[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung und ein Verfahren zum Verarbeiten von flachen
Gegenständen unterschiedlicher Abmessungen, insbesondere von flachen Postsendungen.
[0002] In
US 5,505,440 wird ein "culler-facer-canceller" für Postsendungen beschrieben. Postsendungen unterschiedlicher
Formate werden auf einen "feed hopper 13" geschüttet. Ein "feed conveyor 17" transportiert
die Postsendungen zu einer "thickness selecting unit 19". Postsendungen, deren jeweilige
Dicke in einem Sollbereich liegt, gelangen auf einen "conveyor 21". Die übrigen Postsendungen
gelangen zu einer "reject unit 23". Ein "flats ejector 25" besitzt einen "trough conveyor
27", welcher Postsendungen aufrichtet, wobei diese Postsendungen auf dem "conveyor
21" transportiert werden. Mehrere "selectors 31a, 31b, 31c, 31d" sortieren Postsendungen
mit einer Abmessung "width" außerhalb eines Sollbereichs aus. Eine "aligning unit
33" richtet die Postsendungen aus. Die übrig bleibenden Postsendungen werden von einem
"transport path 35" zu einem "buffer 37" transportiert. Eine "vacuum chamber 39" im
"buffer 37" bewirkt, dass die Postsendungen einen nach der anderen den "buffer 37"
verlassen. Die Postsendungen gelangen zu einem "shingler conveyor 41". Im "shingler
conveyor 41" wird geprüft, ob zwei Postsendungen sich beim Transport überlappen, wofür
mehrere "length measuring sensors 99" verwendet werden. Überlappende Postsendungen
werden zum "flats ejector 25" zurück transportiert. Nicht überlappende Postsendungen
gelangen zu einem "first reader 53" und einem "second reader 59", welcher Freimachungsvermerke
auf den Postsendungen entdecken. Eine "cancelling unit 63" entwertet Freimachungsvermerke.
[0003] In
DE 1054015 A wird eine Anordnung zum Sortieren von flachen Postsendungen beschrieben. Die Anordnung
besitzt einen Behälter 2 und einen spiralig gewundenen Förderweg 3a, auf dem der Behälter
2 sich transportieren lässt. Postsendungen unterschiedlicher Formate werden in den
Behälter 2 geschüttet und werden vom Förderweg 3a abtransportiert. Schmale Postsendungen
verlassen durch Schlitze 4 in der Außenwand den Förderweg 3a und gelangen in einen
Förderkanal 3b. Im Förderkanal 3b werden Postsendungen durch eine geneigte Bodenfläche
aufgerichtet. Die größeren Postsendungen, z. B. Pakete, verbleiben im Förderweg 3a
und verlassen die Anordnung durch eine tangential auslaufende Strecke 5. Die schmalen
Postsendungen im Förderkanal 5b werden zu Vorrichtungen 6, 7 transportiert, wo die
Postsendungen nach Größe und Höhe sortiert werden. Kleinere Postsendungen gelangen
in die Kanäle 8, 9, während größere Postsendungen im Kanal 10 verbleiben. Die Kanäle
5, 8, 9, 10 führen zu verschiedenen Bearbeitungseinrichtungen. Somit fungieren die
Schlitze 4 und die Vorrichtungen 6, 7 als Format-Trenneinrichtungen.
[0004] In
DE 19612525 A1 wird eine Vorrichtung beschrieben, welche zu hohe flache Gegenstände aus einem Strom
von Gegenständen aussortiert. Die flachen Gegenstände werden aufrecht in einem Transportkanal
1 transportiert, wobei mehrere Gegenstände sich teilweise überlappen können. Eine
erste Extraktionsstufe besitzt zwei Bänder 2, die schräg nach oben geführt sind und
eine Rutsche 5. Die beiden Bänder 2 ziehen eine zu hohe Postsendung aus dem Transportkanal
1 heraus. Die nicht herausgezogenen Postsendungen werden über eine Umlenkstrecke 4
bogenförmig um 180° umgelenkt und zu einer Zusammenführung 3 transportiert. Postsendungen,
welche von der ersten Extraktionsstufe herausgezogen werden, gelangen auf einen Nebenkanal
7. Auf diesem Nebenkanal 7 erreichen die Postsendungen eine zweite Extraktionsstufe
und eine dritte Extraktionsstufe. Dort werden Postsendungen, die tatsächlich zu groß
sind, von hochkant stehenden und mitgerissenen Normalsendungen getrennt. Die Normalsendungen
erreichen die Zusammenführung 3.
[0005] In
US 6,715,755 B2 wird eine Vorrichtung beschrieben, welche eine Postsendung aktiv an ihren Unterkanten
ausrichtet und dabei die Richtung, in der die Postsendung transportiert werden, um
z. B. 90 Grad ändert. Mehrere erste Rollen sind um Drehachsen drehbar, die in einer
senkrecht stehenden Ebene liegen und um z. B. 45 Grad gegen die Vertikalen geneigt
sind. Diese ersten Rollen verändern die Transportrichtung der Postsendung. Mehrere
weitere Rollen sind um waagrechte Drehachsen drehbar und drücken die Postsendung auf
ein waagrechtes Förderband.
[0006] In
US 6,186,312 B1 wird eine Vorrichtung beschrieben, welche einen Strom von Postsendungen transportiert
und dabei die transportierten Postsendungen aus einer liegenden in eine stehende Position
wendet. Hierfür transportiert ein Unterflur-Förderband die Postsendungen auf ein Leitblech,
und beim weiteren Transport richtet das Leitblech die Postsendungen auf.
[0007] In
DE 10148226 C1 und
DE 10038690 C1 werden Vorrichtungen zum Trennen von flachen Postsendungen nach Dickenklassen beschrieben.
In
DE 1774625 A wird eine Vorrichtung beschrieben, welche blattförmige Artikel hinsichtlich Größe
und Gewicht sortiert.
[0008] Die in
DE 10148226 C1 beschriebene Vorrichtung besitzt eine Kaskade von einzelnen Trenneinrichtungen. Jede
Stufe besitzt jeweils zwei Förderbänder, die beide abschüssig geneigt sind und ein
V bilden. Zwischen diesen Förderbändern tritt ein Spalt auf. Eine Postsendung fällt
entweder durch den Spalt oder wird von den beiden Förderbändern der Stufe abtransportiert.
[0009] Die in
DE 10038690 C1 beschriebene Vorrichtung wird dazu eingesetzt, Postsendungen nach Formaten zu trennen,
also Postsendungen zu sieben. Diese Vorrichtung besitzt eine sich drehende Trommel.
Lamellen in der Mantelfläche der Trommel begrenzen mehrere Schlitze. Die Breite der
Schlitze ist veränderbar. Im Inneren der Trommel befinden sich zwei Membranen. Postsendungen
werden durch die beiden Membrane daran gehindert, einen freien Fall durch die gesamte
Trommel hindurch zu vollführen.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung und ein Verfahren zum Transport
von flachen Gegenständen zu mehreren parallel geschalteten Verarbeitungseinrichtungen
bereitzustellen, bei der jede Verarbeitungseinrichtung jeweils Gegenstände einer Formatklasse
verarbeiten kann und wobei sichergestellt wird, dass jeder Gegenstand zur passenden
Verarbeitungseinrichtung gelangt, ohne dass eine Format-Trenneinrichtung für das Sieben
der Gegenstände mittels Schlitzen o. ä. erforderlich ist.
[0012] Die Aufgabe wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0013] Die lösungsgemäße Anordnung vermag flache Gegenstände, z.B. flache Postsendungen,
Papierblätter, Geldscheine oder Karten mit Datenspeichern, zu vereinzeln. Jeder flache
Gegenstand erstreckt sich in einer Gegenstandsebene.
[0014] Vorgegeben sind mindestens zwei Formatklassen für die Gegenstände. Jeder Gegenstand
gehört aufgrund einer physikalischen Eigenschaft von sich einer Formatklasse an.
[0015] Die Anordnung umfasst:
- eine Fördereinrichtung,
- eine Vereinzelungsvorrichtung,
- eine Format-Trenneinrichtung und
- pro vorgegebener Formatklasse jeweils mindestens eine Verarbeitungseinrichtung.
[0016] Jede Verarbeitungseinrichtung für eine Formatklasse vermag flache Gegenstände dieser
Formatklasse zu verarbeiten.
[0017] Die Anordnung vermag Gegenstände, die zu verarbeiten sind und die auf die Fördereinrichtung
geschüttet worden sind, entlang einer Förderbahn zur Vereinzelungsvorrichtung und
von der Vereinzelungsvorrichtung zur Format-Trenneinrichtung zu transportieren. Diese
Förderbahn kann gerade oder gekrümmte Abschnitte umfassen. Gesehen in die jeweilige
Transportrichtung, in welche die Gegenstände über die Förderbahn transportiert werden,
befindet sich die Vereinzelungsvorrichtung flussaufwärts von der Format-Trenneinrichtung.
[0018] Die Vereinzelungsvorrichtung vermag flache Gegenstände zu vereinzeln und weiter zu
transportieren. Durch das Vereinzeln wird ein Strom mit einer Abfolge von zueinander
beabstandeter Gegenständen erzeugt, welcher die Vereinzelungsvorrichtung verlässt.
Gesehen senkrecht auf die Transportrichtung, in welcher die Gegenstände weg von der
Vereinzelungsvorrichtung transportiert werden, überlappen sich zwei Gegenstände nach
dem Vereinzeln nicht. Vielmehr tritt zwischen zwei aufeinander folgenden Gegenständen
der Abfolge stets eine Lücke auf.
[0019] Die Anordnung vermag vereinzelte Gegenstände von der Vereinzelungsvorrichtung weiter
zu der Format-Trenneinrichtung zu transportieren.
[0020] Die Format-Trenneinrichtung vermag flache Gegenstände abhängig von ihren Abmessungen
dergestalt in Gegenstands-Klassen aufzuteilen, dass alle Gegenstände einer Gegenstands-Menge
zu derselben Formatklasse gehören.
[0021] Die Anordnung vermag alle Gegenstände einer Gegenstandsmenge als Strom von aufrecht
stehenden, zueinander beabstandeten Gegenständen zu jeweils mindestens einer Verarbeitungseinrichtung
zu transportieren. Diese Verarbeitungseinrichtung ist zum Verarbeiten von Gegenständen
dieser Formatklasse ausgestaltet.
[0022] Die Verarbeitungseinrichtung vermag die zu ihr transportierten Gegenstände zu verarbeiten.
[0023] Dank der Erfindung wird es ermöglicht, Gegenstände beider Formatklassen zu verarbeiten.
Für jede Formatklasse ist jeweils eine Verarbeitungseinrichtung vorgesehen. Diese
Ausgestaltung vermeidet die Notwendigkeit, Gegenstände einer Formatklasse aussortieren
zu müssen, so dass diese aussortierten Gegenstände sich überhaupt nicht verarbeiten
lassen.
[0024] Lösungsgemäß werden zunächst Gegenstände vereinzelt, so dass ein Strom von zueinander
beabstandeten Gegenständen, die unterschiedlichen Formatklassen angehören können,
in zufälliger Reihenfolge die Vereinzelungsvorrichtung verlässt. Die Gegenstände werden
zunächst vereinzelt und erst nach dem Vereinzeln gemäß den mindestens zwei Formatklassen
getrennt.
[0025] Ein Trennen von bereits vereinzelten Gegenständen ist einfacher und weniger anfällig
für Staus als ein Formattrennen mit einer Trommel oder ähnlichen Elementen. Die Gefahr
wird reduziert, dass ein Gegenstand beim Formattrennen beschädigt wird.
[0026] Weil die Gegenstände nach dem Vereinzeln getrennt werden, lassen sich bessere Verfahren
zum Vermessen der Gegenstände einsetzen als bei bekannten Vorrichtungen. Ein solches
Vermessen ist erforderlich, um festzustellen, zu welcher Formatklasse ein Gegenstand
gehört. Diese Feststellung der Formatklasse ist wiederum erforderlich, um jeden Gegenstand
zu einer passenden Verarbeitungseinrichtung zu transportieren. Beispielsweise lässt
sich ein Gegenstand vermessen, indem ein Abbild vom Gegenstand erzeugt und ausgewertet
wird. Oder der Gegenstand wird mittels Lichtschranken vermessen. Bei noch sich überlappenden
Gegenständen wäre eine solche Vermessung nur schwer möglich und wäre fehleranfällig.
[0027] Weiterhin lässt sich ein Gegenstand nach dem Vereinzeln wiegen. Dies ermöglicht es,
dass die Gegenstände zusätzlich abhängig von dem Gewicht auf die mindestens zwei Verarbeitungseinrichtungen
aufgeteilt werden.
[0028] Vorzugsweise werden die Gegenstände nach dem Vereinzeln permanent gefasst transportiert.
Dadurch wird es ermöglicht, zu jedem Zeitpunkt den aktuellen Ort jedes Gegenstands
zu ermitteln, wofür die Transportgeschwindigkeit ermittelt wird, welche eine Fördereinrichtung
der Anordnung erzielt. Bei Bedarf lässt sich der permanent gefasst Gegenstand drehen
oder wenden.
[0029] Vorzugsweise umfasst die Anordnung zusätzlich eine Aufrichtvorrichtung. Diese Aufrichtvorrichtung
ist flussaufwärts von der Vereinzelungsvorrichtung angeordnet. Die Fördereinrichtung
vermag flache Gegenstände, die auf die Fördereinrichtung geschüttet worden sind, zur
Aufrichtvorrichtung zu transportieren. Die Aufrichtvorrichtung vermag flache Gegenstände,
die zur Aufrichtvorrichtung transportiert wurden, weiter zu transportieren und dabei
so aufzurichten, dass die flachen Gegenstände nach dem Aufrichten auf jeweils einer
Kante stehen.
[0030] Diese Ausgestaltung ermöglicht es, dass ausschließlich aufrecht stehende Gegenstände
zur Vereinzelungsvorrichtung transportiert werden und die Vereinzelungsvorrichtung
aufgerichtete Gegenstände vereinzelt. Die zu vereinzelnden Gegenstände stehen auf
jeweils einer Kante. Dadurch bewirkt bereits die Schwerkraft, dass die Gegenstände
an ihren Unterkanten ausgerichtet werden. Dies erleichtert das Vereinzeln. Diese Wirkung
wird dank der lösungsgemäßen Aufrichtvorrichtung erzielt.
[0031] In einer bevorzugten Ausgestaltung führt die Aufrichtvorrichtung ein Mitstrom-Aufstellen
der Gegenstände durch. Vorzugsweise besitzt die Aufrichtvorrichtung nur ein Unterflur-Förderband
als einziges bewegtes Teil und ansonsten ortsfesten Komponenten. Dies führt zu geringem
Verschleiß, geringem Energieverbrauch und geringem Wartungsbedarf.
[0032] In einer Ausgestaltung ist flussabwärts von der Aufrichtvorrichtung und flussaufwärts
von der Vereinzelungsvorrichtung eine Ausrichtvorrichtung angeordnet. Diese Ausrichtvorrichtung
richtet die flachen Gegenstände auf einer Kante aus, z. B. auf die jeweils längste
Kante. Die ausgerichteten Gegenstände erreichen die Vereinzelungsvorrichtung. Diese
Ausgestaltung verbessert das Vereinzeln, weil die Gegenstände, welche die Vereinzelungsvorrichtung
erreichen, nicht nur aufgerichtete, sondern zusätzlich ausgerichtete Gegenstände sind.
[0033] Vorzugsweise umfasst die Format-Trenneinrichtung einen Zuführ-Transportpfad, eine
Weiche und jeweils einen Wegführ-Transportpfad pro nachfolgender Verarbeitungseinrichtung.
Diese Ausgestaltung bewirkt eine geringere mechanische Belastung als eine Format-Trenneinrichtung
mit einer Trommel oder mit Schlitzen. Außerdem wird es ermöglicht, die Gegenstände
permanent geklemmt zu transportieren und so den jeweiligen Aufenthaltsort jedes Gegenstands
zu ermitteln. Ein bereits erzeugter Abstand zwischen den Gegenständen bleibt erhalten.
Eine Abfolge von Gegenständen bleibt erhalten. Diese Ausgestaltung und diese Wirkungen
werden ermöglicht, weil die Format-Trenneinrichtung flussabwärts von der Vereinzelungsvorrichtung
angeordnet ist.
[0034] In einer Ausgestaltung umfasst die Vereinzelungsvorrichtung mindestens zwei parallel
arbeitende Vereinzeler. Ein Strom von Gegenständen, der die Vereinzelungsvorrichtung
erreicht, wird in jeweils einen Einzelstrom pro Vereinzeler aufgeteilt. Diese Aufteilung
lässt sich z. B. so durchführen, dass jeder Einzelstrom gleich viele Gegenstände enthält,
z. B. indem bei zwei parallelen Vereinzelern der erste, der dritte, der fünfte usw.
Gegenstand in den ersten Einzelstrom und der zweite, vierte, sechste usw. Gegenstand
in den zweiten Einzelstrom geleitet wird. Die parallele Verarbeitung durch zwei parallele
Vereinzeler erhöht den Durchsatz. Nicht erforderlich ist es, die Gegenstände nach
Formatklassen zu trennen, bevor die Gegenstände die Vereinzelungsvorrichtung erreichen.
[0035] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei
zeigen:
- Figur 1
- eine Ausführungsform der Aufrichtvorrichtung mit einem "Wasserfall" in Seitenansicht;
- Figur 2
- eine Ausführungsform der Aufrichtvorrichtung mit zwei Aufrichtstufen und je einem
Aufrichtblech pro Aufrichtstufe in Seitenansicht;
- Figur 3
- die Ausführungsform von Figur 2 in einer Ansicht von vorne;
- Figur 4
- eine Ausführungsform der Aufrichtvorrichtung mit zwei Aufrichtstufen und jeweils einem
Aufricht- Förderband pro Aufrichtstufe in Seitenansicht;
- Figur 5
- eine Ausführungsform der Aufrichtvorrichtung mit einem in sich gebogenen Förderband;
- Figur 6
- den Wasserfall von Figur 1 und einen Transportkanal in perspektivischer Darstellung;
- Figur 7
- die Ausführungsform von Figur 6 mit einem zusätzli- chen Trennblech;
- Figur 8
- eine Ausgestaltung der Ausrichtvorrichtung;
- Figur 9
- einen Vereinzeler mit einem Transportelement und einem Rückhalteelement in Draufsicht;
- Figur 10
- schematisch die gesamte Vorrichtung in der Ausfüh- rungsform mit den Aufrichtstufen
in Draufsicht;
- Figur 11
- schematisch die gesamte Vorrichtung in der Ausfüh- rungsform mit dem Wasserfall in
Draufsicht.
[0036] Im Ausführungsbeispiel werden die lösungsgemäße Vorrichtung und das lösungsgemäße
Verfahren eingesetzt, um flache Postsendungen (Standardbriefe, Großbriefe, Postkarten,
Kataloge, ...) zu verarbeiten.
[0037] Die Postsendungen werden von einer Sortieranlage mit dem Ziel verarbeitet, die Postsendungen
abhängig von ihrer jeweiligen Zustelladresse zu sortieren. Hierfür ist es erforderlich,
die Zustelladresse jeder Postsendung zu entziffern und die Postsendung abhängig von
der Zustelladresse in eine Sortierendstelle der Sortieranlage auszuschleusen. Die
lösungsgemäße Vorrichtung des Ausführungsbeispiels wird eingesetzt, um die Postsendungen
so zu vereinzeln, auszurichten und zu orientieren, dass diese nachfolgenden Schritte
durchgeführt werden können.
[0038] Zu Beginn der Verarbeitung werden die flachen Gegenstände auf ein Endlos-Förderband
einer Zuführeinrichtung geschüttet. Dieses Endlos-Förderband wird im Folgenden "Zufuhr-Förderband"
genannt. Das Zuführ-Förderband ist um mindestens zwei Rollen herum geführt. Die Rollen
sind auf waagrechten Wellen montiert. Mindestens eine Welle wird gedreht, wodurch
das Zuführ-Förderband sich in eine Transportrichtung dreht. Dadurch vermag das Zuführ-Förderband
Gegenstände in einer waagrechten Förderebene in diese Transportrichtung zu transportieren.
Die anderen Rollen sind als Laufrollen ausgestaltet.
[0039] Figur 1 zeigt schematisch eine Ausführungsform von der Seite. Dargestellt werden
das Zuführ-Förderband 20, das um die beiden Rollen R1 und R2 herum geführt ist, ein
schräges Förderband 1 und ein Transportkanal Tk. Das Zuführ-Förderband 20 transportiert
Postsendungen in die Transportrichtung T.
[0040] Die flachen Postsendungen, die in zufälliger Anordnung auf dem Zuführ-Förderband
20 liegen, werden zu einer Aussortierstation AS transportiert. In dieser Aussortierstation
AS werden diejenigen Gegenstände aus dem Strom von Postsendungen aussortiert, die
nicht maschinell verarbeitbar sind. Im Ausführungsbeispiel werden die Gegenstände
aussortiert, indem sie vom Zuführ-Förderband 20 genommen werden. Dieses Aussortieren
können ein Werker oder ein Handhabungsautomat vornehmen.
[0041] Zu den auszusortierenden Gegenständen gehören
- Gegenstände, die keine Postsendungen sind und trotzdem auf das Zuführ-Förderband gelangen,
z. B. weil sie in einen Briefkasten geworfen wurden,
- beschädigte Postsendungen und
- Postsendungen, die aufgrund ihrer Abmessungen von den vorhandenen Verarbeitungseinrichtungen
nicht maschinell verarbeitbar sind.
[0042] Alle übrigen Postsendungen transportiert das Zuführ-Förderband 20 zu einer Aufrichtvorrichtung
AV. Die Aufrichtvorrichtung AV transportiert die Postsendungen in eine Transportrichtung
T und bewirkt in den im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen ein Mitstrom-Aufstellen.
[0043] In einer Ausführungsform umfasst diese Aufrichtvorrichtung AV mehrere Aufrichtstufen,
die in Reihe geschaltet sind. Jede Aufrichtstufe umfasst jeweils eine Fläche. Jede
Fläche einer Aufrichtstufe ist um eine waagrechte Drehachse geneigt. Diese waagrechte
Drehachse verläuft parallel zur Transportrichtung. Jede Fläche ist dadurch dergestalt
gegen die Horizontale geneigt, dass der Neigungswinkel der Fläche einer Aufrichtstufe
größer ist als der Neigungswinkel der vorhergehenden Fläche.
[0044] Die Postsendungen werden nacheinander über diese Flächen der Aufrichtstufen transportiert.
Wegen der wachsenden Neigungswinkel der Flächen bewirkt der Transport über die Kaskade
der Flächen der in Reihe geschalteten Aufrichtstufen, dass die Postsendungen stufenweise
aufgerichtet werden.
[0045] In einer Ausführungsform hat jede Aufrichtstufe zusätzlich eine Anschlagkante, die
am unteren Ende der abschüssig geneigten Fläche angeordnet ist. Die Postsendungen
gleiten die schräge Fläche hinab und stoßen mit einer Kante an die Anschlagkante.
[0046] In einer anderen Ausführungsform befindet sich unterhalb der Aufrichtvorrichtung
ein Unterflur-Förderband mit einer waagrechten Förderebene. Die Postsendungen rutschen
die Fläche jeder Aufrichtstufe hinab und stoßen mit ihrer jeweiligen unteren Kante
auf das Unterflur-Förderband. Das Unterflur-Förderband transportiert die Postsendungen
von Aufrichtstufe zu Aufrichtstufe.
[0047] Die Aufrichtstufen sind dergestalt relativ zueinander angeordnet, dass jede Postsendung
in die Transportrichtung von Aufrichtstufe zu Aufrichtstufe transportiert werden kann,
ohne von einer Fläche am Weitertransport gehindert zu werden. In einer Ausführungsform
sind die Aufrichtstufen so angeordnet, dass sich zwei aufeinanderfolgende Flächen
der Aufrichtstufen teilweise überlappen. In einer anderen Ausführungsform überlappen
sich zwei aufeinander folgende Flächen nicht.
[0048] In einer Ausgestaltung werden die Flächen von ortsfesten Blechen gebildet, und die
Postsendungen werden mittels dieser Bleche passiv aufgestellt. Die Postsendungen werden
zuerst von dem Zuführ-Förderband 20 und dem Unterflur-Förderband 14 transportiert,
außerdem von der kinetischen Energie, die das Zuführ-Förderband den Postsendungen
mitgibt. Diese Ausgestaltung erfordert den geringsten apparativen Aufwand. Weil das
Unterflur-Förderband 14 das einzige Element der Aufrichtvorrichtung AV ist, das bewegt
wird, fallen der Verschleiß und der Wartungsbedarf sowie der Energieverbrauch sehr
gering aus.
[0049] Figur 2 und Figur 3 zeigen beispielhaft eine Ausführungsform mit zwei Aufrichtstufen
St.1, St.2 und jeweils einem ortsfesten Blech pro Aufrichtstufe. Unterhalb der beiden
Aufrichtstufen St.1, St.2 befindet sich ein waagerechtes Unterflur-Förderband 14,
das um zwei Rollen R5, R6 herum geführt ist. Die Postsendungen werden zunächst über
die erste Aufrichtstufe St.1 und dann über die zweite Aufrichtstufe St.2 hinweg transportiert.
Die erste Aufrichtstufe St.1 besitzt ein ortsfestes Blech 10.1. Die zweite Aufrichtstufe
St.2 besitzt ein ortsfestes Blech 10.2. Gesehen in die Betrachtungsrichtung von Figur
3, die senkrecht auf der Transportrichtung T steht, befindet sich das Blech 10.1 vor
dem Blech 10.2. Die Postsendungen rutschen über die Bleche 10.1, 10.2 auf das Unterflur-Förderband
14. Die Transportrichtung T steht senkrecht auf der Zeichenebene von Figur 3.
[0050] In einer alternativen Ausgestaltung werden die Flächen der Aufrichtstufen St.1, St.2
ebenfalls von angetriebenen Endlos-Förderbändern gebildet, und zwar von jeweils einem
Endlos-Förderband pro Aufrichtstufe. Jedes Endlos-Förderband ist um jeweils zwei Rollen
geführt, die auf zwei gegenüber der Horizontalen geneigten und zueinander parallelen
Wellen sitzen. Die Förderbänder der Aufrichtstufen werden "Aufricht-Förderbänder"
genannt.
[0051] Figur 4 zeigt beispielhaft diese alternative Ausgestaltung, ebenfalls mit zwei Aufrichtstufen
St.1, St.2. Die erste Aufrichtstufe St.1 besitzt ein schräg angeordnetes AufrichtFörderband
11.1, die zweite Aufrichtstufe St.2 ein schräg angeordnetes Aufricht-Förderband 11.2.
Die Aufricht-Förderbänder 11.1, 11.2 grenzen aneinander, so dass Postsendungen von
dem Förderband 11.1 auf das nachfolgende Förderband 11.2 gelangen.
[0052] In einer anderen Ausgestaltung besitzt die Aufrichtvorrichtung AV ein in sich gedrehtes
Aufricht-Förderband, bevorzugt anstelle der Aufrichtstufen St1, St.2. Dieses gedrehte
Aufricht-Förderband ist ebenfalls ein Endlos-Förderband, das um zwei Rollen herum
geführt ist. Die beiden Rollen sitzen auf je einer Welle. Diejenige Welle, die an
der Zuführeinrichtung angrenzt, ist waagrecht gelagert. Die andere Welle, die an die
nachfolgende Vereinzelungsvorrichtung angrenzt, ist senkrecht angeordnet. Dadurch
ist das Aufricht-Förderband in sich gedreht.
[0053] Figur 5 zeigt diese Ausgestaltung von der Seite. Dargestellt sind das Zuführ-Förderband
20, das Unterflur-Förderband 14 und das in sich gedrehte Aufricht-Förderband 15. Das
Unterflur-Förderband 14 beginnt - gesehen in die Transportrichtung T - hinter der
Mitte des Aufricht-Förderbands 15. Das Aufricht-Förderband 15 ist um die waagerechte
Rolle R7 und um die senkrechte Rolle R8 herum geführt. Vorzugsweise wird die senkrechte
Rolle R8 angetrieben, und die waagerechte Rolle R7 ist als Laufrolle angelegt.
[0054] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Aufrichtvorrichtung AV ein waagrechtes
oder vorzugsweise schräges Endlos-Förderband und einen sogenannten Wasserfall. Figur
1 zeigt dieses schräge Endlos-Förderband 1.
[0055] Das schräge Endlos-Förderband 1 schließt sich an das Zuführ-Förderband 20 an. Das
schräge Endlos-Förderband 1 transportiert Postsendungen, die auf dem schrägen Förderband
1 liegen, auf einer schrägen Bahn schräg nach oben. Das schräge Endlos-Förderband
1 ist um eine obere Rolle R3 und um eine untere Rolle R4 herum geführt. Diese obere
Rolle R3 sitzt auf einer waagrechten und vorzugsweise angetriebenen Welle. Die auf
dem schrägen Endlos-Förderband 1 liegenden Postsendungen werden um die obere Rolle
R3 herum geführt und fallen eine Kante 4 des Wasserfalls herab.
[0056] Im Ausführungsbeispiel durchlaufen die Postsendungen anschließend einen U-förmigen
Transportkanal Tk mit zwei Seitenwänden 4, 5 und einem weiteren Unterflur-Förderband
6 als Boden. Dies gilt sowohl dann, wenn die Aufrichtvorrichtung mehrere Aufrichtstufen
besitzt, als auch dann, wenn die Aufrichtvorrichtung einen Wasserfall umfasst.
[0057] Dieses Unterflur-Förderband 6 kann dasselbe sein wie das Unterflur-Förderband 14
der Aufrichtvorrichtung, d. h. das Unterflur-Förderband 6 = 14 erstreckt sich über
die gesamte Länge der Aufrichtvorrichtung AV und des Transportkanals Tk. Dieses durchgehende
Unterflur-Förderband 6 = 14 kann natürlich nur dann eingesetzt werden, wenn die Aufrichtvorrichtung
AV und der Transportkanal Tk Postsendungen in dieselbe Transportrichtung T transportieren.
[0058] In einer anderen Ausgestaltung weisen die Aufrichtvorrichtung AV und der Transportkanal
Tk jeweils ein eigenes Unterflur-Förderband 14 bzw. 6 auf.
[0059] Vorzugsweise ist der Abstand zwischen den Seitenwänden 4, 5 des Transportkanals Tk
so groß, dass Postsendungen sich während des Transports nicht verklemmen und locker
an jeweils einer Seitenwand 4, 5 anliegen. Diese Ausführungsform erspart die Notwendigkeit,
die Seitenwände 4, 5 ebenfalls mit einer Fördereinrichtung zu versehen. Außerdem bewirkt
diese Ausgestaltung, dass die Postsendungen an ihren Unterkanten ausgerichtet werden.
Der U-förmige Transportkanal Tk transportiert die aufgerichteten Postsendungen. Dies
gilt sowohl in der Ausführungsform mit den Aufrichtstufen als auch in der Ausführungsform
mit dem Wasserfall. Denn die Schwerkraft drückt die Postsendungen auf das waagerechte
Unterflur-Förderband 6.
[0060] In der Ausgestaltung mit den Aufrichtstufen St1, St.2, die schräge Flächen aufweisen,
sind das Zuführ-Förderband 20, die Aufrichtstufen St.1, St.2 und der Transportkanal
Tk vorzugsweise in einer Linie hintereinander angeordnet, so dass das Zuführ-Förderband
20, die Aufrichtstufen St.1, St.2 und der Transportkanal Tk die Postsendungen alle
in dieselbe Transportrichtung T transportieren.
[0061] In der Ausgestaltung mit dem Wasserfall (Kante 4) transportiert der Transportkanal
Tk die Postsendungen hingegen in eine Transportrichtung T2 ab, die senkrecht auf derjenigen
Transportrichtung T1 steht, in der das schräge Endlos-Förderband 1 die Postsendungen
die schräge Bahn hinauf transportiert. Diese Transportrichtung T2 steht senkrecht
auf der Zeichenebene von Figur 1 und senkrecht auf der Transportrichtung T der Aufrichtvorrichtung
AV.
[0062] Die Postsendungen fallen die Kante 4 hinab auf das Unterflur-Förderband 3 des Transportkanals
Tk und werden vom Unterflur-Förderband 3 in eine Transportrichtung T2 parallel zu
den Gegenstandsebenen abtransportiert. Der Abstand zwischen den Seitenwänden 4, 5
des Transportkanals Tk ist kleiner als die kleinste Abmessung einer Postsendung in
der Gegenstandsebene. Dadurch wird vermieden, dass eine Postsendung flach auf dem
Unterflur-Förderband 6 des Transportkanals Tk liegt und nicht mehr aufgerichtet ist.
[0063] Figur 6 zeigt schematisch und in einer perspektivischen Darstellung den Wasserfall
mit der Kante 4, der weiteren Seitenwand 5 und dem Unterflur-Förderband 6. Drei Postsendungen
Ps3, Ps4, Ps5 fallen gerade die Kante 4 hinunter. Zwei weitere Postsendungen Ps1,
Ps2 werden gerade vom schrägen Endlos-Förderband 1 in die Transportrichtung T1 die
schräge Bahn hinauf transportiert. Das Unterflur-Förderband 6 des Transportkanals
Tk transportiert gerade drei Postsendungen Ps6, Ps7, Ps8 in die Transportrichtung
T2 ab. Die Seitenwände 4, 5 des Transportkanals Tk werden von ortsfesten, gebogenen
Blechen mit glatten Oberflächen gebildet.
[0064] Jede Postsendung steht nach dem Aufrichten zwar auf einer Kante und ist annähernd
senkrecht ausgerichtet. Jedoch kann diese Kante eine Längskante oder eine Querkante
sein. Typischerweise ist eine Postsendung rechteckig, aber nicht quadratisch, und
sie hat daher zwei Linkskanten und zwei Querkanten, die kürzer als die Längskanten
sind. Gewünscht wird aber, dass alle Postsendungen auf ihren Längskanten stehen, bevor
die Postsendungen die nachfolgende Vereinzelungseinrichtung VV erreichen. Daher durchläuft
jede aufgerichtete Postsendung nunmehr eine Ausrichtvorrichtung AusV, welche eine
Postsendung dreht, wenn sie auf einer Querkante steht, so dass die Postsendung nach
der Drehung auf einer Längskante steht, während die Ausrichtvorrichtung AusV eine
bereits auf der Längskante stehende Postsendung in dieser Position belässt. Die Drehung
ist eine Drehung um eine Drehachse, die senkrecht auf der Gegenstandsebene steht.
[0065] In einer Ausgestaltung besitzt die Ausrichtvorrichtung AusV eine Rüttelstrecke, über
welche die Postsendungen geleitet werden. Diese Rüttelstrecke besitzt mehrere parallele
Rollen mit exzentrischen Elementen. Die Postsendungen werden über diese Rollen geführt
und zugleich seitlich gestützt, wodurch die hochkant stehenden Postsendungen gedreht
werden.
[0066] Fig. 9 zeigt eine andere Ausgestaltung der Ausrichtvorrichtung AusV.
[0067] In dieser anderen Ausgestaltung besitzt die Ausrichtvorrichtung AusV ein abschüssig
geneigtes Endlos-Förderband Fb-ab und ein aufwärts führendes Endlos-Förderband Fb-auf.
Das abschüssige Förderband Fb-ab ist dergestalt schräg oberhalb und flussaufwärts
vom aufwärts führenden Förderband Fb-auf angeordnet, dass zwischen dem abschüssigen
Förderband Fb-ab und dem aufwärts führenden Förderband Fb-auf eine Stufe St auftritt.
Das abschüssige Förderband Fb-ab hat bevorzugt einen Neigungswinkel von maximal 20
Grad, das aufwärts führende Förderband einen kleineren Neigungswinkel.
[0068] Jede Postsendung durchläuft zunächst das abschüssige Förderband Fb-ab, fällt dann
die Stufe St hinunter und wird anschließend vom aufwärts führenden Förderband Fb-auf
transportiert. Beim Übergang vom abschüssigen Förderband Fb-ab zum aufwärts führenden
Förderband Fb-auf erhält die Postsendung einen Stoß und ist bestrebt, in eine Position
minimaler Entropie zu geraten. Dies ist aber gerade die Position auf der Längskante.
Wiederum wird verhindert, dass eine Postsendung seitlich umkippt.
[0069] Im Ausführungsbeispiel erreichen die Postsendungen anschließend eine Puffereinrichtung
PE. Diese Puffereinrichtung PE bewirkt eine gleichmäßige Zufuhr von Postsendungen
zur nachfolgenden Vereinzelungsvorrichtung VV. Vorzugsweise ist die Puffereinrichtung
PE ebenfalls als Transportkanal mit einem Unterflur-Förderband ausgestaltet.
[0070] Vorgegeben sind eine minimale und eine maximale Zufuhrrate von Postsendungen zur
Vereinzelungsvorrichtung VV. Die Puffereinrichtung PE besitzt eine Zufuhr-Messeinrichtung.
Diese Zufuhr-Messeinrichtung misst zu vorgegebenen Messzeitpunkten einen Parameter,
der von der Ist-Zufuhrrate von Postsendungen zur Puffereinrichtung PE anhängt. Beispielsweise
misst die Messeinrichtung zu jedem Messzeitpunkt die Dicke der Postsendung oder die
Gesamtdicke mehrerer überlappender Postsendungen, die die Puffereinrichtung PE erreichen.
Beispielsweise lenkt der Strom von aufrecht stehenden Postsendungen eine Rolle oder
eine bewegliche Seitenwand senkrecht zur Transportrichtung T aus. Je weiter diese
Rolle oder bewegliche Seitenwand ausgelenkt wird, desto dicker ist der Stapel mit
Postsendungen, der gerade in die Puffereinrichtung PE transportiert wird. Der zeitliche
Verlauf dieser Auslenkung ist ein Maß für die Zufuhrrate in die Puffereinrichtung
PE.
[0071] Oder die Zufuhr-Messeinrichtung besitzt eine Kamera und wertet ein Abbild der zugeführten
Postsendungen aus, um zu zählen, wie viele Postsendungen zum Messzeitpunkt die Puffereinrichtung
PE gerade erreichen.
[0072] Die minimale Zufuhrrate legt eine untere Schranke für den gemessenen Wert dieses
Parameters fest. Die maximale Zufuhrrate legt entsprechend eine obere Schranke fest.
Falls die Zufuhr-Messeinrichtung einen Parameterwert misst, der oberhalb der oberen
Schranke liegt, so wird die Zufuhr von weiteren Postsendungen zur Puffereinrichtung
PE verringert, z. B. indem die Fördergeschwindigkeit des Unterflur-Förderbands 14
des Transportkanals Tk verringert wird, was die Zufuhrrate senkt. Falls die Zufuhr-Messeinrichtung
einen Parameterwert misst, der unterhalb der unteren Schranke liegt, so wird die Zufuhrrate
entsprechend vergrößert. Die gerade beschriebene Regelung der Zufuhr von Postsendungen
zur Puffereinrichtung PE bewirkt, dass die Zufuhrrate von Postsendungen zur Vereinzelungsvorrichtung
VV stets zwischen der unteren und der oberen Schranke liegt.
[0073] Dies wird auch dadurch erreicht, dass die Zuführ-Messeinrichtung am Eingang der Puffereinrichtung
misst, und die Postsendungen danach noch durch die Puffereinrichtung PE und entlang
eines weiteren Transportweges transportiert werden, ehe sie die Vereinzelungsvorrichtung
VV erreichen, was noch Zeit erfordert.
[0074] Die Postsendungen erreichen nunmehr aufrecht stehend die Vereinzelungsvorrichtung
VV, und zwar im Ausführungsbeispiel, indem die Postsendungen in eine Transportrichtung
parallel zu ihren Gegenstandsebenen transportiert werden. Die Vereinzelungsvorrichtung
VV erzeugt einen Strom von aufrecht stehenden und zueinander beabstandeten Postsendungen.
In einer Ausgestaltung tritt zwischen jeweils zwei aufeinander folgenden Postsendungen
die gleiche Lücke auf, auch bei variierenden Längen der Postsendungen. Dieser Strom
von Postsendungen verlässt die Vereinzelungsvorrichtung.
[0075] Die Vereinzelungsvorrichtung VV umfasst mindestens einen Vereinzeler. Im Ausführungsbeispiel
besitzt der oder jeder Vereinzeler jeweils
- ein angetriebenes Transportelement,
- ein nicht angetriebenes Rückhalteelement und
- ein angetriebenes Vorziehelement.
[0076] Das Transportelement besitzt z. B. mehrere übereinander angeordnete Endlos-Förderbänder,
die um mehrere senkrechte Rollen herum geführt sind. Das Rückhalteelement besitzt
z. B. mehrere übereinander liegende Rückhaltekomponenten. Das Transportelement bewegt
sich mit einer Relativgeschwindigkeit relativ zum Rückhalteelement, z. B. weil das
Rückhalteelement nur aus ortsfesten Komponenten besteht. Die Reibkraft zwischen dem
Transportelement und einer Postsendung ist größer als die Reibkraft zwischen dem Rückhalteelement
und der Postsendung, und diese Reibkraft wiederum ist größer als die Reibkraft zwischen
mehreren aneinander haftenden Postsendungen. Dadurch bewirken das Transportelement
und das Rückhalteelement, dass zwei überlappende Postsendungen auseinander gezogen
werden.
[0077] Vorzugsweise saugt eine Saugkammer Luft an und erzeugt einen Unterdruck. Dieser Unterdruck
saugt Postsendungen auf das Transportelement zu und erhöht die Reibekraft.
[0078] Das Vorziehelement besteht z. B. aus zwei angetriebenen Transportrollen, die sich
in entgegengesetzter Drehrichtung und mit gleicher Geschwindigkeit drehen. Sobald
die Vorderkante einer Postsendung das Vorziehelement erreicht, erfasst das Vorziehelement
die Postsendung, beispielsweise indem die Transportrollen die Postsendung zwischen
sich fassen. Das Transportelement und das Rückhalteelement werden oder sind gestoppt
und halten eine weitere Postsendung, die teilweise mit der ersten Postsendung überlappt,
zurück. Das Vorziehelement zieht die vorauslaufende Postsendung aus dem Spalt zwischen
dem Transportelement und dem Rückhalteelement hervor. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen
ist und die Hinterkante das Vorziehelement passiert hat, wird das Transportelement
wieder gestartet. Der Vereinzeler arbeitet also in einem Start-Stopp-Betrieb.
[0079] Figur 9 zeigt schematisch in Draufsicht einen Vereinzeler der Vereinzelungsvorrichtung
VV. Dargestellt sind
- das Transportelement 29, das mehrere senkrecht übereinander angeordnete Endlos-Förderbänder
umfasst,
- drei Rollen 30, 31, 32, um welche die Endlos-Förderbänder des Transportelements 29
herum geführt sind,
- ein Antriebsmotor 16 für die Rolle 32,
- ein Vorziehelement 3 mit zwei Transportrollen 3.1, 3.2,
- eine Saugkammer 30,
- ein ortsfestes Rückhalteelement 2 und
- zwei Druckfedern 28.1, 28.2, die das Rückhalteelement 2 auf das Transportelement 29
zu drücken.
[0080] Die Rolle 32 wird angetrieben. Die beiden übrigen Rollen 30, 31 sind als Laufrollen
ausgestaltet.
[0081] In einer Ausgestaltung besitzt die Vereinzelungsvorrichtung VV zwei in Reihe geschaltete
Vereinzeler. Der nachfolgende zweite Vereinzeler vereinzelt diejenigen Postsendungen,
die der vorhergehende erste Vereinzeler nicht vereinzelt hat.
[0082] Beispielsweise besitzt der zweite Vereinzeler eine Doppelabzugs-Erkennungs-Einrichtung,
die überprüft, ob ein Objekt, das durch den zweiten Vereinzeler hindurch transportiert
wird, aus einer einzigen Postsendung oder aus mehreren sich überlappenden Postsendungen
besteht. Der nachfolgende zweite Vereinzeler arbeitet vorzugsweise nur dann im Start-Stopp-Betrieb,
wenn die Doppelabzugs-Erkennungs-Einrichtung im zweiten Vereinzeler mehrere Gegenstände,
die sich teilweise überlappen, erkannt hat.
[0083] In einer anderen Ausgestaltung besitzt die Vereinzelungsvorrichtung VV zwei parallel
geschaltete Vereinzeler. Die beiden parallelen Vereinzeler sind vorzugsweise gleichartig
aufgebaut, und jeder Vereinzeler vermag die gleichen mindestens zwei Formatklassen
zu vereinzeln. Indem zwei parallele Vereinzeler eingesetzt werden, wird der Durchsatz
durch die Vereinzelungsvorrichtung VV verdoppelt. Nicht erforderlich ist es, die Postsendungen
nach ihren Formaten zu trennen, bevor die Postsendungen die parallelen Vereinzeler
erreichen. Jeder Vereinzeler verlässt ein Strom von aufrecht stehenden und zueinander
beabstandeten Postsendungen.
[0084] Indem zwei gleichartige Vereinzeler parallel geschaltet werden, lässt sich ein doppelt
so großer Durchsatz wie mit einem einzigen Vereinzeler erzielen.
[0085] Damit die beiden Vereinzeler parallel arbeiten können, wird der Strom von Postsendungen,
die aufrecht stehend zur Vereinzelungsvorrichtung VV transportiert wird, in zwei Ströme
zerlegt, die parallel zu jeweils einem Vereinzeler transportiert werden. In einer
Ausgestaltung befindet sich im Transportkanal Tk ein Trennelement in Form eines Leitblechs.
Dieses Trennelement zerlegt den Strom von Postsendungen in zwei Ströme. Das Trennelement
ist so angeordnet, dass das Trennelement die fallenden Postsendungen in zwei Ströme
mit etwa gleich vielen Postsendungen aufteilt.
[0086] In der Ausführungsform mit dem Wasserfall (Kante 4) befindet sich bevorzugt das Trennelement
an derjenigen Stelle im Transportkanal Tk, an der die Postsendungen die Kante 4 herunter
fallen und auf dem Unterflur-Förderband 6 auftreffen. Das Trennelement zerlegt den
Strom fallender Postsendungen in zwei parallele Ströme. Nicht erforderlich ist es,
bereits an dieser Stelle die Postsendungen nach ihren Formaten zu trennen.
[0087] In Figur 7 wird beispielhaft ein Transportkanal Tk mit einer solchen teilenden Trennwand
12 gezeigt. Jede Postsendung landet beim Herunterfallen entweder zwischen der Seitenwand
4 und der Trennwand 12 oder zwischen der Seitenwand 5 und der Trennwand 12.
[0088] Der Strom beabstandeter Postsendungen wird zu einer Format-Messeinrichtung FM transportiert.
Diese Format-Messeinrichtung FM vermisst näherungsweise die Abmessung jeder Postsendung.
Weil die Format-Messeinrichtung flussabwärts von der Vereinzelungsvorrichtung VV angeordnet
ist, erreichen vereinzelte Postsendungen die Format-Messeinrichtung FM. Dadurch wird
das Vermessen der Postsendungen deutlich einfacher und ist weniger fehleranfällig,
als wenn die Format-Messeinrichtung FM vor der Vereinzelungsvorrichtung VV angeordnet
wäre.
[0089] In einer Ausführungsform umfasst die Format-Messeinrichtung FM zwei Kameras. Die
eine Kamera erzeugt mindestens ein erstes Abbild einer Postsendung aus einer ersten
Abbildungsrichtung. Diese erste Abbildungsrichtung steht senkrecht auf der Gegenstandsebene
der Postsendung, also auch senkrecht auf der Transportrichtung T, in welche die Postsendung
transportiert wird. Durch Auswerten dieses ersten Abbilds werden die Länge und die
Höhe dieser Postsendung gemessen. Die andere Kamera erzeugt mindestens ein zweites
Abbild der Postsendung aus einer zweiten Abbildungsrichtung, die senkrecht auf der
ersten Abbildungsrichtung und auf der Transportrichtung T steht und in der Gegenstandsebene
liegt. Durch Auswertung dieses zweiten Abbilds wird die Dicke der Postsendung gemessen.
[0090] Ein Unterflur-Förderband der Format-Messeinrichtung FM transportiert die Postsendungen
an den Kameras vorbei. Seitenwände stützen die aufgerichteten Postsendungen. Möglich
ist auch, dass jeweils zwei Endlos-Förderbänder eine Postsendung zeitweise zwischen
sich einklemmen.
[0091] Eine andere Ausgestaltung spart die erste Kamera ein, welche Abbilder aus einer Abbildungsrichtung
senkrecht zur Transportrichtung T erzeugt. Die Länge und die Höhe jeder Postsendung
werden vielmehr mit Hilfe von Lichtschranken gemessen. Jede Lichtschranke besitzt
einen Sender und einen Empfänger. Der Sender sendet einen Lichtstrahl aus, der entweder
auf den Empfänger trifft oder von einer Postsendung unterbrochen wird, weil die Postsendung
sich zwischen Sender und Empfänger befindet.
[0092] Vorzugsweise sind mehrere Lichtschranken übereinander angebracht. Jede aufrecht stehend
transportierte Postsendung unterbricht wenigstens den Lichtstrahl der untersten Lichtschranke.
Die Transportgeschwindigkeit der Postsendung wird geregelt oder gemessen und ist somit
bekannt. Gemessen wird weiterhin, wie lange eine Postsendung den Lichtstrahl von der
untersten Lichtschranke unterbricht. Das Produkt aus der Transportgeschwindigkeit
und der gemessenen Zeitdauer der Unterbrechung liefert die Länge der Postsendung.
Die Höhe der Postsendung liegt zwischen der Höhe, in der die höchste noch unterbrochene
Lichtschranke angebracht ist, und der Höhe, in der die niedrigste nicht unterbrochene
Lichtschranke angeordnet ist. Die Lichtschranken sind so angeordnet, dass die Höhenbereiche,
die sich unterscheiden lassen, ausreichen, um die jeweilige Formatklasse der Postsendung
zu ermitteln.
[0093] Vorgegeben sind mindestens zwei Formatklassen, z. B. die Formatklasse der Standardbriefe
(z. B. bis DIN C5 oder "US letters") und die Formatklasse der Großbriefe (z. B. größer
als DIN C5 oder "US flats"). Eine Auswerte- und Steuerungseinheit wertet die mindestens
zwei Abbilder jeder Postsendung aus und entscheidet automatisch und abhängig von den
gemessenen Abmessungen, zu welcher Formatklasse jede Postsendung gehört.
[0094] Die vereinzelten und vermessenen Postsendungen werden zu einer Verzweigungseinrichtung
Verzw transportiert. Diese Verzweigungseinrichtung Verzw fungiert im Ausführungsbeispiel
zusammen mit der Format-Messeinrichtung FM als die Format-Trenneinrichtung.
[0095] In diese Verzweigungseinrichtung Verzw mündet der U-förmige Transportkanal Tk ein.
Pro vorgegebene Formatklasse führt mindestens ein Transportpfad aus der Verzweigungseinrichtung
Verzw ab. Weil die Verzweigungseinrichtung Verzw vereinzelte Postsendungen auf verschiedene
Formate aufteilt, lässt sie sich durch einen einfacheren Aufbau realisieren, als wenn
sie nicht vereinzelte Postsendungen nach Formaten trennen müsste. Die Gefahr ist geringer,
dass ein Stau aufgrund von sich verklemmenden Postsendungen auftritt.
[0096] Im Ausführungsbeispiel werden die Postsendungen ohne Schlupf von der Vereinzelungsvorrichtung
VV zur Verzweigungseinrichtung Verzw transportiert. Beispielsweise klemmen jeweils
zwei Endlos-Förderbänder eine Postsendung zeitweise zwischen sich ein. Diese beiden
Endlos-Förderbänder ("Deckbänder", "pinch belts") sind um mehrere Rollen herum geführt.
Diese Rollen sitzen auf senkrechten Wellen, von denen bevorzugt jeweils genau eine
Welle pro Endlos-Förderband angetrieben ist. Weil kein Schlupf auftritt und weil die
Transportgeschwindigkeit, mit der die Postsendung zur Verzweigungseinrichtung transportiert
wird, gemessen oder gesteuert wird, "weiß" die Auswerte- und Steuerungseinheit, wann
diese Postsendung welche Stelle in der Verzweigungseinrichtung Verzw erreicht.
[0097] Die Verzweigungseinrichtung Verzw besitzt mehrere Weichen. Die Auswerte- und Steuerungseinheit
steuert die Weichen so an, dass jede Postsendung in denjenigen Transportpfad geleitet
wird, welcher der Formatklasse dieser Postsendung zugeordnet ist. Beispielsweise führt
ein Haupt-Transportpfad durch die Verzweigungseinrichtung Verzw und ist der Formatklasse
für Standardbriefe zugeordnet. Für jede andere Formatklasse ist je ein Transportpfad
vorgesehen, der in einer Weiche vom Haupt-Transportpfad abzweigt.
[0098] Der Transportpfad für eine Formatklasse transportiert die Postsendungen dieser Formatklasse
aufrecht stehend und zueinander beabstandet zu einer Verarbeitungseinrichtung. Diese
Verarbeitungseinrichtung vermag Postsendungen dieser Formatklasse zu verarbeiten.
Beispielsweise führt diese Verarbeitungseinrichtung mindestens einige der folgenden
Schritte durch:
- Die Postsendungen werden aufgestellt, wozu der Schritt gehört, die Postsendungen so
zu orientieren, dass die Oberflächen mit den Zustelladressen alle zur selben Seite
zeigen und die Zustelladressen aufrecht stehend gezeigt werden.
- Freimachungsvermerke auf den Postsendungen werden analysiert und entwertet.
- Die Postsendungen werden gewogen.
- Mindestens ein Abbild von der Postsendung wird dergestalt erzeugt, dass das Abbild
eine hohe Auflösung aufweist und eine Zustelladresse zeigt. Die Postsendung ist mit
dieser Zustelladresse versehen und soll an diese Zustelladresse transportiert werden.
[0099] Bevorzugt werden zwei rechnerauswertbare Abbilder von zwei Seiten der aufrecht stehenden
Postsendung erzeugt. Durch Auswertung der Abbilder wird entschieden, auf welcher Seite
der Postsendung sich die Zustelladresse befindet und ob die Zustelladresse aufrecht
oder auf dem Kopf stehend gezeigt wird. Bei Bedarf wird die Postsendung mit einem
in sich gedrehten Förderband und/oder einem "Kopfbahnhof" gedreht. Ein solcher "Kopfbahnhof"
ist zum Beispiel aus
DE 431 5053 C2 sowie aus
DE 434 5160 C2 bekannt.
- Die jeweilige Zustelladresse auf den Postsendungen wird entziffert. Hierfür wird das
Abbild ausgewertet, indem der Bereich mit der Zustelladresse ("region of interest")
ermittelt und die Zustelladresse entziffert wird. Das Ergebnis der Entzifferung wird
automatisch mit Einträgen in einer Adress-Datenbank verglichen, in welcher gültige
Zustelladressen abgespeichert sind.
- Gesucht wird nach Vorausverfügungen ("endorsements") und Zustellervermerke auf den
Postsendungen, und ggf. werden diese ausgewertet.
- Eine Sortierinformation wird auf die Postsendung gedruckt, z. B. in Form eines Strichmusters.
- Abhängig von der Sortierinformation wird die Postsendung in eine Sortierendstelle
ausgeschleust. Beispielsweise wird in jeder Sortierendstelle jeweils ein Stapel von
Postsendungen erzeugt.
[0100] Im Ausführungsbeispiel werden zwei Formatklassen unterschieden. Daher gibt es eine
Verarbeitungseinrichtung VE-S für Standardbriefe und eine Verarbeitungseinrichtung
VE-G für Großbriefe.
[0101] Bislang wurde die Ausgestaltung beschrieben, dass die Postsendungen unmittelbar nach
dem Vereinzeln in die Formatklassen aufgeteilt werden. Andere Ausgestaltungen lassen
sich ebenfalls realisieren.
[0102] In einer Ausgestaltung werden die vereinzelten Postsendungen zunächst orientiert.
Von jeder Seite der aufrecht stehenden Postsendung wird jeweils ein rechnerauswertbares
Abbild angefertigt. Durch Auswertung der zwei Abbilder wird entschieden, auf welcher
Seite sich die Zustelladresse befindet und ob die Zustelladresse aufrecht stehend
oder auf dem Kopf stehend gezeigt wird. Anschließend erzeugt eine hochauflösende Kamera
jeweils ein Abbild von jeder Postsendung, welches die aufrecht stehende Zustelladresse
zeigt. Die Kamera ist so ausgestaltet, dass die Kamera von jeder Postsendung ein Abbild
mit der Zustelladresse zu erzeugen vermag, egal zu welcher Formatklasse die Postsendung
gehört.
[0103] Von der Ausgestaltung der weiteren Verarbeitungseinrichtungen hängt es ab, welche
Verarbeitungseinrichtung flussaufwärts und welche Verarbeitungseinrichtung flussabwärts
von der Format-Trenneinrichtung FM, Verzw angeordnet sind. Beispielsweise wiegt eine
Waage nur Großbriefe, ist also nach der Format-Trenneinrichtung FM, Verzw angeordnet.
Diejenigen Drucker, die Freimachungsvermerke entwerten und Sortierinformationen aufdrucken,
sind zum Beispiel vor der Format-Trenneinrichtung angeordnet.
[0104] In einer anderen Ausgestaltung werden nur Standardbriefe automatisch sortiert, Großbriefe
hingegen von Hand sortiert. Die Kamera braucht lediglich dazu ausgestaltet zu sein,
jeweils ein Abbild hoher Auflösung von jedem Standardbrief zu erzeugen. Die Kamera
und weitere Verarbeitungseinrichtungen sind flussaufwärts von der Format-Trenneinrichtung
angeordnet. Die vereinzelten, aufrecht aufgerichteten und ausgerichteten Großbriefe
werden hingegen direkt in spezielle Sortierendstellen geleitet.
[0105] Figur 10 zeigt schematisch alle Komponenten der lösungsgemäßen Vorrichtung in der
Ausgestaltung mit den Aufrichtstufen. Figur 11 zeigt schematisch alle Komponenten
der Variante mit dem Wasserfall.
[0106] Die Bezugszeichen in Figur 10 und Figur 11 stimmen überein mit den Bezugszeichen
in den vorhergehenden Figuren. Weiterhin sind in Figur 10 und Figur 11 dargestellt:
- eine Kamera K der Format-Messeinrichtung FM,
- eine Weiche W der Verzweigungseinrichtung Verzw,
- ein Zuführ-Transportpfad Z-Tpf,
- ein Wegführ-Transportpfad Tpf-S, der zu der Verarbeitungseinrichtung VE-S für Standardbriefe
führt, und
- ein weiterer Wegführ-Transportpfad Tpf-G, der zu der Verarbeitungseinrichtung VE-G
für Großbriefe führt.
[0107] Die Weiche W ist um eine Drehachse D-W drehbar gelagert.
[0108] Die Postsendungen werden vom Zuführ-Transportpfad Z-Tpf zur Weiche W transportiert.
Die Weiche W lenkt jede Postsendung entweder in den Transportpfad Tpf-S oder in den
Transportpfad Tpf-G um. Der Transportpfad Tpf-S transportiert eine Postsendung zur
Verarbeitungseinrichtung VE-S für Standardbriefe. Der Transportpfad Tpf-G transportiert
eine Postsendung zur Verarbeitungseinrichtung VE-G für Großbriefe.
Bezugszeichenliste
[0109]
| Bezugszeichen |
Bedeutung |
| 1 |
schräges Endlos-Förderband |
| 2 |
ortsfestes Rückhalteelement |
| 3 |
Vorziehelement mit Transportrollen 3.1, 3.2 |
| 4, 5 |
Seitenwände des Transportkanals Tk |
| 6 |
Unterflur-Förderband des Transportkanals Tk |
| 10.1, 10.2 |
ortsfeste Bleche der Aufrichtstufen St.1, St.2 |
| 11.1, 11.2 |
Aufricht-Förderbänder der Aufrichtstufen St.2, St.2 |
| 12 |
Trennwand |
| 14 |
Unterflur-Förderband |
| 15 |
Unterflur-Förderband der Puffereinrichtung PE |
| 16 |
bewegliche Seitenwand der Puffereinrichtung PE, gehört zur Zufuhr-Messeinrichtung |
| 20 |
Zufuhr-Förderband |
| 28.1, 28.2 |
Druckfedern des Rückhalteelements 2 |
| 29 |
Transportelement des Vereinzelers |
| 30, 31, 32 |
Rollen, um die das Transportelement herum geführt ist |
| 33 |
Saugkammer |
| AS |
Aussortierstation |
| AusV |
Ausrichtvorrichtung |
| AV |
Aufrichtvorrichtung |
| D-W |
Drehachse, um die die Weiche W schwenkbar gelagert ist |
| Fb-ab |
abwärts führendes Endlos-Förderband der Aufrichtvorrichtung AV |
| Fb-auf |
aufwärts führendes Endlos-Förderband der Aufrichtvorrichtung AV |
| FM |
Format-Messeinrichtung |
| PE |
Puffereinrichtung |
| R1, R2 |
Rollen, um die das Zuführ-Förderband 20 herum geführt ist |
| R3, R4 |
Rollen, um die das schräge Förderband 1 herum geführt ist |
| R7, R8 |
Rollen, um die das Aufrichtförderband 15 herum geführt ist |
| R9, R10 |
Rollen, um die das Unterflur-Förderband 6 herum geführt ist |
| St |
Stufe, zwischen dem abwärts führenden Endlos-Förderband Fb-ab und dem aufwärts führenden
Förderband Fb-auf |
| St.1, St.2 |
Aufrichtstufe |
| Tpf-S |
Transportpfad zur Verarbeitungseinrichtung VE-S |
| Tpf-G |
Transportpfad zur Verarbeitungseinrichtung VE-G |
| VE-S |
Verarbeitungseinrichtung für Standardbriefe |
| VE-G |
Verarbeitungseinrichtung für Großbriefe |
| Verzw |
Verzweigungsvorrichtung |
| VV |
Vereinzelungsvorrichtung |
| W |
Weiche der Verzweigungseinrichtung Verzw |
| Z-Tpf |
Zuführ-Transportpfad |
1. Anordnung zum Verarbeiten flacher Gegenstände, wobei
jeder flache Gegenstand sich in einer Gegenstandsebene erstreckt,
mindestens zwei Formatklassen vorgegeben sind,
die Anordnung
- eine Fördereinrichtung (20),
- eine Vereinzelungsvorrichtung (VV),
- eine Format-Trenneinrichtung (FM, Verzw) und
- pro vorgegebener Formatklasse jeweils mindestens eine Verarbeitungseinrichtung (VE-S,
VE-G)
umfasst,
jede Verarbeitungseinrichtung (VE-S, VE-G) für eine Formatklasse zum Verarbeiten von
flachen Gegenständen dieser Formatklasse ausgestaltet ist,
die Anordnung dazu ausgestaltet ist, flache Gegenstände, die auf die Fördereinrichtung
(20) geschüttet worden sind, entlang einer Förderbahn zur Vereinzelungsvorrichtung
(VV) und von der Vereinzelungsvorrichtung (VV) zur Format-Trenneinrichtung (Fm, Verzw)
zu transportieren,
die Vereinzelungsvorrichtung (VV) in dieser Förderbahn und flussaufwärts von der Format-Trenneinrichtung
(Fm, Verzw) angeordnet ist,
die Vereinzelungsvorrichtung (VV) dazu ausgestaltet ist, flache Gegenstände zu vereinzeln
und weiter zu transportieren, so dass ein Strom aufrecht stehender, zueinander beabstandeter
Gegenstände die Vereinzelungsvorrichtung (VV) verlässt,
die Anordnung dazu ausgestaltet ist, vereinzelte Gegenstände von der Vereinzelungsvorrichtung
(VV) zu der Format-Trenneinrichtung (FM, Verzw) zu transportieren,
die Format-Trenneinrichtung (FM, Verzw) dazu ausgestaltet ist, flache Gegenstände
abhängig von ihren Abmessungen dergestalt in Gegenstands-Klassen aufzuteilen, dass
alle Gegenstände einer Gegenstands-Menge zu derselben Formatklasse gehören,
die Anordnung dazu ausgestaltet ist, alle Gegenstände einer Gegenstands-Menge als
Strom von aufrecht stehenden, zueinander beabstandeter Gegenständen zu jeweils mindestens
einer Verarbeitungseinrichtung (VE-S, VE-G) zu transportieren, welche zum Verarbeiten
von Gegenständen dieser Formatklasse ausgestaltet ist, und
die Verarbeitungseinrichtung (VE-S, VE-G) dazu ausgestaltet ist, die zu ihr transportierten
Gegenstände zu verarbeiten.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anordnung zusätzlich eine Aufrichtvorrichtung (AV) aufweist,
die Vereinzelungsvorrichtung (VV) flussabwärts von der Aufrichtvorrichtung (AV) angeordnet
ist,
die Anordnung dazu ausgestaltet ist, flache Gegenstände, die auf die Fördereinrichtung
(20) geschüttet worden sind, unter Verwendung der Fördereinrichtung (20) entlang der
Förderbahn zur Aufrichtvorrichtung (AV) zu transportieren,
die Aufrichtvorrichtung (AV) dazu ausgestaltet ist, die flachen Gegenstände weiter
zu transportieren und dabei so aufzurichten, dass die flachen Gegenstände nach dem
Aufrichten auf jeweils einer Kante stehen, und
die Anordnung dazu ausgestaltet ist, aufgerichtete Gegenstände entlang der Förderbahn
von der Aufrichtvorrichtung (AV) zu der Vereinzelungsvorrichtung (VV) zu transportieren.
3. Anordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufrichtvorrichtung (AV) mindestens zwei Aufrichtstufen (St.1, St.2) umfasst,
die Aufrichtstufen (St.1, St.2) - gesehen in eine Transportrichtung (T) - hintereinander
angeordnet sind,
jede Aufrichtstufe (St.1, St.2) jeweils eine schräge Ebene umfasst,
wobei jede schräge Ebene (10.1, 10.2, 11.1, 11.2)
- gegenüber der Horizontalen um eine Drehachse parallel zur Transportrichtung (T)
gedreht ist und
- einen größeren Neigungswinkel gegenüber der Horizontalen aufweist als die in Transportrichtung
(T) vorhergehende schräge Ebene.
4. Anordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufrichtvorrichtung (AV) zusätzlich eine Unterflur-Fördereinrichtung (14) umfasst,
die schräge Ebene mindestens einer Aufrichtstufe (St.1, St.2) von einem ortsfesten
Blech (10.1, 10.2) gebildet wird und
die Aufrichtvorrichtung (AV) so ausgestaltet ist, dass flache Gegenstände über das
ortsfeste Blech (10.1, 10.2) rutschen und auf die Unterflur-Fördereinrichtung (14)
fallen.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufrichtvorrichtung (AV)
- eine weitere Fördereinrichtung (1) und
- eine Kante (4)
umfasst,
die weitere Fördereinrichtung (1) dazu ausgestaltet ist, flache Gegenstände zur Kante
(4) zu transportieren, und die Anordnung so ausgestaltet ist, dass
die zur Kante (4) transportierten Gegenstände die Kante (4) hinabfallen
und sich nach dem Hinabfallen in einer annähernd senkrechten Position befinden.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anordnung zusätzlich eine Ausrichtvorrichtung (AusV) aufweist,
die Ausrichtvorrichtung (AusV) dazu ausgestaltet ist,
einen flachen, ausgerichteten und rechteckigen Gegenstand in eine Position auszurichten,
in welcher der Gegenstand ausgerichtet und auf einer längeren Kante steht, und
die Anordnung dazu ausgestaltet ist,
- aufgerichtete Gegenstände von der Aufrichtvorrichtung (AV) zur Ausrichtvorrichtung
(AusV) und
- aufgerichtete und ausgerichtete Gegenstände zur Vereinzelungsvorrichtung (VV) zu
transportieren.
7. Anordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausrichtvorrichtung (AusV)
- eine abschüssige Fördereinrichtung (Fb-ab) und
- eine aufwärts führende Fördereinrichtung (Fb-auf) umfasst,
zwischen diesen beiden Fördereinrichtungen (Fb-ab, Fb-auf) eine Stufe (St) auftritt,
die Ausrichtvorrichtung (AusV) dazu ausgestaltet ist, dass
- zunächst die abschüssige Fördereinrichtung (Fb-ab) die Gegenstände schräg nach unten
transportiert,
- die Gegenstände die Stufe (St) hinabfallen und
- anschließend die aufwärts führende Fördereinrichtung (Fb-auf) die Gegenstände schräg
nach oben transportiert.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Format-Trenneinrichtung (FM, Verzw)
- einen Zuführ-Transportpfad (Z-Tpf),
- mindestens eine Weiche (W) und
- pro Verarbeitungseinrichtung (VE-S, VE-G) jeweils einen Wegführ-Transportpfad (Tpf-S,
Tpf-G)
umfasst,
jeder Wegführ-Transportpfad (Tpf-S, Tpf-G) zu jeweils einer Verarbeitungseinrichtung
(VE-S, VE-G) führt,
die Format-Trenneinrichtung (FM, Verzw) dazu ausgestaltet ist,
einen auf dem Zuführ-Transportpfad (Z-Tpf) transportierten Gegenstand unter Verwendung
der mindestens einen Weiche (W) auf einen Wegführ-Transportpfad (Tpf-S, Tpf-G) zu
lenken, der zu einer Verarbeitungseinrichtung (VE-S, VE-G) führt, welche diesen Gegenstand
zu verarbeiten vermag.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vereinzelungsvorrichtung (VV) mindestens zwei parallel angeordnete Vereinzeler
umfasst,
- die Anordnung eine Aufteilkomponente (12) aufweist,
die Aufteilkomponente (12) dazu ausgestaltet ist, aufgerichtete Gegenstände während
des Transports in jeweils einen Strom von aufrecht stehend transportierten Gegenständen
pro Vereinzeler aufzuteilen,
die Anordnung dazu ausgestaltet ist, jeden Strom zu jeweils einem Vereinzeler zu transportieren
und
jeder Vereinzeler dazu ausgestaltet ist, die zu diesem Vereinzeler transportierten
Gegenstände zu vereinzeln.
10. Verfahren zum Verarbeiten flacher Gegenstände,
wobei
jeder flache Gegenstand sich in einer Gegenstandsebene erstreckt,
mindestens zwei Formatklassen vorgegeben werden,
für jede Formatklasse jeweils mindestens eine Verarbeitungseinrichtung (VE-S, VE-G)
verwendet wird, die zum Verarbeiten von flachen Gegenständen dieser Formatklasse ausgestaltet
ist, und
das Verfahren die Schritte umfasst, dass
- die flachen Gegenstände auf eine Fördereinrichtung (20) geschüttet werden,
- die auf die Fördereinrichtung (20) geschütteten Gegenstände zu einer Vereinzelungsvorrichtung
(VV) transportiert werden,
- die Vereinzelungsvorrichtung (VV) die Gegenstände vereinzelt und weiter transportiert,
so dass ein Strom aufrecht stehender, zueinander beabstandeter Gegenstände die Vereinzelungsvorrichtung
(VV) verlässt,
- die zueinander beabstandeten Gegenstände zu einer Format-Trenneinrichtung (FM, Verzw)
transportiert werden, die flussabwärts von der Vereinzelungsvorrichtung (VV) angeordnet
ist,
- die Format-Trenneinrichtung (FM, Verzw) die Gegenstände abhängig von ihren Abmessungen
dergestalt in Gegenstands-Mengen aufteilt, dass alle Gegenstände einer Gegenstands-Menge
zu derselben Formatklasse gehören,
- alle Gegenstände einer Gegenstands-Menge als Strom von aufrecht stehenden, zueinander
beabstandeten Gegenständen zu jeweils einer Verarbeitungseinrichtung (VE-S, VE-G)
transportiert wird, welche zum Verarbeiten von Gegenständen dieser Formatklasse ausgestaltet
ist, und
- jede Verarbeitungseinrichtung (VE-S, VE-G) die zu ihr transportierten Gegenstände
verarbeitet.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verfahren die zusätzlichen Schritte umfasst, dass
- die Fördereinrichtung (20) die Gegenstände, die auf die Fördereinrichtung (20) geschüttet
wurden, zu einer Aufrichtvorrichtung (AV) transportiert,
- wobei die Aufrichtvorrichtung (AV) flussaufwärts von der Vereinzelungsvorrichtung
(VV) angeordnet ist,
- die Aufrichtvorrichtung (AV) die Gegenstände weiter transportiert und dabei so aufrichtet,
dass die Gegenstände nach dem Aufrichten auf jeweils einer Kante stehen, und
- die aufgerichteten Gegenstände zur Vereinzelungsvorrichtung (VV) transportiert werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufrichtvorrichtung (AV) beim Aufrichten der Gegenstände die Schritte durchführt,
dass
die Gegenstände nacheinander in eine Transportrichtung (T) über mindestens zwei schräge
Ebenen (10.1, 10.2, 11.1, 11.2) hinweg transportiert werden,
wobei jede schräge Ebene (10.1, 10.2, 11.1, 11.2)
- gegenüber der Horizontalen um eine Drehachse parallel zur Transportrichtung (T)
gedreht ist und
- einen größeren Neigungswinkel gegenüber der Horizontalen aufweist als die in Transportrichtung
(T) vorhergehende schräge Ebene.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufrichtvorrichtung (AV) beim Aufrichten der Gegenstände die Schritte durchführt,
dass
- eine weitere Fördereinrichtung (1) die Gegenstände zu einer Kante (4) transportiert
und
- die Gegenstände die Kante (4) hinabfallen, so dass jeder Gegenstand sich nach dem
Hinabfallen in einer aufrecht stehenden Position befindet.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die flachen Gegenstände rechteckig sind,
die von der Aufrichtvorrichtung (AV) aufgerichteten flachen Gegenstände zu einer Ausrichtvorrichtung
(AusV) transportiert werden,
die Ausrichtvorrichtung (AusV) die Gegenstände dergestalt ausrichtet, dass jeder aufgerichtete
und ausgerichtete Gegenstand auf einer längeren Kante steht, und
die aufgerichteten und ausgerichteten Gegenstände zur Vereinzelungsvorrichtung (VV)
transportiert werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Vereinzelungsvorrichtung (VV) mindestens zwei parallel angeordnete Vereinzeler
umfasst,
- die Gegenstände, die auf die Fördereinrichtung (20) geschüttet wurden, während des
Transports zur Vereinzelungsvorrichtung (VV) in jeweils einen Strom von aufrecht stehend
transportierten Gegenständen pro Vereinzeler aufgeteilt werden,
- jeder Strom zu jeweils einem Vereinzeler transportiert wird und
- jeder Vereinzeler die zu diesem Vereinzeler transportierten Gegenstände vereinzelt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Vereinzelungsvorrichtung (VV) mindestens zwei in Reihe angeordnete Vereinzeler
umfasst und
- jeder Gegenstand beide Vereinzeler durchläuft.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine minimale und eine maximale Zufuhrrate von Gegenständen zur Vereinzelungsvorrichtung
(VV) vorgegeben werden,
- sich zwischen der Aufrichtvorrichtung (AV) und der Vereinzelungsvorrichtung (VV)
eine Puffereinrichtung (PE) befindet,
- die aufgerichteten Gegenstände zu der Puffereinrichtung (PE) transportiert werden
und von der Puffereinrichtung (PE) weiter zur Vereinzelungsvorrichtung (VV) transportiert
werden,
wobei ein Parameter für die Ist-Zufuhrrate von Gegenständen zur Puffereinrichtung
(PE) gemessen wird,
- die Zufuhrrate von Gegenständen (PE) zur Vereinzelungsvorrichtung (VV) verkleinert
wird, wenn der gemessene Parameterwert oberhalb einer von der maximalen Zufuhrrate
abhängenden oberen Schranke liegt, und
- die Zufuhrrate von Gegenständen zur Vereinzelungsvorrichtung (VV) vergrößert wird,
wenn der gemessene Parameterwert unterhalb einer von der minimalen Zufuhrrate abhängenden
unteren Schranke liegt
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
- von jedem Gegenstand jeweils mindestens eine Abmessung gemessen wird, nachdem dieser
Gegenstand die Vereinzelungsvorrichtung (VV) durchlaufen hat,
- durch Auswertung des mindestens einen Messergebnisses für den Gegenstand automatisch
entschieden wird, zu welcher der vorgegebenen Formatklassen dieser Gegenstand gehört,
und die Format-Trenneinrichtung (FM, Verzw) bei der Aufteilung der Gegenstände auf
die Gegenstands-Menge das jeweilige Messergebnis für jeden Gegenstand verwendet.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
- mindestens jeweils ein Abbild jedes Gegenstands erzeugt wird und
- die mindestens eine Abmessung des Gegenstands durch Auswertung dieses Abbilds gemessen
wird.