[0001] Die Erfindung betrifft eine Lösung für die Peritonealdialyse nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] In einer Peritonealdialyselösung sind im allgemeinen neben einem Puffersystem und
einem Osmotikum Elektrolyte enthalten, wobei es sich hier üblicherweise um Calcium-,
Natrium- und Magnesiumsalze handelt, die häufig in Form von Chloriden eingesetzt werden.
[0003] Während der Dialysebehandlung kommt es zu einem Übertritt von zahlreichen Blutbestandteilen,
unter anderem von Natriumionen aus dem Blut des Patienten, über das Peritoneum in
das Dialysat. Die Menge des auf diese Weise aus dem Blut entfernten Natrium hängt
unter anderem von dem Konzentrationsgradienten von Natrium zwischen der Blutseite
und der Dialysatseite ab.
[0004] Allgemein bekannt ist die Tatsache, dass Bluthochdruckpatienten vom Genuss von Kochsalz
(NaCl) abgeraten wird. Eine Blutdruckabsenkung ist einerseits durch eine kochsalzarme
Ernährung und andererseits durch einen effektiven Natriumentzug während der Dialyse
zu erreichen. Um den Natriumgehalt des Extrazellulärraumes während der Dialyse zu
verringern, um eine Blutdruckabsenkung zu erzielen, ist vorgeschlagen worden, eine
Peritonealdialyselösung mit geringem Natriumgehalt einzusetzen (
Clin. Neph. Vol. 41(6) (1994) pp. 357-363, Nakayama et al.). Die aus dieser Druckschrift bekannte Peritonealdialyselösung weist einen
Natriumgehalt von 120 mmol/l auf. Weitere Komponenten sind Calciumionen, Magnesiumionen
(diese Kationen werden üblicherweise mit Chlorid als Anion verabreicht), Lactat sowie
Glucose. Der Einsatz dieser Peritonealdialyselösung bringt eine signifikante Reduktion
des extrazellulären Natriumgehalts sowie des Blutdruckes mit sich, was darauf zurückgeführt
werden kann, dass Natriumionen aufgrund des erhöhten Konzentrationsgradienten in erheblichem
Umfang durch Diffusion und nicht nur durch konvektiven Transport abgezogen werden.
[0005] Der Einsatz der vorbekannten Peritonealdialyselösung hat jedoch unerwünschte Nebenwirkungen,
die einerseits auf eine mangelnde Entwässerung der Patienten und andererseits auf
eine Hyponaträmie zurückzuführen sind. Insbesondere bei Patienten mit geringer oraler
Natriumaufnahme ist die alleinige Anwendung der genannten Peritonealdialyselösung
mit einer Natriumkonzentration von 120 mmol/l mit erheblichen Nachteilen (Hyponaträmie)
verbunden und daher inakzeptabel.
[0006] Aus den
Patentschriften U.S. 5,589,197,
U.S. 5,629,025 und
U.S. 5,631,025 sind Peritonealdialyselösungen bekannt, die unterschiedliche Osmotika enthalten und
deren Natriumgehalt im Bereich zwischen 35 und 125 mmol/l liegt. Als bevorzugter Konzentrationsbereich
wird eine Natriumionen-Konzentration von ≤ 120 mmol/l angegeben. Mit einer derartigen
Peritonealdialyselösung wurde klinisch ebenfalls eine Absenkung des Blutdruckes sowie
eine Steigerung des Ultrafiltrationsvolumens bei gleicher Osmolarität gegenüber vorbekannten
Standardlösungen mit üblichen Natriumkonzentrationen im Bereich von 134 mmol/l festgestellt.
Allerdings ergeben sich auch bei der Verwendung der aus den US-Patentschriften bekannten
Peritonealdialyselösungen die oben beschriebenen auf den zu geringen Natriumgehalt
zurückzuführenden klinischen Nachteile.
[0007] Bei vorbekannten Peritonealdialyselösungen stellt sich somit entweder das Problem
des Bluthochdruckes (bei einer Natriumionen-Konzentration von ca. 134 mmol/l) oder
das Problem, dass mit klinischen Nebenwirkungen zu rechnen ist (bei einer Natriumionen-Konzentration
≤ 120 mmol/l). Bei der heute üblichen Peritonealdialyse wird in der Regel eine Natriumionen-Konzentration
im Bereich von 134 mmol/l eingestellt, da sich auf diese Weise die beschriebenen Nebenwirkungen
von Dialyselösungen mit geringem Natriumgehalt vermeiden lassen. Das sich gleichzeitig
ergebende Problem des Bluthochdruckes wird medikamentös behandelt.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung für die Peritonealdialyse
bereitzustellen, die einen blutdrucksenkenden Effekt hat und bei der die durch den
Einsatz von Peritonealdialyselösungen mit geringem Natriumgehalt bekannten Nebenwirkungen
nicht auftreten.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Lösung für die Peritonealdialyse mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Danach liegt die Natriumionen-Konzentration der Peritonealdialyselösung
bei 125 mmol/l.
[0010] Natrium wird üblicherweise in Form von Kochsalz (NaCl), d.h. als Chlorid eingesetzt.
Eine Reduktion der Natriumionenkonzentration kann daher zu einer äquimolaren Reduktion
der Chloridionenkonzentration führen. Ein synergistischer Effekt kann aufgrund der
im Falle der Verwendung von Natrium als Chlorid zwangsläufig ebenfalls abgesenkten
Chloridionenkonzentration nicht ausgeschlossen werden. Die erfindungsgemäße Lösung
für die Peritonealdialyse ermöglicht bei Vermeidung von Nebenwirkungen eine effektive
Blutdruckabsenkung, wobei diese Effekte bei einem Natiumionen-Gehalt in dem beanspruchten
Bereich und besonders ausgeprägt bei 125 mmol/l und 91-94 mmol/l Chloridionengehalt
auftreten. Die erfindungsgemäße Peritonealdialyselösung führt zu einer Steigerung
der Salzausscheidung und dient der Unterstützung der oralen Salz-Diätetik. Antihypertensive
Mittel können aufgrund der blutdrucksenkenden Wirkung der erfindungsgemäßen Lösung
bei mehr als 50% der Peritonealdialysepatienten eingespart werden.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Lösung für die Peritonealdialyse
ferner ein Osmotikum, weitere Elektrolyte sowie einen Puffer aufweist.
[0012] Aus der
EP 0 935 967 A2 ist es bekannt, eine Peritonealdialyselösung bestehend aus zwei Einzellösungen bereit
zu stellen, wobei die erste Einzellösung Calciumionen, weitere Elektrolytsalze und
Glucose enthält und mit einer physiologisch verträglichen Säure auf einen pH-Wert
unter 3,2 angesäuert ist und wobei die zweite Einzellösung Bicarbonat mit einem Gehalt
von ≤ 10 mmol/l und das Salz einer schwachen Säure mit pka < 5 enthält. Eine derartige
Peritonealdialyselösung bringt den Vorteil mit sich, dass einerseits der Abbau von
Glucose während der Hitzesterilisation verhindert wird und dass andererseits aufgrund
des geringen CO
2-Partialdruckes keine besonderen Anforderungen an das Beutelmaterial hinsichtlich
der CO
2-Barriereeigenschaften zu stellen sind.
[0013] Eine derartige aus zwei Einzellösungen bestehende Lösung für die Peritonealdialyse
kommt auch für die vorliegende Erfindung in Betracht.
[0014] Dementsprechend kann vorgesehen sein, dass die Lösung aus zwei Einzellösungen besteht
und dass die erste Einzellösung das Osmotikum und eine physiologisch verträgliche
Säure und die zweite Einzellösung einen Puffer aufweist.
[0015] Besteht die Lösung für die Peritonealdialyse aus zwei Einzellösungen, kann vorgesehen
sein, dass in jeder der Einzellösungen Natriumionen vorliegen. Dabei ist das Mischungsverhältnis
derart einzustellen, dass die Natriumionen-Konzentration der Peritonealdialyselösung,
das heißt der fertigen Anwendungslösung bei 125 mmol/l liegt.
[0016] Werden zwei Einzellösungen verwendet, kann vorgesehen sein, dass in einer ersten
Einzellösung außer Calciumionen weitere Elektrolyte, das Osmotikum (beispielsweise
Glucose) sowie eine physiologisch verträgliche Säure vorliegen. In einer zweiten Einzellösung
kann das Puffersystem vorgelegt werden. Dies besteht aus Bicarbonat. Entsprechend
der Lehre der
EP 0 935 967 A2 werden günstige Ergebnisse erzielt, wenn die erste Einzellösung auf einen pH-Wert
unter 3,2 angesäuert ist und wenn die Bicarbonatkonzentration der zweiten Einzellösung
10 mmol/l nicht überschreitet. Auf den Inhalt der
EP 0 935 967 A2 wird Bezug genommen.
[0017] Durch ein geeignetes Mischungsverhältnis der ersten und zweiten Einzellösung lässt
sich ohne weiteres der erfindungsgemäße Konzentrationsbereich der Natriumionen der
Anwendungslösung einstellen.
[0018] Gemäß der Erfindung ist eine rein Bicarbonat-gepufferte Lösung vorgesehen. Dementsprechend
ist vorgesehen, dass der Puffer aus einem Hydrogencarbonat-Puffer besteht. Dabei kann
vorgesehen sein, dass die Lösung aus zwei Einzellösungen besteht. Die erste Einzellösung
kann Natriumionen, Calciumionen, Magnesiumionen, H
+-Überschußionen, Chloridionen und Glucose und die zweite Einzellösung Natriumionen
und Hydrogencarbonationen enthalten.
[0019] Die erste Einzellösung kann wie folgt zusammengesetzt sein:
| Natriumionen [mmol/l]: |
172-200 |
| Calciumionen [mmol/l]: |
2-4 |
| Magnesiumionen [mmol/l]: |
0,8-1,2 |
| H+-Überschuss [mmol/l]: |
0,9-1,1 |
| Chlorid [mmol/l]: |
176-210 |
| Glucose [mmol/l]: |
100-500 |
[0020] Die zweite Einzellösung kann den Bicarbonat-Puffer enthalten und folgende Zusammensetzung
aufweisen:
| Natriumionen [mmol/l]: |
70-80 |
| Hydrogencarbonat [mmol/l]: |
< 80 |
[0021] Werden zwei Einzellösungen verwendet, werden diese üblicherweise hitzesterilisiert,
anschließend zu der Anwendungslösung zusammengeführt und sodann dem Patienten verabreicht.
Statt zwei können auch mehr als zwei Einzellösungen Verwendung finden, sofern dies
im Einzelfall sinnvoll ist.
[0022] Ebenso ist es denkbar, nur eine Einzellösung vorzusehen und in dieser Natriumionen
in dem erfindungsgemäßen Konzentrationsbereich vorzulegen.
[0023] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Lösung nach Anspruch 3, wobei die
Einzellösungen in einem Doppelkammerbeutel bereitgestellt sind, der aus einem Kunststoffbeutel
besteht, in dem eine erste Kammer mit der ersten Einzellösung und eine zweite Kammer
mit der zweiten Einzellösung benachbart zueinander angeordnet sind, wobei beide Kammern
durch eine Schweißnaht voneinander abgetrennt sind, die derart dimensioniert ist,
dass sie sich bei Druck auf eine der mit Flüssigkeit gefüllten Kammern öffnet, so
dass der Inhalt der beiden Kammern miteinander vermischbar ist. In einem derartigen
Doppelkammerbeutel können das Puffersystem beispielsweise bestehend aus Lactat und
Bicarbonat in einer Beutelkammer gelagert werden, während Glucose und die Elektrolyte
in einer zweiten Kammer in saurem Milieu gelagert werden können. Nach der Sterilisation
werden die Beutelinhalte miteinander gemischt und dem Patienten zugeführt. Dabei sind
die Natriumionen-Konzentrationen der Einzellösungen so zu wählen, dass sich in der
fertigen Anwendungslösung die erfindungsgemäße Natriumionen-Konzentration ergibt.
[0024] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand des im folgenden dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert:
| Phase II-Studie |
CAPD Niedrig-Natrium Lösung FME, 2003 |
CAPD Niedrig-Natrium Lösung Nakayama et al, 1994 |
| Zeit (Wochen) |
W 0 |
W +2 |
W +4 |
W 0 |
W +2 |
W +4 |
| Patienten |
N=4 |
N=4 |
N=4 |
N=9 |
N=8 |
N=7 |
| D-Natrium (mmol/l) |
134 |
125 |
125 |
132 |
120 |
120 |
| D-Chlorid (mmol/l) |
102.5 |
93.5 |
93.5 |
96 |
84 |
84 |
| MAD (mmHg) |
116 |
105 |
108 |
123 |
116 |
107 |
| KG (kg) |
65.5 |
65.6 |
64.8 |
61 |
61.7 |
61.6 |
| Mittleres S-Natrium (mmol/l) |
138.8 |
135.5 |
137.0 |
137 |
133 |
136 |
| Mittleres UF-Volumen (ml/Tag) |
1088 |
n.b. |
1068 |
918 |
880 |
890 |
| Mittlere TPN-Ausscheidung (mmol/Tag) |
83.2 |
n.b. |
55.1 |
38 |
n.b. |
85 |
| SUE |
Keine |
2x 'drop-out': |
| |
1x Hyponatriämie, 1x Überwässerung |
| Legende: FME, Fresenius Medical Care; W, Woche; N, Anzahl der Patienten; D-, Dialysat; S-,
Serum; MAD, mittlerer arterieller (Blut-)Druck (Formel: MAD = (SBD-DBD) / 3+DBD; SBD,
systolischer Blutdruck; DBD, diastolischer Blutdruck; KG, Körpergewicht; UFV, Ultrafiltrations-Volumen;
TPNA, transperitoneale Natrium-Ausscheidung; SUE, schweres unerwünschtes Ereignis;
n.b., nicht bestimmt. |
[0025] Die Tabelle zeigt das Ergebnis einer Studie, bei der Dialysepatienten mit der erfindungsgemäßen
Peritonealdialyselösung behandelt wurden (Spalten 2-4). im Vergleich dazu sind die
Ergebnisse der aus in
Clin. Neph. Vol. 41(6) (1994) pp. 357-363, Nakayama et al. entnehmbaren Studie angegeben (Spalten 5-7).
[0026] In der zweiten Zeile ist die Behandlungsdauer in Wochen (W) sowie die Anzahl (N)
der zu dem jeweiligen Zeitpunkt teilnehmenden Patienten angegeben.
[0027] Wie sich aus der zweiten und fünften Spalte ergibt, wurden die Patienten beim Start
der Studie mit der erfindungsgemäßen Dialyselösung (W 0) auf 134 mmol/l Natriumgehalt,
bei der Studie nach Nakayama et al. auf 132 mmol/l Natriumgehalt eingestellt. Die
Chloridionenkonzentration der erfindungsgemäßen Peritonealdialyselösung betrug 93,5
mmol/l.
[0028] Sodann wurde die Natriumionen-Konzentration im Dialysat auf 125 mmol/l gemäß der
vorliegenden Erfindung eingestellt und mit den veröffentlichten Werten von 120 mmol/l
gemäß Nakayama et al. verglichen.
[0029] Aus Zeile 5 der Tabelle ist ersichtlich, dass bei Verwendung der erfindungsgemäßen
Dialyselösung eine deutliche Reduktion des Blutdruckes (MAD) erzielt werden konnte.
Nach zweiwöchiger Behandlungszeit (W+2) ergab sich trotz der höheren Natriumkonzentration
der erfindungsgemäßen Dialyselösung als in der Vergleichslösung absolut und relativ
eine stärke Blutdruckabsenkung als bei dem Vergleichsversuch gemäß Nakayama et al.
Nach vierwöchiger Behandlungsdauer ergaben sich trotz der höheren Natrium-Konzentration
der erfindungsgemäßen Lösung vergleichbare Blutdruckwerte wie bei dem Vergleichsversuch.
[0030] Das mittlere Ultrafiltrationsvolumen (UF-Volumen) lag bei der erfindungsgemäßen Lösung
in einer ähnlichen Größenordnung wie bei der zu Versuchsbeginn angewandten Lösung
(134 mmol/l Natrium-Gehalt).
[0031] Wie sich aus der letzten Zeile der Tabelle ergibt, ergab die Anwendung der erfindungsgemäßen
Peritonealdialyselösung keinerlei Nebenwirkungen bzw. schwere unerwünschte Ereignisse.
Im Gegensatz dazu mussten bei den Versuchen gemäß Nakayama et al. zwei Patienten die
Studie abbrechen. In einem Fall wurde eine Überwässerung festgestellt, in einem anderen
Fall wurde die Behandlung aufgrund einer Hyponaträmie und den sich daraus ergebenden
Nebenwirkungen beendet. Die erfindungsgemäße Dialyselösung ermöglicht somit eine Peritonealdialyse,
bei der sich die von vorbekannten Dialyselösungen mit geringem Natriumgehalt bekannten
Nebenwirkungen vermeiden lassen und gleichzeitig eine effektive Blutdruckabsenkung
erzielbar ist.
1. Lösung für die Peritonealdialyse, erhältlich durch das Zusammenführen zweier Einzellösungen,
wobei die erste Einzellösung ein Osmotikum und eine physiologisch verträgliche Säure,
und die zweite Einzellösung einen Puffer aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Einzellösung Natriumionen, Calciumionen, Magnesiumionen, H+-Überschussionen, Chloridionen und Glucose aufweist,
dass die zweite Einzellösung Natriumionen in einem Konzentrationsbereich von 70 bis 80
mmol/l und Hydrogencarbonationen in einem Konzentrationsbereich von weniger als 80
mmol/l aufweist, wobei das Puffersystem ausschließlich aus einem Hydrogencarbonat-Puffer
besteht, und
dass die fertige Lösung Natriumionen in einer Konzentration von 125 mmol/l enthält und
Chloridionen in einer Konzentration im Bereich von 91 mmol/l bis 94 mmol/l enthält.
2. Lösung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einzellösung folgende Bestandteile umfasst:
| Natriumionen: |
172 bis 200 mmol/l |
| Calciumionen: |
2 bis 4 mmol/l |
| Magnesiumionen: |
0,8 bis 1,2 mmol/l |
| H+-Überschuss: |
0,9 bis 1,1 mmol/l |
| Chlorid: |
176 bis 210 mmol/l |
| Glucose: |
100 bis 500 mmol/l. |
3. Lösung für die Peritonealdialyse gemäß einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einzellösungen in einem Doppelkammerbeutel bereitgestellt sind, der aus einem
Kunststoffbeutel besteht, der benachbart zueinander eine erste Kammer enthaltend die
erste Einzellösung und eine zweite Kammer enthaltend die zweite Einzellösung aufweist,
wobei die Kammern durch eine Schweißnaht voneinander abgetrennt sind, die derart dimensioniert
ist, dass sie sich bei Druck auf einer der flüssigkeitsgefüllten Kammern öffnet und
sich der Inhalt der beiden Kammern miteinander vermischt.
1. A solution for peritoneal dialysis obtainable by combining two separate solutions,
wherein the first separate solution contains an osmotic agent and a physiologically
compatible acid and the second separate solution contains a buffer,
characterized in that
the first separate solution contains sodium ions, calcium ions, magnesium ions, H+ excess ions, chloride ions and glucose;
the second separate solution contains sodium ions in a concentration in the range
from 70 to 80 mmol/l and hydrogen carbonate ions in a concentration in the range of
less than 80 mmol/l, wherein the buffer system consists exclusively of a hydrogen
carbonate buffer; and
the finished solution contains sodium ions in a concentration of 125 mmol/l and chloride
ions in a concentration in the range from 91 mmol/I to 94 mmol/l.
2. A solution in accordance with claim 1,
characterized in that the first separate solution comprises the following components:
| Calcium ions: |
2 to 4 mmol/l |
| Magnesium ions: |
0.8 to 1.2 mmol/l |
| H+ excess: |
0.9 to1.1 mmol/l |
| Chloride: |
176 to 210 mmol/l |
| Glucose: |
100 to 500 mmol/l |
3. A solution for peritoneal dialysis in accordance with one of the preceding claims,
characterized in that
the separate solutions are provided in a double-chambered pouch which consists of
a plastic pouch having a first chamber containing the first separate solution and
a second chamber containing the second separate solution arranged adjacent to one
another, with the chambers being separated from one another by a weld seam dimensioned
such that it opens on pressure onto one of the chambers filled with liquid and the
contents of the two chambers are mixed with one another.
1. Solution pour la dialyse péritonéale, réalisable en réunissant deux solutions individuelles,
la première solution individuelle comportant un osmoticum et un acide physiologiquement
compatible, et la seconde solution individuelle comportant un tampon,
caractérisée en ce que
la première solution individuelle comporte des ions sodium, des ions calcium, des
ions magnésium, des ions H+ en excès, des ions chlorure et du glucose,
en ce que la seconde solution individuelle comporte des ions sodium dans une plage de concentration
de 70 à 80 mmol/l et des ions hydrogénocarbonate dans une plage de concentration de
moins de 80 mmol/l, le système de tampon étant composé exclusivement d'un tampon hydrogénocarbonate,
et
en ce que la solution finie contient des ions sodium en une concentration de 125 mmol/l et
contient des ions chlorure en une concentration située dans la plage allant de 91
mmol/l à 94 mmol/l.
2. Solution selon la revendication 1,
caractérisée en ce que la première solution individuelle comprend les composants suivants :
| ions sodium : |
172 à 200 mmol/l |
| ions calcium : |
2 à 4 mmol/l |
| ions magnésium : |
0,8 à 1,2 mmol/l |
| H+ en excès : |
0,9 à 1,1 mmol/l |
| chlorure : |
176 à 210 mmol/l |
| glucose : |
100 à 500 mmol/l. |
3. Solution pour la dialyse péritonéale selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les solutions individuelles sont mises à disposition dans une poche à double compartiment
qui est composée d'une poche en matière plastique qui comporte un premier compartiment
contenant la première solution individuelle et un second compartiment contenant la
seconde solution individuelle adjacents l'un à l'autre, les compartiments étant séparés
l'un de l'autre par une soudure, qui est dimensionnée de telle sorte qu'elle s'ouvre
lors d'une pression sur l'un des compartiment remplis de liquide et que le contenu
des deux compartiments se mélange.