[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Massage und zum Einreiben der Haut gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Vorrichtungen zum Einreiben und Massieren der Haut sind seit langem bekannt, wobei
bereits in
DE 79255 (aus dem Jahr 1894) eine Massier- und Salbkugel vorgeschlagen ist, die von Hand auf
einer entsprechenden Körperstelle gerollt werden kann. In
DE 637213 ist eine Massiereinrichtung mit einem aus elastischem Material bestehenden Scheibenkörper
mit Noppen vorgeschlagen, wobei dieser aus Gummi oder Kautschuk besteht und einen
rückseitigen Saugnapf aufweist. Gemäß
DE 26 06 811 wird ein Reibkörper für die Körperpflege vorgeschlagen, wobei ein in einer Wanne
platzierbares Formstück verwendet wird. Bei einem Gerät zum Einreiben der Haut gemäß
DE 30 43 094 A1 ist an einem Bürstenstiel ein scheibenförmiger Körper so angebracht, dass von dessen
Massagefläche schwer erreichbare Zonen des Rückens erreichbar sind. Eine Vorrichtung
in Form eines Kugel-Massagegerätes gemäß
DE 35 27 060 A1 nutzt ein aufwendiges Gehäuse, in dem eine Kugel so gehalten ist, dass bei deren
Auflage auf einer Körperpartie entsprechende Reib- und Rollbewegungen ausgeführt werden
können. In
DE 90 01 721.8 U1 wird ein stationäres Rückenmassagegerät vorgeschlagen, wobei federnd gelagerte Rollenbäume
an einer wandseitig befestigten Tragvorrichtung gehalten sind und damit der Rücken
einer Nutzerperson selbsttätig massiert werden kann. Bei einer mobilen Reinigungs-und
Massagevorrichtung gemäß
DE 41 32 356 A1 ist eine Grundplatte mit Saugnippeln wandungsseitig festlegbar, und an der Vorderseite
sind entsprechende Massageelemente vorgesehen. Bei einer ähnlichen Vorrichtung gemäß
DE 42 05 052 C2 kann ein kugel- oder pilzförmig gerundeter Massagekopf an einer stationären Halterung
in horizontale bzw. vertikale Positionen verschoben werden, so dass weitgehend beliebige
Rückenpartien erreichbar sind.
[0003] Gemäß
DE 195 14 304 A1 ist eine Massagevorrichtung angegeben, bei der eine mittels eines Schlittens an einem
Gewebeband verschiebbare Kugel-Einrichtung genutzt wird. Auch
DE 297 10 613 U1 zeigt ein Massagegerät mit einer rotierenden Kugel, wobei diese durch eine mehrteilige
Stützkonstruktion mit Sauger, Unterplatte, abnehmbarem Oberteil und zentralen Bolzen
gehalten wird. Bei diesem Konzept treten in Nutzungsposition nachteilig hohe Kippmomente
auf, das Gerät löst sich aus der Haltelage, und damit ist dieses System insgesamt
wenig belastbar.
[0004] Gemäß
EP 1 009 354 B1 ist ein Massagegerät gezeigt, bei dem ein angetriebener Massagekopf bzw. eine Massagerolle
zur Behandlung von Mikrozirkulationserkrankungen eingesetzt wird. Auch bei einem Massagegerät
für Rücken und Gesäß gemäß
DE 299 14 602 U1 werden an sich bekannte Bälle oder Kugeln in einem Gehäuse so aufgenommen, dass die
Drehbewegung zur Massage genutzt werden kann. In
DE 200 20 293 U1 wird ein Gerät zur Selbstbehandlung der Wirbelsäule vorgeschlagen, bei dem ein drehbares
Rad genutzt wird, das mittels einer sockelartigen Halterung an der Wand befestigt
werden kann.
[0005] In
DE 202 00 178 U1 wird ein Rückenmassageroller vorgeschlagen, der einen frei beweglichen Filzball im
Bereich einer Halterung nutzt, und bei einer Vorrichtung zur Massage sowie therapeutischen
Behandlung gemäß
DE 102 56 564 A1 sind zwei auf Abstand zueinander angeordnete Massageelemente in einer Neigungsposition
angeordnet, so dass eine Korrektur fehlstehender Wirbelkörper im Bereich der Wirbelsäule
möglich sein soll.
[0006] In
DE 20 2004 007 309 U1 und
DE 20 2005 010 033 U1 sind jeweilige Massagegeräte zum Eincremen vorgeschlagen, wobei ein ortsfest fixierbares
Stützteil zur Aufnahme eines die Rollen bzw. Kugelkörper enthaltenden Gehäuses vorgesehen
ist. Auch die Massagevorrichtung gemäß
DE 20 2006 015 225 U1 weist mehrere auf einem Grundkörper befindliche Schenkel mit Massageprofilen auf,
mit denen die Rückenmuskulatur entspannt werden kann.
[0007] Bei einem Massagegerät für die selbsttätige Massage des Rückens gemäß
DE 20 2007 012 454 U1 ist ein Montageaufsatz an einer Tragvorrichtung so gehalten, dass ohne eine Hilfsperson
vertikale Führungs- und Massagebewegungen ausführbar sind. Eine ähnliche Konstruktion
ist in
DE 20 2007 013 913 U1 vorgesehen, wobei hier ein Massage-Rad zur Selbstanwendung im Rückenbereich durch
einen ortsfesten Träger erfasst wird.
[0008] Bei einem Körperpflegegerät gemäß
DE 20 2007 016 381 U1 kann das tellerartige Funktionsteil mittels einer Schlittenführung verlagert werden,
wobei der Schlitten einen elektrisch betriebenen Drehantrieb trägt, der mit dem Körperpflegemittel
in Antriebsverbindung steht. In
DE 20 2008 009 135 U1 ist eine Wandschiene zur Aufnahme von Behandlungszubehör vorgeschlagen, wobei ein
Funktionsteil in Form eines Massagekopfes in einem wandseitig gehaltenen Plattenteil
fixiert wird. Ähnliche Geräte dieses Typs sind in
EP 1 541 112 A1,
WO 96/23402,
WO 00/57832,
WO 02/05742 A1,
FR 2763827 A1 und
US 7,087,004 B1 gezeigt.
[0009] Die Erfindung befasst sich mit dem Problem, eine Vorrichtung zur Massage und zum
Einreiben der Haut zu schaffen, die mit geringem technischem Aufwand herstellbar ist,
als Zubehörteil eine einfache Handhabung ermöglicht und ein im Alltagsgebrauch einsetzbares
Hilfsmittel für Massage- und/oder Kosmetikbehandlungen bildet.
[0010] Die Erfindung löst dieses Problem mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungen der Vorrichtung zur Massage und zum Einreiben
wird auf die Ansprüche 2 bis 15 verwiesen.
[0011] Die Vorrichtung zur Massage und zum Einreiben der Haut ist - ausgehend von der Vielzahl
bekannter Hilfsmittel ähnlicher Ausführung - so konzipiert, dass diese Vorrichtung
erfindungsgemäß als eine auf das funktional Wesentliche gerichtete Einheit ausgebildet
wird und bei dieser lediglich ein balliger Formkörper mit einer rückseitigen Halterung
kombiniert ist, derart, dass diese kompakte Einheit unmittelbar als ein autarkes Behandlungs-Set
zur sofortigen Anwendung bereitgestellt wird bzw. in einer Gebrauchslage an einer
Wand fixiert werden kann.
[0012] Für eine nachfolgende Benutzung weist die Funktionseinheit sowohl eine zum Einreiben
erforderliche Steife als auch die zur Massage mit höheren Anlagedrücken erforderliche
Elastizität auf. Dieses elastische Verformungsverhalten kann dadurch erreicht sein,
dass zumindest der Formkörper aus einem entsprechenden Material mit elastischen Eigenschaften
besteht. Ebenso ist denkbar, dass nur Teilbereiche der Funktionseinheit, beispielsweise
deren als Saugnapf geformte Halterung, eine elastische Zone definieren und der Formkörper
ganz oder teilweise aus einem formstabilen Material besteht, das während der Benutzung
keine Verformung erfährt.
[0013] Ausgehend von diesem Grundkonzept eines einfach und preiswert herstellbaren Hilfsmittels
ist dieses so aufgebaut, dass die einstückige Funktionseinheit für den alltäglichen
Gebrauch geeignet ist und dabei jeweils optionale Benutzungen sowohl zur Massage als
auch zum Einreiben der Haut möglich sind, dies mit geringsten Vorbereitungszeiten
erreicht werden kann und danach die Funktionseinheit in einer raumsparenden Nichtgebrauchsstellung
aufzubewahren ist. Dabei kann eine unmittelbare Fixierung der Funktionseinheit an
einer vertikalen Wand im Bereich eines Duschraumes o. dgl. Wohnräumen genutzt werden.
[0014] Die Funktionseinheit ist dabei im Bereich einer elastischen Kontur - die eine vom
Nutzer optimal erreichbare Wirkzone bildet - mit einer Zusatzprofilierung versehen,
so dass für kosmetische Hilfsmittel wie Massageöle oder dergleichen eine optimale
Auftragzone vorgegeben wird. Diese Zusatzprofilierung wirkt dabei als eine Rückhalte-
bzw. Sammelzone, so dass aus dieser heraus ein ungewolltes Verteilen von Salbe, Öl
oder dergleichen vermieden werden kann.
[0015] Der kompakte Aufbau der Funktionseinheit ist dabei so optimiert, dass die einstückig
mit dem Formkörper verbundene Halterung mit vorteilhaft geringem Abstand zur vorderen
Wirkzone so angeordnet ist, dass die im Bereich der Wirkzone auftretenden Druck- und/oder
Zugkräfte optimal über die Halterung abgeleitet werden und ein ungewolltes Lösen der
Funktionseinheit von einer Unterlage bzw. einer Wand - auch bei ungewollten hohen
Kippmomenten - sicher verhindert ist.
[0016] Durch die vorzugsweise Herstellung des Formkörpers aus einem zumindest bereichsweise
elastischen Polyurethan-Werkstoff wird die Möglichkeit geschaffen, an diesem in einer
Gießform verarbeitbaren Material die Halterung in Form eines Saugnapfes auch unmittelbar
an den Formkörper anzuformen, so dass die Handlichkeit der Funktionseinheit weiter
verbessert ist und diese mit geringem Aufwand in anwendungsgerechten Gebrauchslagen
fixiert werden kann. Ebenso ist denkbar, bei der Herstellung des Formkörpers ein entsprechendes
Halteteil, beispielsweise einen Magneten, in das Polyurethan-Material einzugießen
oder ähnliche einfache mechanische Halter in Form von formschlüssigen Verbindern anzubringen.
[0017] Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, in der mehrere Ausführungsbeispiele
der Vorrichtung mit erfindungsgemäßer Funktionseinheit veranschaulicht sind. In der
Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der als weitgehend einstückig ausgebildeten Funktionseinheit zur
Massage in Gebrauchsstellung auf einer Unterlagen,
- Fig. 2
- eine zweite Ausführung der Funktionseinheit ähnlich Fig. 1 in teil- weise geschnittener
Darstellung,
- Fig. 3
- eine dritte Ausführung der Funktionseinheit ähnlich Fig. 1 mit inte- griertem Schwingungserreger,
- Fig. 4
- eine vierte Ausführung der Funktionseinheit ähnlich Fig. 1 mit einer Abdeckkappe im
Bereich der balligen Kontur,
- Fig. 5 bis Fig. 12
- weitere Ausführungsformen der Funktionseinheit in jeweiligen sche- matischen Seiten-
bzw. Aufsichten,
- Fig. 13
- eine Schnittdarstellung der Funktionseinheit mit einstückig geform- tem Saugnapf ähnlich
Fig. 1,
- Fig. 14
- eine Schnittdarstellung ähnlich Fig. 13 mit in den Formkörper inte- griertem Spenderorgan,
und
- Fig. 15
- eine Seitenansicht ähnlich Fig. 13 mit der Funktionseinheit in einer Gebrauchslage
an einer vertikalen Unterlage.
[0018] In Fig. 1 ist eine allgemein mit 1 bezeichnete Vorrichtung zur Massage und zum Einreiben
der Haut einer nicht näher dargestellten Nutzerperson P gezeigt, wobei diese Vorrichtung
1 auf einer Unterlage 2 gehalten ist. Diese Vorrichtung 1 weist dabei einen von der
Nutzerperson P berührbaren, nachfolgend näher zu beschreibenden Körper auf, an dem
eine allgemein mit 3 bezeichnete Halterung zur Fixierung an der Unterlage 2 vorgesehen
ist.
[0019] Mit dem erfindungsgemäßen Konzept wird eine Vorrichtung 1 vorgeschlagen, die einen
zumindest bereichsweise balligen sowie elastischen Formkörper 4 aufweist, an dem die
Halterung 3 unmittelbar rückseitig vorgesehen ist, derart, dass damit eine in variablen
Gebrauchspositionen unmittelbar auf der Unterlage 2 fixierbare und sofort für eine
Nutzerperson P in der gewünschten Lage bereitstellbare Funktionseinheit E gebildet
ist. Diese Einheit E kann beispielsweise an einer Wand festgelegt werden.
[0020] Ausgehend von dieser Grundkonstruktion ist eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten
der Funktionseinheit E ableitbar, wobei die Prinzipdarstellungen gemäß Fig. 4 bis
12 entsprechende Varianten zeigen, bei denen der "Massagepilz" (Fig. 4) mit _ jeweiligen
balligen Formkörpern 4 (Fig. 5 bis Fig. 9) versehen ist und diese in Draufsicht (Fig.
10 bis Fig. 12) verschiedene geometrische Formen der Nutzfläche aufweisen können.
[0021] Die erfindungsgemäße Funktionseinheit E zeichnet sich dadurch aus, dass der Formkörper
4 mit zumindest einer im Bereich einer balligen Kontur B eine Wirkzone 5 definierenden
Zusatzprofilierung 6 versehen sein kann.
[0022] Aus den Darstellungen gemäß Fig. 1 bis 3 wird deutlich, dass in vorteilhafter Ausführung
die ballige Kontur B als Halbkugel geformt ist und dabei die Zusatzprofilierung 6
als ein aus dieser Kontur des Formkörpers 4 wulstartig hervortretender Formansatz
7 ausgebildet ist.
[0023] In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführung ist denkbar, dass die Zusatzprofilierung
6 als eine in die ballige Kontur B des Formkörpers 4 rinnenartig eingearbeitete Vertiefung
ausgebildet wird und damit ebenfalls eine Begrenzung der Wirkzone 5 erreicht ist.
Die Gestaltung des Formkörpers 4 kann auch derart erweitert sein, dass dieser im Bereich
der Wirkzone 5 mit mehreren der vorbeschriebenen Zusatzprofilierungen 6 versehen ist,
wobei sowohl ein Formansatz als auch eine Vertiefung bzw. mehrere dieser Profilierungen
kombiniert werden können.
[0024] Aus den Seitenansichten des balligen Formkörpers 4 gemäß Fig. 1 bis 3 wird deutlich,
dass der Formkörper 4 in Bezug zu seiner - mit der Halterung 3 versehenen und eine
ebene Anlagefläche 8 bildenden - Rückseite eine zentrale Hochachse H definiert. Jeweils
konzentrisch zu dieser Hochachse H ist bzw. sind die vorderseitige(n) Zusatzprofilierung(en)
6 geformt. Deutlich wird dabei auch, dass die Zusatzprofilierung(en) 6 jeweils in
Umfangsrichtung des Formkörpers 4 als durchgehende Wulst bzw. Rinne geformt ist/sind.
[0025] Dieses Konzept der variabel ausführbaren Funktionseinheit E sieht vor, dass die von
der jeweiligen Zusatzprofilierung 6 umgebene Wirkzone 5 zumindest bereichsweise eine
elastische Struktur aufweist. Mit einem Pfeil F (Fig. 1) ist die von einer Nutzerperson
(Linie P) in der Wirkzone 5 flächig erzeugte Andruckkraft beispielhaft als eine Punktlast
verdeutlicht, wobei unter deren Wirkung ein elastischer Bereich des Bogens B' am Formkörper
4 bis in die durch eine Strichlinie dargestellte Ebene B" umgeformt werden kann, so
dass bei einer Massage- bzw. Einreibbewegung eine entsprechende elastische Gegenkraft
die Massagewirkung unterstützt. Gleichzeitig wird dabei deutlich, dass in der elastisch
umgeformten Zone B', B" zum wulstartigen Formansatz 7 hin eine taschenförmige Randzone
9 verbleibt, so dass für ein auf die Wirkzone 5 aufgetragenes Hilfsmittel in Form
einer Salbe, eines Öls oder dergleichen in dieser Randzone 9 ein als Reservoir wirkender
Bereich geformt wird. Damit kann eine Verteilung des Hilfsmittels über den gesamten
Formkörper 4 vermieden werden, und gleichzeitig wird in der Massagephase Hilfsmittel
nachgeführt. Damit ist eine örtlich gezielte und das Hilfsmittel effizient einsetzende
Massage- bzw. Einreibbewegung am Hautbereich einer Nutzerperson P möglich.
[0026] Die den Formkörper 4 mit Zusatzprofilierung 6 aufweisende Funktionseinheit F ist
mittels der rückseitigen Halterung 3 unmittelbar in frei wählbaren Gebrauchslagen
stabil festlegbar, wobei in der Wirkzone 5 durch Einreibe- und/oder Massierbewegungen
(Pfeil F) erzeugte Belastungen ortsfest aufnehmbar sind, da die Funktionseinheit E
mit vergleichsweise geringem Abstand zur Unterlage 2 belastet wird. Mit der in Fig.
1 bis 3 prinzipiell veranschaulichten Halterung 3 wird deutlich, dass die Funktionseinheit
E ein Magnetteil oder dergleichen zusätzliches Bauteil 10 zur Fixierung an einer Gegenfläche
als die Halterung 3 aufweisen kann.
[0027] Ähnlich dem vorbeschriebenen Magnetteil ist denkbar, an die Funktionseinheit E als
rückseitige Halterung einen Saugnapf 11 anzubringen (Fig. 4 bis Fig. 9). In zweckmäßiger
Ausführung kann der Formkörper 4 mit der Halterung 3 einstückig geformt werden, so
dass eine Herstellung dieser einstückigen Funktionseinheit E' (Fig. 5 bis Fig. 9;
Fig. 13, Fig. 14) aus Polyurethan oder dergleichen elastische Eigenschaften aufweisenden
Materialien besonders effizient ist. In der Ausführungsform gemäß Fig. 4 ist der pilzartig
profilierte Formkörper 4' aus einem elastomeren Polyurethan geformt und weist eine
Decklage 12 auf, die ebenfalls die schematisch dargestellte Zusatzprofilierung 6 aufweisen
kann. Diese Decklage 12 kann auf dem nach Art eines Tragkerns ausgebildeten Formkörper
4' lösbar fixiert werden, so dass ein Wechsel dieser "Massagehaut" mit geringem Aufwand
möglich ist und zur Säuberung dieser Funktionseinheit E"' in der Einbaulage verbleiben
kann. Dieser Formkörper 4' ist dabei "pilzartig" geformt, so dass zwischen deren bodenseitigem
Saugnapf 11 und dem oberen balligen Teil eine - beispielsweise hyperboloide - Einschnürung
C wirksam ist und damit die elastischen Eigenschaften des Systems entsprechend den
gewählten Abmessungen variiert werden können.
[0028] In den Darstellungen gemäß Fig. 2 und 3 sowie Fig. 14 ist eine erweiterte Ausführung
der Funktionseinheit E" dargestellt, wobei diese jeweils mit einer von der Rückseite
8 ausgehenden und im balligen Formkörper 4 oberseitig ausmündenden Durchgangsöffnung
13 versehen sind. Diese Durchgangsöffnung 13 verläuft dabei im wesentlichen zentral
im Bereich der Wirkzone 5 bzw. entlang der zentralen Hochachse H, wobei auch mehrere
dieser Durchgangsöffnungen bzw. ein geneigter Verlauf denkbar sind (nicht dargestellt).
[0029] Die Durchgangsöffnungen 13 sind dabei jeweils so konzipiert, dass in diese zumindest
ein ein Massage- und/oder Einreibehilfsmittel enthaltender Spender 14 einsetzbar ist.
Ebenso ist denkbar, dass ein Massage- und/oder Einreibehilfsmittel unmittelbar in
die - bodenseitig dann verschlossene - Durchgangsöffnung 13 eingebracht wird und aus
dieser Öffnung heraus dann die vorbeschriebene Verteilung in der Wirkzone 5 erfolgen
kann.
[0030] In jedem Fall ist die Öffnung 13 so konzipiert, dass das darin befindliche Hilfsmittel
nach einer elastischen Umformung (Fig. 1, Kraft F) der umgebenden Wirkzone 5 auf die
Haut der Nutzerperson P auftragbar ist. Es versteht sich, dass der das Hilfsmittel
enthaltende Vorratsbehälter in Form des Spenders 14 auswechselbar in der jeweiligen
Durchgangsöffnung 13 gehalten sein kann. Dazu ist ein entsprechender Halter 15 (Fig.
2), eine Verschlusskappe oder dergleichen Gegenhalter denkbar.
[0031] Aus den Darstellungen gemäß Fig. 3 und 4 wird eine Erweiterung der Funktionseinheit
E" bzw. E'" deutlich, wobei diese mit zumindest einem Schwingungserreger 16 kombiniert
ist. Der Schwingungserreger 16 ist dabei vorteilhaft in den Formkörper 4, 4' integriert,
so dass mittels einer externen Steuerung 17 entsprechende Schwingbewegungen (Pfeil
S, S', Fig. 4) als zusätzliche Massagehilfe erzeugbar sind. In Fig. 3 wird deutlich,
dass die Steuerung 17 auch die Bedienung mehrerer Schwingungserreger 16, 16' ermöglicht.
[0032] In Fig. 15 ist die Anwendung der Funktionseinheit E' in einer Gebrauchslage an einer
vertikalen Wand W als Unterlage 2' dargestellt. Dabei wird die von der Nutzerperson
P ausgeübte Druckkraft F im Bereich der elastisch umgeformten Zone B" aufgenommen
und dabei gleichzeitig mittels der wulstartigen Zusatzprofilierung 6 die taschenförmige
Randzone 9' so geformt, dass ein Massage- oder Einreibehilfsmittel im Bereich einer
Berührungslinie 7' zurückgehalten wird und damit eine flächige Verteilung auf einem
vorgegebenen Bereich erreicht werden kann. Die Wulst 7 wirkt dabei nach Art eines
Abstreifringes, und die sich abzeichnende Wirkzone 5, 5' (Fig. 13) ist effizient für
das Auftragen des Hilfsmittels, beispielsweise eine Salbe, geeignet und für die Nutzerperson
P vorgegeben. Auch bei der Anwendung des Spenders 14 (Fig. 14, Fig. 15) bleibt dieser
optimale Hilfsmittel-Auftrag bestehen, wobei entsprechend der elastischen Wirkung
des Formkörpers 4 bzw. dessen Halterung im Bereich des Saugnapfes 11 die "breite"
Wirkzone 5 oder die "schmalere" Wirkzone 5' an der Nutzerperson P anliegen.
1. Vorrichtung zur Massage und zum Einreiben der Haut, mit einem rückseitig zumindest
eine Halterung (3) aufweisenden und vorderseitig von einer Nutzerperson (P) berührbaren
Körper, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) als eine einen zumindest bereichsweise balligen Formkörper (4)
mit rückseitiger Halterung (3) aufweisende Funktionseinheit (E, E', E", E"') ausgebildet
ist, derart, dass diese in variablen Gebrauchslagen fixierbare Funktionseinheit (E,
E', E", E"') bei Berührung zumindest bereichsweise elastisch verformbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (4, 4') mit zumindest einer im Bereich der balligen Kontur (B) eine
Wirkzone (5) definierenden Zusatzprofilierung (6) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzprofilierung (6) als ein aus der balligen Kontur (B) des Formkörpers (4)
wulstartig hervortretender Formansatz (7) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzprofilierung (6) als eine in die ballige Kontur (B) des Formkörpers (4,
4') rinnenartig eingeformte Vertiefung ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (4, 4') im Bereich der Wirkzone (5) mit mehreren Zusatzprofilierungen
in Form des Formansatzes (7) und/oder der Vertiefung versehen ist und diese jeweils
in Umfangsrichtung des Formkörpers (4) als durchgehende Wulst (7) bzw. Rinne geformt
ist/sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der ballige Formkörper (4, 4') in Bezug zu seiner mit der Halterung (3) versehenen
und eine ebene Anlagefläche (8) bildenden Rückseite eine zentrale Hochachse (H) definiert,
wobei konzentrisch zu dieser die vorderseitige(n) Zusatzprofilierung(en) (6) vorgesehen
ist/sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die von der jeweiligen Zusatzprofilierung (6) umgebene Wirkzone (5) zumindest bereichsweise
eine elastische Struktur aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die den Formkörper (4, 4') mit Zusatzprofilierung (6) aufweisende Funktionseinheit
(E, E', E", E"') mittels der rückseitigen Halterung (3) unmittelbar in frei wählbaren
Gebrauchslagen stabil festlegbar ist, derart, dass in der Wirkzone (5) durch Einreibe-und/oder
Massierbewegungen (F; S, S') erzeugte Belastungen ortsfest aufnehmbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (4, 4') und die Halterung (3) eine einstückige Funktionseinheit (E',
E", E"') bilden und diese vollständig aus Polyurethan o. dgl. elastischem Material
geformt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Funktionseinheit (E, E', E", E"') als rückseitige Halterung (3) ein Saugnapf
(11) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (E) ein Magnetteil (10) oder dergleichen an einer Gegenfläche
fixierbare Halterung (3) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (4') eine aus elastomerem Polyurethan geformte und mit der Zusatzprofilierung
(6) versehene Decklage (12) aufweist, derart, dass diese auf einem die rückseitige
Halterung (3) aufweisenden Tragkern als Formkörper (4') gehalten ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (E', E") eine von der Rückseite (8) ausgehende und im balligen
Formkörper (4) ausmündende Durchgangsöffnung (13) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der im wesentlichen zentral im Bereich der Wirkzone (5) bzw. der zentralen Hochachse
(H) verlaufenden Durchgangsöffnung (13) ein ein Massage- und/oder Einreibhilfsmittel
enthaltender Spender (14) auswechselbar fixiert ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (E", E"') im Bereich des Formkörpers (4, 4') mit einem oder
mehreren, eine oder mehrere externe Steuerung(en) (17) aufweisenden Schwingungserreger(n)
(16) versehen ist.