[0001] Die Erfindung betrifft einen Datenträger mit einem drucktechnisch aufgebrachten,
magnetischen Sicherheitsmerkmal sowie ein Herstellungsverfahren für einen solchen
Datenträger.
[0002] Zur Abwehr von Fälschungsversuchen besteht für Datenträger jeglicher Art, wie beispielsweise
Banknoten, Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine, Schecks, Lotteriescheine, hochwertige
Eintrittskarten, Pässe, Ausweise und sonstige fälschungsgefährdete Papiere, sowie
kartenförmigen Datenträger, insbesondere Chipkarten, ständig ein Bedarf an neuen Sicherheitsmerkmalen.
[0003] In der
WO 2006/053685 A2 wird eine Banknote mit einem für den Betrachter nicht sichtbaren, banknotenspezifischen
Code beschrieben. Dies ist beispielsweise ein Barcode, der mit einer nur im Infraroten
sichtbaren Druckfarbe gedruckt ist. Der banknotenspezifische Code wird aus einer messbaren
Eigenschaft der Banknote abgeleitet, beispielsweise aus einem mithilfe eines Lasers
eingebrachten Muster oder aus einem anderweitig gezielt variierten oder zufälligen
Merkmal der Banknote, wie aus einem auf der Banknote aufgedruckten Tiefdruckelement.
[0004] Ebenso beschreibt die
WO 2007/110155 A1 ein Sicherheitselement, welches nur im Infraroten erkennbar und für einen Betrachter
somit nicht sichtbar ist. Die darin beschriebene Banknote umfasst eine obere Schutzschicht,
welche infrarotes Laserlicht nicht absorbiert, und eine untere Markierungsschicht,
welche das Laserlicht absorbiert. Mittels kurzer IR-Laserpulse kann dadurch eine für
den Betrachter nicht sichtbare Information in die untere Markierungsschicht eingeschrieben
werden, ohne die obere Deckschicht zu zerstören.
[0005] Aus
DE 10 2007 055 112 A1 ist ein sogenanntes "Waschverfahren" bekannt, bei dem in eine Beschichtung in Auflicht
erkennbare Zeichen dadurch eingebracht werden, dass unter der Beschichtung eine Druckfarbe
aufgetragen wird, die aus einer Mischung aus einem Bindemittel und reaktiven Bestandteilen
besteht. Bei Kontakt mit Wasser und/ oder durch Bestrahlung werden die reaktiven Bestandteile
aktiviert und brechen die Beschichtung auf. Weiter wird ausgeführt, dass zusammen
mit der
Druckfarbe auch die darüberliegende Beschichtung bzw. alle über der Druckfarbe liegenden Beschichtungen
entfernt werden.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein alternatives Verfahren zur Herstellung
eines Datenträgers mit einem für den Betrachter nicht sichtbaren, maschinenlesbaren
Sicherheitsmerkmal sowie einen entsprechenden Datenträger anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und einen Datenträger mit den Merkmalen der
unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen Ansprüche und die nachfolgende Beschreibung
betreffen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen.
[0008] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Druckfarben mit einem magnetischen Bestandteil
und beruht unter anderem auf der Erkenntnis, dass die Menge des magnetischen Stoffes
in einer solchen Druckfarbe nach dem Aufdrucken auf einen Datenträger reduziert werden
kann. Sowohl der Betrag, um den die Menge des magnetischen Stoffes reduziert wird,
als auch der betroffene räumliche Bereich können dabei gezielt ausgewählt werden.
[0009] Das Sicherheitsmerkmal wird demnach erzeugt, indem in einem ersten Schritt eine Druckfarbe
auf den Datenträger aufgedruckt wird, welche eine ausgewählte Menge eines magnetischen
Stoffes enthält. In einem weiteren Schritt wird die Menge des magnetischen Stoffes
der Druckfarbe in zumindest einem Teilbereich der aufgedruckten Druckfarbe reduziert.
[0010] Die Druckfarbe umfasst, vermischt mit einer Basisfarbe für das angewendete Druckverfahren,
wie Hochdruck, Tiefdruck, Offsetdruck, Siebdruck, Zifferndruck, Indirektdruck, Flexodruck,
Thermodruck, Laserdruck, Tintenstrahldruck, Nadeldruck, eine Magnetpaste mit para-
und/ oder ferro-magnetischen Partikeln. Die Druckfarbe ist somit magnetisierbar und
erzeugt im Falle ferro-magnetischer Partikel eine Magnetisierung, welche auch ohne
äußeres Magnetfeld bestehen bleibt und eine sogenannte Remanenz-Flussdichte erzeugt.
Die magnetischen Partikel können dabei hart- oder weichmagnetisch sein. Die Magnetisierung
kann maschinell durch Magnetsensoren detektiert werden.
[0011] Die aufgedruckte Druckfarbe überdeckt den Datenträger zumindest teilweise, das heißt
der Datenträger ist mit dem Sicherheitsmerkmal teilweise oder vollständig bedruckt.
[0012] Im Anschluss an das Aufdrucken der magnetischen Druckfarbe wird zumindest bereichsweise
die Menge des darin enthaltenen magnetischen Stoffes reduziert, indem die magnetischen
Partikel entfernt bzw. gelöscht werden. Dadurch wird die magnetische Polarisierbarkeit,
das heißt die erreichbare Magnetisierung, in dem entsprechenden Teilbereich verringert.
Im Falle ferro-magnetischer Partikel wird somit die Remanenz-Flussdichte reduziert.
Vorzugsweise wird die Menge des magnetischen Stoffes auf 10 bis 50 % der ursprünglichen
Menge reduziert. Die Menge des magnetischen Stoffes ist somit nach dem Reduzieren
sowohl von der Menge des magnetischen Stoffes vor dem Reduzieren als auch von Null
verschieden, wobei diese verschiedenen Mengen des magnetischen Stoffes mit geeigneten
Sensoren jeweils gemessen werden können. Der nach dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren
hergestellte Datenträger besitzt dementsprechend eine veränderte magnetische Struktur,
welche anschließend detektierbar ist. Durch dieses partielle Verändern der magnetischen
Eigenschaft in zumindest einem Teilbereich der aufgedruckten magnetischen Druckfarbe
wird somit ein eindeutig unterscheidbares maschinenlesbares Sicherheitsmerkmal geschaffen.
Die Dicke des Druckauftrages der aufgedruckten Druckfarbe ändert sich durch das Reduzieren
der Menge des magnetischen Stoffes vorzugsweise nicht.
Die aufgedruckte magnetische Druckfarbe kann in Form eines einzelnen Druckelements
oder in Form von mehreren räumlich getrennten Druckelementen vorliegen. Das oder die
Druckelemente können dabei vollflächig oder als Raster ausgebildet sein. Der Teilbereich,
in dem die Menge des magnetischen Stoffes reduziert wird, kann dann ein Teilbereich
eines solchen Druckelementes sein oder im Falle mehrerer Druckelemente ein oder mehrere
Druckelemente vollständig umfassen. Dadurch kann auf dem Datenträger eine veränderte
magnetische Struktur, beispielsweise in Form alphanumerischer Zeichen und/oder graphischer
Elemente, geschaffen werden. Durch diese Form von intelligenter magnetischer Codierung
kann das Sicherheitsmerkmal des Datenträgers markiert und individualisiert werden.
[0013] Das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren schafft somit ein maschinenlesbares Sicherheitsmerkmal
für einen Datenträger, dessen Vorhandensein für den Betrachter und somit auch für
einen potentiellen Fälscher nicht erkennbar ist, und welches folglich in Fälschungen
fehlt. Das Sicherheitsmerkmal lässt sich jedoch mit geeigneten Prüfmitteln, welche
zumindest in Banken oder auch an einem Point-of-Sale, beispielsweise einer Kasse,
vorhanden sind, überprüfen.
[0014] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäß genutzten magnetischen Eigenschaften ist,
dass diese durch Verschmutzungen des Datenträgers nicht beeinflusst werden und somit
optischen Sicherheitsmerkmalen überlegen sind.
[0015] Die magnetische Druckfarbe kann unmittelbar auf den Datenträger aufgedruckt werden
oder beispielsweise auf eine Trägerfolie zur Erzeugung eines Transferelementes, welches
anschließend auf den Datenträger aufgebracht wird.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens
erfolgt das Reduzieren der Menge des magnetischen Stoffes durch Wechselwirkung der
aufgedruckten Druckfarbe mit der Strahlung einer elektromagnetischen Strahlungsquelle,
insbesondere mit der Strahlung eines Lasers. Die magnetischen Partikel der Magnetpaste,
welche Teil der Druckfarbe ist, eignen sich in hohem Maße dazu, mithilfe solcher elektromagnetischer
Strahlung aus der aufgedruckten Druckfarbe entfernt zu werden. Durch die Einwirkung
der elektromagnetischen Strahlung werden die magnetischen Partikel vorzugsweise verdampft
und/ oder herausgeschleudert. Dies geschieht bereits bei einer sehr geringen Strahlungs-
bzw. Laserleistung.
[0017] Vorzugsweise werden die Basisfarbe und die Wellenlänge des Lasers derart gewählt,
dass die Basisfarbe für Licht der Wellenlänge des Lasers transparent ist, so dass
die Basisfarbe das Laserlicht nicht oder in nur geringem Umfang absorbiert. Dadurch
können die magnetischen Partikel mithilfe des Lasers gezielt bearbeitet werden, während
die Basisfarbe im Druckauftrag nicht oder in nur geringem Umfang verändert wird.
[0018] Vorzugsweise werden als Strahlungsquelle Kurzzeit-Pulslaser, wie Nd:YAG-oder Nd:YVO
4-Laser mit einer Wellenlänge von 1,064 µm verwendet, welche Pulslängen im Bereich
von 1 bis 50 Nanosekunden liefern. Die Verwendung von gepulsten Kurzzeit-Lasern trägt
dazu bei, unerwünschte Veränderungen an dem Sicherheitsmerkmal und auch an dem Datenträger
zu vermeiden. Durch die Verwendung eines Lasers zum Reduzieren der Menge des magnetischen
Stoffes in der aufgedruckten Druckfarbe kann eine hohe räumliche Auflösung der Teilbereiche
mit der veränderten magnetischen Eigenschaft erzielt werden. Diese räumliche Auflösung
wird durch die Größe des Wechselwirkungsbereichs der elektromagnetischen Strahlung
bestimmt und entspricht vorzugsweise der Größe des Laserfokus.
[0019] Die Veränderung der magnetischen Eigenschaften kann mit einer Farbveränderung einhergehen,
die möglichst unauffällig bleiben sollte. Die Farbveränderung bzw. der Farbumschlag
des Teilbereichs mit der veränderten magnetischen Eigenschaft kann mithilfe des wahrnehmungsangepassten
LAB-Farbraums charakterisiert werden. Dabei wird jedem Farbton ein eindeutiges Wertetripel
L,
A, B zugeordnet, wobei der L-Wert zwischen 0 und 100 und die A- und B-Werte jeweils zwischen
-128 und +127 liegen. Der Farbabstand
ΔE zweier Farbtöne (
L1,
A1, B1) und (
L2, A2, B2) berechnet sich aus dem euklidischen Abstandsmaß

wobei gilt
ΔL =
L1 -
L2, ΔA = A1 - A2 und
ΔB =
B1 -
B2. In diesem wahrnehmungsangepassten Farbraum steht ein bestimmter Farbabstand
ΔE für einen bestimmten subjektiv durch einen Betrachter empfundenen farblichen Unterschied
zweier Farbtöne.
[0020] Vorzugsweise ändert sich durch das Reduzieren der Menge des magnetischen Stoffes
der Farbton der Druckfarbe um einen Farbabstand von weniger als 25, vorzugsweise weniger
als 15, 5, 2 oder 1. Bei einem derart geringen Farbabstand fällt die Farbveränderung
in dem Teilbereich, in dem die Menge des magnetischen Stoffes reduziert wurde, visuell
nur geringfügig aus, so dass die Farbveränderung für den Betrachter auch im Vergleich
mit Bereichen, in denen die Menge des magnetischen Stoffes nicht reduziert wurde,
kaum oder nicht zu erkennen ist.
[0021] Der Farbumschlag kann durch eine geeignete Wahl der Parameter der Druckfarbe und/
oder der elektromagnetischen Strahlungsquelle vermindert werden. Generell fällt der
Farbumschlag beim Reduzieren der Menge des magnetischen Stoffes gering aus, wenn der
Farbton der Magnetpaste einen nur geringen Farbabstand von der Basisfarbe aufweist.
[0022] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird das aufgedruckte Sicherheitsmerkmal und/
oder der Teilbereich, in dem die Menge des magnetischen Stoffes reduziert worden ist,
durch Muster und/oder Strukturen im Untergrunddruck kaschiert. Weiterhin kann der
Teilbereich auch in einem weiteren Bearbeitungsschritt überdruckt werden, beispielsweise
mit Effektpigmenten. Eine solche Kaschierung ist vor allem bei höheren Farbabständen
vorteilhaft und/oder wenn die visuelle Wahrnehmbarkeit des Teilbereichs mit der veränderten
magnetischen Struktur vermindert werden soll.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird durch das Aufdrucken
der Druckfarbe auf dem Datenträger ein taktil wahrnehmbares Element erzeugt.
[0024] Das Aufdrucken geschieht dabei vorzugsweise im Tiefdruck, wie beispielsweise dem
Stichtiefdruck, bei welchem die Gravuren mithilfe eines manuell oder maschinell geführten
Stichels in die Druckplatte eingebracht werden, oder dem Rastertiefdruck, bei welchem
Vertiefungen in die Druckplatte geätzt werden. Die dabei erzeugten Tiefdruckelemente
sind leicht und ohne Hilfsmittel taktil zu überprüfen, aber technisch nur schwer nachahmbar.
Mit dem Tiefdruck stehen viele Freiheitsgrade zur Verfügung, um die taktile Wahrnehmbarkeit
wie auch die magnetischen Eigenschaften des aufgedruckten Tiefdruckelementes gezielt
zu beeinflussen. Dabei werden die Gravuren in der Druckplatte für die Aufnahme der
Magnetpaste der Druckfarben im Hinblick auf die notwendige Signalstärke der verwendeten
Magnetsensoren optimiert, beispielsweise durch eine ausreichende Dimensionierung der
Gravur in der Druckplatte in Bezug auf Tiefe und/ oder Breite. Die kleinste Ausdehnung
der Gravur beträgt mindestens 10 x 10 µm. Bevorzugt weist die Gravur eine Breite von
mehr als 100 µm, besonders bevorzugt 1 bis 3 mm auf. Der kleinste Abstand mehrerer
Gravuren in der Druckplatte kann 0 µm betragen. Er beträgt bevorzugt 500 µm, besonders
bevorzugt 1 bis 10 mm. Der Flankenwinkel der Gravur in der Druckplatte beträgt bevorzugt
40° (gegenüber der Flächennormalen der Druckplattenoberfläche), so dass die Gravurtiefe
etwa die Hälfte der Gravurbreite beträgt. Der Flankenwinkel wird beispielsweise durch
den entsprechenden Winkel des Stichels zur Erzeugung der Gravur bestimmt. Die Gravurtiefen
liegen zwischen 0 und 250 µm, bevorzugt zwischen 0 und 120 µm und besonders bevorzugt
zwischen 30 und 70 µm. Dabei können verschieden dicke Druckaufträge, die aus verschieden
tiefen Gravuren resultieren, mit dem zur Reduzierung der Menge des magnetischen Stoffes
verwendeten Laser, unterschiedlich wechselwirken. Denn die oberflächennahen magnetischen
Partikel eines dicken Druckauftrags werden von der einfallenden Laserstrahlung stärker
beeinflusst als die tiefer liegenden Partikel. Zur Erhöhung der taktilen Wahrnehmbarkeit
des Sicherheitsmerkmals besitzt dessen taktiler Bereich eine Linienstruktur mit taktil
wahrnehmbaren Linien in der Höhe von beispielhaft 100 µm.
[0025] Die Verwendung des Linientiefdrucks zur Erzeugung des Sicherheitsmerkmals ermöglicht
die Realisierung von im Druckelement integrierten taktilen Elementen, vor allem im
Randbereich des Druckelementes. Das Vorsehen von taktilen Elementen erhöht die Fälschungssicherheit,
da diese Elemente nur schwer kopiert werden können, insbesondere nicht mittels eines
(Farb)-Fotokopierers, und zudem über den Tastsinn leicht überprüft werden können.
[0026] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird zumindest eine weitere
Druckfarbe auf den Datenträger aufgedruckt, um einen weiteren Teil des Sicherheitsmerkmals
zu erzeugen. Die weitere Druckfarbe unterscheidet sich von der ersten Druckfarbe in
der Menge des magnetischen Stoffes, die die weitere Druckfarbe beim Aufdrucken enthält,
im Farbton der Druckfarbe und/ oder in der Dicke des Druckauftrags.
[0027] Die weitere Druckfarbe unterscheidet sich von der ersten Druckfarbe beispielsweise
im Mischungsverhältnis von verwendeter Basisfarbe und Magnetpaste oder in der verwendeten
Basisfarbe und/ oder der Magnetpaste selbst, wobei letztere beispielsweise magnetische
Partikel mit anderen magnetischen Eigenschaften aufweist. Insbesondere beim Drucken
im Tiefdruck kann die Dicke des Druckauftrages leicht über die Gravurtiefe der Druckplatte
variiert werden. Zusätzlich können auch mehrere Magnetpasten in einer Druckfarbe kombiniert
werden. Somit steht eine Vielzahl von Freiheitsgraden zur Verfügung, um der aufgedruckten
Druckfarbe den gewünschten Farbton und die gewünschten magnetischen Eigenschaften
zu verleihen. Insbesondere beeinflusst bereits die Dicke des Druckauftrags die flächenbezogene
Menge des magnetischen Stoffes in dem Sicherheitselement und somit die Magnetisierung
bzw. die (Remanenz-)Flussdichte des Druckauftrags. Da im Tiefdruck üblicherweise lasierende
Farben verwendet werden, kann über die Farbschichtdicke auch der Tonwert eingestellt
werden.
[0028] Das Aufdrucken der weiteren Druckfarbe kann in einem Arbeitsschritt zusammen mit
dem Aufdrucken der ersten Druckfarbe geschehen. Es ist insbesondere ein mehrfarbiger
Druck möglich. Dabei kann die weitere Druckfarbe nicht nur von der ersten Druckfarbe
verschiedene magnetische Eigenschaften besitzen, sondern es kann auch auf die Beimischung
einer Magnetpaste insgesamt verzichtet werden, so dass bereits beim Aufdrucken der
verschiedenen Druckfarben eine Strukturierung der magnetischen Eigenschaften des Sicherheitselementes
möglich ist. Vorzugsweise können Strukturen aufgedruckt werden, welche abwechselnd
magnetisch und nicht magnetisch sind.
[0029] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden die magnetischen Eigenschaften
der verschiedenen aufgedruckten Druckfarben dadurch individualisiert, dass auch in
zumindest einem Teilbereich der weiteren Druckfarbe die Menge des magnetischen Stoffes
reduziert wird.
[0030] Dadurch ergeben sich weitere Freiheitsgrade zur Individualisierung des Datenträgers
und zur Gestaltung des gewünschten Sicherheitsmerkmals. Vorzugsweise wird der Farbton
und/oder die Menge des magnetischen Stoffes der mehreren aufgedruckten Druckfarben
derart gewählt, dass sich nach dem Individualisieren Bereiche mit unterschiedlichen
Magnetisierungen (hinsichtlich Stärke und/ oder Art der Magnetisierung), aber gleichen
Farbtönen ergeben, so dass die Bereiche mit messbar verschiedenen magnetischen Eigenschaften
visuell kaum oder nicht unterscheidbar sind.
[0031] Vorteilhafterweise werden die Konturen des Bereichs der Druckfarbe und/ oder des
Teilbereichs, in dem die Menge des magnetischen Stoffes reduziert wird, derart gewählt,
dass der Bereich der Druckfarbe und/ oder der Teilbereich mit einem Magnetsensor maschinell
in einem gewünschten Umfang detektierbar sind. Ein Magnetsensor erzeugt ein Detektionssignal
beim Übergang zwischen Bereichen mit verschiedener magnetischer Flussdichte, beispielsweise
beim Übergang zwischen einem Bereich ohne magnetischen Stoff und einem Bereich mit
magnetischem Stoff, oder auch zwischen dem Bereich der Druckfarbe und einem Teilbereich
mit einer reduzierten Menge des magnetischen Stoffes. Die Stärke des Detektionssignals
hängt von dem zeitbezogenen Gradienten der magnetischen Flussdichte am Magnetsensor
ab, so dass ein stärkeres Detektionssignal erzeugt wird, wenn das Sicherheitsmerkmal
beispielsweise mit größerer Geschwindigkeit an dem Magnetsensor vorbei bewegt wird,
und vor allem, wenn auf dem Sicherheitsmerkmal ein scharfer bzw. schneller Übergang
zwischen Bereichen mit verschiedener Magnetisierung vorliegt, mit anderen Worten,
wenn ein starker ortsbezogener Gradient der Menge des magnetischen Stoffes auf dem
Datenträger vorhanden ist. Ein solcher scharfer Übergang wird beispielsweise durch
geradlinige Randkonturen der verschiedenen Bereiche des Sicherheitselements erzeugt,
welche vorzugsweise quer zur Detektionsrichtung verlaufen, das heißt quer zu der Richtung,
in welcher der Datenträger bei der Detektion der magnetischen Eigenschaften beispielsweise
in einem Prüfverfahren gegenüber einem magnetischen Sensor einer entsprechenden Prüfvorrichtung
verschoben wird. Diese Detektionsrichtung ist bei der Herstellung des Datenträgers
im Allgemeinen bereits bekannt und ist im Allgemeinen gleich der Richtung einer der
Kanten des Datenträgers oder des Sicherheitselements. Eine solche Ausrichtung der
Kanten führt zu einem hohen Detektionssignal im Magnetsensor und reduziert somit einerseits
die notwendige Menge von magnetischen Partikeln in der Druckfarbe und andererseits
die notwendige Detektionsempfindlichkeit des Magnetsensors, wodurch das Sicherheitsmerkmal
und dessen verschiedene Bereiche mit geringem Aufwand und hoher Detektionssicherheit
detektiert werden können.
[0032] Ist dagegen ein möglichst geringes Detektionssignal des Magnetsensors beim Übergang
zwischen Bereichen mit verschiedener Magnetisierung erwünscht, wird vorzugsweise ein
langsamer Übergang, das heißt ein breiter Übergangsbereich mit einem kleinen ortsbezogenen
Gradienten der Menge des magnetischen Stoffs an dem Übergang, erzeugt und der Übergang
verschleiert, indem beispielsweise die Intensität der elektromagnetischen Strahlung,
mit der die Menge des magnetischen Stoffs in dem Teilbereich reduziert wird, im Randbereich
des Teilbereichs kontinuierlich oder stufenweise verändert wird. Dadurch kann während
des Schritts des Reduzierens der Menge des magnetischen Stoffs, beispielsweise über
die Intensität der elektromagnetische Strahlung, die Stärke des späteren Detektionssignals
des Magnetsensors verändert werden und somit das Sicherheitsmerkmal des Datenträger
zusätzlich individualisiert werden. Das Individualisieren wird vorzugsweise durch
eine geeignete Wahl der Kontur des Bereichs bzw. der Bereiche der Druckfarbe mit den
magnetischen Partikeln unterstützt.
[0033] Vorteilhafterweise wird die Menge des magnetischen Stoffes in dem zumindest einen
Teilbereich nicht vollflächig, sondern nur rasterartig reduziert. Grundgedanke dabei
ist es, dass die ortsbezogene Auflösung des Magnetsensors üblicherweise geringer ist
als die ortsbezogene Auflösung der zum Reduzieren der Menge des magnetischen Stoffes
verwendeten elektromagnetischen Strahlung, beispielsweise des Laserfokus. Dadurch
kann beispielsweise ein für den Magnetsensor gut detektierbarer, scharfer Übergang
erzeugt werden, während der Farbton der Druckfarbe in dem Teilbereich visuell nicht
oder nur geringfügig wahrnehmbar verändert wird. Dazu wird die Breite des Wechselwirkungsbereichs
der elektromagnetischen Strahlung vorzugsweise so gewählt, dass innerhalb des Teilbereichs
ein visuell kaum wahrnehmbares Rastermuster erzeugt wird. Das Raster umfasst vorzugsweise
Punkte oder Linien mit geeignet gewähltem Muster, insbesondere mit variablen Rasterabständen
und/ oder Rasterstärken. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist der Teilbereich
Rasterlinien auf, welche in Richtung der Detektionsrichtung liegen, da sich somit
die Position der Rasterlinien während der Detektion gegenüber dem Magnetsensor nicht
verändert und daher das Entstehen eines unerwünschten Detektionssignals ausgeschlossen
ist.
[0034] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird die Menge des magnetischen Stoffes
nicht in dem gesamten Druckauftrag der Druckfarbe reduziert sondern lediglich an dessen
Oberseite. Dadurch wird die Menge des magnetischen Stoffes nur in einem kleinen Segment
des Druckauftrags reduziert, wodurch sich der Farbton der aufgetragenen Druckfarbe
visuell nur geringfügig ändert. Ein solches Reduzieren der Menge des magnetischen
Stoffes in nur einem oberflächennahen Bereich kann sehr einfach an einem Tiefdruckelement
mit einer signifikanten Höhe des Druckauftrags durchgeführt werden, insbesondere an
einem taktilen Element. Vorteilhafterweise wird dieses oberflächennahe Reduzieren
zugleich rasterartig ausgeführt, was die visuelle Unterscheidbarkeit des Teilbereichs
von dem Bereich der Druckfarbe mit nicht reduzierter Menge von magnetischem Stoff
weiter reduziert.
[0035] Vorzugsweise wird der zum Reduzieren der Menge des magnetischen Stoffes verwendete
Laser auch zum Einbringen von weiteren Markierungen, beispielsweise individualisierenden
Codierungen, in zumindest einem weiteren Sicherheitsmerkmal, beispielsweise in einem
Folienelement und/oder einem Sicherheitsfaden, des Datenträgers verwendet.
[0036] Mittels des vorbeschriebenen Verfahrens ist somit ein Datenträger mit einem aufgedruckten
Sicherheitsmerkmal herstellbar, welches einen ersten und einen zweiten Teilbereich
mit gleicher Druckschichtdicke und gleicher aufgedruckter Druckfarbe aufweist, wobei
der erste Teilbereich eine erste Menge eines magnetischen Stoffes enthält und der
zweite Teilbereich eine zweite, geringere, gegenüber dem ersten Teilbereich reduzierte
Menge des magnetischen Stoffes enthält. Weitere Teilbereiche des Sicherheitsmerkmals
können andere Druckschichtdicken, andere Farbtöne, andere Druckfarben und/ oder andersartige
magnetische Stoffe oder Stoffmengen aufweisen.
[0037] Das Sicherheitsmerkmal kann, wie erwähnt, als ein räumlich zusammenhängender, durchgehender
Farbauftrag, das heißt als einzelnes Druckelement, ausgestaltet sein. Die ersten und
zweiten Teilbereiche bilden dann Teilbereiche des einzelnen Druckelementes. Das Sicherheitsmerkmal
kann auch aus mehreren räumlich voneinander getrennten Druckelementen bestehen. In
diesem Fall umfassen der erste und zweite Teilbereich beispielsweise Teilbereiche
der verschiedenen Druckelemente oder vorzugsweise eines oder mehrere verschiedene
Druckelemente vollständig.
[0038] Die verschiedenen Teilbereiche des Sicherheitsmerkmals können mit nur einem einzigen
Druckschritt hergestellt werden. Mithilfe eines geeigneten Nachbearbeitungsschrittes,
vorzugsweise in Form einer Lasereinwirkung, können die magnetischen Eigenschaften
der aufgedruckten Druckfarbe bereichsweise gezielt verändert werden. Somit kann ein
Datenträger mit einem individualisiertem Sicherheitsmerkmal geschaffen werden.
[0039] Weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend beispielhaft
anhand der Figuren erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- eine Banknote mit einem gedruckten Sicherheitsmerkmal in Form einer individualisierten
Matrix;
- Fig. 2
- eine Banknote mit einem gedruckten Sicherheitsmerkmal, umfassend ein alphanumerisches
Zeichen;
- Fig. 2A-C
- ein gedrucktes Sicherheitsmerkmal, umfassend eine Nummerierung, die mit von Fig. 2A
bis Fig. 2C zunehmender Laserleistung gelasert wurde;
- Fig. 3A, 3B
- ein gedrucktes Sicherheitsmerkmal in Form einer Matrix;
- Fig. 4A, 4B
- das Verschleiern einer zuvor ausgeprägten Kante;
- Fig. 5
- das Ausprägen einer zuvor verschleierten Kante;
- Fig. 6A, 6B, 6C
- verschiedene Rastermuster zum Reduzieren der Magnetpigmentmenge
- Fig. 7
- ein magnetisches Detektionssignal; und
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht eines Tiefdruckelements.
[0040] Die Erfindung wird nun am Beispiel einer Banknote näher erläutert. Dazu zeigen die
Figuren 1 und 2 schematisch eine Banknote 1 mit jeweils zwei Sicherheitsmerkmalen:
einem Sicherheitsstreifen 2 und einem aufgedrucktem Sicherheitsmerkmal 3.
[0041] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des Herstellungsverfahrens wird das Sicherheitsmerkmal
3 mittels Stichdruck auf den Datenträger aufgedruckt. Die aufzudruckende Druckfarbe
setzt sich zusammen aus einer an sich bekannten Stichtiefdruckfarbe als Basisfarbe
und aus einer Magnetpaste oder einer andersartigen magnetischen Druckfarbe, welche
einen Anteil von 10 bis 60 % an der aufzudruckenden Druckfarbe bildet. In dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel besteht die magnetische Basisfarbe aus folgenden Bestandteilen:
- Magnetpigment BASF 345 (Harteisen) 35,0 %;
- Bindemittel Stichdruck 67 0109/16 (GSI) 37,0 %;
- Kreide (nicht gecoated) 10,0 %;
- Anti-Ablegepaste 67 0113 (GSI) 6,0 %;
- Anti-Ablegepaste 67 0114 (GSI) 6,0 %;
- Mineralöl 190 - 240°C SB 2,0 %;
- Mikronisiertes PE-Wachs 2,0 %; und
- Trockenstoff 67 0141 (GSI) 2,0 %.
[0042] In der aufgedruckten Druckfarbe beträgt der Anteil des Magnetpigments, das heißt
die Menge des magnetischen Stoffes, somit zwischen 5 % und 20 %. Die Mengenangaben
beziehen sich auf das Gewicht (Gewichtsprozent).
[0043] Das Magnetpigment, das Bindemittel und die Kreide bilden den Abreibeanteil der Magnetpaste.
Die übrigen Bestandteile bilden den sogenannten Mischanteil der Magnetpaste. Der Abreibeanteil
wird mittels eines Drei-Walzen-Stuhls oder einer Perlmühle dispergiert.
[0044] Die Koerzitivfeldstärke des Magnetpigments sollte zwischen 18 und 40 kA/m liegen.
Vorzugsweise wird das isometrische Magnetpigment BASF 345 verwendet, welches eine
Koerzitivfeldstärke von 21 kA/m (= 265 Oe) aufweist.
[0045] Als Basisfarbe für die Druckfarbe wird im bevorzugten Ausführungsbeispiel eine gelbe
Stichtiefdruckfarbe verwendet. Es kann aber auch Stichtiefdruckfarbe mit jedem anderen
Farbton verwendet werden, solange die Stichtiefdruckfarbe für ein Mischen mit Magnetpaste
geeignet ist. Im Allgemeinen haben die Stichtiefdruckfarbe und die magnetische Magnetpaste
verschiedener Farbtöne, so dass über deren Mischungsverhältnis nicht nur die magnetischen
Eigenschaften der aufgedruckten Druckfarbe, sondern auch deren Farbton beeinflusst
werden kann. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Stichtiefdruckfarbe gelb
und die Magnetpaste oliv, so dass bei zunehmendem Anteil von Magnetpaste die resultierende
Druckfarbe zunehmend dunkel wird. Weiterhin kann die Magnetpaste entsprechend den
Anforderungen an die magnetischen Eigenschaften verändert werden, und es können auch
mehrere verschiedene Magnetpasten mit einer Stichtiefdruckfarbe zu einer Druckfarbe
gemischt werden.
[0046] Bevorzugt können auch Magnetpasten verwendet werden, die nicht olivfarben, dunkelfarben
oder schwarz, sondern die möglichst hell oder weiß sind. Dies hat den Vorteil, dass
sie den Farbton einer hellen Stichdruckfarbe nicht oder nur geringfügig verändern.
Besonders bevorzugt sind die Magnetpasten transparent für elektromagnetische Strahlung
im infraroten Wellenlängenbereich.
[0047] Anschließend wird das Sicherheitselement mit den gewählten magnetischen Eigenschaften,
insbesondere mit der gewählten Menge des Magnetpigments, auf den Datenträger gedruckt.
Die durch den Aufdruck erhältliche Remanenz-Flussdichte kann unterhalb der Größenordnung
des natürlichen Erdmagnetfeldes (ca. 50 µT) liegen und beispielsweise 10 µT betragen.
Die notwendige Flussdichte des Druckauftrags wird durch das Prüfverfahren, insbesondere
die Empfindlichkeit der dabei eingesetzten Magnetsensoren, bestimmt.
[0048] Beispielsweise kann mit dem Tiefdruck ein Farbauftrag von ca. 8 g/m
2 erzeugt werden.
[0049] Anschließend wird die aufgedruckte Druckfarbe mit einem Laser bearbeitet. In dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel wird hierzu ein Nd:YAG- oder ein Nd:YVO
4-Kurzzeitlaser verwendet mit einer Dauerstrich-Leistung im Bereich von 1 bis 10 Watt,
beispielsweise 6 Watt, einer Pulsfrequenz von bis zu 100 kHz und einer flächenbezogenen
Energie von 1 bis 5 J/cm
2. Die Pulslänge der Laserpulse beträgt weniger als 50 ns, vorzugsweise weniger als
20 ns, oder sogar weniger als 1 ns.
[0050] Die genannten Lasertypen haben eine Wellenlänge von ca. 1064 nm, die von der gelben
Stichtiefdruckfarbe der Druckfarbe nicht absorbiert wird. Bei Verwendung anderer Stichtiefdruckfarben
muss möglicherweise eine andere Laserwellenlänge gewählt werden, so dass diese in
einem Bereich liegt, in der die Stichtiefdruckfarbe nicht oder nur geringfügig absorbiert.
Dadurch wechselwirkt der Laser über die gesamte Schichtdicke der aufgetragenen Druckfarbe,
was bei starker Laserleistung durch Schmauchspuren auf der Ober- und Unterseite der
aufgedruckten Druckfarbe erkannt werden kann.
[0051] Die Laserparameter, wie Leistung, Pulslänge, Pulsfrequenz, Wechselwirkungsdauer und
Spotgröße des Lasers, also dessen Fokussierung, werden zum einen auf die verschiedenen
Komponenten der aufgedruckten Druckfarbe als auch auf das gewünschte Ergebnis abgestimmt.
[0052] Fig. 3A zeigt ein gedrucktes Sicherheitsmerkmal, welches aus einer Matrix von 7 x
3 gleichartig gedruckten Druckelementen besteht. Es kann sich dabei um vollflächig
gedruckte oder als Raster gedruckte Druckelemente handeln, beispielsweise um ein im
Linientiefdruck gedrucktes Linienraster. In der Matrix wurden die linke Spalte sowie
die obere und die untere Zeile der Druckelemente von der Laserbehandlung ausgenommen,
also die Druckelemente, die außerhalb des Bereichs A liegen. Die im Bereich A liegenden
Druckelemente wurden nach dem Drucken mit einem Laser bearbeitet, wobei zeilenweise
nebeneinanderliegende Druckelemente gleichartig bearbeitet wurden. Alle Druckelemente
innerhalb des Bereichs A wurden mit der gleichen Laserleistung bearbeitet, jedoch
wächst die Wechselwirkungszeit mit dem Laser innerhalb einer Spalte von oben nach
unten zunehmend. Rechts neben der Spalte ist der sich durch die Laserbehandlung ergebende
Farbabstand zu einem unbearbeiteten Druckelement angegeben. Wie aus Fig. 3A ersichtlich,
nimmt der Farbabstand mit zunehmender Wechselwirkungsdauer, das heißt mit der Anzahl
der Laserpulse, welche auf das Druckelement eingewirkt haben, zu. Mit anderen Worten
wächst mit der Menge des entfernten magnetischen Stoffes nicht nur der Unterschied
in der Magnetisierbarkeit und/oder Remanenz-Flussdichte gegenüber einem unbehandelten
Druckelement, sondern auch der Farbabstand. Ähnliche Ergebnisse erhält man, wenn mit
unterschiedlicher Laserleistung und gleicher Anzahl Laserpulse bearbeitet wird.
[0053] Typischerweise wird die Menge des Magnetpigments in dem Druckauftrag durch die Laserbehandlung
auf 10 bis 50 % des ursprünglichen Wertes reduziert, so dass die Remanenz-Flussdichte
beispielsweise von 10 µT auf Werte zwischen 1 und 5 µT, beispielsweise 2,3 oder 4
µT, sinkt.
[0054] In Fig. 3B ist ein weiteres Sicherheitsmerkmal dargestellt, welches den gleichen
räumlichen Matrixaufbau wie das in Fig. 3A gezeigte Sicherheitsmerkmal besitzt. Die
aufgetragene Druckfarbe unterscheidet sich jedoch im Mischungsverhältnis der verwendeten
Stichtiefdruckfarbe und der Magnetpaste. Der Anteil der oliven Magnetpaste wurde hier
gegenüber der gelben Stichtiefdruckfarbe reduziert, wodurch sich ein hellerer Farbton
der anfänglich aufgedruckten Druckfarbe gegenüber dem in Fig. 3A gezeigten Ausführungsbeispiel
ergibt. In dem in Fig. 3B gezeigten Ausführungsbeispiel wurde zudem eine um den Faktor
4 erhöhte Laserintensität verwendet, wobei durch unterschiedliche Laserleistungen
unterschiedliche Anteile der magnetischen Partikel im Druckauftrag entfernt werden
können In dem in Fig. 3B gezeigten Ausführungsbeispiel wird ein detektierbarer Unterschied
zwischen dem magnetischen Signal eines bearbeiteten und eines unbearbeiteten Druckelementes
bereits bei einem geringeren Farbabstand als bei dem in Fig. 3A gezeigten Ausführungsbeispiel
erzeugt.
[0055] Mit der in den Fig. 3A und 3B gezeigten Technik können Codierungen und/ oder Individualisierungen
in aus mehreren Druckelementen bestehende Sicherheitsmerkmale eingebracht werden,
wie dies in Fig. 1 skizziert ist. Alternativ können auch andere Markierungen, wie
alphanumerische Zeichen und/ oder graphische Symbole, in einen durchgehenden Druckbereich
eingebracht werden, wie dies in Fig. 2 skizziert ist. In den Fig. 1 und 2 bezeichnet
das Bezugszeichen B jeweils die mit dem Laser bearbeiteten Teilbereiche.
[0056] Die eingebrachte Individualisierung kann sich beispielsweise auf ein vorgegebenes
Muster beziehen, kann zur Nummerierungscodierung dienen oder eine Stückelung, beispielsweise
einer Banknote, bezeichnen.
[0057] Die Figuren 2A bis 2C zeigen ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel, bei dem
das Sicherheitsmerkmal 3 aus einer Buntfarbe besteht, in die eine bestimmte Menge
eines magnetischen Pigments eingemischt wurde. In dieses Sicherheitsmerkmal 3 wird
mit einem Laser ein Bezugszeichen B in Form einer Nummerierung eingebracht. Das Bezugszeichen
B ist hierbei als Negativschrift ausgeführt, d.h. der Laser beaufschlagt großflächig
einen Bereich des Sicherheitsmerkmals 3, wobei die Nummerierung durch Verringerung
oder Ausschalten der Laserleistung erzeugt wird. Figuren 2A bis 2C zeigen hierbei
im jeweils oberen Teil das Sicherheitsmerkmal 3 mit eingebrachtem Bezugszeichen B
und im jeweils unteren Teil das Bezugszeichen B, das lediglich in das Substrat der
Banknote 1 eingebracht ist.
[0058] In dem gewählten Ausführungsbeispiel nimmt die beaufschlagte Laserleistung von Fig.
2A nach Fig. 2C hin zu. Hierbei ist:
- in Fig. 2A die Laserleistung derart gering gewählt, dass der Laser das Substrat der
Banknote 1 nicht oder kaum erkennbar verändert bzw. schwärzt (Fig. 2A unten). Trifft
der Laser mit der gleichen Laserleistung auf das Sicherheitsmerkmal 3, werden jedoch
die magnetischen Pigmente verändert bzw. aufgehellt, so dass der mit dem Laser beaufschlagte
Bereich des Sicherheitsmerkmals 3 hell im Vergleich zu den nicht durch den Laser beaufschlagten
Bereichen erscheint (Fig. 2A oben). Die Nummerierung erscheint im Farbton der nicht
durch den Laser beaufschlagten Bereiche und ist somit als dunkle Schrift gegenüber
den mit dem Laser beaufschlagten hellen Bereichen zu erkennen, d.h. die Nummerierung
wirkt als Positivschrift.
- in Fig. 2B die Laserleistung derart gewählt, dass der Laser das Substrat der Banknote
1 erkennbar verändert bzw. schwärzt (Fig. 2B unten). Trifft der Laser mit der gleichen
Laserleistung auf das Sicherheitsmerkmal 3, werden die magnetischen Pigmente zwar
ebenso wie in Fig. 2A verändert bzw. aufgehellt, die Laserleistung ist jedoch so angepasst,
dass durch die gleichzeitige Veränderung bzw. Schwärzung des Substrats der mit dem
Laser beaufschlagte Bereich des Sicherheitsmerkmals 3 ebenso hell erscheint wie die
nicht durch den Laser beaufschlagten Bereiche (Fig. 2B oben). Dies bedeutet, dass
sich die Änderung der magnetischen Pigmente und die durch die Farbe hindurchscheinende
Änderung des Substrats für einen Betrachter gegenseitig aufheben. Der mit dem Laser
beaufschlagte Bereich ist somit ebenso wie die Nummerierung im Sicherheitsmerkmal
3 nicht zu erkennen.
- in Fig. 2C die Laserleistung so hoch gewählt, dass der Laser das Substrat der Banknote
1 stark verändert bzw. schwärzt (Fig. 2B unten). Trifft der Laser mit der gleichen
Laserleistung auf das Sicherheitsmerkmal 3, werden zwar ebenso wie in Fig. 2A oder
Fig. 2B die magnetischen Pigmente verändert bzw. aufgehellt, durch die gleichzeitige
starke Veränderung bzw. Schwärzung des Substrats erscheint jedoch der mit dem Laser
beaufschlagte Bereich des Sicherheitsmerkmals 3 dunkler bzw. schwarz im Vergleich
zu den nicht durch den Laser beaufschlagten Bereichen (Fig. 2C oben). Dies bedeutet,
dass die durch die Farbe hindurchscheinende Änderung bzw. Schwärzung des Substrats
die Änderung der magnetischen Pigmente überwiegt. Die Nummerierung erscheint im Farbton
der nicht durch den Laser beaufschlagten Bereiche und ist somit als helle Schrift
gegenüber den mit dem Laser beaufschlagten dunklen Bereichen zu erkennen, d.h. sie
wirkt als Negativschrift.
[0059] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel integrieren sich sowohl die aufgedruckte
Druckfarbe als auch deren mit dem Laser bearbeitete Teilbereiche in das übrige Design
des Datenträgers, beispielsweise in einen Untergrunddruck oder in eine anschließende
Überdruckung, wodurch das Sicherheitsmerkmal und insbesondere dessen mit dem Laser
bearbeitete Teilbereiche kaschiert werden.
[0060] In den Figuren 4A und 4B ist anhand von zwei Varianten das Verschleiern eines Übergangs
zwischen zwei Bereichen eines Sicherheitselements dargestellt. Dazu wird eine räumlich
langsame Änderung der Magnetpigmentmenge zwischen einem Bereich C mit aufgebrachter
Druckfarbe mit Magnetpigmenten und einem Teilbereich B mit einer reduzierten Menge
an Magnetpigmenten erzeugt. Im oberen Teil der beiden Figuren ist jeweils eine Draufsicht
auf das Sicherheitsmerkmal gezeigt, in welchem der Teilbereich B rechteckig in dem
umgebenden Bereich C ausgebildet ist. Im unteren Teil der beiden Figuren ist die Intensität
der zum Reduzieren der Menge der Magnetpigmente verwendeten Laserstrahlung skizziert.
Die jeweils linke Kante der Teilbereiche B ist dabei eine sogenannte aufgelöste Kante
bzw. ein verschleierter Übergang, welcher bei der Detektion mit dem Magnetsensor kein
oder nur ein geringes Signal erzeugen soll, wobei die Detektionsrichtung hier parallel
zur x-Richtung liegt. Dazu wird die volle Intensität der Laserstrahlung, die zum Reduzieren
der Magnetpigmente um die gewünschte Menge notwendig ist, erst in einem gewissen Abstand
vom linken Rand des Teilbereichs B eingestellt. Dazwischen wird die Intensität der
Laserstrahlung mit zunehmendem Abstand vom Rand des Teilbereichs B stufenweise (Fig.
4A) oder graduell (Fig. 4B) erhöht, was zu der gewünschten räumlich langsamen Änderung
der Magnetpigment-Menge in Richtung der x-Achse führt.
[0061] Mit derselben Technik der Veränderung der Intensität der Laserstrahlung mit zunehmendem
Abstand von einem Rand kann auch eine zunächst scharfe Kante bzw. ein räumlich schneller
Übergang, wie er beispielsweise bei einem direkt angrenzenden Druck von zwei Druckfarben
mit verschiedenen Magnetpigmentmengen entsteht, in einen unscharfe, verschleierte
Kante mit einem breiten Übergangsbereich überführt werden, welche kein oder ein nur
geringes Detektionssignal erzeugt.
[0062] In Fig. 5 ist der umgekehrte Fall dargestellt. Hier wird ein Bereich C mit Druckfarbe
mit einer geschwungenen Kante aufgedruckt. Dadurch entsteht durch den Druck eine unscharfe,
verschleierte Kante, das heißt die in der Druckfarbe enthaltenen Magnetpigmente erzeugen
ein nur geringes Detektionssignal, da die mittlere Magnetpigmentmenge in Abhängigkeit
von der Position auf der x-Achse innerhalb des Bereichs der geschwungenen Kante nur
langsam zunimmt. Diese unscharfe, verschleierte Kante kann in eine scharfe, ausgeprägte
Kante mit einem starken Detektionssignal überführt werden, indem mithilfe von Laserstrahlung
in dem Bereich der geschwungenen Kante die Menge der Magnetpigmente in dem Bereich
C an die Menge der Magnetpigmente in dem umgebenden Bereich angepasst wird. Im einfachsten
Fall sind in dem umgebenden Bereich keine Magnetpigmente vorhanden und im Bereich
der geschwungenen Kante von Bereich C werden die Magnetpigmente zur Erzeugung der
scharfen Kante vollständig entfernt.
[0063] In den Figuren 6A, 6B und 6C sind schematisch verschiedene Rastertypen dargestellt,
wie sie zur Erzeugung eines Teilbereichs B mit reduzierter Magnetpigmentmenge verwendet
werden können. Die dargestellten Rasterpunkte und Rasterlinien stellen dabei den Wechselwirkungsbereich
der Laserstrahlung dar. Der Wechselwirkungsbereich ist idealerweise sehr schmal. Das
Rastermuster, die Rasterabstände und die Rasterstärken werden dabei entsprechend den
Anforderungen ausgewählt und können über den Teilbereich B variieren.
[0064] Im oberen Teil von Fig. 7 ist schematisch eine Draufsicht auf ein Sicherheitselement
gezeigt. Dieses weist einen Bereich C mit einer aufgebrachten Druckfarbe mit Magnetpigmenten
und einen Teilbereich B mit der gleichen Druckfarbe, jedoch mit reduzierter Magnetpigmentmenge
auf, wobei die Magnetpigmentmenge mithilfe eines Linienrasters reduziert wurde. Im
unteren Bereich ist das Detektionssignal U eines Magnetsensors dargestellt, wobei
die Detektionsrichtung in x-Richtung liegt. Die Rasterabstände des Linienrasters in
Teilbereich B liegen unterhalb des räumlichen Auflösungsvermögens des Magnetsensors,
weswegen trotz der Rasterung und der somit nicht vollflächigen Reduzierung der Magnetpigmentmenge
in Teilbereich B, an der Grenzlinie D zwischen Bereich C und Teilbereich B eine scharfe
Kante liegt, die ein starkes Detektionssignal des Magnetsensors erzeugt. Eine weitere
scharfe Kante liegt an der rechten Grenzlinie E von Bereich C. Dieses Ausführungsbeispiel
ist für den Fall einer geringen Farbmenge pro Fläche geeignet und ist besonders für
helle Druckfarben geeignet.
In Fig. 8 ist ein Tiefdruckelement in perspektivischer Ansicht dargestellt, welches
aus einer Druckfarbe mit Magnetpigmenten besteht. Dabei ist nur in einem oberflächennahen
Teilbereich B die Magnetpigmentmenge reduziert. Im übrigen Bereich C des Tiefdruckelements
ist die Magnetpigmentmenge nicht reduziert. Ein möglicher Farbumschlag der Druckfarbe
des Tiefdruckelement kann dabei lediglich in dem kleinen Teilbereich B stattfinden,
was dessen visuelle Wahrnehmbarkeit stark reduziert.
[0065] Mit dem Laser können bei der Herstellung neben dem Tiefdruckelement 3 auch weitere
Sicherheitsmerkmale, wie der in den Figuren 1 und 2 schematisch dargestellte Sicherheitsfaden
2, sonstige Folienelemente und andere für eine Laserbearbeitung geeignete Sicherheitsmerkmale
bearbeitet werden.
1. Verfahren zur Herstellung eines Datenträgers (1) mit einem gedruckten Sicherheitsmerkmal
(3), umfassend den Schritt:
(1) Drucken von Druckfarbe auf den Datenträger (1) zur Erzeugung zumindest eines Teils
des Sicherheitsmerkmals (3), wobei die Druckfarbe eine Menge eines magnetischen Stoffes
enthält, indem die Druckfarbe vermischt mit einer Basisfarbe eine Magnetpaste mit
para- und/ oder ferro-magnetischen Partikeln umfasst,
gekennzeichnet durch den weiteren Schritt
(2) Reduzieren der Menge des magnetischen Stoffes in zumindest einem Teilbereich (A,
B) der gedruckten Druckfarbe, indem mindestens ein Teil der magnetischen Partikel
entfernt bzw. gelöscht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduzieren der Menge des magnetischen Stoffes durch Wechselwirkung mit der Strahlung
einer elektromagnetischen Strahlungsquelle, insbesondere eines Lasers, vorzugsweise
mit Pulslängen kleiner als 50 ns, erfolgt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich durch das Reduzieren der Menge des magnetischen Stoffes der Farbton der Druckfarbe
des Teilbereiches (A, B) um einen Farbabstand von weniger als 25, vorzugsweise weniger
als 15, 5, 2 oder 1, ändert.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilbereich (A, B) durch einen Unterdruck und/ oder einen Überdruck kaschiert
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drucken der Druckfarbe auf dem Datenträger (1) ein taktil wahrnehmbares Element
erzeugt, das Aufbringen vorzugsweise durch einen Tiefdruck geschieht und weiter vorzugsweise
in dem Teilbereich ein Farbauftrag von 8 g/m2 aufgebracht wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch den weiteren Schritt:
- Drucken von weiterer Druckfarbe auf den Datenträger (1) zur Erzeugung eines weiteren
Teils des Sicherheitsmerkmals, wobei der weitere Teil des Sicherheitsmerkmals sich
von dem in Schritt (1) aufgebrachten Teil in der Menge des magnetischen Stoffes, die
die weitere Druckfarbe beim Aufdrucken enthält, im Farbton der Druckfarbe, und/oder
in der Dicke des Druckauftrags unterscheidet.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch den weiteren Schritt:
- Reduzieren der Menge des magnetischen Stoffes in zumindest einem Teilbereich (A,
B) der weiteren gedruckten Druckfarbe.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur des Bereichs der Druckfarbe und/oder des Teilbereichs (A, B) eine quer
zu einer Detektionsrichtung liegende, geradlinige Kante, eine quer zu der Detektionsrichtung
liegende, geschwungene Kante und/ oder eine quer zu der Detektionsrichtung liegende
Kante mit einem breiten Übergangsbereich aufweist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des magnetischen Stoffes in dem zumindest einen Teilbereich (A, B) rasterartig
reduziert ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des magnetischen Stoffes in dem zumindest einen Teilbereich (A, B) nur
an der Oberfläche der Druckfarbe reduziert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
gekennzeichnet durch den weiteren Schritt:
- Einbringen einer Codierung in ein weiteres Sicherheitsmerkmal (2) des Datenträgers
(1), vorzugsweise in ein Folienelement und/oder einen Sicherheitsfaden, durch Wechselwirkung mit der elektromagnetischen Strahlung.
12. Datenträger (1) mit einem gedruckten Sicherheitsmerkmal (3), wobei das Sicherheitsmerkmal
(3) einen ersten (C) und einen zweiten Teilbereich (A, B) mit gleicher Druckschichtdicke
und gleicher gedruckter Druckfarbe aufweist, wobei die Druckfarbe vermischt mit einer
Basisfarbe einen magnetischen Stoff in Form einer Magnetpaste mit para- und/oder ferro-magnetischen
Partikeln umfasst, und der erste Teilbereich (C) eine erste Menge des magnetischen
Stoffes enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teilbereich (A, B) eine gegenüber dem ersten Teilbereich (C) reduzierte,
zweite Menge des magnetischen Stoffes aufweist, wobei mindestens ein Teil der magnetischen
Partikel entfernt bzw. gelöscht ist.
13. Datenträger (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbabstand zwischen dem Farbton des ersten Teilbereichs (C) und dem Farbton
des zweiten Teilbereichs (A, B) weniger als 25, vorzugsweise weniger als 15, 5, 2
oder 1, beträgt.
14. Datenträger (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (C) und/ oder zweite Teilbereich (A, B) durch einen Unterdruck und/ oder
einen Überdruck kaschiert ist.
15. Datenträger (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitsmerkmal (3) ein taktil wahrnehmbares Druckelement bildet, vorzugsweise
ein Tiefdruckelement ist, und weiter vorzugsweise der Farbauftrag in dem ersten (C)
und zweiten Teilbereich (A, B) des Sicherheitsmerkmals (3) 8 g/m2 beträgt.
16. Datenträger (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das gedruckte Sicherheitsmerkmal (3) einen weiteren mit magnetischer Druckfarbe gedruckten
Teilbereich umfasst, welcher sich von dem ersten Teilbereich des Sicherheitsmerkmals
in der Menge des magnetischen Stoffes in der Druckfarbe, im Farbton der Druckfarbe
und/oder in der Dicke des Druckauftrags unterscheidet.
17. Datenträger (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur von zumindest einem der Teilbereiche des Sicherheitsmerkmals (3) eine
quer zu einer Detektionsrichtung liegende, geradlinige Kante, eine quer zu der Detektionsrichtung
liegende, geschwungene Kante und/ oder eine quer zu der Detektionsrichtung liegende
Kante mit einem breiten Übergangsbereich aufweist.
18. Datenträger (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des magnetischen Stoffes in dem zweiten Teilbereich (A, B) rasterartig
reduziert ist.
19. Datenträger (1) nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des magnetischen Stoffes in dem zweiten Teilbereich (A, B) nur an der Oberfläche
der Druckfarbe reduziert ist.
1. A method for the manufacturing of a data carrier (1) having a printed security feature
(3), comprising the step of
(1) printing printing ink onto the data carrier (1) for the production of at least
a part of the security feature (3), wherein the printing ink contains a quantity of
a magnetic substance, by the printing ink mixed with a base ink comprising a magnetic
paste with para- and/or ferro-magnetic particles,
characterized by the further step of
(2) reducing the quantity of the magnetic substance in at least a partial area (A,
B) of the printed printing ink, by at least a part of the magnetic particles being
removed or erased.
2. The method according to claim 1, characterized in that the reduction of the quantity of the magnetic substance is effected by interaction
with the radiation of an electromagnetic radiation source, in particular of a laser,
preferably with pulse lengths of less than 50 ns.
3. The method according to any of the preceding claims, characterized in that by the reduction of the quantity of the magnetic substance the shade of the printing
ink of the partial area (A, B) changes by a color difference of less than 25, preferably
less than 15, 5, 2 or 1.
4. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the partial area (A, B) is concealed by an underprint and/or overprint.
5. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the printing of the printing ink onto the data carrier (1) produces a tactilely perceptible
element, the application is preferably effected by a gravure printing and further
preferably in the partial area an application of ink of 8 g/m2 is applied.
6. The method according to any of the preceding claims,
characterized by the further step of
- printing further printing ink onto the data carrier (1) for the production of a
further part of the security feature, wherein the further part of the security feature
differs from the part applied in step (1) in the quantity of the magnetic substance
which the further printing ink contains upon printing, in the shade of the printing
ink, and/or in the thickness of the applied print.
7. The method according to claim 6,
characterized by the further step of
- reducing the quantity of the magnetic substance in at least a partial area (A, B)
of the further printed printing ink.
8. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the contour of the area of the printing ink and/or of the partial area (A, B) has
a rectilinear edge lying transverse to a direction of detection, a curved edge lying
transverse to the direction of detection and/or an edge lying transverse to the direction
of detection and having a wide transition region.
9. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the quantity of the magnetic substance in the at least one partial area (A, B) is
reduced in a grid-like manner.
10. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the quantity of the magnetic substance is reduced in the at least one partial area
(A, B) only at the surface of the printing ink.
11. The method according to any of claims 2 to 10,
characterized by the further step of
- introducing a coding into a further security feature (2) of the data carrier (1),
preferably into a foil element and/or a security thread, through interaction with
the electromagnetic radiation.
12. A data carrier (1) having a printed security feature (3), wherein the security feature
(3) has a first (C) and a second partial area (A, B) with the same print layer thickness
and the same printed printing ink, said printing ink mixed with a base ink comprising
a magnetic substance in the form of a magnetic paste with para- and/or ferro-magnetic
particles, and the first partial area (C) contains a first quantity of the magnetic
substance, characterized in that the second partial area (A, B) has a second quantity of the magnetic substance that
is reduced compared to the first partial area (C), at least a part of the magnetic
particles being removed or erased.
13. The data carrier (1) according to claim 12, characterized in that the color difference between the shade of the first partial area (C) and the shade
of the second partial area (A, B) amounts to less than 25, preferably less than 15,
5, 2 or 1.
14. The data carrier (1) according to any of claims 12 to 13, characterized in that the first (C) and/or second partial area (A, B) is concealed by an underprint and/or
overprint.
15. The data carrier (1) according to any of claims 12 to 14, characterized in that the security feature (3) forms a tactilely perceptible print element, preferably
is a gravure print element, and further preferably the application of ink in the first
(C) and second partial area (A, B) of the security feature (3) amounts to 8 g/m2.
16. The data carrier (1) according to any of claims 12 to 15, characterized in that the printed security feature (3) comprises a further partial area printed with magnetic
printing ink, which differs from the first partial area of the security feature in
the quantity of the magnetic substance in the printing ink, in the shade of the printing
ink, and/or in the thickness of the applied print.
17. The data carrier (1) according to any of claims 12 to 16, characterized in that the contour of at least one of the partial areas of the security feature (3) has
a rectilinear edge lying transverse to a direction of detection, a curved edge lying
transverse to the direction of detection and/or an edge lying transverse to the direction
of detection and having a wide transition region.
18. The data carrier (1) according to any of claims 12 to 17, characterized in that the quantity of the magnetic substance in the second partial area (A, B) is reduced
in a grid-like manner.
19. The data carrier (1) according to any of claims 12 to 18, characterized in that the amount of the magnetic substance in the second partial area (A, B) is reduced
only at the surface of the printing ink.
1. Procédé de fabrication d'un support de données (1) doté d'une caractéristique de sécurité
(3) imprimée, comprenant l'étape:
(1) impression d'encre d'impression sur le support de données (1) pour la génération
d'au moins une partie de la caractéristique de sécurité (3), l'encre d'impression
contenant une quantité d'une substance magnétique, ce qui est obtenu par le fait que
l'encre d'impression comprend, mélangée à une encre de base, une pâte magnétique à
particules paramagnétiques et/ou ferromagnétiques,
caractérisé par l'étape supplémentaire
(2) réduction de la quantité de la substance magnétique dans au moins une zone partielle
(A, B) de l'encre d'impression imprimée, ce qui est obtenu par le fait qu'au moins
une partie des particules magnétiques est éliminée ou effacée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la réduction de la quantité de la substance magnétique a lieu par interaction avec
le rayonnement d'une source de rayonnement électromagnétique, en particulier d'un
laser, de préférence à longueurs d'impulsions inférieures à 50 ns.
3. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, par la réduction de la quantité de la substance magnétique, la teinte de l'encre
d'impression de la zone partielle (A, B) change d'un écart de couleur de moins de
25, de préférence de moins de 15, 5, 2 ou 1.
4. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone partielle (A, B) est dissimulée par une sousimpression et/ou par une surimpression.
5. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'impression de l'encre d'impression sur le support de données (1) génère un élément
perceptible au toucher, en ce que l'application est de préférence effectuée par une impression en creux et en ce que, en outre, dans la zone partielle , un dépôt d'encre de 8 g/m2 est appliqué.
6. Procédé selon une des revendications précédentes,
caractérisé par l'étape supplémentaire:
- impression d'autre encre d'impression sur le support de données (1) pour la génération
d'une autre partie de la caractéristique de sécurité, l'autre partie de la caractéristique
de sécurité se différenciant de la partie appliquée à l'étape (1) quant à la quantité
de la substance magnétique que l'autre encre d'impression contient lors de l'impression,
quant à la teinte de l'encre d'impression et/ou quant à l'épaisseur du dépôt d'impression.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé par l'étape supplémentaire:
- réduction de la quantité de la substance magnétique dans au moins une zone partielle
(A, B) de l'autre encre d'impression imprimée.
8. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le contour de la zone de l'encre d'impression et/ou de la zone partielle (A, B) présente
un bord rectiligne transversal à une direction de détection, un bord sinueux transversal
à la direction de détection et/ou un bord transversal à la direction de détection
et comportant une large zone transitoire.
9. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité de la substance magnétique est réduite d'une manière tramée dans la moins
une zone partielle (A, B).
10. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité de la substance magnétique est réduite dans la moins une zone partielle
(A, B) uniquement à la surface de l'encre d'impression.
11. Procédé selon une des revendications de 2 à 10,
caractérisé par l'étape supplémentaire:
- insertion d'une codification dans une autre caractéristique de sécurité (2) du support
de données (1), de préférence dans un élément en pellicule et/ou dans un fil de sécurité,
par interaction avec le rayonnement électromagnétique.
12. Support de données (1) doté d'une caractéristique de sécurité (3) imprimée, la caractéristique
de sécurité (3) comportant une première (C) et une deuxième zone partielle (A, B)
de même épaisseur de couche d'impression et de même encre d'impression, l'encre d'impression
comprenant, mélangée à une encre de base, une substance magnétique sous forme d'une
pâte magnétique à particules paramagnétiques et/ou ferromagnétiques, et la première
zone partielle (C) contenant une première quantité de la substance magnétique, caractérisé en ce que la deuxième zone partielle (A, B) comporte une deuxième quantité de la substance
magnétique réduite par rapport à la première zone partielle (C), au moins une partie
des particules magnétiques étant éliminée ou effacée.
13. Support de données (1) selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'écart de couleur entre la teinte de la première zone partielle (C) et la teinte
de la deuxième zone partielle (A, B) est de moins de 25, de préférence de moins de
15, 5, 2 ou 1.
14. Support de données (1) selon une des revendications de 12 à 13, caractérisé en ce que la première (C) et/ou deuxième zone partielle (A, B) est dissimulée par une sousimpression
et/ou par une surimpression.
15. Support de données (1) selon une des revendications de 12 à 14, caractérisé en ce que la caractéristique de sécurité (3) est un élément d'impression perceptible au toucher,
de préférence un élément d'impression en creux, et en ce que, en outre, le dépôt d'encre est de préférence de 8 g/m2 dans la première (C) et deuxième zone partielle (A, B) de la caractéristique de sécurité
(3).
16. Support de données (1) selon une des revendications de 12 à 15, caractérisé en ce que la caractéristique de sécurité (3) imprimée comprend une autre zone partielle imprimée
avec de l'encre d'impression magnétique qui se différencie de la première zone partielle
de la caractéristique de sécurité quant à la quantité de la substance magnétique dans
l'encre d'impression, quant à la teinte de l'encre d'impression et/ou quant à l'épaisseur
du dépôt d'impression.
17. Support de données (1) selon une des revendications de 12 à 16, caractérisé en ce que le contour d'au moins une des zones partielles de la caractéristique de sécurité
(3) présente un bord rectiligne transversal à une direction de détection, un bord
sinueux transversal à la direction de détection et/ou un bord transversal à la direction
de détection et comportant une large zone transitoire.
18. Support de données (1) selon une des revendications de 12 à 17, caractérisé en ce que la quantité de la substance magnétique est réduite d'une manière tramée dans la deuxième
zone partielle (A, B).
19. Support de données (1) selon une des revendications de 12 à 18, caractérisé en ce que la quantité de la substance magnétique est réduite dans la deuxième zone partielle
(A, B) uniquement à la surface de l'encre d'impression.