(19)
(11) EP 2 320 030 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.12.2012  Patentblatt  2012/51

(21) Anmeldenummer: 10189854.2

(22) Anmeldetag:  03.11.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F01D 5/30(2006.01)

(54)

Rotor mit Laufschaufel für eine axial durchströmte Turbomaschine

Rotor and rotor blade for an axial turbomachine

Rotor et aube de rotor pour une turbomachine axiale


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 10.11.2009 CH 17232009
10.11.2009 CH 17242009

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.05.2011  Patentblatt  2011/19

(73) Patentinhaber: Alstom Technology Ltd
5400 Baden (CH)

(72) Erfinder:
  • Kreiselmaier, Erich
    CH-5608, Stetten (CH)
  • Rubischon, Kurt
    CH-5426, Lengnau (CH)
  • Nagler, Christoph
    CH-8032, Zürich (CH)
  • Brandl, Herbert
    D-79761, Waldshut-Tiengen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 130 217
EP-A2- 0 707 135
WO-A1-2005/054682
GB-A- 674 543
US-A- 4 645 425
EP-A1- 1 703 080
EP-A2- 1 253 293
GB-A- 614 678
JP-A- 2005 220 825
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    TECHNISCHES GEBIET



    [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Technik von axial durchströmten Turbomaschinen. Sie betrifft einen Rotor für eine axial durchströmte Turbomaschine gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Laufschaufel für einen solchen Rotor.

    STAND DER TECHNIK



    [0002] Stationäre Gasturbinen hoher Leistung sind seit längerer Zeit ein wesentlicher Bestandteil von Kraftwerken, speziell Kombikraftwerken. Fig. 1 zeigt in perspektivischer, teilweise geschnittener Ansicht ein Beispiel für eine solche Gasturbine, die von der Anmelderin angeboten wird und unter der Typenbezeichnung GT26® bekannt ist.

    [0003] Die Gasturbine 10 der Fig. 1 ist mit einer sogenannten sequentiellen Verbrennung ausgestattet. Sie umfasst einen mehrstufigen Verdichter 12, der Luft über einen Lufteinlass 15 ansaugt und verdichtet. Die verdichtete Luft wird in einer nachfolgenden ersten ringförmigen Brennkammer 14a teilweise zur Verbrennung eines eingedüsten Brennstoffs benutzt. Das entstehende Heissgas durchströmt eine erste Turbine 13a und tritt dann in eine zweite Brennkammer 14b ein, wo die restliche Luft zur Verbrennung eines wiederum eingedüsten Brennstoffs eingesetzt wird. Der aus der zweiten Brennkammer 14b kommende Heissgasstrom wird in einer zweiten Turbine 13b unter Arbeitsleistung entspannt und tritt aus der Gasturbine 10 durch einen Abgasauslass 16 aus, um nach aussen abgegeben oder - in einem Kombikraftwerk - zur Erzeugung von Dampf eingesetzt zu werden.

    [0004] Der Verdichter 12 und die beiden Turbinen 13a, 13b weisen Sätze von um die Achse 30 rotierenden Laufschaufeln auf, die zusammen mit am umgebenden Stator befestigten Leitschaufeln die Beschaufelung der Maschine bilden. Alle Laufschaufeln sind auf einem gemeinsamen, um die Achse drehbaren Rotor 11 angeordnet und an der Rotorwelle mittels dafür vorgesehener Rotornuten lösbar befestigt. Spezielle Aufmerksamkeit kommt dabei den letzten Stufen 12a des Verdichters 12 zu, in denen die verdichtete Luft Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius erreicht.

    [0005] Aus dem Stand der Technik (siehe z.B. die WO-A1-2005/054682 oder JP-A-2005/220825) ist es bekannt, gemäss Fig. 2 die Laufschaufeln 17 einer Turbomaschine mit einem als Hammerfuss ausgebildeten Schaufelfuss 18 zu versehen und mit dem Schaufelfuss 18 in eine um die Achse umlaufende Rotornut 19 einzuschieben und dort zu halten. Der Schaufelfuss 18 stützt sich an in radialer Richtung weiter aussen liegenden radialen Anschlagflächen 25 der Rotornut 19 gegen auf die Laufschaufel 17 wirkende Fliehkräfte ab. Desgleichen stützt er sich an in radialer Richtung weiter innen liegenden axialen Anschlagflächen 20 gegen auf die Laufschaufel 17 wirkende axiale Kräfte ab. Zwischen den radialen Anschlagflächen 25 und den axialen Anschlagflächen 20 ist dabei jeweils ein Freistich vorgesehen. Am Boden der Rotornut 19 ist eine Feder 22 vorgesehen, welche die Laufschaufel 17 während der Montage in radialer Richtung fixiert.

    [0006] In der älteren Publikation GB 614678 sind verschiedene Ausführungsarten zur Fixierung von Laufschaufeln in einem Rotor einer Turbomaschine offenbart, darunter auch Schaufeln mit einem als Hammerfuss ausgebildeten Fuss, welcher in eine komplementär ausgebildete Rotornut eingreift. Zu Recht wird darauf hingewiesen, dass insbesondere während transienter Turbinenzustände, wie beispielsweise dem Startvorgang, Schaufelfuss und Rotor deutlich voneinander abweichende Temperaturen aufweisen können. Die damit einhergehende unterschiedliche thermische Expansion von Schaufetfuss und Rotornut kann zu dauerhaften Deformationen innerhalb der beteiligten Komponenten führen mit der Folge, dass während des normalen Betriebes die Schaufeln locker sitzen. Zur Gewährleistung eines festeren Sitzes der Schaufeln in dem Rotor werden die korrespondierenden Oberflächen von Rotornut und Schaufelfuss mit wenigstens einem Vorsprung ausgestattet, der in eine komplementäre Ausnehmung der angrenzenden Oberfläche eingreift und auf diese Weise die Schaufel zusätzlich fixieren soll. Kaum kalkulierbare Spannungszustände und eine erhöhte Anfälligkeit des Rotors gegen Spannungsrisskorrosion grenzen die Einsatzmöglichkeiten dieser Lösung ein.

    [0007] Auch die Schaufelanordnung gemäss GB 674543 weist am Grund der Rotornut radial gerichtete Ausnehmungen auf, die eine vergleichbare Funktion zu erfüllen.

    [0008] Derartige nachteilige Wirkungen schwer zu kalkulierender Spannungszustände werden durch eine Ausführung der Rotornut gemäss EP-A2-707135 vermieden. Hier wird die Rotornut durch eine Anzahl aufeinanderfolgender Radien R1, ..., Rn beschrieben, die deren Kontur in durch diese Radien definierte Kreisbögen unterteilen und ihr einen kontinuierlichen Verlauf ohne spitz zulaufende, eine Kerbwirkung entfaltende Kanten verleihen.

    [0009] Im Zuge der fortlaufenden Energie- und Umweltdiskussionen besteht der anhaltende Wunsch, Leistung, Effizienz, Verbrennungstemperatur und/oder Massendurchfluss derartiger Maschinen zu erhöhen. Eine Erhöhung der abgegebenen Leistung kann unter anderem dadurch erreicht werden, dass der Verdichter verbessert wird.

    [0010] Eine Leistungssteigerung der Gasturbine ist mit einer Erhöhung des Massendurchflusses durch den Verdichter verbunden, die zu einer höheren Gastemperatur in den letzten Verdichterstufen 12a führt. Die zeitgemässe, fortschrittliche aerodynamische Auslegung der Schaufelblätter des Verdichters erfordert grössere axiale Sehnenlängen, was zu einem grösseren Abstand zwischen den Rotornuten 19 führt.

    [0011] Beides zusammen verursacht deutlich erhöhte thermische Spannungen in den Kerben am Boden der Rotornuten in den hinteren Verdichterstufen während des Starts der Maschine, weil sich das Zentrum des Rotorkörpers noch auf einer niedrigen Temperatur (T1 in Fig. 2) befindet, während der Aussenbereich bereits der hohen Volllasttemperatur (T2 in Fig. 2) ausgesetzt ist und so hohe thermische Spannungen im Material entstehen.

    [0012] In einem anderen Zusammenhang, nämlich bei Laufschaufeln von Gasturbinen mit einem schwalbenschwanzförmigen Schaufelfuss, der an schräg stehenden Anschlagflächen in der Rotornut anliegt und aufgrund der Reibung Scherkräfte auf die Seitenwände der Nut ausübt, ist vorgeschlagen worden, zum Abbau der reibungsbedingten Spannungen unterhalb der Anschlagflächen Hohlkehlen in die Rotornut einzubringen (siehe die US-A-5141401). Thermische Spannungen spielen dabei allerdings keine Rolle.

    [0013] Im Zusammenhang mit Massnahmen zur Verringerung der Spannungen im Bereich der Rotornut wiederholt EP-A1-1703080 den massgeblichen Einfluss der Querschnittskontur der Nut auf den Spannungsverlauf innerhalb des Rotors. In diesem Zusammenhang wird dort angeregt, dem Nutboden eine elliptische Querschnittskontur aufzuerlegen.

    [0014] Eine dergestalt ausgebildete Rotornut weist an ihrem Boden zur Reduzierung thermischer Spannungen einen in axialer und radialer Richtung erweiterten Bodenbereich 23 mit einer stetig gekrümmten Querschnittskontur auf, der sich durch einen grossen Krümmungsradius im Bereich der Mittelebene 33 auszeichnet und spiegelsymmetrisch zur Mittelebene 33 ausgebildet ist.

    [0015] Wenn bei einer derart veränderten Rotornutgeometrie der Schaufelfuss 18 der Laufschaufel 17 in seinem Design beibehalten werden sollte, müsste der Hammerkopf des Schaufelfusses 18 gemäss Fig. 3 um das schraffiert dargestellte Zusatzvolumen 24 vergrössert werden, was zu einer deutlichen Erhöhung der Masse der Laufschaufel 17 und damit zur Vergrösserung der an der Rotornut 21 angreifenden Zentrifugalkräfte führen würde.

    DARSTELLUNG DER ERFINDUNG



    [0016] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, den Rotor bzw. die am Rotor eingesetzten Laufschaufeln so auszubilden, dass die Vorteile einer Rotornutgeometrie mit erweitertem Bodenbereich und grossem Krümmungsradius ohne anderweitige Nachteile ausgeschöpft werden können.

    [0017] Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale der Ansprüche 1 und 2 gelöst. Grundgedanke der Erfindung ist dabei, dass die Rotornut an ihrem Boden zur Reduzierung thermischer Spannungen in an sich bekannter Weise einen in axialer und radialer Richtung erweiterten Bodenbereich mit einer stetig gekrümmten Querschnittskontur aufweist, und der Schaufelfuss der Laufschaufeln in radialer Richtung an den erweiterten Bodenbereich angepasst ist.

    [0018] Gemäss der Erfindung ist der erweiterte Bodenbereich der Rotornut spiegelsymmetrisch zu einer durch die Rotornut gehenden, senkrecht zur Achse stehenden Mittelebene ausgebildet und der Krümmungsradius der Querschnittskontur des Bodenbereichs nimmt dabei von der Mittelebene ausgehend zum Rand hin ab,.wobei der erweiterte Bodenbereich in axialer Richtung eine vorgegebene maximale Breite aufweist, dass die radialen Anschlagflächen in axialer Richtung einen vorgegebenen minimalen Abstand aufweisen, und dass das Verhältnis von minimalem Abstand zu maximaler Breite zwischen 0,1 und 0,6 beträgt, d.h. 0,1 < d5/d1 < 0,6 und der erweiterte Bodenbereich relativ zu den radialen Anschlagflächen eine vorgegebene erste maximale Tiefe aufweist, der erweiterte Bodenbereich relativ zu den inneren Kanten der axialen Anschlagflächen eine vorgegebene zweite maximale Tiefe aufweist, und das Verhältnis von zweiter maximaler Tiefe zu erster maximaler Tiefe zwischen 0,4 und 0,9 beträgt, d.h. 0,4 < d3/d4 < 0,9 und wenn in axialer Richtung mehrere gleichartige Rotornuten um einen vorgegebenen Abstand versetzt vorgesehen sind, und das Verhältnis von maximaler Breite zu Abstand zwischen 0,5 und 0,8 beträgt, d.h. 0,5 < d1/d2 < 0,8.

    [0019] Eine Laufschaufel für einen derart ausgebildeten Rotor besitzt einen als Hammerkopf ausgebildeten Schaufelfuss, der unterhalb des Hammerkopfs zur Überbrückung der radialen Erweiterung des erweiterten Bodenbereichs in radialer Richtung mittels eines sich in radialer Richtung erstreckenden Verlängerungsbolzens verlängert ist, wobei der Hammerkopf eine vorgegebene Höhe d2 und eine vorgegebene radiale Länge d1 hat, und dass das Verhältnis von Höhe zu Länge zwischen 0,2 und 0,8 liegt, d.h. 0,2 < d2/d1 < 0,8, und der Hammerkopf eine vorgegebene erste axiale Breite d3 und eine vorgegebene zweite axiale Breite d4 hat, und das Verhältnis von zweiter zu erster axialer Breite zwischen 0,2 und 0,6 liegt, d.h. 0,2 < d4/d3 < 0,6.

    [0020] Der vergleichsweise schlanke Verlängerungsbolzen überbrückt den Abstand, ohne unnötig Masse zur Laufschaufel hinzuzufügen.

    [0021] Es ist dabei herstellungstechnisch von Vorteil, wenn der Verlängerungsbolzen am Hammerkopf angeformt ist.

    [0022] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn am Übergang zwischen dem Verlängerungsbolzen und dem Hammerkopf zur Sicherstellung eines stetigen Übergangs eine gekrümmte Übergangsfläche vorgesehen ist.

    [0023] Alternativ kann vorgesehen sein, den Verlängerungsbolzen als separates Teil auszubilden und dieses mit dem Hammerkopf zu verbinden.

    [0024] Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Verlängerungsbolzen mittels Verschrauben oder Verschweissen an dem Hammerkopf zu befestigen.

    [0025] Die Masse der Laufschaufel kann darüber hinaus weiter verringert werden, wenn im Schaufelfuss massereduzierende Ausnehmungen vorgesehen sind.

    [0026] Vorzugsweise erstrecken sich die Ausnehmungen über den Hammerkopf und den Verlängerungsbolzen.

    [0027] Obgleich vorzugsweise in Umfangsrichtung verlaufend, können sich diese Ausnehmungen auch in anderer, beispielsweise radialer Richtung erstrecken.

    [0028] Eine Ausgestaltung des Rotors nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem unteren Ende des Verlängerungsbolzens und dem Boden des erweiterten Bodenbereichs ein Zwischenraum frei bleibt, und dass in dem freien Zwischenraum eine Feder angeordnet ist, welche die Laufschaufel mit dem Schaufelfuss in radialer Richtung gegen die radialen Anschlagflächen drückt.

    KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN



    [0029] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
    Fig. 1
    in einer perspektivischen, teilweise geschnittenen Ansicht eine Gasturbine mit sequentieller Verbrennung, wie sie zur Realisierung der Erfindung geeignet ist;
    Fig. 2
    den Längsschnitt durch den Rotor einer bekannten Gasturbine im Bereich der letzten Stufen des Verdichters mit der zugehörigen Befestigung der Laufschaufeln;
    Fig. 3
    zwei benachbarte gleichartige Rotornuten mit erweitertem Bodenbereich und stetig gekrümmter Querschnittskontur in vergrösserter Darstellung mit den zugehörigen Abmessungen;
    Fig. 4
    eine mögliche Anpassung des Schaufelfusses an die veränderte Rotornutgeometrie;
    Fig. 5
    die Darstellung einer angepassten Laufschaufel für die geänderte Rotornutgeometrie aus Fig. 3 gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 6
    die in die Rotornut aus Fig. 3 eingesetzte angepasste Laufschaufel aus Fig. 5; und
    Fig. 7
    Darstellung einer angepassten Laufschaufel für die geänderte Rotornutgeometrie aus Fig. 3 in einer zu Fig. 5 alternativen Ausführungsart.

    WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG



    [0030] Fig. 4 zeigt den zu Fig. 2 vergleichbaren Längsschnitt durch den Rotor 11 einer Gasturbine im Bereich der letzten Stufen des Verdichters gemäss der Erfindung. Ein Vergleich der Fig. 2 und 4 zeigt, dass der obere Abschnitt der Rotornut 21 gegenüber der bekannten Rotornutgeometrie aus Fig. 2 unverändert bleibt. Entsprechend bleiben die radialen und axialen Anschlagflächen 25 und 20 praktisch unverändert. Damit kann in diesem Bereich auf die bewährte Auslegung zurückgegriffen werden.

    [0031] Neu ist hingegen der erweiterte Bodenbereich 23 der Rotornut 21. Der erweiterte Bodenbereich zeichnet sich dadurch aus, dass die Querschnittskontur des Bodenbereichs 23 stetig gekrümmt ist, und dass der Krümmungsradius der Querschnittskontur des Bodenbereichs 23 im Bereich der Mittelebene sehr gross ist und von der Mittelebene ausgehend zum Rand hin stark abnimmt. Die Querschnittskontur ist spiegelsymmetrisch zur Mittelebene.

    [0032] Der erweiterte Bodenbereich 23 erweitert sich unmittelbar unterhalb der axialen Anschlagflächen 20 beidseitig in axialer Richtung nach Art eines Freistichs. Er weist, wie Fig. 3 zeigt, in axialer Richtung eine vorgegebene maximale Breite d1 auf, während die radialen Anschlagflächen 25 in axialer Richtung einen vorgegebenen minimalen Abstand d5 haben. Besonders günstig ist es, wenn das Verhältnis von minimalem Abstand d5 zu maximaler Breite d1 zwischen 0,1 und 0,6 beträgt, d.h. wenn die Ungleichung 0,1 < d5/d1 < 0,6 gilt.

    [0033] Relativ zu den radialen Anschlagflächen 25 weist der erweiterte Bodenbereich 23 eine vorgegebene erste maximale Tiefe d4 auf. Relativ zu den inneren Kanten der axialen Anschlagflächen 20 weist er eine vorgegebene zweite maximale Tiefe d3 auf. Besonders günstig ist es, wenn das Verhältnis von zweiter maximaler Tiefe d3 zu erster maximaler Tiefe d4 zwischen 0,4 und 0,9 beträgt, d.h. wenn die Ungleichung 0,4 < d3/d4 < 0,9 gilt.

    [0034] Eine weitere Ungleichung betrifft den Versatz der Rotornuten zueinander. Wenn in axialer Richtung mehrere gleichartige Rotornuten 21 um einen vorgegebenen Abstand d2 versetzt zueinander vorgesehen sind, ist es von Vorteil, wenn das Verhältnis von maximaler Breite d1 zu Abstand d2 zwischen 0,5 und 0,8 beträgt, d.h. die Ungleichung 0,5 < d1/d2 < 0,8 gilt.

    [0035] Es liessen sich grundsätzlich die bisherigen Laufschaufeln mit ihren Schaufelfüssen 18 unverändert übernehmen und in die erweiterten Rotornuten 21 einsetzen. Allerdings müsste dann aufgrund des erweiterten Bodenbereichs 23 der Schaufelfuss 18 mit einem Zusatzvolumen 24 versehen werden, wie Fig. 4 zeigt, was aber zu unerwünschten Nebeneffekten führen würde.

    [0036] Es wird daher eine Anpassung des Schaufelfusses an die veränderte Rotornutgeometrie bevorzugt, die beispielhaft in Fig. 5, 6 und 7 wiedergegeben ist. Die Laufschaufel 26 der Fig. 5 und 6 weist einen Schaufelfuss 27 auf, der im oberen Abschnitt, der bis zu den axialen Anschlagsflächen reicht, im Wesentlichen genauso ausgebildet ist, wie der Schaufelfuss 18 aus Fig. 2. Neu ist dagegen die am Hammerkopf 32 ansetzende radiale Verlängerung nach unten mittels eines an den Hammerkopf 32 angeformten Verlängerungsbolzens 29, der schmaler ist (Breite d4) als der Hammerkopf 32 (Breite d3). Die radiale Länge (d1) des Verlängerungsbolzens 29 ist deutlich grösser als die Höhe (d2) des Hammerkopfs 32.

    [0037] Ist der Verlängerungsbolzen 29 unmittelbar an dem Hammerkopf 32 angeformt, so ist am Übergang zwischen dem Verlängerungsbolzen 29 und dem Hammerkopf 32 zur Sicherstellung eines stetigen Übergangs vorzugsweise eine gekrümmte Übergangsfläche 28 vorgesehen.

    [0038] Als eine kostengünstige Alternative für die axiale Verlängerung des Schaufelfusses 18 bietet es sich an, den Verlängerungsbolzen 29 als ein separates Teil auszubilden und jenes mit dem Hammerkopf 32 zu verbinden. Als den Anforderungen des praktischen Betriebs genügende Verbindungsverfahren haben sich dabei ein Anschrauben oder Anschweissen erwiesen. So kann der Hammerkopf 32 am Boden 34 im Bereich der Mittelebene 33 mit einer Gewindebohrung 35 ausgestattet sein. Mit Hilfe eines angeformten Gewindebolzens 36 ist der Verlängerungsbolzen 29 in den Schaufelfuss 18 eingeschraubt, wie dies in Fig. 7 beispielhaft skizziert ist.

    [0039] Des Weiteren sind im Schaufelfuss 18, 27 eine oder mehrere massereduzierende Ausnehmungen 31 vorgesehen, die als kreisrundes, ellipsenförmiges oder anderweitig geformtes Loch oder Schlitz in einfacher oder mehrfacher Ausführung ausgeführt sein können. Die Ausnehmung(en) 31 erstreckt bzw. erstrecken sich in radialer Richtung vorzugsweise über den Hammerkopf 32 und den Verlängerungsbolzen 29. Dabei verläuft oder verlaufen diese Ausnehmung(en) 31 vorzugsweise, aber nicht zwingend, in Umfangsrichtung, wie in Fig. 5, 6 und 7 dargestellt. Andere geeignete Richtungsverläufe und Ausführungsformen massereduzierender Ausnehmungen 31 sind aber ebenfalls denkbar, so beispielsweise in Gestalt radial in den Schaufelfuss 27 eingebrachter Bohrungen.

    [0040] Das Verhältnis von Höhe (d2) des Hammerkopfs 32 zu Länge (d1) des Verlängerungsbolzens 29 liegt vorzugsweise zwischen 0,2 und 0,8, d.h. es gilt die Ungleichung 0,2 < d2/d1 < 0,8.

    [0041] Das Verhältnis von axialer Breite (d4) des Verlängerungsbolzens 29 zu axialer Breite (d3) des Hammerkopfs 32 liegt vorzugsweise zwischen 0,2 und 0,6, d.h. es gilt die Ungleichung 0,2 < d4/d3 < 0,6.

    [0042] Insgesamt zeichnet sich die Erfindung durch folgende Merkmale und Vorteile aus:
    • Der Schaufelfuss umfasst als radiale Verlängerung einen Verlängerungsbolzen mit den Abmessungen 0,2 < d2/d1 < 0,8 und 0,2 < d4/d3 < 0,6, um die Feder 22 für die Montage einsetzen zu können. Der Verlängerungsbolzen 29 kann an den Rändern gefast sein, um zusätzlich Gewicht einzusparen.
    • Die Übergangsflächen zwischen Verlängerungsbolzen und Hammerkopf sind vorzugsweise gekrümmt, um mechanische Spannungen zu reduzieren.
    • Im Bereich des Hammerkopfes und Verlängerungsbolzens sind Ausnehmungen, insbesondere Löcher oder Schlitze vorgesehen, um das Gewicht bzw. die Masse zu reduzieren.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0043] 
    10
    Gasturbine
    11
    Rotor
    12
    Verdichter
    12a
    letzte Verdichterstufen
    13a,13b
    Turbine (HP, LP)
    14a,14b
    Brennkammer
    15
    Lufteinlass
    16
    Abgasauslass
    17,26
    Laufschaufel, Laufschaufelblatt
    18,27
    Schaufelfuss
    19,21
    Rotornut
    20
    Anschlagfläche (axial)
    22
    Feder
    23
    Bodenbereich (erweitert)
    24
    Zusatzvolumen
    25
    Anschlagfläche (radial)
    28
    Übergangsfläche (gekrümmt)
    29
    Verlängerungsbolzen
    30
    Rotorachse
    31
    Ausnehmung
    32
    Hammerkopf
    33
    Mittelebene
    34
    Schaufelfussboden
    35
    Gewindebohrung
    36
    Gewindebolzen
    d1,..,d4
    Abstand



    Ansprüche

    1. Rotor (11) für eine axial durchströmte Turbomaschine, welcher Rotor (11) eine Mehrzahl von Laufschaufeln (26) trägt, die jeweils mit einem Schaufelfuss (27) in eine um die Achse (30) umlaufende Rotornut (21) eingeschoben sind und dort gehalten werden, wobei der Schaufelfuss (27) einen Hammerfuss mit einem Hammerkopf (32) umfasst und sich an in radialer Richtung weiter aussen liegenden radialen Anschlagflächen (25) der Rotornut (21) gegen auf die Laufschaufel (26) wirkende Fliehkräfte abstützt und sich an in radialer Richtung weiter innen liegenden axialen Anschlagflächen (20) gegen auf die Laufschaufel (26) wirkende axiale Kräfte abstützt, wobei die Rotornut (21) an ihrem Boden zur Reduzierung thermischer Spannungen einen in axialer und radialer Richtung erweiterten Bodenbereich (23) mit einer stetig gekrümmten Querschnittskontur aufweist, wobei der erweiterte Bodenbereich (23) spiegelsymmetrisch zu einer durch die Rotornut (21) gehenden, senkrecht zur Achse (30) stehenden Mittelebene ausgebildet ist und der Krümmungsradius der Querschnittskontur des Bodenbereichs (23) von der Mittelebene ausgehend zum Rand hin abnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass der erweiterte Bodenbereich (23) in axialer Richtung eine vorgegebene maximale Breite (d1) aufweist, dass die radialen Anschlagflächen (25) in axialer Richtung einen vorgegebenen minimalen Abstand (d5) aufweisen, und dass das Verhältnis von minimalem Abstand (d5) zu maximaler Breite (d1) zwischen 0,1 und 0,6 beträgt, d.h. 0,1 < d5/d1 < 0,6, dass der erweiterte Bodenbereich (23) relativ zu den radialen Anschlagflächen (25) eine vorgegebene erste maximale Tiefe (d4) aufweist, dass der erweiterte Bodenbereich (23) relativ zu den inneren Kanten der axialen Anschlagflächen (25) eine vorgegebene zweite maximale Tiefe (d3) aufweist, und dass das Verhältnis von zweiter maximaler Tiefe (d3) zu erster maximaler Tiefe (d4) zwischen 0,4 und 0,9 beträgt, d.h. 0,4 < d3/d4 < 0,9, dass in axialer Richtung mehrere gleichartige Rotornuten (21) um einen vorgegebenen Abstand (d2) versetzt vorgesehen sind, und dass das Verhältnis von maximaler Breite (d1) zu Abstand (d2) zwischen 0,5 und 0,8 beträgt, d.h. 0,5 < d1/d2 < 0,8.
     
    2. Laufschaufel (26) für einen Rotor (11) für eine axial durchströmte Turbomaschine, welcher Rotor (11) eine Mehrzahl von Laufschaufeln (26) trägt, die jeweils mit einem Schaufelfuss (27) in eine um die Achse (30) umlaufende Rotornut (21) eingeschoben sind und dort gehalten werden, wobei der Schaufelfuss (27) einen Hammerfuss mit einem Hammerkopf (32) umfasst und sich an in radialer Richtung weiter aussen liegenden radialen Anschlagflächen (25) der Rotornut (21) gegen auf die Laufschaufel (26) wirkende Fliehkräfte abstützt und sich an in radialer Richtung weiter innen liegenden axialen Anschlagflächen (20) gegen auf die Laufschaufel (26) wirkende axiale Kräfte abstützt, wobei die Rotornut (21) an ihrem Boden zur Reduzierung thermischer Spannungen einen in axialer und radialer Richtung erweiterten Bodenbereich (23) mit einer stetig gekrümmten Querschnittskontur aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaufelfuss (27) unterhalb des Hammerkopfs (32) zur Überbrückung der radialen Erweiterung des erweiterten Bodenbereichs (23) der Rotornut (21) in radialer Richtung mittels eines sich in radialer Richtung erstreckenden Verlängerungsbolzens (29) verlängert ist, wobei der Hammerkopf (32) eine vorgegebene Höhe (d2) hat, der Verlängerungsbolzen (29) eine vorgegebene radiale Länge (d1) hat, und das Verhältnis von Höhe zu Länge (d2/d1) zwischen 0,2 und 0,8 liegt, d.h. 0,2 < d2/d1 < 0,8 und der Hammerkopf (32) eine vorgegebene erste axiale Breite (d3) hat, der Verlängerungsbolzen (29) eine vorgegebene zweite axiale Breite (d4) hat, und das Verhältnis von zweiter zu erster axialer Breite (d4/d3) zwischen 0,2 und 0,6 liegt, d.h. 0,2 < d4/d3 < 0,6.
     
    3. Laufschaufel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlängerungsbolzen (29) am Hammerkopf (32) angeformt ist.
     
    4. Laufschaufel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Übergang zwischen dem Verlängerungsbolzen (29) und dem Hammerkopf (32) zur Sicherstellung eines stetigen Übergangs eine gekrümmte Übergangsfläche (28) vorgesehen ist.
     
    5. Laufschaufel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlängerungsbolzen (29) als ein separates Teil ausgebildet ist und mit dem Hammerkopf (32) verbunden ist.
     
    6. Laufschaufel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlängerungsbolzen (29) an den Hammerkopf (32) angeschraubt ist.
     
    7. Laufschaufel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlängerungsbolzen (29) mit dem Hammerkopf (32) verschweisst ist.
     
    8. Laufschaufel nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Schaufelfuss (27) massereduzierende Ausnehmungen (31) vorgesehen sind.
     
    9. Laufschaufel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ausnehmungen (31) über den Hammerkopf (32) und den Verlängerungsbolzen (29) erstrecken.
     
    10. Laufschaufel nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ausnehmungen (31) in Umfangsrichtung erstrecken.
     
    11. Laufschaufel nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ausnehmungen (31) in radialer Richtung erstrecken.
     


    Claims

    1. A rotor (11) for an axial-throughflow turbomachine, which rotor (11) carries a plurality of moving blades (26) which are pushed in each case with a blade root (27) into a rotor groove (21) extending about the axis (30) and are held there, with the blade root (27) comprising a hammer root with a hammerhead (32) and being supported on radial stop faces (25) of the rotor groove (21) which lie further out in the radial direction, against centrifugal forces which act on the moving blade (26), and being supported on axial stop faces (20) lying further inward in the radial direction, against axial forces which act on the moving blade (26), the rotor groove (21) having at its bottom, in order to reduce thermal stresses, an axially and radially widened bottom region (23) with a continuously curved cross-sectional contour, the widened bottom region (23) being formed mirror-symmetrically to a mid-plane passing through the rotor groove (21) and standing perpendicularly to the axis (30), and the radius of curvature of the cross-sectional contour of the bottom region (23) decreasing from the mid-plane towards the margin, characterized in that the widened bottom region (23) has a predetermined maximum width (d1) in the axial direction, in that the radial stop faces (25) have a predetermined minimum distance (d5) in the axial direction, and in that the ratio of the minimum distance (d5) to the maximum width (d1) amounts to between 0.1 and 0.6, that is to say 0.1 < d5/d1 < 0.6, in that the widened bottom region (23) has a predetermined first maximum depth (d4) in relation to the radial stop faces (25), in that the widened bottom region (23) has a predetermined second maximum depth (d3) in relation to the inner edges of the axial stop faces (20), and in that the ratio of the second maximum depth (d3) to the first maximum depth (d4) amounts to between 0.4 and 0.9, that is to say 0.4 < d3/d4 < 0.9, in that a plurality of identical rotor grooves (21) are provided, offset at a predetermined distance (d2), in the axial direction, and in that the ratio of the maximum width (d1) to the distance (d2) amounts to between 0.5 and 0.8, that is to say 0.5 < d1/d2 < 0.8.
     
    2. A moving blade (26) for a rotor (11) for an axial-throughflow turbomachine, which rotor (11) carries a plurality of moving blades (26) which are pushed in each case with a blade root (27) into a rotor groove (21) extending about the axis (30) and are held there, with the blade root (27) comprising a hammer root with a hammerhead (32) and being supported on radial stop faces (25) of the rotor groove (21) which lie further out in the radial direction, against centrifugal forces which act on the moving blade (26), and being supported on axial stop faces (20) lying further inward in the radial direction, against axial forces which act on the moving blade (26), the rotor groove (21) having at its bottom, in order to reduce thermal stresses, an axially and radially widened bottom region (23) with a continuously curved cross-sectional contour, characterized in that the blade root (27) is prolonged in the radial direction, by means of a lengthening bolt (29) extending radially, below the hammerhead (32) in order to bridge the radial widening of the widened bottom region (23) of the rotor groove (21), the hammerhead (32) having a predetermined height (d2), the lengthening bolt (29) having a predetermined radial length (d1), and the ratio of height to length (d2/d1) being between 0.2 and 0.8, that is to say 0.2 < d2/d1 < 0.8, and the hammerhead (32) having a predetermined first axial width (d3), the lengthening bolt (29) having a predetermined second axial width (d4), and the ratio of the second to the first axial width (d4/d3) being between 0.2 and 0.6, that is to say 0.2 < d4/d3 < 0.6.
     
    3. The moving blade as claimed in claim 2, characterized in that the lengthening bolt (29) is integrally formed on the hammerhead (32).
     
    4. The moving blade as claimed in claim 2 or 3, characterized in that a curved transitional face (28) is provided at the transition between the lengthening bolt (29) and the hammerhead (32) in order to ensure a continuous transition.
     
    5. The moving blade as claimed in claim 2, characterized in that the lengthening bolt (29) is produced as a separate part and is connected to the hammerhead (32).
     
    6. The moving blade as claimed in claim 5, characterized in that the lengthening bolt (29) is screwed onto the hammerhead (32).
     
    7. The moving blade as claimed in claim 5, characterized in that the lengthening bolt (29) is welded to the hammerhead (32).
     
    8. The moving blade as claimed in one of claims 2 to 7, characterized in that mass-reducing recesses (31) are provided in the blade root (27).
     
    9. The moving blade as claimed in claim 8, characterized in that the recesses (31) extend over the hammerhead (32) and the lengthening bolt (29).
     
    10. The moving blade as claimed in claim 8 or 9, characterized in that the recesses (31) extend in a circumferential direction.
     
    11. The moving blade as claimed in claim 8 or 9, characterized in that the recesses (31) extend in a radial direction.
     


    Revendications

    1. Rotor (11) pour une turbomachine axiale, lequel rotor (11) porte une pluralité d'aubes mobiles (26) qui sont respectivement insérées, par l'intermédiaire d'un pied d'aube (27), dans une rainure de rotor (21) s'étendant autour de l'axe (30) et y sont maintenues, le pied d'aube (27) comportant un pied-marteau doté d'une tête de marteau (32) et s'appuyant contre des surfaces de butée radiales (25) de la rainure de rotor (21) qui sont situées plus à l'extérieur dans la direction radiale, à l'encontre de forces centrifuges agissant sur l'aube mobile (26), et s'appuyant contre des surfaces de butée axiales (20) qui sont situées plus à l'intérieur dans la direction radiale, à l'encontre de forces axiales agissant sur l'aube mobile (26), la rainure de rotor (21) comprenant, au niveau de son fond, une région de fond (23) élargie dans la direction radiale et dans la direction axiale et dotée d'un contour en section transversale présentant une courbure continue, en vue de la réduction des contraintes thermiques, la région de fond (23) élargie étant réalisée de manière à présenter une symétrie miroir par rapport à un plan médian perpendiculaire à l'axe (30) et passant par la rainure de rotor (21), et le rayon de courbure du contour en section transversale de la région de fond (23) diminuant à partir du plan médian jusqu'au bord, caractérisé en ce que la région de fond (23) élargie présente une largeur maximale prédéfinie (d1) dans la direction axiale, en ce que les surfaces de butée radiales (25) présentent un écart minimal prédéfini (d5) dans la direction axiale, et en ce que le rapport de l'écart minimal (d5) à la largeur maximale (d1) vaut entre 0,1 et 0,6, c'est-à-dire que 0,1 < d5/d1 < 0,6, en ce que la région de fond (23) élargie présente une première profondeur maximale prédéfinie (d4) par rapport aux surfaces de butée radiales (25), en ce que la région de fond (23) élargie présente une deuxième profondeur maximale prédéfinie (d3) par rapport aux bords intérieurs des surfaces de butée axiales (20), et en ce que le rapport de la deuxième profondeur maximale (d3) à la première profondeur maximale (d4) vaut entre 0,4 et 0,9, c'est-à-dire que 0,4 < d3/d4 < 0,9, en ce que, dans la direction axiale, plusieurs rainures de rotor (21) similaires sont prévues de manière décalée d'une distance prédéfinie (d2), et en ce que le rapport de la largeur maximale (d1) à la distance (d2) vaut entre 0,5 et 0,8, c'est-à-dire que 0,5 < d1/d2 < 0, 8 .
     
    2. Aube mobile (26) pour un rotor (11) pour une turbomachine axiale, lequel rotor (11) porte une pluralité d'aubes mobiles (26) qui sont respectivement insérées, par l'intermédiaire d'un pied d'aube (27), dans une rainure de rotor (21) s'étendant autour de l'axe (30) et y sont maintenues, le pied d'aube (27) comportant un pied-marteau doté d'une tête de marteau (32) et s'appuyant contre des surfaces de butée radiales (25) de la rainure de rotor (21) qui sont situées plus à l'extérieur dans la direction radiale, à l'encontre de forces centrifuges agissant sur l'aube mobile (26), et s'appuyant contre des surfaces de butée axiales (20) qui sont situées plus à l'intérieur dans la direction radiale, à l'encontre de forces axiales agissant sur l'aube mobile (26), la rainure de rotor (21) comprenant, au niveau de son fond, une région de fond (23) élargie dans la direction radiale et dans la direction axiale et dotée d'un contour en section transversale présentant une courbure continue, en vue de la réduction des contraintes thermiques, caractérisée en ce qu'en dessous de la tête de marteau (32), pour enjamber l'élargissement radial de la région de fond (23) élargie de la rainure de rotor (21), le pied d'aube (27) est prolongé dans la direction radiale au moyen d'une cheville de prolongement (29) s'étendant dans la direction radiale, la tête de marteau (32) possédant une hauteur prédéfinie (d2), la cheville de prolongement (29) possédant une longueur radiale prédéfinie (d1), et le rapport de la hauteur à la longueur (d2/d1) se situant entre 0,2 et 0,8, c'est-à-dire que 0,2 < d2/d1 < 0,8, et la tête de marteau (32) possédant une première largeur axiale prédéfinie (d3), la cheville de prolongement (29) possédant une deuxième largeur axiale prédéfinie (d4), et le rapport de la deuxième à la première largeur axiale (d4/d3) se situant entre 0,2 et 0,6, c'est-à-dire que 0,2 < d4/d3 < 0,6.
     
    3. Aube mobile selon la revendication 2, caractérisée en ce que la cheville de prolongement (29) est formée sur la tête de marteau (32).
     
    4. Aube mobile selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce qu'une surface de transition courbe (28) est prévue au niveau de la transition entre la cheville de prolongement (29) et la tête de marteau (32) pour assurer une transition continue.
     
    5. Aube mobile selon la revendication 2, caractérisée en ce que la cheville de prolongement (29) est réalisée sous forme de pièce séparée et est reliée à la tête de marteau (32).
     
    6. Aube mobile selon la revendication 5, caractérisée en ce que la cheville de prolongement (29) est vissée sur la tête de marteau (32).
     
    7. Aube mobile selon la revendication 5, caractérisée en ce que la cheville de prolongement (29) est soudée sur la tête de marteau (32).
     
    8. Aube mobile selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisée en ce que des évidements réduisant la masse (31) sont prévus dans le pied d'aube (27).
     
    9. Aube mobile selon la revendication 8, caractérisée en ce que les évidements (31) s'étendent au-dessus de la tête de marteau (32) et de la cheville de prolongement (29).
     
    10. Aube mobile selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que les évidements (31) s'étendent dans la direction périphérique.
     
    11. Aube mobile selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que les évidements (31) s'étendent dans la direction radiale.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente