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EP 2 311 069 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.06.2017 Patentblatt 2017/25 |
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Anmeldetag: 30.06.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/004692 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/003570 (14.01.2010 Gazette 2010/02) |
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SCHNELLSTART FÜR QUECKSILBER-NIEDERDRUCK-AMALGAM-LAMPEN
QUICK-START FOR LOW-PRESSURE MERCURY AMALGAM LAMPS
DÉMARREUR RAPIDE POUR LAMPES À AMALGAME BASSE PRESSION AU MERCURE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
11.07.2008 DE 102008032608
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.04.2011 Patentblatt 2011/16 |
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Patentinhaber: Heraeus Noblelight GmbH |
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63450 Hanau (DE) |
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Erfinder: |
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- VORONOV, Alex
63450 Hanau (DE)
- ERNESTI, Karsten
63456 Hanau (DE)
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Vertreter: Heraeus IP |
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Heraeus Holding GmbH
Schutzrechte
Heraeusstraße 12-14 63450 Hanau 63450 Hanau (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 191 211 870 US-A- 5 095 336
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US-A- 3 336 502 US-B1- 6 563 255
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Amalgamlampe, wobei die
Hochlaufzeit reduziert wird.
[0002] Amalgamlampen sind extrem langlebige Hochleistungsniederdrucklampen. Sie erreichen
die bis zu 10fache UV-Leistungsdichte von klassischen Quecksilberniederdrucklampen
und können bei höherer Umgebungstemperatur eingesetzt werden. Zudem sind Amalgamlampen
unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen.
[0003] Typische Einsatzgebiete für Amalgamlampen sind unter anderem die Trinkwasserentkeimung
und die Brauchwasseraufbereitung in der Industrie, die Wasserentkeimung in der Fischzucht,
aber auch Desinfektion von Luft in Klima- und Kühlanlagen und die Oberflächendesinfektion.
[0004] Allerdings benötigen derartige Lampen einige Minuten um die volle Leistung zu erreichen,
da dass Quecksilber normalerweise vor und kurz nach der Zündung im festen Amalgam
gebunden ist. Erst die Erwärmung durch die Edelgasentladung bringt das Quecksilber
in die gasförmige Phase, so dass sich eine nennenswerte Brennspannung und damit Lampenleistung
einstellt.
[0005] Dadurch benötigen derartige Lampen einige Minuten bis sie ihre volle Wirkung entfalten.
[0006] Um bei den Quecksilber-Niederdruck- Amalgam-Lampen einen Schnellstart zu realisieren
reicht es nicht aus, nur den Entladungsstrom deutlich gegenüber dem Betriebsstrom
zu erhöhen. Bei diesen Lampen liegt der größte Teil des Quecksilbers im kalten Zustand
im Amalgam gebunden vor. Es ist daher notwendig, das Amalgamdepot gezielt zu erwärmen
damit sich auf diese Weise schnell ein nennenswerter Quecksilberdampfdruck innerhalb
der Lampe aufbauen kann.
[0007] In der
DE 102 01 617 B4 wird zur Temperaturbeeinflussung des Amalgams ein auf der Lampe aufgebrachtes Heizelement
in Form eines PTC oder eines Ohmschen Widerstandes angegeben. Der Wärmeübergang durch
das Quarz zum Amalgam hin ist hier jedoch recht langsam.
[0008] Weiterhin ist das Heizelement hier zur Steuerung der Amalgamtemperatur während des
Betriebs vorgesehen, nicht zur Erreichung einer kurzen Einbrennzeit. Das Patentdokument
US-A-5 095 336 offenbart ein Verfahren gemäss dem einleitenden Teil des Anspruchs 1. Aufgabe der
Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Betreiben einer Amalgamlampe bereit zu stellen,
bei dem die Hochlaufzeit deutlich reduziert wird und die Lampe bereits nach wenigen
Sekunden ihre volle Wirkung entfaltet, sowie eine für das Verfahren geeignete Amalgamlampe.
[0009] Diese Aufgabe wird bereits mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die
Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben einer Amalgamlampe, wobei die Amalgamlampe
mindestens ein Amalgamdepot aufweist, sieht vor, dass das Depot mittels einer externen
Energiequelle erwärmt wird. Durch diese Erwärmung wird bewirkt, dass sich das Amalgam
innerhalb einer Sekunde verflüssigt, so dass sich schnell ein nennenswerter Quecksilberdampfdruck
aufbaut und die Lampe nach der Zündung schnell auf volle Leistung kommt. Somit verringert
sich die Einbrennphase auf wenige Sekunden. Es hat sich gezeigt, dass dieses Schnellstartverhalten
besonders bei technischen Prozessen bei denen ein diskontinuierlicher Betrieb erwünscht
ist große Bedeutung hat und Einbrennphasen von unter 10 Sekunden erwünscht sind.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltungsform sieht die Erfindung vor, dass als Energiequelle
eine Infrarotlampe verwendet wird. Dabei weist die Infrarotlampe einen vergoldeten
Reflektor auf.
[0012] Die Infrarotlampe ähnelt einer handelüblichen Halogenreflektorlampe für die Allgemeinbeleuchtung.
Die Glühwendel wird auf einen Brennfleck von wenigen Millimetern Durchmesser abgebildet.
Die Infrarotreflektorlampe wird so über der Amalgamlampe angeordnet, dass der Brennfleck
mit dem Amalgamdepot zur Deckung gebracht wird. Dadurch wird das Amalgam innerhalb
1 Sekunde nach Einschalten der Infrarotreflektorlampe verflüssigt und es baut sich
der erwünschte Quecksilberdampfdruck auf so dass die Lampe schnell ihre volle Leistung
abgeben kann.
[0013] Der erfindungsgemäße Amalgamlampe sieht ein mit Edelgas gefülltes Lampenrohr mit
zwei im Lampenrohr angeordneten Elektroden vor, wobei auf einer Innenseite des Lampenrohrs
zumindest ein Amalgamdepot angeordnet ist.
[0014] Zwischen dem Quarzrohr und dem Amalgamdepot kann eine Haftvermittlerschicht zum Beispiel
aus Edelmetall aufgebracht sein. Die Haftvermittlerschicht dient vorteilhafterweise
als Trägerschicht für Amalgam.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform und unter
Bezugnahme der beigefügten Figuren näher erläutert.
[0016] Dabei zeigt in schematischer Darstellung:
Figur 1 eine erfindungsgemäße Quecksilber-Niederdruck-Amalgam-Lampe mit einer externen
Energiequelle.
Figur 2 das Einlaufverhalten einer herkömmlichen Quecksilber-Niederdruck-Amalgam-Lampe.
Figur 3 das Einlaufverhalten einer erfindungsgemäßen Quecksilber-Niederdruck-Amalgam-Lampe.
[0017] In Figur 1 ist eine Quecksilber-Niederdruck-Amalgam-Lampe 1 dargestellt, die ein
Lampenrohr 10 mit zwei im Lampenrohr 10 angeordneten Elektroden 12 aufweist. Der Innenraum
14 der Lampe 1 ist mit einem Edelgas oder Edelgasgemisch gefüllt. Dabei dichtet das
Lampenrohr 12 den Innenraum 14 gegen die Umgebung ab. Auf der Innenseite des Lampenrohrs
10 befindet sich ggf. eine Haftvermittlerschicht 16, die in diesem Fall aus Gold oder
einer Goldlegierung gebildet wird. Diese Haftvermittlerschicht 16 dient als Träger
für das Amalgamdepot 18. Eine externe Infrarotlampe 20 mit einem Reflektor 22 ist
neben dem Amalgamdepot 18 angeordnet, so dass die Infrarotstrahlung 26 auf das Amalgamdepot
16 fokussiert wird. Vor der Zündung der Lampe 1 wird nun das Amalgamdepot 18 erhitzt
und dadurch Quecksilberdampf freigesetzt. Dieser steht der Entladung schon während
der Zündung zur Verfügung, so dass sich sofort eine nennenswerte UV-Leistung einstellt.
[0018] In Figur 2 ist das Einlaufverhalten einer herkömmlichen Quecksilber-Niederdruck-Amalgam-Lampe
ohne Amalgamheizung dargestellt. Dabei werden, wie beispielsweise in Figur 1 gezeigt,
die Elektroden durch einen Heizstrom vorgeheizt, nach ca. 5 Sekunden zum Zeitpunkt
A wird die Lampe gezündet. Es ist deutlich zu erkennen, dass die UV-Leistung am Anfang
äußerst gering ist und nur langsam ansteigt. Erst nach ca. 70 Sekunden hat die Lampe
etwa 50 % der UV-Leistung erreicht und es dauert ca. 140 Sekunden bis die Quecksilber-Niederdruck-Amalgam-Lampe
ihre volle UV-Leistung erreicht.
[0019] Figur 3 zeigt das Einlaufverhalten einer erfindungsgemäßen Quecksilber-Niederdruck-Amalgam-Lampe.
Dabei werden ebenfalls, wie bei herkömmlichen Lampen die Elektroden für 5 Sekunden
vorgeheizt, zusätzlich wird aber gleichzeitig auch das Amalgamdepot für die gleiche
Zeit bis zum Zeitpunkt B vorgeheizt. Es ist deutlich zu erkennen, dass die Quecksilber-Niederdruck-Amalgam-Lampe
innerhalb von ca. 10 Sekunden etwa 50 Prozent der UV-Leistung und nach ca. 30 Sekunden
ihre volle UV-Leistung erreicht.
Bezugszeichenliste
[0020]
- Amalgamlampe
- 1
- Lampenrohr
- 10
- Elektrode
- 12
- Innenraum
- 14
- Haftvermittlerschicht
- 16
- Amalgamdepot
- 18
- Infrarotlampe
- 20
- Reflektor
- 22
- Infrarotstrahlung
- 26
1. Verfahren zum Betreiben einer Amalgamlampe (1) zur Reduzierung der Hochlaufzeit, wobei
die Amalgamlampe (1) ein mit Edelgas gefülltes Strahlerrohr (10) aufweist, wobei das
Amalgam im Strahlerrohr (10) mittels einer externen Energiequelle (20) erwärmt wird,
dadurch gekennzeichnet, das als Energiequelle (20) eine Infrarotlampe mit einem vergoldeten Spiegel verwendet
wird.
2. Verfahren zum Betreiben einer Amalgamlampe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die externe Energiequelle (20) vor der Erwärmung des Amalgams eingeschaltet wird.
3. Verfahren zum Betreiben einer Amalgamlampe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die externe Energiequelle (20) nach der Erwärmung des Amalgams abgeschaltet wird.
4. Amalgamlampe (1) zum Betreiben gemäß eines Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3.
5. Amalgamlampe (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Amalgamlampe (1) ein Amalgamdepot (18) aufweist.
6. Amalgamlampe (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Amalgamlampe (1) eine Haftvermittlerschicht (16) auf der Innenseite des Lampenrohres
(10) aufweist.
7. Amalgamlampe (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Amalgamdepot (18) auf der Haftvermittlerschicht angeordnet ist.
8. Amalgamlampe (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftvermittlerschicht (16) ein Edelmetall umfasst.
1. Method for operation of an amalgam lamp (1) for reduction of the warm-up time, wherein
the amalgam lamp (1) comprises a noble gas-filled emitter tube (10) wherein the amalgam
in the emitter tube (10) is heated by means of an external energy source (20), characterised in that an infrared lamp with a gold-plated mirror is used as energy source (20).
2. Method for operation of an amalgam lamp (1) according to any one of the preceding
claims, characterised in that the external energy source (20) is switched on before the amalgam is heated.
3. Method for operation of an amalgam lamp (1) according to any one of the preceding
claims, characterised in that the energy source (20) is switched off after the amalgam is heated.
4. Amalgam lamp (1) for operation according to a method according to claims 1 to 3.
5. Amalgam lamp (1) according to claim 4, characterised in that the amalgam lamp (1) comprises an amalgam reservoir (18).
6. Amalgam lamp (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the amalgam lamp (1) comprises a bonding agent layer (16) on the inside of the lamp
tube (10).
7. Amalgam lamp (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the amalgam reservoir (18) is arranged on the bonding agent layer.
8. Amalgam lamp (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the bonding agent layer (16) comprises a precious metal.
1. Procédé d'exploitation d'une lampe à amalgame (1) pour la réduction du temps d'accélération,
dans lequel la lampe à amalgame (1) présente un tube rayonnant (10) rempli de gaz
noble, dans lequel l'amalgame dans le tube rayonnant (10) est chauffé au moyen d'une
source d'énergie externe (20), caractérisé en ce qu'une lampe à infrarouge avec un miroir doré est utilisée comme source d'énergie (20).
2. Procédé d'exploitation d'une lampe à amalgame (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la source d'énergie externe (20) est allumée avant le chauffage de l'amalgame.
3. Procédé d'exploitation d'une lampe à amalgame (1) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la source d'énergie externe (20) est éteinte après le chauffage de l'amalgame.
4. Lampe à amalgame (1) pour l'exploitation conformément à un procédé selon les revendications
1 à 3.
5. Lampe à amalgame (1) selon la revendication 4, caractérisée en ce que la lampe à amalgame (1) présente un dépôt d'amalgame (18).
6. Lampe à amalgame (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la lampe à amalgame (1) présente une couche de promoteur d'adhésion (16) sur le côté
interne du tube de lampe (10).
7. Lampe à amalgame (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dépôt d'amalgame (18) est disposé sur la couche de promoteur d'adhésion.
8. Lampe à amalgame (1) selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche de promoteur d'adhésion (16) comprend un métal noble.


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