[0001] Die vorliegende Erfindung geht von einer gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches konzipierten
elektrischen Schutzkontaktsteckdose aus.
[0002] Derartige elektrische Schutzkontaktsteckdosen sind insbesondere dafür vorgesehen,
nach Bedarf über einen entsprechend ausgebildeten einsteckbaren Schutzkontaktstecker
und gegebenenfalls eine daran angeschlossene elektrische Leitung eine leicht wieder
trennbare elektrisch leitende Verbindung zu einem Verbraucher herzustellen. Mittlerweile
sind auch Schutzkontaktsteckdosen bekannt geworden, welche mit einer Schalteinrichtung
versehen sind, um zusätzliche Funktionalitäten zu eröffnen.
[0003] Eine dem Oberbegriff des Hauptanspruches entsprechende elektrische Schutzkontaktsteckdose
ist durch die
DE 10 2004 049 970 B3 bekannt geworden. Diese elektrische Schutzkontaktsteckdose weist ein die Kontaktteile
zur Kontaktierung des Steckerteils und der anzuschließenden elektrischen Leitungen
des Stromversorgungsnetzes des Gebäudes aufweisendes Sockelteil auf, an welchem ein
Steckdosenzentralstück befestigbar ist. Außerdem weist die elektrische Schutzkontaktsteckdose
eine Schalteinrichtung auf, über welche zum Zwecke der Aktivierung ihrer Fernschaltbarkeit
eine entsprechende Freigabeeinrichtung beeinflusst werden kann. Ein entsprechendes
Betätigungselement der Schalteinrichtung ist dem Steckdosenzentralstück zugeordnet.
Hinweise zur genaueren Realisierung der Schalteinrichtung sind dieser Druckschrift
jedoch nicht entnehmbar.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Schutzkontaktsteckdose
zu schaffen, bei der eine Schalteinrichtung auf einfache Art und Weise im Umfeld des
Steckdosenzentralstückes angeordnet werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im Hauptanspruch angegebenen Merkmale gelöst.
[0006] Bei einer solchermaßen ausgebildeten elektrischen Schutzkontaktsteckdose ist besonders
vorteilhaft, dass auf einfache Art und Weise über die Schalteinrichtung der Schutzkontaktsteckdose
auch entfernt angeordnete Verbraucher, wie Heizungsanlage, Beleuchtungseinrichtungen,
Jalousieantriebe usw. durch das Aussenden von Daten und/oder Telegrammen in ihrer
Funktion beeinflusst werden können. Die Daten und/oder Telegramme können dabei über
das Stromversorgungsnetz des Gebäudes und/oder funkbasiert gesendet werden. Weiterhin
ist besonders vorteilhaft, dass die Schalteinrichtung die zur Erzeugung der Daten
und/oder Telegramme notwendige elektronische Baueinheit und ein oder mehrere Tastschaltelemente
auf ein und derselben elektrischen Leiterplatte aufweist.
[0007] Vorteilhaft ist zudem, dass die Schalteinrichtung, ohne dass wesentliche Änderungen
am Steckdosenzentralstück der elektrischen Schutzkontaktsteckdose notwendig werden,
je nach Bedarf diesem zugeordnet werden kann.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Anhand
zweier in den Zeichnungen näher dargestellter Ausführungsbeispiele sei der erfindungsgemäße
Gegenstand näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1: räumlich gemäß erstem Ausführungsbeispiel eine elektrische Schutzkontaktsteckdose
in Explosionsdarstellung;
Fig. 2: eine Unteransicht der gemäß Figur 1 ausgeführten Schutzkontaktsteckdose ohne
Rahmen und Steckdosenzentralstück;
Fig. 3: einen Vollschnitt durch die elektrische Schutzkontaktsteckdose gemäß Figur
2 entsprechend Linie A - A;
Fig. 4: räumlich gemäß zweitem Ausführungsbeispiel eine elektrische Schutzkontaktsteckdose
in Explosionsdarstellung.
[0009] Wie aus den Zeichnungen hervorgeht, besteht eine solche elektrische Schutzkontaktsteckdose
hauptsächlich aus einem, den Erdungsbügel 1 und die zur Kontaktierung der Steckerstifte,
sowie der elektrischen Leitungen notwendigen Kontaktteile 2 aufnehmenden Sockelteil
3, an welchem ein Steckdosenzentralstück 4 befestigbar ist. Außerdem ist dem Steckdosenzentralstück
4 eine Leiterplatte 5 zugeordnet, die mit einem Tastschaltelement 6 und einer zur
Aussendung von Daten und/oder Telegrammen vorgesehenen elektronischen Baueinheit 7
bestückt ist. Selbstverständlich können bei Bedarf auch mehrere Tastschaltelemente
6 auf der elektrischen Leiterplatte 5 angebracht werden. Die elektronische Baueinheit
7 ist chipartig ausgeführt, wobei diese elektronische Baueinheit 7 zum leitungsgebundenen
Aussenden bzw. Empfangen von Daten und/oder Telegrammen vorgesehen ist. Über zwei
als federnde Kontaktstifte ausgeführte Anschlusselemente 8 steht die elektrische Leiterplatte
5 elektrisch leitend mit den zugehörigen Kontaktteilen 2 des Sockelteils 3 in Verbindung.
Um auf einfache Art und Weise eine elektrische Verbindung zwischen der Leiterplatte
5 und den zugehörigen Kontaktteilen 2 zu realisieren, sind der Unterseite des Sockelteils
3 zwei Zusatzkontaktelemente 16 zugeordnet, die jeweils einerseits elektrisch leitend
mit einem Kontaktteil 2 des Sockelteils 3 und andererseits mit dem Endbereich eines
als federnder Kontaktstift ausgeführten Anschlusselement 8 in Verbindung steht. Die
Federwirkung der Anschlusselemente 8 wird durch die jeweilige Zuordnung einer Schraubendruckfeder
S erreicht, welche sich jeweils einerseits an einem zugehörigen Kontaktplatz der elektrischen
Leiterplatte 5 abstützen und welche andererseits an dem anderen Endbereich des zugehörigen,
als federnder Kontaktstift ausgeführten Anschlusselement 8 in Anlage stehen.
[0010] Wie des weiteren aus den Figuren hervorgeht, ist die Schalteinrichtung mit ihrer
elektrischen Leiterplatte 5 einem separaten Gehäuseteil 9 zugeordnet. Das Gehäuseteil
9 ist als Gehäusesockel ausgebildet, auf welchem die Unterseite der elektrischen Leiterplatte
5 aufliegt und welches mit seiner offenen Oberseite der Unterseite des Steckdosenzentralstückes
4 zugeordnet ist, wobei angeformte Anlagestege des Gehäuseteiles 9 an der Unterseite
des Steckdosenzentralstückes 4 zur Anlage kommen. An die Unterseite des Gehäuseteils
9 sind zwei Führungsdome F angeformt, die jeweils ein als federnder Kontaktstift ausgebildetes
Anschlusselement 8 sowie die zugehörige Schraubendruckfeder S aufnehmen.
[0011] Wie insbesondere aus Figur 1 hervorgeht, sind gemäß erstem Ausführungsbeispiel an
das Gehäuseteil 9 mehrere Rastelemente 10 angeformt, welche haltend mit entsprechend
ausgeführten Rastbereichen 11 des Steckdosenzentralstückes 4 zusammenwirken, wie ebenfalls
insbesondere aus Figur 1 hervorgeht. Das Gehäuseteil 9 weist eine den Steckertopf
des Steckdosenzentralstückes 4 umfassende Durchtrittsöffnung D auf, wobei die Leiterplatte
5 ebenfalls den Steckdosentopf des Steckdosenzentralstückes 4 umgebend, also ringartig
ausgebildet ist.
[0012] Wie insbesondere aus Figur 4 hervorgeht, sind gemäß zweitem Ausführungsbeispiel an
das Gehäuseteil 9 mehrere Schraubösen 17 angeformt, über welche mittels Schrauben
18 das Gehäuseteil 9 haltend an die Unterseite des Steckdosenzentralstückes 4 angeschraubt
wird, wie ebenfalls insbesondere aus Figur 4 hervorgeht. Das Gehäuseteil 9 weist im
Wesentlichen eine rechteckförmige Ausbildung auf und ist mit einer seiner Schmalseiten
dem Steckertopf des Steckdosenzentralstückes 4 zugeordnet. Die Leiterplatte 5 ist
ebenfalls im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet und mit zwei Tastschaltelementen
6 und einer elektronischen Baueinheit 7 bestückt.
[0013] Bei beiden Ausführungsbeispielen ist zur Betätigung des auf der Leiterplatte 5 angeordneten
Tastschaltelementes 6 bzw. der auf der Leiterplatte 5 angeordneten Tastschaltelemente
6 ein als Betätigungstaste ausgeführtes Betätigungselement 12 vorgesehen. Bei Bedarf
können selbstverständlich auch mehrere Betätigungselemente 12 vorgesehen werden. Das
Betätigungselement 12 ist als rechteckförmige Betätigungstaste ausgeführt und längsverschieblich
in einer entsprechenden Ausnehmung des Steckdosenzentralstückes 4 angeordnet, wie
insbesondere aus Figur 1 hervorgeht. Zur Befestigung der elektrischen Schutzkontaktsteckdose
am Einbauort sind wie üblich die Tragplatte 13 und zwei Befestigungskrallen 14 vorgesehen.
Außerdem ist wie üblich das Steckdosenzentralstück 4 von einem Rahmen 15 umgeben.
[0014] Wie insbesondere aus Figur 4 hervorgeht, weist der beim zweiten Ausführungsbeispiel
zur Anwendung kommende Rahmen abweichend vom üblichen Standard eine rechteckförmige,
in einer Richtung über die Tragplatte 13 hinausragenden Rahmen 15 und ein entsprechend
ausgeführtes, ebenfalls größeres Steckdosenzentralstück 4 auf. Diese Abmessungen sind
insbesondere deshalb gewählt, um im Vergleich zum ersten Ausführungsbeispiel ein größer
dimensioniertes Betätigungselement 12 verwenden zu können.
[0015] Wie bereits erwähnt, sind bei beiden Ausführungsbeispielen im Sockelteil 3 Kontaktteile
2 angeordnet, die zur Kontaktierung der Steckerstifte des einzuführenden Steckers
und der elektrischen Leitungen des Stromversorgungsnetzes des Gebäudes (der Einfachheit
halber nicht dargestellt) vorgesehen sind. Zur Kontaktierung der elektrischen Leitungen
sind diese elektrischen Kontaktteile 2 mit sogenannten Federklemmen ausgerüstet. Über
die beiden Anschlusselemente 8, die beiden Schraubendruckfedern S und die beiden Zusatzkontaktelemente
16 steht die elektrische Leiterplatte 5 elektrisch leitend mit zwei der im Sockelteil
3 angeordneten Kontaktteile 2 in Verbindung, siehe insbesondere Figur 1 und Figur
4.
[0016] Wird vom Benutzer das Tastschaltelement 6 bzw. die Tastschaltelemente 6 durch Betätigung
der zugehörigen Betätigungselemente 12 betätigt, wird dadurch in der elektronischen
Baueinheit 7 ein zur Funktionsbeeinflussung notwendiges Telegramm erzeugt, welches
über zumindest eine elektrische Leitung des Stromversorgungsnetzes des Gebäudes an
die angeschlossenen Verbraucher (der Einfachheit halber nicht dargestellt) weitergegeben
wird. Zumindest ein an das Stromversorgungsnetz des Gebäudes angeschlossener Verbraucher
weist eine solche Telegramme auswertende Auswerteeinheit auf, so dass dieser Verbraucher
in seiner Funktion entsprechend beeinflusst wird. Die Verbraucher können dabei z.
B. als Leuchte, Jalousiemotor, Markisenmotor, Heizeinrichtung usw. ausgeführt sein.
[0017] Selbstverständlich können die Daten und/oder Telegramme, welche von der elektronischen
Baueinheit 7 erzeugt werden auch funkbasiert ausgesendet werden, wenn die elektronische
Baueinheit 7 mit einem Funksender ausgerüstet ist, wobei dann die Verbraucher mit
einer entsprechenden Funkauswerteeinheit versehen sein müssen.
1. Elektrische Schutzkontaktsteckdose die zur Aufnahme zumindest eines Steckers vorgesehen
ist, wobei die Schutzkontaktsteckdose eine mit einem Betätigungselement versehene
Schalteinrichtung aufweist, über welche zusätzliche Funktionen ein- bzw. ausgeschaltet
werden können, und wobei die Schutzkontaktsteckdose mit einem den Erdungsbügel und
die zur Kontaktierung der Steckerstifte sowie der elektrischen Leitungen vorgesehenen
Kontaktteilen aufnehmenden Sockelteil versehen ist, an welchem ein zur Aufnahme des
anzuschließenden Steckers vorgesehenes Steckdosenzentralstück befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinrichtung eine am Steckdosenzentralstück (4) festlegbare Leiterplatte
(5) aufweist, auf welcher zumindest ein Tastschaltelement (6) und eine zur Aussendung
von Daten und/oder Telegrammen vorgesehene elektronische Baueinheit (7) vorhanden
sind, und dass die elektrische Leiterplatte (5) über Anschlusselemente (8) elektrisch
leitend mit den zugehörigen Kontaktteilen (2) des Sockelteiles (3) in Verbindung steht.
2. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinrichtung mit ihrer Leiterplatte (5) von einem separaten Gehäuseteil
(9) aufgenommen ist.
3. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das die Schalteinrichtung aufnehmende separate Gehäuseteil (9) einstückig mit zumindest
einem Rastelement (10) versehen ist, welches haltend mit zumindest einem entsprechend
ausgeführten Rastbereich (11) des Steckdosenzentralstückes (4) zusammenwirkt.
4. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das die Schalteinrichtung aufnehmende separate Gehäuseteil (9) einstückig mit zumindest
einer Schrauböse (17) versehen ist, über welche das Gehäuseteil (9) über zumindest
eine Schraube (18) haltend am Steckdosenzentralstück (4) befestigbar ist.
5. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (9) als Gehäusesockel ausgebildet ist, welcher die Leiterplatte (5)
aufnimmt und mit seiner offenen Oberseite der Unterseite des Steckdosenzentralstückes
(4) zugeordnet ist.
6. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (9) eine den Steckertopf des Steckdosenzentralstückes (4) umfassende
Durchtrittsöffnung (D) aufweist.
7. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (5) zumindest ringabschnittartig ausgebildet ist.
8. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Leiterplatte (5) und
den zugehörigen Kontaktteilen (2) herstellendes Anschlusselement (8) als federnder
Kontaktstift ausgeführt ist.
9. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein die elektrisch leitende Verbindung zwischen der Leiterplatte (5) und
den zugehörigen Kontaktteilen (2) herstellendes Anschlusselement (8) als elektrische
Leitung ausgeführt ist.
10. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der elektrisch leitenden Verbindung zwischen der Leiterplatte (5)
und den zugehörigen Kontaktteilen (2) zumindest ein Anschlusselement (8) und ein Zusatzkontaktelement
(16) Verwendung findet.
11. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Betätigungselement (12) der Schalteinrichtung verschieblich im Steckdosenzentralstück
(4) geführt ist.
12. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Aussendung von Daten und/oder Telegrammen vorgesehene elektronische Baueinheit
(7) zur Aussendung von leitungsgebundenen Daten und/oder Telegrammen vorgesehen ist.
13. Elektrische Schutzkontaktsteckdose nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Aussendung von Daten und/oder Telegrammen vorgesehene elektronische Baueinheit
(7) zur Aussendung von funkbasierten Daten und/oder Telegrammen vorgesehen ist.