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(11) |
EP 2 312 103 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.06.2016 Patentblatt 2016/24 |
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Anmeldetag: 11.10.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schließvorrichtung mit einem Schließblech zur Aufnahme eines Schließzapfens
Locking device with a strike plate receiving a locking pin bolt
Dispositif de fermeture avec une gâche pour la réception d'un tenon de fermeture
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.10.2009 DE 102009045735
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.04.2011 Patentblatt 2011/16 |
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Patentinhaber: Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG |
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48291 Telgte (DE) |
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Erfinder: |
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- Kushtilov, Boyko
48151, Münster (DE)
- Hakenes, Andreas
48341, Altenberge (DE)
- Kaup, Ludger
48165, Münster (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 711 896 EP-B1- 1 489 253 GB-A- 2 436 852
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EP-A2- 1 580 369 DE-C- 242 506
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung mit einem Schließblech zur Aufnahme
eines Schließzapfens in verschiedenen Stellungen eines Treibstangenbeschlages mit
einer Antriebseinrichtung und mit einer Öffnung in dem Schließblech zum Hinein- und
Herausbewegen des Schließzapfens und mit zwei Sperrkanten zur Hintergreifung des Schließzapfens
in verschiedenen Stellungen des Treibstangenbeschlages, wobei ein Schieber parallel
zu den Sperrkanten des Schließblechs verschieblich angeordnet ist und der Schieber
eine Sperrkante hat, welche in Abhängigkeit von einer Schaltfolge der Antriebseinrichtung
die Öffnung im Schließblech blockiert oder freigibt.
[0002] Eine solche Schließvorrichtung ist beispielsweise aus der
GB 2 436 852 A bekannt. Bei dieser Schließvorrichtung hat das Schließblech zwei Öffnungen für zwei
Schließzapfen. Beim Verriegeln der Schließvorrichtung treibt einer der Schließzapfen
eine Sperrkante an, die den zweiten Schließzapfen hintergreift.
[0003] Ein Treibstangenbeschlag mit einer Schließvorrichtung ist beispielsweise aus der
EP 1 489 253 B1 bekannt. Bei diesem Treibstangenbeschlag hat das Schließblech eine schwenkbare Wippe,
welche den Schließzapfen in Abhängigkeit von der Schaltfolge führt. Durch die Wippe
und einen entsprechenden Druck auf den mit dem Treibstangenbeschlag ausgestatteten
Flügel lässt sich der Schließzapfen von der Kippstellung ausschließlich in die Schließstellung,
nicht jedoch in die Drehstellung bewegen. Ausgehend von der Schließstellung kann der
Schließzapfen nur in die Drehstellung bewegt werden. Von der Drehstellung gelangt
man in der einen Bewegungsrichtung der Treibstange in die Kippstellung oder in der
anderen Bewegungsrichtung und entsprechendem Druck auf den Flügel in die Schließstellung
oder Spaltlüftungsstellung. Die Sperrkanten des Schließblechs sind nebeneinander angeordnet
und hintergreifen den Schließzapfen in der Spaltlüftungsstellung und in der Drehstellung.
Nachteilig bei dem bekannten Treibstangenbeschlag ist, dass er eine sehr feinfühlige
Bedienung voraussetzt und für unterschiedliche Positionen im Rahmen vollkommen unterschiedlich
aufgebaute Schließbleche benötigt.
[0004] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Schließvorrichtung der eingangs genannten
Art so zu gestalten, dass sie einfach aufgebaut und besonders einfach zu handhaben
ist.
[0005] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Schieber zwei orthogonal
zu der Sperrkante angeordnete und in den Bewegungsbereich des Schließzapfens hineinragende
Steuerkanten hat und zwischen einer der Steuerkanten und der Sperrkante eine Öffnung
zur Einführung des Schließzapfens hat und dass die Blockierung oder Freigabe der Öffnung
im Schließblech besonders zuverlässig erfolgt, so dass eine Fehlbedienung der Schließeinrichtung
zuverlässig vermieden wird.
[0006] Durch diese Gestaltung erfolgt die Steuerung der Schaltfolge der erfindungsgemäßen
Schließeinrichtung in Abhängigkeit von der Stellung des Schiebers. Damit kann die
erfindungsgemäße Schließeinrichtung in der Position, in der sich der Schließzapfen
an der Öffnung im Schließblech befindet, zwei Schaltstellungen aufweisen. Ein Drücken
oder Ziehen des Flügels zur Erlangung der Schaltstellungen des Treibstangenbeschlages
ist dank der Erfindung nicht erforderlich. Der Treibstangenbeschlag lässt sich daher
besonders einfach handhaben. Als Schließblech kann hierzu ein handelsübliches Schließblech
eingesetzt werden, welches um den Schieber ergänzt ist. Die erfindungsgemäße Schließeinrichtung
ist daher zudem besonders einfach aufgebaut. In der die Öffnung im Schließblech blockierenden
Stellung der Sperrkante des Schiebers kann der Schließzapfen nicht aus dem Schließblech
herausgezogen werden. Dies trägt zudem zur Sicherheit des Treibstangenbeschlages gegen
ein unberechtigtes Entriegeln bei. Die Steuerung der Bewegung des Schiebers in Abhängigkeit
von der Schaltstellung der Treibstange gestaltet sich besonders einfach, weil der
Schieber zwei orthogonal zu der Sperrkante angeordnete und in den Bewegungsbereich
des Schließzapfens hineinragende Steuerkanten hat und zwischen einer der Steuerkanten
und der Sperrkante eine Öffnung zur Einführung des Schließzapfens hat. Durch diese
Gestaltung gelangt der Schließzapfen beim Antrieb in die eine Richtung gegen die eine
Steuerkante und beim Antrieb in die entgegengesetzte Richtung gegen die andere Steuerkante.
Damit werden Sperrkante und Öffnung des Schiebers in Abhängigkeit von der Antriebsrichtung
des Schließzapfens und damit der Treibstange gegenüber der Öffnung im Schließblech
positioniert. Hierdurch wird die Öffnung im Schließblech blockiert oder freigegeben.
Die Blockierung oder Freigabe der Öffnung im Schließblech erfolgt dank der Erfindung
besonders zuverlässig, so dass eine Fehlbedienung der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung
zuverlässig vermieden wird.
[0007] Der Schieber wird einfach durch die Bewegung des Schließzapfens gemäß einer anderen
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung positioniert, wenn der Abstand der Steuerkanten
dem Totgang des Schließzapfens zwischen zwei benachbarten Stellungen entspricht.
[0008] Die Position des Flügels in der Spaltlüftungsstellung und die Schaltfolgen lassen
sich einfach festlegen, wenn die Sperrkanten des Schließblechs zueinander versetzt
sind und wenn die Öffnung im Schließblech zwischen den Sperrkanten angeordnet ist.
Damit kann der Schließzapfen nur in der mittleren Stellung zwischen den Sperrkanten
aus dem Schließblech herausbewegt werden. Die zueinander versetzten Positionen der
Sperrkanten des Schließblechs legen den Anzug des Flügels gegen den Rahmen in Schließstellung
oder den Abstand des Flügels von dem Rahmen in der Spaltlüftungsstellung fest.
[0009] Zur Erhöhung des Aufbruchsschutzes des erfindungsgemäßen Treibstangenbeschlages in
der Schließstellung und in der Spaltlüftungsstellung trägt es bei, wenn die Sperrkanten
des Schließblechs eine radiale, am freien Ende des Schließzapfens angeordnete Verbreiterung
hintergreifen.
[0010] Die Auswahl der Drehstellung und der Kippstellung in Abhängigkeit von der Schaltfolge
gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders
einfach, wenn das den Schieber aufweisende Schließblech im montierten Zustand an einem
den Flügel in der Kippstellung halternden Ausstellarm angeordnet ist. Hierdurch ist
der Flügel mit dem Ausstellarm formschlüssig verbunden, wenn der Schließzapfen an
den Sperrkanten des Schließblechs oder des Schiebers gehalten ist. Erst wenn die Öffnungen
des Schiebers und des Schließblechs übereinander liegen, kann der Flügel von dem Ausstellarm
weg bewegt und damit gegenüber dem Rahmen gekippt werden.
[0011] Der Flügel ist gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung in Kippstellung
zuverlässig in dem Rahmen verriegelt, wenn ein zweites, den Schieber aufweisendes
Schließblech im montierten Zustand auf einer die Kippachse aufweisenden Seite des
Rahmens angeordnet ist. Hierdurch wird der Flügel in Kippstellung durch das zweite,
den Schieber aufweisende Schließblech mit dem Rahmen verriegelt, weil die Sperrkante
des Schiebers den an dieser Stelle vorhandenen Schließzapfen hintergreift. Die Verriegelung
lässt sich erst durch die vorgesehene Schaltfolge lösen, so dass zur Bewegung des
Treibstangenbeschlages in die Drehstellung der Flügel wieder in den Rahmen gedrückt
und die Treibstange angetrieben werden muss. Damit stellt das zweite, den Schieber
aufweisende Schließblech einen hohen Einbruchsschutz sicher.
[0012] Der Einbruchsschutz in Kippstellung wird in einer vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung noch weiter erhöht, indem die Sperrkante am Schieber eine Abwinkelung hat,
welche eine radiale, am freien Ende des Schließzapfens angeordnete Verbreiterung hintergreift.
Die radiale, am freien Ende des Schließzapfens angeordnete Verbreiterung des Schließzapfens
wird dabei in der Kipp- und in der Verriegelungsstellung von der Abwinkelung am Schieber
hintergriffen.
[0013] Der Schieber lässt sich gegen Verkanten sichern, indem ein Fortsatz des Schiebers
in einem Langloch im Boden des Schließblechs geführt ist.
[0014] Ein ungewolltes Verschieben des Schiebers wird dadurch vermieden, indem der Fortsatz
des Schiebers in dem Langloch im Boden des Schließblechs so geführt ist, das der Schieber
nur durch eine erhöhte Krafteinleitung über den Treibstangenbeschlag in eine andere
Stellung verschoben werden kann. Dies kann durch Reib- und/oder durch erhöhte Kraft
überwindbaren Formschluss erfolgen.
[0015] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips sind zwei davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- ein Fenster mit einem Treibstangenbeschlag,
- Fig. 2
- eine Handhabe zum Antrieb des Treibstangenbeschlages aus Figur 1 mit verschiedenen
Schaltstellungen,
- Fig. 3
- eine erste erfindungsgemäße Schließeinrichtung in einer Schnittdarstellung durch einen
Teilbereich des Treibstangenbeschlages aus Figur 1 entlang der Linie III - III mit
einem an einem Ausstellarm angeordneten Schließblech in Schließstellung,
- Fig. 4
- eine zweite erfindungsgemäße Schließeinrichtung in einer Schnittdarstellung durch
einen Teilbereich des Treibstangenbeschlages aus Figur 1 entlang der Linie IV - IV
mit einem zweiten Schließblech in Schließstellung,
- Fig. 5
- die Schließeinrichtung aus Figur 3 in Spaltlüftungsstellung,
- Fig. 6
- die Schließeinrichtung aus Figur 4 in Spaltlüftungsstellung.
- Fig. 7
- ein Ausführungsbeispiel des Schiebers aus Figur 4.
[0016] Figur 1 zeigt ein Fenster mit einem in einem Rahmen 1 verriegelbaren Flügel 2 und
mit einem Treibstangenbeschlag 3. Der Flügel 2 lässt sich um eine horizontale Kippachse
4 gegenüber dem Rahmen 1 in eine Kippstellung und um eine vertikale Drehachse 5 in
eine Drehstellung bewegen. Hierzu ist der Flügel 2 über eine Ausstellschere 6 mit
einem Ausstellarm 7 über ein Scherenlager 8 sowie über ein Ecklager 9 an dem Rahmen
1 angebunden. Der Treibstangenbeschlag 3 hat eine längsverschiebliche Treibstange
10 und eine Antriebseinrichtung 11 zum Antrieb der Treibstange 10. Die Antriebseinrichtung
11 hat eine um 180° schwenkbare Handhabe 12. Auf dem Ausstellarm 7 ist ein Schließblech
13 angeordnet, während der Rahmen 1 auf der die horizontale Kippachse 4 aufweisenden
Seite ein zweites Schließblech 14 hat. Weiterhin hat der Rahmen 1 auf der Seite der
Drehachse 5 und auf der gegenüberliegenden Seite weitere Schließbleche 15, 16. Die
Schließbleche 13 - 16 wirken mit auf der Treibstange 10 angeordneten Schließzapfen
17 - 20 zusammen. In der dargestellten Stellung des Treibstangenbeschlages 3 werden
alle Schließzapfen 17 - 20 von den jeweiligen Schließblechen 13 - 16 hintergriffen.
Der Treibstangenbeschlag 3 befindet sich damit in der Schließstellung, in der der
Flügel 2 in dem Rahmen 1 verriegelt ist.
[0017] Figur 2 zeigt die Handhabe 12 der Antriebseinrichtung 11 aus Figur 1 mit verschiedenen
Schaltstellungen. In der mit Z gekennzeichneten Stellung der Handhabe 12 befindet
sich der Treibstangenbeschlag 3 in der beschriebenen Schließstellung. Verschwenkt
man die Handhabe 12 um 90° gegen den Uhrzeigersinn, gelangt der Treibstangenbeschlag
3 in die mit K gekennzeichnete Kippstellung. Eine weitere Verschwenkung der Handhabe
um 90° gegen den Uhrzeigersinn führt zu einer mit L gekennzeichneten Spaltlüftungsstellung
des Treibstangenbeschlages 3, in der der in Figur 1 dargestellte Flügel 2 einen Spalt
weit von dem Rahmen 1 absteht. Ein Zurückschwenken der Handhabe 12 um 90° im Uhrzeigersinn
verstellt den Treibstangenbeschlag 3 in die mit D gekennzeichnete Drehstellung. Von
dieser Drehstellung gelangt man durch ein weiteres Verschwenken der Handhabe 12 im
Uhrzeigersinn in die Schließstellung. Von der Kippstellung lässt sich der Treibstangenbeschlag
3 auch direkt in die Schließstellung und von der Drehstellung direkt in die Spaltlüftungsstellung
bewegen. Blockiert sind die unmittelbaren Bewegungen des Treibstangenbeschlages 3
von der Schließstellung in die Drehstellung und von der Spaltlüftungsstellung in die
Kippstellung. Diese beispielhafte Festlegung der Reihenfolge der Schaltstellungen
des Treibstangenbeschlages 3 ist in den Figuren 3 bis 6 näher erläutert. Es können
auch die mit K gekennzeichnete Kippstellung und die mit D gekennzeichnete Drehstellung
getauscht werden. Dabei brauchen nur die Schieber 24, 34 der Schließbleche 13, 14
spiegelbildlich eingebaut zu werden.
[0018] Figur 3 zeigt eine erste Schließeinrichtung in einer Schnittdarstellung des Treibstangenbeschlages
entlang der Linie III - III aus Figur 1 in der beschriebenen Schließstellung. Das
auf dem Ausstellarm 7 angeordnete Schließblech 13 weist zwei Sperrkanten 21, 22 auf,
zwischen denen eine Öffnung 23 angeordnet ist. Die Sperrkanten 21, 22 dienen zur Hintergreifung
des Schließzapfens 17. Die Sperrkanten 21, 22 sind versetzt zueinander angeordnet.
In dem Schließblech 13 ist ein Schieber 24 mit einer weiteren Sperrkante 25 und einer
Öffnung 26 angeordnet. Der Schieber 24 hat zudem zwei orthogonal zu der Sperrkante
25 angeordnete Steuerkanten 27, 28, welche in den Bewegungsbereich des Schließzapfens
17 hineinragen. Der Schließzapfen 17 hat an seinem freien Ende eine radiale von den
Sperrkanten 21, 22 des Schließblechs 13 hintergreifbare Verbreiterung 29. Die Öffnungen
23, 26 des Schließblechs 13 und des Schiebers 24 sind in dieser Stellung deckungsgleich.
Ein äußerer Rand 30 der Verbreiterung 29 liegt an einer der Steuerkanten 28 des Schiebers
24 an. Damit wird die Position des Schiebers 24 von der Position des Schließzapfens
17 und damit von der Stellung der in Figur 1 dargestellten Treibstange 10 bestimmt.
[0019] Figur 4 zeigt eine zweite Schließeinrichtung aus Figur 1 im Bereich des zweiten,
auf der Kippachse 4 angeordneten Schließblechs 14 in der beschriebenen Schließstellung.
Hierbei ist zu erkennen, dass das Schließblech 14 zwei Sperrkanten 31, 32 hat, zwischen
denen eine Öffnung 33 angeordnet ist. Ein Schieber 34 ist in dem Schließblech 14 verschieblich
geführt und hat eine Sperrkante 35 und eine Öffnung 36. Weiterhin hat der Schieber
34 zwei orthogonal zu der Sperrkante 35 angeordnete Steuerkanten 37, 38, welche in
den Bewegungsbereich des Schließzapfens 18 hineinragen. Die Sperrkante 35 des Schiebers
34 blockiert in der dargestellten Stellung die Öffnung 33 im Schließblech 14. Der
Schließzapfen 18 hat ebenfalls eine radiale Verbreiterung 39, die von den Sperrkanten
31, 32 des Schließblechs 14 hintergriffen werden kann. Ein äußerer Rand 40 der radialen
Verbreiterung 39 des Schließzapfens 18 liegt an einer der Steuerkanten 38 des Schiebers
34 an und legt damit dessen Position fest.
[0020] In der in den Figuren 3 und 4 dargestellten Stellung sind die Schließzapfen 17, 18
von einer der Sperrkanten 21, 31 des jeweiligen Schließblechs 13, 14 hintergriffen.
In dieser Stellung ist der Flügel 2 in dem Rahmen 1 in der beschriebenen Schließstellung
verriegelt. Bei einem Antrieb der Treibstange 10 durch Verschwenken der Handhabe 12
um 90° gelangt der in Figur 3 dargestellte Schließzapfen 17 zu den deckungsgleichen
Öffnungen 23, 26 von Schieber 24 und Schließblech 13. Damit kann der Schließzapfen
17 aus dem Schließblech 13 des Ausstellarms 7 herausbewegt werden. Der in Figur 4
dargestellte Schließzapfen 18 gelangt jedoch nur vor die Sperrkante 35 des Schiebers
34 und kann nicht aus dem Schließblech 14 herausbewegt werden. Dies kennzeichnet die
Kippstellung des Treibstangenbeschlages 3, in der der Flügel 2 an der die Kippachse
aufweisenden Seite an dem Rahmen 1 gehalten ist, jedoch über die Ausstellschere 6
von dem Rahmen weg gekippt werden kann. Die Positionen der Schließzapfen 17, 18 in
Kippstellung sind in den Figuren 3 und 4 strichpunktiert dargestellt.
[0021] Bewegt man ausgehend von den in den Figuren 3 und 4 dargestellten Stellungen die
Handhabe 12 um 180°, gelangen die Schließzapfen 17, 18 in die in den Figuren 5 und
6 dargestellte Spaltlüftungsstellung. In dieser Spaltlüftungsstellung werden die jeweiligen
Schließzapfen 17, 18 ebenfalls von einer der Sperrkanten 22, 32 des jeweiligen Schließblechs
13, 14 hintergriffen. Da die Sperrkanten 21, 22, 31, 32 der Schließbleche 13, 14 zueinander
versetzt sind, entsteht zwischen dem Flügel 2 und dem Rahmen 1 ein umlaufender Spalt.
Ein Vergleich der Figuren 3 und 5 sowie 4 und 6 zeigt zudem, dass beim Antrieb der
Handhabe 12 um 180° die jeweiligen Schließzapfen 17, 18 die Schieber 24, 34 über eine
der Steuerkanten 27, 37 verschoben haben.
[0022] Treibt man ausgehend von den in den Figuren 5 und 6 dargestellten Stellungen des
Treibstangenbeschlages 3 die Treibstange 10 wieder zurück in die Stellung, in der
die Schließzapfen 17, 18 den Öffnungen 23, 33 des jeweiligen Schließblechs 13, 14
gegenüberstehen, wird ersichtlich, dass der Schieber 24 des auf dem Ausstellarm 7
angeordneten Schließblechs 13 mit seiner Sperrkante 25 die Öffnung 23 des Schließblechs
13 verschließt. Die Öffnung 33 des zweiten, auf der Kippachse 4 angeordneten Schließblechs
14 ist jedoch frei, so dass der Schließzapfen 18 aus diesem Schließblech 14 herausbewegt
werden kann. Damit wird ein Formschluss des Flügels 2 mit dem Rahmen 1 gelöst und
mit dem Ausstellarm 7 der Ausstellschere 6 erzeugt. Dies kennzeichnet die Drehstellung
des Treibstangenbeschlages 3. Die Positionen der Schließzapfen 17, 18 in Drehstellung
sind in den Figuren 5 und 6 strichpunktiert dargestellt.
[0023] Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Schiebers 34 der Schließeinrichtung aus
Figur 4, bei dem das Schließblech 14 auf der Kippachse 4 angeordneten ist. Hierbei
ist zu erkennen, dass anstatt der Sperrkante 32 des Schließblechs 14, die Sperrkante
35 des Schiebers 34 eine Abwinkelung 42 aufweist, damit die radiale Verbreiterung
39 des Schließzapfens 18 auch in Kippstellung hintergriffen wird. Außerdem soll ein
im Boden des Schließblechs 14 geführter Fortsatz 41 des Schiebers 43 für einen Reibschluss
sorgen, um ein unbeabsichtigtes verschieben des Schiebers 43 zu verhindern. Hierzu
ist ein Langloch im Boden des Schließblechs 14 notwendig.
[0024] Die auf der Drehachse 5 und der gegenüberliegenden Seite angeordneten und in Figur
1 dargestellten Schließbleche 15, 16 sind wie das in den Figuren 4 und 6 dargestellte
Schließblech 14 aufgebaut. Jedoch besitzen diese Schließbleche 15, 16 keinen Schieber.
1. Schließvorrichtung mit einem Schließblech (13, 14) zur Aufnahme eines Schließzapfens
(17, 18) in verschiedenen Stellungen eines Treibstangenbeschlages (3) mit einer Antriebseinrichtung
(11) und mit einer Öffnung (23, 33) in dem Schließblech (13, 14) zum Hinein- und Herausbewegen
des Schließzapfens (17 - 20) und mit zwei Sperrkanten (21, 22, 31, 32) zur Hintergreifung
des Schließzapfens (17 - 20) in verschiedenen Stellungen des Treibstangenbeschlages
(3), wobei ein Schieber (24, 34) parallel zu den Sperrkanten (21, 22) des Schließblechs
(13, 14) verschieblich angeordnet ist und der Schieber (24) eine Sperrkante (25, 35)
hat, welche in Abhängigkeit von einer Schaltfolge der Antriebseinrichtung (11) die
Öffnung (23, 33) im Schließblech (13, 14) blockiert oder freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (24, 34) zwei orthogonal zu der Sperrkante (25, 35) angeordnete und
in den Bewegungsbereich des Schließzapfens (17, 18) hineinragende Steuerkanten (27,
28, 37, 38) hat und zwischen einer der Steuerkanten (27, 28, 37, 38) und der Sperrkante
(25, 35) eine Öffnung (26, 36) zur Einführung des Schließzapfens (17, 18) hat und
dass die Blockierung oder Freigabe der Öffnung im Schließblech besonders zuverlässig
erfolgt, so dass eine Fehlbedienung der Schließeinrichtung zuverlässig vermieden wird.
2. Schließvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Steuerkanten (27, 28, 37, 38) dem Totgang des Schließzapfens (17,
18) zwischen zwei benachbarten Stellungen entspricht.
3. Schließvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrkanten (21, 22, 31, 32) des Schließblechs (13, 14) zueinander versetzt sind
und dass die Öffnung (23, 33) im Schließblech (13, 14) zwischen den Sperrkanten (21,
22, 31, 32) angeordnet ist.
4. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrkanten (21, 22, 31, 32) des Schließblechs (13, 14) eine radiale, am freien
Ende des Schließzapfens (17, 18) angeordnete Verbreiterung (29, 39) hintergreifen.
5. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das den Schieber (24) aufweisende Schließblech (13) im montierten Zustand an einem
den Flügel (2) in der Kippstellung halternden Ausstellarm (7) angeordnet ist.
6. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites, den Schieber (34) aufweisendes Schließblech (14) im montierten Zustand
auf einer die Kippachse (4) aufweisenden Seite des Rahmens (11) angeordnet ist.
7. Schließvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem die Öffnung (33) im Schließblechs (14) blockierenden oder freigebenden Sperrkante
(35) des Schiebers (34) eine Abwinkelung 42 angebracht ist, welche eine radiale, am
freien Ende des Schließzapfens (17, 18) angeordnete Verbreiterung (29, 39) hintergreift.
8. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fortsatz (41) an dem Schieber (24, 34) in den Boden des Schließblechs (13, 14)
ragt und dort in einem Langloch geführt ist.
9. Schließvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (41) des Schiebers (24, 34) so in dem Langloch geführt ist, dass zum
Verschieben des Schiebers (24, 34) eine erhöhte Krafteinleitung über den Treibstangenbeschlag
(3) erforderlich ist.
1. Locking device with a strike plate (13, 14) for receiving a locking pin bolt (17,
18) in different positions of an espagnolette fitting (3) with a drive equipment (11)
and with an opening (23, 33) in the strike plate (13, 14) for moving the locking pin
bolt (17 - 20) in and out and with two locking edges (21, 22, 31, 32) for engaging
from behind the locking pin bolt (17 - 20) in different positions of the espagnolette
fitting (3), wherein a slider (24, 34) is slidably arranged parallel to the locking
edges (21, 22) of the strike plate (13, 14) and the slider (24) has a locking edge
(25, 35), which blocks or clears the opening (23, 33) in the strike plate (13, 14)
depending on a switching sequence of the drive equipment (11), characterized in that the slider (24, 34) has two control edges (27, 28, 37, 38), arranged orthogonally
to the locking edge (25, 35) and extending into the range of movement of the locking
pin bolt (17, 18), and between one of the control edges (27, 28, 37, 38) and the locking
edge (25, 35) it has an opening (26, 36) for the insertion of the locking pin bolt
(17, 18) and in that the blocking or clearing of the opening in the strike plate takes place in a particularly
reliable manner so that operating the locking equipment in a faulty manner is prevented
reliably.
2. Locking device according to claim 1, characterized in that the distance of the control edges (27, 28, 37, 38) corresponds to the lost motion
of the locking pin bolt (17, 18) between two adjacent positions.
3. Locking device according to claim 1 or 2, characterized in that the locking edges (21, 22, 31, 32) of the strike plate (13, 14) are offset to each
other and in that the opening (23, 33) in the strike plate (13, 14) is arranged between the locking
edges (21, 22, 31, 32).
4. Locking device according to one of the preceding claims, characterized in that the locking edges (21, 22, 31, 32) of the strike plate (13, 14) engage from behind
a radial widening (29, 39) arranged on the free end of the locking pin bolt (17, 18).
5. Locking device according to one of the preceding claims, characterized in that the strike plate (13) having the slider (24) is arranged in the assembled state on
an extension arm (7) supporting the casement (2) in the tilted position.
6. Locking device according to one of the preceding claims, characterized in that a second strike plate (14) having the slider (34) is arranged in the assembled state
on a side of the frame (11) that has the tilting axis (4).
7. Locking device according to claim 6, characterized in that a bending 42, which engages from behind a radial widening (29, 39) arranged on the
free end of the locking pin bolt (17, 18), is attached to the locking edge (35) of
the slider (34) that blocks or clears the opening (33) in the strike plate (14).
8. Locking device according to one of the preceding claims, characterized in that an extension (41) on the slider (24, 34) projects in the bottom of the strike plate
(13, 14) and there is guided in a long hole.
9. Locking device according to claim 8, characterized in that the extension (41) of the slider (24, 34) is guided in the long hole in such a way
that an increased application of force is required via the espagnolette fitting (3)
for sliding the slider (24, 34).
1. Dispositif de fermeture avec une gâche (13, 14) pour la réception d'un tenon de fermeture
(17, 18) dans différentes positions d'une crémone (3) ayant un équipement d'entraînement
(11) et une ouverture (23, 33) dans la gâche (13, 14) pour sortir et rentrer le tenon
de fermeture (17 - 20) et ayant deux bords de fermeture (21, 22, 31, 32) destinés
à engager par l'arrière le tenon de fermeture (17 - 20) dans différentes positions
de la crémone (3), dans lequel un coulisseau (24, 34) est disposé de façon coulissante
parallèlement aux bords de fermeture (21, 22) de la gâche (13, 14) et le coulisseau
(24) possède un bord de fermeture (25, 35) qui bloque ou libère l'ouverture (23, 33)
dans la gâche (13, 14) selon une séquence de commutation de l'équipement d'entraînement
(11), caractérisé en ce que le coulisseau (24, 34) possède deux bords de commande (27, 28, 37, 38) disposés orthogonalement
par rapport au bord de fermeture (25, 35) et se prolongeant dans l'amplitude de mouvement
du tenon de fermeture (17, 18) et entre un des bords de commande (27, 28, 37, 38)
et le bord de fermeture (25, 35) possède une ouverture (26, 36) permettant l'insertion
du tenon de fermeture (17, 18) et en ce que le blocage ou la libération de l'ouverture dans la gâche se déroule d'une façon particulièrement
fiable de sorte que le fonctionnement de l'équipement de fermeture de façon fautive
soit empêché de manière fiable.
2. Dispositif de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que la distance des bords de commande (27, 28, 37, 38) correspond au jeu de point mort
du tenon de fermeture (17, 18) entre deux positions adjacentes.
3. Dispositif de fermeture selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les bords de fermeture (21, 22, 31, 32) de la gâche (13, 14) sont décalés l'un par
rapport à l'autre et en ce que l'ouverture (23, 33) dans la gâche (13, 14) est disposée entre les bords de fermeture
(21, 22, 31, 32).
4. Dispositif de fermeture selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les bords de fermeture (21, 22, 31, 32) de la gâche (13, 14) engagent par l'arrière
un élargissement radial (29, 39) disposé sur l'extrémité libre du tenon de fermeture
(17, 18).
5. Dispositif de fermeture selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la gâche (13) ayant le coulisseau (24) est disposée, dans l'état assemblé, sur un
bras extensible (7) supportant le vantail (2) dans la position inclinée.
6. Dispositif de fermeture selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une seconde gâche (14) ayant le coulisseau (34) est disposée, dans l'état assemblé, sur
un côté du châssis (11) ayant l'axe incliné (4).
7. Dispositif de fermeture selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'un cintrage 42, qui engage par derrière un élargissement radial (29, 39) disposé sur
l'extrémité libre du tenon de fermeture (17, 18), est fixé au bord de fermeture (35)
du coulisseau (34) qui bloque ou libère l'ouverture (33) dans la gâche (14).
8. Dispositif de fermeture selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une extension (41) sur le coulisseau (24, 34) dépasse de la partie inférieure de la gâche
(13, 14) et est guidée dans un long orifice.
9. Dispositif de fermeture selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'extension (41) du coulisseau (24, 34) est guidée dans le long orifice de manière
à ce qu'une application de force accrue soit nécessaire par l'intermédiaire de la
crémone (3) pour faire coulisser le coulisseau (24, 34).


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