[0001] Die Erfindung betrifft eine Pfosten-Riegel-Konstruktion und einen Glasträger für
eine Pfosten-Riegel-Konstruktion.
[0002] Pfosten-Riegel-Konstruktionen werden in Fensterrahmen, Türrahmen und Fassaden verwendet.
Bei den Pfosten und Riegeln handelt es sich im Allgemeinen um getrennt ausgebildete
Bauteile. Üblicherweise ist ein horizontal zwischen zwei Pfosten angeordneter Riegel
mit den Pfosten verbunden. Zum Befestigen des Riegels an den Pfosten sind verschiedene
Verbindungstechniken bekannt.
[0003] In der Druckschrift
DE 103 46 273 A1 wird eine Pfosten-Riegel-Verbindung offenbart, bei der ein stiftförmiger Verbindungskörper
zum Herstellen einer Verbindung zwischen einem Pfosten und einem Riegel in dem Riegel
gesichert ist. Vorteilhaft bei dieser Pfosten-Riegel-Verbindung ist, dass der Riegel
auf einfache Weise, d.h., ohne wesentliche Bearbeitung des Pfostens, an dem Pfosten
befestigt werden kann.
[0004] Zur Lagerung einer Verglasung an einer Pfosten-Riegel-Konstruktion ist es bekannt,
an dem Riegel einen Glasträger zu befestigen, der die Verglasung trägt Bei modernen
Fassaden und Fenstern werden zur verbesserten Isolierung Mehrfachfachverglasungen
verwendet. Des Weiteren besteht bei modernen Fassaden und Fenstern der Wunsch nach
großflächigen Verglasungen mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich Wärmeschutz,
Schallschutz, Einbruchschutz und Sicherheit bzw. einer Kombination der vorstehend
genannten Gebrauchsanforderungen. Solche Verglasungen weisen jedoch ein hohes Gewicht
auf, wodurch hohe Gewichtskräfte auf den Glasträger bzw. den Riegel und die Pfosten-Riegel-Verbindungen
wirken. Folglich besteht die Gefahr, dass sich der Riegel hinsichtlich der Pfosten
absenkt bzw. hinsichtlich einer entlang seiner Erstreckungsrichtung verlaufenden Achse
verdreht.
[0005] Aus der Druckschrift
DE 299 16 453 U1 ist eine Pfosten-Riegel-Fassade bekannt, bei der zum Verbinden eines Pfostens mit
einem Riegel eine Tasche in den Pfosten gefräst wurde, in welche der Riegel eingesetzt
ist. In nach Außen gerichteten Flächen weisen der Pfosten und der Riegel jeweilige
Nuten auf, in die ein Stützkörper zum Lagern einer Glasscheibe eingesetzt ist. Nachteilig
bei dieser Pfosten-Riegel-Fassade ist jedoch, dass die Taschen und Nuten in den Pfosten
bzw. den Riegel gefräst werden müssen, was zu einer aufwendigen Montage der Pfosten-Riegel-Fassade
führt.
[0006] Die Erfindung ist darauf gerichtet, eine fachgerechte Verbindung zwischen einem Pfosten
und einem Riegel einer Pfosten-Riegel-Konstruktion zu verstärken bzw. die Pfosten-Riegel-Verbindung
zu entlasten, und einen Glasträger für eine derartige Pfosten-Riegel-Konstruktion
bereitzustellen, die auf einfache Weise montiert werden können.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Pfosten-Riegel-Konstruktion bereitgestellt, aufweisend
einen Pfosten, einen Riegel, der mit einer ersten Seitenfläche eines Pfostens verbunden
ist, ein erstes Basisprofil, das an mindestens einer Seite ein Profil aufweist, an
einer zweiten Seitenfläche des Pfostens, die an die erste Seitenfläche des Pfostens
angrenzt, an dem Pfosten angebracht ist und sich in die Erstreckungsrichtung des Pfostens
erstreckt, und einen Glasträger, der ein zu dem Profil des ersten Basisprofils komplementäres
Profil zum Herstellen einer Verbindung mit dem ersten Basisprofil aufweist, wobei
sich der Glasträger an dem Riegel von dem ersten Basisprofil in die Erstreckungsrichtung
des Riegels erstreckt und der Glasträger dazu eingerichtet ist, mindestens eine Glasscheibe
zu lagern.
[0008] Der Pfosten und der Riegel können aus jedem beliebigem Material, wie beispielsweise
Stahl, Aluminium oder Holz, insbesondere Massivholz, bestehen. Bevorzugt sind die
Seiten des Pfostens und/oder des Riegels eben ausgebildet. Der Pfosten ist vorzugsweise
in einer senkrechten Ausrichtung fixiert, wobei sich der Riegel in der Horizontalen
erstreckt und rechtwinklig mit dem Pfosten verbunden ist.
[0009] Eine Endfläche des Riegels kann mit Hilfe einer Pfosten-Riegel-Verbindung an der
ersten Seitenfläche des Pfostens angebracht sein. Vorzugsweise wird eine einfach herzustellende
Pfosten-Riegel-Verbindung, wie beispielsweise in der Druckschrift
DE 103 46 273 A1 offenbart, verwendet, bei der keine großflächigen Ausnehmungen in dem Pfosten vorgesehen
werden müssen.
[0010] Bei dem ersten Basisprofil kann es sich um ein Metallprofil, Aluminiumprofil und
dergleichen handeln, Das Profil des ersten Basisprofils ist vorzugsweise von dem Pfosten
abgewandt. Weiter bevorzugt ist die dem Pfosten zugewandte Seite des ersten Basisprofils
eben ausgebildet. Das erste Basisprofil kann auf einfache Weise, beispielsweise mit
Hilfe von Schrauben, an der ersten Seitenfläche des Pfostens angebracht sein. Dadurch
wird bei einer stabilen Befestigung eine aufwendige Bearbeitung des Pfostens vermieden.
Bei der mindestens einen Glasscheibe kann es sich um jede Art von Verglasung, wie
beispielsweise um eine Mehrfachverglasung, handeln.
[0011] Mit Hilfe des zu dem Profil des ersten Basisprofils komplementären Profils des Glasträgers
kann der Glasträger auf einfache Weise formschlüssig mit dem ersten Basisprofil verbunden
werden. Insbesondere kann der Glasträger form- und/oder kraftschlüssig mit dem Pfosten
und dem Riegel verbunden sein. Des Weiteren werden durch die Erstreckung des Glasträgers
entlang dem Riegel und die Anbringung des Glasträgers über das erste Basisprofil an
dem Pfosten von der mindestens eine Glasscheibe auf den Glasträger wirkende Gewichtskräfte
zumindest teilweise direkt in den Pfosten übertragen. Folglich wird der Riegel, und
somit die Verbindung zwischen dem Pfosten und dem Riegel entlastet, wodurch ein Absenken
und/oder Verdrehen des Riegels hinsichtlich des Pfostens verhindert werden kann. Somit
können auch schwere Glasscheiben sicher gelagert werden. Des Weiteren kann der Riegel
bzw. die Verbindung zwischen dem Pfosten und dem Riegel kleiner dimensioniert werden,
was zu einer Kostenersparnis führt.
[0012] Gemäß einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung weist die Pfosten-Riegel-Konstruktion
ein zweites Basisprofil auf, das an mindestens einer Seite ein Profil aufweist, an
einer Seitenfläche des Riegels angebracht ist und sich in die Erstreckungsrichtung
des Riegels erstreckt, wobei der Glasträger ein zu dem Profil des zweiten Basisprofils
komplementäres Profil zum Herstellen einer Verbindung mit dem zweiten Basisprofil
aufweist. Das zweite Basisprofil kann aus dem gleichen Material wie das erste Basisprofil
bestehen und die gleiche Form aufweisen. Insbesondere kann die Verbindung des ersten
Abschnitts des Glasträgers mit dem ersten Basisprofil auf dem gleichen Verbindungsmechanismus
wie die Verbindung des zweiten Abschnitts mit dem zweiten Basisprofil beruhen. Das
zweite Basisprofil und das erste Basisprofil können auch einteilig bzw. fest miteinander
verbunden ausgebildet sein.
[0013] Des Weiteren kann der Glasträger nur an der dem Pfosten und dem Riegel zugewandten
Seite ein zu dem ersten bzw. dem zweiten Basisprofil komplementäres Profil aufweisen,
so dass es nur eine Möglichkeit gibt, wie der Glasträger auf das erste bzw. zweite
Basisprofil aufgesteckt werden kann. Folglich kann eine falsche Montage, beispielsweise
eine Verdrehung um 180°, ausgeschlossen werden.
[0014] Damit durch die mindestens eine Glasscheibe auf den Glasträger wirkende Gewichtskräfte
direkt, d.h. ohne Umwege, in den Pfosten übertragen werden, kann der Glasträger einen
ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt aufweisen, wobei sich der erste Abschnitt
bei dem Pfosten in die Erstreckungsrichtung des Pfostens erstreckt und sich der zweite
Abschnitt bei dem Riegel in die Erstreckungsrichtung des Riegels erstreckt. Insbesondere
kann der Glasträger im Wesentlichen eine T-Form aufweisen, wobei der erste Abschnitt
parallel zu dem Pfosten und der zweite Abschnitt parallel zu dem Riegel verlaufen.
[0015] Um eine stabile Lagerung der mindestens einen Glasscheibe an dem Glasträger zu ermöglichen
und bei geringem Materialeinsatz Gewichtskräfte der mindestens einen Glasscheibe in
den Pfosten zu übertragen, kann der zweite Abschnitt des Glasträgers länger als der
erste Abschnitt des Glasträgers ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Länge des zweiten
Abschnitts drei- bis sechsmal länger als die Länge des ersten Abschnitts.
[0016] Zur Bereitstellung einer stabilen Pfosten-Riegel-Konstruktion kann der Glasträger
einteilig ausgebildet sein. Durch die einteilige Ausbildung ist der Glasträger einfach
herzustellen bzw. zu montieren, wodurch Herstellungs- und Montagekosten eingespart
werden können.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der zweite Abschnitt
des Glasträgers in einem Mittelbereich des ersten Abschnitts des Glasträgers mit diesem
verbunden und die Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Abschnitt ist verstärkt
bzw. versteift. Insbesondere können biegesteife Ecken an den Verbindungsbereichen
zwischen dem ersten und dem zweiten Abschnitt vorgesehen sein, wodurch der Riegel
und die Verbindung zwischen dem Pfosten und dem Riegel weiter entlastet werden können.
[0018] Um einen stabilen Glasträger bei geringem Materialeinsatz bereitzustellen, kann der
zweite Abschnitt des Glasträgers einen Bereich mit einem im Wesentlichen H-förmigen
Querschnitt und bei dem Pfosten einen Bereich mit einem im Wesentlichen rechteckförmigen
Querschnitt aufweisen. Durch den Bereich mit dem im Wesentlichen rechteckförmigen
Querschnitt bei dem Pfosten wird eine hohe Stabilität bzw. Steifigkeit bei der Verbindung
zwischen dem zweiten Abschnitt und dem ersten Abschnitt bereitgestellt. Durch den
im Wesentlichen H-förmigen Querschnitt, der sich vorzugsweise in einem von dem ersten
Abschnitt abgewandten Bereich an einem Ende des zweiten Abschnitts befindet, kann
eine gute Stabilität zum Lagern der mindestens einen Glasscheibe bei geringem Materialeinsatz
bereitgestellt werden.
[0019] Für eine verbesserte Verbindung zwischen Glasträger und Pfosten bzw. Riegel kann
der Glasträger eine Mehrzahl von Löchern aufweisen, durch welche der Glasträger über
kraftschlüssige und7oder formschlüssige Verbindungen mit dem Pfosten und dem Riegel
verbunden werden kann. Die Mehrzahl von Löchern kann sich schon vor der Montage der
Pfosten-Riegel-Konstruktion, d.h. nach Herstellung des Glasträgers, in dem Glasträger
befinden. Für die kraftschlüssigen Verbindungen werden vorzugsweise Schrauben durch
die Löcher und die Basisprofile in den Pfosten und den Riegel geschraubt. Des Weiteren
können die Mehrzahl von in dem Glasträger angeordneten Löcher als Bohrlehre verwendet
werden, wodurch die Montage der Pfosten-Riegel-Konstruktion vereinfacht werden kann.
So können bei auf die Basisprofile aufgestecktem Glasträger durch die Basisprofile
Löcher in den Pfosten und den Riegel gebohrt werden. Da der aufgesteckte Glasträger
durch die Mehrzahl von Löchern vorbestimmte Bohrstellen definiert, kann ein Ausmessen
und Anzeichnen der Bohrstellen vermieden werden, wodurch die Sicherheit bei der Montage,
insbesondere auf einer Baustelle, erhöht werden kann. Zusätzlich zu den Schrauben
können Passstifte und/oder Gewindebolzen zum Fixieren des Glasträgers verwendet werden.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Glasträger eine Auflagefläche zum
Verklotzen der mindestens einen Glasscheibe auf.
[0021] Zur Bereitstellung eines Glasträgers mit einer hohen Zugfestigkeit, Steifigkeit und
Zähigkeit bei gleichzeitiger Vermeidung von Thermoübergängen kann der Glasträger aus
einem Kunststoff bestehen. Insbesondere kann der Glasträger aus einem Kunststoff mit
einer Verstärkung bestehen. Vorzugsweise besteht der Glasträger aus einem thermoplastischen
Kunststoff mit einer Dichte von 1,1 bis 1,5 kg/dm
3. Weiter bevorzugt besteht der Glasträger aus einem verstärkten Thermoplast mit einer
Dichte von 1,30 bis 1,36 kg/ dm
3. Weiter bevorzugt besteht der Glasträger aus einem Polyamid mit Glasfaserverstärkung.
Weiter bevorzugt besteht der Glasträger aus einem Polyamid mit Glasfaserverstärkung
und Konditionierung auf optimierte Zugfestigkeit von mindestens 600 N/mm
2. Weiter bevorzugt besteht der Glasträger aus einem Polyamid mit Glasfaserverstärkung
und Konditionierung mit einem GF-Anteil von 15 bis 50%. Weiter bevorzugt besteht der
Glasträger aus einem Polyamid 6 mit 30% Glasfasern.
[0022] Gemäß einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung weist der Glasträger einen dritten
Abschnitt auf, der sich in die Erstreckungsrichtung des Riegels und weg von dem Riegel
und dem Pfosten erstreckt. Insbesondere kann der Glasträger eine Doppel-T-Form bzw.
Kreuzform aufweisen. Ein Glasträger gemäß dieser Weiterbildung kann für eine Pfosten-Riegel-Konstruktion
verwendet werden, bei der an zwei gegenüberliegenden Seitenflächen eines Pfostens
jeweils ein Riegel mit Hilfe von Pfosten-Riegel-Verbindungen angebracht ist. In diesem
Fall verläuft der dritte Abschnitt parallel zu dem weiteren Riegel.
[0023] Die äußere Form des Glasträgers kann auch hinsichtlich einer parallel zu dem Pfosten
verlaufenden und/oder einer parallel zu dem Riegel verlaufenden Spiegelachse spiegelsymmetrisch
ausgebildet sein.
[0024] Die eingangs gestellte Aufgabe wird ferner durch einen Glasträger für eine Pfosten-Riegel-Konstruktion
gelöst, wobei der Glasträger einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt aufweist,
der zweite Abschnitt rechtwinklig mit dem ersten Abschnitt verbunden ist und der erste
und der zweite Abschnitt ein Profil aufweisen.
[0025] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nun anhand der
beigefügten schematischen Figuren näher erläutert, von denen:
- Figur 1
- eine Profilansicht eines Ausführungsbeispiels einer Pfosten- Riegel-Konstruktion zeigt;
- Figur 2
- eine Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Glas- trägers zeigt;
- Figur 3
- eine Rückansicht des Glasträgers der Figur 2 zeigt;
- Figur 4
- eine Vorderansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Glasträgers zeigt;
- Figuren 5a bis 5f
- Schnittansichten des Glasträgers der Figur 4 zeigen;
- Figur 6
- eine Rückansicht des Glasträgers der Figur 4 zeigt;
- Figur 7
- eine Profilansicht von Vorne des Glasträgers der Figur 4 zeigt; und
- Figur 8
- eine Profilansicht von Hinten des Glasträgers der Figur 4 zeigt.
[0026] Die Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Pfosten-Riegel-Konstruktion 10 im
montierten Zustand mit einem Pfosten 12, einem Riegel 14, einem ersten Basisprofil
16, einem zweiten Basisprofil 18 und einem Glasträger 20. Die Pfosten-Riegel-Konstruktion
10 kann in einer Pfosten-Riegel-Fassade mit einer Mehrzahl von Pfosten und Riegeln
verwendet werden. Der Pfosten 12 und der Riegel 14 sind dem Innenraum zugewandt. So
kann eine erste Glasscheibe (nicht gezeigt) oberhalb des Glasträgers 20 und eine zweite
Glasscheibe (nicht gezeigt) unterhalb des Glasträgers 20 gelagert werden. Die vorliegende
Erfindung ist jedoch nicht auf einzelne Glasscheiben beschränkt. So können basierend
auf der Pfosten-Riegel-Konstruktion 10 auch eine Vielzahl von MehrFachverglasungen
eingespannt bzw. eingebaut werden.
[0027] Bei dem Pfosten 12 und dem Riegel 14 handelt es sich beispielsweise um Hofzpfosten
aus Eichenholz mit einem rechteckigen Querschnitt. Die Seitenflächen des Pfostens
12 und des Riegels 14 sind eben ausgebildet. Der Pfosten 12 und der Riegel 14 weisen
die gleiche Tiefe und den gleichen Querschnitt auf. Die vorliegende Erfindung ist
jedoch nicht auf Eichenpfosten und Eichenriegel mit einem rechteckigen Querschnitt
beschränkt. Andere Materialien und Querschnitte sind denkbar. Eine Endfläche des Riegels
14 ist mit Hilfe einer Pfosten-Riegel-Verbindung (nicht gezeigt) mit einer Seitenfläche
des Pfostens 12 verbunden. Bei der Pfosten-Riegel-Verbindung kann es sich um jede
Art von Verbindung handeln, die eine Fixierung des Riegels 14 an dem Pfosten 12 ermöglicht.
Insbesondere kann es sich um eine Pfosten-Riegel-Verbindung mit Hilfe eines stiftförmigen
Verbindungskörpers handeln, der nach Verbindung der Endfläche des Riegels 14 an der
Seitenfläche des Pfostens 12 von Außen nicht sichtbar ist, wie beispielsweise in der
Druckschrift
DE 103 46 273 A1 offenbart. Zur Verbindung des Riegels 14 an dem Pfosten 12 muss folglich keine großflächige
Ausnehmung in eine Seitenfläche des Pfostens 12 gefräst werden.
[0028] Bei dem ersten Basisprofil 16 handelt es sich um längliche, flache Schiene, die an
einer ersten Seite eine im Wesentlichen flache Oberfläche und an einer zweiten Seite,
die von der ersten Seite abgewandt ist, ein Profil aufweist. Im montierten Zustand
der Pfosten-Riegel-Konstruktion 10 ist die ersten Seite des ersten Basisprofils 16
an der ebenen Oberfläche des Pfostens 12 angebracht und die zweite Seite des ersten
Basisprofils 16 von dem Pfosten 12 abgewandt. Das an der zweiten Seite angeordnete
Profil besteht aus zwei parallel zueinander verlaufenden Vorsprüngen 22 und 24, die
sich entlang dem ersten Basisprofil 16 erstrecken. Die Vorsprünge 22 und 24 weisen
die gleich Höhe und Breite auf. Das erste Basisprofil 16 besteht aus einem stabilen
Material, wie Metall, Aluminium oder dergleichen. Das zweite Basisprofil 18 ist baugleich
zu dem ersten Basisprofil 16 ausgebildet. Das erste Basisprofil 16 und das zweite
Basisprofil 18 sind mit Hilfe von Schrauben (nicht gezeigt) an dem Pfosten 12 und
dem Riegel 14 angebracht. Andere Verbindungsmechanismen zwischen den Basisprofilen
16, 18 und dem Pfosten 12 bzw. Riegel 14, wie zum Beispiel Kleben, sind denkbar. Das
erste Basisprofil 16 ist bündig mit dem Pfosten 12 und das zweite Basisprofil 18 ist
bündig mit dem Riegel 14. In der Figur 1 sind die Basisprofile 16 und 18 als separate
Bauelemente gezeigt. Es ist auch denkbar, dass die Basisprofile 16 und 18 einteilig
ausgebildet bzw. fest miteinander verbunden sind. Ferner können die Basisprofile 16
und 18 unterschiedliche Profile aufweisen.
[0029] Die Figur 2 zeigt eine Vorderansicht eines Glasträgers 20' und die Figur 3 zeigt
eine Rückansicht des in der Figur 2 gezeigten Glasträgers 20'. Der Glasträger 20'
entspricht dem in der Figur 1 gezeigten Glasträger 20 und unterscheidet sich von diesem
nur dadurch, dass sich der zweite Abschnitt 28 hinsichtlich des ersten Abschnitts
26 in die entgegengesetzte Richtung erstreckt.
[0030] Der Glasträger 20' ist einteilig ausgebildet und weist einen ersten Abschnitt 26
und einen zweiten Abschnitt 28 auf. Der erste Abschnitt 26 und der zweite Abschnitt
28 sind jeweils quaderförmig ausgebildet, wobei die Länge des Quaders des zweiten
Abschnitts 28 größer als die Länge des Quaders des ersten Abschnitts 26. Insbesondere
ist die Länge des Quaders des zweiten Abschnitts 28 drei- bis sechsmal so lang wie
die Länge des Quaders des ersten Abschnitts 26. Dadurch wird bei geringem Materialeinsatz
eine hohe Stabilität bereitgestellt. Die Breite des Quaders des ersten Abschnitts
26 ist gleich der Breite des Quaders des zweiten Abschnitts 28. Der erste Abschnitt
26 und der zweite Abschnitt 28 sind zu einer T-Form verbunden, wobei sich der zweite
Abschnitt 28 senkrecht von der Mitte einer Seitenfläche des ersten Abschnitts 26 erstreckt.
Folglich weist der Glasträger 20' drei Schenkel auf.
[0031] Der erste Abschnitt 26 weist oberhalb des zweiten Abschnitts 28 eine erste Fläche
30 und unterhalb des zweiten Abschnitts 28 eine zweite Fläche 32 auf. Der zweite Abschnitt
28 weist eine Fläche 34 zum Tragen der ersten Glasscheibe und eine Fläche 36 zum Lagern
der zweiten Glasscheibe auf. Die Flächen 30, 32, 34 und 36 sind eben ausgebildet.
Insbesondere kann die Fläche 34 als Auflager zum Verklotzen, d.h. zum form- und kraftschlüssigen
Einsetzen der Glasscheibe im statischen Verbund von Pfosten 12 und Riegel 14, der
Glasscheibe verwendet werden.
[0032] Der Verbindungsbereich zwischen der Fläche 30 des ersten Abschnitts 26 und der Fläche
34 des zweiten Abschnitts 28 und der Verbindungsbereich zwischen der Fläche 32 des
ersten Abschnitts 26 und der Fläche 36 des zweiten Abschnitts ist verstärkt. Insbesondere
sind die Verbindungsbereiche als biegesteife Ecken ausgebildet. Der zweite Abschnitt
28 weist ferner in der Nähe des ersten Abschnitts 26 einen im Wesentlichen rechteckförmigen
Querschnitt auf, wodurch eine hohe Steifigkeit bzw. Festigkeit des Glasträgers 20
ermöglicht wird. Der Bereich mit dem im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt
erstreckt sich im montierten Zustand der Pfosten-Riegel-Konstruktion 10 von der nach
Außen gewandten Seite des Vorsprungs 22 des ersten Basisprofils 16 in Richtung der
Außenkante des ersten Basisproflls 16. Insbesondere hat der Bereich mit dem im Wesentlichen
rechteckförmigen Querschnitt eine derartige Länge, dass er sich im montierten Zustand
der Pfosten-Riegel-Konstruktion 10 nur mit dem ersten Basisprofil 16 und nicht mit
dem zweiten Basisprofil 18 überlappt.
[0033] Die im montierten Zustand der Pfosten-Riegel-Konstruktion 10 von dem Pfosten 12 und
dem Riegel 14 abgewandten Oberflächenbereiche des ersten 26 und zweiten 28 Abschnitts
liegen in einer ersten Ebene (siehe Figur 2) und die im montierten Zustand der Pfosten-Riegel-Konstruktion
10 dem Pfosten 12 und dem Riegel 14 zugewandten Oberflächenbereiche des ersten 26
und zweiten 28 Abschnitts liegen in einer zweiten Ebene (siehe Figur 3). Die erste
Ebene und die zweite Ebene sind parallel zueinander.
[0034] Wie aus der Figur 3 ersichtlich ist, weist der erste Abschnitt 26 ein Profil 38 auf,
das zu dem Profil des ersten Basisprofils 16 komplementär ist, und der zweite Bereich
28 weist eine Profil 40 auf, das zu dem Profil des zweiten Basisprofils 18 komplementär
ist. Das Profil 38 erstreckt sich mit Unterbrechungen für Löcher 42 und 43 über die
gesamte Seitenfläche des ersten Abschnitts 28, wohingegen sich das Profil 40 nur über
einen Teilbereich der Seitenfläche des zweiten Abschnitts 28 erstreckt. Insbesondere
umfasst das Profil 40 eine Nase und erstreckt sich entlang dem zweiten Abschnitt 28
weg von dem Bereich mit dem im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt. Im Anschluss
an das Profil 40 erstreckt sich entlang dem Abschnitt 28 ein Bereich mit einem im
Wesentlichen H-förmigen Querschnitt. Durch die Form des Abschnitts 28 kann der Materialbedarf
des Glasträgers 20' bei ausreichender Stabilität verringert werden.
[0035] Nach Aufstecken des Glasträgers 20' auf jeweilige erste und zweite Basisprofile ermöglichen
die Profile eine formschlüssige Verbindung des Glasträgers 20' mit den Basisprofilen.
Bedingt durch die ersten und zweiten Basisprofile kann auf eine aufwendige Bearbeitung
(wie beispielsweise eine Ausfräsen des Pfostens 12 und des Riegels 14) zum Befestigen
des Glasträgers 20' verzichtet werden.
[0036] Der Glasträger 20' weist in dem ersten 26 und dem zweiten 28 Abschnitt eine Mehrzahl
von Löchern, d.h. Schraubenlöcher 42, Löcher für Gewindebolzen 43, ein Langloch 44,
und ein Loch für eine Riegel-Fixierung 45 auf. Die Löcher 42, 43 und 45 weisen Kreisformen
mit unterschiedlichen Durchmessern auf. Insbesondere weisen die Löcher 42, 43, 44
und 45 jeweils einen Mindestabstand von 20 mm zueinander auf. Durch die Löcher 42
und 43 können Schrauben und Gewindebolzen bzw. Passstifte (nicht gezeigt) geschraubt
bzw. gesteckt werden, mit deren Hilfe der Glasträger 20 an dem Pfosten 12 und dem
Riegel 14 befestigt werden kann.
[0037] Der Glasträger 20' besteht aus einem Polyamid mit Glasfaserverstärkung. Insbesondere
besteht der Glasträger 20' in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Polyamid 6 mit
30% Glasfasern. Polyamid mit Glasfaserverstärkung weist eine hohe Festigkeit bei geringer
Wärmeleitfähigkeit und geringem Gewicht auf. Folglich ist der Glasträger 20' stabil
ausgebildet, wobei Wärmebrücken in der Pfosten-Riegel-Konstruktion vermieden werden.
[0038] Nachfolgend wird der Zusammenbau der in der Figur 1 gezeigten Pfosten-Riegel-Konstruktion
10 beschrieben. Zuerst wird der Riegel 14 über eine Pfosten-Riegel-Verbindung mit
dem Pfosten 12 verbunden. Anschließend wird das erste Basisprofil 16 an den Pfosten
12 und das zweite Basisprofil 18 an den Riegel 14 geschraubt. Danach wird der Glasträger
20 auf das erste Basisprofil 16 und das zweite Basisprofil 18 gesteckt. Dadurch wird
der Glasträger 20 formschlüssig mit den Basisprofilen 16 und 18 verbunden. Da der
Glasträger 20 nur an einer Seite zu den Basisprofilen 16 und 18 komplementäre Profile
38 und 40 aufweist, kann der Glasträger 20 auf einfache Weise an einer vorbestimmten
Position und mit einer vorbestimmten Ausrichtung in der Pfosten-Riegel-Konstruktion
10 angeordnet werden. Insbesondere gibt es nur eine Möglichkeit, wie der Glasträger
20 mit den Basisprofilen 16 und 18 verbunden werden kann, so dass eine um 180° vertauschte
Verbindung nicht möglich ist.
[0039] Durch die formschlüssige Verbindung des Glasträgers 20 mit den Basisprofilen 16 und
18 befinden sich die Löcher 42 und 43 des Glasträgers 20 bereits an den vorbestimmten
Stellen. Folglich muss der Monteur nur noch durch die Löcher 43 bzw. die Basisprofile
16 und 18 in den Pfosten 12 und den Riegel 14 bohren. Anschließend werden durch die
Löcher 42 und 43 Schrauben und Gewindebolzen bzw. Passstifte geschraubt bzw. gesteckt.
Danach ist der Glasträger 20 fest mit dem Pfosten 12 und dem Riegel 14 verbunden und
die Pfosten-Riegel-Konstruktion 10 ist fertig montiert, so dass nun die Glasscheibe
auf den Glasträger 20 aufgesetzt werden kann. Auf das erste und das zweite Basisprofil
16 und 18 und/oder den Glasträger 20 können des weiteren Dämmschichten (nicht gezeigt)
aufgebracht werden. Ferner kann an der von dem Pfosten bzw. Riegel abgewandten Seite
des Glasträgers ein Außenprofil angebracht werden. Folglich kann die Pfosten-Riegel-Konstruktion
10 im Wesentlichen durch die Verfahrensschritte Aufstecken, Bohren und/oder Schrauben
montiert werden, wobei für die Montage nur einfach zu handhabende Standardwerkzeuge
notwendig sind.
[0040] Bezug nehmend auf die Figur 1 wird nun die Funktionsweise der montierten Pfosten-Riegel-Konstruktion
10 erläutert. Wird eine Glasscheibe (nicht gezeigt) von oben auf die Fläche 34 des
Glasträgers 20 aufgelegt, so wird die Gewichtskraft der Glasscheibe anteilig in den
Pfosten 12 übertragen. Insbesondere werden der Riegel 14 und die Verbindung zwischen
Pfosten 12 und Riegel 14 entlastet, da die Gewichtskraft der Glasscheibe auf den zweiten
Abschnitt 28 des Glasträgers 20 wirkt, und von diesem direkt über den ersten Abschnitt
26 des Glasträgers 20 und das erste Basisprofil 16 in den Pfosten 12 übertragen wird.
Folglich kann ein Absenken des Riegels 14 hinsichtlich des Pfostens 12 vermieden werden.
Des Weiteren kann verhindert werden, dass sich der Riegel 14 hinsichtlich des Pfostens
12 verdreht. Folglich können der Riegel 14 und die Verbindung zwischen dem Pfosten
12 und dem Riegel 14 klein dimensioniert werden bzw. Glasscheiben mit einem hohen
Gewicht sicher gelagert werden. Insbesondere können Verglasungen mit einem hohen Gewicht
gelagert werden.
[0041] Die Figuren 4 bis 8 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel eines Glasträgers 20".
Die Figur 4 zeigt eine Vorderansicht des Glasträgers 20", die Figuren 5a bis 5f zeigen
Schnittansichten des Glasträgers 20", die Figur 6 zeigt eine Rückansicht des Glasträgers
20", die Figur 7 zeigt eine Profilansicht von Vorne des Glasträgers 20" und die Figur
8 zeigt eine Profilansicht von Hinten des Glasträgers 20",
[0042] Bei dem Glasträger 20" handelt es sich um eine Kreuzstruktur. Der Glasträger 20"
unterscheidet sich von dem in den Figuren 2 und 3 gezeigten Glasträger 20' durch einen
zusätzlichen dritten Abschnitt 47. Die weiteren Elemente des Glasträgers 20" sind
baugleich zu dem Glasträger 20'. Der Glasträger 20" weist ebenfalls einen ersten Abschnitt
26 und einen zweiten Abschnitt 28 auf. Der dritte Abschnitt 47 ist wie der zweite
Abschnitt 28 des Glasträgers 20' ausgebildet. Insbesondere ist der dritte Abschnitt
47 hinsichtlich des ersten Abschnitts 26 spiegelsymmetrisch ausgebildet und weist
die gleichen Querschnitte auf, so dass die in den Figuren 5a bis 5f gezeigten Querschnitte
entsprechend in dem zweiten Abschnitt 28 vorhanden sind.
[0043] Der dritte Abschnitt 47 des Glasträgers 20" kann mit einem weiteren Riegel über ein
weiteres Basisprofil (nicht gezeigt) verbunden werden. Folglich können mit Hilfe des
Glasträgers 20" die Gewichtskräfte zweier auf dem zweiten Abschnitt 28 und dem dritten
Abschnitt 47 gelagerter Glasscheiben in den Pfosten 12 übertragen werden. Die einfache
Montierbarkeit bleibt dabei erhalten.
[0044] Wie aus der Figur 5a ersichtlich ist, weist der Querschnitt des dritten Abschnitts
47 in einem äußeren Bereich im Wesentlichen eine H-Form auf. Durch diese Form kann
bei hoher Stabilität des Glasträgers 20" Material eingespart werden, wodurch das Gewicht
des Glasträgers 20" verringert werden kann.
[0045] In den Figuren 5b und 5c werden die Bereiche des Glasträgers 20" gezeigt, in denen
die Löcher 42 und 43 vorgesehen sind. Die Figur 5d zeigt den Querschnitt in dem Bereich
des dritten Abschnitts 47, in dem das Profil zum Herstellen einer formschlüssigen
Verbindung mit dem Basisprofil angeordnet ist. Das Profil umfasst einen mittigen Vorsprung
46, der zwei Bereiche mit einem U-förmigen Querschnitt 48 und 50 definiert. In die
Bereiche mit dem U-förmigen Querschnitt 48 und 50 kann das Profil des Basisprofils
formschlüssig eingreifen. Auf der von dem Basisprofil abgewandten Seite des Glasträgers
20" weist dieses einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt 52 auf. Dadurch wird
eine weitere Materialersparnis ermöglicht, wobei die Schrauben auf einfache Weise
an die Löcher 42 herangeführt werden können. Wie aus der Figur 5f ersichtlich ist,
weist der erste Abschnitt 26 den gleichen Querschnitt wie der in der Figur 5d gezeigte
Querschnitt auf.
[0046] Die Figur 5e zeigt den Bereich des dritten Abschnitts 47 in der Nähe des ersten Abschnitts
26. Wie aus der Figur 5e ersichtlich ist, weist der dritte Abschnitt 47 bei dem ersten
Abschnitts 26 einen im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt auf, wodurch eine
stabile Verbindung zwischen dem dritten Abschnitt 47 und dem ersten Abschnitt 26 ermöglicht
wird.
[0047] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine einfache Pfosten-Riegel-Konstruktion bereitgestellt
die mit wenig Bauteilen und wenig Werkzeugen einfach zu montieren ist und eine einfache
und stabile Lagerung von Verglasungen, insbesondere Verglasungen mit einem hohen Gewicht,
ermöglicht. Des Weiteren sind für die Montage der Pfosten-Riegel-Konstruktion keine
aufwendigen Verarbeitungsschritte notwendig.
[0048] Ferner wird durch den erfindungsgemäßen Glasträger eine Mehrfachfunktion bereitgestellt.
Zum Einen kann mit Hilfe des Glasträgers die mindestens eine Glasscheibe sicher gelagert
bzw. getragen werden. Darüber hinaus kann durch den Glasträger die Verbindung zwischen
dem Pfosten und dem Riegel entlastet werden. Der Glasträger weist bei geringem Materialaufwand
und geringem Gewicht eine hohe Stabilität auf. Ferner werden Wärmebrücken vermieden.
Des Weiteren ist die Pfosten-Riegel-Konstruktion einfach zu montieren.
1. Pfosten-Riegel-Konstruktion (10) aufweisend
einen Pfosten (12),
einen Riegel (14), der mit einer ersten Seitenfläche eines Pfostens (12) verbunden
ist,
ein erstes Basisprofil (16), das an mindestens einer Seite ein Profil aufweist, an
einer zweiten Seitenfläche des Pfostens (12), die an die erste Seitenfläche des Pfostens
(12) angrenzt, an dem Pfosten (12) angebracht ist und sich in die Erstreckungsrichtung
des Pfostens (12) erstreckt, und
einen Glasträger (20; 20'; 20"), der ein zu dem Profil des ersten Basisprofils (16)
komplementäres Profil zum Herstellen einer Verbindung mit dem ersten Basisprofil (16)
aufweist, wobei sich der Glasträger (20; 20'; 20") an dem Riegel (14) von dem ersten
Basisprofil (16) in die Erstreckungsrichtung des Riegels (14) erstreckt und der Glasträger
(20; 20'; 20") dazu eingerichtet ist, mindestens eine Glasscheibe zu lagern.
2. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend
ein zweites Basisprofil (18), das an mindestens einer Seite ein Profil aufweist, an
einer Seitenfläche des Riegels (14) angebracht ist und sich in die Erstreckungsrichtung
des Riegels (14) erstreckt, wobei
der Glasträger (20; 20'; 20') ein zu dem Profil des zweiten Basisprofils (18) komplementäres
Profil zum Herstellen einer Verbindung mit dem zweiten Basisprofil (18) aufweist.
3. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach Anspruch 1 oder 2,
bei der der Glasträger (20; 20'; 20") einen ersten Abschnitt (26) und einen zweiten
Abschnitt (28) aufweist, wobei sich der erste Abschnitt (26) bei dem Pfosten (12)
in die Erstreckungsrichtung des Pfostens (12) erstreckt und sich der zweite Abschnitt
(28) bei dem Riegel (14) in die Erstreckungsrichtung des Riegels (14) erstreckt.
4. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach Anspruch 3, bei der der zweite Abschnitt (28) länger
als der erste Abschnitt (26) ist.
5. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der Ansprüche 3 oder 4, bei der die Länge des
zweiten Abschnitts (28) drei- bis sechsmal länger als die Länge des ersten Abschnitts
(26) ist.
6. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 5, bei der der zweite Abschnitt
(28) in einem Mittelbereich des ersten Abschnitts (26) mit diesem verbunden ist und
die Verbindung zwischen dem ersten (26) und dem zweiten (28) Abschnitt verstärkt ist.
7. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der zweite
Abschnitt (28) einen Bereich mit einem im Wesentlichen H-förmigen Querschnitt und
bei dem Pfosten (12) einen Bereich mit einem im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt
aufweist.
8. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Glasträger
(20; 20'; 20") einteilig ausgebildet ist.
9. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Glasträger
(20; 20'; 20") eine Mehrzahl von Löchern (42) aufweist, durch welche der Glasträger
(20; 20'; 20") über kraftschlüssige und/oder formschlüssige Verbindungen mit dem Pfosten
(12) und dem Riegel (14) verbunden ist.
10. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Glasträger
(20; 20'; 20") eine Auflagefläche (34) zum Verklotzen der mindestens einen Glasscheibe
aufweist.
11. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Glasträger
(20; 20'; 20") aus einem Kunststoff, insbesondere einem Kunststoff mit Verstärkung,
besteht.
12. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Glasträger
(20') einen dritten Abschnitt (47) aufweist, der sich in die Erstreckungsrichtung
des Riegels (14) und weg von dem Riegel (14) und dem Pfosten (12) erstreckt.
13. Pfosten-Riegel-Konstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die äußere
Form des Glasträgers (20") hinsichtlich einer parallel zu dem Pfosten (12)
verlaufenden und/oder einer parallel zu dem Riegel (14) verlaufenden Spiegelachse
spiegelsymmetrisch ausgebildet ist.
14. Glasträger (20; 20'; 20") für eine Pfosten-Riegel-Konstruktion (10) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche aufweisend
einen ersten Abschnitt (26) und einen zweiten Abschnitt (28), wobei der zweite Abschnitt
(28) rechtwinklig mit dem ersten Abschnitt (26) verbunden ist und der erste (26) und
der zweite (28) Abschnitt ein Profil aufweisen.