[0001] Die Erfindung betrifft eine Riemchenführungseinrichtung zur Führung eines eine Streckwerksoberwalze
mit einem elastischen Bezug umschlingenden Riemchens, wobei die Riemchenführungseinrichtung
eine Aufnahme für die Streckwerksoberwalze und Führungsflächen für das Riemchen enthält.
[0002] Eine Riemchenführungseinrichtung dieser Art ist aus der
DE 103 48 452 A1 bekannt. Die bekannte Riemchenführungseinrichtung ist einteilig ausgeführt, wobei
die Riemchen im Wesentlichen nur derjenigen Zugspannung unterworfen werden, die durch
ihr Bestreben verursacht wird, in Umfangsrichtung annähernd Kreisform anzunehmen.
Durch die einteilige Ausführung der Riemchenführungseinrichtung kann die Riemchenführungseinrichtung,
insbesondere bei der Ausführung als Kunststoff-Spritzgussteil, nur aus einem einzigen
Werkstoff bestehen. Die Auswahl des Werkstoffes erfordert Kompromisse, da an unterschiedlichen
Stellen der Riemchenführungseinrichtung unterschiedliche Anforderungen an den Werkstoff
gestellt werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Riemchenführungseinrichtung zu verbessern.
[0004] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Riemchenführungseinrichtung einen Grundkörper
und ein am Grundkörper befestigtes Führungsbauteil aufweist, wobei der Grundkörper
die Aufnahme für die Streckwerksoberwalze enthält und wobei das Führungsbauteil wenigstens
eine Führungsfläche für das Riemchen enthält.
[0005] Die zweiteilige Ausgestaltung der Riemchenführungseinrichtung trennt die beiden wichtigsten
Funktionen, die von der Riemchenführungseinrichtung erreicht werden sollen, nämlich
das Führen des Riemchens und das Befestigen der Riemchenführungseinrichtung an der
Achse der Streckwerksoberwalze. Die Funktion des Befestigens und Haltens der Riemchenführungseinrichtung
wird von dem Grundkörper übernommen, der die Aufnahme für die Achse der Streckwerksoberwalze
enthält. Der Grundkörper kann beispielsweise aus einem glasfaser- oder kohlefaserverstärkten
Kunststoff ausgeführt werden. Ein derartiger Kunststoff gewährleistet eine hohe Stabilität
des Grundkörpers und verhindert eine zu großer Verformung unter den äußeren Belastungskräften.
Diese stabilen Kunststoffe haben den Nachteil, dass sie als Gleitpartner ungeeignet
sind, da sie einen relativ hohen Reibungskoeffizient haben und da der bei der Gleitreibung
entstehenden Verschleiß zu abstehenden Glas- bzw. Kohlefasern an der Oberfläche führt.
Diese abstehenden Fasern führen zu erhöhtem Verschleiß an dem Gleitpartner. Bei der
erfindungsgemäßen Riemchenführungseinrichtung sind deshalb die Führungsflächen für
das Riemchen an einem vom Grundkörper getrennten Führungsbauteil angeordnet. Das Führungsbauteil
ist am Grundkörper befestigbar und kann so gestaltet werden, dass es nur sehr gering
durch Betriebskräfte belastet wird. Für das Führungsbauteil kann deshalb in vorteilhafter
Weise ein besonders gleitfreudiger Kunststoff eingesetzt werden, der keine Verstärkung
durch Glas- oder Kohlefasern enthalten muss. Als gleitfreudiger Kunststoff eignet
sich insbesondere ein Kunststoff der wenigstens zu einem Teil aus Polytetrafluorethylen
besteht. Der Verschleiß des Riemchens lässt sich dadurch verringern und die Standzeit
des Riemchens erhöht sich. Außerdem lassen sich die Reibungsverluste, die ein erhöhtes
Antriebsmoment der Streckwerksunterwalze erfordern, minimieren. Der Verschleiß tritt
bevorzugt an dem Führungsbauteil auf, das gegebenenfalls leicht und kostengünstig
ausgetauscht werden kann.
[0006] In alternativer Ausgestaltung ist es jedoch auch möglich, das Führungsbauteil aus
einem verschleißfestem Material wie beispielsweise Keramik oder Stahl herzustellen,
der an den Führungsflächen für das Riemchen poliert ist.
[0007] Streckwerksoberwalzen in Streckwerken zum Verziehen von Stapelfaserverbänden sind
oftmals als Oberwalzenzwillinge ausgestaltet. Ein Oberwalzenzwilling enthält zwei
Streckwerksoberwalzen mit jeweils einem elastischen Bezug, die frei drehbar auf einer
feststehenden Achse angeordnet sind. Die Achse ist in ihrem mittleren Bereich von
einem Belastungsträger des Streckwerks aufgenommen. Alternativ kann ein Oberwalzenzwilling
auch als sogenannte Festwalze gestaltet sein, bei der die beiden Streckwerksoberwalzen
drehfest mit einer Achse verbunden sind, wobei zur Lagerung der Achse eine Hülse vorgesehen
ist, die die Achse der Festwalze umgibt und die dann am Belastungsträger aufgenommen
ist. Wenn der Oberwalzenzwilling als Festwalze ausgestaltet ist, ist die Aufnahme
des Grundkörpers der Riemchenführungseinrichtung selbstverständlich so ausgebildet,
dass die Aufnahme auf die die Achse der Streckwerksoberwalze umgebende Hülse aufsetzbar
ist.
[0008] Bei einer Riemchenführungseinrichtung für einen Oberwalzenzwilling ist es vorteilhaft,
dass die Riemchenführungseinrichtung zwei am Grundkörper befestigte Führungsbauteile
für die benachbarten Streckwerksoberwalzen enthält. Bevorzugt sind die beiden Führungsbauteile
in unterschiedlichen Abständen zueinander am Grundkörper befestigbar, wobei die Führungsbauteile
parallel zur Achsrichtung der Streckwerksoberwalze verschiebbar sein können und wobei
Positioniermittel für die Führungsbauteil vorgesehen sein können, die eine Befestigung
der Führungsbauteile am Grundkörper nur in vorbestimmten Abständen zulassen. Diese
Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die Riemchenführungseinrichtung für Oberwalzenzwillinge
mit unterschiedlicher Teilung, d.h. Obervvalzenzwillinge mit unterschiedlich weit
voneinander entfernten elastischen Bezügen der beiden Streckwerksoberwalzen, verwendbar
ist. Für Oberwalzenzwillinge unterschiedlicher Teilung ist nur ein einziger Grundkörper
notwendig. Die der Teilung entsprechende Position der Führungsflächen für das Riemchen
wird dadurch ermöglicht, dass das Führungsbauteil in der entsprechenden Position am
Grundkörper befestigt wird. Beide Führungsbauteile mit den Führungsflächen für das
Riemchen sind dabei bevorzugt identisch ausgestaltet, dass jedes zur Führung an beiden
Riemchen eines Oberwalzenzwillings verwendbar ist. Die Teilevielfalt lässt sich dadurch
stark verringern.
[0009] Da die Teilung von Oberwalzenzwillingen nur gewisse vordefinierte Werte, beispielsweise
70, 75 oder 82,5 mm, annimmt, ist es vorteilhaft, Positioniermittel für die Führungsbauteile
vorzusehen, die eine Positionierung der Führungsbauteile am Grundkörper nur in den
vorbestimmten Abständen der verschiedenen Teilungen zulassen. Die Anpassung der Riemchenführungseinrichtung
an die unterschiedlichen Teilungen kann dadurch ohne großen Einstellaufwand erfolgen.
[0010] Wie auch in der bekannten Riemchenführungseinrichtung der
DE 103 48 452 A1 wird bevorzugt die Riemchenspannung lediglich dadurch erzeugt, dass das Riemchen
bestrebt ist, in Umfangsrichtung annähernd Kreisform anzunehmen. Alternativ kann es
jedoch zum Erreichen einer verbesserten Riemchenführung auch vorteilhaft sein, dass
die Riemchenführungseinrichtung ein Spannelement enthält, das angefedert ist. Das
Spannelement kann dabei sowohl am Grundkörper als auch an dem Führungsbauteil angeordnet
sein und kann beispielsweise durch eine zusätzliche Kunststofflasche gebildet werden.
Es kann auch vorgesehen sein, dass das Spannelement durch eine angefederte Führungsfläche
des Führungsbauteils gebildet werden. Beispielsweise kann die Lauffläche alleine oder
das ganze Führungselement mit Lauffläche angefedert sein.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Riemchenführungseinrichtung eine
schräg zur Riemchenlaufrichtung angeordnete Abstreifkante enthalten. Die Abstreifkante
dient zur Reinigung des Riemchens von eventuell anhaftenden Fasern. Die Abstreifkante
kann so ausgeführt werden, das sie das Riemchen leicht berührt oder berührungsfrei
in einem minimalen Abstand zum Riemchen angeordnet ist.
[0012] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels.
[0013] Es zeigen
Figur.1 eine Frontansicht auf einen Oberwalzenzwilling mit einer erfindungsgemäßen
Riemchenführungseinrichtung,
Figur 2 eine entlang der Schnittfläche II-II der Figur 1 geschnittene Seitenansicht.
[0014] In den Figuren 1 und 2 ist ein Streckwerk 1 zum Verziehen eines Stapelfaserverbandes
2 schematisch dargestellt. Das Streckwerk 1 besteht - wie in Figur 2 erkennbar - aus
mehreren Walzenpaaren 3, 4 und 5, 6, die den Stapelfaserverband 2 in Transportrichtung
A transportieren und dabei auf die gewünschte Feinheit verziehen. Die Unterwalzen
3 und 5 sind angetrieben. Die Oberwalzen 4 und 6 sind in einem Belastungsträger 7
gehalten und werden gegen die Unterwalzen 3 und 5 angedrückt. Dem Walzenpaar 3, 4
sind in an sich bekannter Weise Führungsriemchen 8 und 9 zur Führung des Stapelfaserverbandes
in der Verzugszone zwischen der Klemmlinie 10 des Walzenpaares 3, 4 und der Klemmlinie
11 des Walzenpaares 5, 6 angeordnet. Die Oberwalze 6 ist mit einem elastischen Bezug
12 aus einem gummiartigen Material ausgestattet. Zum Schutz des elastischen Bezuges
12 gegen zu starken Verschleiß durch den Stapelfaserverband 2 ist der Oberwalze 6
ein Riemchen 13 zugeordnet, das den elastischen Bezug 12 umschlingt. Zur Führung des
Riemchens 13 ist eine Riemchenführungseinrichtung 14 vorgesehen.
[0015] Die Riemchenführungseinrichtung 14 enthält eine Aufnahme 15 für die Achse 16 der
Streckwerksoberwalze 6 und eine lauffläche 17 für das Riemchen 13. Bevorzugt ist die
Riemchenführungseinrichtung 14 an der Ausgangsoberwalze 6 des Streckwerks 1 angeordnet,
so dass das Riemchen 13 die Klemmlinie 11 bildet, an der der Verzug des Faserverbandes
2 beendet ist. An der Ausgangsklemmlinie 11 ist der Verschleiß der Oberwalze 6 besonders
stark, da dort die Urrifangsgeschwiridigkeit der Walzen 5, 6 am höchsten ist.
[0016] Oftmals sind mehrere Streckwerke 1 nebeneinander angeordnet, wie es beispielsweise
bei Streckwerken°1 für Ringspinnmaschinen der Fall ist. Hierbei sind die Unterwalzen
3 und 5 als in Maschinenlängsrichtung durchlaufende Unterzylinder gestaltet, wie in
Figur 1 zu erkennen. Die beiden Streckwerksoberwalzen 6 der benachbarten Streckwerke
1 sind auf einer gemeinsamen Achse 16 frei drehbar angeordnet. Die Achse 16 ist feststehend
in einem Halter 18 aufgenommen, der am Betastungsträger 17 befestigt ist und durch
den die Streckwerksoberwalzen 6 gegen die Unterwalze 5 angedrückt werden. Die beiden
Oberwalzen 6 und die Achse 16 bilden einen sogenannten Oberwalzenzwilling. Die elastischen
Bezüge 12 der beiden Oberwalzen 6 des Oberwalzenzwillings 19 werden jeweils von einem
Riemchen 13 umschlungen. Die Aufnahme 15 umgreift den Halter 18 gabelförmig und ist
auf die Achse 16 aufgeklipst.
[0017] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, das die Riemchenführungseinrichtung 14 zweiteilig
gestaltet ist und einen Grundkörper 20 und ein Führungsbauteil 21 für jedes Riemchen
13 enthält. Der Grundkörper enthält die Aufnahme 15 für die Achse 16 des Oberwalzenzwillings
19 und ist aus einem stabilen Material hergestellt, dass die beim Betrieb auftretenden
Belastungskräfte aufnehmen kann. Der Grundkörper 20 besteht bevorzugt aus einem faserverstärkten
Kunststoff. Das Führungsbauteil 21 enthält die Lauffläche 17 und zwei Seitenführungen
22, die alle drei zusammen als Führungsflächen für das Riemchen 13 bezeichnet werden.
Das Führungsbauteil besteht aus einem gleitfreudigen Kunststoff, so dass das Riemchen
13 an den Führungsflächen 17 und 22 nur wenig Widerstand findet. Jedes Führungsbauteil
21 ist über Aufnahmen 23 und 24 am Grundkörper 20 befestigt. Das Führungsbauteil 21
ist parallel zur Achsrichtung der Streckwerksoberwalze 6 auf den Grundkörper 20 aufschiebbar.
Es sind Positioniermittel 25 in Form eines Zapfens 26 am Führungsbauteil 21 und mehrerer
Nuten 27 am Grundkörper 20 vorgesehen, um eine Positionierung der beiden Führungsbauteile
21 in vorbestimmten Abständen zueinander zu gewährleisten.
[0018] In der Praxis werden Oberwalzenzwillinge 19 unterschiedlicher Teilung B eingesetzt.
Die Teilung B entspricht dem Abstand der in benachbarten Streckwerken 1 verzogenen
Stapelfaserverbände 2. Die Bezüge 12 des Oberwalzenzwillings 19 haben ebenfalls einen
der Teilung entsprechenden Abstand. Die Seitenführungen 22 der Riemchenführungseinrichtung
14 müssen auf die Teilung des Obervvalzenzwillings 19 abgestimmt sein, damit die Riemchen
13 genau auf den Bezügen 12 laufen. Durch die Verstellbarkeit der Führungsbauteile
21 und die Positioniermittel 25 kann die erfindungsgemäße Riemchenführungseinrichtung
14 an Oberwalzenzwillingen 19 unterschiedlicher Teilung B eingesetzt werden, ohne
dass ein großer Einstellaufwand notwendig ist. Die Anzahl und die Position der Nuten
27 im Grundkörper 20 ist auf die in der Praxis verwendeten Teilungen B der Oberwalzenzwillinge
19 abgestimmt.
[0019] Durch die Verschiebbarkeit der Führungsbauteile 21 in Achsrichtung der Streckwerksoberwalzen
6 kann auch der Austausch eines einzelnen Riemchens 13 vereinfacht werden. Das Führungsbauteil
21 kann mit dem Riemchen 13 in Achsrichtung der Oberwalzen 6 vom Grundkörper 20 heruntergeschoben
werden. Das Riemchen braucht nicht über die Seitenführung 22 hinübergezogen.zu werden.
Es ist dadurch möglich relativ hohe Seitenführungen 22 vorzusehen, die auch dann noch
eine gute Führung des Riemchens 13 gewährleisten, wenn der elastische Bezug 12 nachgeschliffen
werden muss und sich dadurch sein Durchmesser verkleinert. Die erhöhten Seitenführungen
22 gewährleisten auch bei verkleinertem Durchmesser der Streckwerksoberwalze 6 eine
sichere Riemchenführung ohne dass ein zusätzliches Spannelement vorhanden sein muss.
[0020] In nicht dargestellter Ausgestaltung kann es für gewisse Anwendungsfälle doch vorteilhaft
sein, ein zusätzliches Spannelement vorzusehen und beispielsweise zwischen der Streckwerksoberwalze
6 und dem Führungsbauteil 21 anzuordnen. Es kann auch vorteilhaft sein, das Führungsbauteil
21 elastisch über eine Feder am Grundkörper 20 zu befestigen, so dass das Riemchen
13 mit etwas größerer Kraft gespannt ist.
[0021] Zur Verhinderung, dass sich auf der Innenseite des Riemchens 13 Faserablagerungen
bilden, die dem Lauf des Riemchens 13 erschweren, kann es als Option vorteilhaft sein,
dass eine Abstreifkante 28 zur Reinigung des Riemchens 13 vorgesehen ist. Die Abstreifkante
28 ist auf der Innenseite des Riemchens 13 schräg zur Riemchenlaufrichtung C angeordnet.
Die Abstreifkante 28 berührt dabei bevorzugt das Riemchen 13 ganz leicht. Durch die
Schrägstellung der Abstreifkante in Bezug auf die Riemchenlaufrichtung C wird eventuell
auf der Innenseite des Riemchens 13 anhaftender Schmutz abgestreift und seitlich herausgefördert.
[0022] Das Riemchen 13, das den elastischen Bezug 12 der Streckwerksoberwalze 6 umschlingt
kann unterschiedlich gestaltet sein. Das Riemchen 13 kann beispielsweise wie ein Führungsriemchen
8 ausgeführt sein und wenigstens auf seiner Außenfläche eine Schicht aus einem gummiartigen
Material aufweisen. Alternativ kann das Riemchen 13 jedoch auch als sogenanntes Siebriemchen
gestaltet sein, das aus einem luftdurchlässigen Gewebe besteht. Solche Siebriemchen
werden üblicherweise bei dem Streckwerk 1 nachgeordneten Verdichtungseinrichtungen
zur Kompaktierung des fertig verzogenen Stapelfaserverbandes eingesetzt. Der Umfang
des Riemchens 13 wird bevorzugt nach der Stapellänge der im Stapelfaserverband 2 vorhandenen
Fasern ausgewählt und sollte bevorzugt größer als die Stapellänge sein. Ein so bemessener
Umfang des Riemchens 13 verhindert wirkungsvoll die Bildung von unerwünschten Wickeln
am Riemchen 13, auch wenn der Durchmesser der Streckwerksoberwalze 6 relativ klein
gewählt wird.
[0023] In Figur 2 ist erkennbar, dass eine durch den Mittelpunkt der Achse 16 und den Mittelpunkt
der Lauffläche 17 gelegte Gerade einen Winkel von etwa 90° zur Streckfeldebene aufweist.
Dies ist lediglich eine beispielhafte Ausgestaltung. In nicht dargestellter Ausgestaltung
kann vorgesehen sein, dass die Riemchenführungseinrichtung 14 eine andere Ausrichtung
zur Streckfeldebene aufweist. Das Streckwerk 1 ist üblicherweise in der Ringspinnmaschine
so angeorndnet, dass die Streckfeldebene nicht horizontal verläuft. Die Streckfeldebene
kann beispielsweise im Winkel von 45° zum Fußboden verlaufen. Es kann vorteilhaft
sein, dass der Winkel zwischen der Streckfeldebene und der durch den Mittelpunkt der
Achse 16 und den Mittelpunkt der Lauffläche 17 gelegten Geraden etwa dem Winkel zwischen
Streckfeldebene und Fußboden entspricht. Hierdurch liegt die Riemchenführungseinrichtung
14 etwa horizontal. Der Winkel zwischen der Streckfeldebene und der durch den Mittelpunkt
der Achse 16 und den Mittelpunkt der Lauffläche 17 gelegten Geraden kann bevorzugt
etwa 45° betragen.
1. Riemchenführungseinrichtung zur Führung eines eine Streckwerksoberwalze (6) mit einem
elastischen Bezug (12) umschlingenden Riemchens (13), wobei die Riemchenführungseinrichtung
eine Aufnahme (15) für die Streckwerksoberwalze (6) und Führungsflächen für das Riemchen
(13) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Riemchenführungseinrichtung (14) einen Grundkörper (20) und ein am Grundkörper
(20) befestigtes Führungsbauteil (21) aufweist, wobei der Grundkörper (20) die Aufnahme
(15) für die Streckwerksoberwalze (6) enthält, und wobei das Führungsbauteil (21)
wenigstens eine Führungsfläche (17; 22) für das Riemchen (13) enthält.
2. Riemchenführungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Riemchenführungseinrichtung (14) zwei am Grundkörper (20) befestigte Führungsbauteile
(21) für benachbarte Streckwerksoberwalzen (6) eines Oberwalzenzwillings (19) enthält.
3. Riemchenführungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Führungsbauteile (21) in unterschiedlichen Abständen zueinander am Grundkörper
(20) befestigbar sind.
4. Riemchenführungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Riemchenführungseinrichtung (14) Positioniermittel (25) für die Führungsbauteile
(21) enthält, die eine Positionierung der Führungsbauteile (21) am Grundkörper (20)
nur in vorbestimmten Abständen zulassen.
5. Riemchenführungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Führungsbauteil (21) parallel zur Achsrichtung der Streckwerksoberwalze (6) verschiebbar
ist.
6. Riemchenführungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Riemchenführungseinrichtung (14) ein federndes Spannelement enthält.
7. Riemchenführungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Riemchenführungseinrichtung (14) eine schräg zur Riemchenlaufrichtung (C) angeordneten
Abstreifkante (28) enthält.
1. Apron guide device for guiding an apron (13) surrounding a drafting unit top roller
(6) with an elastic cover (12), wherein the apron guide device comprises a holder
(15) for the drafting unit top roller (6) and guide surfaces for the apron (13), characterized in that the apron guide device (14) has a base body (20) and a guide component (21) fastened
to the base body (20), wherein the base body (20) comprises the holder (15) for the
drafting unit top roller (6) and the guide component (21) comprises at least one guide
surface (17; 22) for the apron (13).
2. Apron guide device according to Claim 1, characterized in that the apron guide device (14) comprises two guide components (21) fastened to the base
body (20) for adjacent drafting unit top rollers (6) of a double top roller (19).
3. Apron guide device according to Claim 2, characterized in that the two guide components (21) can be fastened to the base body (20) at different
intervals to one another.
4. Apron guide device according to Claim 3, characterized in that the apron guide device (14) comprises positioning means (25) for the guide components
(21) that permit fastening of the guide components (21) to tho base body (20) only
at predetermined intervals.
5. Apron guide device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a guide component (21) is movable parallel to the axial direction of the drafting
unit top roller (6).
6. Apron guide device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the apron guide device (14) comprises a spring-loaded tensioning element.
7. Apron guide device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the apron guide device (14) comprises a stripping edge (28) arranged at an angle
to the apron running direction (C).
1. Dispositif de guidage de lanière pour le guidage d'une lanière (13) enlaçant un cylindre
supérieur (6) de banc d'étirage avec un revêtement élastique (12), sachant que le
dispositif de guidage de lanière comporte un logement (15) pour le cylindre supérieur
(6) de banc d'étirage et des surfaces de guidage pour la lanière (13), caractérisé en ce que le dispositif de guidage de lanière (14) présente un corps de base (20) et une pièce
de guidage (21) fixée audit corps de base (20), sachant que le corps de base (20)
comporte le logement (15) pour le cylindre supérieur (6) de banc d'étirage, et sachant
que la pièce de guidage (21) présente au moins une surface de guidage (17; 22) pour
la lanière (13).
2. Dispositif de guidage de lanière selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de guidage de lanière (14) comporte deux pièces de guidage (21) fixées
au corps de base (20) pour des cylindres supérieurs (6) de banc d'étirage adjacents
d'une paire de cylindres supérieurs (19).
3. Dispositif de guidage de lanière selon la revendication 2, caractérisé en ce que les deux pièces de guidage (21) peuvent être fixées au corps de base (20) à des distances
différentes l'une de l'autre.
4. Dispositif de guidage de lanière selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif de guidage de lanière (14) comporte des moyens de positionnement (25)
pour les pièces de guidage (21), qui ne permettent un positionnement des pièces de
guidage (21) au corps de base (20) qu'à des distances prédéfinies.
5. Dispositif de guidage de lanière selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'une pièce de guidage (21) peut être déplacée parallèlement au sens de l'axe du cylindre
supérieur (6) de banc d'étirage.
6. Dispositif de guidage de lanière selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce le dispositif de guidage de lanière (14) comporte un élément de
serrage élastique.
7. Dispositif de guidage de lanière selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le dispositif de guidage de lanière (14) comporte un bord racleur (28) disposé en
diagonale par rapport au sens de coulissement (C) de la lanière.