[0001] Die Erfindung betrifft ein Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken. Das Hausgerät
umfasst eine Wäschetrommel zum Aufnehmen der Wäschestücke, wie auch einen bürstenbehafteten
Gleichstrommotors zum Antreiben der Wäschetrommel, welcher einen Stator mit Erregermitteln
zum Erzeugen eines Erregerfeldes und einen Anker mit einer Ankerwicklung aufweist.
Es sind Schaltmittel bereitgestellt, mittels welchen ein Stromfluss durch die Ankerwicklung
gesteuert werden kann. Aufgrund dieses Stromflusses kann der Anker in dem Erregerfeld
bewegt werden. Das Hausgerät umfasst außerdem eine Steuereinrichtung zum Ansteuern
der Schaltmittel. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betreiben eines bürstenbehafteten
Gleichstrommotors in einem Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken.
[0002] Es ist Stand der Technik, Universalmotoren als Antrieb für eine Wäschetrommel einer
Waschmaschine einzusetzen. Solche Universalmotoren können sowohl mit Gleichspannung
als auch mit Wechselspannung betrieben werden. Die heutzutage eingesetzten Universalmotoren
sind Reihenschlussmotoren - die Ankerwicklung des Ankers und die Feldwicklung des
Stators sind in Reihe geschaltet, nämlich über einen Kommutator. Der durch die Feldwicklung
fließende Strom fließt auch durch die Ankerwicklung; der Feldstrom und der Ankerstrom
sind daher gleich. Ein solcher Universalmotor der Reihenschluss-Bauweise ist zum Beispiel
aus der Druckschrift
DE 10 2008 015 717 A1 bekannt.
[0003] Um bei einem Universalmotor eine vorgegebene Schleuderdrehzahl zu erreichen, ist
eine Feldumschaltung vorzunehmen. Es wird in der Regel ein Teil des Erregerfeldes
angezapft, und der Universalmotor geht in einen Teilfeldbetrieb über. Es handelt sich
hier zum Beispiel um das Bestromen von lediglich einem Abschnitt der Feldwicklung.
Im Gegenstand gemäß Druckschrift
DE 10 2008 007 401 A1 wird die Feldumschaltung in Abhängigkeit von einer Leistungsreserve des Universalmotors
vorgenommen.
[0004] Die Ankerwicklung wird bei den Universalmotoren üblicherweise über den Kommutator
und ein Bürstensystem bestromt. Wird nun das Erregerfeld des Stators geschwächt, so
erhöht sich die Stromstärke des Feldstromes und gleichzeitig auch - die Ankerwicklung
ist mit der Feldwicklung in Reihe geschaltet - des Ankerstromes, der durch die Ankerwicklung
fließt. Die an den Universalmotor abgegebene elektrische Leistung wird höher, und
das Bürstensystem, wie auch der Kommutator werden belastet. Die Lebensdauer und die
Standzeit des Bürstensystems werden geringer. Außerdem erhöht sich aufgrund der Feldschwächung
die gesamte Leistungsaufnahme des Hausgeräts.
[0005] Auf der anderen Seite ist die Schwächung des Erregerfeldes erforderlich, um höhere
Schleuderdrehzahlen erreichen zu können. Dies gilt insbesondere bei einer großen Beladung
und damit verbundenem hohen Trägheitsmoment der Wäschetrommel. Also ist der Drehzahlbereich
eines Universalmotors eingeschränkt - es bedarf einer Schwächung des Erregerfeldes,
um einen Schleuderbetrieb bei hohen Drehzahlen zu ermöglichen. Dieser Erfolg ist jedoch
mit den oben genannten Nachteilen verbunden.
[0006] Außerdem ist die Steuerung - und auch die Regelung - der Drehzahl bei heutigen Universalmotoren
sehr aufwendig. Um den Steueraufwand bei Universalmotoren auf ein Minimum zu reduzieren,
wird in der Druckschrift
DE 10 2005 007 759 B3 vorgeschlagen, den Universalmotor wahlweise nur bei einem ersten oder einem zweiten
Drehzahlwert zu betreiben. Der Universalmotor wird also wahlweise bei zwei unterschiedlichen
Leistungswerten betrieben. Diese Lösung hat den Nachteil, dass keine weiteren Drehzahlwerte
eingestellt werden können und die Funktionalität des Universalmotors somit eingeschränkt
ist.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Lösung aufzuzeigen, wie bei einem Hausgerät der
eingangs genannten Gattung der bürstenbehaftete Gleichstrommotor im Vergleich zum
Stand der Technik verbessert werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Hausgerät mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch
1, wie auch durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 12 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patenansprüche
und der Beschreibung.
[0009] Ein Hausgerät nach der Erfindung dient zur Pflege von Wäschestücken. Das Hausgerät
umfasst eine Wäschetrommel, in welche Wäschestücke aufgenommen werden können.
[0010] Es umfasst auch einen bürstenbehafteten Gleichstrommotor zum Antreiben der Wäschetrommel.
Der bürstenbehaftete Gleichstrommotor weist einen Stator mit Erregermitteln zum Erzeugen
eines Erregerfeldes und einen Anker mit einer Ankerwicklung auf. Es sind Schaltmittel
bereitgestellt, mittels welchen ein Stromfluss durch die Ankerwicklung steuerbar ist,
wobei aufgrund des Stromflusses durch die Ankerwicklung der Anker in dem Erregerfeld
bewegbar ist. Das Hausgerät umfasst außerdem eine Steuereinrichtung zum Ansteuern
der Schaltmittel. Die Ankerwicklung ist von den Erregermitteln elektrisch getrennt,
und der Stromfluss durch die Ankerwicklung ist unabhängig von dem Erregerfeld steuerbar.
[0011] Also kann die Stärke des durch die Ankerwicklung erzeugten Ankerfeldes unabhängig
von der Stärke des Erregerfeldes durch die Steuereinrichtung frei eingestellt werden.
Erfindungsgemäß ist die Ankerwicklung nämlich nicht in Reihe mit den Erregermitteln
- wie dies im Stand der Technik bei einem Reihenschlussmotor der Fall ist - geschaltet,
sondern die Schaltmittel sind derart konzipiert, dass die Ankerwicklung unabhängig
von den Erregermitteln bestromt werden kann beziehungsweise die Steuereinrichtung
den Stromfluss durch die Ankerwicklung unabhängig von den Erregermitteln steuern kann.
[0012] Unter einem bürstenbehafteten Gleichstrommotor wird vorliegend ein solcher Antriebsmotor
verstanden, welcher sowohl mit einer geglätteten und somit quasi idealen Gleichspannung
- zum Beispiel unter Anwendung der Pulsweitenmodulation - als auch mit einer lediglich
gleichgerichteten und somit noch pulsierenden beziehungsweise sich zeitlich ändernden
- jedoch meist lediglich positiven - Spannung betrieben werden kann. Somit ist ein
fremderregter bürstenbehafteter Gleichstrommotor, welcher lediglich mit einer idealen
Gleichspannung betrieben werden kann, mit umfasst. Der bürstenbehaftete Gleichstrommotor
wird nachstehend auch als Universalmotor bezeichnet, wobei im vorliegenden Fall die
Ankerwicklung nicht in Reihe zur Erregerwicklung geschaltet ist, sondern die Anker-
und Erregerwicklung unabhängig voneinander gesteuert werden kann.
[0013] Das erfindungsgemäße Hausgerät hat diverse Vorteile: Es wird der Drehzahlstellbereich
des Universalmotors sowohl nach unten - vorteilhaft für einen Waschbetrieb - als auch
nach oben - vorteilhaft für einen Schleuderbetrieb - erhöht. Umfassen die Erregermittel
eine Feldwicklung und kann ein Stromfluss durch die Feldwicklung durch die Steuereinrichtung
unabhängig von dem Stromfluss durch die Ankerwicklung gesteuert werden, so kann im
Schleuderbetrieb ein kleiner Stromfluss durch die Feldwicklung (geringe Stärke des
Erregerfeldes) und ein hoher Stromfluss durch die Ankerwicklung (hohe Stärke des Ankerfeldes)
eingestellt werden. Man würde hingegen in einem Waschbetrieb - in welchem ein hohes
Drehmoment des Universalmotors erforderlich ist - einen hohen Stromfluss durch die
Feldwicklung (hohe Stärke des Erregerfeldes) und einen geringen Stromfluss durch die
Ankerwicklung (geringe Stärke des Ankerfeldes) einstellen. Somit können sowohl sehr
hohe Schleuderdrehzahlen als auch sehr geringe Drehzahlen im Waschbetrieb erreicht
werden. Bei dem erfindungsgemäßen Hausgerät kann auch der Stromfluss durch die Ankerwicklung
separat dann gesteuert werden, wenn eine Schwächung des Erregerfeldes vorgenommen
wird. Somit wird ein in der Regel vorhandenes Bürstensystem thermisch nicht belastet,
und die gesamte Leistungsaufnahme des Hausgerätes kann auf ein Minimum reduziert werden.
Es erhöhen sich außerdem die Lebensdauer und die Standzeit des Bürstensystems im Vergleich
zu Universalmotoren gemäß dem Stand der Technik. Ein weiterer Vorteil besteht aufgrund
eines reduzierten Stromflusses durch die Ankerwicklung in einer geringen Geräuschentwicklung
des Universalmotors. Die erfindungsgemäße Vorgehensweise ermöglicht auch ein rasches
Beschleunigen des Universalmotors, wodurch wiederum Drehzahlbereiche mechanischer
Resonanzen schnell passiert werden können. Ein schnelles Beschleunigen des Universalmotors
wird durch rasches Absenken der Stärke des Erregerfeldes und gleichzeitiges Erhöhen
der Stärke des Ankerfeldes ermöglicht.
[0014] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Hausgeräts ist darin zu sehen, dass durch
die unabhängige Steuerung des Stromflusses durch die Ankerwicklung der Anker des Universalmotors
aktiv - durch die Steuereinrichtung gesteuert - abgebremst werden kann. Die Steuereinrichtung
kann nämlich die Schaltmittel in einem Generatorbetrieb des Universalmotors derart
schalten, dass die Ankerwicklung zumindest zeitweise gegen ein Bezugspotential kurzgeschlossen
wird. Durch dieses Kurzschließen der Ankerwicklung wird der Anker schneller abgebremst
als bei einem natürlichen Auslauf. Durch schnelles Abbremsen kann Zeit beim Durchführen
eines Betriebsprogramms des Hausgeräts gespart werden.
[0015] Durch die getrennte Ankerwicklung können die Erregermittel außerdem beliebig gestaltet
und ausgelegt werden. Der Ankerstrom ist nämlich vollständig unabhängig von den Erregermitteln.
Es können somit unterschiedlichste Ausführungsformen bezüglich der Erregermittel -je
nach Anforderungen an den Drehzahlstellbereich - vorgesehen sein.
[0016] Die Erregermittel weisen eine Feldwicklung auf, mittels welcher dann das Erregerfeld
erzeugt werden kann. Dadurch kann das Erregerfeld frei eingestellt werden, nämlich
durch die Steuereinrichtung. Die Steuereinrichtung kann einen Stromfluss durch die
Feldwicklung steuern, so dass insgesamt zwei Stellgrößen - der Ankerstrom und der
Feldstrom - zum Steuern der Drehzahl des Universalmotors und seiner Leistungsaufnahme
zur Verfügung stehen. Es entfallen somit die im Stand der Technik angewandte "Anzapfung"
des Erregerfeldes und die damit verbundenen Nachteile.
[0017] In einer Ausführungsform können die Erregermittel ergänzend Permanentmagnete umfassen,
die das Erregerfeld erzeugen. Durch die Permanentmagnete wird vorteilhafterweise das
durch die Erregerwicklungen erzeugte Erregerfeld unterstützt und ein Grunderregerfeld
bereitgestellt. Durch Einsatz von Permanentmagneten am Stator kann der Wirkungsgrad
des Universalmotors im Vergleich zum Stand der Technik erhöht werden. Der Einsatz
von Permanentmagneten ermöglicht außerdem die Verringerung der Baugröße des Universalmotors,
so dass insgesamt ein kompakter Universalmotor und kompaktes Hausgerät geschaffen
werden können.
[0018] Prinzipiell kann an die Feldwicklung eine über der Zeit konstante Spannung - eine
Gleichspannung - angelegt werden, so dass sich ein zeitlich konstanter Stromfluss
durch die Feldwicklung ergibt. Eine solche Vorgehensweise ist technisch besonders
einfach - es muss lediglich eine Gleichspannung erzeugt und an die Feldwicklung angelegt
werden. Solche Gleichspannung kann zum Beispiel aus einem Spannungszwischenkreis abgegriffen
werden. Die Amplitude der Gleichspannung kann beispielsweise 12 V betragen. Jedoch
kommen die Vorteile einer Feldwicklung dann vollständig zum Tragen, wenn weitere Schaltmittel
zum Steuern des Stromflusses durch die Feldwicklung bereitgestellt sind und die Steuereinrichtung
diese Schaltmittel unabhängig von den Schaltmitteln für die Ankerwicklung ansteuern
kann.
[0019] Dann sind nämlich - wie bereits ausgeführt - zwei Stellgrößen, insbesondere Steuer-
oder Regelgrößen, verfügbar, die separat voneinander eingestellt werden können, nämlich
einerseits der Ankerstrom beziehungsweise eine an die Ankerwicklung angelegte Ankerspannung
und andererseits der Feldstrom (Erregerstrom) beziehungsweise eine an die Feldwicklung
angelegte Feldspannung (Erregerspannung). Die Schaltmittel für die Ankerwicklung und
die Schaltmittel für die Feldwicklung können jeweils einen aktiven und durch die Steuereinrichtung
ansteuerbaren Gleichrichter aufweisen; dann ist ein aktiver Gleichrichter der Ankerwicklung
und ein aktiver Gleichrichter der Feldwicklung zugeordnet. Die Gleichrichter können
mit einem Netzanschluss gekoppelt sein und so direkt eine Versorgungswechselspannung
eines Versorgungsnetzes abgreifen und selbige Versorgungswechselspannung gleichrichten.
Die separaten Gleichrichter können Brückengleichrichter mit jeweils vier Thyristoren
sein, die durch die Steuereinrichtung angesteuert werden können. Dann kann sowohl
an die Ankerwicklung als auch an die Feldwicklung jeweils eine gleichgerichtete Versorgungsspannung
angelegt werden, und die jeweiligen (mittleren) Amplituden der an die Ankerwicklung
und die Feldwicklung angelegten Versorgungsspannungen können durch die Steuereinrichtung
eingestellt werden, nämlich unter Ausgabe entsprechender Steuersignale an die jeweiligen
Gleichrichter. Es erfolgt bei dieser Ausführungsform eine so genannte Phasenabschnitt-
oder Phasenanschnittsteuerung. In einer alternativen Ausführungsform kann ein gemeinsamer
- insbesondere passiver - Gleichrichter die Versorgungswechselspannung des elektrischen
Versorgungsnetzes gleichrichten, und es kann ein Spannungszwischenkreis mit einem
gemeinsamen Zwischenkreiskondensator bereitgestellt werden. Dann kann der Ankerwicklung
und der Feldwicklung Strom aus dem Spannungszwischenkreis jeweils über einen elektronischen
Schalter - insbesondere einen Transistor - zugeführt werden. Beide elektronischen
Schalter können mit dem Spannungszwischenkreis gekoppelt sein. Die Steuereinrichtung
kann bei dieser Ausführungsform die jeweiligen (mittleren) Amplituden der Ankerspannung
und der Feldspannung unter Anwendung der Pulsweitenmodulation steuern. Durch Einsatz
eines Spannungszwischenkreises sowie bei Anwendung der Pulsweitenmodulation wird erreicht,
dass der Ankerstrom und der Feldstrom jeweils Gleichströme mit sehr geringen - quasi
vernachlässigbaren - Oberschwingungsanteilen sind. Dies führt zu einer geringeren
Geräuschentwicklung und einer geringeren Erwärmung sowie einer höheren Lebensdauer
des Universalmotors.
[0020] Steuert man die Amplituden der Ankerspannung und der Feldspannung getrennt beziehungsweise
unabhängig voneinander, so gelten für den Universalmotor beziehungsweise den Gleichstrommotor
die folgenden Gleichungen:

wobei U
a die Ankerspannung, R
a einen Ohmschen Widerstand der Ankerwicklung, I
a den Ankerstrom, L
a eine Induktivität der Ankerwicklung, c die Maschinenkonstante, M ein Drehmoment des
Universalmotors, n die Drehzahl und Φ
B einen durch die Erregermittel erzeugten magnetischen Fluss bezeichnen.
[0021] Zwischen dem Feldstrom I
f beziehungsweise der Feldspannung U
f und dem magnetischen Fluss Φ
B besteht im Allgemeinen ein nicht-linearer Zusammenhang. Bei einer relativ kleinen
Stärke des Erregerfeldes - das heißt wenn das Erregerfeld noch nicht in die Sättigung
geht - hat man jedoch eine lineare Beziehung:

wobei k
Φ eine Konstante und R
f einen Ohmschen Widerstand der Feldwicklung bezeichnen. Die statische Drehzahl-Drehmoment-Kennlinie
ergibt sich aus den beiden erstgenannten Gleichungen:

[0022] Die Leerlaufdrehzahl beträgt:

[0023] Die Leerlaufdrehzahl lässt sich durch die Ankerspannung und die Feldspannung (Erregerspannung)
steuern, insbesondere regeln. Für eine niedrige Leerlaufdrehzahl - zum Beispiel in
einem Waschbetrieb - würde man eine kleine Ankerspannung und eine hohe Feldspannung
einstellen. Eine hohe Ankerspannung und eine niedrige Feldspannung kann die Steuereinrichtung
hingegen für hohe Drehzahlen einstellen, etwa in einem Schleuderbetrieb. Bei einer
gegebenen Stärke des Erregerfeldes, das heißt bei gegebener Erregung, wird das Drehmoment
durch den Ankerstrom bestimmt. Bei einer hohen Stärke des Erregerfeldes und somit
niedrigeren Drehzahlen sind für das Waschen relativ hohe Drehmomente möglich. Im Schleuderbetrieb
sind dagegen niedrigere Drehmomente nötig, so dass die kleinere Erregung nicht zu
überhöhten Ankerströmen führt. Mit anderen Worten kann die Steuereinrichtung in einem
Schleuderbetrieb des Hausgeräts die mittlere Stromstärke des Ankerstromes höher als
die mittlere Stromstärke des Feldstromes einstellen. Die Steuereinrichtung kann hingegen
in einem Waschbetrieb des Hausgeräts die mittlere Stromstärke des Ankerstromes geringer
als die mittlere Stromstärke des Feldstromes einstellen.
[0024] In einer Ausführungsform ist auch vorgesehen, dass bei einem Wechsel von einem Waschbetrieb
in einen Schleuderbetrieb des Hausgeräts die Steuereinrichtung die mittlere Stromstärke
des Ankerstromes erhöht und die mittlere Stromstärke des Feldstromes reduziert. Im
Unterschied zum Stand der Technik ist also für die Reduktion des Erregerfeldes kein
Eingriff in die Feldwicklung erforderlich, und der Universalmotor kann trotzdem bei
sehr hohen Schleuderdrehzahlen betrieben werden.
[0025] Die Steuereinrichtung kann - unter entsprechender Ansteuerung der Schaltmittel -
die Ankerwicklung zumindest zeitweise gegen ein Bezugspotential kurzzuschließen, um
den Anker des Universalmotors aktiv abzubremsen. Somit kann die für den Abschluss
eines Betriebsprogramms des Hausgeräts erforderliche Zeitdauer auf ein Minimum reduziert
werden.
[0026] Sind die Schaltmittel für die Ankerwicklung mit einer Spannungsquelle - etwa mit
einem Zwischenkreiskondensator - gekoppelt, so kann die Steuereinrichtung in einem
Generatorbetrieb des Universalmotors eine Rekuperation vornehmen. Und zwar kann die
Steuereinrichtung im Generatorbetrieb die Schaltmittel derart ansteuern, dass eine
in der Ankerwicklung im Generatorbetrieb induzierte Ankerspannung der Spannungsquelle
zugeführt wird. Dann wird eine im Generatorbetrieb von dem Universalmotor gelieferte
elektrische Energie in der Spannungsquelle gespeichert und kann zu einem späteren
Zeitpunkt wieder genutzt werden, nämlich zum erneuten Beschleunigen des Universalmotors.
Somit wird die Energieeffizienz des Hausgeräts gesteigert.
[0027] Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn - insbesondere bei Anwendung
der Pulsweitenmodulation zur Ansteuerung der Schaltmittel für die Ankerwicklung -
die Steuereinrichtung diese Schaltmittel synchron mit einer Kommutatorfrequenz des
Ankers ansteuert. Die Kommutatorfrequenz bezeichnet dabei diejenige Frequenz, mit
welcher eine Bürste (Kohlenbürste) des Bürstensystems von einer Kommutatorlamelle
zu einer nächsten Kommutatorlamelle überspringt. Diese Kommutatorfrequenz ist somit
einerseits von der Anzahl der Kommutatorlamellen und andererseits von der momentanen
Drehzahl des Ankers abhängig. Die momentane Drehzahl kann zum Beispiel mithilfe einer
Tachoeinrichtung gemessen werden. Durch die Ansteuerung der Schaltmittel zeitsynchron
mit der Kommutatorfrequenz kann erreicht werden, dass die Ankerspannung nur dann mittels
der Schaltmittel direkt an die Ankerwicklung angelegt wird, wenn die Bürste in Kontakt
mit einer Kommutatorlamelle steht. Bei einem Lamellenwechsel kann die Ankerspannung
von der Ankerwicklung wieder entnommen werden. Eine solche Synchronisation lässt sich
insbesondere bei der Pulsweitenmodulation der Ankerspannung ohne viel Aufwand erreichen.
Es wird durch diese Ausführungsform die Funkenbildung zwischen dem Bürstensystem und
den Kommutatorlamellen - ein so genanntes Bürstenfeuer - vermieden. Es erhöht sich
somit die Lebensdauer und die Standzeit des Bürstensystems und damit des gesamten
Universalmotors und des Hausgeräts.
[0028] In einer Ausführungsform kann die Steuereinrichtung den über die Ankerwicklung fließenden
Ankerstrom erfassen. Abhängig von der Stromstärke des Ankerstromes kann die Steuereinrichtung
die Ankerspannung beziehungsweise den Ankerstrom und/oder die Feldspannung beziehungsweise
den Feldstrom steuern. Zum Beispiel kann die Steuereinrichtung die Stromstärke des
Ankerstromes auf einen konstanten oder einen drehzahlabhängigen Wert regeln. Die Überwachung
des Ankerstromes ermöglicht einerseits eine geringere Erwärmung des Bürstensystems
- die Stromstärke des Ankerstromes kann nämlich entsprechend gering eingestellt werden
- und damit eine Erhöhung der Lebensdauer des Universalmotors; andererseits kann anhand
der Messwerte des Ankerstromes ein Wegfall des Feldstromes erkannt werden, und entsprechende
Sicherheitsmaßnahmen können getroffen werden. Beim Wegfall des Feldstromes besteht
nämlich die Gefahr eines "Durchgehens" des Universalmotors, das heißt die Drehzahl
und die Stromstärke des Ankerstromes steigen stark an. Ein solches "Durchgehen" des
Universalmotors kann nun durch die Steuereinrichtung anhand der Stromstärke des Ankerstromes
erkannt werden, und die Steuereinrichtung kann die Ankerwicklung von einer Spannungsquelle
trennen. Durch die Erfassung des Ankerstromes können darüber hinaus Riemenrissen erkannt
werden. Bei einem eventuellen Riemenriss steigt nämlich die Motordrehzahl an, während
die Stromstärke des Ankerstromes sinkt. Die Steuereinrichtung kann einen solchen Fehlzustand
erkennen und beispielsweise ein Informationssignal an eine Bedienperson des Hausgeräts
ausgeben.
[0029] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Universalmotors wird eine
Wäschetrommel in einem Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken durch selbigen Universalmotor
angetrieben. Es wird ein Erregerfeld durch Erregermittel eines Stators des Universalmotors
erzeugt, und ein Stromfluss durch eine Ankerwicklung eines Ankers des Universalmotors
wird mithilfe einer Steuereinrichtung gesteuert. Aufgrund des Stromflusses durch die
Ankerwicklung wird der Anker in dem Erregerfeld bewegt. Der Stromfluss durch die Ankerwicklung
wird unabhängig von dem Erregerfeld gesteuert. Die mit Bezug auf das erfindungsgemäße
Hausgerät vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend
für das erfindungsgemäße Hausgerät.
[0030] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Alle vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar.
[0031] Die Erfindung wird nun anhand einzelner bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert,
wie auch unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung ein Ersatzschaltbild eines bürstenlbehafteten Gleichstrommotors
zum Antreiben einer Wäschetrommel eines Hausgeräts gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung, wobei Schaltmittel für eine Ankerwicklung sowie Schaltmittel für eine Feldwicklung
des Gleichstrommotors bereitgestellt sind;
- Fig. 2
- einen Verlauf der Stromstärke eines Ankerstroms sowie einen Verlauf einer Ankerleistung
bei einer konstanten Schleuderdrehzahl jeweils in Abhängigkeit von der Stromstärke
eines Feldstromes (Erregerstromes); und
- Fig. 3
- in schematischer Darstellung eine Antriebsvorrichtung zum Antreiben einer Wäschetrommel
eines Hausgeräts gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
[0032] In den Figuren werden gleiche sowie funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0033] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung in ihrem oberen Teil ein Ersatzschaltbild
eines Universalmotors 1 beziehungsweise eines fremderregten bürstenbafteten Gleichstrommotors,
welcher im Ausführungsbeispiel in eine Waschmaschine eingebaut ist. Der Universalmotor
1 dient zum Antreiben einer in den Figuren nicht näher dargestellten Wäschetrommel
zur Aufnahme von Wäschestücken. Der Universalmotor 1 umfasst einen Stator, an welchem
ein Anker (auch unter Bezeichnung "Rotor" bekannt) drehbar gelagert ist. Der Anker
umfasst eine Ankerwicklung 2, welche in dem Ersatzschaltbild gemäß Fig. 1 auf der
linken Seite dargestellt ist. Die Ankerwicklung 2 wird über einen Kommutator sowie
ein Bürstensystem bestromt.
[0034] Betrachtet man nun die Ankerwicklung 2 von zwei Anschlussklemmen 3, 4 aus, so sieht
man einen Ohmschen Widerstand R
a, eine Induktivität L
a sowie eine Spannungsquelle 5, die eine in der Ankerwicklung 2 induzierte Spannung
U
i darstellt. Zwischen den Anschlussklemmen 3, 4 liegt eine Ankerspannung U
a an. Durch die Ankerwicklung 2 fließt ein Ankerstrom I
a.
[0035] Der Stator umfasst Erregermittel, die im Ausführungsbeispiel eine Feldwicklung 6
umfassen, deren Ersatzschaltbild in Fig. 1 auf der rechten Seite dargestellt ist.
Die Erregermittel können auch Permanentmagnete umfassen. Die Feldwicklung 6 erzeugt
im Betrieb des Universalmotors 1 ein Erregerfeld 7, in welchem der Anker bezüglich
des Stators gedreht wird.
[0036] Betrachtet man die Feldwicklung 6 von zwei Anschlussklemmen 8, 9 aus, so sieht man
einen Ohmschen Widerstand R
f sowie eine in Reihe dazu geschaltete Induktivität L
f. Zwischen den Anschlussklemmen 8, 9 liegt eine Feldspannung U
f (Erregerspannung) an. Durch die Feldwicklung 6 fließt ein Feldstrom I
f (Erregerstrom).
[0037] Sowohl für die Ankerwicklung 2 als auch für die Feldwicklung 6 sind Schaltmittel
10, 11 bereitgestellt, über welche die Ankerwicklung 2 respektive die Feldwicklung
6 bestromt werden. Und zwar umfassen die Schaltmittel 10, 11 jeweils einen aktiven
Brückengleichrichter mit jeweils vier Thyristoren 12. Die Brückengleichrichter sind
also Vollweggleichrichter. Die Thyristoren 12 der Schaltmittel 10 für die Ankerwicklung
2 werden durch eine Steuereinrichtung 13a - zum Beispiel einen Mikrokontroller - angesteuert,
und die Thyristoren 12 der Schaltmittel 11 für die Feldwicklung 6 werden ebenfalls
durch eine Steuereinrichtung 13b angesteuert, die ein Mikrokontroller sein kann. Die
Steuereinrichtungen 13a, 13b sind lediglich schematisch dargestellt, es kann auch
eine gemeinsame Steuereinrichtung 13 für die Schaltmittel 10, 11 bereitgestellt werden.
[0038] Es ist ein Relaissystem 14 zwischen den Schaltmitteln 10 und den Anschlussklemmen
3, 4 der Ankerwicklung 2 vorgesehen. Mittels des Relaissystems 14, welches durch die
Steuereinrichtung 13a angesteuert werden kann, kann die Ankerspannung U
a umgepolt werden, und die Drehrichtung des Ankers kann verändert werden.
[0039] Die beiden Brückengleichrichter greifen eine Versorgungswechselspannung U
v eines Versorgungsnetzes ab, die zwischen zwei Eingangsanschlüssen 15, 16 anliegt.
[0040] In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel werden also zwei separate aktive
Brückengleichrichter eingesetzt, um die Ankerwicklung 2 sowie die Feldwicklung 6 unabhängig
voneinander bestromen zu können. Zwischen den Anschlussklemmen 3, 4 sowie 8, 9, das
heißt an der Ankerwicklung 2 sowie der Feldwicklung 6, liegt somit jeweils eine gleichgerichtete
und somit positive Spannung an. Die Steuereinrichtungen 13a, 13b können bei der Ansteuerung
der Thyristoren 12 und somit bei der Steuerung der jeweiligen Amplituden der Ankerspannung
U
a und der Feldspannung U
f die Phasenabschnittsteuerung oder Phasenanschnittsteuerung anwenden. Somit können
die Steuereinrichtungen 13a, 13b die an die Ankerwicklung 2 sowie die Feldwicklung
6 abgegebenen Leistungen separat steuern bzw. die jeweiligen mittleren Stromstärken
des Ankerstromes I
a und des Feldstroms I
f separat einstellen.
[0041] Fig. 2 zeigt einen prinzipiellen Verlauf 17 (gestrichelte Linie) des Ankerstromes
I
a sowie einen Verlauf 18 (durchgezogene Linie) einer Ankerleistung P
a jeweils in Abhängigkeit von der Stromstärke des Feldstromes I
f. Die Verläufe 17, 18 sind für eine konstante Schleuderdrehzahl der Waschmaschine
dargestellt. Wie aus dem Graphen gemäß Fig. 2 zu erkennen ist, sinkt die Stromstärke
des Ankerstromes I
a mit steigender Stromstärke des Feldstromes I
f. Der Verlauf 18 der Ankerleistung P
a hat dagegen ein Minimum 19, welches drehzahl- und beladungsabhängig ist. Die aufgenommene
Ankerleistung P
a lässt sich somit auf ein Minimum reduzieren, wie auch der Gesamtenergieverbrauch
der Waschmaschine. Der Universalmotor 1 kann nämlich in einem solchen Arbeitspunkt
betrieben werden, bei welchem das Minimum 19 der Ankerleistung P
a gegeben ist. Mit anderen Worten kann die Stromstärke des Feldstromes I
f derart eingestellt werden, dass das Minimum 19 der Ankerleistung P
a erreicht wird. In diesem Arbeitspunkt ist auch die Stromstärke des Ankerstroms I
a relativ gering, so dass das Bürstensystem des Universalmotors 1 geschont wird.
[0042] In Fig. 3 ist ein weiteres Beispiel für die Ansteuerung des Universalmotors 1 bzw.
für das Bestromen der Ankerwicklung 2 und der Feldwicklung 6 dargestellt. Auf der
rechten Seite ist in Fig. 3 der Universalmotor 1 mit der Feldwicklung 6 und der Ankerwicklung
2 schematisch dargestellt. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 wird aus der Versorgungswechselspannung
U
v (in Fig. 3 nicht dargestellt) des elektrischen Versorgungsnetzes eine Zwischenkreisgleichspannung
U
z erzeugt, nämlich zum Beispiel mithilfe eines Gleichrichters. Die Zwischenkreisgleichspannung
U
z liegt zwischen zwei Zwischenkreisanschlüssen 20, 21 an. An dem Zwischenkreisanschluss
21 ist ein Bezugspotential B bereitgestellt. Zwischen den Zwischenkreisanschlüssen
20, 21 ist ein Zwischenkreiskondensator 22 geschaltet, an welchem die Zwischenkreisgleichspannung
U
z anliegt.
[0043] Optional kann zwischen den Zwischenkreisanschlüssen 20, 21 auch ein Spannungshochsetzsteller
23 geschaltet sein, durch welchen die Amplitude der Zwischenkreisgleichspannung U
z beliebig eingestellt werden kann. Auf diesem Wege kann die Waschmaschine dann an
unterschiedlichen Versorgungsnetzen betrieben werden. Anstatt des Spannungshochsetzstellers
23 oder zusätzlich dazu kann auch ein Spannungsverdoppler eingesetzt werden, welcher
einen zu dem Zwischenkreiskondensator 22 bedarfsabhängig in Reihe zuschaltbaren Kondensator
aufweisen kann.
[0044] Wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1, werden die Ankerwicklung 2 und die Feldwicklung
6 auch im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 mithilfe von Schaltmitteln 10, 11 bestromt.
Die Ankerwicklung 2 ist einerseits mit dem Zwischenkreisanschluss 20 und andererseits
mit dem Kollektoranschluss 24 eines Bipolartransistors 25 verbunden. Der Emitter-Anschluss
26 des Bipolartransistors 25 ist über einen Stromerfassungswiderstand 27 (Shunt) mit
dem Bezugspotential B gekoppelt. Der Basis-Anschluss 28 des Bipolartransistors 25
ist mit einer Steuereinrichtung 13 (zum Beispiel einem Mikrokontroller) verbunden.
Die Steuereinrichtung 13 kann also den Bipolartransistor 25 ansteuern und somit den
Stromfluss durch die Ankerwicklung 2 steuern, nämlich beispielsweise unter Anwendung
der Pulsweitenmodulation.
[0045] Die Feldwicklung 6 wird ebenfalls durch einen Bipolartransistor 29 bestromt. Im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 wird die Feldwicklung 6 auch über das Relaissystem 14 bestromt, mittels
welchem die Drehrichtung des Universalmotors 1 verändert werden kann. In dem in Fig.
3 dargestellten Zustand des Relaissystems 14 ist die Feldwicklung 6 einerseits mit
dem Zwischenkreisanschluss 20 und andererseits mit dem Kollektor-Anschluss 30 des
Bipolartransistors 29 verbunden. Der Emitter-Anschluss 31 des Bipolartransistors 29
ist über einen Stromerfassungswiderstand 32 mit dem Bezugspotential B gekoppelt. Der
Basis-Anschluss 33 des Bipolartransistors 29 ist mit der Steuereinrichtung 13 verbunden.
Also kann die Steuereinrichtung 13 den Stromfluss durch den Bipolartransistor 29 und
somit durch die Feldwicklung 6 steuern.
[0046] Die Steuereinrichtung 13 kann auch den Ankerstrom I
a sowie den Feldstrom I
f erfassen, nämlich über Leitungen 34, 35.
[0047] Also kann die Steuereinrichtung 13 im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 - wie auch
im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 - den Stromfluss durch die Ankerwicklung 2 sowie
den Stromfluss durch die Feldwicklung 6 unabhängig voneinander steuern. Im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 erfolgt die Phasenabschnittsteuerung oder Phasenanschnittsteuerung. Im
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 erfolgt die Steuerung der Stromflüsse unter Anwendung
der Pulsweitenmodulation, dies sowohl für den Bipolartransistor 25, als auch für den
Bipolartransistor 29. Die Steuereinrichtung 13 kann somit sowohl im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 als auch in dem gemäß Fig. 3 die mittleren Amplituden der Ankerspannung
U
a sowie der Feldspannung U
f, wie auch die mittleren Stromstärken des Ankerstromes I
a und des Feldstromes I
f steuern.
[0048] In einem Waschbetrieb der Waschmaschine, in welchem der Universalmotor 1 bei geringeren
Drehzahlen betrieben wird, stellt die Steuereinrichtung 13 eine geringe Ankerspannung
U
a und eine hohe Feldspannung U
f ein. In einem Schleuderbetrieb der Waschmaschine, in welchem der Universalmotor 1
bei hohen Drehzahlen betrieben wird, stellt die Steuereinrichtung 13 hingegen eine
hohe Ankerspannung U
a und eine niedrige Feldspannung U
n ein.
[0049] In Fig. 3 ist zusätzlich eine Tachoeinrichtung 36 dargestellt, die die Drehzahl des
Universalmotors 1 erfassen kann. Die Tachoeinrichtung 36 übermittelt Signale mit Informationen
über die jeweils augenblickliche Drehzahl des Universalmotors 1 an die Steuereinrichtung
13. Die Steuereinrichtung 13 kann somit die Drehzahl des Universalmotors 1 steuern
oder regeln.
[0050] Die Steuereinrichtung 13 kann abhängig von der gemessenen Stromstärke des Ankerstromes
I
a selbige Stromstärke und/oder die Stromstärke des Feldstroms I
f steuern. Es ist auch eine Regelung der Stromstärke des Ankerstromes I
a sinnvoll möglich. Somit kann eine zu hohe Stromaufnahme vermieden werden, so dass
insgesamt die Leistungsaufnahme der Waschmaschine auf ein Minimum reduziert werden
kann. Es kann somit auch eine Belastung des Bürstensystems vermieden werden, und die
Lebensdauer und die Standzeit des Universalmotors 1 kann erhöht werden. Die Regelung
der Stromstärke des Ankerstromes I
a kann zum Beispiel so erfolgen, dass das Minimum 19 der Ankerleistung P
a gemäß Fig. 3 erreicht wird.
[0051] Insgesamt wird also ein Hausgerät geschaffen, bei welchem ein im Vergleich zum Stand
der Technik verbesserter Universalmotor 1 zum Antreiben der Wäschetrommel eingesetzt
wird. Anstatt eines Universalmotors der Reihenschluss-Bauweise wird ein Universalmotor
1 verwendet, dessen Ankerwicklung 2 unabhängig von der Feldwicklung 6 bestromt werden
kann. Es entfällt somit die "Feldanzapfung", wie sie im Stand der Technik bei hohen
Drehzahlen des Universalmotors vorgenommen wird. Durch separate Steuerung des Stromflusses
durch die Ankerwicklung 2 und die Feldwicklung 6 kann insgesamt ein größerer Drehzahlstellbereich
des Universalmotors 1 erzielt werden.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- bürstenbehafteter Gleichstrommotor
- 2
- Ankerwicklung
- 3, 4
- Anschlussklemmen
- 5
- Spannungsquelle
- 6
- Feldwicklung
- 7
- Erregerfeld
- 8, 9
- Anschlussklemmen
- 10, 11
- Brückengleichrichter
- 12
- Thyristoren
- 13, 13a, 13b
- Steuereinrichtung
- 14
- Relaissystem
- 15, 16
- Eingangsanschlüsse
- 17, 18
- Verläufe
- 19
- Minimum
- 20,21
- Zwischenkreisanschlüsse
- 22
- Zwischenkreiskondensator
- 23
- Spannungshochsetzsteller
- 24
- Kollektor-Anschluss
- 25
- Bipolartransistor
- 26
- Emitter-Anschluss
- 27
- Stromerfassungswiderstand
- 28
- Basis-Anschluss
- 29
- Bipolartransistor
- 30
- Kollektor-Anschluss
- 31
- Emitter-Anschluss
- 32
- Stromerfassungswiderstand
- 33
- Basis-Anschluss
- 34, 35
- Leitungen
- 36
- Tachoeinrichtung
- Ia
- Ankerstrom
- If
- Feldstrom
- Ua
- Ankerspannung
- Uf
- Feldspannung
- Ra
- Ohmscher Widerstand der Ankerwicklung 2
- LA
- Induktivität der Ankerwicklung 2
- Ui
- induzierte Spannung
- Rf
- Ohmscher Widerstand der Feldwicklung 6
- Lf
- Induktivität der Feldwicklung 6
- Uv
- Versorgungswechselspannung
- Uz
- Zwischenkreisgleichspannung
- PA
- Ankerleistung
1. Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken, mit:
- einer Wäschetrommel zum Aufnehmen der Wäschestücke,
- einem bürstenbehafteten Gleichstrommotor (1) zum Antreiben der Wäschetrommel, welcher
einen Stator mit Erregermitteln (6) zum Erzeugen eines Erregerfeldes (7) und einen
Anker mit einer Ankerwicklung (2) aufweist,
- Schaltmitteln (10), mittels welchen ein Stromfluss (Ia) durch die Ankerwicklung (2) steuerbar ist, wobei aufgrund des Stromflusses (Ia) durch die Ankerwicklung (2) der Anker in dem Erregerfeld (7) bewegbar ist, und
- einer Steuereinrichtung (13, 13a, 13b) zum Ansteuern der Schaltmittel (10),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ankerwicklung (2) von den Erregermitteln (6) elektrisch getrennt ist und hierdurch
der Stromfluss (I
a) durch die Ankerwicklung (2) unabhängig von dem Erregerfeld (7) steuerbar ist.
2. Hausgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregermittel (6) Permanentmagnete zum Erzeugen des Erregerfeldes (7) aufweisen.
3. Hausgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregermittel (6) eine Feldwicklung (6) zum Erzeugen des Erregerfeldes (7) aufweisen.
4. Hausgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch weitere Schaltmittel (11) zum Steuern eines Stromflusses (If) durch die Feldwicklung (6), wobei die Steuereinrichtung (13, 13a, 13b) dazu ausgelegt ist,
die weiteren Schaltmittel (11) unabhängig von den Schaltmitteln (10) für die Ankerwicklung
(2) anzusteuern.
5. Hausgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13, 13a, 13b) dazu ausgelegt ist, bei einem Wechsel von einem
Waschbetrieb in einen Schleuderbetrieb des Hausgeräts die mittlere Stromstärke eines
durch die Ankerwicklung (2) fließenden Ankerstromes (Ia) zu erhöhen und die mittlere Stromstärke eines durch die Feldwicklung (6) fließenden
Feldstromes (If) zu reduzieren.
6. Hausgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13, 13a, 13b) dazu ausgelegt ist, in einem Schleuderbetrieb
des Hausgeräts die mittlere Stromstärke eines durch die Ankerwicklung (2) fließenden
Ankerstromes (Ia) höher als die mittlere Stromstärke eines durch die Feldwicklung (6) fließenden Feldstromes
(If) einzustellen.
7. Hausgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13, 13a, 13b) dazu ausgelegt ist, in einem Waschbetrieb des
Hausgeräts die mittlere Stromstärke eines durch die Ankerwicklung (2) fließenden Ankerstromes
(Ia) geringer als die mittlere Stromstärke eines durch die Feldwicklung (6) fließenden
Feldstromes (If) einzustellen.
8. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13, 13a, 13b) dazu ausgelegt ist, zum aktiven Abbremsen des
Ankers die Ankerwicklung (2) zumindest zeitweise gegen ein Bezugspotential (B) kurzzuschließen.
9. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel (10) für die Ankerwicklung (2) mit einer Spannungsquelle (22) gekoppelt
sind und die Steuereinrichtung (13, 13a, 13b) dazu ausgelegt ist, in einem Generatorbetrieb
des Gleichstrommotors (1) die Schaltmittel (10) derart anzusteuern, dass eine in der
Ankerwicklung (2) im Generatorbetrieb induzierte Ankerspannung (Ua) der Spannungsquelle (22) zuführbar ist.
10. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13, 13a, 13b) dazu ausgelegt ist, die Schaltmittel (10) für
die Ankerwicklung (2) synchron mit einer Kommutatorfrequenz anzusteuern.
11. Hausgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (13, 13a, 13b) dazu ausgebildet ist, den über die Ankerwicklung
(2) fließenden Ankerstrom (Ia) zu erfassen.
12. Verfahren zum Betreiben eines bürstenbehafteten Gleichstrommotors (1), durch welchen
eine Wäschetrommel in einem Hausgerät zur Pflege von Wäschestücken angetrieben wird,
mit den Schritten:
- Erzeugen eines Erregerfeldes (7) durch Erregermittel (6) eines Stators des Gleichstrommotors
(1), und
- Steuern eines Stromflusses (Ia) durch eine Ankerwicklung (2) eines Ankers des Gleichstrommotors (1) mithilfe einer
Steuereinrichtung (13, 13a, 13b), wobei aufgrund des Stromflusses (Ia) durch die Ankerwicklung (2) der Anker in dem Erregerfeld (7) bewegt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Stromfluss (I
a) durch die Ankerwicklung (2) unabhängig von dem Erregerfeld (7) gesteuert wird.
1. Domestic appliance for the treatment of articles of laundry, comprising:
- a laundry drum for receiving the articles of laundry,
- a brush-equipped direct current motor (1) for driving the laundry drum, which motor
comprises a stator with excitation means (6) for generating an energising field (7)
and an armature with an armature winding (2),
- switching means (10), by means of which a current flow (Ia) through the armature winding (2) is controllable, wherein the armature is movable
in the energising field (7) as a consequence of the current flow (Ia) through the armature winding (2), and
- a control device (13, 13a, 13b) for activating the switching means (10), characterised in that the armature winding (2) is electrically separated from the excitation means (6)
and the current flow (Ia) through the armature winding (2) is thereby controllable independently of the energising
field (7).
2. Domestic appliance according to claim 1, characterised in that the excitation means (6) comprise permanent magnets for generating the energising
field (7).
3. Domestic appliance according to claim 1 or 2, characterised in that the excitation means (6) comprises a field winding (6) for generating the energising
field (7).
4. Domestic appliance according to claim 3, characterised by a further switching means (11) for controlling a current flow (If) through the field winding (6), wherein the control device (13, 13a, 13b) is designed
for the purpose of activating the further switching means (11) independently of the
switching means (10) for the armature winding (2).
5. Domestic appliance according to claim 2 or 3, characterised in that the control device (13, 13a, 13b) is designed to increase the mean amperage of an
armature current (Ia) flowing through the armature winding (2) and to reduce the mean amperage of a field
current (If) flowing through the field winding (6) when the domestic appliance changes from washing
operation to spinning operation.
6. Domestic appliance according to any one of claims 3 to 5, characterised in that the control device (13, 13a, 13b) is designed for the purpose of setting, in spinning
operation of the domestic appliance, the mean amperage of an armature current (Ia) flowing through the armature winding (2) to be higher than the mean current intensity
of a field current (If) flowing through the field winding (6).
7. Domestic appliance according to any one of claims 3 to 6, characterised in that the control device (13, 13a, 13b) is designed for the purpose of setting, in washing
operation of the domestic appliance, the mean amperage of an armature current (Ia) flowing through the armature winding (2) to be lower than the mean amperage of a
field current (If) flowing through the field winding (6).
8. Domestic appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that the control device (13, 13a, 13b) is designed for the purpose of short-circuiting
the armature winding (2) at least temporarily relative to a reference potential (B)
for active braking of the armature.
9. Domestic appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that the switching means (10) for the armature winding (2) are coupled with a voltage
source (22) and the control device (13, 13a, 13b) is designed for the purpose of so
activating a switching means (10) in generator operation of the direct current motor
(1) that an armature voltage (Ua) induced in the armature winding (2) in generator operation can be supplied to the
voltage source (22).
10. Domestic appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that the control device (13, 13a, 13b) is designed for the purpose of activating the switching
means (10) for the armature winding (2) synchronously with a commutator frequency.
11. Domestic appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that the control device (13, 13a, 13b) is constructed for the purpose of detecting the
armature current (Ia) flowing across the armature winding (2).
12. Method of operating a brush-equipped direct current motor (1), by which a laundry
drum in a domestic appliance for the treatment of articles of laundry is driven, comprising
the steps of:
- generating an energising field (7) by excitation means (6) of a stator of the direct
current motor (1) and
- controlling a current flow (Ia) through an armature winding (2) of an armature of the direct current motor (1) with
the help of a control device (13, 13a, 13b), wherein the armature is moved in the
energising field (7) by way of the current flow (Ia) through the armature winding (2),
characterised in that the current flow (I
a) through the armature winding (2) is controlled independently of the energising field
(7).
1. Appareil ménager pour l'entretien de pièces de linge, comprenant :
- un tambour de lavage permettant de recevoir les pièces de linge,
- un moteur à courant continu à balais (1) permettant un entraînement du tambour de
lavage, qui présente un stator avec des moyens d'excitation (6) permettant une production
d'un champ d'excitation (7) et un induit comprenant un enroulement d'induit (2),
- des moyens de commutation (10), grâce auxquels un flux de courant (Ia) à travers l'enroulement d'induit (2) peut être commandé, l'induit pouvant être déplacé
dans le champ d'excitation (7) du fait du flux de courant (Ia) à travers l'enroulement d'induit (2), et
- un appareil de commande (13, 13a, 13b) permettant de commander le moyen de commutation
(10),
caractérisé en ce que
l'enroulement d'induit (2) est séparé électriquement des moyens d'excitation (6) et
le flux de courant (I
a) à travers l'enroulement d'induit (2) peut de cette manière être commandé indépendamment
du champ d'excitation (7).
2. Appareil ménager selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens d'excitation (6) présentent des aimants permanents permettant une production
du champ d'excitation (7).
3. Appareil ménager selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens d'excitation (6) présentent un enroulement de champ (6) permettant une
production du champ d'excitation (7).
4. Appareil ménager selon la revendication 3, caractérisé par d'autres moyens de commutation (11) permettant une commande d'un flux de courant
(If) à travers l'enroulement de champ (6), l'appareil de commande (13, 13a, 13b) étant
conçu pour commander les autres moyens de commutation (11) indépendamment des moyens
de commutation (10) dédiés à l'enroulement d'induit (2).
5. Appareil ménager selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'appareil de commande (13, 13a, 13b) est conçu pour augmenter l'ampérage moyen d'un
courant d'induit (Ia) circulant à travers l'enroulement d'induit (2) lors d'un passage d'un fonctionnement
de lavage à un fonctionnement d'essorage de l'appareil ménager et pour réduire l'ampérage
moyen d'un courant de champ (If) circulant à travers l'enroulement de champ (6).
6. Appareil ménager selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que l'appareil de commande (13, 13a, 13b) est conçu pour, lors d'un fonctionnement d'essorage
de l'appareil ménager, ajuster l'ampérage moyen d'un courant d'induit (Ia) circulant à travers l'enroulement d'induit (2) au-dessus de l'ampérage moyen d'un
courant de champ (If) circulant à travers l'enroulement de champ (6).
7. Appareil ménager selon l'une quelconque des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que l'appareil de commande (13, 13a, 13b) est conçu pour, lors d'un fonctionnement de
lavage de l'appareil ménager, ajuster l'ampérage moyen d'un courant d'induit (Ia) circulant à travers l'enroulement d'induit (2) en dessous de l'ampérage moyen d'un
courant de champ (If) circulant à travers l'enroulement de champ (6).
8. Appareil ménager selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil de commande (13, 13a, 13b) est conçu pour court-circuiter l'enroulement
d'induit (2) au moins temporairement par rapport à un potentiel de référence (B) en
vue d'un freinage actif de l'induit.
9. Appareil ménager selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de commutation (10) dédiés à l'enroulement d'induit (2) sont couplés avec
une source de tension (22) et l'appareil de commande (13, 13a, 13b) est conçu pour
commander les moyens de commutation (10) lors d'un fonctionnement en génératrice du
moteur à courant continu (1) de sorte qu'une tension d'induit (Ua) induite dans l'enroulement d'induit (2) lors d'un fonctionnement en génératrice
peut être alimentée vers la source de tension (22).
10. Appareil ménager selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil de commande (13, 13a, 13b) est conçu pour commander les moyens de commutation
(10) dédiés à l'enroulement d'induit (2) de manière synchrone avec une fréquence de
collecteur.
11. Appareil ménager selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil de commande (13, 13a, 13b) est réalisé de manière à capter le courant
d'induit (Ia) circulant dans l'enroulement d'induit (2).
12. Procédé d'exploitation d'un moteur à courant continu à balais (1), grâce auquel un
tambour de lavage est entraîné dans un appareil ménager pour l'entretien de pièces
de linge, comprenant les étapes consistant à :
- produire un champ d'excitation (7) à travers un moyen d'excitation (6) d'un stator
du moteur à courant continu (1), et
- commander un flux de courant (Ia) grâce à un enroulement d'induit (2) d'un induit du moteur à courant continu (1)
à l'aide d'un appareil de commande (13, 13a, 13b), l'induit étant déplacé dans le
champ d'excitation (7) du fait du flux de courant (Ia) à travers l'enroulement d'induit (2),
caractérisé en ce que
le flux de courant (I
a) à travers l'enroulement d'induit (2) est commandé indépendamment du champ d'excitation
(7).