorsprünge 64 zusammen
mit den zugeordneten Ausnehmungen 62 jeweils eine Ölzulauf- und Ölablaufleitung 14,
16 des Innenteils 6.
[0046] Vorteilhaft an dieser Ausgestaltung ist, dass im Zusammenhang mit der zuvor beschriebenen
sintertechnischen Herstellung solcher Innenköper lediglich ein Presswerkzeug benötigt
wird, um Werkstücke gleicher Ausgestaltung herzustellen.
[0047] Die Fig. 20 veranschaulicht eine vierte Ausführungsform des Innenkörpers 6, nach
der ebenfalls die beiden zusammengefügten Elemente 29b identisch ausgebildet sind.
Die Fig. 21 veranschaulicht dabei eines der beiden Elemente 29b. Aber im Unterschied
zu der dritten Ausführungsform des Innenkörpers 6 sind anstelle der schlitzartigen
Aufnahmen 36a, 36b der jeweiligen Elemente 29b jeweils einteilig mit dem Hohlzylinderkern
des jeweiligen Elementes 29b ausgebildete Schwenkflügel 8 vorgesehen (Fig. 21). Zwischen
jeweils einem der Vorsprünge 64 und einer der Ausnehmungen 62 erstreckt sich dabei
einer der Schwenkflügel 8 in radialer Richtung von dem Hohlzylinderkern des Innenkörpers
6 nach außen. Die Vorsprünge 64 und Ausnehmungen 62 sind dabei analog zu der dritten
Ausführungsform des Innenkörpers 6 (Fig. 18 und 19) ausgestaltet.
[0048] Analog zu der vierten Ausführungsform des Innenkörpers 6 (Fig. 20) können auch die
unter Bezugnahme auf die Fig. 7 bis 15 beschriebenen Ausführungsformen - das sind
die erste und die zweite Ausführungsform des Innenkörpers 6 - alternativ anstelle
der schlitzartigen Aufnahmen 36, 36a, 36b mit jeweils einteilig mit dem Hohlzylinderkern
des jeweiligen Innenkörpers 6 ausgebildeten Schwenkflügeln versehen sein.
[0049] In der Fig. 22 ist eine alternative Anordnung 2 eines vorzugsweise einteilig ausgebildeten
Außenkörpers 4 und eines vorzugsweise zweiteilig ausgebildeten Innenkörpers 6 dargestellt,
der vorzugsweise koaxial innen liegend zu dem Außenkörper 4 angeordnet ist. Die Anordnung
2 bildet dabei vorzugsweise vier Hydraulikkammern 18, in die sich jeweils ein Schwenkflügel
8 des Innenkörpers 6 erstreckt. Die einzelnen Schwenkflügel 8 sind dabei vorzugsweise
einteilig mit dem Hohlzylinderkern des Innenkörpers 6 ausgebildet. Zwischen den einzelnen
Schwenkflügeln 8 und dem Außenkörper 4 ist ein Planetenrad 68a angeordnet, das in
eine Tasche 70a eingesetzt ist, die an dem Schwenkflügel 8 ausgebildet ist. An den
jeweiligen den einzelnen Planetenrädern 68a zugeordneten Körperabschnitten des Außenkörpers
4 ist dabei ein zu dem Planetenrad 68a korrespondierendes Zahnradsegment 66 ausgebildet,
das mit dem Planetenrad 68a zusammen wirkt. Die einzelnen Planetenräder 68a dichten
dabei die Arbeitskammern 22, 24 gegeneinander hydraulisch ab.
[0050] Ferner ist zu beiden Seiten der jeweiligen Hydraulikkammern 18 zwischen dem hohlzylinderförmigen
Kern des Innenkörpers 6 und dem Außenkörper 4 ein Planetenrad 68b angeordnet. Die
einzelnen Planetenräder 68b sind dabei in eine Tasche 70b eingesetzt, die an dem jeweiligen
radial nach innen vorspringenden Körperabschnitt 20 des Außenkörpers 4 ausgebildet
ist. Zu beiden Seiten der jeweiligen Hydraulikkammern 18 ist dabei ferner an dem hohlzylinderförmigen
Kern des Innenkörpers 6 ein Zahnradsegment 72 ausgebildet, das entsprechend des zugeordneten
Planetenrades 68b ausgebildet ist und mit diesem zusammen wirkt. Die einzelnen Planetenräder
68b dichten dabei jeweils zwei benachbarte Hydraulikkammern 18 gegeneinander hydraulisch
ab.
1. Hydraulischer Nockenwellenversteller (2) für eine Nockenwelle einer Verbrennungskraftmaschine,
mit
- einem mittels einer Kurbelwelle der Verbrennungskraftmaschine antreibbaren Außenkörper
(4), der zumindest eine Hydraulikkammer (18) aufweist, und
- einem innen liegend zum Außenkörper (4) angeordneten Innenkörper (6), der mit der
Nockenwelle fest verbindbar ist und mindestens einen Schwenkflügel (8) aufweist, der
sich in radialer Richtung in die Hydraulikkammer (18) erstreckt und dabei die Hydraulikkammer
(18) in eine erste Arbeitskammer (22) und eine zweite Arbeitskammer (24) unterteilt,
wobei
- der Innenkörper (6) zumindest eine Ölzulauf- und Ölablaufleitung (14, 16) aufweist,
die sich von einer Mantelinnenseite (10) bis zu einer Mantelaußenseite (12) des Innenkörpers
(6) und bis zu einer der beiden Arbeitskammern (22) erstreckt,
- unter Erzeugung eines gesteuerten hydraulischen Druckes in der Ölzulauf- und Ölablaufleitung
(14, 16) und in einer der Arbeitskammern (22) der Innenkörper (6) gegenüber dem Außenkörper
(4) zur Verstellung der Nockenwelle verschwenkbar ist, wobei
- der Innenkörper (6) zumindest aus einem ersten Element (28) und einem zweiten Element
(30) zusammengefügt ist,
- die beiden Elemente (28, 30) an einander zugewandten Stirnseiten (38, 40) jeweils
mindestens eine Geometrie (39, 39a, 41, 41a, 50, 52) aufweisen, die zusammen mit dem
jeweils anderen Element (28, 30) die Ölzulauf- und Ölablaufleitung (14, 16) des Innenteils
(6) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass
- die beiden zusammengefügten Elemente (29b) identisch ausgebildet sind und jeweils
mindestens einen sich von der Mantelinnenseite (10) bis zu der Mantelaußenseite (12)
erstreckenden Vorsprung (64) aufweisen, der zur Verbindung der beiden Elemente (29b)
in eine korrespondierende Ausnehmung (62) des jeweils anderen Elements formschlüssig
eingreift und dabei mit der Ausnehmung (62) eine Presspassung bildet, wobei die beiden
Vorsprünge (64) zusammen mit den zugeordneten Ausnehmungen (62) jeweils eine Ölzulauf-
und Ölablaufleitung (14, 16) des Innenteils (6) bilden.
2. Nockenwellenversteller (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der beiden Elemente (28, 30) stirnseitig mindestens einen Vorsprung
(34, 42, 44) aufweist, der zur Verbindung der beiden Elemente (28, 30) in eine korrespondierende
Ausnehmung (32, 46, 48) des anderen Elements (30) formschlüssig eingreift und dabei
mit der Ausnehmung (32, 46, 48) eine Presspassung bildet.
3. Nockenwellenversteller (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung in der Art einer Klaue (34) oder in der Art eines Steges (42, 44) ausgebildet
ist.
4. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ölzulauf- und Ölablaufleitung (14, 16) in radialer Richtung von der Mantelinnenseite
(10) zu der Mantelaußenseite (12) des Innenkörpers (6) erstreckt.
5. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölzulauf- und Ölablaufleitung (14; 16) eine viereckige Querschnittsform aufweist,
die in Bezug auf ihre Abmessungen entweder konstant oder veränderlich ist.
6. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der anderen Arbeitskammer (24) eine Feder zwischen dem Außenkörper (4) und dem
Schwenkflügel (8) angeordnet ist, die in Bezug auf die Verschwenkung des Innenkörpers
(6) rückstellend wirkt.
7. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine erste Ölzulauf- und Ölablaufleitung (14) und eine zweite Ölzulauf-
und Ölablaufleitung (16) vorgesehen sind, wobei sich die erste Ölzulaufund Ölablaufleitung
(14) bis zu einer der beiden Arbeitskammern (22) erstreckt, während sich die zweite
Ölzulauf- und Ölablaufleitung (16) bis zu der anderen Arbeitskammer (24) erstreckt.
8. Nockenwellenversteller (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkflügel (8) einteilig mit dem Innenkörper (6) ausgebildet ist.
9. Nockenwellenversteller (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkflügel (8) an der Mantelaußenseite (12) in den Innenkörper (6) eingesetzt
ist.
10. Nockenwellenversteller (2) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Mantelaußenseite (12) an mindestens einem der beiden Elemente (28, 30) eine
Aufnahme (36) für den Schwenkflügel (8) vorgesehen ist oder dass an beiden Elementen
(28, 30) eine Aufnahme (36a, 36b) für den Schwenkflügel (8) vorgesehen ist.
11. Nockenwellenversteller (2) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (36) an dem Vorsprung (34) ausgebildet ist.
12. Nockenwellenversteller (2) nach einem der Ansprüche 10 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkflügel (8) in der Aufnahme (36) beweglich geführt ist.
13. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Schwenkflügel (8) und dem Außenkörper (4) ein Planetenrad (68a) angeordnet
ist, wobei an dem Außenkörper (4) ein zu dem Planetenrad (68a) korrespondierendes
Zahnradsegment (66) ausgebildet ist und wobei an dem Schwenkflügel (8) eine Tasche
(70a) ausgebildet ist, in die das Planetenrad (68a) eingesetzt ist.
14. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem Hohlzylinderkern des Innenkörpers (6) und dem Außenkörper (4) zu beiden
Seiten der Hydraulikkammer (18) ein Planetenrad (68b) angeordnet ist, wobei zu beiden
Seiten der Hydraulikkammer (18) an dem Hohlzylinderkern ein zu dem Planetenrad (68b)
korrespondierendes Zahnradsegment (72) ausgebildet ist und wobei zu beiden Seiten
der Hydraulikkammer (18) an dem Außenkörper (4) eine Tasche (70b) ausgebildet ist,
in die das zugeordnete Planetenrad (68b) eingesetzt ist.
15. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenkörper (4) und die beiden zusammengefügten Elemente (28, 30) des Innenkörpers
(6) als Sinterteile ausgebildet sind.
1. Hydraulic camshaft adjuster (2) for a camshaft of an internal combustion engine, comprising
- an outer body (4) which can be driven by means of a crankshaft of the internal combustion
engine and has at least one hydraulic chamber (18), and
- an inner body (6) disposed inside the outer body (4), which can be fixedly connected
to the camshaft and has at least one pivoting vane (8) extending in the radial direction
into the hydraulic chamber (18), thereby dividing the hydraulic chamber (18) into
a first working chamber (22) and a second working chamber (24),
and
- the inner body (6) has at least one oil inlet and oil outlet line (14, 16) which
extends from a casing interior (10) to a casing exterior (12) of the inner body (6)
and as far as one of the two working chambers (22),
- the inner body (6) can be pivoted relative to the outer body (4) in order to adjust
the camshaft by generating a controlled hydraulic pressure in the oil inlet and oil
outlet line (14, 16) and in one of the working chambers (22),
and
- the inner body (6) is assembled from at least a first element (28) and a second
element (30),
- the two elements (28, 30) each have at least one geometry (39, 39a, 41, 41a, 50,
52) on mutually facing end faces (38, 40) which forms the oil inlet and oil outlet
line (14, 16) of the inner part (6) in conjunction with the other respective element
(28, 30),
characterised in that
- the two assembled elements (29b) are of an identical design and each has at least
one projection (64) extending from the casing interior (10) to the casing exterior
(12) which locates in a positive fit in a co-operating recess (62) of the other respective
element in order to connect the two elements (29b), thereby forming a press-fit with
the recess (62), and the two projections (64) respectively form an oil inlet and oil
outlet line (14, 16) of the inner part (6) in conjunction with the co-operating recesses
(62).
2. Camshaft adjuster (2) as claimed in claim 1, characterised in that at least one of the two elements (28, 30) has at least one projection (34, 42, 44)
at the end face which locates in a positive fit in a co-operating recess (32, 46,
48) of the other respective element (30) in order to connect the two elements (28,
30), thereby forming a press-fit with the recess (32, 46, 48).
3. Camshaft adjuster (2) as claimed in claim 2, characterised in that the projection is provided in the form of a claw (34) or in the form of a web (42,
44).
4. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the oil inlet and oil outlet line (14, 16) extends in the radial direction from the
casing interior (10) to the casing exterior (12) of the inner body (6).
5. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the oil inlet and oil outlet line (14, 16) has a square cross-section which is either
constant or variable in terms of its dimensions.
6. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a spring is disposed in the other working chamber (24) between the outer body (4)
and the pivoting vane (8), the effect of which is to reset the pivoting movement of
the inner body (6).
7. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that at least a first oil inlet and oil outlet line (14) and a second oil inlet and oil
outlet line (16) are provided, and the first oil inlet and oil outlet line (14) extends
as far as one of the two working chambers (22), whilst the second oil inlet and oil
outlet line (16) extends as far as the other working chamber (24).
8. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of claims 1 to 7, characterised in that the pivoting vane (8) is formed integrally with the inner body (6).
9. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of claims 1 to 7, characterised in that the pivoting vane (8) is inserted in the inner body (6) on the casing exterior (12).
10. Camshaft adjuster (2) as claimed in claim 9, characterised in that a mount (36) for the pivoting vane (8) is provided on the casing exterior (12) on
at least one of the two elements (28, 30) or a mount (36a, 36b) for the pivoting vane
(8) is provided on the two elements (28, 30).
11. Camshaft adjuster (2) as claimed in claim 10, characterised in that the mount (36) is provided on the projection (34).
12. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of claims 10 to 11, characterised in that the pivoting vane (8) is displaceably guided in the mount (36).
13. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a planet gear (68a) is disposed between the pivoting vane (8) and the outer body
(4), and a gear wheel segment (66) co-operating with the planet gear (68a) is provided
on the outer body (4), and a pocket (70a) is provided on the pivoting vane (8) in
which the planet gear (68a) is inserted.
14. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a planet gear (68b) is disposed between a hollow cylindrical core of the inner body
(6) and the outer body (4) on both sides of the hydraulic chamber (18), and a gear
wheel segment (72) co-operating with the planet gear (68b) is provided on the hollow
cylindrical core on both sides of the hydraulic chamber (18), and a pocket (70b) is
provided on the outer body (4) on both sides of the hydraulic chamber (18) in which
the associated planet gear (68b) is inserted.
15. Camshaft adjuster (2) as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the outer body (4) and the two assembled elements (28, 30) of the inner body (6)
are sintered parts.
1. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) pour l'arbre à cames d'un moteur à combustion
interne comportant :
- un corps externe (4) pouvant être entraîné au moyen d'un vilebrequin du moteur à
combustion interne, corps externe qui comprend au moins une chambre hydraulique (18),
et
- un corps interne (6) disposé à l'intérieur par rapport au corps externe (4), corps
interne qui peut être rattaché de manière fixe à l'arbre à cames et comporte au moins
une aile repliable (8) qui s'étend dans la chambre hydraulique (18) dans le sens radial
et subdivise la chambre hydraulique (18) en une première chambre de travail (22) et
une seconde chambre de travail (24),
sachant que :
- le corps interne (6) comprend au moins une conduite d'amenée et d'évacuation d'huile
(14, 16) qui s'étend d'un côté interne de l'enveloppe (10) à un côté externe de l'enveloppe
(12) du corps interne (6) et jusqu'à l'une des deux chambres de travail (22),
- et que le corps interne (6) peut être pivoté par rapport au corps externe (4), avec
production d'une pression hydraulique contrôlée dans la conduite d'amenée et d'évacuation
d'huile (14, 16) et dans l'une des chambres de travail (22), pour le réglage de l'arbre
à cames,
sachant que
- le corps interne (6) est constitué d'au moins un premier élément (28) et un second
élément (30),
- les deux éléments (28, 30) présentent, sur des faces frontales (38, 40) tournées
l'une vers l'autre, au moins une géométrie (39, 39a, 41, 41a, 50, 52) qui forme le
conduite d'amenée et d'évacuation d'huile (14, 16) de la pièce interne (6) conjointement
à l'autre élément (28, 30), caractérisé en ce que
- les deux éléments assemblés (29b) sont réalisés de manière identique et présentent
chacun au moins une saillie (64) s'étendant de la face interne de l'enveloppe (10)
à la face externe de l'enveloppe (12), saillie qui s'engrène par coopération de formes
dans une cavité correspondante (62) de l'autre élément pour joindre les deux éléments
(29b) et forme à cette occasion un ajustage serré avec la cavité (62), les deux saillies
(64) formant chacune une conduite d'amenée et d'évacuation d'huile (14, 16) de la
pièce interne (6) conjointement aux cavités (62) associées.
2. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins l'un des deux éléments (28, 30) présente, côté frontal, au moins une saillie
(34, 42, 44) qui s'engrène par coopération de formes dans une cavité correspondante
(32, 46, 48) de l'autre élément (30) pour joindre les deux éléments (28, 30) et forme
à cette occasion un ajustage serré avec la cavité (32, 46, 48).
3. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la saillie est réalisée à mode de griffe (34) ou à mode de nervure (42, 44).
4. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la conduite d'amenée et d'évacuation d'huile (14, 16) s'étend dans le sens radial,
de la face intérieure de l'enveloppe (10) à la face extérieure de l'enveloppe (12)
du corps interne (6).
5. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la conduite d'amenée et d'évacuation d'huile (14, 16) présente une forme de coupe
transversale carrée qui est constante ou variable au niveau de ses dimensions.
6. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que, dans l'autre chambre de travail (24), on a disposé un ressort entre le corps externe
(4) et l'aile repliable (8), ressort qui exerce une action de rappel en ce qui concerne
le pivotement du corps interne (6).
7. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'on a prévu au moins une première conduite d'amenée et d'évacuation d'huile (14) et
une seconde conduite d'amenée et d'évacuation d'huile (16), la première conduite d'amenée
et d'évacuation d'huile (14) s'étendant jusqu'à l'une des deux chambres de travail
(22) tandis que la seconde conduite d'amenée et d'évacuation d'huile (16) s'étend
jusqu'à l'autre chambre de travail (24).
8. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, caractérisé en ce que l'aile repliable (8) est réalisée d'une seule pièce avec le corps interne (6).
9. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, caractérisé en ce que l'aile repliable (8) est insérée dans le corps interne (6) sur le côté extérieur
de l'enveloppe (12).
10. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'on a prévu, sur le côté extérieur de l'enveloppe (12), sur au moins l'un des deux
éléments (28, 30), une cavité (36) pour l'aile repliable (8) ou en ce qu'on a prévu une cavité (36a, 36b) pour l'aile repliable (8) sur les deux éléments (28,
30).
11. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon la revendication 10, caractérisé en ce que la cavité (36) est réalisée sur la saillie (34).
12. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
10 à 11, caractérisé en ce que l'aile repliable (8) est guidée de manière mobile dans la cavité (36).
13. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'on a disposé, entre l'aile repliable (8) et le corps externe (4), un pignon satellite
(68a), sachant qu'on a réalisé un segment de roue dentée (66) correspondant à la roue
satellite (68a) sur le corps externe (4) et sachant qu'on a réalisé une poche (70a)
sur l'aile repliable (8), poche dans laquelle le pignon satellite (68a) est inséré.
14. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'on a disposé un pignon satellite (68b) entre un noyau de cylindre creux du corps interne
(6) et le corps externe (4), des deux côtés de la chambre hydraulique (18), sachant
qu'on a réalisé un segment de roue dentée (72) correspondant au pignon satellite (68b)
sur le noyau de cylindre creux, des deux côtés de la chambre hydraulique (18) et sachant
qu'on a réalisé une poche (70b) sur le corps externe (4), des deux côtés de la chambre
hydraulique (18), poche dans laquelle le pignon satellite associé (68b) est inséré.
15. Déphaseur hydraulique d'arbre à cames (2) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le corps externe (4) et les deux éléments assemblés (28, 30) du corps interne (6)
sont réalisés sous la forme de pièces frittées.