[0001] Die Erfindung betrifft einen Mast für ein Regalbediengerät, wobei der Mast eine Tragstrebe
und eine mit der Tragstrebe verbundene Verstärkungsstruktur aufweist, wobei die Tragstrebe
wenigstens eine Führungsschiene für das Regalbediengerät aufweist, wobei die Tragstrebe
als Kunststoff-, Faserverbund- oder Sandwichbauteil ausgebildet ist und wobei die
Tragstrebe in den Bereichen, die Laufbahnen für Rollen des Regalbediengeräts bilden,
verstärkt ist.
[0002] Regalbediengeräte werden in Hochregallagern eingesetzt und sind in Höhenrichtung
an einem Mast verfahrbar, um auf Lagergut zugreifen zu können, das auf unterschiedlichen
Höhenebenen des Hochregallagers eingelagert ist. Der Mast selbst ist innerhalb einer
Lagergasse verfahrbar. Problematisch bei sehr hohen Masten oder hohen Beschleunigungen
der Masten ist, dass die Masten nach dem Beschleunigen oder Abbremsen nachpendeln,
wobei ein Abklingen der Pendelbewegung vor einem sicheren Zugriff in das Hochregallager
abgewartet werden muss. Neben dieser Pendelbewegung ist auch der für den Betrieb des
Hochregallagers erforderliche Energieaufwand von Bedeutung. Je leichter ein Mast gebaut
werden kann, desto geringer ist die zu beschleunigende und abzubremsende Masse und
desto geringer ist auch die hierfür aufzuwendende Energie.
[0003] Aus der japanischen Patentzusammenfassung
JP 2009 109 855 ist ein Mast für ein Regalbediengerät bekannt, bei dem eine Tragstrebe und eine mit
der Tragstrebe verbundene Verstärkungsstruktur vorgesehen sind. Die Tragstrebe bildet
eine Führungsschiene und Laufbahnen für Rollen eines Regalbediengeräts. Die Tragstrebe
ist als Kunststoffteil ausgebildet und kann durch Integrieren von Verstärkungsstreifen
im Bereich der Laufbahnen verstärkt werden.
[0004] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 102 34 036 A1 ist ein Mast für ein Regalbediengerät bekannt, der aus Eckprofilen aus faserverstärktem
Kunststoff und in diese eingeklebte Sandwichplatten aufgebaut ist. Die Eckprofile
bilden Laufbahnen für Rollen des Regalbediengeräts. Der Mast ist von unten nach oben
verjüngt.
[0005] Aus der japanischen Patentzusammenfassung
JP 2009 120298 ist ein Mast für ein Regalbediengerät bekannt, der rohrförmig ausgebildet ist und
aus kohlefaserverstärktem Kunststoff ausgebildet ist. Rollen der Mast der weist Bereiche
auf, die als Laufbahnen für Rollen eines Regalbediengeräts dienen.
[0006] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 198 04 854 A1 ist ein Mast für ein Regalbediengerät bekannt, der aus zwei stranggepressten Leichtmetallprofilen
aufgebaut ist.
[0007] Mit der Erfindung soll ein verbesserter Mast für ein Regalbediengerät bereitgestellt
werden.
[0008] Erfindungsgemäß ist hierzu ein Mast für ein Regalbediengerät vorgesehen, bei dem
die Tragstrebe in den Bereichen, die Laufbahnen für Rollen des Regalbediengeräts bilden,
mittels aufgesteckter Profile aus druckfestem Material verstärkt ist und bei dem die
Profile als Blechbiegeteile oder Metallstranggussprofile ausgebildet sind.
[0009] Erfindungsgemäß ist somit eine Aufteilung des Mastes in eine Tragstrebe und eine
Verstärkungsstruktur vorgesehen. Die Tragstrebe bildet durch das Vorsehen von wenigstens
einer Führungsschiene eine funktionserweiterte Zug-/Druckstrebe. Von dem Regalbediengerät
werden dadurch Kräfte lediglich im Bereich der Tragstrebe auf den Mast übertragen.
Die Verstärkungsstruktur dient dahingegen lediglich zur Verstärkung des Mastes und
kann an die zu erfüllenden Randbedingungen angepasst werden. Die Erfindung stellt
dadurch einen modular aufgebauten Mast zur Verfügung, der beispielsweise angepasst
an die Anforderungen in Baukastenweise erstellt werden kann. Die Tragstrebe dient
als Zug-/Druckstrebe und gleichzeitig als Rollbahn für Rollen des Regalbediengeräts.
Die Gestaltung der Verstärkungsstruktur ist weitgehend frei und kann beispielsweise
als Gitterstruktur, in Kunststoff-Verbundbauweise, aus Aluminium oder dergleichen
ausgeführt werden. Je nach den zu erfüllenden Randbedingungen, beispielsweise Höhe
des Mastes, Traglasten, Zugriffszeiten und damit Beschleunigungen des Mastes, kann
eine identische Tragstrebe mit unterschiedlichen Verstärkungsstrukturen kombiniert
werden, um die jeweiligen Randbedingungen optimal zu erfüllen.
[0010] Indem die Tragstrebe als Kunststoff-, Faserverbund- oder Sandwichbauteil ausgebildet
ist, lassen sich hochfeste und gleichzeitig leichte Tragstreben ausbilden, insbesondere
bei Verwendung von faserverstärkten Kunststoffbauteilen.
[0011] Indem die Tragstrebe im Bereich der Laufbahnen mit aufgesetzten Profilen aus druckfestem
Material verstärkt ist, kann beispielsweise ein vergleichsweise druckempfindliches
Profil als Tragstrebe eingesetzt werden und lediglich in den Bereichen der Laufbahnen
mittels aufgesetzter Profile verstärkt werden. Für den Aufbau des erfindungsgemäßen
Mastes können dadurch erstmalig druckempfindliche Materialien, wie beispielsweise
Kunststoff-Sandwichbauteile, eingesetzt werden.
[0012] Die Profile sind als Blechbiegeteile oder Metallstranggussprofile ausgebildet. Die
Profile sind beispielsweise mittels Klipsen, Widerhaken, Schrauben und/oder Klebstoff
an der Tragstrebe befestigt.
[0013] Auf diese Weise lässt sich die Tragstrebe konstruktiv einfach ausbilden und die Festigkeitsanforderungen
an die Tragstrebe in ihrer Funktion als Zug-/Druckstrebe sowie an die Laufbahnen in
Bezug auf Druckfestigkeit und Verschleißfestigkeit können optimal erfüllt werden.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung ist die Tragstrebe als in einem Strangpress-, Strangzieh-,
Wickel- oder Pultrusionsverfahren ausgebildetes Kunststoffprofil ausgebildet.
[0015] Beispielsweise können faserverstärkte Kunststoffbauteile verwendet werden, insbesondere
Pultrusionsprofile. Die Tragstrebe ist vorteilhafterweise als aus einem Faserverbundmaterial
bestehendes Kunststoffprofil ausgebildet.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung weist die Verstärkungsstruktur wenigstens ein in einem
Strangpress-, Strangzieh-, Wickel- oder Pultrusionsverfahren ausgebildetes Kunststoffprofil
auf.
[0017] Beispielsweise kann der Mast aus einer Tragstrebe an der Vorderseite, die als Pultrusionsprofil
ausgebildet ist, und einer Verstärkungsstruktur bestehen, die ebenfalls ein an der
Rückseite des Mastes angeordnetes Pultrusionsprofil aufweist. Die beiden Pultrusionsprofile,
die nicht notwendigerweise identisch aufgebaut sein müssen, können dann beispielsweise
mittels Platten oder einer Fachwerkkonstruktion miteinander verbunden werden. Die
Verstärkungsstruktur weist vorteilhafterweise ein aus einem Faserverbundmaterial bestehendes
Kunststoffprofil auf.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung besteht die Verstärkungsstruktur aus mehreren miteinander
verbundenen Profilen, die sich in Längsrichtung des Mastes gesehen unterschiedlich
weit erstrecken.
[0019] Auf diese Weise kann eine sich verjüngende Struktur des Mastes auf besonders einfache
Weise hergestellt werden. Erforderlich sind hierzu keine sich verjüngenden Spezialprofile,
wie sie beispielsweise bei Segelbooten als Masten verwendet werden, sondern es werden
kostengünstige Standardprofile mit konstantem Querschnitt für den Aufbau des Mastes
verwendet.
[0020] In Weiterbildung der Erfindung besteht die Verstärkungsstruktur aus mehreren, im
Wesentlichen gleichartigen Profilen.
[0021] Mehrere gleichartige Profile erstrecken sich dann unterschiedlich weit in Längsrichtung
des Mastes. Im unteren Bereich sind dann beispielsweise drei miteinander verklebte
oder in sonstiger geeigneter Weise verbundene Profile vorgesehen, während an der Mastspitze
beispielsweise nur noch ein Profil vorgesehen ist. Der Mast ist dadurch an seinem
Fußende besonders stabil, um dort die hohen auftretenden Kräfte aufnehmen zu können.
Im Bereich der Mastspitze ist der Mast dahingegen besonders leicht ausgeführt, so
dass eine Pendelbewegung und auch das Gesamtgewicht des Mastes gering gehalten werden.
[0022] In Weiterbildung der Erfindung besteht die Tragstrebe aus wenigstens einem ersten,
sich über einen gesamten Verfahrbereich des Regalbediengeräts ersteckenden Profil
mit an dem Profil angeordneter Führungsschiene.
[0023] Auf diese Weise kann die Tragstrebe in besonders einfacher Weise hergestellt werden,
indem ein Profil mit Führungsschienen versehen wird, beispielsweise Leisten mit rechteckförmigem
Querschnitt, die an ein Rohrprofil angeklebt werden oder mit dem Profil mittels Schrauben
verbunden werden.
[0024] In Weiterbildung der Erfindung besteht die Tragstrebe aus wenigstens zwei nebeneinander
angeordneten Profilen mit im Wesentlichen gleichen Querschnitt, die sich über den
gesamten Verfahrbereich des Regalbediengeräts erstrecken.
[0025] Auf diese Weise kann eine besonders stabile Tragstrebe vorgesehen werden und es ist
auch möglich, die Tragstrebe selbst, je nach den gestellten Randbedingungen, unterschiedlich
auszubilden. Beispielsweise werden für hohe Maximallasten auf dem Regalbediengerät
mehrere gleichartige Profile miteinander verbunden, die sich jeweils über den gesamten
Verfahrbereich des Regalbediengeräts erstrecken, um eine sehr stabile Tragstrebe zu
bilden. Bei nur kleinen Maximallasten auf dem Regalbediengerät kann es dann ausreichend
sein, lediglich eines der Profile an der Tragstrebe vorzusehen.
[0026] In Weiterbildung der Erfindung sind die Tragstrebe und die Verstärkungsstruktur aus
Profilen mit im Wesentlichen gleichem Querschnitt gebildet.
[0027] Auf diese Weise kann ein und derselbe Profilquerschnitt für den Aufbau des Mastes
verwendet werden. Im Bereich der Tragstrebe wird das sich dann über den gesamten Verfahrbereich
des Regalbediengeräts erstreckende Profil mit zusätzlichen Führungsschienen versehen,
wohingegen im Bereich der Verstärkungsstruktur des Mastes sich nicht notwendigerweise
alle Profile über die gesamte Mastlänge erstrecken müssen. Es ist selbstverständlich
auch möglich, ein Profil, das bereits mit Führungsschienen versehen ist, auch für
die Verstärkungsstruktur zu verwenden. Die Führungsschienen sind dann auch im Bereich
der Verstärkungsstruktur vorhanden, werden aber nicht als solche genutzt und tragen
beispielsweise lediglich zu einer weiteren Versteifung der Verstärkungsstruktur bei.
[0028] In Weiterbildung der Erfindung ist die Verstärkungsstruktur mittels einer Fachwerkkonstruktion
ausgebildet.
[0029] Mittels einer Fachwerkkonstruktion lassen sich hochfeste und dabei leichte Verstärkungsstrukturen
ausbilden. Da die Tragstrebe erfindungsgemäß als Zug-/Druckstrebe und gleichzeitig
als Rollbahn für Rollen des Regalbediengeräts dient, ist die Gestaltung der Verstärkungsstruktur
weitgehend frei. Die Fachwerkkonstruktion kann unterschiedlich ausgebildet sein, um
bei identischen Tragstreben Masten für unterschiedliche Randbedingungen aufzubauen.
[0030] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang
mit den Zeichnungen. Einzelmerkmale der unterschiedlichen dargestellten und beschriebenen
[0031] Ausführungsformen können dabei in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Mast ge- mäß einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Mast ge- mäß einer zweiten bevorzugten
Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit III aus Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Mast ge- mäß einer dritten bevorzugten
Ausführungsform,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Mastes gemäß einer vierten bevorzugten
Ausführungsform,
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch den Mast der Fig. 5 entlang der Schnittebene VI-VI,
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Mast ge- mäß einer fünften bevorzugten
Ausführungsform,
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Mast ge- mäß einer sechsten bevorzugten
Ausführungsform und
- Fig. 9
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Mast ge- mäß einer siebten bevorzugten
Ausführungsform.
[0032] Die Darstellung der Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Mast 10. Der Mast 10 weist eine Tragstrebe 12 und eine Verstärkungsstruktur 14 auf.
Die Tragstrebe 12 ist allgemein plattenförmig und an ihrer, der Verstärkungsstruktur
14 abgewandten Vorderseite mit einer Führungsschiene 16 versehen. Ein nicht dargestelltes
Regalbediengerät kann sich mit geeigneten Rollen an der Führungsschiene 16 sowie zusätzlich
an der Vorder- und/oder Rückseite der freien Enden 18 der Tragstrebe 12 abstützen.
[0033] Auf ihrer, der Führungsschiene 16 abgewandten Rückseite ist die Tragstrebe 12 mit
Einsteckrinnen 20 versehen, die sich über die gesamte Länge der Tragstrebe 12 erstrecken.
Die Rinnen 20 sind in Bezug auf die freien Enden 18 der Tragstrebe 12 eingerückt,
so dass ein Regalbediengerät die Tragstrebe 12 an deren freien Enden 18 umfassen kann.
In die Rinnen 20 wird die im Querschnitt U-förmige Verstärkungsstruktur 14 eingesteckt
und in geeigneter Weise befestigt. Die Tragstrebe 12 kann beispielsweise als Aluminiumstrangpressprofil
oder auch als faserverstärktes Kunststoff-Pultrusionsprofil ausgebildet sein. Die
Verstärkungsstruktur 14 kann als Sandwichbauteil aufgebaut sein. Auf diese Weise wird
ein sehr stabiler und dabei leichtgewichtiger Mast erhalten.
[0034] Die Zweiteilung des erfindungsgemäßen Mastes 10 in eine Tragstrebe 12 und eine Verstärkungsstruktur
14 ermöglicht es, den Aufbau des Mastes 10 auf die jeweiligen Randbedingungen abzustimmen.
Die Tragstrebe 12 wird beispielsweise für unterschiedliche zu hebende Lasten und unterschiedliche
Längen des Mastes verwendet. Bei hohen zu tragenden Lasten wird aber die Verstärkungsstruktur
14 steifer und tragfähiger ausgeführt. Auch ist es beispielsweise möglich, Masten,
mit denen keine hohen Beschleunigungen gefahren werden müssen, mit einer schwereren
aber kostengünstigeren Verstärkungsstruktur 14 zu versehen. Umgekehrt wird die Verstärkungsstruktur
14 bei hohen zu erwartenden Beschleunigungen sehr steif und leichtgewichtig ausgeführt.
[0035] Der erfindungsgemäße Mast 10 ist dadurch modular aufgebaut und nach Art eines Baukastensystems
kann der Aufbau des Mastes 10 an unterschiedliche, zu erfüllende Randbedingungen angepasst
werden.
[0036] Die Darstellung der Fig. 2 zeigt den Querschnitt eines weiteren erfindungsgemäßen
Mastes 22. Eine Tragstrebe 24 ist dabei im Bereich ihrer freien Enden 26 mit Verstärkungsprofilen
28 versehen. Die Tragstrebe 24 ist plattenförmig ausgebildet und ein nicht dargestelltes
Regalbediengerät rollt lediglich im Bereich der Verstärkungsprofile 28 auf der Tragstrebe
24 ab. Die Verstärkungsprofile 28 auf den freien Enden 26 bilden Führungsschienen
für ein Regalbediengerät. Eine Verstärkungsstruktur 30 ist U-förmig ausgebildet und
mit der Rückseite der Tragstrebe 24 verbunden.
[0037] Wie in Fig. 3 zu erkennen ist, sind die Verstärkungsprofile 28 U-förmig ausgebildet
und auf die freien Enden 26 der Tragstrebe 24 aufgeschoben. Die Verstärkungsprofile
28 sind beispielsweise als Blechbiegeteile ausgebildet.
[0038] An den Innenseiten der freien Enden der beiden Schenkel der U-förmigen Verstärkungsprofile
28 sind jeweils mehrere in Richtung auf die Tragstrebe 24 abragende keilförmige Vorsprünge
32 vorgesehen. Diese keilförmigen Vorsprünge 32 haben die Funktion von Widerhaken
und sorgen für einen sicheren Halt der Verstärkungsprofile 28 im aufgeschobenen Zustand.
[0039] Durch Vorsehen der Verstärkungsprofile 28 ist es möglich, für die Tragstrebe 24 ein
zwar für die Aufnahme von Zug- und Druckkräften innerhalb des Querschnitts der Tragstrebe
24 gut geeignetes Material zu verwenden, beispielsweise ein Kunststoff-Sandwich-Material,
das aber in Bezug auf Druckkräfte auf seine Oberfläche empfindlich ist und auf dessen
Oberfläche die Rollen eines Regalbediengerätes nicht unmittelbar abrollen könnten,
ohne dort auf Dauer Beschädigungen hervorzurufen. Die Rollen des Regalbediengerätes
laufen nun ausschließlich auf den Verstärkungsprofilen 28 ab, die aus sehr druckfestem
Material bestehen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Tragstrebe 24 sehr leicht
auszuführen und dennoch Beschädigungen durch den Dauerbetrieb eines Regalbediengerätes
zu verhindern.
[0040] Die Darstellung der Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Mastes 34. Der Mast 34 weist eine Tragstrebe 36 auf, die zwei
miteinander verklebte Profile 38, 40 mit identischem Querschnitt aufweist. An die
in Fig. 4 rechts bzw. links angeordneten Seitenflächen der Profile 38, 40 ist jeweils
eine Führungsschiene 42 angeklebt.
[0041] Die Profile 38, 40 weisen im Bereich ihrer Seitenwände unterschiedliche Wandstärken
auf. So sind die seitlichen Außenwände der Profile 38, 40 sowie die Vorderflächen
mit doppelter Wandstärke ausgeführt, die innen liegenden Seitenflächen und die Hinterflächen
sind jeweils mit einfacher Wandstärke ausgeführt. Wie Fig. 4 zu entnehmen ist, liegen
die Profile 38, 40 mit ihren inneren Seitenflächen aneinander an und sind in diesem
Bereich miteinander verklebt, so dass sich eine innen liegende Strebe 44 mit doppelter
Wandstärke ergibt.
[0042] Eine Verstärkungsstruktur 46 besteht ebenfalls aus zwei Profilen 48, 50 mit identischem
Querschnitt, wobei der Querschnitt aller Profile 38, 40, 48, 50 identisch ist. Die
Profile 38, 40, 48, 50 sind so angeordnet, dass die jeweils außen liegenden Wände
die doppelte Wandstärke aufweisen und die innen liegenden Wände die einfache Wandstärke.
Wie Fig. 4 zu entnehmen ist, liegen die Profile 38, 40, 48, 50 mit den Wänden, die
lediglich die einfache Wandstärke aufweisen, immer an einem benachbarten Profil an,
so dass im Innenraum des Mastes 34 insgesamt vier Verstärkungsstreben 44, 52, 54 und
56 gebildet sind, die jeweils die doppelte Wandstärke aufweisen.
[0043] Die Profile 48, 50 in der Verstärkungsstruktur 46 erstrecken sich nicht über die
gesamte Länge des Mastes. Im unteren Bereich des Mastes , der in Fig. 4 geschnitten
dargestellt ist, stehen dadurch die vier Profile 38, 40, 48, 50 zur Aufnahme von Kräften
zur Verfügung. In einem oberen Bereich des Mastes 34 sind dann lediglich noch die
Profile 36, 40 vorhanden. Da die im oberen Bereich auftretenden Kräfte am Mast 34
aber geringer sind als im unteren Bereich des Mastes 34, kann dadurch Material und
Gewicht beim Aufbau des Mastes 34 eingespart werden.
[0044] Die Darstellung der Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
eines Mastes 60. Der Mast 60 besteht in seinem unteren Bereich aus drei hintereinander
angeordneten rohrförmigen Profilen 62, 64 und 66, die sich jeweils unterschiedlich
weit in Längsrichtung des Mastes 60 erstrecken. Das Profil 66 erstreckt sich lediglich
bis etwa auf ein Drittel der Gesamtlänge des Mastes 60, das mittlere Profil 64 erstreckt
sich bis auf eine Höhe von etwa zwei Drittel der Länge des Mastes 60 und das Profil
62 erstreckt sich über die gesamte Länge des Mastes 60. Das Profil 62 ist seitlich
mit angeklebten Führungsschienen 68 versehen, auf denen Laufrollen eines Regalbediengerätes
abrollen können und die sich, wie das Profil 62, über die gesamte Länge des Mastes
und damit auch über den gesamten Verfahrbereich eines Regalbediengeräts am Mast 60
erstrecken. Ist das Regalbediengerät am obersten Ende des Mastes 62 angeordnet, so
treten die größten Kräfte im Fußbereich des Mastes auf. Im Fußbereich des Mastes besteht
dieser aus den drei nebeneinander angeordneten Profilen 62, 64, 66 und kann dadurch
die auftretenden Kräfte aufnehmen. Im oberen Bereich des Mastes und im mittleren Bereich
des Mastes treten geringere Kräfte auf, so dass dort das Profil 62 bzw. das Profil
64 zur sicheren Aufnahme der auftretenden Kräfte genügt. Gegenüber einem Mast mit
über seiner Länge konstanten Querschnitt kann der erfindungsgemäße Mast 60 dadurch
Material sparend und leichtgewichtig aufgebaut werden.
[0045] Die Darstellung der Fig. 6 zeigt eine Ansicht auf die Schnittebene VI-VI der Fig.
5. Zu erkennen ist, dass die Profile 62, 64, 66 einen identischen, rechteckrohrförmigen
Querschnitt mit an allen Seiten konstanter Wandstärke aufweisen. Das Profil 62 ist
an seinen seitlichen Außenwänden mit den Führungsschienen 68 versehen. Die Profile
62, 64, 66 bestehen aus Kunststoffmaterial, beispielsweise faserverstärkten Pultrusions-
oder Compositeprofilen, und sind an den Kontaktflächen miteinander verklebt.
[0046] Eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mastes 70 ist in Fig. 7 im Querschnitt
dargestellt. Der Mast 70 besteht aus drei Profilen 72, 74, 76 mit jeweils unterschiedlichem
Querschnitt. Das Profil 72 weist einen rechteckrohrförmigen Querschnitt auf und ist
zusätzlich mit einstückig angebundenen Führungsschienen 78 versehen. Das Profil 74
weist einen I-förmigen Querschnitt auf. Das Profil 76 weist einen rechteckrohrförmigen
Querschnitt mit glatten Außenwänden auf. Die Profile 72, 74, 76 sind an ihren jeweiligen
Kontaktflächen miteinander verklebt und beispielsweise jeweils als faserverstärkte
Pultrusions- oder Compositeprofile ausgebildet.
[0047] Eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mastes 80 ist in Fig. 8 im Querschnitt
dargestellt. Der Mast 80 weist eine Tragstrebe 82 auf, die aus einem Kunststoff-Pultrusionsprofil
84 besteht. Eine Verstärkungsstruktur 86 weist gegenüberliegend der Tragstrebe 82
ebenfalls ein Kunststoff-Pultrusionsprofil 88 auf, das identisch zum Profil 84 aufgebaut
ist. Die beiden Profile 84, 88 sind mittels Platten 90, 92 miteinander verbunden,
die als Sandwichbauteile aufgebaut sein können. Bei der dargestellten Ausführungsform
sind die Profile 84 und 88 identisch ausgebildet. Dies ist nicht zwingend, sondern
auf der der Tragstrebe 82 abgewandten Rückseite des Mastes kann auch ein zum Profil
84 verschiedenes Pultrusionsprofil eingesetzt werden.
[0048] Eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mastes 100 ist in Fig. 9 im
Querschnitt dargestellt. Der Mast 100 weist eine zum Mast 80 der Fig. 8 identisch
ausgebildete Tragstrebe 82 auf. Eine Verstärkungsstruktur 102 des Mastes 100 ist gegenüber
dem Mast 80 aber unterschiedlich aufgebaut.
[0049] Die Verstärkungsstruktur 102 weist auf der, der Tragstrebe 82 gegenüberliegenden
Rückseite des Mastes 100 das Profil 88 auf, das identisch zum Profil 84 der Tragstrebe
82 ausgebildet und als Kunststoff-Pultrusionsprofil hergestellt ist. Die beiden Profile
84, 88 werden bei dem Mast 100 aber mittels einer Fachwerkstruktur miteinander verbunden,
die bei der dargestellten Ausführungsform aus mehreren fachwerkartig miteinander verbundenen
Kunststoffrohren 104, 106 besteht. Die Kunststoffrohre 104 verbinden die Profile 84,
88 und sind senkrecht zu den Vorderseiten dieser Profile 84, 88 ausgerichtet. Die
Kunststoffrohre 106 sind jeweils diagonal angeordnet. Durch Vorsehen einer Fachwerkstruktur
können sehr leichtgewichtige und dabei stabile Masten aufgebaut werden. Je nach zu
erwartendem Lastfall kann die Fachwerkstruktur dann unterschiedlich ausgebildet werden.
[0050] Alternativ kann die gesamte Verstärkungsstruktur 14, 86, 102 als Fachwerkstruktur
ausgeführt werden. Ein Mast könnte dann beispielsweise aus dem Profil 84, siehe Fig.
9, und einer an dieses Profil 84 angesetzten Fachwerkstruktur bestehen. Die einzelnen
Rohre der Fachwerkstruktur sind vorteilhafterweise aus faserverstärkten Kunststoffen
oder Aluminium ausgeführt.
1. Mast für ein Regalbediengerät, wobei der Mast (10, 22; 34; 60; 70) eine Tragstrebe
(12; 24; 36) und eine mit der Tragstrebe (12; 24; 36) verbundene Verstärkungsstruktur
(14; 30; 46) aufweist, wobei die Tragstrebe (12; 24; 36) wenigstens eine Führungsschiene
(16; 42; 68; 78) für das Regalbediengerät aufweist, wobei die Tragstrebe (12; 24)
als Kunststoff-, Faserverbund- oder Sandwichbauteil ausgebildet ist, wobei die Tragstrebe
(24) in den Bereichen, die Laufbahnen für Rollen des Regalbediengeräts bilden, verstärkt
ist, wobei die Tragstrebe (24) in den Bereichen, die Laufbahnen für Rollen des Regalbediengeräts
bilden, mittels aufgesetzter Profile (28) aus druckfestem Material verstärkt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Profile (28) als Blechbiegeteile oder Metall-stranggussprofile ausgebildet sind.
2. Mast nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile (28) mittel Klipsen, Widerhaken, Schrauben und/oder Klebstoff an der
Tragstrebe befestigt sind.
3. Mast nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstrebe (36) wenigstens ein in einem Strangpress-, Strangzieh-, Wickel- oder
Pultrusionsverfahren ausgebildetes faserverstärktes Kunststoffprofil (38, 40; 62;
72) aufweist.
4. Mast nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsstruktur wenigstens ein in einem Strangpress-, Strangzieh-, Wickel-
oder Pultrusionsverfahren ausgebildetes faserverstärktes Kunststoffprofil aufweist.
5. Mast nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsstruktur (46) aus mehreren miteinander verbundenen Profilen (48,
50; 64, 66) besteht, die sich in Längsrichtung des Masts gesehen unterschiedlich weit
erstrecken.
6. Mast nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsstruktur aus mehreren, im Wesentlichen gleichartigen Profilen (48,
50; 64, 66) besteht.
7. Mast nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstrebe (12; 36) aus wenigstens einem ersten, sich über einen gesamten Verfahrbereich
des Regalbediengeräts erstreckenden Profil (38, 40; 62; 72) mit an dem Profil (38,
40; 62; 72) angeordneter Führungsschiene (16; 42; 68; 78) besteht.
8. Mast nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstrebe aus wenigstens zwei nebeneinander angeordneten Profilen (38, 40) mit
im Wesentlichen gleichen Querschnitt besteht, die sich über den gesamten Verfahrbereich
des Regalbediengeräts erstrecken.
9. Mast nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstrebe und die Verstärkungsstruktur aus Profilen (62, 64, 66) mit im Wesentlichen
gleichen Querschnitt gebildet sind.
10. Mast nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsstruktur mittels einer Fachwerkkonstruktion ausgebildet ist.
1. Mast for a storage/retrieval unit, where the mast (10, 22; 34; 60; 70) has a support
strut (12; 24; 36) and a reinforcing structure (14; 30; 46) connected to said support
strut (12; 24; 36), where the support strut (12; 24; 36) has at least one guide rail
(16; 42; 68; 78) for the storage/retrieval unit, where the support strut (12; 24)
is designed as a plastic, fiber-composite or sandwich construction, where the support
strut (24) is reinforced in the areas forming tracks for rollers of the storage/retrieval
unit, where the support strut (24) is reinforced in the areas forming tracks for rollers
of the storage/retrieval unit by means of attached sections (28) of pressure-resistant
material, characterized in that the sections (28) are formed as bent sheet-metal parts or continuous cast metal sections.
2. Mast according to Claim 1, characterized in that the sections (28) are fastened to the support strut by means of clips, hooked tips,
screws and/or adhesive.
3. Mast according to one of the preceding claims, characterized in that the support strut (36) has at least one fiber-reinforced plastic section (38, 40;
62; 72) formed in an extrusion, extrusion moulding, winding or pultrusion process.
4. Mast according to Claim 3, characterized in that the reinforcing structure has at least one fiber-reinforced plastic section formed
in an extrusion, extrusion moulding, winding or pultrusion process.
5. Mast according to one of the preceding claims, characterized in that the reinforcing structure (46) consists of several sections (48, 50; 64, 66) connected
to one another and extending to differing distances when viewed in the longitudinal
direction of the mast.
6. Mast according to Claim 5, characterized in that the reinforcing structure consists of several substantially similar sections (48,
50; 64, 66).
7. Mast according to Claim 5 or 6, characterized in that the support strut (12; 36) consists of at least a first section (38, 40; 62; 72)
extending over an entire traverse range of the storage/retrieval unit with a guide
rail (16; 42; 68; 78) arranged on said section (38, 40; 62; 72).
8. Mast according to Claim 7, characterized in that the support strut consists of at least two sections (38, 40) arranged next to one
another with substantially identical cross-section and extending over the entire traverse
range of the storage/retrieval unit.
9. Mast according to Claim 7 or 8, characterized in that the support strut and the reinforcing structure are formed from sections (62, 64,
66) with substantially identical cross-section.
10. Mast according to one of the preceding claims, characterized in that the reinforcing structure is formed by a lattice structure.
1. Mât pour un transstockeur, sachant que le mât (10, 22 ; 34 ; 60 ; 70) présente une
traverse portante (12 ; 24 ; 36) et une structure de renfort (14 ; 30 ; 46) reliée
à la traverse portante (12 ; 24 ; 36), que la traverse portante (12 ; 24 ; 36) présente
au moins un rail de guidage (16 ; 42 ; 68 ; 78) pour le transstockeur, que la traverse
portante (12 ; 24) est conçue sous forme d'élément en plastique, en matériau renforcé
par des fibres ou de type sandwich, que la traverse portante (24) est renforcée dans
les zones formant les voies de roulement pour les galets du transstockeur, que la
traverse portante (24) est, dans les zones formant les voies de roulement pour les
galets du transstockeur, renforcée au moyen de profilés posés (28) constitués de matériau
résistant à la pression, caractérisé en ce que les profilés (28) sont conçus sous forme de pièces de tôle cintrée ou de profilés
métalliques coulés en continu.
2. Mât selon la revendication 1, caractérisé en ce que les profilés (28) sont fixés à la traverse portante au moyen de clips, d'ardillons,
de vis et/ou de colle.
3. Mât selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la traverse portante (36) présente au moins un profilé en plastique renforcé par
des fibres (38, 40 ; 62 ; 72) produit par filage, extrusion, enroulement ou pultrusion.
4. Mât selon la revendication 3, caractérisé en ce que la structure de renfort présente au moins un profilé en plastique renforcé par des
fibres produit par filage, extrusion, enroulement ou pultrusion.
5. Mât selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure de renfort (46) est composée de plusieurs profilés (48, 50 ; 64, 66)
reliés entre eux, qui, vus dans le sens longitudinal du mât, s'étendent sur différentes
longueurs.
6. Mât selon la revendication 5, caractérisé en ce que la structure de renfort est composée de plusieurs profilés (48, 50 ; 64, 66) essentiellement
de même type.
7. Mât selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la traverse portante (12 ; 36) est composée d'au moins un premier profilé (38, 40
; 62 ; 72) s'étendant sur toute la zone de déplacement du transstockeur, avec un rail
de guidage (16 ; 42 ; 68 ; 78) disposé sur le profilé (38, 40 ; 62 ; 72).
8. Mât selon la revendication 7, caractérisé en ce que la traverse portante est composée d'au moins deux profilés juxtaposés (38, 40) qui
présentent une section essentiellement identique et s'étendent sur toute la zone de
déplacement du transstockeur.
9. Mât selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la traverse portante et la structure de renfort sont formées de profilés (62, 64,
66) présentant une section essentiellement identique.
10. Mât selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure de renfort est conçue au moyen d'une construction en treillis.