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(11) |
EP 2 313 583 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.08.2012 Patentblatt 2012/31 |
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Anmeldetag: 06.08.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2009/001133 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/020217 (25.02.2010 Gazette 2010/08) |
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| (54) |
ANTRIEBSEINHEIT MIT BLOCKIERTEM FUNKTIONSELEMENT FÜR EINE ZENTRALVERRIEGELUNG
DRIVE UNIT COMPRISING A BLOCKED FUNCTIONAL ELEMENT FOR A CENTRAL LOCKING MECHANISM
UNITÉ D'ENTRAÎNEMENT COMPRENANT UN ÉLÉMENT FONCTIONNEL BLOQUÉ POUR SYSTÈME DE VERROUILLAGE
CENTRALISÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
22.08.2008 DE 102008039239 05.11.2008 DE 102008056055 08.05.2009 DE 102009020488
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.04.2011 Patentblatt 2011/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Kiekert Aktiengesellschaft |
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42579 Heiligenhaus (DE) |
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Erfinder: |
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- NASS, Ulrich
45475 Mülheim (DE)
- MENKE, Johannes-Theodor
42551 Velbert (DE)
- KUNST, Frank
59348 Lüdinghausen (DE)
- KRETSCHMER, Lars
41363 Jüchen (DE)
- MIH, Philippe
F-67610 La Wantzenau (FR)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 101 890 GB-A- 2 112 443
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FR-A1- 2 852 993 US-A1- 2006 284 426
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebseinheit, aufweisend zumindest einen elektrischen
Antriebsmotor, der ein Funktionselement bewegt, wobei das Funktionselement während
der Bewegung eine Haltposition zum Abschalten des elektrischen Antriebsmotors aufweist.
[0002] Die Erfindung findet insbesondere Anwendung in einem Kraftfahrzeugtürverschluss,
wobei die Antriebseinheit beispielsweise Teil einer Zentralverriegelungsanlage ist.
So kann ein Kraftfahrzeugtürverschluss mit einer Zentralverriegelungsanlage mit einem
elektronischen Steuergerät ausgeführt sein. In diesem Fall ist der Verriegelungshebel
als Zentralverriegelungshebel ausgeführt. Seine übliche Funktionsweise ist dabei dergestalt,
dass bei in Verriegelungsstellung befindlichem Verriegelungshebel eine Beaufschlagung
des (Außen-)Betätigungshebels zu einem Leerhub korrespondiert. Eine entsprechende
Erläuterung findet sich beispielsweise auch in der
EP 1 101 890 A2. Die Offenbarung wird hier voll in Bezug genommen.
[0003] Gerade bei solchen elektromotorischen Antriebseinheiten wird als Funktionselement
ein sich drehendes Element, beispielsweise nach Art eines Zahnrades, bewegt. Das Funktionselement
ist dabei regelmäßig nicht selbst gehemmt, sondern läuft ungehemmt auf einer Achse.
Über das Funktionselement werden beispielsweise Hebel betätigt, wobei diese Rastpositionen
einnehmen. Nunmehr ist es möglich, den Betrieb des elektrischen Antriebsmotors mit
der Bewegung des Funktionselementes zu koppeln. Insbesondere ist es möglich, dass
sich der elektrische Antriebsmotor abschaltet, sobald die selbst verursachte Bewegung
des Funktionselementes nicht mehr möglich ist, beispielsweise weil dieses eine vorgegebene
Rastposition erreicht hat (so genannter Blockbetrieb).
[0004] Bei solchen Antriebseinheiten ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Betriebsart
gelegentlich eine erhöhte Beanspruchung des Antriebsmotors zur Folge hat, wobei zusätzlich
auch Geräusche entstehen können. Zudem bereitet es aufgrund diverser Toleranzen bei
einem Kraftfahrzeugschloss ggf. auch Schwierigkeiten, die Interaktion der Komponenten
in ihren Positionen eindeutig zu bestimmen und/oder während des Betriebes des Kraftfahrzeuges
aufrecht zu erhalten.
[0005] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die mit Bezug auf den
Stand der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise zu lösen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Antriebseinheit gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängig formulierten Patentansprüchen
angegeben. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den Patentansprüchen einzeln aufgeführten
Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden
können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung, insbesondere
im Zusammenhang mit den Figuren, gibt weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung an.
[0007] Die erfindungsgemäße Antriebseinheit weist zumindest einen elektrischen Antriebsmotor
auf, der ein Funktionselement bewegt, wobei das Funktionselement während der Bewegung
eine Haltposition zum Abschalten des elektrischen Antriebsmotors aufweist und zumindest
in einem Bewegungsabschnitt vor dem Erreichen der Haltposition eine Reibanlage für
das Funktionselement vorgesehen ist, wobei der Reibungskoeffizient zwischen Reibanlage
und Funktionselement in dem zumindest einen Bewegungsabschnitt durch die bei abgeschaltetem
Antriebsmotor regelmäßig auf das Funktionselement wirkenden Kräfte nicht überwindbar
ist.
[0008] D. h. mit anderen Worten auch, dass vor dem Erreichen, während der Haltposition und/oder
nach dem Verlassen der Haltposition eine Reibkraft auf das Funktionselement einwirkt,
sodass die (freie) Bewegung in diesem Bewegungsabschnitt gebremst bzw. behindert wird.
Grundsätzlich ist möglich, dass die damit generierte Reibkraft während des Kontaktes
konstant ist, dies ist aber nicht zwingend erforderlich. Wie bereits erläutert, kann
es bei solchen Antriebseinheiten vorkommen, dass nach Erreichen der Haltposition das
Funktionselement sich aufgrund der "fehlenden Motorkraft" wieder teilweise zurückbewegt.
Dies ist aber nicht erwünscht. Deshalb ist hier die Reibanlage vorgesehen, die (nur)
diese Rückstellbewegung behindert. Das heißt zum Beispiel, dass der Reibungskoeffizient
so abgestimmt ist, dass das Funktionselement, wenn es von der Antriebseinheit (elektromotorisch)
aktiv angetrieben wird, die Reibanlage ohne signifikante Beeinträchtigung der Bewegung
überstreicht, jedoch die Rückstellbewegung signifikant behindert wird, wenn keine
(elektromotorischen) Antriebskräfte anliegen.
[0009] Darüber hinaus wird es als vorteilhaft angesehen, wenn das Funktionselement ein Rotationsbauteil
ist. Bei dem Rotationsbauteil handelt es sich insbesondere um ein angetriebenes Zahn-
oder Schneckenrad, sodass in Umfangsrichtung eine entsprechende Eingriffsmechanik
vorgesehen ist.
[0010] Weiterhin ist daran gedacht, dass die Reibanlage an einer Seitenfläche des Rotationsbauteils
positioniert ist. Die beiden Seitenflächen können in diesem Zusammenhang dazu genutzt
werden, z. B. andere Hebel zu bewegen, beispielsweise den Zentralverriegefungshebel.
Auf bevorzugt der gegenüberliegenden Seitenfläche kann das Rotationsbauteil nun eine
Gestalt bzw. Oberfläche aufweisen, die geeignet ist, mit der externen Reibanlage in
Kontakt zu kommen. Bevorzugt ist, dass das Funktionselement und die Reibanlage aus
Kunststoff hergestellt sind.
[0011] So wird insbesondere auch vorgeschlagen, dass die Reibanlage mit einem seitlichen
Vorsprung des Funktionselements ausgebildet ist. Damit ist insbesondere gemeint, dass
ein hervorstehender Bereich des Funktionselementes ausgebildet ist, der mit der externen
Reibanlage zusammenwirken kann. Die Reibanlage kann als separates Bauteil und/oder
als Teil des dort vorgesehenen Gehäuses ebenfalls nach Art eines Vorsprungs bzw. eines
hervorstehenden Formelementes ausgebildet sein.
[0012] Dabei ist der seitliche Vorsprung des Rotationselementes bevorzugt ein Element aus
der folgenden Gruppe: Rippe, Nocken, Kulisse, Steg mit Rücksprung. Die Rippe kann
gradlinig und/oder gebogen verlaufen. Der Nocken kann insbesondere eine sphärische
Anlagefläche für die Reibanlage bilden. Auch eine Kulisse bietet eine komplexe Anlagefläche
für die Reibanlage, sodass ggf. auch unterschiedliche Reibkräfte beim Kontakt des
Vorsprungs mit der Reibanlage erreicht werden. Zudem können Stege mit Rücksprüngen
vorgesehen sein, wobei beispielsweise ein solcher Rücksprung die Aufnahme bzw. eine
Führungsnut für die Reibanlage darstellt. Bei Rippen, Nocken, Kulissen und dergleichen
ist regelmäßig davon auszugehen, dass nur eine gemeinsame Reibfläche gebildet ist.
Gerade bei einem Steg mit einem Rücksprung ist es jedoch auch möglich, dass das Funktionselement
über zwei Seiten mit der Reibanlage kontaktiert wird.
[0013] Eine Alternative hierzu sieht vor, dass eine Reibanlage unterhalb und/oder oberhalb
des Rotationsbauteils positioniert ist und dort in unmittelbarer Nähe mit Reibkraft
auf das Funktionselement einwirken kann, um dessen Bewegung abzubremsen oder zu blockieren.
[0014] Insbesondere ist bei einer zweckmäßigen Ausführung der Erfindung daran gedacht, dass
als Reibanlage ein federnd ausgebildetes Bauteil, insbesondere eine Federscheibe dient,
die unterhalb des Rotationsbauteils angeordnet ist. Dabei ist vorgesehen, das Antriebssystem
mit permanent durch das federnd ausgebildete Bauteil erhöhter Reibung zu betreiben.
Bei Abschaltung des Antriebs besitzt dieser durch die erhöhte Reibung eine relativ
hohe Selbsthemmung gerade in entgegen gesetzter Richtung, wodurch ein Rücklauf ohnehin
schon erschwert wird. Auch im normalen Vorlauf muss das Antriebssystem also gegen
eine gewisse Reibkraft anwirken, was dann im besonderen Maße zur Geltung kommt, sobald
der Antrieb abgestellt wird, ohne dass hierfür zusätzliche Bauteile oder Einrichtungen
vorgesehen sein müssten.
[0015] Eine besondere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Antriebseinheit
mit zwei separat ausgebildeten Reibanlagen ausgerüstet ist. Je nach Art des Funktionselementes
und/oder der Bewegung kann dies der Fall sein, um die Rückstellbewegung (bei mehreren,
verschiedenen Haltpositionen) möglichst klein zu halten oder die Funktion zweier Reibanlagen
unabhängig oder ergänzend zueinander zu gewährleisten. Es kann sich dabei sowohl um
denselben Typ von Reibanlage, etwa eine Art zweiteiliger Reibanlage ober- und unterhalb
des Rotationsbauteils oder um zwei sich in ihrer Funktion ergänzende Reibanlagen unterschiedlichen
Typs handeln.
[0016] Eine solche alleinige oder ggf. zusätzliche Lösung sieht beispielsweise vor, dass
die Reibanlage in das Gehäuse der Antriebseinheit integriert ist. Hiermit entfällt
die Anordnung eines zusätzlichen speziellen Aggregates, indem man sich die Geometrie
des Gehäuses zu Nutzen macht und/oder durch Anordnung zusätzlicher Einbauten in Form
von Reibbremsen die beabsichtigte Wirkung zur Einschränkung oder Verhinderung der
Rückstellbewegung ermöglicht.
[0017] Speziell ist daran gedacht, die Reibanlage in den Deckel und/oder den Boden des Gehäuses
zu integrieren. Hierzu befindet sich im Bereich des Deckels und/oder Bodens des Gehäuses
eine Erhöhung oder ein spezieller Einbau, um durch entsprechende Reibkraft den Rücklauf
des Antriebs verhindern zu können. Gedacht ist also sowohl an ein- wie mehrteilige
Gehäusedeckel oder -böden.
[0018] Es wird darüber hinaus ein Verfahren zum-Auslösen eines Öffnungsmechanismus eines
Gesperrebauteils eines Kraftfahrzeugschlosses vorgeschlagen, bei dem eine erfindungsgemäße
Antriebseinheit angewendet wird. Diese Gesperrebauteile werden insbesondere zum Sichern
von Fahrzeugtüren und/oder Fahrzeugklappen in definierten Schließpositionen verwendet.
Der Öffnungsmechanismus des Gesperrebauteils wird eingeleitet, indem das Funktionselement
der Antriebseinheit beispielsweise eine Sperrklinke des Gesperrebauteils aus einer
Sperrposition verschwenkt. Dabei kann das Funktionselement die Sperrklinke entweder
über eine zwischengeschaltete Mechanik oder durch direkten Kontakt verschwenken. Des
Weiteren ist ebenfalls erfindungsgemäß das Funktionselement selbst als Sperrklinke
auszugestalten. Im Weiteren sei darauf hingewiesen, dass dieses Verfahren ebenfalls
von der obigen konkreten Ausgestaltung der Antriebseinheit unabhängig eingesetzt werden
kann, also die elektromechanische Betätigung der Sperrklinke als solche vorteilhaft
sein kann. Dies lässt sich insbesondere mit folgender Vorrichtung verwirklichen:
Schloss-Anordnung umfassend ein Gesperre mit zumindest einer Drehfalle und
zumindest einer Sperrklinke, die die Drehfalle in der geschlossenen Position bewegungsblockiert
ist, wobei die zumindest eine Sperrklinke motorisch (mittels eines Elektromotors und
ggf. über ein Funktionselement) betätigbar ist,
insbesondere um von der Drehfalle entfernt zu werden.
[0019] In besonderen Ausführungsformen der Erfindung ist daran gedacht, dass das Kraftfahrzeugschloss
als elektrisch zu öffnendes Schloss und/oder dass das Kraftfahrzeugschloss als Seitentürschloss
ausgebildet ist.
[0020] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass eine Antriebseinheit mit
einem Funktionselement geschaffen ist, dem ein oder mehrere Reibanlagen so zugeordnet
sind, dass zuverlässig und sicher ein Rücklauf der Antriebseinheit nach ihrer Abschaltung
verhindert oder ausgeschlossen werden kann. Stattdessen wird in Abhängigkeit von der
Einstellung der Reibanlage die Rückstellbewegung verhindert oder im Bedarfsfall sogar
ausgeschlossen, je nachdem wie der Reibungskoeffizient der Anlage eingestellt ist.
Es ist auch denkbar, das Antriebssystem so zu betreiben, dass es per se gegen erhöhte
Reibung anläuft, sodass bei Abschaltung des Antriebs die Reibung voll greift und es
dank der hohen Selbsthemmung zu keinem oder einem nur sehr schwachen Rücklauf kommen
kann.
[0021] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der zugehörigen Zeichnungen, in denen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Detail eines Kraftfahrzeugschlosses mit einer Zentralverriegelungsmechanik,
- Figur 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung außerhalb der Haltposition,
- Figur 3
- die Ausführungsvariante aus Figur 2 in der Haltposition,
- Figur 4
- eine zweite Ausführungsvariante der Erfindung außerhalb der Haltposition,
- Figur 5
- die Ausführungsvariante aus Figur 6 in der Haltposition,
- Figur 6
- eine perspektivische Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung
in der Haltposition,
- Figur 7
- ein Detail des Gehäuses aus Figur 6 in Draufsicht,
- Figur 8
- eine Seitenansicht des Rotationsbauteils aus Figur 6,
- Figur 9
- ein Kraftfahrzeug mit einer auf eine Sperrklinke eines Kraftfahrzeugschlosses wirkenden
Antriebseinheit,
- Figur 10
- die Ausführungsvariante mit Federscheibe und in das Gehäuse integrierter Reibanlage
in Seitenansicht und
- Figur 11
- eine skizzenhafte Darstellung dazu.
[0022] Figur 1 zeigt schematisch ein Kraftfahrzeugschloss 10 in einem Gehäuse 12. Dabei
ist ausschnittsweise eine Zentralverriegelungsmechanik 11 gezeigt, die mit einem Funktionselement
3 betätigt wird. Die Betätigung erfolgt dabei über einen elektrischen Antriebsmotor
2, beispielsweise einen reversierenden Elektromotor mit einer Motorwelle und einer
Schnecke, welche nur mit dem Funktionselement 3 zusammenwirkt.
[0023] In der hier veranschaulichten Haltposition 4 findet ein Reibkontakt zwischen dem
Funktionselement 3 und der Reibanlage 6 statt, wobei die Reibanlage 6 z. B. in das
Gehäuse 12 integriert und ein Teil dieses Gehäuses 12 ist. Es ist auch zu erkennen,
dass das Funktionselement 3 bereits mit der Reibanlage 6 in Kontakt ist, bevor dieses
tatsächlich die Haltposition 4 erreicht hat. Nach dieser hier schematischen Darstellung
werden nun einzelne Ausführungsbeispiele dargestellt.
[0024] In den Figuren 2 und 3 wurde nur der Antriebsmotor weggelassen, dargestellt ist vielmehr
das Gehäuse 12, das auch die Reibanlage 6 ausbildet, zusammen mit dem als Rotationsbauteil
7 ausgestalteten Funktionselement. Dabei ist einmal in Figur 2 eine Lage des Rotationsbauteils
7 dargestellt, in der dieses nicht selbsthemmend (unbehindert) betätigbar ist. Bei
dieser Ausführungsvariante ist die Reibanlage 6 als gerade verlaufende, angeformte
Rippe aus Kunststoff ausgebildet. In Figur 3 kann nun erkannt werden, dass das Rotationsbauteil
7 einen Vorsprung 9 nach Art eines radial angeformten Nockens aufweist, der zur Vermeidung
von Rückbewegungen an der fest im Schlossgehäuse angeformten Rippe (Reibanlage 6)
zur Anlage kommt. Auf diese Weise ist die Haltposition 4 bei abgeschalteter Antriebseinheit
1 gesichert.
[0025] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine weitere Ausführungsvariante, wobei hier eine in Axialrichtung
nockenförmige Erhebung auf der Rückseite des Rotationsbauteils 7 als Vorsprung 9 ausgebildet
ist, der auf eine Anlaufschräge (Rampe) als Reibanlage 6 im Gehäuse 12 auftrifft und
damit bei abgeschalteter (nicht mit Strom versorgter) Antriebseinheit 1 bewegungsgebremst
und schließlich bewegungsblockiert wird. Somit können insbesondere auch verschiedene
Reibkräfte über den Bewegungsfortschritt des Rotationsbauteils 7 erreicht werden.
[0026] Die Figuren 6, 7 und 8 veranschaulichen noch eine weitere Ausführungsvariante. Hierzu
ist das Rotationsbauteil 7 mit einem Vorsprung 9 hin zum Gehäuse 12 ausgeführt, wobei
der Vorsprung 9 zusätzlich in einer Art Federelement des Rotationsbauteils 7 ausgestaltet
ist. Der Vorsprung 9 ragt gegenüber der Seitenfläche 8 des Rotationsbauteils 7 hervor
und kann so mit dem im Gehäuse 12 gebildeten keilförmigen Vorsprung als Reibanlage
6 zusammenwirken. Während bei den bisherigen Ausführungsvarianten die Anpresskraft
tangential zur Umfangsrichtung des Rotationsbauteils erzeugt wurde, wird hier eine
Anpresskraft in axialer Richtung verwirklicht.
[0027] Figur 9 zeigt schematisch ein Kraftfahrzeug 17 mit einem Kraftfahrzeugschloss 10.
Ein solches Kraftfahrzeugschloss 10 weist regelmäßig eine Drehfalle 13 auf, die zumindest
eine Rast 18 umfasst. Diese Drehfalle 13 versperrt in der geschlossenen Position einen
Schließbügel 14 (auch Schlosshalter genannt), der beispielsweise an einer hier nicht
dargestellten Fahrzeugkarosserie befestigt sein kann. Dabei steht die Drehfalle 13
mit einer Sperrklinke 15 in Eingriff, welche die Drehfalle 13 an der Rast 18 durch
Formschluss gegen Verdrehen sichert.
[0028] Des Weiteren umfasst das Kraftfahrzeug 17 eine elektromotorische Antriebseinheit
1. Das Funktionselement 3 der Antriebseinheit 1 wirkt hier über eine angedeutete Sperrklinkenmechanik
16 auf die Sperrklinke 15 des Kraftfahrzeugschlosses 10. Dadurch kann die Sperrklinke
15 mit der Antriebseinheit 1 um eine Drehachse der Sperrklinke 15 bewegt werden, wodurch
beispielsweise die Drehfalle 13 entsperrt werden kann.
[0029] Figur 10 zeigt eine Ausführungsvariante der Erfindung mit zwei Reibanlagen 6, von
denen eine Reibanlage 19 oberhalb und eine Reibanlage 19' unterhalb des Rotationsbauteils
7 angeordnet ist. Erstgenannte ist in den Deckel 21 des Gehäuses 12 integriert, hier
einteilig mit diesem hergestellt. Mit dem Bezugszeichen 23 ist dabei die Überdeckung
zwischen dem als Schneckenrad 24 ausgebildeten Rotationsbauteil 7 bezeichnet, um zu
veranschaulichen, dass hier entsprechende Reibkräfte ausgeübt werden können. Zusätzlich
befindet sich die Reibanlage 19' in Form der Federscheibe 20 an der Unterseite 25
des Rotationsbauteils 7. Das System kann dabei so ausgebildet sein, dass es permanent
gegen die durch die Federscheibe 20 bedingte Reibkraft betrieben werden muss, damit
es bei einer Abschaltung des Antriebs in besonders geeigneter Weise zu einer Vermeidung
von Rückstellkräften kommt. Die Federscheibe 20 wird von der Welle 26 durchdrungen
und stützt sich einerseits am Rotationsbauteil 7 und andererseits am Boden 22 des
Gehäuses 2 ab.
[0030] Eine vereinfachte Skizze hierzu zeigt auch nochmals Figur 11 mit dem sich in die
Richtung 27 drehenden Schneckenrad 24 und der Reibanlage 6, 19 die allein oder zusätzlich
zu der in Figur 10 dargestellten Reibanlage zu dem Rotationsbauteil 7 vorgesehen sein
kann.
1. Antriebseinheit (1) aufweisend zumindest einen elektrischen Antriebsmotor (2), der
ein Funktionselement (3) bewegt, wobei das Funktionselement (3) während der Bewegung
eine Haltposition (4) zum Abschalten des elektrischen Antriebsmotors (2) aufweist
und zumindest in einem Bewegungsabschnitt (5) vor dem Erreichen der Haltposition (4)
eine Reibanlage (6) für das Funktionselement (3) vorgesehen ist, wobei der Reibungskoeffizient
zwischen Reibanlage (6) und Funktionselement (3) in dem zumindest einem Bewegungsabschnitt
(5) durch die bei abgeschaltetem Antriebsmotor (2) regelmäßig auf das Funktionselement
(3) wirkenden Kräfte nicht überwindbar ist.
2. Antriebseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Funktionselement (3) um ein Rotationsbauteil (7) handelt.
3. Antriebseinheit nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Reibanlage (6) an einer Seitenfläche (8) des Rotationsbauteils (7) positioniert
ist.
4. Antriebseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Reibanlage (6) mit einem seitlichen Vorsprung (9) des Funktionselements (3) gebildet
ist.
5. Antriebseinheit nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der seitliche Vorsprung (9) ein Element aus der folgenden Gruppe ist: Rippe, Nocken,
Kulisse, Steg mit Rücksprung.
6. Antriebseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Reibanlage (19) unterhalb und/oder oberhalb des Rotationsbauteils (7) positioniert
ist.
7. Antriebseinheit nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Reibanlage (19') eine Federscheibe (20) dient.
8. Antriebseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinheit (2) mit zwei separat ausgebildeten Reibanlagen (19, 19') ausgerüstet
ist.
9. Antriebseinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Reibanlage (19, 19') in das Gehäuse (12) der Antriebseinheit (1) integriert ist.
10. Antriebseinheit nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Reibanlage (19, 19') in den Deckel (21) und/oder den Boden (22) des Gehäuses
(12) integriert ist.
11. Verfahren zum Auslösen eines Öffnungsmechanismus eines Gesperrebauteils eines Kraftfahrzeugschlosses,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Antriebseinheit nach einem der vorherigen Patentansprüche auf ein Gesperrebauteil
einwirkt.
12. Kraftfahrzeugschloss (10) aufweisend eine
Zentralverriegelungsmechanik (11) mit einer Antriebseinheit (1) nach einem der Patentansprüche
1 bis 10.
13. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kraftfahrzeugschloss (10) als elektrisch zu öffnendes Schloss ausgebildet ist.
14. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kraftfahrzeugschloss als Seitentürschloss ausgebildet ist.
1. Drive unit (1) comprising at least one electric drive motor (2) moving a function
element (3), with the function element (3) containing a stop position (4) during the
movement for switching off the electric drive motor (2) and with a friction surface
(6) being provided for the function element (3) in at least one section of movement
(5) preceding the reaching of the stop position(4), in which the friction coefficient
between the friction surface (6) and function element (3) in the at least one section
of movement (5) cannot be overcome by the forces regularly acting on the function
element (3) when the drive motor (2) is switched off.
2. Drive unit according to claim 1, characterized in that, the function element (3) is a rotating component (7).
3. Drive unit according to claim 1 or 2, characterized in that, the friction surface (6) is arranged on a side surface (8) of the rotating component
(7).
4. Drive unit according to claim 1, characterized in that, the friction surface (6) is formed by a lateral projection (9) of the function element
(3).
5. Drive unit according to claim 4, characterized in that, the lateral projection (9) is an element of the following group: rib, cam, crank,
stay with recess.
6. Drive unit according to claim 1, characterized in that, a friction surface (19) is arranged below and/or above the rotating component (7).
7. Drive unit according to claim 6, characterized in that, a spring washer (20) serves as the friction surface (19').
8. Drive unit according to claim 1, characterized in that, the drive unit (2) contains two separately formed friction surfaces (19, 19').
9. Drive unit according to claim 1, characterized in that, the friction surface (19, 19') is integrated in the housing (12) of the drive unit
(1).
10. Drive unit according to claim 9, characterized in that, a friction surface (19, 19') is integrated in the cover (21) and/or base (22) of
the housing (12).
11. Method for actuating an opening mechanism of a locking gear component of a motor vehicle
door lock, characterized in that, a drive unit according to any of the above claims acts upon a locking gear component.
12. Motor vehicle door lock (10) comprising a central locking mechanism (11) with a drive
unit (1) according to one of the claims 1 to 10.
13. Motor vehicle door lock according to claim 12, characterized in that, the motor vehicle door lock (10) is designed as an electrically opening lock.
14. Motor vehicle door lock according to claim 12, characterized in that, the motor vehicle door lock is a side door lock.
1. Unité d'entraînement (1) présentant au moins un moteur d'entraînement électrique (2)
qui déplace un élément fonctionnel (3), cet élément fonctionnel (3) présentant pendant
le déplacement une position d'arrêt (4) pour arrêter le moteur d'entraînement électrique
(2) et un dispositif à friction (6) destiné à l'élément fonctionnel (3) étant placé
au moins dans une section de déplacement (5) avant la position d'arrêt (4), le coefficient
de friction entre le dispositif à friction (6) et l'élément fonctionnel (3) n'étant
pas surmontable dans au moins une section de déplacement (5) par les forces agissant
régulièrement sur l'élément fonctionnel (3) lorsque le moteur d'entraînement (2) est
arrêté.
2. Unité d'entraînement selon la revendication 1
caractérisée en ce
que l'élément fonctionnel (3) est un organe rotatif (7)
3. Unité d'entraînement selon la revendication 1 ou 2
caractérisée en ce
que le dispositif à friction (6) est positionné contre une surface latérale (8) de l'organe
rotatif (7)
4. Unité d'entraînement selon la revendication 1
caractérisée en ce
que le dispositif à friction (6) est formé avec l'avancée latérale (9) de l'élément fonctionnel
(3).
5. Unité d'entraînement selon la revendication 4
caractérisée en ce
que l'avancée latérale (9) est un élément du groupe suivant : ailette, came, coulisse,
traverse avec retour.
6. Unité d'entraînement selon la revendication 1
caractérisée en ce
qu'un dispositif de friction (19) est positionné en dessous et/ou au-dessus de l'organe
rotatif (7)
7. Unité d'entraînement selon la revendication 6
caractérisée en ce
qu'un ressort plat (20) sert de dispositif de friction (19').
8. Unité d'entraînement selon la revendication 1
caractérisée en ce
que l'unité d'entraînement (2) est équipée de deux dispositifs de friction (19, 19')
formés séparément.
9. Unité d'entraînement selon la revendication 1
caractérisée en ce
que le dispositif de friction (19, 19') est intégré dans le boîtier (12) de l'unité d'entraînement
(1).
10. Unité d'entraînement selon la revendication 9
caractérisée en ce
qu'un dispositif de friction (19, 19') est intégré dans le couvercle (21) et/ou le fond
(22) du boîtier (12).
11. Procédure de déclenchement d'un mécanisme d'ouverture d'un organe de blocage
caractérisée en ce
qu'une unité d'entraînement agit sur un organe de blocage conformément à l'une des revendications
précédentes
12. Fermeture de véhicule à moteur (10) présentant un
système mécanique de condamnation centralisée (11) avec une unité d'entraînement (1)
selon l'une des revendications 1 à 10.
13. Fermeture de véhicule à moteur selon la revendication 12
caractérisée en ce
que la fermeture de véhicule à moteur (10) est formée comme serrure s'ouvrant par action
électrique.
14. Fermeture de véhicule à moteur selon la revendication 12
caractérisée en ce
que la fermeture de véhicule à moteur est formée comme serrure de portière latérale.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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