[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden eines Gutstranges,
mit einem Tragrahmen und einem Schneidtisch, der gegenüber dem Tragrahmen und von
einem Tischantrieb entlang einer Längsrichtung hin und her bewegbar ist, wobei ein
Teil des Tischantriebs tragrahmenseitig und ein weiterer Teil des Tischantriebs schneidtischseitig
angeordnet ist, sowie mit einem mittels eines Schneidrahmens geführten und von einem
Schneidantrieb angetriebenen Schneidmittel, welches von dem Schneidantrieb entlang
einer Schneidrichtung hin und her bewegbar ist, wobei ein Teil des Schneidantriebs
schneidrahmenseitig und ein weiterer Teil des Schneidantriebs schneidmittelseitig
angeordnet ist.
[0002] Bei einem bekannten Stand der Technik werden der Schneidtisch und der Schneidrahmen
jeweils über servogesteuerte Kurbelantriebe angetrieben. Ein Kurbelantrieb mit einer
konstanten Drehzahl an der Getriebeausgangswelle ergibt jedoch naturgemäß am Schneidtisch
einen sinusförmigen Geschwindigkeitsverlauf, so dass für einen senkrechten Schnitt
der Schneidtisch für die Schneiddauer der Geschwindigkeit des Gutstranges, vorzugsweise
eines Tonstranges, angepasst werden muss. Hierzu ist die Drehzahl des Servogetriebemotors
mathematisch so zu berechnen, dass eine Gleichlaufphase mit dem Schneidtisch entsteht.
Eine solche Gleichlaufphase weist in der Regel eine erste Synchronphase auf, während
der der Schneiddraht senkrecht von oben nach unten durch den Tonstrang geführt wird.
Anschließend wird in einer Lückenziehphase der Schneidtisch kurzzeitig beschleunigt,
um zwischen dem Schneiddraht und dem Tonstrang eine Lücke zu erzeugen, durch die der
Schneiddraht in einer weiteren zweiten Synchronphase mit hoher Geschwindigkeit noch
oben gefahren werden kann. Anschließend wird der Schneidtisch schnellstmöglich in
seine Ursprungsstellung zurückgefahren, um rechtzeitig für den nächsten Schnitt im
Gleichlauf mit dem Tonstrang zu sein. Während dieser Phasen sind ständige Drehzahlanpassungen
des Tischantriebs notwendig, um aus der sinusförmigen Bewegung die entsprechenden
Gleichlaufphasen abzuleiten. Gleiches gilt für den Schneidantrieb, der die Bewegung
des Schneiddrahtes in einer Richtung quer zum Tonstrang, beispielsweise von oben nach
unten, bewirkt. Die jeweils rahmenseitig angeordneten Teile der Antriebe, beispielsweise
Gelenkteile oder Flansche für Koppelstangen, sind in der Regel über Stangen mit der
jeweiligen Kurbel verbunden.
[0003] Aufgrund der hohen Belastung durch sich ständig ändernde Drehzahlen müssen die Antriebsmotoren
groß dimensioniert werden. Gleichzeitig führt die mechanische Belastung zu großer
Abnutzung der einzelnen Antriebsteile, was wiederum zu Ungenauigkeiten in der Schnittlänge
und der Schnittführung führen kann. Sofern andere Schnittlängen gewünscht werden oder
sogar ein Formschnitt durchzuführen ist, nehmen die Anpassungen der Kurbelmechanik
und der elektronischen Kurvenscheibe zur Drehzahlregulierung viel Zeit in Anspruch.
Da insbesondere die ebenfalls notwendige Anpassung der Kurbelmechanik inklusive etwaiger
Koppelstangen nicht immer von ausreichend geschultem Fachpersonal durchgeführt wird,
können sich weitere Ungenauigkeiten ergeben.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Schneiden eines Gutstranges
zu schaffen, mit der die Schnittlängentoleranzen beim Schneiden eines aus einem Gutstrang
zu bildenden Formlings gegenüber den bisher bekannten Vorrichtungen verringert sind.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind den hierauf rückbezogenen Unteransprüchen sowie der nachfolgenden
Beschreibung zu entnehmen.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die beispielweise als Universalabschneider für
Tonstränge ausgebildete Vorrichtung zumindest einen Antrieb aufweist, der einen Linearmotor
umfasst. Im Gegensatz zu den verbreiteten rotierenden Maschinen versetzt dieser den
mit ihm verbundenen Schneidtisch oder den Schneidrahmen in eine geradlinige Bewegung.
Die Vorrichtung weist so weniger bewegte Bauteile auf, und es muss insbesondere für
denjenigen Antrieb, der als Linearmotor ausgebildet ist, keine elektronische Kurvenscheibe
zur Umrechnung der Drehbewegung in eine translatorische Bewegung bereit gehalten oder
berechnet werden. Für diesen Antrieb entfällt ebenfalls die aufwendige und fehlerbehaftete
Anpassung der Koppelstangen. Eine geringere Anzahl an verschleißanfälligen Teile sowie
eine entfallende Berechnung von Übertragungsfunktionen führen zu einer höheren Genauigkeit
der Bewegung des Schneidmittels und/oder des Schneidtisches. Eine höhere Genauigkeit
ergibt sich ebenfalls dadurch, dass weniger Spiel aufweisende Massen bewegt werden
müssen. Dies führt darüber hinaus zu weniger Wartungsaufwand.
[0007] Vorzugsweise ist sowohl der den Schneidtisch bewegende Antrieb wie auch der das Schneidmittel
bewegende Antrieb mit einem Linearmotor versehen, so dass sich die vorbeschriebenen
Vorteile nicht nur für einen sondern für beide Antriebe ergeben. Diese beiden Linearmotoren
weisen vorzugsweise zueinander senkrecht stehende Bewegungsrichtungen auf, so dass
mit dem Schneidmittel, welches insbesondere als Draht ausgebildet ist, ohne weiteres
Formschnitte wie beispielsweise Ausbildungen einer Nut beim Schneiden des Formlings
umgesetzt werden können. Die Programmierung einer zugehörigen Steuereinrichtung mit
Synchronisierung der zugehörigen Antriebe - dies zusätzlich in Abhängigkeit des Vorschubs
des Gutstranges - ist deutlich vereinfacht. Das Schneidmittel kann hierbei entlang
des Schneidrahmens beispielsweise vertikal oder horizontal zum Boden bewegt werden.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Schneidtisch in Längsrichtung
des Gutstranges mit zwei zwar miteinander synchronisierten aber nicht mechanisch gekoppelten
Antrieben versehen. Eine mechanische Kopplung, die durch quer zum Tonstrang von einer
Seite des Schneidtisches auf die andere Seite des Schneidtisches verlaufende Koppelstangen
bewirkt wurde, kann entfallen. Hierdurch ist der unterhalb des Schneidtisches zur
Verfügung stehende Bauraum weniger ausgenutzt, was insbesondere für das Wegfallen
von Schnittabfällen vorteilhaft ist.
[0009] Ebenfalls vorteilhaft ist die Verwendung zweier Linearmotore umfassender Antriebe
auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Schneidrahmens. Hierdurch kann eine relativ
zu einer Oberfläche des Gutstrangs veränderbare Schrägstellung des Drahtes auf einfache
Weise und ohne Anpassung etwaiger Koppelstangen od. dgl. mechanischer Hilfsmittel
erreicht werden. Die Schrägstellung wird beispielsweise durch eine unterschiedliche
Nullposition der beiden Antriebe realisiert. Eine solche Schrägstellung kann auf einfache
Weise durch eine Eingabe in eine zugehörige Steuereinrichtung umgesetzt werden.
[0010] Die beiden Teile des als Linearmotor ausgebildeten Antriebs sind vorzugsweise unter
Verzicht auf mechanische Verbindungsteile zur Erzeugung einer Antriebskraft durch
Wechselwirkung miteinander ausgebildet. Im Wesentlichen besteht der Linearmotor somit
aus den beiden Teilen, von denen das eine am Rahmen und das weitere beispielsweise
am Schneidtisch bzw. schneidmittelseitig befestigt ist. Hinzu kommen noch eine Steuereinrichtung
sowie etwaige Regelkreise. Letztere sind insbesondere zur Abstimmung der Bewegung
des Schneidtisches und des Schneidmittels auf den Vortrieb des Gutstranges sowie die
Synchronisation der Bewegungen der beiden Antriebe miteinander vorgesehen.
[0011] Vorteilhafterweise sind der Tischantrieb und/oder der Schneidmittelantrieb als lineare
Direktantriebe ausgebildet, wobei einer der beiden Teile des Antriebs einen von dem
anderen Teil des Antriebs bewegten Magneten aufweist. Dieser ist in einer bevorzugten
Ausbildung eines linearen Direktantriebs für den Schneidtisch schneidtischseitig angeordnet,
um die bewegten Massen geringer zu halten. Der den insbesondere als Dauer-Magneten
ausgebildeten Magneten aufweisende Antriebsteil ist ein passiver Antriebsteil, der
durch den weiteren Antriebsteil bewegbar ist.
[0012] Ein linearer Direktantrieb kann durch Anordnung des Magneten am Schneidtisch oder
durch Integration des Magneten in oder an den Schneidtisch-Bauraum schonend in einem
Seitenbereich desselben angeordnet werden. Durch magnetische Wechselwirkung, vorzugsweise
elektromagnetische Wechselwirkung, wird der Schneidtisch dann entlang des anderen
Teils des linearen Direktantriebs bewegt. Insbesondere in einer Ausbildung, in der
die beiden Teile des Tischantriebs oder des Schneidantriebs berührungslos aneinander
entlang bewegbar sind, wie dies bei einem auf magnetischer Wechselwirkung basierenden
Antrieb verhältnismäßig einfach realisierbar ist, ist der Verschleiß und der Wartungsaufwand
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung reduziert. Auch die Genauigkeit eines linearen
Direktantriebs, der hohe Beschleunigen von bis zu 15m/sek
2 aufweisen sowie hierzu eine Last von bis zu 1000 kg bewegen kann, ist vorteilhaft.
Genauigkeiten von wenigen µm sind realisierbar. Bei einer Ausbildung mit einem linearen
Direktantrieb zum Antrieb des Schneidmittels umfasst einer der beiden Schneidantriebsteile
- vorzugsweise der schneidmittelseitig angeordnete - einen Schneidantriebsmagneten,
der von dem anderen Teil des Schneidantriebs bewegbar ist. Für diesen gelten ebenfalls
die vorbeschriebenen Vorteile des einen passiven, am Schneidtisch angeordneten Magneten
aufweisenden (Schneid-)Tischantriebs.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind der Schneidrahmen
und der Schneidtisch aneinander festgelegt, wobei insbesondere der einen schneidtischseitigen
Magneten umfassende Schneidtisch den Schneidrahmen mitbewegt, wodurch dieser wiederum
in Bewegungsrichtung des Gutstranges hin und her bewegbar ist.
[0014] Die Verwendung eines hoch präzisen Linearmotors, insbesondere eines linearen Direktantriebs,
welcher im Bereich von Mikrometern genau arbeiten kann, macht es notwendig, für einen
Regelkreis einer Steuervorrichtung zum Ansteuern der jeweiligen Motoren hoch präzise
Wegaufnehmer, die den Verfahrweg der jeweiligen zu bewegenden Teile aufnehmen und
messen können, vorzusehen. Hierzu ist es vorteilhaft, den Schneidtisch über wenigstens
ein einen Wegaufnehmer aufweisendes Lager zu lagern. Insbesondere ist der Schneidtisch
an vier Stellen gelagert, wobei zumindest eines der Lager einen Wegaufnehmer umfasst.
Die Lager des Schneidtisches sind vorzugsweise als Schlittenführung ausgebildet. Diese
Führungen weisen vorzugsweise hoch präzise gefertigte Kugeln in Form einer Kugelkette
auf, durch die wiederum ein Wegaufnehmer mit ausgebildet werden kann. Vorzugsweise
durch die Steuereinrichtung erfolgt im Betrieb ein ständiger Soll-/Istvergleich zwischen
gewünschter und tatsächlicher Position der angetriebenen Teile, so dass diese die
Antriebe in den einzelnen Bewegungsphasen regeln kann.
[0015] Neben einer Schlittenführung für den Schneidtisch kann der Schneidrahmen für das
Schneidmittel insbesondere eine weitere Linearführung in Form einer Kugelbuchse aufweisen.
Diese ist dann von Vorteil, wenn das Schneidmittel Belastungen nicht nur in eine Richtung
erfährt, sondern insbesondere beim Formschnitt in verschiedene Richtungen Kräfte aufnehmen
muss, die an die Lager weitergegeben bzw. von diesen übertragen werden. Vorzugsweise
ist ein als Schneiddraht ausgebildetes Schneidmittel mittels zweier oder mehrerer
Kugelbuchsen an dem Schneidrahmen gelagert. Auch bei der Verwendung von Kugelbuchsen
ist es vorteilhaft, einen hoch präzisen Wegaufnehmer in eine solche Kugelbuchse zu
integrieren, welcher beispielsweise auf magnetische Wechselwirkung mit einer Kugel
reagierend Verfahrstrecken misst und/oder Positionen bestimmt.
[0016] Die Verwendung eines linearen Direktantriebs kann des Weiteren dazu dienen, den Linearmotor
zum generatorischen Betrieb auszubilden, wobei beispielsweise in den Bremsphasen anfallende
Energie aufgenommen werden kann. Hierbei ist insbesondere eine geregelte Energierückeinspeisungseinheit
vorteilhaft, die zur geregelten Rückeinspeisung von Energie während eines generatorischen
Betriebs des Linearmotors ausgebildet ist. Unter einer geregelten Energierückeinspeisungseinheit
ist hierbei eine geregelte Einheit zu verstehen, die anders als bekannte Rückeinspeisungseinheiten
nur dann eine Rückeinspeisung vornimmt, wenn der oder die Antriebe in Betrieb sind.
[0017] In seiner einfachsten Form weist der Schneidtisch einen einfachen Ablagebereich für
den Tonstrang auf, er kann jedoch auch mehrere Ablagebereiche umfassen, die zur Bildung
einer Lücke zwischen Formling und Gutstrang oder zwischen zwei Formlingen beim Rückziehen
des Schneidmittels gegeneinander verschiebbar ausgebildet sind. Auch kann der Schneidrahmen
mehrere Schneidmittel umfassen, die ebenfalls zur ungehinderten Rückführung in eine
Ausgangsposition gegeneinander geringfügig beweglich ausgebildet sind.
[0018] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung lassen sich der nachfolgenden Figurenbeschreibung
entnehmen. In den schematischen Darstellungen der Figuren zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Betriebsstellung mit einem Gut- strang
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Fig. 1 in einem Querschnitt,
- Fig. 3
- eine Detailansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine weitere Detailansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1.
[0019] Gleich oder ähnlich wirkende Teile sind - sofern dienlich - mit identischen Bezugsziffern
versehen. Einzelne technische Merkmale der nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele
können auch mit den Merkmalen der vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele zu erfindungsgemäßen
Weiterbildungen führen.
[0020] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist gemäß Fig. 1 zum gleichzeitigen Schneiden zweier
Gutstränge 1 ausgebildet. Diese sind teilweise auf Ablageeinheiten 2 eines Schneidtisches
3 angeordnet. Jede Ablageeinheit 2 kann mehrere Ablagebereiche aufweisen, wodurch
bei einem Schnitt mittels des als Draht ausgebildeten Schneidmittels 4, welches gestrichelt
gezeichnet ist, zwei oder mehr Formlinge in einem Schneidvorgang erzeugt werden. Hierzu
kann der Draht mehrfach quer zum Gutstrom verlaufen bzw. es können gleichzeitig auch
mehrere Drähte als Schneidmittel verwendet werden.
[0021] Der Schneidtisch 3 ist mittels vier als Schlittenführungen ausgebildeten Linearführungen
6 auf einem Tragrahmen 7 gelagert. Dieser weist im Bereich der Linearführungen 6 hoch
präzise Laufschienenbereiche auf, die in die Linearführungen eingreifen und dort über
Kugelketten die Gewichts- und Bewegungskräfte des Schneidtisches aufnehmen. Der Rahmen
7 ist bodenseitig angeordnet, es kann sich jedoch auch um einen hängenden Rahmen handeln,
der anderweitig befestigt ist.
[0022] Jeweils ein linearer Direktantrieb 8 ist auf gegenüberliegenden Seiten des Tragrahmens
7 zum Antrieb des Schneidtisches 3 angeordnet. Der Schneidtisch ist somit entlang
der durch einen Pfeil A gekennzeichneten Vortriebsrichtung des Gutstrangs 1 bewegbar.
Der Antrieb 8 umfasst einen schneidtischseitig befestigten Magneten 9, der von dem
weiteren Teil 11 des Direktantriebs in eine Längsrichtung die senkrecht zu der Figurenebene
verläuft, bewegbar ist. Bereits in dieser Ansicht ist ersichtlich, dass der Bauraum
unterhalb des Schneidtisches 3 deutlich weniger beansprucht wird als bei den herkömmlichen
Kurbelantrieben. Durch die Anordnung des passiv angetriebenen Teils, d.h. des Magneten,
auf Seiten des Schneidtisches 3 müssen keine Versorgungskabel des Tischantriebs mit
bewegt werden. Die vorzugsweise außerhalb eines Schneidrahmens 10 anzuordnende Steuereinheit
ist in den Figuren nicht gezeigt.
[0023] Der Schneidrahmen 10 umfasst mehrere Stangen 12, die zusammen mit weiteren Linearführungen
13 der Führung des Schneidmittels 4 in einer Richtung quer zum Gutstrang 1 dienen.
Ein Schneidmittelantrieb 14 umfasst wiederum einen einen schneidmittelseitig angeordneten
Schneidantriebsmagneten aufweisenden Teil 15 sowie einen schneidrahmenseitig befestigten
weiteren Teil 16. Der weitere Teil 16 kann insbesondere mit am Schneidtisch 3 befestigt
werden, wodurch der Schneidtisch 3 einen Teil des Schneidrahmens 10 mit ausbildet.
[0024] Der aktorische Teil 11 des Schneidtischantriebs 14 ist von seiner Länge her auf eine
maximale Abschnittslänge 1 abstimmbar bzw. gibt die maximale Abschnittslänge l vor.
[0025] Vorzugsweise ist der Schneidmittelantrieb 14 in Längsrichtung des Gutstranges 1 zentral
im Schneidrahmen 10 angeordnet, um eine gleichmäßige Aufbringung der Kräfte auf die
Schneidmittel zu erreichen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Fig. 2 weist insgesamt
vier Schneidmittelaufnahmen 17 auf, wo durch dort gehalterte Schneidmittel 4 eine
entsprechende Anzahl der aus dem Tonstrang 1 gebildeten Formlinge 18 geschnitten werden
können.
[0026] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann weiterhin eine Vorkerbeinrichtung 19 aufweisen
sowie mit einer Abziehvorrichtung 21 versehen sein. Beide Vorrichtungen können über
die Steuereinheit mit angesteuert werden, so dass sich ein etwaiger Formschnitt aus
der Kombination der Bearbeitung durch die Vorkerbeinrichtung 19 sowie dem Formschnitt
mit Schneidmitteln 4 ergibt. Im einfachsten Fall lassen sich einfache senkrechte Schnitte
alleine durch das Schneidmittel 4 (vgl. Fig. 2) erzeugen.
[0027] Eine Schneidmittelhalterung gemäß der Erfindung kann des Weiteren einen Drahtreiniger
22 aufweisen, was die Genauigkeit der durchgeführten Schnitte langfristig erhöht sowie
Standzeiten des Drahtes verlängert.
[0028] Die tischseitig angeordnete Linearführung 6 weist gemäß Fig. 3 eine tragrahmenseitig
angeordnete Schiene 23 auf, die insbesondere gehärtet ist und in eine Führung 24 eingebracht
ist. In Richtung vertikal zur Figurenebene sind eine Reihe von Kugelketten, die in
der Figur nicht näher dargestellt sind, angeordnet, in die ein hoch präziser Wegaufnehmer
integriert ist.
[0029] Gleiches gilt für die Linearführung 13 gemäß Fig. 4, bei der eine Stange 12 von einer
Kugelbuchse 24 umfasst ist. Mehrere Rollen 26 sind Teil der Schneidmittelhalterung
und werden entlang des Schneidrahmens 10 durch den Schneidmittelantrieb 14 mit bewegt.
Zur direkten Anbindung des Schneidmittels bzw. des Schneidmittelantriebs ist der den
Magneten aufweisende Teil 15 des Schneidmittelantriebs 14 mit an der Linearführung
angebracht. Die vom Antrieb 14 aufgebrachten Kräfte können so optimal weitergeleitet
werden.
1. Vorrichtung zum Schneiden eines Gutstranges (1) in Formlinge (18), mit einem Tragrahmen
(7) und einem Schneidtisch (3), der gegenüber dem Tragrahmen (7) und von einem Tischantrieb
(8) entlang einer Längsrichtung (A) hin und her bewegbar ist, wobei ein Teil (11)
des Tischantriebs (8) tragrahmenseitig und ein weiterer Teil (9) des Tischantriebs
(8) schneidtischseitig angeordnet ist, sowie mit einem mittels eines Schneidrahmens
(10) geführten und von einem Schneidantrieb (14) angetriebenen Schneidmittel (4),
welches von dem Schneidantrieb (14) entlang einer Schneidrichtung hin und her bewegbar
ist, wobei ein Teil (16) des Schneidantriebs (14) schneidrahmenseitig und ein weiterer
Teil (15) des Schneidantriebs (14) schneidmittelseitig angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Antriebe (8,14) einen Linearmotor umfasst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (9,11,15,16) des als Linearmotor ausgebildeten Antriebs (8,14) unter
Verzicht auf mechanische Verbindungsteile zwischen den beiden Teilen (9,11,15,16)
des Linearmotors zur Erzeugung einer Antriebskraft durch Wechselwirkung miteinander
ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Teile (9) des Tischantriebs (8) zumindest einen von dem anderen
Teil (11) des Tischantriebs (8) bewegten Magneten aufweist, wobei der Magnet vorzugsweise
schneidtischseitig angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Schneidrahmen (10) und Schneidtisch (3) aneinander festgelegt sind und insbesondere
der Schneidrahmen (10) mittels des schneidtischseitigen Magneten bewegbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (9,11,15,16) des Tischantriebs (8) oder des Schneidantriebs (14)
berührungslos aneinander entlang bewegbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Schneidantriebsteile (15,16) zumindest einen Schneidantriebsmagneten
umfasst, wobei der Schneidantriebsmagnet vorzugsweise schneidmittelseitig angeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine eine Schlittenführung aufweisende Linearführung (6).
8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine eine Kugelbuchse aufweisende Linearführung (13).
9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest einen in eine Linearführung (6,13) integrierten Wegaufnehmer.
10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearmotor zum generatorischen Betrieb ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine geregelte Energierückeinspeisungseinheit, die zur Rückeinspeisung von Energie
während eines generatorischen Betriebs des Linearmotors ausgebildet ist.