[0001] Die Erfindung betrifft eine Wärmedämmschicht eines Fundaments eines Bauwerks. Das
Fundament weist weiterhin insbesondere eine Bodenplatte und eine Feuchteschutzschicht
auf. Die Wärmedämmschicht ist zumindest zwischen einem Baugrund und der Bodenplatte
angeordnet.
[0002] Eine Sauberkeitsschicht ist aus
DE 198 107 66 bekannt. Dort wird insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von Bauwerksabdichtungen
gegen Grundwasser und Erdfeuchte beschrieben. Auf einem sogenannten Erdplanum wird
eine untere Schicht in Form einer Sauberkeitsschicht angeordnet. Auf dieser werden
zwei senkrecht zueinander verlaufende Bitumenbahnen und anschließend ein Schutzvlies
aufgebracht. Danach wird auf dem Schutzvlies eine Bodenplatte aus Beton gefertigt.
[0003] Es ist Aufgabe vorliegenden Erfindung im Hinblick auf die Energieeinsparung eine
entsprechende Wärmedämmschicht dahingehend zu verbessern, dass diese bei ausreichend
hoher Druckfestigkeit eine leichte und kraftsparende Herstellung ermöglicht und gleichzeitig
allen bauphysikalischen Anforderungen entsprochen wird.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Wärmedämmschicht
zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie aus einer Mehrzahl von nebeneinander
angeordneten Dämmplatten gebildet ist.
[0005] Ein solches Fundament oder eine Gründung überträgt eine Last eines Bauwerks gleichmäßig
in das Erdreich, d.h. auf den Baugrund. Je nach Baugrund können unterschiedliche Fundamente
verwendet werden, die zumindest ein Einzel-, Streifen- oder Plattenfundament, z.B.
in Form einer Bodenplatte verwenden. Durch das Fundament werden von oben aufgebrachte
Druckkräfte vollflächig auf den Baugrund verteilt. Solche Fundamente verhindern Setzungen
des Bauwerks durch Bewegung im Baugrund, um Risse im Bauwerk zu vermeiden. Solche
Risse könnten die Statik des Bauwerks beeinflussen oder auch Wasserschäden hervorrufen.
[0006] Das Fundament ist in der Regel auch gleichzeitig gegen drückendes Wasser abgedichtet
und vor Grund- und Sickerwasser geschützt.
[0007] Weiterhin werden die Anforderungen an Fundamente hinsichtlich der Wärmeenergieverluste
immer anspruchsvoller, so dass eine Dämmung insbesondere der Bodenplatte als Teil
des Fundaments wichtig ist.
[0008] In diesem Zusammenhang ist allerdings auch das Verhältnis von Primärenergieaufwand
zur Herstellung einer solchen Dämmung und von zu erwartender Energieeinsparung zu
beachten.
[0009] Die erfindungsgemäßen Dämmplatten sind in einfacher Weise zur Herstellung einer entsprechenden
Wärmedämmschicht verwendbar und weisen eine ausreichend hohe Druckfestigkeit sowie
Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung auf. Durch die Verwendung solcher
Dämmplatten ergibt sich eine leichte, einfache und kraftsparende Herstellung der Wärmedämmschicht.
Außerdem zeichnet sich die Wärmedämmschicht durch eine hohe Wärmedämmung aus. Die
Wärmedämmschicht wird aus der Mehrzahl von Dämmplatten direkt auf einen planem Baugrund
ausgelegt oder gegebenenfalls auf eine zusätzliche Sauberkeitsschicht und/oder eine
Folienschicht.
[0010] Die vorangehend genannten Eigenschaften der Dämmplatte sind noch dadurch verbesserbar,
wenn benachbarte Dämmplatten entlang entsprechend einander zugeordneter Plattenseiten
aneinander anliegen. Dies ist insbesondere ein Vorteil im Zusammenhang mit einer erdseitigen
Bodenplatte. Bei Einsatz von Einzel- oder Steifenfundament sind auch nur einige Dämmplatten
unter diesem Fundament einsetzbar.
[0011] Um eine hohe Verschiebungs- und Verwerfungssicherheit zu gewährleisten, kann die
Wärmedämmschicht so aus den Dämmplatten zusammengesetzt werden, dass wenigstens die
einander zugeordneten Plattenseiten Verzahnungseinrichtungen aufweisen. Eine solche
Verzahnungseinrichtung kann beispielsweise durch entsprechende Profilierungen an den
Plattenseiten realisiert werden, wobei Profilierungen von einander anliegenden Plattenseiten
verschiedener Dämmplatten komplementär zueinander ausgebildet sein können.
[0012] Eine einfache Realisierung einer solchen Verzahnungseinrichtung kann darin gesehen
werden, wenn diese als Nut-Feder-Verzahnungseinrichtung ausgebildet ist.
[0013] Um eine entsprechende Verschiebungs- und Verwerfungssicherheit in alle Richtungen
der Dämmplatte in einfacher Weise realisieren zu können, kann eine solche Verzahnungseinrichtung
an jeder Plattenseite einer Dämmplatte ausgebildet sein.
[0014] Ein Beispiel im Zusammenhang mit einer Nut-Feder-Verzahnungseinrichtung kann darin
gesehen werden, wenn diese zwei oder mehr Nuten bzw. Federn auf einer Plattenseite
aufweist.
[0015] Es besteht die Möglichkeit, die entsprechenden Nuten bzw. Federn einer Plattenseite
in unterschiedlichen Größen auszubilden. Allerdings ist sowohl die Herstellung einer
Dämmplatte als auch das Zusammensetzen der Wärmedämmschicht aus diesen Platten einfacher,
wenn alle Nuten bzw. Federn gleich sowohl in Form als auch in Größe ausgebildet sind.
Nuten und Federn sind dabei komplementär zueinander.
[0016] Es besteht weiterhin die Möglichkeit, entlang einer Plattenseite sowohl Nuten als
auch Federn anzuordnen. Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel sind entlang einer
entsprechenden Plattenseite nur Nuten bzw. Federn angeordnet, die dann mit einer entsprechend
ausgebildeten Plattenseite einer benachbarten Dämmplatte entsprechend mit Federn oder
Nuten zusammensetzbar sind.
[0017] Das Zusammensetzen der Dämmplatten stellt in diesem Zusammenhang eine wärmebrückenfreie
Konstruktion dar, so dass die hergestellte Wärmedämmschicht die Wärmedämmung optimiert.
[0018] Durch die entsprechende Verzahnungseinrichtung wird in einfacher Weise ein Zusammensetzen
der Dämmplatten in jede Richtung ermöglicht, so dass ein unnötiges Drehen der Platten
bei Herstellen der Wärmedämmschicht nicht erforderlich ist.
[0019] Eine Möglichkeit zur Verlegung der Dämmplatte kann darin gesehen werden, dass die
Dämmplatten Stoß-an-Stoß in der Wärmedämmschicht angeordnet sind. Es ist weiterhin
möglich, dass alternativ oder auch in Kombination mit dieser Verlegung die Dämmplatten
von Reihe zu Reihe und/oder von Spalte zu Spalte der Wärmedämmschicht versetzt zueinander
angeordnet sind. Die Versetzung kann in diesem Zusammenhang durch die Anordnung der
entsprechenden Nuten bzw. Federn bestimmt sein.
[0020] Um die Dämmplatten aus einem verrottungsbeständigen und relativ leichtem Material
herstellen zu können, kann die Dämmplatte aus einem wärmeisolierenden Material, insbesondere
Leichtbeton, gebildet sein. Ein solcher Leichtbeton weist nach entsprechenden deutschen
Normen eine Trockenrohdichte von maximal 2000 kg/m
3 auf. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für den Leichtbeton ist ein solcher auf
Blähtonbasis. Dieser zeichnet sich insbesondere durch eine hohe Porosität und ein
geringes Gewicht aus, so dass ein kräfteschonendes und schnelles Arbeiten mit solchen
Dämmplatten möglich ist. Gleichzeitig weisen diese Dämmplatten eine ausreichende Eigenfestigkeit
und eine ausreichende Druckstabilität für zu erwartende Flächenlasten aus der Betonplatte
und dem darauf stehenden Bauwerk auf.
[0021] Es besteht die Möglichkeit, Dämmplatten der entsprechenden Wärmedämmschicht auf einer
Feuchteschutzschicht anzuordnen, die beispielsweise durch eine entsprechende Folie
gebildet wird, die vor Verlegen der Dämmplatten auf dem Bauuntergrund ausgelagert
wird.
[0022] Allerdings kann die erfindungsgemäße Wärmedämmschicht auch bereits als kapillar brechende
Schicht ausgebildet sein, die nicht kapillar saugend bzw. entsprechend nicht hygroskopisch
ist, wodurch sich bereits eine gute Entkopplung gegen Erdfeuchte ergibt.
[0023] Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Wärmedämmschicht ist weiterhin zu beachten,
dass die entsprechenden Dämmplatten trocken verlegbar und/oder schneidbar sein können.
Auf diese Weise können einfach die Dämmplatten zur Herstellung eines festen Verbundes
Stoß-an-Stoß oder auch versetzt von Reihe zu Reihe und/oder Spalte zu Spalte verlegt
werden und gleichzeitig können gerade bei versetzter Anordnung der Dämmplatten diese
auch durch Schneiden geteilt werden, um insgesamt eine flächige Wärmedämmschicht mit
erwünschten Abmessungen zu erhalten.
[0024] Nach Herstellen der entsprechenden Wärmedämmschicht kann auf dieser direkt oder auch
unter Zwischenanordnung einer weiteren Folie, insbesondere einer Feuchteschutzfolie,
die Betonplatte betoniert werden. Durch die weitere Feuchteschutzfolie wird beispielsweise
verhindert, dass Feuchtigkeit und Zementschlämme bei der Herstellung der Bodenplatte
in die Dämmplatten eindringen können.
[0025] Schneiden der Dämmplatten kann in diesem Zusammenhang in einfacher Weise beispielsweise
mittels einer Steinsäge erfolgen. Dabei ist es ebenfalls möglich, entsprechende Federn
im Bereich eines äußeren Randes der Wärmedämmschicht abzutrennen.
[0026] Um gegebenenfalls das entsprechende Teilen einer Dämmplatte zu vereinfachen, kann
diese wenigstens eine Schneidkennzeichnung auf ihrer Ober- und/oder Unterseite aufweisen.
In diesem Zusammenhang besteht ebenfalls die Möglichkeit, nicht nur Dämmplatten mit
einheitlicher Größe herzustellen, sondern beispielsweise auch solche mit insbesonderer
halber Größe/oder ohne Nuten/Federn an Dämmplatten im Bereich eines äußeren Randes
der Wärmedämmschicht.
[0027] Die Herstellung einer entsprechenden Dämmplatte erfolgt ohne chemische Zusätze oder
Gefährdungsstoffe, wobei alle Zuschlagsstoffe des entsprechenden Materials natürlichen
Ursprungs und genormt sind. Dadurch ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Dämmplatte
aus ökologischer Sicht vollkommen unbedenklich.
[0028] Weiterhin ist zu beachten, dass solche Dämmplatten insbesondere bei Verwendung von
Leichtbeton mit sehr geringem Primärenergieaufwand gefertigt werden können, eine hohe
Lebensdauer weit über die gesamte Nutzungsphase des Bauwerks aufweisen und auch nach
Beendigung der Nutzung des Bauwerks einfach entsorgbar sind. Die Platten werden, siehe
die Ausführung oben, trocken verlegt und nicht vermörtelt oder mit anderen Stoffen
verbunden. Dadurch besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass diese recycelt werden,
was beispielsweise durch Zerkleinern bereits gebrauchter Platten erfolgen kann. Das
gebrochene Recyclingmaterial der Platten kann dann wieder für die Produktion von entsprechenden
Leichtbetonsteinen oder auch Dämmplatten verwenden werden. Außerdem kann das Recyclingmaterial
auch als Unterbau für den Straßen- oder Wegebau eingesetzt werden
[0029] Die Erfindung betrifft ebenfalls eine entsprechende Dämmplatte nach der vorangehenden
Beschreibung, die zum Aufbau der entsprechenden Wärmedämmschicht verwendet wird.
[0030] Im Folgenden werden vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der in
der Zeichnung beigefügten Figuren näher erläutert.
[0031] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein Bauwerk mit Fundament und einer erfindungsgemäßen Wärmedämmschicht;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Verlegung erfindungsgemäßer Dämmplatten;
- Fig. 3
- eine Draufsicht analog zu Fig. 2 auf eine weitere Verlegung erfindungsgemäßer Dämmplatten,
und
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dämm- platte.
[0032] In Fig. 1 ist ein seitlicher Schnitt durch ein Bauwerk 3 mit einem Fundament 2 dargestellt.
Von dem Bauwerk 3 ist nur eine Seitenwand 21 des Mauerwerks abgebildet. Unterhalb
der Seitenwand ist das Fundament 2 angeordnet, das zumindest eine Bodenplatte 4 und
eine Wärmedämmschicht 1 umfasst. Weiterhin sind zwischen diesen und auch zwischen
der Wärmedämmschicht 1 und einem Baugrund 6 Feuchteschutzschichten 5 bzw. 23 angeordnet.
Die Feuchteschutzschichten 5 und 23 können als Folien oder Folienbahnen ausgebildet
sein, die auf der jeweiligen Schicht vor Aufbringen der weiteren Schicht angeordnet
werden. Der Baugrund 6 kann direkt planiertes Erdreich sein. Weiterhin besteht die
Möglichkeit, dass auf das planierte Erdreich zusätzlich eine Sauberkeitsschicht oder
auch eine weitere Feuchteschutzschicht aufgebracht ist, bevor die erfindungsgemäße
Wärmedämmschicht 1 angeordnet wird.
[0033] Die entsprechenden Feuchteschutzschichten sind in der Regel größer in ihren Abmessungen
als die Bodenplatte 4 und werden später mit einer vertikalen Abdichtung 25 bzw. Perimeterdämmung
24 des Mauerwerks 21 verbunden, so dass die gesamte Konstruktion des Bauwerks 3 eine
trockene Basis aufweist..
[0034] Weitere horizontale Abdichtungen 22 können direkt zwischen Seitenwand 21 und Bodenplatte
4 oder auch noch zusätzlich beabstandet zur Bodenplatte 4 im Mauerwerk bzw. in der
Seitenwand 21 vorgesehen sein.
[0035] Die Wärmedämmschicht 1 ist auch einer Mehrzahl von Dämmplatten zusammengesetzt, siehe
auch die folgende Beschreibung, wobei diese Platten bevorzugt aus Leichtbeton auf
Blähtonbasis hergestellt sind. Solche Dämmplatten zeichnen sich durch ein geringes
Gewicht, eine ausreichende Eigenfestigkeit und Druckstabilität sowie durch einen sehr
guten Wärmedämmwert aus. Weiterhin sind solche Dämmplatten nicht kapillar saugend,
d.h., dass aus ihnen eine kapillarbrechende Wärmedämmschicht herstellbar ist.
[0036] Die Verlegung der Dämmplatten erfolgt trocken, d.h., dass sie nicht miteinander vermörtelt
oder mit anderen Stoffen verbunden werden. Die Verlegung kann direkt auf der Oberfläche
des Baugrunds oder auch auf einer zwischen Wärmedämmschicht 1 und Baugrund angeordneten
Feuchteschutzschicht erfolgen.
[0037] In Fig. 2 ist ein Beispiel für eine Verlegung dargestellt, bei der bereits vier Dämmplatten
Stoß-an-Stoß verlegt wurden. Die Dämmplatten weisen alle gleiche Abmessungen und Randausbildungen
auf. Im Bereich des Randes einer jeden Dämmplatte, d.h. entlang der entsprechenden
Plattenseiten 8, 9, 10 und 11, ist eine Verzahnungseinrichtung 12 angeordnet. Diese
ist in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 als Nut-Feder-Verzahnungseinrichtung 13
ausgebildet. Eine solche Nut-Feder-Verzahnungseinrichtung 13 weist zwei Federn bzw.
Nuten entlang jeder Plattenseite 8, 9, 10 und 11 auf. Die in Reihen und Spalten 18,
19 angeordneten Dämmplatten bilden schließlich die gesamte Wärmedämmschicht 1 nach
Fig. 1. Durch die entsprechende Verzahnungseinrichtung 12 bzw. 13 ist ein Verarbeiten
in jede Richtung, d.h. in Richtung der Reihen 18 bzw. Spalten 19, ermöglicht und gleichzeitig
wird eine hohe Verschiebungs- und Verwerfungssicherheit durch die Verzahnungseinrichtung
gewährleistet.
[0038] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind ebenfalls die Nuten bzw. die Federn
mit gleichen Abmessungen und komplementär zueinander ausgebildet. Entlang jeweils
zweier benachbarten Plattenseiten 8, 10, bzw. 9, 11 siehe auch Fig. 4, sind jeweils
nur Federn 16, 17 bzw. Nuten 14, 15 angeordnet. Diese greifen entsprechend ineinander
bei nebeneinander und Stoß-an-Stoß angeordneten Dämmplatten 7, siehe wiederum Fig.
2.
[0039] Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Verlegung von Dämmplatten 7
dargestellt. Diese sind von Reihe zu Reihe, siehe Bezugszeichen 18, versetzt zueinander
angeordnet, wobei die Versetzung in etwa einer halben Länge einer entsprechenden Dämmplatte
entspricht. Auch diese versetzte Anordnung ist aufgrund der Nut-Feder-Verzahnungseinrichtung
13 und den Eingriff entsprechender Nuten 14, 15 und Federn 16, 17 möglich. Es wäre
ebenfalls noch eine versetzte Anordnung in Richtung der Spalten 19 möglich, siehe
hierzu Fig. 2.
[0040] Es sei noch angemerkt, dass auch eine größere Anzahl von Nuten bzw. Federn entlang
jeder Plattenseite angeordnet werden kann, oder dass diese Nuten bzw. Federn entlang
einer Plattenseite oder auch an verschiedenen Plattenseiten unterschiedliche Abmessungen
und Formen aufweisen.
[0041] In Fig. 3 ist weiterhin erkennbar, dass zum Abschluss der entsprechenden Wärmedämmschicht
1 kleinere Dämmplatten bzw. Teile von Dämmplatten 7 verwendet werden. Diese Teile
von Dämmplatten 7 können durch Zerschneiden einer ursprünglichen Dämmplatte beispielsweise
mittels einer Steinsäge hergestellt werden. Es besteht weiterhin die Möglichkeit,
über den Rand der Wärmedämmschicht 1 vorstehende Federn abzutrennen.
[0042] Insbesondere entlang einer Reihe 18 ist auch bei halbierten Dämmplatten 7 noch eine
entsprechende Verzahnung vorhanden, die in diesem Fall den Eingriff von einer Feder
in eine Nut einer benachbarten Dämmplatten ermöglicht.
[0043] Eine solche halbierte Dämmplatte ist in jeder zweiten Reihe 18 als erste Dämmplatte
der Verlegung angeordnet.
[0044] Gemäß Fig. 1 wird auf eine nach Fig. 2 bzw. 3 hergestellte Wärmedämmschicht 1 zusätzlich
eine Feuchteschutzschicht 5 aufgebracht. Anschließend kann dann die Bodenplatte betoniert
werden. Durch diese Feuchteschutzschicht 5 wird vermieden, dass Feuchtigkeit und Zementschlämme
aus der Betonplatte in die Dämmplatten 7 eindringen.
[0045] In Fig. 4 ist eine Draufsicht auf eine Dämmplatte 7 dargestellt. Entlang der in Fig.
4 oberen Plattenseite 8 sind zwei Federn 16, 17 dargestellt. Solche Federn 16, 17
sind ebenfalls an der in Fig. 4 links dargestellten Plattenseite 10 angeordnet. An
den übrigen Plattenseiten 9 und 11 sind analog Nuten 14, 15 vorgesehen. Weiterhin
ist in Fig. 4 noch beispielhaft eine Schneidkennzeichnung 20 auf einer Oberseite der
entsprechenden Dämmplatte 7 angeordnet. Diese kann als Hilfe zum Halbieren einer Dämmplatte
beispielsweise mittels einer Steinsäge dienen.
[0046] Es können weitere Schneidkennzeichnungen vorgesehen sein, die zwischen den Plattenseiten
10 und 9 verlaufen.
[0047] Es besteht außerdem die Möglichkeit, eine halbierte Dämmplatte 7 nach Fig. 3 als
eigenständige Dämmplatte für eine solche versetzte Anordnung von Dämmplatten herzustellen
und entsprechend zur Herstellung der Wärmedämmschicht zu verlegen. Auch weitere Abmessungen
oder Teilungen von Dämmplatten sind in diesem Zusammenhang möglich.
[0048] Die erfindungsgemäßen Dämmplatten bzw. die aus diesen hergestellte Wärmedämmschicht
erfüllt alle Anforderungen, die an ein modernes Bauwerk gestellt werden können. So
zeichnen sich die Dämmplatten durch eine ausreichende hohe Druckfestigkeit aus sowie
eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung. Weiterhin gewährleisten
sie eine hohe Wärmedämmung mit einem Wärmedurchlasswiderstand von höchstens 2,50 m
2 K/w. Durch die Anordnung der Wärmedämmschicht ergibt sich außerdem eine wärmebrückenfreie
Konstruktion des Fundaments. Aufgrund des Materials der Dämmplatten wird eine hygroskopische
Entkopplung gegen Erdfeuchte erreicht und gleichzeitig eine Verrottungsbeständigkeit
und Sicherheit gegen Schädlinge. Weiterhin ist eine leichte, einfache und kraftsparende
Verarbeitung zur Herstellung der Wärmedämmschicht 1 möglich.
[0049] Durch die Verwendung der Wärmedämmschicht unterhalb der Bodenplatte können Fußbodenaufbauten
innerhalb des Bauwerks in ihrer Höhe verringert werden, wodurch eine entsprechende
Reduzierung der Geschoßhöhen möglich ist. Ein Einbau von speziellen Dämmsteinen unter
schweren Trennwänden oder dergleichen kann entfallen. Insgesamt ergibt sich eine Einsparung
von Kosten für Wandbaumaterial und Fußbodendämmung.
[0050] Auch unter ökologischen Gesichtspunkten weist die erfindungsgemäße Wärmedämmschicht
Vorteile auf. So werden die entsprechenden Dämmplatten ohne chemische Zusätze oder
Gefährdungsstoffe hergestellt. Alle Zuschlagsstoffe sind natürlichen Ursprungs und
genormt, so dass der Einsatz entsprechender Dämmplatten aus ökologischer Sicht vollkommen
unbedenklich ist.
[0051] Der Primärenergieaufwand zur Fertigung der Dämmplatten ist sehr gering und sie weisen
eine hohe Lebensdauer auf, die weit über die gesamte Nutzungsphase des Bauwerks hinausgeht.
[0052] Aufgrund des Materials der Dämmplatten sind diese auch nach Beendigung der Nutzung
des Bauwerks leicht entsorgbar oder auch recycelbar.
[0053] Das Recyceln kann beispielsweise durch Zerkleinern der Dämmplatten stattfinden, wonach
dann das gebrochene Recyclingmaterial für die Produktion von Leichtbetonsteinen, Dämmplatten
oder dergleichen verwendet werden kann, oder auch als Unterbau für Straßen- und Wegebau
einsetzbar ist.
1. Wärmedämmschicht (1) eines Fundaments (2) eines Bauwerks (3), welches Fundament (2)
weiterhin insbesondere eine Bodenplatte (4) und eine Feuchteschutzschicht (5) aufweist,
wobei die Wärmedämmschicht (1) zumindest zwischen Baugrund (6) und Bodenplatte (4)
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmschicht (1) aus einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Dämmplatten
(7) ausgebildet ist.
2. Wärmedämmschicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Dämmplatten (7) entlang von entsprechend einander zugeordneten Plattenseiten
(8, 9, 10, 11) aneinander anliegen.
3. Wärmedämmschicht nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die einander zugeordneten Plattenseiten (8, 9, 10, 11) Verzahnungseinrichtungen
(12) aufweisen
4. Wärmedämmschicht nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnungseinrichtung (12) als Nut-Feder-Verzahnungseinrichtung (13) ausgebildet
ist.
5. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnungseinrichtung (12) an jeder Plattenseite (8, 9, 10, 11) ausgebildet
ist.
6. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut-Feder-Verzahnungseinrichtung (13) zwei oder mehr Nuten (14, 15) bzw. Federn
(16, 17) an einer Plattenseite (8, 9, 10, 11) aufweist.
7. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Plattenseite (8, 9, 10, 11) ausschließlich Nuten (14, 15) oder Federn
(16, 17) angeordnet sind.
8. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatten (7) Stoß-an-Stoß in der Wärmedämmschicht (1) angeordnet sind.
9. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatten (7) von Reihe zu Reihe und/oder von Spalte zu Spalte der Wärmedämmschicht
(1) versetzt zueinander angeordnet sind.
10. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) aus einem wärmeisolierenden Material, insbesondere Leichtbeton,
gebildet ist.
11. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmschicht (1) eine kapillarbrechende Schicht ist.
12. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) trocken verlegbar ist.
13. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) schneidbar ist.
14. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) wenigstens eine Schneidkennzeichnung (20) auf Ober- und/oder Unterseite
aufweist.
15. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) recycelbar ist.
16. Dämmplatte (7) nach einem der vorangehenden Ansprüche zum Aufbau der entsprechenden
Wärmedämmschicht (1).
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Wärmedämmschicht (1) eines Fundaments (2) eines Bauwerks (3), welches Fundament (2)
weiterhin eine Bodenplatte (4) und eine Feuchteschutzschicht (5) aufweist, wobei die
Wärmedämmschicht (1) zumindest zwischen Baugrund (6) und Bodenplatte (4) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmschicht (1) aus einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Dämmplatten
(7) ausgebildet ist, wobei benachbarte Dämmplatten (7) entlang von entsprechend einander
zugeordneten Plattenseiten (8, 9, 10, 11) aneinander anliegen und wenigstens die einander
zugeordneten Plattenseiten (8, 9, 10, 11) Verzahnungseinrichtungen (12) aufweisen
2. Wärmedämmschicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnungseinrichtung (12) als Nut-Feder-Verzahnungseinrichtung (13) ausgebildet
ist.
3. Wärmedämmschicht nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnungseinrichtung (12) an jeder Plattenseite (8, 9, 10, 11) ausgebildet
ist.
4. Wärmedämmschicht nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut-Feder-Verzahnungseinrichtung (13) zwei oder mehr Nuten (14, 15) bzw. Federn
(16, 17) an einer Plattenseite (8, 9, 10, 11) aufweist.
5. Wärmedämmschicht nach Ansprüche 4, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Plattenseite (8, 9, 10, 11) ausschließlich Nuten (14, 15) oder Federn
(16, 17) angeordnet sind.
6. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatten (7) Stoß-an-Stoß in der Wärmedämmschicht (1) angeordnet sind.
7. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatten (7) von Reihe zu Reihe und/oder von Spalte zu Spalte der Wärmedämmschicht
(1) versetzt zueinander angeordnet sind.
8. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) aus einem wärmeisolierenden Material, insbesondere Leichtbeton,
gebildet ist.
9. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmschicht (1) eine kapillarbrechende Schicht ist.
10. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) trocken verlegbar ist.
11. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) schneidbar ist.
12. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) wenigstens eine Schneidkennzeichnung (20) auf Ober- und/oder Unterseite
aufweist.
13. Wärmedämmschicht nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (7) recycelbar ist.