[0001] Die Erfindung betrifft ein Kochfeld mit Sensoren nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Induktionskochfelder bekannt, die eine automatische
Detektion von auf das Kochfeld aufgestellten Kochgeschirrelementen ermöglichen. Dazu
werden entweder die Heizinduktoren des Kochfelds selbst als Sensoren genutzt oder
es werden im Zentrum der Induktoren separate induktive Sensoren angeordnet, um das
Kochgeschirrelement zu detektieren.
[0003] In beiden Fällen ist die Detektion des Kochgeschirrelements räumlich relativ niedrig
auflösend. Die räumliche Auflösung ist durch den Abstand der Heizinduktoren begrenzt.
Ferner ist die gleichzeitige Verwendung der Heizinduktoren als Sensoren mit einem
zusätzlichen Aufwand verbunden, da die Heizinduktoren wahlweise mit einer Ausleseelektronik
oder mit der Leistungselektronik verbunden werden müssen, was eine zusätzliche Schaltung
und/oder zusätzliche Verkabelung erfordert. Ein hoher Montageaufwand durch aufwendige
Verkabelung wird auch dann notwendig, wenn die Sensoren in die Heizelemente integriert
werden.
[0004] Der Erfindung liegt daher insbesondere die Aufgabe zugrunde, in einer kostengünstigen
Weise eine hochauflösende und montagefreundliche Topfdetektionsanordnung für ein Kochfeld
bereitzustellen.
[0005] Die Aufgabe wird insbesondere durch ein Kochfeld nach dem Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Die Erfindung geht insbesondere aus von einem Kochfeld mit einer Abdeckplatte, mehreren
unter der Abdeckplatte anordneten Heizelementen und mehreren Sensoren zum Detektieren
eines auf die Abdeckplatte aufgestellten Kochgeschirrelements.
[0007] Es wird vorgeschlagen, dass die Sensoren in einer Schicht zwischen der Abdeckplatte
und den Heizelementen angeordnet sind. Dadurch kann eine Unabhängigkeit der Sensoren
von den Heizelementen erreicht werden. Die Anzahl, Verteilung, Größe und Verkabelung
der Sensoren kann völlig unabhängig von der Anzahl, Verteilung und Größe der Heizelemente
gestaltet werden und im Hinblick auf eine bessere und hochauflösendere Topfdetektion
optimiert werden. Ferner kann die Montage und die Verkabelung vereinfacht werden.
[0008] Die Sensoren können bezüglich ihres Sensortyps alle als kapazitive oder alle als
optische Sensoren ausgebildet sein. Vorzugsweise sind sie alle als induktive Sensoren
ausgebildet. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Mehrzahl der Sensoren zumindest
einen Sensor eines ersten Sensortyps und zumindest einen Sensor eines zweiten Sensortyps
aufweist.
[0009] Die Vorteile der Erfindung kommen insbesondere dann zum Tragen, wenn die Heizelemente
Induktoren sind.
[0010] Die räumliche Auflösung der Sensoranordnung kann gegenüber der Detektion mit Hilfe
von Heizinduktoren insbesondere dann verbessert werden, wenn ein Abstand zwischen
den benachbarten Sensoren kleiner ist als ein Abstand zwischen den benachbarten Heizelementen
bzw. Heizinduktoren. Insbesondere können die Heizelemente und die Sensoren jeweils
in einem Raster angeordnet sein, wobei das Raster der Sensoren engmaschiger als das
Raster der Heizelemente sein kann. Auch die Rasterform kann sich unterscheiden. Beispielsweise
können die Heizinduktoren bzw. Heizelemente in einem rechtwinkligen Raster angeordnet
sein, während die Sensoren in einem Dreiecksnetz oder Wabennetz angeordnet sein können
oder umgekehrt.
[0011] In einer besonders kostengünstigen Ausgestaltung der Erfindung können die induktiven
Sensoren aus serigrafisch hergestellten Leiterschleifen bestehen. Alternativ können
die induktiven Sensoren aus flachen Folienkabeln hergestellt werden, die beispielsweise
zur Verkabelung von LCD-Displays bekannt sind.
[0012] Die Bauteilvielfalt des Kochfelds kann reduziert werden, wenn die Induktoren auf
einer Rückseite einer Abdeckplatte aufgebracht sind. Alternativ dazu können die Sensoren
auf eine zwischen den Heizelementen und der Abdeckplatte angeordnete Trägermembran
auf einem Trägersieb, einer Trägerfolie oder Trägerplatte aufgebracht sein. In allen
Fällen können serigrafische Verfahren zum Aufdruck von Leiterbahnen verwendet werden,
die beispielsweise aus Verfahren zum Herstellen von Heizungen für Autoscheiben bekannt
sind.
[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Kochfeld eine Steuereinheit
zur Auswertung der Signale der Sensoren zur Detektion des Kochgeschirrelements. Die
Steuereinheit kann insbesondere dazu ausgelegt sein, neben den Signalen der Sensoren
auch mittels der Induktoren erfasste Signale zur Detektion des Kochgeschirrelements
zu nutzen. Dazu kann die Anzahl der notwendigen Sensoren bei einer vorgegebenen räumlichen
Auflösung reduziert werden. Wenn die Sensoren in einem Raster angeordnet sind, können
insbesondere diejenigen Rasterpunkte ausgespart werden, die den Mittelpunkten der
Induktoren entsprechen. Die entsprechende Information kann durch die Messung der effektiven
Gesamtinduktivität und/oder des Verlustwinkels des aus dem Heizinduktor und dem Kochgeschirrelement
bestehenden Gesamtsystems ermittelt werden.
[0014] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Kochfeld mit einer Abdeckplatte, vier Heizelementen und einem Raster von induktiven
Sensoren in einer schematischen Draufsicht,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung des Kochfelds aus Fig. 1 mit einem der in- duktiven Sensoren,
- Fig. 3
- die Abdeckplatte des Kochfelds aus Fig. 1 und 2 in einer Ansicht von der Rückseite,
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Kochfelds nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung, und
- Fig. 5
- ein Kochfeld nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung mit ausgesparten Rasterpunkten.
[0016] Die Figuren 1 bis 3 zeigen ein Kochfeld mit einer Abdeckplatte 10 aus Glas oder Glaskeramik
und mehreren unter der Abdeckplatte angeordneten Heizelementen 12a - 12d. Das Kochfeld
ist ein Induktionskochfeld und die Heizelemente 12a - 12d sind Induktoren, die im
Betrieb des Kochfelds ein hochfrequentes Magnetfeld erzeugen, das Wirbelströme im
Boden eines Kochgeschirrelements 14 bzw. Kochtopfs erzeugt, um diesen zu erhitzen.
[0017] An der Rückseite 20 der Abdeckplatte 10 ist ferner eine Vielzahl von induktiven Sensoren
16 zum Detektieren einer Größe und Position des Kochgeschirrelements 14 auf der Abdeckplatte
10 angeordnet. Die Sensoren 16 sind in einer Schicht zwischen der Abdeckplatte 10
und den Heizelementen 12a - 12d angeordnet (Fig. 2), deren Dicke unterhalb von ca.
1-2 mm liegt, um die induktive Kopplung zwischen den Heizelementen 12a - 12d und dem
davon zu beheizenden Kochgeschirrelement 14 nicht zu stören.
[0018] Die Sensoren 16 sind im Ausführungsbeispiel alle als induktive Sensoren 16 ausgebildet.
Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest ein Sensor 16 ein kapazitiver und/oder
zumindest ein Sensor 16 ein optischer Sensor ist.
[0019] In dem in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese Schicht
18 eine serigrafisch auf die Rückseite 20 der Abdeckplatte 10 aufgebrachte Schicht
aus einer leitfähigen, für den Siebdruck geeigneten Paste, die nach dem Druckvorgang
gehärtet oder gesintert werden kann. Die induktiven Sensoren 16 sind daher aus serigrafisch
hergestellten Leiterschleifen gebildet, deren Enden über flache Folienleitungen 22
oder dünne, auf die Rückseite 20 der Abdeckplatte 10 aufgeklebte Kupferdrähte mit
einer Treibereinheit 24 zum Betreiben der Sensoren 16 der Schicht 18 verbunden sind.
[0020] Die Treibereinheit 24 kann Messströme in den Sensoren 16 erzeugen, um die Induktivität
und/oder einen Verlustwinkel eines aus den Leiterschleifen und dem Kochgeschirrelement
14 gebildeten Gesamtsystems zu detektieren und daraus auf die Anwesenheit des Kochgeschirrelements
14 zu schließen.
[0021] Die Treibereinheit 24 wird genauso wie die hier nicht explizit dargestellte Leistungselektronik
des Kochfelds von einer Steuereinheit 26 gesteuert, die als frei programmierbare Recheneinheit
ausgebildet ist und die in alternativen Ausgestaltungen der Erfindung auch einstückig
mit der Treibereinheit 24 ausgebildet sein kann.
[0022] Die Steuereinheit betreibt ferner ein grafisches Display (nicht dargestellt) auf
dem die Position und Größe der detektierten Kochgeschirrelemente dargestellt wird
und eine Zuordnung zwischen dem Kochgeschirrelement 14 und Bedienelementen 28 des
Kochfelds visualisiert.
[0023] Die Bedienelemente 28 können auf die Rückseite der Abdeckplatte 10 aufgedruckte Elektroden
umfassen, die zusammen mit den Sensoren 16 auf die Abdeckplatte 10 aufgedruckt sind.
[0024] Die Heizelemente 12a-12b und die Sensoren 16 sind jeweils in einem Raster angeordnet,
wobei das Raster der Sensoren 16 weitaus engmaschiger ist als das Raster der Heizelemente
12a - 12d. Eine Gitterkonstante bzw. ein Abstand zwischen zwei benachbarten Punkten
des Rasters der Heizelemente 12a - 12d ist in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
viermal so groß wie eine Gitterkonstante des Rasters der Sensoren 16. Der Erfindungsgedanke
ist auch auf Matrix-Kochfelder mit einem engmaschigeren Raster von Heizelementen 12a
- 12d anwendbar. Solche Kochfelder umfassen eine große Zahl von Induktoren, beispielsweise
zwischen 16 und 32 Induktoren. In diesem Fall kann das Rastermaß des Sensorrasters
doppelt so eng sein wie das Rastermaß der Induktoren bzw. Heizelemente 12a-12d.
[0025] Die Figuren 4 und 5 zeigen alternative Ausführungsbeispiele der Erfindung. Um Wiederholungen
zu vermeiden, beschränkt sich die nachfolgende Figurenbeschreibung auf Unterschiede
zu dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel. Zur Beschreibung
der gleichbleibenden Merkmale wird auf die Beschreibung zu den Figuren 1 bis 3 verwiesen.
[0026] Fig. 4 zeigt eine Explosionsdarstellung eines Kochfelds nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung. Die Sensoren 16 sind in einer von der Abdeckplatte 10 trennbaren Schicht
18 auf einer Trägermembran 30 angebracht. Die Trägermembran 30 ist beispielsweise
eine temperaturresistente Folie und die Sensoren 16 können im Siebdruck auf die Trägermembran
30 aufgedruckt sein. Die gesamte Verkabelung der Sensoren 16 auf der Trägermembran
30 erfolgt über einen gemeinsamen Anschluss 32, der bei der Montage des Kochfelds
einfach in einen entsprechenden Stecker eingesteckt werden kann. Das Auslesen der
Sensoren durch die Steuereinheit 26 bzw. die Treibereinheit 24 ist daher besonders
einfach.
[0027] Fig. 5 zeigt ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung. In diesem
Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Sensoren 16 in einem Raster angeordnet,
wobei diejenigen Rasterpunkte ausgespart sind, die den Mittelpunkten der Induktoren
bzw. Heizelemente 12a - 12d entsprechen. Da die Heizelemente 12a - 12d ebenfalls als
Sensoren genutzt werden können, kann die ausgesparten Rasterpunkte betreffende Information
durch die Nutzung der Induktoren 12a - 12d als zusätzliche Sensoren gewonnen werden.
[0028] Da in den Mittelpunkten der Heizelemente 12a - 12d auch die höchsten Temperaturen
auftreten, wird durch das Aussparen dieser Punkte auch die für die Sensoren 16 zu
erwartende Maximaltemperatur reduziert. Als Folge können die Anforderungen an die
Temperaturbeständigkeit der Sensoren 16 abgeschwächt werden und weitere Kosteneinsparungspotentiale
erschlossen werden.
Bezugszeichen
[0029]
- 10
- Abdeckplatte
- 12
- Heizelement
- 14
- Kochgeschirrelement
- 16
- Sensor
- 18
- Schicht
- 20
- Rückseite
- 22
- Folienleitung
- 24
- Treibereinheit
- 26
- Steuereinheit
- 28
- Bedienelement
- 30
- Trägermembran
- 32
- Anschluss
1. Kochfeld mit einer Abdeckplatte (10), mehreren unter der Abdeckplatte (10) angeordneten
Heizelementen (12a - 12d) und mehreren Sensoren (16) zum Detektieren eines auf die
Abdeckplatte (10) aufgestellten Kochgeschirrelements (14), dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (16) in einer Schicht (18) zwischen der Abdeckplatte (10) und den Heizelementen
(12a - 12d) angeordnet sind.
2. Kochfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizelementen (12a - 12d) Induktoren sind.
3. Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand zwischen benachbarten Sensoren (16) kleiner ist als ein Abstand zwischen
benachbarten Heizelementen (12a - 12d).
4. Kochfeld nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizelemente (12a - 12d) und die Sensoren (16) jeweils in einem Raster angeordnet
sind, wobei das Raster der Sensoren (16) engmaschiger ist als das Raster der Heizelemente
(12a - 12d).
5. Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (16) induktive Sensoren (16) umfassen, insbesondere alle induktive Sensoren
(16) sind.
6. Kochfeld nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die induktiven Sensoren (16) serigrafisch hergestellte Leiterschleifen umfassen.
7. Kochfeld nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die induktiven Sensoren (16) flache Folienkabel umfassen.
8. Kochfeld nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die induktiven Sensoren (16) auf eine Rückseite (20) der Abdeckplatte (10) aufgebracht
sind.
9. Kochfeld nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (16) auf eine zwischen den Heizelementen (12a - 12d) und der Abdeckplatte
(10) angeordnete Trägermembran aufgebracht sind.
10. Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuereinheit (26) zur Auswertung der Signale der Sensoren (16) zur Detektion
des Kochgeschirrelements (14).
11. Kochfeld nach den Ansprüchen 2 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (26) dazu ausgelegt ist, neben den Signalen der Sensoren (16) auch
von den Heizelementen (12a-12d) erfasste Signale zur Detektion des Kochgeschirrelements
(14) zu nutzen.
12. Kochfeld nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (16) in einem Raster angeordnet sind, wobei diejenigen Rasterpunkte
ausgespart sind, die den Mittelpunkten der Heizelemente (12a-12d) entsprechen.
13. Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (16) zumindest einen kapazitiven Sensor und/oder zumindet einen optischen
Sensor umfassen.