[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme einer eine aufgewickelten Materialbahn
aufweisenden Wickelspule gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein solcher Aufwickler ist aus der
DE 102 97 181 T5 bekannt. Die beiden Enden der Wickelwelle bzw. die dort ausgebildeten Lagergehäuse
sind hierbei in der Wickelaufnahmeeinrichtung auf einem eine Stützfläche definierendem
Schlitten getragen, der entlang von Führungen geführt ist, die an einem stationären
Stützrahmen ausgebildet sind. Ein Betrieb des Aufwicklers bei unterschiedlich breiten
Materialbahnen bzw. entsprechend unterschiedlich breiten Wickelspulen bzw. Wickeln
ist hier nicht angesprochen.
[0003] Ein weiterer Aufwickler ist aus der
EP 1 454 858 A1 bekannt. Hierbei ist der zwischen zwei Rollenarmen des Aufwicklers gehaltene Kern
des Wickels mittels antreibbarer Spannfutter antreibbar und eine an den Wickel anstellbare,
nicht angetriebene, frei mitlaufende Anlegewalze soll ein blasenfreies Aufwickeln
der Materialbahn gewährleisten. Bei einer Umrüstung auf eine andere Bahnbreite wird
der Abstand zwischen den Rollenarmen entsprechend der Länge des Kerns variiert. Um
ein Auswechseln der Anlegewalze zu vermeiden, wird dort vorgeschlagen, die Anlegewalze
in mehrere Walzensegmente zu unterteilen und bei einem Wechsel der Bahnbreite nur
die Segmente entsprechender Länge anzustellen.
[0004] Bei einem weiteren Aufwickler werden je nach Breite der Materialbahn Wickelspulen,
z. B. Hartkartonhülsen unterschiedlicher Länge auf die Wickelwelle aufgesetzt, beim
Dekordruck z. B. Breiten von 1.850 mm, 2.070 mm und 2.200 mm. Hierbei wird die Materialbahn
verfahrensbedingt auf Festkante gefahren, beispielsweise auf der Bedienseite der Maschine,
d. h. der dieser Seite der Maschine zugewandte Rand der Materialbahn hat unabhängig
von der Breite der Materialbahn stets dieselbe Position. Hieraus wiederum folgt, dass
bei kleineren Breiten der Materialbahn als der maximal verarbeitbaren Breite der Wickel
stets außermittig in der Maschine gelagert ist, so dass sich eine Unsymmetrie bzgl.
der Anordnung Wickelwalze/Wickel ergibt. Diese Unsymmetrie wiederum kann insbesondere
bei hohen Wickelgeschwindigkeiten negative Einflüsse auf die Wickelqualität haben,
nachdem sich die unsymmetrisch belastete Wickelwelle unsymmetrisch durchbiegen kann.
[0005] Aus der
DE 697 12 354 T2 ist ein Aufwickler zum Aufwickeln einer Materialbahn auf eine Wickelspule bekannt.
Dabei ist eine motorische antreibbare Wickelwalze vorgesehen, an die die Wickelspule
mittels einer Wickelwelle anstellbar ist. Dieser Aufwickler weist eine der Wickelaufnahmeeinrichtung
vorgeschaltete Vorwickeleinrichtung auf. Die Wickelwelle ist in der Vorwickeleinrichtung
mittels Wälzlager gelagert. Auch ist eine Führungsschiene zur axialen Seitenführung
der Wickelwelle in der Vorwickeleinrichtung und in der Wickelaufnahmeeinrichtung vorgesehen.
[0006] Die
DE 1 013 295 A offenbart eine Vorrichtung zur Aufnahme einer eine aufgewickelten Materialbahn aufweisenden
Wickelspule mit mehreren Wickelwellen. Dabei sind die Wickelwellen je nach Breite
der Materialbahn unterschiedlich ausgebildet.
[0008] Die
WO 2007/096917 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Aufnahme einer eine aufgewickelten Materialbahn aufweisenden
Wickelspule unter Bildung eines Wickels, mit einer rotatorisch antreibbaren Wickelwalze,
an die die Wickelspule anstellbar ist, wobei die Wickelspule auf einer Wickelwelle
gehalten ist, wobei die Wickelwelle von einer Wickelaufnahmeeinrichtung aufnehmbar
ist, in der sie bezüglich der Wickelwalze abstandsvariabel aufgenommen ist, und wobei
die Wickelwelle im Bereich der Wickelaufnahmeeinrichtung beidseitig auf Auflagern
gelagert ist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Aufnahme einer eine
aufgewickelten Materialbahn aufweisenden Wickelspule zu schaffen.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass nun
die Wickelwelle unabhängig von der Breite der Materialbahn bzw. der Länge des Wickels
stets zumindest im Wesentlichen symmetrisch und auf beiden Seiten des Wickels jeweils
nahe am Wickelende unterstützt werden kann, so dass die Durchbiegung der biegeweichen
Wickelwelle stets auf ein Minimum reduziert werden kann und eine Unsymmetrie zumindest
im Wesentlichen vermieden werden kann, wodurch insgesamt die Wickelqualität verbessert
werden kann.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0013] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Aufwickler in perspektivischer Darstellung, mit einem teilweise gefüllten Wickel
in einer Übergabeposition von einer Vorwickeleinrichtung zu einer Wickelaufnahmeeinrichtung;
- Fig. 2
- den Aufwickler gemäß Fig. 1 in Seitenansicht, mit einem an eine Absenkeinrichtung
übergebenen vollen Wickel und einem in der Vorwickeleinrichtung befindlichen leeren
Wickel;
- Fig. 3
- eine Wickelaufnahmeeinrichtung eines Aufwicklers mit einer Wickelwelle für eine erste
Breite eines Wickels und den Trägern in einer Wickel-Aufnahmestellung;
- Fig. 4
- die Wickelaufnahmeeinrichtung gemäß Fig. 3 mit einer Wickelwelle für eine zweite Breite
eines Wickels und den Trägern in einer Wickel-Aufnahmestellung;
- Fig. 5
- die Wickelaufnahmeeinrichtung gemäß Fig. 3 mit den Trägern in einer Wickel- Abgabestellung;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der Lagerung der Wickelwelle an den Trägern;
- Fig. 7
- eine Seitenansicht einer Wickelwelle für eine erste Breite eines Wickels gemäß Fig.
3;
- Fig. 8
- eine Seitenansicht einer Wickelwelle für eine zweite Breite eines Wickels gemäß Fig.
4;
- Fig. 9
- eine perspektivische Teilansicht einer Vorwickeleinrichtung eines Aufwicklers in einer
Ladeposition;
- Fig. 10
- die Vorwickeleinrichtung gemäß Fig. 9 in Übergabeposition zur Wickelaufnahmeeinrichtung;
- Fig. 11
- eine Seiten-Teilansicht der Vorwickeleinrichtung gemäß Fig. 10 mit aufgenommener Wickelwelle.
[0014] Zunächst wird auf Fig. 1 und 2 Bezug genommen, anhand der der allgemeine Aufbau eines
Aufwicklers der hier in Rede stehenden Bauart beschrieben wird, wobei dieser Aufwickler
noch nicht die bzw. alle Merkmale aufweist; diese werden vielmehr anschließend anhand
der Fig. 3 bis 11, jedoch unter Bezugnahme auf den Aufwickler gemäß Fig. 1 und 2,
erläutert werden.
[0015] Der Aufwickler umfasst ein Maschinengestell 01, an welchem unter anderem mehrere
Walzen 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09 drehbar gelagert sind, über die eine Materialbahn
11, insbesondere eine Bedruckstoffbahn 11, beispielsweise eine Papierbahn 11 oder
beispielsweise einer Folie oder kaschierten Papier/Alufolie einer Wickelspule 12,
beispielsweise einer Hartkartonhülse 12 zugeführt wird, um zu einem Wickel 13 aufgewickelt
zu werden. Im Einzelnen kann eine als Einlaufwalze 02, eine Leitwalze 03, eine Leitwalze
04, eine Messwalze 06, eine Zugwalze 07, eine Pendelwalze 08 sowie eine Wickelwalze
09 ausgebildete Walze 02; 03; 04; 06; 07; 08; 09 vorgesehen sein. Die Zugwalze 07
und die Wickelwalze 09 können motorisch beispielsweise mittels je eines Servomotors
antreibbar sein. Zum raschen Abbremsen der Wickelwalze 09 ist diese an einem ihrer
axialen Enden mit einer Bremsscheibe 10 versehen. Die Bahnspannung der eingezogenen
Materialbahn 11 wird über eine geeignete Elektronik mittels der Zugwalze 07, der Pendelwalze
08 sowie der Messwalze 06 geregelt. Zur Unterstützung des Rollenwechsels kann eine
Perforierungseinrichtung 14 eingebaut sein.
[0016] Die beispielsweise als Hartkartonhülse 12 ausgebildete Wickelspule 12 ist lösbar
auf eine Wickelwelle 101 aufgesetzt und wird dort in an sich bekannter und nicht näher
dargestellter Weise gehalten. Die Wickelwelle 101 samt Wickelspule 12 wird im Aufwickelbetrieb
gegen die motorisch angetriebene Wickelwalze 09 ggf. unter Vorspannung angestellt
und somit von der Wickelwalze 09 angetrieben, wodurch die über die Wickelwalze 09,
durch den Spalt zwischen Wickelwalze 09 und Wickelspule 12 bzw. Wickel 13 und um die
Wickelspule 12 herum geführte Materialbahn 11 nach und nach zu einem Wickel 13 aufgewickelt
wird. Die Bahnspannung und der Anpressdruck erzeugen dabei die erforderliche Wickelhärte
der einzelnen Wickellagen zueinander.
[0017] Der so entstehende Wickel 13 wird nach Erreichen seiner Endgröße einer Absenkeinrichtung
16 zugeführt, mittels der der fertige Wickel 13 vom Aufwickler abgegeben wird, beispielsweise
an eine nicht näher dargestellte Transporteinrichtung zum Ab- bzw. Weitertransport
des Wickels 13. Die Absenkeinrichtung 16 kann wie dargestellt zwei mittels einer Hydraulikeinrichtung
17 verschwenkbare Schwenkarme 18 umfassen, die über eine Welle 19 miteinander antriebsmäßig
verbunden sind.
[0018] Die hohle Wickelspule 12, die als Hartkartonhülse 12 ausgebildet sein kann, kann
einen Innendurchmesser von beispielsweise 76 mm +/- 20 % oder einen Innendurchmesser
von beispielsweise 150 mm +/- 20 % aufweisen und eine axiale Länge beispielsweise
zwischen 500 und 5.000 mm, vorzugsweise zwischen 1.500 und 3.000 mm, beispielsweise
eine axiale Länge von 1.850 mm +/- 5 % oder von 2.200 mm +/- 5 %. Der Aufwickler ist
für die breitest mögliche Materialbahn 11 bzw. Wickelspule 12 ausgelegt und im Falle
einer schmäleren Materialbahn 11 bzw. Wickelspule 12 wird die gleiche, hinsichtlich
ihrer Länge auf die längstmögliche Wickelspule 12 ausgelegte Wickelwelle 101 mit einer
entsprechend kürzeren Wickelspule 12 bestückt.
[0019] Das Spannen der Wickelspule 12 bzw. Hartkartonhülse 12 auf eine Wickelwelle 101 kann
in an sich bekannter und nicht näher dargestellter Weise beispielsweise über Spannbacken
oder Spannleisten erfolgen, die in die Wickelwelle 101 eingearbeitet sind. Die Erzeugung
der Spannkraft kann beispielsweise über Pneumatik, Federkraft oder eine mechanische
Gewindespindel mit Spreizbacken erfolgen.
[0020] Der Aufwickler ist für einen Nonstop-Betrieb ausgebildet, d. h. er muss für das Abführen
eines vollen Wickels 13 und das Zuführen einer neuen, mit einer Wickelspule 12 ausgerüsteten
Wickelwelle 101 nicht angehalten werden. Zu diesem Zweck umfasst der Aufwickler eine
Vorwickeleinrichtung 102, auch "Vorwickler" 102 genannt, die eine neue, mit einer
Wickelspule 12 versehene Wickelwelle 101 aufnehmen kann, während der vorhergehende
Wickel 13 noch fertig bespult wird, und die des Weiteren bereits einen Wickel 13 einer
bestimmten Anfangsgröße herstellen kann, sowie eine Wickelaufnahmeeinrichtung 103,
auch "Hauptwickler" 103 genannt, in welcher ein vom Vorwickler 102 teilweise aufgespulter
und übergebener Wickel 13 fertig gewickelt wird.
[0021] Der Vorwickler 102 umfasst zwei gemeinsam mittels eines beispielsweise pneumatischen
Antriebs 104 verschwenkbare Schwenkarme 106, die um die Achse der Wickelwalze 09 verschwenkbar
sind. Die Schwenkarme 106 weisen an ihren freien Enden U-förmige Ausnehmungen 107
zur Aufnahme und Führung einer Wickelwelle 101 auf, wobei eine in den Schwenkarmen
106 aufgenommene Wickelwelle 101 hierin mittels z. B. pneumatisch gesteuerter Niederhalter
108 gehalten und mit der gewünschten Kraft in Richtung Wickelwalze 09 gedrückt wird.
[0022] Der Hauptwickler 103 umfasst ebenfalls zwei mittels eines beispielsweise pneumatischen
Antriebs 114 über eine Welle 109 gemeinsam verschwenkbare Schwenkarme 111, die an
den Seitenwandabschnitten 112; 113 des Maschinengestells 01 verschwenkbar gelagert
sind. Wiederum weisen die freien Enden der Schwenkarme 111 in etwa U-förmige Ausnehmungen
116 auf, die zur Aufnahme und Führung einer Wickelwelle 101 im Hauptwickler 103 dienen.
Im Bereich des Hauptwicklers 103 liegen die Endabschnitte der Wickelwelle 101 jeweils
auf einer auf der Oberkante des jeweiligen Seitenwandabschnitts 112; 113 ausgebildeten
waagrechten Führungsschiene 117 auf und mit zunehmender Wickelgröße ist der Wickel
13 somit weg von der Wickelwalze 09 verschiebbar, wobei die Wickelwelle 101 in den
Schwenkarmen 111 geführt ist und hierüber der erforderliche Anpressdruck an die Wickelwalze
09 aufrechterhalten wird.
[0023] Ein automatischer Wickelwechsel während der Produktion geht im Falle der hier beschriebenen
Ausführungsform des Aufwicklers im Wesentlichen wie folgt vonstatten: In den mit seiner
U-förmigen Ausnehmung 107 nach oben weisenden Vorwickler 102 ist eine Wickelwelle
101 mit leerer Wickelspule 12 eingelegt. Mittels eines nicht näher dargestellten Beschleunigungsantriebs,
der mit einem Zahnrad der Wickelwelle 101 in Eingriff kommt, wird die Wickelwelle
101 auf Produktionsgeschwindigkeit vorbeschleunigt. Die Wickelwelle 101 bzw. die Wickelspule
12 wird mittels des Niederhalters 108 gegen die Wickelwalze 09 gedrückt und die Wickelwelle
101 bzw. Wickelspule 12 kommt in Kontakt mit der Materialbahn 11, beispielsweise Papierbahn
11. Sobald die Papierbahn 11 in Kontakt mit einer vorbereiteten Klebestelle auf der
Wickelspule 12 kommt, reißt die Papierbahn 11 zwischen dem vorhergehenden, vollständig
aufgewickelten Wickel 13 und der Klebestelle ab.
[0024] Der Beschleunigungsantrieb schwenkt nun ab und wird ausgeschaltet. Der Antrieb der
neuen Wickelwelle 101 erfolgt jetzt nur noch durch Friktion mit der Wickelwalze 09,
wobei der Anpressdruck über den Niederhalter 108 erzeugt wird.
[0025] Die Schwenkarme 111 des Hauptwicklers 103 stehen zu diesem Zeitpunkt in einer Übergabeposition,
wie sie in Fig. 1 gezeigt ist. Ab einem bestimmten Wickeldurchmesser, beispielsweise
280 mm, beginnen die Schwenkarme 106 des Vorwicklers 102 nach unten in die Übergabeposition
zum Hauptwickler 103 zu schwenken. Bei einem bestimmten Wickeldurchmesser, beispielsweise
einem Wickeldurchmesser von 300 mm, steht der Vorwickler 102 in Übergabestellung zum
Hauptwickler 103; die Lagerung der Wickelwelle 101 liegt in dieser Phase gleichzeitig
in den Schwenkarmen 106 des Vorwicklers 102 und den Schwenkarmen 111 des Hauptwicklers
103. In dieser Phase ist die U-förmige Ausnehmung 107 der Schwenkarme 106 des Vorwicklers
102 parallel zur Führungsschiene 117 des Hauptwicklers 103, wie dies in Fig. 1 dargestellt
ist, und der jetzt untenliegende Rand der Ausnehmung 107 ist in gleicher Höhe wie
die obere Kante der Führungsschiene 117, so dass die Wickelwelle 101 samt Wickel 13
mit zunehmendem Wickeldurchmesser nun auf der Führungsschiene 117 entlanggleiten kann.
[0026] Die Wickelwelle 101 wird nun durch den Hauptwickler 103 an die Wickelwalze 09 gepresst.
Der Anpressdruck wird abhängig vom Rollendurchmesser des Wickels 13 gesteuert. Die
Niederhalter 108 des Vorwicklers 102 werden in dieser Betriebsphase gelöst und sind
geöffnet. Bei einem bestimmten Wickeldurchmesser, beispielsweise bei 430 mm, schwenkt
der Vorwickler 102 wieder zurück nach oben in seine Ladestellung, so dass eine nächste
Wickelwelle 101 samt vorbereiteter Wickelspule 12 in den Vorwickler 102 eingesetzt
werden kann.
[0027] Der Hauptwickler 103 schwenkt nun mit zunehmendem Wickeldurchmesser in Richtung Absenkvorrichtung
16. Beim Erreichen eines vorbestimmtem Wickeldurchmessers bzw. einer vorbestimmten
Länge der aufgewickelten Materialbahn 11 erfolgt der automatische Wickelwechsel wie
vorstehend beschrieben, wobei nach dem Ankleben der Materialbahn 11 an die Wickelspule
12 der nächsten Wickelwelle 101 und dem Abtrennen der Materialbahn 11 der Hauptwickler
103 den Wickel 13 der Absenkeinrichtung 16 zuführt. Nachdem der Hauptwickler 103 seine
Übergabeposition zur Absenkeinrichtung 16 erreicht hat, schwenkt der Hauptwickler
103 direkt in seine Übergabeposition zum Vorwickler 102 zurück.
[0028] Der auf der Absenkeinrichtung 16 aufliegende Wickel 13 befindet sich noch in Rotation
und wird nun mittels einer nicht näher dargestellten Hydraulikbremse, die auf eine
an einem axialen Ende der Wickelwelle 101 befestigte Bremsscheibe 118 einwirkt, zum
Stillstand gebracht. Sobald der Wickel 13 zum Stillstand gekommen ist, kann er durch
manuelles Betätigen eines am Maschinenleitstand 20 ausgebildeten Drucktasters mittels
der Absenkeinrichtung 16 abgesenkt werden, die nach Entnahme der Wickels 13 durch
Betätigen des genannten Drucktasters dann wieder in ihre Übergabestellung zurückgeschwenkt
wird.
[0029] Der Aufwickler entspricht dem vorstehenden Aufwickler in Aufbau und Funktion in großen
Teilen, so dass hierauf Bezug genommen werden kann. Unterschiedlich sind jedoch insbesondere
die Ausbildung der vorgesehenen Wickelwellen 21, der ausgebildeten Vorwickeleinrichtung
22 bzw. des Vorwicklers 22, sowie der ausgebildeten Wickelaufnahmeeinrichtung 23 bzw.
des Hauptwicklers 23, die im Folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 3 bis 11 im Einzelnen
erläutert werden.
[0030] Fig. 3 bis 5 zeigen jeweils eine Wickelaufnahmeeinrichtung 23 bzw. einen Hauptwickler
23, der eine Wickelwelle 21 bzw. 21 a oder 21 bzw. 21 b aufnimmt. Die Wickelwelle
21 a gemäß Fig. 3 ist unterschiedlich zur Wickelwelle 21b gemäß Fig. 4. Insbesondere
ist die Wickelwelle 21 a zur Aufnahme längerer Wickelspulen 12 bzw. Hartkartonhülsen
12 ausgebildet als die Wickelwelle 21b, wie weiter unten noch näher erläutert werden
wird.
[0031] Der Hauptwickler 23 umfasst zwei Träger 24; 26, die jeweils ein Auflager 27; 28 für
die Wickelwelle 21 a bzw. 21 b definieren. Jeder Träger 24; 26 ist an einem Trägergestell
29 bzw. 31 gehalten. Zumindest eines der beiden Trägergestelle 29; 31 ist in Richtung
der Achse der Wickelwelle 21 a; 21 b verstellbar ausgebildet, wie durch den Pfeil
A, der die Verstellrichtung zeigt, angedeutet ist. Im Falle des beschriebenen Ausführungsbeispiels
ist das Trägergestell 31 verstellbar ausgebildet, während das Trägergestell 29 ortsfest
ist. Auch kann das Trägergestell 29 verstellbar sein, vorzugsweise beide Trägergestelle
29; 31. Es wird aber bedingt durch das Betreiben der Materialbahn 11 auf Festkante
überwiegend nicht verstellt. Das ortsfeste Trägergestell 29 kann insbesondere an der
Bedienseite der Maschine angeordnet sein, während das verstellbare Trägergestell 31
an der Antriebsseite der Maschine angeordnet sein kann. Somit ist im Falle des Ausführungsbeispiels
ein Auflager 28 des Hauptwicklers 23 in Richtung der Achse der Wickelwelle 21 a; 21
b ortsveränderbar und das andere Auflager 27 in dieser Richtung feststehend ausgebildet.
[0032] Die Verstellbarkeit des Trägergestells 29 und/oder 31 kann beispielsweise dadurch
bewerkstelligt werden, dass das entsprechende Trägergestell 29; 31 an bestimmten unterschiedlichen
Positionen am Maschinengestell 01 fixierbar, z. B. verschraubbar ist, oder dass das
Trägergestell 29; 31 auf parallel zur Wickelwelle 21 a; 21 b verlaufenden, am Maschinengestell
01 befestigten Führungsschienen verschiebbar ist, ggf. über einen geeigneten motorischen
Antrieb, und in bestimmten Funktionspositionen arretierbar ist.
[0033] Somit ist die Wickelwelle 21 a bzw. 21 b im Bereich des Hauptwicklers 23 beidseitig
auf Auflagern 27; 28 gelagert und der Abstand a der beiden Auflager 27; 28 ist entsprechend
der Breite der aufzuwickelnden Materialbahn 11 bzw. der hierfür vorgesehenen Wickelspule
12 veränderbar ausgebildet. Durch die Veränderbarkeit des gegenseitigen Abstandes
a der Auflager 27; 28 ist es möglich, die jeweilige Wickelwelle 21 a; 21 b unmittelbar
neben den beiden Enden der jeweils verwendeten Wickelspule 12 bzw. unmittelbar neben
der Materialbahn 11, eng an der Bahnkante, zu unterstützen bzw. zu lagern, und zwar
unabhängig von der jeweiligen Breite der Materialbahn 11 bzw. der jeweiligen Länge
der Wickelspule 12, so dass die Durchbiegung der biegeweichen Wickelwelle 21 a; 21
b stets auf ein Minimum reduziert werden kann und eine Unsymmetrie der Durchbiegung
zumindest im Wesentlichen vermieden werden kann, wodurch insgesamt die Wickelqualität
verbessert werden kann.
[0034] Die Träger 24; 26 sind in einer Ebene senkrecht zur Achse der Wickelwelle 21 a; 21
b beweglich, insbesondere geradlinig beweglich, insbesondere spielfrei, angeordnet.
Zu diesem Zweck sind die Träger 24; 26 am jeweiligen Trägergestell 29 bzw. 31 beweglich
geführt, insbesondere geradlinig verschieblich geführt, im Falle des Ausführungsbeispiels
jeweils über ein Paar von Führungsschienen 61; 62, die am jeweiligen Trägergestell
29; 31 befestigt sind, wobei an den Trägern 24; 26 mit den Führungsschienen 61; 62
zusammenwirkende, nicht näher dargestellte Führungsrollen gelagert sein können. Die
beiden Träger 24; 26 werden gemeinsam bzw. synchron bewegt, was in an sich bekannter,
ebenfalls nicht näher dargestellter Weise mit mechanischen oder elektronischen Mitteln
gelöst werden kann, und zum Antrieb der Träger 24; 26 kann beispielsweise ein nicht
näher dargestellter hydraulischer Antrieb vorgesehen sein.
[0035] Fig. 3 zeigt die Träger 24; 26 des Hauptwicklers 23 in einer ersten Position, die
eine Wickel- oder Wickelwellen-Aufnahmeposition sein kann, und Fig. 5 zeigt die Träger
24; 26 in einer zweiten Position, die eine Wickel-Abgabeposition sein kann, beispielsweise
zur Abgabe an eine Absenkeinrichtung 16 (vgl. Fig. 1 und 2). Fig. 4 zeigt demgegenüber
die Träger 24; 26 wie in Fig. 3 wieder in ihrer Aufnahmeposition, nun jedoch mit einem
an das ortsfeste Trägergestell 29 herangerückten Trägergestell 31 und somit einem
gegenüber Fig. 3 verkleinerten Abstand a der Auflager 27; 28 für einen Betrieb des
Aufwicklers mit einer Wickelspule 12 kleinerer Länge bzw. einer Materialbahn 11 geringerer
Breite, verglichen mit der in Fig. 3 dargestellten Situation.
[0036] Während im Vorstehenden nur zwei unterschiedliche Abstandspositionen der Auflager
27; 28 bzw. der Träger 24; 26 bzw. der Trägergestelle 29; 31 beschrieben und in der
Zeichnung dargestellt wurden, entsprechend zwei unterschiedlichen Breiten der Materialbahn
11, versteht es sich, dass mehrere unterschiedliche Abstandspositionen möglich sind,
grundsätzlich beliebig viele Abstandspositionen entsprechend beliebig vielen Abstandspositionen
der Träger 24; 26 bzw. der Trägergestelle 29; 31.
[0037] Die Auflager 27; 28 der Träger 24; 26 werden jeweils von einem am oberen Ende des
Trägers 24; 26 angeordneten Lager 32 in Form eines Rollenpaars 32, bestehend aus zwei
wälzgelagerten Rollen 32'; 32", nämlich einem Pendelrollenlagerpaar 32 in Lünettenform,
im folgenden Lünetten-Lager 32 genannt, gebildet, welches in Fig. 6 nochmals in Seitenansicht
dargestellt ist. Wie insbesondere aus Fig. 6 ersichtlich, sind die Rollen des Pendelrollenlagerpaars
32 zumindest im Wesentlichen in einer horizontalen Ebene angeordnet. Das Lünetten-Lager
32 nimmt die Gewichtskräfte des Wickels 13 auf und ermöglicht das Rotieren des Wickels
13.
[0038] Damit die Wickelwelle 21 unter der Wirkung der Anstellkraft des Hauptwicklers 23
an die Wickelwalze 09 nicht aus den Lünetten-Lagern 32 springt, ist jedem Lünetten-Lager
32 eine die Wickelwelle 21 in Funktionsposition auf dem Lünetten-Lager 32 haltende
Schließeinrichtung 33 zugeordnet. Die Schließeinrichtung 33 übernimmt somit die Sicherung
des Wickels 13 im Lünetten-Lager 32 nach der Übergabe vom Vorwickler 22 zum Hauptwickler
23.
[0039] Die Schließeinrichtung 33 kann eine Schließrolle 36 umfassen, die zwischen einer
Öffnungsposition, in der eine Wickelwelle 21 in das Lünetten-Lager 32 einlegbar ist,
und einer Schließposition, in der die Schließrolle 36 die Wickelwelle 21 in ihrer
Funktionsposition im Lünetten-Lager 32 sichert, bewegbar ist. Die Schließrolle 36
kann auf einem bewegbaren, insbesondere verschwenkbaren Arm 34 drehbar gelagert sein,
insbesondere am Ende eines Schwenkarms 34, und z. B. hydraulisch gesteuert an die
Wickelwelle 21 anstellbar sein und dann auf der Wickelwelle 21 abrollen. In ihrer
Schließposition befindet sich die Schließeinrichtung 33 oberhalb der beiden Rollen
des Pendelrollenlagerpaars 32 und zwischen den beiden Rollen in einer 12-Uhr-Position,
wie in Fig. 6 gezeigt. Die Wickelwelle 21 ist im Bereich der Auflager 27; 28 somit
jeweils in einem Drei-Punkt-Lager fixiert, welches drei wälzgelagerte Rollen 32';
32", 36 aufweist.
[0040] Durch die Verwendung der beschriebenen Lünetten-Lager 32 entsteht der weitere Vorteil,
dass die bislang üblicherweise verwendeten Festloslager, die auf der Wickelwelle 101
erforderlich sind, um diese zu lagern, entfallen. Diese Lagerschalen erschweren das
Handling der Wickelwellen 101 und erhöhen deren Gewicht.
[0041] Wie weiter oben beschrieben ist der Abstand a zwischen den beiden Auflagern 27; 28
je nach Bahnbreite bzw. Länge der jeweils verwendeten Wickelspule 12 variabel. Die
Wickelwellen 21 a; 21 b sind je nach Breite der Materialbahn 11 bzw. axialer Länge
der Wickelspule 12 unterschiedlich ausgebildet, insbesondere sind die Lagerabschnitte
37; 38, insbesondere Wickelaufnahme-Lagerabschnitte 37; 38 oder Laufringe 37; 38,
mit denen die Wickelwellen 21 a; 21 b in den Auflagern 27; 28 bzw. den Lünetten-Lagern
32 des Hauptwicklers 23 aufliegen, zumindest teilweise an unterschiedlichen axialen
Positionen ausgebildet, entsprechend dem jeweiligen Abstand a zwischen den beiden
Auflagern 27; 28. Jeder Länge einer Wickelspule 12 ist somit ein eigener Wickelwellentypus
zugeordnet, mit entsprechend (zumindest teilweise) unterschiedlich positionierten
Lagerabschnitten 37; 38 mit einem der Länge der entsprechenden Wickelspule 12 angepasstem
Lagerabstand.
[0042] Die Wickalaufnahme-Lagerabschnitte 37; 38 der Wickelwelle 21 können auch symmetrisch
ausgebildet sein. Die Trägergestelle 29; 31 werden je nach Länge der Wickelspule 12
symmetrisch verfahren.
[0043] Die im Zusammenhang mit den Fig. 3 und 4 verwendeten Wickelwellen 21 a und 21 b sind
in Fig. 7 und 8 nochmals dargestellt. Die Lagerabschnitte auf der in Fig. 3 und 4
dem Betrachter zugewandten Seite, der Bedienseite, sind mit 37 bezeichnet und die
Lagerabschnitte auf der anderen Seite mit 38. Man erkennt, dass die Lagerabschnitte
37 auf der Bedienseite unabhängig vom Wickelwellentypus vorzugsweise stets in fester
axialer Position angeordnet ist, nämlich an einem Endbereich der Wickelwelle 21 a;
21 b, so dass die Materialbahn 11 bzw. der Wickel 13 mit seiner einen Seite stets
weitestmöglich an der Bedienseite angeordnet ist, während die axiale Position der
Lagerabschnitte 38 variiert.
[0044] Vorzugsweise ist des Weiteren vorgesehen, dass unabhängig vom Wickelwellentypus,
d. h. unabhängig von der jeweils unterschiedlichen axialen Position des Lagerabschnitts
38, alle Wickelwellen 21 a; 21 b jeweils die gleiche Gesamtlänge aufweisen, was insbesondere
das Handling und die Lagerhaltung vereinfacht. Dies kann auch bei "breitenvariablen
Vorwicklern" gelten.
[0045] Die Wickelwellen 21 a; 21 b sind so ausgebildet, dass sie jeweils nur so viel Spannlänge
bzw. Spannbacken aufweisen, wie für die Aufnahme einer Wickelspule 12 der jeweils
einzusetzenden Länge erforderlich ist, in anderen Worten, die Länge des jeweiligen
Wickelspulen-Spannabschnitts 57 der jeweiligen Wickelwellen 21 a; 21 b ist der Länge
der jeweils verwendeten Wickelspule 12 angepasst.
[0046] Während in den Fig. 3 bis 8 Wickelwellen 21 a; 21 b für zwei unterschiedliche Wickelbreiten
dargestellt sind, versteht es sich, dass auch mehr als zwei Wickelwellentypen vorgesehen
sein können, entsprechend mehr als zwei Wickelwellenbreiten, z. B. drei, vier oder
sogar noch mehr Wickelwellentypen, bei denen zumindest einer der beiden Wickelaufnahme-Lagerabschnitte
37; 38 jeweils in unterschiedlicher axialer Position ausgebildet ist und die somit
jeweils unterschiedliche Abstände a zwischen den Wickelaufnahme-Lagerabschnitten 37;
38 aufweisen, vorzugsweise jedoch alle die gleiche Gesamtlänge.
[0047] Der Aufwickler gemäß der Erfindung umfasst des Weiteren eine Vorwickeleinrichtung
22 bzw. einen Vorwickler 22, der ähnlich ausgebildet ist wie im Falle des Aufwicklers
gemäß Fig. 1 und 2. Fig. 9 zeigt einen Teil des Vorwicklers 22 in seiner nach oben
ausgerichteten Aufnahmestellung, zusammen mit einem Abschnitt einer Führungsschiene
39 des Hauptwicklers 23 und einem hierin geführten Ende einer Wickelwelle 21 (zur
Verdeutlichung dargestellt ohne den zugehörigen Wickel 13). Fig. 10 zeigt den Vorwickler
22 in seiner nach unten abgeschwenkten Übergabeposition an den Hauptwickler 23; zur
Veranschaulichung der Arbeitsweise ist hier die Wickelwelle 21 in zwei unterschiedlichen
Positionen gezeigt, jeweils wiederum ohne den zugehörigen Wickel 13.
[0048] Der Vorwickler 22 umfasst zwei einander gegenüberliegende, gemeinsam mittels eines
hier nicht näher dargestellten, beispielsweise pneumatischen Antriebs, verschwenkbare
Schwenkarme 41, die um die Achse 42 der Wickelwalze 09 verschwenkbar sind. In den
Fig. 9 bis 11 ist nur jeweils einer der beiden Schwenkarme 41 dargestellt. Die beiden
Schwenkarme 41 des Vorwicklers 22 sind axial außerhalb der beiden Träger 24; 26 des
Hauptwicklers 23 angeordnet.
[0049] Die Schwenkarme 41 weisen an ihren freien Enden U-förmige Ausnehmungen 43 zur Aufnahme
und Führung einer Wickelwelle 21 auf, wobei eine in den Schwenkarmen 41 aufgenommene
Wickelwelle 21 hierin mittels z. B. pneumatisch gesteuerter Niederhalter 44 gehalten
und mit der gewünschten Kraft in Richtung Wickelwalze 09 gedrückt wird.
[0050] Jeder Schwenkarm 41 weist einen sich in axialer Richtung der Wickelwelle 21 gesehen
axial nach innen erstreckenden, im Querschnitt U-förmigen Abschnitt 46 auf, in dem
verschiedene Führungs- und Lagerabschnitte zur Führung und Lagerung der Wickelwelle
21 ausgebildet sind, wie aus dem Folgenden deutlich werden wird.
[0051] Zur Lagerung der Wickelwelle 21 in den Schwenkarmen 41 des Vorwicklers 22 umfasst
die Wickelwelle 21 zwei Lagerabschnitte 47; 48, insbesondere Vorwickel-Lagerabschnitte
47; 48, denen schwenkarmseitige Lagerelemente zugeordnet sind. Der Lagerabstand zwischen
den beiden Vorwickel-Lagerabschnitten 47; 48 ist unabhängig vom jeweiligen Wickelwellen-Typus
immer gleich, d. h. die Lagerabschnitte 47; 48 befinden sich stets an der gleichen
axialen Position der Wickelwelle 21, unabhängig von der jeweiligen Position der Wickelaufnahme-Lagerabschnitte
37; 39 entsprechend unterschiedlich langen Wickelspulen 12. Bei einem breitenvariablen
Vorwickler, kann der Lagerabstand auch unterschiedlich ausgebildet sein.
[0052] Der Vorwickler 22 kann aber auch analog zum Hauptwickler 23 breitenvariabel ausgeführt
werden. Dies hat den Vorteil, dass auch dann die Wickelwelle 21; 21 a; 21 b im Vorwickler
22 sehr nahe am Hülsenende bzw. neben der Papierbahn 11 aufgenommen werden kann. Dadurch
können sich bei sehr empfindlichen Papieren die Wickeleigenschaften beim Anwickeln
der Papierrolle auf der Hartkartonhülse 12 verbessern da die Durchbiegung der Wickelwelle
21; 21 a; 21 b reduziert werden kann (Faltenbildung). Dazu ist es nicht zwingend erforderlich,
dass die Wickelwellen 21; 21 a; 21 b der unterschiedlichen Papierbahnbreiten dann
auch in ihrer Gesamtlänge unterschiedlich lang sind. Sie müssen nur eine weitere zusätzliche
Innenlagerung zur Aufnahme im "breitenvariablen Vorwickler" besitzen. D. h. die Vorwickler-Lagerabschnitte
47 und 48 werden unmittelbar neben die Wickelaufnahme-Lagerabschnitte 37 und 38 angeordnet,
die Stützabschnitte 52 (für Niederhalter 44) wieder direkt daneben. Der Führungsabschnitt
53 bleibt in vorhandener Position. Der Vorwickler 22 wird dann mechanisch an den Trägergestellen
28; 31 befestigt und fährt dann automatisch bei deren Verstellung mit.
[0053] Die Position der Bremsscheibe und des Beschleunigungsantriebs bleibt auf der gleichen
Spur des festen Vorwicklers vorhanden. Somit kann die Gesamtlänge der unterschiedlichen
Wickelwellen gleich bleiben.
[0054] Die Wickelwelle 21 kann im Vorwickler 22 insbesondere mittels auf der Wickelwelle
21 fixierter Wälzlager 47; 48 gelagert sein, d. h. die Vorwickel-Lagerabschnitte 47;
48 der Wickelwelle 21 werden vorzugsweise von jeweils mindestens einem Wälzlager 47;
48 an jedem der beiden Endabschnitte der Wickelwelle 21 gebildet, wobei die Wälzlager
47; 48 als Kugellager 47; 48 ausgebildet sein können, insbesondere als Rillenkugellager
47; 48.
[0055] Die Wickelwelle 21 wird mit den Rillenkugellagern 47; 48 in genutete Linearführungen
49 der Schwenkarme 41 eingelegt, die im jeweiligen Abschnitt 46 ausgebildet sind,
vgl. z. B. Fig. 9. Die Linearführungen 49 sind einstellbar ausgeführt, damit das Spiel
der Wickelwellen 21 in der Linearführung 49 des Vorwicklers 22 minimiert werden kann.
Eine Wickelwelle 21 ist somit in den Schwenkarmen 41 einerseits über die Wälzlager
47; 48 drehbar und andererseits zur Anpassung an beim Aufwickeln zunehmende Wickeldurchmesser
entlang der U-förmigen Ausnehmung 43 bzw. deren Linearführung 49 verschieblich gelagert.
[0056] Der beispielsweise hydraulisch oder pneumatisch gesteuerte Niederhalter 44 dient
zum Sichern der Wickelwelle 21 in den Ausnehmungen des Vorwicklers 22 und zum Andrücken
des Wickels 13 an die Wickelwalze 09 mit der gewünschten Vorspannung. Jedem Schwenkarm
41 ist ein Niederhalter 44 zugeordnet. Der Niederhalter 44 ist zwischen einer Freigabeposition,
in der die Wickelwelle 21 zum Be- oder Entladen freigegeben wird, und einer Funktionsposition,
in der die Wickelwelle 21 in der Vorwickeleinrichtung 22 in ihrer Funktionsposition
gehalten wird, bewegbar, insbesondere verschwenkbar ausgebildet. Der Niederhalter
44 trägt an seinem freien Ende eine Rolle 51, die in Funktionsposition des Niederhalters
44 auf der Wickelwelle 21 abrollt.
[0057] Auf der Wickelwelle 21 ist beidseitig jeweils ein Stützabschnitt 52 ausgebildet,
der unmittelbar neben dem jeweiligen Vorwickel-Lagerabschnitt 47; 48 angeordnet ist,
und zwar jeweils auf der innenliegenden Seite, und der der Rolle 51 jeweils eines
Niederhalters 44 zugeordnet ist. Bei in Funktionsposition befindlichen Niederhaltern
44 rollen somit deren beide Rollen 51 auf den beiden Stützabschnitten 52 der Wickelwelle
21 ab.
[0058] Die beschriebene Ausbildung von Vorwickler 22, Hauptwickler 23 und Wickelwellen 21
führt somit zu einem System, bei dem bei dem der Vorwickler 22 über alle möglichen
Papierbahnbreiten die maximale Lagerbreite aufweist, der Hauptwickler 23 hingegen
immer individuell eine papierbahnbreitenabhängige Lagerbreite aufweist. Die Wickelwellen
22 haben alle die gleiche Gesamtlänge und die gleichen Lagerabschnitte 47; 48 für
den Vorwickler 22, jedoch individuell papierbahnbreitenabhängige Lagerabschnitte 37
und/oder 38 für den Hauptwickler 23.
[0059] Auch der Vorwickler 22 kann breitenvariabel sein.
[0060] Es wird nun wieder auf Fig. 7 und 8 Bezug genommen. Jede Wickelwelle 21 weist an
zumindest einem ihrer beiden Endabschnitte einen Führungsabschnitt 53 zur axialen
Führung der Wickelwelle 21 im Bereich des Vorwicklers 22 und/oder des Hauptwicklers
23 auf. Vorzugsweise weist jede Wickelwelle 21 jeweils einen einzigen Führungsabschnitt
53 auf, der vorzugsweise der Bedienseite der Maschine zugewandt ist.
[0061] Der Führungsabschnitt 53 ist vorzugsweise als radial vor- und/oder rückspringender
Abschnitt ausgebildet und in axialer Richtung gesehen außen neben dem Vorwickel-Lagerabschnitt
47 angeordnet. Der Führungsabschnitt 53 kann als zylindrischer Führungsabschnitt 53
ausgebildet sein, insbesondere als Wälzlager 53, beispielsweise als Kugellager 53,
insbesondere als Rillenkugellager 53, und arbeitet in der weiter unten beschriebenen
Weise mit maschinenseitigen Führungseinrichtungen 58; 59 zusammen.
[0062] Jede Wickelwelle 21 weist des Weiteren an einem ihrer Endbereiche, insbesondere an
dem dem Führungsabschnitt 53 entgegengesetzten Endabschnitt, einen weiteren Funktionsabschnitt
54 auf, der sich in axialer Richtung gesehen außen an den Vorwickel-Lagerabschnitt
48 anschließt und eine Bremsscheibe 55 und beispielsweise eine Impulsscheibe 56 umfassen
kann.
[0063] Die Wickelwellen 21; 21 a; 21 b weisen somit in axialer Richtung gesehen von einer
ersten Seite, z. B. der Bedienseite der Maschine, zu einer zweiten Seite gesehen gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform folgendes in der angegebenen Reihenfolge auf: einen
Führungsabschnitt 53 in fester Position, einen Vorwickel-Lagerabschnitt 47 in fester
Position, einen Stützabschnitt 52 vorzugsweise unmittelbar neben dem Vorwickel-Lagerabschnitt
47 in fester Position, einen ersten Wickelaufnahme-Lagerabschnitt 37 in fester Position,
einen zweiten Wickelaufnahme-Lagerabschnitt 38 in variabler Position entsprechend
den jeweiligen Wickelwellen-Typus, d. h. entsprechend der Länge der aufzunehmenden
Wickelspule 12, einen weiteren Stützabschnitt 52 in fester Position, einen weiteren
Vorwickel-Lagerabschnitt 48 vorzugsweise unmittelbar neben dem Stützabschnitt 52,
sowie einen weiteren Funktionsabschnitt 54 in fester Position. Zwischen den beiden
Lagerabschnitten 37 und 38 ist ein mittlerer Wickelspulen-Spannabschnitt 57 definiert,
in welchem die nicht näher dargestellten Spannelemente zum Fixieren einer Wickelspule
12 auf der Wickelwelle 21 angeordnet sind.
[0064] Fig. 9 bis 11 zeigen das Zusammenwirken des Führungsabschnitts 53 der Wickelwelle
21, der, wie erläutert, als Wälzlager 53, insbesondere als Rillenkugellager 53 ausgebildet
sein kann, mit den maschinenseitigen Führungseinrichtungen 58; 59. Vorzugsweise besteht
eine Führung der Wickelwelle 21 in axialer Richtung mittels des Führungsabschnitts
53 sowohl im Vorwickler 22 als auch im Hauptwickler 23. Im Bereich des Vorwicklers
22 ist der Führungsabschnitt 53 in einer Führungsnut 58 im Abschnitt 46 des Schwenkarms
41 geführt, deren Breite einstellbar ausgeführt ist, damit das zulässige Lagerspiel
eingestellt bzw. nachgestellt werden kann. Im Bereich des Hauptwicklers 23 ist eine
Führungsschiene 39 vorgesehen, in der ebenfalls eine Führungsnut 59 ausgebildet ist,
deren Breite zum Zwecke des Einstellens des Lagerspiels ebenfalls einstellbar ausgebildet
ist. In der in Fig. 10 dargestellten Übergabeposition des Vorwicklers 23 fluchtet
die Führungsnut 58 des Vorwicklers 23 mit der Führungsnut 59 des Hauptwicklers 22.
[0065] Die Führungseinrichtung 53; 58; 59 für die Wickelwelle 21 umfasst somit einen wickelwellenseitigen
Führungsabschnitt 53 beispielsweise in Form eines Rillenkugellagers 53 und eine maschinenseitige
Linearführung 58; 59, die einen vorwicklerseitigen Linearführungsabschnitt 58 und
einen hauptwicklerseitigen Linearführungsabschnitt 59, wobei die Linearführung 58;
59 in Form einer Führungsschulter, einer Führungsnut 58; 59 o. dgl. ausgebildet sein
kann.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 01
- Maschinengestell
- 02
- Walze, Einlaufwalze
- 03
- Walze, Leitwalze
- 04
- Walze, Leitwalze
- 05
- -
- 06
- Walze, Messwalze
- 07
- Walze, Zugwalze
- 08
- Walze, Pendelwalze
- 09
- Walze, Wickelwalze
- 10
- Bremsscheibe (09)
- 11
- Materialbahn, Bedruckstoffbahn, Papierbahn
- 12
- Wickelspule, Hartkartonhülse
- 13
- Wickel
- 14
- Perforierungseinrichtung
- 15
- -
- 16
- Absenkeinrichtung
- 17
- Hydraulikeinrichtung
- 18
- Schwenkarme
- 19
- Welle
- 20
- Maschinenleitstand
- 21
- Wickelwelle
- 22
- Vorwickeleinrichtung, Vorwickler
- 23
- Wickelaufnahmeeinrichtung, Hauptwickler
- 24
- Träger
- 25
- -
- 26
- Träger
- 27
- Auflager
- 28
- Auflager
- 29
- Trägergestell
- 30 31
- Trägergestell
- 32
- Lager, Rollenpaar, Pendelrollenlagerpaar, Lünetten-Lager
- 33
- Schließeinrichtung
- 34
- Arm, Schwenkarm
- 35
- -
- 36
- Schließrolle
- 37
- Lagerabschnitt, Wickelaufnahme-Lagerabschnitt, Laufring
- 38
- Lagerabschnitt, Wickelaufnahme-Lagerabschnitt, Laufring
- 39
- Führungsschiene
- 40
- -
- 41
- Schwenkarm
- 42
- Achse (09)
- 43
- Ausnehmung (41)
- 44
- Niederhalter
- 45
- -
- 46
- Abschnitt (41)
- 47
- Lagerabschnitt, Vorwickel-Lagerabschnitt, Wälzlager, Kugellager, Rillenkugellager
- 48
- Lagerabschnitt, Vorwickel-Lagerabschnitt, Wälzlager, Kugellager, Rillenkugellager
- 49
- Linearführung
- 50
- -
- 51
- Rolle (44)
- 52
- Stützabschnitt
- 53
- Führungsabschnitt, Wälzlager, Kugellager, Rillenkugellager
- 54
- Funktionsabschnitt
- 55
- Bremsscheibe (54)
- 56
- Impulsscheibe (54)
- 57
- Wickelspulen-Spannabschnitt
- 58
- Führungseinrichtung, Führungsnut, Linearführung, Linearführungsabschnitt
- 59
- Führungseinrichtung, Führungsnut, Linearführung, Linearführungsabschnitt
- 60
- Führungsschiene
- 61
- Führungsschiene
- 63 - 100
- -
- 101
- Wickelwelle
- 102
- Vorwickeleinrichtung, Vorwickler
- 103
- Wickelaufnahmeeinrichtung, Hauptwickler
- 104
- Antrieb
- 105
- -
- 106
- Schwenkarme
- 107
- Ausnehmung
- 108
- Niederhalter
- 109
- Welle
- 110
- -
- 111
- Schwenkarme
- 112
- Seitenwandabschnitt
- 113
- Seitenwandabschnitt
- 114
- Antrieb
- 115
- -
- 116
- Ausnehmung
- 117
- Führungsschiene
- 118
- Bremsscheibe
- 32'
- Rolle
- 32"
- Rolle
- A
- Verstellrichtung
- a
- Abstand (27; 28)
- 21a
- Wickelwelle
- 21b
- Wickelwelle
1. Vorrichtung zur Aufnahme einer eine aufgewickelten Materialbahn (11) aufweisenden
Wickelspule (12) unter Bildung eines Wickels (13), mit einer rotatorisch antreibbaren
Wickelwalze (09), an die die Wickelspule (12) anstellbar ist, wobei die Wickelspule
(12) auf einer Wickelwelle (21; 21 a; 21 b) gehalten ist, wobei die Wickelwelle (21;
21 a; 21 b) von einer Wickelaufnahmeeinrichtung (23) aufnehmbar ist, in der sie bezüglich
der Wickelwalze (09) abstandsvariabel aufgenommen ist, und wobei die Wickelwelle (21;
21 a; 21 b) im Bereich der Wickelaufnahmeeinrichtung (23) beidseitig auf Auflagern
(27; 28) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflager (27; 28) der Wickelaufnahmeeinrichtung (23) jeweils ein Rollenpaar (32)
aus zwei wälzgelagerten Rollen (32'; 32") aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Anpassung an eine unterschiedliche Länge der Wickelspule (12) entsprechend einer
unterschiedlichen Breite der jeweils aufzuwickelnden Materialbahn (11) der in Achsrichtung
der Wickelwelle (21; 21 a; 21 b) gemessene Abstand (a) der beiden Auflager (27; 28)
zueinander veränderbar ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflager (27; 28) der Wickelaufnahmeeinrichtung (23) als Lünetten-Lager (32)
ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Auflager (27; 28) als Lünetten-Lager (32) mit jeweils einem Rollenpaar (32)
ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lünetten-Lager (32) ein Pendelrollenlagerpaar (32) in Lünettenform aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Auflager (27; 28) eine die Wickelwelle (21; 21 a; 21 b) in Funktionsposition
haltende Schließeinrichtung (33) umfasst.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung (33) eine in Schließposition auf der Wickelwelle (21; 21 a;
21 b) abrollende Schließrolle (36) umfasst.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließrolle (36) zwischen einer Öffnungsposition, in der eine Wickelwelle (21;
21 a; 21 b) in das Lager (32) einlegbar ist, und einer Schließposition, in der die
Schließrolle (36) die Wickelwelle (21; 21 a; 21 b) in Funktionsposition sichert, bewegbar
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließrolle (36) an einem Ende eines Schwenkarms (34) gelagert ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (21; 21 a; 21 b) im Bereich der Auflager (27; 28) jeweils in einem
Drei-Punkt-Lager fixiert sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Drei-Punkt-Lager drei wälzgelagerte Rollen (32'; 32": 36) aufweist.
1. Apparatus for accommodating a winding reel (12), with a wound-up material (11), to
form a roll (13), having a winding roller (09) which can be driven in rotation and
against which the winding reel (12) can be positioned, wherein the winding reel (12)
is retained on a winding shaft (21; 21 a; 21 b), wherein the winding shaft (21; 21a;
21b) can be accommodated by a roll-accommodating device (23), in which it is accommodated
at a variable distance in relation to the winding roller (09), and wherein the winding
shaft (21; 21a; 21 b), in the region of the roll-accommodating device (23), is mounted
on bearing means (27; 28) on both sides, characterized in that the bearing means (27, 28) of the roll-accommodating device (23) each have a pair
(32) of two rolling-bearing-mounted rollers (32'; 32").
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that, in adaptation to a different length of the winding reel (12), in accordance with
a different width of the material web (11) which is to be wound up in each case, it
is possible to vary the distance (a) between the two bearing means (27; 28), as measured
in the axial direction of the winding shaft (21; 21 a; 21 b).
3. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the bearing means (27; 28) of the roll-accommodating device (23) are designed as
steady-rest bearings (32).
4. Apparatus according to Claim 1, characterized in that each bearing means (27; 28) is designed as a steady-rest bearing (32) each with one
pair (32) of rollers.
5. Apparatus according to Claim 4, characterized in that the steady-rest bearing (32) has a pair (32) of self-aligning roller bearings in
steady-rest form.
6. Apparatus according to Claim 1, characterized in that each bearing means (27; 28) comprises a closing device (33) which retains the winding
shaft (21; 21 a; 21 b) in the functional position.
7. Apparatus according to Claim 6, characterized in that the closing device (33) comprises a closing roller (36) which rolls into the closed
position on the winding shaft (21; 21 a; 21b).
8. Apparatus according to Claim 7, characterized in that the closing roller (36) can be moved between an open position, in which a winding
shaft (21; 21 a; 21 b) can be introduced into the bearing (32), and a closed position,
in which the closing roller (36) secures the winding shaft (21; 21 a; 21 b) in the
functional position.
9. Apparatus according to Claim 8, characterized in that the closing roller (36) is mounted at one end of a pivoting arm (34).
10. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the winding shaft (21; 21 a; 21 b) is fixed in a three-point bearing in each case
in the region of the bearing means (27; 28).
11. Apparatus according to Claim 10, characterized in that the three-point bearing has three rolling-bearing-mounted rollers (32', 32": 36).
1. Dispositif pour supporter une bobine d'enrobement (12) présentant une bande de matériau
(11) enroulée, en formant un enroulement (13), avec un rouleau d'enroulement (09)
susceptible d'être entraîné en rotation, sur lequel la bobine d'enroulement (12) est
susceptible d'être plaquée, la bobine d'enroulement (12) étant maintenue sur un arbre
d'enroulement (21 ; 21a ; 21b), l'arbre d'enroulement (21 ; 21a ; 21b) étant susceptible
d'être supporté par un dispositif support d'enroulement (23), dans lequel il est supporté,
avec un espacement variable par rapport au rouleau d'enroulement (09), et l'arbre
d'enroulement (21 ; 21a ; 21b) étant monté en palier dans la zone du dispositif support
d'enroulement (23), des deux côtés, sur des appuis (27 ; 28), caractérisé en ce que les appuis (27 ; 28) du dispositif support d'enroulement (23) présentent chacun une
paire de galets (32) composée de deux galets (32' ; 32") montés en palier à roulement.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, en adaptation à une longueur différente de la bobine d'enroulement (12), de manière
correspondante à une largeur différente de la bande de matériau (11) chaque fois à
enrouler, la distance d'espacement (a), mesurée dans la direction axiale de l'arbre
d'enrôlement (21 ; 21a ; 21b), des deux appuis (27 ; 28) l'un par rapport à l'autre
est variable.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les appuis (27 ; 28) du dispositif support d'enroulement (23) sont réalisés sous
forme de palier lunette (32).
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque appui (27 ; 28) est réalisé sous forme de palier lunette (32), avec chaque
fois une paire de galets (32).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le palier lunette (32) présente une paire de paliers pendulaires à galets (32), se
présentant sous forme de lunette.
6. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque appui (27 ; 28) comprend un dispositif de fermeture (33), maintenant l'arbre
d'enroulement (21 ; 21a ; 21b) en position fonctionnelle.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de fermeture (33) comprend un galet de fermeture (36), roulant sur
l'arbre d'enrobement (21 ; 21a ; 21b) en position de fermeture.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le galet de fermeture (36) est déplaçable entre une position d'ouverture, dans laquelle
un arbre d'enroulement (21 ; 21a ; 21b) est susceptible d'être inséré dans le palier
(32), et une position de fermeture, dans laquelle le galet de fermeture (36) assure
l'arbre d'enroulement (21 ; 21a ; 21b) en position fonctionnelle,
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le galet de fermeture (36) est monté en palier à une extrémité d'un bras pivotant
(34).
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'arbre d'enroulement (21 ; 21 a ; 21 b) est fixé chaque fois dans la zone des appuis
(27 ; 28), chaque fois dans un palier à trois points.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le palier à trois points présente trois galets (32' ; 32" ; 36) montés à roulement.