[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Handhaben der Kabelenden
von Kabeln gemäss der Definition der unabhängigen Patentansprüche. Insbesondere geht
es um das automatisierte Bestücken von Steckergehäusen mit bestückten Kabelenden von
Kabeln.
[0002] Kabelbäume, wie sie beispielsweise in Automobilen oder Flugzeugen eingesetzt werden,
bestehen aus mehreren Kabeln, deren Kabelenden in Steckergehäuse eingeführt werden.
Dazu werden die abisolierten, mit Kontaktteilen versehenen Kabelenden in die Kammern
der Steckergehäuse eingeführt. Die Kabelenden und bei bestimmten Bestückungsverfahren
zusätzlich die Kontaktteile, werden üblicherweise mit pneumatisch betätigten Greifern
gehalten und bewegt. Dieses Prinzip findet analog auch Anwendung beim maschinellen
Bestücken oder Konfektionieren einzelner Kabel.
[0003] Entsprechende Bestückungsverfahren und -automaten sind beispielsweise aus den Patentanmeldungen
EP0708508-A1 und
EP0440955-A1 bekannt. Die Patentanmeldung
EP0708508-A1 beschreibt eine Bestückungseinheit, die pneumatisch betätigt wird. Die Patentanmeldung
EP0440955-A1 bezieht sich auf einen Industrieroboter zum automatischen Montieren von elektrischen
Leitern mit Kontaktteilen in Steckergehäusen.
[0004] Insbesondere bei kleinen Steckergehäusen, die kleine Rasterabstände aufweisen, stossen
die bekannten Lösungen an Grenzen, da pneumatische Greifer eingesetzt werden, die
aufgrund ihrer Konstruktion entweder geschlossen oder offen sein können. Im offenen
Zustand nehmen diese pneumatischen Greifer relativ viel Raum ein und es kann daher
beispielsweise zu einer Beschädigung oder zu einem Abknicken benachbarter Kabel kommen.
[0005] Es besteht ein Bedarf, einen verbesserten Kabelgreifer zur Handhabung von Kabeln
bereit zu stellen. Ausserdem muss die Baugrösse klein sein, damit z.B. Steckergehäuse
mit eng benachbarten Kabelenden bestückt werden können, ohne dass es zu Beschädigungen
oder gegenseitigen Beeinträchtigungen kommt.
[0006] Aspekte der Erfindung betreffen insbesondere einen neuartigen Kabelgreifer und ein
durch diesen Kabelgreifer ermöglichtes, verbessertes Handhabungsverfahren. Bei diesem
Kabelgreifer wirken Druckmittel auf einen Bewegungsumsetzer ein, der eine erste Klemmbacke
in Bezug zu einer zweiten Klemmbacke in Bewegung versetzt und ein Motor wirkt mit
einer Rotationsbewegung auf den Bewegungsumsetzer ein, der die erste Klemmbacke in
Bezug zu der zweiten Klemmbacke in Bewegung versetzt.
[0007] Ein Vorteil der Erfindung liegt in einer Kombination von hohen Klemmkräften an den
Klemmbacken des Kabelgreifers durch ein hydraulisch oder pneumatisch arbeitendes System
mit der Möglichkeit zum stufenlosen Öffnen und Schliessen des Kabelgreifers mittels
elektrisch angetriebenem Motor.
[0008] Sehr vorteilhaft ist die kompakte Konstruktion des erfindungsgemässen Kabelgreifers.
[0009] Die Erfindung ermöglicht ein genaues und zerstörungsfreies Arbeiten auch bei kleinen
Rasterabständen bei der Gehäusebestückung durch Ausnutzen einer stufenlosen, gesteuerten
Kabelgreiferbewegung.
[0010] Die Erfindung ermöglicht in einer bevorzugten Ausführungsform das Bestücken von Steckergehäusen
mit Kabeln mit kleinen Querschnitten durch Nachgreifen, wobei das jeweilige Kabelende
kurz gefasst und in das Steckergehäuse eingeführt wird. Danach wird der Greifer mit
gelösten Greiferbacken rückwärts bewegt und das Kabelende erneut gefasst und vollständig
in das Steckergehäuse eingeführt. Dadurch kann die Gefahr von Fehlbestückungen oder
die Knickgefahr am Kabelende deutlich reduziert werden.
[0011] Die Erfindung lässt sich auch auf andere Handhabungen von Kabeln anwenden.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben.
[0013] Im Folgenden werden Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen
und mit Bezug auf die Zeichnungen ausführlich beschrieben.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung in einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine Perspektivansicht eines erfindungsgemässen Kabelgreifers einer Vorrichtung der
Erfindung beim Einführen eines Kabelendes in ein Gehäuse,
- Fig. 3
- eine Perspektivansicht eines erfindungsgemässen Kabelgreifers einer Vorrichtung der
Erfindung beim Einführen eines Kabelendes eines Kabelbaums in ein mehrreihiges Gehäuse,
- Fig. 4
- eine Perspektivansicht eines erfindungsgemässen Kabelgreifers und weiterer Elemente
einer Vorrichtung der Erfindung bei der Handhabung eines Kabelendes,
- Fig. 5A
- eine Perspektivansicht eines erfindungsgemässen Kabelgreifers beim Festklemmen und
Zustellen eines Kabelendes,
- Fig. 5B
- eine Perspektivansicht des erfindungsgemässen Kabelgreifers nach Fig. 5A beim Ausführen
einer kurzen translatorischen Rückzugsbewegung,
- Fig. 5C
- eine Perspektivansicht des erfindungsgemässen Kabelgreifers nach Fig. 5A beim Ausführen
einer Rückzugsbewegung.
[0015] Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Bauteile oder gleichwirkende Bauteile. Angaben
wie rechts, links, oben, unten sind auf die jeweilige Anordnung in den Figuren bezogen.
Das gezeigte x-y-z-Koordinatensystem dient nur der besseren Erläuterung der einzelnen
Richtungen.
[0016] Die Begriffe "Hydraulikmittel" oder "Druckmittel" werden hier verwendet, um Mittel
allgemein zu umschreiben, die mittels eines Fluids (z.B. ein Gas oder eine Flüssigkeit)
Druck ausüben auf ein Stellelement (z.B. einen Kolben). Vorzugsweise kommen pneumatische
Mittel als Hydraulikmittel oder Druckmittel zum Einsatz.
[0017] Eine erste bevorzugte Ausführungsform ist in Bezug auf Fig. 1 beschrieben. In dieser
Figur ist eine Explosionsansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung 100 gezeigt.
[0018] Vorab sei angemerkt, dass es zwei grundlegende Varianten der erfindungsgemässen Vorrichtung
100 gibt. Bei einer ersten Variante wird eine erste Klemmbacke (z.B. die Klemmbacke
4) in Bezug auf eine zweite feststehende Klemmbacke (z.B. die Klemmbacke 5) bewegt.
Dass heisst das Öffnen und Schliessen erfolgt nur durch ein entsprechendes Bewegen
der ersten Klemmbacke. Bei einer zweiten Variante werden eine erste Klemmbacke 4 und
eine zweite Klemmbacke 5 synchron gemeinsam bewegt.
[0019] Letztendlich geht es bei allen Ausführungsformen der Erfindung um das kontrolliert
gesteuerte Ausführen der notwendigen Bewegungen eines Kabelgreifers 50, respektive
der Klemmbacken 4, 5 des Kabelgreifers 50.
[0020] Die Vorrichtung 100 nach Fig. 1 ist zum Bestücken eines Steckergehäuses 20 mit einem
Kabelende 1.1 eines Kabels 1 ausgelegt. Sie umfasst einen Kabelgreifer 50 mit einer
ersten Klemmbacke 4 und einer zweiten Klemmbacke 5 zum Greifen des Kabelendes 1.1.
[0021] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 100 mit synchron gemeinsam bewegbaren Klemmbacken 4,
5 (2. Variante genannt). Im Folgenden wird aber trotzdem anhand dieser Fig. 1 auch
eine Vorrichtung 100 mit einer nur einseitig bewegbaren Klemmbacke 4 beschrieben (1.
Variante genannt).
[0022] Bei der 1. Variante kommen Hydraulikmittel 15 zum Schliessen des Kabelgreifers 50
zum Einsatz. Die Vorrichtung 100 umfasst weiterhin eine Schlittenvorrichtung 60 mit
einem Führungselement 63 (z.B. in Form einer Führungsschiene, wie in Fig. 1 gezeigt,
oder in Form einer Führungsnut) und einen ersten Schlitten 61. Dieser erste Schlitten
61 ist der ersten Klemmbacke 4 zugeordnet, d.h. der erste Schlitten 61 ist mechanisch
mit der ersten Klemmbacke 4 verbunden. Die erste Klemmbacke 4 samt dem zugeordneten
ersten Schlitten 61 ist in Bezug auf die zweite Klemmbacke 5 entlang des Führungselements
63 verschiebbar gelagert. Die erwähnten Hydraulikmittel 15 wirken über einen Mitnehmer
auf die Schlittenvorrichtung 60 ein, um eine Schliessgrobbewegung S.h der ersten Klemmbacke
4 samt dem zugeordneten ersten Schlitten 61 in Bezug zu der zweiten Klemmbacke 5 auslösen
zu können. Diese zweite Klemmbacke 5 führt bei der 1. Variante keine Öffnungs- oder
Schliessbewegungen aus.
[0023] Die Vorrichtung 100 umfasst weiterhin einen Motor 3. Vorzugsweise handelt es sich
um einen elektrisch betriebenen Schrittmotor oder Stellmotor. Es kommt ein sogenannter
Bewegungsumsetzer zum Einsatz, der so mit dem Motor 3 zusammenwirkt, dass eine Rotationsbewegung
R des Motors 3 in eine Feinbewegung V2 (z.B. eine Öffnungsfeinbewegung und/oder eine
Schliessfeinbewegung, je nach Ausführungsform) der ersten Klemmbacke 4 umgesetzt wird.
Der Bewegungsumsetzer umfasst in der gezeigten Ausführungsform folgende Elemente:
Motorwelle 2, Zahnrad 11 (z.B. in Form eines Stirnradritzels), Zahnstange 13. Eine
Rotationsbewegung R des Motors 3 treibt die Motorwelle 2 an auf deren Ende das Zahnrad
11 sitzt. Dieses Zahnrad 11 greift in die Verzahnung der Zahnstange 13 ein. Diese
Zahnstange 13 ist beweglich in einem Gehäuse (hier pneumatische Schliesseinheit 10
genannt) gelagert. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sitzt das Zahnrad 11 oberhalb
der Zahnstange 13. Wenn sich die Motorwelle 2 und das Zahnrad 11 im Gegenuhrzeigersinn
drehen (siehe den Richtungspfeil der Rotationsbewegung R), dann wird die Zahnstange
13 aus der pneumatischen Schliesseinheit 10 hinausbewegt. D.h. die Zahnstange 13 bewegt
sich in positiver x-Richtung.
[0024] Diese translatorische Bewegung der Zahnstange 13 wird umgesetzt in eine entsprechende
translatorische Bewegung des ersten Schlittens 61. Zu diesem Zweck ist der erste Schlitten
61 bewegungstechnisch durch einen Mitnehmer mit der Zahnstange 13 verbunden oder gekoppelt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist an der Zahnstange 13 eine Nut 13.1 vorgesehen.
In diese Nut 13.1 greift ein korrespondierender Zapfen des Schlittens 61, um für die
bewegungstechnische Verbindung oder Kopplung zu sorgen. Wenn sich die Zahnstange 13
in negativer x-Richtung bewegt, dann wird der Schlitten 61 auch in negativer x-Richtung
mitbewegt.
[0025] Es können auch andere bekannte Mittel als Bewegungsumsetzer eingesetzt werden.
[0026] Die Schlittenvorrichtung 60 umfasst nicht nur den Schlitten 61 und das Führungselement
63 sondern auch eine mechanische Bewegungskopplung zu der ersten Klemmbacke 4. Wenn
der Schlitten 61 in negativer x-Richtung bewegt wird, dann führt die erste Klemmbacke
4 eine entsprechende translatorische Schliessbewegung (z.B. die translatorische Schliessgrobbewegung
S.h) in negativer x-Richtung aus.
[0027] Um die hydraulisch verursachte Bewegung von der motorisch verursachten Bewegung unterscheiden
zu können, werden im Folgenden eine Grobbewegung von einer Feinbewegung unterschieden.
Die Grobbewegung wird hydraulisch verursacht während die Feinbewegung motorisch verursacht
wird. Je nach Ausführungsform kann es folgende Kombinationen von Bewegungen geben,
wobei jede der Ausführungsformen mindestens eine hydraulisch verursachte translatorische
Schliessgrobbewegung S.h und eine motorisch verursachte Öffnungsfeinbewegung O.e aufweist.
Die entsprechenden Bezugszeichen sind wie folgt aufgebaut: "S" steht für Schliessbewegung,
"O" steht für Öffnungsbewegung, "h" steht für hydraulisch (respektive pneumatisch)
und "e" steht für elektrisch (sprich motorisch angetrieben).
| Ausführungsform |
S.h |
O.h |
S.e |
O.e |
| 1. |
Ja |
Nein |
Nein |
Ja |
| 2. |
Ja |
Nein |
Ja |
Ja |
| 3. |
Ja |
Ja |
Nein |
Ja |
| 4. |
Ja |
Ja |
Ja |
Ja |
[0028] In Fig. 1 sind Details der in der obigen Tabelle gezeigten 1. Ausführungsform gezeigt.
Das Schliessen der Klemmbacke(n) 4, 5 erfolgt hydraulisch und das Öffnen elektrisch.
Vorzugsweise wird die Schliessgrobbewegung S.h mit grösserer Kraft ausgeführt als
die motorisch hervorgerufene Öffnungsfeinbewegung O.e. Durch eine kraftvolle Schliessgrobbewegung
S.h kann das Kabelende 1.1 eines Kabels 1 sicher zwischen den Klemmbacken 4, 5 eingeklemmt
werden.
[0029] Weitere bevorzugte Details werden im Folgenden beschrieben. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
umfasst der Kabelgreifer 50 die beiden erwähnten Klemmbacken 4, 5. Die Klemmbacke
4 ist über eine erste Adapterplatte 7.1 mit dem beweglichen Schlitten 61 fest gekoppelt.
Bei der 1. Variante kann die zweite Klemmbacke 5 direkt oder über eine zweite Adapterplatte
7.2 mit einem stationären Gehäuse- oder Vorrichtungsteil (z.B. mit der pneumatischen
Schliesseinheit 10) verbunden sein, da diese Klemmbacke 5 bei der 1. Variante keine
Öffnungs- und Schliessbewegung ausführen muss.
[0030] Das Führungselement 63 (z.B. in Form einer Führungsschiene, wie in Fig. 1 gezeigt,
oder in Form einer Führungsnut) kann fest mit der pneumatischen Schliesseinheit 10
verbunden sein. Der elektrische Motor 3 kann z.B. über eine Adapterplatte 19 mit der
pneumatischen Schliesseinheit 10 gekoppelt sein. Die Motorenwelle 2 durchdringt die
pneumatische Schliesseinheit 10. Das erwähnte Zahnrad 11 kann über eine erste Zahnstange
13 (bei der 1. Variante) oder über zwei separate Zahnstangen 12, 13 bei der 2. Variante)
einen Schlitten 61 (bei der 1. Variante) oder zwei Schlitten 61, 62 (bei der 2. Variante)
verschieben und somit die erste Klemmbacke 4 oder beide Klemmbacken 4, 5 bewegen.
[0031] Um der motorisch hervorgerufenen Feinbewegung eine hydraulische Grobbewegung überlagern
zu können, wirken die ersten Hydraulikmittel 15 auch auf die erste Zahnstange 13 ein.
Mit einem Fluid (z.B. Druckluft oder Hydraulikflüssigkeit) kann z.B. eine Kolbenstange
15.1 verschoben werden. Diese Kolbenstange 15.1 drückt mit einem Stempel 15.2 gegen
die Zahnstange 13. Das Fluid kann z.B. über einen Anschluss 15.3 angelegt werden.
Wenn das Fluid unter Druck an die Hydraulikmittel 15 angelegt wird, wird eine hydraulische
Schliessgrobbewegung S.h ausgelöst.
[0032] Im Folgenden wird nun die 2. Variante der Erfindung erläutert. Bei dieser Variante
werden beide Klemmbacken 4, 5 synchron bewegt. Die 2. Variante unterscheidet sich
von der 1. Variante dadurch, dass zweite Hydraulikmittel 14, eine zweite Zahnstange
12 und ein zweiter Schlitten 62 vorgesehen sind. Die Funktionsweise dieser Mittel
14, 12 und 62 ist analog zu der Funktionsweise der bereits beschriebenen Mittel 15,
13, 61.
[0033] Durch das Ansteuern des Motors 3 (z.B. durch ein Steuersignal s(t)) kann die Motorwelle
2 zum Beispiel in Rotationsrichtung R gedreht werden. Das Zahnrad 11 treibt die erste
Zahnstange 13 in x Richtung und die zweite Zahnstange 12 in -x Richtung. D.h. beide
Zahnstangen 12, 13 werden aus dem Inneren der pneumatischen Schliesseinheit 10 heraus
bewegt. Über entsprechende Mitnehmer (hier aus den Nuten 12.1 und 13.1 und aus entsprechenden
Zapfen an den Schlitten 61, 62) werden die beiden Schlitten 61, 62 auseinanderbewegt.
Diese Bewegung führt zu einer synchronen Öffnungsfeinbewegung O.e der beiden Klemmbacken
4, 5. Bei dieser synchronen Öffnungsfeinbewegung O.e bewegt sich die Klemmbacke 4
in x Richtung und die Klemmbacke 5 in -x Richtung.
[0034] In allen Ausführungsformen kommen eine Öffnungsfeinbewegung O.e und eine Schliessgrobbewegung
S.h zum Einsatz. Beim Ausführen der Öffnungsfeinbewegung O.e werden vorzugsweise die
Hydraulikmittel 14, 15 drucklos geschaltet, damit der Motor 3 nicht gegen diese Druck
Arbeit verrichten muss.
[0035] Zusätzlich kann bei Bedarf eine Öffnungsgrobbewegung O.h der Öffnungsfeinbewegung
O.e überlagert oder nachgeschaltet werden. Bei der entsprechenden 3. oder 4. Ausführungsform
(siehe Tabelle) wird die Öffnungsgrobbewegung O.h durch die Hydraulikmittel 14 und
15 aufgelöst. Es kann z.B. zeitgleich ein Unterdruck auf die Hydraulikmittel 14, 15
gegeben werden, um die Zahnstangen 12, 13 auseinander zu bewegen. In einer vorteilhafteren
Ausführungsform, die nicht mit Unterdruck arbeitet, kommen doppelwirkende Zylinder
zum Einsatz, die von beiden Seiten mit Druck beaufschlagt werden können, um abwechselnd
sowohl Öffnungsgrobbewegungen O.h als auch Schliessgrobbewegungen S.h ausführen zu
können. Die Auseinanderbewegung der Zahnstangen 12, 13 führt dann zu einer synchronen
Öffnungsgrobbewegung O.h der beiden Klemmbacken 4, 5.
[0036] Zusätzlich kann bei Bedarf der Schliessgrobbwegung S.h eine Schliessfeinbewegung
S.e überlagert oder vorgeschaltet werden (siehe in der Tabelle die 2. oder 4. Ausführungsform).
[0037] In Fig. 2 ist nun eine Perspektivansicht eines erfindungsgemässen Kabelgreifers 50
einer Vorrichtung 100 der Erfindung beim Einführen eines Kabelendes 1.1 in ein Gehäuse
20 gezeigt. Vorzugsweise handelt es sich um ein Steckergehäuse. Das Gehäuse 20 ist
in einer Schnittdarstellung gezeigt, um sichtbar zu machen, dass das Gehäuse 20 mindestens
einen Kabelkanal 22 oder eine Kammer aufweist. Nachdem der Kabelgreifer 50 eine Schliessbewegung
(z.B. eine Schliessgrobbewegung S.h) ausgeführt hat und das Kabel 1 eingeklemmt wurde,
wird eine gemeinsame Zustellbewegung Z1 der ersten Klemmbacke 4 und der zweiten Klemmbacke
5 ausgeführt, um das Kabelende 1.1 des Kabels 1 in den Kabelkanal 22 oder die Kammer
des Gehäuses 20 einzuführen. Um sicherzustellen, dass bei der Schliessbewegung das
Kabel 1 fest eingeklemmt wurde, wird diese Schliessbewegung als Schliessgrobbewegung
S.h ausgeführt.
[0038] In Fig. 3 ist eine Perspektivansicht eines erfindungsgemässen Kabelgreifers 50 einer
Vorrichtung 100 der Erfindung beim Einführen eines Kabelendes 1.1 eines Kabelbaums
51 in ein mehrreihiges Gehäuse 20 gezeigt. Es wurden bereits mehrere Kabelenden 1.1
in die entsprechenden Kabelkanäle 22 oder Kammern des Gehäuses 20 eingeführt. In der
gezeigten Momentaufnahme wird soeben das Kabelende 1.1 eines weiteren Kabels 1 in
einen benachbarten Kabelkanal 22 eingeführt.
[0039] Gemäss Erfindung verjüngen sich die Klemmbacken 4, 5 nach unten hin, um möglichst
wenig Bauraum zu beanspruchen. Ausserdem ist der Kabelgreifer 50 so ausgelegt, dass
er in der Lage ist kleine Feinbewegungen und grössere Grobbewegungen auszuführen,
um zu verhindern, dass der Kabelgreifer 50 z.B. benachbarte Kabel beschädigt.
[0040] In Fig. 4 ist eine Perspektivansicht eines erfindungsgemässen Kabelgreifers 50 und
weiterer Elemente einer Vorrichtung 100 der Erfindung bei der Handhabung eines Kabelendes
1.1 gezeigt. In dieser Darstellung kann man die Elemente der Fig. 1 in zusammengebauter
(montierter) Form erkennen. Zum Zwecke der Erläuterung ist auf die Beschreibung der
Fig. 1 verwiesen.
[0041] Das Kabel 1 ist in den Figuren 1 und 4 mit einer Hülse, Kappe, Klemme oder dergleichen
versehen. Diese Hülse, Kappe, oder Klemme dient dazu einen elektrischen Kontakt zwischen
einem elektrischen Leiter des Kabels 1 und einer Klemme im Inneren des Gehäuses 20
herzustellen. Diese Elemente werden daher vereinfachend als Kontakt 21 bezeichnet.
Vorzugsweise handelt es sich um Kontakte 21, wie sie bei Crimp-Technik üblich sind.
Die Erfindung lässt sich auch anwenden auf Kontakte, die mittels Ultraschall-, Widerstands-
oder Laserschweissen mit dem Kabel 1 verbunden werden. Die Erfindung kann auch im
Zusammenhang mit der Schneid-Klemm-Technik angewendet werden.
[0042] Die Vorrichtung 100 kann in allen Ausführungsformen mindestens folgende Standardfunktionen
oder -verfahren ausführen. Dabei können die Klemmbacken 4, 5 auf zwei Arten bewegt
werden.
- 1. Hydraulisch: Die Schliessbewegung erfolgt in diesem Fall mit einer einzigen hydraulischen
Schliessgrobbewegung S.h. Die Position der Klemmbacken 4, 5 wird dabei nicht gesteuert.
Die Klemmkraft zum Einklemmen des Kabels 1 wird vom hydraulischen Druck bestimmt.
Um eine rein hydraulische Bewegung der Elemente des Kabelgreifers 50 zu ermöglichen,
wird der Motor 3 entweder ausgekoppelt (z.B. durch eine Kupplung), oder das Zahnrad
11 wird ausgerückt, oder der Motor 3 dreht leer mit. Die endgültige Klemmkraft wird
primär vom hydraulischen Druck bestimmt.
- 2. Elektrisch: Die Öffnungsfeinbewegung O.e wird durch den Motor 3 ausgeführt. Dabei
wird die Position der Klemmbacken 4, 5, beispielsweise mit einem mit dem Motor 3 mitdrehenden
Winkelsensor kontrolliert, der hier als Kontrollmittel 30 (siehe Fig. 1) bezeichnet
wird, das z.B. an dem Motor 3 angebaut sein kann. Vorzugsweise sind hier die Hydraulikmittel
14, 15 drucklos geschaltet.
[0043] Ein erfindungsgemässes Bestückungsverfahren läuft vorzugsweise wie folgt ab.
[0044] Das Bestücken ist ein Vorgang, bei dem ein konfektioniertes Kabel 1 in eine Gehäusekammer
oder einen Kabelkanal 22 eines Gehäuses 20 eingeführt wird. Dabei wird das Kabel 1
mit dem Kabelgreifer 50 gehalten und in die Gehäusekammer bzw. in den Kabelkanal 22
geschoben.
[0045] Der notwendige Kabelüberstand L (siehe Fig. 4) muss so lang sein, dass das Kabelende
1.1, respektive der Kontakt 21 am Kabelende 1.1 vollständig eingeführt werden kann.
Je länger dieser Kabelüberstand L ist oder je dünner und weicher ein Kabel ist, desto
grösser wird das Risiko, dass das Kabel 1 beim Handhaben und Einführen knickt. Es
kann aber auch zu dem Abknicken eines Kabelüberstands kommen, wenn das Kabel dünn
und weich ist.
[0046] In diesen Fällen kann ein Nachgreif-Verfahren zum Einsatz kommen, das im Folgenden
beschrieben wird. Durch das Nachgreif-Verfahren kann das Knickrisiko verringert werden.
[0047] Ein Gehäuse 20 umfasst typischerweise mehrere Kammern oder Kabelkanäle 22 wie in
Fig. 3 zu erkennen ist. Jede Kammer oder jeder Kabelkanal 22 wird mit einem konfektionierten
Kabel 1 bestückt. Dies hat zur Folge, dass Nachbarkammern, die bereits ein Kabel 1
enthalten, den nachfolgenden Bestückungsvorgang behindern können. Wichtig ist dabei
auch der Kammer- oder Rasterabstand. Ein kleiner Kammerabstand behindert den Kabelgreifer
50, wenn dieser am Ende des Bestückungsvorganges eine Öffnungsbewegung ausführt, um
das eingeklemmte Kabel 1 loszulassen. Je kleiner der Kammerabstand ist, desto weniger
weit darf sich der Kabelgreifer 50 öffnen. Als erfindungsgemässe Lösung wird das nachfolgend
beschriebene Verfahren zum "stufenweisen Öffnen" verwendet. Dieses Verfahren ist bevorzugt.
[0048] Beim stufenweisen Öffnen erfolgt das Öffnen der Klemmbacken 4, 5 stufenweise, um
Kollisionen oder Beschädigungen mit benachbarten Kabeln 1 zu vermeiden.
[0049] In einem 1. Schritt wird das Kabel 1 hydraulisch durch eine entsprechende Schliessgrobbewegung
S.h geklemmt. Dieser Schritt ist in Fig. 5A dargestellt. Nachdem das Kabel 1 hydraulisch
geklemmt wurde, kann der Kabelgreifer 50 eine Zustellbewegung Z1 ausführen, um das
Kabelende 1.1 mit dem Kontakt 21 in ein Gehäuse 20 einzuschieben. Dort rastet der
Kontakt 21 ein, oder der Kontakt 21 kann dort verlötet oder verklebt werden.
[0050] In einem 2. Schritt wird nach der Beendigung des Bestückungsvorganges (Schritt 1)
der Kabelgreifer 50 nur so weit geöffnet (Stufe 2), dass das Kabel 1 nicht mehr geklemmt
wird. D.h. das Klemmen wird durch eine Öffnungsfeinbewegung O.e gelöst. Diese Öffnungsfeinbewegung
O.e erfolgt als motorisch angetriebene Bewegung unter Einsatz des Motors 3.
[0051] In einem 3. Schritt wird der Kabelgreifer 50 in Kabelrichtung (d.h. in -z Richtung)
vom Gehäuse 20 wegbewegt. Der 3. Schritt ist in Fig. 5B dargestellt. In Fig. 5B kann
man erkennen, dass die Klemmbacken 4, 5 leicht auseinander bewegt wurden und dass
eine kurze translatorische Rückzugsbewegung -Z1.1 ausgeführt wurde.
[0052] Im Schritt 4 wird der Kabelgreifer 50 ganz geöffnet, so dass dieser vertikal verfahren
kann, wie in Fig. 5C gezeigt. Das Öffnen kann hier durch den Motor 3 und/oder hydraulisch
erfolgen (je nach Ausführungsform). Bevorzugt ist eine Öffnungsfeinbewegung O.e. Das
vertikale Verfahren wird hier auch als gemeinsame Rückzugsbewegung -Y bezeichnet.
Die gemeinsame Rückzugsbewegung kann eine Bewegungskomponente in Richtung der negativen
z-Achse und in Richtung der negativen y-Achse aufweisen.
[0053] Das Nachgreif-Verfahren wird im Folgenden erläutert. Es kommt dann zum Einsatz, wenn
der Kabelüberstand L, der zum vollständigen Einführen in das Gehäuse 20 notwendig
ist, zu gross ist, da das Kabel 1 in diesem Fall infolge der Einführkräfte knicken
kann. Dies ist vor allem bei dünnen, flexiblen Kabeln 1 oder bei der Verwendung sogenannter
Gel-Gehäuse möglich, die über eine mit kleinen Durchgangsbohrungen versehene Dichtmatte
verfügen.
[0054] Um das Abknicken zu verhindern, wird das Nachgreif-Verfahren angewendet. Dabei wird
der Kabelüberstand L soweit verkleinert, dass ein Knicken verhindert wird.
[0055] In einem 1. Schritt wird das Kabel 1 hydraulisch mit verkürztem Kabelüberstand L1
(mit L1 < L) geklemmt indem eine entsprechende Schliessgrobbewegung S.h ausgeführt
wird.
[0056] In einem 2. Schritt wird das Kabel 1 soweit wie möglich in das Gehäuse 20 durch eine
Zustellbewegung Z1 eingeführt.
[0057] In einem 3. Schritt wird der Kabelgreifer 50 durch eine Öffnungsfeinbewegung O.e
soweit geöffnet, dass das Kabel 1 nicht mehr eingeklemmt ist. D.h. das Einklemmen
wird gelöst.
[0058] Dann wird der Kabelgreifer 50 in einem 4. Schritt in Kabelrichtung (d.h. in negativer
z-Richtung) ein kleines Stück vom Gehäuse 20 wegbewegt.
[0059] In einem 5. Schritt wird das Kabel 1 erneut hydraulisch geklemmt indem eine entsprechende
Schliessgrobbewegung S.h ausgeführt wird und es wird der 2. Schritt wiederholt.
[0060] Falls notwendig werden die Schritte 2. bis 5. mehrmals durchgeführt.
[0061] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die beiden Klemmbacken
4, 5 synchron bewegt (hier als 2. Variante bezeichnet.
[0062] Vorzugsweise kommt ein Kontrollmittel 30 (z.B. ein Winkeldecoder oder Weggeber) zum
Einsatz, um die aktuelle Position der ersten Klemmbacke 4 und der zweiten Klemmbacke
5 zu ermitteln. Eine Steuerung S, die Information i(t) von dem Kontrollmittel 30 erhält,
regelt das Betätigen des Motors 2, respektive der beschriebenen motorisch angetriebenen
Bewegungsabläufe O.e und/oder S.e.
[0063] Die erwähnten Bewegungen in x-, y- und z-Richtung können durch übliche Antriebssysteme
ausgeführt werden. Insbesondere können Stellmotoren als Antriebssysteme zum Einsatz
kommen.
[0064] Sämtliche Steuerungsvorgänge der verschiedenen Ausführungsformen sind vorzugsweise
über eine Mikroprozessorsteuerung miteinander verbunden und programmierbar. In Fig.
1 ist die Mikroprozessorsteuerung durch die Steuerung S symbolisiert.
[0065] Die beschriebene Kombination eines hydraulischen mit einem elektrischen Antrieb lässt
sich auch mit anderen Greifermechanismen, die ohne eine lineare (Schlitten-) Führung
für die Klemmbacken 4, 5 auskommen, realisieren. Die Klemmbacken 4, 5 können in diesem
Fall zum Beispiel schwenk- oder drehbar (statt linear verschiebbar) gelagert sein.
[0066] Die vorliegende Erfindung kann z.B. am Ende einer Kabel-Bearbeitungsstrasse, die
vollautomatische Bestückung ein- oder mehrreihiger (Stecker-)Gehäuse 20, gleichgültig
ob in Crimp-, Schneid-Klemm-, Löt-, Ultraschall-, Widerstandsschweiss- oder Laserschweiss-Technik,
ausführen. Die vorliegende Erfindung kann aber auch für andere Handhabungen von Kabeln
eingesetzt werden.
1. Vorrichtung (100) zum Handhaben eines Kabelendes (1.1) eines Kabels (1), die einen
Kabelgreifer (50) mit einer ersten Klemmbacke (4) und einer zweiten Klemmbacke (5)
zum Greifen des Kabelendes (1.1) und mit Druckmitteln (14, 15) zum Betätigen des Kabelgreifers
(50) umfasst, wobei die Druckmittel (14, 15) mit einer Linearbewegung auf einen Bewegungsumsetzer
(2, 11, 12, 13) einwirken, der die erste Klemmbacke (4) in Bezug zu der zweiten Klemmbacke
(5) in Bewegung versetzt, und
ein Motor (3) mit einer Rotationsbewegung (R) auf den Bewegungsumsetzer (2, 11, 12,
13) einwirkt, der die erste Klemmbacke (4) in Bezug zu der zweiten Klemmbacke (5)
in Bewegung versetzt.
2. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1, wobei
- die Druckmittel (14, 15) mittels des Bewegungsumsetzers (2, 11, 12, 13) auf den
Kabelgreifer (50) einwirken um eine Grobbewegung (S.h) der ersten Klemmbacke (4) in
Bezug zu der zweiten Klemmbacke (5) auszulösen, und
- der Motor (3) mittels des Bewegungsumsetzers (2, 11, 12, 13) auf den Kabelgreifer
(50) einwirkt um eine Feinbewegung (O.e) der ersten Klemmbacke (4) in Bezug zu der
zweiten Klemmbacke (5) auszulösen.
3. Vorrichtung (100) nach Anspruch 2, wobei der Kabelgreifer (50) umfasst:
- eine Schlittenvorrichtung (60) mit einem Führungselement (63) und einem ersten Schlitten
(61),
• wobei der erste Schlitten (61) der ersten Klemmbacke (4) zugeordnet ist,
• wobei die erste Klemmbacke (4) samt dem zugeordneten ersten Schlitten (61) in Bezug
auf die zweite Klemmbacke (5) entlang des Führungselements (63) verschiebbar gelagert
ist, und
• wobei die Druckmittel (14, 15) auf die Schlittenvorrichtung (60) einwirken, um die
Grobbewegung (S.h) der ersten Klemmbacke (4) in Bezug zu der zweiten Klemmbacke (5)
auszulösen.
4. Vorrichtung (100) nach Anspruch 2 oder 3, wobei die zweite Klemmbacke (5) ruht während
die erste Klemmbacke (4) eine Grobbewegung (S.h) oder eine Feinbewegung (O.e) ausführt.
5. Vorrichtung (100) nach Anspruch 3, wobei der Kabelgreifer (50) zusätzlich einen zweiten
Schlitten (62) umfasst, der in Bezug zu dem ersten Schlitten (61) verschiebbar gelagert
ist, wobei beim Öffnen sich die erste und zweite Klemmbacken (4, 5) auseinander und
beim Schliessen aufeinander zu bewegen.
6. Vorrichtung (100) nach Anspruch 2 oder 3, wobei durch den Bewegungsumsetzer (11, 12,
13) die Rotationsbewegung (R) in die Feinbewegung umsetzbar ist, wobei es sich bei
der Feinbewegung um eine translatorische Feinbewegung (O.e) handelt.
7. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 - 6, wobei durch die Einwirkung
der Druckmittel (14, 15) auf den Kabelgreifer (50) eine relative Grobbewegung (S.h)
und durch ein Zusammenwirken des Bewegungsumsetzers (11, 12, 13) mit dem Motor (3)
eine relative Feinbewegung (O.e) der ersten Klemmbacke (4) und der zweiten Klemmbacke
(5) ausführbar sind.
8. Verfahren zum Handhaben eines Kabelendes (1.1) eines Kabels (1), das die folgenden
Schritte umfasst:
Einwirken lassen von Druckmitteln (14, 15) auf einen Bewegungsumsetzer (2, 12, 11,
13), der eine erste Klemmbacke (4) eines Kabelgreifers (50) in Bezug auf eine zweite
Klemmbacke (5) des Kabelgreifers (50) in Bewegung versetzt, und
Einwirken lassen eines Motors (3) auf den Bewegungsumsetzer (2, 11, 12, 13), der die
erste Klemmbacke (4) des Kabelgreifers (50) in Bezug auf die zweite Klemmbacke (5)
des Kabelgreifers (50) in Bewegung versetzt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei
beim Einwirken lassen der Druckmitteln (14, 15) eine gemeinsame Zustellbewegung der
ersten Klemmbacke (4) und der zweiten Klemmbacke (5) ausgeführt wird, um das Kabelende
(1.1) des Kabels (1) zwischen der ersten Klemmbacke (4) und der zweiten Klemmbacke
(5) einzuklemmen, und wobei nach einer Zustellbewegung (Z1) des Kabelgreifers (50)
beim Einwirken lassen des Motors (3) auf den Bewegungsumsetzer (2, 11, 12, 13) das
zwischen der ersten Klemmbacke (4) und der zweiten Klemmbacke (5) eingeklemmte Kabelende
(1.1) gelöst wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei bei einer gemeinsamen Rückzugsbewegung (-Y) der ersten
Klemmbacke (4) und der zweiten Klemmbacke (5) erst eine translatorische Rückzugsbewegung
(-Z1) und dann eine weitere Öffnungsbewegung (O.e) der ersten Klemmbacke (4) relativ
zu der zweiten Klemmbacke (5) ausgeführt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 9, wobei nach dem Lösen des Kabelendes (1.1) eine translatorisch
Rückzugsbewegung (-Z1.1) parallel zu dem Kabel (1) ausgeführt wird, um dann erneut
die Schritte des Einklemmens des Kabelendes (1.1) und der Zustellbewegung (Z1) zu
wiederholen.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei ein Kontrollmittel (30) eingesetzt
wird, um die aktuelle Position der ersten Klemmbacke (4) und der zweiten Klemmbacke
(5) zu ermitteln, wobei eine Steuerung (S) abhängig von der Information (i(t)) des
Kontrollmittels (30) den Motor (2) regelt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei es zum automatisierten Bestücken
von Steckergehäusen (20) mit Kabelenden (1.1) eingesetzt wird.