[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckdose für Telekommunkationsnetze, insbesondere
Gemeinschaftsantennenanlagen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zur Zeit befindet sich auf dem Markt eine große Anzahl von Benutzersteckdosen zur
Verbindung mit Koaxialkabeln in Telekommunikationsnetzen, insbesondere in MATV/SMATV-Netzen.
[0003] Das spanische Patent
P200302709 offenbart ein Verbindungssystem für ein Koaxialkabel, das auf einem Verbindungsgehäuse
angeordnet ist. Dieses Verbindungssystem stellt eine Benutzersteckdose für Telekommunukikationsnetze
dar.
[0004] Diese und andere Steckdosen bestehen im wesentlichen aus einem Gehäuse oder Chassis,
einer elektronischen Schaltung, einem Deckel oder Verschluss und Verbindungselementen.
Die Verbindungen zwischen den Benutzersteckdosen und den Eingangs- und Ausgangkoaxialkabeln
werden hergestellt zum einen zwischen den Außeneitern der Koaxialkabeln und den Chassis
der Benutzersteckdosen (Masse-Verbindungen) und zum anderen zwischen der elektronischen
Schaltung und dem Innenleiter der Koaxialkabel, die direkt beziehungsweise mittels
Verbindern, die zu diesem Zweck auf den Koaxialkabeln montiert sind (Verbindung der
Innenleiter).
[0005] Für die Verbindung zwischen der elektronischen Schaltung und dem Innenleiter der
Koaxialkabel, die direkt beziehungsweise mittels Verbindern zu diesem Zweck auf Koaxialkabel
montiert sind, werden Verbindungselemente verwendet. Diese Verbindungselemente bestehen
aus Verbindungsendstücken, die an ihrem einen Ende mit der elektronischen Schaltung
verlötet sind.
[0006] Dies führt in vielen Fällen zu Verbindungsproblemen, wenn Lötungen schlecht ausgeführt
sind oder wenn sich Risse in Lötstellen bilden.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Benutzersteckdose für Telekommunikationsnetze, insbesondere für Gemeinschafts-Antennenanlagen
(MATV/SMATV) zu schaffen, in welcher die Verbindungen zwischen Verbindungselementen
und der elektronischen Schaltung ohne Lötung hergestellt sind.
[0008] Diese Aufgabe wird mittels einer Steckdose gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0009] Die Erfindung zeichnet sich durch eine Vielzahl von Vorteilen aus.
[0010] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung besteht die Steckdose
zumindest aus einem Chassis mit mindestens einem Verbindungsanschlusselement, einer
elektronischen Schaltung mit wenigstens einem ersten Verbindungselement, und mit wenigstens
einem zweiten Verbindungselement, wobei das erste und das zweite Verbindungselement
durch eine galvanische Verbindung miteinander verbunden sind. Die galvanische Verbindung
weist wenigstens eine leitende Lamelle auf, die Druck auf das erste Verbindungselement
ausübt.
[0011] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass sich ein Verlöten der ersten mit den zweiten
Verbindungselementen erübrigt, so dass Verbindungsprobleme aufgrund schlechter Lötqualität
oder aufgrund von Rissen in den Lötstellen vermieden werden.
[0012] Außerdem wird der Vorteil erzielt, dass der Prozess zur Herstellung der Steckdosen
vereinfacht wird.
[0013] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die leitende Lamelle eine Verlängerung des zweiten Verbindungselements ist.
[0014] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass die leitende Lamelle einen größeren Druck
auf das erste Verbindungselement ausübt und so eine perfekte galvanische Verbindung
zwischen dem ersten und dem zweiten Verbindungselement gewährleistet wird.
[0015] Bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist die
Steckdose dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Schaltung mit dem wenigstens
ersten Verbindungselement auf einer Platine angeordnet ist, die eine erste und eine
zweite Seite hat, und dass elektronische Komponenten und das erste Verbindungselement
auf derselben Seite der Platine angeordnet sind.
[0016] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass der Herstellungsprozess erleichtert wird.
[0017] Ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die leitende Lamelle und die zweiten Verbindungselemente in einem isolierenden
Träger integriert sind.
[0018] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, das die zweiten Verbindungselemente und ihre
leitenden Lamellen elektrisch und mechanisch geschützt werden.
[0019] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steckdose ist
dadurch gekennzeichnet, dass der isolierende Träger eine erste Seite und eine zweite
Seite hat und in der Weise angeordnet ist, dass die erste Seite des isolierenden Trägers
der Platine zugewandt ist und dass die zweite Seite des isolierenden Trägers der Platine
abgewandt ist, und dass die wenigstens eine leitende Lamelle auf der ersten Seite
des isolierenden Trägers übersteht, die der Platine zugewandt ist.
[0020] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass die Verbindung zwischen den leitenden Lamellen
der zweiten und ersten Verbindungselemente in einfacher und zuverläßlicher Weise hergestellt
wird.
[0021] Bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist die
Steckdose dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Verbindungselemente auf der zweiten
Seite des isolierenden Trägers überstehen, die der Platine abgewandt ist.
[0022] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass einige der zweiten Verbindungselemente eine
Verbindung mit den entsprechenden Verbindern der Koaxialkabel herstellen.
[0023] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist die Steckdose dadurch
gekennzeichnet, dass der isolierende Träger, der insbesondere aus Kunststoff besteht,
aus dem Chassis herausziehbar ist.
[0024] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass die Herstellung der Steckdosen erleichtert
wird und dass zugleich deren einfachere Installation in den SMAT/MATV-Netzen ermöglicht
wird.
[0025] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
die zweiten Verbindungselemente gleiche oder unterschiedliche Formen haben.
[0026] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass sie in zweifacher Weise benutzt werden können.
Die einen stellen direkt eine Verbindung mit den Innenleitern der Koaxialkabel her,
während die anderen die Verbindung mittels Verbindern herstellen.
[0027] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die zweiten Verbindungselemente rohrförmig ausgestaltet sind.
[0028] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass die Verbindung mit den Verbindern ermöglicht
wird, die auf den Koaxialkabeln montiert sind.
[0029] Schließlich ist bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung
die Steckdose dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Verbindungselemente die Form
einer Lamelle haben.
[0030] Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass die direkte Verbindung mit den Innenleitern
der Koaxialkabel ermöglicht wird.
[0031] Zum weiteren Verständnis der Erfindung wird nun beispielhaft die erfindungsgemäße
Steckdose anhand der Zeichnung beschrieben.
[0032] Es zeigt
- Figur 1
- eine Benutzersteckdose für Telekommunikationsnetze ge- mäß der Erfindung;
- Figur 2
- Verbindungselemente der Benutzersteckdose gemäß der Erfindung;
- Figur 3
- einen Bereich der Steckdose gemäß der Erfindung; in dem die Verbindung zwischen den
Verbindungselementen erfolgt;
- Figur 4
- einen ersten Aspekt der Verbindung der zweiten Ver- bindungselemente der Steckdose
gemäß der Erfindung mit Koaxialkabeln (Eingang, Ausgang), und
- Figur 5
- einen zweiten Aspekt der Verbindung der zweiten Ver- bindungselemente der Steckdose
gemäß der Erfindung mit den Verbindern der (Eingang- bzw. Ausgang-)Koaxialkabel.
[0033] Wie in Figur 1 dargestellt, besteht die erfindungsgemäße Steckdose für Koaxialkabel
aus einem Chassis (Trägerelement) 1, in dem wenigstens ein Verbindungsanschlusselement
7, eine elektronische Schaltung 3 mit einer Schaltungsplatine 5, einem isolierenden
Träger 6 und einer Abdeckung (Deckel, Verschluss) 8 angeordnet sind.
[0034] Die elektronische Schaltung 3 ist auf einer Platine 5 mit einer gedruckten Schaltung
angeordnet, auf der mehrere elektronische Komponenten der Schaltung angeordnet sind.
Diese elektronische Schaltung 3 umfasst erste Verbindungselemente 31, die als flächige
Bereichen aus leitendem Material auf der Platine der gedruckten Schaltung ausgebildet
sind.
[0035] Wie in Figur 1 weiter dargestellt ist, besteht der isolierende Träger 6 aus einem
Basisteil 61 und einer Kappe (Kopf, Behälter) 62, wobei beide aus isolierenden Material,
beispielsweise aus Kunststoff, bestehen. Die Kappe 62 schließt sich über einen Teil
des Basisteils 61 und bildet damit einen geschlossenen Bereich. In dem isolierenden
Träger 6 sind die zweiten Verbindungselemente 21 integriert; der isolierende Träger6
ist aus dem Chassis 1 herausziehbar ausgebildet..
[0036] Figur 2 zeigt zwei mögliche Beispiele der zweiten Verbindungselemente. In einem ersten
Beispiel (links in Figur 2) ist das zweite Verbindungselement 211 rohrförmig bzw.
zylinderförmig ausgebildet und in einem zweiten Beispiel (rechts in Figur 2) hat das
zweite Verbindungselement 211 die Form einer gebogenen Lamelle.
[0037] Bei beiden Beispielen verlängern sich die zweiten Verbindungselemente 21 in eine
leitende Lamelle 4 (in Form eines Zylinders bzw. eines Streifens).
[0038] Figur 3 zeigt den isolierenden Träger 6, in dem die zweiten Verbindungselemente 21
integriert sind. Wie in dieser Figur dargestellt ist, ragt jedes der zweiten Verbindungselemente
21 mittels seiner leitenden Lamelle 4 aus dem isolierenden Träger 6, und zwar auf
der Seite (links in Figur 3), die der Platine 5 der elektronischen Schaltung 3 zugewandt
ist; auf dieser Seite der Platine 5 befinden sich die zuvor beschriebenen flächigen
Bereiche leitenden Materials, die die ersten Verbindungselemente 31 darstellen.
[0039] Die galvanische Verbindung wird durch den Druck hergestellt, den die leitenden Lamellen
4 der zweiten Verbindungselemente 21 auf die ersten Verbindungselemente 31 ausüben,
sobald der Deckel 8 auf das Chassis 1 (Figur 1) aufgesetzt wird und damit die Benutzersteckdose
verschlossen wird.
[0040] Die zweiten Verbindungselemente 21 stellen - außer der Verbindung mit den ersten
Verbindungselementen 31 der Platine 5 der elektronischen Schaltung 3 mittels der leitenden
Lamelle 4, wie beschrieben ― eine Verbindung mit den Koaxialkabeln 9 her, siehe auch
Figur 1
[0041] Figur 4 zeigt, wie die Verbindung zwischen den Koaxialkabeln 9 und den zweiten Verbindungselemente
21, insbesondere den zweiten Verbindungselementen 212 in Form der gebogenen Lamelle,
hergestellt wird.
[0042] Die Basis 61 des isolierenden Trägers weist zweite (z.B. halbkreisförmige) versenkte
Öffnungen 611 auf, die entsprechend angepassten zweiten z.B. halbkreisförmigen) versenkten
Öffnungen 612 der Kappe 62 des isolierenden einen isolierenden Einführungskanal 12
bilden. In diesen Kanal 12 wird der Innenleiter 91 des Koaxialkabels 9 eingeführt,
das einen Kontakt herstellt mit den zweiten Verbindungselementen 212, die innerhalb
des Bereichs angeordnet sind, der durch die Basis 61 und die Kappe 62 des isolierenden
Trägers 6 gebildet ist. Damit wird ein galvanischer Kontakt mit den zweiten Verbindungselementen
21 und den Innenleitern 91 der Koaxialkabel 9 gebildet.
[0043] Figur 5 zeigt, wie die zweiten Verbindungselemente 211 in Rohrform mit den Verbindungsanschlusselementen
7 Verbinder 71 bilden, in denen die Endverbindungsstücke 912 der Koaxialkabel 9 eingeführt
und damit verbunden werden.
[0044] Vorstehend wurde beispielhaft eine Benutzersteckdose beschrieben, die bis zu zwei
Verbindungen (Eingang, Ausgang) mit zwei Koaxialkabeln der MATV/ SMAT-Netze ermöglicht,
beispielsweise für eine Fernseh-Verbindung und eine Radio-Verbindung. Die Erfindung
ermöglicht generell ,,n" Verbindungen.
[0045] Bezugszeichen
- 1.-
- Chassis, Trägersystem
- 21.-
- Zweites Verbindungselement
- 211.-
- Zweites Verbindungselement in Rohrform
- 212
- Zweites Verbindungselement in Form gebogener Leiterbahn
- 3.-
- Elektronische Schaltung
- 31
- Erstes Verbindungselement
- 4.-
- Leitende Lamelle,
- 5.-
- Platine für gedruckte Schaltung
- 6.-
- Isolierender Träger
- 61.-
- Basis/Basisteil des isolierenden Trägers
- 611
- Versenkte halbkreisförmige Öffnung
- 62
- Kappe, Kopf, Behälter
- 621
- Versenkte halbkreisförmige Öffnung
- 7.-
- Verbindungsanschlusselement, Verbindungsstift, Verbindungsstecker
- 71
- Verbinder, Buchse; Stecker
- 8.-
- Verschlussdeckel
- 9.-
- Koaxialkabel
- 91
- Innenleiter des Koaxialkabels
- 12
- Isolationskanal
1. Steckdose für Telekommunikationsnetze, insbesondere Gemeinschaftsantennenanlagen,
bestehend zumindest aus einem Chassis (1) mit mindestens einem Verbindungsanschlusselement
(7), einer elektronischen Schaltung (3) mit wenigstens einem ersten Verbindungselement
(31), und mit wenigstens einem zweiten Verbindungselement (21), wobei das erste und
das zweite Verbindungselement (31, 21) durch eine galvanische Verbindung miteinander
verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die galvanische Verbindung wenigstens eine leitende Lamelle (4) aufweist, die Druck
auf das erste Verbindungselement (31) ausübt.
2. Steckdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die leitende Lamelle (4) eine Verlängerung des zweiten Verbindungselements (21) ist.
3. Steckdose nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Schaltung (3) mit dem wenigstens ersten Verbindungselement (31)
auf einer Platine (5) angeordnet ist, die eine erste und eine zweite Seite hat, und
dass elektronische Komponenten und das erste Verbindungselement (31) auf derselben
Seite der Platine (5) angeordnet sind.
4. Steckdose nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die leitende Lamelle (4) und die zweiten Verbindungselemente (21) in einem isolierenden
Träger (6) integriert sind.
5. Steckdose nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der isolierende Träger (6) eine erste Seite und eine zweite Seite hat und in der
Weise angeordnet ist, dass die erste Seite des isolierenden Trägers (6) der Platine
(5) zugewandt ist und dass die zweite Seite des isolierenden Trägers (6) der Platine
(5) abgewandt ist, und dass die wenigstens eine leitende Lamelle (4) auf der ersten
Seite des isolierenden Trägers (6) übersteht, die der Platine (5) zugewandt ist.
6. Steckdose nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Verbindungselemente (21) auf der zweiten Seite des isolierenden Trägers
(6) überstehen, die der Platine (5) abgewandt ist.
7. Steckdose nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der isolieren de Träger (6) von dem Chassis (1) abziehbar ist.
8. Steckdose nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Verbindungselemente (21) gleiche oder unterschiedliche Formen aufweisen.
9. Steckdose nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Verbindungselemente (21) rohr- oder zylinderförmig ausgeformt sind.
10. Steckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Verbindungselemente (21) die Form einer gebogenen Lamelle haben.
11. Leitende Lamelle (4) für eine Steckdose nach einem der vorstehenden Ansprüche.
12. Isolierender Träger für eine Steckdose nach einem der Ansprüche 4 bis 10.