(19)
(11) EP 2 302 313 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.03.2011  Patentblatt  2011/13

(21) Anmeldenummer: 09012256.5

(22) Anmeldetag:  28.09.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F26B 25/06(2006.01)
F26B 15/16(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(71) Anmelder: Robert Thomas Metall- und Elektrowerke GmbH & Co. KG
57290 Neunkirchen (DE)

(72) Erfinder:
  • Leu, Erik
    57548 Kirchen (DE)
  • Vogt, Stefan, Dr.
    99423 Weimar (DE)

(74) Vertreter: Grosse, Wolf-Dietrich Rüdiger 
Patentanwälte Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse, Hammerstrasse 2
57072 Siegen
57072 Siegen (DE)

   


(54) Trocknerwagen


(57) Ein Trocknerwagen (1) zur Halterung von in Trocknungseinrichtungen (2) mit Trocknungsluft (10; 11) beaufschlagbaren Formlingen (3), insbesondere Hochlochziegeln o. ä. Strukturkörpern mit durchgehenden Ausnehmungen (5), wobei eine Mehrzahl von Formlingen (3) auf einem Trocknerwagen (1) halterbar ist, wird so ausgebildet, dass der Trocknerwagen (1) mit aufragenden Halterungen (6) zur Abstützung (8) von mehreren übereinander halterbaren Trockengutträgern (7) zur Aufnahme von jeweils zumindest einer Lage (4a) von Formlingen (3) und mit aufragenden, über eine Mehrzahl von Lagen (4a) erstreckten Luftleithilfen (9) zur Umlenkung von Trocknungsluft (10; 11) in Richtung der Formlinge (3) versehen ist (Fig. 1).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Trocknerwagen zur Halterung von in Trocknungseinrichtungen mit Trocknungsluft beaufschlagbaren Formlingen, Insbesondere Hochlochziegeln o. ä. Strukturkörpern, wobei eine Mehrzahl von Formlingen auf einem Trocknerwagen halterbar ist, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002] Es sind im Stand der Technik Trocknerwagen zur Halterung von in Trocknungseinrichtungen mit Trocknungsluft beaufschlagbaren Formlingen, insbesondere Hochlochziegeln o. ä. Strukturkörpern mit durchgehenden Ausnehmungen, bekannt. Derartige Trocknerwagen sind häufig regalartig ausgebildet und erlauben die Stapelung von mehreren Lagen von Formlingen übereinander, so dass eine effektive Ausnutzung des Raumes im Trocknungsofen mit einem hohen Durchsatz von Formligen gewährleistet werden kann. Eine Schwierigkeit, insbesondere bei einem hohen Besatz der Trocknerwagen, liegt allerdings darin, eine gleichmäßige Trocknung jedes einzelnen Formlings sicherzustellen.

[0003] Die DE 195 27 415 zeigt einen Trocknerwagen, bei dem Formlinge auch durch ihre durchgehenden Ausnehmungen hindurch von Trocknungsluft durchströmt werden, um damit über die Erstreckung eines einzelnen Formlings ungefähr gleichmäßige Trocknungsverhältnisse zu schaffen und die Gefahr des Verziehens zu vermindern. Diese Lösung impliziert jedoch, dass Formlinge, die nicht am Rand eines Stapels stehen, von solcher Trocknungsluft angeblasen werden, die bereits andere Formlinge durchlaufen und dabei Feuchtigkeit von diesen aufgenommen hat. Somit sind für jede Reihe von Formlingen andere Trocknungsverhältnisse geschaffen, so dass die Trocknungszeiten und -qualitäten variieren.

[0004] Auch Ist es bekannt, einzelne, jeweils in einlaglge Paletten eingefasste Lagen von Trockengut aufeinander stapeln zu können. Dabei entsteht jedoch ein hohes Gewicht des so gebildeten Trocknerwagens. Das Be- und Entladen ist aufwendig, und aufgrund des Zuschnitts der kostenaufwendig zu erstellenden Paletten sind die möglichen Formate der zu trocknenden Ziegel fest vorgegeben.

[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbesserung der Trocknungsqualität für eine möglichst große Zahl von Formlingen zu schaffen und dennoch einen hohen Besatz und eine gute Handhabbarkeit des Trocknerwagens mit Formlingen ggf. auch unterschledlicher Formate sicherstellen zu können.

[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen Trocknerwagen mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Hinsichtlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung wird auf die weiteren Ansprüche 2 bis 14 verwiesen.

[0007] Mit der Erfindung ist eine Möglichkeit eröffnet, Trocknerwagen einerseits aufgrund der aufragenden Halterungen zur Abstützung von mehreren übereinander halterbaren Trockengutträgern zur Aufnahme von jeweils zumindest einer Lage von Formlingen mit einer Vielzahl von Formlingen übereinander zu bestücken, typisch etwa 8 bis 20 Lagen, und andererseits die Formlinge über die aufragenden und über eine Mehrzahl von Lagen erstreckten Luftleithilfen zur Umlenkung von Trocknungsluft in Richtung der Formlinge mit einer über die gesamte Stapelhöhe gleichartigen Luftanströmung beaufschlagen zu können. Dadurch Ist die Trocknungsqualität über sämtliche Lagen gleichartig. Die Luftleithilfen sind über ihre Höhenerstreckung durchgehend, so dass keine Einzelanpassungen für einzelne Lagen vorgenommen werden müssen. Auch die Höhe der jeweils einzelnen Lagen ist für die über die gesamte Höhe gleichartige Anströmung nicht relevant; die Lagen können daher in Ihrer Höhe und Anzahl variieren und mit Formlingen unterschiedlicher Formate bestückt werden, so dass ein hohes Maß an Variabilität bei Minimierung von Umbauaufwand geschaffen ist.

[0008] Dabei sind besonders vorteilhaft die Luftleithilfen zwischen einer Beladestellung zur Anordnung von Formlingen auf dem Trocknerwagen und einer Betriebsstellung zur optimierten Anströmung der Formlinge mit Trocknungsluft beweglich. Dann kann zum Beladen ein Stapel vollständig von oben in einen Spalt zwischen zwei Stapeln eingeführt und so seltlich versetzt werden, dass die Trockengutträger auf die Abstützungen der aufragenden Halterungen geschoben werden und ein vollständiger Stapel auf einmal aufgebaut werden kann.

[0009] In Beladestellung können die Luftleithilfen diesen Spalt freigeben, indem sie beispielsweise jeweils um eine vertikale Achse schwenkbar in eine quer zum Fahrzeug und flach an den nächsten Stapel angelehnte Position verschwenkbar sind.

[0010] Für eine möglichst gleichmäßige Anströmung umfassen günstig die Luftleithilfen hochkant stehende Leitflächen, die ober- und unterseitig mit einer zumindest nahezu horizontal erstreckten Abschlussfläche zur Ausbildung eines Strömungskanals versehen sind, bei dem die im wesentlichen horizontal einströmende Luft nicht nach oben oder unten entweicht und in ihrer horizontalen Fließrichtung Kanäle der Formlinge durchlaufen kann.

[0011] Für einen hohen Besatz und gleichzeitig gute Anströmung sind die Formlinge jeweils über- und nebeneinander zu einem in der Tiefe nur eine Reihe von Formlingen umfassenden Stapel auf dem Trocknerwagen anzuordnen, wobei Jedem Stapel von Formlingen jeweils eine Luftleithilfe vor- und eine nachgeordnet ist. Die Ausnehmungen der Formlinge sind dabei günstig in Fahrzeuglängsrichtung erstreckt, so dass sie von der durch die Luftleithilfen umgelenkten Troeknungsluft optimal erreicht und durchströmt werden.

[0012] Es ist günstig, wenn jeweils ein Stapel während der Trocknung sowohl von einer vor als auch von einer hinter ihm stehenden Luftleithilfe beeinflussbar ist, etwa dadurch, dass In Betriebsstellung die Luftleithilfen in Draufsicht derart diagonal stehen, dass sie nahezu über die gesamte Breite des Trocknerwagens erstreckt sind und mit einer vertikalen Kante einem nach hinten anschließenden Stapel und mit der gegenüberliegenden vertikalen Kante einem nach vorne anschließenden Stapel direkt benachbart sind. Dann kann die Strömungsrichtung von beiden Seiten variieren, zum Beispiel alternierend in der Trocknungseinrichtung, und dennoch jeweils eine punktsymmetrische Geometrie um eine Vertikalachse für den gesamten Stapel geschaffen sein, wodurch von beiden Seiten gleiche Trocknungsverhältnisse gebildet sind.

[0013] Weiter können die Trockengutträger einfach und flexibel durch auf an den Halterungen vorgesehene Abstützungen auflegbare Latten gebildet sein. Es müssen auch nicht alle Abstützungen mit Trockengutträgern belegt werden. Sofern eine Reihe von Abstützungen ausgelassen wird, ergibt sich ein doppelter Lagenabstand. Die Abstützungen können in Weiterbildung der Erfindung zudem höhenverstellbar sein.

[0014] Günstig sind dabei die Luftleithilfen über eine Höhe erstreckt, die der maximalen Stapelhöhe aus Formlingen und jewelligen Trockengutträgern entspricht, so dass die tatsächliche Höhe und Anzahl der Lagen für die Luftleithilfen ohne Belang ist.

[0015] Günstig umfasst der Trocknerwagen ein Fahrgestell und Ist darüber durch eine Trocknungseinrichtung fahrbar. Insbesondere ist der Trocknerwagen aus einer Mehrzahl von aneinander direkt gekoppelten einzelnen Regaleinhelten zu einer langen Einheit zusammengesetzt, die getaktet be- und entladen und durch die Trocknungseinrichtung vorgeschoben werden kann.

[0016] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus in der Zeichnung dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen des Gegenstandes der Erfindung.

[0017] In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1
eine schematische Draufsicht auf einen Abschnitt eines erfindungsgemäß ausgebildeten Trocknerwagens innerhalb einer Trocknungseinrichtung, über deren Verlauf Trocknungsluft alternierend von beiden Seiten zugeleitet wird.
Fig. 2
eine schematische Draufsicht auf eine einzeine Einheit des Trocknerwa- gens, wobei die Einheit hier zwei Regalträger umfasst, bei denen eine Luft- leithilfe in Betriebsstellung und in Beladestellung (gestrichelt) angedeutet sind,
Fig. 3
eine Seitenansicht auf zwei direkt aneinander gekoppelt Einheiten,
Fig. 4
ein Ansicht von vorne auf eine Einheit eines Trocknerwagens während sei- ner Fahrt durch eine Trocknungseinrichtung,
Fig. 5
eine Ansicht von oben auf eine Einheit des Trocknerwagens mit einer in Beladestellung befindlichen Luftleithllfe,
Fig. 6
eine ähnliche Ansicht wie Fig. 5, jedoch mit einer in Betriebsstellung befind- lichen Luftleithlife,
Fig. 7
eine hochkant stehende Luftleithilfe in perspektivischer, herausgezeichneter Einzelteildarstellung.


[0018] Ein beispielhafter erfindungsgemäßer Trocknerwagen 1 ist in Figur 1 in Draufsicht und nach vorne und hinten abgebrochen nur schematisch angedeutet. Er ist aus einer Mehrzahl von aneinander direkt gekoppelten einzelnen Einheiten E mit hier jeweils zwei Regalen zusammengesetzt. Diese Einheiten E können in erheblicher Zahl aufeinander folgen,

[0019] Ein solcher Trocknerwagen 1, wie er im Detail seiner Einheiten E etwa in den Figuren 2 und 3 zu erkennen ist, dient zur Halterung von in Trocknungseinrichtungen 2 mit Trocknungsluft beaufschlagbaren Formlingen 3, insbesondere Hochlochziegeln o. ä, Strukturkörpern mit insbesondere durchgehenden Ausnehmungen 5. Jede Regeleinheit E umfasst hier beispielhaft zwei vertikal stehende Regale hintereinander, die jeweils zur Aufnahme eines Stapels 4 dienen können.

[0020] Die Formlinge 3 können In den Regalen jeweils in voneinander separierten Stapeln 4 mit mehreren übereinander liegenden Lagen 4a (Fig. 4) auf dem Trocknerwagen 1 angeordnet werden, wobei eine große Zahl von derartigen Stapeln 4 hintereinander auf dem Trocknerwagen 1 vorgesehen sein kann.

[0021] Die Stapel 4 sind dabei so im Trocknerwagen 1 angeordnet, dass die hier durchgehenden Ausnehmungen 5 der Formlinge 3 längs zur Fahrtrichtung F des Trocknerwagens 1 in einer Trocknungseinrichtung 2 ausgerichtet sind. Jeder Stapel 4 umfasst zur Optimierung der Luftanströmung bezüglich der Fahrtrichtung F des Trocknerwagens 1 (Tiefe des Stapels 4) jeweils nur eine Lage von Formlingen 3, ehe der nächste Stapel 4 mit Abstand A folgt.

[0022] Um diese Geometrie zu ermöglichen, ist der Trocknerwagen 1 an seinen Regalen mit aufragenden Halterungen 6 zur Abstützung von mehreren übereinander halterbaren Trockengutträgern 7 zur Aufnahme von jeweils zumindest einer Lage 4a von Formlingen 3 versehen. Die Halterungen 6 weisen hierfür über ihre Höhe verteilt mehrere Abstützungen 8 auf, auf die die Trockengutträger 7 auflegbar sind. Die Trockengutträger 7 können dabei sehr einfach durch auf die Abstützungen 8 der Halterungen 6 auflegbare Latten gebildet sein. Diese sind preiswert und haben nur ein geringes Eigengewicht.

[0023] Dabei können die Abstützungen 8 höhenverstellbar sein. Auch kann die Anzahl der übereinander gelegenen Trockengutträger 7 variieren. Wenn etwa jeweils eine Abstützung 8 ausgelassen wird, ergibt sich für die einzelnen Lagen 4a die doppelte Höhe. Ebenso ist es nicht erforderlich, dass alle Abstützungen 8 bis oben hin belegt werden. Somit ist eine sehr hohe Variabilität für eine Vielzahl von verschiedensten zu trocknenden Formlingen 3 ermöglicht.

[0024] Zusätzlich zu den aufragenden Halterungen 6 ist der Trocknerwagen 1 im Abstand A zwischen den Stapeln 4 mit ebenfalls aufragenden, über eine Mehrzahl von Lagen 4a hoch erstreckten Luftleithilfen 9 zur Umlenkung von Trocknungsluft in Richtung der Formlinge 3 versehen. Mit diesen Luftleithilfen 9 kann somit von Ventilatoren 12 seitlich quer eingeblasene Luft 10, 11 derart umgelenkt werden, dass sie eine Komponente parallel 13 oder antiparallel 14 zur Fahrtrichtung F des Trocknerwagens 1 erhält und damit die längs liegenden Ausnehmungen 5 der Formlinge 3 optimiert durchströmen kann (Fig. 1). Die Luftleithilfen 9 sind in die jeweiligen Einheiten E des Trocknerwagens 1 integriert.

[0025] Auch eine schräg zur Fahrtrichtung F orientierte Anordnung der einzelnen Stapel 4 und / oder der Ventilatoren 12 kann je nach Strömungsverhältnissen günstig und möglich sein. Bevorzugt erfolgt in einem solchen Fall zudem eine auf diese Schrägstellung angepasste Ausrichtung der Luftleithilfe 9.

[0026] Die Luftleithilfen 9 umfassen hochkant stehende Führungsflächen 15 und sind ober- und unterseitig mit einer zumindest nahezu horizontal erstreckten Abschlussfläche 16, 17 (Fig. 7) zur Ausbildung eines Strömungskanals versehen, wobei die Abschlussflächen 16, 17 ein Entweichen der Luft nach oben oder unten verhindern. Ein Diffusor oder Staublech ist aufgrund der gleichmäßigen Anströmung der Stapel 4 über die gesamte Höhe entbehrlich.

[0027] Jedem Stapel 4 von Formlingen 3 ist jeweils eine Luftleithilfe 9 vor- und eine nachgeordnet. Das bedeutet, dass immer ein Stapel 4 und eine Luftleithilfe 9 abwechselnd aufeinander auf dem Trocknerwagen 1 folgen. Die Luftleithilfen 9 sind hier jeweils über eine Höhe erstreckt, die der maximalen Stapelhöhe aus Formlingen 3 und jeweiligen Trockengutträger 7 entspricht. Damit können die Luftleithilfen 9 für jede Bestückung der Stapel 4 in gleicher Weise verwendet werden, ohne dass irgendwelche Umbau- oder Anpassungsmaßnahmen erforderlich wären.

[0028] In ihrer Betriebsstellung (Fig. 1) stehen die Luftleithilfen 9 zumindest in dem Teil des Trocknerwagens 1, der sich innerhalb einer Trocknungseinrichtung 2 befindet und somit gerade nicht be- oder entladen wird, parallel zueinander und in Draufsicht mit ihrer Führungsfläche 15 derart diagonal über den Abstand A, dass diese Flächen 15 nahezu über die gesamte Breite des Trocknerwagens 1 erstreckt sind und dabei mit einer vertikalen Kante 18 einem nach hinten anschließenden Stapel 4 und mit der gegenüberliegenden vertikalen Kante 19 einem nach vorne anschließenden Stapel 4 direkt benachbart oder kontaktlerend stehen. Der Abstand A zwischen den Stapeln 4 ist somit von der Luftleithilfe 9 zu etwa gleichen Teilen durchschnitten. Dies gilt für jeden Abstand A zwischen den Stapeln 4, so dass jeder Stapel 4 während der Trocknung sowohl von einer vor als auch von einer hinter ihm stehenden Luftleithilfe 9 beeinflussbar ist.

[0029] Die Luftanströmung 10, 11 von beiden Seiten her kann daher völlig gleichwertig zum Trocknen der Formlinge 3 verwendet werden.

[0030] Ein besonders hervorzuhebendes Merkmal der Erfindung betrifft eine Beweglichkeit der Luftleithilfen 9:

[0031] Um trotz des Durchschneidens des Abstands A in Betriebsstellung zwischen den Stapeln 4 diese Stapel 4 mit Formlingen 3 auf dem Trocknerwagen 1 aufbauen zu können, können die Abstände A auf ihr volles Maß freigegeben werden, indem die Luftleithilfen 9 zwischen der in Figur 1 gezeigten Betriebsstellung zur optimierten Anströmung der Formlinge mit Trocknungsluft und einer Beladestellung zur Anordnung von Formlingen 3 auf dem Trocknerwagen 1 beweglich sind.

[0032] Hier ist beispielhaft jede Luftleithilfe 9 jeweils um eine vertikale Achse im Nahbereich ihrer Kante 18 aus der diagonalen Betriebsstellung in eine quer zum Trocknerwagen und an einen Stapel 4 angeschmiegten Beladestellung, die natürlich auch zum Entladen einstellbar ist, in Richtung des Pfeils 20 schwenkbar. In Figur 2 ist die Beladestellung einer Luftleithilfe 9 gestrichelt und mit eingeklammerten Bezugszeichen eingezeichnet. Dadurch, dass diese plan an dem Regal für einen Stapel 4 anliegt, kann der Abstand A In nahezu voller Breite zum Einführen eines Stapels 4 mit Trockengutträgern 7 und darauf aufgeschichteten Lagen 4a von Formlingen 3 zur Verfügung stehen. Diese können beispielsweise von oben in den Abstand A abgesenkt und dann entgegen der Fahrtrichtung F derart horizontal verschoben werden, dass die jeweiligen Trockengutträger 7 dicht oberhalb der Abstützungen 8 stehen und auf diese abgesenkt werden können. Dieses Beladen kann auch durchgeführt werden, wenn ein Teil des Trocknerwagens 1 bereits innerhalb einer Trocknungseinrichtung 2 befindlich Ist und ein rückwärtiger Teil noch vor der Einfahrt in diese steht. Der Vorschub wie auch das Rückschwenken von Luftleithilfen 9 in die Betriebsstellung kann getaktet erfolgen.

[0033] Dabei können auch Gruppen von Luftleithilfen 9 gemeinsam beweglich sein. Zudem können Sicherungen für die Betriebsstellung und/oder die Beladestellung vorgesehen sein, zum Beispiel federnd gelagerte Fanghaken oder Magnete. Eine Führungseinrichtung 23 zum Verschwenken der Luftleithilfen 9 kann beispielsweise durch eine Kulisse gebildet sein. Das Verlagern der Luftleithilfen 9 kann motorisch oder manuell erfolgen.

[0034] Um den Vorschub des Trocknerwagens 1 durch die Trocknungseinrichtung 2 im Durchlauf zu ermöglichen, kann wie hier der Trocknerwagen 1 ein Fahrgestell 21 mit Rollen 22 umfassen und darüber durch eine Trocknungseinrichtung 2 fahrbar sein. Alternativ ist auch möglich - hier nicht gezeichnet -, dass der Trocknerwagen als ganzes auf ein Fahrgestell aufsetzbar und darüber durch die Trocknungseinrichtung 2 fahrbar ist.

[0035] Die tunnelartige Trocknungseinrichtung 2 kann beispielsweise zwei übereinanderliegende Reihen von Ventilatoren 12 umfassen, um damit ebenfalls über eine große Stapelhöhe einen gleichmäßige Luftstrom sicherstellen zu können und damit die über die gesamte Höhe erstreckten Luftleithilfen 9 effektiv ausnutzen zu können.

[0036] Um eine alternierende beiderseitige Anströmung 10, 11 zu ermöglichen, sind Zonenabschottungen 24 für die verschiedenen Bereiche möglich. Dadurch können die Luftströmungen im Lüftergang 25 und Besatzgang 26 geeignet gesteuert werden.

[0037] Bezugszelchenliste:
1
Trocknerwagen,
2
Trocknungseinrichtung,
3
Formlinge,
4
Stapel,
4a
Lagen des Stapels,
5
Ausnehmungen in den Formlingen,
6
Halterungen,
7
Trockengutträger,
8
Abstützungen,
9
Luftleithilfe,
10
Einblasrichtung von Trocknungsluft,
11
Einblasrichtung von Trocknungsluft,
12
Ventilator,
13
parallele Durchströmung,
14
antiparallele Durchströmung,
15
Luftleltfläche,
16
obere Abschlussfläche,
17
untere Abschlussfläche,
18
Vertikalkante der Luftleithilfe,
19
Vertikalkante der Luftleithilfe,
20
Schwenkrichtung in Beladestellung,
21
Fahrgestell,
22
Rollen,
23
Kulisse,
24
Zonenabschottungen,
25
Lüftergang,
26
Besatzgang
E
Einheit des Trocknerwagens,
A
Abstand zwischen den Stapeln,
F
Fahrtrichtung des Trocknerwagens



Ansprüche

1. Trocknerwagen (1) zur Halterung von In Trocknungseinrichtungen (2) mit Trocknungsluft (10; 11) beaufschlagbaren Formlingen (3), insbesondere Hochlochzlegeln o. ä. Strukturkörpern mit durchgehenden Ausnehmungen (5), wobei eine Mehrzahl von Formlingen (3) auf einem Trocknerwagen (1) halterbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trocknerwagen (1) mit aufragenden Halterungen (6) zur Abstützung von mehreren übereinander halterbaren Trockengutträgern (7) zur Aufnahme von jeweils zumindest einer Lage (4a) von Formlingen (3) und mit aufragenden, über eine Mehrzahl von Lagen (4a) erstreckten Luftleithilfen (9) zur Umlenkung von Trocknungsluft (10; 11) in Richtung der Formlinge (3) versehen ist.
 
2. Trocknerwagen (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftleithilfen (9) zwischen einer Beladestellung zur Anordnung von Formlingen (3) auf dem Trocknerwagen (1) und einer Betriebsstellung zur optimierten Anströmung der Formlinge (3) mit Trocknungsluft (10; 11; 13; 14) beweglich sind.
 
3. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprühe 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftleithilfen (9) jeweils um eine vertikale Achse schwenkbar sind,
 
4. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprühe 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftleithilfen (9) hochkant stehende Leitflächen (15) umfassen und ober- und unterseitig mit einer zumindest nahezu horizontal erstreckten Abschlussfläche (16; 17) zur Ausbildung eines Strömungskanals versehen sind.
 
5. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprühe 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Formlinge (3) jeweils über- und nebeneinander zu mehreren in der Tiefe jeweils nur eine Reihe von Formlingen (3) umfassenden Stapeln (4) auf dem Trocknerwagen (1) anzuordnen sind und jedem Stapel (4) von Formlingen (3) jeweils eine Luftleithllfe (9) vor- und eine nachgeordnet ist,
 
6. Trocknerwagen (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Stapel (4) so angeordnet ist, dass die durchgehenden Ausnehmungen (5) der Formlinge (3) längs zur Fahrtrichtung (F) des Trocknerwagens (1) in einer Trocknungseinrichtung (2) ausgerichtet sind.
 
7. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Stapel (4) während der Trocknung sowohl von einer vor als auch von einer hinter ihm stehenden Luftleithilfe (9) beeinflußbar Ist.
 
8. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Betriebsstellung die Luftleithilfen (9) in Draufsicht derart diagonal stehen, dass sie nahezu über die gesamte Breite des Trocknerwagens (1) erstreckt sind und mit einer vertikalen (18) Kante einem nach hinten anschließenden Stapel (4) und mit der gegenüberliegenden vertikalen Kante (19) einem nach vorne anschließenden Stapel (4) direkt benachbart sind.
 
9. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass Trockengutträger (7) durch auf an den Halterungen (6) vorgesehenen Abstützungen (8) auflegbare Latten gebildet sind.
 
10. Trocknerwagen (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzahl der übereinander gelegenen Trockengutträger (7) variabel ist.
 
11. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftleithilfen (9) über eine Höhe erstreckt sind, die der maximalen Stapelhöhe aus Formlingen (3) und jeweiligen Trockengutträgern (7) entspricht.
 
12. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trocknerwagen (1) ein Fahrgestell (21) umfasst und darüber durch eine Trocknungseinrichtung (2) fahrbar ist.
 
13. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trocknerwagen als ganzes auf ein Fahrgestell aufsetzbar und darüber durch eine Trocknungseinrichtung fahrbar ist.
 
14. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trocknerwagen (1) aus einer Mehrzahl von aneinander direkt gekoppelten einzelnen und mit Regalen versehenen Einheiten (E) zusammengesetzt ist.
 
15. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einzelnen Stapel (4) schräg zur Fahrtrichtung (F) auf dem Wagen (1) angeordnet sind.
 
16. Trocknerwagen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ventilatoren (12) schräg zur Fahrtrichtung (F) angeordnet sind.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente