[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine,
mit einem Spülbehälter und mit mindestens einer Enthärtungseinrichtung, die einen
Einfüllstutzen aufweist, der durch eine Öffnung des Spülbehälter sich in den Spülbehälter
hinein erstreckt und eine Enthärtungsmittel-Einfüllöffnung aufweist, wobei die Enthärtungseinrichtung
mittels zumindest eines Drehbefestigungselements an dem Spülbehälter befestigt ist,
wobei ein Deckel zum Verschließen der Enthärtungsmittel-Einfüllöffnung vorgesehen
ist.
[0002] Geschirrspülmaschinen, insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschinen, weisen einen
Spülbehälter auf, in welchen das zu spülende Gut beziehungsweise das Geschirr - beispielsweise
mittels schiebbaren Körben - einbringbar ist. Dem Spülbehälter ist dabei eine Enthärtungseinrichtung
zugeordnet, die das Bilden von kalkhaltigen Ablagerungen in dem Spülbehälter verhindern
soll. Bekannte Enthärtungseinrichtungen arbeiten nach dem lonentauschverfahren und
enthärten das gesamte Wasser, das die Spülmaschine benötigt. Zum Regenerieren der
Enthärtungseinrichtung ist es dabei notwendig, dieser von Zeit zu Zeit ein Enthärtungsmittel
zuzuführen. In der Regel wird hierbei als Enthärtungsmittel (reines) Kochsalz verwendet.
Die Enthärtungseinrichtung weist dazu eine Härtungsmittel-Einfüllöffnung auf, in welche
das Enthärtungsmittel zum Regenerieren eingefüllt werden kann. Die Enthärtungsmittel-Einfüllöffnung
wird in der Regel von einem Einfüllstutzen gebildet, der durch eine Öffnung des Spülbehälters
in diesen hineinragt. So kann auch die unterhalb des Spülbehälters angeordnete Enthärtungseinrichtung
mit Enthärtungsmittel versorgt werden. Um dauerhaft einen sicheren Betrieb sowie eine
ausreichende Stabilität zu gewährleisten, ist es weiterhin bekannt, die Enthärtungseinrichtung
mittels zumindest eines Drehbefestigungselements an dem Spülbehälter zu befestigen.
Damit während des Betriebs kein Wasser in die Enthärtungseinrichtung eindringen kann,
wird weiterhin üblicherweise die Enthärtungs-Einfüllöffnung durch einen Deckel verschlossen.
Dazu wird der Deckel auf den Einfüllstutzen aufgeschraubt beziehungsweise aufgebracht.
[0003] Nachteilig hierbei ist, dass die Montage der Enthärtungseinrichtung, die in mehreren
Arbeitsschritten erfolgen muss, und das Vorsehen eines gesonderten Befestigungsmechanismus
für den Deckel an dem Einfüllstutzen.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Geschirrspülmaschine, insbesondere
eine Haushalts-Geschirrspülmaschine zu schaffen, das eine verbesserte Montagemöglichkeit
sowie einen geringeren Herstellungsaufwand bietet.
[0005] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Deckel an
dem Drehbefestigungselement gehalten ist. Der Deckel ist also nicht, wie im Stand
der Technik, an dem Einfüllstutzen, sondern an dem Drehbefestigungselement, das sowieso
vorhanden und bereits zum Befestigen genutzt wird, gehalten. Anstatt dass der Einfüllstutzen
weiter bearbeitet werden muss, um ein Befestigen des Deckels an dem Einfüllstutzen
zu ermöglichen, werden einfach das Drehbefestigungselement und der Deckel derart weiter
ausgebildet, dass der Deckel an dem Drehbefestigungselement gehalten werden kann.
Dadurch, dass der Deckel an dem Drehbefestigungselement lösbar gehalten ist, kann
der Deckel bei der Montage mitsamt dem Drehbefestigungselement gleichzeitig montiert
werden.
[0006] Vorteilhafterweise sind dazu der Einfüllstutzen, das Drehbefestigungselement und
der Deckel konzentrisch beziehungsweise koaxial zueinander angeordnet beziehungsweise
anordenbar. So wird beim Ansetzen des Befestigungselements der Deckel mit der Enthärtungsmittel-Einfüllöffnung
in Verschließposition gebracht, vorausgesetzt natürlich, dass auch die Enthärtungsmittel-Einfüllöffnung
koaxial/konzentrisch zu dem Einfüllstutzen ausgebildet beziehungsweise angeordnet
ist. Dies ist jedoch durch die Ausbildung als Stutzen bereits gegeben.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Deckel unverlierbar
am Drehbefestigungselement befestigt ist. Herzu kann der Deckel schwenkbar, bspw.
mittels eines Gelenks oder eines Filmscharniers an dem Drehbefestigungselement befestigt
sein. Ferner kann ein elastischer Verbindungsabschnitt vorgesehen sein, der den Deckel
mit dem Drehbefestigungselement verbindet und bei Bedarf es erlaubt, den Deckel in
eine den Einfüllstutzen freigebende Position zu bringen.
[0008] In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Deckel lösbar
am Drehbefestigungselement befestigt ist. Der Deckel kann am Drehbefestigungselement
bspw. mittels einer Rast- oder Schnappverbindung befestigt sein.
[0009] Zweckmäßigerweise ist das Drehbefestigungselement zum Befestigen der Enthärtungseinrichtung
an dem Spülbehälter auf den Einfüllstutzen aufdrehbar. Hierfür können das Drehbefestigungselement
und der Einfüllstutzen Abschnitte mit zusammenwirkenden Gewindeabschnitten aufweisen
oder es ist vorgesehen, dass das Drehbefestigungselement und der Einfüllstutzen mittels
eines Bajonettverschlusses miteinander verbunden sind. In beiden Fällen wirkt das
Drehbefestigungselement mit dem Einfüllstutzen zusammen. Die Enthärtungseinrichtung
und/oder der Einfüllstutzen weist an seinem der Einfüllöffnung fernen Ende eine Anlageschulter
auf, die die Eindringtiefe des Einfüllstutzens in den Spülbehälter begrenzt. Die Anlageschulter
dient somit als Anlage der Enthärtungseinrichtung an einer Wand beziehungsweise an
einem Unterboden des Spülbehälters, wobei diese Wand beim Aufdrehen des Drehbefestigungselements
auf den Einfüllstutzen zwischen dem Drehbefestigungselement und der Anlageschulter
verklemmt und dadurch die Enthärtungseinrichtung an dem Spülbehälter befestigt/gehalten
wird.
[0010] Weiterhin ist vorgesehen, dass die zum Lösen des Deckels von dem Drehbefestigungselement
aufzubringende Kraft niedriger ist als die zum Lösen des Drehbefestigungselements
von dem Einfüllstutzen. Mit anderen Worten sind also unterschiedliche Kräfte notwendig,
um den Deckel von dem Drehbefestigungselement und um das Drehbefestigungselement von
dem Einfüllstutzen zu lösen beziehungsweise lösen zu können. Durch die entsprechende
unterschiedliche Ausbildung der Verbindungsmittel zwischen dem Drehbefestigungselement
und dem Einfüllstutzen (Bajonett/Verschraubung) und der Verbindungsmittel zwischen
dem Drehbefestigungselement und dem Deckel, werden die unterschiedlichen Kräfte zum
Lösen erreicht. Dadurch, dass die Kraft zum Lösen des Deckels von dem Drehbefestigungselement
niedriger ist als die Kraft zum Lösen des Drehbefestigungselements von dem Einfüllstutzen,
wird im Betrieb ein ungewolltes Lösen des Drehbefestigungselements beim Lösen des
Deckels von dem Einfüllstutzen verhindert. Es ist somit möglich, den Deckel, insbesondere
durch Verdrehen, von dem Drehbefestigungselement zu lösen, ohne dass das Drehbefestigungselement
(mit-)gelöst wird.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist hierzu vorgesehen, dass zwischen dem Drehbefestigungselement
und dem Einfüllstutzen und/oder dem Spülbehälter Rastmittel, insbesondere Drehrastmittel
wirken. Besonders bevorzugt sind die Rastmittel beziehungsweise Drehrastmittel derart
an dem Einfüllstutzen, dem Spülbehälter und/oder an dem Drehbefestigungselement ausgebildet,
dass sie ein Verdrehen des Drehbefestigungselements beim Aufdrehen auf den Einfüllstutzen
erlauben, jedoch ein Lösen von dem Einfüllstutzen verhindern. Derartige Rastmittel
beziehungsweise Drehrastmittel können beispielsweise durch elastisch verformbare und/oder
verlagerbare Rastnasen/-zungen oder dergleichen gebildet werden.
[0012] Zweckmäßigerweise umfassen die Rastmittel beziehungsweise Drehrastmittel zumindest
einen Rastvorsprung an dem Drehbefestigungselement. Beim Aufdrehen des Drehbefestigungselements
auf den Einfüllstutzen wird der Rastvorsprung in das Material des Spülbehälters gedrängt,
wobei die Wand des Spülbehälters an entsprechender Stelle vorzugsweise zumindest im
Wesentlichen elastisch nachgibt, sodass in Verdrehrichtung eine formschlüssige Verdrehsicherung
gebildet wird. Natürlich kann der mindestens eine Rastvorsprung auch an dem Spülbehälter
angeordnet sein.
[0013] Weiterhin ist vorgesehen, dass der Deckel an dem Drehbefestigungselement mittels
mindestens eines Eingriffsmittels gehalten ist. Zweckmäßigerweise ist das Eingriffsmittel
derart ausgebildet, dass es durch eine Rotations- und/oder translatorische Bewegung
des Deckels zu dem Einfüllstutzen in einen Eingriff bringbar ist. So kann das Eingriffsmittel
beispielsweise als eine elastisch verlagerbare, axial wirkende Rastnase oder als entsprechender
Rasthaken ausgebildet sein, der beim Aufstecken des Deckels auf den Einfüllstutzen
diesen an einer entsprechenden Ausbildung hintergreift.
[0014] Bevorzugt ist das Eingriffsmittel jedoch als Bajonettverschluss und/oder als Gewindeverschluss
ausgebildet. Dadurch ist der Deckel durch Verdrehen an dem Drehbefestigungselement
befestigbar und lösbar. Durch die oben beschriebene vorteilhafte Ausbildung in Bezug
auf die notwendigen Kräfte zum Lösen, kann der Deckel durch Verdrehen geöffnet beziehungsweise
abgenommen werden, ohne dass das Drehbefestigungselement gelöst wird.
[0015] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Drehbefestigungselement
und der Deckel eine Vormontagegruppe bilden. Hierzu ist der Deckel zweckmäßigerweise
an dem Drehbefestigungselement befestigt, bevor das Drehbefestigungselement auf den
Einfüllstutzen aufgeschraubt wird. Die Vormontagegruppe muss lediglich an Ort und
Stelle auf den Einfüllstutzen aufgedreht werden, wodurch das Drehbefestigungselement
und der Deckel gleichzeitig montiert werden.
[0016] Bevorzugt ist die Vormontagegruppe einstückig ausgebildet und weist zwischen dem
Drehbefestigungselement und dem Deckel mindestens eine Sollbruchstelle auf, die beim
Öffnen des Einfüllstutzens durch Entfernen des Deckels gebrochen wird. Es wird also
beim erstmaligen Öffnen des Einfüllstutzens nach der Montage die Sollbruchstelle aufgebrochen.
Es kann vorgesehen sein, dass das Drehbefestigungselement und der Deckel aus dem gleichen
Material und in einem Stück gefertigt werden. Hierdurch ergibt sich eine besonders
einfach handhabbare Einheit, die die Montage des Haushaltsgeräts vereinfacht. Durch
die mindestens eine Sollbruchstelle wird bei der Montage der Vormontagegruppe die
Verbindung zwischen dem Drehbefestigungselement und dem Deckel zerstört, indem der
Deckel weiter verdreht wird, während das Drehbefestigungselement bereits fest angezogen
ist, sodass bei der Montage Deckel und Drehbefestigungselement durch Abscheeren voneinander
getrennt werden. Ein gesondertes beziehungsweise vorheriges Trennen von Drehbefestigungselement
und Deckel voneinander ist daher nicht notwendig.
[0017] Weiterhin ist vorgesehen, dass das Drehbefestigungselement vorteilhafterweise zumindest
bereichsweise trichterförmig ausgebildet ist. Dadurch dient das Drehbefestigungselement
gleichzeitig als Einfüllhilfe für das Enthärtungsmittel.
[0018] Ferner ist vorgesehen, dass der Deckel ein Griffelement aufweist. Das Griffelement
kann als Griffleiste ausgebildet sein und ist bevorzugt einstückig mit dem Deckel
ausgebildet und erlaubt eine leichte Handhabe im Betrieb und bei der Montage.
[0019] Schließlich ist vorgesehen, dass der Deckel einen Sicherheitssperranschlag für einen
einschiebbaren Unterkorb des Haushaltsgeräts aufweist. Der Sicherheitssperranschlag
ragt zweckmäßigerweise in den Spülbehälter hinein und ist derart ausgebildet und/oder
positioniert, dass er das Einschieben eines Unterkorbs des Haushaltsgeräts verhindert,
falls der Deckel nicht richtig geschlossen ist. Dadurch wird die Sicherheit des Haushaltsgeräts
weiter erhöht, da ein unzureichendes Verschließen der Einfüllöffnung durch den Deckel
beim Einschieben des Unterkorbs erkannt und somit ein Eindringen von Wasser in die
Enthärtungseinrichtung im Betrieb des Haushaltsgeräts auf einfache Art und Weise verhindert
wird.
[0020] Im Folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden. Dazu zeigen die
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine in einer vereinfachten
Schnittdarstellung, und
- Figur 2
- eine Vormontagegruppe aus Deckel und Drehbefestigungselement.
[0021] Die Figur 1 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung einen Abschnitt einer
Geschirrspülmaschine 1, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Haushalts-Geschirrspülmaschine
2 ausgebildet ist. Die Geschirrspülmaschine 2 weist einen Spülbehälter 3 auf, von
dem hier lediglich eine Wand 4, die einen Unterboden 5 des Spülbehälters 3 bildet,
dargestellt ist. Der Unterboden 5 weist eine Öffnung 6 auf, durch die ein Einfüllstutzen
7 eines Enthärtungsmittelbehälters 8 einer Enthärtungseinrichtung 9, die unterhalb
des Spülbehälters 3 angeordnet ist, in letzteren hineinragt. Der Einfüllstutzen 7
weist eine Einfüllöffnung 10 auf, durch welche Enthärtungsmittel, insbesondere reines
Kochsalz, in den Enthärtungsmittelbehälter 8 beziehungsweise in die Enthärtungseinrichtung
9 gefüllt werden kann. Der Einfüllstutzen 7 beziehungsweise der Enthärtungsmittelbehälter
8 weist eine Anlageschulter 11 auf, mit welcher der Einfüllstutzen 7 an der Unterseite
des Unterbodens 5 anliegt, wodurch die Eindringtiefe des Einfüllstutzens 7 in den
Spülbehälter 3 begrenzt wird.
[0022] Die Figur 1 zeigt zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die ein Befestigen der Enthärtungseinrichtung
9 an dem Spülbehälter 3 ermöglicht. In beiden Fällen ist jedoch ein Drehbefestigungselement
12 vorgesehen, das auf den Einfüllstutzen 7 aufdrehbar ist. Eine Drehachse des Drehbefestigungselements
12, die gleichzeitig eine Symmetrieachse des Einfüllstutzens 7 bildet, ist hierbei
mit 13 bezeichnet. Links und rechts von der Drehachse 13 sind die beiden unterschiedlichen
Möglichkeiten zum Befestigen der Enthärtungseinrichtung 9 an dem Spülbehälter 3 dargestellt.
Zunächst soll auf das Ausführungsbeispiel links von der Drehachse 13 eingegangen werden:
Hierbei ist das Drehbefestigungselement 12 als Schraubenmutter 14 ausgebildet, die
an ihrer Innenseite ein Gewinde 15 aufweist, welches mit einem Gegengewinde 16, das
auf der Außenseite des Einfüllstutzens 7 ausgebildet ist, zusammenwirkt. Durch Aufdrehen
der Schraubenmutter 14 auf den Einfüllstutzen 7 wird die Wand 4 zwischen der Schraubenmutter
14 und der Anlageschulter 11 verklemmt, und dadurch der Enthärtungsmittelbehälter
8 beziehungsweise die Enthärtungseinrichtung 9 an dem Spülbehälter 3 befestigt.
[0023] In dem zweiten Ausführungsbeispiel, rechts von der Drehachse 13 dargestellt, ist
das Drehbefestigungselement 12 als Bajonettring 17 ausgebildet, der auf seiner Innenseite
mehrere Hinterschneidungen 18 über den Umfang verteilt aufweist, die durch Verdrehen
des Bajonettrings 17 mit entsprechenden Vorsprüngen 19 auf der Außenseite des Einfüllstutzens
7 in der Art eines Bajonettverschlusses in eine Hintergriffsitzposition bringbar sind.
Auch hier wird die Wand 4 zwischen dem Bajonettring 17 und der Anlageschulter 11 beim
Aufdrehen des Bajonettrings 17 auf den Einfüllstutzen 7 - zum Befestigen der Enthärtungseinrichtung
9 an dem Behälter 3 - verklemmt.
[0024] Zum Verschließen der Einfüllöffnung 10 weist die Enthärtungseinrichtung 9 einen Deckel
20 auf. Im Bereich der Öffnung 10 ist der Deckel U-förmig beziehungsweise topfartig
ausgebildet, sodass er bereichsweise mit einer kreiszylinderförmigen Dichtwand 21
in die Öffnung 10 hineinragt. Um eine hohe Dichtwirkung zu gewährleisten, ist vorteilhafterweise
an dem Deckel 20 oder an dem Einfüllstutzen 7 ein Dichtelement 22, wie zum Beispiel
ein O-Ring 23 angeordnet, der im montierten Zustand des Deckels 20 zwischen der Dichtwand
21 und der Innenseite des Einfüllstutzens 7 verspannt ist.
[0025] Der Deckel 20 ist vorteilhafterweise an dem Drehbefestigungselement 12 lösbar gehalten.
Hierzu ist mindestens ein Eingriffsmittel 24 vorgesehen. Auch hierzu sind links und
rechts von der Drehachse 13 unterschiedliche Ausführungsformen dargestellt, wobei
in jedem Fall der Deckel 20 mittels einer Drehbewegung um die Drehachse 13 an dem
Drehbefestigungselement 12 arretiert beziehungsweise befestigt wird. Gemäß der Ausführungsform
auf der linken Seite ist das Eingriffsmittel 24 als Bajonettverschluss 25 ausgebildet.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weist dazu der Deckel 20 radial nach innen
ragende Vorsprünge 26 auf, die in einer für Bajonettverschlüsse bekannten Art und
Weise durch Verdrehen mit entsprechenden Hinterschnitten 27 auf der Außenseite des
Drehbefestigungselements 12 in Wirkverbindung bringbar sind.
[0026] Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel auf der rechten Seite der Drehachse 13 ist
das Eingriffsmittel 24 als Gewindeverschluss 28 ausgebildet. Hierzu weist der Deckel
20 an seiner Außenseite ein den Einfüllstutzen 7 umgreifenden Kragen 29 auf, an welchem
ein Innengewinde 30 ausgebildet ist. Das Innengewinde 30 ist durch Verdrehen des Deckels
20 mit einem Außengewinde 31 auf der Außenseite des Drehbefestigungselements 12 in
Wirkverbindung bringbar.
[0027] Die oben beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsformen können selbstverständlich
in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden, sodass beispielsweise die Schraubenmutter
14 auch auf ihrer Außenseite ein Gewinde 31 aufweist, oder dass beispielsweise der
Bajonettring 17 auch auf seiner Außenseite einen Bajonettverschluss 25 bildet. In
jedem Fall sind der Deckel 20, der Einfüllstutzen 7 sowie das Drehbefestigungselement
konzentrisch beziehungsweise koaxial zueinander angeordnet/anordenbar.
[0028] Bevorzugt sind die jeweiligen Verbindung zwischen dem Drehbefestigungselement 12
und dem Deckel 20 beziehungsweise dem Drehbefestigungselement 12 und dem Spülbehälter
3 derart ausgebildet, dass die zum Lösen des Deckels 20 von dem Drehbefestigungselement
12 aufzubringende Kraft niedriger ist als die zum Lösen des Drehbefestigungselements
12 von dem Einfüllstutzen 7 aufzubringende Kraft. Dadurch wird verhindert, dass wenn
Deckel 20 von dem Drehbefestigungselement 12 durch Verdrehen gelöst wird, letzteres
mitgedreht und dadurch die Enthärtungseinrichtung 9 von dem Spülbehälter 3 gelöst
wird.
[0029] Bevorzugt werden die unterschiedlichen aufzubringenden Kräfte zum Lösen derart realisiert,
dass zwischen dem Drehbefestigungselement 12 und dem Einfüllstutzen 7 und/oder dem
Spülbehälter 3 Rastmittel, insbesondere Drehrastmittel - hier nicht dargestellt -
vorgesehen sind. So können die Drehrastmittel beispielsweise derart ausgebildet sein,
dass sie ein Aufdrehen des Drehbefestigungselements 12 auf den Einfüllstutzen 7 erlauben,
jedoch eine Drehbewegung in die entgegengesetzte Richtung vorzugsweise formschlüssig
verhindern. Hierzu können beispielsweise elastisch verlagerbare und/oder verformbare
Rastnasen vorgesehen sein, die mit entsprechenden Aufnahmen und/oder Aussparungen
an dem jeweils anderen Element zusammenwirken.
[0030] Die Figur 2 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung eine Vormontagegruppe
32 bestehend aus dem Deckel 20 und dem Drehbefestigungselement 12, das vorliegend
als Schraubenmutter 14 ausgebildet ist. Das Besondere dieser Vormontagegruppe 32 liegt
darin, dass sie einstückig ausgebildet ist. Zum Trennen des Deckels 20 von dem Drehbefestigungselement
12 sind mindestens eine, vorzugsweise mehrere Sollbruchstellen 33 vorgesehen, die
beim Aufdrehen der Vormontagegruppe 32 mit dem Drehbefestigungselement 12 auf den
Einfüllstutzen 7 durch Abscheeren zerstört werden. Die vorliegende Ausführungsform,
bei der die Sollbruchstelle 33 an einem Verbindungssteg zwischen der Oberseite des
Drehbefestigungselements 12 und der Unterseite des Deckels 20 vorgesehen ist, ist
selbstverständlich nur beispielhaft. Prinzipiell kann die Sollbruchstelle 33 an jeder
beliebigen Stelle zwischen dem Deckel 20 und dem Drehbefestigungselement 12 vorgesehen
sein. Die vorteilhafte Vormontagegruppe 32 bietet eine besonders einfach zu handhabende
Einheit, die insbesondere die Montage des Haushaltsgeräts 1 erleichtert.
[0031] In einem weiteren Ausführungsbeispiel, das hier nicht dargestellt ist, ist das Drehbefestigungselement
12 zumindest bereichsweise trichterförmig ausgebildet, um das Einfüllen von Enthärtungsmittel
durch die Einfüllöffnung 10 zu erleichtern. Weiterhin ist es denkbar, den Deckel mit
einer Griffleiste zu versehen, die die Handhabung des Deckels 20 und auch der Vormontagegruppe
32 weiter vereinfacht. Schließlich ist es denkbar, dass der Deckel einen Sicherheitssperranschlag
für einen einschiebbaren Unterkorb des Haushaltsgeräts 1 aufweist. Der Sicherheitssperranschlag
ragt zweckmäßigerweise von der Oberseite des Deckels 20 in den Spülbehälter 3 derart
hinein, dass bei nicht vollständig geschlossenem Deckel 20 der Unterkorb der Geschirrspülmaschine
2 gegen den Sicherheitssperranschlag trifft und nicht weiter eingeschoben werden kann.
Dies gewährleistet auf besonders einfache Art und Weise, dass die Geschirrspülmaschine
nicht in Betrieb genommen werden kann, solange die Öffnung 10 nicht durch den Deckel
20 vollständig verschlossen ist. Um die Dichtung zwischen dem Spülbehälter 3 und der
Enthärtungseinrichtung 9 und deren Umgebung weiter zu erhöhen, ist es weiterhin vorteilhaft
auch ein oder mehrere Dichtelemente zwischen der Anlageschulter 11 und der Unterseite
des Unterbodens 5 beziehungsweise der Wand 4 vorzusehen.
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine (2), mit einem Spülbehälter
(3) und mit mindestens einer Enthärtungseinrichtung (9), die einen Einfüllstutzen
(7) aufweist, der durch eine Öffnung (6) des Spülbehälters (3) sich in den Spülbehälter
(3) hinein erstreckt und eine Enthärtungsmittel-Einfüllöffnung (10) aufweist, wobei
die Enthärtungseinrichtung (9) mittels zumindest eines Drehbefestigungselements (12)
an dem Spülbehälter (3) befestigt ist, wobei ein Deckel (20) zum Verschließen der
Enthärtungsmittel-Einfüllöffnung (10) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) an dem Drehbefestigungselement (12) gehalten ist.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) unverlierbar am Drehbefestigungselement (12) befestigt ist.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) lösbar am Drehbefestigungselement (12) befestigt ist.
4. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehbefestigungselement (12) auf dem Einfüllstutzen (7) mittels einer Drehbewegung
befestigbar ist.
5. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehbefestigungselement (12) einen Gewindeabschnitt aufweist, der zum Zusammenwirken
mit einen Gewindeabschnitt des Einfüllstutzens (7) ausgebildet ist.
6. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehbefestigungselement (12) an dem Einfüllstutzen (7) mittels eines Bajonettverschlusses
(17) befestigbar ist.
7. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Lösen des Deckels (20) von dem Drehbefestigungselement (12) aufzubringende
Kraft niedriger ist als die aufzubringende Kraft zum Lösen des Drehbefestigungselements
(12) von dem Einfüllstutzen (7).
8. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Rastmittel, insbesondere Drehrastmittel, die zwischen dem Drehbefestigungselement
(12) und dem Einfüllstutzen (7) und/oder dem Spülbehälter (3) wirken.
9. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel zumindest einen Rastvorsprung an dem Drehbefestigungselement (12)
umfassen.
10. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) an dem Drehbefestigungselement (12) mittels mindestens eines Eingriffsmittels
(24) gehalten ist.
11. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffsmittel (24) als Bajonettverschluss (25) und/oder als Gewindeverschluss
(28) ausgebildet ist.
12. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehbefestigungselement (12) und der Deckel (20) eine Vormontagegruppe (32) bilden.
13. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vormontaggruppe (32) einstückig ausgebildet ist und zwischen Drehbefestigungselement
(12) und Deckel (20) mindestens eine Sollbruchstelle (33) aufweist, die beim Öffnen
des Einfüllstutzen (7) durch Entfernen des Deckels (20) gebrochen wird.
14. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehbefestigungselement (12) zumindest bereichsweise trichterförmig ausgebildet
ist.
15. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) ein Griffelement aufweist.