[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abscheiden von Lack-Overspray aus der
mit Overspray beladenen Kabinenabluft von Lackieranlagen mit
a) mindestens einer Abscheidefläche, an welcher die Kabinenabluft entlang führbar
ist und welche elektrisch leitend sowie mit einem Pol einer Hochspannungsquelle verbunden
ist;
b) mindestens einer im Luftstrom angeordneten Elektrodeneinrichtung, welche der Abscheidefläche
zugeordnet und mit dem anderen Pol der Hochspannungsquelle verbunden ist.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist z.B. aus der
US 5 264 014 A bekannt. Bei der manuellen oder automatischen Applikation von Lacken auf Gegenstände
wird ein Teilstrom des Lackes, der im Allgemeinen sowohl Festkörper als auch Lösemittel
und/oder Bindemittel enthält, nicht auf den Gegenstand appliziert. Dieser Teilstrom
wird in der Fachwelt "Overspray" genannt. Der Overspray wird von dem Luftstrom in
der Spritzkabine erfasst und einer Abscheidung zugeführt.
[0003] Insbesondere bei Anlagen mit größerem Lackverbrauch, beispielsweise bei Anlagen zum
Lackieren von Fahrzeugkarosserien, kommen bevorzugt Nassabscheidesysteme zum Einsatz.
Bei vom Markt her bekannten Nassabscheidern fließt Wasser gemeinsam mit der von oben
kommenden Kabinenabluft zu einer die Luftströmung beschleunigenden Düse. In dieser
Düse findet eine Verwirbelung der durchströmenden Kabinenabluft mit dem Wasser statt.
Bei diesem Vorgang treten die Overspraypartikel weitgehend in das Wasser über, so
dass die Luft den Nassabscheider im Wesentlichen gereinigt verlässt und sich die Lack-Overspraypartikel
in dem Wasser befinden. Aus diesem können sie dann wiedergewonnen oder entsorgt werden.
[0004] Bei bekannten Nassabscheidern wird verhältnismäßig viel Energie zur Umwälzung der
erforderlichen recht großen Wassermengen benötigt. Die Aufbereitung des Spülwassers
ist durch den hohen Einsatz an lackbindenden und entklebenden Chemikalien und die
Lackschlammentsorgung kostenintensiv. Weiterhin nimmt die Luft durch den intensiven
Kontakt mit dem Spülwasser sehr viel Feuchtigkeit auf, was im Umluftbetrieb wiederum
einen hohen Energieverbrauch für die Luftaufbereitung zur Folge hat.
[0005] Bei vom Markt her bekannten Vorrichtungen der eingangs genannten Art wird demgegenüber
auf trockenem Wege abgeschieden, indem von der vorbeiströmenden Kabinenabluft mitgeführte
Lack-Overspraypartikel durch die Elektrodeneinrichtung ionisiert werden und auf Grund
des zwischen der Abscheidefläche und der Elektrodeneinrichtung aufgebauten elektrischen
Feldes zur Abscheidefläche wandern, an welcher sie sich abscheiden. Die an der Abscheidefläche
haftenden Lack-Overspraypartikel können dann beispielsweise mechanisch von dieser
abgestreift und abtransportiert werden.
[0006] Bei diesen bekannten Vorrichtungen werden alle Elektrodeneinrichtungen aus ein und
derselben Hochspannungsquelle parallel gespeist. Tritt im Hochspannungsbereich ein
Fehler auf, so ist die Fehlersuche verhältnismäßig kompliziert; es können unerwünscht
lange Stillstandszeiten der Vorrichtung eintreten. Im Fehlerfall muss die gesamte
Hochspannung abgeschaltet werden, sodass in der gesamten Vorrichtung kein aktiver
Filtervorgang mehr stattfindet.
[0007] Aus der
US 2006/0137528 A1 ist beispielsweise ein Elektrofilter bekannt, bei dem mehrere Baueinheiten in Strömungsrichtung
für ein zu reinigendes Gas hintereinander angeordnet sind, die über eigene Steuerschaltkreise
gesteuert werden können.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, dass die Fehlersuche bei Auftreten von Fehlern im Hochspannungsbereich
erleichtert ist und die Stillstandszeiten der gesamten Vorrichtung auf diese Weise
reduziert sind und dass die Energieeffizienz erhöht ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
c) mehrere unterschiedlichen Abscheideflächen zugeordnete Elektrodeneinrichtungen
vorgesehen sind, die unabhängig voneinander mit Hochspannung beaufschlagbar sind,
wobei die unterschiedlichen Abscheideflächen in einer Richtung senkrecht zur Strömungsrichtung
der Kabinenluft nebeneinander angeordnet sind.
[0010] Tritt bei der erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung im Hochspannungsbereich
ein Durchschlag auf, so kann die Elektrodeneinrichtung, an der der Fehler lokalisiert
ist, leicht festgestellt und sodann abgeschaltet werden. Die Gesamtvorrichtung braucht
in diesem Falle nicht stillgesetzt zu werden, sondern kann in einem Notbetrieb weitergefahren
werden, der immer noch eine ausreichende Abscheidung des Lack-Oversprays möglich macht.
Ein gewünschter Nebeneffekt dieser Art, unterschiedliche Elektrodeneinrichtung unabhängig
mit Hochspannung versorgen zu können, besteht darin, dass die Elektrodeneinrichtungen,
die gerade nicht benötigt werden, abgeschaltet werden können, wodurch eine nicht unerhebliche
Energieersparnis erzielt wird.
[0011] Es ist ergänzend günstig, wenn mehrere Bereiche ein und derselben Elektrodeneinrichtung
vorgesehen sind, die unabhängig voneinander mit Hochspannung beaufschlagbar sind.
[0012] Eine erste Möglichkeit, die Elektrodeneinrichtungen und/oder die mehreren Bereiche
ein und derselben Elektrodeneinrichtung unabhängig voneinander mit Hochspannung zu
beaufschlagen, ist die, dass diese Elektrodeneinrichtungen bzw. Bereiche mit ein und
derselben Hochspannungsquelle verbindbar sind. In diesem Falle wird also nur eine
einzige Hochspannungsquelle benötigt. Als Schalteinrichtung können entsprechende Schütze
verwendet werden.
[0013] Eine etwas aufwändigere Art der unabhängigen Beaufschlagung mit Hochspannung besteht
darin, dass jeder der mehreren Elektrodeneinrichtungen und/oder jeder der mehreren
Bereiche der einen Elektrodeneinrichtung eine eigene Hochspannungsquelle zugeordnet
ist. Auf diese Weise erhält man bei einem etwas höheren apparativen Aufwand die Möglichkeit
eines Notbetriebes auch für den Fall, dass ein Fehler im Bereich einer Hochspannungsquelle
auftritt. Die anderen Elektrodeneinrichtungen und/oder die anderen Bereiche der Elektrodeneinrichtung
können dann immer noch aus der diesen zugeordneten Hochspannungsquelle weiterbetrieben
werden. Außerdem sind bei dieser Ausführungsform die Kapazitäten geringer; die bei
einem eventuellen Überschlag abgebaute Ladung ist kleiner.
[0014] Aus energetischen Gründen ist es zweckmäßig, dass mindestens eine Elektrodeneinrichtung
als unabhängig mit Hochspannung beaufschlagbare Bereiche mehrere Koronadrähte sowie
eine flächige, vorzugsweise ebene Feldelektrode umfasst. Im Bereich der Koronadrähte
findet dann die Ionisierung der Overspray-Partikel statt, während im Feld der flächigen
Feldelektrode im Wesentlichen die Abscheidung der Overspray-Partikel auf den Abscheideflächen
abläuft.
[0015] Dabei ist es wiederum besonders günstig, wenn mehrere Köronadrähte in mehrere Gruppen
unterteilt sind, wobei jede Gruppe ein unabhängig mit Hochspannung beaufschlagbarer
Bereich der Elektrodeneinrichtung ist. In diesem Falle erhält man nicht nur die gewünschte
Redundanz im Falle des Auftretens eines Fehlers im Hochspannungsbereich, sondern darüber
hinaus die Möglichkeit, die verschiedenen Gruppen von Koronadrähteh mit unterschiedlich
hohen Hochspannungen zu beaufschlagen. Die höchste Spannung wird im Allgemeinene an
diejenige Gruppe von Koronadrähten angelegt, die von der flächigen Feldelektrode am
weitesten entfernt ist.
[0016] Die Aufteilung der Koronadrähte in mehrere Gruppen hat zudem den Vorteil, dass die
einzelnen Gruppen zyklisch angesteuert werden können. Auch dies ist mit einer gewissen
Energieeinsparung verbunden. Zusätzlich hat das zyklische Einschalten der verschiedenen
Bereiche der Elektrodeneinrichtung den Vorteil, dass die Haftung von Overspray-Partikeln
an der Abscheidefläche in dem dem Koronadraht gegenüberliegenden Bereich reduziert
wird, wo dies nicht erwünscht ist.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine Lackierkabine einer Oberflächenbehandlungsanlage mit einem ersten Ausführungsbeispiel
einer Overspray-Abscheidevorrichtung in einer Vorderansicht;
- Figur 2
- die Lackierkabine von Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht zweier Abscheideeinheiten sowie dreier Elektrodeneinrichtungen
der Abscheidevorrichtung von Figur 1;
- Figur 4
- die beiden Abscheideeinheiten mit Elektrodeneinrichtungen von Figur 3 im vertikalen-Schnitt;
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht zweier Abscheideeinheiten sowie dreier Elektrodeneinrichtungen
jeweils gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Overspray-Abscheidevorrichtung,
welche mehrere Abscheideeinheiten und Elektrodeneinrichtungen nach Figur 5 umfasst;
- Figur 7
- schematisch die Einteilung der Elektrodeneinrichtungen der Figur 3 in mehrere unabhängig
voneinander mit Hochspannung beaufschlagbare Bereiche.
[0018] Zunächst wird auf die Figuren 1 und 2 Bezug genommen. Dort ist mit 2 insgesamt eine
Lackierkabine einer Oberflächenbehandlüngsanlage bezeichnet, in welcher Fahrzeugkarosserien
4 lackiert werden, nachdem sie in der Lackierkabine 2 vorgelagerten, nicht eigens
gezeigten Vorbehandlungsstationen z.B. gereinigt und entfettet wurden.
[0019] Die Lackierkabine 2 umfasst einen oben angeordneten Lackiertunnel 6, welcher von
vertikalen Seitenwänden 8a, 8b und einer horizontalen Kabinendecke 10 begrenzt, jedoch
an den Stirnseiten und nach unten hin in der Weise offen ist, dass mit Overspray beladene
Kabinenabluft nach unten strömen kann. Die Kabinendecke 10- ist in üblicher Weise
als untere Begrenzung des Luftzuführraumes (nicht dargestellt) mit Filterdecke ausgebildet.
[0020] Auf Höhe der von den unteren Rändern der Seitenwände 8a, 8b flankierten unteren Öffnung
12 des Lackiertunnels 6 ist ein Stahlbau 14 angeordnet, welcher ein an und für sich
bekanntes Fördersystem 16 trägt, auf welches hier nacht näher eingegangen wird. Mit
diesem können zu lackierende Fahrzeugkarosserien 4 von der Eingangsseite des Lackiertunnels
6 zu dessen Ausgangsseite transportiert werden. Im Inneren des Lackiertunnels 6 befinden
sich nicht eigens gezeigte Applikationseinrichtungen, mittels welcher die Fahrzeugkarosserien
4 in an und für sich bekannter Weise mit Lack beaufschlagt werden können.
[0021] Unterhalb der unteren Öffnung 12 des Lackiertunnels 6 befindet sich ein nach oben
zum Lackiertunnel 6 hin offener Abscheideraum 18, in welchem beim Lackiervorgang entstehender
Lack-Overspray abgeschieden wird.
[0022] Der Abscheideraum 18 ist durch eine in Figur 2 zu erkennende Bodenplatte 20, zwei
vertikale Seitenwände 22a, 22b und zwei vertikale Stirnwände begrenzt, wobei die beiden
letzteren in den Figuren 1 und 2 weggelassen sind.
[0023] In dem Abscheideraum 18 ist eine Abscheidevorrichtung 24 mit einer Vielzahl von in
Längsrichtung des Abscheideraums 18 hintereinander angeordneten Abscheideeinheiten
26 angeordnet, auf welche weiter unten noch näher eingegangen wird.
[0024] In dem Bereich des Abscheideraums 18 zwischen der Abscheidevorrichtung 24 und dem
Lackiertunnel 6 befinden sich zwei Luftleitbleche 28a, 28b, welche ausgehend von den
Seitenwänden 22a, 22b des Abscheideraums 18 zunächst nach unten konvergieren und in
ihrem der Abscheidevorrichtung 24 zugewandten Endbereich zu den seitlichen Begrenzungen
der Abscheidevorrichtung 24 divergieren. Die Luftleitbleche 28a, 28b und entsprechende,
nicht dargestellte Luftleitbleche an den Stirnseiten erstrecken sich von oben bis
zur Abscheidevorrichtung 24.
[0025] Die Abscheideeinheiten 26 ruhen auf einem Tragrahmen 30, welcher ein Strömen von
Luft nach unten aus der Abscheidevorrichtung 24 hinaus zulässt. Unterhalb der Abscheidevorrichtung
24 befindet sich ein weiteres Luftleitblech 32, welches sich entlang der Abscheidevorrichtung
24 im Abscheideraum 18 erstreckt. Das Luftleitblech 32 weist einen vertikalen Abschnitt
32a auf, welcher der in den Figuren 1 und 2 linken Seitenwand 22a des Abscheideraums
18 zugewandt ist, und einen schräg nach unten in Richtung auf die gegenüberliegende
Seitenwand 22b des Abscheideraums 18 verlaufenden Abschnitt 32b.
[0026] Zwischen dem vertikalen Abschnitt 32a des Luftleitblechs 32 und der in den Figuren
1 und 2 linken Seitenwand 22a des Abscheideraums 18 ist eine nur in Figur 1 schematisch
dargestellte Sammelrinne 34 angeordnet, welche sich parallel zu dem vertikalen Abschnitt
32a des Luftleitblechs 32 erstreckt und welche in Längsrichtung gegenüber einer horizontalen
Ebene geneigt ist.
[0027] In den Figuren 3 und 4 sind zwei benachbarte Abscheideeinheiten 26 der Abscheidevorrichtung
24 gezeigt. Wie dort zu erkennen ist, umfasst eine Abscheideeinheit 26 zwei voneinander
beabstandete parallele rechteckige Seitenplatten 36a, 36b, welche an ihren oberen
gegenüberliegenden Stirnrändern über einen gekrümmten Abschnitt 38 miteinander verbunden
sind, dessen lichte Außenkontur im Querschnitt einem Halbkreis entspricht und die
Oberseite der Abscheideeinheit 26 bildet.
[0028] Am Scheitelpunkt des gekrümmten Abschnitts 38 der Abscheideeinheiten 26 ist dieser
zu einer Überlaufrinne 40 ausgebildet, worauf nachstehend noch näher eingegangen wird.
[0029] Die jeweiligen Außenflächen der Seitenplatten 36a, 36b bilden Abscheideflächen 42a
bzw. 42b, worauf ebenfalls weiter unten nochmals eingegangen wird.
[0030] An ihren unteren Ränder tragen die Seitenplatten 36a, 36b jeweils eine Ablaufrinne
44a, 44b, welche parallel zu den Seitenplatten 36a, 36b der Abscheideeinheiten 26
verläuft und in Richtung einer ersten, in Figur 3 vorderen Stirnseite 46 der Abscheideeinheit
26 nach unten geneigt ist. Die Ablaufrinnen 44a, 44b schließen stirnseitig mit den
Seitenplatten 36a, 36b der Abscheideeinheit 26 ab (vgl. Figur 3). Die Ablaufrinnen
44a, 44b sind an ihrem Ende 48a bzw. 48b an der ersten Stirnseite 46 (vgl. Figur 3)
der Abscheideeinheit 26 offen.
[0031] Wie in den Figuren 1 und 2 zu erkennen ist, umfasst jede Abscheideeinheit 26 eine
erste Stirnwand 50a, welche auf deren erster Stirnseite 46 angeordnet ist. Die gegenüberliegende
Stirnseite der Abscheideeinheiten 26, welche nicht eigens mit einem Bezugszeichen
versehen ist, ist von einer zweiten Stirnwand 50b abgedeckt. Die Stirnwände 50a, 50b
der Abscheideinheiten 26 verschließen die Stirnseiten der zugehörigen Überlaufrinne
40. Die beiden Stirnwände 50a, 50b sind aus Kunststoff gefertigt. Die erste Stirnwand
50a der Abscheideeinheit 26 umfasst zwei Durchbrüche 52a, 52b, in welche jeweils eine
Ablaufrinne 44a, 44b mit ihren. Enden 48a, 48b mündet. Auf der den Ablaufrinnen 44a,
44b gegenüberliegenden Seite jeder Stirnwand 50a sind an die Durchbrüche 52a, 52b
Abtropfbleche 54a, 54b angesetzt. Diese sind als Profil ausgebildet, dessen Querschnitt
demjenigen der Ablaufrinnen 44a, 44b entspricht.
[0032] Wenn die Abscheidevorrichtung 24 im Abscheideraum 18 der Lackierkabine 2 angeordnet
ist, ragen die Abtropfbleche 54a, 54b jeder Abscheideeinheit 26 über die Sammelrinne
34.
[0033] In der Abscheidevorrichtung 24 sind jeweils zwei benachbarte Abscheideeinheiten 26
unter Einhaltung eines Abstands voneinander angeordnet. Zwischen, zwei benachbarten
Abscheideeinheiten 26 sowie bei den freien Seitenplatten 36a bzw. 36b der beiden äußersten
Abscheideeinheiten 26 innerhalb der Abscheidevorrichtung 24 erstreckt sich jeweils
eine Elektrodeneinrichtung 56.
[0034] Jede Elektrodeneinrichtung 56 umfasst zwei gerade, parallel zueinander verlaufende
Elektrodenleisten 58a, 58b. Diese halten in einem Feldabschnitt 60 der Elektrodeneinrichtung
56 eine flächige Elektrode 62, im Beispiel in Form einer Gitterelektrode, deren zwischen
den Elektrodenleisten 58a, 58b verlaufende Ränder 64a, 64b senkrecht zu diesen stehen.
In einem Koronaabschnitt 66 der Elektrodeneinrichtung 56 halten die Elektrodenleisten
58a, 58b mehrere als Sprühelektrode wirkende Koronadrähte 68. Die Koronadrähte 68
verlaufen in einer durch die Elektrodenleisten 58a, 58b vorgegebenen Ebene parallel
zu den Rändern 64a, 64b der Gitterelektrode 62 und sind in gleichen Abständen zueinander
angeordnet.
[0035] Wie in den Figuren 3 und 4 zu erkennen ist, haben die Elektrodeneinrichtungen 56
insgesamt eine Erstreckung, welche im Wesentlichen der Erstreckung der Seitenplatten
36a, 36b der Abscheideeinheiten 26 entspricht. Die Elektrodeneinrichtungen 56 sind
so angeordnet, dass der untere Rand 64b der Gitterelektrode 62 etwa auf Höhe des unteren
Endes der Seitenplatten 36a bzw. 36b angeordnet ist.
[0036] Im Betrieb der Abscheidevorrichtung 24 fließt an der jeweiligen Abscheidefläche 42a,
42b der Seitenplatten 36a, 36b der Abscheideeinheiten 26 von oben nach unten eine
Abscheideflüssigkeit in die Ablaufrinnen 44a, 44b, welche geeignet ist, Feststoffpartikel
aus dem beim Lackiervorgang entstehenden Lack-Overspray aufzunehmen.
[0037] Dazu wird diese Abscheideflüssigkeit der Überlaufrinne 40 im gekrümmten Abschnitt
38 der Abscheideeinheiten 26 zugeführt. Von dort gelangt die Abscheideflüssigkeit
über die neben der Überlaufrinne 40 verlaufenden gekrümmten Flanken 70a, 70b des gekrümmten
Abschnitts 38 der Abscheideeinheit 26 jeweils als zusammenhängende Schicht zu den
Seitenplatten 36a, 36b und fließt an deren Abscheideflächen 42a, 42b als weiterhin
zusammenhängende Abscheideflüssigkeitsschicht herab.
[0038] Die Anzahl der Koronadrähte 68 der Elektrodeneinrichtung 56 und deren Abstand voneinander
kann abhängig von dem Abscheideverhalten der Overspraypartikel variieren. Beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind vier Koronadrähte 68 vorgesehen, von denen der oberste neben
dem gekrümmten Abschnitt 38 der Abscheideeinheit 26 angeordnet ist, wogegen der darunter
liegende Koronadraht 68 sich noch im Bereich neben der jeweiligen Seitenplatte 36a
bzw. 36b der Abscheideeinheit 26 befindet.
[0039] Wie insbesondere der Figur 7 zu entnehmen ist, sind die vier Koronadrähte 68 in zwei
Gruppen 68A, 68B unterteilt. Sie sind innerhalb dieser Gruppen 68A, 68B jeweils elektrisch
parallel geschaltet und bilden so einen "Bereich" 56A bzw. 56B der Elektrodeneinrichtung
56. Jeder dieser Bereiche 56A, 56B.ist über eine geeignete Schälteinrichtung, beispielsweise
über Hochspannungsschütze, mit einer Hochspannungsquelle 74 verbindbar. Die Schalteinrichtung
und die Hochspannungsquelle sind in der Zeichnung für dieses Ausführungsbeispiel nicht
dargestellt. Auch die flächige Gitterelektrode 62 wird von einer eignen Hochspannungsquelle
74 beaufschlagt.
[0040] Die verschiedenen Bereiche 56A, 56B und 56C der Elektrodeneinrichtung 56 werden zyklisch
mit Hochspannung beaufschlagt, beispielsweise in der Art, dass zunächst der oberste
Bereich 56A, an diesen anschließend der Bereich 56B und auf diesen wiederum folgend
der von der Gitterelektrode realisierte Bereich 56C mit der jeweiligen Hochspannungsquelle
74 verbunden wird. Es ist also immer nur einer der drei Bereiche 56A, 56B, 56C auf
Hochspannung. Zur Erzielung der gewünschten Ionisation im Bereich der Koronadrähte
68 und Abscheidung im Bereich der Gitterelektrode 62 reicht diese zyklische Beaufschlagung
mit Hochspannung aus; diese ist jedoch mit einer Energieeinsparung gegenüber einer
Dauerbeaufschlagung verbunden. Zusätzlich ist die Gefahr reduziert, dass sich Overspraypartikel
bereits in dem den Koronadrähten 68 gegenüberliegenden Bereich der Abscheideeinheiten
26 abscheiden, wo dies weniger erwünscht ist.
[0041] In Figur 5 sind als jeweils zweites Ausführungsbeispiel eine abgewandelte Abscheideeinheit
126 sowie eine abgewandelte Elektrodeneinrichtung 156 und in Figur 6 eine diese umfassende
abgewandelte Abscheidevorrichtung 124 gezeigt. Komponenten der Abscheideeinheit 126,
der Elektrodeneinrichtung 156 und der Abscheidevorrichtung 124, welche denjenigen
der Abscheideeinheit 26, der Elektrodeneinrichtung 56 und der Abscheidevorrichtung
24 nach den Figuren 1 bis 4 entsprechen, sind mit denselben Bezugszeichen zuzüglich
100 gekennzeichnet.
[0042] Die Abscheideeinheit 126 unterscheidet sich von der Abscheideeinheit 26 unter anderem
dadurch, dass die Ablaufrinnen 144a, 144b über die Stirnseite 146 der Abscheideeinheit
126 überstehen. Die überstehenden Abschnitte 172a, 172b entsprechen den oben erläuterten
Abtropfblechen 54a, 54b, auf welche daher bei der Abscheidevorrichtung 124 verzichtet
werden kann.
[0043] Wie in Figur 6 zu erkennen ist, erstrecken sich die überstehenden Abschnitte 172a,
172b der Ablaufrinnen 144a, 144b der Abscheideeinheit 126 durch die jeweiligen Durchbrüche
152a, 152b in jeder Stirnwand 150a der Abscheidevorrichtung 124 hindurch.
[0044] In Figur 5 ist eine von mehreren Hochspannungsquellen 174 gezeigt, welche zwischen
den Seitenplatten 136a, 136b einer jeden Abscheideeinheit 126 angeordnet ist und jeweils
mit einem der Bereiche 156A, 156B, 156C der Elektrodeneinrichtung 156 verbunden ist.
In entsprechender Weise können Hochspannungsquellen 174 auch bei jeder Abscheideinheit
26 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel vorhanden sein. Jeweils eine einzelne Abscheideeinheit
126 und eine einzelne Elektrodeneinrichtung 156 bilden so ein Abscheidemodul 176.
Entsprechend bilden auch jeweils eine einzelne Abscheideeinheit 26 und eine einzelne
Elektrodeneinrichtung 56 nach den Figuren 1 bis 4 ein Abscheidemodul 76.
[0045] In Figur 5 sind außerdem Verstrebungen 178a, 178b; 178c zu erkennen, welche die Innenflächen
der beiden Seitenplatten 136a, 136b der Abscheideeinheit 126 unten, in der Mitte und
oben miteinander verbinden.
[0046] Bei der Elektrodeneinrichtung 156 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel verläuft
senkrecht wischen den Elektrodenleisten 158a, 158b oberhalb des obersten Koronadrahts
168 eine Schutzstange 180, durch welche die Gefahr eines Kontakts von möglicherweise
aus dem Lackiertunnel 6 auf die Elektrodeneinrichtung 156 herunterfallenden Gegenständen
oder Partikeln mit den Koromadrähten 168 verringert wird.
[0047] Ansonsten gilt das oben zu der Abscheideeinheit 26, der Elektrodeneinrichtung 56
und zur Abscheidevorrichtung 24 Gesagte für die Abscheideeinheit 126, die Elektrodeneinrichtung
156 und die Abscheidevorrichtung 124 sinngemäß entsprechend.
[0048] Das Grundprinzip der oben erläuterten Vorrichtungen wird nun am Beispiel der Abscheidevorrichtung
24 nach den Figuren 1 bis 4 erläutert. Die Verwendung der Abscheidevorrichtung 124
gemäß den Figuren 5 und 6 in der Lackierkabine 2 erfolgt analog.
[0049] Beim Lackieren der Fahrzeugkarosserien im Lackiertunnel 6 wird die dort befindliche
Kabinenluft mit Lack-Overspraypartikeln beladen. Diese können noch flüssig und/oder
klebrig aber auch schon mehr oder weniger fest sein. Die mit Lack-Overspray beladene
Kabinenabluft strömt durch die untere Öffnung 12 des Lackiertunnels 6 in den Abscheideraum
18. Dort wird diese Luft durch die Luftleitbleche 28a, 28b in Richtung auf die Abscheidevorrichtung
24 gelenkt und strömt zwischen benachbarten Abscheideeinheiten 26 hindurch in Richtung
auf das untere Luftleitblech 32.
[0050] An den Koronadrähten 68 kommt es in an und für sich bekannter Weise zu Koronaentladungen,
durch welche die Overspraypartikel in der vorbeiströmenden Kabinenabluft effektiv
ionisiert werden.
[0051] Die ionisierten Overspraypartikel passieren die auf Massepotential liegenden Seitenplatten
36a, 36b zweier benachbarter Abscheideeinheiten 26 und die dazwischen verlaufende
Gitterelektrode 62. Auf Grund des zwischen Gitterelektrode 62 und Seitenplatten 32a,
32b ausgebildeten elektrischen Feldes scheiden sich die ionisierten Overspraypartikel
an den Abscheideflächen 42a, 42b der Abscheideeinheiten 26 ab und werden dort von
der daran entlang fließenden Abscheideflüssigkeit aufgenommen.
[0052] Ein Teil der ionisierten Overspraypartikel scheidet sich bereits im Bereich der Koronadrähte
68 an den Abscheideeinheiten 26 ab. Das zwischen den Koronadrähten 68 und der jeweiligen
Seitenplatte 36a, 36b der Abscheideeinheit 26 vorhandene elektrische Feld ist jedoch
inhomogener als das elektrische Feld im Bereich der Gitterelektrode 62, weshalb dort
ein gerichteteres und effektiveres Abscheiden der ionisierten Overspraypartikel an
der entsprechenden Abscheideeinheit 26 erfolgt.
[0053] Die beim Durchgang zwischen den Abscheideeinheiten 26 gereinigte Luft wird von dem
unteren Luftleitblech 32 in Richtung auf die in den Figuren 1 und 2 rechts gezeigte
Seitenwand 22b des Abscheideraums 18 geleitet, von wo sie, gegebenenfalls nach einer
gewissen Konditionierung, dem Lackiertunnel 6 wieder als Frischluft zugeführt werden
kann. Bei der Konditionierung kann es sich insbesondere um ein Nachregeln der Temperatur,
der Luftfeuchte und gegebenenfalls um das Entfernen von noch-in der Luft befindlichen
Lösemitteln handeln.
[0054] Die an den Abscheideeinheiten 26 herabfließende und nun mit den Overspraypartikeln
beladene Abscheideflüssigkeit gelangt unten in die Ablaufrinnen 44a, 44b der Abscheideeinheiten
26. Durch die Neigung der Ablaufrinnen 44a, 44b fließt die beladene Abscheideflüssigkeit
in Richtung auf die Durchbrüche 52a, 52b in den jeweiligen Stirnwänden 50a, durch
diese hindurch und von dort über die Abtropfbleche 54a, 54b in die Sammelrinne 34.
Über die Sammelrinne 34 fließt die mit Overspraypartikeln beladene Abscheideflüssigkeit
aus der Lackierkabine 2 heraus und kann einer Reinigung und Wiederaufbereitung, bei
welcher die Abscheideflüssigkeit von den Overspraypartikeln befreit wird, oder einer
Entsorgung zugeführt werden.
1. Vorrichtung zum Abscheiden von Lack-Overspray aus der mit Overspray beladenen Kabinenabluft
von Lackieranlagen mit
a) mindestens einer Abscheidefläche (42a, 42b; 142a, 142b), an welcher die Kabinenluft
entlang führbar ist und welche elektrisch leitend sowie mit einem Pol einer Hochspannungsquelle
(74; 174) verbunden ist;
b) mindestens einer im Luftstrom angeordneten Elektrodeneinrichtung (56; 156), welche
der Abscheidefläche (42a, 42b; 142a, 142b) zugeordnet und mit dem anderen Pol der
Hochspannungsquelle (74; 174) verbunden ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
c) mehrere unterschiedlichen Abscheideflächen (42a, 42b; 142a, 1142b) zugeordnete
Elektrodeneinrichtungen (56; 156) vorgesehen sind, die unabhängig voneinander mit
Hochspannung beaufschlagbar sind, wobei die unterschiedlichen Abscheideflächen (42a,
42b; 142a, 142b) in einer Richtung senkrecht zur Strömungsrichtung der Kabinenluft
nebeneinander angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Bereiche (56A, 56B, 56C) ein und derselben Elektrodeneinrichtung (56; 156)
vorgesehen sind, die unabhängig voneinander mit Hochspannung beaufschlagbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Elektrodeneinrichtungen (56; 156) und/oder mehrere Bereiche (56A, 56B, 56C)
ein und derselben Elektrodeneinrichtung (56; 156) wahlweise mit ein und derselben
Hochspannungsquelle (74; 174) verbindbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der mehreren Elektrodeneinrichtungen (56; 156) und/oder jedem der mehreren
Bereiche (56A, 56B, 56C) ein und derselben Elektrodeneinrichtung (56; 156) eine eigene
Hochspannungsquelle (74; 174) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Elektrodeneinrichtung (56; 156) als unabhängig mit Hochspannung beaufschlagbare
Bereiche mehrere Koronadrähte (68; 168) sowie eine flächige, vorzugsweise ebene Feldelektrode
(62; 162) umfasst.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Koronadrähte (68; 168) in mehrere Gruppen (68A, 68B) unterteilt sind, wobei
jede Gruppe ein unabhängig mit Hochspannung beaufschlagbarer Bereich (56A, 56B, 56C)
der Elektrodeneinrichtung (15; 156) ist.
1. Device for separating paint overspray from the overspray-laden booth exhaust air of
paint shops having:
a) at least one separation surface (42a, 42b; 142a, 142b), along which the booth exhaust
air is guidable and which is electrically conductive and is connected with one pole
of a high voltage source (74; 174);
b) at least one electrode apparatus (56; 156) arranged in the air stream which is
associated with the separation surface (42a, 42b; 142a, 142b) and is connected with
the other pole of the high voltage source (74; 174);
characterized in that
c) multiple electrode apparatuses (56; 156) associated with different separation surfaces
(42a, 42b; 142a, 142b) are provided, which are chargeable with high voltage independently
of each other, wherein the different separation surfaces (42a, 42b; 142a, 142b) are
arranged adjacent to each other in a direction perpendicular to the flow direction
of the booth exhaust air.
2. Device according to claim 1, characterized in that
multiple regions (56A, 56B, 56C) of one and the same electrode apparatus (56; 156)
are provided, which are chargeable with high voltage independently of each other.
3. Device according to claim 1 or 2, characterized in
that multiple electrode apparatuses (56; 156) and/or multiple regions (56A, 56B, 56C)
of one and the same electrode apparatus (56; 156) are electively connectable to one
and the same high voltage source (74, 174).
4. Device according to claim 1 or 2, characterized in
that a separate high voltage source (74; 174) is assigned to each of the multiple electrode
apparatuses (56; 156) and/or to each of the multiple regions (56A, 56B, 56C) of one
and the same electrode apparatus (56; 156).
5. Device according to one of the preceding claims,
characterized in that at least one electrode apparatus (56; 156) comprises multiple corona wires (68; 168)
as well as a planar, preferably flat, field electrode (62; 162) as regions which are
independently chargeable with high voltage.
6. Device according to claim 5, characterized in that
multiple corona wires (68; 168) are subdivided into multiple groups (68A, 68B), wherein
each group is a region (56A, 56B, 56C) of the electrode apparatus (15; 156) which
is independently chargeable with high voltage.
1. Dispositif pour séparer l'excédent de peinture pulvérisée de l'air chargé en excédent
de pulvérisation évacué d'une cabine dans des installations de peinture, comprenant
a) au moins une surface de séparation (42a, 42b ; 142a, 142b), le long de laquelle
l'air de la cabine peut être guidé et laquelle est électroconductrice et reliée à
un pôle d'une source de haute tension (74 ; 174) ;
b) au moins un système d'électrodes (56 ; 156) disposé dans le flux d'air, lequel
est associé à la surface de séparation (42a, 42b ; 142a, 142b) et relié à l'autre
pôle de la source de haute tension (74 ; 174) ;
caractérisé en ce que
c) plusieurs systèmes d'électrodes (56 ; 156) associés à différentes surfaces de séparation
(42a, 42b ; 142a, 142b) sont prévus, qui peuvent être soumis à une haute tension indépendamment
les uns des autres, les différentes surfaces de séparation (42a, 42b ; 142a, 142b)
étant disposées les unes à côté des autres dans une direction perpendiculaire à la
direction d'écoulement de l'air de la cabine.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs zones (56A, 56B, 56C) d'un même système d'électrodes (56 ; 156) sont prévues,
qui peuvent être soumises à une haute tension indépendamment les unes des autres.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que plusieurs systèmes d'électrodes (56 ; 156) et/ou plusieurs zones (56A, 56B, 56C)
d'un même système d'électrodes (56 ; 156) peuvent être reliés au choix à une même
source de haute tension (74 ; 174).
4. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une source de haute tension (74 ; 174) séparée est associée à chacun des plusieurs
systèmes d'électrodes (56 ; 156) et/ou à chacune des plusieurs zones (56A, 56B, 56C)
d'un même système d'électrodes (56 ; 156).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un système d'électrodes (56 ; 156) comprend plusieurs fils corona (68 ; 168)
ainsi qu'une électrode de champ (62 ; 162) étendue, de préférence plane, en tant que
zones pouvant être soumises indépendamment à une haute tension.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que plusieurs fils corona (68 ; 168) sont divisés en plusieurs groupes (68A, 68B), chaque
groupe étant une zone (56A, 56B, 56C) du système d'électrodes (15 ; 156) pouvant être
soumise indépendamment à une haute tension.