[0001] Die Erfindung betrifft ein Informationsschild, insbesondere Namens-, Tür- oder Hinweisschild,
mit einem Grundkörper aus Rahmenteilen und ggf. einer Grundplatte, sowie einer in
den Grundkörper einsetzbaren, Deck- oder Dekorplatte, wobei die Deck- oder Dekorplatte
mit einem an der Außenfläche angreifenden Hebewerkzeug, vorzugsweise einem Haftsauger,
anhebbar ist, so dass eine Vorwölbung der Deck- oder Dekorplatte entsteht und diese
entfernbar ist.
[0002] Vorrichtungen zur Aufnahme von Datenträgern, beispielsweise Namens- oder Türschildern
werden vor allem zur Kennzeichnung einzelner Räume in Bürogebäuden, Wohnhäusern, Schulen,
etc. verwendet. Weiters sind auch Hinweisschilder mit Abbildungen oder Piktogrammen,
beispielsweise zur Kennzeichnung von Fluchtwegen, Gefahrenquellen etc., bekannt. Verwendet
werden meist sogenannte Wechselschilder, bei welchen der kartenartige Datenträger
ausgewechselt werden kann. Dazu muss die Deckplatte entfernt, der Datenträger ausgetauscht
und danach die Deckplatte wieder eingesetzt werden. Die Deckplatte soll einerseits
auf einfache Weise entfernbar sein, allerdings nicht durch Temperaturschwankungen
oder Erschütterungen aus dem Rahmen fallen. Weiters ist es gewünscht, die Entfernung
der Deckplatte nicht zu einfach zu gestalten, um einen Vandalismus (beispielsweise
Verunstaltung des Datenträgers, etc.) zu verhindern.
[0003] Die meisten bekannten Wechselschilder genügen diesen Anforderungen nur unzureichend.
So ist beispielsweise aus der
AT 394.463 B ein Wechselschild bekannt, welches zur Preisauszeichnung von Waren sowie zur Angabe
von Wareninformationen verwendet wird. Das Wechselschild besteht aus einem Außenkörper
der einen Rahmen sowie eine geschlossene Rückwand aufweist, wobei an der Vorderseite
ein Sichtfenster freigelassen ist. In den Außenkörper kann durch eine seitliche Einschuböffnung
ein transparenter Fachkörper eingeschoben werden, welcher Aufnahmefächer für kartenartige
Datenträger aufweist. Auf diesen Datenträgern sind Bezeichnungen für die Waren und
Preisangaben aufgedruckt. Durch ein Sichtfenster des transparenten Fachkörpers kann
die Information ausgelesen werden. An der Rückwand des Außenkörpers sind Befestigungsmittel
angeordnet, so dass ein derartiger Wechselrahmen auch als Türschild eingesetzt werden
könnte. Eine missbräuchliche Umgestaltung des Anzeigeinhalts kann jedoch nicht ausgeschlossen
werden, da der transparente Flachkörper sehr einfach aus der seitlichen Einschuböffnung
entfernt und manipuliert werden kann. Weiters ist es aus der
DE 44 19 732 C2 bekannt, ein Wechselschild aus einem flachen Grundkörper zu bilden, der in eine Rückwand
mit entsprechenden flexiblen Aufnahmeleisten eingeklipst werden kann. Der transparente
Grundkörper weist einzelne Fächer auf, in die kartenartige Datenträger eingesetzt
werden können.
[0004] Aus der
DE 93 18 261 U1 ist ein Informationsschild mit einer Grundplatte und einer durchsichtigen Abdeckplatte
bekannt, bei welchem die Grundplatte eine Ausnehmung hat, in die die Abdeckplatte
passgenau einsetzbar ist, wobei sich die Einlage zwischen Grundplatte und Abdeckplatte
befindet. Wie aus Fig. 2 erkennbar, bildet die Außenfläche der transparenten Deckplatte
eine im Wesentlichen plane Ebene mit den angrenzenden Rahmenelementen und stößt fugenfrei
an den Rahmenelementen an. Die Abdeckplatte ist mit einem ferromagnetischen Material
versehen, welches mit Magneten in der Ausnehmung der Grundplatte zusammenwirkt. Zum
Entfernen der Abdeckplatte aus der Ausnehmung kann ein auf die Abdeckplatte aufgesetzter
Saugnapf verwendet werden.
[0005] Ein Informationsschild mit einer transparenten Deckplatte ist weiters aus der
EP 1 258 854 A1 bekannt. Die Deckfläche weist randseitige Magnetstreifen auf, die mit der metallenen
Grundfläche des Informationsschildes zusammenwirken. Zum Entfernen der Deckplatte
kann ein Saugnapf eingesetzt werden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Informationsschild, insbesondere Namens- Türoder
Hinweisschild derart weiterzubilden, dass ein ästhetisches flach bauendes Produkt
entsteht, wobei dafür gesorgt sein soll, dass die Deck- oder Dekorplatte auswechselbar
jedoch vor Manipulationen geschützt im Grundkörper sicher gehalten ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zwei gegenüberliegende Längs-
oder Schmalseiten der vorzugsweise rechteckförmigen oder quadratischen Deck- oder
Dekorplatte und die angrenzenden Rahmenteile des Grundkörpers mit einer Nut/Feder-Rastverbindung
ausgestattet sind.
[0008] Das erfindungsgemäße Namens- bzw. Tür- oder Hinweisschild ist somit auf einfache
Weise und ohne Verwendung von Magneten gegenüber unerwünschten Manipulationen geschützt,
da die Deck- oder Dekorplatte ohne Werkzeug nicht entfernbar ist und im eingesetzten
Zustand praktisch fugenlos im Grundkörper sitzt. Anhebversuche mit reiner Fingerkraft
durch Aufwölben der Deckplatte bzw. einer Dekorplatte schlagen fehl, da ein sich im
geschlossenen System ausbildender Unterdruck im Schildkörper diesen Versuchen entgegenwirkt.
Mit einem Hebewerkzeug, beispielsweise einem Haftsauger, kann eine entsprechende Vorwölbung
der Deck- oder Dekorplatte erzeugt werden, so dass sich die Nut/Feder-Rastverbindungen
entkoppeln lassen.
[0009] Die in den Grundkörper auswechselbar eingesetzte Dekorplatte kann direkt als Datenträger
verwendet werden, wobei die Dekorplatte beispielsweise auf der Sichtseite bedruckt
sein kann. Es ist jedoch auch möglich, die Dekorplatte zumindest teilweise transparent
auszuführen und auf der Rückseite zu bedrucken.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung ist ein in den Grundkörper
einlegbarer, kartenartiger Datenträger vorgesehen, der von der in den Grundkörper
eingesetzten Deckplatte fixiert ist, welche zumindest teilweise transparent ausgeführt
ist. Datenträger mit unterschiedlichem Inhalt können somit rasch ausgetauscht werden.
[0011] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Schnittdarstellung samt Hebewerkzeug;
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Vorrichtung mit eingesetztem Datenträger bzw. Dekorplatte in
zwei Detailvarianten in einer Schnittdarstellung gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- die Rückseite der erfindungsgemäßen Vorrichtung in zwei Detail- varianten gemäß Fig.
2;
- Fig. 4
- die Vorderseite der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Fig. 1;
- Fig. 5
- und Fig. 6 Detailvarianten der Nut/Feder-Rastverbindung der Vor- richtung gemäß Fig.
1;
- Fig. 7
- und Fig. 8 eine Schnittdarstellung sowie eine Draufsicht einer Aus- führungsvariante
der Rahmenverbindung; sowie
- Fig. 9
- die Vorderansicht einer Ausführungsvariante der Vorrichtung ge- mäß Fig. 1.
[0012] Die in den Fig. 1 bis Fig. 9 dargestellten Ausführungsvarianten der Erfindung zeigen
Informations- bzw. Hinweisschilder vom Bautyp Wechselrahmen mit einem Grundkörper
2 aus Rahmenteilen 3 und gegebenenfalls einer Grundplatte 4, wobei zur Abdeckung eine
in den Grundkörper 2 mittels einer Nut/Feder-Rastverbindung 8 einklipsbare Deck- oder
Dekorplatte 5 bzw. 15 vorgesehen ist.
[0013] Wie in der Ausführungsvariante gemäß Fig. 1 dargestellt, wird eine transparente Deckplatte
5 mit einem an der Außenfläche 6 angreifenden Hebewerkzeug, vorzugsweise einem Haftsauger
7 in Pfeilrichtung angehoben, so dass die dargestellte Vorwölbung entsteht, wobei
gegenüberliegende Nut/Feder-Rastbereiche 8 zwischen den Randbereichen der Deckplatte
5 und benachbarten Rahmenteilen 3 entkoppelt werden und die Deckplatte 5 entfernt
werden kann. Danach wird ein Datenträger 1 (s. Fig. 2) im Format der Deckplatte 5
eingelegt und die transparente Deckplatte 5 in umgekehrter Reihenfolge eingesetzt,
wobei die Deckplatte beim Einsetzvorgang leicht gewölbt wird. Die Deckplatte 5 kann
aus einem dünnen, transparenten Material, beispielsweise aus Plexiglas bestehen.
[0014] Erfindungsgemäß sind zwei gegenüberliegende Schmalseiten der transparenten Deckplatte
5 und die angrenzenden Bereiche der Rahmenteile 3 mit einer Nut/Feder-Rastverbindung
8 ausgestattet, wobei in Fig. 5 eine Variante im Detail dargestellt ist, bei der die
Nut in der Schmalseite der Deckplatte 5 und die Feder bzw. Nase im L-förmigen Rahmenteil
3 ausgebildet ist. Die Außenfläche 6 der Deck- oder Dekorplatte 5 bildet eine im Wesentlichen
plane Ebene mit den angrenzenden Rahmenteilen 3 und stößt im Wesentlichen fugenfrei
an den Rahmenteilen 3 an, so dass eine leicht zu pflegende, glatte Oberfläche entsteht.
[0015] Fig. 6 zeigt eine Variante der Erfindung, bei welcher eine kleine Stufe zwischen
der Deckplatte 5 und dem Rahmenteil 3 ausgebildet ist, wobei hier ein Steg bzw. die
Feder der Nut/Feder-Rastverbindung 8 an der Schmalseite der Deckplatte 5 angeordnet
ist.
[0016] Die Nut/Feder-Rastverbindung 8 ist im Querschnitt V-förmig ausgebildet oder weist
zumindest eine das Öffnen und Schließen der Nut/Feder-Rastverbindung 8 erleichternde
schräge Kontaktfläche auf. In den dargestellten Beispielen sind alle Kontaktflächen
der Nut/Feder-Rastverbindung 8 im Winkel von ca. 45° bis 60° zur Außenfläche 6 geneigt.
[0017] Die Rahmenteile 3 des Grundkörpers 2 können eine Aufnahmenut 9 zum Einsetzen der
Grundplatte 4 aufweisen. Diese kann durch eine Klebeverbindung 12 mit den Rahmenteilen
3 verbunden sein (siehe Fig. 5, 6).
[0018] Es ist jedoch auch möglich, die Rahmenteile 3 des Grundkörpers 2 mit Hilfe von Eckwinkeln
10 und Schrauben zu verbinden (siehe Fig. 7, 8). Ein entsprechendes Rahmenprofil weist
eine Aufnahmenut 13 für die Eckwinkel 10 auf. Die darzustellende Information kann
auch auf der Vorderseite der Grundplatte 4 aufgedruckt sein und durch die transparente
Deckplatte 5 sichtbar sein.
[0019] Die Rahmenteile 3 des Grundkörpers 2 können aus einem Metallprofil, vorzugsweise
aus Aluminium, bestehen. Es ist jedoch auch möglich, die Rahmenteile 3 des Grundkörpers
2 einstückig als Spritzgussteil, vorzugsweise aus Kunststoff, herzustellen .
[0020] Die jeweils linken Teile der Fig. 2 und Fig. 3 zeigen eine Variante, bei der eine
bedruckte Dekorplatte 15, beispielsweise mit einer bildlichen Darstellung oder einem
Piktogramm (siehe Fig. 9), mittels der Nut/Feder-Rastverbindung in einen einstückig
ausgeführten Grundkörper 2 eingesetzt ist. Die Wandmontage des Informationsschildes
kann mittels Klebestreifen 11 erfolgen.
[0021] Die jeweils rechten Teile der Fig. 2 und Fig. 3 zeigen beispielsweise ein Türschild
eines Büroraumes mit einem aus vier Rahmenteilen 3 und einer Grundplatte 4 zusammengeklebten
Grundkörper 2, welcher einen Datenträger 1 mit der aufgedruckten Information aufnimmt.
Der Datenträger 1 wird von der transparenten Deckplatte 5 fixiert und abgedeckt. Hier
ist eine Montage der Vorrichtung mittels Schrauben 14 vorgesehen.
[0022] Fig. 4 und Fig. 9 zeigen jeweils die Vorderseite der erfindungsgemäßen Informationsschilder,
bei welchen nur die transparente Deckplatte 5 bzw. Dekorplatte 15, eingefasst von
schmalen Rahmenteilen 3 sichtbar sind, wobei alle Befestigungselemente unsichtbar
bleiben.
1. Informationsschild, insbesondere Namens-, Tür- oder Hinweisschild, mit einem Grundkörper
(2) aus Rahmenteilen (3) und ggf. einer Grundplatte (4), sowie einer in den Grundkörper
(2) einsetzbaren, Deck- oder Dekorplatte (5, 15), wobei die Deck- oder Dekorplatte
(5, 15) mit einem an der Außenfläche (6) angreifenden Hebewerkzeug, vorzugsweise einem
Haftsauger (7), anhebbar ist, so dass eine Vorwölbung der Deck- oder Dekorplatte (5,
15) entsteht und diese entfernbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwei gegenüberliegende Längs- oder Schmalseiten der vorzugsweise rechteckförmigen
oder quadratischen Deck- oder Dekorplatte (5, 15) und die angrenzenden Rahmenteile
(3) mit einer Nut/Feder-Rastverbindung (8) ausgestattet sind.
2. Informationsschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche (6) der Deck- oder Dekorplatte (5, 15) eine im Wesentlichen plane
Ebene mit den angrenzenden Rahmenteilen (3) bildet und im Wesentlichen fugenfrei an
den Rahmenteilen (3) anstößt.
3. Informationsschild nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut/Feder-Rastverbindung (8) im Querschnitt V-förmig ausgebildet ist oder zumindest
eine das Öffnen und Schließen der Nut/Feder-Rastverbindung (8) erleichternde schräge
Kontaktfläche aufweist.
4. Informationsschild nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenteile (3) des Grundkörpers (2) eine Aufnahmenut (9) zum Einsetzen der Grundplatte
(4) aufweisen.
5. Informationsschild nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenteile (3) des Grundkörpers (2) durch Kleben mit der Grundplatte (4) verbunden
sind.
6. Informationsschild nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenteile (3) des Grundkörpers (2) mit Hilfe von Eckwinkeln (10) verbunden
sind.
7. Informationsschild nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenteile (3) des Grundkörpers (2) aus einem Metallprofil, vorzugsweise aus
Aluminium bestehen.
8. Informationsschild nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenteile (3) des Grundkörpers (2) einstückig als Spritzgussteil, vorzugsweise
aus Kunststoff, hergestellt sind.
9. Informationsschild nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein in den Grundkörper (2) einlegbarer, kartenartiger Datenträger (1) vorgesehen
ist, der von der in den Grundkörper (2) eingesetzten Deckplatte (5) fixiert ist, welche
zumindest teilweise transparent ausgeführt ist.
10. Informationsschild nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorplatte (15) auf der Sichtseite bedruckt ist.
11. Informationsschild nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorplatte (15) zumindest teilweise transparent ausgeführt und auf der Rückseite
bedruckt ist.