[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckwalzenaggregat für ein Streckwerk einer Textilmaschine
mit einer Verdichtereinheit, einem Grundkörper und zwei Druckwalzenzwillingen, die
in dem Grundkörper aufgenommen sind.
[0002] Ein Druckwalzenaggregat und eine Verdichtereinheit der eingangs genannten Art sind
aus der
WO 2006/005207 A1 bekannt. Die bekannte Verdichtereinheit ist einteilig ausgebildet und besteht aus
einem relativen großen und komplexen Keramikteil. Die Verdichtereinheit enthält eine
Auflagefläche für eine Unterwalze des Streckwerks. Die Verdichtereinheit ist frei
beweglich zwischen zwei Druckwalzen angeordnet und wird über ihre Auflagefläche auf
der Unterwalze positioniert. In Umfangsrichtung der Unterwalze wird die Verdichtereinheit
über einen ortsfest an einem Druckwalzenaggregat angebrachten Anschlag positioniert.
Die Verdichtereinheit ist durch ihre Form unverlierbar zwischen den beiden Oberwalzen
des Druckwalzenzwillings gehalten, so dass die Verdichtereinheit beim Abheben des
Druckwalzenaggregates von der Unterwalze nicht herausfallen und verloren gehen kann.
Die Verdichtereinheit weist jedoch keine Verbindung zum Druckwalzenaggregat auf und
kann sich in Bezug auf das Druckwalzenaggregat frei bewegen. Die Verdichtereinheit
überragt die Bezüge der Oberwalzen in Achsrichtung und weist in diesen Bereichen eine
in Umfangsrichtung der Unterwalze vergrößerte Auflagefläche auf. Eine präzise Herstellung
des komplexen Keramikteils ist sehr aufwendig, da insbesondere die relativ große Auflagefläche
vollständig nachgeschliffen werden muss, um eine gute Auflage auf der Unterwalze zu
gewährleisten.
[0003] Aus der
CN 2734787 Y ist eine Verdichtereinheit bekannt, die aus mehreren Einzelteilen besteht. Es sind
zwei Verdichterbauteile mit Verdichtungskanälen für fertig verzogene Faserverbände
vorgesehen. Die beiden Verdichterbauteile sind beweglich an einer Welle angeordnet,
die sich über zwei benachbarte Streckwerke erstreckt. Die Welle ist am Belastungsträger
des Streckwerks aufgehängt. Die Verdichterbauteile weisen eine Auflagefläche für eine
Unterwalze des Streckwerks auf. In den Verdichterbauteilen sind Magnete angeordnet,
die das Verdichterbauteil gegen die Unterwalze ziehen und die Auflagefläche des Verdichterbauteils
mit der Unterwalze in Kontakt bringen. Beim Aufsetzen der Verdichtereinheit auf die
Unterwalze richten sich die beiden Verdichterbauteile jeweils durch ihre Auflagefläche
auf der Unterwalze aus.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Druckwalzenaggregat zu
schaffen.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Druckwalzenaggregat für ein Streckwerk einer Textilmaschine
gemäß Anspruch 1 mit einer Verdichtereinheit, einem Grundkörper und zwei sich nicht
berührenden Druckwalzenzwillingen, die in dem Grundkörper aufgenommen sind, wobei
das Druckwalzenaggregat wenigstens ein Mittel zum Befestigen der Verdichtereinheit
am Druckwalzenaggregat aufweist, wobei die Verdichtereinheit beweglich am Druckwalzenaggregat
angebracht ist. Die Verbindungsmittel stellen eine kraftübertragende Verbindung zwischen
der Verdichtereinheit und dem Druckwalzenaggregat her. Die Verbindungsmittel bewirken
eine definierte Beweglichkeit der Verdichtereinheit.
[0006] Bei einer Ausgestaltung der Anmeldung ist die Verdichtereinheit mehrteilig ausgebildet
ist und enthält einen Halter und wenigstens ein verschleißfestes Bauteil, das unbeweglich
mit dem Halter verbunden ist.
[0007] Eine mehrteilige Verdichtereinheit hat den Vorteil, dass das verschleißfeste Bauteil
sehr klein ausgebildet sein kann. Die Außenkontur des verschleißfesten Bauteils kann
wesentlich vereinfacht werden. Das verschleißfeste Bauteil ist dadurch leichter herstellbar.
Durch die Mehrteiligkeit kann in unterschiedlichen Bereichen der Verdichtereinheit
ein für die Funktion vorteilhaftes Material gewählt werden. In unterschiedlichen Bereichen
mit unterschiedlichen Funktionen kann jeweils das für die Funktion optimal geeignete
Material ausgewählt werden. Die Verdichtereinheit wird an den Stellen mit einem verschleißfesten
Bauteil versehen, die einem erhöhten Verschleiß unterliegen, beispielsweise weil sie
mit dem Faserverband in Berührung kommen. Durch die unbewegliche Verbindung eines
verschleißfesten Bauteils mit dem Halter wird eine Verdichtereinheit geschaffen, die
eine hohe Präzision aufweist. Eine mit einer ausreichenden Genauigkeit hergestellte
Verdichtereinheit kann ihre Genauigkeit nicht mehr verlieren.
[0008] Die Verdichtereinheit wird vom Wortsinn her so verstanden, dass die "Einheit" durch
eine Baugruppe gebildet werden kann, die aus mehreren Einzelteilen besteht, und deren
Einzelteile unverlierbar miteinander verbunden sind. Die Einzelteile müssen jedoch
nicht unbedingt unbeweglich miteinander verbunden sein und können auch demontierbar
sein. Die "Einheit" stellt einen selbständig handelbaren Gegenstand dar.
[0009] Das verschleißfeste Bauteil weist in einer Ausgestaltung eine Auflagefläche für eine
Streckwerkswalze auf. Ein verschleißfestes Bauteil für eine Verdichtungszone des Streckwerks
enthält einen Verdichtungskanal für einen fertig verzogenen Faserverband. Ein verschleißfestes
Bauteil für eine Hauptverzugszone des Streckwerks enthält wenigstens eine Führungsfläche
für einen in der Hauptverzugszone des Streckwerks verarbeiteten Faserverband. Außerdem
weist das verschleißfeste Bauteil wenigstens eine Aufnahme für ein Element der Verdichtereinheit
auf. Ein verschleißfestes Bauteil dieser Ausgestaltung ist sehr gut an die zu erfüllenden
Aufgaben angepasst und dennoch einfach herstellbar. Die Verwendung eines verschleißfesten
Werkstoffs lässt sich auf die Bereiche der Verdichtereinheit beschränken, die den
Verschleißschutz unbedingt benötigen. Als verschleißfester Werkstoff eignen sich unterschiedliche
Materialien. Bevorzugt besteht das verschleißfeste Bauteil aus einem Hartmetall, aus
Keramik oder aus einem verschleißfesten Kunststoff, der harte und/oder verschleißmindernde
Zusatzstoffe enthalten kann.
[0010] Ein Verdichtungskanal im verschleißfesten Bauteil ist bevorzugt tunnelförmig im Bereich
der Auflagefläche angeordnet und zur Auflagefläche hin offen ausgebildet. Ein verschleißfestes
Bauteil mit Verdichtungskanal kann auch als "Verdichtungsbauteil" bezeichnet werden.
Eine Leitwand des Verdichtungskanals grenzt unmittelbar an die Auflagefläche an. Der
tunnelförmige Verdichtungskanal wird erst durch die Umfangsfläche der Streckwerkswalze
zu einem geschlossenen Kanal. Dies hat den Vorteil, dass die Umfangsfläche der Streckwerkswalze
als Transportelement für den Faserverband in der Verdichtungszone dient. Die Auflagefläche
für die Streckwerkswalze ist konkav gewölbt, wobei die Wölbung an die Umfangsfläche
eines Zylinders angepasst ist. Der Begriff Zylinder kennzeichnet einen geometrischen
Grundkörper. Der Durchmesser des Zylinders, an den die Wölbung der Auflagefläche angepasst
ist, entspricht vorteilhafterweise sehr genau dem Außendurchmesser der Streckwerkswalze,
so dass das verschleißfeste Bauteil und die Verdichtereinheit im Betriebszustand sehr
exakt auf der Streckwerkswalze positioniert werden und der tunnelförmige Verdichtungskanal
sehr gut zur Umfangsfläche der Streckwerkswalze abgedichtet ist.
[0011] Aufgrund der unbeweglichen Anbringung des verschleißfesten Bauteils an dem Halter
der Verdichtereinheit kann die Auflagefläche sehr klein gestaltet werden. Der Halter
ist eine Komponente der Verdichtereinheit und kann auch als "Grundkörper der Verdichtereinheit"
bezeichnet werden. An dem Halter sind ein oder mehrere verschleißfeste Bauteile unbeweglich
angebracht. Der Halter übernimmt einen Teil der Positionierung des Verdichtungskanals,
so dass die Auflagefläche nicht allein die Positionierung gewährleisten muss. Die
Auflagefläche lässt sich dadurch insbesondere in Umfangsrichtung der Streckwerkswalze
stark verkleinern, so dass sich die Herstellung des verschleißfesten Bauteils vereinfacht.
Bevorzugt ist die Bogenlänge der Auflagefläche - in jedem Schnitt senkrecht zur Mittellinie
des Zylinders gesehen - kleiner als 14 mm, vorteilhafterweise kleiner als 10 mm und
besonders vorteilhaft sogar kleiner als 8 mm. Je kleiner der Bogenlänge der Auflagefläche
ist, um so geringer ist die Herstellungsungenauigkeit eines - beispielsweise aus Keramik
bestehenden - verschleißfesten Bauteils. Ein üblicherweise notwendiges Überschleifen
der Auflagefläche wird dadurch auf jeden Fall vereinfacht und kann bei ausreichender
Genauigkeit des verschleißfesten Bauteils sogar ganz entfallen.
[0012] Bei der Herstellung einer Verdichtereinheit wird ein verschleißfestes Bauteil unbeweglich
mit einem Halter verbunden. Für die unbewegliche Verbindung des verschleißfesten Bauteils
mit dem Halter sind unterschiedliche Vorgehensweisen vorteilhaft. Es kann vorteilhaft
sein, dass eine Pressverbindung zwischen dem Halter und einem verschleißfesten Bauteil
vorhanden ist. Eine kraftschlüssige Pressverbindung hat den Vorteil, dass die unbewegliche
Verbindung sofort nach dem Pressvorgang voll belastbar ist. Insbesondere wenn der
Halter als Spritzgussteil gestaltet ist, kann es vorteilhaft sein, dass ein Teilbereich
eines verschleißfesten Bauteils durch das Material des Halters umspritzt ist. Besonders
vorteilhaft ist das verschleißfeste Bauteil stoffschlüssig mit dem Halter verbunden.
Eine stoffschlüssige Verbindung lässt sich bevorzugt durch Löten oder durch Kleben
herstellen. Ein verschleißfestes Bauteil kann in das noch weiche Material des Halters,
einen Klebstoff oder ein Lot eingebettet werden und wird durch Aushärten unbeweglich
fixiert.
[0013] In vorteilhafter Ausgestaltung weist das verschleißfeste Bauteil eine Aufnahme für
einen aus dem Halter der Verdichtereinheit herausragenden Zapfen, insbesondere für
einen im Wesentlichen zylindrischen Zapfen auf. Die Aufnahme kann bevorzugt durch
ein Sackloch gebildet werden. Eine derartige Aufnahme für ein Element der Verdichtereinheit
hat den Vorteil, dass das verschleißfeste Bauteil sehr einfach auf den Halter der
Verdichtereinheit aufgeschoben und dort - beispielsweise durch Kleben - befestigt
werden kann. Um eine hohe Stabilität des aus der Verdichtereinheit herausragenden
Zapfens zu gewährleisten, weist das Sackloch wenigstens in einem Bereich einen Durchmesser
von mehr als 2 mm, insbesondere von mehr als 3 mm, auf. Zur leichteren Herstellung
kann das Sackloch konisch sein und sich zu seiner Grundfläche hin verjüngen. Bevorzugt
verläuft die Mittellinie des Sacklochs parallel zur Mittellinie der gewölbten Auflagefläche.
Dabei ist es vorteilhaft, dass der Verdichtungskanal im verschleißfesten Bauteil―
in einem Schnitt längs der Mittellinie des Sacklochs gesehen - unterhalb der Grundfläche
des Sackloches verläuft. So lässt sich ein großer Durchmesser des Sackloches in einem
möglichst kleinen verschleißfesten Bauteil unterbringen.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist eine Verdichtereinheit vorgesehen,
bei der ein verschleißfestes Bauteil auskragend an dem Halter der Verdichtereinheit
angeordnet ist. Auskragend bedeutet, dass das verschleißfeste Bauteil nur einseitig
am Halter befestigt ist. Auskragend bedeutet auch, dass die Befestigung des Halters
an einem Druckwalzenaggregat sich lediglich auf einer Seite des Verdichtungskanals
befindet. Eine auskragende Anordnung des verschleißfesten Bauteils an dem Halter ist
insbesondere dann gegeben, wenn das verschleißfeste Bauteil eine Aufnahme für einen
aus dem Halter herausragenden Zapfen aufweist, wobei die Mittellinie der Aufnahme
parallel zur Mittellinie der gewölbten Auflagefläche des verschleißfesten Bauteils
verläuft.
[0015] Zur Befestigung eines verschleißfesten Bauteils an einer Verdichtereinheit ist vorgesehen,
dass der Halter eine Aufnahme für ein verschleißfestes Bauteil aufweist. Bevorzugt
ist die Aufnahme für das verschleißfeste Bauteil durch einen Zapfen, insbesondere
einen im Wesentlichen zylindrischen Zapfen, gebildet, der aus dem Halter herausragt.
[0016] In vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Verdichtereinheit wenigstens
zwei verschleißfeste Bauteile enthält, die unbeweglich mit dem Halter verbunden sind.
Die verschleißfesten Bauteile können dabei an unterschiedlichen Stellen der Verdichtereinheit
angeordnet sein und unterschiedliche Funktionen erfüllen. Beispielsweise können zwei
verschleißfeste Bauteile mit jeweils einer Auflagefläche für eine Streckwerkswalze
vorgesehen sein. Insbesondere wenn zwei verschleißfeste Bauteile so an dem Halter
angeordnet sind, dass die beiden Auflageflächen in Umfangsrichtung der Streckwerkswalze
gesehen voneinander beabstandet sind, lässt sich die Verdichtereinheit besser und
stabiler auf der Streckwerkswalze positionieren. Es ist vorteilhaft, dass der Abstand
- in Umfangsrichtung der Streckwerkswalze gesehen - zwischen den Auflageflächen der
beiden verschleißfesten Bauteile etwa 7 mm bis 22 mm, insbesondere 7,5 mm bis 15 mm
beträgt.
[0017] Es ist auch vorteilhaft, die Verdichtereinheit so zu gestalten, dass sie neben einem
Verdichtungskanal für einen fertig verzogenen Faserverband noch eine weitere Führungsfläche
für einen Faserverband enthält. Bevorzugt ist eine Führungsfläche für einen Faserverband
im Hauptverzugsfeld des Streckwerks vorgesehen. Die Führungsfläche ist - in Transportrichtung
des Faserverbandes gesehen - stromaufwärts des Verdichtungskanals angeordnet. Die
Führungsfläche für den Faserverband kann eine konvexe Führungsfläche sein, die zum
Auslenken des Faserverbandes aus der Streckfeldebene einsetzbar ist. Die Führungsfläche
kann auch trichterförmig gestaltet sein, um den Faserverband in der Hauptverzugszone
zu verdichten. Für eine derartige Ausgestaltung ist es vorteilhaft, dass ein erstes
verschleißfestes Bauteil wenigstens eine Führungsfläche für einen Faserverband enthält,
und dass ein zweites verschleißfestes Bauteil wenigstens einen Verdichtungskanal für
einen fertig verzogenen Faserverband enthält.
[0018] Es kann vorteilhaft sein, dass die Verdichtereinheit zwei verschleißfeste Bauteile
mit jeweils einer Auflagefläche für eine Streckwerkswalze enthält und für zwei benachbarte
Streckwerke einsetzbar ist, wobei die verschleißfesten Bauteile so an dem Halter angeordnet
sind, dass die beiden Auflageflächen in Achsrichtung der Streckwerkswalze gesehen
voneinander beabstandet sind. Zwei in Achsrichtung der Streckwerkswalze beabstandete
Auflageflächen begründen eine besonders gute und stabile Positionierung der Verdichtereinheit
auf der Streckwerkswalze.
[0019] Selbstverständlich können die in Umfangsrichtung und in Achsrichtung der Streckwerkswalze
beabstandeten Auflageflächen auch an einer Verdichtereinheit kombiniert werden. Die
Verdichtereinheit enthält dann drei oder vier verschleißfeste Bauteile mit jeweils
einer Auflagefläche für die Streckwerkswalze.
[0020] Bei einer Verdichtereinheit für zwei benachbarte Streckwerke ist es vorteilhaft,
dass das verschleißfeste Bauteil zwei Aufnahmen für einen aus einem Halter der Verdichtereinheit
herausragenden Zapfen aufweist, so dass das verschleißfeste Bauteil für beide Streckwerke
einsetzbar ist. Ein verschleißfestes Bauteil ist durch seine beiden Aufnahmen auf
beiden Seiten des Halters montierbar, so dass sich die Teilevielfalt der verschleißfesten
Bauteile reduzieren lässt. Bevorzugt befinden sich die beiden Aufnahmen - insbesondere
in einem Schnitt längs der Mittellinie der Auflagefläche gesehen - auf gegenüberliegenden
Seiten des Verdichtungskanals oder der Führungsfläche.
[0021] Zur Verstärkung der Stabilität der Verdichtereinheit kann es vorteilhaft sein, dass
der Halter eine durchgehende Stange, beispielsweise aus Stahl und bevorzugt zylindrisch,
enthält, die sich zwischen zwei benachbarten Streckwerken zugeordneten verschleißfesten
Bauteilen erstreckt und deren Enden in die verschleißfesten Bauteile hineinragen.
Um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten, weist die Stange wenigstens in einem
Bereich einen Durchmesser von 2 mm oder mehr, insbesondere von 3 mm oder mehr, auf.
Die Enden der Stange ragen als Zapfen aus dem Halter heraus und bilden jeweils eine
Aufnahme für ein verschleißfestes Bauteil.
[0022] In weiterer Ausgestaltung ist es vorteilhaft, dass die Verdichtereinheit wenigstens
eine Anschlagfläche zur Positionierung der Verdichtereinheit in Umfangsrichtung einer
mit der Auflagefläche in Kontakt bringbaren Streckwerkswalze aufweist. Die Anschlagfläche
zur Positionierung in Umfangsrichtung bewirkt, dass die Verdichtereinheit nicht durch
die Rotation der Streckwerkswalze mitgenommen wird. Insbesondere der Verdichtungskanal
wird durch die Anschlagfläche präzise in Bezug auf die Klemmlinien der Druckwalzen
positioniert.
[0023] Um eine sichere Anlage der Verdichtereinheit an der Streckwerkswalze zu gewährleisten,
ist vorteilhafterweise wenigstens eine Aufnahme für ein Belastungselement zum Erzeugen
einer Auflagekraft an den Auflageflächen vorgesehen. Ein im Druckwalzenaggregat enthaltenes
Belastungselement kontaktiert die Verdichtereinheit im Bereich der Aufnahme und überträgt
seine Belastungskraft auf die Verdichtereinheit. Es kann auch vorteilhaft sein, dass
die Verdichtereinheit ein Belastungselement zum Erzeugen einer Auflagekraft an den
Auflageflächen enthält, bzw. dass ein Belastungselement an der Verdichtereinheit befestigt
ist. Eine solche Ausführung hat den Vorteil, dass das Belastungselement mit der Verdichtereinheit
eine Baugruppe bildet, die in ein Druckwalzenaggregat einsetzbar und auch leicht austauschbar
ist. Die Stärke des Belastungselementes kann dabei an die Erfordernisse der Verdichtereinheit
angepasst sein. Das Belastungselement kann bevorzugt eine Feder, insbesondere eine
Blattfeder, sein, die am Halter befestigt ist. Bevorzugt ist die Feder über ein Gelenk
am Halter befestigt. Ein weiteres vorteilhaftes Belastungselement ist ein Magnet.
Die Aufnahme für das Belastungselement bzw. das Belastungselement selbst ist bevorzugt
an dem Halter der Verdichtereinheit angeordnet. Dies ist ein weiterer Vorteil der
mehrteiligen Ausgestaltung der Verdichtereinheit, da die Belastungselemente zum Erzeugen
der Auflagekraft nicht mehr unmittelbar an dem verschleißfesten Bauteil angeordnet
sein müssen.
[0024] In Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Verdichtereinheit wenigstens eine
Führungsfläche für ein Garn aufweist. Eine Führungsfläche für ein Garn kann den Verschleiß
eines elastischen Bezuges an der die Verdichtungszone begrenzenden Oberwalze verringern.
[0025] Bei der Herstellung einer Verdichtereinheit mit wenigstens zwei verschleißfesten
Bauteilen wird vorteilhafterweise ein Verfahren eingesetzt, bei dem die wenigstens
zwei verschleißfesten Bauteile zueinander ausgerichtet werden und im ausgerichteten
Zustand mit einem Halter verbunden werden, so dass die verschleißfesten Bauteile unbeweglich
an dem Halter fixiert sind. Das Ausrichten der verschleißfesten Bauteile geschieht
dabei bevorzugt durch ein Aufsetzen der Verdichtereinheit auf eine konvex gewölbte
und der Umfangsfläche eines Zylinders angepasste Oberfläche. Der Durchmesser des Zylinders
entspricht dabei möglichst exakt dem Durchmesser der Streckwerkswalze, für den die
Verdichtereinheit später verwendet werden soll. Das Ausrichten der verschleißfesten
Bauteile wird erleichtert, wenn wenigstens ein verschleißfestes Bauteil eine konkav
gewölbte Auflagefläche für eine Streckwerkswalze aufweist, wobei die Wölbung der Auflagefläche
an die Umfangsfläche des Zylinders angepasst ist, so dass die Auflagefläche das verschleißfeste
Bauteil beim Aufsetzen auf die konvex gewölbte Oberfläche ausrichtet.
[0026] Das Fixieren der verschleißfesten Bauteile am Halter kann dadurch geschehen, dass
die verschleißfesten Bauteile in eine Form eingelegt und mit dem Material des Halters
teilweise umspritzt werden. Die konvex gewölbte Oberfläche zur Ausrichtung der verschleißfesten
Bauteile ist dabei im Bereich der Spritzgussform angeordnet, so dass sich die verschleißfesten
Bauteile beim Umspritzen in exakt ausgerichtetem Zustand befinden.
[0027] Bei einem besonders vorteilhaften Herstellungsverfahren werden die verschleißfesten
Bauteile durch Kleben am Halter fixiert. Der Halter der Verdichtereinheit weist eine
Aufnahme für jedes verschleißfeste Bauteil auf, wobei ein Klebstoff im Bereich jeder
Aufnahme aufgetragen wird, die verschleißfesten Bauteile auf den weichen Klebstoff
aufgesetzt und zueinander ausgerichtet werden, so dass die verschleißfesten Bauteile
im ausgerichteten Zustand durch den aushärtenden Klebstoff unbeweglich am Halter fixiert
werden.
[0028] Eine Herstellung der Verdichtereinheit nach einem beschriebenen Verfahren hat den
Vorteil, dass sich dadurch sehr leicht eine Verdichtereinheit herstellen lässt, die
sehr stabil und sicher auf der Streckwerkswalze aufliegt. Ein Abheben der Verdichtereinheit
von der Umfangsfläche der Streckwerkswalze durch im Betrieb auftretende Vibrationen
kann dadurch weitgehend verhindert werden. Außerdem lässt sich die Nachbearbeitung
an den Auflagefläche der Verdichtereinheit minimieren. Die verschleißfesten Bauteile
mit ihren Auflageflächen werden bevorzugt vor der Fixierung an dem Halter fertig bearbeitet,
so dass nach dem Fixieren am Halter nur noch eine geringfügige Nachbearbeitung an
den Auflageflächen für die Streckwerkswalze erforderlich ist. Bevorzugt wird keine
weitere Nachbearbeitung mehr vorgenommen.
[0029] Ein erfindungsgemäßes Druckwalzenaggregat, bei dem die Verdichtereinheit mit einem
Verbindungsmittel beweglich am Druckwalzenaggregat angebracht ist, hat den Vorteil,
dass die Verdichtereinheit auch beim Abheben des Druckwalzenaggregates von der Streckwerkswalze
nicht verloren gehen und sich nur kontrolliert bewegen kann. Im Gegensatz zu dem aus
der
WO 2006/005207 A1 bekannten Druckwalzenaggregat kann jetzt die Verdichtereinheit aufgrund der Verbindungsmittel
keine unkontrollierten Bewegungen zwischen den Druckwalzen mehr ausführen. Die Beweglichkeit
ist über die Mittel zum Befestigen der Verdichtereinheit definiert. Ein Verbindungsmittel
ist so ausgestaltet, dass wenigstens in einer Richtung eine Kraft von dem Druckwalzenaggregat
auf die Verdichtereinheit übertragbar ist. Das Verbindungsmittel kann je nach Ausgestaltung
an dem Grundkörper und/oder an einer Achse eines Druckwalzenzwillings angebracht sein.
[0030] Die beiden Druckwalzenzwillinge sind so an einem Grundkörper angeordnet, dass sich
die Oberwalzen der Druckwalzenzwillinge nicht berühren und dass das Druckwalzenaggregat
auf eine Streckwerkswalze aufsetzbar ist. Beide Druckwalzenzwillinge kommen beim Aufsetzen
auf die Unterwalze des Streckwerks mit der Umfangsfläche der Unterwalze in Kontakt,
so dass die Oberwalzen des Druckwalzenaggregats mit der gemeinsamen Unterwalze zwei
aufeinanderfolgende Klemmlinien bilden, zwischen denen sich die Verdichtungszone befindet.
Der Verdichtungskanal der Verdichtereinheit ist an dem Druckwalzenaggregat so angeordnet,
dass sich der Verdichtungskanal für den fertig verzogenen Faserverband in der Verdichtungszone
befindet. Die Druckwalzenzwillinge sind so in dem Grundkörper aufgenommen, dass die
Umfangsfläche der mit den Druckwalzenzwillinge in Kontakt bringbaren Streckwerkswalze
ein Transportelement für den fertig verzogenen Faserverband in der Verdichtungszone
bildet.
[0031] Bevorzugt sind die Achsen der Druckwalzenzwillinge unbeweglich im Grundkörper des
Druckwalzenaggregates aufgenommen. Die beiden Druckwalzenzwillinge können dadurch
ihre Position zu einander nicht ändern, so dass sich das Druckwalzenaggregat beim
Aufsetzen auf die Streckwerkswalze so ausrichtet, dass die Achsen der Oberwalzen und
der Unterwalze parallel verlaufen.
[0032] Die beweglich im Druckwalzenaggregat angeordnete Verdichtereinheit richtet sich beim
Aufsetzen des Druckwalzenaggregats auf die Streckwerksunterwalze ebenfalls an der
Umfangsfläche der Streckwerkswalze aus. Bevorzugt weist der Grundkörper des Druckwalzenaggregates
wenigstens einen Anschlag zur Positionierung der Verdichtereinheit in Umfangsrichtung
einer mit den Druckwalzen in Kontakt bringbaren Streckwerkswalze auf. Zusätzlich kann
es vorteilhaft sein, die Befestigung des Druckwalzenaggregates an einem Belastungsträger
des Streckwerks so zu gestalten, dass das Druckwalzenaggregat eine ausgleichende Schwenkbewegung
um eine imaginäre Achse senkrecht zur Streckfeldebene und um eine imaginäre Achse
parallel zur Transportrichtung des Faserverbandes ausführen kann. Bevorzugt ist der
die Klemmlinie am Ende der Verzugszone bildende Druckwalzenzwilling an seiner Achse
beweglich am Belastungsträger angebracht.
[0033] Die im Druckwalzenaggregat angeordnete Verdichtereinheit kann unterschiedlich ausgestaltet
sein. Die Verdichtereinheit kann bevorzugt wie oben beschrieben mehrteilig ausgebildet
sein und einen Halter und wenigstens ein verschleißfestes Bauteil enthalten. Das verschleißfeste
Bauteil ist unbeweglich mit dem Halter verbunden. Die Verdichtereinheit enthält vorteilhafterweise
wenigstens zwei, insbesondere drei oder vier, Auflageflächen für eine Streckwerkswalze.
Bevorzugt sind zwei Auflageflächen in Umfangsrichtung einer mit den Auflageflächen
in Kontakt bringbaren Streckwerkswalze voneinander beabstandet. Die Auflageflächen
für die Streckwerkswalze werden als jeweils "eine" Fläche bezeichnet, auch wenn sie
durch einen oder mehrere Verdichtungskanäle in mehrere Teile "unterteilt" sind. Auch
wenn die tatsächliche Herstellungsweise anders sein mag, ist aus funktionaler Sicht
eine Auflagefläche vorgesehen, in die ein tunnelförmiger Verdichtungskanal eingearbeitet
ist. Damit der Verdichtungskanal seine Funktion erfüllen kann, muss auf beiden Seiten
des Verdichtungskanals ein Teil der Auflagefläche "verbleiben". Die beiden Teile der
Auflagefläche, die an die Leitwände des Verdichtungskanals angrenzen, bilden eine
funktionale Einheit und werden deshalb als "eine" Auflagefläche bezeichnet.
[0034] Es kann auch vorteilhaft sein, eine im Druckwalzenaggregat angeordnete Verdichtereinheit,
die eine erste und eine zweite Auflagefläche zur Positionierung auf einer Streckwerkswalze
aufweist, mit der ersten und der zweiten Auflagefläche einstückig auszubilden.
[0035] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Mittel zum Befestigen der
Verdichtereinheit am Druckwalzenaggregat ein Belastungselement zum Erzeugen einer
Auflagekraft an den Auflageflächen der Verdichtereinheit enthält. Das Belastungselement
ist bevorzugt als Feder, insbesondere als Blattfeder, gestaltet. Die Feder kann am
Grundkörper des Druckwalzenaggregates und am Halter der Verdichtereinheit befestigt
sein, wobei zwischen dem Belastungselement und dem Halter ein Gelenk vorteilhaft ist.
[0036] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Verbindungsmittel
als Gleitführung gestaltet ist, über die die Verdichtereinheit im Grundkörper des
Druckwalzenaggregates beweglich ist. Eine Gleitführung hat den Vorteil, dass die Verdichtereinheit
nur sehr eng definierte Bewegungen am Druckwalzenaggregat ausführen kann. Alternativ
kann es vorteilhaft sein, die Verdichtereinheit schwenkbar im Grundkörper des Druckwalzenaggregats
anzuordnen oder die Verdichtereinheit an einer Achse eines Druckwalzenzwillings einzuhängen,
so dass die Verdichtereinheit um die Achse schwenkbar ist. Eine schwenkbar bewegliche
Verdichtereinheit gewährleistet eine gute Positionierung in Bezug auf die Oberwalzen
bei gleichzeitig definierter Beweglichkeit.
[0037] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Druckwalzenaggregates enthält ein pneumatisch
wirkendes Belastungselement zum Erzeugen einer Auflagekraft an den Auflageflächen
der Verdichtereinheit, insbesondere ein pneumatisches Druckkissen, welches bevorzugt
ohne Druckluftanschluss arbeitet.
[0038] Bevorzugt enthalten die Verbindungsmittel zwischen Verdichtereinheit und Druckwalzenaggregat
eine Verliersicherung, so dass die Verdichtereinheit beim Abheben des Druckwalzenaggregates
von der Streckwerkswalze nicht herausfallen und verloren gehen kann. Die Verliersicherung
wird bevorzugt durch einen Klips oder direkt durch das Belastungselement gebildet.
[0039] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der
nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den Figuren.
Einzelmerkmale der unterschiedlichen dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen
lassen sich dabei in beliebiger Weise kombinieren, ohne den Rahmen der Erfindung zu
überschreiten.
[0040] Es zeigen:
Figur 1 eine im Schnitt und vergrößert dargestellte Seitenansicht auf ein teilweise
dargestelltes Streckwerk einer Textilmaschine mit einem Druckwalzenaggregat und einer
Verdichtereinheit,
Figur 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Figur 1 auf die Verdichtereinheit,
Figur 3 eine Ansicht ähnlich Figur 1 auf eine Variante eines Druckwalzenaggregates
und einer Verdichtereinheit,
Figur 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV der Figur 3 auf die Verdichtereinheit,
Figur 5 eine entlang der Schnittfläche V-V der Figur 3 geschnittene Ansicht eines
verschleißfesten Bauteils mit Verdichtungskanal,
Figur 6 eine Ansicht ähnlich Figur 1 auf eine Variante eines Druckwalzenaggregates
und einer Verdichtereinheit,
Figur 7 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles VII der Figur 6 auf die Verdichtereinheit.
[0041] In den Figuren 1 bis 7 ist sehr schematisch ein Streckwerk 1 einer Textilmaschine
dargestellt. Das Streckwerk 1 ist als Doppelriemchen-Streckwerk gestaltet. Das Streckwerk
1 ist an einer Spinnmaschine, vorzugsweise an einer Ringspinnmaschine, angeordnet.
Das Streckwerk 1 verzieht in an sich bekannter Weise einen in Transportrichtung A
zugeführten Faserverband 2 aus Stapelfasern auf die gewünschte Feinheit. Der Faserverband
2 wird durch mehrere in Transportrichtung A hintereinander angeordnete Walzenpaare
verzogen, die in Transportrichtung A mit zunehmender Umfangsgeschwindigkeit antreibbar
sind. Von den Walzenpaaren ist lediglich das Ausgangswalzenpaar 3, 4 dargestellt,
an dessen Klemmlinie 5 der Verzug des Faserverbandes 2 beendet ist. Die Walzenpaare,
und auch das Walzenpaar 3, 4, bestehen aus einer antreibbaren Unterwalze 3 und einer
frei drehbaren, an die Unterwalze 3 andrückbaren Oberwalze 4. Die Oberwalze 4 ist
mit einem Bezug aus einem gummielastischen Material versehen und wird an die Unterwalze
3 angedrückt, so dass der Faserverband 2 an der Klemmlinie 5 zwischen den Streckwerkswalzen
3 und 4 geklemmt wird. Die Oberwalzen werden in einem aufschwenkbaren Belastungsträger
6 gehalten. Dem dem Ausgangswalzenpaar 3, 4 vorgeordneten Walzenpaar sind in an sich
bekannter Weise Führungsriemchen 7 und 8 zugeordnet. Die Führungsriemchen 7 und 8
führen den Faserverband 2 in der Hauptverzugszone des Streckwerks 1, die sich von
der nicht dargestellten Klemmlinie des von den Führungsriemchen 7, 8 umschlungenen
Walzenpaares bis zur Klemmlinie 5 erstreckt. Die Oberwalze 4 und die anderen nicht
dargestellten Oberwalzen sind als so genannte Druckwalzenzwillinge ausgebildet. Ein
Druckwalzenzwilling besteht aus zwei Oberwalzen, die benachbarten Streckwerken 1 und
1' zugeordnet sind, und die eine gemeinsame Achse 9 aufweisen. Im dargestellten Fall
sind die beiden Oberwalzen des Druckwalzenzwillings 4 als "Loswalzen" ausgeführt,
das heißt, die beiden Oberwalzen sind frei drehbar auf der nicht rotierenden Achse
9 gelagert. Der Belastungsträger 6 ist in der Mitte zwischen zwei benachbarten Streckwerken
1 und 1' angeordnet und hält den Druckwalzenzwilling 4 an der Achse 9. Die Unterwalze
3 ist als über eine Vielzahl benachbarter Streckwerke 1, 1' durchgehende Streckwerkswalze
ausgebildet.
[0042] Bei einem konventionellen Streckwerk 1 wird der fertig verzogene Faserverband nach
der Klemmlinie 5 direkt in Abzugsrichtung B einem nicht dargestellten Drallorgan,
beispielsweise einer Ringspindel, zugeführt und es entsteht das fertige Garn 10. Zur
Verbesserung der Qualität des Garnes 13, insbesondere zur Verringerung der Haarigkeit,
ist vorgesehen, dass der fertig verzogene Faserverband 11 im Anschluss an die Klemmlinie
5 durch eine Verdichtungszone 12 hindurchgeführt wird, in der der Faserverband 11
verdichtet und kompaktiert wird. Der fertig verzogene Faserverband 11 liegt auf der
Umfangsfläche 13 der Unterwalze 3 auf und wird so durch die Verdichtungszone 12 transportiert.
In der Verdichtungszone 12 wird der Faserverband 11 durch einen Verdichtungskanal
14 geführt. Der Verdichtungskanal 14 ist tunnelförmig gestaltet und zur Unterwalze
3 hin offen. Der Unterwalze 3 ist eine zweite Oberwalze 15 zugeordnet, die mit der
Unterwalze 3 eine Klemmlinie 16 bildet, die die Verdichtungszone 12 beendet. Im Anschluss
an die Klemmlinie 16 wird der verdichtete Faserverband zu einem Garn 10 verdreht,
indem er in Abzugsrichtung B einem nicht dargestellten Drallorgan zugeführt wird.
Die Klemmlinie 16 bildet einen Drallstopp und gewährleistet, dass der Faserverband
11 in der Verdichtungszone 12 drehungsfrei bleibt.
[0043] Die Oberwalzen 15 zweier benachbarter Streckwerke 1 und 1' sind ebenfalls auf einer
gemeinsamen Achse 17 gelagert und bilden einen Druckwalzenzwilling. Der Druckwalzenzwilling
15 bildet zusammen mit dem Druckwalzenzwilling 4 ein Druckwalzenaggregat 18. Das Druckwalzenaggregat
18 enthält einen Grundkörper 19, in dem die beiden Druckwalzenzwillinge 4, 15 an ihren
Achsen 9, 17 aufgenommen sind. Das Druckwalzenaggregat 18 bildet eine eigene Baueinheit,
die auswechselbar am Belastungsträger 6 angebracht ist. Die Druckwalzenzwillinge 4
und 15 sind so im Druckwalzenaggregat 18 angeordnet, dass sich die Oberwalzen der
Druckwalzenzwillinge 4 und 15 nicht gegenseitig berühren und dass die Oberwalzen auf
eine gemeinsame Streckwerkswalze 3 aufsetzbar sind. Die Achsen 9 und 17 sind vorteilhafterweise
möglichst parallel im Grundkörper 19 ausgerichtet. Es ist vorteilhaft, dass die Achsen
9 und 17 spielfrei im Grundkörper 19 aufgenommen sind, das heißt, ohne Bewegungsmöglichkeit
in Bezug auf den Grundkörper 19. Die Befestigung des Druckwalzenaggregates 18 am Belastungsträger
6 erfolgt bevorzugt so, dass das Druckwalzenaggregat 18 in gewissem Maße beweglich
ist und sich beim Aufsetzen auf die Streckwerkswalze 3 ausrichten kann. Die Anbringung
des Druckwalzenaggregates 18 erfolgt bevorzugt über die Achse 9. Der Belastungsträger
6 belastet den Druckwalzenzwilling 4 in der Mitte der Achse 9. Die Befestigung des
Druckwalzenaggregates 18 am Belastungsträger 6 ermöglicht bevorzugt eine Pendelbewegung
des Druckwalzenaggregates 18 um zwei senkrecht zueinander stehende imaginäre Achsen,
die beide senkrecht zur Achse 9 stehen.
[0044] Das Druckwalzenaggregat 18 enthält außerdem eine Verdichtereinheit 20, die den Verdichtungskanal
14 enthält. Die Verdichtereinheit 20 ist im Bereich zwischen den Oberwalzen 4 und
15 angeordnet.
[0045] Die Verdichtereinheit 20 ist in den Figuren 1 bis 7 in unterschiedlichen Ausgestaltungen
dargestellt, die unten noch näher erläutert werden. Zur Kennzeichnung der unterschiedlichen
Ausgestaltungen wird das Bezugszeichen 20 durch die Ziffer der entsprechenden Figur
ergänzt. Die Verdichtereinheit der Figuren 1 und 2 erhält das Bezugszeichen 120, die
Verdichteinheit der Figuren 3 bis 5 das Bezugszeichen 320 und die Verdichtereinheit
die Figuren 6 und 7 das Bezugszeichen 620. Ist eine Verdichtereinheit sämtlicher Ausführungsformen
gemeint, wird das Bezugszeichen 20 verwendet, ansonsten wird das Bezugszeichen der
speziellen Ausführungsform genannt.
[0046] Die Verdichtereinheit 20 ist definiert beweglich am Druckwalzenaggregat 18 angebracht,
wobei wenigstens ein Mittel 21 zum Befestigen der Verdichtereinheit 20 an dem Druckwalzenaggregat
18 vorgesehen ist. Es sind unterschiedliche Ausgestaltungen des Verbindungsmittels
21 vorteilhaft. Jedenfalls bewirken die Mittel 21 zum Befestigen, dass die Verdichtereinheit
20 nicht unbeabsichtigt aus dem Druckwalzenaggregat 18 herausfällt und sich am Druckwalzenaggregat
18 nicht unkontrolliert bewegt. Die Verbindungsmittel 21 ermöglichen die Übertragung
wenigstens einer Kraft vom Druckwalzenaggregat 18 auf die Verdichtereinheit 20. Die
Mittel 21 zum Befestigen sind am Grundkörper 19 des Druckwalzenaggregats 18 oder an
einem Teil eines Druckwalzenzwillings 4, 15 angebracht.
[0047] Im Falle einer vorhandenen älteren Spinnmaschine mit konventionellem Streckwerk ist
es möglich, die bisherige Ausgangsoberwalze 4 aus dem Streckwerk 1 zu entnehmen und
gegen ein Druckwalzenaggregat 18 auszutauschen. Dabei kann am Belastungsträger 6 die
Aufnahme 62 für die Oberwalze 4 an die Anforderungen des Druckwalzenaggregates 18
angepasst werden. Die bestehende Spinnmaschine lässt sich dadurch auf ein Streckwerk
1 mit Verdichtungszone 12 umrüsten, so dass nach der Umrüstung ein Garn 10 mit verbesserter
Qualität herstellbar ist.
[0048] Um den Andruck des Druckwalzenaggregates 18 und insbesondere der Oberwalze 15 an
die Unterwalze 3 zu gewährleisten, kann eine Blattfeder 22 vorgesehen sein. Die Blattfeder
122 kann wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt, am Belastungsträger 6 angebracht
werden und mit ihrem freien Ende auf den Grundkörper 19 des Druckwalzenaggregates
18 drücken. Eine andere vorteilhafte Ausführungsform ist in Figur 3 dargestellt. Dort
ist die Blattfeder 322 am Grundkörper 19 des Druckwalzenaggregates 18 angebracht und
stützt sich mit ihrem freien Ende am Belastungsträger 6 ab.
[0049] In Ergänzung zu dem Verdichtungskanal 14 für den fertig verzogenen Faserverband 11
kann es vorteilhaft sein, eine Führungsfläche 23 für den Faserverband 2 in der Hauptverzugszone
vorzusehen. Eine Führungsfläche 23 kann die Qualität des verzogenen Faserverbandes
11 verbessern. Die Führungsfläche 23 ist in Transportrichtung A stromaufwärts des
Verdichtungskanals 14 an der Verdichtereinheit 20 angeordnet. Die Führungsfläche 23
dient zum Führen des Faserverbandes 2 stromabwärts der Führungsriemchen 7, 8 und stromaufwärts
der Klemmlinie 5.
[0050] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Verdichtereinheit
20 eine Führungsfläche 24 für das Garn 10 enthält. Die Führungsfläche 24 ist stromabwärts
des Verdichtungskanals 14 angeordnet und dient zum Führen des Garns 10 im Anschluss
an die Klemmlinie 16. Durch eine Führungsfläche 24 kann der Kontaktbereich des Garnes
10 mit der Oberwalze 15 verkleinert werden, so dass sich der Verschleiß des Bezugs
der Oberwalze 15 verringert.
[0051] In den Figuren 1 und 2 ist eine erste vorteilhafte Ausführungsform einer Verdichtereinheit
120 dargestellt. Die Verdichtereinheit 120 ist mehrteilig ausgebildet. Die Verdichtereinheit
120 enthält einen Halter 25 und drei verschleißfeste Bauteile 141, 142 und 143, die
unbeweglich mit dem Halter 25 verbunden sind. Der Halter 25 bildet praktisch einen
Grundkörper für die Verdichtereinheit 120, an dem die verschleißfesten Bauteile 141,
142, 143 angebracht sind. Die Verdichtereinheit 120 erstreckt sich über zwei benachbarte
Streckwerke 1 und 1' und enthält zwei Verdichtungskanäle 14 und 14' für die fertig
verzogenen Faserverbände 11 und 11' der benachbarten Streckwerke 1 und 1'. Die Verdichtereinheit
120 enthält eine Auflagefläche 131 zur Positionierung der Verdichtereinheit 120 auf
der Streckwerkswalze 3, die im Bereich des Verdichtungskanals 14 angeordnet ist. Im
Bereich des Verdichtungskanals 14' ist eine zweite Auflagefläche 132 vorgesehen. Die
Verdichtereinheit 120 enthält eine dritte Auflagefläche 133 für die Streckwerkswalze
3, die in Umfangsrichtung C der Unterwalze 3 von der Auflagefläche 131 und von der
Auflagefläche 132 beabstandet ist. Zur Verdeutlichung ist in Figur 2 die Umfangsrichtung
C der Unterwalze 3 und die Achsrichtung D der Unterwalze 3 durch jeweils einen Doppelpfeil
angegeben. Die Darstellung der Figur 1 zeigt eine Ansicht genau in Achsrichtung D.
Die Auflagefläche 132 ist von der Auflagefläche 131 nur in Achsrichtung D beabstandet.
In Umfangsrichtung C liegen die Auflageflächen 131 und 132 auf derselben Position.
[0052] Die Verdichtereinheit 120 weist drei voneinander beabstandete Auflageflächen 131,
132 und 133 auf, die für eine stabile Auflage der Verdichtereinheit 120 auf der Unterwalze
3 sorgen. Es wird gewährleistet, dass die Verdichtereinheit 120 auch bei eventuell
auftretenden Vibrationen sicher auf der Unterwalze 3 aufliegt und nicht kippelt. In
Achsrichtung D der mit den Auflageflächen 131, 132, 133 in Kontakt bringbaren Streckwerkswalze
3 gesehen, ist die dritte Auflagefläche 133 etwa in der Mitte zwischen der ersten
Auflagefläche 131 und der zweiten Auflagefläche 132 angeordnet.
[0053] Die drei Auflageflächen 131, 132, 133 sind jeweils an einem separaten verschleißfesten
Bauteil 141, 142, 143 angeordnet. Die Verdichtereinheit 120 wird durch die verschleißfesten
Bauteile 141, 142, 143 vor vorzeitigem Verschleiß an den Auflageflächen 131, 132,
133 durch die rotierende Unterwalze 3 geschützt. Die verschleißfesten Bauteile 141
und 142 enthalten außerdem jeweils einen Verdichtungskanal 14.
[0054] Die Auflageflächen 131 und 132 im Bereich der Verdichtungskanäle 14 und 14' sind
konkav gewölbt, wobei die Wölbung an die Umfangsfläche eines Zylinders angepasst ist.
Hierdurch wird die Abdichtung des tunnelförmigen Verdichtungskanals 14 zur Unterwalze
3 gewährleistet. Die Auflagefläche 133 ist bevorzugt eben oder konvex ausgebildet.
Je nach Werkstoff des Halters kann in nicht dargestellter Ausgestaltung auch auf das
verschleißfeste Bauteil 143 verzichtet werden und die dritte Auflagefläche 133 unmittelbar
am Halter 25 angeordnet sein. Die Unterwalze 3 ist im Bereich der Streckwerke 1 und
1' üblicherweise an ihrem Außenumfang 13 mit einer Riffelung versehen. Im Bereich
zwischen den Streckwerken 1 und 1' kann die Unterwalze 3 glatt und ohne Riffelung
ausgeführt sein. Wenn die Auflagefläche 133 auf dem ungeriffelten Bereich der Streckwerkswalze
3 aufliegt, ist der Verschleiß an der Auflagefläche 133 geringer, so dass auf das
verschleißfeste Bauteil 133 verzichtet werden kann.
[0055] Damit die verschleißfesten Bauteile 141, 142, 143 ihre Position zueinander nicht
verlieren, sind sie unbeweglich mit dem Halter 25 verbunden. Zur Verbindung mit dem
Halter 25 weist jedes verschleißfeste Bauteil 141, 142, 143 eine Aufnahme 45 für ein
Element der Verdichtereinheit 120 auf. Der Halter 25 weist seinerseits eine Aufnahme
26 für das verschleißfeste Bauteil 131 auf. Die Aufnahmen 26 und 45 können so aufeinander
abgestimmt sein, dass eine kraftschlüssige Pressverbindung zwischen dem Halter 25
und dem verschleißfesten Bauteil 131 vorhanden ist. Wird der Halter 25 als Spritzgussteil
ausgeführt, ist es vorteilhaft, dass ein Teilbereich des verschleißfesten Bauteils
131 durch das Material des Halters 25 umspritzt ist. Das verschleißfeste Bauteil kann
hierfür in die Spritzgussform des Halters 25 eingelegt werden, so dass der flüssige
Werkstoff die Aufnahme 45 des verschleißfesten Bauteils 131 umfließt. Die Aufnahme
45 kann dann in nicht dargestellter Ausgestaltung Vorsprünge und/oder Profilierungen
aufweisen, um eine besonders gute Fixierung im Material des Halters 25 zu gewährleisten.
Die beiden anderen verschleißfesten Bauteile 142 und 143 sind analog gestaltet und
in der Verdichtereinheit 120 befestigt.
[0056] Bevorzugt werden die drei verschleißfesten Bauteile 141, 142, 143 zueinander ausgerichtet
und im ausgerichteten Zustand mit dem Halter 25 verbunden. Zum Umspritzen der verschleißfesten
Bauteile 141, 142, 143 ist bevorzugt vorgesehen, dass die Spritzgussform für den Halter
25 eine konvex gewölbte und der Umfangsfläche eines Zylinders angepasste Oberfläche
aufweist, auf die die verschleißfesten Bauteile aufgesetzt werden können. Die konvex
gewölbte und der Umfangsfläche eines Zylinders angepasste Oberfläche in der Spritzgussform
simuliert die Streckwerkswalze 3 und gewährleistet, dass die Verdichtereinheit 120
nach Fixierung der verschleißfesten Bauteile gut auf der Streckwerkswalze 3 aufliegt.
Jedes verschleißfeste Bauteil 141, 142, 143 weist eine relativ kleine Auflagefläche
131, 132, 133 auf, die auch bei Herstellung des verschleißfesten Bauteils aus einem
sehr harten Werkstoff ohne zu großen Herstellaufwand mit guter Genauigkeit herstellbar
ist. Durch die Ausrichtung der verschleißfesten Bauteile 141, 142, 143 zueinander
kann in den meisten Fällen auf eine Nachbearbeitung der Auflageflächen 131, 132, 133
nach dem Fixieren der verschleißfesten Bauteile an dem Halter 25 verzichtet werden.
Falls doch eine Nachbearbeitung der Auflageflächen vorgesehen wird, kann diese geringfügig
ausfallen.
[0057] Die Verdichtereinheit 120 ist über Mittel 21 zum Befestigen beweglich am Grundkörper
19 des Druckwalzenaggregats 18 angebracht. Die Mittel 21 zum Befestigen enthalten
eine Gleitführung 50, ein Belastungselement 27 und eine Verliersicherung 52. Als Belastungselement
27 ist eine Schraubendruckfeder vorgesehen. Die Verdichtereinheit 120 weist eine Aufnahme
28 für die Schraubendruckfeder 27 auf. Die Schraubendruckfeder 27 sitzt in der Aufnahme
28 und stützt sich gegen den Grundkörper 19 ab. Das Belastungselement 27 erzeugt dadurch
eine Auflagekraft an den Auflageflächen 131, 132, 133. Die Schraubendruckfeder 27
ist in Achsrichtung D in der Mitte zwischen den Auflageflächen 131 und 132 angeordnet.
Zur Verstärkung der Auflagekraft kann die Verdichtereinheit 120 einen Magnet 29 enthalten.
Ist ein Magnet 29 als Belastungselement vorgesehen kann je nach Anwendungsfall auch
auf die Schraubendruckfeder 27 verzichtet werden. Bei einer anderen vorteilhaften
Ausführungsform ist das Belastungselement 27 pneumatisch betätigt. Anstelle der Schraubendruckfeder
27 kann in der Aufnahme 28 ein mit Druckluft beaufschlagtes kissenförmiges Element
(nicht dargestellt) angeordnet sein, das die Auflagekraft erzeugt. Das kissenförmige
Element ist bevorzugt autonom ohne Druckluftzuleitung ausgeführt.
[0058] Die Gleitführung 50 als Teil der Verbindungsmittel 21 sorgt für eine definierte Beweglichkeit
der Verdichtereinheit 120. Die Verdichtereinheit 120 enthält eine Anschlagfläche 51
zur Positionierung Verdichtereinheit 120 in Umfangsrichtung C der Streckwerkswalze
3. Die Verdichtereinheit 120 hat das Bestreben durch die Rotation der Streckwerkswalze
3 in Umfangsrichtung C mitgenommen zu werden. Die Anschlagfläche 51 legt sich dabei
definiert am Grundkörper 19 an. Die Anschlagfläche 51 ist mittig zwischen den beiden
Verdichtungskanälen 14 und 14' angeordnet.
[0059] Die Verbindungsmittel 21 enthalten einen Clips 52, der eine Verliersicherung für
die Verdichtereinheit 120 bildet. Der Clips 52 verhindert, dass die Verdichtereinheit
120 aus der Gleitführung 50 herausrutscht, wenn das Druckwalzenaggregat 18 von der
Unterwalze 3 abgehoben wird.
[0060] In Ausgestaltung der Verdichtereinheit 120 kann vorgesehen sein, dass die Verdichtereinheit
120 wenigstens eine Führungsfläche 23 bzw. 23' für den Faserverband 2 enthält. Die
Führungsfläche 23 kann in Form eines zylindrischen Führungselementes den Faserverband
2 führen und ihn gegebenenfalls leicht aus der kürzesten gedachten Verbindungslinie
zwischen dem Austritt der Führungsriemchen 7, 8 und der Klemmlinie 5 auslenken. Der
Faserverband 2 umschlingt dann einen Teil der konvexen Führungsfläche 23. Die Führungsfläche
23 kann an einem verschleißfesten Bauteil angeordnet sein, das -wie durch die gestrichelten
Linien angedeutet - an dem Halter 25 angebracht ist. Bei einer nicht dargestellten
vorteilhaften Ausgestaltung ist die Führungsfläche 23 für den Faserverband 2 als sich
verjüngender Führungskanal gestaltet, der bereits eine Verdichtung des Faserverbandes
2 in der Hauptverzugszone bewirkt.
[0061] Ebenfalls durch gestrichelte Linien ist eine vergrößerte Verdichtereinheit 120 angedeutet,
die zusätzlich noch Führungsflächen 24, 24' für das Garn 10 enthält. Die Führungsflächen
24 können ebenfalls an verschleißfesten Bauteilen angeordnet sein, die unbeweglich
mit dem Halter 25 verbunden sind.
[0062] In den Figuren 3 bis 5 ist eine zweite Ausführungsform einer Verdichtereinheit 320
dargestellt. Die Verdichtereinheit 320 ist für zwei benachbarte Streckwerke 1 und
1' einsetzbar. Die Verdichtereinheit 320 enthält zwei Verdichtungskanäle 14, 14' für
fertig verzogene Faserverbände 11, 11'. Die Verdichtereinheit 320 enthält eine erste
Auflagefläche 331 zur Positionierung der Verdichtereinheit 320 auf einer Streckwerkswalze
3, die im Bereich des Verdichtungskanals 14 angeordnet ist.
[0063] Wie in Figur 5 erkennbar, wird die Auflagefläche 331 durch den Verdichtungskanal
14 in zwei Teile getrennt, die sich nicht mehr berühren. Trotzdem wird im Sinne der
vorliegenden Patentanmeldung von nur einer Auflagefläche 331 im Bereich des Verdichtungskanals
14 gesprochen.
[0064] Die Verdichtereinheit 320 weist eine zweite Auflagefläche 332 für die Streckwerkswalze
3 auf, die im Bereich des Verdichtungskanals 14' angeordnet ist. Die Verdichtereinheit
320 enthält zwei weitere Auflageflächen 333 und 334, die in Umfangsrichtung C von
den Auflageflächen 331 und 332 beabstandet sind. Der Abstand in Umfangsrichtung C
beträgt bevorzugt 7,5 mm bis 9,5 mm, um eine stabile Auflage der Verdichtereinheit
320 zu gewährleisten. Die erste Auflagefläche 331 ist nur in Achsrichtung D der mit
den Auflageflächen in Kontakt bringbaren Streckwerkswalze 3 von der zweiten Auflagefläche
332 beabstandet. Die dritte Auflagefläche 333 ist nur in Achsrichtung D der Streckwerkswalze
3 von der vierten Auflagefläche 334 beabstandet. In Achsrichtung D gesehen weisen
die dritte Auflagefläche 333 und die vierte Auflagefläche 334 etwa denselben Abstand
zueinander auf wie die erste Auflagefläche 331 und die zweite Auflagefläche 332. Die
Verdichtereinheit 320 enthält eine Führungsfläche 23 für einen Faserverband 2 im Bereich
der dritten Auflagefläche 333 und eine Führungsfläche 23' im Bereich der vierten Auflagefläche
334. Die Führungsflächen 23 und 23' sind als tunnelförmige Verdichtungskanäle ausgestaltet,
die zu der Auflagefläche 333 bzw. 334 hin offen sind. Die Führungsflächen 23 bewirken
eine Verdichtung des Faserverbandes 2 in der Hauptverzugszone des Streckwerks 1. Neben
einer seitlichen Verdichtung des Faserverbandes 2 können die Führungsflächen 23 den
Faserverband 2 gegebenenfalls etwas aus der Streckfeldebene auslenken, wie dies bei
der Führungsfläche 23 in Figur 1 dargestellt ist. In Achsrichtung D der mit den Auflageflächen
331, 332, 333, 334 in Kontakt bringbaren Streckwerkswalze 3 gesehen, weisen die beiden
Führungsflächen 23, 23' für den Faserverband 2, 2' etwa denselben Abstand zueinander
auf wie die beiden Verdichtungskanäle 14, 14' für den fertig verzogenen Faserverband
11, 11'.
[0065] Die Verdichtereinheit 320 ist mehrteilig ausgebildet und enthält einen Halter 25
und vier verschleißfeste Bauteile 341, 342, 343 und 344, die unbeweglich mit dem Halter
25 verbunden sind. An jedem verschleißfesten Bauteil 341, 342, 343, 344 ist eine Auflagefläche
331, 332, 333, 334 zur Positionierung der Verdichtereinheit 320 auf der Unterwalze
3 angeordnet. Die verschleißfesten Bauteile 341 und 342 weisen wenigstens einen Verdichtungskanal
14 und 14' für einen fertig verzogenen Faserverband 11, 11' auf. Die verschleißfesten
Bauteile 341 und 342 können auch als Verdichterbauteile bezeichnet werden. Die verschleißfesten
Bauteile 343 und 344 weisen jeweils eine Führungsfläche 23, 23' für einen Faserverband
2, 2' auf.
[0066] Die Auflageflächen 331, 332, 333 und 334 sind konkav gewölbt, wobei alle Wölbungen
an die Umfangsfläche eines gemeinsamen Zylinders angepasst sind. "Zylinder" wird hier
als Bezeichnung eines geometrischen Grundkörpers verstanden, der bei der Herstellung
der Verdichtereinheit 320 den Platz der später im Betriebszustand vorhandenen Streckwerkswalze
3 einnimmt.
[0067] Der Halter 25, der ja praktisch einen Grundkörper der Verdichtereinheit 320 darstellt,
enthält eine Aufnahme 26 für das verschleißfeste Bauteil 341. Die Aufnahme 26 wird
durch einen Zapfen 53 gebildet, der aus dem Halter 25 herausragt. Die Verdichtereinheit
320 enthält eine Stange 54. Die Stange 54 ist in den Halter 25 eingesetzt und ein
herausragendes Ende der Stange 54 bildet den Zapfen 53.
[0068] Das verschleißfeste Bauteil 341 weist eine Aufnahme 45 für den aus dem Halter 25
herausragenden Zapfen 53 auf. Die Aufnahme 45 wird durch ein Sackloch gebildet. Zur
verbesserten Ausformung des verschleißfesten Bauteils 341 kann das Sackloch 45 leicht
konisch verlaufen, beispielsweise wenn das verschleißfeste Bauteil 341 aus Keramik
besteht. Das verschleißfeste Bauteil 341 enthält eine zweite Aufnahme 45'. Die Aufnahme
45' ist ebenfalls als Sackloch ausgebildet. Sie befindet sich - in einem Schnitt längs
der Mittellinie der konkaven Auflagefläche 331 gesehen - in Bezug auf den Verdichtungskanal
14 auf der gegenüberliegenden Seite wie die Aufnahme 45. Durch die beiden Aufnahmen
45 und 45' lässt sich das in Figur 5 abgebildete verschleißfeste Bauteil sowohl als
verschleißfestes Bauteil 341 als auch als verschleißfestes Bauteil 342 verwenden.
Die Teilevielfalt der verschleißfesten Bauteile lässt sich dadurch reduzieren. Wird
das in Figur 5 dargestellte verschleißfeste Bauteil als verschleißfestes Bauteil 342
eingesetzt, so wird es mit der Aufnahme 45' an dem Halter 25 befestigt. Das Sackloch
45 bleibt dann leer.
[0069] Zur Erhöhung der Stabilität der Verdichtereinheit 320 ist die Stange 54 vom Streckwerk
1 durchgehend bis zum Streckwerk 1' ausgeführt. Die Stange 54 besteht bevorzugt aus
gehärtetem Stahl. Die Stange 54 erstreckt sich zwischen zwei benachbarten Streckwerken
1 und 1' zugeordneten verschleißfesten Bauteilen 341 und 342. Die Enden 53 der Stange
54 ragen in die verschleißfesten Bauteile 341 und 342 hinein.
[0070] Um eine gute Stabilität der Verdichtereinheit 320 zu erreichen, weist die Stange
54 wenigstens in einem Bereich einen Durchmesser von 2 mm oder mehr auf. Bevorzugt
hat die Stange 54 einen Durchmesser von 3 mm oder mehr. Das Sackloch 45 weist einen
Durchmesser auf, der etwas größer als der Durchmesser des Zapfens 53 ist. Hierdurch
lässt sich das verschleißfeste Bauteil 341 auf dem Zapfen 53 noch ausrichten. Der
Spalt zwischen Zapfen 53 und Sackloch 45 wird durch den Klebstoff gefüllt. Die Bogenlänge
der Auflagefläche 331 - in jedem Schnitt senkrecht zur Mittellinie der Auflagefläche
331 gesehen - ist kleiner als 10 mm und bevorzugt sogar kleiner als 8 mm, um die Herstellung
des verschleißfesten Bauteils 341 zu vereinfachen. Die Mittellinie der Auflagefläche
331 entspricht der Mittellinie des Zylinders, an dessen Umfangsfläche die Wölbung
der Auflagefläche 331 angepasst ist. Die Auflagefläche 331 muss sehr genau sein, damit
der tunnelförmige Verdichtungskanal 14 mit seinen an die Auflagefläche 331 unmittelbar
angrenzenden Leitwänden 46 dicht auf der Unterwalze 3 aufliegt. Da die geforderte
Genauigkeit der konkaven Auflagefläche 331 in den meisten Fällen nur durch einen Schleifvorgang
gewährleistet werden kann, verringert eine möglichst kleine Auflagefläche 331 den
Aufwand beim Schleifen. Die Mittellinie des Sackloches 45 verläuft parallel zur Mittellinie
der Auflagefläche 331. Der Verdichtungskanal 14 verläuft - in einem Schnitt der längs
der Mittellinie des Sacklochs 45 gesehen, also wie in Figur 5 dargestellt - unterhalb
der Grundfläche 47 des Sackloches 45. Gleichzeitig verläuft der Verdichtungskanal
14 unterhalb der Grundfläche 47' des zweiten Sackloches 45'. Diese Ausgestaltung hat
den Vorteil, dass sich der Verdichtungskanal 14 nicht mit einem Sackloch 45 kreuzt.
Auf Grund der geringen Bogenlänge der Auflagefläche 331 und der zugehörigen geringen
Außenabmessungen des verschleißfesten Bauteils 341 oberhalb der Auflagefläche 331
in Verbindung mit dem großen Durchmesser des Sackloches 45 kann so verhindert werden,
dass der Verdichtungskanal 14 von einem Sackloch 45 geschnitten wird.
[0071] Die verschleißfesten Bauteile 343 und 344 sind analog dem verschleißfesten Bauteil
341 gestaltet. Statt des Verdichtungskanals 14 ist eine Führungsfläche 23 vorgesehen.
Die Verdichtereinheit 320 enthält eine zweite Stange 56, deren Enden 55 - analog der
Stange 54 - zapfenförmig aus dem Halter 25 herausragen, um die verschleißfesten Bauteile
343 und 344 an ihren Sacklöchern 45 aufzunehmen.
[0072] Die verschleißfesten Bauteile 341, 342, 343, 344 sind auskragend an dem Halter 25
der Verdichtereinheit 320 angeordnet, da sie nur einseitig an der Verdichtereinheit
320 befestigt sind. Der Halter 25 und sein Befestigungsbereich, also die Aufnahme
26, liegt―wie insbesondere in Figur 5 erkennbar ist― nur auf einer Seite des Verdichtungskanals
14. Das entlang der Mittellinie der konkaven Auflagefläche 331 lang gestreckte und
prismenförmig gestaltete verschleißfeste Bauteil 341 ist nur an seiner Stirnfläche
mit dem Halter 25 verbunden. Für den Halter 25 wird dadurch eine bevorzugte konstruktive
Ausgestaltung ermöglicht, da die Platzverhältnisse auf der der Auflagefläche 331 abgewandten
Längsseite des verschleißfesten Bauteils 341 oftmals für eine Befestigung nicht ausreichen,
was insbesondere dann der Fall ist, wenn die Umfangsflächen der Oberwalze 4 und der
Oberwalze 15 sehr dicht bei einander liegen.
[0073] Je nach Stabilitätsanforderung an die Verdichtereinheit 320 kann es sein, dass die
einseitig auskragend angebrachten, länglichen verschleißfesten Bauteile 341, 342,
343, 344 bei Belastung, insbesondere in Umfangsrichtung C, allein nicht stabil genug
sind. Zur Erhöhung der Stabilität der Verdichtereinheit 320 kann es vorteilhaft sein,
dass die Verdichtereinheit 320 ein gestrichelt (Strich-Zweipunkt-Linie) dargestelltes
Stabilisierungsbauteil 57 enthält. Das Stabilisierungsbauteil 57 ist nicht mit dem
Halter 25 verbunden. Das als eine Art "Joch" gestaltete Stabilisierungsbauteil 57
verbindet zwei verschleißfeste Bauteile 342 und 344 miteinander. Das Stabilisierungsbauteil
57 erhöht die Stabilität der auskragend angebrachten verschleißfesten Bauteile 342
und 344 bei erhöhten Belastungen in Umfangsrichtung C. Das Stabilisierungsbauteil
57 kann bevorzugt ein entsprechend gebogenes Rundprofil sein. Das Stabilisierungsbauteil
57 kann bevorzugt in den nicht benutzten Aufnahmen bzw. Sacklöchern 45 der verschleißfesten
Bauteile 342 und 344 befestigt werden. Analog können auch die verschleißfesten Bauteile
341 und 343 mit einem nicht dargestellten Stabilisierungsbauteil verbunden werden.
[0074] Die Verdichtereinheit 320 wird bevorzugt so hergestellt, dass die verschleißfesten
Bauteile 341, 342, 343 und 344 vorgefertigt und bevorzugt komplett fertig bearbeitet
sind. Der Halter 25 mit den Aufnahmen 26 für die verschleißfesten Bauteile ist ebenfalls
vorgefertigt. Die Aufnahmen 45 an den verschleißfesten Bauteilen 341, 342, 343, 344
sind maßlich so abgestimmt, dass sie zu den Aufnahmen 26 Spiel haben. Die verschleißfesten
Bauteile werden durch Kleben stoffschlüssig am Halter 25 fixiert. Für den Klebevorgang
wird eine Hilfsvorrichtung mit einer konvex gewölbten und der Umfangsfläche eines
Zylinders angepassten Oberfläche verwendet. Der Durchmesser des Zylinders entspricht
möglichst genau dem Durchmesser der Streckwerkswalze 3. Es wird nun ein Klebstoff
im Bereich der Aufnahmen 26 und/oder der Aufnahmen 45 aufgetragen. Die verschleißfesten
Bauteile 341, 342, 343, 344 werden dann auf den Halter 25 aufgesetzt. Die Sacklöcher
45 werden dabei auf die Zapfen 53 und 55 aufgeschoben. Die Verdichtereinheit 320 mit
den durch den weichen Klebstoff noch beweglichen verschleißfesten Bauteilen 341, 342,
343, 344 wird auf die konvex gewölbte und der Umfangsfläche eines Zylinders angepasste
Oberfläche der Hilfsvorrichtung aufgesetzt. Durch das Aufsetzen passen sich die verschleißfesten
Bauteile 341, 342, 343, 344 mit ihren Auflageflächen 331, 332, 333, 334 an die zylindrische
Oberfläche, die später der Streckwerkswalze 3 entspricht, an und richten die verschleißfesten
Bauteile zueinander aus. Die Verdichtereinheit 320 wird in diesem Zustand so lange
gehalten, bis der Klebstoff aushärtet und die verschleißfesten Bauteile am Halter
25 fixiert. Wenn der Klebstoff ausgehärtet ist, ist die Verdichtereinheit 320 in den
allermeisten Fällen einsatzbereit. Für bestimmte Anwendungsfälle, insbesondere wenn
eine besonders hohe Genauigkeit der Verdichtereinheit 320 gefordert wird, kann auch
vorgesehen sein, dass die Auflageflächen 331, 332, 333, 334 nach dem Fixieren der
verschleißfesten Bauteile 341, 342, 343, 344 an dem Halter 25 abschließend noch einmal
geschliffen werden, um die Auflage der Verdichtereinheit 320 auf der Streckwerkswalze
3 noch weiter zu verbessern.
[0075] Zum Befestigen der Verdichtereinheit 320 am Druckwalzenaggregat 18 ist ein Verbindungsmittel
21 in Form einer Blattfeder 58 vorgesehen. Die Blattfeder 58 ist gleichzeitig ein
Belastungselement zum Erzeugen einer Auflagekraft an den Auflageflächen 331, 332,
333, 334. Die Blattfeder 58 ist mit einer Schraube 59 am Grundkörper 19 des Druckwalzenaggregats
18 befestigt. Gemeinsam mit der Blattfeder 58 kann die Schraube 59 auch die Blattfeder
322 am Grundkörper 19 befestigen. Zur Erhöhung der Auflagekraft an den Auflageflächen
331, 332, 333, 334 kann die Verdichtereinheit 320 einen gestrichelt dargestellten
Magnet 29 enthalten.
[0076] Die Verdichtereinheit 320 weist eine Aufnahme 28 für die Blattfeder 58 auf. Die Aufnahme
28 ist in Form eines Gelenks ausgebildet, das bevorzugt durch einen zylindrischen
Zapfen 63 gebildet wird, um den die Blattfeder 58 herumgebogen ist. Durch die Blattfeder
58 und das Gelenk 28 ist die Verdichtereinheit 320 beweglich und kann sich beim Aufsetzen
des Druckwalzenaggregates 18 auf der Unterwalze 3 ausrichten, so dass die Auflageflächen
331, 332, 333 und 334 gut auf der Umfangsfläche 13 aufliegen. Durch die um den Zapfen
des Gelenks 28 herumgebogene Blattfeder 58 kann die Verdichtereinheit 320 nicht aus
dem Druckwalzenaggregat 18 herausfallen. Die Verliersicherung 52 wird also durch das
Belastungselement 58 gebildet. Bevorzugt enthält die Baugruppe der Verdichtereinheit
320 das Belastungselement 58. Die Blattfeder 58 wird also mit der Verdichtereinheit
320 mitgeliefert und kann in ihrer Belastungskraft auf die Erfordernisse dieser speziellen
Verdichtereinheit 320 angepasst sein.
[0077] Zur Positionierung der Verdichtereinheit 320 in Umfangsrichtung C weist die Verdichtereinheit
320 eine Anschlagfläche 51 auf, die bevorzugt mittig zwischen den verschleißfesten
Bauteilen 341 und 342 angeordnet ist. In nicht dargestellter Ausgestaltung können
auch zwei voneinander beabstandete Anschlagflächen 51 vorgesehen sein, die symmetrisch
zwischen den beiden verschleißfesten Bauteilen 341 und 342 angeordnet sind. Die Anschlagfläche
51 stützt sich am Grundkörper 19 oder an der Achse 17 ab. Bevorzugt ist die Fläche
61 zur Abstützung der Anschlagfläche 51 so am Grundkörper 19 ausgeführt, dass sie
einen konstanten Radius um die Mittellinie der Druckwalzenachse 17 aufweist. Es wird
dadurch auch dann noch eine korrekte Position der Verdichtereinheit 320 gewährleistet,
wenn die Oberwalzen 4, 15, insbesondere die Oberwalze 4, bei Verschleiß an ihren elastischen
Bezügen nachgeschliffen werden.
[0078] In Ausgestaltung der Verdichtereinheit 320 können zwei Führungsflächen 24 und 24'
für das fertige Garn 10 und 10' vorgesehen sein. Zur Aufnahme der Führungsflächen
24, 24' ist der Halter 25 der Verdichtereinheit 320 in gestrichelt dargestellter Weise
stromabwärts der Verdichtungskanäle 14, 14' vergrößert. Bevorzugt können die Führungsflächen
24, 24' durch eine in den Halter 25 eingesetzte Stange 60 gebildet werden. In nicht
dargestellter Ausgestaltung kann es jedoch auch vorteilhaft sein, die Führungsflächen
24, 24' an separaten verschleißfesten Bauteile anzuordnen, die mit dem Halter 25 verbunden
werden. Die verschleißfesten Bauteilen mit den Führungsflächen 24, 24' können ebenfalls
Auflageflächen für die Streckwerkswalze 3 aufweisen, und können beispielsweise analog
des verschleißfesten Bauteils 341 gestaltet und befestigt werden.
[0079] In alternativer, nicht dargestellter Ausgestaltung kann die Verdichtereinheit 320
auch schwenkbar im Grundkörper 19 des Druckwalzenaggregats 18 angeordnet sein. In
dem Bereich, in dem sich in Figur 3 die Anschlagfläche 51 befindet, kann ein zylindrischer
Stift angeordnet sein, der als Verbindungsmittel die Verdichtereinheit 320 am Grundkörper
19 befestigt. Die Verdichtereinheit 320 ist um die Mittellinie des Stiftes schwenkbar.
Ist die Verdichtereinheit 320 an einem Stift befestigt, kann es ausreichend sein,
wenn die Verdichtereinheit 320 nur zwei Auflageflächen 331 und 332 aufweist. Auf die
Auflageflächen 333 und 334 im Bereich der Führungsflächen 23 und 23' kann dann gegebenenfalls
verzichtet werden. Wird auf die Auflageflächen 333 und 334 verzichtet, so können die
Führungsflächen 23, 23' bevorzugt direkt durch den Außenumfang einer etwas verlängerten
Stange 56 gebildet werden. Die Stange 56, beispielsweise aus gehärtetem Stahl, bildet
dann ein am Halter 25 angebrachtes verschleißfestes Bauteil. Es kann alternativ auch
vorteilhaft sein, die Verdichtereinheit 320 schwenkbar an der Achse 17 einzuhängen.
[0080] In den Figuren 6 und 7 ist eine dritte Ausführungsform einer Verdichtereinheit 620
dargestellt. Die Verdichtereinheit 620 ist nur einem Streckwerk 1 zugeordnet und enthält
einen Verdichtungskanal 14 für einen fertig verzogenen Faserverband 11. Die Verdichtereinheit
620 enthält eine Auflagefläche 631 zur Positionierung der Verdichtereinheit 620 auf
der Streckwerkswalze 3, die im Bereich des Verdichtungskanals 14 angeordnet ist. Die
Auflagefläche 631 ist konkav gewölbt und an die Umfangsfläche 13 angepasst. Die Verdichtereinheit
620 ist mehrteilig ausgebildet und enthält einen Halter 25 und ein verschleißfestes
Bauteil 641, das unbeweglich mit dem Halter 25 verbunden ist. Die Auflagefläche 631
ist am verschleißfesten Bauteil 641 angeordnet.
[0081] Die Verdichtereinheit 620 enthält eine weitere Auflagefläche 633 für die Streckwerkswalze
3, die in Umfangsrichtung C von der Auflagefläche 631 beabstandet ist. Die Auflagefläche
633 kann eben oder konvex sein. Die Auflagefläche 633 ist bevorzugt an einem verschleißfesten
Bauteil 643 angeordnet. Alternativ kann die Auflagefläche 633 auch ohne verschleißfestes
Bauteil 643 direkt an der Verdichtereinheit 620 angeordnet sein. Die Befestigung der
verschleißfesten Bauteile 641 und 643 erfolgt bevorzugt so, wie es in Bezug auf die
anderen Figuren bereits beschrieben worden ist.
[0082] Zur Verbesserung der Auflagestabilität der Verdichtereinheit 620 kann es vorteilhaft
sein, eine dritte Auflagefläche 632 vorzusehen (gestrichelt dargestellt), die bevorzugt
ebenfalls an einem verschleißfesten Bauteil angeordnet ist. Die Auflageflächen 631,
632, 633 und das Belastungselement 27 sind bevorzugt so zueinander angeordnet, dass
das Belastungselement in der Ansicht der Figur 7 innerhalb einer gedachten Fläche
liegt, die durch die gedachten kürzesten Verbindungslinien zwischen den Mittelpunkten
der Auflageflächen 631, 632 und 633 gebildet wird.
[0083] Die Verdichtereinheit 620 ist nur für ein einzelnes Streckwerk 1 ausgelegt und hat
dadurch den Vorteil, dass sich gegebenenfalls auftretende Störungen an dem Streckwerk
1 nicht auf das benachbarte Streckwerk 1' übertragen können. Es ist jedoch, wie bei
den anderen Ausführungsbeispielen auch, ein Druckwalzenaggregat 18 für zwei benachbarte
Streckwerke 1, 1' vorgesehen. In dem Druckwalzenaggregat 18 sind zwei getrennte Verdichtereinheiten
620 und 620' angeordnet, die bevorzugt spiegelsymmetrisch zueinander gestaltet sind.
Die Verdichtereinheiten 620 und 620' sind separat beweglich an dem Druckwalzenaggregat
18 angebracht.
[0084] Es sind Mittel 21 zum Befestigen der Verdichtereinheit 620 am Druckwalzenaggregat
18 vorgesehen, die eine Gleitführung 50, einen Clips 52 als Verliersicherung und eine
Schraubendruckfeder 27 als Belastungselement zur Erzeugung einer Auflagekraft an der
Auflagefläche 631, 633 enthalten.
[0085] In alternativer Ausgestaltung kann auch auf die Gleitführung 50 verzichtet werden.
Die Verdichtereinheit 620 kann mit Verbindungsmitteln 21' an der Achse 17 des Druckwalzenzwillings
15 eingehängt und um die Achse 17 schwenkbar sein, wie in Figur 6 gestrichelt dargestellt
ist. Statt einer Anschlagfläche 51 als Teil der Gleitführung 50 ist eine Anschlagfläche
51' zur Positionierung der Verdichtereinheit 620 in Umfangsrichtung C vorgesehen,
die sich an der Achse 17 abstützt. In diesem Fall kann auf die Auflagefläche 632 verzichtet
werden, die Feder 27 und die Verliersicherung 52 verbleiben jedoch wie dargestellt.
[0086] In Ausgestaltung kann die Verdichtereinheit 620 eine Führungsfläche 23 für den Faserverband
2 und/oder eine Führungsfläche 24 für das Garn 10 enthalten. Die Führungsflächen 23
und 24 können analog der bereits in Bezug auf die anderen Figuren beschriebenen Ausführungsformen
gestaltet sein. Es kann auch vorteilhaft sein, die Auflagefläche 633 im Bereich der
Führungsfläche 23 anzuordnen, und dort ein verschleißfestes Bauteil ähnlich dem verschleißfesten
Bauteil 343 vorzusehen.
[0087] Das verschleißfeste Bauteil 641 ist auskragend an der Verdichtereinheit 620 befestigt.
Die Mittel 21 zum Befestigen der Verdichtereinheit 620 können dadurch im Bereich zwischen
den Streckwerken 1, 1' angeordnet sein, wo die Platzverhältnisse weniger beengt sind
als zwischen den Bezügen der Druckwalzenzwillinge 4 und 15 auf der der Auflagefläche
631 abgewandten Seite des verschleißfesten Bauteils 641.
[0088] Bei allen Ausführungsbeispielen wurde bisher die Verarbeitung eines einzelnen Faserverbandes
2 in einem Streckwerk 1 beschrieben. Es ist jedoch in an sich bekannter Weise möglich,
mehrere Faserverbände 2, insbesondere zwei Faserverbände, in einem Streckwerk 1 gemeinsam
zu verziehen. An der Klemmlinie 5 liegen dann zwei voneinander beabstandete Faserverbände
11 vor, die fertig verzogen sind und getrennt voneinander durch die Verdichtungszone
12 geführt werden. Es sind dann zwei Verdichtungskanäle 14 in der Verdichtungszone
12 vorgesehen, die die beiden benachbarten Faserverbände 11 verdichten. Die beiden
getrennt verdichteten Faserverbände 11 werden im Anschluss an die Klemmlinie 16 einem
gemeinsamen Drallorgan zugeführt und zu einem Scheinzwirn verdreht. Die Anzahl der
Verdichtungskanäle 14 und der Führungsflächen 23 in den beschriebenen Verdichtereinheiten
20 lässt sich selbstverständlich für eine derartige Herstellung von Scheinzwirn entsprechend
anpassen. Für die Verdichtung eines fertig verzogenen Faserverbandes 11 sind unterschiedliche
Formen von Verdichtungskanälen 14 bekannt. Die Auswahl des Verdichtungskanals 14 und
die Formgebung seiner Leitwände 46 wird anhand des entsprechenden Einsatzfalles und
der Art des im Streckwerk verarbeiteten Faserverbandes 2 ausgewählt.
[0089] Es sei ausdrücklich noch einmal darauf hingewiesen, dass die unterschiedlichen beschriebenen
Mittel 21 zum Befestigen der Verdichtereinheit 20 am Druckwalzenaggregat 18 und die
Verbindungsverfahren der verschleißfesten Bauteile selbstverständlich auch anders
miteinander kombinierbar sind.
1. Druckwalzenaggregat für ein Streckwerk einer Textilmaschine mit einer Verdichtereinheit
(20), einem Grundkörper (19) und zwei sich nicht berührende Oberwalzen von Druckwalzenzwillingen
(4,15), die aus jeweils zwei Oberwalzen bestehen und die in dem Grundkörper (19) aufgenommen
sind und die Oberwalzen auf eine gemeinsame Streckwerkswalze (3) aufsetzbar sind,
wobei das Druckwalzenaggregat (18) wenigstens ein Mittel (21) zum Befestigen der Verdichtereinheit
(20) am Grundkörper (19) des Druckwalzenaggregats (18) aufweist, wobei die Verdichtereinheit
(20) beweglich am Grundkörper (19) des Druckwalzenaggregats (18) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtereinheit (20) wenigstens eine erste Auflagefläche (31) zwischen den
beiden Oberwalzen der Druckwalzenzwillinge (4,15) und wenigstens eine weitere Auflagefläche
(33) aufweist, die von der ersten Auflagefläche (31) in Umfangsrichtung (C) derjenigen
Streckwerkswalze (3), die den beiden Oberwalzen der Druckwalzenzwillinge (4,15) zuordenbar
ist, beabstandet angeordnet ist und dass die Verdichtereinheit (20) mit der ersten
und zweiten Auflagefläche (31,33) einstückig oder mehrteilig mit wenigstens einem
verschleißfesten Bauteil (41; 42; 43; 44), das unbeweglich mit einem Halter (25) verbunden
ist, ausgebildet ist.
2. Druckwalzenaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (21) zum Befestigen der Verdichtereinheit (20) am Druckwalzenaggregat
(18) ein Belastungselement (27; 58) zum Erzeugen einer Auflagekraft an den Auflageflächen
(31; 32; 33; 34) der Verdichtereinheit (20) enthalten.
3. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtereinheit (20) über ein Belastungselement (58) zum Erzeugen einer Auflagekraft
an den Auflageflächen (331, 332, 333, 334) der Verdichtereinheit (320) beweglich am
Druckwalzenaggregat (18) befestigt ist.
4. Druckwalzenaggregat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Belastungselement eine Feder (58) ist, die am Grundkörper (19) des Druckwalzenaggregats
(18) und am Halter (25) der Verdichtereinheit (320) befestigt ist.
5. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtereinheit (20) über eine Gleitführung (50) im Grundkörper (19) des Druckwalzenaggregats
(18) beweglich ist.
6. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtereinheit (20) schwenkbar im Grundkörper (19) des Druckwalzenaggregats
(18) angeordnet ist.
7. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdichtereinheit (20) an einer Achse (9; 17) eines Druckwalzenzwillings (4;
15) angeordnet und um die Achse (9; 17) schwenkbar ist.
8. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckwalzenaggregat ein pneumatisch wirkendes Belastungselement zum Erzeugen
einer Auflagekraft an den Auflageflächen (131, 132, 133) der Verdichtereinheit (120)
enthält.
9. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (21) zum Befestigen der Verdichtereinheit (20) eine Verliersicherung (52)
für die Verdichtereinheit (20) enthalten.
10. Druckwalzenaggregat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verliersicherung durch einen Clips (52) gebildet wird.
11. Druckwalzenaggregat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verliersicherung durch ein Belastungselement (58) gebildet wird.
12. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (9, 17) der Druckwalzenzwillinge (4, 15) unbeweglich im Grundkörper (19)
des Druckwalzenaggregates (18) aufgenommen sind.
13. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (19) des Druckwalzenaggregates (18) wenigstens eine Anschlagfläche
(61) zur Positionierung der Verdichtereinheit (20) in Umfangsrichtung (C) der mit
den Oberwalzen der Druckwalzenzwillinge (4, 15) in Kontakt bringbaren Streckwerkswalze
(3) aufweist.
14. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Auflageflächen (31,33) einen Verdichtungskanal (14) aufweist.
15. Druckwalzenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Auflagefläche (31) zwischen den Klemmlinien (5,16) der Druckwalzenzwillinge
(4,15) und die weitere Auflagefläche (33) außerhalb der Klemmlinien (5,16) der Druckwalzenzwillinge
(4,15) angeordnet ist.
1. A press roller unit for a drafting unit of a textile machine having a condensing unit
(20), a base body (19), and two top rollers not contacting each other of press roller
twins (4, 15) each comprising two top rollers and being received in the base body
(19), the top rollers being placeable on a common drafting unit roller (3), the press
roller unit (18) comprising at least one means (21) for attaching the condensing unit
(20) to the base body (19) of the press roller unit (18), the condensing unit (20)
being displaceably mounted on the base body (19) of the press roller unit (18), characterized in that the condensing unit (20) comprises at least one first support surface (31) between
the two top rollers of the press roller twins (4, 15) and at least one further support
surface (33) disposed spaced apart from the first support surface (31) in the circumferential
direction (C) of the drafting unit roller (3) that can be associated with the two
top rollers of the press roller twins (4, 15), and that the condensing unit (20) having
the first and second support surfaces (31, 33) is implemented as a single part or
a plurality of parts having at least one wear-resistant component (41; 42; 43; 44)
connected to a mount (25) in a stationary manner.
2. The press roller unit according to claim 1, characterized in that the means (21) for attaching the condensing unit (20) to the press roller unit (18)
comprise a load element (27; 58) for generating a contact force on the support surfaces
(31; 32; 33; 34) of the condensing unit (20).
3. The press roller unit according to any one of the claims 1 or 2, characterized in that the condensing unit (20) is displaceably attached to the press roller unit (18) by
means of a load element (58) for generating a contact force on the support surfaces
(331, 332, 333, 334) of the condensing unit (320).
4. The press roller unit according to claim 3, characterized in that the load element is a spring (58) attached to the base body (19) of the press roller
unit (18) and to the mount (25) of the condensing unit (320).
5. The press roller unit according to any one of the claims 1 through 4, characterized in that the condensing unit (20) is displaceable by means of a sliding guide (50) in the
base body (19) of the press roller unit (18).
6. The press roller unit according to any one of the claims 1 through 5, characterized in that the condensing unit (20) is pivotally disposed in the base body (19) of the press
roller unit (18).
7. The press roller unit according to any one of the claims 1 through 5, characterized in that the condensing unit (20) is disposed on an axle (9; 17) of a press roller twin (4;
15) and can pivot about the axle (9; 17).
8. The press roller unit according to any one of the claims 1 through 7, characterized in that the press roller unit comprises a pneumatically actuated load element for generating
a contact force on the support surfaces (131, 132, 133) of the condensing unit (120).
9. The press roller unit according to any one of the claims 1 through 8, characterized in that the means (21) for attaching the condensing unit (20) comprise a retainer (52) for
the condensing unit (20).
10. The press roller unit according to claim 9, characterized in that the retainer is implemented as a clip (52).
11. The press roller unit according to claim 9, characterized in that the retainer is implemented as a load element (58).
12. The press roller unit according to any one of the claims 1 through 11, characterized in that the axles (9, 17) of the press roller twins (4, 15) are received in the base body
(19) of the press roller unit (18) in a stationary manner.
13. The press roller unit according to any one of the claims 1 through 12, characterized in that the base body (19) of the press roller unit (18) comprises at least one locating
surface (61) for positioning the condensing unit (20) in the circumferential direction
(C) of the drafting unit roller (3) that can be brought into contact with the top
rollers of the press roller twins (4, 15).
14. The press roller unit according to any one of the claims 1 through 13, characterized in that at least one of the support surfaces (31, 33) comprises a condensing channel (14).
15. The press roller unit according to any one of the claims 1 through 13, characterized in that the first support surface (31) is disposed between the clamping lines (5, 16) of
the press roller twins (4, 15) and the further support surface (33) is disposed outside
of the clamping lines (5, 16) of the press roller twins (4, 15).
1. Ensemble de cylindres presseurs pour un banc d'étirage d'une machine textile avec
une unité de condensation (20), un corps de base (19) et deux cylindres supérieurs
sans contact l'un avec l'autre des cylindres presseurs jumeaux (4, 15), qui se composent
respectivement de deux cylindres supérieurs et qui sont logés dans le corps de base
(19) et les cylindres supérieurs peuvent être posés sur un cylindre de banc d'étirage
commun (3), sachant que l'ensemble de cylindres presseurs (18) comporte au moins un
moyen (21) pour la fixation de l'unité de condensation (20) sur le corps de base (19)
de l'ensemble de cylindres presseurs (18), sachant que l'unité de condensation (20)
est montée de manière mobile sur le corps de base (19) de l'ensemble de cylindres
presseurs (18), caractérisé en ce que l'unité de condensation (20) présente au moins une première surface d'appui (31)
entre les deux cylindres supérieurs des cylindres presseurs jumeaux (4, 15) et au
moins une seconde surface d'appui (33), qui est disposée à une certaine distance de
la première surface d'appui (31) dans le sens circonférentiel (C) du cylindre de banc
d'étirage (3) qui est attribuable aux deux cylindres supérieurs des cylindres presseurs
jumeaux (4, 15), et que l'unité de condensation (20) se présente sous une forme en
une ou plusieurs pièces avec la première et la seconde surfaces d'appui (31, 33),
avec au moins un composant résistant à l'usure (41 ; 42 ; 43 ; 44), qui est relié
de manière immobile à un support (25).
2. Ensemble de cylindres presseurs selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens (21) pour la fixation de l'unité de condensation (20) sur l'ensemble de
cylindres presseurs (18) comportent un élément de charge (27 ; 58) pour générer une
force d'appui sur les surfaces d'appui (31 ; 32 ; 33 ; 34) de l'unité de condensation
(20).
3. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de condensation (20) est fixée de manière mobile sur l'ensemble de cylindres
presseurs (18) via un élément de charge (58) pour générer une force d'appui sur les
surfaces d'appui (331, 332, 333, 334) de l'unité de condensation (320).
4. Ensemble de cylindres presseurs selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de charge est un ressort (58), qui est fixé sur le corps de base (19) de
l'ensemble de cylindres presseurs (18) et sur le support (25) de l'unité de condensation
(320).
5. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'unité de condensation (20) est mobile dans le corps de base (19) de l'ensemble
de cylindres presseurs (18) via un guidage par glissement (50).
6. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'unité de condensation (20) est disposée de manière pivotante dans le corps de base
(19) de l'ensemble de cylindres presseurs (18).
7. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'unité de condensation (20) est disposée sur un axe (9 ; 17) des cylindres presseurs
jumeaux (4, 15) et pivotante autour de l'axe (9 ; 17).
8. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'ensemble de cylindres presseurs comporte un élément de charge à action pneumatique
pour générer une force d'appui sur les surfaces d'appui (131, 132, 133) de l'unité
de condensation (120).
9. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les moyens (21) pour fixer l'unité de condensation (20) comportent une sécurité contre
la perte (52) pour l'unité de condensation (20).
10. Ensemble de cylindres presseurs selon la revendication 9, caractérisé en ce que la sécurité contre la perte est formé par une agrafe (52).
11. Ensemble de cylindres presseurs selon la revendication 9, caractérisé en ce que la sécurité contre la perte est formé par un élément de charge (58).
12. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les axes (9, 17) des cylindres presseurs jumeaux (4, 15) sont logés de manière immobile
dans le corps de base (19) de l'ensemble de cylindres presseurs (18).
13. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le corps de base (19) de l'ensemble de cylindres presseurs (18) présente au moins
une surface de butée (61) pour le positionnement de l'unité de condensation (20) dans
le sens circonférentiel (C) du cylindre de banc d'étirage (3) pouvant être mis en
contact avec les cylindres supérieurs des cylindres presseurs jumeaux (4, 15).
14. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'une au moins des surfaces d'appui (31, 33) comporte un canal de condensation (14).
15. Ensemble de cylindres presseurs selon l'une des revendications 1 bis 13, caractérisé en ce que la première surface d'appui (31) est disposée entre les lignes de pincement (5, 16)
des cylindres presseurs jumeaux (4, 15) et l'autre surface d'appui (33) est disposée
hors des lignes de pincement (5, 16) des cylindres presseurs jumeaux (4, 15).