[0001] Die Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung mit einem Schließzylinder und einem
passenden Schlüssel, wobei der Schlüssel einen Schlüsselbart mit mindestens einer
insbesondere brustseitig eingeschnittenen Codierungsaussparung und eine in Erstreckungsrichtung
des Schlüsselbartes verlaufende Sperrrippe mit mindestens einer Sperrrippenvertiefung
aufweist, wobei der Schließzylinder ein Gehäuse mit einer Lagerbohrung und einen in
der Lagerbohrung gelagerten, einen Schlüsselkanal zum Einstecken des Schlüssels aufweisenden,
bei nicht eingestecktem Schlüssel von mindestens einem in einer Gehäusebohrung gelagerten
Gehäusestift drehgesperrten Zylinderkern aufweist, wobei der Gehäusestift in eine
einen Kernstift lagernden Kernbohrung des Zylinderkernes ragt und der Kernstift durch
Eintritt in die Codierungsaussparung des in den Schlüsselkanal eingesteckten Schlüssels
den Gehäusestift in eine ein Drehen des Zylinderkerns ermöglichende Freigabestellung
bringbar ist und mit einem die Sperrrippenvertiefung abtastenden Sperrelement, welches
bei nicht vorhandener Sperrrippenvertiefung ein Drehen des Zylinderkernes verhindernd
in eine Sperrausnehmung der Lagerbohrung eingreift.
[0002] Die
EP 0 851 079 A1 beschreibt einen Schließzylinder mit einem Zylinderkern, in dessen Schlüsselkanal
ein Flachschlüssel eingeschoben werden kann, der eine Sperrrippe aufweist, die von
einem Umkehrstift abgetastet werden kann. Der im Zylinderkern angeordnete Umkehrstift
wirkt mit einem im Zylindergehäuse angeordneten Gegenstift zusammen, so dass der Zylinderkern
von dieser Sperreinrichtung drehgesperrt ist, wenn die Rippenhöhe geringer oder größer
ist als die ordnungsgemäße Rippenhöhe. Die Rippe wird hier an ihrer Seitenwandung
abgetastet.
[0003] Die
WO 2000/022262 beschreibt einen Schließzylinder und einen dazu passenden Schlüssel, wobei der Schlüsselbart
des Schlüssels auf einer seiner beiden Breitseiten eine Sperrrippe und auf der gegenüberliegenden
Breitseite Vertiefungen aufweist. Die Vertiefungen werden von Sperrelementen abgetastet.
Fehlt die Vertiefung, so sperren die Sperrelemente beim Drehen des Zylinderkernes.
Die Sperrrippe wird von einem Schieber abgetastet. Fehlt die Sperrrippe, so kann der
Schieber verschoben werden, so dass eine unmittelbar neben der Kernbohrung angeordnete
Einfangöffnung freigegeben wird, in die bei einer Teildrehung des Zylinderkernes ein
Gehäusestift eintreten kann, so dass der Zylinderkern nicht weitergedreht werden kann.
[0004] Die
DE 198 38 000 A1 beschreibt eine gattungsgemäße Schließvorrichtung mit einem Schließzylinder und einem
dazu passenden Schlüssel. Der Schlüssel besitzt eine Vielzahl von brustseitig eingeschnittenen
Codierungsaussparungen, mit denen in Kernbohrungen des Zylinderkernes gelagerte Kernstifte
derart einsortiert werden können, dass die Schnittstelle zwischen Gehäusestift und
Kernstift in der Mantelfläche der Gehäusebohrung liegt. Quer zum Schlüsselkanal verlaufen
Bohrungen, in denen jeweils Sperrstifte angeordnet sind. Diese Sperrstifte tasten
Sperrrippenvertiefungen einer sich in Erstreckungsrichtung des Schlüsselbartes erstreckenden
Sperrrippe ab. Ist eine derartige Sperrrippenvertiefung nicht vorhanden, so liegt
ein Sperrabschnitt des Sperrelementes in einer Sperrausnehmung des Gehäuses, so dass
sich der Zylinderkern trotz richtig einsortierter Zuhaltungsstifte nicht drehen lässt.
Ein derartiger Schließzylinder ist durch Abfeilen der Sperrrippe manipulierbar.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem gattungsgemäßen Schließzylinder
die Manipulationssicherheit zu erhöhen.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung.
[0007] Zunächst und im Wesentlichen ist ein in Achsrichtung des Zylinderkernes versetzt
zum Sperrelement im Zylinderkern gelagerter Schwenkhebel vorgesehen.
[0008] Dieser Schwenkhebel besitzt ein Lagerende, um welches der Schwenkhebel schwenkbar
ist. Er besitzt ein Tastende, welches die Sperrrippe in einem sperrrippen-vertiefungsfreien
Bereich abtastet. Der Schwenkhebel verschließt bei ordnungsgemäßer Sperrrippenhöhe
eine Einfangöffnung für den Gehäusestift. Bei fehlender Sperrrippe oder bei teilabgeschliffener
Sperrrippe ist die Einfangöffnung für den Gehäusestift geöffnet, so dass der Gehäusestift
nach einer Teildrehung des Zylinderkernes dort eingefangen werden kann, was zu einer
Drehblockierung des Zylinderkernes führt. Bei fehlender oder teilabgeschliffener Sperrrippe
wird der Schwenkhebel nicht in einer die Einfangöffnung verschließenden Verschlussstellung
gehalten. Der Schwenkhebel liegt vielmehr mit seiner radial äußeren Randkante versetzt
zur Mündung der Einfangöffnung, so dass nach einer Teildrehung des Zylinderkernes
der Gehäusestift in die Einfangöffnung hineintreten kann. Die Einfangöffnung bildet
zumindest eine Sperrstufe aus, die den Zylinderkern am Weiterdrehen hindert. Die Einfangöffnung
ist erfindungsgemäß derart umfangsversetzt zur Kernstiftbohrung angeordnet, dass der
Zylinderkern um mindestens 90° gedreht werden muss, bevor der Gehäusestift in die
Einfangöffnung eintreten kann. Hierzu ist der Schwenkhebel bevorzugt als C-förmiges
Metallstück ausgebildet. Ein Ende eines C-Schenkels bildet das Lagerende, das Ende
des anderen C-Schenkels bildet das Abtastende aus. Der von den C-Schenkeln wegweisende
Rücken des Schwenkhebels bildet eine Bogennische aus, welche bevorzugt einen bogenförmigen
Verlauf besitzt. Diese Bogennische verschließt die Einfangöffnung, wenn der in den
Schlüsselkanal eingeschobene Schlüssel eine ordnungsgemäße Sperrrippe besitzt. Fehlt
die ordnungsgemäße Sperrrippe, so liegt die Bogennische in Richtung der Drehachse
des Zylinderkernes radial einwärts versetzt gegenüber der Einfangöffnung, so dass
sich eine Einfangvertiefung ausbildet, in die der Gehäusestift eintreten kann. Der
Verlauf des Randes der Bogennische entspricht dabei bevorzugt der Wölbung der Stirnfläche
des Gehäusestiftes. Die Bogennische befindet sich bevorzugt unmittelbar rückwärtig
des Abtastendes, also entfernt vom Lagerende. Letzteres liegt bevorzugt in einer Lagernische,
die von einer Lagerkammer ausgebildet ist, in der der Schwenkhebel gelagert ist. Der
Abstand vom Lagerende zum Abtastende ist vorzugsweise größer als der Radius des Zylinderkernes.
Es ist vorzugsweise eine Vielzahl von Querbohrungen vorgesehen, in denen von Stiften
ausgebildete Sperrelemente angeordnet sein können. Nicht jede Querbohrung muss mit
einem Sperrelement versehen sein. Die Sperrelemente können von pilzkopfartigen Stiften
gebildet werden. Es wird als vorteilhaft angesehen, dass der Schwenkhebel verschiebungsfrei
in seiner Lagerkammer einliegt. Hierdurch ist sichergestellt, dass das Abtastende
durch eine Durchbrechung in den Schlüsselkanal hineinragen kann. Zufolge der erfindungsgemäßen
Weiterbildung ist die Manipulationssicherheit erhöht. Wird die Sperrrippe abgefeilt,
so kann der Schwenkhebel nicht ausreichend verschwenkt werden, so dass die Einfangöffnung
nicht von der Bogennische verschlossen wird. Wird der Zylinderkern ausgehend von der
Schlüsselabzugsstellung um mehr als 90° verdreht, wird der Gehäusestift in der Einfangöffnung
gefangen, so dass ein Weiterdrehen und ggf. auch Zurückdrehen des Zylinderkerns verhindert
ist. Der erfindungsgemäße Schließzylinder kann eine Vielzahl von jeweils auf der axialen
Höhe einer Gehäusebohrung bzw. Kernbohrung angeordnete Lagerkammern aufweisen. Die
Lagerkammern können wahlweise mit Schwenkhebeln bestückt werden. Die nicht mit Schwenkhebeln
bestückten Lagerkammern können mit Füllstücken bestückt werden, die die Einfangöffnung
permanent verschließen.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in der Draufsicht teilweise geschnitten einen Schließzylinder mit eingestecktem Schlüssel,
- Fig. 2
- einen Schnitt gemäß der Linie II - II durch eine Lagerkammer 23, in der ein Schwenkhebel
18 gelagert ist,
- Fig. 3
- einen Schnitt gemäß der Linie III - III in Fig. 1 durch eine Querbohrung 27 des Zylinderkernes
11, in der ein Sperrelement 26 gelagert ist,
- Fig. 4
- die Breitseitenansicht eines Schlüssels,
- Fig. 5
- einen Schnitt gemäß der Linie V - V,
- Fig. 6
- einen Schnitt gemäß der Linie VI - VI und
- Fig. 7
- eine Darstellung gemäß Fig. 3, wobei jedoch in den Schlüsselkanal 12 ein hinsichtlich
der Codierungsaussparungen 4 passender, jedoch eine abgefeilte Sperrrippe 3 aufweisender
Schlüssel eingeschoben ist und der Zylinderkern 11 bis in eine Fangstellung verdreht
worden ist.
[0010] Der in den Figuren 4 bis 6 dargestellte Schlüssel besitzt eine Reide und einen sich
von der Reide des Schlüssels 1 erstreckenden Schlüsselbart 2, der in einen Schlüsselkanal
12 eines Zylinderkernes 11 eingeschoben werden kann. Der Schlüsselbart 2 besitzt einen
schmalen Schlüsselrücken und zwei im Wesentlichen parallel zueinander verlaufende
Schlüsselbreitseitenflächen. Die dem Schlüsselrücken gegenüberliegende Schlüsselbrust
ist mit Codierungsaussparungen 4 versehen, bei denen es sich um Kerbeinschnitte handelt.
[0011] Auf einer Breitseitenebene des Schlüsselbartes 2 verläuft in Erstreckungsrichtung
des Schlüsselbartes 2, also in Einsteckrichtung des Schlüssels 1, eine Sperrrippe
3. Diese ist unmittelbar dem Rücken benachbart. Die Sperrrippe 3 besitzt eine Mehrzahl
von Sperrrippenvertiefungen 5, die von Sackbohrungen gebildet sind.
[0012] Die Breitseiten des Schlüsselbartes 2 besitzen darüber hinaus noch mehrere Profilnuten
6 und Profilnuten 7, die parallel zueinander und parallel zur Sperrrippe 3 verlaufen.
[0013] Der Schließzylinder 8 besitzt ein Gehäuse 9, welches in seiner Mitte ein Schließglied
trägt. Dieses Schließglied ist mit Zylinderkernen 11 kuppelbar, die in voneinander
wegweisenden Lagerbohrungen 10 einliegen.
[0014] Jede der beiden Schließzylinderhälften besitzt im Flanschbereich des Gehäuses 9 angeordnete
Gehäusebohrungen 16, in denen sich jeweils ein Gehäusestift 15 befindet. Der Gehäusestift
15 wird von einer Zuhaltungsfeder 17, die sich am Boden der Gehäusebohrung 16 abstützt,
in Richtung der Lagerbohrung 10 beaufschlagt.
[0015] In der Lagerbohrung 10 befindet sich ein Zylinderkern 11 mit einem sich in Achsrichtung
erstreckenden Schlüsselkanal 12, dessen Querschnittsprofil dem Querschnittsprofil
des Schlüsselbartes 2 entspricht. Der Zylinderkern 11 besitzt eine Vielzahl von sich
in Radialrichtung erstreckenden und in den Schlüsselkanal 12 mündenden Kernbohrungen
14, in denen jeweils ein Kernstift 13 angeordnet ist. Die Länge der Kernstifte 13
definiert das Schließgeheimnis des Schlüssels und korrespondiert zu den Codierungsausnehmungen
4 des Schlüsselbartes 2.
[0016] Auf der axialen Höhe einer Kernbohrung 14 besitzt der Zylinderkern 11 eine Lagerkammer
23, die zur Außenmantelfläche des Zylinderkernes 11 geöffnet ist. Die Lagerkammer
23 bildet eine Vertiefung 24 aus, die eine Lagernische ausbildet. Diese liegt an einem
Ende der Lagerkammer 23. Das andere Ende der Lagerkammer 23 bildet eine Durchbrechung
25 zum Schlüsselkanal 12 aus.
[0017] In der Lagerkammer 23 lagert ein C-förmiger Schwenkhebel 18. Das Ende eines C-Schenkels
des Schwenkhebels 18 bildet ein Lagerende 19 aus, welches in der Lagernische 24 im
Wesentlichen lediglich schwenkbar und nicht verschieblich gelagert ist. Das Ende des
anderen C-Schenkels des Schwenkhebels 18 greift durch die Durchbrechung 25 und bildet
ein Abtastende 20 für die Sperrrippe 3 aus. Der auf einer Bogenlinie, die der Umfangskonturlinie
des Zylinderkernes 11 entspricht, verlaufende Rücken des Schwenkhebels 18 besitzt
nahe dem Abtastende 20 eine Bogennische 21 mit einem leicht bogenförmig verlaufenden
Nischengrund. In diesem Bereich ist die Lagerkammer 23 in Axialrichtung derart verbreitert,
dass sie eine Einfangöffnung 28 für einen Gehäusestift 15 ausbildet. Im übrigen Bereich
ist die Lagerkammer 23 schmaler gestaltet, so dass dort der Gehäusestift 15 nicht
eintreten kann.
[0018] In der in Fig. 2 dargestellten Freigabestellung wird der Schwenkhebel 18 durch Abstützung
an der Sperrrippe 3 in einer Stellung gehalten, in der die Einfangöffnung 28 von der
Bogennische 21 verschlossen ist.
[0019] Fehlt die Sperrrippe 3, wie dies in der Fig. 7 dargestellt ist, wird die Einfangöffnung
28 nicht vom Rücken des Schwenkhebels 18 verschlossen. Ein Endabschnitt mit einer
gewölbten Stirnfläche 15' des Gehäusestiftes 15 kann in dieser Fangstellung in die
Einfangöffnung 28 eintreten. Dabei blockiert der in die Einfangöffnung 28 eingetretene
Gehäusestift 15 ein Weiterdrehen des Zylinderkernes 11. Die Rundung der Bogennische
21 entspricht im Wesentlichen der Wölbung der Stirnfläche 15'.
[0020] Zumindest eine der Sperrrippenvertiefungen 5 wird von einem Sperrelement 26 abgetastet.
Letzteres besitzt ein durchmesservermindertes Sperrende 26' und ein durchmesservergrößertes
Sperrende 26". Das Sperrelement 26 ist in einer Querbohrung 27 zum Schlüsselkanal
12 gelagert. Die Querbohrung 27 befindet sich etwa auf Höhe der Bogennische 21. In
der Schlüsselabzugsstellung (Fig. 3) fluchtet die Querbohrung 27 mit einer Sperrausnehmung
22, die von einer Axialnut in der Wandung der Lagerbohrung 10 ausgebildet sein kann.
Liegt das Tastende 26' des Sperrelementes 26 in einer Sperrrippenvertiefung 5 ein,
so liegt das Sperrende 26" außerhalb der Sperrausnehmung 22, so dass bei richtigen
Codierungsausnehmungen 4 der Zylinderkern 11 gedreht werden kann. Fehlt die Sperrrippenvertiefung
5, so wird das Sperrelement 26 von der Sperrrippe 3 mit seinem Sperrende 26" in der
Sperrausnehmung 22 gehalten, so dass der Zylinderkern 11 drehgesperrt ist.
[0021] Wird die Sperrrippe 3 weggefeilt, wie es bei dem in Fig. 7 dargestellten Schlüssel
der Fall ist, so können die Sperrelemente 26 keine Sperrfunktion entfalten. Wegen
des nicht in die Freigabestellung verlagerten Schwenkhebels 18 wird nach einer Teildrehung
des Zylinderkernes, die zwischen 90° und 180° beträgt, der Gehäusestift 15 jedoch
in der Einfangöffnung 28 gefangen. Während die von Stiften ausgebildeten Sperrelemente
26 zur Tiefenabfrage von Bohrmulden dienen, dient der Schwenkhebel 18 zur Höhenabfrage
einer Sperrrippe 3.
[0022] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige
erfinderische Weiterbildung des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser
Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
1. Schließvorrichtung mit einem Schließzylinder (8) und einem passenden Schlüssel (1),
wobei der Schlüssel (1) einen Schlüsselbart (2) mit mindestens einer insbesondere
brustseitig eingeschnittenen Codierungsaussparung (4) und eine in Erstreckungsrichtung
des Schlüsselbartes (2) verlaufende Sperrrippe (3) mit mindestens einer Sperrrippenvertiefung
(5) aufweist, wobei der Schließzylinder (8) ein Gehäuse (9) mit einer Lagerbohrung
(10) und einen in der Lagerbohrung (10) gelagerten, einen Schlüsselkanal (12) zum
Einstecken des Schlüssels (1) aufweisenden, bei nicht eingestecktem Schlüssel (1)
von mindestens einem in einer Gehäusebohrung (16) gelagerten Gehäusestift (15) drehgesperrten
Zylinderkern (11) aufweist, wobei der Gehäusestift (15) in eine einen Kernstift (13)
lagernden Kernbohrung (14) des Zylinderkernes (11) ragt und der Kernstift (13) durch
Eintritt in die Codierungsaussparung (4) des in den Schlüsselkanal (12) eingesteckten
Schlüssels (11) den Gehäusestift (15) in eine ein Drehen des Zylinderkerns (11) ermöglichende
Freigabestellung bringbar ist, und mit einem die Sperrrippenvertiefung (5) abtastenden
Sperrelement (26), welches bei nicht vorhandener Sperrrippenvertiefung (5) ein Drehen
des Zylinderkernes (11) verhindernd in eine Sperrausnehmung (22) der Lagerbohrung
(10) eingreift, gekennzeichnet durch einen in Achsrichtung des Zylinderkernes (11) versetzt zum Sperrelement (26) im Zylinderkern
(11) gelagerten Schwenkhebel (18) mit einem Lagerende (19), um welches der Schwenkhebel
(18) schwenkbar ist, und mit einem Abtastende (20), welches die Sperrrippe (3) in
einem sperrrippen-vertiefungsfreien Bereich abtastet, wobei der Schwenkhebel (18)
bei ordnungsgemäßer Sperrrippenhöhe eine Einfangöffnung (28) für den Gehäusestift
(15) verschließt und bei fehlender Sperrrippe (3) die Einfangöffnung (28) zum Einfangen
des Gehäusestiftes (15) nach einer Teildrehung des Zylinderkernes (11) öffnet.
2. Schließvorrichtung nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch eine C-Form des Schwenkhebels (18), wobei das Ende eines C-Schenkels das Lagerende
(19) ausbildet und das Ende des anderen C-Schenkels das Abtastende (20).
3. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass ein von den C-Schenkeln wegweisender Rücken des Schwenkhebels (18) eine Nische (21)
zum Eintritt der Stirnfläche (15') des Gehäusestiftes (15) in der Fangstellung ausbildet.
4. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Nische (21) gerundet ist, wobei die Rundung der Nische (21) der Wölbung der Stirnfläche
(15') des Gehäusestiftes (15) angepasst ist.
5. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden C-Schenkel des Schwenkhebels (18) größer ist als der Radius
des Zylinderkernes (11).
6. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerende (19) des Schwenkhebels (18) in einer nischenartigen Vertiefung (24)
einer Lagerkammer (23) des Zylinderkernes (11) einliegt.
7. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrausnehmung (22) als Axialnut in die Wandung der Lagerbohrung (10) eingebracht
ist.
8. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (26) als Stift, insbesondere Pilzkopfstift, ausgebildet ist.