Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft einen Ultraschallwandler mit einem Generator zur Erzeugung
der Ultraschallschwingungen und einer elektrischen Schaltung zur Anpassung der Impedanz
des Generators an die Impedanz eines piezoelektrischen Schwingelements, gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zur Umfelderkennung von Fahrzeugen, wie etwa zur Abstandsmessung während eines Einparkvorgangs
zu vor und/oder seitlich neben und/oder hinter einem Fahrzeug befindlichen Objekten,
sind Ultraschallwandler oder -sensoren hinlänglich bekannt. Beispielsweise werden
aus der
DE 102 37 721 A1 bekannte Umfelderkennungssysteme mit mindestens einem Ultraschallwandler aufgebaut,
wobei jeder Ultraschallwandler ein Ultraschallsignal aussendet, welches von einem
möglichen Hindernis reflektiert wird und von Ultraschallsensoren im gleichen Ultraschallwandler
und oder von weiteren Ultraschallwandlern oder -sensoren empfangen werden können.
[0003] Bei solchen serienmäßigen Ultraschallwandlern beispielsweise für Parkhilfe-Anwendungen
bei Fahrzeugen wird zur Anpassung der Sendeendstufe des Generators in Bezug auf die
12V-Bordspannung des Fahrzeugs an das Piezo-Schwingelement des Ultraschallwandlers
in der Regel ein Übertrager mit einer Parallelinduktivität mit einem definierten Übersetzungsverhältnis
eingesetzt. Die herkömmliche Bauform dieses Übertragers mit einer eisenbehafteten
Induktivität erschwert dabei eine wünschenswerte flache Bauweise der Leiterplatte
für die Ansteuerungselektronik und somit des kompletten Ultraschallwandlers.
[0004] Für sich gesehen ist aus der
DE 692 09 358 T2 bekannt, dass als Äquivalent für eine Induktivität eine sogenannte Gyratorschaltung
für die Anwendung in einem Impedanzwandler eingesetzt werden kann. Hierbei wird mit
einer mit Kapazitäten und Widerständen beschalteten Halbleiterschaltung eine Induktivität
quasi simuliert. Solche an sich bekannten Gyratorschaltungen werden beispielsweise
auch in der NF-Audio-Technik in Entzerrerschaltungen und zur Klangregelungen eingesetzt.
[0005] Als eine Aufgabe der Erfindung kann es angesehen werden, einen Ultraschallwandler
hinsichtlich der Einbaumaße zu optimieren und gleichzeitig dabei schaltungstechnisch
notwendige Maßnahmen zu realisieren.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Die Aufgabe wird bei einem Ultraschallwandler mit einem Generator zur Erzeugung der
Ultraschallschwingungen und einer elektrischen Schaltung zur Anpassung der Impedanz
des Generators an die Impedanz eines piezoelektrischen Schwingelements im Ultraschallwandler
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zur Anpassung der Impedanz des Generators an
das piezoelektrische Schwingelement im Ultraschallwandler in der elektrischen Verbindungsleitung
zwischen dem Generator und dem piezoelektrischen Schwingelement in vorteilhafter Weise
eine Gyratorschaltung dem Generator und dem piezoelektrischen Schwingelement als Impedanzwandler
parallel geschaltet ist.
[0007] Eine vorteilhafte Anwendung der Erfindung ergibt sich, wenn der Ultraschallwandler
Bestandteil eines Umfelderkennungssystem für eine Parkassistenzvorrichtung in einem
Fahrzeug ist.
[0008] Die Gyratorschaltung besteht vorzugsweise aus einem bipolaren Transistor, einem FET
(Feldeffekttransistor) oder einem Operationsverstärker, der mit seinem Kollektor an
der Verbindungsleitung und mit seinem Emitter an Masse und somit parallel zum Generator
und zum piezoelektrischen Schwingelement liegt und die Basis des Transistors vom Verbindungspunkt
einer RC-Reihenschaltung angesteuert wird, die ebenfalls von der Verbindungsleitung
nach Masse geführt ist. Die hier bevorzugte Gyratorschaltung ist somit in vorteilhafter
Weise als bevorzugte Ausführungsform zum Beispiel eine an sich bekannte bipolare Transistorschaltung,
bei der die Phasenverschiebung der Spannungen zwischen der Steuerelektrode (Basis)
und dem Ausgang (Kollektor) 180° beträgt. Wird diese Gyratorschaltung dann mit einer
entsprechenden Kapazität beschaltet, wirkt dann diese Schaltung wie eine Induktivität
und kann dann als Übertrager dienen. Diese Schaltungseigenschaften führen damit in
vorteilhafter Weise dazu, dass diese Gyratorschaltung zur Erzeugung eines Parallelresonanzkreises
zusammen mit der Kapazität des piezoelektrischen Schwingelements eines Ultraschallwandlers
als Übertrager benutzt werden kann, ohne eine eisenbehaftete Induktivität einbauen
zu müssen.
[0009] Zwischen der Gyratorschaltung und dem piezoelektrischen Schwingelement kann dabei
zu besseren Simulation der Induktivität noch eine Parallelschaltung aus einem Widerstand
und einer Kapazität angeordnet werden, die von der Verbindungsleitung nach Masse geführt
ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
wobei
Figur 1 eine erfindungsgemäße Ansteuerschaltung für einen Ultraschallwandler mit einer
Gyratorschaltung als Impedanzwandler zeigt.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0011] Aus Figur 1 ist eine Ansteuerschaltung für einen Ultraschallwandler ersichtlich,
bei der ein Generator G zur Erzeugung der Ultraschallschwingung beispielsweise im
Bereich von 50 KHz arbeitet. Über einen niederohmigen Widerstand R7 ist das Ausgangssignal
des Generators G über eine Verbindungsleitung VL zu einem piezoelektrische Schwingelement
PS als wesentlichem Bestandteil des Ultraschallwandlers, beispielsweise zur Anwendung
in einem Parkassistenzsystem in einem Fahrzeug, geführt.
[0012] Zur Anpassung der Sendeendstufe des Generators G an die Verhältnisse im hier nicht
dargestellten Fahrzeug, zum Beispiel aufgrund der 12V-Bordspannung des Fahrzeugs,
an das piezoelektrische Schwingelement PS des Ultraschallwandlers, ist gemäß des hier
gezeigten Ausführungsbeispiels die sonst in herkömmlicher Weise verwendete eisenbehaftete
Induktivität für einen Übertrager mit einer Parallelinduktivität und mit einem definierten
Übersetzungsverhältnis durch eine Gyratorschaltung GS ersetzt.
[0013] Die Gyratorschaltung GS besteht bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel aus
einem bipolaren Transistor Q1, der mit seinem Kollektor direkt an der Verbindungsleitung
VL und mit seinem Emitter über einen Widerstand R6 an Masse und somit parallel zum
Generator G und zum piezoelektrischen Schwingelement PS liegt. Die Basis des Transistors
Q1 wird über eine RC-Reihenschaltung aus einem Widerstand R5 und einer Kapazität C3
angesteuert, die ebenfalls von der Verbindungsleitung VL nach Masse geführt ist.
[0014] Diese Gyratorschaltung GS bewirkt somit, dass die Phasenverschiebung der Spannungen
zwischen der Steuerelektrode (Basis) und dem Ausgang (Kollektor) 180° beträgt. Wird
diese Gyratorschaltung GS dann mit einer entsprechenden Kapazität, hier die Kapazität
des piezoelektrischen Schwingungselements PS, beschaltet, dann wirkt diese Schaltung
GS wie eine Induktivität und kann dann als Übertrager dienen.
[0015] Das piezoelektrische Schwingungselement PS ist dabei in herkömmlicher Weise durch
entsprechende Ersatzkapazitäten C1 und C2 sowie durch eine Induktivität L1 und einen
Widerstand R1 gekennzeichnet.
[0016] Zwischen der Gyratorschaltung GS und dem piezoelektrischen Schwingelement PS ist
zur besseren Simulation der Induktivität für den Übertrager noch eine Parallelschaltung
aus einem hochohmigen Widerstand R4 und einer Kapazität C4 angeordnet, die ebenfalls
von der Verbindungsleitung VL nach Masse geführt ist. Als weitere Ausführungsbeispiele
sind auch Schaltungen mit einem FET (Feldeffekttransistor) oder einem OP (Operationsverstärker)
ausführbar.
1. Ultraschallwandler mit einem Generator (G) zur Erzeugung der Ultraschallschwingungen
und einer elektrischen Schaltung zur Anpassung der Impedanz des Generators (G) an
die Impedanz eines piezoelektrischen Schwingelements (PS) im Ultraschallwandler, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anpassung der Impedanz des Generators (G) an das piezoelektrische Schwingelement
(PS) im Ultraschallwandler in der elektrischen Verbindungsleitung (VL) zwischen dem
Generator (G) und dem piezoelektrischen Schwingelement (PS) eine Gyratorschaltung
(GS) als Impedanzwandler dem Generator (G) und dem piezoelektrische Schwingelement
(PS) parallelgeschaltet ist.
2. Ultraschallwandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gyratorschaltung (GS) aus einem bipolaren Transistor (Q1) besteht, der mit seinem
Kollektor an der Verbindungsleitung (VL) und mit seinem Emitter an Masse und somit
parallel zum Generator (G) und zum piezoelektrischen Schwingelement (PS) liegt und
die Basis des Transistors (Q1) vom Verbindungspunkt einer RC-Reihenschaltung (R5,C3)
angesteuert wird, die ebenfalls von der Verbindungsleitung (VL) nach Masse geführt
ist.
3. Ultraschallwandler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Gyratorschaltung (GS) und dem piezoelektrischen Schwingelement (PS)
noch eine Parallelschaltung aus eine Widerstand (R4) und einer Kapazität (C4) von
der Verbindungsleitung (VL) nach Masse geführt ist.
4. Ultraschallwandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Gyratorschaltung (GS) eine Schaltung mit einem FET (Feldeffekttransistor) oder
einem OP (Operationsverstärker) verwendet wird.
5. Anwendung des Ultraschallwandlers nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallwandler Bestandteil eines Umfelderkennungssystem für eine Parkassistenzvorrichtung
in einem Fahrzeug ist.