[0001] Die Erfindung betrifft eine Handgriffvorrichtung, insbesondere als Aufstehhilfe für
Personen beispielsweise im Sanitärbereich, mit einer eine Stabachse besitzenden Griffstabeinrichtung,
die ein erstes und ein diesem entgegengesetztes zweites Griffende aufweist, wobei
an den beiden Griffenden jeweils wenigstens ein Saugkopf mittels Schwenklagermitteln
um eine Schwenkachse schwenkbar lagerbar oder gelagert ist, die quer zur Stabachse
ausgerichtet ist und mit dieser eine gemeinsame Ebene aufspannt, und wobei der Saugkopf
einen Saugteller und eine Betätigungseinrichtung für den Saugteller aufweist, so dass
der Saugteller und mit diesem der zugehörige Saugkopf durch Betätigen der Betätigungseinrichtung
an einer ebenen Fläche festsaugbar und von dieser lösbar ist.
[0002] Eine Handgriffvorrichtung dieser Art ist beispielsweise aus der
EP 1 183 981 A2 bekannt, wobei diese Handgriffvorrichtung an den Griffenden des Griffstabs jeweils
einen einzelnen Saugkopf aufweist, der um eine Schwenkachse schwenkbar am Griffstab
gelagert ist.
[0003] Derartige Handgriffe eignen sich insbesondere für ältere oder behinderte Personen,
die sich insbesondere beim Aufstehen, jedoch auch beim Hinsetzen oder Stehen halten
müssen. Dies gilt vor allem im Sanitärbereich bei der Benutzung des WC, eines Waschbeckens,
einer Dusche oder einer Badewanne. Die vorerwähnte Handgriffvorrichtung ist auch für
die Mitnahme auf Reisen bestens geeignet.
[0004] Allerdings ist der Griffstab dieser Handgriffvorrichtung in an der ebenen Fläche
festgesaugtem Zustand parallel zur Wand ausgerichtet und steht von dieser nur mit
relativ geringem Abstand ab. Dies hat zur Folge, dass bei verschiedenen Situationen
derartige Handgriffe vom Benutzer nicht bequem gegriffen werden können. Beispielsweise
müsste der Benutzer eines WCs sich zunächst zur hinter ihm liegenden Wand drehen,
damit er die daran festgesaugte Handgriffvorrichtung greifen und sich dadurch hochziehen
kann. Eine derartige Beweglichkeit ist vielen älteren oder behinderten Menschen nicht
mehr gegeben. Bei der Benutzung einer Badewanne eignen sich derartige Handgriffvorrichtungen
nur relativ bedingt als Wanneneinstieghilfe da die Überwindung des Wannenrands durch
eine derartige Handgriffvorrichtung nicht unterstützt wird, allenfalls das Hochziehen
aus liegender Position.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Handgriffvorrichtung der eingangs erwähnten
Art zu schaffen, die universell einsetzbar ist und größtmöglichen Bedienkomfort bietet,
so dass diese im an der ebenen Fläche festgesaugten Zustand bequem erreichbar ist
und zuverlässigen Halt beispielsweise beim Aufstehen, Hinsetzen usw. bietet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Handgriffvorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruches 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
[0007] Die erfindungsgemäße Handgriffvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Griffstabeinrichtung
mehrere Griffstabteile aufweist, die durch wenigstens ein zwischen den Griffenden
angeordnetes Gelenk mit Gelenkachse gelenkig miteinander verbindbar oder verbunden
sind.
[0008] Durch die Griffstabteile und das wenigstens eine Gelenk, lässt sich die Handgriffvorrichtung
beispielsweise derart ausstellen, dass sie weit von der festgesaugten ebenen Fläche
absteht und somit einen bequemen Griff für beispielsweise auf dem WC sitzenden Personen
bietet. Ferner ist es möglich insbesondere im Sanitärbereich verschiedene Peripheriebauteile
mit dieser Handgriffvorrichtung zu überspannen, beispielsweise eine Badewanne, so
dass die Handgriffvorrichtung auch als eine Einstieghilfe für den Einstieg in eine
Badewanne dient. Durch das wenigstens eine Gelenk ist eine Befestigung über Eck möglich,
so dass die Griffstabteile prinzipiell auch zweckentfremdet eingesetzt werden können,
beispielsweise als Halter für einen Duschvorhang oder Handtuchhalter.
[0009] Prinzipiell ist es zwar möglich, dass an den Griffenden jeweils ein einzelner Sauger
angeordnet ist, vorteilhaft ist es jedoch, wenn an wenigstens einem der Griffenden
zwei ein Saugerpaar bildende Saugköpfe anordenbar oder angeordnet sind. Die Haltekraft
eines Saugerpaars gegenüber einem einzelnen Saugkopf ist wesentlich größer. Insbesondere
werden dadurch auch von den Griffstabteilen ausgeübte Drehmomente abgefangen. Ein
Abhebeln von der ebenen Fläche, wie es bei einem einzelnen Saugkopf möglich ist, wird
dadurch verhindert.
[0010] In besonders bevorzugter Weise ist an beiden Griffenden jeweils ein Saugerpaar an
Saugköpfen anordenbar oder angeordnet. Diese Ausgestaltung bietet optimale Haltekraft.
[0011] Bei einer Weiterbildung der Erfindung weist das Gelenk ein erstes und ein zweites
Gelenkstück auf, an die Griffstabteilenden benachbarte Griffstabteile ankoppelbar
oder angekoppelt sind, wobei die beiden Gelenkstücke an der Gelenkachse gelenkig miteinander
verbunden sind.
[0012] Die einzelnen Komponenten der Handgriffvorrichtung lassen sich individuell miteinander
koppeln bzw. entkoppeln, wodurch die Handgriffvorrichtung insbesondere für den Transport
platzsparend verstaut werden kann.
[0013] Dies gilt auch für das Gelenk, bei dem die Gelenkstücke bei Bedarf mit den zugeordneten
Griffstabteilenden gekoppelt werden können.
[0014] Es ist möglich, dass wenigstens eines der Gelenkstücke hülsenartig ausgebildet ist,
wodurch ein zapfenartiges Griffstabteilende ankoppelbar oder angekoppelt ist. zweckmäßigerweise
sind beide Gelenkstücke hülsenartig ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich, die Griffstabteilenden
hülsenartig auszugestalten und diese dann mit zapfenartigen Gelenkstücken zu koppeln.
[0015] Bei einer Weiterbildung der Erfindung besitzt wenigstens eines der Gelenkstücke ein
quer zu einer Gelenkstück-Längsachse des Gelenkstücks verlaufendes Lageelement, an
das eines der Griffstabteilenden eines der Griffstabteile derart ankoppelbar oder
angekoppelt ist, dass bei koaxialer bzw. fluchtender Ausrichtung der Gelenkstück-Längsachsen
Griffstabteil-Längsachsen der benachbarten Griffstabteile quer zueinander ausgerichtet
sind. Eines der Gelenkstücke fungiert dabei also als eine Art Zwischenstück, das benachbarte
Griffstabteilenden auf Abstand zueinander hält. Dadurch entsteht ein wirksamer Einklemmschutz
beim Zusammenklappen benachbarter Griffstabteile.
[0016] Zweckmäßigerweise ist das Lagerelement als Lageröffnung zur Aufnahme des zapfenartigen
Griffstabteilendes ausgebildet. Aber auch hier ist es möglich, dass das Lagerelement
zapfenartig ausgestaltet ist und das Griffstabteilende hülsenartig auf dieses zapfenartige
Lagerelement aufgesteckt werden kann.
[0017] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist quer zur Griffstabteil-Längsachse wenigstens
eines der Griffstabteile wenigtens eine längenkürzer als die Griffstabteile ausgebildetes
Halteelement am Griffstabteile und/oder Gelenkstück anordenbar oder angeordnet. Dieses
relativ kurze Halteelement dient also als zusätzliche Griffmöglichkeit. Prinzipiell
wäre es möglich, mehrere solcher Halteelemente in Griffstabteil-Längsachsrichtung
hintereinander am Griffstabteil anzuordnen.
[0018] Zweckmäßigerweise ist das Halteelement als Haltestab ausgebildet. Prinzipiell wäre
jedoch auch eine Halteschlaufe oder dergleichen denkbar.
[0019] Bei Ausbildung des Halteelements als Haltestab ist dieser bevorzugt in starrer Verbindung
mit dem zugeordneten Griffstabteil oder Gelenkstück angeordnet. Dadurch ist es also
auch möglich, sich an diesem Haltestab beispielsweise hochzuziehen.
[0020] Bei einer Weiterbildung der Erfindung besitzen im Falle von wenigstens einem Saugerpaar
an Saugköpfen die zugeordneten Schwenklagermittel einen die Schwenkachse aufweisenden
Schwenkstab, der beidenends jeweils einen Saugkopf trägt sowie ein Lagerteil, das
mit dem zugeordneten Griffstabteilende verbunden oder verbindbar ist und eine als
Durchgangsloch ausgestaltete Lageraufnahme zur schwenkbaren Lagerung des Schwenkstabs
besitzt.
[0021] Die Schwenkachse und die Griffstabteil-Längsachse spannen dabei eine gemeinsame Ebene
auf.
[0022] Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind drei Griffstabteile vorgesehen, die dreibeinartig
über das Gelenk gelenkig miteinander verbunden sind. Dies bietet noch mehr Variationsmöglichkeiten
bei der Befestigung und auch beim Einsatz der Handgriffvorrichtung.
[0023] Bei dieser Ausgestaltung ist es möglich, dass an jedem der Griffstabteile wenigstens
ein Saugkopf angeordnet ist. Zweckmäßigerweise ist an wenigstens einem Griffstabteilende
ein Saugerpaar angeordnet, während die restlichen Griffstabteilenden lediglich einen
einzelnen Saugkopf besitzen.
[0024] Natürlich ist es auch möglich, dass jedem Griffstabteilende der drei Griffstabteile
ein Saugerpaar zugeordnet ist.
[0025] Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind drei Griffstabteile vorgesehen, von denen
an zwei äußeren Griffstabteilen wenigstens ein Saugkopf, insbesondere Saugerpaar an
Saugköpfen, ankoppelbar oder angekoppelt ist und das mittlere Griffstabteil über zwei
Gelenke mit den äußeren Handgriffstabteilen gelenkig ankoppelbar oder angekoppelt
ist. Das mittlere Griffstabteil ist also frei verschwenkbar und kann beispielsweise
als mitlaufender bzw. mitschwenkender Handlauf verwendet werden, so dass sich Benutzer
auch beim Fortbewegen daran halten können.
[0026] In besonders bevorzugter Weise weist das wenigstens eine Gelenk neben den beiden
Gelenkstücken ein Andockgelenkstück auf, an dem ein weiteres Griffstabteil oder andere
Funktionselemente andockbar oder angedockt sind.
[0027] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
werden im Folgenden näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführ- ungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Handgriffvor- richtung beim Einsatz an einer Badewanne,
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Handgriffvorrichtung von Fi- gur 1,
- Figur 3
- eine Seitenansicht auf das in Figur 1 dargestellte erste Ausführungsbeispiel der Handgriffvorrichtung,
bei anderer Anordnung des Gelenks,
- Figur 4
- eine Seitenansicht des in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiels der Handgriffvorrich-
tung, wobei die Befestigung an der Innenwand der Badewanne dargestellt ist,
- Figur 5
- eine Seitenansicht des in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiels der Handgriffvorrich-
tung in Anordnung gemäß Figur 3, wobei ein noch größerer Abstand zwischen der Wand
und der Außen- seite der Badewanne überbrückt ist,
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführ- ungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Handgriffvor- richtung beim Einsatz an einer Badewanne,
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht des in Figur 1 darge- stellten ersten Ausführungsbeispiels
der Handgriff- vorrichtung beim Einsatz an einer gefliesten Wand benachbart zu einem
WC,
- Figur 8
- eine Draufsicht auf die in Figur 7 dargestellte Handgriffvorrichtung,
- Figur 9
- eine perspektivische Ansicht auf das in Figur 1 dargestellte erste Ausführungsbeispiel
der Hand- griffvorrichtung über Eck befestigt,
- Figur 10
- eine Seitenansicht des in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiels der Handgriffvorrich-
tung befestigt einerseits an einer gefliesten Wand und andererseits am Boden,
- Figur 11
- eine perspektivische Ansicht auf zwei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiele
der Handgriff- vorrichtung beim Einsatz an einer gefliesten Wand, links und rechts
einer Toilettenschüssel,
- Figur 12
- eine perspektivische Ansicht eines dritten Ausführ- ungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Handgriffvor- richtung beim Einsatz an einer gefliesten Wand,
- Figur 13
- eine Draufsicht auf die Handgriffvorrichtung von Figur 12,
- Figur 14
- eine perspektivische Ansicht eines vierten Ausführ- ungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Handgriffvor- richtung beim Einsatz an einer gefliesten Wand und
- Figur 7.5
- eine Draufsicht auf die Handgriffvorrichtung von Figur 14.
[0028] Die Figuren 1 bis 5 sowie 7 bis 11 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Handgriffvorrichtung 11. Die Handgriffvorrichtung 11, die auch als mobiler Handgriff
oder Haltegxiff bezeichnet werden könnte, dient vor allem älteren und behinderten
Personen als Stütze beim Aufstehen, Hinsetzen und Fortbewegen, beispielsweise im sanitärbereich.
[0029] Wie in den Figuren 1 bis 5 dargestellt, soll das erste Ausführungsbeispiel der Handgriffvorrichtung
11 zunächst beispielhaft anhand des Einsatzes an einer Badewanne 12 erläutert werden.
In diesem Fall dient die Handgriffvorrichtung 11 als Einstieg- bzw. Aufstehhilfe beim
Ein- bzw. Aussteigen aus der Badewanne 12 sowie als Hilfe zum Hochziehen aus liegender
Position in der Badewanne.
[0030] Die Handgriffvorrichtung 11 besitzt eine eine Stabachse aufweisende Griffstabeinrichtung
13, die ein erstes und ein diesem entgegengesetztes zweites Griffende 14, 15 aufweist.
An den beiden Griffenden 14, 15 ist jeweils wenigstens ein Saugkopf 16 mittels Schwenklagermitteln
um eine Schwenkachse 17 schwenkbar lagerbar oder gelagert.
[0031] Eine solcher Saugkopf 16 lässt sich an einer ebenen, im wesentlichen porendichten
Fläche, beispielsweise an einer gefliesten Wand, festsaugen. Hierzu besitzt der Saugkopf
16 einen Saugteller 18 und eine von Hand betätigbare Betätigungseinrichtung 19. Der
Saugteller 18 besteht aus gummiartig flexiblem Material und ist an der Unterseite
des zugeordneten Saugkopfes 16 angeordnet. Der Saugkopf 16 besitzt ein Saugkopfgehäuse
20, das einen Hohlraum enthält, in den der mittlere Bereich des Saugtellers 18 hochgezogen
werden kann. Beim Hochziehen stützt sich der Außenbereich des Saugtellers 18 an der
Unterseite des Saugkopfgehäuses 20 ab.
[0032] Die Betätigungseinrichtung 19 ist dem Saugteller 18 zugeordnet und kann zwischen
einer unwirksamen und einer wirksamen Stellung verstellt werden. In der unwirksamen
Stellung sitzt der Saugteller 18 lose am Saugkopfgehäuse 20 und ist zum Saugkopfgehäuse
20 hin unbelastet. In der wirksamen Stellung der Betätigungseinrichtung 19 ist der
Saugteller 18 dagegen zum Saugkopfgehäuse 20 hin hochgezogen.
[0033] Die Betätigungseinrichtung 19 weist einen außen am Saugkopf 16 angeordneten, zwischen
der wirksamen und der unwirksamen Stellung verschwenkbaren Betätigungshebel 21 auf.
Die Schwenkbewegung des Betätigungshebels 21 wird über eine Exzentereinrichtung in
die nach oben gehende Bewegung des Saugtellers 18 umgesetzt. Hinsichtlich der Wirkungsweise
und der Ausgestaltung der Exzentereinrichtung wird beispielsweise auf die
EP 1 183 981 B1 verwiesen.
[0034] Um ausreichende Haltekraft zu generieren und auch das Abhebeln mittels auf den Saugkopf
über die Griffstabeinrichtung einwirkende Drehmomente zu verhindern, ist das erste
Ausführungsbeispiel der Handgriffvorrichtung 11 mit zwei Saugerpaaren an Saugköpfen
16a, 16b, 16c, 16d ausgestattet.Dabei ist jedem Griffende 14, 15 ein solches Saugerpaar
an Sauf köpfen 16a, 16b, 16c, 16d zugeordnet.
[0035] Zum Befestigen der Handgriffvorrichtung 11 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel beim
Einsatz an einer Badewanne werden die Saugköpfe 16a, 16b, 16c, 16d jeweils in der
in unwirksamen Stellung befindlichen Betätigungshebel einerseits an die geflieste
Wand 22 und andererseits an die Außenseite 23 der Badewanne 12 angesetzt. Liegen die
Saugteller 18 jeweils an der Wand 22 bzw. Außenseite der Badewanne 23 an, wird der
jeweilige Betätigungshebel 21 in seine wirksame Stellung verschwenkt, so dass der
mit seinem Außenbereich vom Saugkopfgehäuse 20 weiterhin gegen die Gebäudewand bzw.
Außenseite der Badewanne 23 gehaltene Saugteller 18 mit seinem mittleren Bereich von
der Wand 22 bzw. Außenseite der Badewanne 23 weggezogen wird. Hierdurch entsteht zwischen
der Wand 22 bzw. der Außenseite der Badewanne 23 und dem Saugteller 18 ein Unterdruck,
so dass der jeweilige Saugkopf 16 an der Wand 22 bzw. Außenseite der Badewanne 23
festgehalten wird. Zum Lösen der Saugköpfe 16a, 16b,16c, 16d wird der jeweilige Betätigungshebel
21 wieder in die unwirksame Stellung zurückgeschwenkt, so dass der Saugteller 18 entlastet
und der betreffende Saugkopf 16a, 16b, 16c, 16d von der Wand 22 bzw. Außenseite der
Badewanne 23 weggenommen werden kann. Dabei kann es erforderlich sein, den Rand des
Saugtellers 18 lokal kurz anzuheben, damit Umgebungsluft unter den Saugteller 18 gelangen
kann.
[0036] Wie bereits erwähnt, muss die Gebäudewand an der Befestigungsstelle der Saugköpfe
16a, 16b, 16c, 16d ausreichend eben sein. Dies ist bei der vorerwähnten gefliesten
Wand 22 bzw. Außenseite der Badewanne 23 erfüllt, soweit man die Saugköpfe 16a, 16b,
16c, 16d nicht auf eine der zwischen den Fliesen verlaufenden Fugen setzt. Jedoch
ist der Abstand zwischen den Saugköpfe 16a, 16b bzw. 16c, 16d eines jeweiligen Saugerpaares
an die gängigen Rastermaße der Fliesen eingestellt bzw. lässt sich einstellen.
[0037] Die Griffstabeinrichtung 13 besitzt mehrere Griffstabteil 24a, 24b, die durch wenigstens
ein zwischen den Griffenden 14, 15 angeordnetes Gelenk 25 mit Gelenkachse 26 gelenkig
miteinander verbindbar oder verbunden sind. Die Griffstabteile 24a, 24b können jeweils
auch teleskopierbar sein.
[0038] Gemäß erstem Ausführungsbeispiel sind zwei Griffstabteile 24a, 24b vorgesehen, die
jeweils eine Griffstabteil-Längsachse 27a, 27b und zwei Griffstabteilenden 28aX, 28aII,
28bI, 28bII besitzt. Ein jeweiliges Griffstabteilende 28aI, 28bI ist dabei den jeweiligen
Saugerpaaren an Saugköpfe 16a, 16b bzw. 16c, 16d zugeordnet, während das jeweils andere
Griffstabteilende 28aII, 28b11 dem Gelenk 25 zugeordnet ist.
[0039] Die Verbindung der Griffstabteile 24a, 24b mit den Saugerpaaren erfolgt über die
Schwenklagermittel. Hierzu weisen die Schwenklagermittel einen die Schwenkachse 17
aufweisenden Schwenkstab 29 auf, der beidenends jeweils ein Saugkopf 16a, 16b bzw.
16c, 16d trägt. Es ist ferner ein Lagerteil 30 vorgesehen, das mit dem zugeordneten
Griffstabteilende 28aI, 28bI verbunden ist und eine als Durchgangsloch ausgestaltete
Lageraufnahme 31 zur schwenkbaren Lagerung des Schwenkstabs 29 besitzt. Die Schwenkachse
17 und die zugeordnete Griffstabteile-Längsachse 27a, 27b spannen dabei eine gemeinsame
Ebene auf. Ein jeweiliges Saugerpaar lässt sich also mittels des Schwenkstabes relativ
zumzugeordneten Griffstabteil 24a, 24b verschwenken, so dass das Saugerpaar auch an
geneigten bzw. unterschiedlich orientierten Flächen festsaugbar ist. Eine solche Situation
ist in den Figuren 2 und 4 dargestellt. Während das eine Saugerpaar an der gefliesten
Wand 22 festgesaugt ist, befindet sich gemäß Figur 2 das zweite Saugerpaar an der
Außenseite der Badewanne 23. Durch das Gelenk zwischen den beiden Griffstabteilen
24a, 24b in Kombination mit der Verschwenkbarkeit der Saugerpaare um die Schwenkachse
17 lässt sich auch alternativ eine Befestigung gemäß Figur 4 verwirklichen, bei dem
ein Saugerpaar an der gefliesten Wand 22 und das andere Saugerpaar an der Innenseite
32 der Badewanne festgesaugt ist. Ferner ist es gemäß Figur 5 auch möglich, größere
Abstände zwischen der gefliesten Wand 22 und der Außenseiteder Badewanne 23 zu überbrücken.
[0040] Das Gelenk 25 besitzt ein erstes und ein zweites Gelenkstück 33a, 33b, an die die
wandfernen Griffstabteilenden 28aII, 28bII der Griffstabteile 24a, 24b angekoppelt
sind, wobei die beiden Gelenkstücke 33a, 33b an der Gelenkachse 26 gelenkig miteinander
verbunden sind. Gemäß erstem Ausführungsbeispiel sind beide Gelenkstücke 33a, 33b
hülsenartig ausgebildet und dementsprechend die zugeordneten Griffstabteilenden 28aII,
28bII zapfenartig. Die Zapfen an den Griffstabteileenden können also in einfacher
und schneller Weise in die hülsenförmige Aufnahme der Gelenkstücke 33a, 33b eingesteckt
werden. Zur Fixierung und Drehsicherung des Griffstabteilendes in den Steckausnehmungen
bzw. hülsenartigen Aufnahmen der Gelenkstücke 33a, 33b dient ein federbelasteter Rastbolzen
(nicht dargestellt), der beim Einstecken gegen die Federkraft zurückdrückbar ist und
zur Sicherung des Griffstabteilendes in jeweils eine am Gelenkstück ausgebildete Rastöffnung
(nicht dargestellt) einschnappt. In gleicher Weise sind auch die beiden Saugköpfe
eines jeweiligen Saugerpaars mit dem Schwenkstab 29 verbunden. Hier sind die Steckausnehmungen
am Saugkopfgehäuse 20 angebracht, während der Schwenkstab beidenends jeweils einen
federbelasteten Rastbolzen besitzt.
[0041] Wie insbesondere in den Figuren 2 bis 4 dargestellt, besitzt wenigstens eines der
Gelenkstücke ein quer zu einer Gelenkstück-Längsachse 34a, 34b verlaufendes Lagerelement
in Form einer Lageröffnung, an das eines der Griffstabteilenden 28aII, 28bII derart
angekoppelt werden kann, dass bei koaxialer bzw. fluchtender Ausrichtung der Gelenkstück-Längsachsen
34a, 34b die Griffstabteil-Längsachsen 27a, 27b der beiden Griffstabteile 24a, 24b
quer zueinander angeordnet sind. Dadurch wird ein Einklemmschutz geschaffen, da die
beiden benachbarten Griffstabteilenden 28aII, 28bII auf Abstand zueinander gehalten
werden. Beim Zusammenklappen der beiden Griffstabteile 24a, 24b kann es also nicht
zu einem sogenannten "Schereneffekt" kommen, wodurch beispielsweise die Hände eines
Benutzers eingeklemmt werden können.
[0042] Quer zur Griffstabteil-Längsachse 27a, 27b wenigstens eines der Griffstabteile 24a,
24b ist wenigstens ein längenkürzer als die Griffstabteile 24a, 24b ausgebildetes
Halteelement in Form eines Haltestabs 35 am Griffstabteil oder gemäß bevorzugtem Ausführungsbeispiel
am Gelenkstück 33a, 33b angeordnet. Dieser Haltestab 35 ist beispielsweise in gleicher
Weise wie die Griffstabteilenden oder die Saugköpfe in das hülsenartige Gelenkstück
einsteckbar, so dass ein am Haltestab 35 ausgebildeter federbeaufschlagter Rastbolzen
in eine dementsprechend am Gelenkstück ausgebildete Rastöffnung einschnappt.
[0043] Bei der in Figur 2 gezeigten Einbaulage befindet sich der erste Griffstabteil 24a
in im Wesentlichen horizontaler Lage oberhalb der Badewanne 12. Das zweite Griffstabteil
24b verläuft ab dem Gelenk 25 nach schräg unten, wobei das zugehörige Saugerpaar an
der Außenseite der Badewanne 23 festgesaugt ist. Je nach Lage der Außenseite der Badewanne
23 in Bezug auf die geflieste Wand 22, an der das andere Saugerpaar festgesaugt ist,
stellt sich eine unterschiedliche Winkellage zwischen den beiden Griffstabteile 24a,
24b ein. Der Haltestab 35 steht in dieser Lage nach schräg vorne, so dass ein Benutzer
sich daran zunächst beim Einsteigen festhalten kann so dass er in einfacher Weise
über den Wannenrand kommt, wo er sich dann an dem horizontalen Griffstabteil 24a festhalten
kann.
[0044] Eine Alternative bietet die Einbaulage gemäß Figur 3, bei der die Gelenkstücke 33a,
33b vertauscht sind, wodurch das in der Lageröffnung sitzende Griffstabteil 24a horizontal
zur Badewanne 12 ausgerichtet ist, wodurch der Haltestab 35 eine im Wesentlichen vertikal
Lage einnimmt. Die Figur 4 zeigt eine Einbaulage, bei der das zweite Griffstabteil
an der Innenseite der Badewanne 32 festgesaugt ist. Dies ist durch die Verschwenkbarkeit
der Saugerpaare um die Schwenkachse in einfacher Weise möglich.
[0045] Figur 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Handgriffvorrichtung
11. Bei dieser Ausführungsform sind drei Griffstabteile 24a, 24b und 24c vorgesehen,
die dreibeinartig über das Gelenk 25 gelenkig miteinander verbunden sind. Bei einer
derartigen Ausgestaltung ist es möglich, dass einem der Griffstabteile 24a ein Saugerpaar
zugeordnet ist, während die beiden anderen Griffstabteile 24b, 24c nur jeweils einen
einzelnen Saugkopf 16c, 16d tragen.
[0046] Figur 7 zeigt den Einsatz des ersten Ausführungsbeispiels der Handgriffvorrichtung
11 als Aufsteh- bzw. Hinsetzhilfe bei der Benutzung eines WC. Hierzu werden die beiden
Saugerpaare an der gefliesten Wand 22 benachbart zur Toilettenschüssel 37 festgesaugt.
Eine der Griffstabteile 24a steht dabei im Wesentlichen horizontal zum Boden bzw.
senkrecht zur gefließten wand 22, während sich das andere Griffstabteil 24b vom Gelenk
aus schräg nach unten zur Wand hin erstreckt. Der Haltestab 35 steht im Wesentlichen
senkrecht nach oben. Durch diese Anordnung ist es möglich, dass sich der Benutzer
in einfacher Weise entweder am horizontal ausgerichteten Griffstabteil 24a bzw. am
Haltestab 35 festhalten kann. In diesem Zusammenhang 1st auch die Variante zu erwähnen,
die in der Figur 11 dargestellt ist, bei der zwei derartige Handgriff Vorrichtungen
eingesetzt sind, die links und rechts der Toilettenschüssel 37 angeordnet sind. In
der in Figur 7 dargestellten Einbaulage eignet sich die Handgriffvorrichtung auch
alternativ als Handtuchhalter.
[0047] Figur 9 zeigt ebenfalls das erste Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung,
wobei hier eine Anordnung über Eck dargestellt ist. Auch hier ist eine Zweckentfremdung
der Handgriffvorrichtung denkbar, nämlich als Halter für eine Duschvorhang.
[0048] Die Figur 10 zeigt eine Befestigungsvariante des ersten Ausführungsbeispiels der
Handgriff Vorrichtung 11, bei der das zweite Griffstabteil 24b nicht an der gefliesten
Wand 22, sondern am Boden 38 festgesaugt ist.
[0049] Die Figuren 12 und 13 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Handgriffvorrichtung 11. Hierbei sind ebenfalls drei Griffstabteile 24a, 24b, 24c
vorgesehen, von denen zwei äußere Griffstabteile 24a, 24c jeweils ein Saugerpaar an
Saugköpfe 16a, 16b, 16c, 16d aufweisen, während das mittlere Griffstabteil 24d über
zwei Gelenke 25a, 25b mit den äußeren Griffstabteilen 24a, 24c gelenkig gekoppelt
ist. Durch die Ausbildung zweier Gelenke 25a, 25b sind die Griffstabteile 24a, 24b,
24c auch im festgesaugten Zustand der Handgriffvorrichtung bewegbar, so dass eine
Art mitschwenkbarer Handlauf für den Benutzer geschaffen wird. Dadurch kann sich der
Benutzer auch beim Gehen festhalten und sich dadurch über eine gewisse Strecke von
der Handgriffvorrichtung 11 abgestützt fortbewegen.
[0050] Schließlich zeigt die Figur 14 ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Handgriffvdrrichtung 11, die gegenüber der dritten Ausführungsform durch ein weiteres
Saugerpaar und zwei Griffstabteile 24e, 24f erweitert ist. Zweckmäßigerweise besitzt
hierzu das wenigstens eine der Gelenke 25a, 25b, 25c neben den beiden Gelenkstücken
33a, 33b ein Andockgelenkstück 40, an dem dann weitere Griffstabteile, oder ein anderes
Funktionselement angedockt werden kann.
1. Handgriffvorrichtung, insbesondere als Aufstehhilfe für Personen beispielsweise im
Sanitärbereich mit einer eine Stabachse besitzenden Griffstabeinrichtung (13), die
ein erstes und ein diesem entgegengesetztes zweites Griffende (14, 15) aufweist, wobei
an den beiden Griffenden (14, 15) jeweils wenigstens ein Saugkopf (16a, 16b,16c,16d)
mittels Schwenklagermitteln um eine Schwenkachse (17) schwenkbar lagerbar oder gelagert
ist, die quer zur Stabachse ausgerichtet ist und mit dieser eine gemeinsame Ebene
aufspannt, und wobei der Saugkopf (16a-d) einen Saugteller (18) und eine Betätigungseinrichtung
(19) für den Saugteller (18) aufweist, so dass der Saugteller (18) und mit diesem
der zugehörige Saugkopf (16a-d) durch Betätigen der Betätigungseinrichtung (19) an
einer ebenen Fläche festsaugbar und von dieser lösbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffstabeinrichtung (13) mehrere Griffstabteil (24a-e) aufweist, die durch wenigstens
ein zwischen den Griffenden (14, 15) angeordnetes Gelenk (25) mit Gelenkachse (26)
gelenkig miteinander verbindbar oder verbunden sind.
2. Handgritfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den wenigstens einem der Griffenden (14, 15) zwei ein Saugerpaar bildende Saugköpfe
(16a, 16b) anordenbar oder angeordnet sind.
3. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Griffenden (14, 15) jeweils ein Saugerpaar an Saugköpfen (16a, 16b; 16c,
16d) anordenbar oder angeordnet ist.
4. Handgriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (25) ein erstes und ein zweites Gelenkstück (33a, 33b) aufweist, an die
Griffstabteilenden (28aII, 28bII) benachbarte Griffstabteile (24a, 24b) ankoppelbar
oder angekoppelt sind, wobei die beiden Gelenkstücke (33a, 33b) an der Gelenkachse
(26) gelenkig miteinander verbunden sind.
5. Handgriffvorriehtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Gelenkstücken (33a, 33b) hülsenartig ausgebildet ist, wodurch
ein zapfenartiges Griffstabteilende (28aII, 28b11) ankoppelbar oder angekoppelt ist.
6. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Gelenkstücke (33a, 33b) ein quer zu einer Gelenkstück-Längsachse
(34a, 34b) des Gelenkstücks (33a, 33b) verlaufendes Lagerelement besitzt, an das eines
der Griffstabteile (24a, 24b) derart ankoppelbar oder angekoppelt ist, dass bei koaxialer
bzw. fluchtender Ausrichtung der Gelenkstück-Längsachsen (34a, 34b) Griffstabteile-Längsachsen
(27a, 27b) der benachbarten Griffstabteile (24a, 24b) quer zueinander ausgerichtet
sind.
7. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement als Lageröffnung (50) zur Aufnahme des zapfenartigen Griffstabteilendes
ausgebildet ist.
8. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass quer zur Griffstabteil-Längsachse (34a, 34b) wenigstens eines der Griffstabteile
(24a, 24b) wenigstens ein längenkürzer als die Griffstabteile (24a, 24b) ausgebildetes
Halteelement am Griffstabteil (24a, 24b) und/oder Gelenkstück (33a, 33b) anordenbar
oder angeordnet ist.
9. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement als Haltestab (35) ausgebildet ist.
10. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass der Haltestab (35) in starrer Verbindung mit dem zugeordneten Griffstabteil (24a,
24b) oder Gelenkstück (33a, 33b) angeordnet ist.
11. Handgriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle von wenigstens einem Saugerpaar an Saugköpfen (16a-d) die zugeordneten Schwenklagermittel
einen die Schwenkachse (17) aufweisenden Schwenkstab (29), der beidenends jeweils
einen Saugkopf (16a-d) trägt, sowie ein Lagerteil (30) aufweisen, dass mit dem zugeordneten
Griffstabteilende (28aI, 28bI) verbunden oder verbindbar ist und eine als Durchgangsloch
ausgestaltete Lageraufnahme (31) zur schwenkbaren Lagerung des Schwenkstabs (29) besitzt.
12. Handgriff Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass drei Griffstabteile (24a, 24b, 24c) vorgesehen sind, die dreibeinartig über das Gelenk
(25) gelenkig miteinander verbunden sind.
13. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem der Griffstabteile (24a-c) wenigstens ein Saugkopf (16a-c) angeordnet ist.
14. Handgriffvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass drei Griffstabteile (24a-c) vorgesehen sind, von denen an zwei äußeren Griffstabteilen
(24a, 24c) wenigstens ein Saugkopf (16a-d), insbesondere Saugerpaar an Saugköpfen
(16a-d), ankoppelbar oder angekoppelt ist und das mittlere Griffstabteil (24b) Über
zwei Gelenke (25a, 25b) mit den äußeren Griffstabteilen (24a, 24c) gelenkig ankoppelbar
oder angekoppelt ist.
15. Handgriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Gelenk (25) neben den beiden Gelenkstücken ein Andockgelenkstück
(40) aufweist, an den ein weiteres Griffstabteil (24d) oder anderes Funktionselement
andockbar oder angedockt ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Handgriffvorrichtung, insbesondere als Aufstehhilfe für Personen beispielsweise im
Sanitärbereich mit einer eine Stabachse besitzenden Griffstabeinrichtung (13), die
ein erstes und ein diesem entgegengesetztes zweites Griffende (14, 15) aufweist, wobei
an den beiden Griffenden (14, 15) jeweils wenigstens ein Saugkopf (16a, 16b, 16c,
16d) mittels Schwenklagermitteln um eine Schwenkachse (17) schwenkbar lagerbar oder
gelagert ist, die quer zur Stabachse ausgerichtet ist und mit dieser eine gemeinsame
Ebene aufspannt, und wobei der Saugkopf (16a-d) einen Saugteller (18) und eine Betätigungseinrichtung
(19) für den Saugteller (18) aufweist, so dass der Saugteller (18) und mit diesem
der zugehörige Saugkopf (16a-d) durch Betätigen der Betätigungseinrichtung (19) an
einer ebenen Fläche festsaugbar und von dieser lösbar ist, wobei die Griffstabeinrichtung
(13) mehrere Griffstabteile (24a-e) aufweist, die durch wenigstens ein zwischen den
Griffenden (14, 15) angeordnetes Gelenk (25) mit quer zur Stabachse ausgerichteter
Gelenkachse (26) gelenkig miteinander verbindbar oder verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (25) ein erstes und ein zweites Gelenkstück (33a, 33b) aufweist, an die
Griffstabteilenden (28aII, 28bII) benachbarte Griffstabteile (24a, 24b) ankoppelbar
oder angekoppelt sind, wobei die beiden Gelenkstücke (33a, 33b) an der Gelenkachse
(26) gelenkig miteinander verbunden sind.
2. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den wenigstens einem der Griffenden (14, 15) zwei ein Saugerpaar bildende Saugköpfe
(16a, 16b) anordenbar oder angeordnet sind.
3. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Griffenden (14, 15) jeweils ein Saugerpaar an Saugköpfen (16a, 16b; 16c,
16d) anordenbar oder angeordnet ist.
4. Handgriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Gelenkstücke (33a, 33b) hülsenartig ausgebildet ist, wodurch
ein zapfenartiges Griffstabteilende (28aII, 28bII) ankoppelbar oder angekoppelt ist.
5. Handgriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Gelenkstücke (33a, 33b) ein quer zu einer Gelenkstück-Längsachse
(34a, 34b) des Gelenkstücks (33a, 33b) verlaufendes Lageelement besitzt, an das eines
der Griffstabteile (24a, 24b) derart ankoppelbar oder angekoppelt ist, dass bei koaxialer
bzw. fluchtender Ausrichtung der Gelenkstück-Längsachsen (34a, 34b) Griffstabteile-Längsachsen
(27a, 27b) der benachbarten Griffstabteile (24a, 24b) quer zueinander ausgerichtet
sind.
6. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerelement als Lageröffnung (50) zur Aufnahme des zapfenartigen Griffstabteilendes
ausgebildet ist.
7. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass quer zur Griffstabteil-Längsachse (34a, 34b) wenigstens eines der Griffstabteile
(24a, 24b) wenigstens ein längenkürzer als die Griffstabteile (24a, 24b) ausgebildetes
Halteelement am Griffstabteil (24a, 24b) und/oder Gelenkstück (33a, 33b) anordenbar
oder angeordnet ist.
8. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement als Haltestab (35) ausgebildet ist.
9. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltestab (35) in starrer Verbindung mit dem zugeordneten Griffstabteil (24a,
24b) oder Gelenkstück (33a, 33b) angeordnet ist.
10. Handgriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle von wenigstens einem Saugerpaar an Saugköpfen (16a-d) die zugeordneten Schwenklagermittel
einen die Schwenkachse (17) aufweisenden Schwenkstab (29), der beidenends jeweils
einen Saugkopf (16a-d) trägt, sowie ein Lagerteil (30) aufweisen, dass mit dem zugeordneten
Griffstabteilende (28aI, 28bI) verbunden oder verbindbar ist und eine als Durchgangsloch
ausgestaltete Lageraufnahme (31) zur schwenkbaren Lagerung des Schwenkstabs (29) besitzt.
11. Handgriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass drei Griffstabteile (24a, 24b, 24c) vorgesehen sind, die dreibeinartig über das Gelenk
(25) gelenkig miteinander verbunden sind.
12. Handgriffvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem der Griffstabteile (24a-c) wenigstens ein Saugkopf (16a-c) angeordnet ist.
13. Handgriffvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass drei Griffstabteile (24a-c) vorgesehen sind, von denen an zwei äußeren Griffstabteilen
(24a, 24c) wenigstens ein Saugkopf (16a-d), insbesondere Saugerpaar an Saugköpfen
(16a-d), ankoppelbar oder angekoppelt ist und das mittlere Griffstabteil (24b) über
zwei Gelenke (25a, 25b) mit den äußeren Griffstabteilen (24a, 24c) gelenkig ankoppelbar
oder angekoppelt ist.
14. Handgriffvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Gelenk (25) neben den beiden Gelenkstücken ein Andockgelenkstück
(40) aufweist, an den ein weiteres Griffstabteil (24d) oder anderes Funktionselement
andockbar oder angedockt ist.