[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen einer Ausgangsspannung mit einem
einstellbaren Effektivwert aus einer veränderlichen Zwischenkreisspannung.
[0002] Bei elektrischen Antriebssystemen mit Elektromotoren werden üblicherweise sogenannte
(Frequenz)-Umrichter verwendet, die aus einer Netzwechselspannung eine Ausgangsspannung
mit einstellbarer Frequenz und Amplitude erzeugen, die zur Ansteuerung der Elektromotoren
dient. In einem Umrichter wird hierzu zunächst die Netzwechselspannung in eine sogenannte
Zwischenkreisspannung gleichgerichtet, die üblicherweise mittels sogenannter Schaltbrücken
in die Ausgangsspannung mit einstellbarer Frequenz transformiert wird.
[0003] Um einen Effektivwert der vom Umrichter erzeugten Ausgangsspannung einzustellen,
wird üblicherweise die Zwischenkreisspannung einer Pulsweitenmodulation unterzogen,
wobei der Effektivwert vom gewählten Tastgrad der Pulsweitenmodulation abhängt.
[0004] Der sich einstellende Effektivwert der Ausgangsspannung hängt jedoch neben dem eingestellten
Tastgrad auch von einem momentanen Wert der Zwischenkreisspannung ab. Die Zwischenkreisspannung
ist wiederum von vielen Faktoren abhängig, beispielsweise von der momentanen Netzspannung,
einer momentanen Last des Umrichters und/oder von anderen Umrichtern, die in einem
sogenannten Umrichter-Verbund arbeiten.
[0005] Um den Effektivwert der Ausgangsspannung zuverlässig einstellen zu können, ist es
daher notwendig, die momentane Zwischenkreisspannung zu messen und bei der Einstellung
des Tastgrads zu berücksichtigen.
[0006] Zur Erzeugung der pulsweitenmodulierten Ausgangsspannung aus der Zwischenkreisspannung
wird üblicherweise ein Zähler in Verbindung mit einem Vergleicher bzw. Komparator
eingesetzt, wobei der Zähler mit einem Zählertaktsignal mit konstanter Zählertaktfrequenz
betrieben bzw. inkrementiert wird.
[0007] Der gewünschte Tastgrad wird durch Berechnen von geeigneten Zählersollwerten eingestellt.
Die Zählersollwerte werden hierbei mit dem momentanen Zählerwert verglichen, wobei
ein Pegel der Ausgangsspannung in Abhängigkeit von einem Ergebnis des Vergleichens
eingestellt wird.
[0008] Um die momentane Zwischenkreisspannung zu berücksichtigen, werden die Zählersollwerte
in Abhängigkeit von der momentanen Zwischenkreisspannung berechnet, wozu eine Division
notwendig ist. Divisionen erfordern jedoch in kleineren Mikroprozessoren, die üblicherweise
in Umrichtern verwendet werden, eine erhebliche Rechenzeit, wodurch nicht gewünschte
Totzeiten bei einer Regelung der Ausgangsspannung verursacht werden. Derartige Totzeiten
erfordern beispielsweise höhere Kapazitätswerte bei den verwendeten Zwischenkreiskondensatoren
und verschlechtern allgemein die Regelungsgüte.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Erzeugen einer Ausgangsspannung
mit einem einstellbaren Effektivwert aus einer veränderlichen Zwischenkreisspannung
zur Verfügung zu stellen, welches eine Berücksichtigung eines momentanen Werts der
Zwischenkreisspannung bei der Erzeugung der Ausgangsspannung mit möglichst geringer
Rechenlast ermöglicht.
[0010] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0011] Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche, deren Wortlaut hiermit
durch Bezugnahme zum Gegenstand der Beschreibung gemacht wird, um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden.
[0012] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Erzeugen einer Ausgangsspannung mit einem
einstellbaren Effektivwert aus einer veränderlichen Zwischenkreisspannung wird der
Effektivwert der Ausgangsspannung mittels einer Pulsweitenmodulation der Zwischenkreisspannung
eingestellt. Hierzu wird die momentane Zwischenkreisspannung gemessen. Auf Basis der
gemessenen Zwischenkreisspannung wird dann ein Zählertaktsignal mit einer Zählertaktfrequenz
erzeugt, die proportional zu der gemessenen Zwischenkreisspannung ist. Es wird mindestens
ein Zählersollwert erzeugt, der von einem eingestellten Effektivwert der Ausgangsspannung
abhängig ist. Es werden Zählerwerte im Takt des Zählertaktsignals erzeugt, beispielsweise
wird ein Zähler im Takt des Zählertaktsignals inkrementiert, wobei die Ausgangsspannung
als pulsweitenmoduliertes Signal erzeugt wird, indem der momentane Zählerwert mit
dem mindestens einen Zählersollwert verglichen wird, wobei ein Pegel der Ausgangsspannung
in Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichens eingestellt wird. Im Gegensatz zu den
herkömmlichen Verfahren, bei denen Zählerwerte auf Basis eines Zählertaktsignals erzeugt
werden, welches eine konstante Frequenz aufweist, werden bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren Zählerwerte auf Basis eines Zählertaktsignals mit variabler Zählertaktfrequenz
erzeugt, wobei die Zählertaktfrequenz proportional zur momentanen Zwischenkreisspannung
ist, wodurch auf eine Division verzichtet werden kann. Die Zählertaktfrequenz nimmt
erfindungsgemäß proportional zu der gemessenen Zwischenkreisspannung zu. Dies bewirkt,
dass die Zählerwerte mit einer höheren Frequenz erzeugt bzw. inkrementiert oder dekrementiert
werden, wodurch vorgegebene Zählersollwerte ausgehend von einem Anfangswert schneller
erreicht werden. Bei einer vorgegebenen, konstanten Periodendauer der pulsweitenmodulierten
Ausgangsspannung stellt sich dadurch ein umgekehrt proportionaler Zusammenhang zwischen
dem Tastgrad und der Zwischenkreisspannung ein, was im Ergebnis einer Division bei
der Berechnung der Zählersollwerte entspricht.
[0013] In einer Weiterbildung werden ein erster Zählersollwert und ein zweiter Zählersollwert
erzeugt, wobei eine Differenz zwischen dem ersten Zählersollwert und dem zweiten Zählersollwert
ausschließlich von dem eingestellten Effektivwert der Ausgangsspannung abhängig ist.
Die Differenz zwischen dem ersten Zählersollwert und dem zweiten Zählersollwert ist
insbesondere nicht von der Zwischenkreisspannung abhängig. Ein Pegel der Ausgangsspannung
wird auf einen ersten Wert, beispielsweise die Zwischenkreisspannung, eingestellt,
wenn der Zählerwert größer oder gleich wie der erste Zählersollwert ist und kleiner
oder gleich wie der zweite Zählersollwert ist, und andernfalls wird der Pegel der
Ausgangsspannung auf einen zweiten Wert, beispielsweise OV, eingestellt.
[0014] In einer Weiterbildung wird der Zählerwert auf einen Anfangswert, beispielsweise
Null, zurückgesetzt, wenn eine vorgegebene, insbesondere konstante, Periodendauer
des pulsweitenmodulierten Signals bzw. der Ausgangsspannung abgelaufen ist. Die vorgegebene
Periodendauer kann beispielsweise in einem Bereich von 0,01 ms bis 100ms liegen. Bevorzugt
beträgt sie 1 ms.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben,
die bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung zeigen. Hierbei zeigen schematisch.
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Erzeugen einer Aus- gangsspannung mit einem
einstellbaren Effektivwert aus einer veränderlichen Zwischenkreisspannung und
- Fig. 2
- Signalverläufe bei der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung.
[0016] Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Erzeugen einer Ausgangsspannung
US mit einem einstellbaren Effektivwert aus einer veränderlichen Zwischenkreisspannung
UZK. Die gezeigte Vorrichtung ist Bestandteil eines nicht näher dargestellten, herkömmlichen
(Frequenz-)Umrichters, der zur Ansteuerung von nicht näher dargestellten Elektromotoren
eines elektrischen Antriebssystems dient.
[0017] Die Vorrichtung umfasst eine Frequenzteilereinheit 10, die mit einem Systemtaktsignal
mit einer Frequenz f1, einem digitalen Wert UZK_D, welcher der momentanen bzw. aktuellen
Zwischenkreisspannung UZK entspricht, und einem digitalen Normierungswert UZK_N beaufschlagt
ist. Die Frequenzteilereinheit 10 erzeugt an ihrem Ausgang ein Zählertaktsignal mit
einer Zählertaktfrequenz fc, die sich wie folgt ergibt:

[0018] Die Zählertaktfrequenz fc ist folglich proportional zu der gemessenen Zwischenkreisspannung
UZK bzw. deren digitaler Entsprechung UZK_D.
[0019] Die Frequenzteilereinheit 10 umfasst einen Summierer 11, ein mit dem Systemtaktsignal
getaktetes Register bzw. Flip-Flop 12, einen Multiplexer 13, einen Subtrahierer 14
und einen Vergleicher 15, die in der dargestellten Weise miteinander verschaltet sind.
Eine derartige Frequenzteilereinheit ist beispielsweise in der
US 4,816,774 beschrieben, auf die insoweit Bezug genommen wird, um eine redundante Funktionsbeschreibung
zu vermeiden.
[0020] Das Zählertaktsignal mit der Frequenz fc dient zur Versorgung eines Zähler/Vergleichers
20 mit einem Taktsignal. Der Zähler/Vergleicher 20 wird weiter mit einem Zählersollwert
ZS beaufschlagt und inkrementiert Zählerwerte im Takt fc des Zählertaktsignals. Der
Zähler/Vergleicher 20 erzeugt eine Zwischen-Ausgangsspannung US' als pulsweitenmoduliertes
Signal, indem er den momentanen Zählerwert mit dem Zählersollwert ZS vergleicht, wobei
ein Pegel bzw. logischer Zustand der Zwischen-Ausgangsspannung US' in Abhängigkeit
vom Ergebnis des Vergleichens eingestellt wird.
[0021] Vorliegend erzeugt der Zähler/Vergleicher 20 die Zwischen-Ausgangsspannung US' mit
einem logischen Pegel von 1, wenn der Zählerwert kleiner als der Zählersollwert ZS
ist, andernfalls wird die Zwischen-Ausgangsspannung US' mit einem logischen Pegel
von 0 erzeugt. Die Zwischen-Ausgangsspannung US' wird mittels einer Treibereinheit
40 hinsichtlich ihres Pegels auf die Zwischenkreisspannung UZK umgesetzt. Bei einem
logischen Pegel 1 der Zwischen-Ausgangsspannung US' wird am Ausgang der Treibereinheit
40 die Zwischenkreisspannung UZK ausgegeben und bei einem logischen Pegel 0 der Zwischen-Ausgangsspannung
US' wird am Ausgang der Treibereinheit 40 Massespannung ausgegeben.
[0022] Eine Timereinheit 30 setzt den Zählerwert des Zähler/Vergleichers 20 auf einen Anfangswert
Null zurück, wenn eine vorgegebene Zeitdauer, beispielsweise 1 ms, abgelaufen ist.
Die Timereinheit 30 bestimmt folglich die Periodendauer des pulsweitenmodulierten
Ausgangssignals US' bzw. US.
[0023] Ein Betrieb der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung wird nachfolgend unter Bezugnahme
auf Fig. 2, Teildiagramme (a) bis (d) beschrieben.
[0024] Um die Beschreibung zu vereinfachen, sei angenommen, dass für einen Norm-Betriebsfall
der digitale Normierungswert UZK_N 1000 beträgt, die momentane Zwischenkreisspannung
in digitaler Darstellung UZK_D 100 beträgt, ein eingestellter Effektivwert der Ausgangsspannung
US 50V beträgt, die Frequenz f1 des Systemtaktsignals konstant 100kHz beträgt und
eine Periodendauer TP der pulsweitenmodulierten Ausgangsspannung US konstant 1 ms
beträgt.
[0025] Die Zählertaktfrequenz fc ergibt sich dann zu:

[0026] Aufgrund der Zählertaktfrequenz fc von 10kHz werden Zählerwerte jeweils in einer
Zählerzykluszeit TS von 0,1 ms erzeugt.
[0027] Um einen Effektivwert der pulsweitenmodulierten Ausgangsspannung US von 50V zu bewirken,
muss der Tastgrad, d.h. das Verhältnis der Länge des eingeschalteten Zustands (Impulsdauer)
zur Periodendauer TP, 0,5 bzw. 50% betragen. Dies entspricht einem Zählersollwert
ZS von 5.
[0028] Beginnend bei einem Zählerwert von Null am Anfang eines jeweiligen Zyklus der pulsweitenmodulierten
Ausgangsspannung US werden die
[0029] Zählerwerte alle 0,1ms inkrementiert, siehe Fig. 2, Teildiagramm (a). Solange die
Zählerwerte kleiner als der Zählersollwert ZS mit einem Wert von 5 sind, erzeugt der
Zähler/Vergleicher 20 die Zwischen-Ausgangsspannung US' mit einem logischen Pegel
von 1, d.h. die Ausgangsspannung US ist gleich der Zwischenkreisspannung UZK, siehe
Fig. 2, Teildiagramm (b). Nach 0,5ms beträgt der Zählerwert 5, d.h. der Zählerwert
ist nicht mehr kleiner als der Zählersollwert ZS, worauf der Zähler/Vergleicher 20
die Zwischen-Ausgangsspannung US' mit einem logischen Pegel von Null erzeugt. Die
Ausgangsspannung US wird dann mit einem Massespannungspegel ausgegeben. Auf diese
Weise wird eine Ausgangsspannung mit einem Tastgrad von 50% erzeugt, was bei der aktuellen
Zwischenkreisspannung von 100V einem Effektivwert von 50V entspricht.
[0030] Nimmt nun, wie in den Teildiagrammen (c) und (d) gezeigt, die Zwischenkreisspannung
UZK auf einen Wert von 200V bzw. die digitale Darstellung UZK_D auf 200 zu, ergibt
sich die Zählertaktfrequenz fc zu:

[0031] Aufgrund der Zählertaktfrequenz fc von 20kHz werden nun Zählerwerte jeweils in einer
Zählerzykluszeit TS von 0,05ms erzeugt.
[0032] Da der Zählersollwert konstant bleibt, d.h. unabhängig von der aktuellen Zwischenkreisspannung
UZK ist, wird der Zählerwert 5 bereits nach der Hälfte der Zeit, d.h. 0,25ms, erreicht.
Da die Periodendauer TP konstant 1 ms beträgt, wird auf diese Weise eine Ausgangsspannung
mit einem Tastgrad von 25% erzeugt, was bei der aktuellen Zwischenkreisspannung von
200V einem Effektivwert von 50V entspricht.
[0033] Da die Zählertaktfrequenz fc proportional zur aktuellen Zwischenkreisspannung UZK
ist, ist der Tastgrad bei konstanter Periodendauer TP umgekehrt proportional zur aktuellen
Zwischenkreisspannung UZK, wodurch eine Berücksichtigung, d.h. Kompensation, der aktuellen
Zwischenkreisspannung UZK bei der Erzeugung des Effektivwerts der Ausgangsspannung
US möglich ist, ohne dass hierzu der Zählersollwert ZS unter Verwendung einer Division
neu zu berechnen ist. Dies verringert die notwendige Rechenleistung erheblich, wodurch
rechenzeitbedingte Totzeiten vermieden werden können und die Regelungsgüte zunimmt.
[0034] Bei der gezeigten Ausführungsform sind die Pulse der pulsweitenmodulierten Ausgangsspannung
US linksbündig im Zyklus angeordnet, d.h. ein Puls beginnt am Anfang eines jeweiligen
Zyklus. In Abhängigkeit vom Anwendungsfall kann es jedoch günstiger sein, die Pulse
innerhalb eines Zyklus zu zentrieren. Um dies zu erzielen, sind zwei Zählersollwerte
ZS1 und ZS2 zu berechnen, wobei beispielsweise der erste Zählersollwert ZS1 einen
Einschaltzeitpunkt und der zweite Zählersollwert ZS2 einen Ausschaltzeitpunkt eines
Pulses der pulsweitenmodulierten Ausgangsspannung US definiert.
[0035] Die Zählersollwerte ZS1 und ZS2 können beispielsweise nach folgender Formel berechnet
werden:

[0036] Hierbei bezeichnet der Wert TP_D die Periodendauer TP in Zählerinkrementen und US_D
den Effektivwert der Ausgangsspannung in digitaler Darstellung. Eine Differenz zwischen
dem ersten Zählersollwert ZS1 und dem zweiten Zählersollwert ZS2 ist ausschließlich
von dem eingestellten Effektivwert der Ausgangsspannung US_D abhängig. Auch bei dieser
Berechnung der Zählersollwerte ZS1 und ZS2 kann auf eine Fließkommadivision verzichtet
werden, da die Division durch Zwei mittels einer Shift-Operation realisierbar ist.
[0037] Bei einer mittensymmetrischen Pulsweitenmodulation bei Verwendung einer vorzeichenbehafteten
Sollspannung in Dreiphasensystemen können die Zählersollwerte ZS1 und ZS2 beispielsweise
nach folgender Berechnungsmethode berechnet werden:

[0038] Allen Ausführungsformen ist gemeinsam, dass im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren,
bei denen ein Zähler mit konstantem Takt betrieben wird und Zählersollwerte unter
Berücksichtigung der aktuellen Zwischenkreisspannung unter Verwendung einer Division
berechnet werden, erfindungsgemäß der Zähler/Vergleicher 20 mit einem variablen Takt
betrieben wird, der proportional zur Zwischenkreisspannung UZK ist, was im Ergebnis
der herkömmlichen Division bei der Berechnung der Zählersollwerte entspricht. Die
Takteinstellung erfolgt hierbei mittels der Frequenzteilereinheit 10, d.h. eine rechenintensive
Divisionsoperation bei der Berechnung des oder der Zählersollwerte kann entfallen.
[0039] Es versteht sich, dass die in den Ausführungsbeispielen genannten, konkreten Zahlenwerte
von Frequenzen, Zählersollwerten, Periodendauern etc. aus Gründen der besseren Beschreibbarkeit,
d.h. als Beispielwerte, gewählt sind und von Zahlenwerten abweichen können, die bei
einer realen Anwendung zu wählen sind.
1. Verfahren zum Erzeugen einer Ausgangsspannung (US) mit einem einstellbaren Effektivwert
aus einer veränderlichen Zwischenkreisspannung (UZK), wobei
- der Effektivwert der Ausgangsspannung mittels einer Pulsweitenmodulation der Zwischenkreisspannung
eingestellt wird,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- Messen der Zwischenkreisspannung,
- Erzeugen eines Zählertaktsignals mit einer Zählertaktfrequenz (fc), die proportional
zu der gemessenen Zwischenkreisspannung ist,
- Erzeugen von mindestens einem Zählersollwert (ZS), der von einem eingestellten Effektivwert
der Ausgangsspannung abhängig ist,
- Erzeugen von Zählerwerten im Takt des Zählertaktsignals und
- Erzeugen der Ausgangsspannung als pulsweitenmoduliertes Signal, indem der Zählerwert
mit dem mindestens einen Zählersollwert verglichen wird und ein Pegel der Ausgangsspannung
in Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichens eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Zählersollwert (ZS1) und ein zweiter Zählersollwert (ZS2) erzeugt werden,
wobei eine Differenz zwischen dem ersten Zählersollwert und dem zweiten Zählersollwert
von dem eingestellten Effektivwert der Ausgangsspannung abhängig ist und nicht von
der Zwischenkreisspannung abhängig ist und der Pegel der Ausgangsspannung auf einen
ersten Wert (UZK) eingestellt wird, wenn der Zählerwert größer oder gleich wie der
erste Zählersollwert ist und kleiner oder gleich wie der zweiter Zählersollwert ist,
und andernfalls der Pegel der Ausgangsspannung auf einen zweiten Wert eingestellt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zählerwert auf einen Anfangswert zurückgesetzt wird, wenn eine vorgegebene Periodendauer
(TP) des pulsweitenmodulierten Signals abgelaufen ist.