[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gebinde sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines Gebindes, welches mindestens vier miteinander verbundene PET-Behälter umfasst,
die mit einer horizontal um eine Außenseite der PET-Behälter gespannten, band- oder
streifenartigen Umreifung zusammengehalten und mit einem eine Oberseite des Gebindes
überspannenden Tragegriff versehen sind.
[0002] Es sind verschiedene Möglichkeiten bekannt, einzelne Artikel zu größeren Gebinden
zusammenzufassen. So werden bspw. Getränkebehälter meist mittels Schrumpffolien zu
Gebinden von vier, sechs oder mehr Behältern zusammengefasst und verpackt. Die Herstellung
von Gebinden ist meist unumgänglich, da sie die häufigste Variante von Verkaufseinheiten
für Getränkebehälter und Flaschen aus PET-Kunststoff darstellen. Die Gebinde werden
für den Transport teilweise nochmals zusammengefasst und/oder in Lagen zusammengestellt
und palettiert.
[0003] Bei der Herstellung von aus dem Stand der Technik bekannten Gebinden sind spezifische
Fertigungsschritte erforderlich, um die üblicherweise eingesetzten Schrumpffolien
verarbeiten zu können. Diese Fertigungsschritte erfordern einen relativ hohen Energieeinsatz.
Zudem verursacht die verwendete Folie Kosten zur Herstellung, zur Bereitstellung,
zur Handhabung sowie zur späteren Entsorgung, da sie nach dem Verkauf nicht mehr benötigt
wird. Auch die Maschinenausstattung zur Bereitstellung der sog. Folieneinschlagmodule
und anderer Handhabungsstationen verursacht hohe Investitionskosten. Schließlich erfordert
auch die Bereitstellung des sog. Schrumpftunnels, bei dem die um die Gebinde geschlagene
Folie mittels Heißluftbeaufschlagung um die Flaschen geschrumpft wird, einen relativ
hohen Kapitaleinsatz.
[0004] Die Behälter können weiterhin mittels sog. Umreifungsbänder zu einem Gebinde zusammengefasst
und miteinander verbunden werden. Bei diesem Einsatz derartiger Umreifungsbänder kann
sich allerdings daraus ein Problem ergeben, dass die Gebinde aufgrund der nicht eindeutigen
Zuordnung der Behälter zueinander nicht stabil bleiben. D.h. die Behälter bilden nach
einer solchen Umreifung keine stabile Längs- oder Diagonalformation der Gebinde. Der
Grund dafür ist, dass die Behälter und damit das Gebinde durch mechanische Einwirkungen
beim Transport in weiteren Verarbeitungsmaschinen von der Längsformation in die Diagonalformation
oder umgekehrt verschoben werden können. Zur Reduzierung der Verschiebung der Behälter
helfen auch keine höheren Spannkräfte der Umreifungsbänder, da ein Abrollen der zylindrischen
Behälter gegeneinander nicht zuverlässig verhindert werden kann. Dies ist bspw. auch
dadurch bedingt, dass die Behälter, insbesondere die PET-Behälter selbst nicht zwingend
formstabil sind.
[0005] Die
DE 20 2006 000 215 U1 offenbart ein Gebinde, das Waren und ein um die Waren gespanntes Verpackungsmaterial
umfasst. Das Verpackungsmaterial weist eine Form eines kontinuierlichen Verpackungsmaterialstreifens
auf, welches zudem zwei Enden besitzt, die einen Überlappungsbereich bilden. Der Verpackungsmaterialstreifen
wird um die Waren gespannt, wobei ein Überlappungsbereich der beiden Enden entsteht.
Die dadurch gebildeten Verpackungsmaterialabschnitte werden unter Aufwendungen von
einer zusammenhaltenden Kraft klebend um die Waren befestigt. Hierzu wird vorgeschlagen,
dass an einer äußeren Oberfläche eines freien Endes des streifenförmigen Verpackungsmaterials
ein Klebestreifen angebracht ist, um das freie Ende des Verpackungsmaterials selbstklebend
auszubilden. Bei dieser Ausgestaltung eines Gebindes können sich die Behälter in ihrer
Formation verschieben und bleiben im Gebinde nicht stabil.
[0006] In der Schrift
DE 693 11 338 T2 wird eine Mehrfachpackung für Behälter offenbart. Die Behälter werden mit einer Membran
zu einem Gebinde zusammengehalten. Die Membran ist durch einen rohrförmigen Streifen
aus elastisch dehnbarem Kunststoff gebildet, umwickelt eine vorgegebene Anzahl von
aneinander gereihten Behältern und spannt diese fest. Um ein Verrutschen der Behälter
im Gebinde zu verhindern, wird vorgeschlagen, dass die Umreifung mit einem zusätzlichen
Hilfsarretiermittel, bspw. einem Klebeetikett oder einem Klebeabschnitt, von außen
an den Behältern und der Membran befestigt wird. Hierzu wird ein zusätzliches Hilfsmittel
benötigt, um die Behälter in ihrer Formation stabil zu halten, was zu einem aufwendigen
Herstellungsverfahren führt. Zudem kann sich ein Klebestreifen leichter ablösen, so
dass das Gebinde sich in seiner Formation wieder verschieben kann.
[0007] Aus der
DE 1 457 489 A ist ein Gebinde mit mehreren Flaschen bekannt, die in Gestalt eines Paketes mittels
endlosen Bändern zusammengehalten sind. Ein Griff ermöglicht das Tragen des Pakets.
[0008] Eine gitternetzartige Struktur aus Kunststoff zur Fixierung von Getränkedosen und
zur Bildung von Gebinden ist aus der
US 38 13 123 A bekannt. Verbindungsstege in Schlaufenform, die zwischen den Befestigungsabschnitten
der Gitternetze verlaufen, dienen als Griffabschnitte zum leichteren Tragen der Gebinde.
[0009] Ein Trägerelement aus Kunststoff zur Fixierung mehrerer Flaschen und zur Bildung
von Gebinden ist weiterhin aus der
EP 0 142 360 A2 bekannt. An dem flexiblen Kunststoffträger, in dessen Öffnungen die Flaschen eingeschoben
werden, sind Griffabschnitte ausgebildet, die Trageschlaufen bilden.
[0010] Eine weitere Gebindeanordnung ist in der
US 57 75 486 A offenbart. Reihen von drei oder sechs Flaschen oder Dosen sind jeweils mit oberseitigen
Aufsätzen aus Karton fixiert und mittels Umreifungsbändern zu größeren Gebinden zusammengefasst.
[0011] Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine kostengünstige, stabile und
einfach handhabbare Gebindeanordnung zur Verfügung zu stellen, welche die genannten
Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise vermeidet. Insbesondere soll
das Gebinde möglichst wenig Fixierungshilfsmittel aufweisen und gleichzeitig leicht
und angenehm von einer Person zu tragen sein.
[0012] Diese Ziele der Erfindung werden mit den Gegenständen der unabhängigen Patentansprüche
erreicht, wobei sich Merkmale vorteilhafter Weiterbildungen der Erfindung aus den
jeweiligen abhängigen Ansprüchen ergeben. Zur Erreichung der Ziele schlägt die vorliegende
Erfindung ein Gebinde vor, das mindestens zwei miteinander verbundene PET-Behälter
umfasst, die mit wenigstens einer horizontal um eine Außenseite der PET-Behälter gespannten,
band- oder streifenartigen, geschlossenen Umreifung zusammengehalten sind. Ein an
den Behältern befestigter Tragegriff überspannt eine Oberseite des Gebindes. Der Tragegriff
ist an Außenmantelflächen von zwei gegenüber liegend, nebeneinander oder benachbart
angeordneten PET-Behältern fixiert. Sofern das Gebinde nur zwei miteinander verbundene
PET-Behälter umfasst, stehen nur diese beiden Behälter zur Befestigung des Tragegriffs
zur Verfügung. Bei drei, vier oder mehr miteinander verbundenen Behältern wird der
Tragegriff so befestigt, dass er hinsichtlich des Schwerpunktes des Gebindes weitgehend
symmetrisch angeordnet ist, damit das Gebinde ohne Verkippen getragen werden kann.
Die Verbindungsstellen zwischen dem Tragegriff und den PET-Behältern befinden sich
vorzugsweise nicht unmittelbar an den nach außen weisenden Seiten des Gebindes, sondern
sind so platziert, dass sich eine günstige Kräfteverteilung und ein günstiger Kraftangriffspunkt
an dem jeweiligen Behälter ergibt, so dass dieser beim Anheben des Gebindes nicht
nach außen, zur Außenseite des Gebindes kippen kann. Die Verbindungsstellen zwischen
dem Tragegriff und dem jeweiligen PET-Behälter sind zumindest teilweise innerhalb
der Umreifung angeordnet. Bei einer möglichen Variante kann der Tragegriff auch an
der Umreifung selbst befestigt werden. Auch ist es möglich, die Enden des Tragegriffs
so zu schlitzen und an den Behältermantelflächen zu befestigen, dass das Umreifungsband
zwischen den geschlitzten Hälften des Tragegriffs hindurch verläuft. Wesentlich bei
allen Varianten ist die Anordnung des Tragegriffs in einer Weise, dass sich der Kraftangriffspunkt
für den jeweiligen Behälter nicht außerhalb der Umreifung befindet, damit die gewünschte
Stabilität des Gebindes auch beim Tragen jederzeit beibehalten wird.
[0013] Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung befindet sich die Verbindungsstelle
zwischen dem jeweiligen PET-Behälter und dem unteren Ende des schlaufenartigen Tragegriffs
in einer Projektion parallel zu den Behälterlängsachsen um einen bestimmten Betrag
entfernt zu einer Berührstelle der Behältermantelfläche mit einer Hüllkurve des Gebindes.
Als Hüllkurve wird im vorliegenden Zusammenhang eine Kurve verstanden, die ohne Einschnürungen
zwischen benachbarten Behältern das Gebinde an seinen Außenseiten in einer geschlossenen
Kurve umspannt. Diese Hüllkurve kann parallel oder deckungsgleich zur Umreifung verlaufen,
je nachdem, ob die Umreifung entlang der breitesten Stelle der Behältermantelfläche
oder beispielsweise entlang einer Griffmulde oder Einschnürung o. dgl. der Behälter
verläuft. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Kontaktstelle des Tragegriffs mit
der Behälteraußenseite von dieser Hüllkurve um einen Betrag entlang eines Umfangssegments
um die Behältermantelfläche entfernt, der einer Winkelverdrehung des Behälters um
seine Hochachse von mindestens 30 Grad, insbesondere von mindestens 60 Grad entspricht.
Allein schon durch diese Verdrehung des Behälters um mindestens 30 Grad wandert der
Kraftangriffspunkt des Tragegriffs von der Außenseite des Gebindes in Richtung zur
Innenseite, wodurch der entsprechende Behälter beim Anheben des Gebindes und der dabei
aufgebrachten Zugbelastung auf die Verbindungsstelle zwischen Tragegriff und Behälter
nicht mehr nach außen kippt und das Gebinde destabilisiert, sondern in Richtung eines
seitlich benachbarten Behälters gedrückt wird, wobei sich der Behälter in der Regel
ohne nennenswerte Relativbewegung abstützen kann.
[0014] Gemäß einer Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Gebindes befindet sich somit
ein Kraftangriffspunkt des Tragegriffs am Gebinde innerhalb des durch die Umreifung
definierten Umfangs des Gebindes bzw. dessen Hüllkurve und in einem senkrechten Abstand
zur Umreifung, der mindestens dem fünften Teil des Behälterdurchmessers entspricht.
Selbstverständlich kann dieser Betrag auch überschritten werden, bspw. bei einer noch
weitergehenden Verdrehung der mit dem Tragegriff verbundenen Behälter. Im Wesentlichen
soll durch die Verdrehung erreicht werden, dass die mit dem Tragegriff verbundenen
Behälter beim Anheben des Gebindes nicht unter Destabilisierung des Gebindes nach
außen kippen. Die Erfindung ermöglicht also die Bildung von stabilen und kostengünstig
herstellbaren Gebinden mit vier oder mehr Getränkebehältern mit nur einer einzigen
Umreifung und einem Tragegriff.
[0015] In einer weiteren Ausbildung des Gebindes kann sich zumindest eine der Verbindungsstellen
zwischen dem Tragegriff und der Außenmantelfläche des jeweiligen PET-Behälters in
berührendem, insbesondere in klemmendem Kontakt mit der Außenmantelfläche eines benachbarten
PET-Behälters befinden. Vorzugsweise befinden sich bei dieser Variante beide Verbindungsstellen
zwischen dem Tragegriff und den Außenmantelflächen der jeweiligen PET-Behälter in
berührendem bzw. in klemmendem Kontakt mit den Außenmantelflächen der jeweils benachbarten
PET-Behälter.
[0016] Die Verbindungsstellen zwischen dem Tragegriff und den Außenmantelflächen der PET-Behälter
können je nach Bedarf durch Klebestellen und/oder Schweißverbindungen gebildet sein.
Die Umreifung kann durch ein, zwei oder mehr gleichartige oder unterschiedliche Bänder
aus Kunststoff oder einem Verbundmaterial gebildet sein, wobei die Bänder an ihren
Enden jeweils überlappend oder unter Stoßbildung miteinander verklebt, verschweißt,
verklammert, verknotet oder anderweitig verbunden sind. Besonders vorteilhaft lässt
sich die Erfindung bei Verwendung nur eines Umreifungsbandes einsetzen, während bei
zwei oder mehr Umreifungen eine stabilisierende Wirkung des Gebindes erreicht wird,
welche die Verdrehung der Verbindungsstellen zwischen Tragegriff und den Behältern
ggf. entbehrlich machen kann.
[0017] Weitere Merkmale des erfindungsgemäßen Gebindes, das mindestens zwei, vorzugsweise
vier, ggf. auch fünf, sechs, sieben oder mehr miteinander verbundene PET-Behälter
umfasst, ist die oben bereits erwähnte, horizontal um eine Außenseite der PET-Behälter
gespannte, band- oder streifenartige Umreifung, mit der die Behälter des Gebindes
zusammengehalten sind. Diese Umreifungen werden vorzugsweise während eines ununterbrochenen
Förderprozesses um die PET-Behälter gelegt und anschließend fixiert. Während der Aufbringung
der Umreifung werden die PET-Behälter normalerweise nicht angehalten oder verzögert,
da die Umreifung in einem kontinuierlichen Prozess während der ununterbrochenen Förderung
der PET-Behälter um diese aufgebracht werden kann. Eine an den Außenseiten der PET-Behälter
anliegende Innenseite der Umreifung kann ggf. an einer Kontaktstelle mit einem der
PET-Behälter fest fixiert werden. So kann die Umreifung an der Kontaktstelle insbesondere
mittels einer stoffschlüssigen Verbindung in Form wenigstens einer Schweißverbindung
fixiert sein. Durch eine derartige Verbindung lassen sich die PET-Behälter im Gebinde
nicht mehr verschieben, so dass eine definierte Packungsanordnung beibehalten wird.
Wahlweise jedoch kann diese Fixierung auch entfallen, so dass ein Verschieben der
Behälter in der oben beschriebenen Weise, insbesondere nach dem Aufbringen des schlaufenartigen
Tragegriffs weiterhin ermöglicht ist. Sinnvoll ist es auch, die Fixierung nach der
Festlegung der endgültigen Anordnung der Behälter im Gebinde und nach dem Aufbringen
und richtigen Platzieren des Tragegriffs vorzunehmen, so dass die gewählte Anordnung
zuverlässig beibehalten wird.
[0018] Die optionale Schweißverbindung kann bspw. durch eine Ultraschallschweißverbindung
oder eine Laserschweißverbindung oder eine andere geeignete Verbindungstechnik hergestellt
werden. Bei Thermoplasten bzw. thermoplastischen Kunststoffen muss an der gewünschten
Schweißstelle das Material durch Zuführen von Wärme aufgeschmolzen oder zumindest
erweicht werden, um eine stoffschlüssige Verbindung an der zu schweißenden Kontaktstelle
zu ermöglichen. So werden beim Ultraschallschweißen die Kunststoffe mittels mechanischer
Schwingungen verbunden. Das Hauptmerkmal dieses Verfahrens ist, dass die zum Schweißen
notwendige Wärme zwischen den Bauteilen durch Molekular- und Grenzflächenreibung in
den Bauteilen entsteht.
[0019] Die Umreifung wird durch wenigstens ein um die Außenseiten der PET-Behälter gespanntes
und anschließend unter Vorspannung an seinen Enden verbundenes flaches Band gebildet.
Mit dieser gespannten, streifen- oder bandförmigen Umreifung werden die PET-Behälter
zu einem Gebinde zusammengefasst und -gehalten, so dass sie sicher transportiert werden
können. Selbstverständlich können auch zwei oder mehr parallel verlaufende Bänder
die Umreifung bilden. Die Umreifung ist somit durch ein, zwei oder mehr gleichartige
oder unterschiedliche Bänder aus Kunststoff oder einem Verbundmaterial herstellbar,
wobei die Bänder an ihren Enden jeweils überlappend oder unter Stoßbildung miteinander
verklebt, verschweißt, verklammert, verknotet oder anderweitig verbunden sind. Eine
vorteilhafte Ausführungsform kann durch eine Verschweißung der überlappenden Enden
der Umreifung gebildet sein. Zudem ist es vorstellbar, dass die Enden mittels eines
Schweißpunktes an mindestens einem PET-Behälter des Gebindes angeschweißt werden,
so dass die PET-Behälter während des Transports in ihrer Formation gesichert sind.
Die Behälter des Gebindes können somit nicht in unterschiedliche Formationen, wie
bspw. von einer Längsformation in eine Diagonalformation verschoben werden.
[0020] Es ist zu erwähnen, dass das Gebinde wahlweise zwei, drei, vier oder mehr, vorzugsweise
jedoch mindestens fünf oder sechs PET-Behälter umfassen kann. In der Regel tritt erst
bei Gebinden von mindestens sechs miteinander verbundenen Behältern die erwähnte Problematik
der sich gegeneinander verschiebenden Behälter auf, die zudem beim Anheben aus ihrer
Form gebracht werden können. Bei einer optional zu verstehenden Variante des erfindungsgemäßen
Gebindes ist wenigstens ein Schweißpunkt als Fixierpunkt an einem mittleren PET-Behälter
und/oder an einem weiteren gegenüberliegend angeordneten PET-Behälter angebracht.
Auch ist es denkbar, dass ein Schweißpunkt an einem PET-Behälter angebracht werden
kann, der einen äußeren von mehreren Behältern des Gebindes bildet, einen sog. Eckbehälter.
[0021] Bei einem Gebinde, bei dem die PET-Behälter in einer Diagonalformation angeordnet
sind, wäre es ebenso möglich, dass ein erster Fixierpunkt an einem mittleren PET-Behälter
angebracht ist und ein zweiter Fixierpunkt an einem diagonal gegenüberliegenden PET-Behälter.
Mit dieser Variante könnte sich das Gebinde nicht in eine Längsformation verschieben,
da die Umreifung an den PET-Behältern mittels eines Schweißpunktes fixiert ist und
somit keinen Verschiebungsweg der Behälter zulässt. Vorzugsweise sollte die Umreifung
mit mindestens einem Fixierpunkt an den zu einem Gebinde zusammengestellten PET-Behälter
befestigt sein. Bei zwei Fixierpunkten bietet es sich an, dass diese an den gegenüberliegenden
PET-Behältern angebracht sind.
[0022] Die zu einem Gebinde zusammengehaltenen PET-Behälter weisen ggf. jeweils ringförmig
umlaufende und/oder sich in horizontaler Richtung erstreckende Aussparungen für die
Aufnahme und/oder Fixierung der Umreifung auf. Mit einer derartigen Aussparung kann
eine zusätzliche Fixierung der Umreifung gebildet werden, da die aufgebrachten Umreifungen
somit in ihrer horizontalen Lage fixiert werden. Weiterhin weisen die zu einem Gebinde
zusammengehaltenen PET-Behälter jeweils einen Behälterhals unterhalb einer oberseitigen
Öffnung auf, an dem eine weitere Umreifung zur Fixierung der PET-Behälter angebracht
sein kann. Jede dieser genannten Umreifungsvarianten kann ggf. zusätzlich mit mindestens
einem Schweißpunkt an wenigstens einem PET-Behälter des Gebindes versehen sein bzw.
während der Herstellung des Gebindes versehen werden, so dass die gegenseitige Verschiebung
der Behälter gegeneinander unterbunden werden kann.
[0023] Besonders vorteilhaft lässt sich ein wiederverwertbares Material als Umreifung und/oder
als Tragegriff einsetzen, das bspw. aus einem sortenreinen thermoplastischen Kunststoff
bestehen kann. Ggf. lässt sich auch ein biologisch abbaubares Material einsetzen,
wahlweise auch als Verbundmaterial mit thermoplastischem Kunststoff und/oder mit einer
Faserverstärkung. Als weitere Vorteile der Erfindung gegenüber bekannten Varianten
aus dem Stand der Technik sind u.a. zu nennen, dass die Umreifungsbänder sowie die
Tragegriffe kostengünstiger als eine Folie herzustellen und auch zu verarbeiten sind.
Es ist kein Schrumpftunnel erforderlich, wodurch eine hohe Energieeinsparung und eine
Reduzierung der Investitionskosten möglich sind.
[0024] Die zu einem Gebinde zusammengestellten PET-Behälter weisen Behälterflächen auf,
die in der Gebindeanordnung aneinander stoßen. Diese zueinander weisenden Behälterflächen
der PET-Behälter können wahlweise an ihren Kontaktstellen miteinander verklebt werden.
Dies kann bspw. bedeuten, dass die aneinander stoßenden Behälterflächen jeweils mit
mindestens einem Klebepunkt oder mit mindestens einem doppelseitigen Klebeband versehen
werden. Diese Klebevariante ist bei Gebinden, die in einer Längs- oder in einer Diagonalformation
angeordnet sind, möglich. Anstatt der Klebevariante wäre auch eine stoffschlüssige
Verbindung der aneinander stoßenden Behälterinnenseiten denkbar. Somit könnte an den
aneinander stoßenden Behälterseiten jeweils mindestens ein Fixierpunkt in Form eines
Schweißpunktes angebracht sein. Mit diesen eben genannten Varianten wäre es möglich,
dass die PET-Behälter über sog. innenliegende Fixierpunkte zusammengehalten werden,
so dass eine Umreifung im unteren Bereich des Gebindes nicht mehr notwendig ist. Jedoch
kann es je nach gewünschter Stabilität weiterhin wünschenswert sein, eine weitere
Fixierung in Form einer Umreifung oder eines Bandes in einer Aussparung bzw. einer
Griffmulde der PET-Behälter aufzubringen. Ebenso wäre es denkbar, dass an mindestens
zwei schräg angeordneten Behältern um den Behälterhals eine zusätzliche Umreifung
angebracht ist.
[0025] Zur weiteren Stabilisierung von Gebinden, wobei die PET-Behälter in einer Diagonalformation
angeordnet sind, wäre es denkbar, dass eine erste Umreifung bspw. in der Aussparung
oder in der Griffmulde verläuft und eine zweite Umreifung um mindestens zwei Behälterhälse
einer kürzesten Diagonale des Gebindes verläuft. Die Diagonalformation eines Gebindes
ist vergleichbar mit einem Parallelogramm, welches zwei Diagonalen aufweist. Zum einen
eine kurze Diagonale und zum anderen eine lange Diagonale. Diese Umreifung, die um
die kurze Diagonale der Behälterhälse verläuft, könnte zusätzlich auch als Tragegriff
verwendet werden. Da die Umreifungen jedoch in der Regel relativ scharfkantig sind
und deshalb beim Tragen als unangenehm empfunden werden können, wird vorzugsweise
ausschließlich der an den Behälteraußenseiten aufgebrachte und dort fixierte Tragegriff
zum Heben und Tragen der Gebinde verwendet.
[0026] Der während, vor oder nach dem Aufbringen der Umreifung an der Außenseite des Gebindes
und/oder an den Umreifungen aufgebrachte und fixierte Tragegriff kann sehr gut zur
zusätzlichen Lagestabilisierung der Gebindeformation beitragen, so dass sich die Getränkebehälter
in geringerem Ausmaß gegeneinander verschieben können. Der Tragegriff bildet eine
das Gebinde an seiner Oberseite übergreifende Trageschlaufe, die an der Außenseite
des Gebindes und/oder an den Umreifungen angeordnet und fixiert ist.
[0027] Zur Erreichung zumindest eines Teils der oben genannten Ziele der Erfindung trägt
weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von Gebinden bei, bei dem die Gebinde aus
mindestens zwei miteinander verbundenen PET-Behältern gebildet werden, die mit wenigstens
einer horizontal um eine Außenseite der PET-Behälter gespannten, bandoder streifenartigen,
geschlossenen Umreifung zusammengehalten werden. Gemäß der Erfindung wird das Gebinde
mit einem seine Oberseite überspannenden Tragegriff versehen, der an Außenmantelflächen
zweier gegenüber liegend, nebeneinander oder benachbart angeordneter PET-Behälter
befestigt wird, wobei sich die Befestigungsstellen des Tragegriffs zumindest teilweise
innerhalb der Umreifung befinden. Wahlweise kann der Tragegriff durch Drehen der Behälter
in gewünschter Weise positioniert werden. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich,
den Tragegriff mittels geeigneter Handhabungseinrichtungen an der für die Gebindestabilisierung
optimalen Position anzubringen, ohne dass die Behälter hierzu gesondert bewegt oder
gedreht werden müssen.
[0028] Gemäß einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Tragegriff zunächst
an den Außenseiten zweier gegenüberliegender oder benachbarter Behälter fixiert, wonach
diese Behälter mit den daran befestigten Enden des Tragegriffs um einen Winkel um
ihre Hochachse von mindestens 30 Grad verdreht und anschließend die Umreifung in Gestalt
wenigstens eines um die PET-Behälter gespannten Bandes, das an seinen freien Enden
unter Aufbringung einer Vorspannung verbunden wird, aufgebracht wird. Wahlweise kann
die Umreifung auch vor dem Tragegriff aufgebracht werden, so dass die Reihenfolge
vorsieht, zunächst das Gebinde zusammenzustellen, die Umreifung aufzubringen, die
gewünschte Verschiebung und/oder Verdrehung einzelner oder aller Behälter vorzunehmen
und anschließend den Tragegriff aufzubringen. Alternativ kann auch der Tragegriff
nach der Umreifung und vor dem Verdrehen bzw. Verschieben der Behälter aufgebracht
werden.
[0029] Besonders vorteilhaft wird das Gebinde stabilisiert, wenn der lose aufgebrachte und
an den Außenmantelflächen zweier gegenüber liegend, nebeneinander oder benachbarter
PET-Behälter befestigte Tragegriff durch das gleichzeitige oder nacheinander erfolgende
Verdrehen der beiden PET-Behälter vorgespannt wird. In diesem Zusammenhang kann vorgesehen
sein, dass zumindest einer der beiden mit dem Tragegriff verbundenen PET-Behälter
zumindest soweit um seine Hochachse verdreht wird, bis die Kontaktstelle zwischen
der Behältermantelfläche und dem Ende des Tragegriffs an der Behältermantelfläche
des benachbarten Behälters anliegt und/oder dort geklemmt wird. Hierdurch wird eine
nochmalige Verbesserung der Gebindestabilität, insbesondere beim Anheben des Gebindes
am Tragegriff erreicht, da die beiden Behälter, an denen der Tragegriff fixiert ist,
durch das Anheben nicht mehr mit ihren unteren Behälterbereichen nach außen verschwenkt
werden, sondern aufgrund des verlagerten Kraftangriffspunktes in der zuvor definierten
Gebindeformation gehalten werden.
[0030] Bei einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die beiden mit dem Tragegriff
verbundenen PET-Behälter zunächst um einen Drehwinkel von ca. 30 bis 50 Grad um ihre
Hochachse verdreht, anschließend mit weiteren PET-Behältern mittels der Umreifung
zu einem Gebinde zusammengefasst und anschließend alle PET-Behälter dieses Gebindes
jeweils um einen weiteren Drehwinkel von ca. 40 bis 60 Grad verdreht, bis die Kontaktstellen
zwischen den Behältermantelflächen und den beiden Enden des Tragegriffs an den jeweiligen
Behältermantelflächen der benachbarten Behälter anliegen und/oder dort geklemmt werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Variante des Verfahrens werden vier, fünf, sechs
oder mehr PET-Behälter zunächst mittels der Umreifung zu einem Gebinde zusammengefasst
und anschließend der Tragegriff aufgebracht, wonach die beiden mit dem Tragegriff
verbundenen PET-Behälter um einen Drehwinkel von ca. 50 bis 90 Grad um ihre Hochachse
verdreht werden, bis die Kontaktstellen zwischen den Behältermantelflächen und den
beiden Enden des Tragegriffs an den jeweiligen Behältermantelflächen der benachbarten
Behälter anliegen und/oder dort geklemmt werden.
[0031] Grundsätzlich sind verschiedene Varianten der Gebindeherstellung möglich, was nachfolgend
am Beispiel eines aus sechs PET-Behältern gebildeten Gebindes näher erläutert werden
soll. Hierbei werden drei parallel verlaufende Förderbahnen á zwei unmittelbar nacheinander
stehenden Behältern so zusammengeführt, dass das Sechsergebinde in geschlossener Formation
weiterbefördert wird. Unmittelbar nach der Ausbildung der Sechserformation kann die
Umreifung aufgebracht werden, insbesondere durch Aufbringung eines einzigen Umreifungsgurtes.
Nach Aufbringen der Umreifung kann bereits der Tragegriff an den zur Außenseite des
Gebindes weisenden Behältermantelflächen der beiden nebeneinander stehenden mittleren
- nicht an den Ecken befindlichen - Behälter angebracht und dort fixiert werden. Hierbei
kann es sinnvoll sein, den Tragegriff leicht diagonal versetzt anzubringen, bspw.
in einer Position, die um ca. 15 bis 30 Grad oder mehr gegenüber einer an der Außenseite
des Gebindes angebrachten Fixierung verdreht ist. Anschließend kann mittels eines
geeigneten Mechanismus eine Verschiebung des Gebindes in sich erfolgen, bspw. durch
Verdrehung jedes einzelnen Behälters um einen Drehwinkel von ca. 45 bis 60 Grad oder
etwas mehr, wodurch auch die Positionen der Kontaktstellen zwischen den Enden des
Tragegriffs und den Behältermantelflächen in entsprechender Weise verschoben bzw.
verdreht werden. Die Verdrehung sorgt vorzugsweise dafür, dass die Fixierungen der
Tragegriffenden exakt an den Berührstellen der jeweils benachbarten Behälter platziert
sind, wodurch eine vorteilhafte zusätzliche Klemmung der Kontaktstelle und eine Lastverteilung
beim Anheben des Gebindes erreicht wird, die verhindert, dass sich die Behälter beim
Anheben des Gebindes verschieben oder dass sie aus dem Umriss der Gebindeformation
heraus verschwenkt werden. Normalerweise wird beim Verdrehen der Behälter ein diagonal
angeordnetes Gebinde geschaffen, das in Art eines Parallelogramms und damit in kompaktester
Formation unter Ausbildung von jeweils vier Berührstellen der an den stumpfen Ecken
befindlichen Eckbehälter angeordnet ist. Nach der Ausbildung dieser Parallelogrammanordnung
kann die Umreifung wahlweise an einer oder an zwei oder mehr Stellen fixiert werden,
bspw. durch Verkleben oder Verschweißen mit den Behältermantelflächen.
[0032] Bei einem modifizierten Verfahren zur Gebindeherstellung werden ebenfalls drei parallel
verlaufende Förderbahnen á zwei unmittelbar nacheinander stehenden Behältern zusammengeführt.
Die beiden auf der mittleren Bahn beförderten Behälter werden jedoch vor der Zusammenführung
mit den äußeren Bahnen bereits mit einem Tragegriff versehen, der die Oberseiten der
Behälter übergreift und in vertikaler Richtung an den gegenüber liegenden und voneinander
wegweisenden Behältermantelflächen angebracht und dort fixiert, bspw. durch Verkleben
oder mittels einer geeigneten Schweißverbindung. Bereits unmittelbar nach dem Aufbringen
des Tragegriffs und vor dem Zusammenführen der drei Transportgassen mit den jeweils
darauf transportierten Behälterpaaren werden die beiden mittleren Behälter gleichsinnig
verdreht, so dass der Tragegriff einen diagonalen Verlauf erhält. Der Drehwinkel kann
bspw. zwischen 30 und 60 Grad betragen, insbesondere ca. 45 Grad. Erst danach werden
die zuvor getrennten Behälterpaare zusammengeführt und die geschlossene, rechteckförmige
Gebindeformation gebildet. Das gebildete Sechsergebinde wird in geschlossener Formation
weiterbefördert. Unmittelbar nach der Ausbildung der Sechserformation kann die Umreifung
aufgebracht werden, insbesondere durch Aufbringung eines einzigen Umreifungsgurtes.
Nach Aufbringen der Umreifung kann mittels eines geeigneten Mechanismus eine Verschiebung
des Gebindes in sich erfolgen, bspw. durch Verdrehung jedes einzelnen Behälters um
einen Drehwinkel von ca. 45 bis 60 Grad, wodurch auch die Positionen der Kontaktstellen
zwischen den Enden des Tragegriffs und den Behältermantelflächen in entsprechender
Weise verschoben bzw. verdreht werden. Die Verdrehung sorgt vorzugsweise dafür, dass
die Fixierungen der Tragegriffenden exakt an den Berührstellen der jeweils benachbarten
Behälter platziert sind, wodurch eine vorteilhafte zusätzliche Klemmung der Kontaktstelle
und eine Lastverteilung beim Anheben des Gebindes erreicht wird, die verhindert, dass
sich die Behälter beim Anheben des Gebindes verschieben oder dass sie aus dem Umriss
der Gebindeformation heraus verschwenkt werden. Auch bei dieser Variante wird beim
Verdrehen der Behälter wiederum ein diagonal angeordnetes Gebinde geschaffen, das
in Art eines Parallelogramms und damit in kompaktester Formation unter Ausbildung
von jeweils vier Berührstellen der an den stumpfen Ecken befindlichen Eckbehälter
angeordnet ist. Nach der Ausbildung dieser Parallelogrammanordnung kann die Umreifung
wahlweise an einer oder an zwei oder mehr Stellen fixiert werden, bspw. durch Verkleben
oder Verschweißen mit den Behältermantelflächen.
[0033] Schließlich sieht die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung von
Gebinden mit mindestens vier miteinander verbundenen PET-Behältern vor, die mit einer
horizontal um eine Außenseite der PET-Behälter gespannten, bandartigen Umreifung zusammengehalten
sind. Diese Vorrichtung ist zur Durchführung eines Verfahrens gemäß einer der zuvor
beschriebenen Ausführungsvarianten vorbereitet und vorgesehen.
[0034] Nachfolgend werden einige ergänzende Aspekte der Erfindung erwähnt. Da bei diagonalen
Gebinden deren Behälter normalerweise mit zwei Umreifungsbändern - meist ein Band
in einer oberen Behältertaille und ein weiteres Band unterhalb des Etiketts - verbunden
werden, kann sich das Problem ergeben, dass die Gebinde beim Palettieren nicht eine
optimale Kugelpackung gebracht werden können, da die untere Bandsehne die Kugelpackung
verhindert. Aus Gründen der optimierten Raumausnutzung auf den Paletten und zur Vermeidung
einer sog. Überpalettierung (Überstand der Packungen über den Palettenrand) ist es
sinnvoll bzw. wünschenswert, auf die untere Bandsehne zu verzichten. Zudem kann das
Aufbringen nur eines Reifens die Maschinentechnik vereinfachen, da nicht mehr mit
Doppelumreifungen gearbeitet werden muss. Weiterhin lässt sich der Materialverbrauch
reduzieren. Schließlich können sich Vorteile für den Verbraucher ergeben, der nur
ein einziges Umreifungsband öffnen muss, um an die Behälter zu gelangen. Da der Tragegriff
jedoch beim Anheben der Gebinde aufgrund seiner Anbringung an den mittleren Behältern
für eine Aufspreizung der Behälter sorgt, kann bei den bekannten Gebindeanordnungen
bis zum aktuellen Zeitpunkt nicht auf das untere Band verzichtet werden.
[0035] Das erfindungsgemäße Verfahren und das dadurch gebildete Gebinde schafft hier eine
Abhilfe, indem die Gebinde bzw. Verkaufseinheiten nur durch ein einziges Umreifungsband
in der Griffmulde der Behälter zusammengehalten und stabilisiert werden. Der Tragegriff
wird in linearer Behälterformation in leicht schrägem Winkel aufgebracht. Nach dem
Aufbringen wird die Behälterformation von der linearen in die diagonale Formation
verschoben. Die Verschiebung erfolgt in der Art, dass der Henkel bzw. Tragegriff zwischen
den Flaschen nach innen gedreht wird. Der Kraftangriffspunkt des Tragegriffs beim
Tragen des Gebindes befindet sich dadurch innerhalb des geometrischen Umfangs des
Umreifungsbandes. Trotz des fehlenden unteren Umreifungsbandes wird somit ein V-förmiges
Aufspreizen an der Unterseite der Behälter beim Tragen des Gebindes verhindert.
[0036] Einige der Vorteile des dadurch gebildeten Gebindes sind bspw. das kompakte Lagenbild
und die bessere Platzausnutzung auf den Paletten durch die Einhaltung der Kugelpackung.
Der nach innen gedrehte Handgriff unterstützt und stabilisiert die diagonale Gebindeformation
beim Tragen durch den Endverbraucher von der Verkaufsstelle (Einzelhandel) zum Transportfahrzeug
bzw. zur Verbrauchsstelle. Die Anordnung ermöglicht die Einsparung von Verpackungsmaterial.
Die Maschinentechnik kann vereinfacht werden, da lediglich ein Umreifungsband je Gebinde
erforderlich ist. Die Technik des Aufbringens des Handgriffs ist sehr einfach, da
der Handgriff in der linearen Gebindeform aufgebracht werden kann. Der Endverbraucher
muss nur ein Band öffnen, will er die Getränkebehälter aus dem Gebinde entnehmen.
[0037] Ein weiterer vorteilhafter Aspekt der Erfindung befindet sich in der verbesserten
Umreifung, die einen sog. Kompensator zum Abbau der Vorspannung beim Entfernen der
Umreifung von den Behältern aufweist. Dieser Kompensator wird dadurch gebildet, dass
die Verbindungsstellen der beiden überlappenden Enden der Umreifung so gestaltet werden,
dass das Umreifungsband zwischen zwei beabstandeten Verbindungsstellen, die insbesondere
durch Verschweißungen gebildet sein können, nicht bündig anliegt, sondern dass eine
Seite geringfügig zu lang ist. Auf diese Weise wird eine Art Schlaufe gebildet, bei
der sich die beiden übereinander liegenden Abschnitte der Umreifung geringfügig voneinander
abheben. Wird nun die Umreifung durch Abziehen eines überstehenden Endes gelöst, so
wird zunächst die Schweißstelle an diesem überstehenden Ende aufgebrochen. Hierdurch
entspannt sich zunächst das unter hoher Vorspannung stehende Umreifungsband um einen
geringen Betrag, der durch den Kompensator zur Verfügung gestellt wird. Erst anschließend
wird die nun gelockerte Umreifung durch Aufbrechen der zweiten Schweißstelle vollständig
geöffnet und entfernt. Da die Umreifungsbänder normalerweise unter relativ hoher Vorspannung
aufgebracht werden, ist ihr Entfernen oftmals mit einer schlagartigen Entspannung
verbunden, die für viele Benutzer als unkomfortabel empfunden wird, zumal das Umreifungsband
durch seine plötzliche Entspannung ggf. auch peitschenartig vom Gebinde abschnellen
kann.
[0038] Es sei an dieser Stelle betont, dass die Ausstattung des Umreifungsbandes bzw. der
Umreifung mit einem solchen Kompensator nicht zwingend erforderlich, zumindest jedoch
nicht bei jedem Umreifungsband bei Vorhandensein mehrerer übereinander angeordneter
Bänder. Jedoch können diese Kompensatoren sich sehr vorteilhaft auf die leichtere
Handhabbarkeit der Gebinde beim Entfernen der Umreifungsbänder auswirken. Der Kompensator
bildet einen gesonderten Aspekt der Umreifung, die auf diese Weise ohne Einschränkung
ihrer Funktion in ihrer Handhabung verbessert wird. Da bei dem Kompensator ein überstehendes
Ende des Bandes einen Abziehgriff bildet, kann es weiterhin von Vorteil sein, wenn
zumindest die dem überstehenden Ende zugewandte Kontaktstelle eine strukturierte Verklebungs-und/oder
Verschweißungsstelle zur Beeinflussung und/oder Erleichterung eines Ablösevorgangs
aufweist. So kann die Verschweißung oder Verklebung an dieser Kontaktstelle bspw.
eine geeignete Strukturierung, Unterbrechungen und/oder eine geeignete Formgebung
aufweisen, die dazu beiträgt, für den Benutzer eine relativ geringe und weitgehend
gleichmäßige Ablösekraft zu erzeugen. So kann die Kontaktstelle bspw. eine streifenartige,
parabelförmige Verklebung und/oder Verschweißung aufweisen, die beim Ablösen von ihrer
abgerundeten Spitze her aufgetrennt und entlang der beiden Parabelflanken aufgetrennt
wird.
[0039] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines mit einer horizontalen Umreifung und
mit einem Tragegriff versehenen Gebindes in diagonaler Anordnung.
Fig. 2 zeigt eine schematische Draufsicht einer ersten Variante einer Gebindegruppierung
von sechs miteinander verbundenen PET-Behältern.
Fig. 3 zeigt eine schematische Draufsicht einer zweiten Variante einer Gebindegruppierung
von sechs miteinander verbundenen PET-Behältern.
Fig. 4 zeigt in zwei Ansichten eine Variante der Umreifung.
[0040] Die folgenden detaillierten Beschreibungen möglicher Ausführungsformen der Erfindung
dienen als nicht einschränkende Beispiele und nehmen auf die beigefügten Zeichnungen
Bezug. Gleiche Bauteile weisen dabei grundsätzlich gleiche Bezugszeichen auf und werden
teilweise nicht mehrfach erläutert.
[0041] Bei dem nachfolgend beschriebenen Gebinde bzw. der nachfolgend beschriebenen Verkaufseinheit
sind mehrere Getränkebehälter zusammengefasst. Die Gebinde werden durch Umreifen der
Behälter mit Hilfe von Schnüren, Bändern aus unterschiedlichsten Materialien, wie
z.B. Papier, Kunststoff, Metall, Gummi etc. von starrer oder flexibler Art gebildet.
Grundsätzlich sind mit der aufgezeigten Verbindungsart "Behälterumreifen" alle denkbaren
geometrischen Anordnungen der Behälter möglich: Lineare Matrixanordnung in einer n
x m-Anordnung von Zeilen und Spalten für runde oder rechteckige, quadratische oder
andere Behälter sowie z.B. Kugelpackungen im 30°- bzw. 60°-Winkel bei runden Behältern
in beliebiger Anzahl. Die Anordnung der Gebinde oder Behälter ist abhängig von der
Zuführung der Behälter und dessen Einteilung durch den sog. Behältereinteiler.
[0042] In den Figuren 2 und 3 sind jeweils schematische Darstellungen eines Gebindes 10
in Draufsichten gezeigt. Die Fig. 1 zeigt dagegen eine perspektivische Ansicht eines
solchen Gebindes 10. Bei den Gebindeanordnungen werden Behälter 12 nebeneinander in
einer sog. Längsformation 14 angeordnet. Das Gebinde 10 setzt sich im vorliegenden
Beispiel aus sechs miteinander verbundenen PET-Behältern 12 zusammen, die mit einer
horizontal um eine Außenseite 16 der PET-Behälter 12 gespannten, band- oder streifenartigen
Umreifung 18 zusammengehalten sind. Eine an den Außenseiten 16 der PET-Behälter 12
anliegende Innenseite 20 der Umreifung 18 bildet in den gezeigten Ausführungsbeispielen
jeweils zwei Kontaktstellen 22 mit gegenüber liegend angeordneten PET-Behältern 12
und ist dort gemäß einer bevorzugten Variante der vorliegenden Erfindung fixiert.
Die Umreifung 18 ist jedoch nicht zwingend an den Behältern 12 fixiert, sondern kann
wahlweise nur um diese gespannt und mit ihren überlappenden freien Enden unter Aufbringung
einer Vorspannung fixiert sein. Diese Verbindung wird im vorliegenden Zusammenhang
allgemein als Kontaktstelle 22 bezeichnet. Die Umreifung 18 ist an der Kontaktstelle
22 mittels einer stoffschlüssigen Verbindung, bspw. in Form wenigstens einer Schweißverbindung
oder einer Klebeverbindung fixiert.
[0043] Sofern die Umreifung zusätzlich an der Außenmantelfläche wenigstens eines der PET-Behälter
12 fixiert ist, wird durch diese Fixierung eine Verschiebung der PET-Behälter 12 in
der Gebindeformation 14 verhindert. Somit bleibt dieses Gebinde 10 in seiner jeweiligen
Längsformation 14 oder Diagonalformation 15 erhalten.
[0044] Wie anhand der Fig. 1 verdeutlicht, ist ein schlaufenartiger Tragegriff 24 vorgesehen,
der die Oberseiten des Gebindes 10 in schräger bzw. diagonaler Richtung überspannt.
Wesentlich für die einwandfreie Handhabbarkeit des mit nur einer Umreifung 18 versehenen
Gebindes ist die Fixierung des Tragegriffs an Stellen der Behältermantelflächen 26,
die innerhalb der Umreifung 18 liegen, so dass der jeweilige Behälter 12 beim Anheben
des Gebindes 10 nicht nach außen verschwenkt werden kann, was bei einem Kraftangriffspunkt
des Tragegriffs 24 außerhalb der Umreifung 18 der Fall wäre.
[0045] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Umreifung 18 in einem oberen Bereich um
die Behälter 12 gespannt und liegt in einer sog. Griffmulde 13, durch welche die Behälter
tailliert sind. Auf diese Weise könnte bei einer Anordnung des Tragegriffs an der
Stelle des größten Durchmessers der Behälter 12 und außerhalb des Umrisses der Umreifung
18 die erwähnte ungünstige Kräfteverteilung die Folge sein, mit der Konsequenz der
möglichen Destabilisierung der Behälter 12 und des Gebindes 10.
[0046] Grundsätzlich sind verschiedene Varianten der Gebindeherstellung möglich, was nachfolgend
zunächst am Beispiel eines aus sechs PET-Behältern 12 gebildeten Gebindes 10 anhand
der Fig. 2 näher erläutert wird. Hierbei werden drei parallel verlaufende Förderbahnen
á zwei unmittelbar nacheinander stehenden Behältern 12 so zusammengeführt, dass das
Sechsergebinde 10 in geschlossener Längsformation 14 weiterbefördert wird. Unmittelbar
nach der Ausbildung der Sechserformation 14 wird die Umreifung 18 aufgebracht, was
im gezeigten Ausführungsbeispiel durch Aufbringung eines einzigen Umreifungsgurtes
erfolgt. Nach Aufbringen der Umreifung 18 wird ein schlaufenförmiger Tragegriff 24
an den zur Außenseite 16 des Gebindes 10 weisenden Behältermantelflächen 26 der beiden
nebeneinander stehenden mittleren - nicht an den Ecken befindlichen - Behälter 12
angebracht und dort fixiert, bspw. durch flächiges oder punktuelles Verkleben und/oder
Verschweißen. Wie in Fig. 2 erkennbar, wird der Tragegriff 24 leicht diagonal versetzt
angebracht, bspw. in einer Position, die um ca. 20 bis 30 Grad gegenüber einer an
der Außenseite 16 des Gebindes 10 angebrachten Fixierung verdreht ist.
[0047] Anschließend erfolgt mittels eines geeigneten Mechanismus eine Verschiebung des Gebindes
10 in sich (Verschieberichtung 28), bspw. durch Verdrehung jedes einzelnen Behälters
12 um einen Drehwinkel von ca. 45 bis 60 Grad oder etwas mehr, wodurch auch die Positionen
der Kontaktstellen 30 zwischen den Enden des Tragegriffs 24 und den Behältermantelflächen
26 in entsprechender Weise verschoben bzw. verdreht werden. Die Verdrehung sorgt dafür,
dass die Fixierungen der Tragegriffenden 24 exakt an den Berührstellen 32 der jeweils
benachbarten Behälter 12 platziert sind, wodurch eine vorteilhafte zusätzliche Klemmung
der Kontaktstelle 30 und eine Lastverteilung beim Anheben des Gebindes 10 erreicht
wird, die verhindert, dass sich die Behälter 12 beim Anheben des Gebindes 10 verschieben
oder dass sie aus dem Umriss der gezeigten Diagonalformation 15 des Gebindes 10 heraus
verschwenkt werden. Wie in Fig. 2 erkennbar, wird beim Verdrehen der Behälter 12 ein
diagonal angeordnetes Gebinde 10 (Diagonalformation 15) geschaffen, das in Art eines
Parallelogramms und damit in kompaktester Formation unter Ausbildung von jeweils vier
Berührstellen 32 der an den stumpfen Ecken befindlichen Eckbehälter angeordnet ist.
Nach der Ausbildung dieser Parallelogrammanordnung kann die Umreifung 18 mittels geeigneter
Fixierungseinrichtungen 34 an zwei Stellen fixiert werden, bspw. durch Verkleben oder
Verschweißen mit den Behältermantelflächen 26. Hierdurch sind entsprechend des letzten
Bildes (rechts) der Fig. 2 zwei gegenüber liegend angeordnete Fixierungsstellen 36
der Umreifung 18 an den Außenseiten 16 des Gebindes 10 bzw. an den Behältermantelflächen
26 geschaffen.
[0048] Die schematische Darstellung der Fig. 3 illustriert ein modifiziertes Verfahren zur
Gebindeherstellung. Hierbei werden in drei parallel verlaufende Förderbahnen 38 jeweils
zwei unmittelbar nacheinander stehende Behälter 12 gefördert und zu einem Gebinde
10 zusammengeführt. Die beiden auf der mittleren Bahn 38 beförderten Behälter 12 werden
jedoch vor der Zusammenführung mit den äußeren Bahnen 38 bereits mit einem Tragegriff
24 versehen, der die Oberseiten der Behälter 12 übergreift und in vertikaler Richtung
an den gegenüber liegenden und voneinander wegweisenden Behältermantelflächen 26 angebracht
und dort fixiert, bspw. durch Verkleben oder mittels einer geeigneten Schweißverbindung.
Bereits unmittelbar nach dem Aufbringen des Tragegriffs 24 und vor dem Zusammenführen
der drei Transportgassen 38 mit den jeweils darauf transportierten Behälterpaaren
40 werden die beiden mittleren Behälter 12 gleichsinnig verdreht, so dass der Tragegriff
24 einen diagonalen Verlauf erhält. Der Drehwinkel kann bspw. ca. 30 bis 45 Grad betragen.
Erst danach werden die zuvor getrennt geförderten Behälterpaare 40 zusammengeführt
und die geschlossene, rechteckförmige Gebindeformation bzw. Längsformation 14 gebildet.
Das gebildete Sechsergebinde 10 wird in geschlossener Längsformation 14 weiterbefördert.
Unmittelbar nach der Ausbildung der Sechserformation wird die Umreifung 18 aufgebracht,
insbesondere durch Aufbringung eines einzigen Umreifungsgurtes. Nach Aufbringen der
Umreifung 18 erfolgt mittels eines geeigneten Mechanismus eine Verschiebung des Gebindes
10 in Richtung des Pfeils 28 (Verschieberichtung 28), wodurch das Gebinde 10 in eine
Diagonalformation 15 gebracht wird. Die Formationsänderung kann bspw. durch Verdrehung
jedes einzelnen Behälters 12 um einen Drehwinkel von ca. 45 bis 60 Grad erfolgen,
wodurch auch die Positionen der Kontaktstellen 30 zwischen den Enden des Tragegriffs
24 und den Behältermantelflächen 26 in entsprechender Weise verschoben bzw. verdreht
werden. Die Verdrehung sorgt vorzugsweise dafür, dass die Fixierungen der Tragegriffenden
exakt an den Berührstellen 32 der jeweils benachbarten Behälter 12 platziert sind,
wodurch eine vorteilhafte zusätzliche Klemmung der Kontaktstelle 30 und eine Lastverteilung
beim Anheben des Gebindes 10 erreicht wird, die verhindert, dass sich die Behälter
12 beim Anheben des Gebindes 10 verschieben oder dass sie aus dem Umriss der Gebindeformation
heraus verschwenkt werden. Auch bei dieser Variante wird beim Verdrehen der Behälter
12 wiederum ein diagonal angeordnetes Gebinde 10 geschaffen, das in Art eines Parallelogramms
und damit in kompaktester Formation unter Ausbildung von jeweils vier Berührstellen
32 der an den stumpfen Ecken befindlichen Eckbehälter angeordnet ist.
[0049] Nach der Ausbildung dieser Parallelogrammanordnung kann die Umreifung 18 mittels
geeigneter Fixierungseinrichtungen 34 an zwei Stellen fixiert werden, bspw. durch
Verkleben oder Verschweißen mit den Behältermantelflächen 26. Hierdurch sind entsprechend
des vorletzten Bildes (rechts) der Fig. 3 zwei gegenüber liegend angeordnete Fixierungsstellen
36 der Umreifung 18 an den Außenseiten 16 des Gebindes 10 bzw. an den Behältermantelflächen
26 geschaffen.
[0050] Durch die Fixierungsstellen 36, die zwischen den Behältermantelflächen 26 der PET-Behälter
12 und der Umreifung 18 angebracht sind, wird eine Verschiebung des Gebindes 10 verhindert,
d.h. dass das Gebinde 10 bspw. in seiner Diagonalformation 15 stabil bleibt. Diese
Fixierungsstellen 36 können selbstverständlich auch bei Gebinden 10 angebracht sein,
die eine Längsformation 14 (nicht dargestellt) aufweisen. Die stoffschlüssige Verbindung
bzw. die Fixierungsstelle 36 muss nicht zwingend am mittleren PET-Behälter 12 angebracht
sein. Es ist auch denkbar, dass sich die Schweiß- oder Klebeverbindung 36 an einem
sog. Eckbehälter befindet.
[0051] Eine weitere - hier nicht dargestellte - Ausführungsvariante kann vorsehen, dass
die zu einem Gebinde zusammengehaltenen PET-Behälter 12 jeweils einen Behälterhals
unterhalb einer oberseitigen Öffnung aufweisen, an dem eine weitere Umreifung zur
Fixierung der PET-Behälter angebracht werden kann.
[0052] Ein weiterer vorteilhafter Aspekt der Erfindung ist in den Figuren 4a und 4b dargestellt,
ist jedoch auch anhand der Fig. 1 erkennbar. Diese Variante umfasst eine verbesserte
Umreifung 18, die einen sog. Kompensator 42 zum Abbau der Vorspannung beim Entfernen
der Umreifung 18 von den Behältern 12 aufweist. Dieser Kompensator 42 wird dadurch
gebildet, dass die Kontaktstelle 22 durch zwei Verbindungsstellen 44 und 46 gebildet
wird. Diese beiden Verbindungsstellen 44 und 46 der beiden überlappenden Enden der
Umreifung 18 werden derart gestaltet, dass das Umreifungsband 18 zwischen den beiden
beabstandeten Verbindungsstellen 44 und 46, die insbesondere durch Verschweißungen
gebildet sein können, nicht bündig anliegt, sondern dass eine Seite geringfügig zu
lang ist. Auf diese Weise wird eine Art Schlaufe 48 gebildet, bei der sich die beiden
übereinander liegenden Abschnitte der Umreifung 18 geringfügig voneinander abheben.
Wird nun die Umreifung 18 durch Abziehen eines überstehenden Endes 50 gelöst, so wird
zunächst die Schweißstelle 44 an diesem überstehenden Ende 50 aufgebrochen. Hierdurch
entspannt sich zunächst das unter hoher Vorspannung stehende Umreifungsband 18 um
einen geringen Betrag, der durch den Kompensator 42 zur Verfügung gestellt wird. Erst
anschließend wird die nun gelockerte Umreifung 18 durch Aufbrechen der zweiten Schweißstelle
46 vollständig geöffnet und entfernt. Da die Umreifungsbänder 18 normalerweise unter
relativ hoher Vorspannung aufgebracht werden, ist ihr Entfernen oftmals mit einer
schlagartigen Entspannung verbunden, die für viele Benutzer als unkomfortabel empfunden
wird, zumal das Umreifungsband 18 durch seine plötzliche Entspannung ggf. auch peitschenartig
vom Gebinde 10 abschnellen kann. Dies wird durch den Kompensator 42 entsprechend Fig.
4 zuverlässig verhindert.
[0053] Da bei dem Kompensator 42 ein überstehendes Ende 50 des Umreifungsbandes 18 einen
Abziehgriff bildet, kann es weiterhin von Vorteil sein, wenn zumindest die dem überstehenden
Ende 50 zugewandte Kontaktstelle 44 eine hier nicht näher dargestellte strukturierte
Verklebungs- und/oder Verschweißungsstelle zur Beeinflussung und/oder Erleichterung
eines Ablösevorgangs aufweist. So kann die Verschweißung oder Verklebung an dieser
Kontaktstelle 44 bspw. eine geeignete Strukturierung, Unterbrechungen und/oder eine
geeignete Formgebung aufweisen, die dazu beiträgt, für den Benutzer eine relativ geringe
und weitgehend gleichmäßige Ablösekraft zu erzeugen. So kann die Kontaktstelle 44
bspw. eine streifenartige, parabelförmige Verklebung und/oder Verschweißung aufweisen,
die beim Ablösen von ihrer abgerundeten Spitze her aufgetrennt und entlang der beiden
Parabelflanken aufgetrennt wird. Auch andere Konturen sind denkbar und sinnvoll, bspw.
ein mäanderförmiger Verlauf oder eine Mehrzahl von lokal begrenzten und jeweils voneinander
beabstandeten Klebepunkten und/oder Schweißpunkten.
[0054] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehenden Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr
ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen denkbar, die von dem erfindungsgemäßen
Gedanken Gebrauch machen und deshalb ebenfalls in den Schutzbereich fallen.
Bezugszeichenliste:
[0055]
- 10
- Gebinde
- 12
- PET-Behälter 13 Griffmulde
- 14
- Längsformation
- 15
- Diagonalformation
- 16
- Außenseite
- 18
- Umreifung
- 20
- Innenseite
- 22
- Kontaktstelle
- 24
- Tragegriff
- 26
- Behältermantelfläche
- 28
- Verschieberichtung
- 30
- Verbindungsstellen, Kontaktstelle
- 32
- Berührstelle
- 34
- Fixierungseinrichtung
- 36
- Fixierungsstelle
- 38
- Förderbahn
- 40
- Behälterpaar
- 42
- Kompensator
- 44
- Verbindungsstelle
- 46
- Verbindungsstelle
- 48
- Schlaufe
- 50
- Überstehendes Ende
1. Gebinde (10), umfassend mindestens zwei miteinander verbundene PET-Behälter (12),
die mit wenigstens einer horizontal um eine Außenseite (16) der PET-Behälter (12)
gespannten, band- oder streifenartigen, geschlossenen Umreifung (18) zusammengehalten
sind, mit einem Tragegriff (24), der eine Oberseite des Gebindes (10) überspannt und
an Außenmantelflächen (26) zweier gegenüber liegend, nebeneinander oder benachbart
angeordneten PET-Behälter (12) fixiert ist, wobei Verbindungsstellen (30) zwischen
dem Tragegriff (24) und dem jeweiligen PET-Behälter (12) zumindest teilweise innerhalb
der Umreifung (18) angeordnet sind.
2. Gebinde nach Anspruch 1, bei dem die Verbindungsstellen (30) zwischen dem Tragegriff
(24) und dem jeweiligen PET-Behälter (12) innerhalb der Umreifung (18) angeordnet
sind.
3. Gebinde nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Verbindungsstellen (30) zwischen dem Tragegriff
(24) und dem jeweiligen PET-Behälter (12) in einer Projektion parallel zu den Behälterlängsachsen
von einer Berührstelle (32) der Behältermantelfläche (26) mit einer Hüllkurve des
Gebindes (10), die parallel oder deckungsgleich zur Umreifung (18) verläuft, um einen
Betrag entlang eines Umfangssegments um die Behältermantelfläche (26) entfernt ist,
der einer Winkelverdrehung des Behälters (12) um seine Hochachse von mindestens 30
Grad, insbesondere von mindestens 60 Grad entspricht.
4. Gebinde nach Anspruch 1 oder 3, bei dem sich ein Kraftangriffspunkt des Tragegriffs
(24) am Gebinde (10) innerhalb des durch die Umreifung (18) definierten Umfangs des
Gebindes (10) bzw. dessen Hüllkurve und in einem senkrechten Abstand zur Umreifung
(18) befindet, der mindestens dem fünften Teil des Behälterdurchmessers entspricht.
5. Gebinde nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem sich zumindest eine der Verbindungsstellen
(30) zwischen dem Tragegriff (24) und der Außenmantelfläche (26) des jeweiligen PET-Behälters
(12) in berührendem, insbesondere in klemmendem Kontakt mit der Außenmantelfläche
(26) eines benachbarten PET-Behälters (12) befindet.
6. Gebinde nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Verbindungsstellen (30) zwischen
dem Tragegriff (24) und den Außenmantelflächen (26) der PET-Behälter (12) durch Klebestellen
und/oder Schweißverbindungen gebildet sind.
7. Gebinde nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Umreifung (18) durch ein, zwei
oder mehr gleichartige oder unterschiedliche Bänder aus Kunststoff oder einem Verbundmaterial
gebildet ist, wobei die Bänder an ihren Enden jeweils überlappend oder unter Stoßbildung
miteinander verklebt, verschweißt, verklammert, verknotet oder anderweitig verbunden
sind.
8. Verfahren zur Herstellung von Gebinden (10), die aus mindestens zwei miteinander verbundenen
PET-Behältern (12) gebildet werden, die mit wenigstens einer horizontal um eine Außenseite
(16) der PET-Behälter (12) gespannten, band- oder streifenartigen, geschlossenen Umreifung
(18) zusammengehalten werden, wobei das Gebinde (10) mit einem seine Oberseite überspannenden
Tragegriff (24) versehen wird, der an Außenmantelflächen (26) zweier gegenüber liegend,
nebeneinander oder benachbart angeordneter PET-Behälter (12) befestigt wird, wobei
die Kontaktstellen (30) zwischen dem Tragegriff (24) und den PET-Behältern (12) zumindest
teilweise innerhalb der Umreifung (18) angeordnet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die Behälter (12), an denen der Tragegriff (24)
fixiert wird, vor oder nach dem Aufbringen des Tragegriffs (24) oder mit den daran
befestigten Enden des Tragegriffs (24) um einen Winkel um ihre Hochachse von mindestens
30 Grad verdreht und zuvor oder anschließend die Umreifung (18) in Gestalt wenigstens
eines um die PET-Behälter (12) gespannten Bandes, das an seinen freien Enden unter
Aufbringung einer Vorspannung verbunden wird, aufgebracht wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem der lose aufgebrachte und an den Außenmantelflächen
(26) zweier gegenüber liegend, nebeneinander oder benachbarter PET-Behälter (12) befestigte
Tragegriff (24) durch das gleichzeitige oder nacheinander erfolgende Verdrehen der
beiden PET-Behälter (12) vorgespannt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem zumindest einer der beiden mit
dem Tragegriff (24) verbundenen PET-Behälter (12) zumindest soweit um seine Hochachse
verdreht wird, bis die Kontaktstelle (30) zwischen der Behältermantelfläche (26) und
dem Ende des Tragegriffs (24) an der Behältermantelfläche (26) des benachbarten Behälters
(12) anliegt und/oder dort geklemmt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei dem die beiden mit dem Tragegriff
(24) verbundenen PET-Behälter (12) zunächst um einen Drehwinkel von ca. 30 bis 50
Grad um ihre Hochachse verdreht werden, anschließend mit weiteren PET-Behältern (12)
mittels der Umreifung (18) zu einem Gebinde (10) zusammengefasst und anschließend
alle PET-Behälter (12) dieses Gebindes (10) bzw. zumindest die mit dem Tragegriff
(24) verbundenen Behälter (12) jeweils um einen weiteren Drehwinkel von ca. 40 bis
60 Grad verdreht werden, bis die Kontaktstellen (30) zwischen den Behältermantelflächen
(26) und den beiden Enden des Tragegriffs (24) an den jeweiligen Behältermantelflächen
(26) der benachbarten Behälter (12) anliegen und/oder dort geklemmt werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, bei dem vier, fünf, sechs oder mehr PET-Behälter
(12) zunächst mittels der Umreifung (18) zu einem Gebinde (10) zusammengefasst und
anschließend der Tragegriff (24) aufgebracht wird, wonach die beiden mit dem Tragegriff
(24) verbundenen PET-Behälter (12) um einen Drehwinkel von ca. 50 bis 90 Grad um ihre
Hochachse verdreht werden, bis die Kontaktstellen (30) zwischen den Behältermantelflächen
(26) und den beiden Enden des Tragegriffs (24) an den jeweiligen Behältermantelflächen
(26) der benachbarten Behälter (12) anliegen und/oder dort geklemmt werden.
14. Vorrichtung zur Herstellung von Gebinden (10) mit mindestens vier miteinander verbundenen
PET-Behältern (12), die mit einer horizontal um eine Außenseite (16) der PET-Behälter
(12) gespannten, bandartigen Umreifung (18) zusammengehalten und mit einem oberseitig
des Gebindes (10) verlaufenden Tragegriff (24) versehen sind, wobei die Vorrichtung
zur Durchführung eines Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 8 bis 13 vorbereitet und
vorgesehen ist.
15. Gebinde (10), umfassend mindestens zwei miteinander verbundene PET-Behälter (12),
die mit wenigstens einer horizontal um eine Außenseite (16) der PET-Behälter (12)
gespannten, band- oder streifenartigen, geschlossenen Umreifung (18) zusammengehalten
sind, die durch ein, zwei oder mehr gleichartige oder unterschiedliche Bänder aus
Kunststoff oder einem Verbundmaterial gebildet ist, die an ihren Enden jeweils überlappend
miteinander verklebt und/oder verschweißt sind, wobei jedes Band der Umreifung (18)
an seiner Kontaktstelle (22) einen Kompensator (42) mit zwei voneinander getrennten
Verbindungsstellen (44 und 46) und einer dazwischen liegenden Schlaufe (48) aufweist,
wobei ein überstehendes Ende (50) des Bandes einen Abziehgriff bildet, und wobei die
dem überstehenden Ende (50) zugewandte Kontaktstelle (44) eine strukturierte Verklebungs-
und/oder Verschweißungsstelle zur Beeinflussung und/oder Erleichterung eines Ablösevorgangs
aufweist.