Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes gemäss
dem Oberbegriff der Ansprüche 1 oder 2.
Stand der Technik
[0002] Aus der
EP-A2 2075 208 ist ein Verfahren bekannt geworden, das als Einzelblattverarbeitung betrieben wird.
Bei diesem Verfahren wird die bedruckte Papierbahn, entsprechend dem vorgegebenen
Format des Druckprodukts, längs in Bahnen und anschliessend quer in Einzelblätter
geschnitten. Jede Bahn beinhaltet in sequentieller Folge alle Seiten eines Druckproduktes.
Die zu einem Druckprodukt gehörenden Einzelblätter werden aufeinander gestapelt und
anschliessend beispielsweise einem Bindeprozess zugeführt. Bei diesem Verfahren hat
es sich aber herausgestellt, dass das System zu grossen Störanfälligkeiten neigt,
welche im Wesentlichen mit der mechanischen Nachgiebigkeit des Papiers im Zusammenhang
stehen. Es ist bei diesem Verfahren des Weiteren anlässlich des Transports und der
Stapelung der einzelnen Blätter festgestellt worden, dass die anfänglichen Störanfälligkeiten
bei Steigerung der Bahngeschwindigkeit auf Grund der Eigenschaften des Papiers dann
sogar zunehmen, was dazu führt, dass sich diese Störanfälligkeiten auf die genaue
Ausrichtung der Einzelblätter im Stapel übertragen. Fehlt eine solche 100prozentige
Ausrichtung, d.h. sind einzelne Blätter im Stapel nicht perpendicular aufeinander
gerichtet, so lassen sie sich im Nachgang kaum mehr ausrichten, und dies führt zwangsläufig
dann zu einem hohen Anfall von Makulatur. Es sei noch hervorgehoben, dass im Grunde
genommen nur ein einziges nicht perpendicular ausgerichtetes Blatt im Stapel genügt,
um den ganzen Stapel als Makulatur ausscheiden zu lassen.
[0003] Um hiergegen Abhilfe schaffen zu können, hat man verschiedentlich versucht, Transport
und Stapelung mit zusätzlichen Hilfsvorkehrungen zu verbessern, welche das System
aber unnötig verwickelt machten. Teilweise ging man sogar dazu über, die Bahngeschwindigkeit
des bedruckten Papiers zu reduzieren, um die auf das Druckprodukt wirkenden Querkräfte
bei Transport und Stapelung zu minimieren, was aber wiederum nicht zu den erhofften
Resultaten geführt hat, abgesehen davon, dass damit eine Produktionsminderung die
Folge war.
Darstellung der Erfindung
[0004] Hier will nun die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren der eingangs genannten
Art Vorkehrungen vorzuschlagen, welche die Nachteile der bekanntgewordenen Verfahren
zu beseitigen vermögen. Die sich hier stellende Aufgabe muss im Zusammenhang mit den
wachsenden Anforderungen hinsichtlich des Betriebes moderner Digitaldruckmaschinen
gesehen werden, welche eine Maximierung sowohl der Papierbahnbreite als auch der Bahngeschwindigkeit
des bedruckten Papiers anstreben, um die wirtschaftlichen Anforderungen gerecht zu
werden.
[0005] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst, indem die Papierbahn entsprechend einer
ersten Formatausdehnung des fertigen Produkts in eine variable Anzahl von druckspezifischen
Teilbahnen unterteilt wird, wobei jede dieser Teilbahnen sequentiell mit allen Seiten
eines Druckproduktes bedruckt sind. Im Nachgang der Druckphase wird die Papierbahn
in Querrichtung fortlaufend getrennt, dergestalt, dass die jeweilige Abschnittslänge
ein Mehrfaches einer zweiten Formatausdehnung des fertigen Druckprodukts beträgt.
Diese Teilbahnen, einzeln oder im Verbund miteinander, werden dann mindestens einmal
quer gefaltet, und diese sodann in Längsrichtung der Papierbahn, entsprechend der
Breite des Druckproduktes, geschnitten, wobei auch möglich ist, die Falzung nach der
Bildung der Teilbahnen vorzunehmen.
[0006] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass durch die genannten
Massnahmen die Steifigkeit solcher Produkte erhöht bis maximiert wird. Die Steifigkeit
selbst ist ein Mass für den Widerstand eines Körpers gegen Verformung durch eine Kraft.
Diese Steifigkeit ist gewichtig von der Materialstärke des Körpers abhängig. Gerade
bei Druckprodukten ist diese Materialstärke aber auf Grund des minimalen mechanischen
Widerstandes des Werkstoffes (Papier) die entscheidende Eigenschaft zur Bildung eines
operativ tauglichen Steifigkeitsgrades.
[0007] Wenn also durch eine oder mehrere Falzungen des Druckbogens mehrere aufeinander geschichtete
Lagen entstehen, so erhöht sich zwangsläufig der Widerstandsmoment eines solchen gefalteten
Körpers.
[0008] Da zur Bestimmung des Widerstandskoeffizienten eines Körpers dessen Höhe im Quadrat
in die W-Formel einfliesst, ergibt sich, dass sich bereits durch eine einfache erste
Falzung der Widerstandsmoment, der die Steifigkeit gegen Biegung induziert, theoretisch
um ein Vierfaches zunimmt, wobei hier eine kleine Reduktion dieses Faktors zu erwarten
ist, da die einzelnen aufeinander liegenden Blätter keine körperverschmelzende Verbindung
miteinander eingehen.
[0009] Demgegenüber kommt in unserem Fall aber zum Tragen, dass die Lagen bei jeder Umlegung
eine randseitige zusammenhängende Falte aufweisen, durch welche einerseits die primäre
Steifigkeit grösser wird, und andererseits einen grösseren Widerstand gegen Querallenfalls
Torsionskräfte bildet.
[0010] Da diese Kräfte auf den Körper bei einem auf Hochleistung ausgelegten Transport und
der anschliessenden Stapelung von Druckbogen immer wieder auftreten können, ist es
wichtig, hiergegen Abhilfe zu schaffen. Diese auf Transport und Stapelung wirkenden
Kräfte hängen auch damit zusammen, dass das System Beschleunigungsphasen und intertemporale
Verzögerungen aufweist, so dass bereits durch eine erste Falzung vorteilhaft eingewirkt
wird, indem eine kräftige Reduktion der Nachgiebigkeit eines so gebildeten Körpers
resultiert.
[0011] So gesehen, erhält man für Transport und Stapelung eines solchen einfach oder mehrfach
gefalzten Druckbogens eine glatte Vervielfachung der daraus resultierenden Steifigkeit
gegenüber einem einfachen ungefalzten Druckbogen, was entscheidend ist, denn an sich
ist der werkstoffbedingte Widerstand des Druckbogens in der Regel als minimal einzustufen.
[0012] Wird also die Nachgiebigkeit minimiert, erhöht sich die sichere Positionierung des
Körpers nach einer translatorischen Transportbewegung, sodann erhöht sich auch das
Verharrungsvermögen gegen Verrutschen des gefalzten Druckbogens innerhalb des Stapels,
womit sich seine einmal eingenommene Position als stabil erweist. Gegenüber einem
losen Blatt weist also ein einfach oder mehrfach gefalzter Druckbogen gleicher Endoberfläche
einen entsprechend mehrfach grösseren Steifigkeitsmoment auf, der sich auf Transport
und Stapelung vorteilhaft hinsichtlich der Positionsstabilität erweist.
[0013] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass der Druckbogen mit jeder
Querfalzung eine Zunahme des Steifigkeitsmomentes erfährt, da bei einem solchen Vorgang
die Breite des Teilbahnabschnittes unberührt bleibt, und lediglich mit jeder Falzung
eine Verminderung der daraus resultierenden Oberfläche bei gleichzeitiger Verdoppelung
der Masse erfolgt.
[0014] Mit der Zunahme des Steifigkeitsmomentes nimmt auch die Gegenkraft des aus Druckbogen
bestehenden Körpers auf Grund der Gravitationskraft proportional zu seiner Masse zu,
was auch zu einer Erhöhung seines Verharrungsvermögens führt, insbesondere dann, wenn
diese gefalzten Druckbogen im Verbund miteinander gestapelt werden.
[0015] Damit lässt sich erreichen, dass die durch die gefalzten Druckbogen gebildete Stapelung
durch eine starke innere Oberflächenspannkraft gekennzeichnet ist, welche dafür sorgt,
dass die Druckbogen innerhalb der Stapelung während des ganzen Vorganges perpendicular
erhalten bleiben. Tauchen beim Transport und Stapelung solcher Druckbogen interferierende
Querkräfte auf, vermögen diese kein inneres Verrutschen einzelner Druckbögen mehr
auszulösen, wodurch die Kompaktheit solcher Stapelungen gewährleistet ist, sonach
Makulaturen kein Thema mehr bilden.
[0016] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Verarbeitungsgeschwindigkeit
des digitalisierten Druckvorganges durch die Falzungen des Druckbogens wesentlich
gesteigert werden kann. Bei gleichbleibender Bahngeschwindigkeit reduziert sich die
Taktfrequenz der zu stapelnden Druckbogen um den Faktor 2 pro Falzung.
[0017] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Falzung(en)
der Druckbogen, wie bereits oben kurz erwähnt, allgemein vor oder nach mindestens
einer Trennoperation stattfinden können, was eine hohe Flexibilität in der Produktion
gewährleistet, wobei bei dieser Trennoperation zu unterscheiden ist, ob es sich um
Längs- oder Querschnitte handelt. Des Weiteren ist für das Wesen der Erfindung zu
unterscheiden, ob es sich um eine einfache oder doppelte oder mehrfache Falzung handelt.
[0018] Eine erste erfindungsgemässe Ausführungsart besteht darin, dass zuerst eine oder
mehrere Falzungen über die ganze Breite der bedruckten Papierbahn vorgenommen werden;
anschliessend werden nach erfolgter Falzung(en) die einzelnen Druckbogen auf eine
bestimmte Breite in Längsrichtung der Papierbahn getrennt und danach jeweils einem
Stapel zugeführt. Wird also die Breite der Papierbahn beispielsweise in vier Längpapierbahnen
aufgeteilt, sind dann auch vier parallele Stapelungen vorgesehen.
[0019] Eine weitere erfindungsgemässe Ausführungsart besteht darin, dass zuerst eine Trennung
der Teilbahnen in Längsrichtung der Papierbahn vorgenommen wird, bevor es zu den Falzungen
kommt, d.h. die Falzung erfolgt hier quer zu den bereits in Längsrichtung der Papierbahn
durchgeführten Trennschnitten und betrifft eine Anzahl von Druckbogen, welche der
Anzahl der vorgängig erstellten Teilbahnen entspricht.
[0020] Wird eine zweifache oder mehrfache Falzung zugrundegelegt, so entsteht dann jeweils
einen Verbund von vier zweiseitig, resp. acht zweiseitig bedruckten Seiten. Unabhängig
davon, können die Trennschnitte in Längsrichtung der Papierbahn auch hier vor oder
nach den Falzungen vorgenommen werden, analog zu den obigen Erläuterungen bei einer
einfachen Falzung.
[0021] Der Vorteil der Erfindung ist des Weiteren darin zu sehen, dass sowohl bei den vorweg
ausgeführten Trennschnitten in Längsrichtung der Papierbahn, als auch bei der nach
der Falzung oder den Falzungen vorgenommen Trennoperationen, eine vorgängige Querperforierung
der Papierbahn vorgenommen werden kann, und dass diese Perforierung mit der jeweiligen
nachfolgenden Falzebene zusammenfällt. Damit lässt sich eine Falzung herstellen, welche
äusserst flach ausfällt, womit keine wulstartige Auftürmung der Falzränder zu befürchten
ist, denn genau eine solche einseitige aufsummierte wulstartige Auftürmung einer Randzone
würde sich für die Weiterverarbeitung der Buchblocks als äusserst negativ erweisen.
[0022] Vorteilhafte und zweckmässige Weiterbildungen der erfindungsgemässen Aufgabenlösung
sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.
[0023] Im Folgenden wird anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Alle für das unmittelbare Verständnis der Erfindung unwesentlichen Merkmale sind fortgelassen
worden. Gleiche Merkmale sind in den verschiedenen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0024] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine sequentiell bedruckte Papierbahn, mit einer einfach gehaltenen Falzung und mit
einem anschliessenden Trennschnitt in Längsrichtung und Stapelung der gefalz- ten
Druckbogen;
- Fig. 2
- eine sequentiell bedruckte Papierbahn, mit einer zweifachen Falzung und anschliessender
und Stapelung der gefalzten Druckbogen;
- Fig. 3
- eine sequentiell bedruckte Papierbahn mit einer einfach gehaltenen Falzung, wobei
der längs der Papierbahn durchgeführte Trennschnitt vorgängig der Falzung stattfin-
det und
- Fig. 4
- eine sequentiell bedruckte Papierbahn mit einer zweifachen Falzung, wobei der längs
der Papierbahn durchgeführte Trennschnitt vorgängig der Falzung stattfindet.
Wege zur Ausführung der Erfindung, gewerbliche Verwendbarkeit
[0025] Fig. 1 zeigt eine sequentiell bedruckte Papierbahn 1, welche vorzugsweise beidseitig
bedruckt ist. Diese Papierbahn 1 wird in Wirkverbindung mit einer Umlenkrolle 2 von
einer horizontalen in eine vertikal verlaufende Bahn überführt. An sich ist diese
hier gezeigte 90°-Umlenkung nicht systemrelevant; jede andere im Raum zugrundegelegte
Führung der Papierbahn ist auch möglich, und grundsätzlich ist eine Umlenkung nicht
zwingend vorzusehen, wie dies beispielsweise aus Fig. 2 hervorgeht. In der Figur 1
wird gezeigt, dass nach der Umlenkung eine vorzugsweise motorisch angetriebene Schneid
rolle 3 im Einsatz steht, welche eine bestimmte Länge der Papierbahn 1 quer zu deren
Längsrichtung abschneidet. Diese Länge ist so bestimmt, dass bei der im Nachgang durch
ein Falzschwert 4 erfolgenden Falzung der Druckbogen eine einfachwirkende Faltung
erfährt. Anschliessend wird der gefalzte Druckbogen 5 durch Schneidvorrichtungen 6
oder Schneidmodule in mehrere Teilbahnen A-D aufgeteilt. Bei diesen Trennschnitten
ist es für die Schneidstabilität der einzelnen Teilbahnen vorteilhaft, wenn sich die
einzelnen Schneidelemente 13a nicht gleichzeitig entlang einer fortschreitenden Schneidebene
im Einsatz befinden. Eine solche in Schneidrichtung abgesetzte Schneidtechnik geht
aus Fig. 1 hervor (Siehe auch Fig. 2-4). Anschliessend werden die einzelnen Druckbogen
A-D individuell gestapelt und palettiert, womit dann einzelne Buchblocks 7 vorliegen,
welche einer weiteren Verarbeitung zugeführt werden können. Mit einer einfach gehaltenen
Falzung entstehen sonach jeweils vier Seiten eines Buchblocks. Durch eine solche Falzung
erhöht sich der Grad der Steifigkeit des gefalzten Druckbogens erheblich, ausgehend
von der Erkenntnis, dass die Steifigkeit selbst ein Mass für den Widerstand eines
Körpers gegen Verformung durch eine Kraft ist. Diese Steifigkeit ist gewichtig von
dem Querschnitt des Körpers abhängig. Gerade bei Druckprodukten ist der Widerstandsmoment
auf Grund der dünnen Schicht des Blattes und dessen Werkstoffes (Papier) der entscheidende
Faktor zur Bildung eines für Transport und Stapelung tauglichen Steifigkeitsgrades.
Mit jeder Herabminderung der werkstoffmässig vorgegebenen Nachgiebigkeit beim Druckbogen
erhöht sich sofort die sichere Transportfähigkeit eines solchen Körpers, womit dann
auch dessen Stapelung positionsstabil erfolgen kann. Konnten alle zu einem Buchblock
gehörenden Druckbogen ordentlich und perpendicular zueinander gestapelt werden, ist
die Weiterverarbeitung solcher Buchblocks qualitativ gesichert, ansonsten teure Remedur-Massnahmen
erfolgen müssten, deren Erfolg aber nicht als gesichert gilt, denn das Nachdrücken
resp. Einrücken einzelner nicht perpendicular angeordneter Druckbogen in den Stapel
hinein ist praktisch unmöglich, was regelmässig dann aus qualitativen Überlegungen
zum Ausschuss eines solchen Buchblocks führen muss.
[0026] Dann ist es etwa nicht so, dass durch die Falzung eine Reduzierung der Produktionskadenz
in Kauf genommen werden müsste: Da hier mit einer breiten Papierbahn gearbeitet werden
kann, ist es ohne weiteres möglich, vier und mehr Teilbahnen vorzusehen, welche jede
davon einem Buchblock zugeordnet sind. Damit lässt sich mit einem solchen System eine
grosse Steigerung der Produktivität gegenüber der Herstellung und Stapelung einzelner
nicht gefalzter Druckbogen erzielen, selbst bei gleichbleibender Druckgeschwindigkeit
des Systems.
[0027] Fig. 2 unterscheidet sich zu Fig. 1 darin, dass hier eine doppelte Falzung zugrundegelegt
wird, und darüber hinaus steht vor der ersten Falzung eine Perforierungswalze 8 im
Einsatz, welche eine doppelte Funktion ausübt. Zum einen wird damit quer zur Papierbahn
eine Perforierung vorgenommen; danach beim nächsten Takt fungiert die gleiche Walze
dann als Schneidmechanismus, beispielsweise als Schneidklinge. Die abgeschnittene
Länge eines Druckbogens 9 weist somit mittig eine in der Zeichnung nicht näher gezeigte
Perforierung auf, welche vorzugsweise dann die Ebene der ersten durch ein Falzschwert
4 durchgeführten Falzung bildet. Nach dieser ersten Falzung wird der Druckbogen einer
weiteren Station 10 zugeführt, wo ein zweites Falzschwert 11 für die zweite Falzung
zum Einsatz kommt.
[0028] Damit erhält man einen Druckbogen der nun achtfach bedruckt ist, und schliesslich,
nach dem in Längsrichtung der Papierbahn vorgenommenen Trennschnitt, welcher analog
zu Fig. 1 abläuft, entsteht einen achtseitigen Druckbogen 12. Es ist nun offensichtlich,
dass hier die Steifigkeit ein Vielfaches dessen beträgt, was bei einer einfachen Falzung
erzielt werden kann. Somit wird die Nachgiebigkeit eines solchen Körpers dermassen
minimiert, dass sowohl Transport und Stapelung maximiert positions- und lagesicher
erfolgen können. Selbstverständlich lässt sich das System auf drei Falzungen erweitern,
womit dann der einzelne Druckbogen sechzehn bedruckte Seiten aufweisen würde. Die
Vorkehrung, dass die erste Falzung in der Ebene der Perforierung zu liegen kommt,
hat einen doppelten positiven Effekt. Zum einen lässt sich dort die Falzung leichter
anbringen, da durch die Perforierung der Widerstand in dieser Ebene kleiner geworden
ist, wobei hier die Falzebene bereits vorgegeben ist, was eine starke Positionsvorgabe
für diese Operation bedeutet. Zum anderen bildet sich im Bereich des Rückens der Falzung
einen flacheren Übergang der beiden gefalzten Seiten zueinander. Dies erweist sich
dann bei der Stapelung als vorteilhaft, als der Buchblock nicht zu einer Aufwölbung
in den Rändern neigt, welche für die weitere Bearbeitung sehr hinderlich sein könnte.
[0029] Bezogen auf eine einfache Falzung entspricht Fig. 3 den bereits dargelegten Abläufen
in Fig. 1, mit dem wesentlichen Unterschied, dass hier der längs der Papierbahn vorgenommene
Trennschnitt 13 zur Bildung einzelner Druckbogenlängen vor der eigentlichen Falzoperation
14 durchgeführt wird, Dies bedeutet, dass bei der Falzoperation 14 bereits einzelne
geschnittene Druckbogen 15 vorliegen, welche dann über einen Transport in bewährter
Manier zu Buchblocks 12 gestapelt werden. An der Steifigkeit der einzelnen Druckbogen
15 ändert sich hier nichts. Die durch die Falzung erzielbare Steifigkeit bleibt demnach
auch hier bestehen. Wesentliche Unterschiede hinsichtlich der Positionsstabilität
bei Transport und Stapelung sind gegenüber Fig. 1 nicht auszumachen.
[0030] Dasselbe lässt sich auch hinsichtlich Fig. 4 sagen. Zum einen entspricht diese Fig.
4, was die Perforierung, die Trennung quer zur Papierbahn und die doppelte Falzung
betrifft, den Abläufen gemäss Fig. 2. Was die längs zur Papierbahn abgestimmte Bildung
der einzelnen Druckbogenlängen 16 betrifft, wird der Trennschnitt längs der Papierbahn
mit Schneidmitteln 13 vor der der ersten Perforierung resp. Trennschnitt in Querrichtung
zu der Papierbahn vorgenommen.
[0031] Betreffend die physikalischen Überlegungen hinsichtlich der Zunahme der Steifigkeit
des Druckbogens bei einer oder mehreren Falzungen wird an die Ausführungen unter dem
Kapitel "Darstellung der Erfindung" verwiesen.
[0032] Des Weiteren ist bei allen Ausführungsbeispielen hinzuweisen, dass mindestens eine
Falzung aussermittig erfolgen kann, womit eine sogenannte Vor- oder Nachfalz entsteht,
welche vorteilhaft ist, wenn ein solcher Druckbogen im Verlaufe der weiteren Verarbeitung
mit Einlagen weiterer Druckerzeugnisse ergänzt wird, da die Vor- oder Nachfalz eine
eindeutige Referenzfläche für die jeweilige Spreizvorrichtung bildet.
[0033] Wie bereits erwähnt, können nicht nur eine oder zwei Falzungen vorgenommen, sondern
auch deren drei und mehr vorgesehen werden. Wird anfänglich eine höhere Falzzahl vorgesehen,
kann diese im Verlauf der Bildung eines Buchblocks fortlaufend erhöht oder verkleinert
werden. Insbesondere bei einer höheren zusammenhängenden Falzzahl, welche sich auf
die Anzahl Seiten des Buchblocks niederschlägt (bei 3 Falzungen erhielte man dann
ein Druckprodukt von 16 Seiten), kann in der Endphase auf eine tiefere Falzzahl übergegangen
werden, damit nicht unnötigerweise leere Seiten Bestandteil des Buckblocks werden.
1. Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes mittels eines Digitalverfahrens, bei
welchem der gesamte Inhalt des Druckproduktes in sequentieller Folge entlang einer
Papierbahn gedruckt wird, wobei die bedruckte Papierbahn anschliessend zu einem Druckprodukt
weiter verarbeitet wird, wobei die Papierbahn einseitig oder beidseitig bedruckt wird,
und wobei die Breite der Papierbahn mindestens einer ersten Formatausdehnung (X) hinsichtlich
des fertigen Druckproduktes zugrunde gelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine erste Trennoperation quer zur Längsrichtung der Papierbahn (1) eine Abschnittlänge
(9) gebildet wird, welche ein Mehrfaches einer zweiten Formatausdehnung (Y) des fertigen
Druckproduktes (7) beträgt, dass die Abschnittlänge (9) durch Falzmittel (4) mindestens
einmal quer gefaltet wird, und dass an dem so gefalteten Druckprodukt durch mindestens
eine in Längsrichtung der Papierbahn (1) vorgenommene Trennoperation mindestens eine
Teilbahn (5a) mit einer Breite entsprechend der ersten Formatausdehnung (X) des fertigen
Druckproduktes (7) gebildet wird.
2. Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes mittels eines Digitalverfahrens, bei
welchem der gesamte Inhalt des Druckproduktes in sequentieller Folge entlang einer
Papierbahn gedruckt wird, wobei die bedruckte Papierbahn anschliessend zu einem Druckprodukt
weiter verarbeitet wird, wobei die Papierbahn einseitig oder beidseitig bedruckt wird,
und wobei die Breite der Papierbahn mindestens einer ersten Formatausdehnung (X) hinsichtlich
des fertigen Druckproduktes zugrunde gelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch mindestens eine erste Trennoperation in Längsrichtung der Papierbahn (1) entsprechend
der Breite der ersten Formatausdehnung (X) des fertigen Druckproduktes (7) mindestens
eine Teilbahn (16) gebildet wird, dass durch eine zweite Trennoperation quer zur Längsrichtung
der Papierbahn eine Abschnittlänge der Teilbahn gebildet wird, deren Länge ein Mehrfaches
einer zweiten Formatausdehnung (Y) des fertigen Druckproduktes (7) beträgt, und dass
die Teilbahn (16) entsprechend der zweiten Formatausdehnung (Y) mindestens einmal
quer gefaltet wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Formatausdehnung (Y) zwei- oder mehrfach quer zur Längsrichtung der Papierbahn
(1) gefaltet wird, und dass in Längrichtung der Papierbahn (1) zwei und mehr parallel
verlaufende Teilbahnen (5a, 16) gebildet werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Falzungen quer zur Längsrichtung der Papierbahn (1) bezogen auf die
zweite Formatausdehnung (Y) im Verlaufe der Bildung eines Buchblocks (7) intermittierend
oder punktuell verändert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine Veränderung der Anzahl der Falzungen nach der Seitenzahl des Buchblocks
(7) richtet.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierbahn (1) oder die Teilbahn (16) vor einer Falzung eine Querperforation
(8) erhalten, welche mindestens die Ebene der ersten Falzung bildet.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennschnitt in Längsrichtung der Papierbahn durch motorisch angetriebene Schneidmodule
(13) durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zu den Schneidmodulen (13) gehörenden Schneidelemente (13a) bei mehreren Teilbahnen
in Längsrichtung der Papierbahn verschoben zueinander operieren.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneider für den Trennschnitt quer zur Längsrichtung der Papierbahn und/oder
die Falzmodule motorisch angetrieben werden.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Querfalzung aussenmittig durchgeführt wird.
1. Method for producing a printed product by means of a digital method, in which the
entire content of the printed product is printed in sequential succession along a
paper web, the printed paper web then being further processed to produce a printed
product, the paper web being printed on one side or both sides and the width of the
paper web being used as the basis of at least a first format extent (X) with respect
to the finished printed product, characterised in that, by means of a first cutting operation transverse to the longitudinal direction of
the paper web (1), a section length (9) amounting to a multiple of a second format
extent (Y) of the finished printed product (7) is formed, in that the section length (9) is folded transversely at least once by means of folding means
(4) and in that, by means of at least one cutting operation performed on the thus folded printed
product in the longitudinal direction of the paper web (1), at least one partial web
(5a) having a width corresponding to the first format extent (X) of the finished printed
product (7) is formed.
2. Method for producing a printed product by means of a digital method, in which the
entire content of the printed product is printed in sequential succession along a
paper web, the printed paper web then being further processed to produce a printed
product, the paper web being printed on one side or both sides and the width of the
paper web being used as the basis of at least a first format extent (X) with respect
to the finished printed product, characterised in that, by means of at least one first cutting operation in the longitudinal direction of
the paper web (1), at least one partial web (16) is formed in correspondence to the
width of the first format extent (X) of the finished printed product (7), in that, by means of a second cutting operation transverse to the longitudinal direction
of the paper web, a section length of the partial web having a length amounting to
a multiple of a second format extent (Y) of the finished printed product (7) is formed,
and in that the partial web (16) is folded transversely at least once in correspondence to the
second format extent (Y).
3. Method according to Claim 1 or 2, characterised in that the second format extent (Y) is folded twice or multiple times transversely to the
longitudinal direction of the paper web (1), and in that two and more partial webs (5a, 16) disposed parallel to one another are formed in
the longitudinal direction of the paper web (1).
4. Method according to Claim 1 or 2, characterised in that, in the course of the formation of a book block (7), the number of folds transverse
to the longitudinal direction of the paper web (1) is varied intermittently or at
specific points in relation to the second format extent (Y).
5. Method according to Claim 4, characterised in that a change in the number of folds is governed by the number of pages of the book block
(7).
6. Method according to Claim 1 or 2, characterised in that, prior to a folding, the paper web (1) or the partial web (16) receives a transverse
perforation (8) which forms at least the plane of the first fold.
7. Method according to Claim 1 or 2, characterised in that the cut is executed in the longitudinal direction of the paper web by means of motor-driven
cutting modules (13).
8. Method according to Claim 7, characterised in that, in the case of a plurality of partial webs, the cutting elements (13a) associated
with the cutting modules (13) operate offset from one another in the longitudinal
direction of the paper web.
9. Method according to Claim 1 or 2, characterised in that the cutter for the cut executed transversely to the longitudinal direction of the
paper web and/or the folding modules is/are motor-driven.
10. Method according to one or more of Claims 1 to 9, characterised in that at least one transverse fold is executed off-centre.
1. Procédé de fabrication d'un produit d'impression au moyen d'un procédé numérique,
selon lequel la totalité du contenu du produit d'impression est imprimé en une suite
séquentielle le long d'une bande de papier, sachant que la bande de papier imprimée
est ensuite soumise à un traitement complémentaire pour former un produit d'impression,
sachant que la bande de papier est imprimée d'un côté ou des deux côtés, et sachant
que la largeur de la bande de papier sert de base pour au moins une première dimension
de format (X) du produit d'impression achevé, caractérisé en ce que, par une première opération de sectionnement transversalement à la direction longitudinale
de la bande de papier (1), on forme une longueur de découpe (9) qui est égale à un
multiple d'une deuxième dimension de format (Y) du produit d'impression achevé (7),
en ce que la longueur de découpe (9) est pliée au moins une fois transversalement par des moyens
de pliage (4), et en ce que, sur le produit d'impression ainsi plié, par au moins une opération de sectionnement
entreprise dans la direction longitudinale de la bande de papier (1), on forme au
moins une bande partielle (5a) ayant une largeur correspondant à la première dimension
de format (X) du produit d'impression achevé (7).
2. Procédé de fabrication d'un produit d'impression au moyen d'un procédé numérique,
selon lequel la totalité du contenu du produit d'impression est imprimé en une suite
séquentielle le long d'une bande de papier, sachant que la bande de papier imprimée
est ensuite soumise à un traitement complémentaire pour former un produit d'impression,
sachant que la bande de papier est imprimée d'un côté ou des deux côtés, et sachant
que la largeur de la bande de papier sert de base pour au moins une première dimension
de format (X) du produit d'impression achevé, caractérisé en ce que, par au moins une première opération de sectionnement dans la direction longitudinale
de la bande de papier (1), on forme au moins une bande partielle (16) correspondant
à la largeur de la première dimension de format (X) du produit d'impression achevé
(7), en ce que, par une deuxième opération de sectionnement transversalement à la direction longitudinale
de la bande de papier, on forme une longueur de découpe de la bande partielle dont
la longueur est égale à un multiple d'une deuxième dimension de format (Y) du produit
d'impression achevé (7), et en ce que la bande partielle (16) est pliée au moins une fois transversalement conformément
à la deuxième dimension de format (Y).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la deuxième dimension de format (Y) est pliée deux ou plusieurs fois transversalement
à la direction longitudinale de la bande de papier (1), et en ce que deux ou plusieurs bandes partielles (5a, 16) s'étendant en parallèle sont formées
dans la direction longitudinale de la bande de papier (1).
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le nombre de pliages transversalement à la direction longitudinale de la bande de
papier (1) relativement à la deuxième dimension de format (Y) est modifié ponctuellement
ou de façon intermittente au cours de la formation d'un corps d'ouvrage (7).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la modification du nombre de pliages s'effectue en fonction du nombre de pages du
corps d'ouvrage (7).
6. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la bande de papier (1) ou la bande partielle (16) reçoit avant un pliage une perforation
transversale (8) qui forme au moins le plan du premier pliage.
7. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la coupe de sectionnement dans la direction longitudinale de la bande de papier est
effectuée par des modules de coupe (13) entraînés par moteur.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les éléments coupants (13a) faisant partie des modules de coupe (13) opèrent, dans
le cas de plusieurs bandes partielles, en décalage les uns par rapport aux autres
dans la direction longitudinale de la bande de papier.
9. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de coupe pour la coupe de séparation transversalement à la direction
longitudinale de la bande de papier et/ou les modules de pliage sont entraînés par
moteur.
10. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'au moins un pliage transversal est effectué de manière excentrée.