[0001] Die Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor, der einen Kühlmittelkreislauf aufweist,
der in einen zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich und in einen zylinderkopfseitigen
Kühlmittelbereich aufgeteilt ist. Der zylinderkopfseitige Kühlmittelbereich kann in
einen auslaßseitigen Kühlbereich und in einen einlaßseitigen Kühlbereich aufgeteilt
sein, wobei eine Kühlmittelströmung in dem jeweiligen Kühl- bzw. Kühlmittelbereich
separat steuerbar ist.
[0002] Die
EP 1 375 857 A offenbart eine Kühlvorrichtung für einen Verbrennungsmotor. Die Kühlvorrichtung weist
mehrere Kühlzellen in einem Zylinderkopf auf, die voneinander getrennt sind und von
einer Kühlflüssigkeit durchflossen werden können. Die Kühlvorrichtung umfaßt weiter
mindestens erste und zweite Mittel zur Regelung der Durchflußmenge, wobei die Mittel
an mindestens eine erste Kühlzelle des Zylinderkopfes und an mindestens eine zweite
Kühlzelle des Zylinderkopfes angeschlossen sind. Die ersten und zweiten Mittel sind
in der Lage, die Menge an Kühlflüssigkeit zu regeln, die jeweils durch jede erste
Kühlzelle und durch jede zweite Kühlzelle fließt.
[0003] Die
DE 10 2005 033 338 A1 betrifft eine Brennkraftmaschine, die ein Zylindergehäuse mit mehreren nebeneinander
angeordneten Zylindern und einen Zylinderkopf aufweist. Der Zylinderkopf schließt
das Zylindergehäuse an einer Deckfläche ab, wobei zwischen diesen beiden Bauteilen
eine Zylinderkopfdichtung angeordnet ist. Jeweils rechts und links der Zylinderreihe
ist ein erster Hauptflüssigkeitsraum angeordnet, welcher der Kühlung der Zylinder
und dem Kühlmitteltransport dient. Zwischen den beiden Seiten des ersten Hauptflüssigkeitsraumes
ist an oder nahe der Deckfläche des Zylindergehäuses als Strömungsverbindung ein erster
Kühlflüssigkeitszwischenraum angeordnet, der in einem Stegbereich zwischen zwei Zylindern
verläuft. Durch einen zweiten Kühlflüssigkeitszwischenraum oberhalb der Zylinderkopfdichtung
im Zylinderkopf, der korrespondierend zum ersten Kühlflüssigkeitszwischenraum ausgeführt
und über mindestens eine Öffnung mit diesem verbunden ist, soll die Kühlung im Bereich
des Zylindersteges und der Zylinderkopfdichtung wesentlich verbessert werden. Hierbei
steht der zweite Kühlflüssigkeitszwischenraum mit einem Hauptflüssigkeitsraum im Zylinderkopf
in Strömungsverbindung.
[0004] Die
EP 0 197 365 A2 offenbart eine Vorrichtung zur gießtechnischen Herstellung einer Kühleinrichtung
von Stegen zwischen benachbarten, extrem engständig zusammengegossenen Zylindern eines
Zylinderblocks einer Brennkraftmaschine, deren Zylinderwände auf beiden Längsseiten
und Stirnseiten des Zylinderblocks von einem Kühlwassermantel umgeben sind, mit einem
Kern zur Bildung des Kühlwassermantels. Es sind separate Kerne zur Bildung von Kühlwasserkanälen
in den Stegen vorgesehen, die in Höhe des Zylinderbrennraumes die beiden gegenüber
liegenden Längsseiten des Mantelkernes überbrücken und entweder in diesen beidendig
eingepaßt sind oder in einem oberen Sohlenkern fixiert sind.
[0005] Die
EP 1 217 198 B1 befaßt sich mit einem Kühlsystem für die Kühlung eines Zylindersteges, bei dem sich
mindestens ein Wasserkanal ausschließlich auf einer Seite einer vertikalen Achse durch
das Zentrum des Zylindersteges erstreckt.
[0006] Bekannt ist, den Motorblock und den Zylinderkopf des Verbrennungsmotors jeweils getrennt
voneinander mit einem Kühlmittel eines Kühlmittelkreislaufs durchströmen zu lassen.
Auf diese Weise können der Zylinderkopf, der thermisch vor allem durch die Brennraum-
und Kanalwände mit der Verbrennungsluft gekoppelt ist, und der Motorblock, der thermisch
vor allem mit den Reibstellen gekoppelt ist, unterschiedlich gekühlt werden. Durch
ein so genanntes "Split-Cooling-System" (getrennter Kühlmittelkreislauf) soll erreicht
werden, daß in der Warmlaufphase des Verbrennungsmotors der Zylinderkopf gekühlt wird,
wobei der Motorblock zunächst noch nicht gekühlt werden soll, so daß der Motorblock
schneller auf die erforderliche Betriebstemperatur geführt werden kann.
[0007] Die
EP 1 698 770 A1 befaßt sich mit dem Split-Cooling-System, wobei nicht nur Zylinderblock und Zylinderkopf
kühlmitteltechnisch getrennt ansteuerbar sind, sondern zusätzlich der Zylinderkopf
in getrennte Kühlbereiche unterteilt ist. Dies ist dahingehend vorteilhaft, als ein
gut regelbarer und optimierter Wärmehaushalt, insbesondere des Zylinderkopfes, erreicht
wird, wobei das Warmlaufverhalten des Verbrennungsmotors entschieden verbessert wird.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verbrennungsmotor der Eingangs genannten
Art zur Verfügung zu stellen, dessen Kühlung bzw. Warmlaufverhalten mit einfachen
Mitteln weiter verbessert wird.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch einen Verbrennungsmotor mit den Merkmalen
der Ansprüche 1, 7 und 11, wobei,
in dem zumindest einen Zylinderblocksteg des Zylinderblocks ein Kühlschlitz angeordnet
ist,
wobei im Zylinderkopf ein Übertritt angeordnet ist und,
wobei im Zylinderkopf ein Auslauf angeordnet ist, der mit dem zylinderkopfseitigen
Kühlmittelbereich in Verbindung steht, wobei
der Blockwassermantel über den Übertritt mit dem Kühlschlitz in Verbindung steht,
der mit dem Auslauf in Verbindung steht und, wobei
Kühlmittel aus dem Blockwassermantel über den Übertritt in den Kühlschlitz und von
hier über den Auslauf in den zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich führbar ist.
[0010] In günstiger Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der zylinderkopfseitige Kühlmittelbereich
in einen auslaßseitigen Kühlbereich und in einen einlaßseitigen Kühlbereich aufgeteilt
ist, wobei Kühlmittel aus dem einlaßseitigen Kühlbereich in ein Auslaßgehäuse führbar
ist, in dem der auslaßseitige Kühlbereich mündet.
[0011] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das Split-Colling-System dahingehend
verbessert werden kann, als das Kühlsystem nicht nur in einen Zylinderblockbereich
und einen Zylinderkopfbereich aufgeteilt wird, sondern der Zylinderkopf zudem in einen
auslaßseitigen Kühlbereich und einen einlaßseitigen Kühlbereich unterteilt wird. Mittels
geschickter Kühlstrategie können so unterschiedliche Bereiche des Verbrennungsmotors,
insbesondere in seiner Warmlaufphase über Steuerelemente angesteuert werden. Beispielsweise
weist eine Kühlmittelströmung in einer ersten Phase einen Betrag von null auf, wobei
in einer zweiten Phase die Auslaßseite des Zylinderkopfes gekühlt wird. Erst in einer
dritten Phase wird der Zylinderblock gekühlt. Dies hat sich dahingehend als praktisch
erwiesen, als der Verbrennungsmotor schnellstmöglich auf die erforderliche Betriebstemperatur
geführt werden kann.
[0012] Üblicherweise wird der Kühlmittelstrom durch den Zylinderblock dabei mittels eines
Blockthermostaten gesteuert. Strömt aber z. B. während der Warmlaufphase kein Kühlmittel
durch den Zylinderblock, weil der Blockthermostat geschlossen ist, bewirkt die entstehende
Wärme, beispielsweise Reibungswärme, welche nicht abgeführt wird, eine Aufwärmung
beispielsweise von Schmiermittel, was ja durchaus zur Verbesserung der Warmlaufeigenschaften
gewünscht ist. Allerdings kann das Kühlmittel dabei so aufgewärmt werden, dass Dampf-
bzw. Luftblasen entstehen, welche sich im oberen Bereich des Zylinderblocks sammeln,
und das dort eigentlich vorhandene Kühlmittel verdrängen. Zwischen den Laufbüchsen
der Zylinder ist der so genannte Zylindersteg bzw. Zylinderblocksteg angeordnet, welcher
benachbarte Laufbüchsen von einander trennt. Zur besseren Kühlung ist dieser mit einer
Bohrung oder einem Schlitz versehen, wobei der Schlitz direkt mit dem Blockwassermantel
verbunden ist. Die Dampfblasen verdrängen das Kühlmittel nun gerade in dieser Kühlvorrichtung
innerhalb des Steges. Damit können Temperatur bedingte Schäden entstehen, so dass
das Blockthermostat geöffnet werden muss, um ein Verdrängen des Kühlmittels im oberen
Bereich durch Austausch des Kühlmittels zu vermeiden. Mit der erfindungsgemäßen Lösung
dagegen ist es möglich, den Blockthermostat, insbesondere in der Warmlaufphase des
Verbrennungsmotors länger geschlossen zu halten, da die entstehenden Dampfblasen aus
dem oberen Bereich des Zylinderblocks abgeleitet werden können. Dies wird vorteilhaft
dadurch erreicht, dass der zylinderkopfseitige Kühlmittelbereich, bevorzugt dessen
einlaßseitiger Kühlbereich mit dem Blockwassermantel gekoppelt ist; denn der Blockwassermantel
steht über den Übertritt im Zylinderkopf, den Kühlschlitz in Zylindersteg und den
zum Übertritt im Querschnitt gesehen gegenüberliegend angeordneten Auslauf im Zylinderkopf
indirekt in Verbindung mit dem zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich, bzw. bevorzugt
mit dessen einlaßseitigen Kühlbereich, so dass ein Ableiten der Dampfblasen in den
Zylinderkopf erreichbar ist, auch wenn der Blockthermostat geschlossen ist. Die entstehenden
Dampfblasen werden also in den Zylinderkopf, insbesondere in den einlaßseitigen Kühlbereich
transportiert.
[0013] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass bei geöffnetem Blockthermostat
eine wesentlich verbesserte Kühlung des Zylindersteges erreichbar ist. Hierbei folgt
das Kühlmittel dabei dem zuvor beschriebenen Pfad aus dem Blockwassermantel, über
den Übertritt, den Kühlschlitz und den Auslauf in den zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich
bzw. dessen einlaßseitigem Kühlbereich. Dabei kühlt das Kühlmittel den Zylinderkopf
bzw. bevorzugt die Einlaßseite des Zylinderkopfs, und tritt in ein Auslaßgehäuse ohne
vorher in Kontakt mit dem Kühlmittelmantel des auslaßseitigen Kühlbereiches zu haben.
[0014] Das Kühlmittel zur Kühlung der Auslaßseite durchströmt z. B. die Ober- und Unterschale
des auslaßseitigen Kühlbereiches und tritt dann ebenfalls in das Auslaßgehäuse ein,
in dem sich der Kühlmittelstrom aus dem einlaßseitigen Kühlbereich und aus dem auslaßseitigen
Kühlbereich vermischt.
[0015] Insofern ist vorteilhaft vorgesehen, dass der Blockthermostat den Kühlmittelstrom
durch den Zylinderblock steuert, wobei der Kühlmittelstrom vor dem Blockthermostaten
zumindest in einen Teilstrom aufgeteilt wird, der in den auslaßseitigen Kühlbereich
des zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereiches eintritt.
[0016] In weiter vorteilhafter Ausgestaltung ist der Blockthermostat mit seinem Gehäuse
in dem Zylinderblock integriert, kann aber auch als separates Bauteil ausgeführt sein.
Somit ist ein Kühlmittelpumpenausgang vorteilhaft direkt mit dem Zylinderblock verbunden.
Aber auch die Auslaßseite bzw. der auslaßseitige Kühlbereich ist direkt mit dem Pumpenausgang
verbunden. Weiter kann auch ein Turbolader direkt mit der Kühlmittelpumpe verbunden
werden.
[0017] Günstiger Weise ist der Kühlschlitz nicht direkt, sondern indirekt über den Übertritt
mit dem Blockwassermantel verbunden, wobei der Übertritt in bevorzugter Ausgestaltung
quasi langlochartig ausgeführt ist.
[0018] Zwischen dem Zylinderkopf und dem Zylinderblock ist eine Zylinderkopfdichtung angeordnet,
welche vorteilhaft im Bereich des Übertritts Ein- und Auslaßöffnungen aufweist, wobei
die Einlaßöffnung dem Blockwassermantel bzw. einer entsprechenden Mündungsöffnung
des Blockwassermantels, und die Auslaßöffnung dem Kühlschlitz zugeordnet ist. Natürlich
liegt es im Sinne der Erfindung, die Zylinderkopfdichtung mit einer an den Übertritt
korrespondierend ausgeführten Öffnung zu versehen. Natürlich ist auch dem im Querschnitt
gesehen gegenüberliegend zum Übertritt angeordneten Auslauf eine entsprechende Öffnung
in der Zylinderkopfdichtung zugeordnet.
[0019] Insofern ist vorteilhaft vorgesehen, dass das Kühlmittel aus dem Blockwassermantel
von unten nach oben durch die Zylinderkopfdichtung in den Übertritt eintritt, entlang
des Übertritts im Zylinderkopf in Richtung Kühlschlitz strömt, und durch die Zylinderkopfdichtung
von oben nach unten in den Kühlschlitz strömt. In dem Kühlschlitz strömt das Kühlmittel
vorzugsweise von dem Übertritt im Querschnitt gesehen entlang des Zylinderblocksteges
in Richtung zum Auslauf, und dort wiederum von unten nach oben durch die Zylinderkopfdichtung
in den Auslauf, also in den Zylinderkopf bzw. in den zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich.
[0020] Zweckmäßig im Sinne der Erfindung ist vorgesehen, dass der blockseitige Kühlmittelbereich
Stegkühlkanäle aufweist, die in dem Zylinderblocksteg eingebracht sind, und welche
bevorzugt mit dem Blockwassermantel in Verbindung stehen, wobei die Stegkühlkanäle
sich in Richtung zum Zylinderkopf verjüngend ausgeführt sind, so dass an dem Zylinderblocksteg
Balkone ausgebildet sind, welche in Richtung zu Schraubenpfeifen orientiert sind.
[0021] Vorteilhaft weisen die Stegkühlkanäle einen ersten Abschnitt und zumindest einen
zweiten Abschnitt auf, wobei der zweite Abschnitt sich, bezogen auf den ersten Abschnitt,
in seinem Querschnitt bis auf einen Restquerschnitt kontinuierlich verjüngt, wobei
sich der zweite Abschnitt bevorzugt exzentrisch verjüngt. Dies bedeutet, dass sich
der jeweilige Stegkühlkanal mit einer Innenseite, welche im Querschnitt gesehen zur
Mittelachse des Zylinderblocksteges orientiert ist, in seinem zweiten Abschnitt von
dieser wegorientiert verlaufend ausgeführt ist, wobei die dazu jeweils gegenüberliegende
Seite des Stegkühlkanals sowohl in dem ersten Abschnitt als auch in dem zweiten Abschnitt
bevorzugt parallel zur Mittelachse des Stegkühlkanals verläuft. Die Stegkühlkanäle
können in ihrem zweiten Abschnitt so ausgeführt sein, dass die Balkone lokal mit Schraubenpfeifen
in Verbindung stehen.
[0022] Günstig im Sinne der Erfindung ist, wenn einer der beidseitig der Mittelachse angeordneten
Stegkühlkanäle mit seinem zweiten Abschnitt in dem Übertritt mündet.
[0023] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist vorteilhaft darin zu sehen, als das Kühlmittel
möglichst dicht an den in thermischer Hinsicht kritischen Stegbereich herangeführt
werden kann, während in einem oberen Bereich, bzw. im Querschnitt gesehen seitlich
des Zylinderblocksteges die Balkone gebildet werden. Insofern ist es durchaus vorteilhaft,
den Kühlschlitz im Querschnitt gesehen kreisabschnittsartig auszuführen, wobei jeweils
im Querschnitt gesehen links und rechts des quasi kreisabschnittsartigen Kühlschlitzes
ein Sicherheitsbereich bzw. die Balkone gebildet werden bzw. stehen bleiben. Vorteilhaft
wird so eine optimale Kühlung sowohl im oberen Bereich des Kühlschlitzes als auch
im unteren Bereich des Kühlschlitzes (nahes Kühlwasser) erreicht. Durch das Einziehen
im unteren Bereich wird zusätzlich der Materialbedarf des Zylinderblocks reduziert,
wodurch gleichzeitig Gewicht und Kosten reduziert werden.
[0024] Vorteilhaft ist also in dem Zylinderblocksteg der Kühlschlitz angeordnet, der gegenüberliegend
zu seinem Schlitzgrund von der Zylinderkopfdichtung abgedeckt ist. Es liegt im Sinne
der Erfindung, den Übertritt, den Kühlschlitz, und/oder den Auslauf entweder mit Herstellung
der jeweiligen Komponenten einzugießen, oder separat mechanisch einzubringen. Beispielsweise
der Kühlschlitz kann durch einfaches mechanisches Einfräsen z. B. mittels eines Scheibenfräsers
erzeugt werden. Denkbar ist aber auch, den Radius des Scheibenfräsers zu reduzieren
und nach dem vertikalen Einfahren eine horizontale Verfahrbewegung entlang des geplanten
Kühlschlitzes auszuführen. Möglich ist auch, anstelle des Scheibenfräsers einen geeigneten
Stiftfräser zu verwenden.
[0025] Der Kühlschlitz weist also eine Schlitzöffnung mit Schlitzwänden und dem Schlitzgrund
auf. Die Schlitzöffnung ist von der Zylinderkopfdichtung abgedeckt, wobei vorzugsweise
die jeweils an den Übertritt und den Auslauf angepaßten Öffnungen in der Zylinderkopfdichtung
vorgesehen sein können. Die einander gegenüberliegenden Schlitzwände sind mit der
Schlitzbreite zueinander beabstandet und gehen jeweils in den Schlitzgrund über. Günstig
im Sinne der Erfindung ist, wenn der Schlitzgrund verrundet mit einem Radius ausgeführt
ist, der kleiner ist als die Schlitzbreite. In bevorzugter Ausgestaltung weist der
Radius einen Betrag auf, welcher der Hälfte der Schlitzbreite entspricht. In weiter
bevorzugter Ausgestaltung weist der Radius einen Betrag auf, welcher bis zu einem
Viertel der Schlitzbreite entspricht. Günstiger Weise wird der Kühlschlitz hierbei
mit einem Schlitzwerkzeug ausgeführt, welches eine "Spitze" mit entsprechend großer
Verrundung aufweist. Selbstverständlich ist es möglich, den Schlitzgrund anstelle
der kreisförmigen Ausgestaltung parabelartig auszuführen. Mit der vorteilhaften Ausgestaltung
des Schlitzgrundes wird ein harmonischer Übergang der Schlitzwände zum Schlitzgrund
erreicht, welcher eine Reduzierung von Spannungsspitzen im Zylinderblock und eine
Erhöhung der Bauteilbelastbarkeit bedingt. Der Kühlschlitz ist in einer Querrichtung
des Verbrennungsmotors analog zur Ausgestaltung in der zuvor beschriebenen Längsrichtung
ausgeführt. Das bedeutet, dass für die Geometrie des Kühlschlitzes ein möglichst großer
Radius wählbar ist, welcher lediglich durch die Schlitzbreite und die Schlitztiefe
beschränkt ist.
[0026] Weiter werden mit der Erfindung vorteilhaft z. B. folgende Vorteile erreicht:
Verringerung der Bohrungsverzüge
Geringere Kosten, geringeres Gewicht, geringere Bauteilbelastung, geringere Klopfneigung,
geringerer Kraftstoffverbrauch, geringere Ölalterung, Vermeidung oder Verminderung
von Verkokungen,
Entlastung der Zylinderkopfdichtung
einfache Herstellung
Verbesserte Kühlung in kritischen Bauteilbereichen durch Vergrößerung der Wärme abführenden
Oberfläche, bzw. kurze Wärmeleitwege
Verbesserte Kühlung hinsichtlich der Gefahr des Ablösens von Büchse und Wand insbesondere
bei Aluminiumblöcken, wobei bei Graugußbüchsen eine Verminderung der Gefahr des Büchsenabsinkens
und ein Versagen der Kopfdichtung reduziert ist.
[0027] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und
der folgenden Figurenbeschreibung offenbart. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen beispielhaften Kühlmittelkreislauf eines Verbrennungsmotors,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch den Verbrennungsmotor aus Figur 1,
- Fig. 3
- eine Ansicht auf eine Zylinderkopfdichtung von unten,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch einen Zylinderblock und einen Kühlschlitz, und
- Fig. 5
- den Kühlschlitz aus Figur 4 als Einzelheit.
[0028] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, so daß diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0029] Figur 1 zeigt einen Verbrennungsmotor 1, der einen Kühlmittelkreislauf 2 aufweist.
Der Kühlmittelkreislauf 2 ist in einen zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich 3 bzw.
Zylinderblockwassermantel und in einen zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich 4 bzw.
Kopfwassermantel aufgeteilt, so dass ein Split-Cooling-System gebildet ist. Der zylinderkopfseitige
Kühlmittelbereich 4 ist beispielhaft weiter in einen auslaßseitigen Kühlbereich 6
und in einen einlaßseitigen Kühlbereich 7 aufgeteilt, was natürlich nicht beschränkend
wirken soll, wobei eine Kühlmittelströmung in dem jeweiligen Kühl- bzw. Kühlmittelbereich
2, 3, 4, 6, 7 separat steuerbar ist. Der in Figur 1 beispielhaft dargestellte Kühlmittelkreislauf
2 wird weiter unten näher beschrieben.
[0030] Wie Figur 2 zeigt, ist in zumindest einem Zylinderblocksteg 8 bzw. in einem Zylindersteg
8 des Zylinderblocks 45 ein Kühlschlitz 9 angeordnet, wobei in dem Zylinderkopf 44
ein Übertritt 11 angeordnet ist. Weiter ist im Zylinderkopf 44 ein Auslauf 12 angeordnet,
der mit dem zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich 4 bzw. bevorzugt mit dem einlaßseitigen
Kühlbereich 7 in Verbindung steht. Der Blockwassermantel, bzw. der zylinderblockseitige
Kühlmittelbereich 3 steht über den Übertritt 11 mit dem Kühlschlitz 9 indirekt in
Verbindung, wobei der Kühlschlitz 9 mit dem Auslauf 12 in Verbindung steht. Der Auslauf
12 ist in dem gezeigten Querschnitt gegenüberliegend zum Übertritt 11 angeordnet.
Das Kühlmittel ist so aus dem Blockwassermantel bzw. dem zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich
3 über den Übertritt 11 in den Kühlschlitz 9, entlang dem Zylinderblocksteg 8 in Richtung
zum Auslauf 12, und von hier über den Auslauf 12 in den zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich
4 bzw. in den einlaßseitigen Kühlbereich 7 führbar. Insofern ist der Blockwassermantel
über den Übertritt 11 und den Kühlschlitz 9 mit dem zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich
4 bzw. dem einlaßseitigen Kühlbereich 7 gekoppelt, bzw. indirekt verbunden. In bevorzugter
Ausgestaltung steht der Blockwassermantel mit einem Stegkühlkanal 57 in Verbindung,
dessen vorteilhafte Ausgestaltung weiter unten näher beschrieben wird.
[0031] Zunächst weist der Kühlmittelkreislauf 2 gemäß Figur 1 eine Kühlmittelpumpe 13 auf.
In dem Zylinderblock ist ein Blockthermostat 14 integriert, wobei vor dem Blockthermostat
14 beispielhaft zwei Abzweige 16, 17 angeordnet sind. Der Blockthermostat 14 ist z.B.
als Wachselement ausgeführt, welches den Kühlmittelstrom nur in einer Richtung passieren
läßt, so dass ein Zurückströmen des Kühlmittels bei geschlossenem oder geöffnetem
Blockthermostaten in Richtung zur Kühlmittelpumpe 13 vermieden ist. Einer der Abzweige
16 ist direkt mit einem Turbolader 18 verbunden, wobei eine Ausgangsverbindung 19
des Turboladers 18 in eine Verbindungsleitung 21 mündet, welche in einem Ausgleichsbehälter
22 mündet. Die Verbindungsleitung 21 ist punktiert dargestellt, und geht von einem
Thermostaten 22 aus. Die Ausgangsverbindung 19 des Turboladers 18 kann aber auch direkt
mit einem Kühlmittelpumpeneinlauf 23 bzw. einem Kühlmittelrücklauf 24 verbunden sein.
[0032] Der andere Abzweig 17 ist mit dem auslaßseitigen Kühlbereich 6 des Zylinderkopfes
verbunden.
[0033] Der Blockthermostat 14 ist sinnvoller Weise für das Split-Cooling-System erforderlich.
Das Kühlmittel, welches diesen Blockthermostat 14 passiert (Pfeil 26) durchströmt
den zylinderblockseitigen Kühlbereich 3, tritt in den Zylinderkopf, insbesondere in
den einlaßseitigen Kühlbereich 7 über, strömt durch den einlaßseitigen Kühlbereich
7, kühlt dabei die Einlaßseite 27 des Verbrennungsmotors 1 und tritt, ohne vorher
Kontakt mit dem in dem auslaßseitigen Kühlbereich 6 strömenden Kühlmittel zu haben,
in ein Auslaßgehäuse 28 ein (Pfeil 29). Das Kühlmittel zur Kühlung der Auslaßseite
31 des Zylinderkopfes durchströmt den auslaßseitigen Kühlbereich 6 und tritt ebenfalls
in das Auslaßgehäuse 28 ein (Pfeil 32) ein. In dem Auslaßgehäuse 28 werden beide Kühlmittelströme
vor dem Thermostaten 22 vermischt. Ein Rücklauf des Kühlmittels kann dann beispielsweise
über ein Entlüftungsventil 34, einen AGR-Kühler 36, eine Kabinenheizung 37, einen
Ölwärmetauscher 38 bzw. Hauptkühler 39 zurück zur Kühlmittelpumpe 13 erfolgen. Selbstverständlich
soll dieser Rücklauf nur beispielhaft sein, wobei eine andere Reihenfolge oder Umgehungsleitungen
wie in Figur 1 dargestellt denkbar sind.
[0034] Beispielsweise kann das Thermostat 22 auch, wie dargestellt, mit dem Hauptkühler
39 verbunden sein, welcher über eine Verbindungsleitung 41 mit dem Kühlmittelpumpeneinlauf
23 verbunden ist. Möglich ist auch, den Thermostaten 22 über einen Bypaß 42 mit dem
Kühlmittelpumpeneinlauf 23 zu verbinden. Wie dargestellt mündet auch der Ölwärmetauscher
38 in dem Kühlmittelpumpeneinlauf 23. Punktiert ist eine Verbindung 43 vom Hauptkühler
39 zum Ausgleichsbehälter 22 dargestellt. Das Thermostat 22 kann elektrisch angesteuert
werden, oder kann z. B. als Kennfeldthermostat ausgeführt sein.
[0035] Wie dargestellt ist das Gehäuse des Blockthermostaten 14 im Zylinderblock integriert.
Das Blockthermostat 14 kann aber auch als separates Bauteil ausgeführt sein. Vorteilhaft
ist der Kühlmittelpumpenaustritt direkt mit dem Zylinderblock, bzw. dem zylinderblockseitigen
Kühlmittelbereich 3 verbunden. Ebenfalls die Leitung zur Versorgung der Auslaßseite
31 des Zylinderkopfes und auch des Turboladers 18 (Abzweig 16, 17) ist direkt mit
dem Kühlmittepumpenaustritt verbunden. Das Auslaßgehäuse 28 dagegen ist beispielhaft
als separates Bauteil ausgeführt, kann aber noch ein AGR-Ventil mit entsprechenden
Leitungen aufweisen, um den AGR-Kühler zu versorgen.
[0036] Insbesondere in einer Warmlaufphase des Verbrennungsmotors 1 kann der Blockthermostat
14 länger geschlossen bleiben, da sich möglicherweise bildende Dampf- bzw. Luftblasen
aus dem Zylinderblock bzw. seinem oberen Bereich über den zuvor beschriebenen Pfad
Übertritt 11, Kühlschlitz 9 und Auslauf 12 in den Zylinderkopf bzw. in den einlaßseitigen
Kühlbereich 7 ableiten lassen. Damit ist ein Warmlaufverhalten des Verbrennungsmotors
entschieden verbessert, da das Blockthermostat 14 erst geöffnet werden muß, wenn tatsächlich
ein Austausch des Kühlmittels im zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich 3 bzw. im
Blockwassermantel erforderlich ist.
[0037] Wie der Figur 2 weiter zu entnehmen ist, ist der Kühlschlitz 9 nicht direkt, sondern
indirekt über den Übertritt 11 mit zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich 3 verbunden.
Der Übertritt 11 ist quasi langlochartig ausgeführt.
[0038] Zwischen dem Zylinderkopf 44 und dem Zylinderblock 45 ist eine Zylinderkopfdichtung
46 angeordnet, welche vorteilhaft eine an den Übertritt 11 angepaßte Öffnung 47 aufweist,
die wie dargestellt, entsprechend der langlochartigen Ausgestaltung eine entsprechende
Längserstreckung aufweist (Figur 3). Selbstverständlich ist eine entsprechende zum
Auslauf 12 ausgeführte Öffnung 48 gegenüberliegend zur Öffnung 47 in der Zylinderkopfdichtung
46 vorgesehen.
[0039] Insofern ist der Kühlschlitz 9 vorteilhaft so in den Zylinderblocksteg 8 eingebracht,
dass dieser im Zylinderblock 45 keine direkte Verbindung zum Blockwassermantel bzw.
zum zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich 3 aufweist. Somit ist vorteilhaft in Querrichtung
des Kühlschlitzes 9 jeweils beidseitig des Kühlschlitzes 9 ein Sicherheitsbereich
49 bzw. Balkon 50 gebildet. Dieser kann jeweils gußtechnisch optimal ausgeführt werden,
und sollte, wenn der Kühlschlitz 9 mechanisch eingebracht wird, nicht verletzt werden.
[0040] Die Kühlmittelführung erfolgt somit vom Blockwassermantel bzw. von dem zylinderblockseitigen
Kühlmittelbereich 3 von unten nach oben durch die Zylinderkopfdichtung 46 durch die
Öffnung 47 in den Übertritt 11. Das Kühlmittel strömt entlang des Übertritts 11 und
von diesem durch die Öffnung 47 von oben nach unten durch die Zylinderkopfdichtung
46 in den Kühlschlitz 11, entlang diesem in Richtung zum Auslauf 12 und dort wiederum
von unten nach oben durch die Öffnung 48 in der Zylinderkopfdichtung 46 in den Auslauf
12, welcher mit dem zylinderkopfseitigen Kühlbereich 4 bzw. mit dem einlaßseitigen
Kühlbereich 7 in Verbindung steht. Wie in Figur 2 angedeutet, fluchtet der Übertritt
11 mit dem Kühlschlitz 9. Natürlich liegt es im Sinne der Erfindung, dass beide (Kühlschlitz
9/Übertritt 11) nicht unbedingt fluchten müssen, wobei aber dennoch eine Kühlmittelführung
im Sinne der Erfindung möglich ist.
[0041] Wie der Figur 2 weiter zu entnehmen ist, ist jeweils beidseitig des Zylinderblocksteges
8, bezogen auf seine Mittelachse X, ein Stegkühlkanal 57 angeordnet, welche, wie oben
beschrieben mit dem Blockwassermantel in Verbindung stehen. Der jeweilige Stegkühlkanal
57 weist in der dargestellten Zeichnungsebene zwei Abschnitte 58 und 59 auf. Der erste
Abschnitt 58 erstreckt sich in der dargestellten Zeichnungsebene von unten nach oben
und geht in den zweiten Abschnitt 59 über, welcher in Richtung zum Zylinderkopf orientiert
ist. Der zweite Abschnitt 59 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel bevorzugt
sich exzentrisch verjüngend ausgeführt, so dass jeweils beidseitig der Mittelachse
X die Balkone 50 ausgebildet sind. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
zweite Abschnitt 59 des in der Zeichnungsebene rechten Stegkühlkanals 57 so geführt,
dass dieser in den Übertritt 11 (durch die Dichtungsöffnung 47) mündet. Der dazu gegenüberliegende
zweite Abschnitt 59 des in der Zeichnungsebene linken Stegkühlkanals 57 ist vorzugsweise
in Richtung zur Zylinderkopfdichtung 46 geführt, bzw. von dieser abgedeckt.
[0042] Der Kühlschlitz 9 kann bei der Herstellung des Zylinderblockes 45 mit eingegossen
werden. Möglich ist aber auch ein mechanisches Einbringen, wie oben bereits angedeutet.
Bei dem mechanischen Einbringen des Kühlschlitzes 9 kann ein Scheibenfräser verwendet
werden, so dass der Kühlschlitz 9 durch einfaches vertikales Einfahren erzeugt wird.
Denkbar ist aber auch, den Radius des Scheibenfräsers zu reduzieren, und nach dem
vertikalen Einfahren eine horizontale Verfahrbewegung entlang des geplanten Kühlschlitzes
9 durchzuführen. Anstelle des Scheibenfräsers kann natürlich auch ein geeigneter Stiftfräser
verwendet werden.
[0043] Wie der Figur 2 zu entnehmen ist, ist der Kühlschlitz 9 im Querschnitt gesehen bevorzugt
kreisabschnittsartig ausgeführt. Vorteilhaft wird mit dem dargestellten Ausführungsbeispiel
eine optimale Kühlung des Zylinderblocksteges 8 Bereich des Kühlschlitzes 9 erreicht.
Durch das Einziehen im unteren Bereich wird zusätzlich der Materialbedarf des Zylinderblocks
45 reduziert, wodurch gleichzeitig Gewicht und Kosten reduziert werden.
[0044] Im Zylinderkopf 44 und im Zylinderblock 45 sind Schraubenpfeifen 51 vorgesehen. Möglich
ist, die Stegkühlkanäle 57 so auszuführen, dass die Balkone 50 lokal Kontakt zu den
Schraubenpfeifen 51 haben.
[0045] In Figur 5 ist der Kühlschlitz 9 aus Figur 4 als Einzelheit in einem Längsschnitt,
selbstverständlich nicht maßstabsgerecht gezeigt. Der Kühlschlitz 9 weist eine Schlitzöffnung
52 mit Schlitzwänden 53 und einen Schlitzgrund 54 auf. Gegenüberliegend zum Schlitzgrund
54 ist der Kühlschlitz 9 von der Zylinderkopfdichtung 46 abgedeckt, wobei in der Zylinderkopfdichtung
46 vorzugsweise die Öffnungen 47 und 48 angeordnet sind. Die einander gegenüberliegenden
Schlitzwände 53 sind mit der Schlitzbreite 56 zueinander beabstandet und gehen jeweils
in den Schlitzgrund 54 über. Günstig im Sinne der Erfindung ist, wenn der Schlitzgrund
54 verrundet mit einem Radius ausgeführt ist, dessen Betrag kleiner ist als die Schlitzbreite
56. In bevorzugter Ausgestaltung weist der Radius einen Betrag auf, welcher der Hälfte
der Schlitzbreite 56 entspricht. In weiter bevorzugter Ausgestaltung weist der Radius
einen Betrag auf, welcher bis zu einem Viertel der Schlitzbreite 56 entspricht. Günstiger
Weise wird der Kühlschlitz 9 hierbei mit einem Schlitzwerkzeug ausgeführt, welches
eine "Spitze" mit entsprechend großer Verrundung aufweist. Der Kühlschlitz 9 ist in
einem Querschnitt des Verbrennungsmotors (Figur 2) analog zur Ausgestaltung in dem
zuvor beschriebenen Längsschnitt ausgeführt. Das bedeutet, dass für die Geometrie
des Kühlschlitzes 9 ein möglichst großer Radius wählbar ist, welcher lediglich durch
die Schlitzbreite 56 und die Schlitztiefe beschränkt ist.
[0046] Selbstverständlich soll die Erfindung nicht auf das beschriebene, bevorzugte Ausführungsbeispiel
beschränkt sein. Es liegt im Sinne der Erfindung, wenn die Stegkühlkanäle 57 mit einem
gleich bleibenden Querschnitt also, ohne unterschiedlich ausgeführte Abschnitte ausgeführt
sind. Möglich ist auch, Die Stegkühlkanäle 57 wie dargestellt auszuführen, ohne einen
Kühlschlitz im Zylinderblocksteg anzuordnen. Insofern sind alle Kombinationen und
Alleinstellungen der genannten Merkmale denkbar und ausführbar.
1. Verbrennungsmotor, der einen Kühlmittelkreislauf (2) aufweist, der in einen zylinderblockseitigen
Kühlmittelbereich (3) und in einen zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich (4) aufgeteilt
ist, wobei der Zylinderblock zumindest einen Zylinderblocksteg (8) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem zumindest einen Zylinderblocksteg (8) des Zylinderblocks (45) ein Kühlschlitz
(9) angeordnet ist,
dass im Zylinderkopf (44) ein Übertritt (11) angeordnet ist und,
dass im Zylinderkopf (44) ein Auslauf (12) angeordnet ist, der mit dem zylinderkopfseitigen
Kühlmittelbereich (4) in Verbindung steht, wobei der zylinderblockseitige Kühlmittelbereich
(3) über den Übertritt (11) mit dem Kühlschlitz (9) in Verbindung steht, der mit dem
Auslauf (12) in Verbindung steht, und wobei
Kühlmittel aus dem zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich (3) über den Übertritt
(11) in den Kühlschlitz (9) und von hier über den Auslauf (12) in den zylinderkopfseitigen
Kühlmittelbereich (4) führbar ist.
2. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zylinderkopfseitige Kühlmittelbereich (4) in einen auslaßseitigen Kühlbereich
(6) und in einen einlaßseitigen Kühlbereich (7) aufgeteilt ist, wobei Kühlmittel aus
dem einlaßseitigen Kühlbereich (7) in ein Auslaßgehäuse (28) führbar ist, in dem der
auslaßseitige Kühlbereich (6) mündet.
3. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kühlmittelkreislauf zumindest ein Blockthermostat (14) aufweist, das einen Kühlmittelstrom
durch den zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich (3) steuert, und dass sich vor dem
Blockthermostaten (14) ein Kühlmittelstrom zumindest in einen Teilstrom aufteilt,
der in einem auslaßseitigen Kühlbereich (6) des zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereiches
(4) mündet.
4. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Blockthermostat (14) in dem Zylinderblock (45) integriert ist, oder dass das Blockthermostat
(14) als separates Bauteil ausgeführt ist.
5. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Übertritt (11) langlochartig ausgeführt ist.
6. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine zwischen dem Zylinderblock (45) und dem Zylinderkopf (44) angeordnete Zylinderkopfdichtung
(46), welche Öffnungen (47, 48) entsprechend dem Übertritt (11) und dem Auslauf (12)
aufweist.
7. Verbrennungsmotor, der einen Kühlmittelkreislauf (2) aufweist, der in einen zylinderblockseitigen
Kühlmittelbereich (3) und in einen zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich (4) aufgeteilt
ist, wobei der Zylinderblock zumindest einen Zylinderblocksteg (8) aufweist, insbesondere
nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der blockseitige Kühlmittelbereich (3) Stegkühlkanäle (57) aufweist, die in dem Zylinderblocksteg
(8) eingebracht sind, wobei sich die Stegkühlkanäle (57) sich in Richtung zum Zylinderkopf
verjüngend ausgeführt sind, so dass an dem Zylinderblocksteg (8) Balkone (50) ausgebildet
sind, welche in Richtung zu Schraubenpfeifen (51) orientiert sind.
8. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stegkühlkanäle (57) einen ersten Abschnitt (58) und zumindest einen zweiten Abschnitt
(59) aufweisen, wobei der zweite Abschnitt (59) sich bezogen auf den ersten Abschnitt
(58) in seinem Querschnitt bis auf einen Restquerschnitt kontinuierlich verjüngt.
9. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stegkühlkanäle (57) einen sich exzentrisch verjüngenden Abschnitt (59) aufweisen.
10. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stegkühlkanäle (57) so ausgeführt sind, dass die Balkone (50) lokal mit den Schraubenpfeifen
(51) in Verbindung stehen.
11. Verbrennungsmotor der einen Kühlmittelkreislauf (2) aufweist, der in einen zylinderblockseitigen
Kühlmittelbereich (3) und in einen zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich (4) aufgeteilt
ist, wobei der Zylinderblock zumindest einen Zylinderblocksteg (8) aufweist, insbesondere
nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
einen Kühlschlitz (9), der in dem Zylinderblocksteg (8) angeordnet ist, wobei der
Kühlschlitz (9) gegenüberliegend zu seinem Schlitzgrund (54) von einer Zylinderkopfdichtung
(46) abgedeckt ist, wobei der Kühlschlitz (9) an seinem Schlitzgrund (54) einen Radius
aufweist, dessen Betrag kleiner ist als seine Schlitzbreite (56).
12. Verbrennungsmotor nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kühlschlitz (9) in dem Zylinderblocksteg (8) eingegossen und/oder mechanisch in
den Zylinderblocksteg (8) eingebracht ist.
13. Verbrennungsmotor nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kühlschlitz (9) im Querschnitt gesehen kreisabschnittsartig ausgeführt ist, so
dass jeweils seitlich des Kühlschlitzes (9) Sicherheitsbereiche (49) gebildet werden.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verbrennungsmotor, der einen Kühlmittelkreislauf (2) aufweist, der in einen zylinderblockseitigen
Kühlmittelbereich (3) und in einen zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich (4) aufgeteilt
ist, wobei der Zylinderblock zumindest einen Zylinderblocksteg (8) aufweist, in dem
ein Kühlschlitz (9) angeordnet ist, wobei im Zylinderkopf (44) ein Auslauf (12) angeordnet
ist, der mit dem zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereich (4) in Verbindung steht,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Zylinderkopf (44) ein Übertritt (11) angeordnet ist, und
der zylinderblockseitige Kühlmittelbereich (3) über den Übertritt (11) mit dem Kühlschlitz
(9) in Verbindung steht, der mit dem Auslauf (12) in Verbindung steht, wobei
Kühlmittel aus dem zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich (3) über den Übertritt
(11) in den Kühlschlitz (9) und von hier über den Auslauf (12) in den zylinderkopfseitigen
Kühlmittelbereich (4) führbar ist.
2. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zylinderkopfseitige Kühlmittelbereich (4) in einen auslassseitigen Kühlbereich
(6) und in einen einlassseitigen Kühlbereich (7) aufgeteilt ist, wobei Kühlmittel
aus dem einlassseitigen Kühlbereich (7) in ein Auslassgehäuse (28) führbar ist, in
dem der auslassseitige Kühlbereich (6) mündet.
3. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kühlmittelkreislauf zumindest ein Blockthermostat (14) aufweist, das einen Kühlmittelstrom
durch den zylinderblockseitigen Kühlmittelbereich (3) steuert, und dass sich vor dem
Blockthermostaten (14) ein Kühlmittelstrom zumindest in einen Teilstrom aufteilt,
der in einem auslassseitigen Kühlbereich (6) des zylinderkopfseitigen Kühlmittelbereiches
(4) mündet.
4. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Blockthermostat (14) in dem Zylinderblock (45) integriert ist, oder dass das Blockthermostat
(14) als separates Bauteil ausgeführt ist.
5. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Übertritt (11) langlochartig ausgeführt ist.
6. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine zwischen dem Zylinderblock (45) und dem Zylinderkopf (44) angeordnete Zylinderkopfdichtung
(46), welche Öffnungen (47,48) entsprechend dem Übertritt (11) und dem Auslauf (12)
aufweist.